18»« Mittwoch, den 9. Februar. Mo. $3. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Man oO Ps. Meßen, am 7. Februar 1876. Dr. M „ FebM' ßorft> ordnen hiermit, wie folgt: Erster Abschnitt. Der Dienstvertrag und die damit zusammenhängenden Rechtsverhältnisse- n, 15. Mruar )U ichch-u tnrid) «ollSB»., am NabrungSberg. Stock meines HauseS, S 8a6n6.fi, IS I" Man ck. L_ rtf Stock meines Hauses je ist z° D7mihCtffn224 rt, Keiäiensand C. &L- ~für Anfang m ’Ä* C$ri 5—8 Jahren gesucht/ SÄ» SÄ;**** unb Wjj ^'yo b!- u-in «" ra«e» , Wirt °d« 11,1 nutrt. S 'btr J? "MrordenM “olitum hierauf etiltl "J“ 9 »er, ic. ■ entet nächste" po äJSSH (609 in fofetn in dem Dienstverträge nichts Abweichende« vereinbart wurde und währt "toiÄ d» LSL L |Ä ?ei Loschen Lstboten, welche sowohl zu häuslichen als auch zu l-nd«irth- schastltchen Diensten g-miethet «erden. aI8 auf die Bei dem Gedinge monatlicher Zahlung gilt ver ' Dauer eines Monats abgeschlossen. ~ . gemietheien Art. 5. Der Dienstvertrag, welcher bei den au em ^°yr , v Dienstboten nicht 6 Mocken, bei den aus « t 14 Tage vor 4Ä s* «'.»• ■— * r,',.7.rr L't'Lm«n. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. 8. Nr. 18. Pr3etoift ^hörenden 'er Arbeit billige Be- ff* Küfer. M Hause her PH. (634 *$•«, I, Besuche er- »sei, Ml jweiten Ostertage, Johannistage, Kießener 'Anzeiger Mise- md Amtsblatt fit den Kreis Gießen. — Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqeriohn. ” ~ . . m . n t .. . ____— ; Xtn-f«A-v 'DrrtVT Jll □'>T. “"**'*&# Großherzogliche Kreisamt Gieße» ...»■... s, -i. MM •*“" -»-« itniaen für 1875 und 1874 ungesäumt an uns einzusenden. I. H o s sm a n n, Regierungsrath. ———■ °m'chn"7,u!°mm.ud.» Ul --- MfXÄ ®ttt. d.. selbe nach allgemein rechtlichen Grundsätzen ersatzpflichtig und ist - in solchen Fällen zur Zurückbehaltung des schuldigen Lohn S unb M Art. 12. Mit beiderseitiger Einwilligung der DienNyerr,^ I Dienstboten kann der Dienstvertrag zu 2->t - Einseitige Aufkündigung kann sowohl D nstheMck fr,^ von dem Dienstboten der Regel nach nur unter Einhaltung wähnten Kündigungsfristen erfolgen. (Fortsetzung fo g-) . ne^eT b(c preußi- Berlin, 5. Februar. ®te ,,Vost strenge Musterung sch-" Schullehrbücher wurde ,m Laufe des vorige Lesebücher die abgehalten, wöbe, sich h«rausstelltt, daß > T ^^ober 1817 und die in bezüglichen Bestimmungen der SnPtuctl® Verfügungen nicht beachtet worden Gemäßheit derselbe» erlassenen Sauf9 Anordnung des Cultus- stnd. Besonders in katholischen ®* ®üd)crn gründlich aufgeräumt- Das Ministers mit veralteten und zweckw 9 $ eg tei6t nebenbei dahin, SÄSÄSS ““ *' "** "" "ffiiÄSi«"' U,s\b,'"TÄ ” «T "SS" Oberkirchenrathe mitgetheilten Statlstlk Beträft 8 . fccn Winterhalbjahr m» ». >°«M i»ä SÄ-tt $ara(1„b,, 6. g,i,u« mit te'eST1"'»« »° »rwä * ä ”»-L W.'.,.... »W. - ~ veröffentlichen: s,lch« für Dienstboten der gleichen Art üblich find, zu gewähr- . D>« Au"« Wir^ haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und °'r- zahlung^des^Lohnes «t std.s ^^«"gemttth.te'lAefindk kann^jedoch »er- ' ' ' ' langen, daß ,bm nach 4 Monaten der Dienstzeit -/», nach 8 Monaten em £ m d-t D„-ft,...|ch.,t-...itm «... Ä3T-Ä (”d§rs.rÄÄy\ M..4«i«^* -8». s* N» *> «SÄSWÄÄ. 'S Wto". *s •!«** •*—*-*• ?n A6 „ fi* für dl,selbe Zeit bereit« an «ine oder mehrer« ander« wn od!r v«laff«n hat, in ihre Di.nste aufnimmt, d«n früheren Dienstherr- '*,|‘Ä®T7h.VuÄ,S ««im« -.