Hi». 31 Sonntag, den 6. Februar. l'l,“ 18V« Hüt: AMige- uni) Amtsblatt für ben Kreis Gieße« Der französische Senat. r> 1 ö,,r qegkii inbfn, wcrbffl (609 mb. nÄvla^' L^r^wrii ^len Sache fi ungemein günstigen Wahlresultate) nur ei !1' Äflbfll1 i!e ^cm ^stkn energischen Luftzuge gegenüber nicht Stich kltlltltli tie Regierung hat die künstliche Atmosphäre erzeugt, in d \Ub»°U/ | UnW nadlet Jar(Fuhr tu Da die bevorstehenden Neuwahlen zur Deputirtenkammer schwerlich ein für die Richtung Buffet's günstigeres Resultat ergeben werden, da sich im Vegentheil annehmen läßt, daß die Niederlage der Regierung bei diesen Wahlen eine viel eklatantere sein, daß die Majorität der zweiten Kammer den entschiedenen Republikanern zufallen wird, so entsteht naturgemäß die Frage, ob unter soichen Umständen das Ministerium haltbar sein wird, ja ob der Marschall Mac Mahon selbst nicht viel zu sehr zu Gunsten eines rcactionären Regiments engagirt ist, jedenfalls viel mehr, als es seine Stellung erfordert, ja eigentlich gestattet, um ohne die Umkehr in völlig neue Bahnen die Reaie- mng fortzuführen. sind Sieger geblieben und die Voraussetzung, unter welcher die Regierung des Marschall Mac Mahon die Constituirung eines Oberhauses betrieb die Voraussetzung mit einer solchen Institution den Interessen der Reaktion zu dienen hat sich als hinfällig erwiesen. Man darf schon heute sagen, daß die politische Physiognomie des Senats eine bei weitem mehr republikanische sein wird, als es die der constituirenden Nationalversammlung früher gewesen und doch schien die Majorität dieser Nationalversammlung dem Marschall-Präsidenten schon viel zu liberal. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schul st raße, Lit. B. Nr. 18. . .........e-r-7— —। *•*■*□*■ d-d—-......... —- zu halten vermag. Lie Regierung hat die künstliche Atmosphäre erzeugt, in der der Samen dieses Gewächses aufging. In Frankreich sind die Senate und Pairskammern stets gotische Pflanzen gewesen. Napoleon I. schuf den ersten Senat, die Restaura- lion der Pair-kammer. Aber so wenig die Existenz dieser Säulen des Staates dm Untergang des ersten und zweiten Empire zu verhindern vermochten, so ettl*9 haben sie die Monarchie Ludwig XVIII , Carl X. oder Louis Philipps i» Pützen vermocht. Der jüngste Senat ist ein seltsam geartetes Mischwesen, er Striat einer Republik; wird er dem Septennat diejenige Festigkeit ver- die der Zweck seiner Schöpfung war? Die gemäßigt republikanische Erdung, welche der neue Senat zeigen wird, läßt weit eher Vermutheu, daß ? rinen Keil in den zähen Conservatismus treiben wird, den die Regierung ! e» Marschalls Mac Mahon bisher vertrat. Es ist möglich, daß diese con- siwativen Bestrebungen ihr Gutes gewirkt haben. Frankreich bedurfte nach Prcio vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Irankreich. Paris, 3. Februar. Die .France" bestätigt die Nachricht der „Times", daß Buffet entschlossen sei, unmittelbar nach den Abgeordneten-Wahlen zurück- utreten, und dies dem Marschall Mac Mahon erklärt habe. Die Meldung tößt trotzdem auf Zweifel. Paris, 3. Februar. Die „«gencc Havas" meldet: Die spanischell Regierungs-Truppen haben Lesaca und Echalar besetzt; jedoch haben die Car- isteu noch Pera inne. Die Larlisten haben alle über die Bidaffoa führenden Brücken abgebrochen. «** Tt« f"" J75. rc W6ä(te. jrikdbergki Turni^ beiten. * >" «*a Keutschland. sro....9!t“8 Hesien, 3. Febr. Gegenüber den o^ll^rll^äCn Berj$‘ebenex Blätter über eine Erklärung des Austritts aus der Landeskirche von 106 Bewohnern Rüffelsheims sind die „N. Heff. Lolksbl." in der Lage, versichern zu können, „daß eine officielle Austritts-Erklärung gar mcht erfolgt war, und daß auch die dahin zielenden Verabredungen nach beffe- rer Klarstellung der thatsächlichen Verhältniffe vollständig ruhen.» ,. r 3 Februar. Vorgestern wurde der Bischof wiederholt vor den hteMn Untersuchungs-Richter geladen, um darüber vernommen zu werden ob tr Moufang beauftragt habe, in Rödelheim Gottesdienst zu halten. Dem „Mainz. Jouru.» zufolge wurde diese Frage vom Bischof verneint. . 