Anzeige- M Amtsblatt fit bea Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. Prri- vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. Amtlicher H h e i l. Nr. 25 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. Nov. l. I., enthalt: (Nr. 1150) Verordnung, betreffend die Wahlen zum Reichstag. Vom 23. November 1876. Gießen, den 4. Dec. 1876. Großherzogliches Kreisamt Gießen. ____________________________________________________v. Röder. ___________________________ Gießen, den 1. December 1876. Betreffend: Die Vollziehung des Gesetzes vom 6. Juni 1853, die Versicherung der Gebäude gegen Feuersaefahr und die Vergütung der Brandschäden betreffend. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreisest mit Ausnahme derjenigen von Albach, Alten-Buseck, Beuern, Eberstadt, Leihgestern, Oppenrod, Queckborn, Rödgen und Watzenborn. Wir fordern Sie auf, alsbald unter Zuziehung des Gemeinderaths die oorgeschriebene jährliche Revision der Brondkataster vorzunehmen und das Ergebniß binnen 14 Tagen vorzulegen. v. Röder. Lehrer-Conferenz der vereinigten Conferenzbezirke Gießen, Großen-Lirrden, Lollar. Samstag den 9. December, Anfang 10*/2 Uhr, in Gießen (Caf6 Ebel.) Gießen, den 2. December 1876. Büchner, Kreisschulinspector. politisch Deutschland. Darmstadt, 1. December. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: Am 25. Novbr. den Kreisassessor bei dem Kreisamte Büdingen, Karl Theobald Schönfeld, zum Kreisaffessor bei dem Kreisamte Dieburg, den Kreis- affeffor Karl Freiherrn v. Hertling zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Büdingen und den Regierungsacceffisten Ferdinand Schaum aus Reinheim zum Ministerialsecretär dritter Klasse bei dem Ministerium des Innern zu ernennen; am 26. Novbr. den Regierungsaccessisten Ferdinand Fuhr aus Gießen zum Kreisaffessor zu ernennen. Darmstadt, 2. December. Die evangelische Landessynode ist zu ihrer 13. Sitzung aus Mittwoch den 6. December, Vormittags 9 Uhr, einberufen. Die Tagesordnung enthält: 1) Wahl eines Schriftführers. 2) Wahl eines Mitgliedes des Gesetzgebungs-Ausschufles. 3) Neue Einläufe. 4) Berichtsanzeigen. 5) Berathung über die Vorlage Großh. Oberconsistoriums, Einnahme und Ausgabe der evangelischen Kirche im Großherzogthum für die Jahre 1877 bis 1879 betreffend. Berlin, 1. December. Wie man der „Kreuz-Ztg." mittheilt, ist der Marquis von Salisbury von seiner Negierung mit einer zwiefachen Vollmacht ausgerüstet: die eine ist auf seine Vertretung Großbritanniens auf der Conferenz gerichtet, die andere berechtigt ihn, nach Befinden über die in der Besika- Bai ankernde englische Flotte zu verfügen. Dasselbe Blatt erklärt, daß die | Pforte auf eine Anfrage aus Bukarest versprochen haben soll, die Neutralität i Rumäniens zu respectiren. Berlin, 1. December. Bei Fortsetzung der zweiten Berathung der ! Strasproceß - Ordnung genehmigte der Reichstag die SS 234 bis 283 der Commissionsfaffung gemäß. Hebet einzelne dieser Paragraphen wurde debattirt, doch fanden die zu den §§ 253, 254a, 257 und 301b von den Bundes Com- miffaren, sowie aus der Mitte des Hauses erhobenen Einwendungen keine Berücksichtigung. Beim Eintreten in die Berathung des dritten Buches der Strafproceß-Ordnung, welches von den Rechtsmitteln handelt, wurde der erste und zweite Abschnitt derselben vorläufig zurückgestellt und zunächst der dritte Abschnitt (über die Berufung) in Verbindung mit $ 95 Nr. 2 und 3, § 107 Nr. 2 des Gerichts-Verfaffungs-Gesetzes nebst § 7 des zu letzterem gehörigen Einführungs-Gesetzes zur Debatte gestellt. Neichensperger beantragt hierzu, die Appellation nicht nur gegen die Urtheile der Schöffengerichte, sondern auch gegen die Urtheile der Landgerichte