Dienstag, den 9. Mai 1896 ü®. 1OT Aichener ^(nxiflcr «Ott U6b An^rigk- uuö Amtsblck für den Kreis Gieße« I- tcne Weint n 23 23 30 50 ^chrn- Mens iiod)fntufl)l, sche zur Lichiuttni z landwirthschchlii L. Müller, auf der Müußbuif. die, bien, n Zofen, PreiA vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Kesternich. Wien, 5. Mai. Ledochowsky ist auf der Rückkehr von Nom nach Teplitz gerelst und beim Fürsten Clary abgestiegen. Wie», 6. Mai. Die amtliche „Wiener Ztg." veröffentlicht kaiserliche Handschreiben an Andraffy und die beiden Minister-Präsidenten, womit die Einberufung der Delegationen auf den 15. Mat nach Pesth angeordnet wird. Wien, 6. Mai. Die griechische Konigsfamilie ist hier eingetroffen und vom Kaiser am Bahnhofe herzlich begrüßt worden. Italien. Nom. Am 30. v. Mts. empfing der Papst in feierlicher Audienz eine Anzahl französischer Pilger, unter Leitung des Erzbischofs von Toulouse, Herrn Desprez. Der Hauptinhalt jener Rede, welche Pius IX. bei dieser Gelegenheit hielt, war ein Vergleich der Albigenser des 13. Jahrhunderts mit den heutigen Altkatboliken Deutschlands. Wie jene mit dem Tode des Papstes Sylvester das Ende des Papstthums gekommen glaubten, so wähnten auch die sog. Altkatboliken diesen göttlichen Bau zusammenbrechen zu sehen, obwohl sie, durch die Erfahrung gewitzigt, demselben so kein schnelles Ende prophezeiten, wie die Albigenser. Gleich allen Ketzern, die jemals den Boden Europas befleckt hätten, behaupteten die Altkatboliken, daß die katholische Kirche jetzt nicht mehr das sei, was sie früher gewesen wäre, daß sie gefallen fei, verdunkelt worden sei in ihrer früheren Reinheit, und da hätten diese Ketzer wohl selbst gar die Kühnheit, die Reinigung von jenen Schlacken übernehmen zu wollen. Mit diesen deutschen Ketzern in nächster Verbindung stände jene Landplage, welche über das schöne und doch so arme Italien von Norden her hereingebrochen sei. Schließlich spielte der Papst auf feine Gefangenschaft hin, ohne geradezu diesen Ausdruck zu gebrauchen. Gewalt, Nothwendigkeit und Klugheit zwängen ihn, in dreser Ecke der Hauptstadt des katholischen Erdkreises zu leben, aber wenn es auch nur eine Ecke sei, so sei sie doch von Gott begnadigt und gesegnet. Dann pries er noch einmal das Glück und die Tugenden des ftan- zösischen Volkes, gab seinen Segen und entließ die Besucher. Kugkand. Dcutfdifanb. Au- Oberheffen, 6. Mai. In dem Vertrag der Actien-Gesellschaft 1 für Erbauung der Oberhessischen Bahnen mit der Bau-Unternehmung, welcher von der Regierung genehmigt wurde, war ausgemacht, daß die Zweig-Linie 1 Ortenberg-Stockheim gebaut wurde, daß in Folge dessen die Ban-Unternehmung 50,000 st. und die Actien-Gesellschaft 70,000 fi. dafür verwenden sollten. Bekanntlich ist aber diese Linie bis heute nicht gebaut, und es hatten sich deshalb der Stadt-Vorstand und der Vorstand des Bürger-Vereins von Ortenberg an die Stände gewandt, um deren Befürwortung zu erlangen. Wie indessen aus dem vom Abg. Schröder erstatteten Bericht des Finanz-Ausschusses der zweiten Kammer hervorgeht, hat sich dieser Ausschuß einstimmig dahin ausgesprochen, den Gesuchen „zur Zeit" keine Folge zu geben und den Petenten das Ergebniß der ständischen Berathung in motivirter Weise mitzutheilen. Berlin, 5. Mai. Daß der Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn