Gicßmcr Anzcigtr Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen. Sonntag den 17. October 1*7» »o. 2^2 Gießen, am 12. October 187.5. politischer Theis ?rial für Zimm ersrode in ®:. Nidda und Schotten und im wegen Loosholz Angelegenheit gerichtet. Preis vierteljahrliä' 2 Maik 20 Pf. mit Vringerlohn. Durch die Post bezogen einrd|5btlid) •1 Mark 60 Pfenntg ' ÜT* j unb brt f' it R-U». erd« «•SSnS igsss SZE w ' b ' ®ene*i mir li« Betreffend: Die Ausführung des Dolk-schulgef.tzrs vom 16. Juni 1874 und die Instruction für die Schulvorstände. Dir Großhcrzoglichc Krcls-Schnl-Com>iliss:oil Gieyc» an die Schulvorstände des Kreises. Nach Verfügung Großherzoolichen Ministeriums des Innern, Abtbeiluna für Schulangelegenheiten, vom 29. September d. I. sollm für die Vorsitz'nden der Schulvorstände das Volksschulgeietz vom 16. Juni 1874 und die Instruction für die Schulvorstände vom 21. September 1874 in besonderen Exemplaren auf Kosten der Gemeindekassen angeschafft werden Sie wollen dafür Sorge tragen, atz die Vorsitzenden baldmöglichst in den Besitz derselben gelangen. v. R ö d e r. w ffrfir n Lehrer an Volksschulen eine angemesiene Wohnung, wo möglich mit Garten, DCUlJuJlQIlO. oder eine Mietheutschädigung auzusprechen Gießen, 16. Octo^er. Seit qeraiimer Zeit fließen die Nachrichten Mainz, 14. October. Das „Mainzer Journal" veröffentlicht ein län- über die Lage der Tinge im Norden der Türkei kann, mehr tropfenweis, geres Schrelben des Bischofs von Mainz vom 13. d. Mts. an den Cultus- Brachtc bis'dahin jede Stunde irgend eine neue Nachricht vom Schauplatze Minister v. Lutz; der Bischof erklärt, daß er an der von ihm schmerzlich der Iusurrection, so sind plötzlich alle Nachrichten so ziemlich verstummt. Aber,empfundenen Mißbilligung des Königs unschuldig, und daß er von der noch "*■ ... ......_____ .!.>•.c. v.L.iun sufi. ietit fpft.iphnhenni 11.berreuauna ausaeaanall. sei. daü die Abbaltuna der Vre- ;‘ii **■ gesucht, lasse nicht die Folgerung bewußter Gesctzesübertretung zu. Von der Ueberzeuguiig ausgehend, daß die Genehmigung unnöthig sei, habe er Angesichts der gegentheiligcn Regierungsäußerung für bester gehalten, ohne die Rechtsfrage zu erörtern, sich an den Minister und dann an den König zu wenden. An die Möglichkeit eines abschlägigen Bescheides sei nicht gedacht worden. Nach dem Eintreffen der Antwort deS Ministers habe der Bischof die Rechtsfrage näher erwogen und, über seine Berechtigung vollkonimen klar, vom Bischöfe von Speyer bestärkt, und da er in dem Nichteintreffen einer Antwort des Königs iiichl eine abschlägige Entschließung, vielmehr dcffen stillschweigende Zustimmung gesunden, sich zur Predigt entschlossen Der Bischof sieht von den gewöhnlichen Verkehrsformcu ab, indem er das Schreiben gleichzeitig der Oeffentlichkeit übergibt, wie es der Eultusminister mit dem an ihn gerichteten Schreiben gcthan. Mainz, 14. October. In der Oggersheimer Affaire hat auch der hiesige Bischof wie der von Speyer eine Correjpondenz mit dem Eultusminister v. Lutz in München eröffnet, und unter der Annahme, daß auch die Schreiben des Ministers an die Bischöfe gleichzeitig mit der Absendung veröffentlickt worden seien, macht Herr v. Ketteler auch seinen Brief sofort bekannt. Der Haupt- Inhalt dieses für die neueste Stellung der römischen Bischöfe zur weltlichen neu »iuu^iv An Großh- Macht in Ton und Wendung höchst bezeichnenden Actenstückes windet sich zuerst orll „„ ... ben Rorftämttrn Romrod, lang unb breit um eine Wort klauberei, inb.m der Bijchos unter ber Stelle früheren Sorftaml 'Siira (Setnünben eme Beschwerbe der Verorbnuug vom 20. Ium 1851, baß füt tie Belhelligung nichtbayerischer »».»nae.eaenyer. - Zur Bcrathunq