1876 Sonntag, den 9. Juli io. 157 Erscheint täglich mit Ausnahme bei Montags. Expeditionr Schulstraße, At. 8. Nr. 18. Badische Bank in Mannheim, Gießen, am 8. April 1876. jorstand. Bayerische Notenbank in München, Bremer Bank in Bremen, Breslauer Bank in Breslau, Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz, Kölnische Privatbank in Köln. 8« WnuirfyJ rstarrd. Natürlich können wir uns nicht verhehlen, daß für uns eine gewisse Ge- ahr in der wachsenden Kräftigung Frankreichs liegt. Das dürfen wir niemals vergessen. Unsere Theilnahme für Frankreichs Wohlergehen muß noch auf lange Zeit hin, mit der ausmerkjamsten Wachsamkeit verbunden sein, und vor Allem mit dem festen Willen, in keiner Beziehung hinter den Anstrengungen eines Nachbarn, bei dem wir freundliche Gesinnungen für uns keineswegs voraussetzen können, zurück zu bleiben. Wir haben unsere Politik nicht aus die Schwäche unserer Nachbarn begründet: um so notwendiger ist es, daß wir unsere eigene Kraft zu ihrer festen, unerschütterlichen Grundlage machen. Sächsische Bank in Dresden. Bank für Süddeutschland in Darmstadt, Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. lnativy den. [ttand, 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich • Mark ÜB Pf. 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. Darmstadt, 7. Juli. Der Kaiser von Rußland wurde heute um 9j/4 Uhr Morgens bei dessen Rückreise von Jugenheim auf dem hiesigen Bahnhose von dem Großherzoge, dem Prinzen und der Prinzessin Ludwig begrüßt. Berlin, 5. Juli. Wie die „St. Petersb. internationale Telegraphen- Agentur" mittheilt, ist der Befehlshaber der türkischen Truppen gegen Serbien, Ali Pascha, ein geborener Preuße, Namens Freund. Berlin, 6. Juli. Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt : „Entgegen den von einzelnen Correspondenten verbreiteten Nachrichten über einen wenig befriedigenden Verlauf der Cur des Fürsten Reichskanzlers in Kissingen wird in durchaus zuverlässiigen Mittheilungen erfreulicher Weise ein günstiges Befinden Sr. Durchlaucht und ein hoffnungsvoller Fortgang der Cur bekundet. Wiesbaden, 7. Juli. Gutem Vernehmen nach wird der Kaffer bis zum 9. Juli incl. in Coblenz verweilen und am 10. Juli nicht, wie früher ^bestimmt war, nach Homburg, sondern nach Würzburg reisen, wohin sich Fürst Bismarck zu einer Conserenz mit dem Kaiser ebenfalls begeben wird. Am 12. Juli begibt sich der Kaiser nach Baden-Baden zu einem Besuche des Großfürsten Michael, dann nach der Insel Mainau. Am 19. Juli sindet die Zusammenkunft mit dem Kaiser Franz Joseph von Oesterreich und zwar in Ischl statt. EmS, 6. Juli. Der Kaiser ist heute Nachmittag nach Coblenz abge- retst, wo nach den bis jetzt getroffenen Bestimmungen ein zweitägiger Aufenthalt genommen werden soll. Aus der bayerischen Rheinpfalz, 5. Juli. Gegen den bekann- ten Statistiker G. Fr. Kolb (Demokrat) herrscht Üi Kaiserslautern große Erlegung, weil man dort Nachrichten aus München erhalten haben will, wonach er es wäre, welcher dem ultramontanen Abg. Dr. Kurz das Material an die Hand gegeben hätte, wodurch die ultramontane Kammer-Fraktion bestimmt wurde, das Projekt der von Kaiserslautern ausgehenden Lauterthal-Bahn zu verwerfen. Im Stadtrath zu Kaiserslautern wurde deshalb der Antrag gestellt, Kolb des Kaiserslauterer Ehrenbürgerrechts, das ihm in den sechziger Jahren verliehen wurde, verlustig zu erklären. Einstweilen hat ihn der Stadtrath er- buten, a, ■ tcn, l*f d 9. Hannoverische Bank in Hannover, ~ Leipziger Kassenverein in Leipzig, Lübecker Commerzbank