am 2. Mai wiederum auf zehn Jahre erneuert ist. und zwar wesentlich auf der alten Grundlage, ist ein wichtiges und erfreuliches Ereigniß nicht blos für das Doppelreich, sondern für ganz Europa, in welchem Oesterreich ein wesentlicher und unentbehrlicher Bestandtheil ist. In den Urtheilen der Wiener Blätter überwiegt die Zufriedenheit, aus der gespannten Lage herauszukommen, und in Pesth wird wohl dasielbe der Fall sein, obgleich es nicht an magyarischen Blättern fehlt, die gegen den Ausgleich wüthen und Tisza den Verderber der Nationen nennen. Berlin, 5. Mai. Die „Nordd. Allg. Ztg." enthalt au hervorragender Stelle Folgendes : „Ein hiesiges Telegraphen.Bureau, welches sich mit Vorliebe die Verbreitung beunruhigender Nachrichten angelegen sein läßt, versendet unter dem gestrigen Datum folgendes Telegramm: „Das hiesige Landwehr-Bezirks- commando hat unter dem 29. April d. I. an bereits längst außer Dienst gestellte Officiere ein Schreiben gerichtet, in welchem dieselben um eine recht baldige Erklärung darüber ersucht werden, ob sie aus Interesse für den allerhöchsten Dienst sich bereit finden würden, im Falle einer Mobilmachung pro 1876—1877 an einigen Tagen in Berlin die Aufsicht auf einem der dazu bestimmten Plätze bet der Gestellung einberufener Mannschaften freiwillig und ohne pecuniäre Entschädigung zu übernehmend Wir wiffen nicht, ob Seitens des hiesigen königl. Bezirkscommandos derartige Anfragen ergangen sind, welche jedenfalls nicht in der Absicht erlassen wurden, um sie der Oeffentlichkeit zur tendenziösen Ausbeutung für Börsenzwecke zugängig zu machen. Sollten derartige vertrauliche Schreiben erlassen worden sein, so ist damit nur in alljährlich wiederkehrender Weise den Vorschriften des Mobilmachungsplanes genügt worden, welcher den Militärbehörden die Verpflichtung auferlegt, bereits in Friedenszeiten für die Besetzung einer jeden bei der Mobilmachung in das Leben tretenden Eommando- oder Verwaltungsstelle Sorge zu tragen und Verzeichnisse der qnalificirten Persönlichkeiten anzulegen. Die vorstehende Nachricht eignet sich daher nicht zur Speculation ä la baisse, und es bleibt nur der geringe Grad von Patriotismus zu bedauern, welcher derartige dienstliche Vorgänge einer durchaus verwerflichen, wenn nicht strafbaren Verwerthung preisgibt." Berlin, 5. Mai. Das Abgeordnetenhaus beendigte in der heute 6i/2 Stunden währenden Sitzung die zweite Lesung des Gesetz-Entwurfs über die evangelische Kirchen-Verfassung. Der Antrag Klotz-Virchow, nach Art. 19 einen Artikel einzuschieben, welcher die Rechte der aus der evangelischen Landeskirche Austretenden wahrnimmt, wurde nach längerer Debatte, wobei der Cul- tus-Minister den Antrag bekämpfte, abgelehnt. Nächste Sitzung morgen. Berlin, 6. Mai. Das Abgeordnetenhaus Überwies in der heutigen sie. wyiiss , für «■! inji «tneklkanl! ■ .i nnb2^S titel hl» Kr.fl ’ - 0,36 " L w der ’otenes. usbiirg Fuhr). ierverkau,, in’§ Haus geH .. per Flasche m tuet London, 5. Mai. Die deutsche Kaiserin wird vermuthlich am 13. d. MtS. der Eröffnung der Keusingtoner wiffentschaftlichen Ausstellung durch die Königin beiwohnen. — Der Besuch des Exkönigs von Hannover in Windsor ist um zehn Tage aufgeschoben. — Die Haft deS Amerikaners Winslow, deffen Auslieferung von den Vereinigten Staaten verlangt wird, ist auf Antrag der