®S8er. ifötben unt °>dc, Wöll, rhangftoffen Farben in! unenlgeldlich M Neuenweg N'9e t« mchrn und bitte die Der- 'n zu wollen, itekten in größt m sowohl in Be^ dsldgen, als aut iTt, vollständig zc uc Anlage, W Uhl. iss-Baoli 11-2,837,000. - 16,018,700. - 12,966,100. - Masburg. velgemLldt-' tofitlbt »um M« „i, ist ton ««'«! rol, erfolg«; ,j( KircheiPlH- .i ®oOen g. Jang doh'"' [ kann f ilttri tuet r > - * * 1Urbb»* ouf tr* «uf -ASS Ä DruÄla Wo. 261 Mittwoch, den 8. November 1876« Aichener ÄMiger Asieißt- imii Amtshlutt für dm Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montngs. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. ™.r 1 r ■—■——————gl Aotitischer T b e i t. ZVttffrflfanb. Aus dem Grotzherzogthum Hessen, 2. November. Das Ministerium hat verfügt, daß die Lehrer Tag-Gebühren als Ersatz für Reisekosten erhallen sollen, wenn sie in Folge Aufforderung der Kreis-Schul-Commission Lehrer-Conferenzen außerhalb ihres Wohnorts beiwohnen. Diese Tag-Gebühren müsien in gleicher Weise wie die Reisekosten der Orts-Schul-Vorstände als Be- dürfniß der öffentlichen Volksschulen von der betr. Gemeindekasse getragen werden ; sofern nicht Lehrer an solchen ConfessionS-Schulen m Frage stehen, welche unter Art. 6 des Gesetzes vom 16. Juni 1874 fallen. Die Tag-Gebühren sind in derselben Höhe sestzusetzen, wie die der Mitglieder der Schul-Vorstände, bezw. der Mitglieder der Stadtverordneten-Versammlung und des Gemeinde- Raches. Darmstadt, 4. November. In der Kürze wird die zweite Kammer wieder zusammentreten, um noch eine Reihe rückständiger Angelegenheiten zu erledigen. Es dreht sich hierbei namentlich um das Gesetz wegen der Lehrer- Gehalte, das Leichen-Gesetz, den Entwurf wegen Besteuerung der Wander-Lager, das Gesetz wegen der Verlöbniffe in Starkenburg und Oberhessen und den Antrag der Abgg. Möllinger und Genossen wegen Zuziehung des ganzen Einkom- mensteuer-Copitals bei Feststellung der Communal-Steuer, durchgängig Gegenstände von hervorragender Wichtigkeit. Darmstadt, 4. November. Durch Verfügung Sr. Majestät des Kaisers sind der Großh. Präsident des Oberappellationsgerichts Dr. Zentgraf zum Präsidenten der kaiserlichen Disciplinarkammer dahier und die Großh Oberappellationsgerichtsräthe Dr. Hallwachs und Dr. Kleinschmidt, ersterer an Stelle des verstorbenen Oberappellationsgerichtsraths Eigenbrodt, sowie der königl. preußische Militär-Jntendantur-Affessor Welter hier an Stelle des versetzten Militär-Jntendanturraths Techow zu Mitgliedern jener Disciplinarkammer, sämmtlich für die Dauer des zur Zeit von ihnen bekleideten Staats- resp. Reichsamts ernannt resp. wieder ernannt worden. . Mainz, 4. November. Ein clericales Comit6, unterzeichnet von Carl Fürst zu Dsenburg-Birstein zu Schloß Bnstein, Edgar Graf zu Erbach-Fürstenau zu Schloß Fürstenau, Philipp Freiherr Wambolt v. Umstadt zu Bensheim, Dr. Moufang, Dom-Capitular zu Mainz, F. Allmann, Bürgermeister zu Bingen, Joh. Falk III., Buchdruckerei-Besitzer zu Mainz, Franck zu Darmstadt, Nik. Racke zu Mainz und H. Wolz, Bürgermeister zu Seligenstadt, erläßt einen Aufruf an die Wähler des Großherzogthums, in welchem folgendes Programm aufgestellt wird: 1) Entschiedener Widerstand gegen jede Parteibestrebung des sog. Ausbaues der Reichs-Verfaffung in den „Einheits-Staat", bezw. des Aufgehens Deutschlands in Preußen. 2) Freiheit des Gewissens, Selbstständigkeit der Kirche, Beseitigung aller in der Reichs-Gesetzgebung gegen die Katholiken bestehenden Ausnahme-Gesetze. 