«™ dl. te Ctoft.hn, .in. im »ichi>-hlim-«f-a- “ O"f‘ *“ •*® “• K-ÄÄ «'»MM.» Di-nst...» «*»' flattjintenten Vieh- nem großen Trans- c auch hochtragender hen Hof ein, wozu (658 ■ringer igen._________________ nilimlogiS per 1. März Kähcres WehsteinSgasse Vr.iarbtniDOhnunö, ent? worunter 3 große grade, her Stobt ift >u oer- bei der Exped. d. BlU8* ethen vom lo- März an int. SuWt des HauseS :t L. 166 nebst ®arhn> ZM Berücksichtigung emp'ahl. Vom Niederrhein. (Aus dem Tagebuche eines weltlichen Kreis-Schul- inspectors.) »Jüngst unterzog ich die obere Mädchenklasse zu N der ersten Revision. Als einige Detailfragen aus dem nach dem vorliegenden Lehrberichte zuletzt behan^el- len Pensum der vaterländischen Geschichte äußerst dürftig beantwortet wurden, beschloß ich, mich auf Hauptfragen zu beschränken. Aber auch hiermit ging es mir nicht besser. Auf meine Frage, wann Preußen ein Königreich geworden, erfolgte anfänglich keine Antwort, so daß ich dieselbe mit dem Zusatze, dies werde und müsse doch ein jedes Schulkind wessen, wiederholte. Statt eine Antwort, gab'S jetzt allgemeine sichtbare peinliche Verlegenheit, welcher schließlich die Lehrerin les war keine Anfängerin mehr) duich die Worte: Herr Jnspector, das weiß ich selbst nicht! ein drastisches Ende machte." Wir haben wohl kaum nöthig hinzuzufügen, daß solche Resultate, wie sie ähnlich in öffentlichen Blättern wiederholt zur Sprache gebracht worden, danach ange- than sind, es begreiflich zu machen, daß die Entfernung der „tüchtigsten" Kreis-Schul- inspectoren und d'e Unterstellung der Schulen unter weltliche Aufsicht eines der wesent« lichsten Bedürfnisse unserer Zeit war (Cref. Z.) — Wie das berliner „Tagblatt" berichtet, find 40,000 Ctr. alter Kupferdreier von der Reichshauptkasse an die dortige Firma Heckmann verkauft worden. Man hat Literarisches. »Joseph v Görres und seine Bedeurung für den Alt-KatholiciSmuS von Aloys Denk, Mainz, Kunze's Nachfolger." Diese zweite Denkschrift des Mainzer Vereins für die katholische Reform-Bewegung erscheint zur guten Stunde, um das von den Ultramontanen gefälschte Bild eines genialen und sinnesfeften Manne» in objec- tiver und durch Thatsachen beglaubigter Darstellung hoffentlich recht vielen Lesern vor- zusühren. Daß die Hetz-Capläne und ihre Genossen die Görres Feier nur als einen Aufwiegler-Kampf in Scene gesetzt haben, ist freilich den unparteiischen Zuschauern klar; aber die wenigsten der Letzteren kennen Görres in seiner wahren Gestalt. Erst seit Kurzem finden wir gediegene Bemühungen, dem betrogenen Volke auch in dieser Beziehung die Augen zu öffnen. Das vorliegende Buch ist auch mit einem lrefflich ausgeführten Bildnisse seines Helden geschmückt. Asten. Bombay, 7. Februar. Vier Schiffe des britischen Geschwaders haben türld. Konstantinopel, 6. Februar. Die hohe Pforte hat heute ihren Vertretern bei den sechs Großmächten und den sechs Botschaftern oder Gesandten derselben, die bei der türkischen Regierung accreditirt sind, ihre Entscheidung in Betreff der Noir de« Grafen Andraffy in folgender F-ffung mitgetheilt: In Folge der Besprechungen, welche zwischen der Pforte und den Botschaftern der drei Nordmächte bezüglich der Beschwichtigung des Aufstandes in der Herzegowina stattgefunden, hat di« türkische Regierung beschloffen, den insurgirten Districten die in fünf Punkten in der Note des Grafen Andraffy erwähnten Reformen zu gewähren. Arsonde Oesfen! Der Mök Wen, de hat um Zu, zum Versuc Es werden desselben u und zum V Frei! mit dem weder pttsör Veoollinächt gern Zustin rechtlichen i bizer - a; Arrangemen Gießen, a Großherp Opr C Rußland. Petersburg, 7. Februar. Das »Journal de St. Petersbourg" wird demnächst einen Artlkel veröffentlichen, welcher