ffO. «09 en. Erscheint täglich mit AuLnechme deS Montags. Expeditionr Schulstrahe, 8iL B. Nr. 18. Prei^ vierteljährlich 2 ißt ar! 20 Pf. mit Brinoerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 3 Mar? NV Pf. politischer I h e i t. ohne Korb (4624 Bürgermeisters beim Em- schiiiM Kekkerrei^ sich von der Großartigkeit der Herzlichkeit desselben Ausdruck der Gesinnungen, welche Sie mir im Namen der Stadt entgegentragen und die Sie so treffend geschichtlich begründet haben. Ich freue mich, in einer Ltadt zu verweilen, die so reich an großen Erinnerungen ist und diese Erinne- die trauen lnser treuer ser ^schieden ist. itbentn. :m rerebitm t ^eilnabut n yinicheid« (ten 6brt, wf enuu, daß I1* d iii^ unter« Haus 'n erbeten unii [H. M n®d) immer die Antwort auf die erste Anfrage der Mächte schuldig ist. Die in Pera anwesenden Vertreter der sechs Großmächte hielten desbalb am letzten Freitag eine Besprechung ab, in der sie einig wurden, bei der Pforte morgen ihre Anfrage zu erneuern und den solidarischen Charakter der Vermittlung durch kine gleichlautende Verbalnote zu kennzeichnen, worin eine einmonatliche Waffen- whe empfohlen würde. Ob sich hierin in Folge der seither eingetretenen Niederlage Serbiens nichts ändert, bleibt abzuwarten. Immerhin kann jetzt die gebers an den Grafen Andrassy entsandt wurde und zugleich den Auftrag gehabt haben soll, die Friedensverniittlung des hiesigen Cabinets anzurufen. Es mag dem Grafen Andrassy keine geringe Genugthnung gewesen sein, daß daffelbe Serbien, welches alle seine Rathschläge, Frieden zu halten, in den Wind schlug, sich nun genöthigt sieht, seinen Schutz anzurufen, nm von dem siegreichen Gegner mäßige Friedensbedingungen zu erhalten. Gerade hierzu wird es allerdings eines größeren Druckes auf die Pforte bedürfen, die 'bisher Leipzig, 6. Septbr. Der Kaiser erklärte des ihm bereiteten Empfangs überrascht und von hoch erfreut. Leipzig, 6. Septbr. Auf die Anrede des pfang am Bahnhof erwiderte der Kaiser Folgendes: Ich danke Ihnen für den )Pcitffd)fanh. Berlin, 4. Septbr. Der heutige „Reicks-Anz." schreibt: „Die über die Feier des 2. September vorliegenden Berichte liefern den Beweis, daß dieser Tag für das gesammte deutsche Volk jetzt vollständig den Charakter eines alljährlich wiederkehrenden National-Festtageö gewonnen hat. Die Theilnahmc an der Feier, über die wir, so weit dieselbe Berlin betrifft, berichtet haben, hat sich in diesem Jahre als eine noch allgemeinere, wie in den Vorjahren, erwiesen." Berlin, 5. Septbr. Die Haltung Griechenlands gegenüber der Konstantinopeler Regierung erscheint ganz darnach angethan, die Staatsmänner am Bosporus zur Vorsicht zu mahnen. Nicht nur, daß von Athen aus der Protest gegen die Ansiedelung von Tscherkessen längs der Hellenischen Grenze wiederholt worden ist, so fängt auch die Indigenats-Frage wieder an, Staub aufzuwir- beln. Beiläufig sei erwähnt, daß eine der „Köln. Ztg." aus Stuttgart zu- gehende Information die Nachricht, daß Württemberg abgängiges Armeematerial an Serbien verkaufte, dahin rectificirt, daß Griechenland, nicht Serbien jenes Material, insbesondere Chassepot-Gewehre aus dem französischen Beuteantheil gekauft und griechische Offieiere dasselbe abgenommen haben, und diesen Waffenkauf durch den Hinweis auf den durch die neuen Wehrformationen Griechenlands nötbig gewordenen Bedarf motivirtrn. Berlin, 5. Septbr. In den Kreisen der türkischen Botschaft befürchtet man eine Einmischung Rußlands. Die Friedens-Aussichten sind gemindert, und die Lage ist seit zwei Tagen ernster geworden. Greiz, 4. Septbr. Feldmarschall Graf Moltke ist wieder vollständig genesen. Samstag den 2. Sept, beschied er die Vertreter der Stadtgemeinde zu sich, um ans ihren Händen den Ehrenbürgerbrief zu empfangen, und machte darauf eine längere Promenade im fürstlichen Park. Gestern machte er wieder Spaziergänge, -eine längere Ausfahrt mit dem Fürsten, nahm an deffcn Tafel Theil, zu welcher auch sein Arzt, Sanitätsrath Dr- Oettler, gezogen wurde. Heute Mittag reist er ab. (Gr. Anz.) Leipzig, 5. Septbr. Der Kaiser ist Nachmittags 41/2 Uhr hier einge- troffen und am Bahnhofe vom König von Sachsen und dem Großherzog von Weimar empfangen worden. Nach einer kurzen Begrüßungs-Rede des Bürgermeisters erfolgte der Einzug in die festlich geschmückte Stadt unter dem Geläute sämmtlicher Glocken. Von der unzählbaren Volksmenge ward der Kaiser enthn- fiastisch begrüßt. Der Fremden-Zufluß ist enorm. '7* «f -xS'-W «Tw w 1 ... »■ . nnb Besonnenheit in Führung seiner braven sächsischen Truppen sowohl wie später durch das Commando einer Armee zur Erreichung dieser großen Resul- in täte wesentlich beigetragen hat. Auch in dem Erstreben der deutschen Einheit gjjuji» ist Ihr König den Fußtapfen seines unvergeßlichen Vaters gefolgt und hat so "siädikl -1 das vom deutschen Volke lang Ersehnte mit erreichen helfen. Wien, 3. Septbr. Wie ich Ihnen bereits telegraphisch anzuzeigen mich r beeilte, ist heute hier die Niederlage der Serben in officieller Weise festgestellt h,0r^’en' und zwar durch Niemand anders als den hiesigen diplomatischen Ageu- teil Serbiens, Herrn Dr. Zukics, der mit dieser trüben Kunde seines Auftrag» M *< Zubers an den Grafen