E8V6. Sonntag, den 1. Oktober Wo. ««9 AllM. «nd Amisbtütt stl den Kreis Gießen »mite. Gießen, den 27. September 1876. 6 Uhr, mit Ausnahme der Sonntage Mbrr d.j l: und ©eomte ehufs Aufnahm i mäßige und g» (« iorsteher »r. KÜM, Preiö vierteljährlich 3 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft kpflen vierteljährNch > Mart tS Pt- Erscheint täglich mit Ausnahme de« Mo«t«gs. Expeditionr Schukstraße, At- B- Nr. 18. RuinobrUaS:^ '«mti’M 8. Stern £■’» Y1S*^ WO fess; ober 'n berg: In dem Budget des landwir.hschaftlichen Bezirksvereins Gießen für ba« J°hr1^ ist die Summe von 500 Mark -Ken für^ wirthschastlichen Bezirks-Verein« Gießen. v. Röder. ...........Me" Gwßh-rz°gliche Kms-Schnl-C°mmifsi°n Gieße» .... LSWWm-ZS- - *■ ^IMWMDMZMZIE,,.« voea^sbezahlt. ^Amneldung'en^wolle'n^n^balbigst'^an^bas^.'Büre^^deE^AN^eKgewerbvereinA in ve mb vorletzt! | Immdti. 9te j : ftlbfl fdon nais ig in ihr Tegel» liv.'-Pulhhandsuits Id. Aus Dunit ^UlldU-iUhr nnafioft ober Stallti, Ausnahme. B" n-> Iltis. _______- "7Ö=8Ö$f6- M retten wöchentlich Teschäst j» «ff -Offerten unter Ju ptbihon t. Bl^., »nten «• „.Fabrik* ««üüJrrSr, IVIB rr sch i 9eltH* «g brungcu Mptcrl^' ri#®n6'S, j? MZ äSi Der Vorstand des Lokalgewerbvereins. Deutsche Art und englisches Beispiel. aus Gründen der in Serbien und Darmstadt" richten. Darmstadt, den 23. September 1876- verderblichen Einfluß siegreicher Kriege die Neigung zum getreten sein, im Allgemeinen hat man nirgends em c" fremdes Wesen, für fremde Art, als in D°"ffch^> . „ , man nirgends gerechter über fremde Nationalitäten, selbst bis zur Herabsetzung eiaener Vorzüge, gerecht zu urlheilen, als gerade in Deutschland. * ab”S «übe« 8*a0e ifl bk, ob es räthlich ist, solch- Utihe, - unb Sympulhi-eu ober Slntipalbletn auf ba« Scbiet b-r Polite! »" ub-rtrag-w Diese Kraae muß entschieden verneint werden. Etil Staatsmann, der statt der ornl reffen ^des seiner Leitung anvertrauten Gemeinwesens seine Politik durch Svnlvatbieen oder Antipathieen bestimmen lassen würde, wäre einfach eine Art Ä! CÄ und'ebenso darf ein Volk von s"n,er Negten.ng nicht ver- lanaen daß sie ihre Politik von derartigen Beweggründen leiten lasie^ Auch würden unserer innigsten Ueberzeugung nach die englischen Sympathie-Meetings Das große Londoner Cityblatt", die Times, M ?V1 Tber",Orientali=Iwachsen, der unvollkommenen Ubeit, in Der wir reoeu, ivucu Wandlung in der Politik des englischen Tory'Cabinets bezüglich der onei ) b'Mid)[ie6[id) bie Handlungen der Völker und ihrer Regierungen be- scken Frage, diese Wandlung den Kundgebungen des englischen 'N.. ^ntereffen ^fretlicfa nn höheren Sinne des Worres, nicht etwa Vortheile schrieben, welches entgegen jener Politik auf das Energischste gegen J’ ' Augenblicks die auf Kosten des Rechts errungen werden müssen. Wer Grausamkeiten in zahlreichen Meetings sich ausgesprochen u,^hJ“n®-etwa« «Uibeve^ behauptet, der dient bewußt, oder unbewußt der politischen Heu- sür die Serben und Montenegriner bekundet habe. Einen Theil dieser Wand^wa^uwereo ' bj Westmächte in der orientalischen Frage an- lung mag man allerdings aus solcher. Moüven her ecken onnen> er ebenfchel- U Unterdrückte Recht der Muhameda- s-hr ist doch wohl ba- G-fuhl, baß bi- bisherig- Pole, Ich 41 »«, » 6 19 « a6(r jm P@nml)c aelw„„lc„ bilb,t- bi-f- Sympathi- nur ben Sonuanb „ .... (für Serbien sehr einflußlos geblieben, wenn nicht bie bisherige Politik des ----Tory-Cabinets eine fehlerhafte gewesen wäre. Ueberll, wo Neigung oder Ab- hat bei Besprechung der neigung die politischen Entscheidungen bestimmte, ist Unheil aus dense ben er yal oei Despeeu) g | »,c.ä ber unvollkommenen Welt, in der wir leben, sollen „Interessen ... ____ . u v < cn 5 re__Qö/i/iioritn aoh hPs damals für das unterdrückte Recht der Muhameda- Englanb^i^ eine^Sackgaste^zn'führen brohe, für bie Haublungsweife b<« Beaconsfield und seiner maßge6enD f . selbstge- die angeblichen „Sympathien" nur den Deckmantel für sehr egoistische Zwecke Bei diesem Anlaß nimmt die „Times Gelegenheit, einen ehr ’M b 8 @L(. te M lä ben Schleier von solchem pathetischen Gebahren fälligen Vergleich zwischen England »ud Deutschland anzustellen und komm In dies Gebiet fällt bie Sympathie, die angeblich der erste Napoleon dem Schluß, daß es in Deutschland übel bestellt sei mck der Sympach J T j unb bie Tausende in den Tod geführt hat, in dies Gebre das Leiden anderer Völker, es herrsche un Gegensatz z den edlen, M des dritten Napoleon für die Nationalitäten. Nureinmal fremde Weh empfindlichen und stets hilfebereiten England bei uns der IM (Sefdiidite ist eine politische Action lediglich aus Gründen der politische Egoismus. Gerade der Fehler, den man England vorw rf , s »mpalhie für einen unteidrückten Volköstamm durchgeführt worden, und zwar Fehler Deutschlands! Also das Weltblatt @ui ^^b?