1876. »tt Anzeige- M Amtsdlatt fit den Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mar? 20 Pf. mit Brinaerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich L Mark W Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulst,ahe, At. B. Nr. 18. If. Cllte '»ein „ illll la. 153. Mittwoch, den 5. Juli ^Kreßener Anzeiger Nd NklieU Amtlicher Hheit. ^nzeL ming von grau Wir. I rlhi, ' Vctzlar. I 10. 3uliJ Vorstand. Bekanntmachung. Der landwirthschaftliche Bezirksverein des Kreises Gießen wird Freitag den 7. Juli, Vormittags 10 Uhr, zßi Gießen in dem Saale des Cafe Leib eine Generalversammlung halten, zu welcher alle verehrlichen Mitglieder des Vereins, sowie sonstige Freunde der Landwirthschaft, Hiermit eingeladen werden. Auf der Tagesordnung stehen folgende Gegenstände: 1) Vorlage der Rechnung pro 1875. 2) Verwendung der dem Verein zur Verfügung stehenden Mittel pro 1876. 3) MittheilungeN des Herrn Professor Dr. Thaer zu Gießen über das daselbst bestehende Versuchsfeld. 4) Mittheiluttgen des Herrn Professor Dr. Pflug aus dem Gebiete der Thierheilkunde. 5) Berathung über das Commissionsgutachten bezüglich der Frage, ob es sich empfehle, innerhalb des landwirthschaftlichen Bezirksvereins verschiedene Sectionen zu bilden. 6) Berathung über die Frage: „Soll die Untersuchung des FasselvieheS in den dem Kreise Gießen neu zugetheilten Gemeinden in ähnlicher Weise geregelt werden, wie in den alten Gemeinden des Kreises? eventuell Wahl der betreffenden Commissionen". 7) Verschiedene Mittheilungen. 8) Vervollständigung des Ausschusses durch Wahl der noch fehlenden Mitglieder. Sollten einzelne Mitglieder noch wettere Gegenstände zur Berathung in Vorschlag bringen wollen, so ist hiervon dem Unterzeichneten vor Beginn der Versammlung Mttheilung zu machen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, den in ihren Gemeinden wohnenden Mitgliedern des Vereins von dieser Einladung Kenntniß zu geben, auch sich selbst on her Versammlung zu betheiligen. * Gießen, den 30. Juni 1876. Der Direktor des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen: zehrten yte__v. Röder._______________________________________________________________ Gießen, am 1. Juli 1876. , - . Betreffend: Die Führung der Handelsregister. Das Großhcrzogliche Krcisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Birklar, Grüningen, Lich, Münster, Nieder-Besstngen und Ober-Bessingen. Wir erinnern Sie wiederholt an die unverzügliche Einsendung der Handelsregister-AuSzüge vom 1. Quartal dieses JahreS an Großherzogliches Landgericht Lich. SS« Befolg unserer Versügunq ist innerhalb 8 Tagen hierher anzuzeigen. . ä. I- V. W WW:__________________________________________Dr. Hoff mann, Regierungsrath.__________________________________________ Betreffend: Die Verwaltung der Schulkapitalien. Gießen, am 1. Julr .chpiw Das Großhcrzoglichk Kreisamt Gießen an die evangelischen Kirchenvorstände des Kreises. L'll t|b Wir erinnern diejenigen unter Ihnen, welche noch im Rückstände sind, wiederholt an die Erledigung unserer Verfügung vom 27. März l. I. (Anzeigeblatt Nr. 132) ’ * » ». A, Dr. Hoffmann, Regierungsrath. ist NellM Gießen, den 1. Juli 1876. Das Groß herzogliche Rentamt Gießen an sämmtliche Großherzoqliche Bürgermeistereien des Rentamtbezirks. Sie wollen in Ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise alsbald veröffentlichen lassen, daß die Berichtigung der Ende Juni l. I. fällig gewesenen Holzgelder bis mm 25. d. Mts. bei Meidung der Mahnung vorher zu geschehen habe. Ätlobnung- 3 ' ___________________________Sckliephake._________ JJaifftßfanb. Darmstadt, 29. Juni. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde bersten, von der n i * dahier steuerung und begründete die Nothwendigkeit und Zweckmäßigkeit der Vorlage. Hierauf sprachen gegen die Besteuerung des Weins und bezw. die ganze Vorlage: Schulze, Falck, Schröder, Racke, Franck, während Edinger, Pfannstiel, Osann, Welcker die Steuer überhaupt oder mindestens so lange aufrecht erhalten wissen wollen, als nicht Ersatz nachgewiesen ist, und als noch andere nöthigere Bedürfnisse, wie Branntwein, Bier rc., besteuert werden. Bei der Special-Debatte gelangten die Art 1—9 (einschl.) trotz mehrfacher abweichender Amendements in der Fassnng des Ausschusses zur Annahme. Die den Weinverkäufern und bezw. Weinhändlern jeweilig günstigeren Amendements wurden regelmäßig von den oben zuerst genannten Abgeordneten, beziehungsweise einzelnen derselben vertheidigt, während namentlich Ministerial-Rath Göring und Ober- Steuer-Rath Müller, sowie in einzelnen Fällen Berichterstatter Mölliuger dieselben eingehend bekämpften. Hervorzuheben ist, daß nach dem Beschlüsse zu Art. 7 Wein- kleinverkäuser und Weinhändler von den Einschätzung-Commissionen nicht ausgeschlossen sind, jedoch ein Drittel der Mitglieder-Zahl nicht überschreiten dürfen. Jugenheim, 2. Juli. Se. Majestät der Deutsche Kaiser statteten heute Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland einen Besuch auf Schloß Heiligenberg ab. Allerhöchstderselbe wurde von Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland, den Großh. Hoheiten der Prinzen Alexander und^Ludwig, in Bickenbach empfangen. Rach dem Diner, zu welchem sich auch Se. Königl. Hoheit der Großherzog eingefunden hatte, kehrte Se. Majestät wieder nach Ems zurück. Heute Abend verlassen Ihre Majestät die Königin von Württemberg den Heiligenberg. Berlin, 1. Juli. In Oesterreich scheint eine wenig gemüthliche Stimmung zu