»bmötoeife toft.) tkbaus zuLang-K Mittags 1 Ut wozu r i C»1 m Hammel Mithad Pascha war General-Gouverneur von Adrianopel, als er am 1. August 1872 an Stelle Mahmud Paschas Großvezir wurde, worüber die Öffentliche Meinung sich damals sehr befriedigt zeigte. Man stellte aber zu tzoße Anforderungen an ihn; er war zwar der Reorganisator Bulgariens; itlaufm. , " 1 auf AeM ivnsftß 1 Tirnstag, 8- 1 tranigen zu iw lhxreiS 1500 A % 8 Ith , . .... . . . . - ____ii-—cieriorps einen völligen Umschwung im Heere hervor. Durch ihn wurde das ?tn ^“hferfabren!^ Heer von den fremden Unterofficieren befreit und der militärische Geist zu s.T,!nrÄ Eintritt fl neuem Bewußtsein geweckt. Husseins Ansehen im Staate war so gestiegen, daß ' ' ------- - - • öi-tlck^.-- Es ist daher vom 1. Juni 1876 ab, außer den mit der Einlösung beauftragten Kaffen, Niemand verpflichtet, diese Münzen in Zahlung zu nehmen. § 2. Die im Umlauf befindlichen, in dem § 1 bezeichneten Münzen werden in der Zeit vom 1. Juni bis 31. August 1876 von den durch die Landes-Centralbehörden zu bezeichnenden Kaffen derjenigen Bundesstaaten, welche diese Münzen geprägt haben, oder in deren Gebiet dieselben gesetzliches Zahlungsmittel sind, nach dem in Art. 15 Nr. 3 des Münzgesetzes vom 9. Juli 1873 festgesetzten Werthverhältnisse für Rechnung des deutschen Reichs sowohl in Zahlung genommen, als auch gegen Reichs- oder Landesmünzen umgewechselt. Nach dem 31. August 1876 werden derartige Münzen auch von diesen Kaffen weder in Zahlung noch zur Umwechselung genommen. § 3. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausch (§ 2) findet auf durchlöcherte und anders als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewicht verringerte, iugleichen aus verfälschte Münzstücke keine Anwendung. Mit Bezug aus vorstehende Bekanntmachung wird zur öffentlichen Kennt- niß gebracht, daß die Einlösung bezw. Umwechselung der fraglichen Münzen, mit Ausnahme der durchlöcherten und anders, als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewicht verringerten, imgleichen auch verfälschten Münzstücke, zu ihrem gesetzlichen Werthe bei den Großherzoglichen Hauptsteuerämtern zu Mainz, Bingen und Gießen innerhalb der Monate Juni, Juli und August l. I. statt- finden kann. Darmstadt, den 29. Mat 1876. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. In Verhinderung des Ministerial - Präsidenten : gez. Meis en zahl. Hahn. Darmstadt, 31. Mai. Als Staatszuschnß für das Polytechnikum zu Darmstadt verlangt die Regierung für die Finanzperiode 1876/78 einen Staatszuschuß von 137,000 Mk., also 21,051 Mk. 15 Pfg. mehr, als vorher verwilligt. Dem Ausschußberichte zweiter Kammer ist bezüglich dieses Punktes, der bekanntlich vor Kurzem in der Presse viel Staub aufgewirbelt, zu entnehmen, daß der Finanzausschuß es für geboten hielt, nachdem pro 1873/75 alle zur Förderung und Hebung der Anstalt gefordert gewesenen Summen voll und ohne irgend einen Abstrich bewilligt worden waren, dem fortwährenden Steigen der Ausgaben, welche von der Finanzperiode 1869/71 bis jetzt sich von 30,554 fl. aus 79,917 fl. erhöht haben, soweit dies nur irgend ohne wesentliche Schädigung der Anstalt geschehen kann, entgegenzutreten. Da bei den in diesem Sinne stattgehabten gemeinschaftlichen Verhandlungen des Aus- schuffes mit der Negierung Herr Ministerialpräsident von Starck erklärte, daß allerdings die Ausgaben für die Landesuniversität sowohl, wie für das Polytechnikum, um beide Anstalten in einem gedeihlichen, den Anforderungen der Zeit entsprechenden Zustand erhalten