Samstag, den S December Wo. «8«. tt chichener MMger Meise- nah AmtÄlstt für kn Kreis Gießen SM Deutschland. e Mittheilimg, bliebenen: Wer, em Kranken- Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mar? SO Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18. nach langer Debatte, bei welcher sich Hänel gegen die von Lasker befürwortete Verschiebung der Frage bis zur dritten Lesung erklärte, bei der Abstimmung durch sog. Hammelsprung mit 125 gegen 124 Stimmen verworfen. § 131, wonach gemäß dem Commissions-Antrag bei Unterredungen des Beschuldigten mit seinem Vertheidiger die Anwesenheit dritter Personen ausgeschlossen sein soll, ward von den Bundes-Commissaren ohne Erfolg bekämpft. Fortsetzung der Berathung morgen. , Berlin, 29. November. Die „Nordd. Allg. Ztg." spricht sich billigend über die von Thomas Carlyle geäußerten Ansichten aus, bemerkt aber dazu, durch den vorgeschlagenen Schiedsspruch würde die Frage gelöst werden können, wenn England, Rußland und Oesterreich vorher sich geeinigt hätten, ihn nut allen Mitteln zur Execution zu bringen ; im Falle einer solchen Einigung würde eS aber kaum eines Schiedsspruches bedürfen. Von historischem Werth bleibe immerhin Carlyle's Ausspruch in dem Augenblick, wo die Conferenz zusammentrete und die Türkei jeder Action Europas zuvorkommen wolle, indem sie den prunkenden Vorhang constitutionellen Comödienspiels über das blutige Drama in Bulgarien ziehe. Europa gebe es keine Regierung, die hierdurch getäuscht werden könnte. ur f f, — Die französische Regierung ist in der höflichsten und freundschaftltm- sten Weise auf die Eventualität einer Ablehnung Deutschlands, die Pariser Weltausstellung zu beschicken, vorbereitet worden. Osficiell wurde diese Ablehnung nicht angemeldct. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, daß eine officielle Notificirung der Ablehnung kaum erfolgen dürste, und daß, wenn Deutschland sich in Wirklichkeit dazu entschließt, der Ausstellung fern zu bleiben, es dies : stillschweigend thun werde. Dagegen will Oesterreich die Weltausstellung be- 1 schicken und die Regierung hat für diesen Zweck die staatliche Creditforderung 1 von 700,000 fl. beim Abgeordnetenhause eingebracht. Wenn die Ausstellung ' zu Stande kommt und Deutschland von derselben fern bleibt, so mag sich jene : Summe für Oesterreich rentiren, das einen Concurrenten weniger bei der Schau- 1 stellung seiner geschmackvollen Erzeugnisie neben sich sehen wird. Ob die orien- ' talischen Verwicklungen dem Lande die erforderliche Muße und die Geldmittel ' gönnen, um sich für den Kampf auf dem Felde der Industrie ausreichend zu rüsten, das ist freilich eine andere Frage. Petersburg, 29. November. Die Mittheilungen über den dem Marquis v. Salisbury in Berlin und Wien gewordenen Empfang hat man hier mit großem Interesse verfolgt. Die Besprechungen, welche der Marquis batte, werden ihm die Gewißheit gegeben haben, daß in den intimen Beziehungen zwischen den Drei-Kaiser-Höfen keine Aenderung eingetreten ist. Rußland bat nicht als Hauptforderung „Oceupation" auf der Conferenz zu vertreten , ater England. London, 29. November. Sir Bärtle Frere ist zum Gouverneur bet Cap-Colonie ernannt. Italien Rom, 29. November. Marquis v. Salisbury ist hier eingetroffen. Rußland. (620; Schulhof, ■■ Weidig. mit Hcsterrcich. Wien, 29. November. In parlamentarischen Kreisen ist man nicht gewillt dem Ministerium gegenüber eine Stellung einzunebmen, die schon jetzt dazu nöthigte, die