über eine Petition Gesuchen bei .kirchlichen °ußer°rbe.,tlichen 8««l>chkeiten bre Entschetbung an"bie demnächst >5sammentrelenbe LanbeSsynobe ist auf ben 15. Cctobei vom des tiönigs emznholen je,, nach der Analoqie gelegentlicher Antworten früherer Porfitzenben bes evangelischen Kirchenvorstanbeö eine Versammlung anberaumt bayerischer Minister nur „Missionen verstanden haben will. In zweiter Lmw morden Anlaß baiu^aab ein Antrag von 78 Mitgliedern ber evangelischen sührt Bstchos Ketteler bte angebliche Erklärung deS Ministers hutz vor , durch K.rchc.iaemeinb^ertte.una Der dVi. Ständen vorgelegte Geieß-Entwurf, d,e welche vor 3 Jahren dem al,katholischen Bischof Loos, von Utrecht die Vor- Gehalte der Volksschulleh?er betr., enthält 18 Artikel, aus denen wir folgende nähme der sirming in Mehrung als nW gegen bie staatÄ=®e|ege BerMenb hervorheben i Art. 1. Der geringste Gehalt eines defiiiitiv angestellten Lehrers ohne Weiteres gestattet worden sei. Weiterhin greift dann Herr »^ Ketteler ’ M ... — 9. . 9 , ~ rx» . • .. .k. fix. R A hör 'VrirfiÄ mit brm flrmpinfnmpn « Xnt acnat er. BodcAnstoll 1 !>nb gkhesit. irhru Evangelische Gemeinde. W f I 4 II ' t f. Ten 10. Oct. Dem Bürger zu Burkharb-felben unb Bremser an ber Äoln» Mindener Badn dahi r, Philipp Schmidt etn Sohn. Johann Georg Hetnnch Karl, geb. den 12. Sept Denselben Dem BÜ^aer zu Schl'tz und Korbflechter dahier. Christian Rei» Hardt eine Tochter. Maaaretba Johanna, ged. den 21. Sept Denselben. Dem Bürger zu Bessungen und Stationßasststenten an der Wrfer Bohn dahier, Jeiemtai Woli. ein Sohn. Johannes «Aeorg Karl Hugo, geb den 17 Sept. Beerdigte. Den 11. Oct. Eine todtgedorrne Tochter bei Bürgeri und Oefonomcn Johannes Schleuning. ged. den 9 Oct Ten 12. Oct Sin todtgeborener Sohn bei Bürgeri ,u König und vostfchaff. ntri dabier. M chael Rebscher, g"b den 10. Oct noch nicht anberaumt werben. München, 15 Cctober. Die Wtrefie der Hammer der Abgeordneten ist bereits an das Cbcrftbofmeifleramt zur Weiterbeförderung an den König ab gegeben worden. — Dcr König ist gestern von Schloß Berg zum heutizeu Geburtstage der Königin Mutter nach Hohenschwangau abgeretst. — Heute Vormittag 9 Uhr sand Mintsterrath statt. Speyer, 14. Cctober. Tie „Pfälzer Zeitung" veröffeiillicht den Wortlaut einer Rechts. rtigimgSschrift des Bischofs von Sp.ycr an daS Mmtstertum in der xjtiflfT6beimer Angelegenheit. Der Bischof behauptet, die Instruction vom 21. Juni 1851 finde auf den Mainzer Bischof nicht Anwendung, da dieser kein Ausländer, tont ein Deutscher sei. Auch früher batten schon mehrere deutsche Bischöfe in Bayern ohne königliche Erlaubniß gepredigt, deshalb sei das Stillschweigen des Königs alS Erlaubmß angesehen. (5r bösst, der König werde den Auediuck des Mißfallens in jenen besonderer Zufriedenheit verwarn bcln, sobald ter Vorfall im wahren Lichte betrachtet werde. Sr erwartet. daS Ministerium werde dem Könige die Rechtfertigungsscknft vorlegen, um dem Bischof wieder den Bsitz der ungerecht verlorenen Gnade des Königs zu- zu führen. _______ bli zum Jahre 1769 einschl. geprägten Einsechstelthaler (yunfzroichen-)Ltücke fUnprrtirfi nicht wieder auszngeben. diese Stücke vielmehr der zunächst gelegenen Poftkaffe ucjici l ClUJ. abzuliefern. Die Bezirks-Ober-Postkaffen haben die eingesandten Drittel und Triest, 14. October. Heute Morgen führte eine Hochfluth die Ueber- die bezeichneten Sechstelthaler Stücke behufs der Affinirmtg nach Hamburg ab- schwemmung der HauVkplätze ber Stadt mit schudhodem Vaster berbet Der zuführen. Da die mehrerwL-nten älteren Hechstelthater-Stücke sämmiltch gold- verkehr wurde in Folge reffen unterbrochen. Mittag- begann daS Vaster hallig find, für dieselben