die in dem Artikel der „Times" vom 1. Februar über das russische Budget enthaltenen tendenziösen unrichtigen Angaben richttgstellen soll. Vermischtes. Darmstadt. Herr Fabrikant Blumenthal hat au5 Anlaß der Feier seiner silbernen Hochzeit der Großh. Bürgermeisterei 2000 Mark mit der Bestimmung übergeben, daß die Zinsen davon zur Unterstützung armer Schüler der städtischen Volksschulen verwendet werden sollen. (Möchte diese hochherzige That auch einmal in unserer Stadt, in welcher doch so viele reiche Fabrikanten leben, Nachahmung finden.) — Der Primaner Friedrich Emanuel in Frankfurt a. M., ein junger Mann, der früh eine besondere Neigung und Begabung für Geschichtsforschung an den Tag legte, hat, wie daS „B. Fr. Bl " mittheilt, ein interessantes und willkommenes Werk verfaßt Er hat nämlich ein Lexikon des letzten Feldzuges geschrieben und alle irgendwie bemerkenswerthen Namen von Ortschaften oder Persönlichkeiten sammt deren Geschichte, so weit sie Bezug auf den Feldzug hatte, alphabetisch geordnet zu- sammengefügt DaS mit großem Fleiß und mit erstaunlicher Sorgfalt ausgearbeitete Manuscript übersandte der neunzehnjährige Verfasser vor einigen Wochen dem Feldmarschall Moltke. Nach gewissenhafter Prüfung deS Werkes sah sich der Kriegsheld veranlaßt, an den jugendlichen Verfasser ein in den schmeichelhaftesten Worten abgefaßtes Dankschreiben zu richten, worauf nicht nut die Eltern des Verfassers, sondern alle Frankfurter stolz sind. Gleichzeitig bewies aber der Marschall sein Interesse für Herrn Emanuel noch dadurch, daß er an den Geschichtsprofessor des Primaners ein Schreiben richtete, worin er das sichtliche Talent desselben seiner ganz besonderen Sieße" Sllsfe d Srünber« N-"" iJt den Befehl erhalten, unverzüglich in die chinesischen Gewäffer abzugehen, um dgS do,rt stfttjqqixte Geschwader zu verstärken. — Die Pocken-Epidemie ist hier lm Steigen Gegriffen. Arankreich. Pari-, 4. Februar. Wie verlautet, hat der hiesige türkische Botschafter heute die Meldung erhalten, daß seine Regierung nicht geneigt ist, die Bedingungen der Andraffy'schen Note anzunehmen. Obgleich die Nachricht aus guter Quelle kommt, muß deren Bestätigung jedenfalls abgewartet werden. — Das große Ballfest beim Fürsten Hohenlohe findet am 12. d. Mts. statt — In Folge des Darniederliegens der Geschäfte haben mehrere große Zuckersiedereien im Norden Frankreichs ihre Arbeiten eingestellt. Paris, 5. Februar. Die Münzcommission hat die Summe de« zu prägenden Silbers beschränkt: für Frankreich auf 60 Millionen, für Griechenland auf 12 Millionen, für Italien, Belgien und die Schweiz zusammen 48 Millionen; es gilt aber für wahrscheinlich, daß die Schweiz nicht einmal von den 8 Millionen, die ihr zugestanden wurden, Gebrauch machen wird. — Andraffy'« Note wird hier sehr viel besprochen; die französischen politischen Kreise und die Pariser Blätter haben jedoch im Ganzen wenig Vertrauen, daß die Insurgenten die Waffen niederlegen werden. — Der aus Rom -zurückgekehrte Bischof Dupanloup hatte heute eine Unterredung mit den Leitern der katholischen Universität in Paris; er bringt das vom Papst gutgeheißene Programm sür den katholischen Universitäts - Unter- richt mit. Paris, 6. Februar. Thiers Hai erklärt, daß er eine Candidatur zur Deputirten-Kammer nur für die Stadt Paris annehrneu werde. St. Etienne, 6. Februar. Von den bei der Gas-Explosion in den Kohlengruben Verunglückten sind bis jetzt 70 Leichen an das Tageslicht geför- dert worden. 