°"Pon. w,rb di,'r •hn a's AZ / ur 15 Wfl: > &4'* Mar- fieber mein Prel« vierkellährliL 2 Ma,k 20Pf.m«tBringkrlchn. Durch -ir Post bezogen vterkellährltch 2 Katt 60 Pfennig. Gitßtmr Anzeigtr. ttrfd'fint t- .Utcti, mit lul» nahmt Montag-. Expedition: Ean-letberg, 2tt «. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. fto. ‘40. Sonntlilt Ben 24-. ^flniini ivrodpreife vom 2 1. bis 30. Januar 1875 nach eigener Erklärung der ^tec: Amtlicher Theit. Bahn an die neu zu erbauende Bahn Wünschenswerth erscheinen lasten, soweit mit Die Bausrist für die Bahn unter 1 ist auf 4 Jahre, für die Bahnen 20. die (frinc weitere hessische Eisenbahn-Vorlage. Unter diesem Titel bringt daS „Franks. Journal" folgenden für die Stadt Darmstadt, Großh. Negierung an ib 18 kr. WM Wchcr nMnto hat zur Bestimmung geführt, daß die Festsetzung über Tarife, Fahrpläne rc. ausschließlich Preußen zukommt. Eine wichtige Abmachung ist im Art. 12 oes Vertrags insofern getroffen, als die hessische Regierung sich verpflichtet, so lange die Bahnen im Eigenthum und Betrieb Preußens sich besiuden, den Betrieb weder mit einer Gewerbesteuer, noch einer anderen Staatsabgabe zu belegen und von den Bahnen mit allem Zubehör nur diejenige Grundsteuer erheben zu lasten, welche den zeitweiligen gesetzlichen Bestimmungen gemäß sich für die zu den Bahnen verwendeten Immobilien ohne Rücksicht auf diese Verwendung nach ihrer bisherigen Benutzungsart berechnet. Der preußischen und Reichs- Regierung ist die Anlage ober- und unterirdischer Telegraphen gestattet. In Art. 14 ist bestimmt, daß die preußische Regierung ohne Zustimmung Hessens die betreffenden Bahnstrecken nicht veräußern darf, und im Scklußpro- lokoll heißt es, daß die AuSwechlung der beiderseitigen Ratifications Urkunden längstens binnen vier Wochen nach erfolgter Zustimmung der hessischen Landes- tilgt sein sollte, m 15 Jahresraten zurückzuzahlen. Die Erbauung und der Betrieb der Linie unter 2 und 3 sind von der Hest. Regierung zu übernehmen, welche jedoch berechnzt ist, die ihr diescrhalb obliegenden Verbindlichkeiten der Hess Ludwizc'Eisenbahngesellschaft zu übertragen und sich das Recht Vorbehalten hat, die Ratification des Vertrags von dem Zustandekommen der mit genannter Gesellschaft zu treffenden Vereinbarung abhängig zu machen. Mit der Hest. Ludwigs - Eisenbahngesellschaft ist sich unterm 2. v. Mts. dahin vereinbart, daß dieselbe fich verbindlich macht, in die von Hessen durch den Vertrag vom 19. Februar v. Js. Baden gegenüber bezüglich der Linien Erbach-Eberbach, und Worms-Mannheim eingegangcnen Verbindlichkeiten einzu- treten und in welcher Vereinbarung gegen Zusicherung der Concession zum Bau nach Jaxtfeld (Neckarbahn); 2) einer Eisenbahn von Eberbach nach Erbach und 3) einer Eisenbahn von Mannheim über tzampcrtheim biiect nach Wormö birectem Anschluß an die Riedbahu bei Biblis — verabredet. unter 2 und 3 auf 3 Jahre bestimmt. Tic Erbauung der Neckarbahu übernimmt die Großh. Badische Regierung, welcher eine nach der Betriebs-Eröffnung, bezw. nach 4 Jahren, 10 Jahre hindurch mit 3y2 pCt, später mir 4 pEt. zu verzinsender Donchuß mit 2J/2 ren i1- lllft Hut $ zu Th«! Deutschlaiid. Januar. In diesen Tagen ist eine Vorlage der nenen Schwierigkeiten, den Vorzug haben, zur Besetzung der bezeichneten Stellen nicht zu ermitteln sind. Die Angehörigen des einen Staats, welche im Gebiete des andern an- gestellt werden, scheiden dadurch aus dem UnterthanewVerbande des Heimath. landes nicht aus und sind während ihres dienstlichen Aufenthalts daselbst nur denjenigen Steuern und Personal-Lasten unterworfen, welche