«8V6. Anzeige- ui Amtsblatt fit ben Kreis Gießen Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition r S ch u l st ra tz e, Lit. 8. Nr. 18. Berlin, den 6. März 1876. f gütung — mitzugeben. 8. Versetzungen in den Ruhestand. Se. König!. Hoheit der Großherzog Minister in längerer Rede di- abweichenden Beschluste Herrenharises gekenn- haben allergnädigst geruht: am 1. Mat den Obersteuercalculator erster Klaffe zeichnet und zur Annahme empfohlen und der Abg. Knorck- w Ramm. d«r bei dem Katasteramt Johannes Lyncker auf sein Nachsuchen, den Schullehrer an Fortschritts-Parte, erklärt hatte, daß letztere ohne Annahme der von chr g-st-ll Hessen betreffend. , 2. Bekanntmachung Großherzoglicher Ordens-Kanzlei, den Großherzog- lichen Philipps-Orden betreffend. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden, durch Allerhöchste Entschließung vom 14. März I. I. die Bezeichnung des von Allerhöchst Ihrem in Gott ruhenden Herrn Vater dem Großherzog Ludwig II. gestifteten Verdienst-Ordens Philipps des Groß- müthigen dahin abzuändern, daß derselbe in Zukunft einfach den Namen „Großherzoglich Hessischer Philipps-Orden" sühre, welche Bestimmung den Statuten dieses Orden als Nachtrag beigcfügt worden ist. 3. Bekanntmachung Großherzoglicher Brandversicheruugs-Commission, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großherzoglichen Landes-Brandversichernngs- Anstalt für 1875 betreffend. , „ 4. Bekanntmachung Großherzoglicher Provinzial - Direktion Rheinhessen bei dem Katasteramt Johannes Lyncker auf sein Nachsuchen, den Schullehrer an der sechsten evang. Schule zu Lampertheim, Adam Uhrig, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste; am 12. Mai dm Schullehrer an der Gemeindeschule zu Altenburg, im Kreise Alsfeld, Friedrich Kranz auf sein Nachsuchen; am 15. Mai den Schullehrer an der ersten Eemeindeschule zu Treis a. d. Lda., Heinrich Kehr, in den Ruhestand zu verspricht. , . L, ™ , ,L Gegenüber den trügerischen Vorspiegelungen derartiger Prospekte wollen wir es nicht Unterlasten, wiederholt sowohl ans das in Baden schon seit dem Jahre 1867 (Ebenso in Hessen. Anm. der Redact.) bestehende Verbot der Beförderung und der Vermittlung der Beförderung der Auswanderung nach Brasilien, als anderseits auf die traurige Lage hinznweisen, welcher die den lockende» Verheißungen vertrauenden AnSwanderer in Brasilien -ntgegeugehcn. Der Zweck des gegenwärtig in großem Maßstabe beabsichtigten Unter- Sic Direktion. 'mpWt sich ter ll| gegen Feuers-, B, körnten und ist U reit. fJ ten Anträge wie früher gegen das Gesetz stimmen werde, in der Harren- Hause beschlossenen Fassung genehmigt. (Viele Abgeordnete beglückwünschten den Cultus-Minister). Morgen findet die dritte Lesung der Städte-Ordnung statt. Trier, 30. Mai. Der Bischof von Trier, Eberhard, ist heute früh ^5. Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vicinalwegbaufonds für die Provinz Rheinheffen für das Jahr 1874. 6. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Bernhard zu Reinheim. ~ . o _ . . , . . c. ß n Butzbach, 28. Mai. In den ersten Tagen des Juni w rd die hiesige Deutschland. Darmstadt, 29. Mai. Die Nr. 28 des Großherzoglichen Regierungsblatts hat folgenden Inhalt: ' 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen,dre Verwendung von Stempelmarken in den Provinzen Starkenburg und Ober- definitiv auf den 7. Juni, Abends, festgesetzt. Berlin, 30. Mai. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in erster und zweiter Berathung den Gesetz-Entwurf über die Erhebung der Steuern nach dem Etats-Jahre; in zweiter Berathung die Vorlagen über Verwaltung der Gemeinde-Holzungen in den alten Provinzen, über Deckung der für die Bebra- Friedländer Bahn erforderlichen Geldmittel, endlich über Ablösung der Real- Mealschli le eröffnet, "die^lli^ Beställgimg angelangt, ®« ßjg M^ng ^ie nöthigen Schuleiurichtungcn sind getroffen 9, n A erwachse aus der fiedeluna als Grundbesitzer, sondern die Anwerbung von Handarbeitern, Kriegs-Ministerium, Abtheilung für das Remonte-Wesen. gez. v. R a u ch. v. U s l a r. __- Diöbdfcn, welches in'- unb Lügcln gM, ju erfragen bei I _______________■ eine solche Schule gegründet zu haben, denn sie legt Zeugnlß davon ab, daß ein vorwärtstreibender Geist seine Bürger noch immer beseelt, die zur Erreichung ihrer Ziele selbst keine Opfer scheuen. Anmeldungen von Schülern von hier und auswärts treffen täglich ein und mit der Zeit, wenn die Anstalt in der Umgegend mehr bekannt, wenn man eingesehen haben wird, welch' ein Segen aus einer tüchtigen Schulbildung für Jeden erwächst, weß Standes und Be- rufes er auch sei, dann wird die Zahl der Schüler auch den Beweis liefern, daß diese Schule ein Bedürfuiß für unsere Gegend war. Berlin, 29. Mai. Zuverlässiger Information zufolge wird die offi- cielle Uebergabe des Gortschakofsischen Memorandums an die Pforte binnen drei Tagen erfolgen. Berlin, 30. Mai. Nach einem, ofsietellen Telegramm ist Abdul Aziz durch eine Bewegung der Sofias gestürzt und^dem muhamedanischen Erbrecht zufolge Mahmud Murad, ältester Lohn Abdul Medjids, zum Thronfolger ernannt worden. Die Botschafter haben sich unverzüglich zu einer Berathung versammelt. Berlin, 30. Mai. Die Abreise des Kaisers nach Ems ist nunmehr CtL versetzen» 9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die zweite evang. Pfarrstelle zu Mainz, dotationsmäßiger Gehalt 2201 Mk.; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Büdesheim, im Kreise Friedberg, mit einem Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die mit einem evang. Lehrer zu besetzende zweite Gemeinde-Schulstelle zu Weinolsheim, mit einem Gehalt von 771 Mk. 42 Pfg.; eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Oppenheim, mit einem Gehalt von 943 Mk. 85 Pfg.; die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Ober-Hilbersheim, mit einem jährlichen Gehalt von 771 Mk. 43 Pfg.; die evang. Pfarrstelle zu Burg-Gräfenrode, dotatwns- mäßiger Geholt 1725 Mk. Dem Herrn Freiherrn von Leonhardi zu Groß- Karben steht das Präsentationsrecht zu. . 10. Sterbefälle. Gestorben sind: am SO. März der Oberförster i. P- Karl Kullmann zu Darmstadt; am 9. April der Forstmeister t. P. Karl Freiherr v. Diemer zu Darmstadt; am 25. April der evang. Pfarrer Kirchenrath 11 llLUn& lur aö hT' an Zy, 5 Uhr in Folge Schlaganfalls gestorben. , . . . . Karlsruhe, 29. Mai. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß die Anwerbung zur Auswanderung nach Brasilien in diesem Jahre in ganz besonderem Maße betrieben werden soll. Insbesondere ist es die Firma Mons und Cie. in Hamburg, welche unter dem Namen „obrigkeitlich befugter Passagier- Expedient" und im Auftrage der brasilianischen Associa^ao auxihadora da Colonisa^äo e Immigragäo in San Paulo die Uebersuhrung „landbankundiger Leute nach Brasilien zu vermitteln bestrebt ist und in dem ausgegebenen Prospekte überdies noch Unteragenten für die Werbung mr Dinnenlande zu gewinnen sucht, denen sie für jeden erworbenen Auswanderer eme Provision y- „ ffitio”1 511,33 enthalt- -iü Sä-B «f ' Ä. '' M wir bem e "rsiadt Sei cWäbfyn auf fßjli [ gesucht. Meres 11 mn auf mtinex BaHi m [t| .oben wtTbtTi- (! __(jad Ockil ininn w'lb tnWnoü WWW) bei Jos Stein Wib Wkhftelntzg°s( Bekanntmachung betreffend den Remonte-Ankauf pro 1876 im Großherzogthum Heffen. Zum Ankauf von Remonten im Alter von vorzugsweise drei und ausnahmsweise vier und fünf Jahren sind im Bereich des GroßherzogthumS Hessen für diese Jahr nachstehende, Morgens um 8 Uhr beginnende Markte anberaumt worden; und zwar am: Bickenbach 17. 