Andrassy entsandt wurde und zugleich den Auftrag nmgen stets an Ereiguiffe knüpfen kann, die für Deutschland entscheidend wirkten. Was Sie von den Resultaten der letzten Zeit gesagt, spricht auch ui. '»an 8«®;: meine Ueberzeugung aus, daß dieselben gnädige Fügung der Vorsehung gewesen; Etlichen Alb ' muß aber auch hinzufügen, daß Ihr König als Feldherr durch Heldenmuth . A. B. ™ . .... — Pforte eher auf Friedeusbesprechungen eingehen, als einerseits ihrer militärischen Ehre und ihrem Hoheitsansehen Genüge geschehen, andererseits aber der Verdacht ausgeschloffen oder doch sehr abgeschwächt ist, den man bislang weder die Ehrlichkeit der Friedensabsichten Serbiens hegen mochte. Ist dem so, wie man jetzt mick von Belgrad aus einzugestehen beginnt, dann wäre die serbische Streilkraft auf lange Zeit hinaus zerschellt, und allen freundlichen Touristen, die unter dein „Rothen Kreuz" nach Serbien eilen, um dort Werke der Nächstenliebe zu üben, gelänge es nicht, dieselbe so rcffch wieder einzurichten. Nur Eines spricht noch dagegen, daß es Serbien Ernst ist mit seiner Unterwerfung — das ist das Verbleiben des Cabinets Ristic's im Amte. Die Doppelzüngigkeit dieses Ministeriums schädigt Milan zu sehr, als daß er wähnen sollte, Glauben zu finden, so lange er dasselbe an seiner Seite hat. (Köln. Ztg.) Wien, 5. Septbr. Im Vergleich zu den bisberigen Kämpfen scheint die Niederlage der Serben am 1. September auf dem linken Morawa-Ufer die einzige Action gewesen zu sein, die auf den Namen einer Schlackt Anspruch machen kann. Einem Konstantinopler Telegramm der „Morgenpost" vom 4. d. zufolge zeigte Abdul Kerim dort die Gefangennahme von 1000 Serben an und fügte hinzu, daß der letzte Sturmangriff auf Alexinatz, dessen gezwungene Ueber- gabe dann außer Zweifel stehe, alsbald erfolgen, werde. Die neuesten Semli- ner Nachrichten der „Neuen Fr. Pr." bestätigen den Rückzug Tschernajeff's mit dem Gros der Armee auf Deligrad; blos Horoatovic sei mit einem Observations-Corps in Alexinatz verblieben. In Belgrad herrscht in Folge dessen großer Schrecken und wärmste Friedensstimmung. Wien, 5. Septbr. Der „Polit. Corresp." wird ans Ragusa vom 5. d. gemeldet: Fuad Pascha ist gestern mit 10 Bataillonen in Trebinje ein- gerück? und unverzüglich nach Grahowo weiter marschirt. Mustafa Pasch» wird mit weiteren 10 Bataillonen stündlich in Trebinje erwartet. Das Armee- Corps unter Mukhtar Pascha wird sonnt eine Stärke von 40 Bataillonen erreichen und sich einschließlich der Baschi-Bozuks auf 30,000 Mann belaufen. Man sieht allgemein demnächst einem großen Kampf entgegen. Frankreich. Paris, 5. Septbr. Die Erzbischöfe und Bischöfe, Gründer der katholischen Universität im Westen, haben am 28. und 29. August in Angers ihre jährliche Versammlung gehalten. Aus den dabei verlesenen Berichten erhellt, daß außer den in den verschiedenen Sprengel» durch hemmziehende Priester veranstalteten Geldsammlungen, die dieses Jahr mehr als 100,000 Frcs. eingebracht haben, die bis auf den heutigen Tag beschafften Summen sich auf 1,200,000 Frcs. belaufen. Italien. Livorno, 5. Septbr. Heute früh wurde drei Meilen von hier der italienische Dampfer „ßtbia" von dem französischen Dampfer „General Paoli" in den Grund gefahren. Die Bemannung und die auf dem Schiffe befindlichen Reisenden sind gerettet. Kagtand. London, 6. Septbr. An verschiedenen Orten haben neue Meetings wegen der von den Türken verübten Grausamkeiten stattgefunden. Die Veranstalter eines Meetings zu Plymouth hatten vorher in einem Schreiben an Lord Derby ihr Bedauern über den Mangel einer officiellen Erklärung ausgesprochen, daß der britische Botschafter in Konstantinopel, Elliot, wegen seines Verhaltens zur Untersuchung gezogen werden solle. Lord Derby antwortete hierauf, die Regierung werde nichts versäumen, um die volle Wahrheit zu erfahren, und fei bereit, im Einverständnisse mit den anderen Mächten diejenigen Schritte zu thuu, welche die Gerechtigkeit erheiscke. Plymouth, 5 Septbr- Das belgische Schiff „Julia David" ist am Sonntag mit einem bis" jetzt unbekannt gebliebenen Schiffe zusammengestoßen und erlitt dabei schwere Verletzungen. Daffelbe ist heute in den hiesigen Hafen eingelaufen, um feine Schäden zu reparireu. Spanien. Madrid, 5. Septbr. Die Regierung hat den evangelischen Pfarrern allgemein verboten, öffentliche Anzeigen zu erlaffen , welche sich auf kirchliche Angelegenheiten beziehen. Die noch vorhandenen Maneranschläge müffen binnen 24 Stunden entfernt sein. Außland. Lemberg, 4. Septbr. Nach Berichten der polnischen Blätter wurde der Czar in Warschau nur von officiellen Persönlichkeiten begrüßt. Die pol- nische Bevölkerung hat sich fern gehalten. Denselben wird ferner aus Peters- bürg mitgetheilt, daß man die Einführung der russischen Sprache in sämmt- lichen Volksschulen Finnlands beabsichtige. Die Kuh war noch an ihr Opfer gebunden. Jul. Stettenheim Wetzlar, den 5 Utfoitbm Aek sh » 12 Weig« famrtgras- l'r «ral-fiöcali 5 Ära Nil) Montag den Sotmittdf 10 Ubi/ iw ZeichlilinM Kl Messel, 1. sept Eine 17jährige Schöne von llrb erach, welche die hiesig! Kirchweihe besuchte und Abend? nicht nach Hause kehrte, hat ihre Angehörigen in lieft Betrübnitz, die Sicherheitsbehörde