nach den dortigen Landesgesetzen unter gleichen Verhältnissen für alle Fremden zur Anwendung gelangen. Die Bahnbeamteii sind rücksichtlich der Tisciplinarbehandlimg aus schließlich der preußischen Regierung, im Uebrigen aber den Gesetzen des Staat» unterworfen, in welchen sie ihren Wohnsitz haben. Der Umstand, daß die fragliche Bahn auf alleinige Kosten Preußens hergestellt, und das hessische Gebiet nur auf einer kurzen Strecke berührt wird, und Betrieb der Bahnen: setzungcn verschiedener . . ,, . _ , . den desfalls mit der Großh. Badischen Regierung und mit der Hess Ludwigs- Eisenbahngeselljchast abgeschlossenen Verträge verlangt. Mit der Großh. Badischen Regierung ist durch Vertrag vom 19. Februar lb74 vorbehältlich des Zustandekommens einer Vereinbarung mit der Hess. Ludwigs-Eisenbahngesellschast über Herstellung der von Heffen zu erbauenden Bahnlinie und der Genehmigung der Stände der contrahirenden Staaten die Anlage: 1) einer Eisenbahn von Neckargemünd-Hirschhorn-Eberbach und Neckarelz so wird man es begrüßen, daß endlich auch die manchmal unbesiegbar erschir- die sich dem Abschluß entgegenstellten, beseitigt sind. zweite Kammer der Stände gelaugt, welche die Fcn- Eiseiibahnen betrifft und die ständische Genehmigung zu Polizeiliche Bekanntmachung. Herrenlose Hunde. Ein röthlicher Pinscher und ein schwarzer Spitz werden als herrnlos aufbewahrt. Wer Ansprüche an diese Hunde machen will, hat fid) binnen 3 Tagen zu melden. Rach Ablauf dieser Frist werden dieselben dem Wasenmeister übergeben. Gießen, den 23. Januar 1875. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzial-Hauptstadt Gießen. Nover. , Hilf thunlich zu wahren. Sowohl die Feststelliing des gelammten Ban-Projecls für die den Gegenstand dieses Vertrags bildendeNjEisenbabnen, als auch die Prüfung der anzu- wendenden Fahrzeuge einschließlich der Dampfwagen soll lediglich Preußeii zu- stehen. Im Uebrigen entsprechen die Vertrags-Bestimmungen im Wesentlichen den bei solchen Vereinbarungen üblichen Festsetzungen. Insbesondere bleibt der hessischen Regierung in Ansehung der auf ihrem Gebiet gelegenen Bahnstrecken die LandeS'Hoheit Vorbehalten, und es sollen auf diesen Strecken nur hessische Hoheitszeichen angewendet, und von den daselbst stationirten Bahnbeamten, sofern sie hessische Unterthanen sind, die hessische Kokarde getragen werden. Tie preußische Elsenbahnverwaltnng hat wegen aller Entschädigungs-Ansprüche, welche auS Anlaß der Anlage oder des Betriebs der im hessischen Gebiet gelegenen Bahnstrecken gegen sie erhoben werden möchten, sich der hessischen Gerichtsbarkeit und den hessischen Gesetzen zii unterwerfen und zu diesem Behufe in Gießen Domicil zu nehmen: Tie hessische Regierung bestellt zur Handhabung dcS ihr über die im Greßhirzogthuni gelegenen Bahnstrecken zustehenden Hoheits- und Aussichtsrecht einen beständigen Commissär, welcher die Beziehungen ;ur prcuß. Eisenbahn-Verwaltung in allen denjenigen Fällen zu vertreten hat, welche nicht zum birecten gerichtlichen oder polizeilichen Eilischreiten der Behördeii geeignet sind. Die Handhabung der Bahnpolizei auf den hcssischeii Bahnstrecken erfolgt durch das preußische Eisenbahn-Personal, welches auf Präsentation der preu . .. - , - ßjschen Betriebs-Verwaltung von den hessischen Behörden in Pflicht zu nehmen' Millionen Gulden in 4 Jahresrate und .außerdem als Ausgleichung der ist. Tie Handhabung der allgemeinen Sicherheitspolizei liegt hinsichtlich dieser' Mehrkosten für die diesseits gewünschte Abkürzung der zwischen Württemberg Bahnstrecken den hessischen Organen ob. Tie Anstellung und Beaufsichtigung iind Baden vertragsmäßig festgesetzten Dausrist für die Strecke Eberbach Zander Beamten für die auf hessischem Gebiete gelegenen Bahnstrecken erfolgt ledig- feld, em einmaliger Zuschuß von 100,000 fl. °zli leisten. lich durch die zuständigen preußischen Behörden. Bei der Anstellung von Bahn-. 