3Ul‘ Sa' I 25: „ Groß-Gerau, 19 " Nieder-Wöllstadt I 26. „ Goddelau, 22. Groß Umstadt ' I 27. „ Gernsheim. Ein Nachmittags 2 Uhr beginnender Markt am 22. Juli in Groß-Bieberau. , Öffnei 1^6. Donnerstag, den 1. Juni chießener Anzeiger W wird gintri-t ein junger l her schon im Mini CcjSW» die Mählader Geschworenen in ^de°r Provinz"Rheinheffen für das Jahr 1877 r'rüic unb Rtsemss :3 bttörbert die 8m cn Kudolf Uchmldt, Bar ei iWkerei »stäuben, Grubt» - - i’^ltid) empstehlt tiiji ii zur Eutmäjserimtz i ltnobeäbobrmaslhuies zu sit?S Vermischtes. ,r „ Trey sa, 20. Mai. Gestern büßte eine Frau, um ihre jungen Gänse zu retten, ihr Leben ein. Die Ehefrau eines Bahnwärters auf der Bahnstrecke zwischen Wiera und Treysa wurde durch den von Frankfurt kommenden Schnellzua 7, im Geleise vor dem Wärterhaus 83 gefaßt und aetödtet- Die Frau wollte kleine Gänse von der Bahn treiben und entfernte sich bei Ankunft des Zuges zu spät aus dem Geleise; wahrscheinlich hatte sie durch den entgegengesetzten Wind die schnelle Annäherung des Zuges nicht gehört und konnte trotz des vom Locomotioführer gegebenen Warnungssignals nicht rasch genug wegkommen. Möge dieser Unglücksfall vielen auf der Bahn beschäftigten Leuten zur Warnung dienen. Darmstadt- In A- Bergsträßer's Verlag dahier ist eine kurzgefaßte Broschüre erschienen, betitelt: .Die kirchenpolitischen Gesetze in Hessen und Württemberg. Send- schreibel: eines Württemberger's an die Katholiken in Hessen," welche wir nur als eine aufrichtig wohlmeinende Friedensstimme bezeichnen können. An der Hand der That- sachen ist darin nachgewiesen, daß in Württemberg seit 55 Jahren dieselben Kirchen- gesetze, welche jüngst nach dem Vorgänge Preußens in Hessen eingeführt wurden, bestehen und daß dabei der Staat und über eine halbe Million Katholiken, Geistlichkeit und Gememden friedlich ihren Verpstichtungen und Obliegenheiten nachkommen, ohne daß, das Gesetz und der Strafrecurs in Anspruch genommen werde. Mit Würde und Gründlichkeit werden die Phrasen der Hetzkaplanpresse widerlegt, welche die Katholiken, als in ihrem Glauben geschädigt, verwirren und zum Widerstand aufreizen, und aus dem thatsächl'chen Confessionsfrieden in Württemberg wird der Schluß gezogen, oaß es in Heffen ebenso sein könnte und sollte. Bad Driburg, 24. Mai. Gegen 10 Uhr heute Morgen erhoben sich in der Mitte der Stadt dichte Rauchwolken. Schon Stunde später brannten 5 Häuser, und zwar in größeren Entfernungen von einander, indem der trockene Westwind brennendes Stroh über die Stadt trieb. Es war unzweifelhaft, daß ein großer Theil der Stadt verloren sei, da die unter den Pfannen liegenden Strohdocken bei der großen Dürre wie Pulver zündeten. Das Feuer ist durch eine Dampfschneideret (Müller Brockmann) entstanden, bei der mit Kohlen uno Holzsägemehl geheizt wird. Augenblicklich — 7 Uhr Abends — ist der Brand als begränzt zu betrachten und liegen zwischen 50 und 60 Häuser in Asche. Die Länge der viereckigen Brandstätte beträgt 500, die Breite 400 Fuß. Menschenleben sind nicht verloren, nur ein Töpferei-Arbeiter ist gefährlich verletzt. Jndeß ist das Unglück ein sehr großes, da zum großen Theil der ärmere Stadttheil betroffen wurde, dessen Bewohner nur schlecht versichert haben. Die beiden hiesigen Bäder, das gräflich v. Sierstorpff'sche und das Kaiser-Wilhelm- Bad, so wie die zu denselben gehörigen Gebäude sind verschont geblieben. Außerordentlich verdient hat sich die Paderborner Feuerwehrum unsere Stadt gemacht; sie traf bereits 2Vr Stunden nach entstandenem Brande mit Extrazug hier ein, und ihr ist eS hauptsächlich zu danken, daß der Ausdehnung des Brandes endlich Schranken gesetzt werden konnten. d-s Oeconom-n Frt-drich H-ß um Baunlaubniß. ihre? Wohnhauses. $,Itmann Ww. um