Dienstag, den 7. November is?a Mo. 960 Gießen, am 6- November 1876. 5716) Ustnaen Aum Lehrer an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms zu er- A V___ tTOiKxrohiAOT. STRilki-ftn SRnrM Hl pembtk' 'sehe Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. (Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. 7. Namensveränderungen. * 8. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allerist ; die erste evang. Schnlstelle zu Lindenfels mit einem Gehalt von 857 Mk. 14 Pfg.; die Gemeinde - Schulstclle zu Waschenbach mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg.; die mit einem evang. Lehrer zu besetzende vierte Gemeinde- Schulstelle zu Bieber mit einem Gehalt von 700 Mk.; eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Bingen mit einem Arffangsgehalt von 1114 Mk. 28 Pfg., welcher sich bis zu 2057 Mk. 15 Pfg. erhöhen kann; die zweite Gemeinde- Schulstelle zu Horrweiler mit einem Gehalt von 685 Mk. 71 Pfg. 10. Sterbefälle. Berlin, 3. November. Reichstag. Zum zweiten Bice-Präsidenten wurde der Depurirte v. Benda mit 156 von 227 Stimmen gewählt, 68 Stimmzettel blieben unbeschrieben. Die bisherigen Schriftführer wurden durch Acclamation wiedergewählt. Nach Erledigung mehrerer formaler Angelegenheiten brachte Miquel die Einsetzung einer neuen Commission für die Justiz-Gesetze zur Sprache. Der Justizminister Leonhardt versprach dem Hause die baldige Zu- tellung einer gedruckten Uebersicht der Bedenken, welche der Bundesrath gegen die Commissions-Beschlüsse habe. Die Bundes Negierungen wünschten zwar durch eine Verminderung der Bedenken das Zustandekommen der Gesetze zu fördern, behielten sich aber zu jeder Zeit das Recht vor, weitere Bedenken vorzubringen. Sich über die ganzen Gesetze im jetzigen Stadium schon auszusprechen, wäre für die Regierungen ein bedenklicher Präcedenzfall. Den Beschlüssen einer Commission zur Concurs-Ordnung würden sich die Regierungen in allen Stücken anschließen. Hieraus genehmigte das Haus die Aussetzung des gegen die Abgg. Liebknecht und Franz anhängigen Strafverfahrens. Der Auslieferungs-Vertrag mit Luxemburg wurde in erster und zweiter Lesung genehmigt. Demnächst folgte die erste Lesung des Reichs-Etats, welche damit endigte» daß die Capitel 1, 16, 18 und 19 des Etats und der Etats-Gesetzentwurf an die Budget Commission überwiesen werden. Bei der Debatte gab der Präsident des Reichskanzler-Amts, Hofmann, eine Uebersicht über das muthmaßliche Finanz- Ergebniß dieses Jahres und bezifferte den muthmaßlichen Ueberschuß auf 8 Millionen: die Mehrausgaben bei der Militär-Verwaltung und dem Reichskanzler-Amt, sowie die Minder-Einnahmen bei Post und Telegraphie (2^ Mill.) und beim Wechselstempel (4/io Mill.) würden durch Ersparnisse bei der Marine und bei den Zinsen für die Reichsschuld gedeckt. Auf eine Bemerkung des Abg. Windthorst (Meppen) erwiderte Hofmann, die vorgeschlagene Reorganisation des Reichskanzler-Amts könne nur vortheilhast für Elsaß -Lothringen, wirken, deffen Verwaltung in keiner Weise von der neuen Einrichtung berührt Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Deutschland Darmstadt 4 Novbr. Die Nr. 46 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt • 1. Allerhöchste Verordnung, die Vorbereitung zum Staatsdienste im lich an das User. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben dem Sebastian Meister II sür diese muthvolle That eine Geldprämie allergnädigst zu verleihen geruht. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Erbach, die Erhebung der Umlagen in der Gemeinde Erbach für 1876 betreffend. 5. Abwejenheitserklärung. 6. Ordensverleihungen. Justiz- und Verwaltungsfache betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Bestätigung Don Stiftungen und Vermächtnissen betreffend. 3. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That. Dieselbe besagt: Am 19. Juli l. I. ful der 9 Jahre alte Johannes Günther von Gernsheim ans werde. Nächste Sitzung Montag. Berlin, 3. November. Ter „Reichs-Anz." berichtigt die Zeitungs- Nachricht, Preußen habe in der Plenar-Sitzung des Bundesraths nicht weniger als 80 Amendements zu den Beschlüssen der Justiz-Commission des Reichstags eingebracht, dahin, daß Preußen den Bundes-Regierungen nur drei Anträge für die Sitzung des Bundesraths mitgetheilt habe, wovon je einer das Gerichts- Verfassungs Gesetz, die Ctvilproceß-Ordnung und die Strafproceß-Ordnung betreffe. Die in den letzten Wochen über die Stellung der preußischen Regierung zu den Justiz-Reform-Gesetzen verbreiteten Nachrichten seien aller tatsächlichen Begründung entbehrende Erfindungen. Berlin, 3. November. Eine Bande von Wucherern, welche hauptsäch. lich Officiere in der schmählichsten Weise ausbeutete und betrog, ist jetzt ding?- fest. Einer der Cumpane ließ die Wechsel bei einem in seiner Behausung wohnenden Diener domiciliren, und wenn dann das Geld auf Abschlag eingesandt wurde und der Strohmann dies vereinnahmt hatte, hieß es, daß derselbe durchgegangen sei. Da die Officiere außer den Wechseln noch Ehrenscheine geben, mußten, welche der eigentliche Gauner in Händen behielt, so geriethen die Schuldner in die ärgste Bedrängniß, die der Wucherer nochmals ausbeutete. Trier, 31. October. Wie Pfarrer Neureuter in Marpingen, so ist nun. auch, der „Deutschen Neicks-Ztg." zufolge, der Pfarrer von Alsweiler verhaftet. Auch noch andere Geistliche sollen wegen der Marpinger Ereigniffe arre- tirt werden. Am 28. Octbr. wurde die von Marpingen nach Tholey versetzte Lehrerin auf das Amts-Haus nach Tholey gebracht, um daselbst verhört uv. werden. Wiesbaden, 2. November. Heute haben etwa 40 israelitische Bürger auf dem königl. Amts-Gericht ihren Austritt aus der hiesigen Cnltns- I Gemeinde erklärt. Betreffend: Die Aufnahme des Erndte-Ertrags im Jahre 1876 Das Gwßherzogliche Kmsamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kwifts. Wir erinnern diejenigen unter Ihnen, welche noch in obigem Betreff im Rückstände sind, an Erledigung der Verfügung vom 14. v. Mts. binnen 3 Tagen bet 3 Mark Strafe. v. Röder. Kreis-Mediciualamtes Erbach zu ernennen. 