9tad) Ablauf von 25 Jahren ist die Großh^ Badische Regierung verdui»- wärtern, .Weichensteller ', und Unterbeamten ähnlicher Art soll auf Angehörige den, den Vorschuß von Millionen.^"tden,, falls derselbe iiicht s.uher ge- des hessischen Staats vorzugsweise Rücksicht genommen werden, falls qualisicirte Militär-Anwärter, unter melden hessische Staats- und Contuigeiits Angebörige Gießen höchst mtcrcffanten Artikel: Rasch ist zu den neulich in diesem Blatte ausführlich besprochenen Eisenbahn-Vorlagen noch eine weitere gekommen, die wegen ihrer gleichmäßigen Wichtigkeit gleichfalls eine nähere Besprechung verdient. Sie besteht aus einem zwischen Hesseii und Preußen abgeschloffeuen Staats-Vertrag vom 27. Tecember v. I., einem, Schlußprotokoll vom gleichen Datum, einer darauf bezüglichen Proposition des hessischen Gesammt-Ministeriums an die zweite Kammer vom 16. d. M. und handelt von der Führung der Berlin-Wetzlarer Bahn durch hessisches Gebiet und über die Anlage einer Zweigbahn von Kinzenbach in das Bieber-Thal. Wir entnehmen derselben das 9iZichtigste t« Folgendem: Die hessische Regierung gestattet der preußischen, die durch das preußische »'!» »» «-• « zu führen, auch von Kinzenbach ans eine Zweigbahn zu den im Bieberthal ge- ! Monaten, vom 27. v. M. gerechnet, erfolgt, beide Regierungen an tci. ver ig legenen Erz-Fundstätten entweder selbst anzulegen und zu betreiben oder durch nicht mehr gebunden sn.v. rnnrnr- Private anlegen und betreiben zu lassen. Bei Lollar und Kinzenbach lolleu . Wenn man sich erinnert, mie lange ^on, nam ntl.ch wegen der concur- Stationen für den Personen- und Güter-Verkehr angelegt und die betreffenden nrenden Interessen ter Ltadt Gichen über die Nlchtung der B.rli- Hnlagen bei Lollar nn. der Main-We,«-Bahn m Sch^n-Verbindung gebracht ^ahn, He dur-h^hesMeS Geb«t werden. Tie letztere Bestimmung hat namentlich die Bedeutung, die Jnteieffen der Stadt Gießen, welche einen möglichst direkten Anschluß der Main-Weser- Der übrige Vcr- Frankreich. Zuschrift de- ehe- die Abstellung der sich nicht ergeben, seinem Amtsnach- Wien, 22. Januar, maligen Ministers Plener i Bahnübelstänbe gedrungen 1 da- Ergebnis; der später < folger übergeben. Oesterreich. (Proeeh Ofenbeim.) In einer sagt derselbe, daß er strenge aus babe, strafbare Momente hätten eingelciteten Untersuchung babe er Berlin, 2t. Januar. In Ucberemftimmunz mit der Voraussicht, welche seit einigen Tagen in hiesigen politischen Kreisen vorgewaltet bat und mit welcher jcut auch die neuesten Wiener Nachrichten übereinstimmen, beharrt man dabei, daß die Montenegriner Angelegenheit ihrer Erledigung entgegengehe und zu einem ernsten Eonflict keine Handhabe biete. Die im andern Sinne gehaltenen Nachrichten scheinen einigermaßen verspätet. Berlin, 22 Januar. In der heutigen Sitzung des Herrenhauses wurde ein Schreiben M Fürsten PulbuS in Betreff der bekannten, vom Kaiser bestätigten Entscheidung des Ehrengerichts wegen der Betbeiligung des Fürsten an der Nordbahn verlesen. An dasselbe anschließend wurde ferner eine vom Präsidenten des Herrenhauses erbetene nähere schriftliche Mutbeilung des Ehefs des Militär. EabinctS, General Majors von Albrdyll, in derselben Angele g-nbeit verlesen. Letztere constatirt, daß die von dem Fürsten Putbus nackge^ suchte Einleitung