in Tätigkeit gesetzt. Die angestellten Nachforschon- gen hatten das erfreuliche Ergebnih, daß der Vermißten kein besonderes Unglück zuge- stoßen war, denn sie hatte 2 Nächte in einer vacanten Hundshütte zugebracht. — Die Hartglasindustrie hat in neuerer Zeit bedeutende Fortschritte gemacht und ist es bemerkenswert, wie das seither als Sinnbild der Zerbrechlichkeit bekannt! Glas seine Natur vollständig geändert^hat. Das Hartglas, das seine Durchsichtigkeil bewahrt, zeigt sich gegen Wurf und Stoß (außer gegen Metallt ebenso auch gegen plötzliche Temperatur Übergänge fast unempfindlich und dürften daher eine Menge Bei- brauchsgegenständc mit Vortheil gegen das Hartglas zu vertauschen sein, das nur wenig theurer ist. — (Vom Petroleum-Markt.) Die Geschichte der Preise — schreibt die „91tui freie Presse" — ist nicht arm an Beispielen, d,e theils den Einstuß einer übertrieben!» Speculation, theils den Einfluß von Naturereignissen in den grellsten Farben erkenne» lassen; allein ohne ähnliche Umwälzung der Verhältnisse, wie sie in den jünsfti» Wochen bei dem Artikel Petroleum auf den amerikanischen Plätzen und mittelbar I» Europa vorgekommen, dürfte fast beispiellos dastchen. In raschem Sprunge, nein den fieberhasten Erscheinungen fino die Petrolcumpreise auf dem Hauptstapelxlch Newyork von 14 Cents auf 26 Cents per Gallone gestiegen, und in demselben $tt> hältnisse hat sich die Hausse der europäischen Plätze bemächtigt, mußte aber hier rtn» noch schärsern Ausdruck finden, da die alten Bestände stark zusammengerückt sind ini die schwimmenden Ladungen eine beträchtliche Abnahme ausweisen. Wir stehen in bin fern Augenblicke, wie es scheint, vor einer Krisis, die künstlich von einem „Ring btr Petroleum-Prinzen" hervorgerufen und gegen die übermächtig gewordene Spekulation in N.wyork gerichtet ist. Seit vier Jahren schon gährt es unter den Producenten dir Oelregionen Pennsylvaniens, die wegen der ungewöhnlich herabgedrückten Preise fcti Petroleums auf Mittel bedacht waren und solche angewendet haben, um die Produclion, die eben endlos groß zu werden drohte, einzudämmen und den Preisen eine günsti;»! Position zu verschaffen. Wiederholt »uroen Kartelle geschlossen, die Quellen dtch emcn Monat unausgebeutet fließen zu lassen; man beschloß weiters, neue Bohrungen gänzlich zu unterlassen, und endlich kam man auf die Idee, das gewonnene Product in rmigen Reservoirs auszubewahren, um es dem Consum zeitweilig zu entziehen, iHIt diese Versuche scheiterten jedoch an dem Umstande, daß die Producenten nicht »Her Emcn Hut zu bringen waren, theils weil sie das Versiegen der unbenützten Quellen ti< rürchten wußten, theils weil der Geldbedarf zum Verkaufe zwang. Diesmal ist bk Verschwörung gelungen, und die Oelprinzen haben nun die Production unter dem Drucke eines hohen Pönales in einer Weise rcducirt daß in der That der Be>m zweier Welttheile nicht mehr gedeckt erscheint. Es ist allerdings richtig, daß die Preis! dieses wichtigen Stoffes seit vielen Jahren so sehr herabgedrückt waren, daß die Pro- ductioirskostm nicht mehr gedeckt waren; allein das Spiel, das die Producenten ich unternommen haben, ist ein gefährliches: es kann indem es der Speculation ungehemi St äsen auserlegt, auch die ProductionSkraft des urwüchsigen Boden« und damit bei Wohlstand der Landbesitzer ruiniren. Für Europa ist dieser heiße Kampf ,wischt» Producenten und Specuianten eine wahre Calamität; die Nachrichten au« den Oel- reg onm fanden keinm Glauben, die Preissteigerung' wurde als eine vorübergehend! ici, achtet, und so sind die Abschlüsse für die Herbst:Campagne in viel bescheidener« Wert- als im Vo-jahrc, und da auch die Speculation von allen nennenswerthen Quam 'täten entvlößr ist, so wird der Consum die hohen und noch höheren Forderungen b« Pioduceisten bewilligen müssen. (Alsdann aber folgt der unvermeidliche Rückschlags Bern, 2. Sept. L tzten Sommer meldeten die Blätter, daß fünf junge Ist' ltener, welche sich bei Nyon eine Barke gemiethct, in dem Genfer See verunglm 'eien. Da man die Barke umacstürzt und einen Hut und eine Halsbinde, welche al! Eigentham der Fremden anerkannt wurden, schwimmend auf dem See fand, komb ma w ntostens ntcht anders annahmen; nmerdings hat man jedoch vernommen, b«l te .in cblich Verunglückten sammt und sonders sich augenblicklich wohl und munttt vci tbirn Eltern in Piemont befinden. Ihr vorgebliches Ertrinken im Genfer S« ’ar tb m nur em bequeme« Mittel, die zahlreichen Schulden, welche sie in W’ g nnacbt, qu'tl zu machen. 