9 Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die vierte nut einem evang. Leh rer zu besetzen de Gemeinde-Schulstelle zu Bürgel mit einem Gehalt von 942 Mk 88 Ma ■ die Gemeinde-Schulstelle zu Sickenhofen Mit einem Gehalt von 857 Mk 14 Ma. die Gemeinde Schulstelle zu Höllerbach mit 685 Mk. 71 Ma Gehalt Dem Herrn Fürsten zu Löwenstein-Werthheim-Roseuberg und d m?err7Las.n zü Erbach-Schönberg steht das Präsentation««^ zu dieser Stell/ au • die sechste Gemeinde-Schulstelle zu Weisenau nut einem Gehalt von ' die evang. Pfarrstelle zu Ober Mossau. Dotationsmäßiger Gehalt 1284 Mk. Das Präsentationsrecht zu dieser Stellesteht dem Herrn Grafen ... Fürstenau au der jedoch dem Gesetze über die Classification des ; g.ädigst 86. Skp.bi- b.n eväng. Pfau,, Dr. Kari R.ummm ,u »■ 9'. it Kiesiener 'Anzeiger Aiskizr- Mi Amtsblatt für den Kreis Gießen. tum Lagern für kellerähnlicher Lager- zu vemietheir Ui,v^sichngkkit von der Eisenbahnbrücke bei Gernsheim in den stark ange- ^nfanb^aWitr. schwollenen Winkelbach. Der in der Nähe befindliche Sebastian Meister II. von Gernsheim, 50 Jahre alt, eilte ans das Geschrei einiger Kinder herbei, stürzte sich, nachdem er sich rasch seiner Kleider entledigt, in den Bach und brachte den bereits bewußtlosen Knaben, welcher sich krampfhaft an ibn anklammerte und ihn hierdurch am Schwimmen hinderte, mit großer Mühe glück- 5 beziehbar. , 3Mer, Mer schonen Aussicht. Kaulen Hause ist der ' T W vermietheil, 1- onrad Heuser, ist durMs- -abnmeister Schäfer le ch zu beziehen bei . im Chausseehaus. । ncs Zimmer zu ver- vr. Gaguoiv. -- Dienstmädchen ge- "er grpfb. d. Bllts. dmcnräherin sucht Äe- r:eliinähen. Näheres Lriey, Wallthor. tntiett neunen; am 2. Oclbr. dem evang. Mitprediger Wilhelm Rockel zu Ober- hr Ofleiden die evang. Pfarrstelle zu Walleruhausen, dem evang. Pfarrer Adolf Krau« zu Ilbeshausen tie evang. Pfgrrstelle zu Bisses zu übertragen; am . Ittttbli* 4 Octbr. den Lehrer an der Realschule zee Alzey. Karl Weckerleng, zum Lehrer an i(X höh„ee: Mädchenschule zu Offenbach^ den provis. ^Elsatz-Bahnwarter - Georg Se:bert aus Semd zum Ersatz-Bahnwärter bet der Main-Neckar Eisen- bah„ ju ernennen; am 7. October der Schulverwalterin Emilie Cellarius aus Butzbach eine Lehrerinuenstelle an der höheren Mädchenschule zu Offenbach zn übertragen; an: 9. Octbr. den: Schulverwalier Adam Siegler aus Bürstadt tie zweite Gemeinde-Schulstelle zu Heusenstamm, dem Schnllehrer Wilhelm Listmann zu Feldkrücken die Gemeinde-Schulstelle zu Matchen, am 10. Octbr. dem evang. Psarramis-Kandidaten Herm. Heyer ans Trebur die evang. Pfarrstelle zu Nieder-Beerbach, am 11. Octbr. dem Schulverwalter Jacob Kellermann aus Ober-Hilbersheim die zweite Gemeinde-Schulstelle daselbst, am 12 Octbr. dem Lehrer an der Realschule zu Gießen, Wilhelm Werner, eine LehrersteUe an der Stadtknabenschule zu Darmstadt, am 14. Octbr. dem Schnl- - v„walter Friedrich Fleck aus Fürstengrund die dritte Gemeinde-Schulstelle zu Bischofsheim zu übertragen; den Schullehrer Heinrich Winter zn Momart von ! der ihm übertragenen Gemeinde-Schulstelle zu Sandlofs zu entheben und ihm ul die Gemeinde-Schulstelle zu Schlechtenwegeu, am 16. Octbr. dem Schnllehrer Otto Kock »u Ilbeshausen die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Groß Ltndeu dem Schulamts-Aspiranten Georg Mann von Flonheim die zweite Gemeinde- Schulstelle zu Lang-Göns zu übertragen; an dems. Tage den Kretsarz des Kreis-Medicinalamtes Hirschhorn, Dr. Friedrich Langhemz, zum Kreisarzt des m Mn» Wien, 3. November. Im Ausschüsse für die Steuer-Reform-Gesetze eröffnete der Finanz-Minister, daß der Kaiser ihn zu der Erklärung ermächtigt habe, daß rücksichtlich ihres Privat-Vermögens weder der Kaiser noch die Mitglieder seines Hauses eine Steuer-Befreiung beanspruchen werden. Wien, 3. November. In diplomatischen Kreisen wird eingeräumt, daß die Art, wie die Pforte die Waffenstillstands-Verhandlungen in die Länge zog, um mittlerweile auf dem Kriegsschauplätze eine veränderte Situation zu schaffen, ganz dazu angethan war, die höchste Mißstimmung in den russischen Regierungs- kreisen hervorzurufen, und daß so das Ultimatum gerechtfertigt wird. Zudem fällt auf, baß türkischerseits verbreitet wird, Abdul Kerim wolle sich in seinem Siegesläufe nicht Halt gebieten lassen und jedenfalls in Deligrad und Alexinatz Winter-Quartier beziehen. Hiernach droht Gefahr, daß die Vorbedingung des Status quo ante in nicht zulässiger Art alterirt würde. Wien, 4. November. Das hier coursirende Gerücht, Oesterreich be reite sich zum Einmarsch in Serbien vor, wird von unterrichteter Seite für unbegründet erklärt. In Betreff des Ultimatums wird auf Serajewo und anderen Vilajets-Hauptstädten nachträglich gemeldet, daß die russischen Consuln für den Fall