Dienstag, den 8. August E8V«. Ko. S8T WZ IQ Gießen, den 4. August 1876. wie L. ? und Verkauf von getreu htfdn, Hemsen, Wiße md Eilber, alten Wdr4di i tou/^/ö/fienbetii! flfiitnwg 193 _ » & 16 k 16 L, *.ä entzogen. Berlin, 4. August. Als Erklärung für die Gerüchte, welche vor einiger solcher zum Nachtheil des deutschen Schiffes „Anna" vorgekommen, erlassen. München, 5. August. Der König ist heute nach Bayreuth abgereist. H-k-rreich. (n f,| • in ' Großherzogliches Kreisamt Gießen. I. V. d. K: Dr. Hoffmann, ReEUNgsrath. '?? 2‘ August 1876, Olvtz Mer II. K ^’M'nTiöförti^ —— obn Erhallen. Nähmst jcnbcr Comm Änsprüchm für einii ciurwüartn - GMost i;0 klt'ch Sa'uchk. Offerte; Htgta unhr Z. 37 poslltK Wien, 5. August. Auf den Fürsten Milan wurde ein Gewehrschuß abgeseuert, man sagt, der Schuß sei zufällig losgegangen; der Attentäter ist gefangen, er ist ein bulgarischer Bauer. — Die Wojwodina und die ungarische Militärgrenze billigen ruhig starke omladinistische Kundgebungen. Die Regierung hat mehrere Verhaftungen angeorduet und die Verhafteten wegen Hochverrath angeklagt. — Derwisch Pascha, von Novibazar kommend, soll versuchen, Mukhtar Pascha Luft zu machen. Wien, 5. August. Die „Polit. Corresp." meldet: Die schnelle Abreise des Erzherzogs Albrecht von Prag sei lediglich durch ein von der großen Hitze hervorgerusenes Unwohlsein und durch den ärztlichen Rath, die Inspicirung vorerst auszugeben, veranlaßt worden. Das Uebelsein ist seitdem im Schwinden Wien, 5. August. Die „Polit. Corresp." veröffentlicht folgenden telegraphischen Bericht aus Konstantinopel: Das Leiden des Sultans stellt sich als ein chronisches heraus. Die Gefahr einer Katastrophe scheint geschwunden. Von einer Abdankung ist nach orientalischem Brauche keine Rede; nur der Tod könnte einen Thronwechsel herbetführru. Inzwischen dauert die Unnahbarkeit des Sultans für das diplomatische Corpö an, um den Sultan, dessen Nerven stark afficirt find, keinerlei Aufregung auszusetzen. Wien, 5. August. An der österreichischen Grenze sind Montenegriner aufgetaucht, um den Uebertritt Mukhtar Paschas zu verhindern. Pesth, 4. August. Nachrichten aus Belgrad melden, Milan wünsche Frieden zu schließen. Gruics und Nistics seien im Hauptquartier, um ihn davon abzuhalten. Gruics ist entschieden für die Fortsetzung des Krieges, Ristics ist friedlicher gestimmt. Eine serbische Ministerkrisis ist in Aussicht. Pesth, 5. August. Der „Pesther Lloyd" bespricht die Gerüchte einer Friedensvermittluug und hält eine solche auf der gegenwärtigen Stufe für verfrüht. Sie ließe sich wohl aus humanen Rücksichten begründen, wäre aber uu- polirisch. Die Diplomatie suchte den Krieg zu verhindern; da derselbe dennoch ausgebrochen, so müsse die Folge gezogen und gründlich aufgeräumt werden; dies wäre nicht der Fall vor einer entscheidenden Schlacht. Nach einer solchen Erscheint täglich mit Ausnahm« deS Montagö. Expedition: Schulstraße, Bit. B. Nr. 18. Preiü- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich D Mark 30 Pf. darauffolgenden Kriegen fehlte es später nicht nur an schönen Mustern und Modellen, es fehlten uns auch die Meister und Gesellen, die mit zerstörten Städten zu Grunde gegangen waren; wer mit dem Leben davon kam, floh ins Ausland. Deutschland war verwüstet und verarmt. So wurde, Anfangs durch das Bedürfuiß geweckt, später durch Gewohnheit mißbraucht, der Glaube an die Vorzüglichkeit des Fremdländischen dem Volke