Freitag, den 7. Juli 1876 icßener meiger Pveis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 3 Mark $0 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags» Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. WZ ■ UnD^irtt§m2r IWchiiMiu, S®?; t: Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. I- V.: Dr- H o f f m a n n, Reaierungsrath. L^£lM5oMk. Bekanntmachung. «erbauten fii7r3 Den § 10 des Regulativs vom 26. Februar 1875, dabin lautend: , ° ■ MD oder an die nächste Mil tor-Neborde 111m fflMlpHrnnartnrt ö 9 v “ VU3 «‘ucijtiiyncic III. Garnitur, III. IV. IV. Paar kurze Stiefel, ) Seitengewehr mit Leibgurt, Säbeltroddel und Schloß Nr. 123. i 6. Juli, Ihr: inmlN1 itid i E. Loti», J Sommanbo oder an die nächste Militär-Behörde zum Weitertransport hierher abzuliefern. ll lul \5lIllL Mainz, den 26. Juni 1876. Königliches Commando des 2. Nassauischen Infanterie-Regiments Nr. 88. Signalement. ..r^Eburtsort: Schotten, Kreis Schotten Hwoßherzogthum Hessen; Wohnort: Grünberg, Kreis Gießen, Großherzogthum Hessen; Alter: 22»., Jahre- Religion- kiWtlisch; Stand und Gewerbe: Weber; Große: 1 M. 57 Ctm.; Haare: braun; Stirn: frei; Augenbrauen: braun: Nase: spitz; Mund: klein; Zahne:'gut- Bart'- F«men; Kmn: oval; Gesicht: oval; Gesichtsfarbe: gesund; Statur: schwächlich; Sprache: deutsch. Besondere Kennzeichen: keine. Bekleidet war derselbe bet seiner Entweichung mit: Die Aussichten Serbiens. itfl gierung kaum geschmälert werden dürften. Somit und bei der natürlichen Scheu, welche die Europäischen Cabinete vor einer gewaltsamen Intervention tragen, handelt es sich für Serbien zunächst nur um den Kampf mit seinem osmanischen Lehnsherrn. Man wird in solcher Weise die Frage nach den Aussichten, welche sich für Serbien in dem unternommenen Kriegsspiel eröffnen, beschränken dann so glauben wir, läßt sich viel eher ein Maßstab für die Abschätzung des Erfolges gewinnen. Türkenfteundliche Blätter wissen nicht genug zu betonen, daß Griechenland und Rumänien mit der slavischen Bewegung nichts zu schaffen haben wollen und die strengste Neutralität bewahren. Lasten wir diese Berichte von einer Politik, die immerhin doch erst die Probe bestehen soll, schlechthin gelten, so bleibt doch immer gewiß, daß der Pforte weder die Ruhe ihrer griechischen Provinzen und Inseln, noch eine werkthätige Hilfe ihres rumänischen Vasallen- staates^ verbürgt ist. Es werden ferner die Schwächen der serbischen Armee- organffation herausgehoben, aber man vergißt, daß die türkischen Heere notorisck noch ungleich schlechter organisirt und geleitet werden. Alle übrigen äußeren Bedingungen liegen indessen für Serbien weitaus günstiger als für die Türkei. Der ganze Nordwcsten der Valkanhalbinsel, in welchem das Fürstenthum Serbien gewissermaßen ein verschanztes Lager bildet, ist slavisches Land, bewohnt von den Bluts-, Sprach- und Religionsverwandten der Serben. Sie bilden zusammen eine compacte Bevölkerung von vielleicht drei Millionen Seelen, von denen nur einige Hunderttausende, die grundbesitzenden Herren zum Islam übergetreten, in jeder anderen Beziehung indeß slavisch gesinnt geblieben sind. Im Norden ist Serbien der Rücken gedeckt durch drei Millionen unter dem Scepter des Königs von Ungarn lebenden Slaven, welche von dem Gefühle der Blutsverwandtschaft und einer leidenschaftlichen Sympathie mit den serbischen „Brüdern" erfüllt sind. So hat man eine zusammenhängende südslavische Bevölkerung von etwa sechs Millionen Menschen, deren Kern Serbien bildet, das für diese Länder sich zu der Rolle berufen glaubt, welche s. R. Piemont auf der Halbinsel der Apeninnen gespielt. T Vielleicht könnte man das um seine Unabhängigkeit und Vergrößerung kämpfende Serbien noch treffender mit dem aufstrebenden Preußen vergleichen, wie es der große Friedrich übernahm, um es auszudehnen zu einem lebensfähigen Staate. Hier wie da ist es der Kampf um die Existenz und in diesem Chargcter des Krieges liegt, meinen wir, allein schon eine nicht geringe Bürgschaft für den Erfolg des vielleicht heroisch, aber nicht, wie man so vielfach hört, sinnlos vorgehenden Serbiens. Es ist ein rundes halbes Jahrhundert her, daß eben dieselben Serben siegreich gegen die Pforte gefochten und sich die Selbstverwaltung und Selbftregierung ihres Landes unter der Oberherrlichkeit des Großsultans errungen haben. Seitdem ist Serbien staatlich und militärisch organisirt, der Wohlstand und die Cultur haben sich gehoben. Und Wnisses hin erfolgen müsse: sobald von praktischen Lösungen die Rede sei, । t ■ "icht mehr die Rücksicht auf eine künstliche Harmonie der Interessen, ilfHP Mnrr einzig und allein die Rücksicht auf die unveräußerlichen Bedingungen Wohlfahrt und des eigenen Bestandes Oesterreich-Ungarns ausschlag- Nkllie sein, und einer solchen Politik unter allen Umständen den Erfolg zu i, werde vielleicht ein nachdrücklicherer, als blos diplomatischer Aufwand neiänglid)? W- --- t tann bis zu reMrsklchn^ sein. Die Habsburgische Monarchie kann in der That leicht dazu |Rn, die Opfer