zuzulaffen. Dieser Antrag ward von Windthorst befürwortet, von Lasker in längerer Ausführung bekämpft. Fortsetzung der Berathung morgen. Berlin, 2. December. Fürst Bismarck äußerte gestern wahrend des parlamentarischen Diners über die Orient-Frage, daß von Seiten Deutschlands vorerst stricte Neutralität innezuhalten sei. Später sei anzustreben, daß der Krieg zwischen England und Rußland localisirt bleibe. Deutschland habe an dem Zerfall Oesterreichs kein Jntereffe, halte vielmehr eventuell deffen Stärkung für geboten. Eine Interpellation im Reichstage wäre dem Reichskanzler nicht er I y e i l. erwüiischt, derselbe werde übrigens demnächst die Stellung Deutschlands' näher präcistren. Die Unterredung dauerte über eine Stunde. Berlin, 2. December. Die „Nat.-Ztg." schreibt über das gestrige parlamentarische Diner beim Fürsten Bismarck, welchem die Präsidenten des Reichstages und andere Reichstags-Abgeordnete beiwohnten: der Reichskanzler habe für die dritte Etats-Berathung eine Erklärung über die politische Lage in Aussicht gestellt und dabei wiederholt die neutrale Stellung betont, welche Deutschland bei kriegerischen Verwickelungen einnehmen werde. Ebenso sei das Gewicht besonders in den Vordergrund getreten, das Bismarck auf die Beziehungen zu Oesterreich lege. Bezüglich des Paffus der Thronrede über die auswärtige Politik habe Bismarck sein Erstaunen ausgedrückt, daß die mit den Worten „historisch befreundete Mächte" auf England gegebene Hinweisung übersehen und mißverstanden werden konnte. — Nach einer von der heutigen „Kreuz-Ztg." gebrachten Version, die die Meldung der „Nat.-Ztg." über die Aeußerungen Bismarck's bestätigt, sah der Reichskanzler es für erforderlich an, daß der Krieg, falls er ausbräche, localisirt bliebe; England also bestimmt würde, sich nicht abgesondert von den übrigen Mächten mit Rußland zu Überwerfen. — Der Justiz-Ministerial-Director Wentzel ist gestorben. Oesterreich. Wien, 1. December. Die Minister v. Lasser und v. Pretis haben sich heute nach Pesth begeben. Wien, 1. December. An der Prager Kunst-Akademie fanden gestern czechische Demonstrationen gegen Den Kunstgelehrten Prof. Woltmann statt. Anlaß dazu gab ein öffentlicher Vortrag deffelben über die Prager Kunst- Akademie, worin Woltmann erklärte, daß die gesammte Kunst Prags seit dem Mittelalter bis zur Neuzeit deutschen Ursprungs sei. Krankreich. Paris, 2. December. Eine Versammlung der drei Gruppen der Lin» fen des Senats und der Deputirten-Kammer hat beschloffen, an den Conseil- Präsidenten Dufaure die Aufforderung zu richten, seine Entlaffung zu geben und dem Präsidenten Mac Mahon Jules Simon als seinen Nachfolger vorzuschlagen ; die übrigen Minister möchten auf ihren Posten belaffen werden. In parlamentarischen Kreisen wird der Erfolg dieser Combination für zweifelhaft gehalten, da man von der Ansicht des Marschalls Mac Mahon Kunde hat, welcher den Rücktritt Dufaure's als einen Rücktritt des gesammten Cabinets betrachtet. England. London, 1. December. Ein in der „Contemporary Review" ver- öffentliches Schreiben Gladstone's hofft, die Conferenz werde sich auch mit der Lage der Griechen beschäftigen, und führt aus, Palmerston und Ruffell beabsichtigten, schon die gegenwärtige Abgrenzung des griechischen Gebietes zu redressiren, indem sie Thessalien unter türkischer Souveränetät an Griechenland geben wollten. Gladstone glaubt, die Christen in der Türkei würden die englische Hülse der russischen vorziehen. Man muffe darauf hinwirken, daß England, statt eine Politik der Drohungen und des Egoismus zu treiben, sich die Zuneigung der Griechen sichere. XPttOpn, rxxJTCcnmY.’ XDer eMffchxrumanlscye Hanoels - rverrrag \\t der heutigen „Morning Post" zufolge unterzeichnet worden. — Fürst Ghika ist gestern nach Bukarest zurückgereist. Italien. Rom, 1. December. Das Journal „Diritto" schreibt: Der Marquis von Salisbury ist heute von hier abgereist; der englische Unterhändler und der Minister Melegari konnten in ihren Besprechungen gegenseitig die Überzeugung erlangen, daß die Absichten Italiens und Englands unter den gegenwärtigen Verhältnissen blos auf die Erhaltung des europäischen Friedens vermittelst der Pacification der insurgirten Provinzen auf ernster dauerhafter Grundlage gerichtet sind. Die versöhnliche Sprache Salisbury's hat allgemein den befriedigendsten Eindruck gemacht. — Die „Opinione" schreibt: Wie man versichert, schließen bte vom Marquis von Salisbury gegenüber den Cabineten abgegebenen Erklärungen die Idee eines Krieges von Setten Englands aus. Dagegen wird einem russisch-türkischen Krieg entgegengesehen, da die türkische Regierung die geforderten Garantieen unmöglich gewähren könne, und es wahrscheinlich sei, daß sich dieselbe einer etwaigen Occupation Bulgariens nicht mit den Waffen in der Hand widersetzen werde. Diesfalls schreibt man England die Idee der Besetzung einiger wichtiger Punkte in Aegypten zu. An einen Vertrag zwischen England und der Pforte glaubt man nicht. Rom, 1. December, Abends. Entsprechend den schon gemeldeten Aeuße- rungen des „Diritto" über das Auftreten des Marquis v. Salisbury in Rom schreibt das Journal „Liberia": Salisbury habe erklärt, er gehe mit sehr versöhnlichen Ideen nach Konstantinopel und hoffe auf ein praktisches Resultat der Conferenz. Derselbe habe keine Special-Mission an die italienische Regierung, auch keinen besonderen Vorschlag zu machen; der Hauptzweck seiner Reise wäre, seiner Aussage zufolge, von den Meinungen der verschiedenen Regierungen Kenntniß zu nehmen und letztere über die Ansichten des englischen Cabinets zu informiren. Rom, 2. December. Das Journal „Bersagliere" schreibt: Bei der Besprechung mit dem Marquis v. Salisbury betonte der Minister des Auswärtigen, Melegari, den Wunsch der italienischen Regierung, in vollem Einvernehmen mit den anderen Mächten, namentlich mit England, vorzugehen; die geeinigten Mächte hätten eine moralische Pression aus die türkische Regierung auszuüben. Melegari sprach sich ferner principiell gegen eine militärische Occupation aus und äußerte die Meinung, daß die Lösung der wesentlichen Punkte nicht so schwierig sei, um die Wahrscheinlichkeit der Erhaltung des Friedens auszuschließen. Salisbury drückte seine Befriedigung und die Gesinnungen der aufrichtigen Freundschaft der britischen Regierung für Italien aus. Holland. Haag, 1. December. In der zweiten Kammer erkärte das Ministerium bei Gelegenheit der Budget-Debatte bezüglich der Colonial-Verwaltung, es sei in sich vollständig darüber einverstanden, daß das Ackerbau-Gesetz für Niederländisch- Indien ausgeführt und der Betrieb der Kaffee-Cultur durch die Regierung beibehalten werde. Dänemark. Kopenhagen, 2. December. Die „Berlingske Tidende" erklärt: Die Gerüchte in englischen und österreichischen Blättern über Verhandlungen Rußlands mit Dänemark rücksichtlich einer russischen Flotten-Station auf Seeland entbehren jeder factischen'Basis. Ausland. Petersburg, 1- December. Großfürst Nikolaus der Aeltere ist nebst seinem Sohn Nikolaus heute Nachmittag 2 Uhr mit Extrazug nach Kischenew abgereist. Der Großfürst-Thronfolger und Großfürst Peter Nikolajewitsch gaben Ersteren das Geleit zum Bahnhof, woselbst der provisorisch commandi- rende General v. Bistrow im Namen des Officier-Corps ein Gottesbild als Geschenk überreichte. Der Großfürst sprach hierfür in warmen Worten seinen Dank aus. Seine Abschieds-Worte an die auf dem