°htt ■ äuerhör fowit ' ™ >• Sephitf J or- Nähens hi>, - ^'ütn W Zch« "1 MW WZ rSsS Rb bis illJoi IkM> §£§•8 V^'nfiS ’oS»4«?? n,, a" I“ i* T U ., ifo. 181. Sonntag, den 6. August 1876. Kießencr Anzeiger Aykige- unii Amtsblatt für Les Kreis Gießen. -----■igai'Äjsg x Amtlicher H ß e i l. das daß Bekanntmachung. Nach Mittheilung des Commandos des Großherzoglich Hessischen II. Snfantcrie^egimeiit8.9Zr. findet Dienstag den 8. und Mittwock den 9. d. Mts., Bor- und Nachmittags di-siLbria- Prüfungsschießen auf dem Exercierplatz und Schießplatz dahier statt. Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen K-nntniß gebracht, an den genannten Tagen das Betreten des Terrains hinter Len Schießständen gefährlich ist. Gießen, den 3. August 1876. , Großherzoglickes Kreisamt Gießen. I. V. d. K-: Dr. Hoffm a 11 ii, NWerunqsreitb- acis 9 Uhr. iltllng des 3* orstand. WM»S? H« iefet der beste Schütze G. Fildner jun. von Speyer. Derselbe hat zweimal 19 also 38 Punkte geschossen. Im Ucbrigen bleiben die Gemeldeten Sieger. • J__ « . n n* n rrx ... L -4- , C Kt n n I n 1 ttl ft 't'oA C'ntllAd HrArrrritS. Bütte! /n Ms ifjififlt. Zk.dm ii id>, daß miT \t\ty ) stim ncä) htr JJoitfcMattb. Darmstadt. 4. August. Die Nr. 38 des Großherzoglichen Rgierungs- blatts hat folgenden Inhalt: . ,rc_, „ 1. Verordnung, das Reichsgesetz über die eingeschriebenen Hulfskasscn „Presse" Die Tür ,,n «• 1(?'V 8ani»fe 1 n.nl»®"1" 1 W1 (l1' Ml a 7 '' llflh M golbfliönn eil Paris, 8. August Die von dem Ministerium nach der Ausstellung von Philadelphia entsendete Arbeiter-Delegation wird am 12. August von Paris abreisen. Jeder Delegtrte erhält ein Zehrgeld von 2000 Frcs Paris, 2. August. Peinliches Aufsehen macht der Brief, welchen der Erzbischof von Paris an den Minister-Präsidenten Duiaure gerichtet Hat und in welchem er von der gegenwärtigen republikanischen Regierungsform ziemlich verächtlich als von einem „dritten Versuche" spricht, der ein jämmerliches Ende nehmen würde, wie es die beiden früheren Versuche genommen, wenn die gesetzgebenden Körperschaften gemäß den Anträgen der Budgetcommisston der Depu- tirten-Kammer die von der Regierung für den katholischen Cultus geforderten Credite schmälern sollte. Der Erzbischof arbeitet damit nur den Radicalen in die Hände, denn diese werden nicht ohne Erfolg nunmehr darauf Hinwelsen, daß die Kammer ihre Commission nicht desavouiren könne, ohne zügle tch den Schein zu erwecken, daß sie einer Pression des Erzbischofs nachgebe. Paris, 2. August. Große Heiterkeit erregt hier ein „Adieu charmant pays de France“, welches die Königin Isabella, eine moderne Marie Stuart, in dem sonst so prosaischen „Journal officiel" sinssl. Dieses amtliche Blatt veröffentlicht nämlich folgenden Dankbrief an den Marschall-Präsidenten der .Republik: „Paris, 27. Juli 1876. Herr Marschall! Ehe ich das schöne .und gastfreundliche Frankreich, die Wiege'meiner Familie, verlasse, wo ich ' acht Jahre lang fortdauernde Beweise von Ansehen und Achtung erhielt , legt ' mir meine unveränderliche Dankbarkeit die Pflicht auf, da ich individuell nicht allen Franzosen danken kann, mich an denjenigen zu wenden, der den Schicksalen dieses aroßmüthiaen Lölkes, deffen Wohlfahrt mich und meine Kinder so lebhaft interessirt. vorsteht. Sie kennen, Herr Marschall, meine Gefühle, und Sie können nicht an dem Andenken zweifeln, das ich von diesem theuren Lande, das Asyl der spanischen Monarchie während der Tage grausamer Revolution, mit mir nehme Ick kehre in mein Vaterland zurück, wo ich meine Kinder finden werde, aber' ich bewahre hier das Haus, in dem ich glückliche Tage verlebte. Fortan werde ich meine Tage zwischen beiden Ländern theilen. Ich ersuche Sie, Herr Marschall, durch das Amtsblatt Frankreich den Ausdruck meiner aufrichtigen Dankbarkeit mitzutheilen. Und glauben Sie, mein theurer Marschall, an meine dankbare und aufrichtige Freundschaft. Isabella v. Bourbon.' Die Regierung selbst hat dieses Schreiben nur ungern dem amtlichen Blatte übergeben. Der Herzog Decazes, der vorher mit dem spanischen Botschafter eine Eonferenz hatte, widersetzte sich zuerst der Veröffentlichung. Die Königin wandte sich aber an die Marschallin, siehe da, das Schreiben sand alsdann seinen Weg in die amtlichen Spalten. der angeblichen Bildung einer österreichischen Freiwilligen - Legion m Konstant! nopel. — Daffelbe Organ widerspricht der Meldung, daß die rumänische Regierung beschlosien habe, der Pforte für Erledigung ihrer Forderungen einen Termin zu stellen. , . d. Tann mit Ueberreichung eines überaus herzlichen jäandschreibens beauftragt, worin er zusagt, so weit es sein Gesundheitszustand a'statte, den gedachten Vorstellungen beiwohnen zu wollen. Wenn der Kaiser hiernach eine Reise nach Bayreuth unternehmen sollte, so würde er sich tu den Tagen vom 13. bis 16. d. Mts. dort aufhalten und einem Theil der ersten Serie der Vorstellungen beiwohnen. Privatnachrichten zufolgk ist das Befinden des Kaisers in jeder Beziehung zufriedenstellend Berlin, 3. August. Der „Reichs-Anz." veröffentlicht die Namensltste der Sachverständigen, welche bei der noch im Laufe des Monats August hier stattfindenden Enquete des Bundesraths über das Patent-Wesen »ernonimen werden sollen. „ £ . .. , Kanau, 3. August. Die Handelskammer zu Hanau entwirft m ihrem Jahresbericht pro 1875" ein recht trauriges Bild von der Geschäftslage dieser früher so blühenden Fabrikstadt. Sie constatirt, daß das Jahr noch ungünstiger verlaufen ist, als das vorhergegangene. „Der Absatz in