»8V6 Sonntag, den 7. Mai Zweites Blatt. U«. 106 n. AG- An?eige- «ni> Amtsblatt für den Kms Sich» an, it H ~~ n Mommsens einherschleppen lassen. Aber wer vermag das Andenken der bisher für ehre n- werthe Leute gehaltenen Todten weiß zu waschen, welche nut solchen Schandllchketten aus dem Gewissen in die Grube gefahren sind? Und noch schlimmer : welche Möglichkeit einer Rehabilitirung ist denjenigen lebenden akademischen Collegen offen gelassen, welche einst als Mitglieder der gebrandmarkten Fakultäten alle jene verruchten Mißbrauche übten, duldeten, vielleicht sogar schaffen halfen, inzwischen aber ihre Schritte m eine reinere und tugendhaftere Atmosphäre, etwa an die Spree, gelenkt haben und dort nur deßhalb aus- ,. 1 ' ... c . ... if V- ai.-r, des allen 9 Ubr-' II II )0ll inp tn. n ir ii 7.— 5.— 3.50 raschinen, abrikates- , rt-r H« und franco» Dcntscötanö. Gieße», 6. Mai. Im Aprilheft der preußischen Jahrbücher hat Herr Prof. Dr. Th. Mommsen einen Aussatz veröffentlicht, in welchem die Promo, tionen auf einer Anzahl deutscher Universitäten einer verurlheilenden Kritik unterworfen werden. Da auch Gießen unter den getadelten Universitäten genannt wird, so wird es für das hiesige Publikum von großem Interesse sein, auch eine dem Mommsen'schen Aufsatze entgegentrerende Beurlherlung des deutschen Promotionswesens kennen zu lernen. Wir theilen daher unseren Lesern den nachstehenden in der „Allgem. Ztg." erschienenen Artikel des Herrn Pros. Dr. Heinze (Jurist) unverkürzt mit: Preitz vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. t Comp. er Prov- Unb lieber; Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. L. Nr. 18. vSTf«ST «Ä bie Sc^attniffe »^Umgebungen die Fortsetzung Äs alten Lasters unmöglich machen! Oder besteht vielleicht das innerste Wesen der ganzen Nichts Würdigkeit darin, daß man zaudern kann, auf den herrischen Zuruf des Berliner gen diesen Universitäts-Moloch stehenden Fußes abzuschworen? Lautet etwa die,BeIenntmß- sormel, an der die Gerechten und die Gereinigten erkannt werden: „Allah 'st Allah und Mommsen ist sein Prophet"? Aber Scherz beiseite bie erhobenen Vorwürfe send so um geheuerlich, sie erinnern so unwillkürlich an bte gestohlenen Pendulen, daß es schw" 'st ihnen gegenüber den vollen Ernst zn bewahren; unmöglich freilich auch an der Abfas ung einer Urkunde theilzunehmen, zn welcher ein solcher Eingang geschrieben ist. Ich denke, leine deutsche Fakultät wird sich von hrn. Mommsen unter das Joch schicken lassen. Und wie würden Hr. Mommsen und Andere entrüstet fern, wenn man 'hren Angriffen Schee- sucht oder andere egoistische Alotive zu Grunde legen wollte ! In Wirklichkeit aber hieße di-b denn doch gewiß nichts anderes, als den Angre, ern die gleiche Münze he,m ahlen. Oder behaupten etwa jene mit der Gnadengabe einer aller Versuchung überlegenen Herzens- reinheit und Charakterhoheit ausgerüstet zu fein ? . nh..r Dieß auf die Schmähungen, welche der Sache selbst, ohne allenl Schaden oder richtiger mit entschiedenem Nutzen, hätten fern bleiben können. Für ^"e sachliche Ve) lung der Frage ist entscheidend als was man gegenwärtig den Doctorhut zu betrach hat-, eine Vorfrage, welcher Mommsen nur beiläufig näher getreten ist, freilich ohne Uebereinstimmung in den gelegentlich gegebenen Antworten, also wohl auch ohne volle ri Ful^. , Mekm. *£SSS ÄX-'-’p l>r. Sttihett" igtzverhöltni^ Stamm ab haut? p r . ... Mommsens Vorschläge, ohne Laxheit durchgeführt, werden dahm fuhren, daß wenigstens um den juristischen Doctorhut künftig so gut wie aus chlicßlich dieiemgen stch bewerben, welche auf den aeademischen Lehrberuf aspiriren. Damit aber wird die Di etor^ Prüfung eine Berufsprüfung, verliert die Ertheilung des Doetorats den ®h"r"kter einer Promotion, tritt sie einfach in die Reihe der Staatsprüfungen. Und wozu dannnoäi Sie Tautologie von „Doetoren" und „Docenten?" Der Dünkel der Professoren -st letzt schon ein Thema, das in allen Variationen und endlosen Wiederholungen als be _ f« Hauer aus der großen und kleinen Presse dem lieben Publikum entgegen , 3 _ lichen Zeichen, daß es mit der Professoren-Herrlichkeit seit einigeni Iah s'h bereite die Neige geht. Versteht der in der That die Zeichen der^Zeft, welcher dem. oereus wegen seiner Exclusivität verlästerten Stande die Pistole auf die Br s s tz, h o Besteigen des Jsolirschemels zu zwingen? Ist es heutzutage angez g , eine „b . 'n zu graben zwischen dem zünftigen Gelehrtenthum auf der '-wen fl $ strebsamen, wissenschaftlich gebildeten Menschheit, der aber die Pf s * .... Hut gesteckt ist, auf der anderen? Sollte die richtige Parole Popularisirung der Wissenschaft, aber persönliche Absperrung, der^^^Hrtenzunft, welche zum Hüter des heiligen Feuers bestellt ist. Die Doctorpron Eonvtntion die tation des Neophyten durch das Priestercollegium. Bekanntlichaber ^dwCooptation die gefährlichste aller Wahlarten, und die Erfahrungen nicht bloß der -Lergangenheit zeigen, daß die größte Gelehrsamkeit kein Gegengift ist gegen bert modus seinen Trägern einimpft: Ich könnte über diese Seite des P^rograimm,o Mommsen viel mehr sagen, aber es scheint mir wohlanständig Uber den Stand, dem ich selbst- ange- höre, ein achtungsvolles Schweigen zu bewahren. Nachdem übrigens die-GelehrtEnst einmal der Zunftsprache sich hat entäußern mussen und.durch die breit ^nstrbm nde Fluth der Naturwissenschaften gesprengt ist, wird es selbst einem Gott Nicht gelingen dieelbe unter dem alten Zeichen des Doctorhuts oder durch einen neuen Zauberspruch zu einem anderen als einem Scheinleben zu erwecken. . Die Lebensqewohnheitcn haben stch dahm ausgebildet, daß m mehreren Deutschlands die Erlangung des juristischen und des philosophischen Doctorchiüs. n nicht mehr, doch eine Anstandspsticht rst für brejemgen, welche tn gerorffe »ffen«^^ 2kn «r eintreten wollen. Eine beträchtliche Anzahl junger Juristen ferner will> cht öffcntllche Armier oder Dienste übernehmen, bedarf aber für engere oder wertere Kreise eines ? nisses über ernst und erfolgreich betriebene wissenschaftliche Studien, ^ch will au! Herr Dr. Th. Mommsen und die Promotionsreform. 