der magyarischen Selbstüberhebung zu zahlen und in ein suchen gedrängt zu werden, welches den Beginn einer europäischen Ver- * Wilnng von unberechenbarer Tragweite bedeuten würde. Cs drohen daher von außerhalb der türkischen Grenzen Ereignisse, welche Himte nicht absehen lasten, welche aber jedenfalls aus die endgültige Ordnung Dinge am Balkan ihren bestimmenden Einfluß zu üben berufen sind, n rin von den Osmanen besiegtes und zu Boden geworfenes Serbien Pen die europäischen Mächte, selbst Rußland, das keine Gefühlspolitik treibt, st ausgeschlossen, wahrscheinlich rasch zur Tagesordnung übergehen. Das Mir Serbien aber wird in Rußland eine mächtige Stütze haben, so daß ' von den übrigen Mächten die errungenen Erfolge der Belgrader ReinieTbliebenen, . @8 wäre ein eitles Bemühen, den letzten Ausgang der Ereigniste, welche '-eibrenten. an der unteren Donau und Save in's Rollen gekommen sind, vor- ^^ alebMki! Errechnen zu wollen, eitel vornehmlich um deswillen, weil aus dem serbisch üirkisch«n Kriege leicht Verwickelungen entstehen möchten, welche das durch die sowie aus L^^alische Frage ohnehin schon gestörte Concert der Europäischen Mächte in zixelle Disharmonie ausklingen lassen dürften. Eine gewisse, wenn gleich ver- und reservirte, Action bethätigen schon jetzt nach den entgegengesetzten ..■••fit benn 'Wangen die Britische und die Russische Regierung. An diesem Factum selbst ^Äüller, En kaum einen Zweifel mehr erheben können, obschon zugestanden werden 'V* ' b nx daß dieses Vorgehen ein sehr vorsichtiges, und daß die Cabinete von ------- Petersburg und von London je nach der veränderten Constellation ihre m M itlelbare Intervention möglicher Weise förmlich ableugnen und thatsächlich ein- '"'tnMuchst dürften. Zugleich ist auch das Drei-Kaiser-Bündniß, diese „Feste Burg turopäifdjcn griebenS", in ein bedenkliches Schwanken gerathen. Oesterreich- tnid) bW'angirn sieht sich durch die serbische Bewegung ganz direct bedroht, es hat schon ort- He feine südslavische Frage. Wenn man gewöhnt ist, die bedeutenderen Aus- jungen auswärtiger Politik im „Pesther Lloyd" auf unmittelbare Inspiration VehrlM d,»Auswärtigen Amtes zu Wien zurückzuführen, so muß der neueste Artikel ^.(n $orfent b. b genannten Blattes als höchst beachtenswerth erscheinen; denn er markirt n blos für gewisse Eventualitäten die Nothwendigkeit einer militärischen AÄlvention Oesterreichs überhaupt, sondern es betont implicite, daß dieselbe Pesth, 4. Juli. Das „Amtsblatt" veröffentlicht einen energischen Er- l’Lreti P ;s Ministers des Innern an die Behörden, welche unter strengster pw und Miscrowig das Arbe seine hier das Mrrvm 3583) Vie ttirecte Steueri äbrti Tage au! Mkiiterei zur 6 liefern, den Sroßherzoglic Gieße Mersahren^ 6) fflOntbfÜ6 bL!Nena ®te8en, bei o] Master. 4) Steinbr. Wagen -Ai , Qcroarr.t, re! tnigensäe S Grund fom noch bedeut! jeicht daran Man Schwerspat zur Bewachung der Grenze zusammengezogen. Araukreich. $80) Sl g sollen auf ; ^Mehende ;®"ffd81nin| Beka 3m Genosse, IltiMdcn <3erii Itrog vollzogen Der für iöossebearnten !dn Gewerbe! tvossrnschch, f ' Gatzen hat s und ist Kons l)ier als Pri worden. Gießen, d Großherzo Sn Verbind im Ganzen hohle Phu- Rumänieu. Bukarest, 5. Juli. Nach dem definitiven Ausbruch des Krieges nmti rumänische Observations-Corps an der serbischen Grenze verstärkt. Serbien. aß des Ministers des Innern an die Behörden, welche unter strengster p^.. önlicher Verantwortung angewiesen werden, jede Art von Umtrieben gegen den mit Oesterreich im Frieden lebenden türkischen Staat enlschiedenst hintanzuhal. ten und nach den Gesetzen zu bestrafen. Belgrad , 4. Juli. Ueber die bisher stattgehabten Kämpfe meldet en amtliches Bulletin: Am Sonntag, 4 Ubr Morgens, überschritten die serblftn Truppen bei Suppovac, nahe der Morava, die Grenze. Die von Milt Jovanovic befehligte Truppen - Abtheilung besetzte Secenica und Dadulic ui chlug die Truppen zurück. Giorgevic besetzte die Höhen von Topolnica. «' Montag griff General Tschernajeff das durch mehrere Batterien verthell^ türkische Lager von Rabina Glava an; nach dreistündigem Kampfe würben t! Türken gezwungen, mit Hinterlaffung aller Vorräthe den Rückzug anzuttee- Gleichzeittg überschritten die unter dem Befehl von Ranko AUrnpics stehee>«> Truppen die Drina und drangen bis Bellina vor, in dessen Nähe sich ein u ifcÄ ft SÄ HB Pesth, 4. Jult. „Kelet Nepe" meldet: Drei Cavallerie-Regimenter und eilf Bataillone Infanterie sind bei Weißkirchen, Semlin Paris, 4. Juli. Die Vorgänge in Serbien finden wenig Bewunderer. Das „Journal des D6bats" spottet über sengeklingel des Milanffchen Manifestes und fügt hinzu: „Es ist weltbekannt, S".f "'S. ' ßonsta i« Tage», ar i^ern datnte einen Dank v vu Zusicherun Azenhaste Be' «acgro von. l ütibe, dies s.abe in Best i«int llnterth int« die P-> Mt im wd zieh- eS ter Punkt auf einem Hügel unweit Podgoritza. Türkei. Konstantinopel, 3. Juli. Der Sultan hat ein Kriegs,nanises - wenn alle diese Fortschritte das Land gewiß noch lauge nicht auf