1641. Di« seit 14 Jahren wahrgenommene Abnahme der Theologie Studi- ' rende'n dauert, wenn auch in geringerem Maße, fort. . , : Berlin, 7. Februar. (ReichstagS-Sihung.) Auf die Interpellation des «lfäistschen Deputirten Gerber und Genoffen, ob die Reichs-Regierung in Straß, bura eine gesetzliche Gemeinde-Vertretung Herstellen und derselben den Vertrag über die Grund-Erwerbung der Stadt in Folge des Festungs-Umbaues vor- lesen wolle, erwiderte Ministertal-Director Hertzog: die Regierung werde den Vertrag einer kommunal-Behörde von Straßburg nicht vorlegen, nachdem si- tkn mit der städtischen Aussichts-Behörde abgeschlossen habe; der Burgermeisterei-Verwalter von Straßburg habe allerdings allein eine Verantwortung übernvmmen, welche bisher mit einer gewählten Stadt-Vertretung getheilt worden wäre Di« Notbwendigkrit und Nützlichkeit der Stadterweiterung ser allgemein anerkannt und beruhe keineswegs allein auf strategischen Rücksichten Die 53«; fürchtungen daß die Stadt durch den Vertrag finanziell geschädigt werde, seien gegenüber den daraus erwachsenden Vortheilen ganz haltlos. In der nächsten Zeit «erde die Regierung noch in der Lage sein, eine städtische Vertretung in Straßburg einzusetzen; den zetzigen Zustand sehe sie allerdings nicht als einen dauernden an und werde bereit sein, den normalen Zustand herzu- stellen wenn die Hoffnung gerechtfertigt erschiene, daß die städtischen Wahlen nicht 'm politischen Demonstrationen benutzt würden und Aussicht vorhanden wäre daß nicht solche Personen gewählt werden, die davon ausgehen, daß die Verbindung der Reichslande mit Deutschland. nur ein Provisorium sei. Die Reaieruug hege den Wunsch, daß der Zeitpunkt zur Wiedereinsetzung der städtischen Behörde nicht mehr fern sein möge. Auf Antrag Sonnemanu's knüpft sich hieran eine Besprechung der Interpellation, in deren Verlauf Feldmarschall Moltke betont, daß die Reichsregierung bet Schließung des Vertrags keineswegs einseitig militärische Jntereffen verfolgt habe; die Interessen der Stadt seien dabei von ebenso großem Gewicht gewesen. Auch audere Städte, rote z. B. Stettin, hätten eben solche Opfer gebracht. Straßburg werde in der yolge jedenfalls an Ausdehnung und Bedeutung gewinnen, wie es bereits bisher seit dem Anschluß an Deutschland gewonnen habe. Sodann erledigte das Haus in dem Fortgänge der Sitzung den Verwaltungs-Bericht der Reichsschulden- Commission und die dritte Lesung mehrerer anderen Vorlagen, unter welchen eine Vorlage betr. die Abänderung des Gesetzes über die Verwaltung des Reichs-Jnvaliden-Fonds. Zu dem letzteren wurde der Antrag der Abgg. Rickert, Holder und Wehrenpsenniz, betr. eine in Zukunft aufzustellende Bilanz und die Verwendung der künftighin entbehrlichen Zinsen und Activ-Bestände, ange- nvmmeu Zu der Vorlage, betr. die Errichtung des Reichstags-Gebäudes auf dem Kroll'schen Grundstücke, wurde schließlich der Antrag Lucius angenommen, demzufolge eine aus sieben Gliedern bestehende Commission das Bau-Projcct revidiren und ein geeignetes Terrain in einem central gelegenen Theile der Stadt ermitteln soll. (Morgen Strafgesetz-Novelle.) Aus Bayern, 5. Februar. Einer verläßlichen Erhebung zufolge cir- culiren in Niederbayern allein noch über 1 Million Gulden alter süddeutscher Münzen. Erfolgt die Umwechslung derselben in Reichsmünze nicht schon in allernächster Zeit, so läßt sich ermeffen, welcher enorme Verlust diesen Thei Bayerns trifft, aber aus eigenem Verschulden. Während in der Pfalz, den drei Franken und theilweise auch in Schwaben auf dem Lande und in den Städten Alles schon nach Mark und Pfennig rechnet, hängt Niederbayern noch zähe an