1 .Heidelbera, Ende April 1876. Die literarischen Fehden deutscher belehrten bieten j bis in die Neuzeit viele Beispiele eines Kampfes, in welchem ^e Triftigkeit der Grunde ersetzt werden soll durch die Stärke der Ausdrücke. Aber die Palme m dieser Jlat lipfeg- rveise dürfte dem Aufsatz Theod. Mommsens „Die Promotionsreform m deindreßlührigen Aprilhefte der „Preußischen Jahrbücher" gebühren. Mommsen „.sprichr selbstv«-rstand ich nur für stch, und die individuelle Ueberzeugung ist nothwendig eine einseitige . Er har „vermieden und wird vermeiden, (KB.) so lange er es kann, die Individuen m dre < Debatte hineinzuziehen". Er will alles thun, „daß die Angelegenheit nicht n das nüber- . wärtige Gezänk ausraufe, wie es in den Verhandlrurgen dieser Art hergebracht ist - Aber wie hält er Wort? Ich finde völlig begreiflich, daß Mommlen dre Unmersttaten Herdeb berg, Jena, Gießen, Freiburg nennt, denen sein Angriff hauptsächlich gilt. Unbegreiflich bleibt mir, wie er diese Anstalten für Kugelfünge ansehen konnte, m denen seine ü'.geln sitzen bleiben würden, ohne die Individuen zu gefährden, aus welchen diese Um- rersitäten zusammengesetzt sind. An Stelle der, Vorsicht rm Urthei , we che. geboten gewesen wäre durch die bewußte und bekannte Emjeitigkeit, werden alle Schleußen eurer überall berechtigten sittlichen Entrüstung aufgezogen. Man memt em Caprtel aus emer jener berüchtigten päbstlichen Bannbullen zu lesen, wenn man den Duft des Bluthen- kranzes einathmet, mit welchem Mommsen die Schläfe ferner Gegner zu schmucken bemüht ist. Es „gibt (durch Wiederholung bekräftigt) nicht wenige recht gewissenlose Professoren , denn „leider ist der Stand noch nicht erfunden, der seine Genossen von Leichtfertigkeit und Schändlichkeit fern hielte". „Die von nicht wenigen deutscheri Universitäten betriebene unredliche Fabrikation gelehrter Titel hat em Makel auf diej Nation selbst,, ihre Nachbarn wohl halb spöttisch, halb neidisch als die gelehrte bezeichnen . Es sei nicht angebracht, „die hergebrachte akademische Leisetreterei weiter zu üben und, um em■ College zu bleiben, der Schändung des deutschen Namens ferner geduldig' ruzusehe . .Ein milderer Ton gegenüber perversen und pervertirenden Instituten sei nicht an Zeit". Keine Nachsicht „diesen Parasiten der Kleinstaaterei", als welche die ',corru^rten Facultäten" mit dieser ihrer „Mißwirthschaft", „zerrüttete Korporationen , ,,Fakultäten, welche ihr ernstes Geschäft leichtfertig betreiben", characteristrt werden. „Wenn die^Faul- niß weder durch Heilmittel noch durch Amputation beseitigt ehrenwerthe Einrichtung (der Doctorpromotivnen) unter dem Fluch der ^^rlichkeit un der Verachtung zusammen". Gegen diese Würfe nut faulen Eiern ueßmen sich die „httist- lichen Doetoren", wie Mommsen die ohne Veröffentlichung einer DMtation creirtcn Doetoren nennt, und dem entsprechend die z. B. in Gießen und Heidelberg ..heimlichen Promotionen" fast noch aus wie Anklänge an einen harmloseren H • gibt es auch unter diesen heimlichen Missethätern noch Abstufungen. Gewisse 6 nämlich „fordern die Controle der Publicität, lassen sie sich aber gegen eine we ' bühr abkaufen". „Nachlässige Regierungen" halten die Hand über''Sewisienlose^Fakultäten"". Unerhörter endlich als unerhört ist eine Wendung, zu welcher die Erwa) g der bekannten Feilbietung des Doctorhutes in Zeitungsannoncen Anlaß bietet. Hier yan e es sich freilich um „andere Diplomfabriken und einen Schwindel von gröberer derjenige sei, mit welchem man an den Universitäten zu kämpfen habe", doch aber „ on c niemand dafür einstehen, ob nicht dieses auf der Hintertreppe sich bewegende Vermittlung qeschäft schließlich irgend einen deutschen Spectabilis compromittire"". Was würde erfolgen, wenn ein Offizier über seine Cameraden, ein Richter o e Anwalt über seine Collegen so sich äußern wollte? Ich weiß nicht, aber ich hoffe, aß den lebenden Sündern und Zöllnern verziehen wird, wenn sie in Sack und Ajche -«i ß thun und mit zerknirschten Mienen und gefesselten Händen sich hinter dem Triumphwage Klarheit in der Auffassung. Einmal ist ihm die Doctorprüfung wesentlich em Act zwischen dem Lehrer und dem bei ihm Lernenden, d. h. seinem Schüler. Der Doctorhut ser denen zu versagen, deren Leistungen den für die praktische Thätigkeit erforderlichen Mim- m. als ab von Anlagen und Kenntnissen nicht erheblich übersteigen. Anspruchsvoller klingt schon, daß der Doctorgrad im Allgemeinen diejenige Kategorie bezeichne, m der die Fakultät für die Zukunft ebenbürtige Gelehrte anerkenne, den Nachwuchs der eigentlichen Gelehrten. Viel höher greift dagegen der Ausspruch : es handle sich bei der ^.octor- promotion um Constatirung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen. ^>ch will kommst n nicht bei diesem letzten Wort nehmen, dessen Verwirklichung den Kreis der Doetoren der Zukunft doch wobl sehr beträchtlich über seine eigene Absicht hinaus cmengen wurde. Schiebe ich ferner die Prüfung des Schülers durch den Lehrer beiseite, die anlchcmend bloß Beiwerk ist, um die Bannrechte derjenigen Universitäten zu motiviren, auf denen der Candidat studirt hat, so bleibt als Kern übrig: das Doctordiplom soll die Urkunde sein über die Aufnahme in die eigentliche Gelehrtenzunft. Stünde dies fest, so konnte man stch den Forderungen Mommsens an und für sich betrachtet in der Haupffache Aohl anschließen. Aber ich kann diese Voraussetzung, auf der das ganze Gebäude rener Vorschläge ruht, als eine berechtigte nicht anerkennen. Weder vom Standpunkte der thatsach- lich gegebenen, geschichtlich gewordenen Sachlage, noch vom Standpunkte des Bedurfnisie^ und Nutzens für die künftige Entwickelung der Dinge. Der Doctor verschiedener Fakultäten und Universitäten ist heutzutag ohne Wuer- streit ein Gut von sehr verschiedener Bedeutung. Die theologischen Fakultäten behandeln bekanntlich ihre Ereationen, soweit sie dieselben nicht honoris eausa emtreten la>stn, annäherungsweise in jenem Sinn der Aufnahme in die Zunft ihrer ergentüchen Geleh^ Hier wäre also Mommsens Ideal bereits verwirklicht, ^ch weiß a6er ^^06^ gegen- wärtige Lage der theologischen Fakultäten sehr ermunternd ist für den f^schlag, diese Praxis auf die übrigen Fakultäten zu übertragen. Der doctor der Medicm war bis in die Neuzeit vielfach von Rechtswegen und ist tatsächlich wohl auch letzt noch und für utt nächste Zukunft die einzige Thür, durch welche der solenne Eintritt in die Praxis g^stom- men werden konnte. Dies erkennt Mommsen selbst an. Und um die akademischen Garten . von diesem unbequemen Bastard zu reinigen, schlägt er ^ls Auskunftsmittel Gewinnung ■ des Doctorats durch das Bestehen der medicinischen Staatsprüfung vor. Mit. anderen : Worten : diejenigen Bewohner des Hauses, für die der Riß des Neubaues schlechterdings nicht passen will', werden nöthigenfalls an die Luft gesetzt. Hinsichtlich der juristffchen ; und der philosophischen Doctorprüfungen weichen thatsächlick Statuten und Praxis der . einzelnen Universitäten vielfach von einander ab; die äußeren und inneren Anforderungen t liegen bei den einen auf der Linie der Mommsen'schen Vorschläge, bei den anderen begnügt _> man sich mit Leistungen in geringerer Zahl, vielleicht auch von bescheidenerem Gehalt. ^S(U ^Sobald man9 die Dinge radical behandeln will, müßte man mit dem Doctor überhaupt tabula rasa machen. Doctorhüte, Titel, Ordensbänder, Mitgliedschaft ge.ebrter Gesellschaften ohne Mitwirkung gehören sämmtlich in die Kategorie Dmge, w^che absolut betrachtet ohne Werth, also ohne Existenzberechtigung sind. Sub;ectiv betrachtet freilich werden diese vermeintlichen Nichtigkeiten von keinem Individuum germanischen Blutes für völlig werthlos gehalten, und die geäußerte Mißachtung ist oft nichts andere^ als der Ausdruck unerwiederter Liebe. Wir germanisch gearteten Menschen können uns nun einmal von dem Vorurtheil der äußeren Ehren in allen ihren Erscheinungen und Abstusungen so wenig losreißen, wie von dem Anspruch der mneren Ehrenhaftigkeit auf Herrschaft über all unser Thun und Treiben. Wer von dieser Schwachheit frei ist, wird mit dem ganzen Plunder auch den Doctorhut in die Rumpelkammer werfen. Wer aber einmal jener Schwäche das Zugeständniß macht, daß er die akademische Decorativn Fortbestehen lassen will, wird das Object nicht blos von der einen Seite die ihm zumuthet, sondern er wird auch ejmgen anderen Eigenschaften und Wirkungen der Einrichtung gerecht werden müsfen. .... . -« Die akademischen Ehren unterscheiden sich äußerlich von anderen offeiitlichen und ofsiciellen Ehren dadurch, daß sie ausgehen von Körperschaften, welchni dem Staate gegenüber noch eine gewisse Selbstständigkeit zukommt. Glaubt man die Bedeutung der Institution und der Korporationen dadurch zu heben, daß man ihre Aeste bu hart an Schweiz. des den Madelpl itn Tegrnstünben ft virßeA, 6 I btS hiesigen Rrdactrur unsere- L Neuenburg, 4. ®?