859 M. 67 P/. stße/l, feit 7. Sq Orten des hiesigen Vilajets aus neuester Zeit gemeldet. Konstantinopel, 5. Septbr., Abends. Die Pforte hat das von den Großmächten gestellte Waffenstillstands-Verlangen noch nicht beantwortet. — Aus Novibazar vom 2. d. wird gemeldet, daß die Serben in ihren befestigten Stellungen jenseits Jovars geschlagen worden. Die Serben flohen und ließen 100 Todte zurück. Zwei Dörfer gingen während des Gefechtes in Flammen auf. Ragrrsa, 5. Septbr. Die Türken haben heute auf der ganzen Linie die Offensive gegen Montenegro ergriffen. _ Jara, 5. Septbr. Seit heule früh wird bei Kucci eine schlacht geliefert. Ueber den Ausgang ist noch nichts bekannt. Jara, 5. Septbr. Der heute früh Seitens der Türken unternommene Angriff erfolgte gleichzeitig von Bjeloparlje und vom Bezirke Kucci her gegen Medun; dabei wurde Alles in Brand gesteckt. Ueber das Ergebniß der Schlacht, welche größeren Umfang angenommen hat, ist noch nichts bekannt. Mukhtar Pascha rückt langsam, aber stetig gegen Grahowo vor. Amerika. Serbien. Belgrad, 6. Septbr., Nachts. (Amtliche Meldung.) All den drei letzten Tagen und in der verflossenen Nacht baben bei Javor hartnäckige Kämpfe stattgefunden. Der Feind, welcher die serbischen Linien angriff, wurde überall zurückgeworfen; als hierauf gegen Mittag die Serben zum Angriffe übergegangen waren, wurden die Türken aus drei Verschanzungen und zwei Batterieeu delogirt, geschlagen und in die Flucht gejagt. Die Serben bemächtigten sich feindlicher Fahnen, machten Gefangene und erbeuteten Munition und Gewehre Am 5. Sept, ward ein neuerlicher Angriff der Türken auf Klein -Zwornik zu- rückgewieseu. Bei Kapronik auf türkischem Gebiete wurde der Feind angegriffen und trotz dreifacher Ueberlegenheit geschlagen. Türkei. Konstantinopel. Aus Adrianopel, 25. August, wird der „Polit. Eorresp." geschrieben: Die Untersuchungen der Botschafter in Konstantinopel und verschiedener Berichterstatter europäischer Zeitungen über die Ereignisse in der Bulgarei sind der türkischen Regierungsbehörde ein Dorn im Auge. Um sich diese lästige Controle Halbwegs vom Halse zu schaffen, wurde im diesseitigen Vilajet den Bulgaren unter Androhung der strengsten Strafen verboten, den Fremden über die in dieser Provinz stattgefundenen Ereignisse irgend welche Aufklärungen zu geben. Die Kaimakams haben dieses Verbot in allen Dörfern verkünden lassen. Trotz allen bisherigen Forschungen der fremden Diplomatie wollen sich die höchst traurigen Zustände doch nicht beffern. So erfährt man erst jetzt, daß vor ungefähr 14 Tagen ein Stadtviertel von Jamboli, genannt Karbuna, von Tscherkeffen ausgeplündert und theilweise niedergebrannt worden ist. Acht Weiber wurden entehrt und geraubt. Im Dorfe Kara-Bunar, drei Stunden Weges vom Jamboli und aus 230 Häusern bestehend, erschienen 800 von Hafus-Aga und Galib-Bey geführte Tscherkeffen, raubten es aus und überlieferten 80 Häuser den Flammen. Dabei wurden 23 Bulgaren erschlagen. Die zurückgebliebenen Dorfbewohner sind ganz verarmt und wollen nach Rumänien auswandern. Aehnliche empörende Thatsachen werden noch von anderen Vermischtes. Butzbach, 4. Sept Die Feier von Sedan hat in dem benachbarten Pohl-Göns leider ein Menschenleben gekostet. Beim Salvengebsn versagte nämlich einem Burschen sein Gewehr. Als er sich später mit Bekannten unterhielt, stützte er sich aus dasselbe, die Waffe ging los und eine Leiche lag vor den entsetzten Umstehenden. Mainz. Der „Mzr. Anz." schreibt: Die Klage über die Abnahme des Fremdenverkehrs in unseren Gegenden ist seit Jahren zur stehenden geworden. Aber wie es den Anschein hat, ist auch hier noch nicht der Höhepunkt erreicht- Forscht man nach den Ursachen, so finden wir sicherlich in erster Linie die horrenden Wirthschaltsrechnun gen, welche den Fremden den Aufenthalt in den Rheingegenden verleiden. Wir wollen hier nur ein Beispiel von den vielen bekannten ansühren. Ein sehr wohlhabender Mann, dem es auf ein Paar Mark nicht ankommt, der aber sich über Prellerei wie viele Andere mit ihm empört, kam vorige Woche nach Schwalbach, mit der Absicht, dort etliche Tage zu verwesten- Dieses Vorhaben aber steckte er sofort wieder auf, als man ihm in seinem Hotel ein Beefsteak mit 2 Mk- öl) Pf- und für 2 Eier dabei noch 50 Pf. abnahm'. Der Mann wird sicherlich den Ort wie das Hotel empfehlen. Solche Beispiele liegen uns zu Dutzenden vor. Wir wissen es aus eigener Elfahrung und aus denen Anderer, daß der Augenblick des Bezahlens der Wirthtzhausiechnung stets Überraschungen der unangenehmsten Art bietet- Ein „Diner" oder eine Flasche theuien Weines zu viel auf der Rechnung zu finden, ist das Gewöhnliche. Daneben bezahlt man den etwa verbrannten Centimeter Licht als „Bougte" jnit 50 Pf. bis l Mark und ebensoviel für „service“, was aber nicht hindert, daß sämmtliche Kellner, Haus- knecht und Portier u s- w. durch beredte Gesten andeuten, daß sie eigentlich noch ihr Theil erwarten. Köln. Einem hiesigen Handlungslehrlinge kam ein Werthb ief auf h estger Post abhanden. Der Verlust wurde öffentlich bekannt gemacht und Belohnung für tm Wiedererlangung ausgesetzt. Dieser Brief (enthaltend etwa 2400) Mark) würbe kurze Zeit daraus in einem Postkasten vorgesunden. De-selbe war geöff et gewesen und wieder geschlossen worden. Der Finder hatte untrr Beifügung der Zeitungs-Annonce sich die Belohnung selbst zugesichert, denn von der Summe waren 1 Note k 100 UJ. 2 Scheine ä 20 M., 1 ä 5 M-, Summa 145 M- als Finderlohn entnommen. D r Rest wurde unversehrt im Briefe vorgesunden. — Ein l^jähriger Musiker zu Oblau befand sich in einem Latun und nach em er 4 Rum genossen hatte, wettete er mit dem Handlungscommis, daß er im Stande sei, 28 solche Gläser auszutrinken. Die Wette wurde unsinniger Weise angenommen R chk m 2h solcher starken Schnäpse wrtilgt waren, wuide der Trinker besinnunuslos zu fruh Eltern gebracht, in deren Hause ein