in Lübeck, Magdeburger Privatbank in Magdeburg, Posener Privatbank in Posen, ide«P$^ Hilf*1 A intag den S.Zl Ihr ab bei L. Mül >en daraus ciifnii1 von einer Statik lennäßigung von N Ä. durch Bereich Sorftattb* ohlen. ihlert, au’ßenom’’1 V terridit SSi" >dt» xX* Kroüberwalicbes Ministerium des Innern hat dem Vorstand des landwirthschaftlichen Vereins in Virstein, im Königreich Preußen, die Erlaubniß zum Vertrieb von Loosen zu der gelegentlich der im August d. I. beabsichtigten landwirthschaftlichen Ausstellung in Btrstein stattfindenden Verloosung von Vieh, landwirthschaftlichen Maschinen Md Geräthen im Großherzogthum ertheilt, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. ®ic6tn’ ben 6- 3U" 1876- Gr°ßhcr,-glich-, Äreiinmt Siegen. I. V. Dr. Hoffmann, Regierungsrath. Danziger Privatbank in Danzig, 8. Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken aebietes, für welches dieselben zugelaffen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. Um das Publikum vor Nachtheil zu bewahren, wird dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. V - Kießener "Anzeiger Anzeige- und AmtMatt fit den Kreis Gießen. ... Württemberger Notenbank in Stuttgart. oder Corporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landes- Der französische Regenerations-Procesi. Es ist für die deutsche Staatskunst bezeichnend, daß sie der Consolidi- »na der staatlichen Verhältnisse in Frankreich seit 1871 niemals Hindernisse ' 4 den Weg gelegt hat, so viele Gelegenheiten sich ihr auch boten, störend in r,e politische Arbeit unserer Nachbarn einzugreifen, und so nahe andererseits de Versuchung lag, ein Land, dessen Bevölkerung notorisch von dem Verlangen Mch Rache erfüllt war, nach Möglichkeit in der Entwickelung und Sammlung (einer Kräfte aufzuhalten. Es war dies von Seiten Deutschlands eine selbstbewußte Politik, die ihre volle Berechtigung nicht in einem blinden Vertrauen au( eine mögliche Veränderung der Stimmung Frankreichs gegen Deutschland, sondern in dem Vertrauen auf die eigene Kraft sand: eine Politik, die im gra- dea Gegensätze steht zu der altsranzösischen Politik, welche, um Frankreichs Einfluß zu sichern, das Bedürsniß empfand, alle Nachbarstaaten in dem Zu- üande der Ohnmacht und der Zerrissenheit zu erhalten. Der Aufschwung Deutschlands hat dieser Politik der Eifersucht, die nach Frankreichs Vorgang Üe gesammte europäische Staatskunst beherrschte, ein Ende gemacht. Deutsch- llnds Erfolge haben nicht die dauernde Schwäche der von ihnen bekämpften Gegner zum Ziel gehabt: sie haben den Besiegten den Anstoß zu einer neuen klüftigen Entwickelung gegeben, und Deutschland blickt neidlos und ohne Furcht gus diese Kraftentwickelung. Deutschland, nicht nur die Leiter der deutschen Politik. Die öffentliche Meinung in Deutschland hat die Verfassungskämpse in Frankreich seit 1871 nicht blos mit einem so zu sagen akademischen Interesse, sondern mit fcem aufrichtigen Verlangen verfolgt, daß aus den Wirren feste und gesunde Zustände hervorgehen möchten. Der Wunsch, durch eine fortschreitende Zer- lüttuna Frankreichs der Notwendigkeit, unsere Wehr stark und schneidig zu erhalten, überhoben zu sein, hat uns fern gelegen. Wir gaben uns dabei kei- «swegs leichtfertigen Illusionen über di- Gesinnung der Franzosen hin aber dir hegen die U-berzenguug, da -ine aufrichtig- Aussöhnung, mag st- auch ,«ch in sehr weit-r Fern- ltegen, sich leichter nut einem von Part-i-L-ch-n- schaften zerrissenen Frankreich wird erzte en lasten. Setner Star - bewußd dird Frankreich auch