«i. Die Statue des Reformators Wilhelm Far4 wurde heute unter großer Betheiliguug des Volkes Hierselbst enthüllt; es wurden hierbei Ansprachen gehalten von Delegirten aus Neuenburg, Lausanne und Paris. AranKreich. PariH, 3. Mai. Frankreich erlebt in diesem Augenblick das Schauspiel einer vom Episcopat aus organisirten allgemeinen Sturmpetition des „katholischen" Theileö der Bevölkerung. Auf Commando marschirt der Clerus wie ein R giment, um den Petitionssturm einzurichten, die Bittschriften gegen Waddington'S Vorlage werden in den Pfarreien cslportirt und zur Unterschrift vorgelegt. Der Episcopat hat dabei nur Gins nicht bedacht, nämlich, daß er der Kammer Gelegenheit gibt, Vergleiche zwischen den Schwarzen mit den Rothen anzustellen, denn auch diese betreiben gerade jetzt Sturmpetitionen für ein Begnadigungsgesetz, nur daß die Regierung diesen besser auf die Finger sieht und die Petitionen in den Schenken und Kaffeehäusern wegnehmen läßt. gpnboit/ 5. 5cir Henry James g in als Kundgebung j^ui'fwn über diese! xmkung von Wol Mission über die $ Plymouth, ui! Zihraube verlöre ziulhithurmes von § Üb entgegengesandt. wohl. Bern, 4. Mai. Die London, 3; * unb wmd° »it Sydiny mp! M '>«I® 4 Mdsor g-l-'l m bet Sömgen n< -°ch°« iU” . in ®int|or W 'm tir 8iu,en 9 !, gi(eMn,6ol,< **Ä * i" Commission des Nationalraths für Berathung Fabrik-Gesetzes hat in zweiter Lesung den Normal-Arbeitstag auf 11 Stun- festgeietzt. des Selbstmordes. Der preisliche Cultusminister soll die Führung übernehmen in dem neuen Kreuzzug gegen die „Kleinstaaterei, welche die letzte Wurzel des gegenwärtigen Verfalls des Promottonswesens ist". Die Reichsregierung wird für Elsaß-Lothringen in's Schlepptau genommen, obschon man bisher glaubte, die Reichsregierung nehme dem preußischen Eultusministerium gegenüber eine vollkommen unabhängige Stellung ein Ich verschmähe die bequeme Gelegenheit, die Redensart von „der auch in sittlichen Fragen nothwendig führenden Vormacht" in's Lächerliche zu ziehen. Eigenthümlich aber nimmt sich aus, daß m dem hohen Rath neben einer Anzahl frei gewählter Mitglieder der preußischen Universitäten, Vertreter nicht der im Princip zustimmenden außerpreußischen Universitäten, sondern nur der betreffenden Regierungen sitzen sollen. Nebenbei bemerkt würde eine solche Comission keinesfalls, wie Mommsen vorschlägt, Bestimmungen treffen dürfen über die Erlangung der für das ganze Deutsche Reich bestimmten archäologischen Reisestipendien. Wenn nicht btt den Beschlüssen dieser Commission, so doch im ganzen Verlauf dieser Angelegenheit, „wird die Mehrheits^ntscheidung den berechtigten Platz finden". Damit wäre, soweit das Machtgebiet jener Commission'reichte, die äußere Untformirunq der deutschen Universitäten erfolgreich angebahnt, der erste Paragraph eines gemeinsamen Exer- cierreglements glücklich unter Dach und Fach gebracht; das b und das c werden nicht ausbleiben, nachdem einmal das a gesprochen ist. Die letzten Ziele hat Mommsen verrathen, wenn er- mit einem deutschen Unterrichtsministerium und einer deutschen Unterrichtsgesetzgebung winkt. Fast möchte man glauben, die Doctorpromotionen seien bloß der mürbe Stein, den man am leichtesten ausbrechen zu können hofft, um nach und nach die ganze Mauer, ich meine die Selbstständigkeit der deutschen Einzelstaatcn in Universitätsangelegenheiten, nieverzulegcn. Man braucht kein Schwarzseher zu sein, um die c-'-.i is deminutio der nichtpreußischen Universitäten zwischen den Zttlen zu lesen. Ich lebe nun allerdings des weder neuen, noch vereinzelten Glaubens daß gerade das Aufblühen dieser Bildungsanstalten eine Lichtseite der politischen Zersplitterung unseres Vaterlandes gewesen ist, und daß man unseren heutigen Universitäten die wahrhafte Lebenslust entzieht, wenn man den Wetteifer der Einzelregierungen durch Anlegen von Knebeln unmöglich macht. Wenn behufs einheitlicher Kraftentwicklung und Kraftentfaltung der Nation dieses Opfer unerläßlich werden sollte, dann mögen die deutschen Universitäten als solche getrost auf dem Altar des Vaterlandes sterben. Aber bis jetzt kann ich die Nothwendigkeit oder auch nur den Nutzen einer solchen Hekatombe nicht einsehen. Im Gegentheil, die Freiheit der Wissenschaft kann nur erhalten werden, ihr Fortschritt nur gedeihen durch die Selbstständigkeit ihrer Trager. Die Maßregelung der deutschen Universitäten im Promotionscapitel wäre der erste Schritt, ein Abklatsch der Uaiversif ■ d • France auf deutschem Boden das Ende. Gibt cs wirklich Jemanden, der es für wünschcnswerth hält, daß ein preußischer oder ein deutscher Minister oder dessen Vertrauensmann das ganze Getriebe der höchsten deutschen wissenschaftlichen Bildungsanitalten mit dem kleinen Finger regiert? Wo so große Dinge auf dem Spiele stellen, ziemt es zu schweigen von der Unbill, welche Mommsens Aufsatz mehrfach der Heidelberger Universität insonderheit zufügt. Ohnedies ist die Ruperto Carolina einigermaßen abgehärtet durch die von andern Seiten seit Jahren und systematisch gegen sie geübte Verdächtigung und Herabsetzung. Auf sachliche Erwiederungen behalte ich mir die Entgegnung vor; auf Angriffe, die nichts gemein haben mit der Sache, würde ich nur die Antwort des Schweigens finden. Aus Hessen, 3. Mai. Bekanntlich gestattet das Reichs-Strafgesetz durch § 362 den Gerichten in einer Reihe von Fällen, die wegen Uebertretun-- gen zu Haft Verurtheilten zu Arbeiten außer der Straf-Anstalt anzuhalren, und hierfür ist bei uns namentlich das Arbeitshaus in Dieburg vorgesehen. Da indessen b'.sher die Gerichte fast gar keinen Gebrauch von jener Befugmß gemacht haben, während dies doch in vielen Fällen hätte geschehen können und sollen, so hat das Justiz-Ministerium eine bezügliche generelle Weisung an die Gerichte ergehen lasten. Berlin, 4. Mai. Der Staats - Minister Delbrück will in den letzten Tagen dieses Monats lediglich zu dem Zweck hierher kommen, um die Geschäfte seinem Nachfolger zu übergeben. Iowischen werden die Verhandlungen über die anderweitige Gesckäftstbeilung im Reichskanzler-Amt in der von uns angegebenen R'cht'.ing fortg-führt. Karlsruhe, 4. Mai. Nachdem die zweite Kammer gestern die General- Debatte über die Schulgesetz Novelle beendigt hatte, wurde heute bei der Special-Berathung