herrschen. .Unser Wiener OCorrespondent schreibt darüber vom 29. Juni: „Die gemeinsame Negierung scheint umfassende Vorkehrungen treffen zu wollen. Gestern Nachmittag fand im Kriegs-Ministerium eine Conferenz mit den Vertretern mehrerer Eisenbahnen statt, in welcher, wie allgemein geglaubt wird, es sich um Feststellungen bezüglich größerer Truppentransporte gehandelt W ff am * *U|CLH JuHD, 0U9 ylCCQI DCl JieHlCluHy, uwa , ndtf: Mh„-Stelfe mit dem Bürgermeister-Amt nicht zu vereinigen, und bestntt, daß in *<11(00treten Fällen ein Grund zur Beschwerde vorltege. r . , Darmstadt, 30. Juni. Die heutige Sitzung der Zwe ien Kammer wurde voll- ti, von der Verhandlung über das neue Wein-Steuer-Gesetz in Anspruch genommen > ' ^dieses nicht einmal vollständig erledigt. Vor Beginn der General-Debatte gab -^'cherial-Rath Göring einen Ueberblick der Entwicklungs - Geschichte der Wembe- *52-* irrIf «jJl ’;;rTÄ< thrnber^, lenpl ... 4 Mltr Berathung ^der Gesinde-Ordnung fortgcfahren und dieselbe zu Ende gebracht. T ie meisten noch rückständigen Artikel werden vielfach ohne Debatte, nach der Regte- t MsaVorlage und bezw. den von der Regierung gebilligten Anträgen des Ausschusses lvWommen. Aus den Verhandlungen ist nur Folgendes hervorzuheben: Nach Art. 28 H der Art. 1781 deS in Rheinhessen geltenden Code civil, welcher die Beweisfrage b^ü ktreitigkeiten zwischen Dienstherrschaft und Dienstboten regelt, aufgehoben, und d Ä Verhältnitz in Rheinhessen, wie in den rechtsrheinischen Provinzen geregelt werden. 2 ierheinhessiichen Abgeordneten Conradi, Dumont und Görz sprachen sich entschieden s-r Seibehaltung des bisherigen Rechts aus, während die Abgg. Hirschhorn, Franck rch Edinger, sowie die Miniftcrialräthe Finger und Hallwachs für die Regierungs- 3 nlaae eintraten, die aber zu Gunsten desjenigen Thetls des Ausschusses unterlag, r ilcher Aufrechterhaltung des Art. 1781 und des dortigen Proceß-Verfahrens über; ' V lupt beantragt Bei Art. 38 wirb ein Amendement Hetnzerling's angenommen, wo- r ich nicht blos Gesinde-Verdinger, welche ihr Gewerbe dazu mißbrauchen, Dienstboten t " Wechsel des Dienstes zu bereden, sondern «uch Diejenigen mit 5—50 M. bestraft i neben, sollen, welche Gesinde-Verdinger durch Geschenke oder Versprechen zu einem I '4tn Mißbrauch vorsätzlich bestimmt haben. Hiernächst entspann sich eine lange und hibteife sehr animirte Debatte bei der Berathung verschiedener Petit^ onen um Ver- eniiung der Orts-Gerichtsvorsteher-Funktion mit der Bürgermeister-Stelle, die schließlich M endigte, daß die Negierung ersucht wurde, die Functionen wo irgend thunltch, Uneinigen; die einzelnen Petitionen wurden damit für erledigt erklärt- Mmisterial- HAent Kempff wahrte hierbei, obgleich er gegen das generelle Ersuchen nichts zu cWrn sand, das Recht der Regierung, aus dienltlichen Gründen d'e Orts-Gerichts- Paris, 2. Juli. Der „Agence Havas" zufolge wird das Mittelmeer- der oberitalienischen Bahnen sanctionirt hat. Dem ernannte der König den General Cialdini zum Botschafter London, Rußland. Petersburg. Von der russischen Kriegsflotte befinden sich zur Zeil Petropawlowsk- Die Dec ©er Gei Ges Ges Ge^ fügung der Botschaft in Konstantinopel stehen: der Dampfer Taman bei Bll' jukdere und der Schooner Psesuape im Piräeus. Bei den Stationen an her. Donaumündungen der Schooner Tuapse, und in Gibraltar die Fregatt« Regierung ist übrigens nach wie vor wenig zufrieden mit dem Verhalten dir französischen Behörden. Jetzt will sie auch gegen die französischen Zeitungen vorgehen, von denen sie vielfach heftig angegriffen wird. Ihr erstes Opfer isi die finanzielle Wochenschrift Gazette de Paris, gegen die sie eine Klage wegen Verleumdung der spanischen Regierung und ihrer Beamten bei den hiesigen Gerichten eingereicht hat. Paris, 2. Juli. Die „Agence Havas" meldet: Die neuesten Berichte aus Cettinje erwecken die Befürchtung, daß Montenegro sich am Kriege betheiligen werde. Auf die Anfrage der betr. Regierungen hat sich die französische 5- 6- 7. 8. 9- 10. zweifelhaft. Magdeburg, 3. Juli. In der Kohlengrube Frose bei Aschersleben ist eine Feuersbrunst ausgebrochen; von 40 Arbeitern sind nur 13 gerettet worden, die übrigen erlitten den Erstickungstod. Bisher sind nur 8 Leichen zu Tage gefördert; die Rettungs-Arbeiten sind wegen starker Gas-Entwickelung und rascher Wasser-Zunahme mit Schwierigkeiten verbunden. Hesterreiü. Wien, 1. Juli. Die „Polit. Corresp." veröffentlicht einen telegraphischen Auszug aus dem serbischen, bisher jedoch nicht veröffentlichten Kriegs- Manifeste. Darnach schildert letzteres die seit dem Ausbruch des Ausstandes unerträgliche Lage Serbiens, welches Alles unterlassen habe, was das Werk der Pacificirung erschweren könnte, während die Pforte Serbien mit einem eisernen Gürtel umgeben habe. Das Manifest bezeichnet es als unmöglich, länger in den Grenzen der Mäßigung zu verbleiben, macht die Pforte für das Blutvergießen verantwortlich und versichert, daß an der Seite der Serben die Montenegriner, Herzegowiner, Bosniaken, Bulgaren kämpfen und die Griechen nicht lange warten lassen würden. Das Manifest fordert die Armee zur Achtung der Grenzen Oesterreichs auf, welches durch den huldvollen Schutz vieler Herzegowianer-Brüder ein Recht auf Serbiens Dankbarkeit erworben hätte. , Wien, 2. Juli. In einer Extra-AuSgabe der „Polit. Corresp." wird der Wortlaut der serbischen Kriegs-Proclamation veröffentlicht. Aus Belgrad wird derselben Correspondenz gemeldet: den Bosniern wird durch Proclamation angezeigt