Schlagfluß sein m Leben ein Ende machte. — In der Nacht vom 30. zum 31. Augun wüt ete zu Barmen von h fn en Regengüssen begleitet, ein orkanähnlicher Sturm. Im Ve>laufe d ss Iben nah » d'e Kälte derart zu, daß gegen 2 Uhr des Morgens dicke Schneeflocken niebe, fielen. D * Schneegestöber währte ungefähr eine halbe Stunde. ! Im aus dem ' ptn: itzchremnarbeit, Mhbinderarbei. . her elega au Aus der Pfalz. In dem zwischen Höheichweiler und Bären-Hütie gelegenen e Blauder-Wald ist am 28 August ein Manu folgendermaßen verunglück!: er hatte das f Ä”" ,r ein Seil, woran er eine Kuh führte, fest um den einen Arm gebunden; wahrscheinlich Vb durch irgend Etwas scheu geworden, riß die Kuh ihren Führer um, lief davon ui t> {,& er ft^ ;unfl« schleifte ihn etwa 400 Meter weit fort. Er wurde schrecklich entstellt als nackte Leiche M , ;;öl aufgefunden; durch das Schleifen waren ihm alle Kleider vom Leibe gerissen worden. bitfti’1 ö, , den 12. K herzogliches -----V a Nntetgrae ««nftog ben 9 Ä ^--^Semi r Heilgch ■Sä »9ute ® *\Äfen' Nelv-Aork, 6. Septbr. In Vermont wurde der Kandidat der republikanischen Partei, Fairbanks, zum Gouverneur gewählt; ebenso siegten in diesem Staate die Republikaner bei der Wahl der Deputirten zum Congreß, indem sie ihre drei Candidaten mit einer Majorität von 30,000 Stimmen durchbrachten. Dagegen glauben in Ankansas die Demokraten über eine Majorität von 40,000 verfügen zu können. L o k - N o t i z. Gießen, 7- Sept. Dem Vernehmen nach besteht im Publikum die Meinung, als seien nur die Gebühren der Geistlichen für Trauungen, Taufen und Beerdigungen seit dem 6. v. M. abgeschafft. Diese Meinung ist jedoch irrig, indem nicht allein die Gebühren der Geistlichen, sondern auch diejenigen des evang. Kirchendieners aufgehoben sind, der dafür aus der Kirchenkasse eine Aoersional- Vergütung jährlich erhält- --Auf dem letzten Viehmarkt waren aufgetrieben: 2 Pferde, 1295 Stück Rindvieh und 1313 Schweine. — (Cri Cri in Berlin.) In seiner neuesten „Weltstädtischen Plauderet" schreibt ia'glicb i Ztettenheim: „Es war um die Zeit des sechsten Jahrestages des Steges von ff’L i -*3 «*--**------ Z7~ ' rr ' 1" ' ‘Jl1 1 . '.^ntanfeW"? j!». : er k-mtliena^chichte viel von sich reden: Die Marquise en-, bte oerei wahrst,^ E, h.fiut non ihrem ersten Gatten einen Sohn, und eine Tochter. ;*ei davon u4h L/atbet- Ersterer, ein mauvais sujet, hat sein väterliches Erbe ber« 5 Wte 8,(2 S r sich vollkommen aus dem Trocknen befindet. MamawoUl et'lith 0o5 '(/en aber der junqe Mann zog die Lust der Italienischen Res,de L jn' diesem Falle jegliche Unterstützung verweigert wurde. Las Ih a»birci* tätelht Tnalkr? @r eL.blirtc fid, als Stiefelputzer vor dem Hotel inner Kn. ■aDnlm,. V.» ha (S,tnnhc seine Freunde, denen chen. Bahn Kluge. 4645) am Kreu^, I. Stock. »'L ! Gmmmetgrasverfieigerunq. auf der Mäusburg. 239) empfiehlt 3891) nrffliR uJ , Zahnpulver, bestes und angenehmstes R-inigungsmittel der Zähne, in Schachteln ä 40 u. 60 Pfg-, empfiehlt 3097) L Müller auf der Mäusburg. Samstag den 9- September d. I-, Nachmittags 2 Uhr, soll das Grummetgras von den der Fran, Block Wittwe dahier gehörigen Wiesen meistbietend versteigert werden, und wird ter Anfang an der Wiese am Pfau gemacht. Gießen, den 5. September 1876. (4619 Semmle r. ausbezahlt. II. Versicherung vou Kapitalien zur Versorgung von Hinterbliebenen, auf den Todesfall zu Ausstattungen u- s. w., sowie von festen Leibrenten. III. Gelder zur statutenmäßigen Verzinsung mit 3i/2 °/0 und alsbaldigen Rückzahlung auf Verlangen. IV. Die Anstalt gibt Darlehen auf Liegenschaften zu 5 ”/0, sowie auf Werthpapiere. Versicherungsanträge werden entgegengenommen, Rechenschaftsberichte, Statuten und Prospecte unentgeltlich verabfolgt, sowie Aufscklüsie bereitwillig erthetlt durch den Bevollmächtigten der Anstalt I. P. Müller, Drucksachen- Verwalter, Neue Bahnhofsstraße. (351& S’tytnet Maschinenöl, feinstes, für Näh-^ Maschinen und für technische Zwecke. Dulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in */i und 2 Pfd. Kisten, sowie in */«, V« und Vi Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantitäten zu Fabrikpreisen. L. Müller. Buch von Mark 3 an. Hanfcouverts in fester 1Ä- Waare mit beliebiger Firma, per Mille 4, a1 /2, und 5 Mark. Brief-Couverts, glatt und kräftig in allen Gröben per 1000 Stück von Mark 2 an. Alle übrigen Sorten Papiere, Packpapiere in Rollen und zu Darmstadt übernimmt: I. Versicherung steigender Renten; die jährliche, lebenslängliche Rente aus einer ursprünglich 100 fl. betragenden vollen Einlage kann bis zu 150 fl. anwachsen und wird mit diesem Betrage an mehrere Altersklasien bereits Schwalle eimer Wasser per Krug 20 Pfg. (Krug zurück 10 Pfg), sowie alle übrigen Sorten Mineralwasser in frischen Füllungen. und Nauheimer Mutterlaugen, Emser, Carlsbader und Rakoczy- Pastillen, 4601) Sämmtliche Möbeln, welche ich noch vorräthig habe, bestehend in^K^lder- schränken, groben und kleinen, Weißzeug schranken, ovalen Tischen, Küchenschranken mit GlaS-Aussatz Bettstellen, Kinderbct - tellen und sonstigen Möbeln, verkaufe wegen Veränderung meines Lokals, um damit zu räumen, zu jedem annehmbaren Gebot. II. Werner, Kaplansgasse 227- !!Nur noch einige Tage!! Reeller Ausverkauf !! ”.S «*,; i’Ä .