^$e^eiung ie^^enlanfc8. Ach, auch hier hat alle Sympathie nicht viel 2- s ä" iTMsy äw™« ä"«» in $cu,to,a ycanoq iviv>utHtytu |V traurige Erfahrung, die Europa m Griechen- nalv-r-ins"'hi'est'sich inn-rhalb b-sch-ib-n-r Dimensionen, baß s--n-o -in- mnnit-lanb g-m-cht hat, auf b^n S.Ibststanbigkeit -s so groß- Hoffnungen t> , tdbar« Wirkung b-r „öff-nllich-n M-inung» auf blt R-gi-rm>, "s D^nchta" ' biesrr Mangel an -ia-ntlich-r Shmpathie für bie g-g!» bit Tnrk-r Nicht sehr wahrscheinlich ist und damit solche Meetings, wie,siesungst über u f^eli Nationalitätni, trotz'der Glaubensgemeinschaft oder mindesteiis Ver- in England stattgefunden haben, bei uns einfach zu den Unmogl chkecke i^zäh e N binbert Deutschland nicht, durch seine Politik auf deren Seite zu Aber im Uebrigen ist gerade in Deutschland, auch ohne daß dgsechalb Dyn- f / U beu'£ Politik, man darf die Berliner Vereinbarnngen Der pathie-Meetings stattzufinden pflegen, das Verstandniß und die Theilnahme fm s > Mf ^s ein Verdienst derselben ansehen, - wäre auch ohne D-Utschlanb, unb b,mg.m-ß ,pflr».|->u-bruch b.« f-rbifch-n guch bas Paihos unb bas S-Ulim-Ut fpi-I-u mbgen, in b-r Politik haben bi-s-Ib-n k-iu-u Platz uub wir ueiben Suglaub manch- bewährten Jnstttutronm im öff-utllch-u Leben, aber sicher nicht feine Meeting« mit ihren oorher f-stst-h-nb-n R-fo ntioneu, mit ihrer Heuchelei, bie all- möglichen f-lbstefch-,> Zwecke hmter lonenbtn «brafen m v-tbira-u sucht. AI« xoleti ch- Partei-Manöver lasten wir ber- «l-ichm gelten aber man wolle nur b-r W-lt nicht -im-b-u, bi- pur, Sym. pathie für Unterdrückte bestimme in England die öffentliche Meinung und regele die politische Action. ■M der 2ww.lt i»T ’7e(fen und etgan z eitig . alle m! 8- ^ Ltz°lrma l?l-M«rä- B°hörd .v ^„»-»andenen B Ä'« ste!l°n«-ii-st- ackten spanischer Advocate» über Auslegung des Wortlauts des Art. 11 ber London, 28. Septbr. Lord Derby empfing eine Deputation in Betreff der Protestanten-Verfolgung in Spanien und erklärte, es werde ein Gut- D^f<Ätand. Darmstadt, 28. Sept. Der Handels - Verein beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit der Frage, auf welche Weise die Interessen der Besitzer österreichisch-ungarischer Eisenbahn-Papiere, welche statt der versprochenen Thaler oder süddeutscher Währung in österreichischem Silber zahlen, zu wahren seien. Es wurde beschlossen, die fälligen Coupons en mässe in Berlin einzuklagen, um dann auf Grund des nicht zweifelhaften Urtheils die Wagen und Guthaben der betreffenden Bahnen in ganz Deutschland mit Beschlag belegen zu lassen. Außerdem wurde noch auf die Möglichkeit einer diplomatischen Intervention der Reichs-Regierung hingewiesen; namentlich war es Bürgermeister Ohly, der auf diesen Gesichtspunkt aufmerksam machte. Berti«, 28. Septbr. Soweit bisher Nachrichten vorliegen, sind nachfolgende Aussteller aus Südwest-Deutschland in Philadelphia prämitrt worden: die Bäuerische Gießerei in Frankfurt a. M., Reinhold Hanke in Höhr bei Coblenz, Gebr. Gundlach zu Groß-Almerode (Provinz Hessen-Nassau), Gebr. Lotzbeck zu Lahr, Heinrich Keller Sohn in Darmstadt, Adolph in Gießen, P. I. L. Landfried zu Wiesloch in Baden, August Gans in Baden-Baden. Bremen, 28. Septbr. Der volkswirthschaftliche Congreß hat beschloffen, daß die gesetzliche Regelung des Feingehaltes der Gold- und Silberwaaren sich beschränken müsse auf die Vorschrift, die Maaren mit dem Namen oder der Marke des Verfertigers oder Verkäufers, sowie mit der Angabe des Feingehaltes zu bezeichnen. Die Debatte über den Ankauf der Eisenbahnen durch das Reich schloß mit der Ablehnung sämmtlicher Anträge; die Anhänger, sowie die Gegner des Ankaufs waren in ziemlich gleicher Zahl vertreten. Nur die Noth- wendigkeit der Reform des Eisenbahnwesens wurde anerkannt. Cannstatt, 28. Septbr. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, das württembergische Königspaar und die großh. badischen Herrschaften trafen heute vor 11 Uhr auf dem Schauplatze des Volksfestes ein, stürmisch begrüßt von den ungeachtet des Regenwetters herbeigeströmten zahllosen Volksmassen aus allen Landestbeilen. Die hohen Herrschaften wohnten der mit dem landwirth- schaftlichen Hauptfest verbundenen Preis-Vertheilung, sowie den Wettrennen be und traten hierauf kurz vor 2 Uhr, abermals mit begeisterten Zurufen begrüßt, die Rückreise nach Stuttgart an. Stuttgart, 28. Septbr. Heute Nachmittag kurz nach 5 Uhr sind der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz und die großh. badischen Herrschaften mit Extra-Zug nach Baden-Baden abgereist. Am Bahnhofe hatten sich außer den Mitgliedern des königlichen Hauses die Spitzen der Militär- und Civil-Behörden eingefunden. Die kaiserlichen Majestäten nahmen hier den herzlichsten Abschied von dem württembergischen Königspaare. Das dichtgedrängte Publikum begrüßte die hohen Herrschaften sowohl bei der Abfahrt nach dem Bahnhofe, wie bei der Rückfahrt des Königspaares nach Abgang des Zuges mit stürmischen Zurufen. AtaNeu. Rom. Nach Beendigung der Erhebungen, die in zahlreichen Klöstern der Reichsprovinzen stattgefunden haben, wurden alle jungen Novizen und die nach dem Aufhebungsgesetz aufgenommenen Nonnen ihren Familien zurückgegeben. Die geistlichen Behörden von mehreren Provinzen haben die Sache dem Vati- can angezeigt, woher sofort die nöthigen Summen eintrafen, um jene Mädchen nach Frankreich und England zu schicken, wo dieselben in geeigneten geistlichen Häusern Unterkunft finden sollen. futtfanb. den königlichen Theatern in Berlin sicht