Eabine's-Frage zu stellen; die Majorität will den weiteren Verlauf der Verhandlungen zwischen der Regierung und der Nationalbank abwarten — Aus Bukarest wird gemeldet, daß Oesterreich und Deutschland über die von Rumänien angeregte Frage der Gewährleistung sür die rumänische Neutralität sich bisher nicht ausgesprochen haben. Wien, 30. November. Au« Konstantinopel wird gemeldet: In Bagdad ist die Pest ausgebrochen. Der europäische Gesundheits-Rath protestirte bisher vergebens gegen alle ferneren Aushebungen für die europäische Armee der Türkei. Pesth, 29. November. Der Minister-Präsident v. Tisza hat sich nach GödLllö begeben, woselbst er Empfang beim Kaiser haben wird. Morgen soll eine Conferenz der liberalen Partei stattfiuden, in welcher, wie verlautet, Tisza betreffs der Bankfrage interpellirt wird, worauf Erklärungen derselben folgen würden. KranLreich. Paris, 29. November. Das Ministerium hat sich dahin entschieden^ daß Dnfaure nicht von seinem Posten zurücktreten solle, bevor beide Kammern das Budget votirt haben. Auch die Linke sucht Borkehrnngen gegen die drohende Krisis zu treffen. Darmstadt, 28. November. Aus den neuesten Drucksachen der ersten 1 Kammer ergibt sich, daß die betr. Ausschüsse in folgenden Angelegenheiten Beitritt zu den Beschlüssen der zweiten Kammer beantragen: Regierungs-Vorlage , wegen Erbauung einer Turnhalle in Gießen, Antrag des Abg. Hirschhorn wegen besonderer Besteuerung des Gewerbes im Umherziehen, Antrag desselben Abgeordneten wegen Erlaffes einer Instruction zu dem Gesetze über die Zusammenlegung der Grundstücke vom 28. August 1871 ; Regierungs-Vorlage wegen Herrichtung von Dienst-Räumen für die Bergmeisterei in Gießen. Dagegen wird Nicht-Beitrttt zu den genehmigenden Beschlüffen der zweiten Kammer bezüglich des Büchner'schen Antrags auf Erstreckung des Einlösungs-Termins der hessischen Fünfzig-Gulden-Loose befürwortet. Darmstadt, 29. November. Die erste Kammer der Stande wirD sich in ihrer heutigen Sitzung mit dem vom anderen Hauie mit 36^gegen 7 Stimmen angenommenen Antrag des Abg. Büchner beschäftigen, die e^taatsregiecung zu ersuchen, den Einlösungs-Termin der hessischen Partial-Schuldscheine über 50 fl. vom 25. August 1825 angemessen insofern zu erweitern , daß die zur Verloosung gekommenen, aber nicht zeitgemäß erhobenen Beträge nachträglich erhoben weiden könnten. Wie bereits früher das Fiuanzminifleritnn in einem Schreiben an den Finanzausschuß der zweiten Kammer sich ausführlich gegen den gestellten Antrag ausgesprochen hat, so ist auch der Finanzausschuß der ersten Kammer nach dem von dem Frhrn. zu Schweinsberg desfalls erstatteten Bericht für Ablehnung des Antrags. Aus den eingehenden Motiven des Ausschußantrags möge folgende Stelle hier Platz finden: „In dem bet der Zweiten Kammer erstatteten Ausschußberichte wird noch gesagt, der Staat solle sich nicht dadurch zum Nachtheil Einzelner bereichern, daß er die zu spät präsentir- ten Partiat-Schuldscheine nicht einlöse. Allein ebenso wenig soll sich ein Private dadurch bereichern, daß er eine verjährte Forderung nicht bezahlt. Dies ist also ein Grund, der gegen jede Verjährung einer Forderung sprechen wurde, also wieder zu viel beweist. Die Gesetzgebung hat aber doch keinen Anstand aenommen, eine Verjährung von viel kürzerer Dauer als bei den Anlehens loosen von 2 Jahren, sogar von 1 Jahr, bei einer ganzen Reihe von rZvrde runaen' sestzusetzen, weil sie die Privaten gegen Forderungen schützen wollte, die