Genehmigung d-, Umbaue, 11. Gesuch des Metzgers Friedrich Möhr und d-s Georg Sticber um Genehmigung des Umbaues ihrer Wohnhäuser. t besuch des Schneidermeisters K a r l L ° t h um Genehmigung des Umbau-, seines Wohnhauses. u 3 und mehr verschwindende Negerbevölkerung ersetzen sollen, nachdem der mit orientalischen Kulis gemachte Versuch erfolglos war. . Nach dem oben erwähnten Prospekte müssen die Auswanderer vor ihrer Einschiffung eine Erklärung unterzeichnen, mit der sie „für immer jedwelcher Reclamation oder Hülfe an und von der brasilianischen Regierung entsagen, außer dem Schutze, den die Lckndesgesetze jedem Fremden sichern" ; ferner müssen sie anerkennen, „daß sie kein Recht haben, von der Associa^äo mehr als die freie Passage zu verlangen." So liegt es denn auf der Hand, daß diese bedauernswürdigen Leute bezüglich der Löhne und sonstigen Engagements-Bedingungen der Willkür der der Associated angehörigen Plantagenbesitzer anheim gegeben sind, und zwar um so wehrloser anheimgegeben, als das brasilianische Gesetz über die Dienstverträge vom 11. September 1837, gegenüber ausländischen Dienstboten und nur solchen, körperlichen Zwang behufs Jnhaltung des Dienstverhältnisses während der Contractsdauer, bezw. darüber hinaus, bis zur Abzahlung der von dem Dienstherrn geleisteten Vorschüsse gestattet und unter Anderem den Dienstherrn auf die Ergreifung eines entlaufenen Knechtes, wenn er Ausländer ist, eine Prämie auszusetzen berechtigt. Bei dieser Sachlage halten wir es für eine Pflicht der Presse, auch ihrerseits — wie dies Seitens der Behörden wiederholt schon geschehen, — die auswanderuugslustige Bevölkerung vor den Gefahren wiederholt und eindringlich zu warnen, denen sie durch die Speculation gewinnsüchtiger Auswanderungs-Unternehmer und Agenten entgegengeführt wird. (Karls. Ztg.) Karlsruhe, 29. Mai. Die zweite Kammer hat eine Petition der Altkatholiken Durlachs um Mitbenutzung der dortigen Schloßcapelle an die Staatsregierung überwiesen mit dem Wunsche, die Birte bei der Reichsverwaltung als Eigenthümerin thunlichst zu unterstützen. IlranLreich. Paris, 28. Mai. Am 15. Mai begannen die Vorlesungen in der neuen Ober-Kriegsschule. Die Zahl der Osficiere, welche die Prüfung bestanden, beträgt 130; 340 hatten sich zur Prüfung gemeldet. — In Toulouse und Umgegend wüthete seit dem 25. d. Mts. drei Tage lang ein furchtbarer Sturm mit Regen und Schnee; die nächste Erndte ist stark beschädigt. Paris, 29. Mai. In der Deputirten-Kammer antwortete der Minister des Aeußern, Herzog v. Decazes, auf eine betr. Anfrage Naquet's, er verzweifle nicht, die Uebereinstimmung unter den Mächten hergestellt zu sehen. Diese Erklärung wurde von allen Seiten der Kammer beifälligst ausgenommen. Paris, 29. Mai. Das an der Börse verbreitete Gerücht von einer Auflösung des Syndicats, welches sich seiner Zeit unter Betheiligung des Comptoir d'Escompte behufs Berathschlagung über die ägyptischen Finanzen constituirt hatte, wird für unbegründet erklärt. Das Executiv-Comitä dieses Syndicats hat mit Blignieres conserirt, welcher morgen nach Aegypten abreist. Seitens des Syndicats wird Laury als Repräsentant delegirt, welcher sich am Freitag nach Aegypten begeben wird. 13. Gesuch des Heinrich Schäfer um Bauerlaubniß. 14. Gesuch k>es Georg Konrad Simon um Angabe eines Zufuhrwegs seinen Grundstücken zwischen Seliersthor und Neustadt. u 15. Versteigerung von Waldculturarbeiten. 16. Weganlage auf dein Friedhof. 17. Decretur von ärztlichen Gebühren._______ -Müdere M NeffenMei Ansprüche jeder A KHahn I en 4 ißod Bericht bet Meidm Mnjumelben. Oiefeen, den 16 l Grofeherzogliches Erdmann, Landrichter. f* Von bei im f M- unb Eisens Mchffkli, MiP «rackeich mid W Die gedachte S Exemplare der zu M- 2,00 bei der Atzen, btn 3« !iWÜ »1 dk i»11! wtr iWSerben .