IS»6. Dienstag, den 3. Oktober U«. $30. TCRener ■S AnMk- Md Amtsblatt str des Kreis Gießen Bttto vtertsyOhrlich 3 Mar, 20 Pf. mit Brin«riohn. Durch di« Post biogen »iertrljährltch > Mart w Pf- alid)e Maschinkn^z, llt. land, Bremer Bank in Bremen, 3. Breslauer Bank in Breslau, 16. 8. .6 X gebietes, ■ nrioar. bas Winteisem G Regierung der Gedanke, die beiden Gesetz-Entwürfe zurückzuziehen, noch nicht Darmstadt, 29. Septbr. Die hiesige Handels-Kammer berieth heute Spannung der am Mittwoch stattfindenden Schluß- )genö der katyoll,cyen )Diuit|ui. f c o , Berlin, 30. Septbr. Die siebente Deputation des Crmünalgerichts Wien, 29. Septbr. w 12. 13. 14. 15. 4. 5. 6. Der ,,Pol. Lorresp. A ‘ v'Jto 4? *114 schicht dies, so würde bei der reservirten Haltung der Regierung auch ... . Beamten-Rednctionsfrage zu dieser auch die Steuerreform vertagt sein. (Köln. Ztg.) iBi MW, Grof-Ei beim bei Grof-K veteiinärarzt, DmH en bis zum 5. Qnj Jrüde ter Prämiin 11 wird aus Ragusa tele ' h ■£>te befdtränl.nb«. Bestimmungen b.« § 43 Ui Reichsbunlgestres vom 14. März 1875 finb (na* b«. im mubunaen) bejalto nnchstehenber Privat-Ro'-nbanken »ls-nich, anw. i 6clNttt tret ?Ufcn Met von 9L ?tI Cet^>ehnen tzs>, Magdeburger Privatbank in Magdeburg, Posener Privatbank in Posen, Sächsische Bank in Dresden, Bank für Süddentschland in Darmstadt, xv,. Württemberger Notenbank in Stuttgart. oder Corporationen zur Leistung von Zahlungen außerhalb desjenigen Landes ■ > H e ^3» Servil» f' ■ >ti. I» dS-....... i * *' All ' . . 'M P 's Ausschußes hält die Regierung für unausführbar. Nach diesen würden die Jprnffdfanh. .Provinzen Starkenburg 8,5 pCt. = 119,039 fl., Rheinhesien 8,8 pCt. Aus dem Gr°ßh-rz°g.buu. Ä b°rt ÄeÄniTmmÄ; ßünfctogcn, '9 11 /h Trt 0 n 11 vi- Ä tBckaenl"und 45 vCt. (Wormsj der jetzigen Steuer mehr belastet werden. O'«°nmmne bcr Staa,oe-,wai,nng unb ^1-" Etenerwestn, namentlich E^tziiikommensteuer als^eiiijiAe Ertragsteuu hat kein einziger Staat, unb fit letzteren wird, nachdem die weiteren Versuche bezug ch t st ,-E? „i-k qia snflfig e(ne§ Steuersystems schon darum als unzulässig erklärt, weil tunitätsgründen vertagt sind, den echan u g. . Pflichtigen mit unfundirten Einkommen in jenen sechs Bezirken Dem Ersuchen des vorigen Landtages, Material bereit zu galten, umib * 9 *1 ti Steuer belegt werden müßten. Be- Sleuergesetzgebung tm Sinne einer 9ere^tere" fDmneiifteuet' nament' Dönberg interessant ist noch die Berechnung nach dem vom Ausschuß vorgeschla- insbesondere einer Modificatlon und Erweiterung der I '3enenS:arif ro enn die Cameral- und Forst-Domänen außer Ansatz bleiben, lich auch durch Heranziehung bis jetzt mcht be^eueTf ei i i r Lt\ie RemerungNach Provinzen vertheilt, würde im neuen Einkommensteuer-System Oberhesien, aSSl’Ä. ■■■ •«- -lesläiSF' •" “ " 3l,*’w “ Capitalbesitz berechneten, den Landstanden »erlegte.. Kammer Das Capitalsteuergesetz wird unter Zurücktveisung der in der Denkschrift Der sehr umfängliche Bericht des ersten Aus sch ss B kw Actiengesellschaften vorgeschobeuen Gründe mit einigen Modificationen zur ist in dieseu Tagen erschienen und zeigt wie die ähnlicheVersuche ,“ Gegenüber indessen obigen Differenzen und der ausge- Baiern, Baden, namentlich aber ui ©n^en, btc ®^leari0^ ' a“f ^tn6e1^pr;£eV^altUng der ersten Kammer gegen das letztere Gesetz ist bet der der allgemeinen directen Einkommensteuer