3) Unterrichts-Freiheit, Wahrung des Rechts der Confessionen auf besondere Schulen, ausschließliche Leitung des Religionsunterrichts durch die Kirche. 4) Möglichste Erleichterung der schwer aus Deutschland drückenden Militär-Last. 5) Umgestaltung der Social-Gesetzgebung zum Zwecke der Wiederherstellung einer Organisation der Arbeit. 6) Umgestaltung der Social-Gesetzgebung zur Rettung der berrohten Selbstständigkeit der Gemeinden. 7) Gesetzliche Maßregeln gegen Ausbeutung des Volkes durch Wucher, betrügerische Speculationen und gewissenlose Gründungen. Berlin, 3. November. Der Bundesrath hielt gestern Nachmittag 1 Uhr im Reichstagsgebäude eine Plenarsitzung unter Vorsitz des Reichskanzler-Amts- Präsidenten Hofmann. Es wurde u. A. ein Antrag der Ausschüsse für handel und für Rechnungswesen über die Außercurssetzung der Zwei-Thaler- und Ein- drittel-Thalerstücke deutschen Gepräges angenommen,. dann einer bezüglichen Bekanntmachung (siehe unten) zugestimmt und die Erklärung ausgesprochen, daß die Einlösungskaffen angewiesen werden sollen, auch die zur Umwechslung pra- sentirten österreichischen Doppelthaler anzunehmen und besonders abzuliefern. — Die Bekanntmachung wegen Außercurssetzung der Zweithaler- rc. Stücke lautet: , „ „„ - c . Die Zweithaler- (3 Gulden-) Stücke und die Eindrittel-Thalerstucke deutschen Gepräges gelten vom 15. November 1876 ab nicht ferner als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist daher vom 15. November 1876 ab außer den mit der Einlösung beauftragten Kaffen Niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. §. 2. Die in Umlauf befindlichen Zweithaler- (3^-Gulden-) und Eindrittel-Tha'lerstücke deutschen Gepräges werden in der Zeit vom 15. November 1876 bis 15. Februar 1877 von den durch die Landes-Centralbehörden zu bezeichnenden Landeskaffen nach dem Art. 15 des Münzgesetzes vom 9. Juli 1873 festgesetzten Werthverhältniffe für Rechnung des Deutschen Reiches sowohl in Zahlung genommen, als auch gegen Reichs- oder Landesmünzen nmgewech- selt. Nach dem 15. Februar 1877 werden die Zwetthaler- und Eindrittel Thalerstücke deutschen Gepräges auch von diesen Kaffen weder in Zahlung noch zur Umwechslung angenommen. § 3. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausch (§ 2) findet auf durchlöcherte und andere als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewicht verringerte, ingleichen auf verfälschte Münzstücke keine Anwendung. — Der „Reichs-Anz." schreibt an der Spitze seines Blattes: „Die Besserung in dem Befinden Sr. Majestät des Kaisers und Königs schreitet in erfreulicher Weise fort und obwohl Se. Majestät noch genöthigt sind, das Zimmer zu hüten, so hat doch die Erledigung aller Regierungs-Geschäfte ununterbrochen stattgehabt." Berlin, 6. November. Reichstag. Dem Reichstage ging heute eine Zusammenstellung der Beschlüsse des Bundcsraths zu den Abänderungs-Anträgen der Reichsjustiz-Commission zu den großen Justiz-Gesetzen zu. In vielen Punkten ist den Abänderungs-Anträgen der Commission stattgegeben worden, besonders in der Strafproceß-Ordnnng und der Einfügung des Rechtsmittels der Berufung gegen Urtheile der Schöffengerichte; dagegen wird u. A. mit Bezug auf die Handelsgerichte an einer Wiederherstellung der Regierungs- Vorlage festgehalten. Der Antrag auf Ueberweisung des Preßvergehens an Schwurgerichte wurde abgelehnt. Stuttgart, 