Regierung um zehn Tage verlängert. — Die telegraphische Verbindung mit Amerika ist zur Zeit unterbrochen. — Sollte der König von Dahomey bei Ablauf der ihm gewährten Frist am 1. Juni noch auf feiner Weigerung bestehen, die ihm auferlegte Buße (von 500 Faß Palmöl) zu entrichten, so sollen, wie es heißt, die Küstenstädte seines Reiches niedergebrannt und die Flußmündungen blokirr werden. Ein Kriegszug in's Innere des Landes wird hier nicht für wahrscheinlich gehalten. London, 5. Mai. Unterhaus. Auf Anfrage Johnstones erklärte Disraeli, die Pforte habe die Absicht, Montenegro zu besetzen, bestimmt in Abrede gestellt. Die Nothwendigkeit, der Pforte irgend welchen Rath anzu° bieten, habe nicht vorgelegen. London, 6. Mai. In der Sitzung des Unterhauses lenkt Cochrane die Aufmerksamkeit auf die Occupation Khokand's durch die Ruffen und beantragt die Vorlegung der bezüglichen Correspondenz. Nachdem sich mehrere Mitglieder für eine thätigere Politik angesichts der russischen Ausbreitung in Central-Asien, andere wiederum im entgegengesetzten Sinn ausgesprochen I)a6e*, erklärt Disraeli, er hege keine Besorgniß gegenüber Rußlands Vorgehen. Die von ihm (Disraeli) bei Berathung der Titel-Bill vor Kurzem gemachte Aeuße-- rung sei von Rußland nicht als Drohung aufgefaßt worden. Rußland wisse, daß England die natürliche Entwicklung des rnsfischen Reiches in Asien mcht mit Eifersucht betrachte, ebenso sei es aber vollkommen selbstverständlich, daß England eutschloffen sei, fein indisches Reich und seinen Einfluß im Orient aufrechtzukrhalten. Rußland kenne diese Absichten und halte sie nicht für um verträglich mit dem guten Einvernehmen beider Länder, welches niemals bester war, als jetzt. Disraeli mißbilligt eine Politik, welche fortwährend grolle, ohne zu handeln; eine freimütige entschiedene Politik fei bester, um das gute ’ Einvernehmen mit Rußland aufrechtzuerhalten. Rußland habe eine große Mis- ' sion im Orient. Die Eroberungen Rußlands in Central-Asien seien für die । dortige Bevölkerung ebenso vortheilhaft, wie Englands Eroberungen für die orientalische; Rußland habe auch das gleiche Recht zu Eroberungen in Ceutral- ? Asien, wie England in Indien. Cochrane zieht hierauf seinen Antrag zurück. ' Weiterhin erwidert der Schatzkanzler Rorthcote auf eine Anfrage von Wolff: : Bisher wurde noch fei* Vorschlag an die See-Mächte gerichtet, den Suez-Canal gemeinsam zu erwerben; England ist bereit, einen solchen Vorschlag anzunehmen. Inzwischen dauern die Verhandlungen der Mächte wegen Herbeiführung einer Reduction der Zuschlags-Taxe fort. Der Besitz der Suez-Canal-Actren > gibt England eine günstige Stellung zur Herbeiführung der Denaturalisatton des Canals. Sitzung den Gesetz-Entwurf wegen Verlegung des Etats-Jahres und Feststellung des Staatshaushaltes für das erste Vierteljahr 1877 an die Budget Commission und genehmigte sodann das Ansiedelungs-Gesetz, und zwar bis § 16 nach den Commissions-Anträgen, die übrigen Paragraphen meistens nach der Regierungs> Vorlage, einzelne Bestimmungen betreffs Versagung der Erlaubniß zu Ansiedelungen nach den Anträgen von Hänel. Der von der Competenz Commission gestellte Antrag, wonach die für die Provinz Posen geltende Befugniß der Landräthe und Bezirks-Regierungen auch auf Westfalen ausgedehnt werden soll, wurde gleichfalls angenommen. Nächste