br, ' 'd"n nur wn crfo^cn. Zutritt. 'fnj unterfall; ’rfii k Etlidt. eih. idr 1876 * »ncertf ri‘5 dcs Wetzlarer de) öakkllmeisiers roth. U-r. f. r (sasse. " ' ' iontal» - L '■'• ^äbcrts dei --• Za en Koben, wie nnfffl ichnellstens der ..... ... . , «t; rinize AealichÜler Wil». Erscheint täglich mit Aufnahme des Montago. PrciS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinq^rlohn. Expedition r Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. IBWBmggJEbetaHMBWafitMMaEHMMW auf den Giestener> Anzeiger werden noch fortwährend ange- uominen. —Die Erpeditinn. Amtlicher T h e i t. Bekannt in a ch u n g. Da seit Anfang des vorigen Monats Erkrankungen an Menschenblattern an verschiedenen Orten des Großherzogthums, insbesondere auch des Kreises Gießen, vorgekommen sind und die Befürchtung einer weiteren Verbreitung dieser Seuche nahe liegt, so werden zufolge Anordnung Großherzoglichen Ministeriums des Innern hiermit die nachstehenden gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften eingeschärft. Gießen, 6. Januar 1876. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Gesetzliche Bestimmungen und Bnrschriflrn in Bring aus dir tUdtteniliidiililjrit. Gesetzliche Bestimmungen: a. -cs Ueichsstrafgesehcs. §. 327. Wer die Absperrungs- oder Aufsichtsmaßregeln oder Einfuhrverbote, welche von der zuständigen Behörde zur Verhütung des Einführens oder Verbreitens einer ansteckenden Krankheit ungeordnet worden sind, wissentlich verletzt, wird mit Gefängniß bis zu zwei Jahren bestraft. Ist in Folge dieser Verletzung ein Mensch von der ansteckenden Krankheit ergriffen worden, so tritt Gefäugnißstrafe von drei Monaten bis zu drei Jahren ein. b. des Polffeistrasgcsetzks für das Arohherzoglhurn Hessen. Artikel 349. Wer die von der Polizeiverwalmngsbehörde gegen den drohenden Einbruch ansteckender Krankheiten unter Menschen ungeordneten Sperr- und Sicherungsanstalteu verletzt, wird mit einer Geldbuße von 3 bis 20 fl. oder Gefänguiß bis zu 8 Tagen bestraft Artikel 350. Wer die beim wirklichen Ausbruche einer ansteckenden Krankheit unter Menschen von der Polizeiverwaltung zur Abwendung der Gefahren und gegen Verbreitung der Krankheiten angeordneten Sperr- und Sicherungsanstalten verletzt, wird mit einer Geldbuße von 5 bis 30 fl oder Gefängniß von 3 bis 14 Tagen bestraft. Artikel 351. Wenn bei einem Menschen die Menschen-Blatternkrankheit zum Äusbrucye kommt, so ist derjenige, welchem dessen Pflege obliegt, ober, wenn ein solcher nicht vorhanden, der Hausbesitzer oder dessen Stellvertreter, bei Vermeidung einer Strafe von 1 bis 10 fl., verpflichtet, davon der Polizeiverwaltungsbehörde oder einem inländischen zur Praxis ermächtigten Arzte die Anzeige zu machen, sobald er von der ansteckenden und gefährlichen Natur der Krankheit Kenntniß erhält Artikel 352. Wer die von der Polizeiverwaltungsbehörde wegen Vernichtung oder Reinigung von Kleidungen, Leinenzeug, Bettwerk oder anderen Geräthschaften, welche von Personen gebraucht worden sind, die an einer ansteckenden Krankheit darniedergelegen, ertheilten Vorschriften nicht befolgt, wird mit einer Geldbuße von 3 bis 20 fl. oder Gefängniß bis zu 8 Tagen bestraft; außerdem werden jene Gegenstände confiscirt. II. Aufsichtsmaßregeln. jirdiifen V' A Dnlscn, . u n, ottkNt Wukl^o, r' • Richt'1 ktdükN Crinfödtebc5 an: Pro- ......M». -'L»u ■ ; .. ’n« wUrt » M —4 'N "tt 4) 5) 6) 8) ^^VtÄd mur».. WmS^eein, sei .. durch kürzlich Wn-| des des Strafgesetzes, folgende Vorschriften: . o 1) Werkte, zu deren Kenntniß das Vorkommen eines Falles von Blatternkrankheiten leichterer oder schwerer Form oder von Wafferblattern bei Er- wachfenen gelangt, haben innerhalb 12 Stunden dem betreffenden Kreis- medicinalanile hiervon in jedem Eiuzelfalle unter Angabe von Namen und Wohnung des Kranken, Anzeige zu machen und außerdem, wo die Umstände Beschleunigung erfordern, sich diescrhalb mit der Orlspolizer in Benehmen zu setzen. v m , 2) c>cbe Wohnung eines Blatternkranken ist verschloffeu zu halten, der Art, daß der Zutritt zu dem Krauken nur dem Pfleger des Kranken mog- 31 TUe 'm-ger selbst haben sich bis zur Reinigung ihrer Kleider und ihres Körpers von Ansteckungsstoff gänzlich des Verkehrs mit Aiideren zu cnt- Die Wohnungen Blatternkranker sind diirch eine in weithin sichtbarer Weise an der Thüre angebrachte Tafel zu bezeichnen. In den Land- gemeinde» ist außerdem durch das Ausschellcn vor dem Betrete» der be- Das^Verbot^des Verkehrs mit den Wohnungen Blatternkranker schließt Verbot des Besuches von Kirche, Schiile, Wirthshäuserir, Versammlungen, Fabriken, Benutzung von Post und Eisenbahn, für die Mitbewohner -.»er Wohnung i» welcher die Krankheit ausgcbrocheii ist. em. Wen» die besonderen Umstände die Durchführung der Absonderung eines Kranken i» seiner Wohnung nicht erlauben, so ,st dieselbe entweder von den Mitbewohnern zu räumen oder der Kranke in. ein geeignetes ,oca Als Absperrungs-, Aufsichts-Maßregeln und Einfuhrverbote zur Verhütung Einführeiis und Verbreitens der Blntternkrankheit nn Slime des 327 deutschen Strafgesetzbuchs gelten, außer de» Bestimmungen des Polizei- 7) Di?