Samstag, den 3. Juni tfo. 1T8 18»6 Aietzener "Anzeiger A«Bse- mb Amtsblatt fit in Kreis Gießen \e Gießen, am 30. Mai 1876. i iliöild, Abdul Aziz und Mehemed Murad. in Vid). so. Als er 1859 das Haupt der Verschwörung gegen den Thron seines Bruders Abdul Medjid war, galt er für die Hoffnung der Zukunft und als 10» wjalft ja keiML jeden v- (Ni elte • ■ . ■ ■ 16 gl i W fwher, loydT hm gut!" das kann man wohl auch von neuen Fürsten sagen, die ja nach gewiß anerkannten Autorität, die ersten Diener ihrer Staaten sind. Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mart 50 Pf. not Bahn. iben von größlrm Sr r und btfannltn ßW ibtr, angenehmer Auf i. JorauSbeMung i (2 ^urhauspacbter. | Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. mch Xew-Orleai von Ml bis ftptM ober zweimal monq iüte63UM. Zwischd.lil @in endgültiges Urtheil über den soeben vollzogenen Thronwechsel zu fällen, fällt um so schwerer, als es noch an allen Details über deffen Zustande kommen fehlt. Ob sich derselbe aus der Bevölkerung heraus selbstständig ohne A.-./egung aller fremden Elemente vollzogen hat oder ob irgend welcher äußerer Einfluß, z. B. der englische zu demselben mitgewirkt hat, ist eine Frage, die für das Urtheil über die Zukunft von sehr bestimmender Wichtigkeit ist. Es ist bekannt, daß die Sofias die entschiedenen Feinde des russischen Einfluffes find und da Mehemed Murad dieser Partei angehört, so ist die Möglichkeit, daß russischer Einfluß bei dem Thronwechsel im Spiel sei, von vornherein ausgeschloffen, so geneigt man immer sein mag, bei Allem, was in Konstantinopel geschieht, nach den Spuren der russischen Triebfeder zu suchen. Aber trotz dieses UmstandeS haben Rußland und seine Verbündeten schwerlich Anlaß, gegen das fait accompli, so wenig dasselbe auch bisher in ihren Calculationen in Aussicht genommen war, irgend welches Bedenken geltend zu machen. Jedenfalls dürste der neue Sultan zuverlässiger in Versprechungen, den Mächten gegenüber wie im eigenen Lande, und daher mehr geeignet zum Abschluß wichtiger Verhandlungen sein, als sein Vorgänger. Insofern ist allerdings der Sturz des Abdul Aziz als ein günstiges Ereigniß zu bezeichnen. Wie dem aber sei, wir glauben jedenfalls die Absicht als entschieden unbegründet bezeichnen zu können, die in dem Thronwechsel ein absolut ungünstiges Symptom für die Erhaltung des Friedens zu erblicken glaubt, die von der Präsumtion ausgehend, de» Sturz des Sultans Abdul Aziz sei die Folge von dessen schlaffer und zu Eoncessionen geneigter Haltung, von dem neuen Suiten die größte Energie gegen die Mächte, wie gegen die Insurgenten erwartet. Abgesehen davon, daß Alles, was über Mehemed Murad bekannt geworden ist, eine solche Energie bei demselben schwerlich voraussetzen läßt, — würden auch die thatsächlichen Behältnisse ein solches Auftreten schwerlich gestatten. Die Türkei ist bisher nicht einmal mit dem anfänglich kleinen Häuflein Insurgenten »'n der Herzegowina fertig geworden, sie wird selbst mit der größten Kraftanstrengung jetzt schwerlich deS so erweiterten Aufruhrs Herrin werden. Aber selbst daS Gelingen dieser Action vorausgesetzt, kann wohl — ohne die faktische Unterstützung irgend einer Großmacht — und zu einer solchen Unterstützung