*««s Sir «d°c kN 4>l- f dkv Besondere Bekanntmachung. 4641) Montag den 11- l. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen auf dem Rathhause versteigert 1) Schreinerarbeit, veranschlagt zu 844 M., 2) Weitzbinderarbeit, veranschlagt zu 859 M. 67 Pf. Gießen, den 7. September 1876. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramrn. vallsamen litt hvollen unb V Ündiger Freunli ^ständig er* S unb MM den ist. ö. dc der Jahre erfifc n unb hat seine! >ls wagte, an ihr elunfl in KeM iümflen glültiilj »eislich bunj cn l Der Erbt tf vamerika mit te irb.* V: 6m in sein uchckn- n theilweise KÄ 'hr Dttltn Stelin in lilbißttn @tü; fyob'&trau 8376'lJL3Wt Ibtinbammt >en bitten W * die hieße gehörigen in t# tun Nachsorschlir xA Unginck ff t jügebraehl artscbritte M echiichkeiti>e!m ine Dur^tit'F ebtnio aut W [ eine Mengr ;en fein, M schreibt bi-^ einer üb-rv-A :en5«itnS Plochische Hoffchönfärbmi empfiehlt sich im Färben und Waschen. Aufträge vermittelt unentgelvlich (4634 Hl* KIOS, Neuenweg. Wegen gänzlicher Aufgabe meines Geschäfts biete ich dem verehelichen Publikum Gelegenheit, sich zu außergewöhnlich billr- qen Preisen mit extra feinem Schreib-, Concept- und Postpapieren, Couverts, Bleistiften, Federhaltern, Stahlfedern (ächt engt. John Mitschell ?c.), zu versehen, und empfehle namentlich: Briefpapier, extra glatt und fest in 4L° Format per Ries — 20 Buch von Mark 2l an. Briefpapier, extra glatt und fest in 8° Format per Ries — 40 Bucb von Mark 5 an. Conceptpapier, dto., glatt und feft per Ries — 20 Berlin Coblenzer Eisenbahn. i n’*} «jltä* r< hefdlti111^ 11 •M z Sieges Bon ™ar es it. »I'n SinsS . r •' UNd btr S'Mi iS11?''* »ÄS PS'. QÖ(" y®rt m°n bei Men ftiidut«: 1UB es Quatobeü QnMn @i6tn: ' den ÜBirthb: flejen ble|t Kein, Eben, Pürjtz Vx an Stellt irgeii) ln voller Llüthr. !emanb eint fe MW* eW 1 lebte in einte unb von Jedki- !n, bk wir hie in der scheint Die Annoncen-Expedition Th. Dietrich Sf Cv. in Cassel übernimmt die prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschen s und des Auslandes zu Originalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme s. d. „Gasseler Tagespost" ) 4602) Ein noch gut erhaltener einspänniger Wagen ,u verkaufen bet Heinrich Vogt, Neuenweg B. 190. Versteigerungen. Grummetgras-Versteigerung der cameral-fiscalischen Wiesen der Gemarkungen Alten-Buseck, Wieseck und Gießen. Die Grummetgras-Versteigerungen finden statt: , , 1 In der Gemarkung Alten-Buseck von 29 Morgen Donnerstag den 14. Sep- tember, des Nachmittags um 2 Uhr, bei Nirth Krämer IH. daselbst, 2. in der Gemarkung Wieseck von 163 Morgen Freitag den 15. September, des Morgens 9 Uhr, bei Wirth Lenz zu Wieseck, 1 in der Gemarkung Gießen von 142 Morgen an demselben Tage, des Nachmit- tegs 2Uhr, bei Wirth Leibam Philosophenmild. Der Großherzogl. Wiesenwärter Müller zuAlten-Buseck ist bereit, aus Verlangen die Wiesenloose vor der Versteigerung vorzu- ,eigen oder nähere Auskunft darüber zu geben. Gießen, den 12. September 1876. (4637 Großherzogltche Oberförsterei Gießen. L a n fl. - (Irische Trunkenheit ) Aus Dublin wird wieder über einen eigenthümlichen Mordanfall berichtet, wie derflleichen kaum anders als in Irland vorkomml. E'u Herr Cusack wurde nämlich rn später Nacht durch Schellm an seiner H°usth^lre geweckt und als er dies- öffnete duich einen Schuh zu Boden gestreckt Die Wunde soll nicdt köstlich sein, die Thäter aber sind entkommen und die Veranlassung zur That ist für die Familie des Betroffenen und die Polizei annoch em ^^eimn ß. Hierzu sei em arderer eiaenthümlicher Vorfall erwähnt, mä'C es auch nur, um zu z^iflsn, wie weit die Trunkenheit in diesem Lande reicht. Eine Todtenschau "der eine zufällig ertrunkene i^rau mußte nämlich fl-stcrn in Dublin vertagt werden, weil der Hauptzeuge sowohl, wie einer der Geschworenen so ar; betrunken waren, daß sie nicht vernommen werden konnten. Die Ertrunkene selber soll ebenfalls betrunken gewesen sein, als ste inS W a ff er fiel. _____———— der eleganten Gesellschaft von Florenz macht gegenwärtig folgende ' -Licht- viel9 von sich reden: Die Marquise R., die bereits n zweier < Allerer, em mauv«.» sujet, hat sein väterliches Erbe bereits durchgebrach hn6 „ L vollkommen auf dem Trocknen befindet. Mama wollte ibn auf Reisen nher der iunae Mann zog die Lust der Italienischen Residenz vor, wiewohl -tnih' i-aliche Unterstükuna verweigert wurde. Was that aber btr junge f-;i; rueflen r-O ist d' tzSWj Strecke Noidhausen-Wetzlar. Abtheilung I. D-r Abbruck und Wiederaufbau des von der Cöln- Mindener erworbenen Wohm und Stallgebäudes, welches der Grube Raal gegenüber mitt9aaa io Ubr im Abthetlungs-Büreau zu Wetzlar anberaumd Zeichnungen Kostenanschläge und Submissionsbedingungen können hter,elbst 7vn d-, 6o»i«u™ »0" Hier b.M-,, Wetzlar, den 5. September 1876. Der Abtheilungs-Baumeister: 4643) Frische Fisch-. Aal in G-läe, a Portion 50 Pfg-, eingemachte Gurken, Wild und Geflügel, empfiehlt Cylinder, Milchfauftfla fchen und Wafferflafchen in Hartglas bei <4565 Will). Balser. Essiggurken in vorzüglicher Qualität empfiehlt F. C. fleuzerlin^ 4556) Neustadt D. 150.