seinen Gulden und Sechskreuzerstücken. tfl9 den ft W Mnhlt Hc Dom 5 sollen im W strick Weiset ül Eichen 13'M Meter 2 71 Mmtfi m Stoikh, mietend ÄNJ nach Mrbach, < eS nämlich maßgebenden Ortes für vortheilhafter gehalten, die zur Prägung der neuen Kupfermünzen erforderlichen Metalle (Legirung von Kupfer und Zinn) in Blöcken ein- znkaufen, als die alten Dreier einzuschmelzen und dann wieder zu verarbeiten. Mit jenen 40,000 Gentnern ist übrigens das Quantum der alten Dreier noch nicht erschöpft, denn eS laufen aus den einzelnen Sammelcassen noch fortwährend neue Sendungen bei der CentralsteUe ein. — Ein Berliner Cigarrenhändler hatte mehrere Tage hindurch seinen Lade« nicht geöffnet, und nähere Recherchen ergaben, daß der Mann sich ganz und gar aus dem Staube gemacht hatte. Bei der in Folge dessen, unter Zuhilfenahme deS Gerichtes, von Seiten der Gläubiger bewirkten Erschließung der Lokalitäten und Fest- stellung der in denselben befindlichen Bestände ergab es sich, nach der Tribüne, daß die Reposttorien und Regale mit Cigarrenkisten zwar wohlgefüllt waren, daß sich in letzteren im Ganzen aber nicht mehr als 13, sage dreizehn Stück Cigarren befanden. Der flüchtige Händler hat nun aber auch gerade dreizehn Hauptgläubiger, und wenn diese sich in die Masse theilen, so entfällt auf jeden eine Cigarre, so daß ihm daS Vergnügen recht theuer zu stehen kommt, falls er sie selbst aufraucht Nordhausen, 28. Jan. Wie ein hiesiges Blatt berichtet, wurde in der letzten Sitzung des landwirthschastlichen Vereins hier ein Dreierbrödchen aus dem Hungerjahre 1846—47 vorgezeigt und mit einem anderen, eben frisch aus einem Bäckerladen herbeigeholten verglichen. Es erregte allgemeine Ueberraschung, all ' in der Größe beider Brödchen durchaus kein Unterschied gefunden werden konnte, größer noch war aber das Erstaunen, als man erfuhr, daß daS 30 Jabre alte Hungerjahrsbrödchen genau ebenso viele Gramme wog, wie das frische. Da Der Preis des Scheffels Getreide in jenem Hungerjahre drei mal so hoch war als der jetzige, so möchte es wohl unmöglich sein, eine Erklärung für diese gewiß auffallende Erscheinung aufzufinden, wenn nicht eine einzige, die Jeder sofort selbst entdecken wird. (Magd. Ztg) Lemberg. (Ein Schmugglerstückchen.) Einige Galizische Bauern geleiteten einen Sarg unter Gesang und Schwingen von Kirchenfahnen der russischen Grenze zu, scheinbar um die Beerdigung des Leichnams im Kreise Olkusch zu vollziehen. Gerade als die Trauerprocessian die Grenze überschritt, wurden in der Ferne berittene Wächter unserer Grenzwache sichtbar. Nachdem dieselben den Leichenzug erreicht hatten und in Erfahrung gebracht, daß man eine Leiche aus Galizien hier bestatten wolle, wurde ihr Mißtrauen unwillkürlich erweckt und stieg in ihnen der Zweifel auf, ob der Sarg denn auch wirklich eine Weiche berge. Sie befahlen daher der Prozession anruhalten und wollten sich über ihren Zweifel Gewißheit verschaffen. Diese unerwartete Wendung der Sache setzte die Theilnehmer der Prozession in jähe Bestürzung; Sarg und Leiche wurden ihrem Schicksal überlassen, und die Leidtragenden flüchteten im Nu der Grenze zu. Die Wächter öffneten den Sarg, und was fanden sie? — einige Fässer SpirituS! — Der „Courrier des Etats-Unis" erzählt von einer merkwürdigen Heirath, welche kürzlich in Pensykvanien geschlossen wurde. Die Ehegatten sind Mr. Scott Jeffreys und Miß Lida Gullei, beide Beamte im Telegraphendienst; der Eine in Waynesburg, die Andere in Brownsville. Nachdem sich die beiden Brautleute mit ihren Trauzeugen in dem Telegraphenbureau