den lange vernachlässigten höheren Cnlturaufgab n sich dieder zuwenden, und damit wird der Boden zu geg-nsetttgen reundschastUch n Beziehungen gewonnen sein, di- auch auf die nationalen Leidenschaften allmältg nnen beschwichtigenden und besänftigenden Einfluß ubeu werden. Wir blicken d-un auch nicht mit Neid, sondern mit ousrichtig-r, *ng^ W« Anerkennung auf di- Anstrengungen unserer Nackcharu mw aller Energi Abbülle xu sckaffeu aeaen die Schäden, die aus allen Gebieten des öffentlichen peiteu Kaiserthums, Frankreichs Kräfte gelahmt und g-schwacht haben Ww U-ck-n auf diese Anstreugungeii aber nicht nur mit Achtung, f»«be™ ™ j «inet gewißen Ueberraschung, da di- Äistuugen der Franzosen entichteden über Erwartungen hinausgehen, die man in Europa hegte. Bekanntmachung. Di- beschränkenden Bestimmungen des § 43 des Reichsbankgesetzes vom 14. März 1875 sind (nach den im W=®efet;6Iatte «fd)ienenen SEfannt, machungen) bezüglich nachstehender Privat-Notenbanken als nicht anwendbar erklärt worden und es dürfen daher die Noten dieser Banken m ganz Deutschland, auch außerhalb desjenigen Staates, welcher denselben die Befugniß zur Notenausgabe ertheilt hat, zu Zahlungen gebraucht werden. ys®*' ZM u 10. Zull, r Lorstauv. ®5 Sflen Kr •sd ohne Italien. Rom, 6. Juli. Die „Agencia Stefani" dementirt die von der „Gazzetta del Popolo" gebrachte Nachricht, daß der König einen Abgesandten des Marschalls Mac Mahon empfangen habe. Rußland. Petersburg. Das „Journal de St. Petersbourg", Organ des auswärtigen Amtes, schreibt: „Was das serbische Volk in diesem Moment am meisten nöthig hat, ist absolute Eintracht. Schwere Stunden stehen bevor, die Entscheidung durch die Waffen kann ungünstig ausfallen. Möge dann das serbische Volk dessen eingedenk sein, daß es durch seine Vertreter ein Wagstück gefördert, welches zu unternehmen der junge Fürst lange gezögert hat, und möge es dann nicht auf ihn die ganze Verantwortung für die Täuschungen wälzen, denen die Nation entgegengehen wollte, — für die Opfer, welche es sich auferlegen muß. Möge das serbische Volk namentlich den Agitatoren und Ungeduldigen mißtrauen; es hat nur zu ost ihnen sein Ohr geliehen; gegenwärtig , wo die Action begonnen, ist es gut, dessen eingedenk zu sein, daß die Zeit für Diskussionen vorüber ist und daß die Disciplin allein einer Nation unter Waffen geziemt. Das Schicksal von Völkern hängt oft mehr von dem Maß der Mannhaftigkeit ab, mit der sie die Schläge des Mißgeschicks zu tragen wiffen, als von der Leichtigkeit, mit welcher sie die erreichten Erfolge hinzunehmen verstehen." Serbien. Belgrad, 6. Juli. (Amtliche Meldung.) Gegenüber den von feindlicher Seite verbreiteten Bülletins über ein angebliches Zurückwerfen der serbischen Streitkräfte auf allen Seiten ist es eine feststehende Thatsache, daß General Tschernajeff seit dem Siege bei Babina Glava sich auf türkischem Boden ohne weitere Gefechte behauptet. Ranko Alimpics steht noch immer vor Beljina. Gestern wurden 2000 Mann türkische Truppen (Nizams) umzingelt; nur ein kleiner Theil von denselben entging der Vernichtung. In Saitschar wurden, wie schon gemeldet, die Angriffe der Türken siegreich zurückgewiesen. Der Führer des Drina-Corps Besjanin hat auf telegraphische Anfrage erwidert, er brauche keine Verstärkung. Belgrad, 6. Juli. Der Remorqueur „Tisza" der Donau-Dampf- schiffsahrts-Gesellschaft wurde gestern früh 3y2 Uhr auf der Fahrt von Turn- Severin nach Orsova in der Nähe des serbischen Dorfes Spiz von serbischen Truppen mit Pelotonfeuer empfangen und zum