eme ebenbürtige Stufe mit den älteren europäischen Kulturländern gehoben haben, so lst. gegen die Vergangenheit gehalten, doch ein gewaltiger Unterschied vorhanden. Wenn daher im ersten Drittel des Jahrhunderts die unbt8ctp[tnttlen, rohen und schlechtbewaffneten Serben den Halbmond bekriegen und besiegen konnten io sollte man doch glauben, daß dem lebenden vorgeschrittenen Geschlecht, das eine organisirte Macht von hunderttausend Mann gegen die Oomanen sendet, Größeres gelingen, daß ihm alle Aussicht auf etnen glücklichen Erfolg zuge- sprachen werden muffe- Hn Folge des serbischen Ultimatums eine Circular-Note an die Pariser Lagnatair-Machte aerichtet, welche besage, daß die Psorte sich im Falle eines serbischen Angriffes aeaenüber Serbien jeder Beengung für entbunden erachte und von dem Rechte der Vertbeidiqiing auch über die serbische Grenze hinaus Gebrauch machen werde Wie amtlich verlaute, sei von mehreren Setten, namentlich auch von England, bereits billigende Antwort auf jene Circular-Note eingetroffen und sei heute auch aus Petersburg eine zustimmende Erwiderung Rußlands an- gekundigdien 4 yu(L Nmch einet Meldung der „Polit. Corresp." aus Bosnien wird durch einen telegraphischen Befehl des Sultans die Bewaffnung aller Mohamedaner vom 17. bis zum 70. Lebensjahre angeordnet. Wie derselben Correspondeuz aus der Herzegowina berichtet wird seien gestern bei Podgontza die montenegrinischen Vorposten von den Türken ubersallen worden; nach blutigem Kampfe hätten beide Theile ihre respectwen Stellungen behauptet. Wie», 5. Juli. Aus Mitroviz wird gemeldet, daß die katholischen Einwohner Bosniens mit den Türken gegen die Serben kämpfen. — Ende Juli treffen bie Monarchen von Deutfchlanb unb Oesterreich in Salzburg zusamiE.^^ 5 3uH $em ^xlegr.-Corresp.-Bureau" wird aus Athen gemeldet : Die in dem Kriegs-Manifeste des Fürsten von Serbien ausgesprochene Hoffnung auf Griechenlanbs Betheiligung am Kriege ist absolut grunblos, da »wischen Griechenlanb unb Serbien Weber Beziehungen noch Vereinbarungen bestehen. Die griechische Negierung will nicht ihrer friedlichen Politik in irgend welcher Richtung entsagen. ■ 9 Breslau, 4. Juli. Der „Schics. Ztg." wird telegraphttt, dap bei Supowatz seit gestern früh 4 Uhr gekämpft wird. Die Truppen Tschernaieff s nahmen drei türkische Werke. Von 2 Uhr Nachmittags an wurde Nisch beschoffen. Die türkischen Pontons über die Nischawa wurden genommen. _ München, 5. Juli. Die Kammer der Abgeordneten cassirte nach fast sechsstündiger Berathung die Abgcordneten-Wahlen im Kreise Zweibrücken, wo drei Liberale gewählt worden sind, mit 73 gegen 62 Stimmen. Nächste Sitzung morgen. Darmstadt 4. W In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer fragt der - Aba v^Ra7enau, wie es mit dem Antrag über Verjährung der 50-GuldewLoose stehe > und theilt Abg. Kugler mit, daß er noch keine Nachricht darüber von der Negierung babe Einiae früher ausgesetzte Einnahmeposten werden ohne Debatte genehmigt. Mi. i Msterialdttettor K-mpff beantwortet eine Interpellation des Aba„ H rlchhorn über , tfrhaiiuna eines ^ustizpalastes in Gießen dahin, daß die Oberbaudirectron die Plane , noch nicht fertig gestellt habe, er hoffe jedoch, daß noch vor Abschluß des Budget, dre Vorlage gemacht werden könne. Bei der 2. Lesung der Gesindeordnung fuhrt Art. ., den Vertragsbruch betr., zu einer kurzen DiScussion und werden unter Zustimmung der Regierung einige Aenderungen oorgenommen. Nachdem noch verschteoene^ wertere Bestürmungen des Gesetzes längere juristische Erörterungen heroorgerufen haben und ttmge^Amendements theils angenommen, theils abgelehnt sind und auch dre- p^zer- rijjLpn Restimmunaen einige unerhebliche Einwande veranlaßt haben, wrrd das rseseg i G a n z en "e in st i mm i gm? g e n o m m e n. Der, Abg. Martin erstattet Bencht über die ur das Standehaus projectirten Ventilationseinrichtungen. Dumont will eine fasernrich tiina die bei etwaigen Abendsitzungen durchaus erforderlich sei, was andere Abgeor - nete^ bestreiten. Nach weiteren Bemerkungen verschiedener Abgeordneten über entih tion bewilligt, die für Gasbeleuchtung abgelehnt. Eine Eingabe °mch>ed°n'.l,Emwohmr imirhpiffnhf hi? Nsabiraae der dort neu zu erbauenden Reatschute oetr-, wuroe nach mündlicher Berichterstattung des Abg. Hirschhorn abgelehnt. Nächste und letzte S^itzu^g der die^aligen Session morgen den 5, Juli. Tagesordnung: Erhaltung und Restauration der Katharinenkirche in Oppenheim. Jugenheim, 5. Juli. Großfürst Michael tst Hierselbst angekommen. Der Großherzog von Weimar ist abgereist. Berlin, 3. Juli. Aus Konstantinopel wird große Aufregung gemeldet, da neuerdings 250 Sofias gewaltsam fortgeschafft worden sind. Man erwartet dort nach den hier eingegangenen Depeschen eine neue Bewegung. __ Nach übereinstimmenden Nachrichten aus Bruffel hat die deutsche Ab- tbeiluna ber dortigen internationalen Ausstellung für Gesunbheitspflege und Rettungswesen einen bnrchschlagenben Erfolg erzielt.. Von allen weiten wirb ber in ben ausgestellten