beigebracht, und durch das erwähnte nicht genug zu mißbilligende Verfahren derjenigen deutschen Industriellen , welche sich heute noch nicht losmachen wollen von falscher Vorspiegelung weit ui alle Welttheile, wohin die mit fremdländischer Etiquette versehenen Waareu deutschen Ursprungs verkauft werden, verbreitet. Berlin, 5. August. Der Handels-Minister hat an sämmtliche königliche Eisenbahn-Directioneu folgende Verfügung erlassen, die im gegenwärtigen Augenblick nicht verfehlen wird, hier und da Aufsehen zu erregen: „Von Seiten des Herrn Kriegs-Ministers ist wiederholt der Wunsch ausgesprochen, daß die Galerien der Perrons an den Personenwagen IV. Elaste mit Jntercommuni- cation, welche für den Transport von Verwundeten eingerichtet sind, zum Niederlegen umgeändert werden möchten, da nur hierdurch cs ermöglicht würde, die Verwundeten auf eine gefahrlose und sichere- Weise in die Wagen zu befördern. Indem ick die königliche Direction veranlaste, die Umänderung der Galerien successive nach Maßgabe der vorhandenen Etatsmittel, etwa in der Weise, wie bei dem vereinbarten Normal-Personenwagen IV. Elaste, ausführen zu lassen, erwarte ich binnen 6 Wochen darüber Bericht, an wie vielen Wagen die Arbeit noch in diesem Jahr zur Ausführung gebracht werden kann, welcher Zeitraum für die Beendigung der Arbeit an sämmtlicken Wagen in Aussicht genommen wird und wie hoch sich die Kosten überschläglich belaufen werden." Berlin, 5. August. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Strandungs- Ordnung, welche die chinesische Regierung zur Verhütung von Strandraub, »A •' \i ass Nr. 15 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 27. v. Mts., enthält: (Nr. 1137 ) Bekanntmachung, betreffend die Uebereinkanft mit Luxemburg wea-rn gegenseitigen Markenschutzes. Vom 1V. Juli 1876. (Nr. 1138.) Bekanntmachung, betreffend den Antbeil der Reich-ckank an dem Gesam ntbetrage des steuerfreien ungeoeckten Notenumlaufs. Vom 23. Jul: 1876. Nr. 16 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 29. v. Mts., enthält: (Nr. 1139) Uebereinkunft zwischen dem Deutschen Reiche und Rußland wegen Herstellung einer Eisenbahnverbindung zwischen Marienburg und Warschau. Vom 22./10. April 1*76 Geldentschädigung an den eigentlichen Vorbesitzer, nämlich an Dänemark, cediren. Dieses letztere würde Helgoland dann an Deutschland als Eompensation für eine Abtretung Nordschleswigs und für die Ausführung des Art. 5 des Prager Friedens angeboten haben. Der deutsche Botschafter in London soll sich für dieses Project lebhaft interessirt haben." ■ ; Berlin, 5. August. In der „Vofs. Ztg." geht ein Mitarbeiter diese« . »• Blattes den Ursachen nach, welche das unvorlheilhafte Auftreten der deutschen '; Industrie auf der Philadelphia-Weltausstellung mitverschuldet haben. Er con- ' statirt, daß sehr viele deutsche Fabrikanten und Handwerker sich überhaupt der Betheilignng an internationalen Ausstellungen enthalten haben, weil sie vermeinten dadurch ihre ausländischen Engroskäufer zu verlieren. Es seien sogar Fälle vorgekommen, daß Ausländer deutschen Fabrikanten mit der Entziehung ihrer Kundschast gedroht, und diese sich solch schmählicher Unterwürfigkeit gefug! haben. Manche mußten sich verpflichten, die in neuer Zeit sabrieirten Maaren nicht auszustellen, weil die Engroskäufer ihre Bezugsquellen verheimlichen wollten^ Hierdurch sei nur jenem allgemein verbreiteten Unfug, „deutsches «abrikat