em gerechtes iLteuersystem zu b sp ^cy------ ra£nf, n-m-n lA«fek-Kntwürse rurückmrieben. nock nickt gründen, in sehr eingehender Weise. In den Vorschlägen und Anttagen b ^g^i;'die^Znrückfiehmig ist vielmehr überwiegend wahrscheinlicher. Ge- i„ eine schwache Mehrheit und eine starke Minderheit getheilten ^"sschusffs | S Li be? reservirten Laltuna der Reaiernng auch in der finden diese Schwierigkeiten einen klaren Ausdruck. Die erstere will die Reform auf folgende sechs Classificationen gründen: Einkommen aus 1) nidjt tem (körperlichen, geistigen) Arbeitsverdienst, 2) theilweise fundirtem Arbeitsverdienst (von Gewerben, Gehältern ohne Pensionen und dergl.), 3)i besser, . x Reichs - Effenbahn-Projekt. Der Referent, fe «ä s » wm •** Scala besteuert wissen; daneben aber sollen vorab noch Einkommen Or > / Berlin 30. Septbr. Die „Nat.-Ztg." schreibt: „Wenn wir recht Gewerbe- und Einkommensteuer (Miethsteuer) nur eine einzige p g ss t r0 ßat|e hjx russische Armee, wenigstens in gewtffen Theilen, Einkommensteuer ebenfalls in Clasien erhoben haben die, aus ganz, he.lwefitun , $u ^en, und es bedarf jetzt nicht fundirten Einkommen gebildet, Derart zur Versteuerung ge ang s > Marschbefehls, um größere Truppen-Concentrationen zu bewerkstelligen, daß die Einkommen je besser fund.rt desto hoher besteuert, alle^°mme> sl ° verständlich, wenn in dem größten Thcile der russischen Preffe mit Pflichtigen aber als ^1^ einziges^ in die höhere Classe gesetzt und E e L Türkenkriege wie mit einer sicher bevorstehenden Begebenheit gercch- Gegen die fthr eingehende Begründnng dieser Vorschläge aus Grund der rlet , 30. Septbr. Der „Reichs-Anz." enthält heute die Ausfüh- erwähnten praktischen, von der Steuerbehörde zu 64 Probelisten und Jitg R runas Verordnuna zu dem Gesetze über die Ausübung der Aufsichtsrechte de- verarbeiteten Steuer-Einschätzungen wendet sich die Regierung m gleich"usfu r- licher Begründung. Aus dieser find folgende Thatsacheu von Jnteress. Berlin 30. Septbr. Die gegenüber den anderen Besteuerten wird an den Zahlen gezeigt, daß diese Belastung nur 11,7 pLt. des Gesammt-Steuerbetrags macht. Die beiden Projekte * ;Ml H Chemnitzer Stadtbank in Chemnitz, Kölnische Privatbank in Köln. Danziger Privatbank in Danzig, Frankfurter Bank in Frankfurt am Main. Die Verwendung der Noten anderer deutscher Privat-Notenbanken für welches dieselben zugelaffen sind, wird mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft. Um das Publikum vor Nachtheil zu bewahren, wird dies hiermit ^zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gi-H-N. am 8. Ap.il 1876. G.°ßh-.i°glich-- K»i«aml Gießen. v. Röder. ______ «6mm. Mi>, anUänbifttS UWö'ic ten unb ionsüzin mit, iud)t eintB lennittberin grau la.« yinbenpUft ütiimter ■;n UiaurerarbeiMtP und reinigen taffl t $obnung beftnbeW ErnstKE^ ;Ä, ----rTjoeWÜS t - £r‘ -—rti fiep’11 HK Vki-olt» en wfe-, graphirt, daß der Fürst von Montenegro sich von Cettinjk aus zur Armee begeben und vor seiner Abreise den gefangenen Osman Pascha habe in Freiheit fetzen lasten. Wien, 30. Septbr. Die „Polit. Corresp." meldet, daß die Eröffnung des Reichsraths auf den 19. October anberaumt ist. Wien, 30. Septbr. Aus Belgrad meldet die „Neue Fr. Pr.", Tscher- najeff habe in einem aus Deligrad vom 25. d. datirten, an den Fürsten Milan gerichteten Bericht die Legion Mascha Vrbitzas der Verletzung der Waffenruhe angeklagt. Nikolitsch ist nach Belgrad zurückgekehrt. Gegen Tschernajeff ist die Armee sehr aufgebracht, da er sie als undiSciplinirte Horde bezeichnet hat. — Fürstin Natalie ist sehr krank. Profestor Bamberger von Wien ist zur (Soiv sultation in Belgrad eingetroffen. — Dem „Wiener Tagebi." zufolge ist Ran- kow Alimpitsch, nicht Novoseloff, zum Commandanten der Iba.