der letztgenannten Stadt versammelt hatten, wurden die TrauungSceremonien durch den abwesenden Geistlichen Mr Scott von dem Telegraphenbureau von WayneSburg aus auf telegraphischem Wege vollzogen. Seitens der Brautleute wurde zuerst telegraphirt: „Sagt Sr. Ehrwürden, daß wir bereit sind", woraus die folgende Antwort etntraf: „Die Ehe ist durch Gott zum 1 Heil der menschlichen Gesellschaft angeordnet worden. Sie ist eingesetzt durch die Er- ‘ schaffung und Verbindung des ersten MenschenpaareS und bedeutet, daß Mann und Frau durch die Bande eines reinen und geheiligten Verhältnisses für daS ganze Leben vereinigt sein sollen. Jetzt haben die zu verheirathenden Personen sich die Hand zu reichen" Zweite Depesche aus Brownsville: Ist geschehen." Zweite Depesche deS Reverend Scott: »Ihr, George Scott Jeffreys und Lida Guller, die Ihr Euch in diesem Augenblick bei den Händen gefaßt habt, wollt Ihr Euch wechselseitig zu Lebensgefährten nehmen und versprecht Ihr feierlich vor Golt und den anwesenden Zeugen zusammenzuleben, Euch zu lieben und treu zu bleiben als Mann und Frau, dis Gott Euch durch den Tod scheidet?" Dritte Depesche der Brautleute: „Ja wir versprechen e6." Dritte Depesche des Reverend Scott: „3m Namen Gottes erkläre ich Euch als Mann und Frau. Was Gott vereint hat, kann der Mensch nicht scheiden. Mögen Gott Vater, Sohn und heiliger Geist Euren Bund und Euch selber segnen, Jeden von Euch besonders, jetzt und immerdar." Letzte Depesche der nunmehrigen Eheleute: „Besten Dank." Diens sollen im R die Straßen Bauaufsehe 1876/78 e Eteinfuhrlo Sanbarbeüei fordernden L Wda, am Großherzo ; anrag <,. 1 mit 'S' Hat , - l'b,n' Na^l Ä'Ä ’ä’liftT"‘ *» te: KcrL *&Ä ui\?rt®‘ntr« ein besonderen 'pichen Kreir,Sch^, .ber ersten Revision, 'chte zuletzt behan^el- Met wurdm, beschloß '0 e5 mir nicht besser. Wr -Englich keine 1 m*llt doch ein jede) . sichtbar- 'ne Anfängerin mehr) -i" braftilch,, End- ch- iRtfultati, wie sie roorbtn, danach ange» jtiflften- Kreis-Zchul- ffat eines der »esent« !tr. alter J?upferbreier ift worben. Man hat ar Prägung der neuen Zinn) in Wen ein- ■ zu verarbeiten. 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Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erbsen, L Normalgewicht per nsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund Die Mainzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd., die von Grünberg zu 50 Klgr. Aus dem Markt 10 15 29 Mtt7- preis 18 10 20 Kartoffeln. Auf dem Mit.- 6 Erbsen. Linsen. Wicken. Frachtmärkte. Febr Waizen. Morn. Gerfte. «pell. Hafer. Auf dem Markt MU preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit-- preis Auf dem Markt Mit.- preis .ps 1 -lnv 1 oerk. « P. a «> O M P. 1 , verk. M P. >auf- 0ef- verk. M P. auf- flef. ■}i3a 1 M P. @iefeen M- M. - - M- M- M- M- M. M. M- M. Alsfeld — 5 5 19 75 171 17] 16 70 U । r 16 29 — — — — 19] 19J 10 29 Grünberg 5. — 195 10 59 67,5 8 48 55 8 35 — — — — — 45 8 28 Lauterbach — — 4 20 03 — 8,50 17 34 — O,60| 15 71 — — — — — 0,60 lir 71 Mainz — — — — — — 10 16 52 — 4| 14 86 3 18 Auf dem Markt rr ** a cd M. M- 3{ 31 — 17 — 1/25 Auf dem Markt Mit-- preis « - Z L § M P. M- M. —— —■ ■ — — — — — Allgemeiner Anzeiger. Besondere Bekanntmachungen Oeffentliche Aufforderunq. Der Möbelhändler Julius Strack von Gießen, dessen Vermögen überschuldet ist, hat um Zusammenberufung seiner Gläubiger -um Versuch eines Arrangements gebeten. Es werden daher die sämmtlichen Gläubiger desselben zur Anmeldung ihrer Forderungen und zum Versuch eines Arrangements auf Freitag den 10. März