Sitzung Dienstag. München, 6. Mai. Sitzung der Abgeordneten-Kammer. Nach langer Debatte werden die Anträge der Abthellung, die Wahlen im Wahlbezirk München II für gültig zu erklären, dagegen die Eintheilnng der Urwahlbezirke im Wahlbezirk München II (rechts der Isar) als gesetzwidrig zu erachten und be« halb zu vernichten, angenommen. Dafür stimmten die Ultramontanen. Die Liberalen stimmten für ten Schlösschen Antrag, wonach ebenfalls die Wahlen In München II für gültig zu erklären und die dagegen eingebrachten Neclama- tionen zurückzuweisen. n U- b iS;' rr.il ffifdjbßd- fluche FleiA Ubx au zu tzitvi Kinkel LLMuße. d?Eement- N'Fabrik, lehled In Fr »et Mannheim förmige Mm'ti [feind das w Lanali'atiomn.W lit?, Heller-, Äuw ' 'aidellinnen, W Mknpptiu^5 Erdlk« L. Ttt aufj£ V Difirict Mönlt .A 1 iKhn iMitlbtn, ca. 1 Ttui MchtionkN Lick uno luAtifrnid)nttc§ Soll i 15 der kurzen Botschaft, in welcher Präsident Grant von seinem Veto gegen die Her- Rmt. 130 Gießen, den 6. März 1876. (2444 Der Verwaltungsrach der Merhessischen Eisenbahngesetlschaft. 2446) verschiedenen Rmt. Rmtr. Morgens von 10 bis 12 Uhr (2332 140 (2434 bolz lagert- Rüddingshausen, am 5. Mai 1876. 2 L o t h. n 593 291 des in A. Henrich rungstag, eingesehen Gießen, den die an den Meistbietenden versteigert werden. Zusammenkunft im District Bergereichen am Weg nach Deckenbach, wo das Stamm- 64 472 8 50 Eichem Stämme und 1 Buchen-Stamm, Nadel-Stämme von 15—27 Centimtr. Mtn M Holz: 150 ■ 18 16 64 60 44 374 480 5 < 171 ! werden. den 3. Mai 1876. In Auftrag: M. Pilger. Durchmesser und bis 14 Mir. Länge, Fichten-Stangen zu Sparren, Latten und Letterbäumen brauchbar, 41 4 3 2 24 4 17 22 37 475 12,300 11 Ra« 32 23 58 Gräfliche Rentkammer. Weber. Vormittags präciS 8 Uhr anfangend, in den Districlen Vordere und Hintere Mark, Lausköppel und Stetnwald: „ Eichen Nadel-Reisholz, Eichen-Stämme mit 24,49 Cbmtr. Buchen-Scheitholz, Eichen „ Nadel Buchen-Prügelholz, Eichen „ Dtstricten, nachverzeichnetes Buchen-Scheidholz, Nadel- „ Buchen-Prügelholz, Nadel- „ Buchen-Stockholz, Nadel- Buchen Reisholz, Nadel- Bucken-Scheidholz, Eichen „ Nadel Aspen „ Buchen-Prügelholz, Eichen „ Durchmesser und 8-16 Meter Länge — 4,91 Fe st meter enthaltend, Nadel-Stämme von 15—38 Centimtr. Durchmesser und 4—17 Meter Länge, Nadel-Stangen von 7—14 Centimtr. MerhMcheMseiMhiWselWasl. Die am 30. October 1875 abgehaltene außerordentliche Generalversammlung der Oberhessischen Eisenbahngesellschaft hat beschloffen: daß die Oberhessische Eisenbahngesellschaft sich auflöse, unter der Voraussetzung und auf den Fall, daß die Liquidation ihres Vermögens mittelst des in Aussicht genommenen Verkaufs der Oberhessischen Eisenbahnen an den Staat ermöglicht und hierüber mit der Grobherzoglichen Regierung ein Vertrag abgeschlossen werde. Nachdem dlese Voraussetzung eingetreten und mithin der Beschluß der Auflösung der Gesellschaft perfect geworden ist, wird dieses gemäß der Vorschrift in § 39 der Statuten hiermit, und zwar zum ersten Male, öffentlich bekannt gemacht. Türkei. Konstantinopel, 5. Mai. Abdul Kerim Pascha ist an Stelle von Derwisch Pascha zum Kriegs-Minister ernannt. Zu Tatar Bazardjik in Bulgarien sind in Folge eines Streites zwischen bulgarischen Bauern und Musel- Aumänien. Bukarest, 6. Mai. Das Ministerium Florescu hat seine Entlassung