dürfte sich England trotz seiner Haltung schwerlich verstehen — von einer sonderlich energi- chen Haltung gegen die Mächte unter solchen Umständen auch Seitens des neuen Sultans schwerlich die Rede sein. jpaxffifirattb* Berlin, 31. Mai. Im Abgeordnetenhaus wurden heute bei der dritten Lesung der Städte-Ordnung entscheidende Abstimmungen der zweiten Lesung, namentlich die Anträge Virchow's und Uhlendorff's, mit 147 gegen 137 Stimmen wieder vernichtet. Windthorst's (Meppen) Antrag, daß bei Wiederwahl die Bestätigung unnöthig sei, wurde angenommen. Berlin, 31. Mai. Dem „Reichs-Anz." zufolge hat die gemeinsame übereinstimmende Mittheilung, welche die Vertreter Rußlands, Oesterreichs, Frankreichs, Italiens und Deutschlands auf Grund der Berliner Abmachungen am 30./5. an die Pforte zu richten beauftragt waren, durch den inzwischen eingetretenen Thronwechsel einen Aufschub erfahren. Berlin, 31. Mai. In der hcuiißen Schlußsitzung des Bundesraths, welcher auch der neue Präsident des Reichskanzler-Amts beiwohnte, dankte der iriif* ialel ' zinnnl jn eciow und pochen, sch^x Gedanken, aber es kommt wahrscheinlich anders. Es ist der" jung- ' ^?othenbelz! türkischen Partei, der Partei der Softas, gelungen, Abdul Aziz, diese Earri- °^^uenwegE^,Mr eines orientalischen Despoten, zu stürzen. Verweichlicht, unwissend, ^^^d^eizknwillig, verschwenderisch, zeigte der Herrscher in Stambul alle diejenigen -^MN^^.Ligeuschasten, welche die Vorsehung den Herren von Staaten zu verleihen Mgt, welche sie zu verderben beschloffen hat. Aber Abdul Aziz war nicht Erscheint täglich mit Ausnahme des Mont, Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. Betreffend: Die Führung der Handelsregister. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoqlichen Bürgermeistereien des Kreises. „..,r "?"^hncn noch immer irn Rückstände mit der Einsendung der in unserem Amtsblatt Nr. 18 vom 18. September v..J. Tagebuchs-AuSzüae. Wir bringen daher dre dort getroffene Anordnung wiederholt tn Erinnerung und bemerken zugleich, daß Sie auch dann den @erid)t§5 fdn°e ^Beränber un pen er0ebe§n hEaben^sollten^^"°^^ Mrttheilung über den Stand des Handesregisters zu machen haben, wenn sich im Laufe des verflossenen Vierteljahres 6ab/n bic betreffenden Gerichtsstellen ersucht, uns Mittheilung zu machen, wer von Ihnen noch im Rückstände ist und werden in Fällen fortgesetzter Nicht- berückfichtigung unserer vorerwähnten Vorschrift mit Dlsciplinarstrafen gegen die Säumigen unter Ihnen vorgehen müssen. ___________________________ v. Röder. hÄ *■£ dchen. ?kt, «et: 16 tr Bekanntmachung. ddeutechenUiÄüm a n®"tl e r iQ6ier beabsichligen in bem Hint-rhaus- vonHeinrtch Cappkllcr am Weg Nach dem Schiffenb-rg einen Dampfkessel oatbum 6tffenEduir ,uul clucl ^ocomoone auizuiieuen. * R ..sehen .SÄmoMZÄÄ 8 ta0en bd bEr nntCriCid,nCt£n yc68rbe' welcher auch Plan und Beschreibung des Kessels -c. ein- ' - 8 Gießen, den 31. Mai 1876. (2921 flSSSjCM r'SÄÄÜSl — । r eM . J iS&zXS# •t tjrin • nach IERIK1 tt 1861 seinem Bruder auf dem Throne folgte, ging er wie die Morgenröthe tines neuen Tages am Horizont des osmanischen Reiches auf. Damals sagte Mn von Abdul Medjid ganz daffelbe, was man heute von seinem jüngeren Linder sagt, und man