-Armee ernannt. Aus Dalmatien, 22. Septbr., wird der „Neuen Fr. Pr." geschrieben: „Die Bocche sind in den letzten Tagen von montenegrinischen Familien geradezu überflutet. Diese Familien suchen Schutz und Sicherheit ans österreichischem Territorium vor den gegen die Schwarzen Berge anrückenden türkischen Colonnen. Auch die Fürstin hat sich beeilt, die kleine Ortschaft Bianca wieder aufzusuchen, wo sie diesen Sommer längere Zeit verweilte, um die Seebäder zu gebrauchen. Eine ungewöhnliche Zahl von Lastthieren folgte ihr diesmal. Die Thiere trugen sämmtliche Kleinodien und Kostbarkeiten des montenegrinischen Hofes, neun Zehntel davon Angebinde, welche die Czaren und Czarinnen den Fürsten Montenegros zum Zeichen ihrer Huld und Freundschaft verehrt hatten." KranLreich. Paris, 29. Septbr. Der „Agence Havas" znfolge wird in diplomatischen Kreisen angenommen, daß weder die Note Ristic's noch die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten die Friedens-Action der Mächte aufhalten werden. Der Haltung Serbiens werde nur die Bedeutung einer indirecten Pression zur Erlangung günstigerer Friedens-Bedingungen zugeschrieben. Die am Sonntag zu erwartende, bereits im Wesentlichen bekannte Antwort der Pforte auf die Vorschläge der Mächte hinsichtlich der Friedens-Bedingungen werde voraussichtlich die Herstellung des Friedens beschleunigen. Die Pforte wünsche nur, daß in dem Abschnitte des zu unterzeichnenden Vertrages oder Protokolles, welcher von den Reformen handele, die in Betracht kommenden Provinzen nicht genannt werden, während umgekehrt die Mächte die ausdrückliche Bezeichnung von Bosnien, Herzegowina und Bulgarien in das bezügliche Document ausgenommen sehen wollten. Paris, 29. Sept. Laut Nachricht der „Agence Havas" aus Wien bestehe in dem Briefe, welchen der Kaiser Franz Joseph von dem Kaiser von Rußland erhalten, Letzterer auf einem formellen Waffenstillstände. Oesterreich werde ersucht, dem Vorschläge einer Konferenz, welche Rußland auf Grund der Bestimmungen des Friedens-Vertrages vom Jahre 1856 verlange, beizuzutreten. Es heißt, Oesterreich sei geneigt, dem Wunsche Rußlands sich an- zuschließen. Paris, 29. Septbr. Auch die Türkei hat, wie ich höre, den Mächte», auf ihren Waffenstillstands-Antrag geantwortet, daß sie denselben nicht bewilligen könne, weil er nur eine Zeit der Sammlung für ihre Feinde bilden würde, und daß derselbe übrigens nicht nöthig sein werde, weil ja die Friedensverhand- lungen ihn bald überflüssig machen würden. In dem ersten Punkt geben ihr die Thatsachen nicht ganz Unrecht. Tschernajeff und Genoffen beschließen den Krieg auf eigene Faust, drängen ihren Willen der serbischen Negierung auf und beginnen die Feindseligkeiten. Sie stellen die Friedensverhandlungen und Alles in Frage. Was nun zu thun, unterliegt wohl keinem Zweifel: Europa kann sich nicht Hinhalten taffen von einer Bande von Abenteurern, die froh sein sollten, daß man ihren Rücken vor den verdienten Schlägen