Bahnhof versammelten Osficiere der Garde und des hiesigen Militär-Districts wurden mit begeisterten Hochrufen ausgenommen. Rumänien. Bukarest, 1. December. Die Regierung hat von der Kammer zu weiteren Erhaltung der concentrirten Armee bis Ende des Jahres einen außerordentlichen Credit gefordert. Anläßlich einer Interpellation über die Regie des Tabak-Monopols ist eine Untersuchung über diese Verwaltung angeordnet. Der Senat hat noch nicht darüber Beschluß gefaßt, ob eine gerichtliche Verfolgung derjenigen früheren Minister, welche zugleich Mitglieder des Senats* sind, eintreten soll. Kriechentand. Athen, 30. November. In der heutigen Sitzung der Deputirten- Kammer ist das Project der Regierung, die Steuer-Auflage bchufs außerordentlicher Maßregeln betreffend, gefallen. Das Resultat der Abstimmung ergab 79 Stimmen für den ministeriellen Antrag, 78 dagegen, 2 enthielten sich der Abstimmung. Ministerial-Präsident Komunduros wird morgen die Demission einreichen. Amerika. Rew-Nork, 30. November. Die demokratischen und republikanischen Abgeordneten der Repräsentanten.Kammern Süd-Carolinas fanden sih heute ur Sitzung ein, ohne Widerstand der Truppen zu finden. Jede Partei hält hre Organisation aufrecht und hat ihren eigenen Präsidenten, welcher die Ver- )andlungen der Kammer zu controliren versucht. Bis jetzt fanden keine Gewalt- thätigkeiten statt. New-Aork, 1 December. General Ruger, welcher die Truppen in Süd-Carolina befehligt, hat gestern dem Präsidenten, welchen sich die demokratischen Repräsentanten gegeben haben, angezeigt, solche Deputirte, deren Wahl nicht geprüft und nicht für gültig erklärt sei, könnten nicht zur heutigen Sitzung der Staats-Repräsentanten Kammer zugelassen werden. Die demokratischen De- putirten legten hiergegen formellen Protest ein und erklärten, nur der Waffen- Gewalt zu weichen. Präsident Grant conserirte letzte Nacht mit dem Kriegsminister und General Sherman, worauf Letzterer an General Nager auf telegraphischem Wege vertrauliche Befehle richtete. Rew-Uvrk, 2. December. Die Situation in Süd-Carolina ist unverändert; die Depntirten, deren Wahl angefochten ist, haben trotzdem ihre Sitze in der Legislatur inne. New-Orleans, 2. December. Durch eine Feuersbrunst sind hier eine Kirche und gegen 90 Häuser zerstört worden. Lokal-Notiz. Gießen, 4. Dec. Die gestrige Abendunterhaltung des „Säng erkranzes" im Leib'schen Saale, welche zu unserer Freude nur Musik- und Gesangsvorträge bot, rechtfertigte den Ruf, welchen der „Sängerkranz" in hiesiger Stadt besitzt- Aus dem reichhaltigen Programm heben wir besonders das Chorlied von Möhrtng, sowie die Romanze aus dem „Nachtlager von Granada", gesungen von Herrn Th. Hau b ach, hervor. Dem Dirigenten des Vereins, Herrn Steiner, gebührt alle Anerkennung ür die Leistungen, womit der „Sängerkran;" bei allen seinen Unterhaltungen brtllirt. Nicht zu vergessen Herrn C. Lo ny, welcher durch seine komischen Vorträge die Lachmuskeln der Zuhörer erregt. --Auszug aus der Sitzung der. Großh. Handelskammer zu Gießen vom 11. November 1876. Anwesend: der Vorsitzende Homberger und die Mitglieder Noll, Koch und Silbereisen. Die Eingänge werden theils zu den Akten genommen, theils der Bibliothek und • der Kasse überwiesen, theils zur Ctrculation bestimmt- Ein Circularschreiben der Handelskammer zu Altena, das neue Eisenbahntarif- ystem betreffend, veranlaßt den Beschluß bei dem Retchs-Eisenbahnamt dringend zu befürworten, daß die Feststellung eines neuen Tarifsystems nur unter Zuziehung osn Sachverständigen aus den betheiligten Kreisen des Handels und der Industrie ec- olgen möge. Ein Schreiben der Kaiserlichen Ober-Postdirection Darmstadt, nach welchem eine beabsichtigte Einschränkung