des ehrengerichtlichen Verfahrens wegen Zweifels i'ibei die Eompetenz des Officier - Ehrengerichts zur Aburtheilung mit der Stellung nie Osficier nicht zusammenhängender Handlungen Anfangs beanstandet, nach wie- derholten Gesuchen deS Fürsten, welche die obwaltenden Bedenken theüweise beschwichtigten, aber gestattet worden sei. Es sei fcstgchalten worden, daß das Militärgericht nicht in der Lage war, die Tbätigkeit deS Fürsten nach allen Richtungen bin competent zu beurtheilen. Das Gericht habe seine Tbätigkeit aus die den Standpunkt alS Dfficier wesentlich berührenden Fragen beschränkt, ob eine persönlich, Bereicherung stattgcfunden und ob Fürst Putbus solche in einer cdrcngcricktlich zu rügenden Weise angestrebt habe. Das Ehrengericht habe beide Fragen verneint und den Fürsten sreigesprochen. laus der S'tzung bot kein wesentliches Jntereffe. a) von Mannheim über Lampertheim und von Biblis nach Frankfurt e- M.s mit Abzweigung von Lampertheim direct nach WormS und 1 b) von Erbach nach Eberbach und von Babenbonsen nach Hanau, sowie gk°.n Ä.wäbrung dnn in 5 >br.«,a'"i zahlbark» und tu* l'n Belri.btüb^. bfr Pinie imlrr b iu rcftnfbircnbcn e-ibemhon von 500000 fl Ium Bau btr Strecfr ffrbid’-öt’trbjd) folgtnbt, «int Sr!«chltrunz btt Staat«, garanti« btjrofdrnbe Bcstimmungni gdrofftn sind: 1) btt in S 23 ter 8«Isi»neurkund« vom 4 Apnl 1**68 btr gtbaAitn Gtstllslbast als Rttntvtrag garanttrtt Summ« von 35,000 fl. pro Mttlt wird mit Wirkung vom 1. Januar 1875 ab auf 28,000 fl. und 2) fc,T für Finstrlluna tn den Grnrumingäfonb bestimmte Betrag vom 1. >u« 1874 au ton 5000 R. auf 3000 fl. ermäßigt ferner wird 3) die Einstellung der koeomotivachsmciltn in die SlchSmetltiiberechiiung behufs Repartitioii ttx rransportoerwaliungskcsteu ausgefLIvsteu. Außerdem ist im Interesse der auf Grund de- Gesetzes vom 14. Uugust 1^67 beitragspflichtigen Gemeinden SeitcuS der Ludwigsbahn die Mindeiung ihrer desfallsigen Ansprüche in demselben Maaß und unter denselben Bedinguii- aen zuaestanden, wie das von Seiten der Dberhesnjchen El,enbahngeiell,chaft geschehen und endlich die demnächstige Rückzahlung der von den Gemeinden zur Erbauung der Riedbahn freiwillig geleisteten Beiträge festgesetzt Die Vorlage ist für die zweite Kammer der Landstände bereit- gedruckt. Wie wir vernehmen, ist für den Finanzausschuß, obschon drei seiner Mitglieder im Reichstag abwesend sind, bereits auf Montag den 25. d Mts. eine Sitzung zur Besprechung über die Vorlage und deren Behandlung anberaumd erhöbt würden; sofort erhebt sich aber in allen Fraktionen der Versammlung, mit Ausnahme der äußersten Rechten, ein so heftiger Tumult, daß die Stimme de- Redner- vollständig übertönt wird. Earavon schließt, nachdem die Ruhe einigermaßen wieder bergeftellt war, indem er erklärt, die Legitimisten würden die constitutionellen Gesetze verwerfen dem Marschall. Präsidenten aber alle Mittel bewilligen, welche zur Ausrechterhaltuna ter Ruhe und Drdnung erfor- derlich seien. Morz n wird die Debatte songesetzr. (fngfanß. London, 20 Januar. Es wird stark befürchtet, daß der Dampfer „®eratw aus Ddeffa, von dem seit dem 27. November nichts gehört wurde, mit allen 2U Mann an Bord (darunter Packt Tantzer, 31 Jabre alt, auS Deutschland) unterzeaangen ist. Der Dampfer batte Cbtfia am 14 November mit einer vollen Ladung Raps verlaffen und hatte 1033 Tomiengebalt, eine Länge von 231 Fuß, Breil« von 3U Fuß und Tiefe von 17 Fuß 5 Zoll. London, 22 Januar. Die für die deut'che Regierung auf der Samuta'. schen Werft erbaute Panzer-Fregatte .Kaiser machte gestern, nut den deutschen Eommlsjären