der erste Arttkel, welcher die gesetzliche Einführung der ge. mischten Schule mit Beibehaltung des consessionellen Religions-Unterrichts ent- hält, angenommen. Dagegen stimmten die Ultramontanen. ßVIbrrcidi. Wien, 3. Mai. Die türkischen Behörden zu Nisch sind einer Verrä- therei auf die Spur gekommen. Zwei Telegraphenbeamten. Kadri und Sahin Effendi, beide Armenier, haben den Beamten der serbischen Station von Alex natz ofsicielle auf die dortigen türkischen Truppenbewegungen bezügliche oder für Scr ijeroo bestimmte Depeschen verrathen. Kadri übersetzte die Depeschen aus dem Tü kischen und Sahin brachte sie nach Alexinatz. Man fand in Sahin's Behausung compromittirende Papiere und eine Summe von 600 Da- caten sowie ein Schreiben des serbischen Stationschefs, in welchem dieser an Sakin eine weitere Summe von 2000 Ducaten zu zahlen in aller Form verspricht- Mittelst einer bei Kadri abgeh llteuen Haussuchung fand man an baarem Golde 300 Ducaten vor und ein Schreiben deffelben serbischen Beamten, welcher Kadri den Betrag von 1000 Ducaten zusichert. Leider, setzt die „Turquie" hinzu, hat die Regierung heute nur einen der Schuldigen, Kadri Effendi, in Händen, welcher nach Konstantinopel escortirt wurde. Sahin gelang es, in derselben Nacht, in welcher sein Verrath entdeckt wurde, über die serbische Grenze zu entkommen. Die Entdeckung wurde durch den lebhaften Verkehr, in welchem jene Armenier mit Serben, die in Nisch ansässig sind, getreten waren, gemacht " Wien, 4. Mai. Die Delegationen sind auf den 15. Mai nach PeM einberufen. Staatsprüfungen keinen Stein werfen, obschon ich aus eigener und Andrer Erfahrung sehr sonderbare Dinge zu berichten wüßte; aber theils fehlen diese Staatsprüfungen für gewisse Disciplinen ganz, theils erstrecken sie sich auf Gegenstände, die nur particutäres oder praktisches Interesse haben, theils finden sie selten statt und erfordern einen unverhältniß- mäßiaen Zeitaufwand. Ich meine, wer die Dinge sieht, wie find, nicht wie der Beschauer sie sehen will, muß anerkennen, daß hier ein Bedürfmß vorttegt, welches nicht durch Staats-, sondern nur durch akademische Prüfungen befriedigt werden kann. Nicht zu gedenken der Vortheile, die es bringt, daß der junge Männ während seiner ganzen Studienzeit dieses Ziel vor Augen hat, daß er durch die Vorbereitung auf die Prüfung einen sonst mangelnden Sporn findet zu ernstem Eindringen in die Wissenschaft. Mit der Versperrung dieses Wegs wäre dem wissenschaftlichen Aufschwung für eine große Anzahl der außerhalb des Beamtenstandes stehenden Gebildeten der Lebensnerv durchschnitten. Der Schaden wäre um so größer, weil in den Kreisen der besser situirten Minderheit, welch, hier vorzugsweise, wenn nicht ausschließlich in Betracht kommt und welche für die Zukunft der Nation so schwer ins Gewicht fällt, die Neigung für die strengere wissenschaftliche Kost überhaupt nicht im Steigen, sondern im Fallen begriffen zu sein scheint. Schon deshalb, meine ich, sind diejenigen Facultäten im vollsten Recht, welche für den Doctorhut nicht mehr verlangen, als den Nachweis ernster und erfolgreicher wissenschaftlicher Studien. Begnügt man sich mit dieser Minimalforderung, deren Ueberbieten immerhin durch auszeichnende Prädicate zum Ausdruck gebracht werden kann, so darf an der Unerläßlich- keit der Dissertation zweifelsohne nicht festgehalten werden. Allein für die Amputation dieses anmuthigen Zöpfchens möchten sich auch noch andere Gründe ins Feld führen lassen. Niemand wird den Nutzen und die Gewähr verkennen, welche durch eine selbstständige und abgerundete wissenschaftliche Production gewonnen werden. Freilich ohne die Consequenz der Mommsen'schen Vorschläge bleibt dieses Requisit der Doctorprüfung ein Schcinwerk — ich kann es bezeugen nach vielleicht 150 juristischen Abhandlungen, die mir in meiner früheren Stellung durch die Hände gegangen sind — und selbst mit allen Clauseln der Mommsen'schen Beschwörungsformel ausgestattet, bleibt die Leistung von problematischem Werth. Wer steht für die Echtheit? Hat man nie von gelehrten, aber ökonomisch und sittlich verkommenen Individuen gehört, die andere mit bezahlten Federn schmückten? Kann ein einziger deutscher Gelehrter die Bürgschaft übernehmen, daß er unter dem Schutt der Jahrhunderte und aus dem Meer der Weltliteratur, insbesondere in fremden Sprachen jedes Plagiat hervorziehen werde? Es giebt schlechterdings keine Gestaltung einer einmaligen Prüfung, welche Jrrthümer über die Leistungsfähigkeit des Geprüften ausschlösse. Für unsere Privatdocenten ist die Prüfung pro venia legendi nur der Eintritt in ein länger oder kürzer fortgesetztes Prüsungsstadium. Deshalb greifen hier jene Bedenken gegen die Inauguraldissertation nicht Platz. Auch als Schlußstein eines längere Zeit andauernden Verkehrs zwischen Lehrer und Schüler ließe sich eine zuverlässigere Prüfung d nken; allein wer ist kühn genug bei Anwendung dieser Methode auf die Doctorprüfungen, insbesondere auf die Doctordissertation, das Fernbleiben aller Menschlichkeiten für sicher oder auch nur für wahrscheinlich zu halten? Hat man die Bedeutung der Präsides vergessen, unter deren Namen heute die angeblichen Arbeiten der Schüler citirt werden? Wer übt das Judicium communi dividundo über die Abhandlungen, welche den Läuterungs-und Häutungsproceß der seminaristischen Kritiken durchgemacht haben, oder welche aus dem Verkehr literarischer Handlanger mit dem Geschäftsherrn hervorgegangen find? Bekanntlich und begreiflich ist nächstdem die Zahl der Doctordissertationen, welche sich als hervorragende wissenschaftliche Leistungen charakterisiren, eine außerordentlich geringe. Auch Mommsen's Preisrichter würden mit Mittelgut vorlieb nehmen müssen, namentlich mit einfach fleißigen (Kompilationen ohne selbstständige Zuthaten eines forschenden oder schöpferischen Geistes. Wo ist hier eine faßliche Gränzlinie möglich zwischen „genügend" und „ungenügend"? Und welchen Werth hat ein solches opus operatum? Jedenfalls aber hat dasselbe den Nachtheil, daß es die Beschränkung auf eine Specialität begünstigt oder so"gar aufnöthigt, und die Zeit und Kraft dem Einarbeiten in den Gesammtumkreis der Fachwissenschaft entzieht. So wenig nun ein Beherrschen dieses ganzen Gebiets einem Einzelnen möglich ist, so unerläßlich bleibt doch die eingehende Bekanntschaft, um praktisch. Einseitigkeit und fachwissenschaftliche Beschränktheit zu vermeiden. Der Oberbau kann mit Erfolg nicht begonnen werden, bevor die Grundlagen in festem und abgerundetem Gefüge gelegt find. Die außerordentliche Erweiterung unserer Wissensgebiete gegenüber dem Umfang früherer Jahrhunderte ist gewiß nicht das schwächste der Argumente gegen die Beibehaltung der früheren Dissertationen. Um aber nach den Gründen auch eine Autorität aufzuführen, deren Geltung Niemand bestreiten wird: kein Geringerer als Karl Ad. von Vangerow war es, welcher in dem thatsächlichen Verzicht auf die Dissertation von jeher nichts weniger als einen Mangel, vielmehr einen wirklichen Vorzug des Heidelberger juristischen Doctorexamens erblickt hat. Und wohl