für fremdländisches auszngebenVorschub geleistet worden. Nicht mmder trage zur Täuschung des Publikums hinsichtlich des Ursprungs der besseren deutschen Maaren die höchst verwerfliche Gewohnheit bei, deutsche Maaren oder deren Umhüllungen mit französischen, englischenober, wie bei den Cigarren, mit orthographisch sehlerhas.en spanischen Aufschriften zu »ersehen. Das Uebel stammt noch aus dem vorigen Jahrhundert und ist. aus der Ze t, b.e nach dem dreißigjährigen Kriege folgte, zu erklären. In Folge derMasienver nichtung und Verschleppung deutscher Kunstprodmte aus Pallästen, K rchen, tollem unb Patrizierhäusern währenb bes dreißigsahngen Krieges unb in ben I toi btftfn Jahren slkiM > Äann, der längere Sthl nabnlWale al§ (tiiiitj! :c, im Rechnen unb EjM 1 ist, surtt eine andere ober Marinier; wem™ 'enr-tnifie noihig, io GI i anderen Geschäft fein- ui - Gxred. d. Bi. < Kießcncr Mmeiger Ailskigk- uni Auüsdlntt für ie» Kreis Gießen. Darmstadt, 5. August. Die Darmstädter „Allg. Milit.-Ztg." berichtet, daß die Einführung der neuen Einheitspatrone mit dem gegenwärtigen Zeitpunkte für die gesammte deutsche Armee, einschließlich der zwei bayeri- • scheu Armee-Corps als abgeschlossen zu erachten ist. Die Werder-Gewehre unb Karabiner, wie auch die heute noch von der deutschen Armee geführten Chasse- pot-Karabiner und ebenso die sächsischen Reiter-Karabiner sind sämmilich für die Verwendung der neuen Patrone aplirr. Die von ben Mauser-Gewehren in den Depots angehäusten Reservebestände werden als so bedeutend bezeichnet, daß mit jedem gegebenen Moment auch die Ausrüstung der gesammten deutschen Landwehr, wie die der Ersatztruppen und außerdem noch der im Fal^ einer Mobilmachung errichteten Reserve Formationen mit der neuen Waffe würd' ei folgen können. D^ainz, Festplatz, 4. August, 8 Uhr Abends. Standbecher.' Wolfram (Fürth), Kalb, Feubel (Wiesbaden), Haas, Kramer, Köhler, Weiser (Mainz), Widmer (Ettiswil, Schweiz), Körting (Hannover), Petri (Offenbach), Bender (Niederramstadt), Haudrich (Dürkheim), Schneider (Gustavsburg), Kettenburger .(Lenzenburg), Gelfins (Darmstadt); Feldbecher: Otto (Offenburg), Federspiel (Constanz), Kirn, A. Leyenbeüer, C. v. Schlemmer (Mainz). W. Leyendecker, Frech (Stuttgart), Weigand (Wiesbaden), Kettenburger (Lenzenburg), Widmer (Ettiswil.) — Müllermeister W. Grünig (Niederramstadt) schoß auf Scheibe „Main" die höchstmöglichen (40) Punkte); de Leuw (Düsseldorf) auf Scheibe '^Neustadt" 38 Punkte. Berlin, 4. Juli. Der Hamburger Senat macht Anstalten, dem Be schluffe des Bundesrathes über die Schließung der öffentlichen Häuser Folge zu leisten. Von jetzt ab werden keine neuen Einzeichnungen mehr stattfinden. Auch ist, wie die „Reform" mittheilt, ben betr. Wirthen vom 1. September ab das Halten von Gaststuben nicht mehr gestattet und das Schankrecht völlig ——5vdii' Reit über die Abtretung Helgolands an Deutschland in Umlauf gesetzt worden jdifiiofn K waren, soll folgenbe Berliner Mittheilung bes „Neuen Wiener Tagebl." geb ntjdtll* n" rl\, : ten : „Man erfährt jetzt, baß bie erste Nachricht von b-r Abtretung Helgo- : lauds an Deutschland aus dänischen Kreisen in der Umgebung der Prinzessin । von Wales stammte. Es war beabsichtigt, England solle Helgoland gegen eine ^Ulvatir^ 'titM .4 jl ” ■ ' “ ' ‘ ‘V' - 15 w e< bestrenommirtes Bd für alle Orte, « «« ungenügend vertret« nd solide Personen ir den Verkant von L« Ä m shd sowold fur ^ ,ucb für äu ie Agentur den A?