des Psstdienstes an Sonn- und Festtagen nicht endgültig zur Ausführung gebracht werden soll, ohne die diesseitigen Ansichten und Wünsche gehört zu haben, wird dahin beantwortet, daß es dem Interesse unserer Stadt am meisten entsprechen würde, wenn der Dienst ohne jegliche Beschränkung bestehen bliebe, oa die Post, welche gleichwie der Telegraph dem öffentlicheu Verkehr nach allen Richtungen hin dienen soll, zu keiner Tageszeit dem Publikum unzugänglich sein dürfe. Wenn indessen die Postbehörde sich nicht veranlaßt fühlen sollte dieser Ansicht beizutreten und unfercr Stadt die bestehenden Einrichtungen unverändert zu belassen, so fei es doch für die Interessen des Handelsstandes höchst wünschenswerth, daß her Schalterdienst ebenso wie der Telegraphendienst an L>onn- und Festtagen wenigstens an einer der beiden hiesigen Poststellen, insbesondere bei der Filiale in der Stadt, keine Unterbrechung erleide, wenn dann auch zur Erleichterung des Dienstes auf die dritte Bestellung der Briefe und den zweiten Beftellgang der Packetträger verzichtet werden müsse. Neber Hpielwerke. Im Jnseratentheile unseres Blattes finden unsere verehrten Leser und schönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltberühmten Splelwecke von Herrn I. H. Heller in Bern. Derselbe liefert diese so allgemein beliebten Werke in einer geradezu staunenerregenden Vollkommenheit. Wir können daher jedem, der nur ein wenig Freude an Musik hat, nicht warm genug empfehlen, sich ein Sptelwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die schönste Gelegenheit hierzu, auch kann kein Gegenstand, noch so kostbar, ein solches Werk ersetzen. Was kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Braut, der Freund dem Freunde, Schöneres und Willkommeneres schenken? — Dem Leidenden, dem Kranken gewährt es die größte und angenehmste Zerstreuung, vergegenwärtigt glücklich verlebte Zeiten; dem Einsamen ist es ein treuer Gesellschafter, es erhöht dte Gemüthltch- keit der langen Winterabende im häuslichen Kreise u. s. w. Hervorbeben möchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee vieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Werk zur Unterhaltung ihrer Gäste angeschafft. Die gemachte Ausgabe hat dieselben, wie uns von mehreren Seiten bestätigt wird, nicht gereut; es erweist sich somit auch deren praktischer Nutzen auf's Evidenteste und möchten wir allen Herren Wirthen, dte es bis dahin unterließen, anrathen, sich ohne Säumen ein Sptelwerk anzuschaffem Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine ganz fein durchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern, Ooeretten, Tänze und Lieber heiteren und ersten Genres finden sich in den Heller'schen Werken auf das schönste vereinigt. Kurz, wir können keinen aufrichtigern und wohlmeinenderen Wunsch an die geneigten Leser und Leserinnen unsers Blattes aussprechen, als den, fich recht bald in den Besitz eines solchen Spielwerkes zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis-Courante werden Jedermann franco zugesandt. Auch ist direkter Bezug schon deßhalb zu empfehlen, da vielerorts Werke für Heller'sche auSgegeben werden die eS nicht find. Aecht kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeiger« empfehle ich tu M. 13,70 per Dutzend, M- 6,85 per halbe« Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg- gehorsamst. Johann Maria Karina in Köln- Allgemeiner Anzeiger. H. Ruhsamen, Gießen, Mäusburg D. 9, empfiehlt sein reichhaltiges Lager in weißen und farbigen Hemden, für Herren und Knaben, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie stets das Neueste in allen Arten Hale binden, ferner wollenen Hemden, wollenen und baumwollenen Unterjacken