Verbrauchs-Gegenständen ist stetig beschränkter geworden, in allen andereni Artikeln ist er auf ein Minimum reducirt. Dem entsprechend mußte die Beschäftigung der Arbeiter im weiteren Umfange verringert werden, so daß viele auf einen kleinen Verdienst gesetzt und nicht wenige ganz erwerbslos geworden sind." —. Ueber den Jahresbericht der Frankfurter Handelskammer sur 1875 ieiireibt da« sdrkftr. Journ." : „Wie es scheint, haben die schlechten Zeiten auch die Handelskammer zu einer weisen Sparsamkeit genöthigt. Wenigstens fehlt an dem diesjährigen Berichte der mattgelbe Umschlag und das Papier che nt nicht eben b.sser geworden zu sein, wozu wahrscheinlich irgend eine neue Erfindung bei Fabrikation dieses Artikels das Ihrige beigetragen haben mag. Auch de/umfang ist von 260 Seiten auf 178 herabgeschmolzen. Den b, teren Klagen über das Darniederliegen der Geschäftsthätigkeit, den unerbittlichen Rückgang aller Waarenpreise, den unerhörten Rückgang des Silberwerthes und die beispiellose En.werthung der Borseu-Effeeten folgt unmittelbar e.ne A.ier kennung der Solidität unseres Platzes. -5 * \ , r- Paris, 3. August. Das XIX. Siecle verkündigt heute an hervorragender Stelle und mit großer Bestimmtheit, der europäische Kongreß sei beschlossen und werde in einigen Tagen in Brüssel zusammentreten. In ministeriellen und diplomatischen Kreisen weiß man nichts davon! Der Telegraph meldet, die Mächte wollten Italien, als das wenigst interessirte Land, beauftragen, die Vermittlung im Orient zu übernehmen. Auch das gilt in unterrichteten Kreisen für sehr unwahrscheinlich, zumal da Italien keineswegs der wenigst interessirte der europäischen Staaten ist. — Die Türken haben die Niederlage, welche die Montenegriner ihnen beigebracht, sofort eingestanden, scheinen übrigens das Vertrauen zu Mukhtar Pascha noch nicht verloren zu haben. Sie behaupten, Selim Pascha habe den Angriff, der ihm seine Schlappe eintrug, gegen den ausdrücklichen Willen Mukbtar's unternommen. Paris, 3. August.. Wie „Opinion" meldet, läßt der Herzog v. Au- male den Bau der detachirten Forts von Besan^on mit der größten Thätigkeit betreiben. Die Zahl der Arbeiter ist seit einem Monat verdreifacht worden. — Die Korrespondenz „Havas" versichert, Don Carlos sei gestern in Paris angekommen. PariS, 3. August. Der „Agence Havas" wird aus Nagusa von heute gemeldet: Die Aufständischen haben in der letzten Nacht die Straße von Tre- binje nach Nagusa besetzt. Mukhtar Pascha ist somit von allen Seiten eingeschloffen. — Marschall Mac Mahon wird am 24. August abreisen, um den Manövern bei Dijon und Lyon beizuwohneu. luste, die Türken geringe. General Tschernajeff soll in Saiischar sein Konstant,nopel, 4. August. Di- Regierung hat ihren Vertretern bei den auswärtigen Mächten mittheilen lasten, die Gerüchte über den ®eiunh H°its-Zustand des Sultans seien gruitdlos, sein Befindei, bester- sich ’£ zu Tag. o Amerika. New-York, t. August. Die „Mercantile Agency" macht Mittbei- lungen über die Ge,chäftslage in den Vereinigen Staaten von Roed-Amerika' Darnach sind im ersten Semester d. I. daselbst 4600 Fallissements mit ei,J Passivmaste vou 108,415,429 Doll, angemeldet worden. Auf New-Vork allein kommen ihrer 442 mit. einer Passivmaste von 18,766,660 Doll. Washington, 2. August. Präsident Grant hat eine Proclamation eriasten, wonach das Territorium Colorado als Staat in die Union aufaenom men worden ist. Dem Senat hat der Präsident in einer Botschaft anqe-eia, er habe in einem Schreiben an den Gouverneur von Südcarolina sich mißbill," gend über die Niedermehelung der schwarzen Milizen in Hamburg (Distriit Edgefield in Südcarolina) ausgesprochen, de» Gouverneur zur Ergreifung der ernstesten Maßregeln und zur Bestrafung der Schuldigen aufgefordert und denn felbeu jeden verfastungsmäßigen schütz zugesagt. Nach einer Mittheilung bet Tribüne" sind wegen der Ermordung der Schwarzen in Hamburg 53 Weiße in Anklagestand versetzt worden. Alakie«. Rom, 4. August. Am Dienstag kündigte der Papst den Cardinälen, welche er zur Berathung berufen hatte, den Erlaß einer an sä-nmtlicbe Bischöfe zu richtenden Encyclica an behufs Hintanhaltung der Ketzerei, die man unter den Katholiken zu verbreiten suche. England. London, 3. August. Dem „Reuter'schen Bureau" wird aus Sernlin von heute gemeldet: Man schlägt sich fortwährend vor Pandiralo. Gestern und heute früh haben mehrere Gefechte stattgefunden, deren Ausgang unentschieden ist. 2000 Freiwillige von der Drina-Armee haben die Reihen derselben verlassen und sind in Bosnien emgebrungen, um den Krieg als Parteigänger zu führen. Airßland. Petersburg. Die officiöse „Agence Ruffe" verkündet, daß die Großmächte bereits über die Grundzüge einer Mediation einig sind, aber noch nicht den richtigen Moment dazu als gekommen erachten. Welcher Art diese Me diation sei, ist nicht gesagt; es scheint doch aber aus jener Nachricht hervorzugehen, daß die Gerüchte falsch waren, welche von englisch-russischen Vorschlägen, die Serbien gemacht sein sollten, sprachen; auch wird die Reise der serbischen Minister ins Haupt-Quartier eine andere Veranlassung haben, als die angeblich von Rußland gemachte Proposition eines Waffenstillstandes, die zu gleicher Zeit in Konstantinopel übergeben sein soll. Um so mehr beeilen sich russische Militärs der serbischen Sache zu dienen, General Fadejeff, der nach einem uns zugehenden Privattelegramm in Belgrad angekommen ist, soll bereits in serbische Dienste getreten sein. An russischen Ambulancen und anderweitiger