eines Bruches mit der Pforte bereits angewiesen waren, abzureisen, und sollten für diesen Fall die russischen Unterthanen dem Schutz der österreichischen Consnln überlasten werden. . Pesth, 3. November. Der Finanz-Minister verwies im Finanz-Ausschüsse auf das feit den letzten Jahren gebesterte Budget und sprach die Hoff nung aus, im Jahre 1880 zum Gleichgewicht im Staatshaushalte zu gelangen. Aravtrei«-. Paris, 3. November. Decazes' Erklärung in der Drputirten-Kammer bestätigt den Beschluß, eine absolute Neutralität zu bewahren, und hofft auf Erhaltung des Friedens. Er constatict den Waffenstillstand als ersten Erfolg der Politik ber Versöhnung. Versailles, 3. November. In der Kammer sprach sich Dufaure formell gegen den Antrag Gatineau's auf Entstellung der gerichtlichen Verfolgung der an dem Commune-Aufstand Betheiligten aus. Die Linke brachte einen Vermittlungs-Antrag ein, wonach einen Monat nach Erlaß des Gesetzes die Verjährung etntreten soll, lieber diesen Antrag wird noch zwischen der Linken und dem Ministerium verhandelt. Msßlaud. Petersburg, 3. November. Der türkische Botschafter Kabuli Pascha beabsichtigt, demnächst mit Urlaub nach Wien zu reisen, um dortige Aerzte zu consultiren. Moskau, 3. November. (Proceß Strousberg.) Alle Vertheidiger der Aussichtsräthe griffen den Staats-Procurator heftig an, indem sie ihm Leidenschaftlichkeit, Voreingenommenheit, Mangel an Objectivität vorwarfen. Auch beschuldigten sie die Anklagekammer, sie hätte der Anklage-Schrift Folge gegeben, ohne deren Inhalt zu kenneu. Wd. Konstantinopel, 3. November. Die Gesandten der Mächte versammelten sich heute bei Sir Henry Elliot, um die Frage bezüglich der Demar- cations-Linie zu erörtern. Man hofft ein Einverstäudniß zu erzielen. Konstantinopel, 4. November. Der französische Botschafter Bour- going hat sich heute auf dem hiesigen französische» Stationsschiffe „Petrel" ein. geschifft, um sich nach Paris zu begebeu. Die meisten Botschafter haben ihre Winter-Residenz in Pera bezogen. In der nächsten Woche gehen Officiere der Mächte zur Feststellung der Demarcatious-Linie für den Waffenstillstand nach dem Kriegsschauplatz ab. Cettinje, 3. November. Fürst Nikita am 1. d. Mts. alle türkischen Gefangenen, ausgenommen die Officiere, entlasten und sie über Rjeka nach Schabljak heimgesandt. KerSie«. Belgrad, 3. November. Der Fürst ist heute vom Kriegsschauplätze zurückgekehrt. Belgrad, 4. November. (Amtliche Meldung.) Die Nachricht, daß Deligrad gefallen sei, ist unrichtig; es haben lediglich auf Vorposten von Deligrad, ehe der Waffenstillstand publicirt wurde, Plänkeleien stattgefunden. Alexinatz ist nicht mit Sturm genommen, sondern nach dem Fall von Djunis geräumt worden, damit die Besatzung nicht von Deligrad abgeschnitten werde. se o t i Gießen, 5. Nov. Gestern Abend feierte die freiwillige Gail'sche Feuerwehr im Saale des Promenadehauses ihr 21jähriges Stiftungsfest. In der von dem Hauptmann des Corps, Herrn Reiber, gehaltenen Ansprache hielt derselbe einen kleinen Rückblick über die Entstehung des Corps, betonte, daß man im Anfang mit großen Schwierig feiten zu kämpfen gehabt, bis sich ein hiesiger Bürger, in richtiger Würdigung des Zweckes der freiwilligen Feuerwehren, bewogen fand, diese Institution in materieller Hinsicht zu unterstützen und zu heben, wodurch es nur allein möglich gewesen sei, das Corps in den Stand zu setzen, das zu leisten, was von einer gut organisirten Feuerwehr zu erwarten sei; es war dies Herr Georg Ph. Gail, dessen Andenken durch Erheben von den Sitzen geehrt wurde. Das erste aus den früheren Hauptmann, Hrn. Ferd. Gail ausgebrachte Hoch wurde mit großem Beifall aufgenommen. Nach Begrüßung der Vertreter der frei®, städtischen Feuerwehr dankte der stellvertretende Hauptmann derselben, Hr. L. Petri, für die Einladung zum Stiftungsfeste und brachte schließlich in Anbetracht der guten Harmonie zwischen beiden Feuerwehren aus das Gail'sche Coips ein Hoch aus. Die «Stimmung der Festtbeilnehmer war eine sehr gehobene und die nun angestimmten Feuerwehrlieder wurden aus „voller Brust" gesungen. Die Sänger der Bürgergesellschast ernteten durch das Vortragen einzelnem Gesangs-Piecen reichen Beifall, ebenso die Bauer'sche Musik-Kapelle. Der prachtvoll ausgeschmückte Saal trug nicht minder zu einer guten Stimmung bei und machte d en Decorateuren alle Ehre. Die zahlreich anwesenden Richtmitglieder bewiesen auch hier wieder, daß unsere Bürgerschaft den Zweck und den Nutzen der hiesigen Feuerwehren zu würdigen weiß. E. Gießen, 6 Nov. Die Ueberfidjt der Studirenden auf der Landesuniversität Gießen vom Jahre 1823 bis 1876 ist in mehrfacher Beziehung von Interesse. Bezüglich der evang. Theologie ist bemeikenswerth, daß ihr Studium in den 20er Jahren in vollster Blüthe stand. 