Gegenstänben erkennbaren Tüchtigkeit, sowie namentlich auch ber ernsten unb strengen Einhaltung ber Grenzen bes Programms Anerkennung zu Theil. Auch die zwar prunklose, aber würdige, eine bewahrte Künstlerhanb verrathenbe, becorative Ausstattung finbet allseitigen Beifall. Berlin, 4. Juli. Von unterrichteter Seite wirb bie Versetzung des hiesigen türkischen Botschafters Ebhem Pascha nach Petersburg und bie Ruckberufung Aristarchi's auf ben hiesigen türkischen Botschafter-Posten gemelbet. Berlin, 4. Juli. Gegenüber ber in ber „Post" ausgestellten Behauptung, Professor Curtius habe ohne Vorwissen bes General-Directors der Museen eine Sammlung von Alterthümern in Italien angekauft, erklärt bie Generall Verwaltuna ber königlichen Museen im amtlichen Theile des „Relchs-Anz. , daß diese gegen Profeffor Curtius erhobene Anschuldigung eigenmächtigen Ankaufs unbegründet sei; vielmehr habe derjenige Ankauf, um ben es sich anscheinend bandele, unter Mitwirkung aller statutenmäßigen Instanzen, namentlich der als Beirath der General-Verwaltung fungirenden technischen Commlsfion, Ae »®onN fc ließen M-nden T, L°>"" Paris, 4. Juli. Der „Agence Havas" zufolge ist im Minister-Coiisll über die neuesten Ereigniffe im Orient Berathung gepflogen. Aus ben einjj; (aufenen Informationen habe sich ergeben, daß bie Politik der Enthaltung, tti Nicht-Eilimischung am m-isten Aussicht habe, von ben europäischen Mäht- aboptirt zu werden, eine Politik, welche auch die ber französischen Regii- rung sei. Paris, 4. Juni. Das Uebungs-Geschwaber hat heute ben Hafen M Toulon verlassen unb ist in ber Richtung nach Tunis avgesegelt. Die fran« zösische Regierung hat bie Anwerbilng von freiwilligen Mannschaften, sowie U Gelb-Zeichnungen zu Gunsten Serbiens verboten. Versailles, 4. Juli. Die Deputirten-Kammer hat ben Antrag M> cours (Radicaler), bie Urheber bts Staatsstreichs vom 2. December 1851 zur Verantwortung zu ziehen, abzelehnt; bem enrsprechenb wurde ber Antrag Du- four's (Bonapartist), bie Urheber des Aufstanbes vom 4. September 1870 gerichtlich zu verfolgen, ebenfalls verworfen. Spanien. Madrid, 3. Juli. Die Anwesenheit des Don Carlos in Mexico >f neuerbings osficiell constatirt worben. Rußland. Odessa, 3. Juli. In ben russischen Häfen herrscht eine außerorde^ liche Thätigkeit. In Nikolajeff werben Monitors unb Panzerkorvetten vollständig ausgerüstet. Völker erlassen. Konstantinopel. General Tschernajeff, ber bie kttegsdurstigen ben in's Feld führt, war früher, wie H. Vambery bem „Pesther^-loy , richtet, vor etwa 15 Jahren russischer General-Consul in Belgrad, v ? tauchte er 1864 im Feldzuge gegen Khokand als Krieger, ja, sogar als uj- der „General" auf, als welcher er vom Fort Perowski aus gegen Tas^ vorzurücken hatte unb biefe Stabt denn auch wirklich ohne Schwertstr 'cp nahm. Als er aber von dort nach Khodschenb unb weiter nach öra P ging, um einen Hanbstreich auf ^amarfanb auszuführen, warb er von Bochara ereilt unb bermaßen anfis Haupt geschlagen, daß er uu F . Verlusten eiligst den Rückzug autreten mußte. Natürlich siel er davun,; tiefste Uugnave. Seines militärischen Postens enthoben, ergab er sch Schrtftstkllcrei. um, gleich Fadejew, mit der Feder d'° Plane der sl Weltherrschaft zu verfechten. Jetzt tst er wtedett zum Knegsmanne avc um die Serben gegen die Türken zu fuhren, bie denn doch andere K-rl daß die Aufständischen, so oft sie eine Niederlage erlitten, die Flucht ergriffen unb verfolgt würben, bie serbische Grenze überschritten haben, unb da von ihren slavischen 93rübern ausgenommen worben sind, ungefähr wie bie carlipj, schon Generäle zur Zeit im Faubourg Saint-Germain aufgenommen wurden. Die Türken, bie den Verträgen huldigen, sind an ber Grenze stehen geblieben und haben ausgeruht, müde, wie sie geworden waren bei biesem Versteckun^ spiel Unb beshalb beschulbigt man sie, die serbische Grenze in einen eifernen Ring eingeengt zu haben, und es ist dies einer ber Grünbe, worauf Fürst Milan sich stützt, wenn er in seiner Kriegserklärung behauptet, baß ihm feint Lage unerträglich geworben! Unb Serbien schließt, inbem es bie Türkei für das Blutvergießen verantwortlich macht!" Die „Mpubl. Franyaise" ermahnt die Mächte zur strengsten Neutralität unb hofft, baß bie beiden Kaiser, bem Staaten bas meiste Bebürfniß haben, nicht in Mitleidenschaft gezogen zu ivti- Den, wie einer europäischen Katastrophe vorgebeugt werden könne. „Frankreich', io versichert auch heute wieder ber „Moniteur", „will aufrichtig unb feiner inneren Entwickelung wegen bie Wahrung bes europäischen Friebens." tiges Feuer-Gefecht entspann. , Belgrad, 5. Juli. (Amtliche Melbung.) General Tschernaieff * 1) @Wn gegen Pirol' vorrückend, Ak-Palanka eingenommen. Bei bem Angriff auf 1)1 - ind bie Türken zurückgeschlagen worden; die serbischen Truppen verhalteii - hier defensiv. Ranko Alirnpics hat bie äußeren Schanzen von Beljina ero -• Allenth üben ist bis jetzt ber Vortheil auf Seite ber Serben. Cettittje, 5. Juli. Der Fürst von Montenegro hat ben Befehl