3‘ Februar. Nachdem die zwischen der preußischen Regierung und den Ständen von Lauenburg geführten Verhandlungen zum Abschlüsse ae> langt sind, erfolgt voraussichtlich die Vorlage in Betreff der Jncorporiruna des Herzogtums Lauenburg in die preußische Monarchie noch im Laufe der gegenwärtigen Session des Landtages. £ Berlin, 3 Februar. Das Stadtgericht sprach den Angeklagten Gehl- sen, Redacteur der „Eisenbahn-Zeitung», der Beleidigung des Aufsichts-Rathcs der Rumänischen Eisenbahn-Gesellschaft und des Reichskanzlers Fürsten Bi«, marck nach Art. 184 und 186 des Strafgesetzbuchs schuldig und verurthetlte ihn zu einer Gefäugnißstrafe von 4 Monaten. Berlin, 3. Februar. Der Reichstag erledigte in zweiter Lesung unverändert nach den Anträgen der Budget-Commission: die Gesetz-Entwürfe, betr. : Verwendung der zum Retabliffement des Heeres bestimmten Geldmittel • betr 1 dt- Verwendung aus der französischen Kriegskosten-Entschädigung, und betr. die i Geldmittel für den Artillerie-Schießplatz, für das Dienstgebäude des Generalstabs und für die Kasernen-Bauten in Leipzig und Bautzen. Hierauf folgte die zweite Berathung des Hilfskaffen-Gesetzes, dessen erste 6 Paragraphen wesent- lich nach den Commissions-Anträgen genehmigt wurden. Der mit $ 6 zusam- b-^'h-ne §15 wurde mit 121 gegen 120 Stimmen mit einem den Äommtffions-Beschluß modificirrnden Antrag genehmigt, wonach der Austritt oder Ausschluß aus einer Gesellschaft oder einem Vereine nicht den Ausschluß au$ Jur 5oI9e haben soll. — Heute Abend um halb 8 Uhr findet eine Abend-Sitzung statt. 1 3’ 8c6r- Der Reichstag vollendete in der Abend-Sitzung, die bis 11 Uhr währte, die zweite Lesung des Hilfskaffen-Gesetzes. Zu den §§ 7 iint. 25 wurde die Regierung«.Vorlage ganz, zu § 27 dieselbe theilweise wie- ber oergc(iellf § 35 wurde gestrichen, das Uebrige nach den Commission». Anträge» genehmigt. — Der Vice-Präsident Hänel theilte mit, Präsident ’• Forckenbeck sei telegraphisch in seine Heimath gerufen. Berlin, 3. Februar. Graf Ledochowsky ist heute Abend in Berlin emgetroffm und gedenkt morgen weiter zu reisen. Berlin, 4. Februar. Der R-ichskanzler Fürst Bismarck ist so weit wieder hergestellt, daß er sich heute zum Vortrage zu Sr- Majestät dem Kaiser begeben konnte. Serltn, 4. Februar. Graf Ledochowsky empfing gestern Abend im Hotel die Centrums-Fractioii des Reichstages und die hiesige katholische Geist- uchkeit. Heute früh reiste derselbe mit dem Fürsten Edmund Radziwill nach Prag ab Ostrowo, 3. Februar. Graf Ledochowsky ist heute früh der Haft entlasten worden. Derselbe ist sodann in Begleitung des Landraths Dallwitz und zweier höheren Polizei-Beamten per Bahn in der Richtung nach BreSlau abgereist und wurde ihm bedeutet, daß er in Torgau internirt werden würde, falls er die Provinzen Schlesien und Posen oder die Regierungsbezirke Frankfurt und Marienwerder betreten sollte. Mödctrn auf Louis qsirr, | Neuenbäuen. Men, Wtrfl, Rch 'dm etfaufr von Rothenberger, ifummtfl 193. ,r -Itich- Kl 50,000, 30,000, Lit, iutn”" Scheint aber nach dieser Richtung hin der Ausfall der Senats wählen als bedrohlich für die Aufrechterhaltung des Status quo ante, so können wir doch nicht umhin, denselben als heilsam für die gesammte politische Entwicke- liing Frankreichs, als heilsam, namentlich auch im conservativen Sinne, anzu- s'hen. Ein reactionärer Senat würde zu einem Zwiespalt der gesetzgebenden Gewalten geführt, die Regierung, auf einen solchen Senat gestützt, würde in stetem Kampfe mit der den Volkswillen repräsentirenden Deputirtenkammer gewesen sein, dieser Kampf würde auch außerhalb des Parlaments sei» Echo wird am 18. d. Mts. stattfinden. Dasselbe mußte auf einen Freitag verlegt werden, weil das Florentiner Quartett, das in diesem Concerte hier auftreten wird, auf seiner Rundreise nur an diesem Tage unsere Stadt passirt. — Die Mitglieder dieses, durch seine ausgezeichneten Leistungen bekannten Quartett-Vereins, die Herren Jean Becker, Masi, Ehiostri und Hegyesia, werden in Dieser Kammerwusik-Soiröe uns durch die folgenden 3 Quartette erfreuen. Oäur-Quartett op. 54 von Haydn; Fdur op. 44 von Robert Schumann und Gdur op. 18 von L- v. Beethoven. — Gewiß für alle Musikfreunde ein schönes und gewähltes Programm. Auszug aus brn Jütanbrsamtsrfgiltrrn der Stabt Gießen. Vom 28. Januar bis 4. Februar 1876. Eheschließung. 2. Febr.: Georg Christian Martin Hammel, Schreiner, mit Franziska Stuckart aus Lich- — 4. Febr.: Johann Friedrich Wilhelm Böhling, Sattler und Tapezier, mit Friederike Hermine Korufchewitz auS Loburg. Geborene. 