*l| Bankhaus , GMmsten ging ee aber der des reines und der na. verpac Bad dort: so sitze fro beim male im sal, als rat mit tat; und wenn in rotem strale die Preiselbeere nat, so were deinem senen nach e, a, h, — das schwand und überlaß das denen (Dehnen) ferzere sonder rürung den al, körnt einer dir; und folgt in weitrer sürung re oder sonst ein tir: Zi es dir -u gemüte, nur speis' es ohne h, betaue es mit blüte geniße mit ferstand, was je zu guter stunde gemärt des Wirtes Hand; doch iß auch ortozrafisch mit ausgehauchtem zan und folge nicht mer sklafisch ferjärtem, lerem man. * 4163) Es schweren Krankhei vorcrjl unt AürLet. Konstantinopel. Wie ein Telegramm aus Paris meldet, wären schon 9000 Mann mit 12 Kanonen von Aegypten nach der Türkei abgeaanaen - 11,000 Mann mit 24 Kanonen sollen folgen. Die Truppen bestehen hauptsächlich aus Negern. Konstantinopel, 5. August. Gutem Vernehmen nach wäre die Angelegenheit wegen Genugthuung für den Consul-Mord gegenüber Deutschland und Frankreich endgültig geregelt. — Hier eingegangener Privat-Depesche im folge hat unterhalb Gurgossovatz (Nejazewatz) eine Schlacht stattgefunden, nach welcher die Serben gegen Alorivatz geflüchtet wären. Die Stadt soll während des Kampfes in Brand gerathen sein. T^agusa, 5. August. Die Insurgenten haben die Belagerung von Trebinje begonnen. Die Straße von Ragusa nach Trebinje ist von Insurgenten besetzt. Auf den Bergen wehen dreifarbige Fahnen. Mukhtar Pascha wagt nicht, die Belagerer anzugreifen. Zara, 5. August. Die türkischen Truppen haben gestern Abend die Baracken bei Klek eingeäschert und sich sodann auf dem Kriegs-Dampfer „Foethie" eingeschifft. Der Ort Utovo wurde von den Türken gleichfalls eingeäschert und verlasten. Rußland. Petersburg, 4. August. Sämmtliche Beamte des Ministeriums der Appanagen- und der Reichsbank haben 1 pCt. ihres Monatssalairs zu Gunsten des serbischen Sanitätswesens für die Dauer des Krieges cebirt. Rumänien. Bukarest, 5. August. Das gesammte Ministerium hat seine Demission gegeben, welche vom Fürsten angenommen ist. Das neue Cabinet wird wahrscheinlich noch heute von Bratiano oder Joan Ghika gebildet werden. Bukarest, 5. August. Das neue Cabinet ist folgendermaßen gebildet: Joan Bratiano, Präsidium und öffentliche Arbeiten; Jonescu, Aeußeres; Demeter Sturdza, Finanzen; Statescu, Justiz; Venescu und Oberst Slanisciann behalten ihre Portefeuilles, Inneres nebst Cultus und Krieg. Seröieu. Belgrad, 4. August. (Amtliche Meldung.) Die Türken haben gestern unsere Arriöre - Garde vor Knjasevatz bei Tressibaba angegriffen. Der Kampf dauerte von 1 Uhr Nachmittags bis 8 Uhr Abends; das Centrum wurde eine Meile zurückgeworfen. Gestern früh machte Horvatovics einen Angriff auf die Türken; der Kampf dauerte heute 4 Uhr Morgens noch fort. Die Serben haben die türkischen Befestigungen von Mramor bei Nisch eingenommen und sind in'g türkische Lager eingedrungen. ,-fSs « flUf einen °! -SÄ des Äm’&n aÜ^'Ca^R^ssiÜs^ °^ich-?k MMWUM-MW üb-r"^-«n°bu«5ukrat sch-s W-i'-n" sie N bestimmte Persönlichkeit verantworttich, °sünNnitLich7°N^?'L^ «lattes gegen jene Persönlichkeit zu wwdeÄm^ '' ' Iabd be§ -»nertkanuch-n "'tft« r,terti ( 8okal-Motj, und ®Ä"' 7-3tU8Uft Am Samstag Barmittag bra/nte in Krofdorf ein- Scheuer bürg. ®i76lf6erUnten5^g'nm™'mit dst^d-!?7,L ^id-riaden auf der Maus- schl°ppt Hoffentlich werden di- Herren sstr ihre mstbeoolle' Kreuz g£i b-ssisch-n Eis-^ähmw Sämmtttch^ Beamtet w^n^in bübcr"fm”lt °Sta°7 die Ober- ... .. t , Slawische Grausamkeiten. sSSMMZSs ZZMSMSMLß Ä L'S »ÄW ^'1-Wna, & ungcmMWert «lä Nasen und Obre,/ dortbin w-tle?