Umkehren genöthigt; weitere Unfälle kamen nicht vor. Der österreichische General-Consul richtete sogleich aus eigener Entschließung an die serbische Regierung in der entschiedensten Weise Beschwerde und forderte vollste Satisfaction. Türkei. Konstantinopel. Sultan Murad V., der noch immer nicht feierlich installirt und mit dem Schwert umgürtet worden ist, soll alles Ernstes daran gedacht haben, wieder abzudanken. Er fühlt sich der verwickelten Aufgabe nicht gewachsen, welche dem Beherrscher der Moslims unter den heutigen Umständen zufällt, rmd beabsichtigte den Thron dem nach der osmanischen Erbfolge nächsten Anwärter, seinem Bruder Abdul Hamid, zu überlassen. Sultan Murad ließ den Thronfolger zu sich bescheiden und theilte ihm seine Absicht mit; Abdul Hamid wollte indessen auf dieselbe durchaus nicht eingehen, und versicherte auf Vermischtes. Darmstadt, 5. Juli. Gerichtsaccessist R. Wolf von Gießen ist -um Auditeur in Torgau ernannt worden, der Bruder des Herrn Wolf, welcher seither bei bei Militärgericht in Mainz functionirte, ist gleichfalls zum Auditeur in Stralsund ernann. Mainz. (Münchhausen junior.) In Mainzer Kreisen — so erzählt der „Mr; Zeiger" — cursirt folgendes Jagdstäckchen, welches einem jungen Nimrod passirt seil soll. Derselbe folgte der Einladung eines Bekannten und begab sich, mit einen Lefaucheux bewaffnet, in die Nähe von N. am Main auf die Jagd. Plötzlich sah c einen mächtigen Keiler auf sich zukommen. Er wollte sich schußfertig machen, stolpert! aber dabei über eine mächtige Baumwurzel und drückte unwillkürlich seine beibet Schüsse ab. Natürlich dachte er, sie seien in's Blaue gegangen, als er aber hinsai lag ntcht nur das Wildschwein tobt am Boden, sondern der zweite Schuß hatte eine: eben vorbeilaufenden Hirsch getroffen, der im Nieberstürzen mit jeher Stange einet Hasen gespießt hatte — Verwundert über das Glück, ließ der Jäger das Gewehr fallei und wollte die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber er kam nicht dazu, ben- im Hinauffahren fing er mit jeder Hand eine Schnepfe. Hanau, 5. Juli. Vergangenen Freitag ereignete sich hier ein Spaß, ben' anders darf man es wohl nicht nennen, obgleich der eine Betheiligte die Sache fler ernst nehmen möchte, was ihm jedoch nicht gelingen dürfte. Der Fall wird zur War nung mitgetheilt, gibt aber auch viel zu denken: Pferdehändlers, zu Seligenstabt kar zu dem hiesigen Fuhrwerksbesitzer 0 und bot demselben ein Pferd um die ©umir von 1000 fl. an; 0. war bei der Arbeit, hatte nicht viel Lust zum Handeln unb bc schließlich 34 Karolin für das Pferd, mit dem spaßhaften Bemerken: „Für 1000 f gebe ich mei Pferd (0 besitzt 7 Pferde) und noch Geschirr dazu; aber Du krieg' ie net." — Pferdehändler L. der durchaus feinen Spaß zu verstehen scheint unb auc die Schlußäußerung überhört haben mochte, nahm das Gesagte an unb verlangt nir die sieben Pferde und Geschirr für 1000 Gulden, hat auch, wie man hört, bereits sic nach einem hiesigen Anwalt umgesehen, bis jetzt aber noch feinen gefunden, der ihr zu seinem „Recht" verhelfen soll. Wenn es die Absicht des Pferdehändlers ist. der Fuhrwerksbesitzer bange zu machen und ihn zu einer Abfindungssumme zu nötiger, so dürfte Letzterem der Rath zu ertheilen sein, sich auf nichts einzulassen; sein Reck wird ihm wohl werden. — Die Geschichte von diesem „Handelsgeschäft" ift b siechste Lob, sie : z-iellschchliche € 1* innigsten Nr 75,8 1 Lchrihren-Kaiari Nr. 75,8; ' Dien, in einem : Nr. 65,7: > Ibmagerung. Nr. 75,92 Die Reval ! Sutern 50 Na! ..Preise der • VO Pf, 12 W . Revalescifc ! »15,70 Ps. u. Revalesci -W 163-164 1 • ^licatchnhärk > (Sie1 Atz Arm, ©erfi u tol wn b|aer ol M^iri iz Ni| dir 5D ' -'ne bezüglich« Anfrage des Sultans, baß er mit dessen Reformplänen und mit allem, was er zur Herstellung der Ruhe im Orient unternehmen möge voll ständig einverstanden sei. In Folg- dessen hat der Sultan sein- Rücktritts-,', danken wieder aufgegeben. 