werden, daß allerorts neue Behörden im Namen des Fürsten Milan eingesetzt werden sollen. In den nächsten Tagen geht von Belgrad ein Special- Gesandter nach Athen. — Aus Ragusa berichtet die genannte Correspondenz. daß die bisher bei Gaczko befindliche türkische Armee sich nunmehr bei Mostar concentrire. Wien, 2. Juli. Sicherem Vernehmen nach werden Graf Andrassy und Fürst Gortschakoff der Zusammenkunft der Kaiser von Oesterreich und Rußland in Reichstadt beiwohnen. Wien, 2. Juli. Feldzeugmeister v. Ramming, Hauptmann der Arcieren- Leibgarde, ist gestorben. Schweiz. Basel, 1. Juli. Die „Baseler Nachr." melden, daß heute Mittag in Bern der russische Revolutionär Bakunin gestorben ist. .Holland. Haag, 1. Juli. Der Kronprinz und die Frau Kronprinzessin des deutschen Reichs und von Preußen sind mit ihren Kindern heute früh hier eingetroffen und alsbald nach Scheveningen weiter gereist. Die Königin von Holland begrüßte die kronprinzlichen Herrschaften am Bahnhofe. Arankreich. Paris, 1. Juni. Die Nachrichten aus dem Norden Spaniens lauten beunruhigend. Trotz der rücksichtsvollen Behandlung, welche die Sonderrechte der Basken in Madrid gefunden haben, ist die Erbitterung groß. In dem Baztanthale sollen sich wieder mehrere Banden gebildet und eine derselben schon einen Angriff auf Gensd'armen gemacht und deren zwei getödtet haben. Die französische Regierung scheint, ungeachtet der schroffem Antwort, welche Decazes auf die — unnöthiger Weise abgeleugneten — Beschwerden der Madrider Regierung gegeben hat, doch einige Vorsichtsmaßregeln zu ergreifen. Wenigstens ist ein Spanier verhaftet worden, der auf französischem Grund und Boden Leute zum Kampfe gegen König Alphons anwarb. Der Mann war mit Geld versehen und versprach einen Sold von zwei Franken täglich. Die Madrider -In flntM um M Mtbessi meldet, erwi lid); „Seü sktuersbrurnl »n Fr-twM üidjert worti MÜ'. Der ■eine weit fli Feuerwehr aus Gott v DtrtreW genommen. rt' D- 12. Di Serbien. Belgrad, 2. Juli. Die Kriegs-Proclamation des Fürsten ist Heuti erschienen und der Kriegszustand publicirt. Belgrad, 3. Juli. Gestern hat die serbische Armee eine NecognM rung längs der südöstlichen Grenze unternommen, hierbei fanden Scharmützel ohne Bedeutung statt; doch sollen einige wichtige strategische Positionen tuj türkischem Gebiete eingenommen worden sein. Numänie«. Bukarest, 2. Juli. Heute wurde die außerordentliche Session der Kammern durch den Fürsten in Person eröffnet. Derselbe richtete in (einet I Thronrede mit dem Hinblicke aus die beunruhigte Situation einen warne: Apell an den Patriotismus und die Mäßigung der Senatoren und Deputirt r. Die durch den Pariser Tractat für Rumänien geschaffene Lage garantire den selben die Wohlthaten der Neutralität. „Solange — fuhr der Fürst fort - es diese Neutralität beobachtet und Europa ein Volk zeigt, welches an fein« Reformen und inneren Verbesserungen arbeitet, haben wir das Recht, zu Hoffa daß die von auswärts drohenden Gefahren an unserer Grenze Halt machet,' Als Regierungs-Vorlage für die Session wurde ein Gesetz-Entwurf, bett, i Einschränkung des Budgets, angekündigt. Türkei. Konstantinopel, 2. Juli. Am Donnerstag hat der serbische W sandte dem Großvezir ein Schreiben seines Fürsten überreicht, worin die einigung Bosniens und der Herzegowina mit Serbien unter der Dberauf|i>' der Psorte gefordert wird; letztere betrachtet diesen Anspruch als unzulässig-" Die suspendirten Zeitungen „Cour. d'Orient", „Levant Herald" und „Slai' boul" werden von Montag an wieder erscheinen. Konstantinopel, 3. Juli. Der Minister des Auswärtigen hat £ die Vertreter der Pforte im Auslande folgendes Telegramm abgesendet: Nap richten über Bedrohung hiesiger Vertreter des Auslandes und Mord ein Fremden unbegründet, Ew. Excellenz wollen dieselben formell dementiren, 111 wahr, daß Fremder durch Unglücksfall um's Leben kam. Ragusa, 2. Juni. Die Nachricht, daß der Fürst von Montene^ von den Insurgenten zum Fürsten der Herzegowina proclamirt sei, wird unrichtig bezeichnet; vielmehr haben die versammelten Jnsurgenten-Führer eidlich gelobt, die türkische Regierung nicht mehr anzuerkennen und im r5' einer Occupation der Herzegowina durch den Fürsten von Montenegro drei keinen Widerstand entgegenzustellen. Die bisher längs der Grenze zerstreu " Insurgenten sammeln sich bei Banjani zur Bildung eines Corps, dessen tii sich auf 7000 Mann belaufen soll. Cettinje, 2. Juli. Nach Abhaltung einer kirchlichen Feier vor Residenz des Fürsten wurde heute d'em versammelten Volke verkündet, daß j Krieg an die Türkei erklärt sei. Hierauf wurden mit einer Ansprache • Fürsten an das in Schlachtordnung aufgestellte Heer die Fahnen übergeo^ sodann trat das Heer unter Führung des Fürsten den Marsch gegen die u) der Herzegowina an. Amerika. Washington, 1. Juli. Die Staatsschuld hat sich '«Monat Iw um 3,881,000 Doll, vermindert. Im Staatsschatz- befinden sich 73, Doll, in Gold und 13,004,000 Doll, in Papier. Pernambuco, 1. Juli. Die Kabel-Leitung zwischen hier und -tw1- ist unterbrochen. M ?"den im S der Neuste 5?e ru einer örtlich Derf 7-Partie und Aandoline «Ä Sei Äfc 88® Acj ühlM ■ö^'Unaeiioc./ Daß Sache und Arbeit verbun Treffe, finden iPtr di vergängliche, t Bei di Mdnn um ' Wiffyn «chtutiM England. 1. Juli. Wichtige Depeschen über Serbien fehlen. 