ben, Medun zu beschießen unb zu stürmen; Mebun ist ein bebeutenber bes<->^ m» 6t,” einige Kühlung zu verschaffen und man wird begreifen, wie einträglich ein solcher Kühlungs-Prozeß ist. — (Die Katastrophe bei Aschersleben.) lieber den von uns bereits gemeldeten schrecklichen Unglücksfall in der Grube der Froser Actiengesellschaft in Frose bet Aschersleben entnehmen wir der „M. Ztg." einiges Nähere- Am t. Juli, Nachmittags 3 Uhr, ertönte die Sturmglocke. Im Förderschachte war nämlich durch den in einer oberen Strecke angebrachten Wetterofen Feuer ausgebrochen, welches mit aller Schnelle an dem getheerten Drahtseile hoch ging und Förderthurm und Maschinengebäude in wenigen Minuten in Flammen setzte. Vierzig Bergleute arbeiteten in der Grube. Es retteten sich von allen diesen blos 13 Mann, die Uebrigen erstickten in den Strecken und im Wasserhaltungsschachte. Trotz aller Mühe sind bis heute erst acht Leichen zu Tage gebracht: wann die Uebrigen nachgeholt werden können, läßt sich mit Bestimmtheit nicht angeben, weil die Gase in der Grube sehr stark sind und die Wasser mit jeder Minute höher treten. Sämmtliche Gebäude bis auf Comptoir und Kesselhaus sind niedergebrannt. Es wäre unbedingt nötbig, daß von Seiten der Anhaltischen Bergbehörde eine strengere Controle geführt würde; denn in einem Holzschachte und im Kohlenflötz selbst einen Wetterofen zu bauen und diesen Ofen Tag und Nacht von unerfahrenen Leuten, die höchstens 15—16 Jahre alt sind, feuern zu lassen, und, technisch ausgedrückt, den Förderschacht als Schornstein zu benützen, ist unerhört- Wer trägt die Schuld an diesem Unglück und wer wird sich der armen Wittwen und Waisen an nehmen ? Lokal-SLotiz. Gießen, 6- Juli. Gestern gegen Abend wurde ein Kind in den Neuenbauen überfahren, wodurch" dasselbe einen Beinbruch erlitt. Literarisches. Von der neuen illullrirten Zeitschrift: ^Der Hund. Organ für Züchter und Liebhaber reiner Racen. Redtgirt von R- von Schmiedeberg" (Verlag von Paul Wolff in Leipzig) liegen jetzt die Nummern 4 und 5 vor. Aus dem interessanten Inhalt derselben erwähnen wir: Mittel und Wege, die Zucht reiner Racen zu fördern. I. Ein Organ zur Verständigung. II- Abhaltung von Hunde-Ausstellungen. — Die sogenannten Leonberger Hunde - Allgemeine Grundsätze bei der Thierproduction. Von Director Dr. Rueff. I Die Variabilität und das Akkommodirungsvermögen der thierischen Geschöpfe. — Field-trials. — Jardin d’acclimatation in Paris. — Kynologische Gesellschaft in Wien. — Kollision der Pflichten. — Ein guter Schwimmer. — Einfluß des Klimas. — Field- trial zu Radcwell bei Halle, am 5. Mal. — Hunde-Ausstellung in Köln. — Familiennachrichten. — Verzeichniß von aus England kürzlich eingesührten Windhunden. — Porträts mit ansprechendem Text von folgenden Hunden: Sultan, im Besitz des Deutschen Reichskanzlers, Fürsten Bismarck. Honeymoon und Corby Castle, die Sieger von Altcar 1875. Die Zeitschrift erscheint monatlich 2 mal ä 4 Seiten in Folio-Format und kostet halbjährlich 3 M- Abonnements nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten, sowie die Verlagshandlung entgegen. als die ostasiatischen Horden, an denen der „Sieger von Taschkent sich vor 12 Jahren so gar wohlfeile Lorbern erworben hat. (Köln. Ztg.) — Aus dem Vatican soll, wie die „Jtal. Nachr." melden, nach den Donaufürstenthümern die Weisung abgegangen sein, daß die römisch-katholischen Christen die slavische Bewegung gegen die Mohamedaner nicht unterstützen sollen, weil dieselbe gewiß nur zu Gunsten des schismatischen Rußlands ausfallen würde. Konstantinopel, 4. Juli. Heute findet großer Ministerrath statt. Sämmtliche fremden Gesandten befinden sich hier auf ihrem Posten. Konstantinopel, 4. Juli. Der Fürst von Montenegro hat ein vor acht Tagen an ihn gerichtetes Telegramm des Großvesirs mit der von vorgestern datirten Kriegserklärung beantwortet. In derselben spricht der Fürst seinen Dank in der Anerkennung seiner loyalen Haltung aus, erklärte jedoch, die Zusicherungen der Pforte nicht annehmen zu können. Die letzere sei durch lügenhafte Berichte ihrer Agenten getä'-scht worden. Es sei Factum, daß Mon- I tenegro von den an der Grenze aufgestellten türkischen Truppen blokirt gehalten werde, diese seien in der letzten Zeit noch vermehrt worden. Er (der Fürst) habe in Befolgung des ihm von den Mächten gegebenen Rathes mit Mühe seine Unterthanen von der Betheiligung am Aufstande abgehalten und seinerseits die Pacification unterstützt; doch sehe das Volk heute ein, daß die Pforte nicht im Stande sei, den Kampf zu beendigen; er selbst billige diese Ansicht und ziehe es vor, offen den Krieg zu erklären. ______ __ **ö Vermischtes. — kürzlich wurde in diesem Blatte das Publicum vor Genuß von Schwerspat gewarnt, resp. damit bekannt gemacht, zu welchen Nahrungsmitteln derselbe seine betrügerische Verwendung findet. Wenn man den Betrügereien mit Schwerspat auf ben G^nd kommen würde, so möchte sich wohl die Zahl der angegebenen Nahrnngsmittel noch bedeutend vermehren. Wenn Jemand Bettfedern kauft, denkt er wohl nicht ,o leicht daran, auch hierbei mit diesem Universal-Betruismittel tn Berührung zu kommen. Man denke sich einen Federhändler mit einem großen in mit Wasser gemengten Schwerspat getauchten Pinsel vor seinem Federvorrath stehen^l^^demsel^n^dcnrM !