3 Konstantinopel, 6. Juli. Die „Agence Havas Reuter" dementirt alle am 4. Jult von Wiener und Pesther Journalen veröffentlichten Nachrick, ten, betr. die angebliche Schwert-Umgürtung des Sultans vom 6. Juli bi? Vorbereitung eines Fetyo von Seiten des Scheik ül Islam, sowie endlich 'über eine von Midhat Pascha entworfene Verfassung und baldigste Proclamiruna derselben. — Seit letzten Dienstag sind keinerlei Depeschen vom Krieasschau- platze veröffentlicht worden. Der Bay von Tunis wird ein Regiment nach Konstantinopel senden. — Der neuernannte Botschafter Aleco Pascha Voaori, dis reift morgen nach Wien ab. Alexandria, 7. Juli. Zwei ägyptische Regimenter gehen heute nack Konstantinopel ab. Seit 30 tmb bewährt ulm Magm-, 1 1 Nierenleiden, : Jian^en, S Hägen, Oh«" «Melancholie, iHauglinge sä .tug 80,000 G :10m Prosesso, Mediän an d ' Professor Dr. hochgestellten „ 3490) am 2 WOoo Wejonbere ^gebenden a gölten bat "'"'mssch^ Anfung „ Wtang des 1 "^'behalt d-g i^Drigin, 6ef, Wen, Dresde SÄ J bk ■ ux,7.. 5.W« rrä Amerika. Washington, 7. Juli. Officielle Nachrichten bestätigen die Nieder« läge ffufter^ vollkommen. Morill übernimmt heute das Amt des Schatzsecretärs. Lokal'Srotiz. ttt ^Gießen, 7. Juli. Der Schwurgerichtshof der Provinz Oberhessen von III. Quartal l. I. hat tn den nachbemerkten Anklagefachen erkannt: „ , '^U?..b^ult, gegen Johannes Conrad Ludwig Lind II. von Geiß-Nidda, weatn Urkundenfälschung, eine Gefangnißstraße von 5 Wochen. Am 4 Juli, gegen Christian Rehm III. von Bindsachfen wegen Raubs unb Körperverletzung, eine Gefängnißstrafe von 2 Jahren und 3 Monaten, unter Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren. Den 5. Juli, gegen Karl Möhring von Nieder-Seemen, wegen Versuchs der Nothzucht eine Zuchtshausftrafe von 4 Jahren und Verlust der bürgerlichen Ebreii' rechte auf die Dauer von 5 Jahren. In der II. Woche werden sodann die weiter erwähnten Anklagefachen zur Verhandlung resp. Aburtheilun. kommen, nämlich: , Den 10. Juli, Vormittags 9 Uhr, gegen Heinrich Glas von Wallernhaufen, wem Urkundenfälschung, Vertheid.: Gr. Hosg.-Adoocat Kraft. Den 11. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Christian Müller von Schlitz, wem Verleitung zum Meineid; Vertheid.: Gr. Hofg^Adoocat vr. Schwarz. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Christian Müllers Ehefrau von Schlitz wegen Verleitung zum Meineid; Vertheid.: Gr. Hofg.-Advocat vr. Schwarz. Den 1^. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Johannes Ulrich von Ober-Mockstadl, wegen Diebstahls; Vertheid.: Gr. Hosz.-Advocal Metz. Den 13. Ju", Vormittags 8 Uhr, gegen Emil Jacob Wilhelm Meinhard von Minden, wegen Diebstahls und Sachbeschädigung; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocai 0r. D i t t m a r. Den 14. Juli, Vormittags 8 Uhr, gegen Heinrich Decher von Romrod, wegen Verbrechen wider das Leben; Vertheid.: Gr. Hofger.