und Unterhosen, in Socken, Hosenträgern, Glace-, Wildleder-, Buckskin», Awirn- 11/.t Militär-Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Manschetten-Knöpfen rc. 2312 ön Haus- u. Wohnungs-Einrichtungrn XXXXXXX hatte bestens empfohlen meine WKW Thürvorlagen u. Coeosläufer, reichste Auswahl oller Sorten Stroh- u. Seegras-, Binsen-, Theerhanf-, Eocos- u. Manilla-Matten von 40 H bis 8 per Stück. Jede Sorte Matten und Läufer wird genau nach Maß schnellstens angefertigt von (5500 M. Weissbäcker. BekanntmaHun Mittwoch den 6. December c-, Morgens 9 Uhr, estgesetzt, und zwar: 5. December 1876, 1877, 19) Versteigerung. 13. daher aufgc- Holzversteigerung Main-Weser-Bahn Wimm en au er, Forstrath. o Loch mann. 18 582 1 1 1 8 352 1) 2) 3) 4) Dienstag den Mittwoch „ Donnerstag „ Samstag „ Dienstag „ Samstag ,, Mittwoch „ Donnerstag „ Samstag „ sowie u) q t b: 3 Eich en stamme, mit 2,18 Kbmtr., 257 Fichten st ämme von 15—41 Ctmtr. Durchmesser und 8—20 Mtr. Länge, mit 118 Kbmtr., 53 Kiefernstamme, mit 27 Kbmtr-, 179 Fichtenstangen, mit 28»/2 Kbmtr. Inhalt und , ...... . mC$)te Bedingunaen liegen im Geschäftszimmer zur Einsicht aus. Gießen den 29. November 1876 (919» Großher;ogliche Garnison-Verwaltung. bürsten, , . 20 Dtzd.Oelfarbe.Pinsel, groß und klein, 80 bis 90 Dtzd. Frisir-, Staub- und Taschenkämme in Schildkrott und Büffel- Kasernen-Bett- und Handwäsche für den Zeitraum vom 1. Januar 1877 bis ultimo März 1878 im Submissionswege vergeben ßur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse —• - , ■ ,■■■ amKnd-dftftsÄhr-S soll fn dem Geschäftszimmer der Garnison- aimelegten Kapttalien am Endediese-iJahres $erroa[tung _ Nahrungsberg im Haus« alliy werden, ünd nachstehende ^ernnne Singer — die Reparatur der 16) Dienstag den 17) Mittwoch „ 18) Donnerstag „ Samstag ,, 5) 6) Mittwoch 7) Donnerstag 8) Samstag 9) Dienstag 10) Mittwoch ,. 11) Donnerstag „ 12) 13) 14) 15) horn, . 1 große Partie feine Seife, worunter ^roße^Partie Zahn- und Nagelbürsten, „ Uhrketten und Portemonnaies, . Glasaussatz, mehrere Glaskasten und sonstige Gegenstände, Meaer-Verem «leasen. (6308 Mittwoch, .... 6. s'/> M ®r"ram Mona'svkrsilmmlung. 2) Stiftungsfest. Iranie«,im wrtrtge bot, rch- " btm reich- ■ ylg'Je®ie bit Wflubö4. änerftnnung rbaltunaen bdttirl W& «ortraze die T iu @iejm oont 'der Ron, Koch der Bibliothek und 1 eue Lisenbahntarjjl Jnamt bringend zu ier Zuziehung von der Zndustrie er- tibi, nach velchcu tagen nicht endgültig m und Wnsche gern Stadt am meisten ieden bliebe, oa die allen Richtungen hin irie. Wenn indessen zulrelen und unserer n ei dach für die a/terdienst ebenso wie ■ brr btibtn Wtitn •d)UW trltibi. wtnn er Briefe und den 6. 7- 9. 12. „ 13. w 14. „ 16. „ 19. „ 20. „ 21. „ 23. „ 27. „ 28. „ 30 „ 2. Januar 3. . 4. „ 6. „ 9- „ 10. „ 11. „ (6284 A Guldan Oeffentliche Aufforderung. Forderungen jeder Art an die Heinrich Schmidt II. Eheleute in Rödgen sind unter genauer Angabe der Zeit ihrer Entstehung ipecificirt b i unterzeichnetem Gerichte so gewiß binnen 8 Tagen anzumelden, als sie sonst bet der beantragten Regelung der Vermögensverhältnisse genannter Eheleute nicht berücksichtigt würden. Gießen, den 30. November 1876. (8240 Großherzoglichcs Landgericht Gießen. Erdmann, vr. T r a p p, Landrichter. Landg.