Hilfe fehlt es auch nicht. Die Gerüchte, daß Tscherkessen im Kaukasus gegen die russischen Behörden revoltirt hätten, sind bereits dementirt worden; vielleicht haben die Türken dergleichen Demonstrationen erwartet, sie haben wenigstens, wie wir dies vor einiger Zeit erwähnten, Ulemas als Emissäre hingeschickt, um dort Unordnungen hervorzurufen. Der serbisch-türkische Krieg, der nunmehr einen vollen Monat dauert, hat noch immer keine entscheidende Wendung eingenommen, woraus sich das Zurückhalten der Mediation erklärt. In Der Herzegowina stehen neue Kämpfe bevor. Bilek wird von den Montenegrinern eingeschlossen, und Mukhtar Pascha, der, wenn auch leicht verwundet, nach Trebinje entkommen war, sucht Bilek mit seinen wiedergesammelten Truppen zu entsetzen. Die türkische Armee von Risch scheint in der That ziemlich weit in Serbien und zwar bis nach Kujajewacz am Timok (Gurgoffowatz ist ein anderer Name für denselben Ort) vorgedrungen zu sein; es liegen über diesen Vormarsch bis jetzt nur türkische, beziehungsweise Telegramme der „Neuen Fr. Presse" vor, welche lauten: Nisch, 30. Juli. Die Brigade Hafiz Paschas, welche die Avantgarde der von Achmed Ejnb kommandirten Armee von Nisch bildet, stieß gestern Mittags bei Gramada auf die serbische Avantgarde. Nach sechsstündigem mörderischem Kampfe wurden die Verschanzungen und dann der Ort selbst genommen; alle in demselben befindlichen militärischen Etablissement? wurden resirt. Der Ort und die Einwohner deffelben wurden geschont; die Serben retirirten nach Dervent. Die Verluste sind noch nickt festgestellt. Heute wird die Vorrückung fortgesetzt; wenn die Serben Stand halten, so kommt eS zur Hauptschlacht. Rumänien. Bukarest, 4. August. Trotz der Einsprache mehrerer der Minister beschloß die Kammer heute, eine Commission zu wählen, welche den Auftrag erhalten soll, die Anklage gegen die früheren Minister aufrecht zu erhalten und als Instructions-Richter zu fungiren. Die Angeklagten sollen in Präventivhaft genommen werden. Serbien. Belgrad, 3. August. (Amtliche Meldung.) Gestern wurde ein An- griff der Türken gegen Klein-Zwornik abgewiesen. Heute haben letztere unsere Truppen in ihren Stellungen diesseits Gramada angegriffen; der Ausgang des Kampfes ist noch nicht bekannt. Heute hat eine Schlacht vor dem Orte Knja- sevac begonnen, über deren Ausgang bis zur Stunde noch keine Berichte eingelangt sind. Türkei. Konstantinopel. Eine auf der türkischen Botschaft in Paris eingetroffene Depesche aus Konstantinopel bestätigt, daß es mit dem Befinden des Sultans Murad wieder besser geht. Konstantinopel, 3. August. Vom Kriegsschauplätze wird folgende Meldung veröffentlicht: Die Türken griffen die serbischen Befestigungen bei Gur- gossowatz an und nahmen serbische Redouten. Die Serben erlitten große Ver- 3. Lokal-Rotiz. Gießen, 5. Aug. In der Sitzung der Stadtverordneten vom 3. August wurde Folgendes zur Verhandlung gebracht: 1. Aus den in einem Schreiben des Schulvorstandes entwickelten und auch von den Festconutemitglledern angegebenen Gründen ist sich für N.chtabhaltung des Jugendfestes tn diesem Jahre ausgesprochen worden. Dagegen soll als Andenken an die ruhmreichen Ereignisse des Jahres 1870-71 am 2. September Festgottes dienst ftattfindeu und die Herren Geistlichen um Abhaltung desselben ersucht auch dieser Lag in den Schulen entsprechend gefeiert werden. ' 2. Wegen Anlegung eines Kanals durch die Heinrich Martin Jaghard'sche Besitzung zum Zwecke der Ableitung des Wassers vom Burgqraben nach der Stadtbach wurde der desfalls vereinbarte Vertrag vorgelegt und von der Stadtverordneten Versammlung genehmigt. Projec.t des Herrn Dr. 3ett, auf den Hinlerbau feiner Besitzung an der Grunbergerstruße einen zweiten Stock zu fetzen, findet Zustimmung und fall be- fürroortet werden. 4. Herr Wilhelm Reiber will an den Fenstern seines Hauses an der Reichen- sand-Bahnhofsstraüe, welches tm Bau begriffen ist, eine Aenderung vornehmen, welche nicht beanstandet wird. 5. Dem Herrn Maurermeister Philipp Größer war gestattet worden, eine Ein. fassungsmauer vor seinem Hause auf dem Seltersberg von Osenbrandsteinen zu errichten. Da derselbe aber ganz dieser Bewilligung zuwider die lltauer von Feldbrandbackiteinen aufgeführt hat, so ist sich in Uebereinitimmung wider Großh. Polizeiverwaltung gegen sein vorgebrachtes Gesuch um Belassung der Mauer erklärt worden. 6. Um die städtische Sandgrube am Lutherberg ist ein s. g. Schutzspalier gefertigt und die Arbeit mittelst Accord aus der Hand vergeben worden. Hierzu wurde Genehmigung ertheilt. 7. Beschlossen wurde nach dem Antrag der Baudeputation, daß die nöthigen baulichen Veränderungen an dem rechtsseitigen Wachthaus am Wallthor, weil fit bedeutend und tu diesem Jahr nicht mehr ausgeführt werden können, im nächsten Jahre vorzunehmen seien. 8. Das vorgelegte Baugesuch von der Weinhandlung der Herren Ztnßer & Schmidt wurde nicht beanstandet. 9. Zufolge eines Gesuchs mehrerer Grundbesitzer hinter den Eichen um Verbesserung des Eichwegs ist beschlossen worden, die eiforderlichen Arbeiten aus der Hand zu vergeben. 10. Es wurde genehmigt, daß die zur Fortsetzung vorn gepflasterten Fußwege aus dem Seltersberg bis zur Veterinäranstalt nöthigen Arbeiten, veranschlagt ni 3655 Mark, ausgeführt werden sollen. 11. Bei allen von jetzt ab vorkommenden Holzversteigerungen im Gießener Siadt- wald soll den Steigerern eine Zahlungsfrist von 6 Monaten (gegen früher 3-4 Monate) bewilligt werden. 