lebr häufig zu prozeffualischen Verhandlungen geführt hätten, und die Privaten nicht für verbunden hielt, die Quittungen über die auf solche Forderungen geleisteten Zahlungen lange Jahre aufzubewahren. Ebenso wenig kann man aber ' auch dem Staate zumuthen, die auf noch nicht erhobene Loose bei den verschiedenen Ziehungen gefallenen Gewinne sür jedes einzelne Loos bei jeder Rech- nungssteüung lange Jahre hindurch, nach der Ansicht des Ausschufies sogar teilweise beinahe'70 Jahre lang, als Schuld aufzusühren, um hernack pater, bei der vielleicht eintretenden Präsentation, als Legitimation für die geleistete Zahlung zu dienen. Hierdurch würde nicht allein die Stellung jeder Rechnung, sondern auch die Revision der Rechnungen erschwert werden, und der 'Staat ist wohl nicht verbunden, hierdurch die Loosinhaber gegen Schaden zu sichern, wenn dieselben zu nachlässig sind, um selbst durch eine von Zeit zu Zeit zu wiederholende Erkundigung sich davor zu sickern." . . Berlin, 29. November. Bei Besprechung der gegenwärtigen Lage der Reicks-Justiz-Gesetze weift die „Prov-Corresp." darauf hin, daß mehrfach Be ickiüsse gefaßt seien, deren Annahme für die Bundes-Regierungen nach deren Überzeugung hinsichtlich der Bedingungen, von welchen das öffentliche Wohl atckänge, und bei ihrer Verantwortlichkeit sür dieses geradezu unmöglich sei. Die Regierungen dürsten und würden da« hohe Gut der nationaleu Rechtsein- nicht mit Zugeständnissen erkaufen, durch welche die Rechtssicherheit erschüttert würde Das Entgegenkommen der Regierungen findet vielmehr unbedingt ne Gren ° an idrer Verantwortlichkeit für die Wahrung des Staatswohls !md d« Staatssicherheit. Das Blatt gibt schließlich dem Wunsche Aus nick daü nickt die Punkte des Zwiespaltes immer weiter gehäuft wurden. schon W bedürfe es der ernstesten Arbeit und einer vertrauensvollen Verständigung vor der endgültigen B-schlußnahme, um die schließliche Vereinbarung zn sichern. Der Schluß^ der Saison des Reichstags werde kaum vor dem 20. December b Mv - Hn MU fiWa I fllincirttn Diener jur I Altnulig her I i Vruhschast. in tut an UnterM | Araber 1676. (621m ßasinv-Aorstmb. tBfbrr._________ stirtcsZimM i von einer alte ort >u mietbei < ,bcres in der Itte.____________ J L°llL»!>_ jladen M, |U mtoW flS -V md-rA $ (5869 ..Jaffas nfßt9 - Bei Fortsetzung der zweiten Lesung der Strafproceß-Ordnung nahm der Reichstag die 85 bis 132 in der Comnnssionsfassuug an. Zu §§ 89 M 91 wurde ein Antrag Windthorst's, daß eine Beschlagnahme nur rast richterlicken Befehls, nickt auch schon auf staatsanwalischaftlichen Befehl erfo - gen könne, abgelehnt. Dagegen fand ein Zusatz-Antrag Hanel S, ®ono* 1 Konllscation von Briefen und Telegrammen anf bestimmte, bei der dritien Lesung fcstzufetzende Kategorieen beschränkt sein solle, die Billigung des Hauses. » , « 100 regte Haffelmann die Frage der Staatsentschäd.gung an für stick Personen, die durch ungerechtfertigte Beschlagnahme geschädigt werden. Hänst nahm einen früher in der Commission handelt, bestimmt zu ettlären, daß die türkische Verfaffuug undiscutirbar sei, daß dw W. «•««fw«»'"»*«*Sl*”«■" Zweck die Occupation erforderlich erscheine. Wollen sich andere Mächte hieran betheiligen, so wünscht Rußland auch jetzt noch nichts Besseres; wenn nicht, so muß Rußland zur Erreichung derselben Zwecke, welche im Berliner Memorandum gebilligt sind, seinerseits executorisch vorgehen. Petersburg, 30. November. Die Aeußerungen der Berliner „Post" über die