begrüßt des letzteren Thronbesteigung mit der aller- Pößten Freude, mit der lebhaftesten Hoffnung. Keine dieser Hoffnungen hat 16|iw ft) erfüllt, wohl aber ist das Verhängniß seinen ehernen Schritt weiter gegam SS cWSiir wohl haben sich alle Verhältniffe derart gestaltet, daß sicherer noch als . -. «■*«! — 15 Jahren der gänzliche Verfall des lockeren staatlichen Gefüges der euro- Dchen Türkei in Aussicht steht. Jn diesem Augenblick ist eine gefährliche "sis ausgebrochen, die Aerzte sind in unmittelbarer Nähe um des Kranken m versammelt; wird der Thronwechsel unter solchen Umständen von bestim- ««"bem Einfluffe sein, wird der neue Regent, den die Fama als feingebildet vernünftigen Reformen zugeneigt bezeichnet, das Wunder vollziehen; wird n eine dem Frieden günstige Wandlung herbeizuführen im Stande sein? p. In Wirklichkeit sind das Fragen, die man unmöglich beantworten kann, M Wenigsten aber in bejahendem Sinne. Es ist nicht ausgeschlossen, daß es k|r hervorragenden Begabung eines bedeutenden Mannes gelingen könnte, Mindens die momentane Gefahr zu verringern, vielleicht gar zu beseitigen. Aber »der steht es fest, daß Mehemed Murad solch ein Mann ist, ,bon dem man t der That versehen kann", noch läßt es sich erklären, daß die Dinge in der ta allmählig in eine Lage gerathen sind, die kaum mehr von der Einwir- durch Personen abhängig erscheint. Aber wie dem sein möge, das wird ^erst nach und nach Herausstellen, vor der Hand dürfte in Konstantinopel Ml herrschen und wir hören bereits die Propheten predigen, daß nun das W des Friedens begonnen habe, daß aller Roth und Gefahr ein Ende sei. ^ Wirklichkeit, die nächsten Tage dürften gute Nachrichten, wenn auch nur Mbar gute, bringen, denn was man von den Dienstboten sagt: „neue Besen Der Onkel ist abgesetzt, der Neffe auf den großherrlichen Thron erhoben: ks lebe der neue Sultan I Nun hat die Noth ein Ende, nun beginnen wieder o . Mene Tage für die Türkei; der rückständige Sold an die Armee wird aus- M Mhlt; die rückständigen Zinsen an die Staatsgläubiger nicht minder, die ' MhM VockE ^ständischen werden in aller Eile besiegt, die Verhandlungen mit den Mächten d MD glücklichem Ende geführt, der Harem wird entlassen, weise Sparsamkeit tritt bÄTW1111116 stelle der Verschwendung und ist das Alles verwirklicht, dann erläßt Karl Marlc, Dam bultan Mehemed Murad einen neuen Hatti - Humayum, durch welchen er sich ju einer vollkommen freisinnigen Verwaltung, zur Anerkennung des gleichen ^taatsbürgerrechts für alle seine Unterlhanen, kurz zur Umwandlung des Ge> ,n ^"ud)t Meres» vaiistaates (n einen einheitlichen Rechtsstaat verpflichtet! So mag die Reformpartei heute in Konstantinopel frohlocken. Jn der Dr. med. W» Zilz, Berlin. (L. 8.) *) Stehe den Inseratenteil d. heut- Zeitung. D. Red. Frischbäckkr zu Gießen. K- Plank in der Wolkengasse, A- jvtfigtnber •bis flPartkJ M Kricgskassen Geld auS seinem Privatschatze vorzustrecken, absolut nichts hören wollte, kündigte der Scheck-ül-Islam Hatrulluh Effendi plötzlich dem Sultan tu Anwesenhett sämmtlicher Minister an, das Volk sei mit seiner Regierung unzusrieden und demnach sei er entthront. Unmittelbar hierauf ward der Sul- । tan und die Sultanin Valide gewaltsam nach dem Palast Tophana