« a 8 toeni9en Ausnahmefallen mit ungepanzerten durcheinander a em lichten tni-kiseä von den aus allen möglichen Racenmischungen bunt wenndieÄben^anU?f r Freischaaren unmenschliche Grausamkeiten zu erwarten seien, alS $nfad> übE-b-n wurd-n ftt zw-if-llos" 'S qrin^n den bnttlls n Türken n ch?^V'^^^Aufständischen im Verein mit den Montenc- x nlc^t nachstanden, sondern dieselben an unglaublicher Blutaicr übertrafen. In England habe man Hunderte von Bogen über die Zulässig- ein Wann bPr ^-AE^m^? ^^nschaftlichen Operationen an lebenden Thieren vollgeschrieben; keit alle^'was sick/in V 9fccIebt ^be, übertreffe aber wahrscheinlich an Grausam- mitfA bir fflpnJr.r' r ®=9lQnb !1 Jahrzehnten ereignen könne. Dieser Mann sei Peko homo'3U fpinpr ??cr Insurgenten, der das Nasen- und Ohrenabschneidcn beim gem.s LJhnbHAp Clrar tCn Specialltat erwählt habe, ohne deßhalb anderweitige Operationen an gleich empfindlichen Gliedmaßen zu verschmähen. „Ich könnte Vieles über jenen Mann schreiben", hJp» - „aber ein Fall möge zur Charakteristik aller übrigen da es ein undankbares Geschäft ist, über Scheußlichkeiten zu berichten, denen man im westlichen Europa kaum irgend welche Glaubwürdigkeit beilegen dürste. Ein Major der Baschi- Bozuks, ein schon älterer Mann, dickbauchig und von kurzem Äthern, fiel, da er nicht so schnell wie seine Untergebenen Reißaus nehmen konnte, bei Trebinje in die Hände der Aufständischen. Er war von slawischer Abkunft, aber mohamedanischer Religion, und galt als ein erbitterter könne der Friede dictirt werden; einem Friedensschluß vor einer militärischen Entscheidung würde nur ein Waffenstillstand mit Kriegsbereitschaft, nicht aber ein dauernder Friede folgen. Klagenfurt, 4. August. Gegen die Jnternirung türkisches Soldaten in Klagenfurt hat der Gemeinderath bei der Landesregierung Einsprache erhoben. Arankreich. Paris, 4. August. In der letzten Zeit wird der Marschall Mac Mahon stark von den Bonapartisten bearbeitet. Dieselben bieten Alles auf, um ihn gegen sein Ministerium und die Linke aufzuhetzen. Die Bonapartisten, von denen viele auf sehr vertrautem Fuße mit dem französischen Staatsoberhaupte stehen, suchen ihm besonders vorzuschwindeln, daß die von seiner Regierung, namentlich von dem Minister des Innern, de Marcöre, ergriffenen Maßregeln die schlechteste Wirkung auf die Armee hervorbrächten. Paris, 4. August. Mehrere protestantische Senatoren und Deputirte machen schritte bei Herrn Waddington, um eine protestantisch-theologische Fakultät in Paris zu gründen. Herr de Preffensö hat an der theologischen Fakultät von Montauban seine Doctorprüfung gemacht, um in Paris einen Lehrstuhl bekleiden zu können. Paris, 4. August. Nach einer Meldung des „Journal des Döbats" aus Belgrad von heute hätten die Türken die serbischen Positionen bei Knjase- vatz nach einer unweit des Timok ausgefochtenen Schlacht eingenommen; man könne nunmehr annehmen, daß der Krieg in ein sehr vorgerücktes Stadium getreten sei. in Belgrad herrsche große Aufregung. Paris, 4. August Seitens des Senats ist die Wahl eines lebenslänglichen Senators an Stelle des verstorbenen Casimir Pörier auf den 42. August anberaumt; die Wahl Dufaure's wird als gewiß angesehen. — Die Gerüchte über die angebliche