jüngsten Kundgebungen der russischen Politik in der Depesche Gort- schakofsis an Schuwaloff vom 19. Novbr. haben in hiesigen maßgebenden Kreisen Erregung verursacht. Aus dem zweiten Schreiben wird eine abgerissene Bemerkung (es ist wahrhaft peinlich, zu sehen, wie zwei große Staaten, die vereinigt den Frieden Europas zu ihrem gegenseitigen Bortheil und zum Vor- theil Aller regeln könnten, sich selbst und die Welt durch einen auf Vorurtheile und Mißverständnisse begründeten Antagonismus beunruhigen) von der „Post" herausgegriffen und als Prätension bezeichnet. Bei dem Bestehen des Drei' Kaiser-Bündnisses, welchem Rußland jederzeit seine volle Treue bekundet bat, kann dieser Paffus nur bedeuten, daß der Antagonismus der zwei Machte das allgemeine Etnverständniß erschwert. Die Parallele, welche die „Post" in einem besonderen Artikel mit der Sprache Rußlands von 1873 zieht, ist vollständig unzutreffend einer Sachlage gegenüber, die einerseits durch die Stellung Rumäniens eine völlig andere ist als dazumal, und der andererseits die der jetzigen Situation vorangegangenen, von den Mächten vereinbarten gemeinschaftlichen Schritte ein vollständig anderes Gepräge gegeben haben. Warschau, 29. November. Die hiesige Einwohnerschaft hat an den Kaiser eine fast gleichlautende Adreffe mit den von Petersburg, Moskau, Tambow überreichten abgesandt. Die Stimmung ift überall russenfreundlich und für die Slaven-Sache. — Sierock wird befestigt. Türkei. Konstantinopel, 29. November. Die französischen Bevollmäch- tigten zur Conferenz, Grafen Chaudordy und Bourgoing, sind heute Morgen hier angekommen. Pera, 29. November. Gutem Vernehmen nach ist eine Minister-Krisis ausgebrochen, indem der Großvezir seine Zustimmung zu Midhat Paschas Ver- faffuugs-Entwurf aus principiellen Gründen verweigerte und auf die Entscheidung des Sultans drang. Aumänien. Bukarest, 30. November. Die Position der Minister erscheint durch die Haltung des Senats erschüttert, doch verlautet von der Demission des Ministeriums bisher noch nichts. Amerika. New-Aork, 29. November. Die öffentliche Ruhe in Süd - Carolina ist bisher noch nicht gestört. Sämmtliche demokratische Abgeordnete nebst zwei von ihren republikanischen Collegen sind in einem öffentlichen Local der Stadt Columbia zusammengetreten und haben sich als legale legislative Versammlung constituirt, deren Anerkennung sie fordern. New-Uvrk, 30. November. Die Mitglieder des Senats von Süd- Carolina, welche der demokratischen Partei angehören, haben gegen die Legali- tät der durch die Republikaner dieses Staates constituirten Repräsentanten- Kammer Verwahrung erhoben. Lokal-Notiz. - Gießen, 1. Dec. Auf der hiesigen Aktienbrauerei wurden heute Morgen große Lagersässer gepecht. Eines derselben zerplatzte mit einem furchtbaren Knalle und zerschlug einem vor dem Faste stehenden Küfer den Oberschenkel- Die brennenden Faßdauben flogen haushoch und zum Theit bis an die schöne Aussicht- Infolge der riesigen Feuergarbe stürmte es vom Thurme, doch war in kurzer Zeit jede Gefahr beseitigt. Der schwer Verletzte wurde in die Klinik verbracht. _ -Heute Recht wurde in einem Hause der Wehsteingasse ein Einbruch vrsucht. A ursche, durch die Hausleute gestört, nahm ohne irgend etwas mitzunehmen durch das Fenster, wo er auch eingestiegen, seinen Rückweg. . gestrige 4 Abonnements-Co. cert war wieder so ftarf besucht, daß fast kein Platz mehr in dem großen Saale zu haben war. — Wenn auf der einen Seite das Publikum der