1824 und 1830 114 resp. 120 Studirende, welche Zahl dann langsam, aber constant^ zu fallen begann und im Wintersemester 1874 das Minimum mit 8 erreicht hatte, während das Sommersemester 1876 wieder einen Bestand von 29 aufzuweisen hat — Eine gleiche Erscheinung bietet daS Studium der Jurisprudenz dem im Jahre 1829 247 oblagen, welche Zahl dann rasch fiel und z. B. 1839 nur 39 betrug, sich dann aber bald wieder besserte und bis Mitte der 1850er Jahre meist mehr als 100 war, dann trat abermals ein Rückgang ein und ist in den letzten Jahren der Bestand dieser Fucultät durchschnittlich 72 gewesen. N- Hess. D.) BerVtscdtes. Hamburg, 29. Oct. Ein schrecklicher Unfall ereignete sich heute Sonntag früh in der großen Retchenstraße. Die dortigen sehr baufälligen Häuser, welche schon in bedenklicher Weise nach dem Fleeth hinüberneigten, hätten längst abgebrochen werden sollen. Heute Morgen zeigte nun plötzlich — man weiß nicht durch welchen Umstand — ein Haus eine solch' bedeutende Verschiebung, daß, bevor noch die Insassen sich retten konnten, das ganze dteistöckige Haus in das Fleeth stürzte, unter einem furchtbaren Krach, 20 Insassen in sich verschüttend. Einige Lute, welche im Parterre in einer W-rthschaft saßen, konnten nach kurzer Zeit aus dem Fleeth gerettet werden. Mit der Abräumung wurde natürlich sofort begonnen, doch läßt es sich zur Zeit noch nicht feststellen, wie viele durch den Einsturz erschlagen worden sind. O b e r - R a m ft a d t, 3t. Oct In unserer Gegend macht eine interessante Begebenheit viel von sich reden. Verflossenen Sonntag wollte sich nämlich ein lebensmüder Bursche aus dem benachbarten Webern den Tod anthun und hing sich zu diesem heutzutage N'cht nehr ganz ungewöhnlichen Zweck in seinem Zimmer auf. Glücklicher Weise wurde der intenbirte Selbstmord aber noch rechtzeitig bemerkt, woraus der bereits Baumelnde und Röchelnde nachdem man die verschlossene Thüre eingetreten hatte, abgeschnitten und dem Leben wiedergegeben wurde. Bis dahin hat bie Sache nun N chts so besonders Auffallendes — wenn ich Ihnen aber mittheile, daß derselbe Bursche wenige Stunden, nachdem er auf diese für ihn höchst unfreiwillige Weise dem Tooe entrissen worden mar, in den heiligen Ehestand trat und sein Hoch; itsfest feierte, (und zwar aus dem vernünftigen Grunde, „weil die Kuchen jetzt doch gebacken feien 1") so werden Sie und Ihre geneigten Leser mir zugeben, daß eine Heirath unter solchen Umständen wohl noch nicht zu Stande gekommen ist, so lange die Welt besteht. (N- Hess. V.) Elbing, 1. Nov. Wte nur in westpreußischen Blättern lesen, hat in der hiesigen Schwurgerichttzsitzung vom 23. d. der merkwürdige Fall sich ereignet, daß die Geschworenen einen Angeklagten „nichtschuldig" sprechen wollten und ihn „schuldig" sprachen. Es lag dies an der Wortstellung der Frage, welche lautete: „Ist der Angeklagte nicht ohne sein Verschulden in die Schlägerei verwickelt worden? Die Frage bejahten die Geschworenen, weil sie glaubten, daß er schuldig sei, wenn sie antroorteten: „Nein, er i i mcht ohne sein Verschulden in die Schlägerei verwickelt worden .* Als die Geschwo- icnen den Jrrthum aufflären wollten, war es zu spät, und es blieb nur dem Verth i- biger noch übrig, den Antrag zu stellen, den Angeklagten, der zu 1 Monat Gesängniß oeiurtbeiit wurde einstweilen auf freien Fuß zu setzen, damit seitens der Geschworenen ein Gnadengesuch bei oem Kauer eingereicht werden könne. Diesem Anträge gemäß beschloß denn auch her Gerichtshof. Darmstadt, 3. Nov. Der auch hier bekannte Bänkelsänger Ohaus von Offenbach tritt eben in Berliner Singspielballen in Damencostüm auf. Bezeichnend für die Geschmackrichtung gewisser Berliner Kreise ist der Umstand, daß verschiedene Zeitungen die Leistungen des „Künstlers" Ohaus und sogar dessen Decenz, mit welcher er feine Zotenlieder und Gassenhauer vorträgt, nicht genug zu rühmen wissen. So schreibt z. B ein Berliner Blatt: „Einer der unlängst verflossenen Abende führte uns in die Dem Hu nor geweihten Räume oes Amerikanischen Theaters — und dieser Adens war kein verlorener! — En hochinteressantes Progranm bot des Gediegenen viel und ist darnach in erster Reihe den Leitern dieses Etablissements, den Herren Heinsdorff und Reiff, unser Cvmplunent zu mach.m. Beide haben es verstanden, sich die accrebitirteften Kräfte der vergangenen Saison aufs Neue zu gewinnen, wenn auch, wie wir vernahmen, unter bedeutenden pecuniären Opfern, und diesem erprobten „Stamm" einige neue gute Kräfte zu attachiren. Zu letzteren gehö t als hervorragende Zugkraft der Damenkom ker Ohaus. Dieser Künstler nn wahren Sin te des Worts versteht es, das Publikum durch se ne oecente Wiedergabe pif inter Chansonnettes stets zum ungetrübten Beifall zu bestimmen. Nicht nur seine ange reh ne Persönlichkeit, sondern auch eine wohlklingende Sopranstimme, wie elegante Costümes erhöhen den Erfolg der Leistungen des Herrn Ohans Jeder Nummer mußte Herr Ohaus noch weitere Num nern folgen lassen; auch wurde ihm an diesem Abende eine wohlverdiente Blumenspende zu Theil." Wir gratuliren zu solcher Neclame in der deutschen Kaiserstadt! Wenn wir nicht irren, ist Ohaus vor noch gar nicht langer Zeit in dem benachbarten Frankfurt wegen Vergehens gegen die Sittlichkeit zu längerer Gefängnißstrase verurtheilt worden. Southampton, 2. Nov. Das Postdampssch'.ff des Nordo. Lloy) Neckar, Capt. W Willigervd, welches am 22. Ocrober von Newyork abgegangen war, ist heute 3 Uhr Morgens wohlbehalten hier angekoinmen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Pissagiere, Post und Ladung 5 Uhr Morgens die Reise nach Bremen fortgesetzt. Der Neckar Überbringt 225 Passagiere und volle Ladung._______ Die Verfälschung der Nahrungsmittel. Die humanen Bestrebungen der Neuzeit haben mancherlei Institute in's Leben gerufen, welche den Zweck haben, das Leben und die Gesundheit des Menschen vor den zahlreichen Feinden zu schützen, welche im Geheimen auf dieselben lauern. Zu den allerschlimmsten dieser Feinde zählt die in erschreckender Wei>e um sich greifende Verfälschung der Nahrungsmittel, wie