genommen; mit der Neubildung des Cabinets find Manolachi, Costachi und Jepuneano betraut worden. Holzversteigerung in den Gräflich Solms-Laubach'schen Waldungen. Im Revier Thiergarten, Dtstricten Süsen- kopf, Wildfrauberg und Junkern-Ecke, soll Fre-tag den 12. Mai d. I. folgendes Holz versteigert werden: Spante«. Madrid, 5. Mai. In der heutigen Sitzung der Eortes begründete bei Berathung über die Religions-Frage Exminister Ortiz seinen Antrag, die darauf bezügliche Bestimmung der Constitution von 1869 wieder herzustellen Der Justiz-Minister sprach sich für Gewisienssreiheit aus und frug die Ultramontanen, ob sie die jetzt vorhandenen 39 protestantischen Gotteshäuser wieder schließen und alle Protestanten vertreiben wollten? Ferdinand Alvarez erwiderte, das sei allerdings ihre Absicht. Auf eine Anfrage von Ortiz erklärte darauf der Justiz-Minister, die Andersgläubigen sollten die nämlichen bürgerlichen Rechte haben, wie die römischen Katholiken. Der Antrag Ortiz wurde übrigens mit 190 gegen 33 Stimmen abgelehnt. Madrid, 5. Mai. Im Fortgänge der heutigen Sitzung lehnte die! Deputirten- Kammer mit 163 gegen 12 Stimmen ein Amendement zu Art. 11 der Constitution ab, wonach der Cultus von Nichtkatholiken nicht öffentlich ausgeübt werden dürfe. Serbien. Belgrad, 5. Mai. Das neue Cabinet ist gebildet: Präsidium und Bauten Stewcza, Aeußeres Ristic, Inneres und stellvertretenden Vorsitz Miloj- kowic, Justiz Gruic, Finanzen Jovanovic, Krieg Tichomir Nicolic, Cultus Olinyna Wassiboic. Der bezügliche Ukas des Fürsten soll morgen erscheinen. Belgrad, 6. Mai. Das neue Cabinet hat heute die Geschäfte übernommen , aber sogleich wieder seine Entlastung gegeben. Ueber die Gründe verlautet Nichts. männern Unruhen ausgebrochen, die indeß von keiner Bedeutung sind. Ragusa, 5. Mai. Aus slawischer Quelle wird gemeldet, daß an letzten Kämpfen sich 400 österreichische Unterthemen betheiligt, sowie daß türkischen Soldaten mit Sprengkugeln geschosten hätten. Amerika. dkew'Nvkk. Die amerikanischen Blätter bringen den Wortlaut Holzversteigerung im Lang-Gönser Gemeindewald. Donnerstag den 11. Mai d. I., des Vormittags von 8 Uhr an, Dienstag den 9. Mai, Nachmittags ya2 Uhr, werden in der Wohnung der Frau Advocat Wolf im Hause des Herrn Baurath Holzapfel an der Frankfurter Straße dah'er nachbenannte Mobilien öffentlich gegen Baarzahlung versteigert: 1 Sopha, Kleiderschränke, 1 Eckschrank, Commoden, Bettstellen und Betttverk, Tische, Stühle, Spiegel, 1 Comptoirpult, Repositorien, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz , Küchengeräthe und sonstiger Hausrath. Die Gegenstände können am Versteige- - üjokljticknetkS Hol) > Montag den Gcheith. W Versteigerungen. Bullen-Versteigeruna. Mittwoch den 10. b. M., Nachmittags 5 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei ein zum Dienst untauglich gewordener, jedoch in gutem Zustand befindlicher Fasselochse gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Lollar, den 4. Mai 1876. (2406 Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. Fuchs. Oie verfallenen, nicht eingelösten Pfänder der Pfand- und Leihanstalt Unterzeichneten sollen Mittwoch den IO. d. M, von Mittags 1 Uhr an, (2430 dessen Wohnung, Asterweg 131, öffentlich versteigert werden. Giessen, den 5. Mai 1876. Wirthfchaftliches. Wirkung der Salzgaben auf