Änsheb»ng der Abspcrrungsmaßregeln geschieht nur aus Antrag des ' Kreisar s und nach gehörig durchgeführtcr Reinigung der Wohnung und steckungsstoff, von welcher sich in sedem Eiuzelfalle die O Polizeibehörde muß überzeugt haben. ... - zogene Revaccination ober Ueberstehung ber Blatternkrankheit vor Ansteckung gesichertes Personal zur Verfügung stehen. 9) Es hat ein täglicher polizeilicher Besuch ber Häuser Blatternkranker, jeboch nicht ber Krankenzimmer selbst, stattzufinben, um Ungehörigkeiten zu verhüten nnb Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften zur Anzeige zu bringen, sowie um Herbeischaffuug ber Lebensmittel unb Arzueieen uöthigeu Falles zu vermitteln. 10) Zur Reinigung von Ansteckungsstoff wirb in ben Krankenzimmern bei verschlossenen Thüren nnb Fenstern i/2 Pfuub Schwefel verbrannt nnb bas Zimmer minbestens 3 Stnnben lang bent sich hierbei bilbenben Schwefelbampf ausgesetzt, später grüublich ausgelüftet. In betn Krankenzimmern bcsinbliche werthlose Gegenstänbe, wie Bettstroh, werben verbrannt, Bettzeug, Vorhänge, Kleiber u. s. w. entweber sofort in siebenbes Wasser eiugetancht unb gebleicht ober in einem engen Behälter beni Dampf von brennenbcm Schwefel minbestens eine Stuube lang ausgesetzt. Auch halbstüubige Einwirkung einer Hitze von mehr als 60 Graben ist hierbei zulässig. 11) Bei Todesfällen, namentlich bei B eerbigung an Blattern Verstorbener ist nur ber Zutritt ber mit ber Beerbigung Beauftragten unb Krankenpfleger zulässig Ein verpichtcr, fest verschlossener unb Chlorkalk enthal- teuber Sarg ist anzuwenben, ein vor Ansteckung gesichertes Personal zum Leichentransport zu verwenben. Nach bem Zuschütten bes Grabes unb Entfernen aller mit ber Leiche in Berührung gewesener Personen unb Gegenstänbe sinb an ber Grabstätte Beerbigungsfeierlichfeiten erlaubt. 12) Die Anschaffung bei 'Desinfektionsmittel geschieht nötigenfalls durch bie Ortspolizei, unb in Fällen ber Vermögenslosigkeit, auf Gemeinbekosten. 13) Wo bie Durchführung ber Absperrungsmaßregeln es erheischt, tritt Erhaltung ber verbienstlos Geworbenen auf Gemeinbekosten ein 14) Bei bem Auftreten ber Blatternkrankheit in einer Gemeinde hat die Orts- polizeibehörbe sofort zur Impfung vorhanbener ungeimpfter Kinder, sowie zur Wiederimpfung (Revaccination) ber Erwachsenen, als bem einzigen Mittel sich gegen Blatternanfteckung unempfänglich zu machen, öffentlich anfzuforbern, Exemplare bie,er Vorschriften öffentlich anzuschlagen unb ben Nächstbetheiligten zu behändigen. Der souveräne Präsident. Mit der ersten Stunde des neuen Jahres ist der „loyale Soldat", der Sieaer von Magenta und der „glorreiche" Besiegte von Wörth eine Art von Souverän geworden. Die bisher wenigstens dem Namen nach „,ouveräne Rational-Versammlung ist auseinander gegangen und Hai nur eine kleine Commission turückgclasten, deren Befugniß und Machtsphare nicht recht klar rst und die eigentlich nur während der Ferien ihrer Auftraggeberin eine Art von Bedeutung hatte, eine Permanenz-Commission, die aber ohnmächtig ist, da die gewählten Vertreter des Landes nicht mehr hinter ihr stehen und die dem souveränen Beliebe» der Regierung keinerlei Hinderniß in den Weg zu legen Marschall Mae Mahon ist also, wenn auch nicht dem Namen nach, doch thatsächlich in diesem Angenblick und bis zum Zusammentritt der neu zu wählenden Depntirtenkammer und des Senats Souverän der Republik, wenn man diesen nicht eben eorrecten Ausdrnck gelten lasten will. Vielleichl empfindet er in dem Bewußtsein solch ein Ziel erreicht zu haben, einen hohen Stolz vielleicht auch nicht; keinenfalls hat er unerlaubte oder verwerfliche Mittel an- aeweudet es zu erreichen. Der Marschall. Präsident darf getrost das Bibel rcotC Den Seinen giebt's der Herr im Schlaf", ans sich anwenden. Weder die Größe seiner militärischen Verdienste, noch di« Fülle seiner geistigen Gaben sind es, die ihn auf einen so hohen Plag gestellt haben, sondern, im Gegen theil ein gewistes Mittelmaß in allen Dingen, eine anständige Gesinnung obne große Talente. Er ist so recht der Mann der Situation; man achtet ihn einigermaßen, aber man übersieht ihn, er genirt Niemand, denn