Absicht der Regierung, die bprocentige Rente zu convertiren., entbehren der „Agence Havas" zufolge der Begründung. Versailles, 4. August. Die Deputirten-Kammer hat das Budget bet Einnahmen angenommen. Bei Fortsetzung der Berathung des Kriegs-Budgets wurde ein Credit von 260 Millionen Francs auf Liquidations-Conto bewilligt. Mehrere Amendements, welche von der Budget-Commission abgelehnte Ausgabe- Forderungen wieder auf den Etat zu bringen bezweckten, wurden von der Kam- mer verworfen. Versailles, 5. August. Die Kammer der Deputirten setzte heute die Berathung des Kriegs-Budgets fort. Es wurden alle auf Wiederherstellung der von der Budget-Commission gestrichenen Forderungen gerichteten Amendements abgelehnt; dagegen wurden die Aufhebung der Militär-Almoseniere und die von der Budget-Commission beantragte Reduction des Ansatzes für die Verpflegung um 5 Mill. Frcs. genehmigt. Kuglaud. ßpitbpii, 5. August. Nach Mittheilung des in Simla erscheinenden „Amtsblattes" sind die Ausgaben mit Rücksicht auf die indische Finanzlage, welche durch den Ausfall an Zoll-Einnahmen und das rapide Fallen des Silbers eine sehr ungünstige geworden, rebucirt worben. — Aus Madeira geht die Meldung ein, daß die Blokade von Dahomey aufgehoben ist. Spanien. Madrid, 4. August. Die Unterhandlungen wegen der schwebenden Schuld, sowohl der innern wie der äußern, haben zu einem befriedigenden Er- gebniß geführt. klil die Mitgli, Nachdem der 5 i mtung unserer (5 -Hungen abzufchaf lckalumsage auf Wgung der z, >t bekannt, daß ' Mißliche Amtsha völlig gebühren, den 5. 1 Einens t Geoi S* Dlockham ÜftStte Bulgaren i«: SH um kem Hai gelten nur in der Sehnlichen eine apa --Weiten nicht selten iMuldigungsgrund Die Berichte, web •M haben, geben er „/die Staat Kadp .M Petrovitch fanden c 41 Rumänien an Bora ihrem Marsche in Ai _. . D - r w i sch ie H. ober Kaffe-qffeMch^oon'Dimen^er^ sagen, daß ihm eine Thee- den Dohlen erzählen wie schwarz d°-Raben "seiln^^' -in Ort, wo die Elstern '-uch'-nde Pwb- ÄÄ 3U fin8m °Uf bk E- ttisibauf frölich-n jagen. § Putsch-Gali^ l^n:$erbQnb(§ ist Ä* sm bi ?lc ^r Galizische -Jonne sür die St, IjÄ genommenen SM ««Ä'ÄS ÜÄTÄ « * ... * - ÄiäSwtSÄW fsW1«*» äää'Ä.WA et'”*" ST-"; stehende Eigenhnt in Anspruch nehmen» ' b 3 in'n al8 ctne '»"en besanaers 3u. iD?ebici^Ib®p"lteaniefnt§fleentn^Qrn“nf -Ä 6i"ul« des Petersburger Berger chimiste ä Paris« in Rutzland unter dem Namen: „Bau Siw.r,«.. toÄSFSlS'fÄÄ «S? SS» RTIäÄ*. I:l ©SXSteft "WS ^nieiget I »lunarn I I8*S,«Ä Amerika. 5- ^"«nst. Der Gouverneur von N-w-Nork Candrdat der Convention von St. Louis für die , Tilden, soeben eine Erklärung, worin er faßt?©,lte öff°ntlicht, worin er sich mit der Convention von Kt bw ia erklärt. — Die Repräsentanten-Kammer geneh.nigte ein Verfaffunas ^nDer^an^e,t ^e£flt$enüenbU"8 6ffen,li*er a”ittc( -u Gunsten einzel^ kirrer' S n eine 64ac "jAen auf k(r D'rrctionl, «mtbifto SlajaB. Als die Aufständischen nun gegen Abend von ihrem Streifzuae beimgekehrt, sich um die Lagerfeuer gelagert hatten, befahl Peko Pavlowitsch, den Gefangenen — Ddl-Aga war sein Name ins Zelt zu führen. Dort machte man Einschnitte in verschiedene Thelle seines.Körpers, loste die Haut ab, so daß sie in Lappen herunterhing, setzte den Unalück- Iichen hinterrücks auf einen Esel und überließ ihn so seinem Schicksale. Das Thier brachte den yoter,cn Nahe einer türkischen Wache, wo Abdi-Aga am folgenden Morgen starb Dergleichen