25. Jan: Louis, S. v. Kaspar Weiß, Schneidermeister. — 28. Jan.: Ludwig, S- v. Georg Boos, Wildprethändler. — 27. Jan.: Friederike, T. v. Heinrich Benner, Bahnhofarbeiter. — 29. Jan: Adolph, S- v. Johannes Nähr, Bremser. — 27. Jan.: Adolph Martin August, S- v. Heinrich Schweitzer, Locomotivführer. — 23. Jan.: Friedrich, S- v. Karl Köhler, HülfSlocomotivführer. — 29. Jan.: Friedrich, S- v. Johann Seth, Locomottvheizer. Gestorbene. 28. Jan.: Louise, eine unehel. T. von hier, 2 I. 4 M. alt. — 29. Jan.: Lina, T. v. Karl Plank II., Bäckermeister, 6 I 2 M. alt. — 31. Jan.: Ein todtgeborner Knabe des Spenglermeisters Heinrich Moll. — 1. Febr.: Martin Ludwig, S. v. Heinrich Pfeifer, Bahnarbeiter, 4 I. 11 M. alt. — 31. Jan.: Heinrich Decker, Schuhmacher auS Staufenberg, 20 I. alt (im acad. Hospital). — 2. Febr-: Ein todtgeborner Knabe des Schuhmacherme,sterS Heinrich KrauSmüller. — 3. Febr-: Heinrich, S. v. Johannes Heinrich Lemp, Hülfsarbeiter, 8 M. 3 T- alt. — 3. Febr.: Wilhelm Grölz auS Staufenberg, 39 I. alt (im acad. Hospital). — 4. Febr.: Anton Schüßler auS Mengerskirchen 55 I. alt (im acad. Hospital). Berichtigung: Die am 27. Januar verstorbene Tochter deS Schlossers Wilhelm Dörr hieß nicht Anna, sondern Emma. Vermischtes. — In den volkreichsten Gemeinden des Großherzogthums verstürben im December 342 Personen oder von 10,000 Lebenden 18,64 Personen, gegen 324 resp. 17,66 in den Monaten October und November Die geringste Sterblichkeit zeigt Friedberg mit 6,74 Todesfällen auf 10,000 Lebende, die größte Lampertheim mit 29,63 Von den übrigen Gemeinden hatten WormS 14,56, Darmstadt 16,71, Bcssungen 16,92, Offenbach 19,18, Gießen 18,90, BenSheim 19,42, Bingen 19,51, Alzei 24,30 und Heppenheim 29,21 Todesfälle auf 10,000 Lebende. — Nachfolgende Zahlen über die Höbe der dermsligen Gemeinde-Umlagen verschiedener hessischer Städte im Verhältniß zu einander dürften nicht uninteressant fein AuS Gemeindevermögen, Octroi rc ziehen Einnahme auf den Kopf der Bevöl- keruna- Alzey 3,950 M-, Friedberg 4,310 M-, Alsfeld 6,410 M-, WormS 7,486 M-, Gießen 8,486 M., Michelstadt 8,776 M-, Offenbach 10 M-, Darmstadt 11,092 M. und Binsen 11 830 M. Gemeinde-Umlagen kommen auf den Kopf der Bevölkerung in: Gießen 6,331 M-, Michelstadt 6,360 M-, Friedberg 6,916 M , Alzey 7,087 M, AlSfeld 7 952 M-, Offenbach 8,311 M, Bingen 9,094 M , Darmstadt 10,603 M und in WormS 13 825 M. Auf einen Gulden Normal-Steuer-Capital werden an Gemeinde-Umlagen aerablt in- Alzey 24,245 Pf., Bingen 27,054 Pf., Gießen 27,830 Pf., Offenbach 28032 Pf., Darmstadt 32,400 Pf., Friedberg 34,115 Pf, Alsfeld 35,588 Pf., Michelstadl 37,592 Pf. und in WormS 42,611 Pf., überall ohne Abzug der VerwaltungS- und ErhebungSkosten. 3-) Lippstadt, 29. Jan. Man schreibt der Wests. Proo.-Ztg.: „Die auf Rechnung der Ultramontanen kommenden jüngsten Voikommnisse in hiesiger Stadt bilden doch überall, wohin man kommt, das Gespräch. Mitleid mit der h-imgesuchten Familie und besonders mit dem armen mißhandelten Knaben und grimmiger Unwille über die Anstifter und noch mehr darüber, daß sie vermuthlich auch diese- Mal wieder dem strafenden Arme des Gesetze« entgehen werden, bilden den Grundzug aller Gespräche. Dem armen Verwundeten geht etz noch immer nicht besser. Der Hauptmesserheld hat bekannt, will aber vorher bet seinen beiden Cumpanen, die mitgefangen sitzen, reichlich SchnapS getrunken haben und in Folge dessen nicht wissen, wie er zu der That gekommen sei. Und doch hat er einen Weg von wenigstens 10 Minuten machen müssen, um zur Wohnung der attakirten Familie zu kommen. Von der Behörde aber hoffen wir, daß sie einer besseren Jugenderziehung die größte Aufmerksamkeit schenken werde. Da« thut auch hier dringend Roth. Was soll man z. B. von der Jugend erwarten, deren früherer geistlicher Schultnspector einer Lehrerm Vorwürfe gemacht hat, weil sie die Kinder altkatholischer Eltern vor den Insulten der anderen Kinder schützte? Menn Sie diese Kinder in Schutz nehmen, dann nehmen Sie auch die Sache in Schutz*, bat der Mann scheltend gesagt." — AuS der Pfalz wird der „Hetdelb. Ztg." geschrieben: Der blaue Montag ist in vielen Fabrikorten zur Landplage geworden und haben sich dagegen die besten Fabrikordnungen al« nicht probat erwiesen. Ein Geschäftsführer in I. kam nun auf eine neue Idee, und sein Unternehmen ist nicht ohne Erfolg geblieben. Er zahlt nämlich erst am Dienstag aus, statt, wie sonst üblich, am Samstag, was zur Folge hat, daß die „Blauen" kein Geld haben; überdies wird am Montag Abend aufgelegt, so daß Jeder in der Fabrik sein muß, wenn er andern TagS sein Geld haben will. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getaufte. Den 30. Jan. Dem Bürger und Heilgehülfen Ferdinand Schmidt, ein Sohn, Johann Georg Heinrich Christian, geb. den 22. Dec. Denselben. Dem Bürger und Fabrikanten Karl Jughardt, eine Tochter, Hedwig Sophie Auguste, geb. den 10. Oct. Denselben. Dem Kupferschmied Christian Zimmer, ein Sohn, Johannes Georg Wilhelm, geb. den 5. Dec. Denselben. Dem Bäckermeister Philipp Hermann Vogt, ein Sohn, Hermann Friedrich, geb. den 28. Dec. Denselben. Dem Bürger in Birnsfeld und Weichensteller ander Köln-Mindener Bahn dahier, Johannes Herrmann, ein Sohn, Konrad Heinrich, geb. den 23. Dec. Beerdigte. Den 2. Febr. Heinrich Decker, Schuhmacher, ebel. Sohn des verst. MetzgerS zu Staufenberg Johannes Decker, alt 20 I. 15 T., gest. den 31. Jam__ Versailles, 3. Februar. In der heutigen Sitzung der Permanenz- Commission beschloß dieselbe, am 24. d. Mts. wieder zusammen zu treten, um das Ceremoniell der Uebertragung der Vollmachten der Nationalversammlung an die neuen Kammern zu ordnen. Italien. Rom, 4. Februar. Die Budget-Commission hat das Project der Re- gulirung der Tiber genehmigt. England. London, 4. Februar. Etwa hundert ritualistische Geistliche, Maco- nochie an der Spitze, haben eine Erklänmc, veröffentlicht, worin jede Betheiligung an dem Vorschläge des Cardinal Manning zur Wiedervereinigung der Ritualisten mit Rom abgelehnt und erklärt wird, daß selbst jede Basis zu Pourparlers darüber undenkbar erscheine, so lange nicht die vaticanischen Decrete auf das Formellste widerrufen seien. Schweden. Christian»«, 3. Februar. Der König hat den Storthing in Person eröffnet. Der König gedenkt in der Thronrede der Verhältuiffe zum Auslande gerade so, wie in der schwedischen Reichstags-Thronrede, bespricht dann die norwegischen inneren Verhältnisse, und kündigt Vorlagen an über Erhöhung der Beamten-Gehälter, Zoll-Reformen und Abänderung des Wehrpflicht-Gesetzes. Türkei- Konstantinopel , 3. Februar. Die „Agence Havas-Reuter" melket: Der Ministerrath berieth heute die Reform-Vorschläge des Grafen Andrassy. Dieselben umfassen fünf Hauptforderungen, nämlich : die Religions-Freiheit, eine Reform des Zehent-Systems, Erleichterungen für den Ackerbau, die Verwendung eines Theiles der Einkünfte der insurgirteu Provinzen zu localen Amelioratio- nen, die Einsetzung einer aus Muselmännern und Christen zusammengesetzten gemischten Commission, welche die Durchführung der Reformen überwachen soll. Die Pforte wird unverweilt antworten. Man glaubt, daß die türkische Regierung die Vorschläge im Principe annehmen werde. Amerika, Rew-York. Die Frauen von Utah scheinen der Regierung der Vereinigten Staaten für ihre Anstrengungen, die Vielweiberei bei den Mormonen abzuschaffen und das weibliche Geschlecht aus der dai^it verbundenen Erniedrigung zu erheben, wenig Dank zu wiffen. Im Gegentheil ist dem versammelten amerikanischen Congreß eine Bittschrift vorgelegt worden, welche die Unterschrift von 22,626 Mormonen-Frauen und Töchtern trägt und die Aushebung der Gesetze gegen Polygamie, sowie die Aufnahme Utahs unter die Staaten der Union zum Gegenstände hat. Die weiblichen Anwälte der Polygamie versichern, daß keine von den 22,626 Unterschriften durch Ueberredung oder Gewalt erlangt wurde, und kein Mädchen unter 12 Jahren die Erlaubniß zum Unterschreiben erbielt. Washington, 3. Februar. Die Repräsentantenkammer hat das Amendement, nach welchem derselbe Präsident der Republik nicht wieder gewählt werden kann, mit 144 gegen 106 Stimmen verworfen. - («n bet table d’höte.) In Bad S . . . . war eines Abends im Speisesaal eines neuen Hotels eine aroße Gesellschaft von Fremden versammelt. Besonders lebhaft ging e- an einer Ecke der langen Tafel zu, an welcher ein eben einaetroffener Gast, Professor und Doctor beider Rechte $t, ein hoher Fünfziger, seine Nachbarn mit Mittheilungcn aus seinem Studentenleben unterhielt. Plötzlich fällt eS dem Professor ein, daß er die Nummer seines Zimmers vergessen, und er ruft daher einen in der Nähe lauschenden Kellner. Sofort steht dieser in der üblichen Kellner-Position mit etwas vorgebeugtem Haupt vor dem Rufenden, mit unterthänigfter Miene sich nach den Befehlen deS Herrn erkundigend. Nachdem der Professor die kunstvoll in der Mitte gescheitelte