man seit einiaen Taaen im ';ParcIuet J’Öen- Diese erfreuliche Thatsache ist die Folge eines Anschläge« m beiden Hausern, durch welchen die General-Intendanz die ®,n!riV ba6 P°rquet die Kopfbedeckung abzunehmen. ? r ker Sntcnbanj, daß sie nicht von Hüten, sondern „Kopfbedeckung" spricht? Zu dieser würden doch auch die hohen Zöpfe gehören. ■jr "7 (£LrnftJD" ®“nbel' der Schöpfer und Erbauer dcS Armin-Denkmals, ist am 25. September tm Württembergischen gestorben. ,f. ,n ^afboct getödt et). Indem hessischen Dorfe Fricdigerode *?, r «T. voigefommen, welcher eine nähere Erwähnung verdient. Der 76jährige Idolen, einen Schäfer, welcher verhindert war, seine Heerde zu he ten, nur einen Tag zu vertreten. Der Hund war alsbald seinem unbekannten Herrn entlaufen, der Schafbock dagegen dem rc. Becker zu Leibe gerückt, und hatte den alten Mann so zugerichtet, daß derselbe TagH darauf unter großen Schmerzen verstarb rr . « %Ut£ampton' 2L®cpt Das Postdampfschiff des Nordd. Lloyd M 0 s eh W- H' « , F' Neynaber, welches am 16. d. Mts. von Newyork abgegangen war, ist heute 3 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen und hat nach Landung der für Southampton bestimmten Passagiere, Post und Ladung 5 Uhr Nachmittags d>e Reise nach Bremen fortgesetzt. Die M 0 s e l überbringt 233 Passagiere und volle Ladung. I , Mpf benachü i fiNen, Manntina Sir bringen hiermit . daß vom 1. | !:i 6d)iffenberg für b $ Regtben werden. den 27. Teptem ®»H«joglidje 2 1(1 Oberhessischen E —_ Mohn. den 2. -"achmittaqs ?*" 'M H-us, "«ck auf de SV«**, I *Mi9, (St, 29. ( ,»Fer 7; ^genman Eie W & irrsten > J L 'SS".’..»« ^C en dnieine® 13löte-n14'3a manhffeS. ei^°Ien Unt 9enQUC Untersuchung jeder ihm gemeldeten Beschwerde TürLei. Konstantinopel, 28. Septbr. Die Serben haben die Waffenruhe auf der ganzen Lune verletzt. - Die Pforte wird die Vorschläge der Mächt erst am Sonntag beantworten. Wie verlautet, beabsichtige die Pforte diese ben Reformen im ganzen Reiche durchzuführen. Die Hälfte der Mitglieder des Nationalrathes sollen von der Bevölkerung gewählt werden. Amerika. sind 23. Septbr. Bei dem Herannahen der Präsidentenwahl sind die Politiker beider Parteien eifrig mit Erforschung des Vorlebens der beiderseitigen Candidaten beschäftigt. Das Neueste ist, daß beiden Candidaten vorgeworfen wird, sie hatten ihre Steuern nicht richtig gezahlt. Gouverneur Tilden der demokratische Candidat, soll seit Einführung der Einkommensteuer dem Staat un Ganzen etwa 100,000 Dollars schuldig geblieben sein, und auch ^ü-n^i.I?^?kanlschen Candidaten, Gouverneur Hayes, soll sich herausgestellt haben, daß sein wirkliches Einkommen bedeutend größer ist, als das bei Be- zahlung der Einkommensteuer angegebene. Wahrscheinlich wird (einer Mitthei- lung des Tlmes-Correspondenten zufolge) gegen Tilden Seitens des Steueramts men verspricht toerbcn' ber b<1nn riesige Ausdehnungen anzuneh- ■ Französische Mu M au5 Nordhauf« i®i derselben «egen bi Miiiirt wird. Da? bi j|tr, ba? größer ist, al Ä dein alle Brüche sie inle Gestein liefern •; mfere in einer ungi gliche Dauer vechre .Plenen Mühlsteine n Ärik bleiet un? in Ni ab im Rohbau. Uni m der inneren Sorgfa ! ] Sie Namen ber Q ^ooch Nicht eige ■; L fimteit, d>e W Loikal-Rotiz. , Gießen, 30. September. Die Sitzuna-n des Schwurgerichts in der Provin, Oberhessen vom IV. Quartal I. I. werden Montag den 2. Octsher ihren Anfana " blt »Ea-°!°chm ,ur V-rh-ndl-n,' mU£r' 6egen Conrad Gonter IV. von Ober- Gleen, wegen Dtebstahls ; Verthetd.: Großh. Hofg.-Advocat Thorwart. e ^achmtttags 3 Uhr, gegen Conrad Wagner II. von Södel weaen Dtebstahlsoersuch. Verthetd. i Großh. Hofg.-Advocat Weidig. °--.nL-.LL; Vertheid., dre Großh. Hofg.-Adoocaten Metz und Gaist. ä H » Di,s>n^^^.'.R°chmittags 3 Uhr, gegen Heinrich Döring I. von Rebgeshain, wegen Diebstahls; Bertheid.: Großh. Hofg -Advocat Steinberger. “ y ' 0 2)cn,^‘ Stober »Vormittags 8 Uhr, gegen Jost Euler von Vonbausen weaen Verbrechens wider die Sittlichkeit; Bertheid..- Großh. Hofg.-Advocat Or Mub'l ^ Denselben Nachmittags 3 Uhr, gegen Karl Lehmann von Gedern, wegen Körperverletzung; Bertheid.: Großh. Hofg.-Advocat Dr. Reatz. ' wegenacorper. 6-October, Vormittags 8 Uhr, gegen Heinrich Schmelr von Rimlos weaen Urkundenfälschung; Bertheid.: Großh. Hofz.-Advocat Laue? ' Donjtimios, wegen it r .Denselben, Nachmittag« 3 Uhr, gegen Leopold Halberstadt von Gießen weaen Urkundeiifalschung und Betrugs; Bertheid.: Großh. Hofg.-Advocat Batst ® Dctober, Vormittags 8 Uhr, gegen Heinrich Sang von Sichenhausen wegen Versuchs der Nothzucht; (Vertheid.: noch nicht bestellt.) 8 ^lcyenyausen, rnS Denselben, Nachmittags 3 Uhr. gegen Conrad Roth und Consorten von Wallen- rod, wegen Urkundenfälschung; (Vertheid.: noch nicht bestellt.) Deutschlands Waldreichthum. (Nach der Wes.