geschützt, und es wird eine Ehrensache für die Mächte, daß sie jetzt den Serben „den Standpunkt klar machen." Welcher Art die türkischen Gegenvorschläge zu dem Friedensantrag der Mächte sein werden, ist noch nicht bekannt; doch nimmt man nach wie vor an, daß eine Einigung zu Stande kommen werde. Der Wiederbeginn der Feindseligkeiten in Serbien erschüttert freilich auch die Grundlage dieser Verhandlungen. — Dem General Lebrun, Ober-Commandanten des dritten Armee-Corps, begegnete bei den letzten Manövern ein Unfall. Derselbe hatte als Feind das vierte Corps und vergaß, als er vor demselben znrückweichen mußte, seine Lebensmittel mitzunehmen, so daß er genöthigt war, einen Waffenstillstand zu verlangen, um sich in den Besitz derselben zu setzen. Der Commandant des vierten Corps ging auf das Anerbieten ein, da er, wie er bemerkte, den ans Franzosen bestehenden Feind nicht verhungern lasten könne. Es ist der nämliche Lebrun, welcher sich mit Jarres — Beide waren die Beigeordneten des Marschalls Leboeuf, Chef des Generalstabs der französischen Rhein-Armee während des letzten Krieges — so sehr compromittirte, da sie es nicht einmal für gut befanden, nach der ersten Niederlage derselben einen Plan für den Rückzug auszuarbeiten, sondern Alles dem Zufall überließen. -itgland. London, 30. Septbr. Der ehemalige Schatzkanzler in dem liberalen Ministerium, Löwe, führt in einem Briefe an die „Times" aus, daß der Zusammentritt des Parlaments nothwendig sei zur Entscheidung der Frage, ob die gegenwärtige orientalische Politik der Regierung fortdauern solle oder nicht. — Der „Pall Mall Gazette" wird aus Chefoo vom 13. Septbr. gemeldet, daß der britische Gesandte Wade und der chinesische Staats-Secretär Lihung- tfchang nunmehr die Convention zur Regelung der Wnnan-Angelegenheit unterzeichnet haben. Nußland. Petersburg, 30. Septbr. Die Behauptung, daß im serbischen Mini- sterrathe beschlossen worden sei, die Friedens-Vorschläge der Mächte abzulehnen, ist unrichtig; bis jetzt sind dieselben Serbien noch nicht vorgelegt. Die Antwort der Pforte auf die Friedens-Propositionen steht noch aus, wenngleich die Geneigtheit der Pforte, auf Grund derselben zum Frieden zu kommen, geäußert worden ist. Türkei. Konstantinopel, 29. Septbr. Ein außerordentlicher Ministerrath wird sich morgen unter dem Vorsitze des Großvezirs versammeln, um die endgültige Antwort auf die Vorschläge der Mächte festzustellen. — Es heißt, die Anzahl der Mitglieder des zu wählenden Nationalraths behufs Einführung von Reformen solle auf 120 gebracht werden. — Eine Depesche aus Alexinatz meldet, daß die Türken einen bedeutenden Sieg bei Deligrad erfochten und die Serben große Verluste erlitten hätten. Konstantinopel, 29. Septbr. Ein telegraphischer Bericht Ejub Pascha's bestätigt, daß die Türken vorgestern einen bedeutenden Sieg vor Alexinatz erfochten haben. Die Serben, welche auf der ganzen. Morawa-Linie die Feindseligkeiten wieder eröffnet hatten, wurden geschlagen und überall mit großen Verlusten znrückgedrängt. Pera, 29. Septbr. Hier verlautet, daß sich an der russischen Grenze Freischaaren bilden, welche in das unbesetzte Donau-Delta einfallen sollen. An Bord des in Smyrna ankernden russischen Kriegsschiffes Svetlana soll ein kaiserliches Handschreiben verlesen worden fein, welches das Vertrauen auf die Bereitschaft, die Ausdauer und die guten