5. November. Der Afrika-Reisende v. Heuglin ist heute hier an der Lungen-Entzündnng gestorben. ßktkrretdL Wien, 4. November. (Abgeordnetenhaus.) In der Interpellations- Debatte sprachen nach Granitsch noch Göllerich, Kuranda und Plener. Letzterer führte aus, daß Oesterreich bei einem eventuellen Zusammenbruche der Türkei nicht isolirt dastehen dürfe; es könne nicht zugeben, daß an seinen Grenzen gegen seinen Willen staatliche Neubildungen entstehen. Oesterreich muffe mit verwandten und benachbarten Staaten in Contact bleiben. Dies war der gelinde Gedanke des Drei-Kaiser-Bundes, welcher Oesterreich eine ehrenvolle Stellung sicherte. — Die „Polit. Corresp." meldet aus Konstantinopel, die Conferenz-Frage trete stark in den Vordergrund. Jgnatieff befürworte das Zufammentreten der Conserenz in einer occidentalischen Stadt, etwa Venedig oder Bern, und wolle in den nächsten Tagen den Mächten ein fertiges Programm für die Conserenz unterbreiten. Die Pforte sei keineswegs gegen die Conserenz, vorausgesetzt, daß sie zur Theilnahme eingeladen werde. Wien, 6. November. Die „Montags-Revue" schreibt: Die Annahme des russischen Ultimatums Seitens der Pforte hat die Waffenstillstands-Frage zum Abschluß gebracht und die Gefahren eines Winter-Feldzuges definitiv ausgeschlossen. Die Regelung der Frage der Demarcations-Linie durch internationale Berathnngen ist bereits normirt; auch das Petersburger Cabinet vermag sich, denselben nicht zu entziehen. Die Basis des territorialen Status quo ist ebensowohl dem Streite entzogen, als die principiellen Punkte der Reform-Fragen. Die Reform-Note Andraffy's und das Berliner Memorandum weisen den Negociationen eine bestimmte Richtung an. So lange Rußland die Gefahren der Selbst-Jsolirung scheut, ist eine ernste Krisis nicht zu befürchten. Noch trennt sich Rußland nickt von den Mächten, noch behauptet es eine zwar gesonderte, aber von den Übrigen Cabinetten nicht grundsätzlich geschiedene Stellung. Es sind gegenwärtig gegründetere Aussichten auf die Realisirbarkeit des Friedenswerkes vorhanden, als je zuvor. Ar«»kr«ich. Paris, 5. November. Der »Agence Havas" zufolge wären Seitens der englischen Regierung Eröffnungen bezüglich des Zusammentrittes einer Con- ferenz der Botschafter in Konstantinopel gemacht; jedem Botschafter würde ein Special-Delegirter beigegeben werden. Versailles, 3. Nov., Nachmittags. Deputirtenkammer. Der Minister der auswärtigen Angelegenheiten verlas in der heutigen Sitzung folgende auf die orientalischen Angelegenheiten bezügliche Erklärung: Unsere Politik in den auswärtigen Fragen war uns vorgeschrieben durch das höchste und zwingende Jntereffe, welches sich überall im Lande in eclatanter Weise kundgibt. Der Friede ist unser erstes und unser wesentlichstes Bedürfniß. Wir sind unabänderlich dieser Ueberzeugung treu geblieben. Der Friede erlaubt Frankreich, sich der inneren Umgestaltung zu widmen und die erlittenen Unglücks-Fälle anszu- beuten. Der Friede ist also der überlegte und freie Entschluß der französischen Nation. Wir können constatiren, daß unser Land, während ein Theil Europa's einer Beunruhigung unterliegt, deren Wirkungen sich überall fühlbar machen, die Absicht ausgesprochen hat, ausschließlich zu den fruchtbaren Kämpfen der Industrie und des Handels einen Aufruf ergehen zu lasten. Von der Ansicht ausgehend, daß die Ruhe, welche Frankreich genießen will, sich auf ganz Europa ausdehnen müßte, haben wir die