-Ztg.) _ . Dusche Reich besitzt in seinen Waldungen einen Schatz von hohem Werth und sie s blickt der deutsche Forstmann auf sein und seiner Vorgänger Werk. Zahlreiche Dichter haben un,ere herrlichen Walder zu Herz und Gemüth fesselnden Liedern begeistert, und manch siecher Körper hat m der stärkenden Walbluft Gesundheit und neue Lebenskraft wiedergewonnea Dl- deutschen forstlichen Lehranstalt-n sind von hoher Bedeutung und bilden wissenschaftliche Mittelpunkte mch sur Deutschland allem, sondern für alle europäischen Länder, in denen geregelte W-ldbewirthschaftungen vorhanden sind. Die deutsche Forstwirthschaft nimmt in Hinblick auf bas Ausland für sich ben Ruhm in An>pruch, hinsichtlich der sachgemäßen Bewirthschaftung und Pflege der Walder von keinem Nachbarlande, mag es auch in anderen wirthschaftlichen Bestrebungen Deut,chland bedeutend überragen, übertroffen zu werden. In Europa besitzt nach Rußland und Polen das Deutsch- Reich die meisten Waldungen, an die sich die schönsten Sagen unseres Volke?, jeine größten Thaten tm Kampfe gegen die römischen Bedrücker knüpfen. In Hain und Wald verehrten die alten Germanen ihre Götter; heilige Bäume waren ihnen Linde, Eiche und Esch-. Unter der Dorflmde wurden die Gemeindeangelegenheiten geordnet, und unter Eichen pfleate man Gericht zu halten. Tacitus erzählt uns von verschiedenen heiligen Hainen und noch auf un,er° Zeit haben sich einzelne Baumriesen als Zeugen fast vergeffener Tage erhalten, so die berühmte Lmde von Neustadt an der Kocher, der man ein Alter von über 1000 Jahren beileg!, und die Lmde bei Domdors, bei Chailläe -c., die beide schon über 1200 Jahre stehen. der in ältester Zeit fast das ganze Land bedeckte, beschaffen war, laßt sich nicht genau aus den vorhandenen, höchst dürftigen Quellen nachweisen, doch zeigen Ucnl b,C Ebenen Schilderungen über die bamals in Deutschland Vorgefundenen §ichm- und Naeelholzarten, daß sich Deutschlands Vegetation wenig verändert hat. Die Geschichte ehrt uns, daß bis zum achten Jahrhundert das Gesammteigenthum am Walde vorherrschend war, wenngleich schon tm Anfänge des sechsten Jahrhunderts Privateigenthum am Walde eristtrte. Spater wurden viele umfangreiche Waldungen unter des Königs Bann gestellt und dadurch der allgttnemen Nutzung entzogen. Kirche und Adel ließen sich bedeutende Waldungen verlethell Danach, ihre Grenzen immer weiter auszudehnen. Die Könige pflegten nach glücklich beendeten Kriegen ihre Getreuen durch Schenkung von großem Grundbesitz, der damals zum größeren ^heüe von Wald bedeckt war, auszuzeichnen; diese suchten dann wieder Land arr ^Lolonisten zum Zwecke der Urbarmachung abzugeben und ihnen dafür ein Nutzungsrecht in ben Waldungen einzuraumen, doch blieb der Wildbann stets bei den Königen, deren Vasallen und den Vertretern der Kirchen. Von der zunehmenden Bevölkerung wurden Markgenossenschaften gebildet, die dann darnach strebten, den bisher gemeinschaftlich besessenen Boden in der Weise zu tbeilen, daß das zum Ackerbau bestimmte Land als Privateigenthum ausgeschieden, der Wald aber, der als nothwendiges Uebel betrachtet und fast nur zur Weidewirthschast und Viehzucht ausgenutzt wurde, als gemeinschaftliches Eigenthum verblieb, wodurch die Gemeindewaldungeu und viele bäuerliche Privatwaldungen begründet worden sind. Nur die Liebe zur Jagd erhielt die Walder, doch war von einer Pflege derselben keine erschienen ■ HM 1*Ä SÄ* Das 18. in Wall noch * bringen oder nur al J ? mit dm W af * MftaU ß-lSwaib chaft Jiiiiß für anbtie Boller. Wien, 27. Septbr. Der Kaiser ist heute Morgen unerwartet von feinem Jagdausfiuge zuruckgekehrt. — Gestern ist ein russischer General dircct aus dem Hoflager des Czaren in Livadia hier angekommen, welcher dem Kaiser ein eigenhändiges Schreiben Alexanders überbringt. Wien, 28. Septbr. Der Mission des General-Adjutanten, welcher ein Handschreiben des Kaisers Alexander hierher überbrachte, wird in hiesigen Regierungs-Kreisen ein dir Herstellung des Fliedens entschieden begünstigender Charakter beigelegt. Wien, 29. Septbr. Dem „Tageblatt" zufolge ist der Versuch der Türken, die Morawa zu überschreiten, gescheitert, da die Brücke bei Trnjane zerstört worden war. General Tschernajeff wurde am Donnerstag früh auf der ganzen Linie angegriffen. IraMreich. Paris, 28. Septbr. Eine Meldung der „Agence Havas" dementirt formell die Nachricht, daß Persien der Türkei eine Allianz angeboten habe; Persien sei nicht im Entferntesten gewillt, seine Neutralität aufzugeben. — Der Marschall-Präsident und der Herzog Decazes sind wieder in Paris eingetroffen. Paris, 28. Septbr. Die Pforte hat die Friedensvorschläge Englands wohl berathen, aber nicht angenommen. Sie bereitet sich vor, Gegenvorschläge zu machen. Paris, 29. Septbr. Das „Journal officiel" veröffentlicht ein Decret, welches besagt, daß die bisherigen Befehlshaber der 18 Armee-Corps auf ihren Posten verbleiben sollen, da noch wichtige Aufgaben hinsichtlich der Reorganisation der Armee zu lösen seien und es wesentlich erscheine, daß Diejenigen, welche das Werk begonnen, es auch vollenden. Velgie«. Brüssel, 27. Septbr. Der internationale Congreß für Gesundheits- Pflege und Rettungswesen ist heute Nachmittag eröffnet worden. Der König, die anwesenden Mitglieder des diplomatischen Corps und die Minister wohnten dem Acte bei. Zum Präsidenten wurde Vervort gewählt. Brüssel, 28. Septbr. Der „Etoile beige" zufolge verlautet, daß Graf dÄspremont-Lynden demnächst vom auswärtigen Ministerium zurücktreten und durch den bisherigen Gouverneur vom