12. Zur Auszahlung der 469 Mark 90 Pfg. betragenden Kosten für das am Neu- städterthor aufgeftellte Pissoir wurde Ermächtigung ertheilt und beschlossen, da der 1876er Voranschlag hierfür keinen Credit enthält, diesen Betrag in das Budget für 1877 aufzunehmen. Gießen, 5. Aug. Eine sonderbare „Berichtigung" erläßt die königliche Staatsanwaltschaft zu Frankfurt a- M. in dem Berliner Central-Polizeiblatt vom 26 ö '31 ; dieselbe lautet wörtlich: „Der Kaufmann Friedrich Holberg von Gießen ist irrthü.nlich verfolgt worden, der Steckbrief betrifft vielmehr, was hiermit berichtigt wird, den Kaufmann Cäsar Feodor Holberg von Lübeck." Wir können uns füglich jeden Com- mentars hierzu entbalten. Vermischtes. Limburg, 29. Juli. Kürzlich passirten mehrere Waggons Ochsen den hiesig 'N Bahnhof. Einer derselben war in Folge der beißen Witterung im Waggon zusammen gestürzt und wurde als leblos aus dem Waggon entfernt. Der den Transport leitende Handelsmann verkaufte diesen leblos scheinenden Ochsen einem hiesigen Einwohner für "Ntge Thaler. Letzterer stellte nun Wiederbelebungsversuche an, ließ den Ochsen mit kaltem Brunnenwasser übergießen u. f. w. und brachte denselben wirklich zum Leben zurück. Jetzt erfreut sich der Ochs im Stalle seines neuen Eigenthümers des besten Wohlseins. Salz wedel, 29. Juli. (Ein Blutbad.) Das hiesige „Wochenblatt" berichtet: Am vergangenen Sonntag früh hätte dem von hier gegen 5 Uhr auf Ullzen zu fahrenden Personenzuge in der Gegend des Dorfes Hestedt — kurz vor Bergen - leicht ein großes Unglück zustoßen können. Aus den Wiesen stieg an jenem Morgen dichter Nebel; der Zug war signalisirt, als der Budenwärter bet dem genannten Dorfe plöB; l'ch eine Heerde Schafe auf die Bahnschienen lssstürmen sah. Der Beamte jagte die Thiere in aller Hast und nicht ohne Mühe wieder vom Bahnkörper herunter, da bre Zug bereits im Anfahren war, und schickte sich nun an, seinen üblichen weiteren Dienst zu verrichten. Unversehens hatten die störrischen Vließträger aber wieder Kehrt gemacht und befanden sich plötzlich von Neuem mitten auf dem Fahrgeleise. Ein abermaliges Vertreiben Der Schafe war bei dem schnell sich nähernden Zuge unmöglich. Der aufmerksam gemachte Zugführer that fein Möglichstes, eine Katastrophe zu vermeiden: er ließ die Pfeife erschallen, bremsen und, an die Thiere herangekommen, dieselben mit heißem Wasser bespritzen: aber das Gethier blieb stehen und die Locomotive richtete nun ein mörderisches Blutbad an Die ganze Heerde, 21 Stück an der Zahl, wurde theils sofort getödtet, theils gräßlich verstümmelt. Glücklicherweise blieb der Zug in den Schienen, so daß sonst kein Unglück zu beklagen ist. Hätte die Bahn dort mcht so mächtiges Gefäll, so wäre der Zug von den aufmerksamen Beamten sicher zum Stehen gebracht worden, so aber war dies mit dem besten Willen nicht zu bewerkstelligen. D'e Schafe gehören dem Ackersmann Fuhrmann in Hestedt. _ — (Aus dem Eisenbahnwaggon gesprungen.) Jüngst fuhr ein ehrsamer Schuh« machermeister aus Pest mit der Eisenbahn von Felegyhaza nach Kecskemet. Der gute Mann schaute zum Fenster hinaus, da riß der Wind ihm den Hut vom Kops, bei Schuhmacher besinnt sich nicht lange und springt dem Hute nach aus dem Waggon, fällt zu Boden, ohne sich jedoch zu beschädigen Dann nimmt er seinen Hut und winkt dem Zugführer, er möge halten lassen. Der Wächter beim nächsten Wächterhause be- nierft das Zeichen, glaubt, es sei Gefahr vorhanden und gibt Signal, damit der Zug halte, worauf dann der Schuster wieder gemüthlich einstieg. Der Muth des wurde aber nicht gebührend belohnt, denn, wie „Egyetertes" meldet, wurde unser Hel> für seinen Salto mortale eingesperrt. sadÄg Cki, Gliche der Post O.rMüte hierauf b« M- fflit - awei I nur „.«en äjlörb»'in .?• Iss.» tifcys* forderte ein eher L -in Student «u der anwesenden ir prranlafet, gegen d _ (Packarapu. mm Bankerott denken, Jjberoor. Em Wen mit seinen benach! Rjctib Sterling bei eine Tobtten Häuptlingen, tari (bankrupt) gewPM Klärung: „Ein M ,ai chaffl sich ohne M loiiflus. vielleicht 2000 M iou 5 Pfund Mn- Ä ir «volle packarapu ro/< Hektare) einen um 30 M. höheren Ertrag brachte, als der mit Gyps behandelte, und einen um 42 M. höheren Ertrag als der pure Mist auf dem nämlichen Felde und zu der nämlichen Fruchtart. Es darf mit gutem Gewissen jedem Landwirthc ?"6erathen werden, stets sauren phosphorsauren Kalk oorräthig zu halten und nach ledem Misten solchen aufzustreuen. nA Beerdigte. . Den 29. Juli. Karoltne Louise Antonie Winther, dahier Dr. Alexander Winther eheliche Tochter, alt 24 I. ^Der Komiker des Norddeutschen Künstler-Vereins, Herr Robert Krause, der am Dienstag schon mit dem größten Belial! hier aufgetreten ist, producirt sich beute Abend zum zweiten Male in Busch's Garten. Wir verfehlen nicht, alle Freunde des Humors auf diesen vortrefflichen Salon-Komiker aufmerksam zu machen. . geheimn iß voller Mord im botanischen Garten zu Kiew erregt in Kiew tzroßes Aufsehen, Zwei junae Mädchen von vornehmer Familie, welche das dortige Hymnasrum für Mädchen besuchten, wurden in einem Bosquet des Gartens neben einander erwürgt aufgefnnden. lieber den Urheber des Verbrechens und die näheren Umwände, unter denen dasselbe voüführt wurde, fehlen noch zuverlässige Angaben; man vermuthet den Mörder tn einem jungen Diener der Familie, der geisteskrank sein soll. Auf b‘e Entdeckung des Mörders ist übrigen- ein Preis von 500 Rubel gesetzt. — Für den Mord hat zunächst der botanische Garten selbst büßen müssen; die Stelle, an der das Verbrechen verübt worden ist, hat der Dirertor