Frisur und den die ganze Brustweite bedeckenden, mit einer Nadel gezierten, bunt karrirten SlipS lächelnd gemustert, richtet er seine Frage bezüglich seiner Ztmmernummer an die in einem stumpfen Winkel vor ihm stehende Erscheinung Doch wie von der Tarantel gestochen, springt der gelehrte Herr plötz ich auf, die wenigen Haare seines Haupte« erheben sich und die Augenbrauen bilden eine zusammenhängende buschige Linie, denn der Kellner hatte mit süßer Miene gelispelt- Sie haben Nummer 1, alteS HauS." Der Professor, seinen Ohren nicht trauend, legt die linke Hand an das linke Ohr und wiederholt seine Frage, in der festen Ueberzeuguna falsch gehört zu haben. Jedoch wie läßt sich seine Entrüstung beschreiben, als er nochmals und diesmal vom Kellner mit lauter Stimme die Worte vernimmt- Sie haben Nummer 1, altes Haus." Großes Erstaunen von Seiten der Umsitzenden, welches sich theils in lauter Heiterkeit, theils in Indignation über die Frechheit einer Kellnerseele äußert, ja man hört sogar eine Stimme, welche in dem befrackten Individuum einen jungen Couleurbruder vermuthet. Der Professor ist keines Worces mächtig, er erhebt wie zum Schlage seine Rechte, läßt diese aber ebenso rasch wieder sinken, während der Urheber dieser Scene mit einem Gesicht d'remschaut, als wäre er sich irgend eines Fehlers nicht bewußt. — Da erscheint der Wirth des Hotels, der Thalbestand wird sofort vorgetragen und man erwartet d-e exemplarische Zurechtweisung des vorlauten Burschen Doch lächelnd verbeugt sich der Besitzer vor dem erregten Doctor utriusque, bittet tausendmal des Mißverständnisses wegen um Vergebung und erklär!, daß der Kellner bona fide gehandelt, denn er, der Wirth, habe erst kürzlich das neue große Hotel eingerichtet, jedoch, im Falle dieses für Gäste nicht ausreichend, auch in seinem alten Hause, welches nur durch den Hof getrennt sei, einige Zimmer für Fremde re- servirt, und dieser Fall wäre eben eingetreten, das neue Haus sei vollständig besetzt und ein Unterkommen für den Herrn Professor nur in der Nummer 1 des alten Hauses möglich gewesen .... „Darauf beruhigt und heiter Trank die Gesellschaft weiter." — (A u f b e w a h r u n g v o n E i e r n.) In dem „Praktischen Landwirth" wird empfohlen, Eier mit gewöhnlichem Leinöl zu überstretchen und so auf einer Sandschichte auszuleaen, daß sich hie einzelnen Stücke nicht berühren. Dieselben sollen sich in dieser Weise gegen 6 Monate lang ganz voll und frisch erhalten und ersuchen wir unsere Hausfrauen, in ihrem eigenen Interesse, hiermit Versuche anzustellen, da solche vsraussichtlich den gewünschten Erfolg haben werden. Das Anstreichen läßt sich sehr leicht mittelst eines Pinsels, Schwämmchens oder auch schon mit dem Finger bewerkstelligen und ebenso leicht lassen sich die angestrichenen Eier in eine Sandschichte, welche nur 1 Centimeter hoch zu sein braucht, neben einander legen. ^^^lGehe4mmitte1^windelimd^VtMns^ft7^Nachstehendes^gewiß^wM tigeS Unheil eines Fachgelehrten wollen wir nicht unterlassen, hiermit zur allgemeinen Kenntniß unserer Leser zu bringen. Zu wiederholten Malen und von den verschiedensten Seiten auf die von dem König!. Preußischen Apotheker Dr. L- Tiedemann zu Stralsund dargeftellten Pen-tsao- Präparate*) aufmerksam gemacht, habe ich gern die Gelegenheit ergriffen, die Wirksamkeit derselben bei vielen, und mir sehr nahestehenden Personen zu beobachten. Wir haben eS hier mit einem Arcanum zu thun, dessen Wirksamkeit bet Schwächezuständen, mögen dieselben noch so veraltet und die Folgen der betrübendften Ursachen sein, geradezu in Erstaunen setzt. Manches schon geknickt erscheinende Leben hat durch den Gebrauch dieses köstlichen Mittels neuen Lebensmnth geschöpft und die erstorben geglaubte Tlrat- kraft wi.derpewonnen. Wenn eines, so darf dieses segensreiche und wohlthätige Präparat nicht mit den M'tteln verglichen werden, beten marktschreierischen Anpreisungen verlocken und namenloses, unsägbares Elend im Gefolge habe. Es verdient (daß ich alles in Allem sage) das Prädicat „vorzüglich" und die allgemeinste Beachtung der Leidenden. Professor Dr. Mahler, Berlin, Inhaber der goldenen Medaille für Wissenschaft und Kunst rc. 's,?*: M ■•ft* *Ä'S utnb, ieo 7 Ha. die 1 nf?fUÖUnl. olS er noch! ~ -S-e h^n ' Elches r.* "-llneL Sbuu'n einen ?tl9- er erhebt ; ®Q^tnb der ?