solche in unzähligen Fällen durch die chemische Analyse und durch das Mikroskop nachgewiesen worden ist. Dem Brode, welche« auS geringen Mehlsorten oder aus verdorbenem Mehl gebacken wird, gibt man durch einen Zusatz von Kalkwasser ein weißes, leichtes Aussehen, während man die Schwere durch Zusätze von Gyps, Alaun, Blciweiß und andere, für die menschliche Gesundheit gefährliche Substanzen erhöht. Verdorbenem Fleische gibt man durch Bestreichen mit giftigen Essenzen ein frisches Ansehen. Im Biere sind Giftlolch, Bilsenkraut, Opium, Kockels- körner, Brechnuß und andere Substanzen entdeckt worden, welche zu den stärksten Giften gehören. Bekannt sind die vielfachen Fälschungen, durch welche der Wein vergiftet wird. Erst neuerdings sind in Frankreich große Quantitäten Rothwein, welche zur Ausfuhr nach Deutschland bestimmt waren, mit Beschlag belegt worden, weil man als Färbestoff daS billige, aber intensiv giftige Fuchsin angewandt hatte. Ebenso werden verdorbene Kaffeebohnen mit giftigen Stoffen gefärbt. Sogar aus Teig gebackene und gefärbte Kaffeebohnen und Muskatnüsse, denen man ein künstliches Aroma verliehen hatte, sind gefunden worden. Gemahlener Kaffee enthielt in häufig fest- gestellten Fällen Cichorien, Roggen, Eicheln und andere Surrogate, und diese nicht einmal rein, sondern auch ihrerseits durch Zusätze von Ocker, Eisenoxyd und Ziegelmehl verfälscht. Diese Beispiele, denen sich eine große Reihe anderer hinzufügcn ließe, mögen genügen, um zu beweisen, daß unsere Gesundheit durch die schnöde Gewinnsucht der Fälscher mit jedem Biffen gefährdet ist, den wir genießen. Gewissenlosigkeit und Habsucht reichen einander die Hande, um den eigenen Säckel zu bereichern, indem sie Leben und Gesundheit von Hunderttausenden untergraben. Diese traurige Thatsache kann nicht dringend genug der öffentlichen Aufmerksamkeit und der Aufmerksamkeit dir Behörden empfohlen werden. Daß das Bedürfniß zur Aufmerksamkeit vorhanden ist, beweisen die Fragen, mit deren Beantwortung der Ende v. M. in Bruchsal zusammengetretene internationale Congreß für. Gesundheitspflege und Rettungswesen sich beschäftigen hat. Zu denselben gehörte auch folgende: „Welches sind die Mittel, um die Bevölkerunz vor den Gefahren zu schützen, denen sie durch Betrug und Fälschung von Getränken und Nahrungsmitteln ausgesetzt ist?" Nach unserem Dafürhalten liegt die Antwort auf diese Frage ziemlich nahe. Unsere Alt- vorderen griffen gebotenen Falles zu sehr drastischen Mitteln. Betrügerische Kaufleute wurden mit den Ohren an den Ladentisch angenagelt, Bäcker, welche verfälschtes oder zu leichtes Brod feilhielten, wurden in den „Bäckergalgen" gesteckt — hölzerne, vogelbauerartige Käfige, wie sie noch heut z. B. in Nürnberg und Regensburg in historischen Sammlungen gezeigt werden — und alsdann unter Wasser getaucht. Dergleichen Strafen sind für unser Zeitalter unmöglich geworden, aber was wir aus der Handlungsweise unserer Vorfahren lernen können, das ist die Thatsache, daß im gegebenen Fall das geeignetste Mittel zur Abwehr die Selbsthilfe ist, natürlich die Selbsthilfe innerhalb der gesetzlichen Schranken. Wenn jeder Einzelne, der einem Betrug oder einer Fälschung auf die Spur kommt, unnachsichtlich Die Hilfe des Staatsanwaltes in Anspruch nähme, was leider aus Bequemlichkeit oder Gutmütigkeit nur allzu häufig unterbleibt, so würden gar bald bessere Zustände herbeizuführen sein, während gegenwärtig erfahrungsmäßig die Bestrafungen wegen Verfälschung' von Lebensmitteln zu den Seltenheiten gehören. Wir haben vollständig ausreichende Strafbestimmungen. Wer verdorbene oder verfälschte Eßwaaren, „insbesondere trichinenhaltiges Fleisch", feilhält oder verkauft, wobei es gleichgiltig ist, ob er Kenntniß davon hatte oder nicht, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark, oder mit Haft bestraft. Wer dagegen Gegenstände, welche zum öffentlichen Verkauf oder Verbrauch bestimmt sind vergiftet, oder denselben Stoffe beimischt, von denen ihm bekannt ist, daß sie die menschliche Gesundheit zu zerstören geeignet sind, ingleichen wer solche vergiftete oder mit gefährlichen Stoffen vermischte Sachen wiffentlich und mit Verschweigung dieser Eigenschaft verkauft, feilhält oder sonst in Ver- Pttl's Prd rügen- M g^fte v ! ui^en, zu EN 6« 9«! Har- gen 5765) B Zinsen von Kapitalien linl- um in denselben ohne Vorlage des M dem Kapital fam gemacht, dc einzuhalten iß. Lang-Gon, Für bie Kchnde« Ma MM Bk! Friedrich Jacob OeÄwn ist dm heimlichen Hessen als Bersche Heinrich Sehrt XI Aühn II. von Doei:j toren verpflichtet woi dich zur öffentliche''. K bemerkt, daß Reckt^e SMeig Hchverstk Donnerstag den 9. soll in s rcSfn5 von L Y Men-Bus Mitten M Ä ---ftchl 46 ", " 5 Eichen-; " Stämme W, mit 46 q.» " Berstet Am 14. | findet auf ?OrmÜtagi I?erie-Re^ni Kaser, ?5nttln qm ?fn«S baf *452^ 57551 Alk INtist «mA1' ÄÄ >«ZSLL? jS’Ä #3«m2S ZZ'L &'"'^o"aui XW" ""ütreten ."