mehr als ein früherer Gegner hat, durch die Erfahrung gewitzigt, Vangerow Recht geben müssen. Neben diesem Hauptpunkte des „Programms Mommsen" haben die weiteren Forderungen nur nebensächliche Bedeutung. Aber die Bestimmung, daß die Promotion nur stattfinden dürfe durch eine Universität, welcher der Candidat als Lernender angehört habe, ist theils nichtssagend — man denke an das akademische Studium eines Einjährig - Freiwilligen, der nach beendeter Dienstzeit diese Universität verläßt und nach Jahren in die frühere Garnisonsstadt zurückkehrt, um dort zu promoviren! — theils läßt sie sich außerordentlich leicht umgehen; der Candidat brauchte nur die Jnscriptionsgebühren zu den Promottonsgebühren zuzufügen, dann wäre er Student auf der Universität gewesen, von der er den Doctorhut erlangen will. Die Uniformirung der Promotionsgebühren für gleichnamige Facultäten hat auf den ersten Blick etwas Bestechendes. Freilich ist bei diesem Postulat übersehen, daß die Mitglieder verschiedener Fakultäten ihre Zeit und Arbeit zu verschiedenem Werth schätzen werden, und daß die Universitätsinstitute an verschiedenen Orten in ungleicher Weise, in Heidelberg z. B. die Bibliothek mit sehr beträchtlichen Beträgen, an den Promotions- gebühren theilnehmen. Auch sollte man meinen, schon die Durchführung von Mommsens übrigen Vorschlägen müßte dem ganzen Institut eine so ideale Färbung und Haltung geben, daß es dieser als Vorsichtsmaßregel gegen den gemeinen Schachergeist gedachten Bestimmung doch wohl kaum noch bedürfen würde. Ich bin weit davon entfernt, nicht anzuerkennen, daß im Promotionswesen Mißbräuche bestanden haben, vielleicht noch bestehen. Daß das Institut diese Gefahr des Mißbrauchs und der Entartung theilt mit allen übrigen menschlichen Einrichtungen, ist kein Grund für Duldung jener Auswüchse, wohl aber ein Grund, anstatt des leidenschaftlichen „Kreuziget ihn" eine etwas gemessenere Angriffsweise zu wählen. Die Creirung von Doctoren ohne mündliche Prüfung halte ich auch für unstatthaft. Die mündliche Prüfung ist, abgesehen von Ehrenpromotionen, unerläßlich, und sie bietet Bürgschaften, welche durch schriftliche Arbeiten nicht ersetzt werden können. Die Dissertation erscheint mir mindestens entbehrlich, sobald sie nicht als Eintrittskarte in die eigentliche Gelehrtenzunft gedacht ist, und selbst in diesem Fall als ein Erkenntnißmittel von zweifelhaftem Werth. Unstreitig freilich kann die mündliche Prüfung zu nachsichtig fein, fei es aus edleren Motiven, sei es aus verkehrter Gewohnheit oder Nachgiebigkeit, — fei es aus unedlen Triebfedern. Hier weiß Mommsen keinen Rath; eine sehr mäßige, echte ober unechte Dissertation und ein erbärmliches Examen könnten auch nach seinem Recept that- sächlich einen Doctorhut zu Stande bringen. Gleichwohl giebt es allerdings ein Gegenmittel, und zwar ein sehr wirksames: man öffne die Thüren der Prüfungssäle für Jedermann und sorge zugleich dafür, daß die Zeit der Prüfung zeitig bekannt werde. Die Controle der Publicität, die auf diese einfache Weise herzustellen ist, wird einem frischen Luftstrorn gleich die verdorbene Luft und den Staub, die sich hin und wieder eingenistet haben sollten, bald genug Hinwegfegen. Bis hieher konnte ich dem Standpunkte Mommsens, ohne ihn zu theilen, eine gewisse Berechtigung zu erkennen. Absolut verwerflich aber scheinen mir die Gewaltmaßregeln zu sein, welche Mommsen zur Durchführung seiner Vorschläge in Aussicht nimmt. Niemand kann sich darüber täuschen, daß Mommsens Forderungen, auch wenn dieselben nicht vorgetragen wären mit jener unerträglichen öfipic, nicht bei allen deutschen Regierungen und Universitäten Gehör finden werden. Dann wird die Partei Mommsen Acht und Bann aussprechen über die Minderheit; zunächst zwar nur über deren Doctordiplome. Aber man müßte sehr vertrauensselig sein, wenn man hoffen wollte, daß der erklärte Krieg auf diese eine Stelle beschränkt bleiben werde. Die akademische Freizügigkeit wäre mit einem Schlage völlig durchlöchert. Die Mommsen'schen Vereinsuniversitäten und di. Sonderbündler würden bald genug einander im Ganzen gegenüberstehen, wie Rechtgläubige und Excommunicirte. Die Brandfackel würde nur zu sicher den ganzen Bau ergreifen, welcher noch immer der gerechte Stolz unserer Nation ist, und wer kann wissen, wieviel bei einem solchen Bürgerkrieg in Trümmer sinken würde! Methode ist in dem von Mommsen vorgeschlagenen Vorgehen; aber die Methode SlatH 30. $ Wl M Pichen L Wnttffe täglich 901 Wer aus der Verschl Aren-ungen den B W an den meister MMhecmngen de? Hunde nördliche MHnarlheim, @ro vorzugsweise in UMlS abgetrieb Jf daß cur viele so daß e die ungeheure W Amt morden finb. N"ruinirt und £*?©■» S'Sr •Wwlfttrtatbti 1 velbrstd W ^kannl otogen w «m 4. Wni fat fj$[ fe?6 WS? • 4^ -S-s tÄ A fe ®Äft8 "Bfe tEsas e» (5, Mai »a-h D 2 47 2 593 Annerod, am 4. Mai 1876. (2387 291 (635 empfiehlt Emil Elschbach will in dm letzter , um bit Geschäft« inblungtn über bii on uni angegebe 20 15 14 208 149 28 368 179 Hern die Generaler heute bei hi Mim- hi tze- L-Wenitzr ent- 133 2 54 5100 217 2412) mittags in der Aechte ital. Maeearoni, Extrafeine Gemüsenudeln Parmesankäfe, Mainz, 30. April. Nach der Unglücksstätte in HeideSheim rücken jetzt auf Befehl deS Prinzen Ludwig von den hier -arnisonirenden vier Bataillone hessischer Znfanterte täglich 90 Mann mit ArbettSzeug um die OrtSslraßen, Gehöfte, Häuser und Keller auS der Verschlammung und dem Schutt berauszugraben, da diese? trotz aller Anstrengungen den Bewohnern des OrteS bis jetzt nicht gelang. Die Verschüttung beträgt an den meisten Stellen 2 dir 2'/r Meter. Nicht geringer stellen sich indessen die Verheerungen des Unwetters vom 2 April jenseit der Wasserscheide in den eine gute Stunde nördlicher, im sogenannten Salzthal, gelegenen Gemeinden Nieder- und Ober-Ingelheim, Großwinternheim und Sauerschwabcnheim heraus. Das weite Areal dieser vorzugsweise in Weinbergen bestehenden Gemarkungen ist in den oberen Lagen zrotztentheil? abgetrieben, in den unteren verschlammt oder mit Steingeröll überdeckt tr Art, daß auf vielen Grundstücken Massen in durchschnittlicher.^öhe von 1 bis l1/: Meter lagern, so daß auf 1 Are Fläche 82 Kubikmeter, auf einen hessischen Morsen = 4 llren die ungeheure Masse von 2064 Kubikmeter Schutt lagern, beziehentlich schon ab geräumt worden sind. Auf diese Weise sind auch die weniger überschütteten Grundtücke dort rutnirt und an eine Aernte ist nicht zu denken. Der Schaden beziffert sich nach oberflächlichen Schätzungen in den fünf am meisten betroffenen Orten auf mindestens V/t Mark. — (D epeschen-Verftümmlung.) DaS „Wolff'sche Büreau" hatte an die »Agentur HavaS" telegraphtrt: „Herr Hofmann, Ministerpräsident von Hessen, ist alS Nachfolger Delbrück'«.