des Gartens, P-ofessor Borschtschew, glatt r .siren und damit den Garten einesthetls seines prächtigen Blätter^ schmuckes berauben lassen Aber auch für die Universität, deren Studentenschaft ohnehin schlecht bei der Regierung angeschrieben steht, da sie viele unruhige Elemente zählt, droht der Vorgang verhä ignißvoll zu werden. Als der Professor der gerichtlichen Medicin, vrof. Erhardt, bei der Section der beiden Leichen im anatomischen Theater «'nen Studenten mit der Abfassung des Protokolls beauftragte, lehnte dieser die Arbeit ob, die Sache der Polizei sei. Prof. Erhardt, der gleichzeitig Decan der Universität ist, verlangte hierauf die Entfernung des Widerspenstigen und rief, als diese nicht er- tolüte, die Polizei zur Hilfe. In demselben Moment erbot sich aber auch ein anderer bliident zur Abfassung des Protokolls. Als der ausgewiesene Student nun das Local verließ, forderte ein ehemaliger Student seine Commil'tonen auf, das Auditorium, aus hem ein Student ausgewiesen sei, ebenfalls zu verlassen und nicht wieder zu betreten. Viele der anwesenden Studenten folgten der Aufforderung und dies hat den Gouverneur veranlaßt, gegen dieselben eine Untersuchung einleiten zu lassen. — (Packarapu.) Was sich die Maori, die Eingeborenen von Neuseeland, unter Bankerott denken, geht aus nachstehender, dem „Globus" entnommenen Mitthei- luig hervor. Em Maorihäuptling, ein Mann von Intelligenz und in Geldangelegen- heiten mit seinen benachbarten Pakehas tWeißen) sehr gewissenhaft, verlor kürzlich 40 Basierten W* Men, veranM l^ghard'schrHHg. en nach der Stotilij n dn Stadtvmrdiw seiner Besihun, Kimmung unb iiU| Hanse« an der Ach i-'nbirung vMtsLi ialtet worden, Mir j )n OicnbranbUtiH/i iDiber die ten! >er.inftiminang rik I uch um öelaffq» I . Söutfpalitr M Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 30. Juli. Heinrich Enders, Hausbi'rsche dahier, verstorbenen Schuhmachermeisters zu Wallenrod Konrad Enders ehelicher Sohn, und Marie Stock, geb. Schnepp, Wittwe des Schriflsetzers Gustav Stock dahier. Denselben. Karl Pfaff, Schlossermeister dahier, des verstorbenen Schuhmachermeisters dahier Philipp Pfaff ehelicher Sohn, und Katharina Marie Dietzel, des Bergmanns zu Marienhagen Karl Dietzel eheliche Tochter. Geraufte. 2 h < Eingesandt. (Äclteröberfl.) Am 2. d. feierte die Burschenschaft „Germania" einen CommerS, den fie durch fortwährendes Kanonenfeuer zu verherrlichen sich bestrebte. Die Schüsse dauerten bis spat in die Nacht und konnte ich Seltersberger, der ich weit nach Klein- llnden zu wohne, während dieser Action kein Auge zuthun. Wenn ich nun, der ich so weit weg wohne, im Schlafe durch das Schießen gestört worden bin, wie müssen erst die Bewohner des Nenenweges und des Kreuzes rc. geschlafen haben? — Es werden sich nun viele Leute fragen: „Warum ist es nicht verboten oder nicht verhindert ober endlich erlaubt worden?" Die Antwort ist darauf sehr einfach — (aber für uns aus verschiedenen Gründen nicht gut mitzutheilen. D- Red.) — P — s ™ .n - c t:- Diener am physiologischen Institut Heinrich Balser ein Sohn, Karl Martin Friedrich, geboren den 8. Juli. Denselben. Dem Expeditionsgehülfen an der Köln-Mindener Bahn Geora Frank eine Tochter, Auguste Louise, geboren den 28. Juni. Denselben. Dem Taglöhner dahier Georg Mandler eine Tochter, Elisabethe, geboren den 27. Juni. Denselben. Dem Locomotivführer an der Main-Weser-Bahn Georg Wiechard em Sohn, Theodor Alexander Daniel, geboren den 15. Juni. Den 31. Juli. Dem Schuhmacher Heinrich Marx lina, geboren den 24. Juni. Denselben. Dem Tapezierer Ferdinand Nennstiehl Jakob Heino, geboren den 11. Juli. - Denselben. Dem Cigarrenfabrikanten Gustav Brunnet ein Sohn, Gustav Werner Emrl Wilhelm, geboren den 28. Mai. Den 29. Juli. Dem Bürger und Fabrikanten Otto Kcmpff eine Tochter, Mathilde Therese Friederike, geboren den 8. Juni. „ Den 30. Juli. Dem Schlosser an der Köln-Mindener Bahn Johann Georg Heller ein Sohn, Friedrich, geboren den 4. Juni. Denselben. Dem Taglöhner dahier Ludwig Jung eine Tochter, Anna Katharina Karolrne, geboren den 9. Juli. l Denselben. Dem Schlosser an der Main - Weser - Bahn Hartmann Babel ein Sohn, Wilhelm, geboren den 8. Juni. „ Denselben. Dem Kutscher dahier Georg Stühler ein Sohn, Georg, geboren den Bekanntmachung. An die Mitglieder der evangel. Gemeinde Gießen. Nachdem der Beschluß des Kirchenvorstandes und der Gemeindevertretung unserer Gemeinde, die Gebühren für die geistlichen Amtshandlungen abzuschaffen und die dazu nöthige Ablösungssumme durch Parochialumlage auf die Glieder unserer Gemeinde aufzubringen, die Genehmigung der zuständigen Behörden erdalten hat, machen^ wir hiermit bekannt, daß von morgen, Sonntag den 6. August, an sämmt- liche geistliche Amtshandlungen, als Trauungen, Taufen und Beerdigungen, völlig gebühren- und kostenfrei vollzogen werden. Gießen, den 5. August 1876. Namens d e s Kirchenvorstandes: 4133) Georg Schlosser, Pfarrverwalter. '$« hin, Mn stu. .