Dienste der Flotte ausspreche. — Sir Henry Elliot und Graf Zichy hatten heute gleichzeitig eine Conferenz auf der Pforte, über deren Ergebniffe noch nichts verlautet. Nagusa, 30. Septbr. Der Fürst von Montenegro wird die Verlängerung der Waffenruhe bis zum 1. October respectiren, eine weitere Verlängerung jedoch nicht annehmen. Seröim. Belgrad, 29. Septbr. (Amtliche Meldung.) Gestern wurde eine zwölf Stunden dauernde Schlacht am linken Morawa-Ufer geliefert. Die Serben überschritten den Fluß bei Bobowischte und Bnimir und besetzten diese Orte. Horvatovic, welcher im Rücken der türkischen Armee operirte, nahm Besitz von Krnschje. Somit sind die Stellungen der Türken eingeschloffen. Belgrad, 29. Septbr. Nachdem der letzte Versuch der Türken, die Morawa zu überschreiten und sich zwischen Deligrad und Alexinatz keilförmig vorzuschieben, in Folge der Zerstörung der Brücken bei Trnjani gescheitert war, hat General Tschernajeff gestern früh auf der ganzen Linie den Angriff eröffnet. Der Kampf dauerte den ganzen Tag über fort. Die Stellung der Türken ist eine sehr ungünstige, da die Rückzugslinie auf Risch durch das CorpS von Horvatovic bei Supovac verlegt ist. Spanien. Pampeluna, 29. Sept. In Navarra und Biscaya sind Aufrufe zu den Waffe», behufs Vertheidigung der Fueros in Circulation. M'äJ.lW. ' । i_ »■■■ ■ i—— ■ ■■■■■» i.y■!■■—■ ■ —R Vermischtes. Darmstadt, 25. Sept. Die Abgeordneten-Versammlung Hess. Feuerwehren fand gestern im „Hotel Drexel" in Frankfurt statt, lieber Den ersten Punkt: Einführung des Metz'schen Gewindes als Normalgewinde für das Groß- Herzogtum wurde zur Tagesordnung üdergegangen, da diese Angelegenheit bereits durch Beschluß eines früheren Feuerwehrtages erledigt ist. Der Antrag Offenbachs hingegen: Ernennung eines Feuerinspectors für jeden Kreis rief eine lange und lebhafte Debatte hervor. Von allen Seiten wurde das Nützliche und Zweckmäßige einer solchen Einrichtung anerkannt, namentlich aber von Offenbach und Groß - Umstadt hervor- gehoben, wie die Löschanstalten in vielen Gemeinden in einem erbärmlichen Zustande seien und sich Jahr aus Jahr ein kein Mensch hierum bekümmere. Die Abstimmung ergab einstimmige Annahme und soll eine desfallsige Vorstellung demnächst bei Großh. Regierung eingeretcht werden. Ebenso wurde Antrag 3: Aufstellung einer genauen Verbandsstatistik, angenommen und Darmstadt mit der Ausführung beauftragt. Der von dem Vertreter Darmstadts erstattete Bericht über die Unterstützungsfrage zeigte, daß deren Lösung dadurch einen Schritt vorwärts gekommen ist, daß der Abgeordnete Dr. Osann bet der zweiten Kammer einen die Regelung dieser Sache betreffenden Antrag eingebracht, der alle Aussicht auf Annahme hat. Welche Stellung alsdann die Regierung nehmen wird, bleibt abzuwarten I Bedauerlich ist es unter allen Umständen, daß dieselbe se:t 8 Jahren sich stets ablehnend zu dieser für das Löschwesen im Großherzogthum überaus wichtigen Frage verhält, in birctem Gegensätze zu anderen Staaten, die Unterstützungskassen schon längst eingeführt und damit einen enormen Aufschwung des Löschwesens erreicht haben. Aus der hierauf folgenden Berichterstattung über den Stand der Provinzial-Verbände entnehmen wir, daß sich dieselben in Starkenburg und Rheinhessen trotz mancherlei Hindernissen kräftig entwickeln, dagegen wurde d o n den anwesenden Vertretern Oberhessens allgemeine