“ .Mi fit itm Snb[; .weil bie «Ur mitlui,ben, 10e 9(tommtn ist, te6r bringt, wird mit Zuchthaus bis zu '0 Jahren und, wenn durch die Handlung der Tod eines Menschen verursacht worden, mit Zuchthaus nicht unter 10 Jahren oder mit lebensläng- lickem Zuchthaus bestraft. Wo indessen kein Klager, ist bekanntlich auch kein Richter. Die durchaus notwendige Selbstthatizkeit des Publikums zur Entdeckung und Verfol- auna der Fälscher von Nahrungsmitteln wird von doppelter Wirkung 'ein, wenn sie die richtige Unterstützung bei den öffentlichen Sicherheitsbehörden findet. Auch hier liegt gar Vieles im Araen Größtenteils beschränkt sich die Polizei darauf, dann und wann diesem oder jenem Löckerweib die getaufte Milch und die aus Mehl, Kalkwasser und Essig zusammengequirlte „saure Sahne ' auszuzießen, zu leichte oder verfälschte Butterstücke zu zerschneiden und von Zeit zu Zeit bei diesem oder jenem Fleischer verdorbenes Fleisch mit Beschlag zu belegen. Damit ist so aut wie nichts gethan, wenn man erwägt, daß die Verfälschung von Nahrungsmitteln in ungeheurem Umfange und planmäßig betrieben wird. Um den Kampf für die Gesundheit der Bevölkerung gegen Betrug und Fälschung mit Erfolg führen zu können, wird es nothwend.g werden in nicht zu großen Zeiträumen sämmtliche fellgehaltenen Dictualien und Materialwaaren ohne jede Ausnahme einer chemischen und mikroskopischen Prüfung zu unterwerfen, und denjenigen Händler, Bäcker oder Fleischer, der auf fauler Fährte ertappt wird dem Staatsanwalte überweisen, seinen Namen aber durch öffentliche Bekanntmachungen an den Pranger zu stellen. Eine solche Maßregel, ihre allgemeine Durchführung vorausgesebt, würde und könnte ihren'Zweck'' nicht verfehlen. Wir wollen zugeben, daß eine solche Maßnahme in dem Umfange, wie wir ihn im Sinne haben, große Schwierigkeiten verursachen würde. Bei gutem Willen und der nöthigen Energie aber ist sie durchführbar. Wir verfolgen mit rastlosem Eifer den Mörder, welcher durch eine Gewalttat seinem Mitmenschen den Lebensfaden abschneidet, jene Massenmörder aber welche schnöden Gewinnes halber ganze Generationen vergiften, dürfen fast unbehelligt ihr schändliches Gewerbe treiben. Wir stellen dem Fälscher nach, der unser Vermögen beschädigt, bekümmern uns aber kaum um jene zahlreiche, weitverbreitete Fälscherbande, welche uns die tägliche Nahrung in Gift verwandelt, die dadurch unser köstliches Gut, die Gesundheit, vernichtet. Erst kürzlich ist im Reichsgesundheitsamte eine Centralbehörde für das deutsche Reich geschaffen worden, welchem die hohe Aufgabe zufällt, über den Gesundheitszustand im Lande zu wachen, und Institute ins Leben zu rufen, welche zur Beförderung des leiblichen Wohlbefindens der Bevölkerung geeignet erscheinen. Will es sich dieser Aufgabe gewachsen zeigen, so wird es ein wachsames Auge haben müffen auf die Verfälschung der Nahrungsmittel. Durch jede Maßregel, welche Betrug und Fälschung der wohlverdienten Strafe zu übergeben geeignet ist, würde es sich den Dank des verständigen Theiles des Publikums verdienen. Dieses gediegene Volks- und Familienblatt fe ert in diesem Jabr sein 25jübriges Bestehen. — Wenn ein Journal so lange Zeit stets den Rang als eines der beliebtesten und ^verbreitetsten Familien-Unterhaltungsblätter einzunehmen wußte, wie dies bei der „Illustrir- । ten Welt" thatsävlich und in immer steigendem Maße der Fall ist, so ist der beite Beweis I für die Bortreffl'chkeit dieses Journals, welches Reichhaltigkeit und Güte des Inhalts, , sowie prächtigen Bilderschmuck mit beisvielloser Billigkeit verbindet. Man abonnire auf den eben beginnenden Jubiläums Jahrgang der „Jllustrirten Welt" bei der nächsten Buchhandlung oder dem nächsten Postamt. — Welt Pl-eis pro Heft nur 35 Pf. — Preis des ganzen Jahrgangs nur 7 Mark. — Verlag von Eduard Hallberger in Stuttgart und Leipzig. H b,‘ @efd)wo.- (Qulbig sprachen, ■ A^tklagte nicht fra0« bejahten die Aen: „Mn, er «IS die Äeschwo> "ur dem Veith V Dionat Gefängnih ber Ätichworentii m Äntraflt genug Ohiui von Offen: bezeichnend für bie Üledtne Zeitungen iit welcher er feine liflen. So schreibt führte un§ in bie dieser Aden) nur -geilen viel uni iß en H insborff und die accred'.tirießeil iuj), wie wir oer- n .Stamm' einige jenbt jiflfraft der (5 verlieht es, das s jiim ungetrübten Wern auch eine olg der Leistungen tstum ntrnjolgen spende ju Theis" ! Denn wir nicht isianl'uct wegen eilt worden. v Aoy) Neckar, jen on, ist heute inj der für 5ou- jA die Reife nach üe Ladung. eiten tel. i in'8 Leben gmiftn, vor den Unichlimmßen tief« SabningSmi^ likroskop nachzwiesu ftcor&cnem Mehl zr- f ersehen, wähmd für die wenschlichi rulch Bestreichen s -j Opium, Äoiele-. M Slfen gehören |(rt sntneuerM Deutschland bestimmt aber W n^n Stoffen.gN1; eenen «« "J. . ! lühiele m ? ni(i)t einmal rein, * ’S* « Am <4 Aschas' , um^ „nt * -er 0,1 7aC reE -rr?, i.. verm>^ m S10 ift in .At llnfere M Ä-nte wurm leichtes Br -5'--fi,e. wie flt -Ä "Al» ,:r4, Allgemeiner Anzeiger. Kesondere Uekanntmachungeu Bessknllichk Bekanntmachung. Friedrich Jacob Dornemann von Oder-Bessingen ist durch Verfügung Groß- herzoglichen Hofgerichts der Provinz Ober- Hessen als Verschwender erklärt, und Heinrich Sehrt XIV. sowie Philipp Kühn II. von Ober-Bessingen, als Cura- toren verpflichtet worden. Indem man dieß zur öffentlichen Kennti-iß bringt, wird bemerkt, daß Rechtsgeschäfte mit ihm nur mit Einwilligung der Curatoren gültig abgeschlossen werden können. Zugleich werden ille Gläubiger desselben, bekannte wie unbekannte, ausgefordert, ihre Forderungen an denselben binnen 14 Tagen dahier anzumelden, widrigenfalls sie bei Ordnung der Vermögensoerhältnisse keine Berücksichtigung finden. Lich, den 25. October 1876. (5626 Großherzogliches Landgericht Lich. Weyer. ApolL larisbrunnen, Carisbader Mühl- u. Schlossbrunnen, Emser Kesselbrunnen, „ i ränchesbrunnen, „ icloriaquelle, Fachinger, Friedrichshaller Bitterwasser, Homburger Elisabelhenbrunnen, Hunyadi-Janos-Bitterwasser, empfiehlt in stets frischen Füllungen Kissinger Rakoczi, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhäuser, Salzschlirfer, Schwalbachcr Stahl- u. Weinbr., Schwalheimer, Selterser, Wildunger, (2155 Emil Fischbach. Bekanntmachung. Spar- und Mhllasse Nl Fang-Göns. (Eingetragene Genossenschaft.) 