- Daraus ist nun in den französischen Blättern olgendeS geworden: Berlin, 27 April. Herr Hofmann ist zum Präsidenten des NintsterratheS ernannt worden. Herr Hesse ist der wahrscheinliche Nachfolger deS Herrn Fenster, Treppen, ein noch gut erhaltener Waschkessel, gegen baare Zahlung versteigert werden. „ Birken, „ „ Nadcl-Stockholz, Wellen Nadel-Reisholz, Nadelstämme, bis 37 Centtmtr.Durchmesser und 18 Meter Länge, mit 70 Cubtkmeter, Eichenstämme, bis 27 Centimtr. Durchmesser und 9 Meter Länge, Nadelstangen, bis 14 Centimtr. Durchmesser und 12 Meter Länge Arrsteigerunge». Montag den 8. d. MtS., Nach- 2 Uhr, sollen am Ebe l'schcn Hause Neustadt alteS Bauholz, Thüren, Buchen-Sckeitdolz, „ Prügelbolz, ,, Stockholz, Nadel-Scheitholz, „ Prügelholz, „ Stockholz, Buchen-Reisholz, Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. Auszug aus den Standesamlsregiltcru der Stadt Gießen. Vom 28. April bis 5. Mai 1876. Verehelichungen. Am 3. Mai: Daniel Karl Martin Christian Flett, Schlosser, mit Marie Margarethe Wendel. — Johann Ludwig Mohr, Schuhmacbermetster, mit Anna Marie Rudolph von Haingrund — 5. Friedrich Ludwig Hennings, Bäcker, mit Konradine Johannette Auguste Elise Zülch. — Wilhelm Heinrich Seibert, Kaufmann, mit Elisa- sabethe Margarethe Vogt. Geborene. Am 22. April: Johanna Margarethe, T- v. Andreas Baum, Taglöhner. — 29. Karl, S- v. Taglöhner Johann Karl Wagner. — 27. Friedrich Wilhelm Alfred Arthur, S- v. Uhren» und Juwelenhändler Kley. — 25. Marte, T- v. Bahnarbeiter Martin Gebauer. — 26. LouiS, S- v. Ubrmacher Heinrich Friedrich Reit. — 28. Heinrich, S. v. Schuhmachermeister Konrad Obermann aus Marburg. — 1 Mai: Heinrich, S. v- Kaufmann Heinrich Weidtg. — 28. April: Juliane, T. o. Schuhmacher Georg Becker. Gestorbene. Am 30. April: Anna Marie Therese Schmidt, T. v. Revisor Karl Ludwig Schmidt 4 M- 20 T. alt. — 2. Mai: Karoline, Ww. des Pfarrers Keil, geb. Fresenius 65 I. alt- — Anna Elisabeth Georgine Jacodine Heß, T- v. Schreiner Adam Hetz 3 I. 10 M. alt. — Karl Frutig, S- o. Locomotivführer Georg Frutig 6 I. 7 M. alt. — 4. Heinrich, S- deS Schuhmachermctsters Konrad Obermann aus Mar- durg 5 T- alt. — 5. Karl Emmelius, Cigarrenfabrikant 57 I. 10 M. alt.____ Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Ende September d. I. gestaltet Die Zusammenkunft ist vor dem District Junpemark in der Nähe deS Via- ductS der Enendahn. (2402 Lang-Göns, am 5. Mai 1876. Grotzherzogl- Bürgermeisterei Lang-Göns- v r ü ck e l. „ Nadel-RetSholz, Nadelholz-Stämme von 16—35 Zentimeter Durchmesser und 7—15 Meter Holzversteigerung im Lang-Gönser Gemeindewalb. Donnerstag den 11. Mai d. I., deS Vormittags von 8 Uhr an, soll in dem Lang-Gönser Gemeindewald, Districten Heide und Jungemark, nachver- Bullen-Versteigerung. Mittwoch den 10. d. M., Nachmittags 5 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei ein zum Dienst untauglich gewordener, jedoch in gutem Zustand befindlicher Fasselochse gegen gleich baare Zahlung versteigert werden. Lollar, den 4. Mat 1876. (2406 Grobherzogliche Bürgermeisterei Lollar. Fuchs. Holzversteigerung. Künftigen Donnerstag den 11. Mai d. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem Anneröder Gemeindewalb, District Köpfeln, nachverzeichnetes Holz ver- Durchmesser und 8—16 Meter Länge = 4,91 Festmeter enthaltend, Nadel-Stämme von 15—38 Centimtr. Durchmesser und 4—17 Meter Länge, Nadel-Stangen von 7—14 Centtmtr Durchmesser und 5—11 Meter Länge, steigert werden, al-: ‘" Rmtr. Nadel-Prügelholz, zeichnete? Holz versteigert werden: " Eichcn-Stämme von 33—58 Centimtr. stehende Holzsortimente versteigert werden: 4 Rmtr. Bekanntmachung. In unserem Firmen-Regifter sind folgende iinträge vollzogen worden: am 4. l. M-: I) Die Firma „Flimm L Göbel" zu Gießen hat sich aufgelöst. Rudolph Göbel daselbst hat deren Geschäft mit allen Activen und Passiven vom 1. v M. an übernommen und führt solches unter der Firma „Rudolph Göbel" für seine alleinige Rechnung fort. Die Firma „Flimm & Göbel" wurde gelöscht. 2) Wilhelm Seibert zu Gießen betreibt daselbst seit 25. o. M. unter der Firma „Wilhelm Seibert" ein kaufmännisches Geschäft. Am 5. l. M.: 3) Die Handelsgesellschaft unter der Firma Renzel *s 6»;«» (i«i lnd iu . daß kl dtS Ht Ijf Holzversteigerung. 2396) Donnerstag den 11. Mat I. J.,g Morgens 8 Uhr anfangend,,' sollen in der Zimmer'schen Försterei Winnerod, in dem District Neuhofstannen, nach- Kassel, 1. Mai. (Eine ergötzliche Scene.) Im Kaffeler Bahnhof spielte sich vor einigen Tagen eine recht ergötzliche Scene ab. Ein Zug steht zur Abfahrt bereit. Der Sch 'ffner fragt nach den Billets. Da findet c? sich, daß ein Offizier, der in einem Wagen allein sitzt, ein Villel hat, da4 für einen bereit- abgegangenen Militärzug berechtigt. Der Schaffner ersucht ihn, sich ein anderes Btllet zu kaufen. Er entgegnet: „ich bleib sitzen." ES kommt der BahnhoffJnspector und ersucht ihn auSzusteigen. Er antwortet: „ich bleib sitzen." „Nun, so sollen Eie sitzen bleiben", sagte der Bahn- bofsvorstand, läßt den Zug rangiren, Wagen abhängen, andere anhängen u. s. w. Zuletzt geht der Zug ab, und der Offizier siebt unter dem Gelächter de? zahlreich versammelten Publikums, datz er wirklich sitzen bleibt, da der Wagen, worin er sitzt, sich nicht von der Stelle bewegt. Die Luit rum Sitzenbleiben war ihm nun vergangen. M E 1 tor* ” (t B' i entM'. ! S." ln'ä । Nun, > Weit» | ■" iittii*”"; : «b,t »«pttuJ ft«l ,'hm"1"4n y I >° Ä0* ! ’^ten! iuS«eU wie« * * ötem, tfn ” intL ' ^eine die ZM ‘NÄtas > Wwita»; V" »« v-hrh« cntfüitung bei W. als solche w JWeit ober “JWtt bei Wiö ^yönbigfeit jhist f J r?QTe efie ba- Ende. Gibt * otn ein beutschki N« wifsenfchaflltchsis ?on dn UM, welör U9L Ohnebies ist b:t seit Jahren unb syp >>lf,Angnffe, die nichz s finden. Relchs-sLtrasgeslß wegen UebertrrtUE: Inftalt anzuhalkei, 'iebiirg vorgesehen 'On jener Besugifi chehen können uni le Weisung an bii i welche« di-sn" in attet •j ™ fant) ««« 11 1(n|erW^nM t. Üeibtr, W SdtulCigen, irt wnrde- w „tteilt wurde, « c L deu.« Risch «NS ’ Die Zusammenkunft ist am Einschnitt nach Annerod an der Grünbergerstratze. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d. I. gestattet. Delbrück. Länge, mit 94,00 Fell Meter. Zusammenkunft in dem Zimmer'schen Hof zu Winnerod. Wtnncrsd, am 5. Mai 1876. Sänger, Förster. | Auszug «us den Kirchenbüchern der Stsdt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 30. April. Konrad Rühl, Bäcker dahier, deS verstorbenen Bürgers und Glasers zu Homberg a. d. O-, Daniel Rühl, ehel. 6.; und Anna Margarethe Küspert, deS verstorbenen Schneiders zu Oberbreischwitz in Baiern, Johann Wolfgang Küepert, ehel. Tochter. Denselben. Peter Schupp, Dienstknecht dahier, de? verstorbenen Landwirths in Riederwcidbach, Peter Schupp, ehel. S.; und Katharine Pfeiffer, de? verstorbenen Maurer? zu Wohnbach, Bhilipp Pfeiffer, ehel. Tochter. Denselben. In Ober Roßdach, Georg Heinrich Friedrich Christian Frohme, Postschaffner dahier, ein Wittwer; und Marie Elisabeth Ei-ner, des OrtSbürgers und Schuhmacher? zu Ober Roßb ch, KreiseS Friedberg, Frieorich Eisner, ehel- Tochter. Den 3. Mai. Daniel Karl Martin Christian Flett, Schlosser dahier, der verstorbenen Bürger- unb Schuhmachers, Philipp Flett L, ehel. Sohn; und Marie Margarethe Wendel, de- Bürgers und Schuhmacher-, Nicolau? Wendel, ehel. Tochter. Den 5. Mai. Wilhelm Seibert, Kaufmann dahier, des Werkmeisters an