er über raflt Keinen. Frankreich brauchte eine Zeit lang kein Genie, nicht einmal ein Talent, es brauchte einen Mann, der von Weitem für einen Charakter galt, wenn er auch nicht gerade ein solcher war, mit Niemand füllte jemals unter allen denen, die seit der Restauration zur ersten Rolle in Frankr.ich berufen waren, seinen Platz so wobl aus, Niemand vermied so sehr alle eel,taute Anstößigkeit als der „loyale Soldat", ter eben jetzt auf tem Gipfel seiner Macht sich befindet. Daß die Signatur des Septennats in allen großen politischen Actionen das Ungeschick und die Schwäche ist, wer wollte es verkennen? Es arbeitet mit kleinen Mitteln und hat kleine Ziele im Auge. Aber vielleicht ist cs gut so, mindestens für die Erhaltung des Friedens, für eine fortschreitende Con- solidirung der inneren Verhältnisse. Charakteristisch für die Regierung des Marschalls Mac Mahon ist sein Verhalten zu der eben für immer geschiedenen National-Versammlung. Oer konservativen Majorität derselben verdankte er seine Wahl, der Uneinigkeit der monarchischen Parteien die Fixirung des Scp- tennats. Mit dieser National-Versammlung ließ sich's bequem regieien, Frankreich hatte, abgesehen von den ersten Zeiten der Restauration, niemals eine loyalere und, trotz einzelner radicaler Elemente, die aber wie Fettaugen in einer Wassersuppe verschwanden, niemals eine conservativere Volksvertretung Es scheint denn auch, als sollte die eigentlich ad hoc, d. h. zum Zwecke des Friedensschluffes, gewählte Versammlung auch nach der Creirung der conftitu tionellen Gesetze, dem s. Z. für ihren Schluß in Aussicht genommenen Zeit- punkt, beisammen bleiben, ja, das Septennat begleiten wie ein Chorus in der antiken Tragödie die Handlungen der Heiden (sans comparaison!) Da. brachten die Neu- und Ergänzungswahlen dem linken Centrum einige Verstärkung, die Regierung mußte" fürchten, daß eine zufällige Majorität, ehe denn ihre Schutzmaßregeln getroffen, die Selbstauflösung beschließen könnte und sie brachte daher ihr Senatsgesetz ein, kündigte gleichzeitig ein neues Wahl-Gesetz an. Mit Aufwand aller Kräft brachte sie diese Gesetze durch. Allein bei den Wahlen zum Senat unterlag sie und damit ließ sie das jetzt versagende Werkzeug fallen und beschleunigte das Ende einer Volksvertretung, in der sich alle conservati- ven Elemente Frankreichs ein Rendezvous gegeben hätten und wie sie willsäh riger keine reactionäre Regierung wünschen konnte. Das Wahl-Gesetz wird mittlerweile dafür sorgen, daß auch die bevorstehenden Neuwahlen nicht gerade ein allzu liberales Resultat erzielen. Der Apparat, über den die Regierung verfügt, der Belagerungs-Zustand in den großen Städten — sie werden dazu beitragen, einen Einfluß auf die Neuwahlen geltend zu machen Allein wir glauben, daß trotzdem die demnächst zusammentretende Deputirtenkammer ein wesentlich auderes Gepräge haben wird, als die eben aufgelöste National-Versammlung. Die neue Kammer ist ohne Mitschuld an der Gründung des Septennats, sie wird daher voraussichtlich das Soll und Haben deffelben einer etwas genaueren Feststellung unterziehen, als das Seitens seiner Vorgängerin der Fall war. Zu welchem Resultat sie dabei kommen wird, kann unseres Erachtens nicht wohl zweifelhaft sein. Was seit dem Kriege in Frankreich für das Land Verdienstliches geschehen, führt seinen Ursprung noch auf Herrn Thiers zurück, einen Mann, der für uns, der für Deuschland wenig Sympathisches hat, dem man aber nachrühmen muß. daß er an einen schwierigen Platz in schwerer Stunde gestellt, in vollem Umfang seine Pflicht gethan und eine Gewandtheit bekundet hat, die das Beste von seiner ferneren Geschäftsführung erwarten ließ. Herr Thiers war aber allen Parteien unbequem, weil er thatsächlich keine begünstigte, man vereinigte sich daher in dem Wunsche, ihn zu stürzen, er hatte außerdem seine Schuldig feit gethan, er konnte gehen Es galt nun Jemand zu finden, der das Begonnene weiter auszuführen und zu beenden geeignet erschien, und vor allen Dingen Jemand, der Niemand überragte, Niemand genirte. Der Marschall Mac Mahon wurde als der für einen solchen Posten Geeignetste befunden und er hat die Voraussicht seiner Gönner nicht getäuscht. Das kurze Jnterreguum, das ihm jetzt bevorsteht, dürfte aber vyraussichtlich, wie es den Gipfelpunkt seiner Macht bezeichnet, auch zugleich das Ende derselben bilden. Treten Senat und Deputirtenkammer zusammen, so wird auch seine Mission beendet sein. So lange die innere Organisation Frankreich beschäftigte, mochte eine Negierung genügen, die dieser ausschließlich ihre Aufmerksamkeit und ihre Thätigkelt znwandte, die aber bisher nach