-.„h liefert k rinf«1*1. > L aber e»'' ^!fit England. London, 29. Mai. Die englische Regierung ist offenbar bestrebt, gegen jedwede Möglichkeit gewappnet im Mittelmeer auftreten zn können. Der Bau unfertiger Kriegsschiffe wird dem Vernehmen nach beschleunigt, die Arbeiterzahl vermehrt. Die Festungen Gibraltar und Malta werden verstärkt und theilweise in einer den modernen Bedürfnissen besser entsprechenden Weise ausgerüstet. Schon am Freitag sollen die Marinebebörden, einer Mittheilung der „Times" zufolge, in Portsmouth sich über die Zeit und Kosten vergewissert haben, welche die Ausbesserung und Fertigstellung der Kriegsschiffe Thunderer, Inflexible und einiger andern in Anspruch nehmen würde. — Die deutschen Panzerfregatten Kaiser, Deutschland, Kronprinz und Friedrich Karl setzen, nachdem sie Kohlen und Proviant eingenommen, ohne Verzug ihre Fahrt von Plymouth aus fort. Spanien. Gibraltar, 28. Mai. Ein deutsches Panzergeschwader, aus 4 Schiffen bestehend, passirte ostwärts längs der marokkanischen Küste steuernd, am Donnerstag Abend zwischen 9 und 10 Uhr die Meerenge, ohne hier anzulegen. Türkei. Konstantinopel. Die Regierung läßt in ihren Blättern erklären, die Besorgniß der Staatsgläubiger, daß eine Herabsetzung des Capitalwerthes ihrer Rententitel in Aussicht genommen sei, entbehre jedes Grundes. Die Regierung denke nicht an eine solche Maßregel und werde derselben niemals zustimmen. — Es bestätigt sich, daß die französische Regierung für die Wittwe und die Hinterbliebenen Kinder des ermordeten Consuls Moulin 600,000 Frcs. verlangt. Konstantinopel, 29. Mai. Ein türkisches Geschwader unter Hobart Pascha wird zu Uebungs-Zwecken nach dem Archipel absegeln. In der Gegend von Novibazar sollen Truppen concentrirt werden. Es ist die Auszahlung des rückständigen Soldes für die Truppen beschlossen. Amtliche türkische Telegramme bestätigen die Unterdrückung des Aufstandes in Bulgarien. Die Vorschläge der Mächte werden demnächst der Pforte osficieü mitgetheilt. — Die Nachricht, daß neuerdings die Verpachtung der Zehnten in Bosnien ausgeschrieben sei, beruht auf Mißverständniß; die Pforte hat erst vor Kurzem die entschiedene Erklärung abgegeben, daß sie die betreffs dieses Punktes den Mächten gegenüber eingegangenen förmlichen Verpflichtungen auch genau einhalten werde. Konstantinopel, 30. Mai. Amtlich wird gemeldet: Auf einstimmigen Wunsch der Bevölkerung ist Sultan Abdul Aziz entthront und der präsumtive Thronfolger Murad zum Sultan proclamirt. Salonichi, 29. Mai. Gestern sind vier weitere Urtheile gefällt wor- den, und zwar eins auf Tod und drei auf Zwangsarbeit. Lokal-Notiz. Gießen, 29. Mai* In Nachstehendem lassen wir die Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten Donnerstag, den 1. Juni 1876, Nachmittags 4 Uhr, im Rathhaussaale folgen: 1. Die Wahl der Einschätzungs-Commission für die Einkommensteuer. 2. Definitive Besetzung der Lehrerstelle an der dritten Elasse der höheren Mädchenschule. 3. Die Oberhessischen Eisenbahnen betr. 4. Vergütung für abgetretenes Straßengelände. 5. Fristgesuche auf Rückstände zur Stadtkasse pro 1875. 6. Bedürfnisse für^die städtischen Schulen. 7. Die städtische Sandgrube am Schiffenberger Weg. & Die Bewässerung der Wiesen am Rödger Weg. Bonn, 18. Mai. Auf heute waren 140 Personen vor das hiesige Zuchtpoltzei- gericht geladen, um sich wegen der Beschuldigung, in der Braunschweiger Lotterie gespielt zu haben, zu verantworten. Der Collecteur wurde zu 100, die Spieler zu je 3 M. und Tragung der Kosten verurtheilt. — Der General-Secretär des Landwirrhschaftlichen Provinzial-VereinS in Münst er richtet folgende beherzigenswerthe Warnung an die Forstwirthe: „Die zahlreichen und heftigen Stürme im Monat März haben bekanntlich