-Assessor. gestreift, 10 bis 12 Dtzd. Winterschuhe, 20 Dtzd. Frauen- und Herren-Strümpfe, 1 große Partie Wollenwaaren, 1 große Partie echt englischer Farbekasten zu Geschenken sür Knaben, 1 Partie Handspiegel, 1 große Partie Schmuckkasten u. Schmuck- gegenstände, als Brachen und Ohrringe in Jett und Lava, 1 große Partie Papeterie, gegen gleich baare Zahlung versteigern. V e, i Lrsn unb iäbntn ntbmten Lpielw-ckr allgemein beliebten könne.r daher jedem, eiuviehlen, M *tiietl die schönste ein solcher Werk er- r Kraul, der Freund ■em leidenden, d-m gegenmirhlt M 'ch höht die Hemüthllch- i lodende Pee vieler hrer Haste angeschM- »ftfen beftätigi ®irö' As ? bald m 6flI ■ uaik iu eoM?fti,lw Lb 7er dle lu W-Hl Nt auf Mw ihre Gewerbeverein. CQnß, den « December, Abends 7 Uhr, im Hörsaai für Chemien dir neuen Realschule: Vortrag des Herrnvr. G. Auchnrr """ ?u?Mch7mitglied°r des Vereins sind^M ft^uMM emgeladm. Die. Oberhessische Gesellschaft für Wut- und Heilkunde _______। versammelt sich . W/ Iniittwodi den 6. d. M., Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula. Vortrag: Ueber das Conserviren vegetabilischer Nahrungsmittel. 20) Dienstag „ 21) Mittwoch ,, 22) Donnerstag „ 23) Samstag „ . Die Interessenten werden daher aufge- forbtTi di- Zahlungen an diesen Tagen IN ^PuLafln"b?rU@nSeU.m ^?uk8USn.| in b« Fürst!. Oberförsterei «ich. 5 üualeich wird bemerkt, daß die auf den Montag den 1 1. December, > Donnerstag fallenden Zahltage für die In- von Morgens 19 Uhran, teressenten der Stadt Gießen, dagegen biehm Diftrtct Mönchwald bei Burkhards- lüb^-nZahttag- für die Auswärtigen be-^elden: Prügelh. Stockh- Reish. Wellen Bekanntmachung. ESSÄ' ä lA>und°d-s'Gesetzes vom 17. November 1871 di- Handelskammern > Di- Di-uststund-u des Kaiserlichen Postamts für dm V-rk-hr nnt dem ' »-•«<- °-e - ' ', -8 * »«Ä »en 8 Uhr (b-zw. ' W « ; 5_8 Uhr Nachmittags. Ä. KASL.-LV von 8—9 Uhr Vurm W » falle«: »• uJ ticn g sb-tw. 7 Uhr Vorm. im Sommer) bis 9 Uhr D-p-I«-» in.d Packctbttr.llang »«« d,» ,-d-«»»! f„L ItttiÄ *,- «-«-*«« Sa*k Ä.e.U Al-'bm ..rwJliLg-e ^nd) Vorschrift des Art. 13 der Städte-Ordnung wird die nachstehende 1 Bestimmung bezüglich der Stimmfähigkeit bei der Wahl der Stadtverordneten hiermit bekannt gemacht. Stimmfähig sind: 1) alle in der Gemeinde gründ-, gewerb- oder einkommensteuerpsttchttge» Ortsbürger derselben, , , 2) alle männlichen Einwohner, welche die deutsche Reichsangehöngkeit besitzen und welche seit zwei Jahren ihren Unterstützungswohnsitz m der Gemeinde erworben haben, jedoch unter der Voraussetzung, daß sie zur Zeit der Wabl 25 Jahre alt sind und vom 1. Januar des dem Jahre, in welchem die Wahl stattfindet, vorhergehenden Jahres an zur Einkommensteuer zugezogen worden sind. Die Stimmberechtigung jedes der unter 2 bezetchneten Sttmmfahtgen tst davon abhängig, daß d-rs-lb- spät-st-ns vor d-m tz-chluß d-s dem Jahr, in w-lch-m di-Wahl stattfindet, v°rh°rg-gang-n ist, b-i dem Burg-r. meister in desien Amtslocal die mündliche Erkiarung abgegeben hat, daß er sein Stimmrecht in Anspruch nehme, wobei er gleichzeitig auch> Jahrund> Tag feiner Geburt, den Tag, seit welchem -r in der Gemeinde wohnt und den Zeitpunkt, seit welchem er Einkommensteuer bezahlt, anzugeben und auf C - •“"ÄÄ «.>.»«,.»>, »-Ich- U,M,.»- dIch.«.,l-,..«I bis -nm 31. December dieses Jahres Unterlasten, können bei der tm Lause des Jahres 1877 nothwendig werdenden Wahl znr Stadwer»rdneten-Ver ^der bei einer solchen Wahl, für welche die Stnnmber-chtigung durch tie Stimm- Lerechtigung zur Stadtverordnetenwahl bedingt ist, kein iLtunmrecht fprnch nehmen. Gießen, den 1. December 18<6. . Großherrogliche Bürgermeisterei Gtcßen. A. Bramm.________ Die'Herren Bürgermeister werden ersucht) Raummeter dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Eichen — ? ®XnTm 2"°N:°Lb-7t87°. (5i6oKXVt4unft auf'Lm Schlagweg an Der Rechner der Lpar- und L'-ihbaffe: Ä 9 —--------------1 von Morgens 10 Uhr an, in den Districten Meilbach und Mönch- Waaren-Verstcigcrung. Wegen Aufgabe meines Geschäfts laste ich Mittwoch den «. d. M.. • i Mittaa» 1 Uhr, in dem Haus- des Schlosterm-tst-rs Carl Schmidts |in t^^tz-PartftHerttN-Röcke, -Hosen Dtzd. Kleider-, Haar- und Glan,- 1 Partie blaue und 1 Partie Faß-Kittel, Gnftnd2g°°°"on'°,75M.'L-n'Äd-m Sehr starke, h°h- Uindlederstiefel, Einiendu g „„ ------... ,fl7R cbenf0 Rindlcderschnhe, billigst bet Wilh. Herbert, Schloßgasse. ELLLrLEHM'MD'L'MLW.»