Bestrebungen und Combinationen unterstützt^ welche bezwecken, den Frieden wieder herznstellen, wo er beeinträchtigt nnirber und ihn zu beschützen, wo er bedroht erschien. Keinerlei Ungewißheit hat entstehen können über die Aufrichtigkeit unserer friedlichen Gefühle und über unseren Entschluß, den Conflicten fern zu bleiben, welche wir hätten befürchten müssen, wenn wir weniger Vertrauen in die Weisheit der Regierungen gesetzt hätten^ wir würden jedoch Ihren Absichten vollständig zuwider gehandelt haben, wenn wir nicht jede Gelegenheit ergriffen hätten, um für dasjenige einzutreten, was die gerechte Sache der Christen im Orient ist. Der abgeschlossene Waffenstillstand ist die erste Etappe auf dem Wege der Beruhigung, der erste Erfolg der Politik der Versöhnung. Sobald die Umstände es gestatten, wird Ihnen die bezügliche diplomatische Correspondenz von der Regierung vorgelegt werden. Sie werden in derselben einen Beweis dafür finden, daß die Regierung der Republik eine geachtete Stellung im europäischen Concerte eingenommen und stets eine Sprache geführt hat, die der Würde und dem Interesse des Landes entspricht und doch der Regierung die volle Freiheit ihrer Entschließungen für die Zukunft bewahrt. Wenn gleichwohl unserer Erwartung zuwider Verwirke hingen entstehen sollten, so können Sie doch überzeugt sein, daß wir niemals aus der Neutralität heraustreten werden, die uns vorgezeichnet ist, und daß wir niemals das Verlangen an Sie stellen werden, in einem Kampfe, bei welchem unsere wesentlichen Interessen nicht in Frage kommen, die Ehre und Sicherheit Frankreichs auf's Spiel zu setzen. Nachdem wir solcher Gestalt und nach dem Maßc unserer mit denen der übrigen Regierungen vereinigten Anstrengungen Alles gethan haben, um den europäischen Frieden zu erhalten, dürfen wir we< nigstens versichert sein, daß wir im Stande sein werden, denselben für uns selbst zu bewahren. Versailles, 4. November. Die Deputirten-Kammer nahm heute den Gesetz-Entwurf, die Einstellung der gerichtlichen Verfolgung der am Commune Aufstand Betheiligten betr., mit verschiedenen Abänderungen, welche ungefähr Dufaure's jüngst kundgegebenen Anschauungen entsprechen, an. Dufaure erhob keine weitere Ansprache. Paris, 6. November. Der „Agence Havas" zufolge ist der diesseitige Botschafter, Baron Bourgoing, von Konstantinopel hierher berufen worden, weil Herzog v. Decazes mit ihm conseriren und ihm neue Instructionen er- theilen will. Ko glaub. London, 4. November. Der Lord Oberrichter kündigt an, daß das Urtheil im Rechtssall des deutschen Dampfer „Franconia" in nächster Woche verkündet werden wird. — Die Regierung hat Den Ingenieur-Obersten Lennox als militärischen Attache der Botschaft in Konstantinopel ernannt; vermuthlich damit er an der Feststellung der Demarcations Linie theilnehme. — Die Mäßigkeits-Vereinler haben gestern das Vergnügen gehabt, die Königin Ranavalo von Madagaskar als eine thätige Förderin ihrer Sache anführen zu können. Das Mäßigkeilsorgan „Alliance News" bringt den vollständigen Text — in der Übersetzung — eines Erlasses der Königin, worin sie ihr Volk ermahnt, von dem Genüsse des Rums abzustehen, welcher die Weisen Madagaskars dumm, die Dummen noch dümmer und Alle arm macht. Sie räth ihren Untertanen, sich lieber mit anderen Geschäften abzugeben, welche ihnen Vortheil bringen. Der Rath ist jedenfalls gut. N«ßla»d. MoSkau, 5. November, Abends. (Proceß Strousberg.) In heutiger