5765) Bei Empfangnahme der am 1. November l. I. fälligen Zinsen von den in die hiesige Spar- und Leihkaffe eingelegten Kapitalien sind die betreffenden Einlagescheine derselben vorzulegen, um in denselben den Kapitalbetrag in Reichswädrung einzutragen; ohne Vorlage des Einlagescheins werden die Zinsen weder ausbezahlt, noch dem Kapital zugeschrieben. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, daß der wöchentliche Geschäftstag — Freitag — einzuhalten ist. Lang-Göns, am 31 October 1876. Für die Spar- u Leihkaffe zu Lang-Göns (eingetragene Genossenschaft): A« Henrich, J. Buch, Seltersweg 184, empfiehlt einem geehrten Publikum in- und auswärts sein reich assortirtes Pelzwaarenlager, als: Neerz, Iltis, Bisam, Biber re. re., sowie eine große Auswahl in Bashlik-, Jagd-, Neise-, Mode- und Kinder- mützen zu den billigsten Preisen. (5302 Bei Haus- u. Mchnungrr-Eiurjchlungen xxxxxxx halte bestens empfohlen meine Thürvorlngen u. Coeosläufer, reichste Auswahl aller Sorten Stroh- u. Seegras-, Binsen-, Theerhanf-, CocoS- u. Manilla-Matten von 40 H bis JL 8 per Stück. Jede Sorte Matten und Läufer wird genau nach Maß schnellstens ange- ertigt von (5500 M. Weissbäcker. Dircctor. Versteigerung. Holzversteigerung. Donnerstag den 9. November b. I, Morgens von 9 Uhr an, soll in dem Alten-Busecker Gemeindewald, in den Districten Röderwald und Struth, .folgendes Holz versteigert werden: 1 2 R -Meter Nadel-Scheitholz, 25 „ „ Prügelholz, 46 „ „ Stockholz, 5 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz mit 1,93 Festm., 124 Stämme Nadel-Bau- und Werkyolz mit 46,25 Festm-, 9 Eichenstangen mit 0,29 Festm., 175 Nadelstangen mit 15,95 Festm. Der Anfang ist auf der Hohl über der Lehmkaute. Alten-Buseck, am 1. November 1876. Grotzherzogl Bürg-rmewer-i Alten-Bus-ck. Wagenbach. (5734 Versteigerung. Am 14. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, findet auf dem Kasernenhof des 11b. In- santerie-Regiments dahier ein Verkauf von Mänteln an den Meistbietenden, gegen gleich haare Zahlung statt. {5760 Die Regiments-Bekleidungs,Commission. Aeilgebolenes. 5755) Ein ILjähriges Zugpferd mit ^Geschirr steht zu verkaufen bei Johannes Stumpf, in Burkhardsfelden. Marinirte Häringe enipfiphlt (4658 Emil Fischbach. Aepfelkraut, Holl. Syrup, feinstes Aepfelgelee, feinen Bienenhonig, emvfiehlt , nx ... 5446)__________Ga- W'lh- We idig. 4 Zu den vielen Preiskrönungen ersten Ranges wurde das goldene Kren; nachträglich nach wiederholter Prüfung auf Grund seines hoben medecinischen u. gesund- heitl. WertheS als Magen bitter dem ärztlichen Magenbitter gen. Lestoniae von Dr. med. Schrömbgens in Kaldenkirchen auf Grund der jüngsten großen internationalen Ausstellung zu Utrecht in Holland einstimmig zuerkannt. In Gießen zu haben bei: PH. Nau L Co., Jul. Wallach, I A Busch Söhne, Daniel Heil, H e i n r. K i n k e l, Conditor, W i l h- F l e t t, Neustadt, F. C. Henzerling und Carl W e i d i ß.(5763 Alpen-SchmesilmUkr fernste Qualität empfiehlt billigst (5534 Fmil Fischbach. 2334) Hemden-Einfätze em- pfiehlt in reicher Auswahl II. Rübsamen. 5«28) Falzziegel t>ei Müller «fe Becker Fisenberg9 Rheinpfalz. Miltagskisch UM 12 Uhr und 1 Uhr. 5634) Stadt Fasset. IVeihnaditsausverkauf )U außergewöhnlich billigen Preisen. Derselbe beginnt Dienstag den 8. November und endigt Sonntag den 2äl December d. I. F. liolberfj. 5759) Kirchenplatz. Gebrannten Java-Kaffee I. Qualität ä 1,80 Mark per Pfund, empfiehlt A. Sunli fii. Wwc. in Bonn. Dieser aus den besten Sorten nach einer eigenthumlichen durch lange Erfahrung erprobten Methode gebrannte Kaffee zeichnet sich ebenso durch Feinheit wie durch Kraft des Aroma aus, so daß fein Gebrauch allen anderen Sorten gegenüber nicht nur einen bessern, sondern auch einen billigeren Trank bietet. Dem entsprechend hat sich mein Kaffee in wenig Jahren nicht nur im Rheinlande, sondern auch durch ganz Deutschland zahlreiche Freunde erworben. (4956 Alleinige Niederlage bei «/. M. Ndmfhof» Marktstraste. Winter-Ueberzieher in großer Auswahl billig zu habk» bei li. tii'iitiebmtm, 5761) Sonnenstraße 73. TJr3£” Zur Saison. "LA Durch einen großen Einkauf (gegen Baar!!) bin ich in Stand gesetzt, jede Concurrenj zu überbieten, und empfehle hiermit mein assortirtes Lager in Winkerpaletots, Säckchen, Schlafröcken, Joppen u. s. w. zu den billigsten Preisen. Noch besonders mache ich auf die von mir verfertigten Arbeits Hosen von 2 Mrk. SO Pf. aufmerksam. Sowie nach Maaß unter Zusicherung reeller Bedienung. M. Weiner, Herrenklcidermacher, 5752) ____________Marktstraße D. 31._______________ Für die bekannte Flachs-,Hans-,Wergspinnerei, Weberei, Zwirnerei & Bleicherei in Bäumenheim (bayer. Zahnstation), vrämiirt auf den 'Ausstellungen München 1868, 1871,1872, 1874,1875, Ulm 1871, Wien 1873, nehmen Flachs, Hanf und Abwerg fortwährend zum Lohnverspinnen, Weben, Zwirnen und Bleichen an: Herr Carl Heller in Lich, „ Julius Pfeiffer in Laubach, „ Gg. Kißner in Grünberg. Schnellste und beste Bedienung wird zugesichert. Die Eisenbahnfrachtcn hieher und zurück bezahlt bei größeren Sendungen die Spinnerei. (5215 Kermietyungen. 