z«u können, nothwendig fortschreitend sich steigern würden, zumal namentlich das Polytechnikum noch mancher nothwendi- gen Ausstattung entbehre, so sehen sich einzelne Mitglieder des Ausschusses zu der Aeußerung veranlaßt, daß unter diesen Umständen die Erhaltung der beiden Anstalten nebeneinander die Finanzkräfte des Landes wohl übersteigen würde und daß es daher und in Betracht der in Darmstadt sowohl, wie in Gießen erforderlich werdenden Neubauten an der Zeit sein dürfte, einen Ausweg zur Beseitigung der mißlichen Lage zu suchen. Als hierauf ein Mitglied des Ausschusses als einen vielleicht möglichen Ausweg die Verlegung beider Anstalten an eil en und denselben Ort bezeichnete und zugleich die Frage an die Regierung richtete, welche Ansicht sie hierüber hege, erwiederte Herr von Starck, die Regierung habe noch keine Veranlassung gehabt, diese Frage in nähere Erwägung zu ziehen, allein er für seine Person glaube allerdings, daß eine Zusammenlegung ausführbar sei und Ersparniffe zur Folge haben würde; doch bedürfe die Sache der gründlichen Erwägung. Im Ausschuß entschloß man sich schließlich, für diese Finanzperiode nur diejenigen Mehrforderungen, welche ohne wesentlichen Schaden für die Anstalt eine Minderung zulaffen, geeignet zu ermäßigen. Die Majorität des Ausschusses (Kugler, Möllinger, Schroeder und Königer) beantragten die Verwill>gung von 123,840 Mrk.. womit sich auch der Außschuß erster Kammer einverstanden erklärt, und weiter das Ersuchen an die Regierung, zu erwägen, wie der die Steuerkräfte des Landes naturgemäß in immer wachsendem Maße belastende Aufwand für die beiden Hochschulen vermindert werden kann, nöthigenfalls durch Aufhebung des Polytechnikums- Der Ausschuß erster Kammer erklärte sich mit diesem Ersuchen in seiner jetzigen Fassung nicht einverstanden und würde der ersten Kammer den Beitritt nur empfeblen, wenn die letzten Worte desselben lauteten: „nöthigenfalls durch Verringerung beider Anstalten." Die Minorität des Ausschuffes (Martin, Osann, Theobald) beantragen die Verwilligung von 128,810 Mrk- Mainz, 2. Juni. Bischof Ketteler ist heute vom hiesigen Bezirksgerichte von der Anklage bezüglich Besetzung des Decanats Heppenheim freigesprochen, wegen der Pastorirung der Pfarrei Castel aber zu 300 Mk. Geldbuße, der Caplan Schaider zu 15 Mk. Geldbuße verurtheilt worden. Derlirr, 1. Juni. Der Präsident des deutschen Reichstages, Herr Türk«. :en der Ml der in den P.nnnA fiornhatiUt dem Margegen drei den Staat Dresden, 2. Juni. Die zweite Kammer hat mit allen Stimmen den Ankauf der Sächsisch-Thüringischen Eisenbahn für genehmigt. Bonn, 30. Mai. Gestern früh starb hier Friedrich Diez, der Begrüß der romanischen Philologie in Deutschland, eine der Zierden deutscher Wissen sh-'i! Dler war Erz 1794 zu Gießrn geboren, widmete sich dort, besonders irrffl 3=. ®. Welker's Leitung der classtschen Philologie, vertauschte dieselbe aber nach W1 Heimkehr au& Frankreich, nachdem er den Feldzug von 1813 in einem hessischen corps mitgemacht, mit dem Studium der neueren Sprachen und Literaturen. 