Außen hin sich begnügte, den bisherigen Zustand der Dinge aufrecht zu erhalten. Für die friedliche Entwickelung Europas war eine solche Regierung ein Segen, nur glauben wir nicht, daß sie unter veränderten Umständen Aussicht aus Bestand und Dauer hat. Ob der Marschall nur langsam und allmählig feinen eben jetzt erreichten hohen Standpunkt verlaffen wird, oder ob er den Weg bergab schneller zurücklegen wird, das läßt sich schwer voraussehen, aber mit einiger Sicherheit darf man annehmen, daß er seinen Platz nicht bis an's Ende der vorauSbestimmten Frist rvird behaupten können. Deutschland. Aus Nheinhessen, 6 Januar. Unter den inr Reduktion der Staats- Ausgaben durch Vereinfachung der Ätaats-Verwaltung und Verminderung des BeamteN'Standes in Aussicht genommenen Maßregeln ist die oft genug angeregte, aber eben so oft wieder aufgegebene Aufhebung des Bezirks-Gerichts zu Alzey und deffen Wieder-Vereinigung mit dem zu Mainz nunmehr, wie wir aus guter Quelle vernehmen, fest beschlossen. Durch die gegen früher sehr erleichterten Verkehrs-Verbindungen fällt der größte Theil der Gründe seiner Errichtung hinweg. Als Zeitpunkt des Vollzugs wird der Beginn der nächsten Finanz-Periode (1879) bezeichn ll, bis wohin die nöthigen Vorbereitungen in dem Personal-Status getroffen sein sollen. Alzey dürfte für den Ausfall durch ein Schullehrer-Seminar, von denen in jeder Provinz eines bestehen soll, und andere Anstalten entschädigt werden. Köln, 6. Januar. Der „Köln. Ztg " wird aus Wien gemeldet: Lord Derby hat sich bei der Entgegennahme der Circular-Note Audrassy's einen achttägigen Termin bis zum 12. Januar Vorbehalten, um dieselbe gründlich zu prüfen; Italien hat gleich zugestimmt. Karlsruhe, 5. Januar. Pros Schultz in Heidelberg, welcher den vor nicht langer Zeit nach Straßburg übergesiedelten Prof. Holtzmann ersetzte, l>at, gutem Vernehmen nach, einen Ruf nach Göttingen angenommen. Von Pros Gribbeck, welcher einen Ruf nach Jena erhalten, ist es aber noch unbestimmt, ob er demselben folgen wird. Cisleben, 6. Januar. Bei der heutigen LandtagS-Wahl wurde Gneist wiedergcwählt. Hesterreich. Wien, 6. Januar. Von Italien ist bereits die Erklärung eiugelaufen, es sei bereit, sich Audrassy's Reform-Projekt in Konstantinopel im Vereine mit den Nord-Mächten anzuschließen. Wien, 7. Januar. Die ungarische Negierung hat ein Programm ihrer Handels-Politik entworfen, welches, freihändlerisch gehalten, keine Zoll Erhöhung zngestebt und die jetzigen Zoll-Sätze als Maximal-Tarife ansieht. Sollte Oesterreich die Wünsche der Schutz-Zöllner ausschließlich zur öcouomischen Richt- chnur nehmen, dann werde Ungarn auch gegen Oesterreich Schutz-Zoll-Linien errichten. Oesterreich soll zugegeben haben, die Zölle für Eisenwaaren und Maschinen nicht zu erhöhen, wogegen es an der Erhöhung des Tarifs für Baumwolle und Wollwaaren sesthält. «Holland. Haag, 6. Januar General Klerck ist zum Kriegsminister ernannt worden. — Laut Meldungen aus Atschin vom 2. Januar haben die Atschinesen Bital, Lamterir und die Verschanzung Tökonanta geräumt. Arankreich. Paris, 5. Januar. Der deutsche Botschafter hat dem Herzog Decazes mitgethrilt, er sei von feiner Regierung beauftragt, die Andrassy'jchen Vor- chläge bei der französischen Regierung zu unterstützen. Paris, 6. Januar. Die „Agence Haoas" meldet: Die Nachricht der „Times", daß die französische Regierung der Note Andraffy's ohne Vorbehalt zugestimmt habe, ist zum mindesten verfrüht. Die Verhandlungen in dieser Angelegenheit werden in Konstantinopel fortgesetzt. Paris, 6. Januar. Die republikanischen Blätter critifiren den Rund- Erlaß Buffet's über die Ausführinig des Preß Gesetzes. Sie behaupten, es sei nur auf Beseitigung des Amendements Janzs's abgesehen, welches den Verwaltungs-Behörden die Befugniß entzogen hat, den Straßen-Verkauf der Zeitungen zu verbieten. Paris, 6. Januar. Martin Beloa, Marquis von Cabra, ist heute, mit Vollmachten des Königs Alphons versehen und mit einer geheimen Mission bei der Königin Isabella beauftragt, in Paris angekommen. Man glaubt,, daß seine Sendung Bezug auf gewiffe ernste Vorfälle der letzten Zeit hat, daß er die Bedingungen festsetzen soll, unter welchen die Königin in Znkunst in Spanien refibiren soll. — Laut „Bien Public" wurde der italienische Gesandte Nigra beauftragt, der französischen Regierung fieundschastliche Vorstellungen zu machen, falls dieselbe geneigt sein sollte, den dem in Marseille commandirenden Generale Espivent vom Papste wegen der seiner Sache geleisteten Dienste verliehenen Grafentitel anzuerkennen. Paris, 6. Januar. Das „Univers" eifert wie auf Parole gleichzeitig mit den