Hennegau, Prinz Caraman Chimay, ersetzt werden wird. Mm"!1*' 1,11 s kltlu S * * ***. l8tet ihren Am-' 31 » Anhang nf,t IV' ton Obe tb ort. - °°n Södel, mtgt J" oon Heuchelhkii K. IN, N '°h>s, bezw Wen be6 $' r'nM S'iÄ ? Mit «Srf »,„S "*"h 1 b4 5 unb n Bonhausen, nut cot Dr. Muhl ’ebern, wegen KgV > von Rimlos, ct{u t von Hießen, wtgo it 93 a i ft. ig von Sichenhousei. oniorttn von Mollert pßtr Kampf gegen den Walv war allgemein, man kannte den allgemeinen Segen und Nutzen der Wälder nicht, man betrachtete ihn nur als ein Hinderniß, welches dem lohnenderen Ackerbau protze Flächen des schönsten und besten Bodens entzog; der Wald mußte daher vertilgt werden und sogar durch Belohnungen suchte man diejenigen, welche das Geschäft der Verwüstung am eifrigsten betrieben. in ihrem schädlichen Thun und Handeln zu bestärken. Als dann im 13. Jahrhundert viele Mißbräuche eine Beschränkung des freien Nutzungsrechtes erforderten, wurde durch die Landeshoheit die Nutzung polizeilich geregelt und Rodungsverbote erlassen. Die Landesherren, die die Schirmherrschaft über die Marken erlangt hatten, errichteten Bannforsten; der Bann bezog sich ursprünglich nur auf Jagd- und Fischerei-Nutzungen, später aber wußten die Schutzherren ihre Hoheitsrechte über den ganzen Wald auszudehnen und so entstand allmälig die ganz unbeschränkte Forsthoheit der Landes-Regierungen. Im Laufe des 13. bis 15. Jahrhunderts gelangten die Städte zu großem Ansehen und Vermögen und suchten die oft in Geldnoth befindlichen Landesbcrren dort Anleihen unter Verpfändung von Liegenschaften zu machen. Die verpfändeten Besitzungen, die zum größeren Theile aus Feldflurcn und Waldungen bestanden, konnten in der Regel nicht wieder eingelöst werden unv so erlangten einzelne Städte ganz bedeutendes Grundeigentum. Die Stadt Görlitz z. B. besitzt schon seit dem 14. Jahrhundert umfangreiche Waldungen, die sie durch derartige Verhältnisse erworben und zu erhalten verstanden hat und die jetzt über 30,000 Hektaren groß sind. In damaliger Zeit war von einer selbstständigen Waldwirtschaft noch keine Rede; sie war ein Theil der Lanbwirthschaft, mit der sic eng verbunden war und die sich fast überall gegenseitig helfen und ergänzen mußten. Erst gegen Ende des 15. Jahrhunderts, wo fast sämmt- liche Waldungen im alleinigen Besitz der Reichsfürsten waren und in Folge der planlosen Ausnutzung ein gewisser Holzmangel eintrat oder doch in Aussicht stand, fingen einzelne Landesherrn und landesherrliche Behörden an, die waldschädlichen Nutzungen -inzuschränken und Versuche zu machen, die entstandenen Blößen durch Saat wieder aufzuforsten, mithin den ersten Schritt zu tbun, um die stellenweise stark geschwundenen Wälder wieder zu ergänzen. Alle diese Bestrebungen gingen jedoch nicht von eigentlichen Berufsforstleuten aus, sondern die Leitung lag in den Händen ■ landesherrlicher Amtmänner und Hofvcrwalter, die sehr oft kein richtiges Verständniß für die ihnen zugcfallene Aufgabe hatten, und daher nicht in der Lage waren, dem Walde die gebührende Aufmerksamkeit, die sie gar zu gern der in ihren Augen erfolgreicheren Landwirthschaft zuwandten, zu widmen. Es erschienen eine Reihe von Forst- und Waldordnungcn, deren Zweck es war, die Verwaltung zu regeln, die vorhandenen Waldbestänve zu erhalten und eine rationelle bessere Benutzung herbeizuführen, doch von einer geordneten Walbwirthschaft waren nur geringe Spuren zu finden, das blieb späteren Jahrhunderten überlassen. Das 18. Jahrhundert schaffte Wandel: nach und nach kam man zu der Erkenntniß, daß ' der Wald noch andere wichtigere Bestimmungen zu erfüllen habe, als blos Brennstoff hervorzubringen oder nur als Jagdgebiet zu dienen, doch c8 brauchte längerer Zeit, um die noth- wendigstcn Kenntnisse und Erfahrungen hinsichtlich einer Bewirthfchaftung der Wälder zu sammeln und zu verwerthen, und große Anstrengungen mußten gemacht werden, um die Forstwirthschaft mit den Jahren die hohe Stufe erreichen zu lassen, die sie jetzt cinnimmt. Je düsterer unser Blick auf der Vergangenheit ruht, um so freudiger können wir in die Zukunft blicken, denn Deutschlands Forstwirthschaft und -Wissenschaft stehen hoch geachtet da und sind ein leuchtendes Vorbild für andere Völker. Mittheilung. Französische Mühlsteine werden hiermit den Herren Mühlhesitzern aus der Fabrik aus Nordhausen zu entnehmen empfohlen, wo ihnen die drei- bis fünffache Dauer derselben gegen die Accord-, oder gar der feilen französischen Herstellung girantirt wird. Das beste Existirende bietet denn auch wirklich das größte aller Lager, das größer ist, als die einzelnen Laqeroorräthe der Bruchbesitzer in Frankreich und dem alle Brüche steuern, namentlich die von Süd-Frankreich, die das feurige, starke Gestein liefern. Wir empfehlen so aus Uebcrzeugung und au8 Dankbarkeit j für unsere in einer ungekannten Mahltüchtigkeit uns erfreuenden und die größtmögliche Dauer versprechenden Steine, nachdem wir Alle der meist aus Frankreich i bezogenen Mühlsteine nach nur kurzer Benutzung verlustig gingen. Wendekind's Fabrik bietet uns in Nordhausen bequem die Prüfung unserer Mühlsteine ohne Decke unb im Rohbau- Und dazu rathen wir. Man weiß