Klage über die Lässigkeit des Vororts Gießen geführt und gründliche Abhilfe in Aussicht gestellt- Weil aus Offenbach berichtet zum Schluß über seine mit dem Relchskanzleramte bezüglich kostenfreier Beförderung von Hülfsmannschaft und Löschgeräthschaflen nach einem auswärtigen Brandplatze durch die deutschen Bahnen, welches Ersuchen leider abschlägig beschreden wurde. Auf eine frühere denselben Gegenstand betr. Eingabe an die Oberhess Bahnen ist damals keine Antwort erfoUt da dieselben mittlerweile in den Besitz des Staates übergegangen sind, verspricht man sich besseren Erfolg und wird Hierontmus von Friedberg mit Erneuerung obigen Gesuch- beauftragt, worauf, da hiermit die Tagesordnung erledigt, die Versammlung mit dem Wunsche auf fröhliches Wiedersehen bei dem nächsten Feuerwehrtag in Bestunden geschlossen wurde. Nachmittags machten die Abgeordneten einen Besuch auf der Haupt- Feuerwache der Berussfeuerwehr am Klapperfeld. Herr Branddirector Aß mann erklärte mit der größten Bereitwilligkeit die verschiedenen mitunter höchst praktischen Ein- nchtungen, ließ, um den Beweis zu liefern, was die Frankfurter Wasserleitung im Stande sei, an den vorhandenen Hydranten einen Schlauch anschrauben und erzielte mit einem 20 Millim. breiten Mudstück eine Strahlhöhe von mindestens 20 Meter, ein wahrhaft überraschendes Resultat. Als Herr Aß mann gerade dabei war, Den Telegraph zu erklären und spielen zu lassen, drückte er plötzlich auf einen am Apparate angebrachten Knopf, in demselben Augenblicke lautes Anschlägen der Alarmglocke int Hofe, gleichzeitig Feuerruf im Mannschaftslocale und heraus in fliegender Eile stürzten die Feuerwehrmänner, um die Thore zu öffnen und Bereitschaftstelluug zu nehmen. In kaum einer halben Minute machte der Führer die Meldung: Alles fertig zum Abmarsch und nimmt bei einem wirklichen Feuer die Mittheilung entgegen, wo sich die Brandstelle befindet, worauf sich der ganze Löschzug in eilige Bewegung setzt, so daß zwischen der Feuermeldung und der Ankunft auf der Brandstelle selten mehr wie einige Minuten vergehen. Diesesmal war es freilich ein blinder Alarm und konnte die Mannschaft alsbald wieder wegtreten. Man sieht hieraus, daß in Frankiuch ebensowohl wie in anderen Städten, die Berussfeuerwehren besitzen, der allergrößte Werth darauf gelegt wird, rasch zur Stelle zu sein, um ein ausvrechendes Feuer womöglich im Keime zu ersticken. Freilich kosten derartige Einrichtungen Geld und zwar viel Geld, in Frankfurt z. B. 138,000 M. jährlich. Kleinere Städte dürften also schon des Kostenpunktes halber von Berufsfeuerwehren absehen, zumal eine tüchtige, von einem richtigen Geiste beseelte freiwillige Feuerwehr, „wenn sie auch nach Lage der Dinge nicht so rasch am Platze sein kann", immerhin einen hinreichenden Ersatz bietet Baltimore, 28. Sept Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Nürnberg, Eapt A. Jäger, welches am 13. d. Mts. von Bremen und am 16. d. Mts. von Southampton abgegangen war, ist heute wohlbehalten hier angekommen. Newyork, 29. Sept (Per ttansatlantlschen Telegrauph.) Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Oder, Eapt. C- Leist, welches am 16. September vvn Bremen und am 19. September von Southampton abgegangen war, ist heute 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten hiee angekommen. New orleanS, 29. Sept Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd Straßburg, Eapt. I. Barre, welches am 7. d- Mts. von Bremen abgegangen war, ist heute hier angekommen. • .157 <2-279 |j—134 mW Martini Imob, am 21 Septem MiWliche Mgermeij Engelhard 13-375 16-104 IHolzmsteW Jteitaq ben 6. Octoln von Vormittags * l im Anmröder Gemen a Äpfeln, nachverzeichn iijtrt werben, al«: JI9 Rmtr. Nadet-PrMlh 8 „ , Stocks IljO WLen , R-ch°i gl SRabditämme, brä K 30 Gentimtr. dick, mi 92 NadeMngen, mit 9, Die zuiammenkunst ist Itrfttrfirafje am Weg nach Hegen MridrirtemäBigt i ,. flUf baiH'W A fioffn iit d-s 5cinb Hemarku I W m f t.#ri q19 . I :it*; Acker die kr 769 Hießen- 850 Acker auf 83 MibeM, 458 Acker ba d 467 Acker bafej 950 Acker «f * fioppfW berger » den »• yonner^ahier e % w,r& Xft ab Mäurer, -eptem oorberftenJr 713 Wiese ia der 981 * Hchversteige Ü«i Eemeindewald ber Z all, Mchköose und Lange Millwoch ben 11. Oct bljtnbtS Holz zur Versteig Brennholz »I ftintr. Buchen-Schtttti » Buchen-, Eichel Weich-Prügelho * » Buchen-, Eiche, ..... Stockholz, i Wellen Buchen-, Eiche Reisholz. «nsang ist lm tzjchw, z "ach Hattrni W »eichender Bürai 1877 3 11 Stober 1876 ^ÄnWichr iBüraern S"w ^Öll Fabrikc * Obig, verkauft billigst A. Vramm. 4860) Genre, 8A breite franz. Cachmirs in Alpacea, Ripse, Tischdecken in U Gobelin, Tüll- und Sieb-Gardinen, U O krtvnDV ot ti fr * Das Geschäftslokal ift stets von 8 Uhr Morgens bis 8 Uhr Abends geöffnet. 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Urte ui» jtoinit für baiM’ ' Ängelegenbetf bereit« | irr Antrag OfftiMl eine langt unb lebbiiti I ■imiifetgt tintr fold)tr I Urnftabt btrpat- 'bömUchrn Zustanbe e. Die Sbftiaunung umitächst bei GtM ■ ’Junj einet genaue» mni beaufhatt. D« tzih btt Äbitotbniti jtt Tachr bttttfftnbti llchk Stellung alibm ist eb unter aHtn Um; | rtr für bas M-ria n Srgtnfazr ju anfe i 16 damit einen enormej folaenben L-nWui s ■ bat si-h biefelbtn u f ,g(nta>itfeln,6a8t6ilg .•[en« allgem m , gtfübrt unb MfinWij j ’idjIuB über lemtn \ öülfbinannKtatt uti - bie bedf*» ., trübere denselben " ' feine Mtmort erf^ . . sind, oaspncht ml mit (Erneuerung obl-S m l. StrianunM : ZL? r iiftmunn tt • jn ifialrituW frurtcr Ww initfirfl5n« 20 n min»tit 1,9 bin i 1UI 1f m t/n WtIC n fl'-s-nder • „(wn. rSKZ; is&t * tonn e V1 ,n iTranfrurtz i i’l«* • <>! : ■ ,int U k ;t auch na5*aVi>,,t,fc Mb-li. .. L'[0^ 111 16 1 -t Äf-gftrq WÄl iS?* M * yettt»uen auf bi. •** Sonf{tt»| auf bn »»owb Merlau. lnt SBetlä» fSäck® r in Zwilch und Tuck bei (5044 Georg Grieb, Schloßgasse. Weingrüue Fnssee, zu Einmachssässern geeignet, sind in allen I BussT-Ciäviar empfiehlt jflschbach. Univkrsal-Reinistungs-Salz. 2584) Von allen Aerzten als das einfachste und billigste Hausmittel empfohlen | gegen Säurebildung, Aufstoßen, Krampf, Verdauungsschwäcke und andere Magenbeschwerden, in Vi, Vz, V» Original-Packeten mit Gebrauchsanweisung h- x!v Vz und lt Mark zu haben bei C- F. S e m m l e r "5113) Einen Acker im Altenfeld, einen Garten am Riegelpfad, zu verkaufen oder ni verpachten bei 5 ¥ PH M- Krailing. Eine Wasserbütte, von 54 Hektoliter — ca. 34 Ohm Inhalt, noch in gutem Zustande befindlich, ist btUia abzugeben vom (^(lb9 _______________(Siebener Gaswerk. 5042) Ein der Frau Ehr. Meyer ge^ hörender ’/< Morgen hallender Acker am Gleiberger Weg, ist zu verkaufen, event. zu verpachten. 