______ Mehreren Professoren der Me- dictn und Chemie der verschiede nen Landes Universitäten wurde das Recept des Arrstlichen Mägenbitier, gen. L’Estomac, von Dr. med. Schrömbgens, prnct. Arzt in Kaldenkirchen vor gelegt und wurde von denselben das Fabricat bestens empfohlen. Zu haben in Gießen bei i rrur uvugtii y... Py. Nau & Co., Jul. Wallach, I Formaten, Strohpapier, Schreibmaterialien K. unter Favrik- Heinr.Än^el,C^ondito^,Wilb.Flett' preifen nur zu haben in der Papierhandlung von (3912 Neustadt, F. C- H e n z e r l i n g und Carl Weidig. (4639 । zur hiesigen Geflügel-Ausstellung am 17. und 18. I AßCö September ä 410 Pfg. sind bei Herrn L. Frvhn- I il III Lil! häufer, sowie in der Cxped. diefes Blattes, U W k u hatz^. (4550 "U Mtrte ßä al« Stiefelputzer vor dem Hotel seiner Mama und em gvalier? E - Moraens bei seinem Stande seine Freunde, denen er die Beschuhung ängt asl'ch d s M°r«ms ^ fl'mm ^tano o eines Stiesel- i°L,t eigenhändig^säubero umer,otch-n u in ben Stand, Abends in der M-n Welt^zu^ erscheinen und seinen Morgenkunden die Hand zu drücken. Wenn ihn n 1 mlland dabei belästigt, so ist es die große Hitze, der er ausgesetzt ist, und d e !uch momentan seinen Kundenkreis verringert. Es, ist übrigens zu./garten, daß die mATitohp« rnirb hein t' finbunQ§rctd)cn ba^ fletDÜnfc^tc afdpinaclb !7--hÄ § r” fl» -°» »“"« r--«- wi- d>- Butterpulver verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und verhindert das Ranzigwerden derselben. Ein Paket für 500 Liter Milch ä 50 Pfg. zu haben bei C. F. Semmler. (2660 Vkstsedern und Daunen Zwillch und Barchent, Feder-Leinen, Liefe- runa vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bei (880 Th B r ü ck, Kanzleiberg B- 1- Aeilgeöotenes. 4590) Eine gute Nußbaum-Bettlade, im Auftrag zu verkaufen, steht zur Besichtigung in meinem Hause. , Friederike Appel Wittwe. Regenröcke für Herren ä 12 Mark bei 4445) K. Grünebaum. Zur DeSinfection empfiehlt Earbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol (3098 L. Müller auf der MäuSburg. Vort än k aller Art |3W1) JukKrs Wallach am Markt. Rouleaux, Drell in den gangbarsten Dessins,! Die Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt Anfertigung jede' Decorations-Arbeit m geschmackvollster Ausführung, bei (881 Th. Brück, Kanzleiberg. B L In Folge Abfchlags Ncstle's Kindermchl, pr. Büchse M-1-25, Eondensirte Milch, ., » 0.80. 4316) L. Müller auf der Mäusburg Salicylsnurc, chemisch rein, „ mttndwasscr, per Flacon 60 Pfg., mit miethen bei I. Blitz. 4591) Ein möblirtes Zimmer zu ver- C h r. Noll Wittice. mietben. Bank- & Commissionsgeschäft. Betressend' Frankfurt a. M. 4515) Todk«-Anzeige » statt. (4640 (250 Verantwortliche Redartion A- Scheyda. — Druck und Verlag der Brüh lachen Untv.-Druckeret (Fr. Ehr- Pietsch) tn Metzen. zu übermachen. Zu den Bewohnern diesem Projekte betheiligten Umgegend Erwarten ausgesprochen, daß sie ihr Nachkommen Wohlergehen unter all- W € vermischte Anzeigen. Bekanntmachung. Die verfallenen Pfänder müssen aufs Dringendste aufgefordert, zeichneten Ausschüsse recht bald der beiden Kreise, und der an wird aber das vertrauensvolle Interesse an ihrem und ihrer Unsere Fabrik und Comptoir befinden sich vom 1. Scp tember an Affenfteinerwege 9tr. SZl. Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6", 12, 4« 9$. 4631) Ein junges Mädchen (Waise, Lehmi-i tochteri von Auswärts, in der Haushaäüig und Küche cnahren, sowie in allen roeibltta Handarbeiten und Musik gebildet, sucht n einer anständiaen Familie unter bcschcilmm Ansprüchen eine Stillung, wenn nitW zur Stütze der Hausfrau. Näheres in tc Expedition dieses Blattes. ! Viele Jahrzehnte hindurch haben sich die beiden Kreise Biedenkopf und Wittgenstein unermüdlich den größtmöglichsten Änstrengungen unter- l zogen, um sich mit dem sie umschließenden Bahn-Netze, so IN östlicher, wie in 1 westlicher Ricktung vermittelst einer sie dnrchschucideudcn Eisenbahn in Ver- 4 bindung zu setzen, und dadurch aus ihrer trostlosen Lage, in welche sie durch (J den Mangel an Verkehr versetzt worden sind, zu befreien. Aber trotz der all- !i gemein anerkannten Gemeinnützigkeit, und der unbezwcifelten Rentabilität dieser \' Verbindungsbahn, auch wiederholter Anregungen seitens des Staats und ver- li schiedener Eisenbahngesellschaften hat ein widriges Geschick sie bis jetzt nicht y zur Ausführung gelangen lasten. (j Die beiden Kreise haben sich daher endlich^ selbst dazu entschlossen, sie )’ durch eine von Altenhundem an der Ruhr- Siegbahn ausgehende^ und bei (i Cölbe unweit Marburg fick der Mainweser-Bahn anschließende Secuntär- )] Bahn, mit einer in Laasphe anfangenden und bei Dillenburg in die!! Deutz-Gießener Bahn ausmüudendeu Abzweigung, entweder auf einmal, oder je JJ nach den disponiblen Mitteln, in mehreren Abtheilungen und verschiedenen $ Zeitabschnitten herzustellen. Ein aus- ihrer Mitte unter dem Präsidium Seiner Durchlaucht des M Mb- EL ottto il>Ent _| IW' Sie uolltn tti/Ui Frhin. i ft» pg eine nie NtaH bei be W' »• Mml Darmstai etn bet Del« Tausende und aber Tausende zenAta ihre Gesundheit durch AuSschvm fungen. Dieselben gehen nicht allein «hrtm geistigen, sondern auch tfirnr. körperlichen Verfall sicher entgeht«, was sich durch Abnahme des