2« Richtung auf die altprovenzalische Poesie gab ihm Goethe, den er im Frühjahr 18»! besuchte, in Jena. Im Jahre 1822 ging er als Privatdocent nach Bonn, wo er I8ü| außerordentlicher und 1830 ordentlicher Professor wurde. Sein Hauptwerk die (Sia® matik der romanischen Sprachen, erschien vo > 1836 bis 1842 in drei Bänden weltzi- ein etymologisches Wörterbuch der roman.fchen Sprachen folgte. — Bon Freundest werden in der Bonner Ztg. seiner Persönlichkeit folgende Zeilen gewidmet: „In rendem Gegensätze zu dem weithin getragenen Ruhme unseres Diez stand das bescheimt allen noch so verdienten Ehrenbezeigungen aus dem Wege gehende persönliche M'a und Gebühren deS gefeierten Maünes, und eben so hat die bohe Autorität fin-t NamenS und Ansehens welche ihm in den weitesten Kreisen der Fachgenossen aleidfn DO» selbst zufiel niemals der echten Humanität Abbruch thun können, mit welcher" wissenschaftliche Leistungen von viel geringerem Gehalt, als die seiniaen iu beurthrila und, wo es nothig schien, zu berichtigen wußte. - Schon wieder wird ein neuer Türkischer Soldaten-Exccß gemein Em harmloser Bärenführer hatte in Brussa vor einigen Tagen leicht den Anlast" einer zweiten Auflage des Attentats in Salonichi gegeben. Man schreibt darüber bs „Turqure": „Ein Bärenführer ließ sein Thier vor dem Italienischen Consulat tanM zur großen rfreube der Straßenjungen. An der Pforte des Consulats fand sich di Wiener ein, roeldjer an der Belustigung Tbeil nahm. Da kamen drei ersichtlich etwot berauschte Soldaten vorüber, welche dem Bärenführer den Befehl ertheilten, unoer,^ Uch den Ort zu verlassen. Der Diener deS Italienischen Consuls bemerkte gegen bk Soldaten, daß sie fein Recht zu einem solchen Befehl hätten. Seine Bemerkung rourbi mit Beleidigungen uno Drohungen erwidert, so daß er es für das Klügere hielt, fit in das Innere des HauseS zurückzuziehen. Die Soldaten verfolgten ihn, aber da Diener lprang durch ein Fenster in den Garten und war gerettet. Die ©olbalfli kebrten ihre Wuth gegen einen anderen Diener, welchem es nicht gelang, sich zu flüchten- Glücklicherweise war der Consul abwesend. Die drei Rasenden versuchten, in dem »en Eonsul gehörigen und von einer Italienischen Familie bewohnten Hause eine Zerstörung anzurichten, doch angesichts mehrerer Männer, welche entschlossen waren, tdl Leben th^uer zu verkaufen, ließen die Soldaten von ihrem Versuche ab' Sie begaben sich darauf brüllend und lärmend in ein benachbartes Griechisches Kaffeehaus, wo fit gegen die Gäste handgreiflich wurden und das gesummte Küchenmaterial plünderten- Die Abwesenheit des Gmeral-Consul- verhinderte die Ergreifung von energischen unb sofortigen Maßregeln, um dem Skandal ein Ende zu machen. Murad V. ein Schreiben gerichtet, in welchen, er die Thronbesteigung des M ! teren anerkennt und für seine Person auf den Thron Verzicht leistet M Residenz ist Abdul Aziz der Pavillon des Palais Tcheragan bereits überwi-i.- worden. Kiten angeordncl, yirnstleute sein u dem Besuch der Z Grabe ein meine Träger, sonn die verehrte ssrau halben IW gegei Schreiber zu ermittj Sümstc WM in dem ( Die Einwol get Ml* gebliebenen W w dm beiei am »2930) ® -Jüynbetn ^inmitten brauM, einen Ä Mieten auiiubnna! tn Form ointM angefülli sind, dir ,8ber öfter komm daß sich Wasser I Mben unvermei"! Blichen Einmietu Bersohren der RL darin, daß die au Hausen gesehl wei Erde, die man ut herum ein Abzug kann, wenn der $ i Mben steir kracke - (Zum Mainzer 6d;üfeenfefl.) Die Arbeite» zum bevorstehenden Scküdensch schreiten in raschester 2Be,|e vorwärts Die vom Herrn A.chit.kten SB. Uftnoer « roerfenen Bauzeichnungen geben uns ein schönes Bild der entstehenden Schieß- m Ts8Halle nebst den zur Restauration nöthipe» Räumen, welche mit den beoueM» Einrichtungen ve, sehen sind. In Mitte des «rosten Festplatzes, der ca. 20 Ko™ (bovpelt so groß als der Schloßplatz) groß ist, wird sich ein prachtvoller Gab,,, tempel erheben. Die Festhalle öat eine Länge von 300 und eine liefe von 88 Sri nnthm genügenden Raum ,ür 2000 