die Milch der Kühe. Wir hatten es m der Gewohnheit i cd er Kuh wöchentlich 1 Pfund Salz im Futter zu geben. Die Milch ließen wir mehrmals auf ihren Trockengehalt untersuchen und fanden, daß derselbe im Durchschnitte von 7 Untersuchungen 12'/4 pCt. betrug. Später verabreichten wir pro Woche jeder Kuh 2 Pfd. Salz. Obwohl die Fütterung und Wartung der Thiere unverändert blieb, so sank doch der Trockengehalt der Milch im Durchschnitte von o Untersuchungen auf 8*/4 pCt. Dies veranlaßte uns, die Salzgabe in Form von Lecksteinen zu verabreichen. Die Untersuchungen der Milch haben ergeben daß die Verabreichung des Salzes in dieser Form einen noch höheren Trockengehalt zur Folge hatte, als bei der Verfütterung von 1 Pfd. Salz pro Woche und pro Kuh. Holz-Versteigerung. Montag den 15. Mat l. I., Vorm ttags 8 Uhr anfangend, soll im Rüddingshäuser Gemeindewald, in Hvlzverstetgerung bei der Stadt Allenvorf a. d. Lda. 2398) In den hiesigen Waldungen sollen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, und zwar: I Freitag den 12 Mai, Vormittags präciS 8 Uhr anfangend, in den Dtstricten Langesetf, KringelS- bad) und Neuerwald: soll in dem Lang-Gönser Gemeindewald, Districten Heide und Jungemark, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Eichen-Stämme von 33—58 Centimtr. cm. ~ Är ?JcAtrtnf5,) ®m r^tzt in die Oeffentlichkeit gedrungenes Erkenntniß de« Oberappell-Gerichts zu Diesden vom Juni v. I. ist gleich interessant für Bierwirtbc ? ^IC!,ön^e' $er VahnhofSrestaurateur zu C. ist nach dem $ 263 des Reichs- strafgesetzbuches verurihetlr worden, weil er sich als Schänkwirth durch Verabreichung einer nnnder werthvollen Biersort^ an seine Gäste eines nach dem obigen Paragrap 'en zu strafenden Betruges schuldig gemacht. Der Betreffende hatte von der Waldschlößchen- genanntes „NeubayertscheS" bezogen und hiervon mindestens die Hälfte an solche Gaste, welche nicht zu den Babnbeamten gehörten, als ächt bayrt- sches und für denjenigen Preis, um welchen er wirklich ächt bayrisches zu verkaufen VflkStk, verkauft und Mburcp bcmtefen, daß kr JebeJmal beabficbtffle, inbem er dem kostspieligeren acht bayenfchen Biere das minder foftfpidlflc n-ubayri'ch- Bier -ralisti. unterattooben, sich einen rechtswidrigen V-rmöaen»°°rth-il ju verschaffen, welcher in d-m Preisunterschiede »wischen jenen beiden Sorten vier bestanden hat. Diese« Er- k-nntniß dürft- für viele der Mrthe eine Warnung sein. Ebenso dürfte sich aber auch aus dem obigen Paragraphen heraus, die nachweisliche „Verfälschung" des bestrafen lassen, da dadurch der Gast in ganz Shn- licher Weise geschädigt wird. 9 227 17 1 35 3 41 63 56 8000 5,600 38 149 6 140 Zusammenkunft an d er Viehweide. II. Samstag den 13. Mai, Durchmesser und 5—11 Meter Länge, Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Ende September d. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist vor dem District Jungemark in der Nähe des Via- ductS der Eisenbahn. (2402 Lang-Göns, am 5. Mai 1876. Großherzogl. Bürgermeisterei Lang-Göns Brücke!. ,, Nadel ,, „ Buchen-Stockholz, „ Eichen-Nudel Stockholz, Wellen Buchen- und E-chen-Reish., „ Nadel- rc. Reisholz, Eichen-Stämme mit 12,92 Cbmtr., 03x„r „ k k i cx „ Ravel „ „ Buchen-Stockholz, „ E'chm Nadel-Stockholz, Wellen Buchen-Retsholz, Än: 6M' . Wrickholr-17® Tjftrict 99 X.V, ur.- - grolborf, dm?