gebracht, ' wo sich Ersterer gegenwärtig in sicherem Gewahrsam befindet. Wien, 1. Juni. Die „Presse" bringt von competenter Seite folgende Mittheilung: Das der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft gehörige Dampfboot „Radetzky" wurde am 29. Mai auf der Fahrt zu Berg nach Turnseverin bei Rahora gezwungen, 150 Insurgenten bei Kodoslin zu landen. Dieselben schifften sich unbeanstandet in mehreren kleinen Stationen als unbewaffnete Passagiere ein, holten bei Rahora aus ihren Koffern Revolver hervor, und unter Androhung des Todes gegenüber dem Capitän mußte die geringe unbe waffnete Bemannung des Bootes ohne Widerstand die Ausschiffung vollziehen. Staden. Rom, 31. Mai. „Diritto" enthält folgende Mittheilung: Die Initiative zur Wiederaufnahme der Verhandlungen wegen der Baseler Convention ist von Rothschild ausgegangen; die Regierung ist entschlossen, die Baseler Convention nnd den Wiener Vertrag aufrecht zu erhalten, wenn nur einige Lasten herabgemindert werden. „Diritto" glaubt, das Ministerium werde dem Parlament eine Additional - Convention vorlegen können, welche die ursprünglichen Bedingungen günstiger gestaltet. Das ministerielle Programm bestünde in der Annahme des Wiener Vertrages und der Baseler Convention mit Ab ändcrungen, welche die Beseitigung des Staatsbetriebes und die definitive Reorganisation der Eisenbahn-Gesellschaften und des Transport-Dienstes bezwecken. „Diritto" drückt schließlich die Hoffnung aus, daß die von Correnti eingeleiteten Unterhandlungen ein günstiges Ergebniß haben werden, damit das Ministerium jede Zweideutigkeit zerstreuen und alle legitimen Interessen sichern könne. Rom, 31. Mai. In der heutigen Sitzung der Deputirten Kammer theilte der Minister des Aeußern, Melegari, auf Anfrage Rasponi's die der Regierung zugegangenen kurzen Informationen über die Ereignisse in Konstantinopel mit und fügte hinzu: die vorliegenden Nachrichten seien noch unvollständig und ließen den Charakter noch nicht erkennen; er könne indeß erklären, daß die Bevölkerung das Ereigniß des Thronwechsels mit Befriedigung ausgenommen und keine Gegenströmung sich bemerkbar gemacht, keine Unruhen stattgesunden haben. Melegari schloß mit der Versicherung, die Regierung habe den italienischen Kriegsschiffen in den türkischen Gewäffern befohlen, die italienischen Unterrhanen gegen jede Gefahr zu schützen. Rußland. Petersburg, 31. Mai. Wegen der von den Drei-Kaiser-Mächten formierten, von Frankreich und Italien unterstützten, der Türkei zu übergebenden Vorschläge zur Herbeiführung des Friedens mit ihren südslavischen Unter- thanen wird in Folge der inzwischen eingetretenen Katastrophe in Konstantinopel nock ein Gedanken-Austausch zwischen den bezüglichen Höfen stattzufinden haben. Die Katastrophe bekundet die seit Langem eingeriffene Unsicherheit in allen politischen Verhältnissen der Pforte, insbesondere diejenige von persönlichen, unga- rantirbareu Reform-Zusicherungen. Petersburg, 1. Juni. Das „Journ. de St. ^Petersbourg" hebt bei Besprechung des Thronwechsels in Konstantinopel die Schwierigkeiten hervor, welche sich dem neuen Sultan entgegenstellen und welche durch die Art seiner Thronbesteigung nickt vermindert worden seien. Eines sei aber gewiß: Europas Fürsorge, das Weitergreifen der Krisis im Orient zu verhüten, bleibe unverändert und das Einvernehmen der Mächte unerschütterlich in dem Wunsche, von der türkischen Regierung, wer dieselbe auch immer leite, die Ausführung der unentbehrlichen Reformen zu erlangen. Der Artikel gibt schließlich der Hoffnung Ausdruck, der neue Sultan möge diesen Wünschen entgegenkommen; er werde dadurch seine Aufgabe erleichtern und beweisen, daß er nicht das Werkzeug eines religiösen oder nationalen Fanatismus werden wolle. Türkei. Konstantinopel, 1. Juni. Der Erlaß einer Proclamation des neuen Sultans Murad V. wird unverzüglich erwartet; am Freitag wird sich derselbe nach der MosÜ)ee Ejub- begeben. Der bisherige Handels-Minister Sadullah Bey ist zum ersten Secretär des Sultans ernannt. Morgen findet eine Versammlung der hier ansässigen Ausländer statt, zur Beschlußfaffung über eine dem Sultan zu überreichende Adreffe. Den Nachrichten aus der Provinz zufolge soll allgemeine Befriedigung herrschen. Einige Verbannte sind zurückberufen. Die Abfahrt der Flotte ist vertagt. Konstantinopel, 1. Juni. Der Großvezir richtete an die Vertreter der Türkei im Auslande ein Circular-Telegramm, welches auf das Telegramm vom 30. Mai über die Thronbesteigung Murad^s V. „durch die Gnade Gottes und den Willen des Volkes als Kaiser der Türkei" Bezug nehmend, constatirt, daß das Ereigniß im Lande enthusiastisch ausgenommen und dem neuen Monarchen allseitige Sympathie bezeugt worden sei. In diesem Telegramm wird die unmittelbare Aufstellung eines Reform-Programms aufgestellt. Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen Gottesdienst. Sonntag, den 4. Juni. I. P fing stf eiert a g. Morgens: Pfarrverwalter Schlosser. Nachmittags: Gymnasiallehrer Stamm. (Collecte für kirchliche Zwecke.) Monntag, den 5. Juni. II. P f i n g st f e i e r t a g. M orgens: Confirmatton der Knaben und Feier deS hl. Abendmahls. Nachmittags: Pfarroicar Schöner. (Collecte für die Stadtarmen.) ES wird gebeten, die zehn vorderen Bänke für die Angehörigen der Confirmanden frei zu lassen. Mittwoch den 7. Juni. Nachmittags 2 Uhr: Prüfung der Confirmandinnen. (Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 4. bis 10. Juni besorgt Pfarrer Dr. Seel. Herstcig MWt W3) Montag den 1 1 Vormittag üllen wegen ssorderi Steinberger zu KM htlm Erb von 2W iLimntlichendeniMa mobMWtnboui Statoft M Am unb Wiest finbalt von2M, wuf dem Bureau H Michls, unter den gemacht werdendenBe wtrßeigert werben, i in dieser Versteigen Alt Höhe des Gebot werden würbe. Weitershain, am Zn Auftrag Großh. Großherz. Orts F° Wirthschaftliches. Rohe und gekochte Kartoffeln. Wir haben Anfangs Januar d. I. vergleichende Versuche über die Fütterung mit rohen und gekochten Kartoffeln bei Melkvieh anslellen lassen und uns überzeugt, daß 100 Pfd. Kartoffeln, im rohen Zustande gestoßen gefüttert, im Durchschnitte 2 Maas Milch mehr erzeugen, als 100 M derselben Kartoffelsorte, im gekochten Zustande gefüttert, zu probucken vermögen. Diese 2 Maas mehr haben auch entsprechend mehr Käsestoff gehabt; allein 10 Maas Milch von der Fütterung mit gekochten Kartoffeln lieferten gerade so viel Butter, als 12 Maas, welche von der Fütterung mit rohen Kartoffeln genommen worden