seine guten Steine dann auch I non der inneren Sorgfalt und Güte, also der wohlthätigen Bcstündigkeit. Die Namen der Einsender und Referenzen sind in der Exp d. Zig zu erfahren. Auszug aus den Standesamtsregistern der Stadt Gießen. Vom 22. bis 29. Sept. 1876. Eheschließungen. Am 27. Sept Der Großh Professor der Theologie Dr. Bernhard Wilhelm Stade mit Helene Luise Buff. — Der Metzger, Hermann Zoll mit Pdilippine Marie Katharine Hilgardt. — Der Bäcker Johann Karl Zimmer mit Elise Löber. Geborene. Am 17 Sept. Albert, S. des Kaufmanns Ehristian Wallenfels III. — 24 Marie, T. des Schuhmachermeisters Martin Nagel. — 20. Elise, T- deS Schuhmachers Konrad Waldschmidt. — 18. Johann Konrad Wernhard Wilhelm Emil, S. deS Schmiedmeisters Emil Euler. — 22. Friedrich, ein unehelicher Sohn von Auswärts. — 25. Carl Fritz, ein unehelicher Sohn von Auswärts — 23. Ludwig, S- der Hülssbremsers Heinrich Schwarz. — 26. Marie, T- des Gastwirths Peter Kirchner. — 24. Karl, D- deS Kutscher? Johann Ludwig Armotz. — 24. ? , S. des WagennotirerS Karl Hüttenberger. Gestorbene. Am 24 Sept. Der Schneider Justus Wißner, alt 27 I. — 25. Louise, T. des Poltzeidieners Emil värrn, alt 6 I. 6 Di. — 25. Lina, Ehefrau deS Kaufmanns Gustav Windeckrr, geb. Motz, alt 37 I. 7 M- — 28. Margarethe, Ehefrau deS Bremsers Johannes Kuhl, alt 35 I. 4 M. JU'A-gr Jjgj iWMWltti TW‘ I ',TM IM ,1—MW 1 ■flTIrt'Tllil MWIflgaBBBMWMMtaMiMMMBMMKBM— Auszug LUS den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute. Den 27. Sept. Hermann Zoll, Metzger in Nieder-Ohmen, b:6 MetzgerS zu Elpenrod Adam Zoll, ehel Sohn; und Philippinc Marie Karoline Katharine Hilgardt, des Seilermeisters dahier, Daniel Hilgardt, edel. Tochter. Denselben Johann Karl Zimmer, Bäcker in Nteder-Gemünden, des Bäckers zu Ltch, Heinrich Zimmer, ehel. Sohn; und Elise Löber, des verst. Schuhmachers dahier, Heinrich Löber, ehel Locher. Den 28. Sept. Der Großh. Professor an hiesiger Universität, Dr. Bernhard Wilhelm Stade, dci fürstl. Schwarzburgischen Musikdirectors Heinrich Bernhard Stade zu Arnstadt, ehel- Dhon; und Helene Louise Buff, des Großh- geh. Finanzraths Professor Dr. Heinrich Buff, ehel Tochter. Getaufte. Den 24. Sept. Dem Kaufmann, Johann Friedrich Zöller, eine Tochter, Isabella Wilhelmine Auguste, geb. den 14. August. Denselben. Dem Bahnarbeiter, Heinrich Enders, ein Sohn, Karl Konrad, geb. den 24. August. Denselben. Dem Kutscher, Heinrich Pfannkuchen, ein Sohn, August Karl, geb. den 19. August. Denselben. Dem Expeditionsgehülfen, Heinrich Schalch, eine Tochter, Wilhelmine, geb. den 16. August. Den 26 Sept- Dem Kaufmann, Karl Richard Textor, et» Sohn, Karl Richard, geb- den 9. September. Denselben. Dem Kaufmann, Georg Wilhelm Weidig, ein Sohn, Heinrich Otto, geb. den 22. August. Beerdigte. Den 26. Sept. Justus Wißner, Schneider dahier, alt 27 I. 3 M- 5 T-, gest. den 24. September. Den 27. Sept. Karolinc Windecker, geb. Motz, Ehefrau des Bürgers und Kaufmanns, Gustav Windecker, alt 37 I. 7 M- 5 T-,.gest. 25. September. Für die Abgebrannten in Brückenau sind ferner bei unS eingegangen: I S- 1 M.; I. H. Fuhr 5M-; aus Griechenland 50 M.; A. F. 8M-; M. E. 3 M-; Gesellschaft Aurora 2 M- 70 Pf.; Frau Hensel 20 M- und Rudolf Ww- 6 M Um weitere Gaben bittet dringend Die Expedition dieses Blattes. feit eifrigen taget» iit Thafiache ist vi« inal-Znienbanz bü ledung abMchmn int .Ronibtbtdung' iwMtaaW, 'ft «i todt 5riebigetobi erbitnt. Der 7MP ert war, seine Heerd lb seinem mibelanM gerüdt, unb hatte w enSdfinttjennttltorJ Mdd. Lloyd ühfel |5rf abgegangen wt irb Hai nach Landes n; 5 Uhr HaW . PMiere unb KW ren hohem Werth W Erd. m ^entert, uni> t» wiederze^' .. jjjten wtsseBE in denen gmzttd ■“unit i" N,llf C3 „ad> . l3Jen unseres L°lke^ " Töain und M Mi unk SÄ SÄ"1*1 r:rt&e I. jeüeHt unt ;'‘Ä« en I” Mlb Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntviß, daß vom 1- k- M- ab Billete nach Scbiffenberg für dieses Jahr nicht mehr ausgegeben werden. Gießen, den 27. September 1876. (5071 Großherzogliche Direction der Oberhessischen Eisenbahnen. _________Mohn.___ Montag den 2. Oct. d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden im Haufe des G g. Spruck auf dem Marktplatz Möbeln, Bettzeug, Kleidungsstücke, fowie eine einfpännige Chaife, meistbietend versteigert. Gießen, 20. Sept. 1876. Großherzogl. Ortsgericht Gießen. Lüdeking. (5073 Aeilgeöotenes. Astrachau-Caviar, Elb-Oaviar, (5075 empfiehlt _________Emil Fischbach. Eine Wasserbütte, von 54 Hektoliter — cu. 34 Ohm Inhalt, noch in fluteni Zustande befindlich, ist billia abzugeben vom (5069 ______________Gießener Gaswerk. Saure jjurlien empfiehlt (5067 Emil Fischbach» Gebrochene Aepfel verkauft (4999 _______K. Simon a. d. Schoor. Holländer Rahmkäse, Hasen, Gänse, sowie sonstiges Geflügel, empfiehlt 5073)_______________H. Knrth. Feinstes Schweineschmalz, per Psd. 70 Psg-, empfiehlt 5076)Emil Fischbach. J. Ch. Retter 5071 Fertige Regenmäntel sowie Regenmantelstoffe, empfiehlt^ ___ _ I Kalligraphie I für Damen und Herren.! Montag, den 2. Oktober beginnt der zweite und vorletzte I Curfus meines achtstündigen Schnell-Schön-Schreib-Unterrichts. Re- ■ fuftait Hiesiger, worin der Beweis geliefert ist, daß selbst schon nach ■ vierstündc^m Unterrichte schlechte Handschriften vollständig in ihr Gegen- theil umgewandelt sind, liegen in der Ferberfchen Umv.