Dinge gehören durchaus nicht zu den Seltenheiten. Nicht nur der Spionage ver- dichtige Leute, sondern alle solche, die man nur beargwöhnt, daß sie irgend welche Verbindung mit den Türken unterhalten, denselben Lebensmittel liefern oder Anderes mehr^ sind keinen an e- nT f^^lichen Tode sicher. Noch vor wenigen Tagen drang ein Haufe sla- Äin ^rkiickes^MfS?rlneg 9Zlnnän,ie^' der seit Jahren die Lieferung der Lebensmittel ftr em türkisches Blockhaus übernommen hatte, und erwürgte dessen Tochter. Mag man daher mmerhin für die Bulgaren und wider die Grausamkeiten der Tscherkessen und anderer türkischen Fmichaaren eintreten, so möge man doch nicht vergessen, daß die Gegenseite ihres formellen kMstenthums um kein Haar breit besser, mannigfach sogar schlimmer ist, denn der Türke verübt ! nur in der wllldesten Aufregung eines vermeintlichen Religionskriegs, und besitzt iK ^^^^bn elne apathische, friedfertige und tolerante Natur, während der Slawe seine Giausamkeiten nicht selten aus innerer Befriedigung ausübt, ohne die Erregung des Augenblicks h>18 Entschuldigungsgrund gelten lasten zu können. ^richte, welche die in der Bulgarei kommandirenden Generäle nach Konstantinopel znlchtet haben, geben eine Menge Einzelheiten über die Unthaten der Aufständischen. Als die Lulzaren die Stadt Kadimelja emnahmen, schlachteten sie daselbst alle Türken; bei der Einnahme Va bafelbfi die Körper von dreizehn ermordeten Frauen; die W Rumänien an Bord des osierreichrschen Dampfers Radetzky gekommenen Aufrührer tödteten M ihrem Marsche in Awanetz sieben friedliche Muselmänner mit Weibern und Kindern. Am Schlimmsten ging es aber zu, als der bulgarische Aufstand schon im Erlöschen war. ^öirthfchaftliches. MM 'S.?®?' be5 durch ein Gummirohr den Damxf in die Röhren Mnesi®befeftiatmnnb0Y,im'^h s" Kupserrohr unter Einscholtuuq eines kleinen Rod? oeM tut " ledeLmaligen Feuen der Röhren auf ein kleines Endchen JJropr gestülpt, welches an dem auf dem Kessel befindlichen Dampfhobn bekestiat ist gf«Sb UÄ1 ,®reter Ia,n0en Xnter benrÄ a™ u?b fü [t (welches so lange fein muß, daß es durch die Reuerbüdife nbpr hi*» Rauchklste reicht) etwa 20 Millimeter weit in das zu fegende Rohr N auf öffn t ma,n gen, unteren Hahn und bewegt das äußere Rohr an der Peripherie des teilen einmal herum. Der ausströmende Dampf fegt das Rohr vollständig rein und . Mr in sehr kurzer Zeit und in der allerbequemsten Weste ohne den Reirttb des Die Emporer^Kessels zu stören und ohne Belästigung des Heizers durch RauchsSchmutz oder Li^e "Hä ! '«litt 'M». '6 #llt| Ä.t ' U leb.,,,"' °di! 5 eine $Nt DöÄS?d5 Sache zu verzweifeln begannen, kühlten ihren Muth an den wehrlosen nI.irL . ^^^ombattanten, die allenthalben in Flammen aufgingen. Der orientalische Kriea m mannigfach den Kämpfen zwischen Weißen und Indianern auf dem Wie die Rothhäute die Scalpe der erschlagenen Feinde als die schönste Kriegsbeute betrachten, so die Slawen die Köpfe der ermordeten Türken. Eristirt bnrfi Rolle svttlten' ffllöT8 /” bie abgeschnittenen Türkenköpfe eine sehr wesentliche fü Sei* Sä«. T °uch,so sehr die unerquickliche Wirtschaft des Halbmondes verabscheuen dl,e aufständischen Elemente um kein Haar breit besser sinv, ja, an vnhäld uS^ßlgem Anstande hinter dem unverfälschten Alttürken weit zurückstehen. (Köln. Ztg.) rb von ber Kunst btx 239) auf der Mäusburg. (4146 Apollinarisbrunnen, ÖCl: (4124 Chaisen u. s. w. 1 r> y> Vormittags 9 Uhr, Korbweidenschnitt