in unseren Waldungen große Verwüstungen angerichtet; zahlreiche Lücken sind gerissen; viele Stämme vereinzelt geworfen oder doch in ihren Wurzeln so gelockert, saß ihr Wachsthum gestört ist. Diese Schäden treffen die Forstbesitzer um so schwerer, als durch die Ueberfüllung des Marktes auch die Preise gedrückt wurden, so daß jetzt Mancher in Unmuth das geworfene Holz int Walde liegen läßt. Hierdurch entsteht aber eine außerordentliche Gefahr. In den Kiefern-Waldungen nämlich legt in solchem tobten und kranken Holze der Borkenkäfer seine Brutstätten an. Schon sind dieselben zahlreich vorhanden, und wenn sie nicht vor Mitte Juni zerstört werden, so wird eine ungeheure Vermehrung dieses gefährlichen Feindes Statt finden. Der Käfer wird zunächst in den tobten und kranken Stämmen weitere Brutstätten suchen, findet er aber dort kein Unterkommen mehr, so bohrt er auch die ganz gesunden Hölzer an und vernichtet dieselben. Auf diese Weise sind vor einigen Jahren in Folge von Windbruch in Böhmen, Preußen und Posen Forstschäden entstanden, die für viele Millionen Werth vernichtet haben, ganze Quadratmeilen hoffnungsvoller Waldungen zerstörten und zuletzt durch die schärfsten und kostspieligsten Maßregeln bekämpft werden mußten. Die Gefahr ist sehr groß und dringend. Die Maßregeln dagegen müssen, wenn sie überhaupt helfen sollen, vor Mitte des Monat? Juni durchgeführt werden. Bis zu dieser Zeit muß sämmtliches Kiefernholz, sowohl das tobte als das kranke, aus den Waldungen ober beren Nähe entfernt sein, ober ti müssen die tobten unb kranken Stämme wenigstens sorgfältig entrindet und bie Rinde verbrannt sein. Wer biefe Maßregeln versäumt, ber schäbigt nicht nur feine eigenen Walbungen, sondern bringt auch bie seiner Nachbarn unb schließlich bas ganze Land in Gefahr. Die guten Wirthe wissen das und haben längst Maßregeln ergriffen; Mancher aber zaudert, weil er denkt, es könne ihm doch nicht helfen, so lange der Nachbar nicht räumt. Leider ist auch die Zahl derer sehr groß, welche gleichgültig ober nachlässig bleiben. Möge daher Jeder nach seinen Kräften dazu beitragen, die drohende Gefahr abzuwenden." München. 15. Mai. Eine thurmhohe photographische Aufnahme. Jener Spenglergehilfe, welcher die Abnahme des Kreuzes vom Thurme ber Petcrskirche vollzogen hat, erkletterte gestern mit großer Waghalsigkeit die äußerste Spitze des Pcters- thurmes unb ließ sich, nur mit ber linken Hanb an bei Spitze festklammernd unb bic Rechte auf das Herz gelegt, in biefer Stellung abphotographiren. Die photographische Abnahme erfolgte vom Thurme ber benachbarten hl Geistkirche aus. In solcher Höhe und unter solchen Umständen hat sich wohl Niemand noch photographiren lassen. — Amerikanische Zeitungen erzählen: Die Centennial-Ausstellung in Philadelphia wirb den Besuch ber 116jährigen Frau Mella Dobd aus Bowling Green, Kentucky erhalten. Die alte Dame würde sich den Beschwerden der Reise vielleicht nicht aussetzen, aber ihre Töchter, zwei Jungfern von 83 resp. 94 Jahren haben es sich nun einmal in den Kopf gesetzt, nach Philadelphia zu gehen unb sie kann bie „Kinber' boch unmöglich allein ben dort brohenben Gefahren unb Versuchungen ausfetzen. Wirthschaftliches. Rothe Tinte zum Zeichnen der Wäsche läßt sich nach Th. Wegler, (Bayer. Jnb.