Wiener und Tyroler „Katholiken" für die Glaubeuseinheit der Völker, welche die politische Einheit schiffe und befestige und die Völker vor Zersplitterung bewahre; die Gesellschaft verfalle ohne Gott nothwendig wieder in den Stand der Wilden. Aber das „Univers" vergißt hinzuzufügen, daß auch der Fanatismus und der Anspruch der Kirche, deren Haupt Unfehlbarkeit beansprucht und deren Priester den weltl chen Gesetzen Hohn sprechen, die Staaten zum Verfalle führt oder sie zwingt, den Ansprüchen auf Glanbenseinheit mit dem Schwerte des Gesetzes entgegenzutreten. Das „Univers" hat bei seiner Glaubenseinheit aber entschieden praktische Zwecke: es will um diese Fahne die Wähler schaaren, welche für die Zwecke der Jesuiten und des Vaticans zu den Wühlereien geleitet werden sollen. Glaubeuseinheit, Nationalruhm, Vorherrschaft Frankreichs in der katholischen Welt und Herstellung auch der äußeren Gewalt der Kirche sind die Grundzüge des Programms, das diese „Katholiken" zum Siege führen Möchte. Die Regierung geht ihnen dabei redlich zur Hand. England. London, 6. Januar. In China soll, der „Overland China Mail" zufolge, eine neue Verwickelung mit Deutschland drohen. Der Regierungs- Beamte an dem Ort nahe Foochow, wo die Piraten aus der „Anna" Zuflucht genommen haben, soll sich weigern, dem deutschen Kriegsschiffe Cyklop zur Habhaftwerdung der Seeräuber die nöthige und verlangte Unterstützung zu ge- und der alten Kreuzersemmel wieder Platz machen mußte. D. B * i, und Tuitt Gneist Preise der Revalesctere V2 Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5, (24 1 erwischtes. ,O irun,» eingtltuftn, k! im Vereine mit t ^:(brid)t btt rbie Vorbehalt njffl in dieser z Teeres Ni Vor- ::?..:mi|d)en Richt-- i Ltutz Zoll hinten .: Uenwanen und ui z des iarifi für ' Vrozramm ihrer Zoll Erhebung 8 Dclicatesienhündlern im oanzen Lande. In Gießen zu haben bei Müller tn lit Arichinestn wahren. Man ist in Hongkong gespannt daraus, was die Deutschen thun werden. London, 6. Januar. Die „Pall Mall Gazette" erfährt, daß Capi- tän Brickeustein beabsichtigt, eine von deutschen Fachleuten geführte Untersuchung über den Untergang des Dampfers „Deutschland" zu verlangen, und daß er zu dem Zwecke sich demnächst von hier nach Breme» begeben wird. Spanien. Madrid, 5. Januar. Ein Schreiben aus Tafalla meldet, daß mehrere «artistische Osficiere und Soldaten wegen Verschwörung in der Umgegend von Estella erschossen worden seien. .,70 Pf., 12 Pfd. Mk. 28,50 Pf. Revalesciere Chocolalee 12 Tassen Mk. 1,80 Pf-, 24 Tassen Mk. 3,50 Pf., 48 Tassen Mk. 5,70 Pf. u. s. w. Revalesciere Biscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf. Zu bezteben durch Du Barry & Co. in Berlin, W. 28—29 Passage (Kaiser-Gallerie) und 163—164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droguen- Specerei- und - ^ltet: oCrb ' mm gründlich jU **J:L wklkhki den V-imann tijefctt, * y Jmnifn. Von aber noch unbe» Auszug aus 6en Airchenbüchern der Stadt Gichnl. Evangelische Gemeinde. Copultrte. Den 1. Januar. Ludwig Schmidt, Bürger in Fellingshausen und Crgarren- arbeiter dahier; und Anna Margarethe Weimar, des Bürgers und Taglohuers zu Alt-Buseck, Heinrich Weimar, ehel. Tochter. tk e t a u f t e. Den 2. Januar. Dem Polizetdiencr dahier, Heinrich Gemmecker, ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. den 4. Dec v. I ... , ~ Denselben. Dem Bürger und Metzaermeister, Georg Möhl, eine Tochter, Eli- sabethe Jakobine Karolrne, geb den 20 Nov. v. I. , Denselben. Dem Feldwebel im zweiten Grohh. Jnfanten^Regiment Nr. 116 dahier, Heinrich Wilh.lm Christoph Bruchhäuser, eine Tochter, Emilie Katharine Karo- lme Bürger zu Allendorf a d. Lahn und Schneider dahier, Peter Lub, ein Sohn, Friedrich, geb. den 24. Nov. v. I. Den 6. Januar Dem Büraer und Schreiuermcister, Johann Heinrich Schneider, ein Sodn, Ludwig, geb. den 14. Nov v. I. , . Denselben. Dem Bürger und Weißbinder, Louis Petn HL, ein Sohn, Ernst Johann LouiS Karl, geb den 29. 