_,.y eines Meta wird Ö£§ DoiUuten J,?r Utting ,Qrl* datz bei Qii*n-Ue-9ro6e °u4 m | einem IJjr j}rtmb; re- 'u|tänbi0 besetzt T 1 des alten wirb ner Lanbschichte 1 ’oOen sich tn nö ersuchen wir leien, bi folfa i läut sich sehr hinzer brwerk- llbschichte, welche gewiß wich- M allgemeinen mi die von bem bellten Pen-tsao- rifftn, die Wirk» beobachten. Wir chwächezustanben, itn sein, geradezu ch bin Gebrauch i geilaubtt Idat- oohithällge Prä- m tinpMiunatn er bient (baß ich t öeachlung der •|t und Kunst IC. _ £■ M n, Stickhusten - rvlicb anerkannte Mainz bestens esentliche Dienste- iil Gießen- -anziska Stuckart r und lapezter, r. Han-: Ludwig, Heinrich Lmaer, Z - 27- >• - U 3°n- . jriedrich' 8’ 9Q W Liua, SS - rin «* (pitff, " ;;jn, 1 .. .dhll^ ,er tWVtyC > * -« Allgemeiner Anzeiger. besondere AcKanntmachungen 611) Die am 3. b. M- im Distrtct Niedcr- unb Obeiseilbach ab^ehaltene Eichcnstamm- holz - Versteigerung ist genehmigt. Die Abfuhrscheine hiervon können von Mittwoch den 9. b. Mts. bei Großherzoglichem Rentamt Gießen in Empfang genommen werben unb erfolgt die Holzüberweisung Freitag den 11. d. Mts, Morgens um 7 Uhr- Treis a. V., den 4. Februar 1876. LGroßherzogliche Oberförfterei Treis a. L A m e n b t. Jagd-Verpachtung. Dienstag den 15. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll die der Gemeinde Södel zustehende Jagd von 450 Hectaren Feld und 150 Hec- taren Wald — 2400 Hessische Morgen anderweit auf 6 Jahre im Gemeindehause verpachtet werden. (627 Södel, am 3. Februar 1876. Großherzogliche Bürgermeisterei Södel. Reitz. Versteigerungen. 625) Am Freitag den 11. d. Mts. soll nachbezeichnetes Holz öffentlich verkauft werden. I. Im Gemcindewald von Reiskirchen, Di- ftrict Nassestrauch und Iungewald, von Vormittags präcis 9 Uhr nb: ' 6 Eichens!ämme I. Klaffe, — 16,52 Festmtr., 7 „ II. „ — 13,55 „ 17 „ III „ —H,42 „ 8 „ IV. „ = 1,89 „ 34,50 Raummeter Eichcn-Scheitholz, 13,00 „ „ Knüppel, 4 Nadelbolzstämme III. Klaffe, = 1,73 Feftmetcr, 1,50 Raummet r Knüppel, 1,50 „ Stockbolz. 1 Buchenstamm III. Klasse, = 0,48 Festmcte^, 1 Raummeter Bechen-Knüppel, 2,50 „ „ Stöcke, und 15 „ „ Reifer; II. Im Gemeindewald von Niederwetz, links der Wetzbach von Nachmittags präcis 2 Uhr ab: 3 Eichenftämme I. Klasse, — 8,48 Festmtr. 4 , II. y — 6.97 „ 5 „ III. „ — 4.19 „ 7 Raummeter Eicher.scheit und Knüppel, 3 Eichenftämme IV Klaff?, 140 Stück Erlenftangen I, II. u. III. Klasse, 40 „ Erlenaerten, 280 ,, Buchenwellen, und 1 Kiefernstamnr IV. Klasse. Groß-Rechtenbach, den 4 Februar 1876. König!. Prcutz. Bürgermeister-Amt. Hardt. ' Die Holzverfteigerung in der Oberförsterei Schiffenberg vom 1. und 2. l. M. ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können von dem 12. l. M. an bet Großh. Rentamt Gießen erhoben werden. Als Termin für Ueberlicferung des Holzes, sowie als erster Abfuhrtag ist Montag der 14. l. M- bestimmt- Gießen, den 4. Februar 1876. (623 Grobherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Georgi Holzversteigerung im Staufenberger Gemeinde-Wald. Dienstag den 8. Februar l. I sollen in hiesigen Waldungen, Districten Mark, Birken und Lahnkopf versteigert werden: 72 Eichen-Stämme mit 37,90 Cub.-Mtr. 316 Fichten „ „ 167,20 bis tu 25 Meter Länge, 3 Buchen-Stämme mit 1,12 Cub.-Mtr. 8 Birken „ „ 0.92 „ 112 Eichen-Stangen „ 5,20 H 1561 Fichten-Stangen „ 22,55 „ Mittwoch den 9. Februar: 40 Rmtr. Buchen-Scheidholz, 59 „ Eichen- „ 156 ,, Buchen-, Eichen, Aspen- und Nadel-Prügelholz, 132 „ Buchen, Eichen-, Aspen- und Nadel-Stockholz, 6650 Wellen Buchen-, Eichen-, Aspen- und Nadel-Reisbolz. Der jedesmalige Anfang ist Morgens präcis 9 Uhr in dem District Mark, das Baubolz in den Birken und Lahnkopf kommt um 11 Vs Uhr zur Versteigerung. Staufenberg, am 2. Februar 1876. Großherzogl- Bürgermeiste ei Staufenberg. __________Vogel.________(603 Holzverfteigerung. Donnerstag den 10. Februar L I, von Morgens 9 Uhr an, söll in dem Anneröder Gemeinde-Wald, im District Köpfet und Wolfskaut, nachoer- zeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: (604 1) 178,1 Rmtr. Nadel-Vrüaelholz, 2) 62,8 „ „ Stockbolz, 3) 2530 Wellen ,, Reisholz, 4) 2 Eichen-Stämme mit 20 Centimtr. Dicke, 8 Meter Länge, 0,51 Cub.- Mtr-, 5) 92 Nadel-Stämme von 15—33 Centi- meter Dicke bis 16 Meter Länge, 6) 98 Nadel-Stangen von 7—14 Cmtr. Dicke und 14 Meter Länge, mit 7,8 Cub.-Mtr. Die Zusammenkunft ist auf der Grün berger Straße am Einschnitt nach Annerod. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Martini d- I. gestattet Annerod, am 3. Februar 1876. Grobherzogliche Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. Coin Gießener Bahn. Montag, den 7. ds. Mts, Vormittags 9 Uhr, werden auf hiesigem Bahnhofe 10,000 Kilo Steinkohlen öffentlich «ersteigert. Gießen, den 5. Februar 1876. (628 Die Güterexpedition Wiedcfeld, Aeilgeöotenes. Sturc-Gyps in vorzüglicher Qualität liefert zu billigem Hreife das GypSwerk J. F. Espenschied [H. 648a.] in Friedrichsfeld vlstl bei Mannheim._______ Aechlen schwedisch. Punsch empfiehlt 637 Emil Fischbach. 629) Eine Wiese von ca 1000 OKlftr. in der Nähe des Schlffenberger Wegs ist ^verkaufen. Näheres bei I. Bl i tz. Wer al^Husten, Z Brustschmerzen, Heiserkeit, Asthma,! Blutspeien, Reiz im Kehlkopf rc. leidet I findet durch den Mayer'schen weißen ■ Bruft-Syrup sichere Und schnelle Hülfe u- Linderung. ■ Echt zu haben bet Fr. Bieler in 9 Meßen. (633 ® J'tTldjrApIrlfiurn «mpfiehlt billigst (492 Gg. Wilh. Weidtg. Tafel man dein, Tafelrosinen, Jtal. 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(622 Verantwortliche Redaction: A. S ch e y d a. / Kermischte Anzeigen. 601) Ein Sind, sucht für nächstes Semester ein möblirtes Zimmer. Gefällige Adresse beliebe man unter Chiffre J. L. 22 in der Exped. d. Bltts. niederzulegen. Ibfk mgAM jeden Standes finden diskrete Aufnahme bei Hebamme Müssig in Mannheim. keine modernen Geheimmittelschwindelprodukte, sondern rationelle, von den ersten Autoritäten der Me- dicin als unbestreitbar vorzüglich anerkannte Heilmittel zur Beseitigung von Schwächezuständen, Zerrüttungen des Nervensystems, Blutarmuth, selbst frühzeitiger Impotenz Notiznahme, daß die Eostüme von Montag den 7. d. M. Mittags an im Gasthaus zum Lindenhof auf kur;e Dauer ausgestellt sein werden, und bitte ich geehrte Herrschaften, sich ihre Costüme für alle in dieser Saison stattfindenden Balle rc. rc. bestellen zu wollen. Hieran knüpfe ich die Mittheilung, daß ich persönlich am Montag von Mittags bis gegen Abend dort sein werde, und nehme ich Bestellungen für Zuge, Quadeillen rc. an diesem Tage entgegen. Darmstadt. kosten und Franc 607) In meinem Hause — Frankfurter Straße E. 81 — ist die Wohnung des 3. Stockes nebst zwei Dachzimmern, im Ganzen aus 8 heizbaren Piöcen, Cabinet, Küche rc. bestehend, zu vermiethen und im Mai, eventuell am 1. Juli d. I. zu be- Ad. Dresse! Costümverleihanstast. Cafe Leib. Sonntag, -en 6. Februar 1876 ckrokrs General-Versammlung der Leichenkasse-Gesellschaft. Sonntag den 13. Februar, Nachmittag» 4 Uhr, r H"rn Bramm in der Neustadt, wozu die Mit- glreder höflichst etngeladen werden. Wenzel «fc Bode in Achen, S Maschinenfabrik k Kisrngieherei, empfehlen sich in allen vorkommenden Reparaturen an Drefckma- fdeinen, Einsetzen neuer Feuerbüchsen und deren Reparaturen an Locomobilen unter Zusicherung prompter und billiger Bedienung. Herrn G.Pathemann in Barmen. JhreMedi- camente haben mich wunderbar geheilt. In unserer ganzen Gegend ertheileIhnen die besten Zeugnisse. Ich spüre nichts mehr von meinem Gicht- und Rheumatismusleiden. Achtungsvoll Heinrich Nölle, Schreinermeister in Dtringsen b. Soest. Herrn G.Pathemann in Carmen. Von vielen Freunden BarmenS, besonders noch durch eine Kur die Ihre Medicamente bet einer alten Frau hiesigen Ortes, welche an einer langjährigen Kopfgicht litt, bewirkt haben, aufmerksam geworden, bitte gefälligst auch mir gegen Nachnahme des Betrages Ihre werthgeschätzten Medicamente zukommen lassen zu wollen. (621 18. Febr. 1875. Achtungsvoll Carl Pühler, in Firma __Kämpen u. Pühler. Smtg b. Saarburg, den 23. März 1875. Herrn G Pathemann an der Haspeler- brücke in Barmen. Mit Gegenwärtigem beehre ich mich, Ihnen mitzutheilen, daß die für Peter Harrig Übersandten Medicamente außerordentlich gtwirkt haben. Der Mann war innerhalb 14 Tagen hei gestellt und arbeitet jetzt wie früher. Auch bei Hauser zeigen sie dieselbe Wirkung. Ich ersuche Sie freundlichst, unter der Adr esse „Peter Wecker, Wirth und Krämer zu Serrig" unter Postvorschuß die Hälfte Ihrer gewöhnlichen Sendung, also 3 Stück von jedem Medicament, schleunigst Überenden zu wollen Achtungsvoll Th. Müller, König!. Wasserbau-Aufseher. pilepsie (Fallsucht) heilt brieflich der Specialarzt JDr. Hl- lisch , Neustadt Dresden, Bereits über 8000 Erfolg behandelt. 641 einen Aber MEMSL NLMSWLN» Kuprn WM. !-s-r fi6 ten ClaSj vcr!