an Bord, eine Probefahrt. Der Zustand, die Schnelligkeit und die Maschine' des Schiffes befriedigten außerordentlich. London, 22. Januar. Die deutsche Panzer Fregatte „Kaiser', welche 5000 Tonneugehalt und 1100 Pscrdekraft hat, machte gestern ihre erste Probe« fahrt b«.i Naplii SandH. Die deutschen Commiffäre waren zugegen, zu deren vollkommener Zufrlidenheit das Schiff mit voller Kraft stündlich 14,56, mit halber Kraft 12,70 Knoten zurücklegte. aiufieiL Nom, 21. Januar. In der Kainmcrsitzuiig bringt der Finanz Minister Vorlagen über vorzunehmende öffentliche Arbeiten, Befestigungen und Straßen- bau in den südlichen Provinzen und über Verbefferung der Beamten Gehälter em und gibt sodann em finanzielles Expofö. Zur Deckung der außerordent« lichen Ausgaben schlägt der Minister eine Finanz »Operation und die Reorga« nisirung der Tabak^Tarife vor, und kündigt eine Reorganlsirung der Verzehrung--Steuer an, wrdurch er im Verein mit den aus der Revision der Handels-Verträge sich ergebenden Einnahmen mindestens eine Mehr-Einnahme von 20 Millionen zu erzielen bofft. Sodann schlägt der Minister die Zahlung der Em- und Ausfuhrzölle in Gold vor unb bemerkt, daß hierbei die Verbeffr« rung der bestehenden Steuern nicht in Anschlag gebracht sei. Der Minister betont die Nothwendigkeit der Wiederherstellung des finanziellen Gleichgewichts noch in dieser Session, weil mit Ende 1*75 als letzte Hülssquelle nur noch 60 Millionen Papier verbleiben. Auf Antrag deS Ministers werden alle Ent« würfe einer Commission zugewiesen. Spanien. Madrid, 22 Januar. Die Earliften bedrohen, falls Zarauz be schoflen würde, mit Gewaltthalen die dortigen Deutschen, den Capitän Zeppelin und einige Matrosen der Brigg „Gustav." Die Regierung nimmt deshalb mit Rücksicht auf die Deutschen und die LebenSgefährdung derselben Anstand, gegen Zarauz vorzugehen. Türkei. C» ettinfe, 22. Januar. Die fürstliche Regierung beruhigte die aufgeregte Scuptschina mit der Versicherung, Montenegros Beschwerde befinde sich in den Händen der Großmächte, fei also gut aufgehoben. Konstantinopel, 22. Januar. Man versichert, die in der monlene« grinischen Angelegenheit intervenirenden Mächte, Rußland und England, würden der Pforte gleichzeitig als Basis für die Regulirung der persisch türkischen Grenze den Vertrag von Erzerum empfehlen Alten. Pari-, 21. Januar. 47 carlistische Officiere haben in Bayonne ihren Uebertritt zu dem König Alphous erklärt. H>ari-, 21. Januar. Ein heute Morgen im Elysöe abgehaltener Mini« sterrath beschloß, in' bic heutige Discussion der VerfafinngSgesepe nicht emzu treten und seine Erklärung, wenn er übrrhaupt eine abgebe, auf die zweite Beratbung zu verspüren. Der Marschall fuhr um 1 Uhr zu Wagen nach Vcr sailles. Dort herrscht große Aufregung. Fast alle Deputirten, auch ThierS, sind anwesend. Letzterer kält die Lage für äußerst verwirrt; er sagte: die Lage ist verwickelter denn je. Prophezeiungen wagt kein Unparteiischer; ein parla mentarischer Zwischenfall kann alle Voraussetzungen umstoßen. Gerüchte, der Marschall werde zurücktreten, falls die Republik durchgehe, werden noch fort während hartnäckig in Umlauf gesetzt, um die Furchtsamen des rechten Centrums einzuscküchtern. Broglie hat übrigens noch nicht die Hoffnung aufgegebeu, an die Spitze deS Cabinets zu kommen. Er hatte heute eine lange Unterredung mit Foiirtou. — Vor der brütigen Sitzm>g fanden mehrere Partei Versammlungen statt. Das lmke Centrum beschloß die Aufrechterdaltung seine- Programms Republik mit facultativn Revision- Daß rechte Eentrum faßte den (riittckluß, für die zweite Beratbung