- unb Gewerbeblatt) in folgenber Weise darstellen: Man verdünnt Huhn- eiweiß mit etwa dem gleichen Volumen Wasser unb rührt bie Flüssigkeit mit einem Glasstab so lange lebhaft um, bis sie gehörig Schaum bildet. Dann filtrirt man durch feine Leinewand und mischt fein zerriebenen Zinnober auf bas Innigste mit bent Filtrat, woburch man bei genügenbem Zusatz be§ Zinnobers eine bickliche Flüssigkeit erhält. Diese trägt man auf die zu zeichnende Wäsche mit einem Federkiele auf unb überfährt nach dem Trocknen die Rückseite der bcfchriebenen Stelle mit einem heißen Plätteisen, wodurch das Eiweiß coagulirt und die Schriftzüge auf dem Gewebe dauerhaft fixirt werden, so daß sie von Seife, Alkalien und Sauren nicht angegriffen werden- Obige Tinte läßt sich in gut verschlossenem Glase lange aufbewahren, ohne den suspen- direnden Zinnober abzuscheiden. ____ Landwirthschaftliches. Klee oder Kleegras? Zur Frage, ob es besser sei. reinen Klee oder Klee unb GraS im Gemenge zu bauen, schreibt die Wiener landwirthschaftlichc Zeitung, bafe ■Nit w L"""r k/'Nkh-N, FWn, Lofoten u. rt >»" 2892) Die Siam Kchutzbezirk Himgen mehmiflt roorbeti. jungen, ben 30. A $er MrM Ieilgck MHM T ® fünfter Auswahl ■jMlt O.G« 3o9) UeÜEfffL^ » Mandeln un • Tafel-, rmnB Rosinen, vvipfkthlt M42) M. Jöen @anfe Krs 7e nur als ein, Hand der Tbaj- tn dicselben Kirchs *6rt wurden, bt 'n nnS ®eifili4te nk "achkommen, oh JS Würde uni Me die Katholik^ uni °tt Schluß gezoge. en erhoben sich in bc ■ brannten 5 Häuser 3^ne Westwind bre, em eroßer Lheil bo |5oi«n bei der groher w Schneiderei sMüllci geheizt wird. Augw betrachten und liege: n LrandstStte betch r ein Töpfere,-Arbeik« da z»m großen Theil lecht versichert Haden, das Kaiser-Wilheln- geblieben. Außmr- ;tabt gemacht: fntnf er em, und ihr ist ti blich kchranken gestzt s hiesige Zuchtpolizei- schweiger Lotterie ge- 00, bit 6pidtr jii je MMni in Münst er Die zahlreichen unb Waldungen große ;ammt vernvM y« m Mt W MMtzbrs ME a das Morjemholz Ad)t Sesch. Jn deir holze der Borkenkas-r n, und wenn sie nM rung diese? gefährlichen uxd krankm Stammt men mehr, so bohrt cc l diese Weise sind °°c tn» Posen ForstsM ganze Ou°draMM isten und koltspleW 6 unb dringend, u or Mte de? Monck t- Kiesernbolz, M - entfernt Ä ob<; nmnut f» * « icht nur scme «I« Bi? ^8» d au? den •«S.f * ü. Ni »SÄ ■fe! fteS» ,.«& nen/j in vielen Fällen die Beimischung von Gras zum Kleesamen angewandt erscheine und namentlich dort, wo der Acker nicht vollkommen Kleefähig sei, oder wo man wegen zu siuchter oder trockener Lage ihn nicht mit Sicherheit anbauen kann, dann habe aber !jue derartige Mengsaat noch manche andere Vortheile. Diese Saaten frieren nicht so ^jcht aus, werden auch nicht sobald von den Mäusen vernichtet, das Gras bleibt mkistentheils und liefert nach dem Verlust des Klee's immer noch einigen Ertrag; es nährt aber ein solches Futter auch besser als der reine Klee und man habe seltener ein Auflaufen des Rindviehes zu befürchten. Die Heubereitung eine* solchen Gemenges (ei ebenfalls leichter und mtt weniger Verlust von Kleeblüthen und Blättern verknüpft und zuletzt gebe es auch noch eine bessere Weide als der reine Klee. Die am häufigsten angewendeten Grasarten sind Timothee- und Naygras, doch könne man auf leichtem Boden, auch Schaafschwingel nehmen. Literarisches. Die im Verlage von Paul Wolff in Leipzig erscheinende erste Deutsche Uustrirte Jagd-Zeitung: „Der Waidmann. Blätter für Jäger !und Jagd- reunde." Redigirt von Fr von Jvernois, erscheint seit dem 1. October 1875 in Folio- Format zu dem billigen Preise von 4 M. 50 Pf. halbjährlich. — Aus dem interessanten Inhalt der Nr. 12 und 13 erwähnen wir: Heber JagdoerpaStungen. — Jagd-Skizzen aus Siebenbürgen. I. Eine Schnepfenjagd. Von E. von Czynk. — Ei« Abendanstand zu Geult — Eine bisher unerhörte Fußgängerleistung. — Vereinsnachrichten. — Naturgeschichtliche Beobachtungen: Abnormes Rehgehörn. Mit Abbild. Tire-haut! Schnepfenjäger. Das SperlingSkäuz- chen als Räuber. Bastarde von Landbär und Eisbär. Mannigfaltiges : Eine Fuchs- Ente. Auf nach Philadelphia! Ein Mittel zum Vergiften der Füchse. Ein Abenteuer auf der Bärenjagd. Erlegung eines Luchses. Abschußliste. Bilderräthsel. Brieftasche. Inserate. Illustrationen: Ein Wallachischer