Sitzung versuchten Procuratoren und Cioilkläger die Vertheidigung zu widerlegen. Hierauf antworteten die Vertheidiger, dann die Angeklagten, zuletzt Strousberg. Morgen wird das Urtheil gefällt werden. MoSkau, 5. November. Der Wahrspruch der Geschworenen lautet auf schuldig gegen Strousberg, Landau, Poljansky. Letzterer erhielt Milderungsgründe bewilligt. Die Verwaltungsraths-Mitglieder, welche dem Kaufmannsstande angehörten, wurden freigesprochen und nur Staatsrath Schwacher allein für schuldig erklärt. Die Festsetzung des Strafmaßes erfolgt morgen. Italien. Rom, 6. November. Cardinal Antonelli ist gestorben. Kpanicn. Madrid, 5. November. In einer Versammlung von 250 Deputirten hielt der Minister-Präsident eine Rede, worin er sagte, noch niemals habe Spanien eine so starke Armee nach Cuba gesendet; aber :Cuba muß um jeden Preis gerettet werden. Der Verlust Cubas würde unheilvoll für die Nation sein. Das Ministerium sei gegen das allgemeine Stimmrecht und für die Ansicht, daß, wer Nichts besitze, auch nicht stimme. In Betreff der religiösen Frage sehe die Bevölkerung, wie die Regierung den Art. 11 der Verfassung auslege. VfirftH. Semlin, 5. November. Gegenüber den Gerüchten von Zerwürfnissen zwischen der serbischen Regierung und dem Armee-Ober-Commandanten läßt der Minister des Innern erklären, daß weder früher noch jetzt Zerwürfnisse stattgefunden. Tschernajeff habe bei feiner Zusammenkunft mit dem Minister in Deligrad seine vollste Zufriedenheit kundgegeben. $ara, 5. November. Von föettmjc sind Commiffäre behufs Feststellung der Demarcations-Linie während des Waffenstillstandes abgereist, und zwar, nach noch nicht verbürgten Gerüchten, auf Grundlage des faktischen Besitzstandes. Die blokirten Plätze sollen blokirt bleiben, jedoch während der Dauer des Waffenstillstandes zu gewissen Terminen nach dem Verhältniß zur Zahl der Garnison und Einwohner verproviantirt werden. Numänien. Bukarest, 4. November. Der Kammer wurde vom Kriegs-Minister eine Vorlage wegen eines Credits von 4 Millionen behufs Vervollständigung der Bewaffnung vorgelegt; ferner sotten 400 000 Francs zur Deckung der Ausgaben für die-Einberusung der Reserven während des October bewilligt werden. Die Vorlagen wurden als dingliche den Sectionen überwiesen. In derselben Sitzung wählte die Kammer eine Commission zur Abfassung der Adresse auf die Thronrede. Griechenland. Athen, 4 November. Der König billigte in einem Handschreiben an Comunduros dessen Politik und militärische Vorbereitungen. Amerika. New-Aork, 3. November. Der neue General-Gouverneur von Ha - vannah, Martinez Campos, ist daselbst eingetroffen._______________________ Lokal-Notiz, Gießen, 7. November. In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung für hie Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 9. November 1876, Nachmittags 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen: 1. Die Verpachtung der Georgenschanze. 2. Die Einfriedigung des Ludwigsplatzes. 3. Decretur von Kostenrechnungen. 4. Gesuch des Georg Abel von Krofdorf wegen Anlegung einer Ueberfahrt. 5. Gesuch des Gerhard Klingelhöffer um Bauerlaubniß. 6. Gesuch detz Philipp Weller um Bauerlaubniß. 7. Gesuch des Karl Straub um Bauerlaubniß. 8. Gesuch des Philipp Jünger um Bauerlaubniß. 