Musik durch zahlreich s Besuchen der Concerte seine Anerkeniung zollt- so darf man andererseits aber doch erwart n, daß etwas mehr Ruhe herrschen sollte. Z. B. die erste Polonaise von Chopin konnte absolut nicht zur Geltung komnen weil der Lärm und das Getöse der Art war, ban, wenn Referent Musiker gewden wäre, er das Podium im Stich gelassen hätte. Daß ferner Hunde in den Concertseal mitgebracht werden, ist gelinde gesagt, eine Ungezogenheit, die nicht strenge genug gerügt werden kann. Hoffen und erwarten wir, datz für die folgenden Concerte bie\e Uebelstände Wegfällen. Literarisches. Fünftig Fabeln für Kinder, von Wilhelm Hey. In Bildern gezeichnet von Otto S p e ck t e r. Nebst einem ernsthaften Anhänge. 2 Bände. Gotha, Friedrich Andreas Perthes. Gr. Ausg. ä Bd. c/ft. 3. 50- kl Ausg. ä Bd. clL 1. 50. ' »Das ist ein Jugendbuch bester Art, wie es für Kinder von fünf bis acht Jahren fein schöneres gibt. Es ist schwer zu sagen, wer hier das meiste Verdienst hat ob der Dichter ober der Künstler; beide haben so Vortreffliches geboten, daß die Kinder und bi_e Alten ihre Freude daran haben. In keinem Haus, in dem frische Kinder he! umspringen, sollte dies Buch fehlen." "1"' '."1 ' I I ■ ■■ ■Till Kalender Welche Anhänglichkeit unsere deutschen Landsleute jenseits des Meeres für die alte Heimath haben, zeigt nachstehender Brief aus den Vereinigten S'aaten, dessen Schreiber über einen Dollar für einen Kalender bezahlte, der in Deutschland in jedem Städtchen für wenige Groschen verkauft wird. Der Brief lautet: „Mit dem tapfern nnd ehrlichen Lahrer Kalender bähe ich dieses Jahr wenig Glück gehabt Er kostet mich schon über einen Dollar. Ich sah den Kalender, den „Lahrer hinkenden Boten", advertig ed by Schaefer und Koradi in Philadelphia für 25 Cts., und sandte diese dahin; — keine Antwort! — Unser Postmeister hatte hier Hunderte von Dollars gestohlen und Massen von Briefen, blos der Post stamps wegen, vernichtet und er sitzt jetzt im Schnitzlebutzhäusle. Ich sandte nochmals 25 Cts. nebst Porto und bekam einen „Deutschen Reichsboten" mit einem großen Blutfleck.il an der Nase, welcher aber stark nach Frömmelei und Heuchelei riecht, gedruckt in Leipzig. Endlich sandte ich 50 Cts. an Theod. Bernhard in New-Aork, von dem ich dann den echten Tabak bekam." (Konstanzer Zeitung.) Frijchbäcker ju Gießen. Sonntag, den 3. December 1876. W. Lang in der Neustadt. H. Kuhn am Kreuz. L. Keil in den Neuen Bauen Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst. Sonntag, den 3. December. I Advent. Morgens: Pfarrvicar Schöner. (Feier des heil. Abendmahles) Nachmittags: Pfarrverwalter Schlosser. (Am Dor- und Nachmittag wird eine Collekte für die Stadtkirche erhoben.) (Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 3. bis 9. December besorgt Pfarrer Dr. Seel.) Kaufmännischer Verein Frankfurt a. M. Unser Bureau, das die Herren Chefs kostenfrei bedient, vermittelte im abgel Jahre (auch Nichtmitgliedern) über 1000 Commis- und LehrlingSstellen. (3765 Frucht- und Mehlpreise in verflossener Woche von nachbenannten Orten und Fruchtmärkten. Erbsen Wicken Kurtoffeln. Markt preis MP M^P. P. M MP. M M P. P. M P M- M- M7 M. M- M. M. M- 3 Normalgewicht per Malter: Waizen 200, Korn 180, Gerste 160, Spelz und Hafer 120, Erb 2 74 Auf dem Markt Auf dem Markt 16 8 14 10 Aus dem Markt Mit.- preis 57 9 Mtt.- preis Linsen. ÄüfUm^Mtt Mit.