Sitzplätze Die Schießhalle, der LieblingsausenV und Tummelplatz der Schutzen, ist 200 Fuß lang und 58 Fuß tief und hat 32 Sti benflänbe, welche sich auf 18 Feldkehr und 10 Standkehr, 2 Standfest- und 2 M festschnben vertheilen. Die Halle ist aus's praktischste eingerichtet und dürste es „1 renb den 8 Tagen ein lustiges Geknatter nach den Sch-iben geben, ein Treiben hi unsere Vaterstadt bi? jetzt noch nicht gekannt. Die 140 Fuß lange Bierhalle iit it raumtg genug, die durstigen Kehlen der Schützen mit dem edlen Saft des Gambmil zu feuchten. Die Bauten zu der Halle und den übrigen Räumlichkeiten sind alle 0$ geben unb zwar die Zimmerarbeiten an die Herren I. A. Heintnger und SB. ««,« bie Schreinerarbeüen an die Herren Gebr. Geister und die Dachpappe Arbeiten a Herrn Kubne in Frankfurt a. M. Die Zimmer- und Schreinerarbelten sin-, bereu, IN vollem Gange und ist bie Leistungssäbigkeit sämmtlicher Unternehmer hinISnzli« bekannt, so daß sür solide und rechzeitige Fertigstellung alle Garantie vorhaiiden ist - Da« S chieß-Comit« ist mit feinen Vorarbeiten bereite ganz sectia, so daß esst« SOrJ"^UAH°n Die Weine, von der Wirthschasts-Commission unti Vorsitz des Herrn F. Büdingen geprobt, sind bereits alle vergeben Uiid unter Stild gebracht. Herr Burg liefert den bekannten vorzüglichen Schlltzenwein, Herr .st. M ile unb^arte und Herr Gg. Merz die 4 Sorte Weißweine, alle von bis:» Qualität. 4Ltc Rothweine sind an die bekannten Firmen Dubois de Luchet und Stop-i >>anijia oergeben. die Brerlieferung haben sich unsere zwei großen Actienbrauereia getheilk. Dre Schützen werden durch diese Concurrenz sicherlich nicht zu Schade kommen da eine lebe der Brauereien zweifellos einen vorzüglichen „Stoff- liefern wirb Dre Restauration ist rote bekannt, dem renommirten Wirth Herrn Adlon übertrfläfir d^selbe hat sich schon bei ähnlichen größeren Festlichkeiten als tüchtiger und praktisch« Wirth gezeigt. Es steht mithin zu hoffen, daß derselbe auch bei diesem Feste beM fein roirb, seinen alten Ruf zu bewahren. Somit wäre für bie uns besuchenden Schütze, brüder, eU auch für die übrigen Festbesucher in jeb.r Weise aüf's ausgiebigste gesor- Die Gasdtrection ist der »Lchutzengesellschaft auf das bereitwilligste entgegeng-ckomma und ist letztere dadurch tn den Stand gesetzt, brn Festplatz sowohl als die BierbaL feenhaft erleuchten zu können. - Das Fest-Comitä, das mit dem Aufruf bti EomitäS „An alle deutsche Schützen" seine Arbeiten begonnen hat, wird dieser taci emen Aufruf „An unsere Mitbürger" wegen Ei n qu a r t i t un g der von auswärts uns besuchenden Dchützengäste erlassen. W'r sind überzeugt, daß derselbe von (Sriok S'kr^nt sein wlrb um so mehr, als unsere hiesigen .Schützen sich auswärts stets b« gaftfreundschaftlichsten Aufnahme zu erfreuen hatten. Sowohl die Liedertafel, als aui die übrigen hiesigen Gesangvereine und jener von Kastel haben sich bereit erM wahrend der Festtage em gem ei ns ch a ft l i ch e s großes Co ncert, unter LeitW des Kapellmeisters Herrn Lux, zu ve-.anstalten. Ebenso haben die Turner die M wtrkung beim Feste zugesagt. Ein Gleiches ist von Seiten des FeuerroehrcorpS w schien. - Das Finanz-Comitä hat seine Thätmkeit mit dem Aufrufe an auswärtigen Schützenvorftande behufs Anmeldung zum Feste begonnen und aleichM zur Uebersendung von Ehrengaben aufgefordert. Wir sind überzeugt, daß auch uM Provinzial- und städtischen Behörden, soweit e8 ihnen möglich ist, tn jeder Weise dir Comite des IV. mittelrheinischen Schützenfestes ihre Unterstützung zu Theil iverw Arankreich. Paris, 