der Main-Weser-Bahn, Heinrich Serbert, ehel. S-; und Elisabeth Margarethe Vogt, deS Bürger? und Metzger?, Philipp Vogt, ehel. Tochter. Getaufte. Den 30. April. Dem Schreiner, Christoph Hofmann, eine Tochter, Marie Christine Wilhelmine Louise Henriette, geb- den 4. März. Denselben. Dem Hülfssührer an der Matn-Weser-Bahn, Ludwig Werner, ein Sohn, Adolf August, geb. den 16. März. Denselben. Dem Schlosser Andreas Merz, ein Sohn, Heinrich Hermann August, ^^Delffelben- Dem Bürger und Spengler, Friedrich Willstrumpf, ein Sohn, Friedrich, geb- den 28. April. Denselben. Dem Schuhmacher, Conrad Obermann, ein Sohn, Heinrich, geb. den 18. April. Beerdigte. Den 4. Mai. Karoline Keil, geb. Fresenius, des verstorbenen Pfarrer- zu Wingershausen, Christoph Keil, nachgelassene Wittwe, alt 65 I. 24 T-, gest. den 2. Mai. _______________ Für die Wasserbeschädigten in HeideSheim sind ferner bet uns etngegangen A- H- L- 3 M.; Sammlung bet H Schnell 16 M.; Gemeinde Reiskirchen 60 M.; Gemeinde Hausen 24 M.; K'rche Hausen 12 M.; Krieger-Verein Reiskirchen 20 M-; W- W- 6 M-; Frau S- 2 M; N. N. 1 M.; E- S. 4 M-; Frau Gg- F. 3 M-; Prof. Dr. Köllner 5 M.; Sammlung in der Restauration Stein 5 M. 55 Pf.; S- C- 8 M. 50 Pf.; Von der Bowlengesellschaft 2 M-; Gemeinde Ebcrstadt 40 M ; Krieger- Verein in Großen-Buseck 10 M. Um weitere Gaben bittet Die Expedition dieses glattes. Amerika. Philadelphia, 3. Mai. Von den für die Welt-Ausstellung bestimmten Gegenständen sind schon neun Zehntel aufgestellt.____________________________ Lokal-Atvtir. Gieße», 6 Mai. Herr Oberstaatsanwalt Wolff hat gegen das freisprechende Urthcil deS hiesigen BezirkSftrafgericht? in Sachen A. Katz, A. Oppenheimer und den Redacteur unsere- BlatteS Appellation angezeigt Vermischtes. Wnderverstkigkrung. Die verfallenen, nicht eingelösten Pfänder der Pfand- und Leihanstalt des Unterzeichneten sollen Mittwoch den IO. d M-, von Mittags 1 Uhr an, (2430 in dessen Wohnung, Asterweg 131, öffentlich versteigert werden, als: 662 1 silberne Cylinderuhr mit Kette 663 24 Ellen Leintuch 664 1 schwarzer Herrnrock 667 1 Hose 669 1 goldene Ancre-Uhr 670 2 Stücke Ledertuch 671 1 Stück dergleichen 672 1 Stück dergleichen 674 1 Handnähmaschine 677 1 Herrnrock 678 24 Ellen wirkenes Tuch 690 1 silberne Cylinderuhr 692 1 „ 695 1 Cauffrir-Mascjiine 699 1 silberne Cylinderuhr 706 1 schwarzer Oberrock , 1 Ueberzieher, 1 Paletot 708 6 Messer, 1 goldene Broche 712 1 Frauenkleid 715 1 Hose, 1 Rock, 1 Weste 716 1 Ueberzieher 717 1 Gemälde mit Goldrahmen 718 1 Sonnenschirm 722 1 Koffer mit Effecten 724 1 schwarzer Oberrock 727 1 Hemd, 1 Jacke 729 1 goldene Broche 730 1 goldenes Medaillon, 1 Broche, 2 gold. Ringe, 2 gold. Ohrringe, 1 Sonnenschirm 738 6 Paar Strümpfe 739 3 Säcke, 1 Kissenüberzug, 1 Frauenrock 741 1 Shawl , 1 Betttuch, 1 Bettdecken- Ueberzug,3Commode-Decken, 3 Handtücher 743 1 silberne Cylinderuhr mit Kette 746 1 Frauenkleid 748 1 silberne Ancre-Uhr 750 1 Damenjacke 752 1 goldene Broche 753 1 Bcttdecke-Ueberzug 758 1 Ueberzieher 764 6 Halskrägen 768 2 Hemden 769 2 Betttücher, 8 Handtücher 770 1 Federbettdecke 774 1 Hose, 2 Westen 775 1 Frauenrock, 1 goldenes Medaillon 779 29 Ellen Baumwollentuch 781 1 Pelzkragen 782 1 Bettkissen 785 1 Herrnhemd, 1 Rest Tuch 786 1 silberne Cylinderuhr 787 1 Hemd, 1 Fenstervorhang 790 1 Federbettdecke 791 1 Holzkasten 792 1 Betttuch, 2 Tischtücher 794 3 Bilder 795 1 Federbettdecke 798 1 goldene Broche 801 1 Herrnrock 803 1 woll. Hemd, 4 Vorhänge, 1 Herrnrock 804 2 goldene Medaillons, 1 gold. Uhrkette, 1 goldener Ring 807 1 goldener Ring 809 12 Windeln, j Kinderkleid, 1 Strohhut 812 1 Hose 817 1 Frauenkleid 818 1 Herrnrock 819 1 silberne Cylinderuhr 822 1 schwarzer Oberrock 823 1 schwarzer Frauenrock 826 1 schwarzer Oberrock 827 3 silberne Esslöffel 828 2 desgleichen 830 1 silberne Cylinderuhr 834 1 Frackrock 840 1 Tuchmantel, 1 Ueberzieher 844 1 silberne Cylinderuhr 845 1 Betttuch, 1 Tischtuch 853 1 goldener Ring 859 1 Herrnrock 860 1 goldene Broche 861 4 silberne Theelöffel 862 3 Hemden, 1 Tafeltuch, 3 Betttücher 863 1 silberne Cylinderuhr 866 1 Ueberzieher 868 1 goldene Broche, 1 goldener Ring 869 12 Taschentücher, 2 seidene Halstücher 871 1 Paar goldene Ohrringe 873 1 goldener Ring, 1 goldene Broche 874 1 seidenes Frauenkleid 875 1 Oelgemälde mit Goldrahmen 876 1 goldener Ring 877 2 Federkissen 878 1 goldene Uhrkette 880 1 Federbettdecke, 1 Kissen 881 1 Paar goldene Ohrringe, 1 Haarring Die Pfänder können bis längstens den Giessen, den 5. Mai 1876. 882 1 Bettdeckenüberzug, 3 Handtücher, 1 Frauenhemd, 1 Hose 883 1 Haarkette 884 1 goldene Broche 885 1 Damenjacke 886 2 Jacken, 1 Schürze, 3 Paar Strümpfe 887 1 Damenjacke 888 3 Frauenhemden, 1 Frauenrock, 1 Jacke, 1 Paar Pantoffeln, 889 1 Haarkette 890 1 Frauenkleid 891 4 Frauenhemden 892 2 Shawls 893 1 Halstuch, 3 Handtücher, 6 Taschentücher 894 1 goldenes Medaillon 895 1 goldene Broche 896 2 Kissenüberzüge, 2 Handtücher, 1 Palatin 897 1 Frauenkleid 898 1 Knabenjacke 901 4 Herrenhemden, 1 Bild 902 2 Betttücher, 3 Handtücher, 1 Serviette, 1 Frauenhemd, 1 Jacke 904 12 silberne Theelöffel 906 1 Cylinderuhr mit Kette 929 1 Spieldose, 1 Weckeruhr, 1 Herrnrock, 1 Hose 930 1 silberne Cylinderuhr 931 1 25fl.-Loos 933 1 Spindeluhr 935 3 Servietten 938 1 Ueberzieher 939 1 Herrnrock 941 1 Wamms 942 1 zinnerne Wärmeflasche 945 1 schwarzer Oberrock 946 1 silberne Cylinderuhr 948 1 Herrnrock 949 1 Rest wollener Stoff zu Hemden, 1 Hemd. 952 1 Frauentuchmantel 954 1 Betttuch, 3 Handtücher, 2 Kissenüberzüge 957 1 silberne Cylinderuhr mit Haarkette 961 1 Hemd 962 1 goldener Ring 968 9 Handtücher, 2 Kissenüberzüge, 1 Betttuch 970 1 Tuchmantel, 1 seid. Jacke, 2 Betttücher, 3 Handtücher 971 1 goldener Ring, 1 Betttuch * 973 1 Federkissen, 3 Hemden 974 1 Rest Kleiderzeug 980 1 Band Blätter für häuslichen Kreis, 1 Terzerol 981 16 silberne Theelöffel, 1 Etui mit silb. Löffel und Messer , 1 goldener Ring, 1 Silbermünze 987 1 Shawl, 1 Rest Pique 988 verschiedene Reste leinen u. wirkenes Tuch, 1 Frauenhemd 989 3 Tischtücher 992 1 silberne Cylinderuhr 993 1 Bettdeckenüberzug, 2 Tischtücher 996 1 Herrnjacke 9^7 1 Herrnrock 1002 10 silberne Theelöffel 1008 1 Stuhl 1009 1 Koffer mit Kleidungsstücken 1013 1 Herrnrock 1014 Lustre zum Frauenkleid 1017 2 Oeldruckbilder mit Goldrahmen 1018 1 Herrnjacke 1024 1 Frauenrock 1028 1 silberne Cylinderuhr 1029 1 Federkissen, 2 Frauenhemden 1030 24 Ellen Leinentuch 1031 1 Hose, 1 Weste 1035 1 silberne Cylinderuhr mit Kette, 2 Tischtücher, 4 Handtücher, 1 Serviette 1041 2 Oeldruckbilder, 1 Bügeleisen, 4 Messer, 4 Gabeln 1042 1 Stuhl 1043 1 Haarkette 1044 1 silberne Spindeluhr 1152 1 Theodolit 1153 1 Militärrock 1154 1 Militärhose 1155 1 Ueberzieher 1156 1 silberne Ancre-Uhr 1157 1 Revolver 1158 1 goldener Federhalter 1159 9 silberne Theelöffel 1160 1 Seidenhut 1161 1 Wanduhr 1162 1 Augenspiegel 1163 4 Ellen schwarzes wollenes Tuch 1164 1 Postrock. 