- preis •S*»- 8 B 3 55 19,41 6 13.75 18|— 8 92 1894 2 5 7 en, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mehl 140 Pfund. •Sk1 Die Mainzer und Lauterbacher Preise verstehen sich zu 200 Pfd.. die von Grünberg zu 50 Klgr. Hafer. MD preis Fruchtmärkte. Oct. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit.- preis Auf dem Markt Mit-- prets lauf- gef- S M P. lauf' gef. Q M P. 'S’ <5 ® •paa M 9. | auf; 1 gef. M P. Gießen M- M M. M M. M- M. M. Alsfeld 25. 9 8 24 — 16 16 20 25 17 — — — — — G rünberg 25. — 1098 12 12 — 111 10 3 — 136 8 65 — _ — _ L a uterb ach 25 — 30,05 23 — — 24 20 14 — 10,5, 15 29 — — — _ Mainz — — — — — 10 16,52 — 4 14 86 — — — — Auf dem Markt «4 . r>x a cs p M. M. 39 33 — 285 — 32 oo — 1 Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Zur Bezahlung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Kapitalien am Ende dieses Jahres fällig werden, sind nachstehende Termine festgesetzt, und zwar: 2) Dienstag den 5. December 1876, 3) Mittwoch , 6. „ „ 4) Donnerstag „ 7. 5) Samstag „ 9. 6) Dienstag „ 12. „ 7) Mittwoch „13. 8) Donnerstag „ 14. „ 9) Samstag „ 16. 10) Dienstag „ 19. 11) Mittwoch „ 20. „ " 12) Donnerstag „ 21. " 13) Samstag ,, 23. 14) Mittwoch „ 27. 15) Donnerstag „ 28. „ 16) Samstag „ 30. „ „ sowie 17) Dienstag den 2. Januar 1877, 18) Mittwoch „ 3. „ 19) Donnerstag „ 4. „ „ 20) Samstag „ 6. „ „ 21) Dienstag „ 9. „ „ 22) Mittwoch „ 10. „ 23) Donnerstag „ 11. „ „ 24) Samstag „ 13. „ „ Die Interessenten werden daher aufge- forbeit die Zahlungen an diesen Tagen in Empfang zu nehmen und hierzu durch Vor zeigung der Schuldscheine sich zu legitimiren. Zugleich wird bemerkt, daß die auf den Donnerstag fallenden Zahltage für die Interessenten der Stadt Gießen, dagegen die übrigen Zahltage für die Auswärtigen bestimmt sind. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 28. November 1876. (5160 Aer Kechner der Spar- und Leihkaffe: Kehr. Köln - Gießener - Eisenbahn. 6196) Die Ausführung der Erd- und Maurerarbeiten zu einer Centesimal- Brückenwaage auf Bahnhof Gießen, nebst Lieferung aller Materialien soll vergeben werden Zeichnungen und Massenberechnungen sind auf dem Bureau des Bohnhofs'Jnspectors der Köln-Gießener-Bahn zu Gießen einzusehen, woselbst Offerten innerhalb 8 Tagen abzugeben sind. Wetzlar, den 27. November 1876. Der BetrLebs-Jnspector: _________ Bolko. Bekanntmachung. Für die Großherzoglichen Oeconomie- gebäude zu Neu Ulrichstein bei Homberg ist die Anlieferung von 5700 gewöhnlichen Plattziegeln an Ort und Stelle oder eine Station der Oberbeff Bahnen nöthig und werden baldige Offerten entgegen genommen. Grünberp, den 29. Nov. 1876. (6203 Großherzoglichks Kreisbauamt Grünberg. Dr. Diffenbach Im Firmen-Register des unterzeichneten Gerichts ist heute folgender Eintrag vollzogen worden: Louis Rothenberger zu Gießen betreibt dahier feit 1. Juli d. I. unter der Firma „Louis Rothenberger" ein kaufmännisches Geschäft. Gießen, den 28. November 1876. (6230 Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. offerirt billigst (6090 (4971 (5453 Gehr. Scheel eröffnet. (6228 J. H. Fuhr. Sonnenstraße 104. 