aus den fiskalischen Dmiungen an der Lahnstrecke von Gießen ^Heuchelheim an die Meistbietenden für ^laufende Jahr verpachtet werden. Ä Zusammenkunft ist auf der Lahn- Ei dahier. Maschinenöl, feinstes, für Nähmaschinen und für technische Zwecke. Vulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in -/, und 2 Pfd. Kisten, sowie in Vs, V« und % Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Oantitäten zu Fabrikpreisen. L. Müller. Montag den 14. August, Mittags 2 Uhr, lasse in meiner Wohnung bei Herrn A. K. Worms 1 Sopha, 6 Stühle, 1 Commode, 1 Schrank rc., 3 vollständige Betten, Gold- und Silbersacken, Weißzeug, Haus- und Kuchengeräthe versteigern. (4152 F E. Pimp e r. P' am 31. Juli 1876. (4031 Mögliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi. Weiherübensamen : lange Sorte, empfiehlt Fr. Sem ml er. 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Büs. nh;r,Q?ben.__ 4039) Es ist ickon öfter vm gekommen, daß zwei mir unbekannte Frauenzimmer sich für meine Frau und Tochter ansg. geben und Bestellungen in meinem Namen ausgenommen haben: um diesem Betrug zu steuern, diene hiermit meinen hiesigen geehrten Kunden zur Nachricht, daß außer mir nur mein Sohn Friedrich das Recht hat, mick zu vertrtten. Gießen, den t- August 1876. C b^r. Fr. Hauben sock, SonniMwirths Sohn, aus Marburg und E-önningen. Grschästg-Empschiung. Einem geehrten Publikum Gießens und Umgegend die ergebenste Anzeige, daß ich mich an hiesigem Platze, Seltersweg Nr. 184, als Uhrmacher etablirt habe. (4107 Unter Zusicherung reeller und prompter Bedienung bitte ich um geneigten Zuspruch. Achtungsvoll Papiere. gl Versicherungsanträge werden entgegengenommen, RechenschaftsbkM Statuten und Profpeete unentgeltltck verabfolgt, sowie Aufscblüfie bereitwilly ertheitt durch den Bevollmächtigten der Anstalt I. P. V?üüer, Drucksat» Verwalter, Neue Babichvfsstraße. --------- - « - - - -- __ _ _ _ Die befck Die Renten- und Lebenoversicherungs-AuslM machungen^ bezügl ] hnb, auch außerh< --------------- tind des ® ' Ein tüchtiger Maschinrnsührer ltlb fperi(?c ........ ........ I u, ;r« r'| - L -7 "»en Mj 4095) Im Hause des Herrn Zimmer meister P i tz, Grünbergerstraße, sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen._________ 4051) Zwei tneinündergehende schöne Zimmer, ohne Möbel, zu vermiethen bei _________________Ehr. Horey s e ck. 4156) Ein freundliches, gut möblirtes Zimmer m t Alkoven ist zu vermiethen und wgleich zu beziehen bei Hck. Schmidt ________________________an der Braugasse. 4149) Ein Famii enlogis zu vermietr en. Wetzst insgasse A. 32. 4160) Ich erlaube mir meinen geehrten Kunven unv einem gcehrten Publikum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich nicht mehr bei Herrn Drechsler Möhl, sondern bei Herrn Ed. Plank, Metzger, auf dem Marktplatz wohne. «B. Hausey Buchbinder. Großes Mager vorzüglicher Gras- u. Fruchtmähmaschine», Heuwender u. Heurechen, Häckselmaschinen, Dampf- ». Göpeldreschmaschinen. Auf eine zweispLnnige Göpeldreschmaschine mitRermgungsvorrichiung, welche das Getreide fertig in den Sack abliefert, mache besonders aufmerksam. Marburg, im April 1876. (217? J. €. Ostheim, Maschiuenfabrik u. Eisengießerei Annoncen-Expeditio« Täglichdireete Expedition. Rabl an alle Zet.ungeo sachschrtste.-, vortheile. Jnfer7ionstar.se Courebucher rc. des In- und 6 K sraneo. (Alleünge J»ferate>nW Auslandes deren Or.gmal- nähme f. d „Casseler Tagespoß^Z