--zS-S-,üoIt m to"”^,erS Zefchäfls-Empfehlung. Unterzeichneter empfiehlt sich in allen in daS Küfergeschäft gehörenden Arbeiten und sichert den verehrten Auftraggebern bei solider Arbeit billige Bedienung zu. Heinrich Beloff, Küfer. Meine Wohnung befindet sich in der Mühlgaffe im Hause der Ph. S ck m a l l, Wittwe. (634 ist erschienen und bei nachstehenden Herren zu haben: Am Sklttrswtg bci Stein (Restauration Busch) und Friseur G. Petri- auf ber Marburg bei Karl Fuhr (im Stern); am Kirchenplatz bei D. Heil (Geora Dörr); am Walltbor bei Nassauer (Darmstädter Haus) - Moser in den Neuen Bauen; Emil Junker, Asterweg ’ __________Preis pro Stück 1« Pfennige._________ Concordia. . ®fb^tmFarfen zu dem am 13. Februar im Saale des Prinz Carl stattfindenden Masken-Kränzchen können bei dem Präsident Herrn Ehr. PH. Euler in Empfang genommen werden ___572)___________________Der Vorstand. Aitken flarberoöe 632) Mit Bezug auf gestrige Anzeige diene Tagesordnung I) Abhör der Rechnung pro 1875. _______________ Ergänzungswahl des Vorstandes. $rud und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei in Gießen. 645) Die Fasleiihreizel Ir. 6 Amts- u. Regierungsblatt des Carnevalvereins a la Strauss, (597 ausgeführt vom Mustkcorps des II. Großh. Hess. Infanterie-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Capellmeistcrs Herrn C. Krausse Anfang 6 Al>r. — Entiee 40 Mg, Restauration Lahnstein. Sonntag den 6. Februar: Abend-Concert von Mitgliedern der hiesigen Regiments-Musik 630) Anfang V28 Uhr - Entree 3V Pf, ' Promenadehaus. Sonntag, den 6. Februar: Tanz-Belustigung. 647)_________Anfang 6 Uhr Mein «etchäst nebst Wohnung befindet sich vom Heutigen Katbarinengasse Nr. 154. (588 Gießen, am 1. Februar 1876. August Lang, Schaftenmacher. Gicht und Rheumatismus, deren Lähmungen und alle andere innerliche und äußerliche früher unheilbare Krankheiten. 426) Zwei ineinandergehende möblirte Mansarden-Stübchen sind zu vermiethen und gleich zu beziehen. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts. 326) Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen Neustadt D. 27.________________ 214) Dersetzungshalber sind 2 Familien- logts gleich oder bis zum ersten März beziehbar. A. R ü s i n g _____________in der Nähe des Bahnboss. 258) Ein Familienlogis, bestehend aus 3 Zimmern und Küche ist bis zum 1 März zu vermiethen. Karl Noll, Schlosser, Flüaelsgasse. 504) Cin Laden mit Logis, infehrguter Lage zu vermiethen und 1. März zu beziehen. Näheres bei Permiethungen. 616) Eine Wohnung von 3 Zimmern ist an eine ruhige Familie zu vermiethen. _________________Louis Treff. 610) Das von Herrn Zimmer bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen. Ehr. Wallenfels am Markt 384) Durch Wegzug des Herrn Director Hartmann ist der zweite Stock meines Vorderhauses auf 1. April anderweit zu vermiethen H- Becker. 620) Der mittlere Stock meine- Hauses 4 auch 5 Zimmern enthaltend ist zu vermiethen und bis 1. Mat beziehbar. Carl Caspar, __Grünbergerstraße, 642) Ein freundliches unmöblirtes Zimmer zu vermiethen bei Wittwe C l a r, __Wallthorftrahe 135 641) Ein Zimmer mit Cabinet, ohn, Möbel, ist zu vermiethen und gleich zu beziehen bei __________Georg Herbert Wittwe. 643) Ein Familtenlogis, bestehend aus 4 Zimmern, Kabinet, Küche u. s. w- zu vermiethen. H. Werner, ______________________KaplanSgqsse 227. 619) Ein Logis an eine ruhige Familie bis zum 1. März zu vermiethen. I o s. M ü l l e r Wittwe, 223. 63N Eine gesunde Amme wird sofort gesucht von Frau Professor Weidner. ____________________Gartenstraße. 618j Einen Kellner gesucht in die Restauration B ramm. und allen traurigen Folaen geheimer Jugendsünden, sind für 7 Mark mit ausführl. Gebr.-Anweisung, Belehrung, med. Urthei- len und Broschüre von Medicinalratb Dr. I. Müller in Berlin ausschließlich per Postanweisung zu bez ehen durch Dr. Ludwig Tiedemann, Köi igl Preußischer Apotheker l Cl. in Stralsund a. d. Ostsee, Königr. Preubev (H. 11H7.)__________________(402 M» Balliii« Zeil 11, Frankfurt a. M., übernimmt für seine nach englischem System neu eingerichtete Waschanstalt das Waschen von Hemden, Kragen und Manschetten unier Zusicherung schnellster Beförderung zu nachstehenden Preisen: 1 Dtzd Kragen M. — 85 Pf. 1 w Paar Manschetten 1 35 „ Hemden mit glatten oderßFalten-Ein- sätzen 35 Pf. per Stück. 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