5789) Uorriithig bei J. Ricker in Gießen: (6144 Brehms Thierleben Zu feinen Bäckereien offeriren : 284 245 6094) aus 1) 2) 3) 5 303 Baschliks und Kaputzen, Seelenwärmer, Westen für Kinder und Damen, Shawls, Handarbeit und gewebte in verschiedenen Farben, Kinderkleidchen und Jäckchen, Socken, Damen, Kinderstrümpfe und Gamaschen, Unterhofen und Jacken, Winter- Handschuhe empfiehlt in großer Auswahl und billigen Preisen. Feinstes Elüthenmehl, aus der Kunstmühle des Herrn Ferd. Burk; Feinste, selbst gestossene und gesiebte Raffinade, Citronat und Orangeat, gestossenen Zimmet, überhaupt alle derartige Artikel in frischer Waare JT. I. Busch Söhne. Gothaer Cervelatwurst, ehifte Qualität, en pfieblt l6099 Gg. Wilh. Weidlg. Zweite Auflage mit gänzlich umgearbeitetem und erweitertem Text und grösstenteils neuen Abbildungen nach der Natur, umfasst in vier Abteilungen eine a,llgrexxxeizie ZCunde der Tlxiex-xvelt aufs prachtvollste illustrirt und erscheint in 100 wöchentlichen Lieferungen zum Preis von _Z Mark» Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. Geschäftskalender für das Jahr 1«77 mit breitem Raum, Comptoirkalender, Miniaturkalender, Landkalender, tauSfreund, ustav-AdolphSkalender, Reichsbote, Oeffentlicbe 'Aufforderung. Forderungen jeder Art an die Heinrich Schmidt II. Eheleute in Rödgen sind unter genauer Angabe der Zeit ihrer Entstehung ipeciftcut b i unie.zeichi-ltem Gerichte so gewiß binnen 8 Tagen amumtlben, als sie sonst bei der beantragten Regelung der Vermögentzverhältnisse genannter Eheleute nicht berücksichtigt würden. Gießen, den 30. Roveinber 1876 (6240 Großherzogliches Landgericht Gießen. Erdmann, I)r. T r a p p, Landrichter. Landg. Assessor. Carl Leib, A. 17. hinter der Kirche A. 17. empfiehlt sein Lager aller Arten Spiegel, Bilderrahmen in jeder Ausführung, Consol'S und runde Tische mit Marmorplatten. (6134 Ueuvergoldungen werden auf das Solideste baldigst gefertigt. Bekanntmachung. Betreffend: Die Ergänzungswahl der Großh. Handelskammer zu Gießen für das Jahr 1876. Auf Grund des Gesetzes vom 17. November 1871 die Handelskammer betr. hat demnächst eine Neuwahl von 3 Mitgliedern der unterzeichneten Handelskammer an Stelle des im Laufe dieses Jahres ausgefchiedenen Mitglieds C. Diery und der nach den gesetzlichen Bestimmungen mit dem 1. Januar nächsten Jahres ausscheidenden Mitglieder E. Sil bereifen und W. Lie brich stattzufinden. Wahlberechtigt sind hierbei diejenigen hiesigen Kaufleute und Gesellschaften, welche als Inhaber einer Firma in dem Handelsregister des Großh. Stadtgerichts dahter eingetragen stehen und einer der vier ersten Gewerbesteuerklasien angehören. Die Liste der Wahlberechtigten liegt 10 Tage lang, und zwar vom 6. bis 15. l. Mts. (beides einschließlich) Vormittags von 9 —12 und Nachmittags von 3—6 Uhr auf dem Bureau des zum Wahlcomrmssär ernannten Herrn Adolph Noll zu Jedermanns Einsicht offen, und können Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung nur innerhalb dieser 10 Tage bei der Handelskammer vorgebracht werden. Nur diejenigen Firmen können zur Wahl zugelassen werden, welche als wahlberechtigt in der Liste eingetragen sind. Gießen den 1. December 1876. Großherzogliche Handelskammer. M. H o m b e r g e r. Teppiche, abgepaßt und am Stück, Läufer, Cocos-Matten,Tifchdecken von Vormittons 9 Uhr an, joQen im Anncröder Gemeindewald, District Köpfeln und Wolfskaut, nachverzeichnetes Holz öffentlich verfleigert robben als: - — Nsdelstämme von 15 bis 33 Elm Durchmrsser bis 15 M. Ian«. Eichenstamme von 23 bis 41 Ctm. Durchmesser bis 8 M. lang. Nadelsiangen von 14 Ctm. Durchm. Wersteigerungcn. Dienstag den 5. December d. I , Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus die zumNach- laß desPeterVogt gehörenden, in Nr. 276 des Anzeigers naher beschriebenen Grundstücke einer letztmaligen Versteigerung ausgesetzt, und bet annehmbarem Gebote der Zuschlag sofort ertheilt werden. Gießen, den 1. December 