9. Den Umbau des Schoorwegs zw.schen Seltersthor und Neustadt betr. 10. Die Herstellung der Grenzbrücke zwischen Gießen und Krofdorf. Gießen, 7. Nov Bei dem jetzigen Schneewetter ersuchen wir Alle, der armen Vögel zu gedenken. Sie werden es uns im nächsten Jabre hundertfach wieder vergelten. Vermischte-, (Braunschweiger 20 Thlr.-Loosc.) Braunschweig, 1. Nov. Bet der heute statt- gehabten Serienziehung sind die nachfolgenden 68 Serien gezogen worden: 65 95 637 759 874 919 1088 1207 1408 1687 1795 1838 1874 1958 2126 2397 2818 2842 3129 3203 3274 3766 3881 4139 4140 4240 4511 4606 5027 5210 5217 5330 5417 5429 5765 5820 5879 5882 6001 6247 6591 6804 6840 7038 7148 7281 7315 7390 7423 7512 7566 7612 7695 8040 8504 8537 8597 8784 8799 8999 9039 9369 9401 9601 9628 9870 9886 und 9966. Aachen, 30. Oct. In voroergangener Nacht kehrte ein junges Paar um 1 Uhr im Gasthof „Zur Rheinecke" in der Römerstraße ein, gab vor, auS Danzig zu kommen, und ordnete an, daß man es am anderen Vormittag um 10i/2 Uhr wecke. Genau um diese Zeit begab sich der Gastwirth zu seinen Gästen, fand aber die Thür von innen verschlossen, und auf sein längeres Pochen und Rufen erhielt er keine Antwort. Da entschloß er sich, die Thür aufzubrechen, und als er dieses bewerkstelligt hatte, bot sich ihm ein fürchterlicher Anblick dar: beide Angekommene lagen mit zerschmetterten Schädeln inmitten von Blutlachen, Gehirnfetzen und Schädelstücken auf dem Fußboden, der Kopf des jungen Mannes ruhte im Schooße des jungen Mädchens, und Letzteres hielt ein unentladenes, gespanntes Terzerol in der Hand, den Zeigefinger am Drücker, während ein zweites entladenes Terzerol in der Nähe unter einem Tische lag. Es darf angenommen werden, daß Beide verabredet, sich gegenseitig auf ein gegebenes Zeichen zu erschießen, daß der Schuß des jungen Mannes zu früh kam, oder dem Mädchen im entsprechenden Augenblick die Kraft erlahmte, daß dann der unglückliche Mensch sein Terzerol von Neuem lud und sich dann mit der Wasserladung den Kopf zerschmetterte, den er vorher seiner tobten Geliebten in den Schooß gelegt. Und in der That, Schwärmerei und Liebe, so wie Auflehnung gegen die dazwischen getretene vollberechtigte elterliche Autorität waren die Triebfedern zu dem schrecklichen Entschluß, wie ein zurück- gelassener Abschiedsbrief darthat. Der junge Mann, erst 19 Jahre alt, ist Schriftsetzer und der Sohn eines hiesigen Grenz-Aufsehers, das Mädchen, 25 Jahre alt, Arbeiterin in einem hiesigen Gummi-Geschäft. (Aach. Ztg.) Newyo rk, 4. Nov. (Per transatlantischen Telegramm.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Rhein, Capt- H- C- Franke, welches am 1. October von Southampton abgegangen war, ist gestern 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen. Literarisches. Im Verlage des „Historischen Verein-" in Darmstadt ist eine Geschichte von Gießen und der Umgegend, verfaßt von Dr. F. Kraft, erschienen, auf die wir die Bewohner unserer Stadt aufmerksam machen möchten. Man findet noch in den meisten Schriften über die hiesige Gegend den irrigen Glauben vertreten, daß eine Geschichte von Gießen nicht existire und es ist aus diesem Grunde um so wünschenswerther, daß in Folge der vielfachen Bemühungen des nunmehr verstorbenen Präsidenten Kraft und der freundlichen Unterstützungen des „historischen Vereins" eine vollständige Entstehungsgeschichte von Gießen zu Stande kam. Wir verfehlen nicht heroorzuheben, daß sich das Werk durch feine anziehende und einfache Schreibweise im Gegensatz zu anderen derartigen Productionen auszeichnet und Jedermann auf's wärmste empfohlen werden