9. d. M. eingelöst oder prolongirt werden. A. Henrich. Fußbodkiisnstrich in allen Nuancen, Hart und schnell trocknend, sowie Fußbodenlack, sofort trocknend, empfichlt (1644 L, Müller auf der Mäusburg. »Bettstellen, Küchenschränke mit Glasauf- satz, Commoden, Kleiderschränke und sonstige Möbel verkaufe ich zu den billigsten Preisen- (2370 H. W erner, Kaplansgasse 227. Dienstag den 9. Mai, Nachmittags i/r2 Uhr, werden in der Wohnung der Frau Advocat W 01 f im Hause des Herrn Baurath Holzapfel an der Frankfurter Straße dahier nachbenannte Mobilien öff-ntlich gegen Baarzahlung versteigert: 1 Sopha, Kleiderschränkc, 1 Eckschrank, Commoden, Bettstellen und Bettwerk, Tische, Stühle, Sviegel, 1 Comptoirpult, Repositorien, 1 Kuchenschrank mit Glasaufsatz , Küchengeräthe und sonstiger Hausrath. Die Gegenstände können am Versteigerungstag, Morgens von 10 bis 12 Uhr eingesehen werden. (2332 Gießen, den 3. Mai 1876. In Auftrag: __________M. Pilger.__________ Holzverftetgerung in den Domanial- u. Mitgebrauchs- Waldungen der Oberförsterei TreiS a. d. Lumda, Forsts Grünberg. Dienstag den 9 d. M. werden in der Gemarkung Treis a. d. Lda- versteigert: I. von Morgens 8 Uhr an in den Districten Neuerwald, Aspenstrauch, Ober- und Ntederseilbach (links der Lumda): 28 Rmtr. Buchen - Scheidholz, 5 Rmtr. Buchen-Prügelholz, 70 Rmtr. Buchen- und 170 Rmtr. Nadel-Reisbolz, sowie 8 Buchenstämme, 33—46 Cenlimtr. dick und 6—12 Mir. lang, mit 6,65 Cubik- meter, 35 Fichtenstangen, 8 Centimtr. dick und 7 Meter lang, mit 1,25 Cubtkmeter, Zusammenkunft im District Neuerwald auf dem Treis-Beuerner Weg bei Climbach, woselbst mit der Versteigerung der Fichtenstangen begonnen wird II. von Mittags 12 Uhr an in den Districten Buchwald, Scheid, Heege, Pfingstkopf 2C. (rechts der Lumda): 25 Rmtr. Buchen-, 4 Rmtr. Eichen-, 1 Rmtr. Nadel- und 10 Rmtr. Aspen- Scheidholz, 22 Rmtr. Buchen-, 21 Rmtr. Eichen-, 63 Rmtr. Nadel- und 10 Rmtr. Aspen- Prügelholz, 10 Rmtr. Buchen- und 36 Rmtr i Nadel- Stockholz, 160 Rmtr. Buchen-, 45 Rmtr. Eichen- und 475 Rmtr. Nadel- rc. Reisbolz, sowie 84 Stück Eickenstämme, 17—59 Centimtr. dick und bis zu 10 Meter lang, mit 27,70 Cubikmeter, 225 Stück Nadelstämme und Stangen, 12—27 Centimtr. dick, 6—13 Meter lang, mit 45,27 Cubikmeter. Zusammenkunft im District Buchwald, unmittelbar bei TreiS a. b. Ldn, woielbst mit der Versteigerung des Eichenstammholzes angefangen wird. (2351 Tr eis a. d. Lda., den 2. Mai 1876. Gi oßherzogl. Oberförsterei Treis a. d. Lda. ________________Amendt.________________ HolzversttMrung bei der Stadt Allendorf a. d. Lda. 2398) In den hiesigen Waldungen sollen nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden, und zwar: I. Freitag den 12 Mai, Dormittags präcis 8 Uhr anfangend, in den Districten Lang eseif, Kringels- bach und Neuerwald: 227 Rmt. Buchen-Schettholz, 17 ,, Eichen „ 1 „ Nadel 35 „ Buchen-Prügelholz, 3 „ Eichen „ 41 „ Nadel „ 63 „ Bucken-Stockholz- 56 „ Eichen Nadel-Stockholz, 800.0 Wellen Buchen-Reisholz, 5,600 „ Eichen-Nadel-Retsholz. 38 Eichen-Stämme mit 24,49 Cbmtr., 149 Nadel „ „ 56,68 6 Buchen „ „ 3,97 140 Nadel-Stangen „ 11,34 „ Zusammenkunft an der Viehweide. II. Samstag den 13. Mai, Vormittags präcis 8 Uhr anfangend, in den Districten Vordere und Hintere Mark, Lausköppel und Steinwald: 41 Rmt. Bucken-Scheidholz, 4 „ Eichen „ 3 „ Nadel 2 „ Aspen „ 24 „ BuchemPrügelholz, 4 „ Eichen „ 17 „ Nadel 22 „ Buchen-Stockholz, 37 „ Eichen-N^del-Stockholz, 475 Wellen Buchen- und Eichen-ReiSH., 12,300 „ Nadel- rc. Reisholz, 11 Eichen-Stämme mit 12,92 Cbmtr., 158 Nadel- „ „ 44,12 „ 125 „ Stangen „ 12,37 „ Die Zusammenkunft ist in oben genaun- ti-m Walddiftrict Steinwald an der Straße von Allendorf nach Climbach. Allendorf a. d. Lda., am 3. Mai 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf a d. Lda. Bieber. Holzversteigeruna Donnerstag den 11. d. M., von Morgens 9 Uhr an, soll im Lollarer Gemeindewald, in verschiedrs nen Districten, nachoerzeichneteS Holz steigert werden: 26 Rmt,. Buchen-, Eichen- und Nadel« Sckeidholz, 99 Rmtr. Buchen-, Eichen- und Nadel- Prügelholz, 26 Rmtr Buchen-, Eichen- und Nadrl, Stockholz, 3030 Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel- Relsholz, 1 Eichen-Stamm mit 0,73 Festmktcr J 1 Buchen- „ „ 0,77 ,, 133 Nabel Stämme „ 41,36 90 „ Stangen „ 9,40 Die Zusammenkunft ist in der Dreispik an der Straße von Gießen nach DaubriiWn. Lollar, den 4. Mai 1876 (2374 Großherzogliche Bürgermeisterei Lollar. Fuchs. Aeilgeöotenes. Restauration zum Stern, 1362) Mäusburg (Carl Fuhr). Flaschenbierverkauf, jede Bestellung frei in's Haus geliefert. Lagerbier per Flasche 18 Pf. Gießener Actienbier (Tafelbier) „ „ 23 , Gießener Actien- Bockbier „ „ 25 „ Wiener Bier „ „ 30 , Pilsener Bier „ „ 50 , Neingehaitene Weine. Apfelwein. Futter-Knochenmehl, gereinigte Knochenasche zur Viehfütterm^ unter Controle des tandwirthschafllichei Vereins, empfiehlt (M L. Müller, ___auf der Mäusburg. Champignons, Trüffeln, Sardines » l’liulle, Eingemachte Erbsen, Diverse Saucen, (6N Krvnenhummer in Dosen, empfiehlt__________Emil Fischbach. Jeden Sonntag frische Fleisch Pasteten von 11 Uhr an zu Hub« bei Conditor Kinkel, 2410)_____________Schulstraße. ___j Portland - Cernent- Waaren-Fabrik, J. F. Espenschied in Frle» drichsfeld bei MannBieim. liefert runde und eiförmige Röhren tncHa Dlmensioneu, anerkannt das beste uni sicherste Material zu Canalisationen, Wass^'' leilungen; ebenso Flur-, Keller-, Küchen-M T'ottoir-Platten, Kandelrinnen, Srumw tröge, Wassersteine, Viehkrippen rc. rc. (2# Saal-Erblen i empfiehlt billigst____________L. S Ü Tafelmandeln, Tafclrosinen, Ital. Haselnüsse, Apfelsinen, 0' enryfiehlt____________Emil Fi s ch b a Feinste Reisstärke in Schachts Waschpulver, beste Kernseife, empfiehlt________Carl Hoffma nTL Maschinenöl, feinstes, für M Maschinen und für technische Vulkanöl, feinst amerikanisches, für Dampfbetrieb. Wagenfett, in Vi und 2 Psd. Kisten, sowie in Ve, V» und J/2 Etr. Kübelr- empfiehlt en dötail, und bei Abnahme größerer Qantttäten zu Fabrikpreisen- L. Müller, 2339)____________auf der Mäusburg 2371) Em gut erhaltenes Sopha stetk zu verkaufen. H. W erner, _____________________Kaplansgasse 227L Blühende Topfgewschlk in schönster Auswahl und zu soliden P'eistt empfiehlt O- Garn, HandelsgärtM 359)_____________ Lindenplatz__„ 2354) Hemden.Einsätze em pstehlt in reicher Auswahl ________II. HiibSÄinen^ 2384) Kartoffeln werden vertäust. ______________Vobnfutf.tcr OcTt-L Hierzu eine Beilage^ ! Ä i it» lu' f Sjä,'11 für AuS ßbt für Srbaiiuiiz der ion der Regierung Orltiiberg-Ltockhm 50,000 st. unb die1 hiintlich iß aber bi ta Siadt.Vorßand ht Stände Kkwand! tim vom Abg. Sch Hammer hervorgeht tm Gesuchen „jur tu ständischen Ber Berlin, 5. a 2. Mai wieder In alten Grundla lii Doppelreich,1 -Her und untntb Blätter überwiegt und in Pesth wir scheu Blättern sel der Nationen neu Berlin, 5 Steile Folgendes: iie Äeröreilung bt h gestrigen Dati Mmando hat unti jtöte Ossiciere ein Mge Eiklärung i«bsten Dienst fit 1876-1877 an । ^stimmten Plätze N pecunidrt En hikfigen königl. nicht in Ausbei V vertrauliche g. ®i Mcher den v^leiten str die' •n Mtotei1 W °chr niit r «»» «w ti, ’intr durch,e m/ Merlin, ”72 Stunden evangelische i b,n Berlin, ki @,f,|