5739) Ein möblirtes Zimimr zu ver= mikthen bei Georg Lony, Neuenweg. 5735) Ein kleines Logis zu vermiethen. _______Neuen weg B- 188. 5703) In meinem am Schlffenberge, Wege gelegenen, neuerbauten Hause ist der 2. Stock getrennt oder ganz zu vermiethen und sofort zu beziehen- _____________Konrad Heuser. 5633) Zwei möbltrte Zimmer zu ver» miethen-_____________»S tobt Casse l." 5585) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei______________Dr. Gaquoin. 5552) Möblirtes Zimm-r zu vermiethen. Neuenweg 117. 5444) Wolkengasse C. 90 t|i ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, sowie ein möblirtes Mansarden-Zimmer, zu vermiethen. 5242) Seltereweg 102 im dritten Stock ist ein möblirtes Zimmer an einen ruhigen Herrn zu vermiethen._____________________ 5363) Ein geräumiges, möblirtes Zimmer hat zu vermiethen I. Hansl ein, Ludwi^sstratze. 5597) Eine Stube mit Cabinet zu vermiethen. Frankfurter Straste 325/10. 4834) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen._____________Walliborstraße 199. 5756) Ein Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts. 5754) Ein Logis zu vermiethen dem preutz. Bahnhof gegenüber. Näheres bei ___________C. Jung IV., Klein-Linden. 5768) Ein Logis zu vermiethen in 7>er Löwengasse C. 150.P b. Strack. 5767) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net zu vermiethen. C. Becker, Reichensand. Jermifchte Anzeigen. 5758) Eine leistungsfähige Nordhäuser Kornbranntwein-Brenncrei sucht für Giesten und Umgegend einen thätigen, soliden Agenten. Offerten mit Angabe von Referenzen erbitten wir uns unter A. Z. 304 durch Haaeenetein de Vogler in Nordhausen a.Harz, sll. 54155) Dienstag den 7. & Donnerstag den 9. d. W.: Gänse Kegeln g in der Restauration Bramm. Anfang Nachmittags 3 Uhr. 5764) Em Portemonnaie mit ca. 20—24 Jl. Inhalt wurde von einem armen Mann verloren. Dem LWderbringer eine Be lohnung von 3 JTifbd der Expedition dieses Blattes.__ 5743) Eine Maschinennäherin sucht Beschäftigung im Weißzeugnähen. Näheres bei Bäckermeister H. Spieß, Wallthor. 5727) Ein junger Mann mit schöner Handschrift sucht Stelle als Scribent. Näheres bei der Exped. d. Bllts.__________ Gesucht ein braves Dienstmädchen im 5724)___________„Hessischen H o f." 5725) Ein zweiter und dritter Gehülfe finden auf meinem Büreau Beschäftigung. ______Hofg-Adv. Dr. Rosenberg II. -ITNothenberger, JLin den platz, kaust jederzeit gebrauchte Möbeln, Betten u. dgl., sowohl einzelne Gegenstände als auch ganze Haushaltungseinrichtungen, Gold- und Silbersachen, Antiquitäten u. s. w.(3316 Verloosung des Frauenvereins Wie alljährlich, so soll auch in diesem Jahre zu Gunsten unseres Frauenvereins für Armen- und Krankenpflege eine Verloosung abgehalten werden, und hat die Ausgabe der Loose bereits begonnen. Wir bitten daher die zahlreichen Freunde unseres Vereins, uns dazu durch Abnahme von Loosen und durch recht reichliche Svendnng von Gaben, welche sich zur Verloosung eignen, behilflich zu sein. Dringender, als je, bedürfen wir der thatkräftigsten Unterstützung aller Menschenfreunde, da wir die Gewinnung ständiger Pflegekräfte für die unbemittelten Kranken unserer Stadt in Angriff genommen haben und für die dazu nothwendigen, nicht unbedeutenden Geldmittel auch aus einem vermehrten Ertrage der Verloosung einen kleinen Beitrag zu erhalten hoffen. Wir empfehlen daher diese Angelegenheit dringend dem mildthätigen Sinne der Bewohner Gießens. Gießen, den 30. October 1876. Der Vorstand des Frauenvereins. Gewerbeverein. 5757) Mittwoch den 8. November, Abends 7 Uhr, im Schloß: Fortsetzung der Vorträge des Herrn Professor Dr. v. Ritgen über die Stilarten. Der Vorstand. Grieger-Herein 5769) Mittwoch den 8. November, Abends 8V2 Uhr, bei Bramm: Monatsvtrsammlung. Tagesordnung: Wahl Der Deleqirten rum Verbandstag. _______________________________Der Vorstand. Frauenverein 5762) Ich bitte die Damen, statt Donnerstag, Freitag den 10. November zusammenzukommen. Schlosser. Die J. Blocli’fdjc Hoffchünsarlierei in Darmstadt empfiehlt dem geehrten Publikum ihre Anstalt zum Farben und Waschen aller Garderobegegenstände in Seide, Wolle und gemischten Stoffen, Möbel- und Vorhangstoffen jeder Art. — Druckerei nach neuen Mustern. Die Firma liefert stets die neuesten und schönsten Farben in solider Ausführung bei billigst gestellten Preisen. Gefällige Aufträge für obige Firma vermittelt unentgeldlich 5488) Frl. K.e Klos am Neuenweg * 5721) Durch Gegenwärtiges erlaube mir die ergebene Anzeige zu machen, daß ich mich hier als Architekt niedergelassen habe, und bitte die verehrten Bauherrn mich mit ihren geschätzten Aufträgen beehren zu wollen. Durch langjährige Thätigkeit bei sehr tüchtigen Architekten in größeren 1 Städten, glaube ich den an mich gestellten Anforderungen, sowohl in Bezug | auf Anfertigung von Zeichnungen und Kostenanschlägen, als auch I auf Leitung von Neu- und Neparaturbauten aller Art, vollständig | genügen. Gießen, den 3. November 1876. J. Stein. Vorläufige Wohnung: Neue Anlage, bei Herrn Photograph Ph. Uhl. Lebensversicherungs- d- Ersparniss-Bank in Stuttgart. Versicherungen in Kraft 2991s Policen mit m. 112,537,000. - Neue Anträge liefen ein: vom 1. Ian. bis Ende Octbr. 187« 2908 , , 10,018,700, - ' während der Zugang im gleichen Zeitraum des Vorjahrs betrug . 2032 „ , 12,900,400. — Dtvidenden-Vertheilung 38 Procent der Prämie. Anträge nimmt entgegen: (5766 Emil