«ter >1» Sitte 6* i I1* r,, l1.1'1*'" unb »«,'«foll ali ii: tun9 Stibin triüi den. «»«•£*?,« (tuenttOntf1*1 Gestorbene. Am 27. Juli: eine todtgeborene uneheliche T. von Auswärts. — 30. Juli: Elisabethe, T- des Fuhrmanns JohS. Thomas III., alt 6 Wochen. — 4. August: Katharine, Ehefrau des Taglöhners Philipp Haas, geborene Ebert, 54 Jahr 3 Monat all. °l dir kömslck iijtiblQtt 0001 263; n nit beridjtigte«; uns füglich ]*«’*’ Landwirthschaftltches. Mist unb phosphorsaurer Kalk. Es ist d; elf ad) darauf aufmerksam ge- worden, daß das Bestreuen des Mistes mit Gyps keinem verständigen Land- I Erlassen werden kann, zumal viele Versuche vorliegen, welche beweisen, daß der »^'dessen flüchtige Theile durch das Bestreuen mit Gyps erhalten werben, größere ■jJJAe liefert. als her nicht so behandelte Mist. Während nun Tausende von Land- IEa von diesem unzweifelhaften Forischritic noch keinen Gebrauch machen, sind I rudere schon wieder einen Schritt weiter gegangen und wenden statt des Gypses E phospho,sauren Kalk an. Derselbe ist zwar viel theurer als GypS; allein er Auszug aus öen Stanüesamtsregistrrn der Stadt Gießen. Vom 28. Juli bis 4. August 1876. Geborene. Am 27. Juli: ? S. des Buchbinders Julius Hoos. — 30. Juli: ? T. des Meffer- schmieds Georg Schwan. — Bertha Elisabethe Christine Karoline, T des Schuhmachermeisters Jacob Gilbert. — Karl Heinrich, S. des Schreiners Georg Lang. — 28. Juli: Elisabeth, T. des Bahnarbeirers Johann Konrad Schweitzer. — 1. Aug. : Heinrich Martin, S. de« Schneidmühlenarbeiters Karl Heinrich Oskar Müller. — 2. Aug. : Fritz Philipp Karl Ludwig, S. des Uhrmachers Wilhelm Böger. — 26. Juli: Anna, T. des Bahnhofarbetters Heinrich Habermehl. — 1. August : Anna Christine Sophie, T. des Schuhmachers Johann Karl Kühl. — 25. Juli: Rudolf, ein unehelicher Sohn von Auswärts. — 26. Juli: Susanne Elisabethe, eine uneheliche Tochter von Auswärts. — Christiane, eine uneheliche Tochter von Auswärts. — Amanda Augusta, eine uneheliche Tochter von Auswärts. — 31. Juli: Johann Christoph ein unehelicher Sohn von Auswärts. — 1. August: Marie, T. des Küfers Georg Friedrich. — Louis, S. des Lohnkutschers Wilhelm Lich. — 3. August: Heinrich, S. des Kaufmanns Joseph Stern. — 29. Juli: Wilhelmine, eine uneheliche Tochter von Gießen. — 3. AugustRudolf Karl, S. des Bremsers Karl Julius Bohn. - 27. Juli: eine uneheliche T. von Auswärts (todtgeboren). i* . . Demselben. Dem Bürger und Bäckermeister Emil Sauer ein Sahn, Emil, geb. den 4. Marz. ' H Die Annancen-Expedition Th. Dietrich & Co. in Cassel über- .prompte Besorgung von Anzeigen in sämmtliche Zeitungen Deutschland« und des Auslandes zu Origtnalpreisen. (Alleinige Jnseraten-Annahme f. d. „Casseler iit auf W*#» ? e®«81Ä ÄS drop6( I“ 8 lOW .H,n btl freunbtten Häuptlingen, daß er sein Geld bei einem Pakeba verloren, welcher packa- D0m 3.npu (bankrupt) geworden. Auf die Frage, was „packarapu“ bedeute, gab er folgende u®u' '• «ifldrung: „Ein Pakeha, der „packarapu“ werden will, fängt ein Geschäft an unb ve-schaffl sich ohne Zahlung eine Menge Waaren. Er macht dann möglichst viel Geld tataus, vielleicht 2000 Pfund Sterling, und bringt es sicher bei Seite, mit Ausnahme a>on 5 Pfund Sterling. Mit diesen 5 Pfund Sterling gebt er zum Richter und erklärt. n moralischer Beziehung durch eine gewisse Noblesse seines Auftretens und seines 'n Mtbo-f ®?U i ' ^rakters auch weit überlegen sein, so steht er doch in Bezug auf Biloungsfähigkeit zweifellos n fönnen imnW: E??1,1-1" versuchte man es, die Häuptlinge im Süden durch den Bau schöner , bi?ittbäii|er zu einer ständigen Lebensweise zu bekehren; eine Zeit ließen sie sich das auch gefallen, ton aber stellten sie ihre Pferve in die Steinhäuser, um selbst wieder in ihren althergebrachten .Men zu wohnen. Diese Unfähigkeit zu höherer Bildung ist der vorwiegendste Grund, der die r-mtn ' lntianer für die Dauer von dem nordamericanischen Continent ausschließt. Als die Vereinigten ■ - -- ’«wen noch weniger stark besiedelt waren, schob man Die Indianer immer weiter nach Westen 2 iTjtf, urtD als auch dies nicht mehr ging, wies man ihnen abgegränzte, aber noch immer cnriumige Reservationen an; aber auch hierzu wirb der Boden Americas allmählich zu eng. i 'rza, Bergleute, Ackerbauer siedeln sich so lange um die Reservationen der Indianer herum an, schließlich deren Bleibens auch dort nicht mehr ist, denn selbst die Regierung der Vereinigten Stuten wäre, auch wenn sie wollte, machtlos, diesem in einem unhemmbaren Naturgesetz |tn ® “d »Mnoeten Vorschreiteu der weißen Race Einhalt zu thun. Auch wenn die Indianer einmal ’.aitn iMN ' s, HM werden, gebrauchen sie doch noch weit ausgedehntere Landstriche zu ihrem Lebensunterhalt, arL-Weiße von gleicher Anzahl nöthig haben würden und als man ihnen zu bewilligen geneigt )iien für 1 M Daß der gegenwärtige Sioux-Krieg deßhalb ein gerechter fei, soll damit nicht gesagt sein, ciit und 3;u der grausamen Naturnothwendigkeit, welche die Indianer zum Untergang bestimmt, kommen diesen delldß11 •aiQb-ic minder berechtigten Ursachen, welche den Verfall dieser Race beschleunigen und ihren LL.tiikampf noch erbitterter machen: die Gcwaltthätigkeit, die Arglist und Gewissenlosigkeit dai Weißen. Die Indianer sind ein geborenes Volk von Jägern und Kriegern; so groß aber önrl)ii)K Geschicklichkeit sein mag, sich im Gebrauch der neuesten Waffengattungen der Weißen awSKilden — sind sic doch durchweg mit vorzüglichen Hinterladern bewaffnet —, so zeigt sich d>lh wieder die Kindlichkeit ihrer Natur in der unbesonnenen Mißachtung der Verhältnisse. Der h4Liizc Besuch indianischer Häuptlinge in Washington hätte sie doch zur Genüge belehren müssen, der Kampf gegen die gesammte Macht der Union ein erfolgloser sein müsse. Dem ist aber wie vor hundert Jahren, so glauben sie auch jetzt noch in einer sturmgleichen Kriegsfluth Bleichgesichter vom ainericanischen Kontinente Hinwegschwemmen zu' können. Von den 316,000 in den Vereinigten Staaten lebenden Indianern sind 81,000 noch voll- lvilde Nomaden, die übrigen leben in Reservationen, aber nur die