1. Juni. Die Thronbesteigung von Murad V. ist schall Mac Mahon amtlich notificirt worden. — Die Deputirten-Kammer hat heute die Wahl des Prinzen Jerome Napoleon für gültig erklärt und ist sodann in die Berathung des Gesetz-Entwurfs über die Verleihung der akade- - (W D BL'Ä.s ÄS mischen Grade eingetreten. Paris, 1. Juni. Die Generäle Herzog d'Aumale, Ducrot, Bourbaki und Clmchant sind nach Paris gekommen und haben mehrere Conserenzen mit dem Kriegs-Minister gehalten. Gegenstand derselben war die Einziehung der Classen der Territorialarmee und die Ergebnisie derselben in ihren verschiedenen Regionen. Es herrscht überhaupt eine regere Thätigkeit in den militärischen Bureaux. Alle Infanterie - Regimenter und die Bataillone der Jäger von Vincennes sind mit den nöthigen Werkzeugen zur Construction von Feldbefestigungen allsgernstet worden. Fünfzig Osficiere von der Pariser Armee sind beordert, einen Cursus der Fortificationskunst durchzumachen, um nachher in den Regimentern Unterweisung darüber zu ertheilen, wie die Infanterie sich auf dem Schlachtselde durch momentane Befestigungen zu schützen hat. Auch im Marine-Ministerium herrscht rege Thätigkeit. Atalien. Rom, 2. Juni. Der Patriarch Hassun hat gestern dem Papste die Throubestfigung Murad's V. angezeigt. Dieselbe wird den „Jtal. Rachr." zufolge Seitens der Kirche als günstig aufgefaßt und werden die Bischöfe der Türkei wahrscheinlich Instructionen erhalten, Murad zu unterstützen. Neapel, 2. Juni. Die Journale melden, daß die Ausrüstung der Fregatten „Terribile" und „Caridde" befohlen ist und Admiral Marlini den Oberbefehl über das Panzer-Geschwader in Tarent, welches zur Abfahrt nach dem Orieqt sich bereit zu halten angewiesen ist, übernimmt. tzugkanv. London, 1. Juni. Im Unterhause erklärte Disraeli auf Anfrage Hartington's, weitere materielle Berichte über die Vorgänge in Konstantinopel, außer den bereits am Dienstag milgetheilten, seien noch nicht eingegangen. Er habe während der heutigen Sitzung des Unterhauses ein Telegramm aus Kon^ stanttnopel erhalten. Dasselbe enthalte jedoch Nichts, was das Haus interessi- ren könne, außer, daß Alles ruhig und die muselmännische Bevölkerung mit der Lage der Dinge zufrieden sei: das Berliner Memorandum sei der Pforte noch nicht mitgetheilt. Er hoffe, die Mittheilung werde nicht nothwendig sein. Ohne Zweifel sei die Lage der Dinge in diesem Theile Europas kritisch. Die englische Regierung habe diejenigen Vorsichtsmaßregeln getroffen, welche sie für Aufrechthaltung der Jntereffen und der Ehre des Landes für nothwendig erachtete. Die Regierung habe die Absicht, diese Politik der Vorsicht weiter zu verfolgen. Von Seiten der englischen Regierung wünsche er dabei gleichzeitig formell zu constatireu, daß nach der Ansicht, die er hege, die Interessen Englands am meisten durch Aufrechthaltung des Friedens gewahrt werden würden, und daß Englands Ehre durch Nichts wirksamer vertheidigt werde, als dadurch, daß es den Hauptantheil nehme bei den Schritten zur Erreichung dieses Zieles. Loudon, 1. Juni. Das Unterhaus hat sich bis zum nächsten Donnerstag vertagt. London, 2. Juni. Der „Times" wird aus Cadix gemeldet, die spanische Flotte, mit Ausnahme der Schiffe in den biscayischen und cubanischen Gewäffern, habe Befehl erhalten, sich dem englischen Mittelmeer-Geschwader anzuschließen. London, 2. Juni. Im Oberhause erklärte Lord Derby auf eine Anfrage Lords Stratheden, Englands Antwort auf die Vorschläge der Nordmächte könne noch nicht veröffentlicht werden, weil dieselben noch nicht der