>'" in 8„ ’S UID k l Wr wie bie(lij Wnommen w ’ wttnjt stehen ! !ei bieh Leiste' ' in einen eji, ^runbe, njorauf) ^Ptet, bat hi Lbem es bie Uh 611 SraiiQaijt" (rt ne beiden Äai|er,t n'W geizen y- en könne. „Kch 1 nufrichliz unb s hen griebens." 'st im Ministers ßozen. Aus den itif der Sntbaltus: i europäischen ft vrr sranzöstschen i der in dem i Garic» in Mer- e t e r m 916 4 Buchen 8 (rund) 56 (3570 auf der Mäusburg. 239) 3580) (3008 L. Müller auf der Mäusburg. Wilhelm Orbig am Markt. 3427) it h.'iite ben Uki ivgesegelt. - ft- Mannschaften, M 50 11 107 worden. Gießen, ben 4. Juli 1876. Carbolsäure, flüssig, Chlorkalk und Eisenvitriol r hat den Antnz: 12. Decernbtt |jj| wurde der te; 4. September Holzvcrsteigerung den Domanialwaldungen Oberförsterei Vadenrod. Kirschbaum — Nadel zu Leihgestern. Samstag ben 8. Juli, Mittags um 12 Uhr, Großherzogliches Stadtgericht Gießen. In Verhinderung Grohh. Stadtrichters: Oppermann. :n$t eine ausim Kesondcre Uekauntmachungen 3583) Vier Nachtragshebregister über birecte Steuern für das Jahr 1876 liegen drei Tage auf dem Büreau der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Gießen, ben 5. Juli 1876. (3583 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. B r a m m. Bekanntmachung. Im Genossenschafts-Register bes unterzeichneten Gerichts ist heute folgenber Eintrag vollzogen worben: Der für Verhinderungsfälle eines der Kassebeamten bestellt gewesene Procurist her Gewerbebank zu Gießen eingetr. Ge nossenschast, Ferdinand Hoffmann zu Gießen hat sein Amt freiwillig niedergelegt und ist Kaufmann Wilhelm Balser dahier als Procurist für gleiche Fälle bestellt Versteigerungen. Arbeitsversteigerung Hainbuchen Eichen, Birken, Patentirtes Gase-Insectenputver zur radikalen Vertilgung von jeglichem Haus-Ungeziefer und dessen Brut. Amtliche Zeugnisse, sowie Gebrauchs - Anweisung leben zu Diensten. Alleinverkauf für Gießen unb Umgenenb (3501 L. Müller auf der Mäusburg. — 22 Z | 144 3554) Meine beiden Häuser am Reichen- sand unb Kaplansgasse, sowie meinen Garten am Wismarer Weg, will ich verkaufen. Gießen, den 4. Juli 1876. H. K e ck. Zu verkaufe» ein Schrcibsecretair. Näheres in ber Exped. d. Bltts.(3542 Raum 46 67 von Storndorf nach Winbhausen gelegenen District Stollberg, Forstwartei Storndorf: Scheith- Prügelh. Stockh. Reish- Raummeter Buchen 833 52 2 716 75 Buchen-Stämme von 32—54 Centimtr. Durchmesser unb bis zu 13 Mir. Länge; II. Freitag den 14. Juli in dem Saale des Gastwirths Döring zu Storndorf aus ben Districten Gründel, Riedstrauch und Wingerwald ber Forst- warteien Storndorf und Strebendorf: Scheith Prügelh. Stockh. Reish. 12 Birken-Siämme von 15—28 Centimtr. Durchmesser unb bis zu 14 Mtr. Länge, 1 Birken Stange, 19 stärkere Fichten-Stangen, zu Sparren rc. geeignet, (lagern sämmtlich im District Wingerwald) Die Versteigerung beginnt an jebem Tage um 9 Uhr Morgens in dem oben bezeichneten Locale und wollen sich bie Steigliebhaber das Holz, welches einestheils wegen der zum Ausgebot gelangenden großen Quantitäten, anderntheils wegen der Entfernung ber Hiebsorte von einanber nicht vorgezeigt werden kann, vor ber Versteigerung ansehen resp. durch bie Forstwarte Hartung zu Stornborf unb Richber zu Strebenborf vorzeigen lassen. Weitere Auskunft ertheilt auch die unterzeichnete Stelle. Storndorf, am 4. Juli 1876. (3581 Großherzogliche Oberförsterei Vadenrod. j Jochem. Neue Kosmos ■ Cafe ■ Maschinen elegant tn Messing und engl. Kupfer empfiehlt Aiüerrichkanzeige. Montag den 10. v. Mts. beginnt wieder ein Cursus im Zufchneidcn und Anfertigen von Damenkleidern. • Damen, welche geneigt sind, daran Theil zu^nehmen, wollen sich gefl. bis dahin melden bei 3534) A. Rothenberger, Lindenplatz. Aspen, Erlen 4 38 Fichten-Stämme von 15—33 Centimtr. Durchmesser unb bis zu 16 Mtr. Länge, 3 Ahorn-Stämme von 17,22 u. 33 Centimtr. Durchmesser und 7 Mtr. Länge, b-b»« wi’f, Übertritten h» SSS .bin W" tta 5 tigern , een .Ml««*1’ g.neril WV ? n Truppe D'. ,zbr>ich mW1 Stetige Monogramms (362 auf Briefbogen unb Couverts, per IGO 1 Mk. 50 Pfg., Schablonen stets vorrätbig. Bestellungen Lindenplav im Blumengeschäft. Zur Desinfection empfiehlt i4, ?.,*>*•# Ä er > y <ä 3596) Sehr volkreiche Bier nenstöcke verschiedener Nace in Einbeuten verkaufe ich billig vor der Lindenblütbe. Gleichzeitig bringe meinen Honigverkauf in 1 u. 2 Pfd.- Gläsern bei Herrn I. H. Fuhr, Sonnenstraße in Gießen in empfehlende Erinnerung. Rödelsperger, Lollar. " 3568) Eine Wiese, 1288 Klftr., ist Heu zu verpachten. H. M. Juqhard. 3537) Buchenscheitholz I. Kl. pr. Rmtr. ab Bahnhof Alsfelb Mrk. 9. 50, besgl. frei Bahnhof hier Mrk. 10. 