waren. Das Putzen des Viehes Eine Milchkuh, die daran gewöhnt war, täglich zweimal mit (StriegeFTinb Bürste geputzt zu werden, wurde zum Zwecke eines Versuches innerhalb 14 Tagen gar nicht geputzt. Die Milchmenge betrug während dieser Zeit 11 Maas weniger als in 14 Tagen vorher, obwohl die Fütterung und die sonsti- gen Verhältnisse in keiner Weile geändert worden waren. Par. Z-Il, 1 Samstag rW* 1t geMteienen ° 5 im R-thh-as (Sieben, am 1 @1 Post» zufolge der Sta-is-Miuister a. D> Delbrück in bewegter Sprache für! das ihm bewiesene große Vertrauen. Der bayerische Gesandte, Frhr. 6. Perglas, antwortete im Namen de« Bundesraths, indem er die Hoffnung aussprach, daß Delbrück nicht für immer in's Privatleben zurücktrete, Auch der neue Präsident Hofmann richtete eine Ansprache an die Versammlung. Berlin, 1. Juni. Der „Reichs-Auz." publicirt die Ernennung des bisherigen hessischen Minister-Präsidenten zum Präsidenten des Reichskanzler- Amtes und die Verleihung des Großkreuze« des rothen Adlerordens mit Eichenlaub an Delbrück. __ Straßburg, 31. Mai. Die Nachricht, daß Ober-Präsident v. Möller sein- Entlassung nachgesucht habe, wird von der „Straßb. Ztg.» für aus der Luft gegriffen erklärt. “»•nB« — Frisch versilberte Viertelguldenstücke österreichischen Gepräges sind in letzter Zeit vielfach als Einmarkstücke bei Zahlungen eingeschmuggelt worden; das profitable Geschäft ist um so leichker ausführbar, als die Wappensette jener Viertelaulden mit der der Markstücke viel Aehnlichkrit hat. Southampton, 31. Mai. Das Postdampffchiff des Nordd. Lloyd Rhein, Capt. H C. Franke, welches am 20. d. M von Nemyork abgegangen war, ist heut! 8_Ut)r Morgens wohlbehalten hier angenommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung, 12 Uhr Mittags die Reise nach Bremen fortaes tzt. Der Rhein überbringt 305, Prstaaier« und volle Ladung. Niederschlag: an 9 Tagen ........... „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen . . , NB. Die Vegetationsentwickelung war am 31. Mat um etwa 3 Tage verspetlt Der kühlste Mai seit mehr als 20 Jahren. Kinige Rintr. Äuche, M-°o^^ügelho W Nm k-VJ-ZuO „ *000-5000 Wellen $ auf der Mäusburg. i i u 4y°rmitt£ von N h’tfc N-Nh°! ^ilgeöot c E zur ihre Wagner, zu civilen Preisen. (2386 Rothwein im Großverkauf bedeutend billiger, em- Hcll. ScilllialL (Hessischer Hof.') 2778) ordentlich billigen Preisen (2214 otcßanten-Vereint, Manschetten-Knöpfen rc. (2312 2050) Neustadt (2916 Vut'l Seltersweg C. 44. (2669 H. Kühn. bis Martini 1877 gestattet- Sich, den 26. Mai 1876. Kissinger [Rakoczi, Ludwigsbrunnen, Marienbader Kreuzbrunnen, Salzhäuser, Salzschlirfer, Schwalbacher Stahl- und Weinbr., Schwalheimer, Selterser, Wildunger, Rheinweine: Weißwein per Liter 70 Psg., im Jahre 1875 gebornen und in 1876 impfpflichtigen, sowie die in 1875 unge- impst gebliebenen oder ohne Erfolg geimpften Kinder in dem erwähnten Termine im Rathhaussaale zur Impfung vorzustellen. Gießen, am 1. Juni 1876. Gießen, Mäusburg D. 9. empfiehlt sein reichhaltiges Lager in weißen und farbigen Hemden, für Herren und Knaben, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie stets das Neueste in allen Arten Halsbinden, ferner wollenen Hemden, wollenen und baumwollenen Unterjacken und Unterhosen, in Socken, Hosenträgern, Glace-, Wildleder-, Buckskin-, Zwirn- und Militär-Handschuhen, eine sehr reiche Auswahl in Kragen- und Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. pfiehlt 2799) B. 