6«i( Gefl am Monta unwillkürli dann? 3 ftanbt w mag bart 1 wehr selbst, in der La Urtheils m zwei Masi Aachen uns die Spritze ist, geht un und unseres das Dach ü und den ft' Geräthe nie dem daran geregnet wa Noth leiden Hefte ic. oer unfer Stabil oonMchgera Artikel versa dem doch alle derselben get mehr geboten Vertrauen n1 merkt, die D damit zu ha Betrach La I ia6- 2 Die 3; Die 4. oben soll. Offenbar will mai ausgiebige Streitkräfte an die Südgrenze des Reiches dirigiren, theils, um die Grenzen streng abzusperren, wenn der serbische türkische Krieg beginnt, theils um die Bewegung in Süd-Ungarn und in den anderen slavischen Gegenden niederhalten zu können. Wenn man den erschreckten Magyaren zuhört, müßte allerdings unverzüglich zum Aeußersten geschritten werden Jndeß glauben auch solche Kreise, welche nicht zu übertreiben pflegen, daß die Erregung in den slavischen Gebieten des Reiches, namentlich an der südlichen und südöstlichen Grenze, gefährliche Dimensionen annehme,i. könnte, wenn bte Serben siegreich sein sollten. „ „ - . . „ WaS Montenegro anbelangt, so schwebt man nach wie vor in Ungewiß- dahin geäußert, daß ihr die Ernennung des Grasen Wimpffen zum österreichj, beit ob sich dieses Fürstenthum an dem Kampfe betheiligen werde oder nicht, schen und des Generals Cialdini zum italienischen Botschafter in Paris ge- Neuestens will man wieder bestimmt wissen, daß Fürst Nikita erklärt habe, nehm wäre., c t _ neutral bleiben zu wollen. Wer hier der Dupe Bleiben wird, muß sich erst Parts, 2. Juli. Der „Agence Havas" zufolge wird das Mittelmeer, reiaen Jedenfalls müßte die Pforte sehr bedeutende Opfer bringen, um die Geschwader am Dienstag Toulon verlassen; derselben wird aus Ragusa gemel- Cernaaovczen zufrieden zu stellen. Es giebt hier Politiker, welche gleichwohl det, der Fürst von Montenegro habe gestern Cettinje verlassen. «ine solche Eventualität für glaubwürdig halten, weil sie annehmen, England Paris, 30. Juni. Die Gemahlin des Don Carlos, die noch bei Pan suche die Pforte zu Concesfionen für Montenegro zu bewegen, damit diese dann wohnt, hat gestern ein Mädchen geboren. um so ungehinderter mit Serbien aufräumen könne, was allerdings wiederum • ein Schachzug gegen Rußland wäre." (Berl. Tagebl.) Aranen. — Zwischen Rußland und England wird seit einiger Zeit verhandelt, um Rom, 30. Juni. Die „Amts-Ztg/ meldet, daß der König den Gesetz, den eventuellen Krieg zwischen Serbien und der Pforte strengstens zu localisi- Entwurf betreffs ' xen. Beide Mächte sollten sich verpflichten, weder den Serben, noch den Tür- „Diritto" zufolge ken irgend welche Unterstützung angedeihen zu lassen. Jetzt wird nun aus in Paris. Wien gemeldet: „Die Hoffnung auf eine Verständigung zwischen England und Rußland erlitt einen starken Stoß in Folge einer Notification des russischen General-Consuls Ionin, daß ein Schiff mit englischen Waffen für Mukhtar _ .... pinimt, an seinem Bestimmungsorte angelangt sei, und daß ein Attache der Wiener Depesche des „Standard" behauptet die Anwesenheit von 120 russische Wiener englischen Botschaft dem genannten Pascha Geld überbracht habe. Der und 30 ehemaligen deutschen Osficieren im serbischen Lager. Eine Belgrad« Czar soll sich hierüber sehr erbittert geäußert und Befehl ertheilt haben, für Depesche der „Hour" meldet den Uebergang von mehreren Tausend Südslavtü Serbien 4 Mill. Rubel flüssig zu machen. Letztere Nachricht erscheint einiger- aus Oesterreich nach Serbien. maßen verdächtig und stark darauf berechnet, den Credit Serbiens bei seinen London, 2. Juli. Der „Observer" erfährt, daß der Botschafter ßorb Lieferanten zu stärken. Odo Russell in Berlin, der zur Zeit hierher beurlaubt ist, wegen der Lage bei Berlin, 1. Juli. Verschiedene auswärtige Blätter melden, daß ein Dinge im Orient demnächst nach Berlin zurückkehren würde. irreguläres Corps von Tscherkessen, in der beiläufigen Stärke von 12,000 Mann, den Befehl erhalten habe, die serbische Grenze zu überschreiten. Für diesen Fall ist General Zach, der an Timok steht, beauftragt, diesem Vorhaben durch _________.... ,, , , „ einen Offensivstoß zu begegnen. Eine Abtheilung von 400 Tscherkessen soll im mittelländischen Meer: die Fregatte Swetlana im Piräeus, die Corvetü sogar von Serben umzingelt und bis auf den letzten Mann niedergemacht sein. Askold vor Salonichi und die Corvette Ssokol vor Konstantinopel. Zur V«> Wiesbaden, 2. Juli. Die römischen Katholiken haben bei der Heuti- -- c ™ ,r< ri ' Ä r n ■ c - — r 1 ™ gen Kirchen-Vorstandswahl mit großer Majorität gesiegt. Die Social-Demo- kraten gaben den Ausschlag. Die Gültigkeit des Wahl-Actes ist indeß noch 6 R. Par. Zoll, evangelischen religiös-kirchlichen Lebens und die Unterhaltung und den Ausbau unserer neuen eonstitutionellen Kirchenverfassung. 4) 5) des Fürsten ß; rmee eine Recozi. ei fanden Scharn eKche Posckvm 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. crlaubnitz. 11. 