kann, ö. Anfrage. Auf der von dem Neuenweger- nach dem Wallthor führenden Schoor sind neuerdings mehrere Bäume mit einem weißen Kalkanstrich überschmiert worden. Da es dem Publikum nicht gleichgültig fein kann, wen « die Anlagen, die eine Hauptzierde unsrer Stadt bilden, in dieser Weise verunstaltet werden, so erlaubt man sich hierdurch die Anfrage: Hat die betr. städtische Aufsichtsbehörde zu diesem Anstrich die Ermächtigung gegeben und zu welchem Zwecke ist derselbe vorgenommen worden? (5798 Allgemeiner Anzeiger. - Main-Weser-Bahn. 5780) Es soll die Verlegung des Oberbaues auf dem im Umbau begriffenen Bahnhof Marburg excl. Lieferung aller Materialien im Wege öffentlicher Submission vergeben werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: „Submission auf die Verlegung des Oberbaues auf Bahnhof Marburg" bis zum Submissions-Termin am 20. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Betriebs-Jnspection zu Frankfurt a. M. einzureichen, woselbst auch Die Bedingungen, der Kostenanschlag und Plan eingesehen, sowie auch die Offerten-Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurts. W.,. den 6. November 1876. Königliche Betriebs-Jnspection. HeyL In dem Garnison-Lazareth dahier soll auf dem Submissionswege die Lieferung des ungefähren Bedarfs von: 3750 Pfd. Ochsenfleisch, 300 Pfd. Kalbfleisch, 150 Pfd. Hammelfleisch, 250 Pfd. Schweinefleisch, 30 Pfd. Schinken, 10 Pfd. geräuchertem Speck, 3500 Pfd. Roggen- brod, 750 Pfd. Semmeln (Wecken), 40 Pfd. Zwieback, 675 Ltr. Bayerisch Bier, 125 Pfd. weißen Bohnen, 250 Pfd. Butter, 300 Pfd. trockenen Erbsen, 2500 Stck. Eiern, 100 Pfd. Waizengries, 75 Pfd. feinen Graupen, 100 Pfd. Hafergrütze, 100 Pfd. Gerstengrütze, 150 Pfd. Hirse, 100 Pfd. Kaffee, 300 Pfd. Linsen, 1500 Liter Milch, 150 Pfd Reis, 500 Pfd. Kochsalz, 375 Pfd. Waizen- mehl, 200 Liter Rothwein, 10 Liter Rheinwein, 25Pfd.Zucker, 750Pfd.Petroleum,! »für die Zeit vom 1. Januar 1877 bis ult. März 1878* vergeben werden. Die Lieferungsbedingungen können täglich in den Vormittagsstunden auf unserem Büreau eingeschen werden. Termin zur Verhandlung wird auf Montag den 13. November 1876, Vormittags 10 Uhr, angesetzt. Gießen, den 25. Cctober 1876. (5506 Grotzh. Garnison-Lazareth. 5567) Für Gießen und Umgegend werden Agenten für lohnende Artikel, für industrielle Werke, gesucht. Frco.-Offerten nebst Angabe von Stellung und Referenzen besorgt unter H. Nr. 5951 die Annoncen- Expedition Th. Dietrich * Co. in Cassel. 2. 3. 4. Die Einlagen betn 3m3«»r,87i*' 9. 10. AM-« ° 5. ?• L b-N°N"°Z, 71 der ausgewach! 8. •*»»«* B. II. ®a»«n ah ‘feJj i lagen an + 11. DI- 6t*" «Ifo End-187’ 13 ßitnu kommen oit 131 ö nW in Empsar Die Gesammt-Schu hin Ende 1875 Verglichen, so ergie fonds Ende 18» Nach der Rechnung Derselbe hat sich sc Aus Grund der S 1)75 an Unterstützungen l 1. Unterstützung für ve 2. Desgl- für den Loci 3. Desgl. für die Mai 4. Desgl. für die For 5. Desgl. ii ii 6. Desgl. „ „ 7. Desgl. „ „ Rli 8. Desgl. dem blinde 9. Desgl. dem Gieße IO. Desgl. für Verpfl H. Desgl. dem Hülsl 12. Desgl. für den V 13. Desgl. zur Grün! 14. Desgl. für die Sc 15. Desgl. der ilinber 16. Desgl. her blinken !'• Desgl. für bedürft! 18. Desgl. für dm Vo 19. Detzgl. zur Untech 10. Dem Lehrer Böcher Cursus in Dat Gießen, am 3. Ji Achiger sJ"Ä ,,n , Morgens um i ber iMrgermtl | Jtabt Arbeiten in Am SMnerarbttt, Mt ©teintlopfen, wr-i-n-bÄ-n, U »rn 6. Wzekote. •i< 150 A®" » billigst an* |tU" TibX—-LL« *»O-' Ms in Neufchäteler Käse empfiehlt Frischer (4971 3. eingetroffen (5781 4. I. A- Busch Söhne. H. Hoffmann. abzugeben. 