9too. v. I. Den 7. Januar. Dem Bürger in Burggemünden und Eisenbahnarbeiter an der Köln-Mindener Bahn dahier, Georg Konrad Diehl, eine Tochter, Anna Katharina Gertrude, geb. den 19. Dec v I. Beerdigte. Den 3 Januar. Katharina Spengel, geb. Weil, Ehefrau des Schneidermeister- Heinrich Spengcl dabier, alt bü I. 7 M- 19 T, gest. den 1. Januar. (N o t i z Die vier fehlenden Beerdigungen sind outz dem StandetzamtS-Register zu ersehen. Die Redaktion) - ■ irtn ben Rund' t.biuDten. <1 ' udieB ten B-r- . dn 3(U ift h-u'-. ini «iWn iljuil, at dch rr ■ litte Wa lnaihtn, 1,1 r.eatfli 8,n,‘ ., r.;( r «««■ .. . RedactlurS des „Bayer. Vaterland^ Dr. Sifll im 2 Monaten bIi"b.roar^b« Sta^'d«"day^ Feuerwehren folaenber: 3^1 der S-u^mehren ^^2 hiervon //uif “anVm ^09°YlnterVranfen"459, baycrn ^9' O^rpfalz 234, Oberfran n ö4o, neu gegründet 504, nämlich Schwaben 315, Rheinofalz 67. Im 3 Oaerfracken 92, Mittelfranken 57, in Oberbayern 79, W^rb^rn 61, 1869 hatte der Stand Unterfranken 113, Schwaben 86, Nhetnpfatz o. .jm 293 betragen. Gesclljchaften. Nr. 80,416. Geh. Mcdicinalrath Dr. F. W. Beneke, ordentlicher Professor der Medicin an der Universität Marburg, sagt in der ^Berliner Klinischen Wochenschrift^ 8. April 1872: Ich werde es nie vergessen, daß ich die Erhaltung eines meiner Kinder der sogenannten „Revalenia Arabica“ (Revalesciere) vcrranke." Das Kind litt im 4 Lebensmonate an gänzlicher Abmagerung und fortwährendem Erbrechen, welche Uebel allen Medieamenten trotzten; die Revalesciere hat seine Gesundheit in sechs Wochen vollkommen heraestellt. — Nr 64,210. Marquise von Brehan von 7jährigor Leberkrankheit, Zittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 75,877. Florian Köller, R K. Militärverwalter, Großwardetn, von Lungen- und Luftröhren Katarrb, Kopfjchrvintcl und Brustbeklemmung. Nr. 75,970. Herr Gabriel Teichner, Hörer der öffentlichen höheren Handels*Lehranstalt Wun, in einem verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung. Nr. 65,715. Fräulein de Montlouis von Unverdaultchkeit, Schlaflosigkeit und Abmagerung. Nr. 75,928. Baron Sigmo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen re. D.rs Revalesciere ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. j Kirchliche Anzeigen J der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. Sonntag, den 9. Januar. (M i s s i o n s f e ft.) Morgen«: Pfarroerwalter Schlosser. Nachmittags: Pfarrvicar Schöner. (Collecte für die Mission.) (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 9. bis 15. Januar besorgt Pfarrverwalter Schlosser.) 1( “ "l«un8 M : y'8"« «ii. »It Itlt ’?),r Mr tr, i jriner «-chsten in , ! turdj “1, uni) ,tri i« t'n N -nt d« ibe.iilPt'1** Stritt" >u°> nllt dein '"1 tat * ag° d-s -mz-lnen E^schränk-nd- M-br-a-ln de» marktschreierischen Ai'kündigungen mit hochtönenden, ben wirklichen Namen des Ge ^Äftmnnnn^ n ibctienben Titeln, wie solche auf Plakaten, in Annoncen und auf den e» Ibm b"f ben aifütib rlaäer:jtaufl..uten vielfach übUch seien könnten jeden,°lls rnch, Mdilufi an bas Finnen,echt des Hanbelsgefetzbachs unternommen roerben. Es innblefi* hierbei um bie .Fnrna" im Sinne des Gesetzes n.chi U-b-rbaupt aber « » hlrifriAfn Marklschrciereien nicht bloss bei Wanderlagern, sondern auch in dem Äft ar fetr inTen Sn ffiaaajinen unb Väben oor. 3) Was eine gin^rän; Bestimmungen des Titel HL insbesondere in der Richtung auf den Handel mittel»^\r^®e?ft"Iflerun9 betreffe, so käme für die Regierung zunächst m Betracht, dass diese, Titel seine gegenwärtige, ziemlich weitgehende F^siuug durch benReichstag rrbnttPn habe Hieraus ergebe sich für die Regierung zunächst die Frage, ob daS Be- dittfniss einer Rciorm so evident werde nachgewlescn werden können, daß mit etmgei ««SeS dniunSmen sei, es werde auch der Reichstag sich demselben nicht v.ischtte- l._ Wan müsse nun aber nicht vergessen, dass die hier erwähnten Uebelstaude größten- kbeiis nto in der Gesetzgebung, sondern ,n den veränderien wirthscha titchen> und m,.keb,i Verbältnissen beruhten. W r befinden uns eben m einer wirthschastlichen n.i'raana« eit b e " m bliche Einwirkungen nicht durch Gesetze zu beltihgen e.eu. Stamme ferner "nb geradehin Bezug auf die Verbreitung welche °« Vers e gern non Waarenbeständen im Umheiziehen zu nehme., scheme, der Umstand m Betracht krtfe dasselbe nicht au solcher Bedeutung gelangen konnte, wenn einer gewissen, Nicht dass dassel o) 3 , Geschäftswelt, möglichst billige Waare auf ben Markt S °n Sie« «f Se“ knb«r® "tair Neigung des Pub «lifnräebe stets zu den billigsten Preisen zu kaufen. Belehrung, heisere Einsicht nh „,86 e äoübitäl könnten h.er helfen, nicht Gesetze. D,e Reg.eiung se, keines- unb g,obere tvot oua e Beischläge, welche hier im Wege her Gesetzgebung abbe fen »«■ nm, oornberein abzuweiien, sie werde dieselben vielmehr einer ernstlichen Pist- hnm unkr .eben - Sie E.nuniision beschlotz hieraus, dem Anträge thres Referenten über sämmtliche Petitionen zur Tagesordnung überzugehen. eutspr ch^ j, ^s Publikum wird vor der Annahme der neuen Noten der Braunschwei- <1, r d-, 6^nrl)fifdien Bank in Dresden, der Rostocker Bank gewarnt. Dieselben Lnttkwerstu sich den! «ankg setz nicht und sind nach S 57 des Bankgesetze, außerhalb ihres l5,ancessio.'sgcbietes bei Strafe verboten. — r gilt 111T '<*• *1. iv Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. 