-Advocat Dr. Gutfleisch. Gießen, 8. Juli. Nächsten Samstag und Sonntag werden Freunde der Muük in den Räumen des Wenzel'schen Gartens einen Kunstgenuß haben, der ihnen seit lange nicht geboten war und wohl auch so bald nicht wieder geboten wird. Wir meinen die Concerte des weltberühmten Musikdirectors B. Bilse aus Berlin mit seiner 65 Mann starken Künstlerschaar. Schon der Name Bilse bürgt für einen Genuß, wie er selten in unserer Stadt zu haben ist. Aus der Zusammensetzung der Jnstm mente geht hervor, daß wir es mit keiner rauschenden Musik zu thun haben, sondern gediegene Werke unseres Musikheroen hören werden. Allerwärts, wo die Bilse'sch! Capelle concertirte, lauten denn auch die Kritiken unisono glänzend für dieselbe, i Hamburg, Bremen, München, Augsburg, Frankfurt, Hannover rc. sand die Begeisterung keine Grenzen und wurde Bilse förmlich mit Blumen und Kränzen (laut Bremer Courier und Weser-Zeitung) überschüttet. Gießen war auf der Reiseroute der Capelle nicht verzeichnet, ebenso wie Cassel, Offenbach und Hanau kein Bilse-Concert Haber werden. Nur den rastlosen Bemühungen und der sehr hohen Garantiesumme des Gartenbesitzers Herrn Wenzel hat unsere Stadt es zu verdanken, daß uns dieser Genuß geboten wird. In (Ließen zu haben bei Müller 4 Schwager. (24 Dresd en. (Das Non plu§ ultra von einer Reclame.) Die Dresdener mnFinptihpr Olhnnn.Ht «ah ■: Gr. Hofger.-L::: der von Romrol «p Dr. Gutfleisi röm ffreunde bnfä B haben, der ijna': der geboten wird. ßilfe auS Ctrliii: bürgt für tintn mensetzung der Znc i tbun haben, fonb rW, wo die W i|tnb für Wbt ic- imd dü AM (laut fc >n Reiseroute btr?r- kein dilse-Eom/L' en Garantiiirn lerdanken, daß ? Stillet" k Öt, Lu.; k 1,to 'S'hm htta on i, * I**, tur m m - fo [acn Rimrod P* »begab sich. e Zagd. 3-5= iSS; i» 6i« • ®4f Pierd ,5. < Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 3490) Nachdem der von der Stadtverordneten-Versammlnng der Stadt ließen am 24. Februar d. I. gefaßte Beschluß wegen Capitalaufnahme von <00000 Mark zur Bestreitung der in diesem und in den nächstfolgenden Jahren ßnöbrsondere für Brücken- und Straßenanlagen, Schul- und andere Bauten sich sigebenden außerordentlichen Ausgaben die Genehmigung der Aufsichtsbehörde «ibalten hat, so wird dies mit dem Anfügen' bekannt gemacht, dast Capitalien ön Beträgen von 100. 300. 500 und 1000 Mark auf dieses Anlehen gegen Znterimsscheine jederzeit zur Stadtkasse eingezahlt werden können und findet die Verzinsung mit 4i/2 Procent vom Tage der Einzahlung an Statt. Die Rück- dchlung des Anlehens erfolgt durch Amortisation mit jährlich 2 Procent unter Vorbehalt des Rechts der Stadt zur Kündigung des Anlehens im Ganzen oder jM Theil. Der Austausch der Znterimsscheine gegen die auf Inhaber lau- hnben Original-Obligationen findet nach deren Anfertigung Statt, worüber (tiner Zeit besondere Bekanntmachung erlassen werden wird. Gießen, den» 30. Juni 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Bekanntmachung. Betr.: Die Vergebung der Zinsen des Vermächtnisses des C h r i sti a n Gerhard Hast für das Jahr 1876. klnmeldu^gen wegen Berücksichtigung bei Mebung der oben bezeichneten Zinsen wen bis zum 17. d. M. einschließlich auf wm Bürgermeisterei-Bureau zu geschehen. Men, am 1. Juli 1876. (3626 Hroßherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. Versteigerungen. Montag den 10. Juli, Nachinittags 2 Uhr, im Saale der Restauration „Bramm" I» . kie Versteigerung fortgesetzt, und «Wen agßer den früheren Artikeln eine WU ausgezeichnete goldne Herrn- und ^AEN-Remontoiruhren ausgeboten. vreßen, den 7, Juli 1876. (3610 M. Pilger, Masseverwalter. A. Bramm._____________ In der Freiherrlich von R a u'schen Waldung zu Nordeck sollen: 160 Stück Fichten- u. Kiefern-Stämme, 70 „ Sparren und 4 „ Eichen im Termin: Donnerstag den 13. d. M., von Morgens 10 Uhr an, verkauft werden. (3629 Die Herren Bürgermeister werden um Veröffentlichung ersucht. Heugras-Versteigerung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. Montag den 10. Juli I. I., Vormittags 7 Uhr anfangend, soll das Heugras von den städtischen Wiesen, ca. 34 Morgen, öffentlich versteigert werden. Die Zusammenkunft ist am Unterthor. Allendorf a. d. 8da., am 5. Juli 1876. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lda. Bieber. (3618 53 34 70 9 50 79 20 12 92 130 20 141 80 Römer. 100 30 Pfg. 30 7) Steinhauerarbeit zur Ueber- deckung dieses Brunnen, veranschlagt zu 8) Lieferung einer Wasserpumpe in denselben, veranschlagt zu 9) Steinbrechen, Fahren, Setzen, Zerschlagen und Kießliefe- rung auf die Gemeindewege, veranschlagt zu 10) Handarbeiten an denselben, veranschlagt zu 11) Cbaussirarbeit, veranschl. zu _ Allertshausen, am 6. Juli 1876. (3621 Großherzogliche Bürgermeisterei daselbst. Arbeitsversteigerung zu Allertshausen. Montag den 17. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Gemeindehause zu Allertshausen nachstehende Gemeinde-Bauarbeiten unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen an die Wenigstnehmenden versteigert werden: Mk. 1) Maurerarbeit am Schulhause, veranschlagt zu 2) Scbreinerarbeii daselbst, veranschlagt zu 3) Schlosserarbeit daselbst, veranschlagt zu 4) Brechen, Anfahren u. Setzen von Pflastersteinen, veranschlagt zu 5) Pflasterarbeit am Gemeinde- Brunnen, veranschlagt zu 6) Sandlieferung hierzu, veranschlagt zu a^eustag den 11. Juli, Vormittags 10 Uhr, K" d-i d-rW°bnung derFranzLampus Wittwe 3 Fahrkühe, Wagen, Pflug und Egge und sonstige Oeconomiegeräthschaften meistbietend versteigert werden. (3611 __________Müller. JeUgevotenes. Teint- Reinigungs-Wasser reinigt die Haut von Sommersprossen, Pocken, Narben, Finnen oder Mittessern, Gesichtsausschlägen rc. rc. und macht vergelbte oder verbrannte Haut nach einigem Gebrauch wieder weiß. 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Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 1 6 Ufer vom Sterbehaus, Flügelsgafse 95, aus statt. (3644 | Th. Dietrich & Co Vertreter in Gießen: W. liöser. 3609) Ein Mädchen für Hausarbeit aus sogleich gesucht. Näheres bei der Exp-d. U 3628) Gesucht ein Familienlogis, bc- stehend aus 2 Zimmern mit Cabinet u- s.v. in der Nähe der Stadt bis Mitte (Septem; ber. Zu erfragen bei der Exped. d. Bltll. 3631) Ein williger Bursche wird gesucht in das Flaschenbier-Geschäft von L. Textor im Darmstädter Ham »tajtat btjw IMit. Der । fcdjt p er? Au» i ■|utt t. SB(. । •9iyn Me » < jtjtn ' 1 fltite Behm! Die R >»»rt jurütf ii '»eil bi(f, in auf iu Ki-l, ’ Wi Weift , ''£lt Nicht ,, •'>««' ßontte = .»Preuße»« j Korvette,Hi >i« richten." ,F... 2tra, • "N fertig 1111 Baiibehori S; beren 8orf8, n 7 »'fördert Ein Lehrling von Auswärts mit guten Vorkenntnissen für ein hiesiges Manufactur-Detatl-Geschätt gesiicht. (3579 Wo? sagt die Exped. d. Bltts.__________ Z15) Flechtenliranke und Brust- leidende heilt Mr. Jochheim in Darmstadt nun a. d. Stadtkapelle No. 12. Täglich directe Expedition. Rabatt- - vortheile. Jnsertionstartfe gratis; u. franco. (Alleinige Jnseraten-An. 7 nähme f. d. „Casseler Tagesost".. 3649) Ein rnöblirtes Stübchen für einen Arbeiter zu vermiethen bei __Gendarm Kraft. 