-Buchhandlung ■ ans. Honora. 15 oder 30 Mark je nach dem Zirkel. Auf Wunsch I unterrichte auch in Privathäusern. Sprechstunden nur 8 und 1 Uhr. | ——i .5. wo > rr, Hotel Einhorn, I Saal Nro. 2, parterre. | Schwarzen Seidenfammet in vorzüglichen Qualitäten empfiehlt 5072) J. Cb. Retter. Kermieryungerr. 3345) In unserem Hinterhause ist ein Logis von 4 Zimmern rc. zu vermiethen und sofort beziehbar. ________________Flick & Kröll. 5005) Der 3. Stock in meinem neuen Hause, 6 Zimmer, Küche mit Wasserleitung, etwas Garten u. s. w, ist zu vermiethen und bis 1. December beziehbar. ______P h. Größer, Maurermeister. 4327) Eine freundliche Wohnung mit allem Zubehör Mitte November zu ver- miethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 3717) Ein freundliches Logis im Freien (am Wallthor), bestehend aus 4 Zimmern mit allem Zubehör, ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen bei_______F. Iutzi. 4664) Bier möblirte Zimmer, seither von Eins.-Freiwilligen bewohnt, sind per 1. October zu vermiethen. ________F r. Feidel, Frankfurter Hof. 4785) In meinem neuerbauten Hause a. d schönen Aussicht sind noch NFamilien- logis zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Carl Haas. 4985) Eine Familienwohnung, bestehend aus 2 Zimmern, 1 Cabinet und Küche mit sonstigem Zugehör ist zu vermiethen. W. Wagner, Frankfurterstr. E- 33*. 5023) Ein möblirtcs, freundliches Ztm- mer bei Pr. Köhler Wittwe, Gartfeld. 4964) Ein Zimmer mit Cabinet, mit oder ohne Möbel, ist zu vermiethen im _________________„Darmstädter Haus.* 4989) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen bei______F. Schmidt, Wetzsteinsgasse. —5010) Möblirtes Zimmer mit Cabinet an 1 oder 2 ledige Herren vom 1 October an oder auch später zu vermiethen. ________ Frankfurter Straße E. 41. 5030) Ein möblirtes Zimmer zu vermiethen im Hause des A. Stern, vis-ä-vi» der neuen Realschule.__ 5037) Eine freundliche Wohnung an eine stille Familie zu vermiethen und gleich be- ziehbar. Näheres bei der Exped. d. Bltts. "5041) Ein kleines möblirtes Zimmer zu vernliethen. Neuenweg Lit. B. Nr. 116. "5042) Ein der Frau Ehr. Meyer ge- hörender einen Morgen haltender Acker am Glciberger Weg, ist zu verkaufen, event. zu verpachten. Näheres bei A Noll, MäuSburg. 5057) Ein möblirtes Zimmer zu Der» miethen. Seltersweg Nr. 8. ____________ 5056) Eine kleine Wohnung, Preis 100 st., zu vermiethen und gleich zu beziehen. ______________________Lindenplatz A. 242. 5058) Ein einzelnes Zimmer, sowie ein kleines Logis, zu vermiethen bei A. Bolp. 5054) Ein Zimmer an zwei anständige Arbeiter auf sofort zu vermiethen bei A. Lang, _________________Katharinengasse 154. 5053) Brand Nr. 1 ein möbtrteS Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Montag den 2. October nimmt meine Schule wieder ihren Anfang. Zugleich erlaube mir ergebenst anzuzeigen, daß ich Unterricht in den Elementarfächern in und außer dem Hause ertheile. 5029) Lina Rahn. sehr schlecht. L. Köhler 8071) Die Schreibweise meines Artikels war eine gesuchte, mag sie nun Herr O- Weidig nennen wie er will. Ich beharre ans meinem Ausgesprochenen. Das Feuerlöschwesen Gießens ist vom Grund aus fchlecht. Mfm- und tiferhcnuu fd zu Darmstadt. 7 am 17 Oetobev 1876 auf dem städtischen Viehmarktplatz nächst den Bahnhöfen. ön bpm von Großberzoglichem Ministerium des Innern genehmigten, am oben genannten Tage stattfindcnden Fohlen- und Pferdemarll Tnb.f bflg nntencidinete Comitv die geehrten Herren Züchter, Verkäufer und Käufer freundlichst eut labet das l z $ " <^^8, der Bergstraße und des vorderen Odenwaldes hat sich die Pferdezucht m den letzten Jahren tn erfreu, li&ftex Weise gehoben und ist deßhalb das Bedürfn iß eines Markts in dem Mittelpunkt dieser Gegend, als welcher Darmstadt betrachtet werden km, t-ri npnh herboraetieten Es läßt sich bei den uns gewordenen Zusagen von Züchtern und Händlern eine zahlreiche Zufuhr und em reger Verkehr erwärm. 9 gL ausreichende Stalluna wird durch einen entschprechenden Neubau auf dem Marktplatz gesorgt werden. T)ie Muüeruna und Prämiirung der schönsten zu Markt gebrachten Exemplare von Fohlen, Pferden und Mutterstuten findet von Vor, mittags 0 Uhr ab auf dem Marktplatze statt, worauf um 12 Uhr die Prämienvertheilung erfolgt und sind hierzu außer verschiedenen Ehm. preisen von dem Comit6 circa 1000 3Rark vorgesehem b ^hjere .werden vor der Preisvertheilung im Zuge durch die Stadt in das Prämiirungs-Local: „Blumenthal'sche Maschinenfabrik« geführt, wo den Besitzern die Ehrenpreise, Geldpreise und Diplome von dem Präsidenten des Central-Comites überreichtZwerdcn. Mit dem Markt findet Statt eine reichhaltige Verloosung von Fohle«, Pferdegeschirren, Fahr- und Reit-Requisiten re. imGesammtwerth von 14,400 JViötf. Die Gewinne werden am Markttage in der Maschinenhalle des Herrn Commerzienraths Blumenthal zur Ansicht aufgestellt. Die Verloosung findet am Tage des Pferdemarkts „ , a 17. October 1876, Nachmittags 3 Uhr, unter obrigkeitlicher Controle statt. Weiteres über die Verloosung besagen die Placate. Bei der au erwartenden starken Zufuhr von Pferden erscheint es dringend nöthig, Anmeldungen wegen Abgabe von Stallplätzen bis zum 5. Octir. b. Js. bei dem Auskunftsbureau der Markt-Commission, Blumenthalffche Fabrik, einzureichen, woselbst auch Abdrücke der Prämiirung!