12. befinden fujjn Piräeus, die nstantinopel. jd ampfer Taman den Stationen:: Gibraltar die r + 2,5 4-13,60 18,98 4- 22,0 2,62 2,73 Geistreiche Manner unserer Zeit, welche das kirchlich-religiöse Leben liebten und verehrten und dasselbe als die einzige Grundlage menschlicher Wohlfahrt erkannten, haben wahrgenommen, daß dasselbe im Abnehmen und Verfall begriffen sei. Sie haben dasselbe durch die Gründung einer Prcsbyterial- und Synodalverfassung zu heben gesucht. Bei dem Ausbau jener Verfassung fand man zunächst die Heranwachsende Gefahr der Auflösung der evangelischen Kirche in dem Mangel an Geistlichen, indem sich jenem Stande fast Niemand mehr widmen wollte, weil die Gehalte nicht allein dem verminderten Geldwertye , und den Lebensverhältnissen, sondern auch den aufgebesserten Besoldnngsverhältmpm anderer Staats- und Privatbcdiensteten gegenüber nicht mehr entsprachen. Es fand sich hiernach die kirchliche Regierung auf vorausgegangene Verständigung mrt der Staatsregierung veranlaßt, der Landessynode einen Gesetzesentwurf über die Claffisication des Diensteinkommens der Geistlichen zur Berathung und Beschlußnahme vorzulegen. Nach umfangreicher Berathung und reiflicher Erwägung der Gründe für und gegen tue Vorlage wurde dieselbe von der Synode dahin angenommen, daß die 385 Geistlichen des tanoeS in neun Klassen eingetheilt wurden, wovon der Gehalt der untersten 2000 und der der höchsten 4400 M. analog mit andern Staatsdienern betragen solle, daß jedoch ocn höchsten und geringsten Gehalt nur je 23 erlangen und die große Mehrzahl von 77 in der Mitte liegen solle mit einem Gehalte von 3200, und außerdem für solche unter fünf Dienstjahren je 1750 M. Das Aufstcigen in den Gehaltsklassen wurde außerdem nicht unbedingt an das Dienstalter, sondern auch an sonstige wesentliche Bedingungen geknüpft und soll die Entscheidung darüber unter Mitwirkung eines von der Synode gewählten Ausschusses erfolgen. Daß die Mittel zu jenen Aufbesserungen nicht anders als durch Umlagen auf alle evangelische Kirchengemeindeglreder nach Verhältniß ihrer Steuerkapitalien aufgebracht werden konnten, bedarf keines weiteren Nachweises. Der Unwille gegen jene Umlagen scheint sich hauptsächlich gegen den höchsten Gehalt von 4400 M. zu richten, ohne den Zusammenhang in nähere Erwägung zu ziehen, als nämlich: 1) Daß die ausgeschlagencn Steuern etwa Vs für das sonstige Verfassungsleben, ohne bte Pfarrgehalte erforderlich werden; 2) Daß schon von jeher eine gewisse Anzahl von Pfarrstellen im Lande bestand, welche über 4400 M. betrugen und je nach dem Wirken und der Befähigung erlangt werden konnten, und daß man sonach die höchst dotirten Stellen durch das Gesetz nicht allzu erheblich herunter drücken konnte, auch wie bei anderen Aemtern und Stellen ein Avancement aufrecht Das Alignement der Straße zwischen Wallthor und Neustadt betr. Die Holzversteigerungen vom 12. und 26- Juni.1 Serbien ftjfa. b«t ton 120» iazer. (Sine Sfr T-chnd Zi bet SBotfö* iß, »egen bet fr ürde. Lokal-Notiz. Gießen, 4. Juli In Nachstehendem lassen wir die T a g e s o r d n u n g für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag den 6. Juli 1876, Nachmittags 1 Uhr, im Rathbaussaale folgen: 1. Das Droschkenfubrwesen betr. £WYt_. , r 2. Die Erbauung eines neuen Schulhauses für bte höhere Mädchenschule. 3. Die Prüfung der Rechnungen der Armenkasse und der Plocktschen Stts- zu erhalten hatte; 3) Daß die Zusammenlegung von Pfarrstellen nur da erst ausführbar er,chemen könne, wo der Mangel eines Geistlichen an einem solchen Orte obwalte, welcher mit einem anderen vereinigt werden könne und daß es ohnehin in der Absicht de? Gesetzes beruhe, dies durch Versetzungen herbeizuführen; Daß selbst die Zusammenlegung an denjenigen Orten, welche den Wohnsitz ihres Geistlichen verlieren sollten, die größte Unzufriedenheit Hervorrufen würde; Daß die Mitabstimmung der geistlichen Synodalmitglieder, obgleich über eigene Besoldungs- Verhältnisse nicht zu umgeben gewesen, indem die weltlichen Mitglieder nicht verbunden gewesen, die Verantwortlichkeit allein zu übernehmen, umsomehr da die große Zahl Staatsdiener in der Ständekammer gleichfalls über ihre Besoldungserhöhungen mttstimmten; 6) Daß viele Geistliche unseres Landes den Staatsdienern gegenüber ihre Noth lange genug mit Geduld und Ausoauer getragen haben; 7) Daß für das erste Jahr noch kein genau berechneter Voranschlag aller Einnahmen und Ausgaben gestellt werden konnte, weil viele derselben nur muthmaßlich angenommnen werden btI König btJ Ml hat. Jl Eni zum $otjv jung pro 1875. Die Vicarstelle an der höheren Mädchenschule. Dccretur von Kosten für Reinigung der Lokalitäten der Polizet-Verwaltung. Den Wtrthschaftsplan für die städtischen Waldungen pro 1877 betr. Gesuch des Gastwirths Justus Müller um Bauerlaubnitz. Gesuch des Fabrikanten August Weidiq wegen desgleichen. Gesuch des Großh. Reallehrers Dr. Taschä wegen Bauveranderung. Gesuch des Schreinermeisters Christian Philipp Euler um Bau- Bermischtes. - In Sadagura (Bukowina), hatte der Gemeinderath kürzlich über emen Antrag um Dubventionirung der Freiwilligen Feuerwehr, welche aus sich die Mittel rum Fortbestände nicht sindet, zu berathen- Wie nun die „Ezernowitzer Zeitung meldet, erwiderte diesem Anträge entgegen das Ausschutzmitglied Moses Retter wörtlich: „Seit Sadagura besteht, ist es gesegnet, und zwar derart, daß rm Falle emer Feuersbrunst nur stets Ein Haus eingeäschert wurde! Dagegen sind seit dem Bestände der Freiwilligen Feuerwehr mehrfache Brände vorgekommen und viele Hauser etnge- äschert wmden und dies rein dadurch, weil man sich nicht mehr auf Gott verlassen will! Der Freiwilligen Feuerwehr Geld geben, damit sie solches versaufe, wäre noch eine weit größere Versündigung gegen Gott, und deßhalb beantrage er, der Freiwilllgen Feuerwehr keine Subvention zu geben, weil man diesen Verein nicht brauche und sich auf Gott verlassen soll." Dieses Unicum eines Antrages wurde von der Gemeindevertretung von Sadagura abgelehnt? O Gott, nein! mit 18 gegen 4 Stimmen am genommen. ■—- konnten; , , 8) Daß in folgenden Jahren jede Ersparniß in der Steuerberechmmg beabsichtigt wurde und 9) Wenn keine Regelung der Gehaltsverhältnisse in jener Weise stattgefunden hatte, der geistliche Stand