3645) Eine Wiese, 1288 Klftr., ist zu Heu zu verpachten. H- M- Zug Hard. 3511) Die seither von Herrn Th. Lony bewohnten Localitäten auf dem Lahnstein und der Garten sind vom 1. October d. I- anderweitig als Wohnungs- oder Wirth- schafts-Räumlichkeiten zu vermiethen. __Gg. Carl Gail. 3540) Der seither von Zahlmeister Keller bewohnte zweite Stock meines Houses ist zu vermiethen und bis 1- October zu beziehen. _ Gastwirth Theodor Schmidt, Gartfeld. 3636) Ein Familienlogis im 1. Stock, bestehend aus 2 Zimmern, Küche, Speisekammer, Keller rc. zu vermiethen. ___________W. Ferber, Lindenplotz. 3637) Das seither von Herrn Broel bewohnte Familienlogis, Ecke Mäusburg nnd Wettergasse, ist anderweit zu vermiethen. Chr. Wallenfels. Dio Gkwkrbebanli Gießm (einqetraflene Genossenschaft) führt von jetzt ab, in Gemäßheit des §. 79 des Statuts, für ihre Mitglieder laufende Rechnungen und ist der Vereinsdiener mit Aus- theilung der Bedingungen an die Mitglieder beauftragt. Exemplare dieser Bedingungen können auch jederzeit auf dem Bureau der Bank Kernnetßrmgen. 3338) Ein freundliches, geräumiges Familienlogis ist zu vermiethen. Marburgerstraße Lit. A. 164. 3216) 4 Zimmer, Küche rc., im mittleren Stock, am 15. Aug. beziehbar, zu vermiethen bei_____________F. Zöller, Neustadt. 3576) Ein Zimmer mit Eadinet, möbilirt sowie ein Zimmer unmöblirt, sind zu vermiethen und sogleich zu beziehen bei _____Louis Pimper, Flügelsgasse. 3564) Ein großes unmöblirtes Man- sardenzimmer mit Cabinet zu vermiethen und sofort oder bis 1. October zu beziehen. _________Funk, Stadtgerichts-Actuar. 3569) Eine Stube mit oder ohne Möbel zu vermiethen. Wo? sagt die Exp. d. Bl. 3536) Wallthorstratze A. 239 ist ein gfr raumiges Familien-Logis zu vermiethen. 3571 Ein rnöblirtes Zimmer zu vermiethen. Spengler N ü h l, Neustadt. 3575) Zwei ineinandergehende möblirte Zimmer sind vom 1. August d. I. an zu vermiethen bei HI- Köhler, Gartfeld. 3585) Ein Laden mit Logis auf dem Seltersweg zu vermiethen. Näheres bei ____________I. Blitz. - 3627) Datz Mansardenlogis in meinem Hause auf dem Kreuz ist zu vermiethen. Näheres zu erfragen im Hause bei Herrn Weitzenkorn. August Weidtg. 3345) In unserem Hinterbause ist ein Logis von 4 Zimmern rc. zu vermiethen und per 15. September beziehbar. Flick & Kroll. 3519) Zwei größere Familienlogis auf 1. October zu vermiethen. Dr. Weber. Recht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition deS Gießener Anzeigers empfehle- zu M 13 70 per Dutzend, M. 6,85 ver halbes Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg lgehorsomst. , ö 8 _____________________Ifobann Maria Farina in Köln. Hiermit zur gkfl. Nachricht, daß ich neben meinem Maß-und Kleider-Geschäft in den Neuen-Bäuen auch ein Zweig-Geschäft in demselben Artikel in der Neustadt (im Ebel'schen Hause) Hierselbst errichtet und mit dem Heutigen eröffnet habe. Durch reelle Waare, prompte und recht billige Bedienung halte mich meiner geehrten Kundschaft von Gießen und Umgegend bestens empfohlen. (3646 Gießen, den 9. Juli 1876. 2HL Weiner, Herren-Kleidermacher und Kleiber-Magazin in den Neuen-Bäuen und in der Neustadt. Annoncen-Expedttton an alle Zeitungen, Fachschriften, i te Coursbücher rc. des In- und ■ / Auslandes zu deren Original- t preisen in Deutz 6«, 12, 4«. Dillenburg 6«, 12, .4.«, 9«. Siegen 6^ 12. . 7 g Wetzlar 6", 8", 955, 12,^^. Hierzu eine Beilage. Dermischte Anzeigen. 3557) Das zoologische Institut (im Anatomiegebäude) wünscht Hum- melnester. Wer ein solches bringt oder sicher nachweist, erhält eine Belohnung von 10 Mark. Gießen, am 4. Juli. ________ Professor Schneider. 3567) Ein Schüler kann Ko)t und LogtS erhalten. Näheres bei der Exped. d. Bltts. in Empfang genommen werden. Gießen, 8. Juli 1876.