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Feiertage ausnahmsweise kein Concert statt und sind meine Lokalitäten an diesem Tage den Confirmanden und deren Eltern reservirt.) lebet bk W 2937) Carl Schulze am gegeben bei Am 3. Pfingstfeiertag, den <>♦ Juni: I. Blitz. Näheres bei 2929) (2823 Asterweg A- WO abuibolen. Frankfurt a. M. (2875 kann auf meiner Baustelle am Ludwiflsplatze gegen Vergütung abgeladen werden (966 ?! (2M0 Verantwortliche Revactton A. Scheyda. — Lruck und Verlag der Brüh loschen Univ-Druckerei in Meßen. prima englische Regenmäntel werden ä Stück 12 M. ab- Lahiihütte. 2924) Es kann vorerst vom 1. Juni an kein L-chlackensand mehr abgegeben werden. Deutz 6", 12, 4«. Dillenburg 6«, 12, 4", 95- X«” WM d« (2896 H. (äruaefeaeem. (Eingetragene Genossenschaft.) Ge neralverfammlung auf dem Gemeindehaus zuLang-Göni 3. Pfingstseiertag den 6. d. M., Mittags 1 Uhr Tagesordnung: Mittheilung der Jahresrechnung und Geschäftsbilanz, Beschluß- und von 6 Uhr an BALL auf der SSaileaBhurg) wozu ergebenst einladet Bekanntmachung. 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Jahre^fauch^richtmitalied^^ Commis, und Lrbrlinqsstell^n. (98 LUUteT btm Großvez Zeit Mihm, : fliifgimiii 'N Wedenina 1 1 " nuKUt^tn § ! PchlwissM ' M »»§ utib 11 «nwqr «tun iso ä; 6011 btn fTt 111874 ■ k " » 4 - öe “«f G , 1L° "f}en Seil L.dmch den Mnterridjtsamrige! 2936) Montag den 12. d. Mts. beginnt wieder ein Cursus im Zu- schneiden und Anfertigen von Damenkleidern. Gest. Anmeldungen werden noch entgegen genommen. A. Rothenberger, Lindenplatz. r w KT* o <Ä»* itinj1"1' "it ein Weiftbindee für Speißarbeit sucht (2927 Friedberg in Oberhessen. Georg Hieroiiimus. 2901) Em in den Bürgermeisterei- uni Ortsgerichtsgeschäften wohl erfahrener hülfe wird zum sofortigen .Eintritt gega gute Bezahlung gesucht. Näheres bet da Expedition dieses Blattes. 2926) Ein braver Junge wird bei sofortiger* Bezahlung als Lehrling gesucht von Th. W o d e, Photograph. 2932; Ein großes Zimmer nut Kabmet und abgeschlossenem Vorplatz, möbltrt oder unmöblirt, auf Anfang Juli zu vermiethen. Auf Wunsch auch ein Stückchen Garten. Wo? sagt die Exped. d. Blits.____________ 2918) Em freundliches Fa-mlien-Logis ist zu vermiethen und den 15. Juni zu beziehen bei _____Wildpretbändler Ebel, Neustadt. 2925) Em freundliches, möblirteS Zim- mer zu vermiethen. Kreuz Vit B- 114. Mn seine Ehe getzrn WS Ito am 9. SD* i D der oibnun^i milbt im großhmli! irohl war sein $ai i ikitknder Schritt I tzchgeburls- unb I Bnltan Mehemed jjausstandes dienet Als die Urh I Urschenden Perfi : gmnnt. Ersterer 1 ffltn mit 15 Jahr Lieutenant und 18 iLhes einer DiviD r^eibigin^aibeiten ; tyetate aus. Äach I W:W in Mia 1 Einual Williams, i chchied sür Williar । »1 wurde er Gern ! jkldiüge in Min-rt • H den Erenzreznli 'M bestellt, dann ! a neues Leben bra ! Montenegro mitget ^nd Verwalter der Am 3. Feiemag: Großes Coneert ausgeführt von der ganzen Capelle des Rhein. Jäger-Bataillons zu Wetzlar. Anfang Uhr. — Entree SO Pfg. Lei unflünftiflcr UJillcruiifl im Saale. fafsung über Gewinnvertheilung und die dem Vorstande zu ertheilendk Decharge, Ergänzungswahl des Ausschusses, sowie weitere statutenmäßige Verhandlungen und Beschlußfassung. Lang-Göns, am 1. Juni 1876. Der Vorstand der Spar- und Leihkasse zu Lanq-Göck (Eingetragene Genossenschaft.) (2938 A Henrich, Director.