1876. (2621 Großhetzoglicins ^rtsgericht Gießen. Uü b e fing 6227) Frische-Samen und Leinkuchen, Kornklcte. Weizenschaleu und Kutter- Imehl empfiehlt . r J. M Schulhof, Marktstraße. I Holzversteigernilg. Donne« stag den 7. Dec. d. I., Versteigerung von Grundstücken und Gebäulichkeiten in der Gemarkung Dorheim bei Friedberg in der Wetterau. Freitag den 8. December d. I., Vormittags 11 Uhr, sollen die zum früheren Dorbeimer Braunkohlenbergwerk gehörenden in der Dorheiver Gemarkung gelegenen. ungefähr 180,000 hallenden Grund- ftüde nebst Gebäulichkeiten auf dem Salinenamtslokal dahier einer nochmaligen öffentlichen Versteigerung und zwar im Ganzen unterworfen werden. Die näheren Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannt gemacht, können fedoch auch vorher an den gewöhnlicheli Wochentageli von 8 bis 12 und von 2 bis 4 Uhr dahier emgefehen oder gegen Erstattung der Abfchreibegebühren von uns bezogen werden. • Bemerkt.wird, daß außer 2 Parzellen das sämmtliche Gelände einen zusammenhängenden Gütercomvlex bildet und sich mithin zur Herstellung eines kleinen Landgutes um so mehr eignet, als sich bei der Wohnung auch Oeconomte- gebäude befinden. Bad Nauheim, am 24. November 1876. Großherzogliches Bergamt Dorheim. Neunaugen, Anchovis, Ruff. Sardinen, empfiehlt (5718 Emil Fischbach. Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 4. December 1876, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießel er Stadtwalde, in den Di- ftricten Neuhe ge und Katharinenbutte, nad); verzeichnetes Holz versteigert werden: Sckeith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen Nadel 26 553 182 • 6850 276 Nadel-Stämme, mit 69,56 Fcstmeter, 47 „ Stangen, „ 4,39 „ Die Zusammenkunft ist auf der Grün- bergerstraße an der 1. Schneiße. (Wiefeen, am 29. November 1876. (6190 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. __ __ Frische Fische, Reh im An- schnitt, Holländer Rahmkäse, empfiehlt (6215 H. Kurth. verkürzt die Zeit des Butterns, macht die Butter fester und schmackhafter und ver- - hindert das Ranzigwerden derselben. Ein 2t. IC* empfehlen Paket für 500 Liter Milch ä 50 Pfg. zu " haben bei C F. Semmler._______(2660 6078) Eine Markensammlung mit über 500 Marken zu verkaufen. Näheres bei mehl empfiehlt der Exped. d. BlttS. | " Engelhardt. Aeilgebotenes. Trockene Hessettbrücker Braunkohlen bei (6216 ____Gi-g. TTnverzagt. 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(6232 tBST Während der Dauer meines Ausverkaufs befindet sich das Schirmgefchast der Krau P. Frank im Zimmer neben dem Laden. ’ÜßL ■Beilin, . dtt StrafpwckßD «ilßonsfassung an tM9: »nicht blos gewählten SSettbeil W R-gikssks an Msile bekämpft i schobenen W H6< «sichwerbewege« k «-«lunt/rtai ablebu «ut iit jUfa fi im tauf, i vom ßujg Thierspital zu Gießen. 6223) Es werden ahgenntzte Pserde und Esel gekauft durch den Anstaltsdiener Körber daselbst. k „ Wie», 30 I jZD D-«L -N'k-dei Minictzso. **a» wÄ“ i 1 mH ÄS Sv-5 Wohnungsveräuderung. 6102) Einem geehrten Publikum die ergebene Mittheilung, daß ich meine Wohnung und Geschäftslokal in das von mir erkaufte Formhals'sche Haus, vis-ä-vis der Polizei, verlöt habe. Achtungsvoll Köln-Gießener Kahn. Abfahrten von Gießen nach: veutz 6<5, 12, 443. Dillenburg 6", 12, 4*3, 9$. (2540 Siegen 645, 12. Wetzlar 6<\ 8« 9», 12, 4» * 7\ 9». Pelzwaarenhandlung leben Staubes finden fsS bist rite Auinahn.e bet Hebamme Müssig in Mannheim. 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