auf den Aussterbeetat gesetzt und die evangelische Kirche und ihre Anhänger der Auflösung und Verachtung überliefert worden wären. Betrachten wir diese Sachlage mit offenem Herz und Sinn, so wirft sich mancher Steuerpflichtige die Frage auf: was nun thun, um mich der Steuerzahlung zu entledigen? Vielseitige Wahrnehmungen zielen dahin, sich in Massen beschwerend an den obersten Bischof der evangelischen Kirche, Seine Königliche Hoheit den Großherzog, oder deffen Staatsministerium zu wenden mit der Bitte um Bewirkung einer Umänderung der Synodalverfassung bezüglich der Verstärkung des Laienelements in den synodalen Vertretungen, damit die Geistlichen nickt in der Lage seien für ihre eigenen Besoldungen den Ausschlag zu geben, wodurch eine Ermäßigung der Steuern herbeigeführt werden könne, oder wenn damit nichts erreicht würde, lieber aus der evangelischen Kirchengemeinschaft auszutreten. Diese Fragen würden sich einfach dahin beantworten lassen: Angenommen, die erstere würde einigen Erfolg haben. Wo bleibt aber die Garantie, daß sich junge Leute in hinlänglicher Zahl dem kirchlichen Amte widmen werden, wenn sie in ihren Besoldmigsverhältnissen den Staatsdienern gegenüberzurückgesetzt bleiben sollen, zumal freie Wahl obwaltet und kein Zwang zulässig? , ©obann zur zweiten Frage: Dann tritt man lieber aus der evangelischen Kirchengememschaft. Nun gut. Austritt ist zulässig, aber kein Religionsloser! Es kann ein Austritt nur zu einer anderen anerkannten oder noch anzuerkennenden Religionsgemeinsckaft stattfinden. Nun dann, wer wegen des unumgänglichen Beitrags von 2/s seiner Kirchensteuer zu dem Pfarrgehalte zu einer anderen Religionsgemeinschaft aus dem evangelischen Kirchenverband treten will, der möge es thun, bedenke aber, daß der Beitritt zu einer anderen oder neuen Religions- gemeinschaft weit größere Ansprüche an ihn stellen werde. oTbcntliie trjelbt richtet Situation einen tx Moren und U- :ene Lage E suhr der M, uKlWa!, mir dis Recht, p r Grenjt M M Kejetz-Mmrfi - I" «ine • btt Ä| i« Ä ?itb y sDiiti^l ar?ue Ni.y uassen. 5 " :loä' bit Mth Eingesandt. Gestatten Sie nachstehenden Zeilen Raum in Ihrem geschätzten Blatte. Bet der am Montag Abend stattgehabten Probe der freiw. städt. Feuerwehr beschlich uns unwillkürlich der Gedanke, wenn heute Nacht ein Brand ausbricht, was dann? Ist die Feuerwehr im Stande, gestützt auf die Maschinen und rn dem Zustande wie sich dieselben eben befinden, etwas Ersprießliches zu leisten? Das Urtheil mag bart lauten, aber zum Wohle der Stadt, zum Wohle und rm Interesse der Feuer- m ehr selbst, müssen wir sagen: w i r z w e i f ein, b aß u ns er e F euer m eJi r m o m e n t an m der Lage ist, das zu sein, was sie fern sollte. Zur Begründung dieses Urtheils mögen die Angaben dienen, daß bei der gestern 21 bcnb ftattgepqb t en Probe zwei Maschinen untauglich wurden, der Wasserzubringer durch Bruch einer Axe, die Lachen und Münchener Spritze Lurch Beschädigung eines großen Gewindes, wodurch die Spritze ihren Dienst versagte. Wem die Schuld an diesen Unfällen zuzuschreiben ist, geht uns am Ende nichts an. Wir wollen nur einfach das Augenmerk der Stadt und unseres löblichen Stadtvorftandes darauf lenken. Wir wollen ferner sagen, daß das Dach über dem Spritzenhaus seitdem 12. März d. I. die liebe Sonne din-chschemen und den strömenden Regen der letzten Tage auf bte unten stehenden Maschinen und Geräthe niederträufeln läßt. Wir sahen z. B. beim Aus ahren emer Spritze daß in dem daran hängenden Feuereimer 5 Zoll Wasser stand, welches durch bas Dach hmein- gereanet war. Daß in diesem Local, ohne festes Dach sammtliche werthvolle Maschinen Rotb leiden, daß die Schläuche faulen und beim geringsten Druck bersten, daß die Lerte rc. verrosten, nimmt uns kein Wunder. — Es muß sehr anerkannt werden, daß unser Stadtvorstand in richtiger Würdigung der Dinge nicht knauserig rm Anschaffen von Löschgeräthschaften gewesen war und noch ist, aber was nutzt es, wenn diese theuren Artikel verfaulen und verrosten. Wir wissen nicht, ob das Commando der Feuerwehr, dem doch alle diese Uebelstände bekannt sein müssen, die nöthigen Schritte zur Abstellung derselben gethan bat, aber eine öffentliche Bekanntgebung derselben schien uns umsomehr geboten, als der Bürger sein Vertrauen in die Feuerwehr setzt und in diesem Vertrauen nicht gestört werden soll und darf. Es mag hart sein, wie schon oben bemerkt, die Wahrheit zu hören, aber wir hielten es für geboten, nicht hinter m Berge damit zu halten. .. — Betrachtungen über den in verschiedenen Gemeinder^nseres Landes wahrnehmbaren Unwillen gegen die neue Kirchensteuer. Von Bürgermeister *** in W. Daß neue Geldauflagen bei jedem Menschen Mißbehagen erzeugen, ist eine ganz natürliche Sache und nicht zu bewundern, weil der Erwerb solcher Mittel mit Sorge, Mühe und Arbeit verbunden ist und Jedermann strebt etwas für die ungewisse Zukunft erübrigen zu wollen. Treffen uns gewohnte Geldauflagen von Staat und Gemeinde in erhöhtem Maye, so finden wir darin nichts sonderlickes und fügen uns ruhig darein, obgleich solche für niedere, vergängliche, wohl gar manchmal luxuriöse Zwecke verwendet werden. Bei dieser neuen Steuerauflage bedenken wir aber weniger, daß es sich nicht um niedere, sondern um höhere Zwecke handle, nämlich um die Erhaltung und den Fortbestand unseres I 1 „.r, ' 7. .. « V. < n .