___ Stegen 6«, 12. Wetzlar 6«, 8", 9" 12, 4", 7^. Staufenöcrg. Ta asm asi/• am 2. Pfingstfeiertage, wozu er- gebenst einladet (2915 Wilhelm Hammel. Missivnsfcst zu Hochelheim am Dienstag, 3. PfingsttG Anfang 10 Uhr. Prediger Herr Pf. ©tn» bel von Bockenheim und Herr 9721^01^ Prediger Schrenk von Frankfurt. (M 2911) Ein geräumiges Logit mit Garten-Vergnügen zu mietheo gesucht. Miethpreis 1500 Mack in Annerod, wozu ich ergebenst einlade 2907)_______________ #>. Balser. Gießener Consum-Verein Die Mitglieder des Vereins werden ersucht, das Quantum Braunkohlen vom Heffenbrücker Hammer, welches sie zu beziehen wünschen, bis zum 14. d. M. dem Herrn L. Flett im Schwanen schriftlich aufzugeben. Preis 85 Pfennige frei an's Haus. Wegen Beschaffung von Steinkohlen folgt spätere Kundgebung; desgl. betreffs anderer Laushaltungsbedürfniffe. (2928 Der Ausschuß. Köln-Gießener Kahn. »»t’S0. Abfahrten von Gießen nach: j :h. e 233) i Enllsufen. 2898 Ein kleines schwarze- Hündchen mit weißem Flecken am Halse. Dem Wiegen bringet eine Belohnung. Zu erfragen in der Exped d. Bltts.____ 2762) Ein bravetz Mädchen auf sogleich gegen guten Lohn gesucht. Näheres in 6« Exped. d Bltts.________________________ 2641) Einen Gtaserlehn ling sucht L. Schmidt, Marktstraste. 565) An- und Verkaus von getrageaa Kleidern, Stiefeln Weißzeug, Bettwen, Antiquitäten, Münzen sowie sonstigen 0« brauchten Gegenständen, bei Louis Rothenberger, _______________Neuenweg 193. 2816) Ein braves, kräftige» Mädchen für Küche und Haus- arbeit sucht auf Johanni Frau G< Hiichler« Seltersweg. Vermischte Anzeigen. 2934) Einen tüchtigen Arbeiter, sowie einen Lehrling, sucht Fr. Wilh. Löb er, Schuhmacher-meister. 2935) Ein geübter Bauzeichner, welcher in diesem Frühjahr das Examen als Kreisbauaufseher im Großherzogthum Hessen absolvwt hat, sucht engemeffene Be- schäftigung, wo möglich in Gießen. Zu erfragen bei der Exoed, d. Bltts. Einquartirung onfle"ommcn Jos Stein Wittw., 2883)____________________Wchsteintzgasse. 29>>8) Ein auch zwei Arbeiter gesucht b Baltb. (^uler, Hamm- Wermietstungen. 2910) Das Mansardenlog-s in meinem Hause auf dem Kreuz ist per 1. Juli oder auch später zu vermiethen. _________________August Weidig. 2906) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei Otto Luft, Metzger. 2905) Ein kleines Famittenlogls zu vermiethen Carl Haas, ____________________a. d. Schöne Aussicht- 2904) Ein großer gewölbler Keller zu vermiethen bei Frau Marie Noll, __Wallthor Nr. 184. 2887) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei I. M a n n b e r g e r, ___________________Neuenweg B. 186. 2655) Das seither von Frau Advocat Fuhr bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen.F. I u tz i. __________________Carl Ockel. 566) Lumpen und Knochen, Werg, Roßhaare, Metalle ic. werden gekauft von Louis Rothenberger, Neuenweg 193. __________J. DiiHI ll w Am 2. Pfingstfeiertage