allerwenigsten sind civilisirt, und gerade diese gewähren durch ihre vom Branntwcinacnuß und Syphilis v M'pelten Gestalten den wiederwärtigsten Eindruck. Der Versuch zu einer Civilisation der JWaner i|t freilich in den Vereinigten Staaten niemals ernstlich gemacht worden; die Quäker h ä« ihn begonnen, aber sie haben ihn nicht durchgeführt. In legitimer Weise haben sich die 2 Mm fast niemals mit den Indianern vermischt; Vie Squaws aber sahen mit nicht ungünstigen Wi auf die schönen, weißen Männer, und wv die sittliche Gleichgültigkeit in den indianischen zu der Entstehung von Mischlingsracen führte, da haben diese, wenigstens in den gongten Staaten, stets alle Fehler, aber selten die Tugenden ihrer Eltern an den Tag gelegt, kanadischen Halbblutindianer, Nachkömmlinge der französischen Ansiedler, von mehr vivlmchrnder Anlage sein sollen. Am weitesten ist die Mischung in Mexico und in den c rÄi-lamericanischen Republiken vorangeschritten, wo einige Präsidenten, beispielsweise Juarez, Wu Vollblut-Indianer gewesen sein sollen. Die dortigen Indianer aber haben seit Cortez Hö^arro noch ein gut Theil höherer Bildungsfähigkeit bewahrt; sind doch die mexicanischen ^!l8^Jndianer von den benachbarten räuberischen Comanchen und Apachen auch heute noch tFUtbüeit verschieden. Paraguay endlich bietet das eigenthümliche Beispiel, daß unvermischte 'P^er dort unter der Leitung spanischer Jesuiten ein selbstständiges Staatswesen mit einer eigen: Civilisation heranbildeten, welche aber leider wieder verfiel, als die Jesuiten gezwungen ^hi, ihre Thätigkeit aufzuheben. Englands durch seinen Colonialbesitz so reiche Erfahrungen W Unfalls der Erhaltung der eingeborenen Stämme in seinen Besitzungen nicht günstig. Die ;auf Neu-Seeland haben seiner Zeit eben so heldemnüthig, wie die Sioux, gegen reguläre Iek5?n gefochten, sind aber unzweifelhaft in schnellem Aussterben begriffen. Das Beispiel der i ;j^manischen Kaffcrn, welche sich in Capland und Natal gar lustig vermehren, scheint freilich ^oligm Erfahrungen zu wiedersprechen, aber auch diese werden mit dem Zunehmen Der weißen I •pklferung gleich den größeren wilden Thieren allmählich in die Wildniß zurückwcichen müssen . ( Köln. Ztg.) Bekanntmachung diesem und tn den nächstfolgenden Jahren insbesondere Jur x-w r . .. v V. ____QQ A.lUn GA er A ohptlSlPH rt 11 uPV 7 E - Betreffend: billig verfertigt. an die 4077) Bekanntmachung. 4135) Eine Wirthschaft Annonce Hierzu eine Beilage ßrsck 01 7 Q 095 Berlin, 10. Ar M die Rückkehr des d liitij, vielmehr ist bis Berlin, 10. n Ntglieder waren sehr mit Logis, bei Mig- 2 \ ründlicher Violin- und Klarin Unterricht wird ertheilt vcn 4093; Eine freundliche Familienwohnv: von 3 Zimmern und 2 Cabincten, mir w r auf den deutftze Wnrt. In dichz fs siimmuntzrn über' lcden der WaWns Mtzen der Mcwnsch. dlvbei natürlich die Äcvüise einbrachte. ! Wt find während de vermischte Anzeigen. 4084) Hiermit zur Warnung eines Jeden, meinem geistesschwachen Sohn Philipp Feller geistige Getränke, welche derselbe auf meinen Namen borgt, nicht zu verabreichen Zugleich will ich noch darauf aufmerksam machen, das ich Diejenigen gerichtlich ver- olgen werde, welche demselben Gegenstände von mir abhandcln oder für Zahlung annehmen werden. (4084 Groß Linden, den 2. August 1876. Ludwig Fcllcr 11. Ww. Wir erinnern i 8 Tagen W tiniubel1 Ein Kd en sofort beziehbar, zu vermut!- Georg Schomb - r Seltersweß. ZLesoudere ZZekanntmachungc,- Bekanntmachung. Das diesjährige Prüfungsschießen des hiesigen Regiments findet Dienstag den 8. und Mittwoch den 9. d. Mts., Vor- und Nachmittags auf den Schießplätzen des Regiments 4111) vofl’>5 zu vermielvcn bet W. Fab" 41i2)Elne Pirsch buchse zu 12 M , eine Doppelflinte mit Büchsflintenlaufen zu 60 M- und eine Lefaucheux Doppelflinte zu 60 M-, — alle diese Waffen vorzüglich im Schuß und im besten Zustande — werden 4047) Der 1. Stock meines Vorderhauses, bestehend aus einem schönen geräumigen Laden, 2 Stuben, Küche, Keller u. s. w-; sowie auch der 2. Stock, bestehend aus 3 Stuben, 2Cabmeten, Küche, Keller u. s. w , sind zu vermiethen und bis den L November d. I. beziehbar. Karl Zimmermann, _________ Neuenbäuen B. 84. 4037) Ein kleines freundliches Logis 'ist zu vermiethen und baldigst zu beziehen. W- K o h lerman n. Darmstadt nun a. d. Stadtkapelle 3931) Zu der bevorstehenden Saison offeriren wir Haiiddreschinaschiiien und' Häckselschneider : u bedeutend ermäßigten Preisen. JFSicli & Bit'ÖSl. ollen übrigen . platz, per 15. Oktober zu vermiethen 6ü Jean Leyerza pf. ordnetemKaw> * m.eralen Dkplffi, *Ä,?, Ll llen Kranken, "ch^,üZ Zeit durch ein tausendfach bewährt», rationelles Heilverfahren von ibren . den befreit sein möchtrn, kann die le - dcs berühmten, bereits in 60. «in J erichien-nen, 500 Seit, starken l»r Airy’sÄÄturlieilniethW nicht drincend genug empfahlen w • Preis 1 Mark, zu beziehen durcv Buchhandlung oder gegen EMK ' von W Briefmaiken » 1 4*Jj- ' direct von Richter'S Verlags-Um in Leivria. Die in r>tm abgedruckien zahlreichen glänzendelr teste bürgen dafür, daß R-emcin - illustlirte Werk unbefriedigt aus Hand legen wird. Thatsache Mchästs-Eröffnung. Einem geehrten Publikuni zeige ich ergebend an, daß ich mich hier als Friseur etablirr habe. Zugleich empfehle ich mein großes Lager in Parfümerien und Toiletten - Gegenständen; Haararbeiten, Zöpfe, Chignons u. s. w., werden gut und S. äh. b. d. Expd. d. 15) Flfehtentkranke und leideeide lo-ili l>r. Jochh.l*. Nächsten Mittwoch den 9. d. Mts. 