• ® rfe; rSss K N SSmtr. 6» « Wstlhch 6 rienstag dr I) Schenstämme boi Liirckmeffn und mit 14 Cubikiutr Hliefrru- un1 von 15-33 6enl 5-21 ß&ngt, mi 1 Änftaiwn ir Rieitnv und F Cubikmtr., but ftangtn. hjufamintnfunft jebt-, I ü auf ban Mciniln t ■:,n Magmtg) an • 1 kufunßiqrtnje. btn 6. Mai 18? , Wimmenaue absetzung des Präsidenten-Gehaltes auf 25,000 Doll. Gebrauch macht Der Präsident sagt, wenn er der betr. Vorlage seine Zustimmung verweigere so könne maii chn nicht beschuldigen, daß er sein eigene- Jntereffe im Auge habe da die Maßregel chn nicht mehr berühre. Aber er wiffe aus Erfahrung, daß ein Gehalt von 25,000 Doll, nicht hinreiche, um die Ausgaben der Präsident. schäft zu bestreiten. Das Gehalt sei zu einer Zeit auf 25,000 Doll, festgesetzt worden, als die Vereinigten Staaten arm waren und kaum 3 Mill. Einwohner (ptten, während sie jetzt 40 Mill, zählten und gleichzeitig der Wohlstand wie die Kosten der Lebensbedürfniffe zugenommen hätten. Der Präsident erinnert daran, daß damals auch die Congreßmitglieder nur 6 Doll, für den Tag er- diklten, während sie jetzt für ihre täglichen Dienstleistungen durchschnittlich mehr als 30 Doll, bekommen. Keilgeöo R Ein in der ^Mester N ■Haben ist y lJen Bedingung 158 Nabel- „ „ 41,12 ' 125 „ Stangen „ 12,37 ,' Die Zusammenkunft ist in oben genanntem Walddistrict Stetnwald an der Straße von Allendorf nach Climbach. Allendors d. £ba, am 3. Mai 1876. . u. lo,„. Bürgermeisterei Allendorf a. d Lda. Großh. Bürgermeisterei Rüddingshausen. Bieber. L o t b. 550 Raummeter Buchen Scheidholz, Prügelholz, „ Stockholz, „ Reisholz, Fichten-Prügelholz, „ Stockholz, 144 „ „ Reisbolz. Die Zusammenkunft ist des Vormittags 9 Uhr im District Süsenkopf bei Nr. 1. Laubach, am 6. Mai 1876. verwischtes. ^7^0^"'«,"' . . ~ Wiederholt sei darauf aufmerksam gemacht, daß die halben Silbergroschen-, il Classt. .. . die Ein-, Zwei- und Zweiundeinhalb-Groschenstücke nur bis zum I.Juni als gesetzliche .■Arid 78 W* Zahlungsmittel gelten. Von diesem Zeitpunct an bis zum 31. August werden diese Mppel- . nur an bestimmten Casftn in Zahlung genommen ober gegen Reichs- bezw. 4t 5» Lsndesmunzen umgetauscht, so bei den ReöierungS-Hauptcassen, Kreiscaffen, den Cassen StammestärkeM der kontgl.chen ^euerempfänger in den Provinzen Schleswig Holstein, Hannover Nutzholz, 64 Rr Westfalen, Hessen Nassau und Rheinland rc. I LJ» ßielstr, Nadel „ „ 56,68 Buchen „ „ 3.97 Nadel-Stangen „ 11,34 toi Ul ----oni [ "--"für Ci ssEthorstra^ I*1 in . * lNnem »«W1U1, mrb, bii 01 Kesvndere Bekanntmachungen Bkffeniliche Bekanntmachung. 2267) Georg Schmandt VI. von Steinberg ist wegen verschwenderischer Lebensweise unter Curatel gestellt und Zakob Jung III. von da als Curator desselben verpflichtet worden. Jenen verpflichtende Rechtsgeschäfte können daher nur von diesem abgeschlossen werden. Gießen, den 27. April 1876. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. I. V. d. D-: Oppermann, Stammler, Stadtg.-Assessor. Stadtg.-Assessor. Oberhesstsche Eisenbahnen. Ost - Mitteldeutscher Güterverkehr. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß unsere Station Gießen vom 15. Mai ab mit folgenden Stationen via ?fulda in dtrecten Güterverkehr tritt: Eydt- uhnen, Insterburg, Königsberg, Elbing, Danzig, Bromberg und Thorn. DaS Nähere ist bei der Güterexpedition zu erfahren. (2435 Gießen, den 5. Mai 1876. Die Direction. L . aalten für m. ps* isj?