jede ernste Discilsston zu vermeiden. Taflelbe wird jedoch morgen wieder Versammlung abbalten, in welcher es leicht dazu kommen könnte, daß tvr Verein sich auflöste. Ein Mitglied deflelben, General Mazure, ist bereits zu den Bonapartistrn übergegangen. — DaS Schauspielhaus in Versailles ist überfüllt. Von Botschaftern sind amveseiid der deutsche, der englische und der türkische. Versaille-, 21. Januar Die National Versammlung begann beute die erste Beratbung des von der Dreißiger.Ecmmlssion au-gearbelteten und von ibrrm Berichterstatter Ventavon eingebrachten Antrages betr. Uebertragung der- Gewalten Mac Mabon's Ventavon begründet den Antrag, Lenovl (Linke) bekampst de! selben; er bebt dervor, daß durch die Annahme deflelben die Er« richttmg der definitiven Republik dmauSgeschoben würde, d'acvmbe ^Rechte) spricht für die Monarchie und appellirt an die Einigkeit aller conferVativen Elemente. Earavon-^atour säußerste Rechtet tritt für die legitime Monarchie unter Eh.rmbord al- Köniz an ; er greift Republik und Kaifeirelch an, spricht^ übrigen- von der Person des Marschall'Präsidenten mit großer Ehrerbietung; er will hierauf von der Büdne herab einen im Proceß Arnim veröffentlichten Brief des Fürsten Bismarck verlesen, m welchem ausgesvrochen ist, daß durch die Errichtung der Monarchie der Eredit und die Bündnißsähigkeit Frankreichs, Sctianghai, 20. Januar. Der Gesundheitszustand deS Kaisers von Ebina ist sehr kritisch. X v f a I « 9? o t i ). (liegen, 23 Ian Nach dlm amtlich ausq,stellten .Preional Vettand- der hiefiqen Universität ntbmtn im laufenden Winter Semester an den Vorlesungen üderhaupt Theil .361, nämlich 340 immarricullrte Studenten und 21 ionstiqe Hörer. Von den 340 immatriculirten Studenten widmen sich der Lheoloq«« 9, der Recht- Wissenschaft 74, der V'dic'n 66, der Lhier« Ärzneikunde 7, der Ermeral Wissenschaft 6, der Architertnr 3, der Horstwissenschast 20, der Mathematik 23, der Philosophie une Vb«lolo.»e 77, der Pharmaeie und Lhemie 55. 81 must au-drükklich bervorgehoden werden, daß die Zahl der Pharmaceuten und «Ltzemiker üverdaupe wieder die Höke erreicht hat, die fi< in den besten Zeiten L'itbiq • hatte, während in anderen eiactkn W'Nen-cha'ten tie Lonrurrenz de4 DarmstLkter Vcly«echn,kume unverkenndar ist Äusrug nus hni jiirchkiibücheni der Alndl Lietzen. Evangklischk Gemsinde. Wrtauftr. Den 1 R. Januar Dem Bürger und Fabrikanten OttolKempfl, eine 7achter, Sophie Betty Auguste, geboren am 15 Rove-uder 1^74. D en 21. Januar Dem Kaiserlichen ^bertelegrophisten Johann Heinrich Brüggenwerth dahier, eine Tochter, HugufU Sophie Theodore, ged am 29 Reo. 1R74. 6 f f t M d t (. Den 19 Januar (^liiaketb pörder geborene Naumann, Dittwe de» Bürgel- zu Alt Buieck unb Hckenbabnarbeitrr» dahier, ^brrhard Körber, oft 38 3. 6 M. 3 T gestorberi am 17. Januar. -. .- ---. .. ■ , u—eagMMB (DrrNrhmMrhlnrn.) Fcrt'chrrtt alandrr»rthschaiklichem Ofbi if ist bi* neue Drnchmaichinr der iübmkichst dekannien Firma V b- MaviarlbckQe in Frankfurt a. M , welch« durch 2 Leute detrieden, in nnn Stund« <0 vi«i dreschen r«, Ätaen in b KrZ i eS Kaisers von (396 Glkßktt. Papier - Cäppis Bärte und Britten, empfiehlt billigst 229) Fertige Jacken, Unter- Frisckgebrannter Ä5B - 8M" ist iebcncit au haben m der Jo F. Rüger, Neustadt. z Zarauz be- pitän Zeppelin it desbalb mit Anstand, gegen inanz-Mmister und Straßen- nten - Gehälter außerordent- d die Reorga- g der Berzeh. Revision der ^'Einnahme er die Zahlung i die Verbefic« Der Minister Gleichgewichts ließt nur noch rden alle Ent- Eiergemüsenudeln, Maccaroni, Parmesankäse ,n der