178) Die nachbenannten städtischen Gelder als: 1) Schulgelder pro IV. Quartal 1875 und 2) Communalsteuern 4. Ziel 1875 können noch in den nächsten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstag, Donnerstag und Samstag kostenfrei zur hiesigen Stadtkasse bezahlt werden. Gießen, den 8. Januar 1876. Der Stadt-Rentmeister: Ender s. besondere Bekanntmachungen "Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts sind heute folgende Einträge vollzogen worden: 1) Minna Wenzel von Schotten, wofom haft zu Gießen, und BabetteKöhlei von hier, betreiben Hierselbst seit 1 März v. I unter der Firma: „Köhler & Wenzel- ein Putzrvaaren Geschäft- Jede von ihnen hat das Recht die Firma zu vertreten und zu zeichnen 2) Moses Katz Wittwe. Johannette, geborne Simon, von Lang-Göns hat ihrem Sohne Samuel Katz Procura ertheilt- 3) Friedrich Bender dahier hat das Hierselbst unter der Firma: „F. Bender & Co." betriebene Cigarren - und Tabacksfabrikations - Geschäft sammt allen Activen und Passiven am 1 I. M auf den hiesigen Bürger Friedrich Leonhal d Bender übertragen, welcher iolcheS unter der seitherigen Firma fortführt. (173 Sodann hat Letzerer den C h r i st i a n ChristophErnstLudwtgWallen- fels von hier als Theilhaber des genannten Geschäfts, unter Beibehaltung der bisberigen Firma angenommen Jeder dieser beiden neuen Geschäftsinhaber hat das R cht, die Firma zu vertreten und zu zeichnen. Gießen, den 5. Januar 1876. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 21. Dienstag den 11. Januar 1876, 22. Mittwoch „ 12. 23. Donnerstag „ 13. „ „ 24. Samstag „ 15 „ „ Die Interessenten werden daher auf- gefordert, die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen undhierzu durch Vorzeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Austvärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 28. November 1875. Der Rechner der Spar- und Leihkasse; Kehr. 44 Versteigerungen. Montag den 10. d. M., von Nachmittags 2 Uhr an, sollen 67 Stück abgestorbene Pappel-, Apfel-, Birn- und Zwetschenbäume an der Schoor und aus städtischen Triebvierteln öffentlich versteigert und der Anfang am Neustädter Thor gemacht werden. (168 Gießen, den 7. Januar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen A. Bramm. Mittwoch den 12. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rothhause die zur Pflaster- und Straßenunterhaltung erforderlichen Steinlicferungen, Fuhrleistungen, Steinschlagerlöhne und Handarbeiten öffentlich versteigert werden. Gießen, de 8. Januar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen A- B r a mm-(179 Holzversteigerunq. Montag den 10. d. M, Mittag? 2 Uhr, sollen in dem Wiesecker Gemeindewald, District Ursulum (am Philosophenwald), versteigert werden. (171 10 Rmtr. Nadel-Scheitholz, 1300 Stück 29 „ „ Prügelholz, „ Stockholz, „ Wellen, „ Stämme, 9,73 Festmeter haltend. Wieseck, den 6. Januar 1876 Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck. Lang. Dienstag den 11. Januar d. I., Nachmitkags 2 Uhr, werden in der Wohnung der Wittwe des Heinemann Steinberger dahier verschiedene Möbel, bestehend in: Sopha, Tischen, Stühlen, Schränken. Commode, Schreibsecretär, Spiegel. Waschtischen, Wanduhren, sowie Bettwerk, Weißzeug, Kleidungsstücke, Hausund Küchengeräthe, zwei Oefen und ein Sprungherd einer freiwilligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt. (126 Gießen, den 4. Januar 1876. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. L ü d e k i n fl. Häutcvcrsteigerung. Montag den 10. Januar, Abends 8 Uhr, werden die der Viehversicherungsgesellschaft in diesem Jahre zufallenoen Häute im Locale des Herrn Führer versteigert. Gießen, den 4. Januar 1876 (117 K. Simon. Aeilgeöotenes. Valencia-Apfelsinen in süßer grosser Frucht empfehlen (148 I. A. Busch Söhne. 153) Gute Kartoffeln und Aepfel zu verkaufen bei_____________Fr. Lampus Steinkohlen, Prima-Qualität, bei Carl Demuth, 151) Neuenweg B. 183. 142) Ein feiner Pelzrock billig zu ver- kaufen- I. Rotbcnberg er, _____________________ Lindenplatz________ Schraders Hühneraugenmittel das Vorzüglichste zur schnellen und schmerzlosen Entfernung der Hühneraugen; per Schachtel 35 Pf. bei Apoth. Harb in Allendorf a. L. (178 181) Zu Maskenbällen, Quadrillen, Zügen, Tableaux-vivantS, Theater rc. empfiehlt sich die Eostümverleihanstalt von Adolf Dressel in Darmstadt. Dieselbe unterhält stets bedeutende Auswahl von eleganlesten Damen, Herren- u Kinder-Costümen jeden Genres und versendet solche in Miethe u. 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Pitz, Zimmermeister. 