75. Ferner ist em 4jähriges Reit- unb Chaisenpferb, auch zug- fest (Stute), ganz fehlerfrei u. fromm, iU veifaufen. Nähere Auskunft ertheilt Herr Wilhelm Hartmann (Neuftabt) hier- DrafjtfleJTcdjte unö Dralstgemebe zu den verschiedensten Sieben, Fenster Vergitterungen, Ge- stügelhäusern und Gartenumzäunungen verfertigt in jeder Größe und Stärke billigst 3377l >1. Weissbäcker« Reisstärke, extrafein, in Vr, Vi unb 4- Pfd.-Packeten, sowie lose, Wcizenstärke, extrafein lose, Äugelbau in schönster Farbe, leicht löslich, Waschpulver, Soda, calcinirte unb crystallisirte, alle Sorten Seife, empfiehlt (3301 L. Müller auf ber Mäusburg. Weiße Vorhänge aller Art, Rouleaux, Drell in ben gangbarsten Dessins, Anfertigung jebei Decorations-Arbeit in geschmackvollster Ausführung, bei (881 T h. Brück, Kanzleiberg. B 1. Maschinenöl, feinstes, für Nähmaschinen und für technische Zwecke. Vulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in */i und 2 Psd. Kisten, sowie in %, V4 und j/2 Ctr. Kübeln, empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantitäten zu Fabrikpreisen. L. Müller, sollen auf dem Rathhaus zu Leihgestern nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: , i) Schreinerarbeit, veranschlagt zu 50 M-, 2) Pflasterarbeit, veranschlagt zu 140 M-, 3) Chaussirarbeit, veranschlagt zu 148 M-, 4) Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen derselben, veranschlagt zu 625 M-, 5) Sandfuhren, veranschlagt zu 60 M-, 6) Grabenarbeiten, veranschlagt zu 204 M Gießen, den 4. Juli 1876. I. A-: Körner, Bezirksbauaufseher.______ Aeilgebotenes. Samstag den 8 d. M. bin ich auf dem Gießener Gemüsemarkt mit blühenden Topfgewächsen, darunter große blühende Hortensien; ferner mit Gemüsen und großem Häuptcr- salat. (3556 Alsfeld, den 3. Juli 1876. Jean Frick, Kunstgärtner. Vettstdern und Daunen, Barchent, Zwillch und Feder-Leinen, Liefe- rung vollständiger Betten in streng reeller Ausführung, bet (880 Th. Brück, Kanzleiberg B. 1- Megen-Hosi, -Papier & Fliegen-Leim empfiehlt Gg. Wilh. Weidig, 3401)_________________Markt 8._________ 3239) Eine Hofraithe, vor der Stadt gelegen, bestehend aus 2 stückigem Wohnhaus mit Mansarde, Nebenhaus mit schönem Garten, ist unter sehr günstigen Bedingungen zu verkaufen durch I. » l L tz. Es werden versteigert: I. Donnerstag den 13. Juli in Saale des Gastwirths Döring zu Storndorf autz dem zunächst der Chaussee Carbolsäure, Chlorkalk, Eisenvitriol, empfiehlt (3259 Gg. Willi. Weidig, Marktplatz 8-___________ Salicylsäure, chemisch rein, „ Mundwasser, per Flacon 60 Pfg-, „ Zahnpulver, bestes unb angenehmstes Reinigungsmittel der Zähne, in Schachteln ä 40 u. 60 Pfg-, empfiehlt 3097) L Müller auf der Mäusburg. 233^) Hemden-Einsätze em- pfiehlt in reicher Auswahl H. Riibsamen. 3597) Ä von 3588) i. l- Wer 6omni 2. jshrspi r zu seinem Tanzmusik Z 9 Bersrod. (3593 <> Offenheimer Wäldchen Köln-Gießener Dahn 3565) Melchior Mank, Wieseck- bei VerantwortlicheRedaction A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Unio.-Druckeret (Fr- Chr. Pietsch) in Gießen. 2. 3. Die' G Die dech Die We wozu ergebenst einladet 3590) 3586) Möblirtes Zimmer zu vermiethen. Seltersweg Nr. 8. V. der unterzeiä Ueber d L1.=Drb.) A! Bezüglil Eine sp Dar 2313) Sommerröcke, Hosen und Westen für Knaben "nv Herren, in allen Größen und Weiten, empfiehlt zu sehr billige» Preisen.II. Rübsamen. Abfahrten von Gießen nach: Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6« 12, 4", 9*. (2540 Siegen 645 1 2. Wetzlar 6". 8". 955, 12, 4--', 7, 9», £&mr 4- M Beil 5- Der werd Die G . 3n de erste! Dieser $ Der Brandartikel in Nr. 153 will Jemand die gute Wahrheit sagen. Wem bleibt einigermaßen zweifelhaft. Zur Richtigstellung Folgendes: JZBenn am Wagen der einen Maschine ein Stück (das Mutterstück, nicht die Axe) brach, weil es aus ungeeignetem Holz (alterssprödem Eichenholz) gefertigt und dazu bet nur halber Spangenverbtndung fehlerhaft mehrfach durchbohrt war, während es allen Druck bei schiefer Radstellung auszuhalten hatte, wenn der Bruch gar nur die Fortsetzung eines alten, durch den Lackanstrich verdeckten Sprunges war, so trifft ein Vorwurf nur die Fabrik. Wenn der Gewindring am Wafferkessel der anderen Maschine nach zehntahrtgem Gebrauch einmal losging, wer soll da außer Zeit und Gebrauch verantwortlich fein? w Zur Abwendung von Beunruhigung sei bemerkt, daß die beiden vom Platz weg in Reparatur gegebenen Maschinen, die eine schon Dienstag Vormittag, die andere Mittwoch wieder durchaus diensttüchtig waren. „ Die Klage wegen des äußerst schadhaften Zustandes des Spritzenhausdaches rc. ist begründet- Das Stadtbauamt hätte sich wohl nicht dabei beruhigen sollen, daß di' Bauhandwerker wegen Ueberbäufung mit Arbeit die ihnen längst aufgetragene Reparatur trotz aller dringlichen Erinnerungen bis heute znrückstellten. Auf eine Geldprämie dürfte es in solcher Sache nicht ankommen, die sofort vorzugsweise Erledigung bewirkt haben würde. " (-3595 _______________________ Commando der Feuerwehr. .0 o O O O. o Theodor Stolir Schrihmacher. herzlichste Gratulation. D. h. l. 8. m. g. o.: M. E. K. 8. H. D. K. Ärbeiler - Zkmuken- Raffe. Samstag den 8. Juli> Abend 8>/r Uhr: Generalverf ammLung auf dem Lahnstein. 