< ... o il. 11 -> hm Witähmt itrifprPT npiipn Temperatur i u Gietze n. Juni 1876. Niederste.................. mittlere................... Mittel früherer Jahre.............. höchste................... Niederschlag: an 16 Tagen........... „ im Mittel früherer Jahre an 13 Tagen . . w DU bit 0 !3r b , bat btt s'E i unter b« D .. Ä»rrtib UM1 t fit ■ b'< l’L bi'6' Aersteigerung. Mittwoch den 5. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werben im Saal der Restauration „Bramm" in der Neustadt dahier nachstehend verzeichnete zu einer Debitmasse gehörigen Waaren öffentlich versteigert: eine Partie große Musikwerke mit Trommel - und Glockenspiel, Castagnetten, Mandoline und Expression, Drehorgeln, Musikdosen, viele Phantasiegegenstande mit Spielwerk, Melodions und Ziehharmonika, Regulatoren und sonstige Wanduhren, Pendulen mit Glasglocken, goldne und silberne Remontoiruhren, Ancre- und Cylinderuhren, goldne Ketten, Ringe, Brocken, Medaillons, Ohrgehänge, silberne Talmi- und Doubleuhrketten, Uhrenfour- nituren und dahin einschlagende Artikel. Gießen, den 26. Juni 1876. (33J5 M. Pilger, Massecurator. Ieilgebotenes. Paterrtirtes Gase-Insectenpulver zur radikalen Vertilgung von jeglichem Haus-Ungeziefer und dessen Brut. Amtliche Zeugnisse, sowie Gebrauchs - Anweisung stthen zu Diensten. Alleinverkauf für Gttßen und Umgegend (3501 ü. Müller auf der Mäusburg. Allgemein । Die berühmte Schrader'fche Weiße Lebenseflen) v. Apotheker Schrader, Feuerbach-Slutt- gart, welche schon Tausenden, die mit den langwierigsten und schwersten Magenleiden behaftet waren, allein geholfen hat und die in den meisten Familien als diätetisches Hausmittel ganz unentbehrlich geworden ist, wird Jedermann dringend empfohlen. (3533 In der heißen Sommerzeit und auf I Reisen ist die Essenz auch das beste Vorbeugungsmittel gegen die Ruhr. pr> Fl- 1 M- bet Apotheker Harb, Allendorf. 3554) Meine beiden Häuser am Reichensand und Kaplansgasse, sowie meinen Garten am Wismarer Weg, will ich verkaufen. Gießen, den 4. Juli 1876. __H. Keck. 3537) Buchenscheitholz I. Kl- pr. Rmtr. ab Bahnhof Alsfeld Mrk. 9. 50, desgl- frei Bahnhof hier Mrk- 10. 75. Ferner ist ein 4jähriges Reit- und Chaisenpferd, auch zug- fest (Stute), ganz fehlerfrei u. fromm, zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Herr Wilhelm Hartmann (Neustadt) hier. 3489) Meine seitherigen Erkerfenster (5 Spiegelscheiben und die Ladenthüre) werden billig ^mann. r Anzeiger. 3552) Eine fleißigsingende Amsel und Drossel wird mit schönem Käfig billig ab- gegeben. Näheres bei der Exped. b. Bltts. Haar - Restorer von Apotheker Br ab end er Cleve. Eine neue unschädliche Erfindung ergrauten Haaren die ursprüngliche Farbe und Schönheit wieder zu geben. In Gießen allein bei Friseur G. Gerhardt. (3547 3541) Eine große Partie fröftiaer Pflanzen von Oberndorfer Dickwurzeln wird billig abgegeben ________Seltersberg E 37, Nebenhaus. Manzleber-MiW, Hack- und Häuftlpflüge, vorräthig bei (3398 A. Buch in Hungen. 2334) Hemden-Einsätze empfiehlt in reicher Auswahl KL. Bübsamen. Beste Essig-KurKkn empfiehlt (3257 Gg. Wilh. Weidig. 3439) Eine Hofraithe, vor der Stadt gelegen, bestehend aus 2 stockigem Wohnhaus mit Mansarde, Nebenhaus mit schönem Garten, ist unter sehr Neue Mandeln rmd Tafelmandeln, , Tafel-, Elemi- und Sultanin- Rosinen, empfiehlt L. Müller, 1142) ___________auf der Mausburg. Weißer flüssiger Leim, kalt anwendbar bei Papier, Pappe, Holz, Porzellan, Glas und anderen Gegenständen, zu haben bei (3258 Gg. Wilh. Weidig, ___________________Marktplatz 8.__________ Fliegen-Hosi, -Papier K Fliegen-Leim empfiehlt Gg. Wilh. Weidig, 3401)_______________ Markt 8._________ Zn verkaufen ein Schreibsecretair. Näheres in der Exped. d. Bltts.__(3542 3551) Ein Hühnerhund, 9 Monat alt, ist zu verkaufen. In der Exped. d. Bl. zu erfahren. uns 3550) am Alle Sorten Msarben, Den 8 empfiehlt in besten Qualitäten (3001 (446 Den § 1 zu He Rothweine 1 n u 1 ff ff (3548 3468) Wohnungsveränderung 3524) e-. I. Alker. von ttQ( A- Rothenberger, Lindenplaß. 3534) Verantwortliche Nedaclion A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. ' "irnu 10 80 70 1875r Nr. 1 1875r Nr. 2 1 1 Pf- tf Lyoner Seiden-Stoffe und Seiden-Sammete. Schwarze Double-Cachemire und Velour-Ripse. Sommer- und Herbst-Nouveautös. Englische Tüll-Gardinen und Tischdecken Möbel- und Portieren-Ripse. Französische Long-Chales und Tücher. M. 80 10 dick, sowie zum Anstrich Fußboden - Anstrich, Fußboden-Lack, Damarlack, Copallack, Ito. ",’wt Um 1 Ei. Erzählung aus dem baltischei Leben von Theodor Hermann. — Der Gar aus Ostindien. Von Dr. Dyrenfurth. - Zur Jubelfeier der Vereinigten Staate: von Amerika. Die staatliche Entwickelung der amerikan. Union während der erster hundert Jahre ihres Bestehens. Von Prc- feffer H. von Holst. I. Mit 6 Porträts. — Am Familientische.- Trost beim Gewitter Mit Originalzeichnung von F. Ortlieb. Zu Bestellungen empfehlen sich: * bic Ferber s^^ nni« E. Heinemann, I. Ricker. Verloosung (ital. Hühner) in der Restauration E. Lotz, Donnerstag den 6. Juli, Abends präcis S1/? Uhr, bei Wirth Friedrich Führer. Tagesordnung: Revision der Statuten. 3285) Der Vorstand. Hafer D Vieh Bezugnehmend auf obige Anzeige theilen ergebenst mit, daß noch folgende Artikel gut sortirt Lager sind. Die trauernden Hinterbliebenen. NB. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 5 Uhr statt. BI. Lewiusky Söhne aus Berlin, Fabrikanten für Modestoffe. Vom 5. Juli an wohne ich in meinem von Frau Ww. Luy Bahnhofsstraße gekauften Hause. J. Berlin, Pferdehändler in Wetzlar. 