> ÄKX ■“-SS.,1... S5i bis Abends 8 Uhr geöffnet und bleibt über Mittag von Aermietvungen. 6307) Ein kleines Logis ist zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden bet A. 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Vorräthig in der Ferber'schen Universitäts- Buchhandlung : Auf jeden Schreibtisch gehört MEYERS HANDLEXIKON Gibt in einem Hand Auskunft über jeden Gegenstand der menschlichen Kenntnis und auf jede Krage nach einem Namen, Begriff, Fremdwort, Ereignis, Datum, einer Zahl oder Thatsache augenblicklichen Bescheid. 1968 kl. Oktavseiten mit 52,000 Artikeln und über 100 Karten und Beilagen. Gebunden in 1 Halbfranzband 5 Thlr. Vorräthig in allen Buchhandlungen. Bibliographisches Institut in Leipzig (vormala Hildburghausen). 6279) 50,000 Backsteine werden zu kaufen gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6297) Ein tüchtiger Arbeiter, auch mit allen Oeconomiearbeiten vertraut, sucht dauernde Beschäftigung. Näheres bet der Exped. d. Bitt«._____________________________ 6304) Sonntag Nachmittag ist einem Kind, ein neu gestrickter wollener Strumpf von braun und weißer Wolle, von der Katbarinengasse bis an den Seltersberg verloren gegangen; der redliche Finder wird gebeten, denselben bei der Exped. d. Bltts- a b z u g e ben.__ 6296) 2tuf dem Büreau Großh. Ortsgericht ist ein Regenschirm stehen gebliebcn und kann solcher daselbst in Empfang genommen werden. Gießen den 1. December 1876._______ Gesucht wird eine gesetzte Perlon zur Pflege einer alten Dame, Lohn 180 — 200 Mark. 6298)__________Marburgerstraße A. 159. 6252) Ein braves Dienstmädchen wird zu Weihnachten gegen hohen Lohn zu miehen gesucht Zu erfragen in der Exped. d. Bltts. liaofmännischer Verein. Montag, den 11. December 1876, Abends 8 Uhr, im Saale des Gasthofs zum „2Prinz Carl“: Vortrag des Herrn Professor Dr. Zimmermann über Wilhelm Meister’s Wanderjahre von Göthe. Mitglieder haben mit Familie freien Eintritt. Einzelkarten für ÄTiclltmitglieder ä 60 Pf. sind in der J. Rickef- schen Buchhandlung und Abends am Eingang des Saales zu haben. 6302~) ______Der Vorstand. Gießener Äonsum-Aerein. 6290 Generslveesammlung Mittwoch den 6. Dcccmbcr, Abends 8 Uhr, im 6afV Klein* Tagesordnung: Beschaffung gewisser Lebensbedürfnisse u. s. w. Bei der Wichtigkeit des Gegenstandes bittet nm rege Betheiligung Der Vorstand. 6269) Zwei Arbeiter können Schlafstelle erhalten. Wagner, Thon-Waarenhändler, Neustadt. 6085) Eine gesetzte Person zur Stütze der Hausfrau auf sofort gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 6259) Ein Junge zum Austragen von Vackwaaren gesucht von Bäcker Steinberger. Gegens. anonymes Heirathsvermittelungs- Institut „Amor“ versendet z. Zwecke von Heirathsvermittlungen Prolpecte für Damen und Herren. Vorläufige Adresse P. G. 1865 postlagernd Berlin Poüamt 13. Zur Rückantwort Briefmarke. (6293 6220) Eine geübte Kleidermacherin sucht Beschäftigung in und außer dem Hause. Näheres bei der Expedition d. Blattes. Köln-Gießener Dahn. Abfahrten von Gießen nach: veutz 6<5, 12, 4«. Dillenburg 6", 12, 4*3, 9$. (2540 Tiegen 6*\ 12. Wetzlar 6*5, 9“, 12, 4*-\ 7\ 9". 6236) Gegen guten Lohn wird ein staikes Dienstmädchen auf sofort gesucht. Wo? sagt die Expedition d. Bltts. 6154) Eine gesetzte Person, welche die feinere Küche versteht, zur Stütze der Hausfrau auf Weihnachten gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. Verantwortliche 9to