I. I., Vormittags 9 Uhr, mit dem Anfügcn geladen, daß von den weder persönlich erscheinenden, noch durch Bevollmächtigte gehörig vertretenen Gläubigern Zustimmung zu den Beschlüssen der rechtlichen Mehrheit der erschienenen Gläubiger — auch hinsichtlich eines etwaigen Arrangements — unterstellt werden wtrb. Gießen, am 28. Januar 1876 (673 Großherzogliches Stadtgericht Gießen I. V. d. D-: Oppermann. Gebhardt. Stadtgerichts Affessoren. Vergebung von Straßenbauarbeiten. Dienstag den 15. Februar L I., Vormittags 10 Uhr, sollen im RathhauSsaale zu Hungen die für die Straßenunterhaltung im Bezirk des Gr- Bauaufsehers Pfaffenroth zu Berstadt pro 1876/78 erforderlichen Steinlteferungen, Steinfuhrlohn, Steinschlagerlohn und die Handarbeiten öffentlich an die Wenigst- fordernden in Accord gegeben werden. Nidda, am 31. Januar 1876. (563 Großherzogliches Kreisbauamt Nidda. Wetter. Serfleigerung. Holzversteigerung.. Donnerstag den 17. Februar, Vormittags 10 Uhr, sollen im Wilsbachcr Gemeindewald, Di- strict Weisestrutb: 51 Eichen Bauholz-Stämme von 2 bis 13 Meter Länge und 32 bis 84 Centi- meter Durchmesser gleich 70", 71 Fcstmeter und 81 Raummeter Eichen- Stockholz, meistbietend versteigert werden; bemerkt wird, daß das Holz an einer gelegenen Abfuhr nach der Chaussee, welche von Gladenbach nach Gießer führt, lagert. (676 Wilsbach, am 5 Februar 1876. Der Bürgermeister: M ei s e I. Keilgevolenes. Tafelmandeln, Tafelrosinen, Jtal. Haselnüsse, Apfelsinen^ (639 empfiehlt_________Emil Fischbach. v.. 670) Ein Schlitten mit Hirsch- -ecke und Geschirr zu verkaufen. Wo? sagt die Erped. d. Bl. 629) Eine Wiese von ca 1000 lUKlftr. in der Nähe des Schiffenberger Wegs ist zu verkaufen. Näheres bei I. Blitz. Aechte italienische Maecaroni, ©gtrafemt Gemüsenudeln, Parmesankäse, empfiehlt (635 Emil Elschbach. Champignons, Trüffeln, Sardines a Chulle, Eingemachte Erbsen, Diverse Saucen, (638 Kronenhummer in Dosen, empfiehlt Emil Fischbach. Trockenes Brandhoh, klein gehauen zu 1 Mark 50 Pf. pro Centner in Säcken verpackt, franco Waggon Gießen, empfiehlt 626) sr. Kiegel in Lich. Aechten schwedisch. Punsch empfiehlt 637 ______________Emil Fischbach. Monogramms <362 auf Briefbogen und Couverts, per 100 1 Mk. 50 Pfg., Schablonen stets vorräthig. Bestellungen Lindenplatz im Blumengeschäft. Macearoni, Eier-Ringe und Graupen, Eier- Gemüsenudeln, sowie türkische und Bamberger Zwetschen, ferner feinste Apfelschnitzen, empfiehlt (245 Gg. Willi, Weitlig. Mühlkiwrrlraus. 675) Der Unterzeichnete beabsichtigt die bei Hachborn (Kreis Marburg) gelegene s g. Sandmühle mit Hofgebäude und circa 13 Acker dabei gelegene Wiesen und Land (auf Verlangen können noch 15—20 Acker Grundstücke beigegeben werden) zu verkaufen Die Mühle hat zwei Mahl- und einen Schlaggang und hat zu jeder Zeit genügende Wasserkraft. Anzahlung von einem Dritttheil des Kaufgeldes ist nur erforderlich. Kaufliebhaber wollen sich wenden an M. Lion in Ebsdorf, ____________Kr. Marburg._____ Catharina - Pflaumen, Türkische Zwetschen, Apfelspalten, Birnen, Brünellen, Kirschen, empfiehlt (636 ______Emil Fischbach. Täglich frische Treber bet Chr. Lony, 286) Bierbrauerei. -Brifliint'Srfiniucfi zu Maskenbällen geeignet zu auffallend billigen greifen. Prachtvolle Diadem's zu 75 Pfg. (671 Nadeln und Kämme von 25 Pfg. an, empfiehlt Georg Petri. 666) Großh Hen- Regierungsblatt Jahr- gang 1819—1876 incl. der in diesem Jahre noch erscheinenden Nummer wird billig ab- ge-eben. 2Bo? sagt die Exped. d. Bltts. 