3597)Der Vorstand. Nächsten Sonntag den 9. Juli findet dahier bei Harmonie- und Tanzmusik das Kirschensest statt, wozu freundlich einladet G. F. liorudörfer. iS. ft* Der Vorstand. Sonntag den 9. Juli bei Philipp Hofmann des Musik-Directlirs //. lill.Ni: aus Berlin mit seiner aus 65 Künstlern bestehenden Kapelle, der anerkannt besten Europas. Besetzung: 2« Violinen, 6 Violen, 6 Cellis, 3 Contrabäffe, 1 Harfe, 3 Flöten, 2 Oboen 1 enal finr. I " ■6örn"'2»**-«.2 $ mann E........ Geburtstage die Qm Krieger-Fesl m Wieseck Sonntag den 9. Juli, Usohllungsneränderung. Meinen verehrten Kunden die ergebene Anzeige, daß ich heute an Mühlgaffe Nro. 71 wohne. Mm kl Re 6. Unserm lieben Freunde Her- O, Loiffumaereia Der RahnbMenfleten. Die diesjährige Vereinsverfammlung soll Samstag den 8. Juli d. I., Abends V27 Uhr, im Saale des Felsenkellers stattfinden und werden alle Mitglieder des Vereins dazu hierdurch eingeladen. Die zur Vorlage und Verhandlung kommenden Gegenstände sind: 1. Vorlage der Rechnung, der Bilanz und einer Geschäftsübersicht vom Jahre 1875; 2. Definitive Festsetzung der Satzungen des Vereins; 3. Bestimmung über Verwendung des Geschäftsüberschusses; und 4. Wahl der Beamten des Vereins. (3577 ______________Die Berwaltungscommisston. Allen Denjenigen, die unseren Gatten, Vater, Schwieger- und Großvater Andreas Mölil zur letzkni Ruhestätte begleitet haben, sagen wir hiermit unseren Dank. ' (3597 Die trauernden Hinterbliebenen. WEN ZE!. X GA UTEN. l)or(iiu|ige Anzeige. Nur 15. uiifc 16. Juli 1876 (Samstag unft Sonntag): Großes Coueert 6 . ... Zlermiethungen. 3569) Eine Stube mit ober ohne Möbel zu vermiethen. Wo? sagt die Erp, b Bl 3574; Ein möblirtes Rimmer mit schöner Aussicht zu vermiethen. ______W- Krämer, Reichensandstraße. 3572) Ein Familienlogis zu vermiethen bei Philipp Dörr, Heuchelheimer Chaussee, m der Schieß gaffe. 3584) Unterricht im Griechischen unl Lateinischen. Wo? sagt die Exp. b. B! 3596) Mehrere Wagnergesellen gesuch von______L. Geißler, Kaplansgasse. 3589) In meinem Mädchen-Institut können nach Ablauf bcr Sommerferirr (d. 14. Aug.) noch einige junge Mädcher von Auswärts ausgenommen werden Grünblicher Unterricht (Vorbereitung auf bas Lehrerinnexamen), gewissenhafte Ueber- wachung unb gute körperliche Pflege werden zugesichert. Prospecte besagen bas Nähere Darmstadt. Julie Wildae 3591) Ein möblirtes Zimmer zu ver: miethen im Hause des Herrn L. S ch o m b er 1 Treppe hoch. 3587) Zwei ineinandergehende möbM Zimmer mit separatem Eingang zu ren miethen bei__L. Kauf. 3595) Ein Laden mit Logis auf dm Seltersweg zu vermiethen. Näheres bei ___.____________________ I- Blitz. _ S84) geräumiges Zimmers Cabinet, Küche unb allem Zubehör zu uen miethen. Seltersweg L't. C. Nr. 2. _ 2655) Das seither von Frau Advocat Fuhr bewohnte Logis ist anberweit zu vermiethen.___________________F. Jutzi. 3345) In unserem Hinterhaufe ist ein Logis von 4 Zimmern rc. zu vermiethen unb per 15. September beziehbar. _____________ Flick & Kröll. 3385) Ein Laben mit Logis an der Hauptstraße gelegen zu vermiethen. Nöhe- res bei Elias Meier. 3540) Der seither von Zahlmeister Keller bewohnte zweite Stock meines Hauses .st zu vermiethen und bis 1. October zu beziehen. Gastwirth Theobor Schmibt ____________________Gartfelb.________ ' 3354) Eine schöne Familienwohnung st zu vermiethen unb alsbald zu bezteben bei __________Ludwig Pirr, Neuenbäuee. Dich W der Ersch ludnuiig enthi ber zum ein Bei N fing nicht statt Die v rkrziehen woll Für dii 3532) Einen tüchtigen Pferdeknecht sucht ___________________________H. Abami. 3545) 30 Arbeiter können sofort Arbeit erhalten bet C o n r a d A tz b a ch, __an ber Actien-Brauerei. 3446) Aus der Backsteinfabrtk von S. Katzenstein dahier (früher Eichenberg) können von jetzt ab Ruffensteine abgefahren werden. Abfuhrfcheine können bei Herrn Thor- chreiber Roloff am Wallthor in Empfang genommen werden._______ 3594) Ein gelber Pinscher entlaufen; bem Wieberbringer eine gute Belohnung bei________H. Seibert, Mäusbnrg. 3592) Maurer unb Handlanger finden gegen hohen Lohn bauernde Beschäftigung Aermischte Anzeigen. 3539) Forberungen an die verstorbene Wittwe Rink sind innerhalb der ersten Tage bei bem Unterzeichneten geltend zu machen. Gießen, 3. Juli 1876: ____________________Frtedr. Heuser. 3567) Ein Schüler kann Kost und Logis erhalten. Näheres bet der Exped. d. Bltts. 3544) Mehrere Zimmergesellen gesucht von I. Alker. 3571 Ein möblirtes Zimmer zu Der; nvetben. Spengler Rühl, Neustadt. 3566) Eine Mansardenstube mit Cadinet, unmöbltrt, ist zu vermiethen. ____________Lmdenplatz Lit. A. Nr. 241. „3536) Wallthorstratze A. 239 ist ein geräumiges Familien-Logis zu vermiethen. 3519) Zwei größere Familienlogts auf 1. October zu vermiethen. ____________________Dr. Weber. 3392) Das seither von Herrn Polizeirath Nover bewohnte, in meinem Garten alleinstehende Hans ist wegen dessen Wegzug nach Darmstadt bis Anfang September zu vermiethen.