rnontene» England, * ersisch-türkischen Jagd-Verpachtung. Künftigen Donnerstag, den 28. d. M-, Nachmittags um 1 Uhr, soll die Feld- und Wald-Zagd in hiesiger Gemarkung auf dem Gemeindehaus dahier anderweit auf 6 Jahre öffentlich meistbie tend verpachtet werden; Pachtliebhaber 437) Bei Gaftwirth Eifer L Conrad Diehl in Ulfa stehen zwei schön gebaute Faselochsen, roth und schwarzscheck, zu verkaufen igte die ansge- rde befinde fich Ieügebotenes. Ganze geschälte Aepfel, Apfelspalten, Franz. Birnen, Brünetten, Kirschen, Catharinapflaumen, Georg Köber, 362) Krcu, 111. Wermiethungen. Die Bel-Etage meines Hauses am Nahrungsberg ist zu vermiethen. Fr. Ehr Piets.ch. Für Maskenballe. Besatz-Artikel in Gold und Silber als; Franzen, Spitzen, Litzen und Borden, Flittern rc., ferner Bouquets, Zweige, No ^ Die K aiserl. und Koni gl. Hof-Chocoladen-Fabrik von Gebrüder Stollwerck in Cöln übergab den Verkauf ihrer vorzüglichen Fabrikate in Gießen Herrn Carl Hoffmann- (68 Die beste Empfehlung, welche ein Fabrikat als fruchtbringend in sich birgt, liegt in seiner eigenen «Ute, welche hervorragende und gediegene Eigenschaft die Stollwerck’schen Brust-Bonbons aus der Fabrik von Franz StoIIwerck, Hoflieferant in Köln, Hochstraße Nr 9, in reichstem Maaße besitzen, worüber deren in steter Steigerung begriffener Consum den redcndftcn und schlagendsten Beweis lreferO Per Paguet ü50 Pfg. käuflich in Gießen bei Louis Frohnhauser, Chr. Kramer am Bahnhof, E. Lind, Hofconditor. *• werden hiermit eingetaden. Garbenteicb, nm 21. Januar 1875. Großherzogl. Bürgermeisterei Garbenteich. Schwarz.(414 lift jederzeit zu haben ... 1367) HaaS'fchen Kalkbrennerei. gchvtt ttlnbe 'Mit, au« 11 N-v-mb-r Wt, ,lne •5 Zoll. Eamuta’, ,11,11 dwZcken wNeit unb M«*, Wdfy '« ech-Pi-b,. ßfn, zu deren 9 M,56, mit Der Forstschütz Hankel dahier ist beauftragt, Kaufliebhabern das Holz auf Verlangen vor dem Termin vorzuzeigen. Seelbach, am 18. Januar 1873. 413) - Der Bürgermeister : } Mack- 409)____________________________.________________, 412) Mistbcctfcnftcr in Vorrath -u den billiasten Preisen bei H. K e cf. and" der W -Haupt Thal 361. 10 immatriculnun icin 66, der Thirr- ssensch-ft 20, der Ä 55. 6s hemiker übtW beend in „nverkeiinbae^ Bekamitmachung. ” Stächsten Montag, den 25. d- MtS-, Vormittags 9 Uhr, sollen in der Wohnung der Johannes Wagner VI. W'ttwe Eiben dahier erbverthet- lungshalber nachverzeichnete Gegenstände öffentlich gegen gleich baare Zahlung freiwillig an den Meistbietenden versteigert werden als: Zwei Pferde, alt 7 und 14 Jahre, vier Kübe, vier Rinder, ein dreijähriger fetter Ochs, zwei fette Schweine. ein trächtiges Mutterschwem, circa 40 Centn er gutes Heu, 50 „ „ Grummet, sämmtliches Weizen-, Roggen-, Gersten- und Haferstroh, eine Quantität Spreu, circa 70 Malter Kartoffeln, 170 Zentner Dickwurzeln, " 70 Malter Frucht (Weizen, Korn, "Gerste und Hafer,) zwei Oeconomiewagen, vier Pflüge und 2 Eggen, ein Karrn, ein! Hackftlmalchink. 1 Di-kwnr,mühle und sonstige Oeconomiegerathfchasten. Lana-Göns, den 19. Januar 1875. Grobherzogliches Ortsgericht Lang-Göns B r ü ck e l. >, 'Stimmt ’ S bl( Muhe Sen»ürb(n Lat"a[|f ),tl,l"18 «fox. Franz. Zwetschen empfiehlt e 395i Emil Elschbach. Braunkohlen vom Hessenbrücker Hammer werden täglich im Kleinen, sowie in Ladungen, billig Einige Stamme eignen sich zu Muhl FürWirlhe, ReKaurants unh flotclim). 