Pforte mitgetheilt seien. Der gegenwärtige Augenblick sei nicht geeignet, das jüngste Wichtige Ereigniß zu Konstantinopel in allen Phasen zu discutiren; er glaube dasselbe sei nur ein Ausfluß des freien Willens der Bevölkerung, durch keinen Einfluß von Außen her hervorgerufen. Es könne die bedeutendsten Folgen haben, doch sei kein Grund vorhanden, schon im Voraus nicht günstige Resultate davon zu erwarten. Nach dem Wiederzusammentreten des Hauses in - 14 Tagen, hoffe er, werde die Regierung sich bestimmter über die Angelegenheit apssprechen können. Das Oberhau- vertagte sich demnächst bis zum ■ 13. Juni. Ä Son ®roH6t I »penfrden Zyips Samsta O zur Revifiy v. Forckenbeck, erhielt folgendes Telegramm aus Mailand: Die Italiener, die heute, am 29. Mai, die Säcularfeier der Schlacht von Legnago als Princip der Nationalität und als Basis der Völkerverbrüderung ^gehey, enthze^r. deutschen Nation einen Gruß^ welcher mit Erkenntlichkeit ^e^buyde^e'Liehe'.ar^^ hrückt. Dns Fest-Comit6. Speyer, S- Juni. .HGe ^.Mi^g fqqd tye feierliche Beisetzung des verstorbenen Bischofs H.qpebeyg Am Fiesigep D§.me stajt; der Feierlichkeit woMen die KisDfe Kette^r von Maiyz und ^eonrod von Eichstädt, ^dcr Abt von Kt. S^pisaz in München, sowie eine große Anzahl sonstiger Geistliche- Karlsruhe, 2 Juni. Die zweite Kammer erledigte heute den Antrag der Klerikalen auf Einführung directer .Landtags - Wahlen und Aufhebung des Unterschieds von Stadt und Land durch Uebergang zur Tagesordnung. — Der Initiativ-Antrag Lamey's auf Aenderung der Wahlordnung wurde ange uommen. — Ueber eine Beschwerde von Mitgliedern der Gemeinde Balg wegen Kränkung versaffungsmäßiger Rechte in der Angelegenheit des Pfarrers Glattfelder ging die Kammer zur Tagesordnung über und vertagte sich bis 12. Juni. Straßburg, 2. Juni. Der Landes-Ausschuß hat in seiner gestrigen Plenarsitzung den Wunsch ausgedrückt, die Central-Verwaltung möge im Reichslande selbst ihren Sitz behalten, die Befugnisse derselben möchten erweitert und Veränderungen der Landes - Verfaffung jedenfalls nicht ohne vorgängiges Gutachten des Landes-Ausschuffes beschlossen werden. Dresden, 1. Juni. Die zweite Kammer genehmigte die von der Regierung beantragte dreiprocentige Renten-Anleihe bis zur Höhe von 101 Millionen Mark. Monderr $e tSrr , Mn Lb JMadm die Turner du« m der FeuerwehMi« t mit dem Muftcfl ii degonnen und » übtn, ein Treibe^ u6 lan^e Bierhalle jj kdlen Saß detz Gamdr lumlichkeiten sind alle Heintnqer unv P. j )ie kschpappe ÄrtMr reinerarbeilen sinö be ’r Unternehüier binlän) Garantie vorhanden if :an, fertia, so daß lbschaftr-Commissisii ir er-eben und unter Si ichüyenwein, Hen)s Weißweine, alle wirf 'uboiS de Luchet wm ei großen AclienbM^ icher/ich nicht zu ELch l,chen»§toff'liefern m penn Mion überW i /üchliger unb praftifi bei diesem fallt M r ins besuchenden Schätze Aen A 6^* LM ffynl Gießen, am 1. Juni 1876. (2939 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________A. Bram in. Beerdigte. ^hch- in'®atTÄinfg°umnb - Ein jüngst verstorbener Rittergutsbesitzer im Glogauer Kreise hatte bei Leb- ungeordnet, daß bei seiner Beerdigung die Leichen trüg er die ^iof- oder dem 93 P f 11 fh hPF (StrnhRlttfp K Ä c v . 0 , war vergessen worden. Bei dem Besuch der GrabstStte des Ehrenmannes fand die Hinterbliebene Gattin auf dem Grabe ein Schriftstück, Folgendes enthaltend: „Liebe Anna! Bezahle doch endlich n^ ^^6^r, sonst habe ich im Grade keine Ruhe. Dein Hermanü!" Sofort holtt d.e verehrte Frau da« Versäumte nach und ließ jedem der Träger zwei und einen eia " '*ian b-r-'tS tjj Wermiettzungen. 