674) Der Ausverkauf meiner großen Maaren vorräthe zu angezeigten billigen Preisen endigt Montag den 21. Februar. Der Verkauf findet nur gegen Baarzahlung zu festen Preisen statt. Moritz Heichelheim. Warme Bader. Während der Wintermonate erlaube mir, meine BadeAnstalt in empfehlende Erinnerung zu bringen. Die Zellen sind geheizt. 45) Antlr» Eitler» Mchäsls-Empschlung. Unterzeichneter empfiehlt sich in allen in das Küfergeschäft gehörenden Arbeiten und sichert den verehrten Auftraggebern bei solider Arbeit billige Bedienung zu. Heinrich Beloff, Küfer. Meine Wohnung befindet sich in der Mühlgaffe im Hause der PH. Sch mall, Wittwe. (634 Die Möbel-Fabrik nebst i Magazin unö Lusflattungs - Geschäft habe ich von heute an in das von mir erkaufte vormalig G. D. 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S ch e y d a | 220) Die bequemste und billigte Betriebs- fetl «SklUlifdifC Ikraft erzielt man mit der Gaskraftmaschine D f / / O Lon Langen A Otto, denn sie ist ohne M 21(T) 3ut Uebernapme von Vorbereitung sofort in voller Kraft thatig, be- sowie nir darf keiner Aufsicht und ist ganz gefahrlos. W Äimmerarvetren , lowte öuHZieht man noch in Betracht, dass dieselbe sehr M Ausführung ganzer Bauten em- ^enig Baurn beansprucht und keine besonde-. 610) Das von Herrn Zimmer bewohnte Logis i» anderweit zu vermiethen. C h r. W a ll enfels am Markt 87) Der untere Stock meines Hauses ist zu vermiethen. Carl Emmclius. ausges^oche^m Elchen, denen aus Versehen die Sammelliste nicht zugekommen sein sollte, nimmt di- Expedition dieses Blattes gerne entgegen.__. Nähere «uskunst ertheilt die JDlreetion dee S.rddeutwhen Lloyd in Bremen, sowie deren General-Agent für das Äroßherzogivim Heffcn in Main, und dessen «gent C. W. 01««- tn vi-b-n. (345 Nachdem die Sammlung von Unterstützungen für die Familie de« am « Nachdem Dte Dammiung von mncrpuguHH1“ December v. I. verunglückten und seitdem verstorbenen Bergarbeiters Schmidt nun mehr beendigt ist, kann als erfreuliche- Resultat derselben veröffentlicht w^den, daz durch den oft bewährten Wohlthätigkeittzsinn der Bewohner G eßiens der Betrag von 429 Mark 40 Pfennig (incl. 11 Mark, welche bet der Exped. d. Bltts. abgegeben worden) MswemgeMgemMMZ | Außerordentlich billiger a | Ausverkauf | |btr neuesten und elegantesten Damcnkle,dcr-s Wstoffcn, schwarzen Seidenstoffen und NouvautesM Kim Laden des Herrn N I. Rothenberger, Lindcnplutz, Gießen. Wk/ Plaids, Croisee, Velour, Linsay nur 21 fr. — 6U Pf. MEnglische Royal Beige uni caro, raye nur 24 fr. WHochelegante Frühjahrs-Wollenstoffe nur 39 fr. WPrachtvolle Knickerbocker compose nur 35 fr. W1 Posten franz. Popeline guisaille u. caro nur 21 fr. W1 Posten cngl. Lenos, gestreift u. earirt nur 17 /2 fr. 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Wilhelm Vogel, Architekt, Director der Wiesbadener Bau- wobei möglichst einige Räumlichkcitl,w 63Q4.J gewerkfchule. _____ ~ ' 669) Unterzeichnete wünscht Beschäftigung im Kleidermachen, Weißzeugnähen unv Flickarbeit in und außer dem Hause und bittet um gefällige Aufträge. Bestellungen bitte auf dem Bermiethungs- Bureau von Frau B. Landauer abzu- geden. Therese Frank. Bei der jetzigen oft rauhen und ungesunden Witterung, ö» SÄ Ä SÄ’y.g diese und ähnliche Erkältungsleiden oder zur Vorbeugung ders^ stets em autes Mittel bei der Hand zu haben. Wtr glauben deßhalb auf ein -praparar hwwkif-n zu müssen, dessen außerordentlich- Nützlichk-tt als Schutz, und Haus^ mittel sich feit 10 Jahren auf das Eklatanteste d-rausg-st-llt hat. Es ist dies der in der W. H. Zick-nhcimcr'sch-n Fabrik in Mainz bereitete ! rheinisehe Trauben-Brust-Honig |