430) Nachdem mir die Herren Heinrich Hennrnger» Sohne (Brauerei Stein) in FrankfuÄ den Alleinverkauf ihrer Exportbrere für Gießen und Umgegend übertragen, empfehle solche als altes Exportvier -----------;—jv-i--(Wiener), per Hectoliter 26 Mark. Exportbier (Lagerbier), per Hectoliter TNttllcll |21 Mark, unter Garantie eines gl.lchmäß>g guten Bieres durch das ganze frische Berliner Pianukuchen bei sJahr. Während der warmen Jahreszeit erfolgt der Versandt in den Eiswaggons F. W. Hartmann, Conbitor,'der Brauerei Achtungsvoll Neustadl.। Franz Schirmer. I, «l8.3 Ip « f|>»* , t*9yU ibiunß^ Nr. 4. Die Fastenbrctzel der Türkei erschien und ist frisch zu haben im Cafä Wenzel, Cafä Kuhlmann, bei Karl Fuhr, E. Junker und L. Möser. (428 Bekanntmachung. Vie Ernäntuitttswahl der Mitglieder der Grosiherzoglichen Handelskammer in Girlien brtrrffniii. Bei der am heutigen Taqe vorgeiwmmeneu Neuwahl wurde r Herr Fabrikant Ludwig Georgr nut 84 Stimmen gum ^rt^Vbif Anfüqen öffentlich bekannt aemacht, daß das Wahlprotocoll nebst Anlagen am 07 Januar l. I., Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von bis 6 Ubr ^ur C milcht der Wahlberechtigten auf dem Bureau des Secretärs der Handelskammer Herrn Hofqenchtsadvocaten iKrtz, frankfurter Straße im Müllcr'schen Hause, offen liegt und Einwendungen gegen die Wahl oder gegen den Gewählten binnen dieser drei Tage bei Vermeidung des Ausschlusses bei der Handelskammer vorzubringen find. Gießen, den 22 Januar 1875. 2 ^roßherzogslche Qanöcrsfininnier. sM, Herrn W. Zickenheimer in Mainz. "* Haben Sie die Güte und senden Sie mir ganz nach Ihrem Belieben eine Quantität Baubenbrultl)onig*) an dem ich ganz besonders deßhalb Gefallen gefunden, weil unsere ^IBehörde ihm schließ X7H* Anerkennung y rollt. Wenn es mit Ihrem Geschästsprincip vereinbar ist, würde ich ein Hauptdepot übernehmen. Darmstadt. gez. K. Caimberg, Apotheker. ») Aecht zu haben in 3 Flaschenfüllungen in Gießen bei I. A. Busch Söhne. (424 s Stoffhüte 8ii 48 fr. bis 1 ff. das Stück, sowie Giace»Handschuhe und sonstige Waaren, billigst bei_________________________1. II S»t. A. 64. __ 292) Die vorzüglichste durch die besten ärztlichen Atlefle empfohlene Kmder- nahrung ist das - - Schweizerische HLiiidermehl von C. Lapp, Chemiker in Friburg (Schweiz). Wieberläge bei Ariebr. Bi > ler__ 5 Weinschöne, DonÜQlidic, in 24 Stunden glanzhell klärend unterGaranite, per Flasche 42 f •, WeinbouqnetS, Wcintanuin, Wem- couleurs :c., in brillanten Qualitäten. I>r. Gustav Heyer (H. 6392) ehern. Fabrik Zahlbach b. Mainz. 167) Condensirte Milch, ächl von Cham (Schweiz) und Henri Nestle's Kindermehl empfiehlt C. F- Semmler _____________Materialist, Wallthorftraße. Z Kreppet läglich bei August Noll, Stern. 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Die Einnahme betrug 40,999 fl. 29 kr. und sonach die Gesammteinnahme bts Ende des ZabreS 522,700fl 29 fr , wonach dte Mehr- einnahme pro Decernber 3732 fl. 25 kr., für das Jabr 1874, 52,641 fl 48 fr betragt. Gießen, den 20. Januar 1875. Die DirecUon. empfiehlt Emil Fischbach. Frische Milch ist von Morgens 8 Uhr an nunmehr auch wieder für nickt tägliche Kundschaft zu baden. Bachgasse Lit. D. 217, Herrn Messerschmied S ckwau gegenüber._______ 416^ Zwei Glasschränke und ein Früh- stückSherdchen zu verkaufen bei Emma Lowenthal, Wettergasse. 418) Ein leichter, gut erhaltener Oeco- nomicwagcn zu verkaufen bei Balth Strauch. • Wichtig für Kranke! e a gpfftna 4 Uhr NachmillaaS nnb * Uhr NbendS. Lindenplatz, Restauration Liihnstein 439) ausgkfuhrl von der Capelle de« Uten Gropherzogl Hess. Jnfanlerie- int 6 9 Meld - Loaveris 25 12 guten braunen L «t A. Petri. ziehbar 18 Tarmjla 24 Lrtres 24 Familie zu oermiethen und Unfan^ft Mai d. Z zu beziehen- 24 Dr U. I a f d) f. einer 8on Ür 24 fr. 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