« Markt- und Stall-Ordnung abgegeben werden. Als Preisrichter werden fungiren die Herren: von Alvensleben, Major, Darmstadt. Ceßner, Gutsbesitzer, Heisterbacher Hof bei Erbach. Enger off, Posthalter, Groß-Gem. Heil Rittmeister, Worms. Herpel, Bürgermeister, Groß-Zimmern. Mi schlich, Bürgermeister, Nauheim bei Groß-Genu. Samendorf, Stallmeister, Darmstadt. Rothermel, Kreisveterinärarzt, Groß-Gerau. Zimmer, Oberstabsveterinärarzt, DarmM. Dr. Weidenhammer, Generalsecretär, Darmstadt. Die mchungen) W# [JJ *■ «• l'LL 2, Iayerisl 3, Bremer 4. Breslau 5. Lhemnis 6. Kölnisch 7. Danzig, 8. Franks» Die Verwende Lauteschläger, Beigeordneitx nant, — v. «anders, Cbetjl• Wer berliner licrUmifl 1 84 B. Neue Baue 84 B. g | verkauft zu spottbilliqen Preisen. | I Seidenstoffe, Kleiderstoffe in jedem nur M W denkbarem Genre, 8A breite franz. Cachmirs in W B schwarz, Alpacca, Ripse, Tischdecke« in » Bei größeren Einkäufen Rabatt km Ärbeüsv Hanauerweg 42, Frankfurt a. M. 5065) Abfahrten von Gießen nach: Hierzu eine Beilage. Mermischte Anzeigen. 5047) Circa 70—80 Pfd. Butter prima Waare werden wöchentlich für ein auswärtiges Geschäft zu kaufen gesucht. Franco-Offerten unter J. R. 5047 an die Expedition d. Blattes. Darmstadt nun a. d. Stadtkapelle No. Deutz 6«, 12, 4*3. Dillenburg 64S, 12, 4«, S5- Adressen von Personen, denen, nachdem sie vielerci Mittel nutzlos angewendet hatten, das Mr. Wcrner'- sche Heilverfahren Gesundheit und Wohlbefinden verschaffte, sind dem Buche beigedruckt. Da unser Buch vielfach nachgeahmt wurde, verlange man nur, um sich vor Täuschung und Geldverlust zu hüten, die in <5059 E. Pönickc's Schulbuchhandlung in Leipzig erschienene Original-Ausgabe. Naturheilmethode“ j Siegen 645, 12. Wetzlar 6« 8^, 3m Verlage von Richter'6 VcrlagSanstalt in Leipzig ist erschienen u. in saft aller Buchhandlungen vorräthig: „Dr. Airj’o qu weiterer Auskunft ist der mitunterzeichnete Vorsitzende des Executive Comit^s bereit. Darmsiadt, am 13. September 1876. Freiherr von der Capellen, Oberststallmeister, Präsident des Centralcomitos. mcks, für welches die Um das Publi Gießen, am . ''W Aus bem Gri .Den Monats wieder tat, welche ungewchr ftn Landtagen, dem vvi LiPiemus der Staab tyimn wird, nachdem lWltälsgiünden vertagt Tim Ersuchen des vorn riMrgeseßgebnng im ( Wusoudere einer Modi JM durch Heranjie Heranziehung t entsprochen, ( *n Probeabschätzunge «mmensteuer und ein «“Ni 5072) Die Knabenlehranstalt beginnt das Wintersemestel: am 2. October (um 8 Uhr). Finnländer Serien-Loose, welche sicher in der Ziehung am 1. November d. I. Hauptgewinn M. 60,000 gewinnen müssen, erlasse ich 6et Vorauskürzung des niedrigsten Gewinnes von M. 33, Ganze zu M- 128, Halbe zu M. 64, Viertel zu M. 32, Achtel zu M- 16. 8. Goldschmidt-Schlessinger, S Das Geschäftslokal ift stets von 8 gens bis 8 Uhr Abends geöffnet. Dr. Werner'g Wegweiser jur Hilfe für alle Kranke ist ein in allen Gegenden Deutsch landS rühmlichst bekanntes Bnch, welches durch jede Buchhandlung für nur 60 Pfg. zu beziehen ist. [H 34698] schwarz, Alpacca, Ripse, Tischdecken in H Tuch unv Gobelin, Tüll- und Sieb-Gardinen, K 16/4 große Lama Umschlagtücher ferner eine M großartige Auswahl von Wintermänteln von g W Mk., Jaquettes von 7 Mk., Winterräder R in glatt und carrirt von 20 Mk., Regenräder U jetzt von 6 Mk. 50 Pf. an, Kaiserpaletots W von 10 Mk., Havelocks von 10 Mk. M 32 Bogen, mit dicken in den Text gedruckt, anctix. Abbtküung., Preis 1 Mark.—Diese« VorzugsWtr! kann allen Kranken, gleichviel an welcher JlranfW v leidend, umsomehrdringend empfohlen werde-, als daS betreffende Heilverfahren sich als zu- verlässig bewährt hat, wie die in dem Buchr ^ abgebrucktcn zahlreichen glänzenden^ Atteste beweisen. Tmy-Anterrichl. Mein Tanz-Unterricht beginnt den 16. Oktober. Anmeldungen, wo möglich in Gesellschaften von 12—16 Personen, bitte ich bis dahin an mich ergehen zu lassen. (5070 Köse, Univ.-Fecht- und Tanzmeister. 4027) Ein oder zwei junae Leute Mell Kost und Logis erhalten. Näheres bei^' Exped. d. Bltts.____. 15) Fleeiitenfiranke und Brud’» leidende heilt Dr. Joelihelmj; m, »> *&*«!■ «ß bie K » ^wkonu Haas, Polizeirath, Dr. Schäfer, Kreisveterinärarzt, C. Gaul«, Vorsitzender. Schriftführer. Cassier. v Alve«slebe«, Major, — Anschütz, Oberst, — Appfel, Beigeordneter, — H. Blumenthal, Commerzienrath, — Deisi, Hauptmann, - v. Gagern, Ministerialsecretär, - C. Gerschlauer, - Hunrath, Rentner, - Langsdorf, Rittmeister - Tinainratb - Dr. Müller, Stabsveterinärarzt. — Nonnendorf, Stallmeister, — Rütt, Oberstlienteuant, .. ----- Ueuttna^ - H. Schuch^d, Commersienrath, - Wendelstadt, Geh. Commerzienrath, - v. Westcrweller, Oberst, - v. Willich, stallmeister, — Zimmer, Oberstabsveterinärarzt, sämmtlich von Darmstadt.__________________________________(5071» Wn Z!"'" i' *1 200 » ' “B < „ ®,J ' "i «I- r* , »