4^1^ in; gen wir hier» siimS ftattfinden Gießen, Folgende per Telegraph aus Berlin zugegangene Benachrichtigung bringen wir hiermit zur gefälligen Kenntnißnahme: Wir beauftragen die Vertreter unseres Posten- und Partie-Verkaufs, daß ganze sich daselbst noch befindliche Lager zu räumen, und gestatten denselben zu diesem Behufe g'nz besondere Ausnahmen zu machen, sogar jedes von Seiten der geehrten Käufer nur irgend annehmbare Gebot sofort zu acceptiren, da der Verkauf bestimmt und unwiderruflich 2W Sonnabend den 8. d. Mts. Abends 8 Uhr, in Gießen bei Herrn Metzgermeister Seng, SelterSweg 82, geschloffen wird Andreas Höhl heute Nacht sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten do. do. do. ££ Die soeben erschienene 97r. 40 D mthält: Todrs-Anreige. Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, das unser unvergeßlicher Gatte, Vater, Schwieger- und Großvater y & Der günstige Stand meines diesjährigen Weines gestattet mir, eine Preisermäßigung beim Verkauf über die Straße eintreten ________r,„. , \ 'Wen 'sche Univ.-Buchhandlung. f 9lntrui ann, 3. attfer. __ fö'W ISonnerstag, den 6. Juli, Abends 8 Uhr: Monats-Versammlung und ( Hochelegante Gesellschafts-Roben. Englische Moires — Meter von 60 Pf. Vertreter des Posten- und Partie-Verkaufs von H. Lewinsky Söhne aus Berlin. Aiüem'chtsanzeige. Montag den 10. d. Mts. beginnt wieder ein Cursus im Auschneiden und Anfertigen von Damenkleidern. Damen, welche geneigt find, daran Theil zu nehmen, wollen sich gefl. bis dahin melden bei g **\ „ 50 1874t (Auslese), per Liter 1 M- 40 Pf. 1873r sß>M wir Ijiermii tfljlfinbtn. Gießen, de 3535) Verloren in der Schwarzlach ein Portemonnaie, enthaltend ungefähr 17 Mrk. mit Halskette und Schlüssel. Der redliche Finder wird gebeten, dasselbe gegen eine Belohnung von 3 Mrk. bet der Exped- d. Bltts. abzugeben._________________________ 8539) Forderungen an die verstorbene Wittwe Rink sind innerhalb der ersten Tage bei dem Unterzeichneten geltend zu machen. Gießen, 3. Juli 1876. Frie dr. Heuser. »3 *1 e- Burgunder per Liter Ungarwein „ do. Bordeaux 3/4--£iter mit Glas 3354) Eine schöne Familienwohnung ist zu vermiethen und alsbald zu bezieben bei __________Ludwig Pirr, Neuenbävev. 3536) WaUthorstraße A. 239 ist ein ee- räumiges Familien-Logis zu vermiethen. 3530) Em älteres Frauenzimmer wird fit einen einzelnen Herrn zur Bedienung W sucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts. 3454) Entflogen ein junger Canarie:- vogel, gelb mit schwarzem Kopf. Der Ueberbringer eine Belohnung. Näheres M der Exped. d. Bltts., Beginn des neuen Quartals! Beste Zeit ?um Abonnement. fertig, schnell und hart trocknend, Petersburger Möbellack, Eisenlack, Seccatif, Leinölfirniß Köln-Gießener Mhn. Abfahrten von Gießen nach: ,'^chen^, Deutz 6«, 12, 4«. W‘uer b Dillenburg 6« 12, 4", 9°. (254) Stegen 6" 12. Q Wetzlar 6« 8™, 955, 12. 4A 7, 3216) 4 Zimmer, Küche rc., im mittleren Stock, am 15. Aug. beziehbar, zu vermieden bei_________ F. Zöller, Neustadt. 3485) Ein Logis, bestehend aus 3Zim- mern, Küche, Kammern und Antheil am Garten, sofort zu vermiethen _______________Lit. A. 37. 3540) Der seither von Zahlmeister Keller bewohnte zweite Stock meines Hauses ift * zu vermiethen und bis 1. October zu bc- ‘ ziehen. Gaftwirth Theodor Schmidt, ____________ Gartield.__ 3543) Im Mannberger'schen Hinterhause am Neuenweg Lit. B. Nr. 185, drei Trepvcn hoch, können ein auch zwei anftönbiße hx-. beiter vom 15. d. M. an Logis erhalten. Aermiethungen. 3529) Ein freundliches Familien-Looil ift zu vermiethen und gleich zu beziehen __Frankfurter Straße E. 59. 3528) Eine Stube mit oder ohne Möbel zu uermiethen. Neustadt Lit. D. Nr. 86. 3522) Die Mansarden - Wohnung h meinem Hause ift zu vermiethen. _________________ L- Kau f. 3519) Zwei größere Familienlogts auf 1. October zu vermiethen. ____________ vr. Webe r, 3497) Zwei unmöblirte Zimmer im T Stock zu vermiethen und sogleich beziehbar ____________W. Ferber, Lindenplah 3392) Das seither von Herrn Polizeirath Nover bewohnte, -- in meinem Garten alleinftehew \ 6 de Haus ist wegen dessen Wegzug nach Darmstadt bis Aw Darmstad R • Sitzung zunai 'fmf «Wem U Loosholzbench. 'S™ Debatte, in W daran, u bk-I-gten sich 2 ®I88- Weber, Elle Franck, . .Ter Aba.; ^.^nKenUeder wbiHj«1 Äcfutti '^*872 betr. hl < Kammer einst ' '^Höhung des * '"Anlage 3a Hort ^' 5 betr., ferr Warlesäle El v des $ l Mcht auf t I Vnebfflt er lÄ?1lid) Sa i il?Ä® lassen und stellen sich die Preise wie folgt: I. Weißweine: vermischte Anzeigen. 3514) Unterzeichneter empfiehlt sich im Schneiden von Dach- und Spalterlatten und sonstigen Zimmerarbeiten und bittet um gefl. Aufträge. Christoph Schäfer, Alten-Buseck. 3549) Ein junger Mann sucht Arbeit. Näheres bei der Expedition dieses Blattes. 3553) Ein gelber Pinscher entlaufen; dem Wiederbringer eine gute Belohnung bei ___________H. Seibert, Mäusburg. 3538) Ein Mädchen, welches das Schneidern versteht, und auch auf der Maschine gut arbeiten kann, sucht Beschäftigung. Näheres bet Ww. Heck, Schloßgasse. 3546) Auf meiner Baustelle kann Schutt abgeladen werden. Georg Volk, Grünbergerstraße. 3545) 30 Arbeiter können sofort Arbeit erhalten bei Conrad Atzbach, _________________an der Actien-Brauerei. 3532) Einen tüchtigen Pferdeknecht sucht ___________________H. Adami. 3544) Mehrere Zimmergesellen gesucht Wenzel s Garten. Donnerstag, Abends 6 Uhr: III. MmmIs - lloiifff I.. KrMkennnterstühungL-, SterbeKasse- und Wittwenunterstühungö-Verein. Außerordentliche die Material- und Farbwaaren-Handlung von «g. Wil». Weidig, Markt 8. Weinsaal.