1614) In meinem Nebenhaus ist der untereStock, bestehend aus 5 Zimmern nebst Zubehör und allen Bequemlichkeiten zu oermiethen und alsbald zu beziehen. ___H- Becker, Neue Anlage 2893) Ein Familienlogis, 4 Zimmer und Zubehör, zu oermiethen. Wo? sagt die Exped. d. BlttS.__® , Das gegenwärtig von Herrn G. Noll bewohnte Logis in meinem Hause m der Wilhelmsstraße ist a^deiwettig zu oermiethen. Oberstabsarzt Weichet- @:n möblirtcs Zimmer Der Mlethet Eugen Kauffmann, Alicenstr. 2910) Das Mansardenlogis in meinem Hause auf dem Kreuz ist per 1. Juli oder auch später zu oermiethen. Augu st Wei big. Wirthschaftliches. . - Mutter- oder Runkelrüben. Allenthalben ist eS ae- Lrauchlich, einen Thell der geernteten Rüben über Winter in Erdlöchern, sogenannten Mieten auszubewahren^ Nach der allgemein üblichen Methode werden diese Mieten ?'^tckbnder Gruben an trockenen Stellen angelegt und wenn sie mit Rüben Ähpr Ofnmbc 1 mit ®rbc Gedeckt, daß ein Erfrieren nicht zu befürchten ist. c?. ^r, namentlich, wenn im Vorwinter viel Feuchtigkeit fällt cx , \ ^ueinzieht, wodurch denn oben ein Faulwerden der Iohannette, geb. den 21. März Üben unverme ^ltch ist Daher möchten wir allen Landwirthen rathen von dem alt- - Denselben. Dem ^'chen ^nmietungsverfahren Abstand zu nehmen und das als viel besser erkannte 2akob, geb. den 18. April. da//n Nubenzuckerfabriken sich zu eigen zu machen. Dieses Verfahren besteht Denselben. Dem ^umtuciar, vuomtg ^-ranz . ^a^fenbfldefa! h?^h”ben ^en Quf ebenem Boden zu einem kammförmigen m. Tüchtige Schreiner (2818 erhalten Arbeit bei 2960) öpiilair-medicin. Werk?- II. Fink 2940) Rm. Hierzu eine Beilage. 16 9 16 16 20 16 4 55 50 19 19 37 6 Die Besichtig IjWtti: zu Sie wollen i| -alten, um der Cm Der zwA Gingen hiermit zur •A Tagen bestraft w Gießen, den 2969) 5—6 tüchtige Wettzbindergesellen auf sofort in Accord gesucht non A d. Zecher, Maurermeister in Atzbach- Deutz 6", 12, 4« Dillenburg 6", 12, 4«, 95- Stegen 6", 12. Wetzlar 6", 8^o, 9^, 12, - Wir sehen Letter während fr bringen, daß daS. ju 14 2agtn btfin 9m am i 2- Großh. Hess. Infanterie-Regiments Str. 116, unter Leitung des Capellmeisters Herrn C. Krausse. Anfang 41 Uhr* Entree 30 Pf Ich habe bei einem gewißen Maurermeister gearbeitet. Derselbe kündigte mir gestern Morgen mit dem Bemerken, daß ich mir um 8 Uhr mein Geld holen könnte. Auf die Frage: warum die Kündigung erfolge? wurde mir die Antwort: ich hetzte seine Leute auf- Ich bemerkte, daß ich erst meine angefangene Arbeit fertig macken wollte und holte mir Mittags zwischen 1 und 2 Uhr mein Geld, wobei ich den Meister ersuchte, mir schriftlich zu geben, daß ich den Tag 2 Mark 60 Pf. verdiene, was auch geschah. (2958 Chr. Petri, praktischer und geprüfter theoretischer Maurermstr. von ?L Uhr anfangend Gleichzeitig mache ich auf meine neugebaute Kegelbahn aufmerksam. C. Braubach Tickes-Alyeige. I Freunden und Bekannten hiermit die traurige Nachricht, Ä daß unsere unvergeßliche Gattin, Mutter und Schwester 3' Dorothea Dörr, geb. Kling,»1 heute Morgen 3 Uhr sanft entschlafen ist. A! Um stille Theilnahme bitten Gießen, 3. Juni 1876. § Die traucrnöfn Hinterbliebenen. NB. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 3 Uhr statt. A I Etwas Kienes! Auf hiesigem Oswald s Garten ist ein großes Panvptikon in lebensgrosien Wachsfiguren verbunden mit >6 n atinis eh ean Museia na anatomisches Museum getrennt vom Panoptiken-, ousgesstllt. Alle Figurev neu von den berühmteste.. Bildhauern erster Klasse vtireitißt, Lbertresten das Panoptikon Possage^Berlin. „ w Der mir von Seiten der Allerhöchsten Personen 'n Potsdam ertheilie hohe Beifall gibt mir den Muth, auch hier olle hohe Herrschaften, sowie d t Elite der feinen Damenwelt und alle Kunstfreunde wtt dem ergebensten Bemerken einzuladen, daß, wer nur irgend Sinn hat für das Erhabene, Cb le, Schöne, gewiß vollständige Befriedigung und schönen Genuß baden wird- Entree rum Panoptiken 23 Pf-, zum anatomischen Museum -0 Pf. 8 Militär 13 Pf. 1 Von Morgens 10 Uhr bis Abends 10 Uhr g1 öffnet. Um geneigten Zuspruch bittet Hermes. Die Einlölu "M der Thalerwä umlttagHstunden Tietzen, am Innstadt, ; v in j®. firn*» - JL et. ■CMlr >Drftad ■Am t *»n & ,0"9 J S? die ( siA’s«1 S?s Pistolen, doppelte - • • Pistolen . . - • - - - Holländische fl. 10-Stücke Ducaten....... 20 Francs-Stücke • • • do. in Vz • Englische Souvereigntz Russische Imperiales . - Dollars in Gold . - • Philosophenwald. Am drittten Pfingstfeiertage: Grosses MILITÄK CONCERT, Burgruine Staufenberg. fl[(e 3 Feiertage gute Ziestamalioa II. Feiertag' Tanz-Unterhaltung im Burgsaale, wozu ergebenst einladet 2762) Ein braves Mädchen auf sogleich gegen guten Lohn gesucht. Näheres in der Exped. d. Bltts. _________________________ 2908) Ein auch zwei Arbeiter gesucht hei_________Balth. Euler, Hamm.^ 2934) Einen tüchtigen A, beiter, sowie einen Lehrling, sucht Fr. Wilh. Löb er, Schuhmachermeister. , / , ,T Hof. Am 3. Pfingstfeiertage Großes Coneert auegeführt von der ganzen Capelle vcs Rhein. Jäger-Bataillons zu Wetzlar. Anfang L'/, Ahr. — Entree 40 Psg y-r* jti’i unflfliiltifler lUitterinifl im Saale. Große Ihcslralische Unterhaltung, veranstaltet von Mitgliedern der hiesi Theater-Gesellsckaft. Pfingstmontag den 3. Juni 1876. Anfang 4 Uhr und 8 Uhr. Dienstag den 6. Juni 1816. Anfang 71/2 Ubr. Entree 35 Pfg. ______Kinder 20 Pfg. (? 2951) Aus braver Fami wird ein Metzgerlehrling sucht bei Otto Luft, Metzg 2965) Grober Schutt kann gratis i fahren werdeil bei F Textor a. d. 2959) Einen Scklosserlehrling such! Christ. Noll, Kaplansgatz 2-64) Ein solider und gewandte beiter, der gute Zeugnisse besitzt, finde! feste und angenehme Stellung bet H. Hochstä11er S o 2967) Brückenwaagen (Decimal-u. l! mal-), sowie alle kaufmännische Was werden bis zum Stempeln reparirt oon Ehr. Noll, Schlosfir, Kaplansgasse Lit. C Nr. Geld-Cours. WENZEL S G ARTEN. Am 1 und 2. Feiertag: Restauration a la carte. (Um verschiedenen Wünschen der Eltern von Confirmanden zu entsprechen findet am 2. Feiertage ausnahmsweite kein Concert statt und sind meine Lokalitäten an diesem Tage den Confirmanden und deren Eltern reservrrt.) Am 3. Feiertag : Köln-Gikbener I Abfahrten von Gießen nach: > tt JjNC % ^örb( Vermischte Anzeigen. 2926) Ein braver Junge wird bei sofortiger Bezahlung als Lehrling gesucht von_________Th. Wode, Photograph. 2909) Zwei Wagnergesellen gesucht bei Karl Märle, Wagner in L i ch- ZA Durch alle Buchhandlungen, oder gegen Gin sendung von 10 Briefmarken b 10 Pf btrec: von Nlchtcr'S BerlagS-Anstalt in Leiv'ig tfl zu beziehen. ,,vr Llr^'s Skaturheilwetli; M Breis 1 Marl. Der in tiejem berühmter» '£ ' illuftr., ca. 500 Seiten starten Buche angege- t? benen Heilmethode verdanten Tausende ihre C’?* y. itz sundhcit. Die zahlreichen darin abgcdruüicn ' Tankichreiben beweise«, daß selbst solche »ranke i noch Hilfe gefunden, die, der Verzweiflung,», nahe, rettungslos verloren schienen; es sollte^: "M dal-er dikS vorzügliche Werk in keiner Aa- L' ** Milte fehlen. 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