Gedächtnisses, Nückenschmerzen, Glieder rittern recht deutlich bemerkbar mock Äußer den genannten sind noch Erschlaffung der Geschlechtsorgane. Flimmern der Augen, große Erregl- heit der Nerven sichere Zeichen Mb Folgen obengenannten Lasters- Rect! deutlich und für Jedermann verstcr.b- lich behandelt diese Vorgänge das ork- gezeichnete Werk: [H. 33650.] Dr. Retaifs Selbstbe Wahrung Hilfe tn allen Schmächkjustän-l,i. Preis 3 Mark und tbeilt glcichzeitiq dir besten Mittel und Wege zur Beseitigung aller dieser Leiden mit. Dieses wirklich gediegene Werk wurde von Regierungen und Wohlfahrts Hörden empfohlen. (E Zu beziehen ist dasselbe durch jede Buchhandlung in Gießen, auch bunb G. Poeuicke'S Buchhandlung inLeiPM allem Zubehör Mitte November zu ver- miethen auf Wunsch auch früher. Zu er= fragen in der Exped. d. Bltts._____________ 4625). Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- Siegen 645, 12. Wetzlar 6", 8«, 9*5, 12, 4<3, 7> ______________Frau Dr. Rempel. 4685) Unterzeichneter empfiehlt sich im Graben von neuen Brunnen, sowie Ausräumen derselben, unter Zusicherung promptester Bedienung. Georg; Kuhl, wohnhaft bei Schuhmacher Walther, Wehsteinsgasse. Ulm a. D. Balggeschwülste, Warzen, Linsen und sonstige HautauSwuchse werden schmerzlos und gründlich beseitigt. Zeugnisse liegen vor. Briefen an mich bitte ich eine Freimarke beizulegen. (3358 J. I>. ]IIolfenter, Buchhalter. regierenden Fürsten Ludwig zu Sayn - Wittgenstein - Hohenstein gebildetes und durch deu unterzeichneten Ausschuß vertretenes Comit^e hat, in Folge höherer Genehmigung die da;u erforderlichen generellen Vorarbeiten bereits vollführen lassen. Auch sind dieselben, auf Anordnung des Herrn Handelsministers, von <• , n "bet königlichen Eisenbahn-Direction zu Elberfeld schon revidirt und festgestellt lan9*tcn” Lu 3um xl- morden. prolongtrt oder ausgelöft werden, Frankfurt a. M. Der Unterzeichnete effectuirt gegen Provision von Eins vom Taufend: den An- und Verkauf voll Werthpapieren per comptant und auf Zeit zu den genauesten Tag^scoursen, den Jncaffo und die Verwerthung aller Coupons, den An- und Verkauf von Wechseln, den Jncasfo und das Discontiren derselben zum balligsten Börsendisconto. Belehnung von Werthpapieren zu billigstmöglichem Zinssätze. Job. Thom. Schwalm Sohn Sonntag den 10- September, Nachmittags 2 Uhr, 4636) ___________________Blas Festcomit^. Local-Veränderung;? Das -auf 12,500,000 Mark berechnete Bau-Kapital, wozu von dem Herrn andernfalls dieselben zur öffentlichen Handels-Minister ein Staats-Zuschuß von 3,000,000 Mark in Aussicht gestellt Versteigerung kommen. (4633 und von den nächsten Jnteiessenten bereits ein Betrag von über 1,850,000 Mark ' GrÜnebattM. gezeichnet worden ist, soll durch Stamm Actien zu je 300 Mark, welche nur —-t:-------———7—-— in einzelnen Raten zur Erhebung kommen, während der Bauzeit mit 5°/ »ver- tüKjgen Äte’r, d?r'sch°nim Fr?cht-'?d7r zmst und nach der Inbetriebsetzung der Bahn eine befriedigende Dividende Mühltn^eschäft ihätig war und mit einem finden werden, aufgebracht werden. Pserd umzugehen versteht. Nur solche, Sobald das ganze Ban-Kapital, oder auch nur eine zur theilweisen Aus- welche nute Zeugnisse aufzuweisen haben, kührung des Babn-Projects ausreichende Summe sicher gezeichnet worden ist, m0 en fl } me en JC^ Rosenthal wird das Comitee, hoffentlich noch vor dem Anfänge der neuen Legislatnr- ^27) Ein oderZwn junge Leute können Periode des veretmgten Landtags die sammtlichen Herren Zeichner zu einer Kost und Logis erhalten. Näheres bei der General-Versammlung ergebenst eiuladen, um mit ihr die Ackien-Gesellschaft, Exped. d. Bltts._________________________ wozu der Statuten-Entwurf dem Herrn Handels-Minister zur Genehmigung 4638j Ein braves Mädchen in die bereits unterbreitet worden ist, zu bilden, und das Weitere zu beschließen. £ei 9.utLm 1m L ^^ober, Die Pläne und Kosten-Anschläge, sowie die auf statistische Ermittelungen basirende Rentabilitäts-Rechnung liegen bet dem unterzeichneten Ausschüsse zur am Kreuz. Einsicht offen, und können auf Verlangen auch Überall hin versandt werden. 4644) Lehrern, Beamten rc., die sich in Alle Eingesessenen und auswärts wohnenden Angehörigen der besseren Gesellschaftskreisen einer nrohen beiden Kreise, sowie auch alle Freunde und Gönner eines solchen gemeinnützigen und vorthcilhaften Unternehmen' in weiteren Kreisen, beschäftigung geboten. Gest. Adressen sind w-rd-n zu gefälligen Actien-Zeichnungeu unter »er ergetenstr» Bitte ihre dtesfatttgcn Offerten dem unter- Michaeli gesucht von 4642) Ein großes und ein kleines Sodlrt« ist zu vermiethen. % ______________I» Anzer, Lobmüblc. 4632) In meinem neuerbauten HauseH der Grünberger Straße sind zwei Familien logis bis zum 1. October zu verune.tm ____Heinrich B a l s e 4608) Ein möblirtes Zimmer zu^ miethen im Hause des A. Stern vis- der neuen Realschule._______________ 4580) Das seither von mir bewick^ Logis, bestehend aus 3 Stuben undKüjr ist an eine kinderlose Familie zu vcrmieihef und sofort zu beziehen. __________________Gärtner S cy aum. 4617) miethen Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- bei L. Keil, Neuenbäuen. 4615) Ein kleines möblirtes Zimnier zu vermiethen. Schloßgasse B. 5.