Schnepfenjäger in Siebenbürgen. Von E. von Czynk. Ein Abendanstand zu Oculi. Von Eugen Krüger. Heber Vertilgung der Füchse. Vom Oberförster Robert Lampe. — Einiges über Wild und Jagd im Bayerischen Hochgebirge. — Naturgeschichtliche Beobachtungen: Ein Schnepfennest am 19. März. Zwei Albino-Lerchen. Belauschte Liebende. Mannigfaltiges: Ein verunglücktes Schmalthier. Des Wilderer? Ende. Das neue von Dreyse'sche Rotationsgewehr. Eine unerwartete Marderjagd „In Rtchter's Ofen liegen junge Palmen!" Abschußliste. Literatur. Bilderräthsel. Brieftasche. Inserate. Illustrationen: Ein verunglücktes Schmalthier. Original-Zeichnung von C. Kröner. Des Wilderers Ende. Bon W Simmler. Allgemeiner Anzeiger. zu (2647 Mastictheer. Lindenplatz. 359) im em- bei allthorstraße. (2847 Georg Menzel 2895) H. Grünebaum. 2770) empfehlen (2862 Carl jL -Offenheimer Wäldchen. Auf Pfingsten, als am 3. Feiertage, findet dahier große Ha O W W O O O Z e u g n i ß. Der pfälzische Traubenbrusthonig kann bei chronischen Brustleiden, besonders für brustkranke Kinder, bestens empfohlen werden. Alzey, den 7. Januar 1876. . (1344 Ur. Sauerwald. Dr. Weiffenbach. Zu dem am 2. Pfingstfeiertaz «Mache wird stattfindenden Balle laden Unk ergebend ein (2851 | Gebrüder Eich, I Echl psähischer Traubendrusthonig aus der Fabrik von Heinrich Kneib in Köngernheim bei Alzey (Rheinheffen). — Der pfälzische Traubenbrusthonig, ein Ausverkauf. Wegen Umbau meines Ladens verkaufe ich, um schnell zu räumen, gegen Baar mit 10 pCt Rabatt. (m. Pli. FiUiiiaun, ä&L «■ O O w. ??' tie c, Köln-Giehtner Mhn. % Abfahrten von Gießen nach: k, * Eri Hiermit erlaube ich mir, einem verehelichen Publikum meine nach neuester Construction eingerichtete Dampfschneidemühle ergebenst in Empfehlung zu bringen. Durch dieselbe bin ich in den Stand gesetzt, das Schneiden von Balken, Schwellen, Bohlen, Brettern, Dach- und Spalier-Latten, Zaunpfählen, die Herstellung von Brunnen-Rosten, Ziegelbrettern :c. ic., zu übernehmen und schnellstens auszuführen. Außerdem halte ich mein reichhaltiges 1« tt <■ e t* in allen Sorten geschnittenem Bau», Werk- und Lager-Holz, Bohlen in allen Dimensionen, Stückhölzern, Gerüststangen rc. re. bestens empfohlen. Unter Zusicherung reellster Bedienung und billigster Preise, bitte ich um geneigten Zuspruch. 2509 Balthaser Euler, _________________________Gießen, am Hamm. Kermischte Anzeigen. 2831) Einen Pferdeknecht sucht gegen hohen Lohn C- Haas, Kalkbrenner. 2871) Ein Mädchen, welches im Weitz zeugausbessern und Bügeln geübt, sucht Beschäftigung. Zu erfragen bei Herrn Rieger, Neustadt- Soldaten werden in Quartier genommen bei Rothenberger Wittlve, 2897) Kaplansgasse. General-Versammlung. Tagesordnung: Statutenänderung; Beschaffung von Brennmateri | telegra lien; Beschlußfassung über Vereinsangelegenbeite M ent/hro Königsberg I EPW xs* (^1'.einer Erhaltung o '°ere also die sog. L------ - ----- - , u . Mßen verlangte, befördert bei anerkannt reeller und billiger Bedienunj J m Z 99?* Schulhof, Agent in Gieße« tnM - »» Sultan t M darnach Kurhauspächter. Entlaufen. 2898) Ein kleines schwarzes HüniO mit weißem Flecken am Halse. Dem Wied bringet- eine Belohnung. Zu erfrageir der Exped. d. Bltts. I r! Eine» l hi. LS Ofrhptfrr finben bei freier Wohnung 4XV VI Uv4 dauernde Beschäftigung in der Essigspritfabrik von (2842 ___________Eduard S i l b e r e i s e n. . 2839) Gesucht eine Wohnung von 7—8 Zimmern nebst Zubehör und Garten, wenn möglich Stallung. Offerten nebst Preis- Angabe unter Chiffre F. K. 117 nimmt die Exped. d. Bltts. entgegen.______________ 2641) Einen Glaserlehrling sucht L. Schmidt, __________Marktstraße. 2889) Wegen Räumung des Steinbruchs im Hangelstein kann in den ersten 14 Tagen nicht gefahren werden. Ph. Braun, Steinbrecher.