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Meine Wohnung nebst Comptoir befinden fich von heute an in dem Hause der Herren Mettenheimer & Schultheis atu Außer der Fortsetzung der im dritten Quartal begonnenen und mit so vielem Beifall aufgenommenen Erzählung: „Vineta" von E. Werner, Vers. v. „Glück auf!" — „ liegt für das vierte Quartal noch eine tief ergreifende Novelle: .linIT für Israeliten findet Dienftag den 10. October bei Herrn Gastwirth Kark Gerhard im Einhorn zu Steinbach statt, wozu ergebenst ein» ladet Das Comite. Für gute Speisen und Getränke wird bestens gesorgt. (49fr Gefrrnden ein goldener Ring; abzuholen bei (5100 Schuhmacher Karl Stohr, Sandgasse. 5114) Wetßbtndergesellen finden dauernde Beschäftigung bei K- Kämmerer. 6n die Großes Sirftar, M# Linden, kirchen, MM Rut M erinnern Sie 5095) Zwei schön möblirte Zimmer sind entweder zusammen oder getrennt zu vermiethen Parterre im Hause des Herrn von Gehren, Reichensand.____________ 4834) Ein rnöblirtes Zimmer, nächst der Kaserne, zu vermiethen. Wallthorstraße 199. KerrnieLyungen. 5087) Ein rnöblirtes Zimmer zu ver- mielhen. Seltersweg Nr- 8.______________ 5083) Brand Nr. 1 ein möbirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. ____________ 5084) Ein Zimmer an zwei anständige Arbeiter auf sofort zu vermiethen bei A- Lang, Katharinengasse 154. 500 Paar Knabenstulpstiefel von 7 M- an, 200 „ Knabenzugstiefel „ S- I' wfyne jenes Untres ge ! W Sliitragi bei genanm । Mil afynleiftenben I Mhaung des genehmig i M dir dafür angeführte, ' ßm als richtig anerka I ’ii ks lediglich Zache t jimtiit ihrer Beamten ji Darmstadt, 1. W geit einen Gest i 1 tit Stände gelangen ( ®" Bericht des Finanz: khr Ausschuß unveränd M beigesügten Metz Berlin, 30. i ■a"tla8 -uf früher BSh-s ÄA*i. ? j*l4| ” '("»'n an u 0 ' •« eur Kaiser F 5045) Unterzeichneter empfiehlt sich in Lerßz!^" Webens »taM» rs32?"fcS!; 5039) :i brave Mädcde» Nl< aufStrickmaschinen gesucht ?! Nit», bei ?WÄ*t kl» 5096) Der mittlere Stock zu vermiethen und sofort zu beziehen bei _____Carl Herbert, Nahrungsberg. 5092) Ein Zimmer, mit ober ohne Möbel, ist zu vermiethen. _________________Sonnenstroße B- 101. 5104) Ein Zimmer zu vermiethen. ______________________Kanzleiberg B- 72. 5110) Auf dem Lindenplatz Lit- A- 242 ist ein kleines Familienlozis zu vermiethen und sogleich beziehbar.______________________ 5112) Zwei möblirte Parterrezimmer auf sofort zu vermiethen bei ___________________F. Fürst Wittwe. 5094) Ein rnöblirtes Zimmer mit Cabinet und ein kleines Famtlienlogis, zu ver- 5041) Ein kleines rnöblirtes Zimmer zu vermiethen. Neuenweg Lit- B- Nr. 1'6. 5037) Eine freundliche Wohnung an eine stille Familie zu vermiethen und gleich be- ztehbar- Näheres bei der Exped. d. Bltts. 4964) Ein Zimmer mit Cabinet, mit ober ohne Möbel, ist zu vermiethen im „Darmstäbter Haus." 4898) Ein Laden mit ober ohne Logis sofort beziehbar bet Georg Schomber, Seltersweg. 5023) Ein rnöblirtes, freundliches Zimmer bei vr. Köhler Wittwe, Gartfeld. 5061) Ein braves Hausmädchen wird gesucht von Frau S. Heichelheim, Neue Anlage. 5105) Eine Schenkamme sucht Stelle bei einer Herrschaft- Zu erfragen bei Frau Hilgärtner, Kaplaneigasse Nr. 8. 5101) Ein ält. Student sucht in ruh. Lage der Et. ein confortable eing. Logis (1 ober 2 Zimmer). Geneigte Offerten mit Ang- be? Preises beliebe man an bie Erp. d- Bltts. unter E. W. 83 abzuzeben.