*., ®Ur(en !e "ach Bi »sN Än> ben Wir nt8f Srfmntnii del QnUür.!8iern’irtb( 1^3 Re>M. lZeiabreichung d'gm Püragrapi^ ' «’on mindestens ■?* o? bayri- *t*e61 iu verknusen W» indem er bent ? *e Vier «rgljstj, welcher in 1 6«- Steffi fo ° dürfte sich ,dr Malschung' deS Tast in ganz Shn- 1 Wir hatten d tn zu geben. Dil b fanben, daß dei- päter verabreichten und Wartung da i im Durchschnitl! igabt in Form vor ergeben, daß di! mgebalt zur Folg! ro Kuh. grillig l-iLul)LchHen. en. .DWctmMen- ^unknn-Ecke, soll 3. sotgmbrtz Holz n Echeidholz, Prügelholz, Elockholz, Reisholz, rrPrügelholj, Stockhoiz, Reisbolz- ist des Vormittag! mfopi bei Nr-1- 1876. . dr liebe Rentkammer. Weder-____ tklgmillg. 1. Mai L 3-- hr ansangcnd, Semeindewal - n, nachoerze-lh'^ cheidholz, Igelholi' lockholj. ei-holl. ■u sp-5'^ 1 breu»6" ' 9ttw $s» '4 .»rl* Holzverfteigerung jn der Kgl. Obcrförsterei Krofdorf. 2551) Montag den 15. Mai er., Vormittags um 9 Uhr, werden zu Krofdorf bet Wirth Kah lert nochstehend bezeichnete Holz - Sortimente öffentlich meistbietend versteigert werden: Distriet 77a Hohenschied. Eichen: 10 Stück Stämme mittlerer Dimension, 9 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser, Buchen: 508 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser, Kiefern: 66 Stämnre stärkerer Dimension, 272 Rmtr. Sch it, Knüppel, Stock, Reiser. Distriet 77b Hohenschied. Fichten: 3 Stangen II. Classe. Distriet 78 Hohenschied. Fichten: 2 Rmtr Knüppel. Distriet 5a Jungferannawald. Eichen: 26 Stämme stärkerer Dimension, 21 Rmtr. Nutzholz, 164 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser, Buchen: 6 Rmtr. Nutzholz, 672 Rmtr. Scheit, Knüppel, Stock, Reiser, Wetchholz: 1 Rmtr. Scheit. Distriet 99 XV. und 91 XV. Stoppelberg: Eichen-Wannholz. Krofdorf, den 7. Mai 1876. Der Oberförster. I. V.: v. W i n d h e i m. Holzversteigerung in der fürstlichen Oberförstern Lich. Im Distriet Mönchwald bei Burkhardsfelden, ca. 1 Stunde von den Eisen- bahnstationen Lick und Reiskirchen, soll nachoerzeichnetes Holz versteigert werden. Montag den 15. Mai: Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen. Buchen 15 32 25 1290 Eichen — 23 18 1020 Nadelholz 6 58 90 7120 Dienstag den 16 Mai: 45 Eichenstämme von 18—32 Centimtr. Durchmesser und 4—10 Meter Länge, mit 14 Eubikmtr. 196 Kiefern- und Fichtenstämme von 15—33 Centimtr Durchmesser u. 5—21 Länge, mit 78 Cubikmtr. 7 Eichenftangen und 1585 Kiefern- und Fichtenstangen mit 64 Cubikmtr., dabei 650 Bohnen» st a n g e n. Zusammenkunft jedesmal Morgens 10 vhr auf dem Vicinalweg nach Burkhardsfelden (Scklagweg) an der Lich-Albacher tzemarkunqSgrenze. (2445 Lich, den 6. Mai 1876. Wtmmena uer, Forstrath Keilgeöotenes. 2264) Ein in der Mitte der Stadt In frequentester Lage gelegenes Haus mit Laden ist preiswürdig unter zünftigen Bedingungen zu verkaufen durch________________________I. Blitz. Hartglaseylinder Lus besonderem Glase gearbeitet, ertragen, ohne zu zerspringen, jede beliebige Stellung der Flamme, auch wenn dieselbe durch den Luftzug bewegt wird, bei Wilhrlm Balser, 2438)___________am Lindenplatze._______ 2459) Patentherde, Petroleum Koch- «pvarate neuester Covstruetion bei ______________Emil Pistoi». Fr. 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