127) Zwei möblirte Zimmer zu ver miethen. Lindenplatz A. 29._______________ 74) Ein möblirtes Zimmer mit Kost zu vermiethen. Neustadt D- 199. 118) Ein möbiirtes Zimmer ist für einen Arbeiter zu vermiethen. _______________Asterweg Lit. A. Nr. 108. 9) Zwei inelvandergehende möblirte Mansarden-Stübchen sind zu vermiethen und gleich zu beziehen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 136) Ein Kinderbett ädcbeu steht zrr verkaufen. Bei wem? ( ft bic Expedition dieses Blattes. 121) Gin 21 /2 jähriger Zucht- stier steht zu verkaufe» bei Vorsteher Kinzenbach in Münchholzhausen. 169) Ein möblirtes Zimm : mit Cabinet zu vermiethen Wallthorstr fie ')'.57. 174) Der 2. Stock m in's H.istrs, besteh,nd in 6 Zimmern, Küst.e, rp.iie- und Bodenkammer, per 1. Apr I in rm ethen. G. Patz, am Schifft! b.;ger De-j. 180 > Ein möblirkcs Z'inm r zu oeis miethen. Lit. E. Nr 88 ooi dem Seit,i slhor- 182) Ein kleines möblin-s ^inr: er zu vermiethen bei Schlosser Noll, ________________________Neustadter hör- 83) Ein Famrlienlogis zu uernii.t1.)'. n auf gleich oder 1. Februar. Au fünft in der Exped. d. Bltts.__ 133) Im 3. Stock des Caf6 Eb,l ist ein Familienlogis per 1. März zu vermischen 71) Em möblirtes Zimmer zu ver miethen- Wolkengasse C. 90.______________ 184) Ein möblirtes Zimmer ist zu vcr- miethen bei Wittwe H a n i t s ch, __________________________Kircheuplatz._______ 163; Ein freundliches Familienlogis, bestehend in 5 Zimmern rc-, i|‘ sofort oder bis 15. Febr. ztl vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl-______________ _______ 80) Ein Familienlogis, b,st. end c.us i Zimmern und Küche ist bis zum 1- Februar zu vermiethen. Carl Noll, Schlosser, Flügelsgasse. Aermischte Anzeigen. Makulatur, Z alte Geschäftsbücher, Briefe, Acten und Druckbücher zum Einstampfcn kauft ______I. Rothenberger, Lindenplatz. Gesucht miffofort ein tüchtiger Haus- bursche, der mit Pferden umzugehen versteht und dem das Füttern von Vieh obliegt. (125 Louis Flett, „Gasthaus z. Schwanen." MoZvy Donnerstag den 13. Januar beginnt für die Vereinsmitglieder ein neuer Unterrichtscursus im Locale des Vereins. (176 _______________Albach, I. Vorstand. 167) Meine Handschuhwascherei bringe ich hiermit in Erinnerung. Karoline Merz, geb. Hartmann, ________________Asterweg 110.___________ 170) Ein braves Dienstmädchen wird gesucht von ____________________F. Zülch Wittwe. 183) Ein junges Mädchen wünscht das Kochen zu erlernen. Näheres bei G. Krauß in Wetzlar (Schützengarten ) Die Herren Oberförster, Bürgermeister und Ortsvorsteher erlauben wir uns darauf aufmerksam zu machen, daß bei den jetzt beginneu- den Holzversteigerungen, Inserate in dem Wetzlarer Anzeiger eine große Verbreitung finden. Hochachtungsvoll Die Expedition des Wetzlarer Anzeigers. 29) Ein junger Mann mit schöner Handschrift, der die Anfangsgründe im Zeichnen erlernt, und sich im Baufach ausbilden will, findet Gelegenheit bet 5erb. Broel, Bautechniker in Gießen. Gesucht c>2i> auf sogleich ein braves Mädchen 'iir einen kleinen Haushalt, welches etwas vo n Kochen versteht- Näheres bei der^Exped. d. Bltts. 38) Ein braves Mädchen, das in Haus und Küchenarbeit schon etwas erfahren ist wird gesucht bei Christian F ch__ Pferdekauf 185) Im Thi erspitale der Großherzoglichen Veterinäralistalt zu Gießen werden alte abgenutzte Pferde gekauft. Gießen, 7. Januar 1876. Die Direetion der Veterinäranstalt. Prof. Dr. Pflug. Lehrling g gesucht von W H o s ch, Mechaniker- 15) Flechtenkranke und Brust- leidende heilt Dr. Joclikeim in Darmstadt, Elisabethenstrasse 1. Hilfesuchenden Krallten theile ich unentgeltlich meine laugjällri- geu Erfahrungen: Magen-, Unter leibS- leideu, Gicht, Rheumatismus, Drüsen, Flechten, Skropheln, offene Wunden, Epilepsie, Bandwurm, SiphiliS, weißen Fluß rc selbst in den hartnäckigsten Fällen gründlich zu heilen, mit. Krankheitsberichte werden franco erbeten an: Professor L. IVundram, Leipzig Tauchaer-Strasse IG. Es solle Niemand die Hoffnung ausgeben, geheilt zu werden, ohne sich von meiner bewährten Heilmethode überzeugt zu haben. (23 f Höchst wichtige Novität „Die Schönheit der Frauen“ 3 von Ur Airy. Z 09 CÄ 3060) Gegen Einlage von Mark 1. 20 in Briefmarken ist diese so schnell berühmt gewordene Schrift franco unter Couvert zu beziehen von M. Bögl in Düsseldorf, Wallstraße 16. 152) Ein militärfreier ge setzter junger Mann mit cou- lanter Handschrift wird in ein Fabrikgeschäft als Buchhalter gesucht. Anerbieten werden von der Expedition unter A. 511 in Empfang genommen.______ SpecmlarstIH.Kirchhosser ß in Sttastlmrg Elsaß) heilt Impotenz, nächtliches B e t t n ä sse n, Pollutionen. (H-81-Q Hierzu eine. Beilage.