8. 2,364,314 22 "Mr von Hg. 11. 12. 13. 18 2,204,892 5634) Stactt Cassel, Auf Grund der Statuten wurde auS den Ueberschüssen der Anstalt im Jahr per 90 50 Neues Sauerkraut (5782 empfehlen als: 20 (5776 empfiehlt Schopbach. K. Grünebaum. 4445) 5778) Salat-Kartoffeln (Russen), verkauft H. O ck e l, Sandgasse. zu billigen Preisen 5729) wie das i. 2. Steinklopfen, Grabenabeiten, Deögl. 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Die ausgeliehenen Kapitalien betrugen Ende 1874 In 1875 wurden ausgelieheu ......., Summe" Davon ab die im Jahr 1875 zurückempfangenen Kapitalien............., Das Guthaben der Kasse an ausgeliehenen Kapitalien beträgt also Ende 1875 ...... Kassevorrath nach S- 30 d. R........ Liquidtrte Ausstände • • ■ • • - - Guthaben an noch nicht fälligen Stückzinsen, sowie der ausgewachsenen Zinsen ä 50 fl-Loose . . Werth an Mobilien............ Das Gesammt-Vermögen der Anstalt beträgt mithin Ende 1875 ........... B. Schulden. Die Einlagen betrugen Ende 1874 ..... Im Jahr 1875 wurden eingelegt von 5450 Personen Summe Davon ab die im Jahr 1875 zurückbezahlten Einlagen an 862 Personen........ Die Schulden der Kasse an Einlagen betragen also Ende 1875 ........... Hierzu kommen die bis zum Rechnungsabschluß nicht in Empfang genommenen Zinsen . . . Die Gesammt-Schulden der Anstalt betragen mithin Ende 1875 ........... Verglichen, so ergiebt sich Ueberschutz als Reservefonds Ende 1875 .......... Nach der Rechnung für 1874 betrug der Reservcfond Derselbe hat sich somit in 1875 vermehrt um . . Neunaugen, Anchovis, Ruff. Sardinen, empfiehlt (5718 Emil Fischbach. Cursus in Darmstadt............ Gießen, am 3. November 1876. Die Direktion der Spar- und Leihkaste. Haberkorn. Versteigerung. Arbeitsversteigerung zu Hause«. Freitag den 10. November, Morgens um 9 Uhr, sollen auf der Bürgermeisterei Hausen nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden, Verlag von Breitkopf & Härtel in Leipzig: Allgemeines Reichs Commersbuch für Deutsche Studenten. Herausgegeben von Müller rott der Werra. Zweite Auflage. XXII. 661 Seiten. 803 Lieder. Broschirt 3 Jt. Gebunden M 3,75 H. Fein geb- mit Metallsüßen M 4,25 H. . Durch alle Buchhandlungen ju beziehen. Der Absatz der ersten starken Auflage von 5000 Exempl. binnen Jahresfrist beweist, daß dies Liederbuch den rechten Ton angeschlagen hat. (5779 „ „ „ Großen-Linden...... Desgl. „ „ Kleinkinderschule in Gießen.......... Desgl. dem blinden Heinrich Mohr in Daubringen....... Desgl. dem Gießener Frauenverein für Krankenpflege...... Desgl. für Verpflegung der Armen ............ Desgl. dem Hülfsverein als Landesverein der Kaiser-Wtlhelm-Stlftung Desgl. für den Verein der Invaliden............ Desgl. zur Gründung einer Blödsinnigen-Anstalt in Darmstadt . . Desgl- für die Schullesebibltothek............. Desgl. der blinden Katharina Deubel in Trohe........ Desgl. der blinden Louise Zinser in Gießen ......... Desgl. für bedürftige Pfleglinge der Irrenanstalt in Heppenheim . . Desgl. für den Volksbtldungsmretn............ Desgl. zur Unterhaltung Der Industrieschulen......... Dem Lehrer Böcher zu Wieseck Subvention wegen Besuchs des Zeichnen- JRittagstifdj um 12 Uhr und 1 Uhr. * Z-HI £ 9. 10. Gießen, den 6. November 1876. I. 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