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Flick & Kröll Eberhard Weller IV. von Wieseck ist - als Wiesenwärter für die Stadt Gießen angenommen und auf den Feldschutz, sowie « i tt hrt v«Mi ! auf die Instruction als Wiesenwärter, ücr UDCljl ijfll ! PrIÄtenro°bebnn4. August 1876. (4126 Empfehle auf die nächste Woche: Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen, kleine Pfeffergurken, billigen Wein- und A- Bramm._____________ gewöhnlichen Essig zum Einmachen, Drlfrnliichr B-k-»»im°ch.»,. ist wegen Verstandesschwäche unter Curate! fische 30—35 Pfg- h. Pfd. Auch fertig gestellt. Recktsgeschäffe können gültig nurLffca(fene Fische. Billige Bedienung, mit deren Curatoren Hermann Von Erff um aeneiaten Zuspruch. werben“r‘ 4136) H. ÄUrtl», Neustadt. Grünberg, den 21. Juli 1876. (4020 4137, Ein l'/rjähnger Fasselochs, Farbe Großherzogliches Landgericht Grünberg, ^th, Vogelsberger Race, diensttauglich, zu S e l l h e i m, vr. M ö b i u s, verkaufen bei N e u n 0 b e l Landrichter. Lcmdg.-Assessor. | in Stangenrod bei Grünberg. 4128) Ei>! Fa,uilrenlogis zu vermielb k.Pändig verunglückt und auf sofort ober später zu beziehen bl n.imebr offen zu Tag! Konrad Töpfer, Gartfeff f- - - 4128) Ein ordentlicher Arbeiter fir1 Wln-Gießener W Abfahrten von Gießen na». __________________ y Weilburg, feöebiii w-lche e«te 3.uem«e J™,s«'n, daß und in der Hausarbeit eriao' ^dchdag E„^gruk reu ist, findet gegen hort« die Landwirth^ Lohn angenehme Stellung ' "Wodurch b(e Wien 9 9, «Dietz Sk ft unb ’M ji1, k,r „an der Stadtverordneten - Versammlung der Stadt Gießen am Lä^Kkbruar d. I. gefaßte Beschlutz wegen einer Capitalaufnahme ton 600000 E AU E der in diesem und in den näetiftfolgenben Jahren insbesondere für Wriirfen unb etraftenanlagm, Schul- und anderen Bau,en sich ergebenden auher- ordeutlichen Ausgaben die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten hat, so wird dies mit dem Aussigen bekannt gemacht, daß Camtalten m Betragen von 100^ 300. 500 und 1000 Mark aus dieses Anlehen gegen Interims - Scherne jederzeit zur Stadt fasse eingeiahlt werden können und findet die Verzinsung mit 4*/e Procent nom 4.ooe der Einzahlung an Statt. Die Rückzahlung des Anlehens ersolgt durch Amort.sation mit iäbrltch 2 Procent unter Vorbehalt des Rechts der Stadt zur Kündigung des Ankens tm Gäulen oder zum Theil Der Austausch der Jntertms-Scheme gegen bk aus Inhaber lautenden Original-Obligationen findet nach deren Anserttgung Statt, worüber seiner Zeit besondere Bekanntmachung erlassen werden wird. ,,.„R Gießen, am 28. Juli 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Greßen. A. Br a m m. _______________________ Kermittyungen. 4102) Eine Familienwohnung, sowie ein möblirtes Zimmer mit Cabinet, zu ver- miethen bet____________B- Katzenstein. 4095- Im Hause des Herrn Zimmermeister P t tz, Grünbergerstraße, sind zwei möblirte Zimmer zu vermiethen. 4051) Zwei ineirwndergehende schöne Zimmer, ohne Möbel, zu vermiethen bei Ehr. H o r e y fj^cL 4033) Ein Zimmer mit Cadinet ist mit oder ohne Mödel an einen einzelnen Herrn zu vermiethen im „Darmstädter Haus." 3354) Erne schöne Familienwöhnung ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei Ludwig Pirr, Neuenbäuen. Ieilgevotenes. 4G6) Ein Haufen Pferdemist wird billig abgegeben. Nattmann L Weidig. Zwiebclkucheu jeden Montag, Mittwoch und Freitag, Morgens 9 Uhr bei (4115 August Moll} Mäusburg. 4050) Eine Familienwöhnung zu vri- miethen. Seltersberg E- 32,5._________ 3717) Ein freundliches Logis im Freiii (am Wallthor), bestehend aus 4 Zimmi! mit allem Zubehör, ist zu vermiethen ui 1 alsbald zu bezieben bei F. Iuhi 3993) Zwei si eundliche Zimnrer mit Nebin zimmer, Küche und Zubehör zu vermichi und bis 1. October zu bezieben bei Theodor Schmidt, Gariseld. 3216) 4 Zimmer, Küche rc., tm mittlem Stock, am 15. Aug. beziehbar, zu oermickc bei F. Zöller, Neustadl. CI II UHU L UUUUKICI' , l'l' ,, . n,',n Räumlichkeiten, sowie kl- ^ttsende 3470 Mk. Mch sind 145, von N fu verlaffen, 434 Berlin, w. ^flsnünUtetium in1 , lvüches die Bl - Wegen Ärmnächstiger Grschästsäusgabe Kerflergerungen. bei mir 2 Pferde, zugfest gefahren, ein r, . q k CY Coup4e, eine Droschke, ein Halbverdeck, 2 Dienstag den . August: d. I-, schwere Occonorniewagen mit allem Zube- Nachmittags von Uhr an, kör Pflug und Eggen, Häckselschneider rc. sollen in dem städtischen Mogazm am ehe- verkaufen (4030 tnals Oswald'scken Berg altes Gußeisen, billig zu verkauf n ^hnkutscher Ockel. Messing und Blei, sowie alte Feuerleitern, > ----- welche sich zu Scheuernleitern eignen, eine Partie große Kirchenfenster, altes Gehölz., M sowie lederne Feuereimer und lederne jU vCl- Schläuche, öffentlich versteigert werden. .„ pachten. Näh, b. I. Blitz. Gießen, den 4. August 1876. (4113 —------- Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 4129) Bohnen Werden A. Bramm. »,z. . , . gesch^ttten der Hochachtungsvoll I. P I a ib k, 11. Seltersweg 11. (Erercierplatz und Schießplatz) Statt wesbalb vor dem Betreten. ------- , . dieser Platze und deren Umgebung^ gewarnt wird. (4110 * 4120) Ein noch gut erhaltener Herd, so- 0 . w..»..n. 4Qi7ß we ein Ofen, billig abzugeben bet Gießen, am 4. August 187b. | Buchhändler Roth am Walltbor. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 4121) Zu mässigen' Preis wird zu kaufen gr r n m m gesucht: Ein eleg. Bücherschrank mit A. Bramm. l Doppelglasfensterm Schrtftl. Offerten mit Preisangabe sud k. 1 durch die Exp. d. Bl. Bersteigerungkn. 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