also Donner Afsimr Anstatt eine höhere (Zntichädtguug langsam cbpincbnun. für den Goldgehalt zu erzielen fern wird. alS für btf gemischten Stücke, welche nach ten durch die Ober-Postdireclionen an die betr. Post-Anstalten ergangenen Welsunzen von den preußischen Bank Anstalten abgeliesert werden, so find die Paris, 13. Cctober. Der Prinz von Voles hat heute Morgen Mac älteren LechStelthaler-Slücke bei den betheiligten Amtsstellen von den sonstigen Mabon seinen Besuch gemacht und wird diesen Abend nach Brindisi abreifen. Beständen an Sechstelchaler-Llücken getrennt zu halten. — Der Sompomfd Gounod ist gefallen und hat habet einen Bruch der linken Dresden, 14. Du ober. Der König eröffnete heute den Landtag. In Schulter erlitten. der Thconrede weist derselbe zunächst auf das unverändert freundschaftliche Per- ItllfiPfL bälmiü kUi Äcichercgictung hu, welche der sächsischen Regierung stets freund lich und wohlwollend entgegenkomme. Dies berechtige zu der Hoffnung, daß ^lom, 14 Daober. Die letzte Rote Spaniens an die Kurte bedauert daS erwünschte, auf gegenseitigem Vertrauen, sowie auf offener Anerkennung die Bedrohung res guten EuwernehmenS. DaS Ministerium könne die schließ, und Achtung der gegenseitigen Rechte und Pflichten beruhende Derhältntß an liche Lösang ter Frage nicht Voraussagen, werde aber möglichst auf die Per- vermindert fondauern werde. Die Thronrede erwähnt alsdann mit änerke» metdung von Zwistigkeiten btnwtrfen, soweit Vie Sage des Landes ei gestatte, nung die eifolgreich tur geführten Organisations-Gesetze und weist mit Be- Die Aufrechterhaltung der ReltgionS. Freiheit werde jedenfalls von den EoeteS dauern auf die fortdauernde GefchLftS-KrisiS hm. wobei zugleich der Hoffnung verlangt werden, sei auch nach Art. 11 der Berfaffung nothwendtg. Daß Ausdruck gegeben wird, daß dieselbe, wenn der Welt-Frieden, wie der König Ministerium hofft, der Vatxan werde mit Rücksicht auf die schwierige Stellung hoffe, recht lange erhalten bleibe, bald überwunden werde Srwähiit wird end- des LabinetS ebenfalls möglichst aus Herstellung der Eintracht bedacht sein. lich mit Genugthuung, daß die Staatseinnahmen unter dem Drucke der Zeit- ScrfltflL verhältniffe nicht gelitten haben, da, wenn auch einzelne (Smnabmen aegen früher zurückgeblieben seien, doch wieder andere ein so bedeutendes Mehr- Belgrad, 14. Dctobrr Die offictelle Zeitung meldet: Der von dem (Zrträgniß geliefert, daß ein Sinnahrne-Ueberschuß vorbanden sei. Kaiser von Desterreich zur Hochzeits Feier des Fürsten Milan entsendete Gras Müncdcn, 15 Dttober. Abgeordnetenkammer. Die auf 1 l Ubr an- Hunyadv ist vom Fürsten m besonderer Audienz empfangen worden. Die ofn- gesetzte Sitzung wird erst um 1 l'/r Ubr eröffnet. Von den Ministern ist bis cielle Zeitung fügt RameuS der serbischen Ration den schuldigen Dank für babin feiner erschienen Der Abg. Marqiiardseii erstattet Bericht über die diesen neuen Beweis der kaiserlichen Zuneigung und bohen Ghre binzu. Frage, wie jene Petition, welche die Caffation lämmtliner Wihlen verlange^ -~p- , ~ geschäftlich zu behandeln sei. Lein Vorschlag die Petition von kurzer Hand @ir6tn, 16 CcL Eihaltener Nachric^zufol-e w^d die für bi, biefue Feuer- abziiweisen, da in der Geschäftsordnung eine Bestimmung lur einen derartigen reebr baft oon Ungarn auf dem Lande und beantragt Verweisung an die lLomtnilsion. Ruppert bean» nieberg Orkonmm Jo> ijg und Postschass- zu Steinberg und Oct. Rfntamtmnnri b Schuhmacherim eichenstellcr an bn , lL Oct- __ schein on der Berliner Universität, sin^ Olig. 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Indem der Unterzeichnete das Institut nochmals Jedem empfiehlt, der eine höhere Schule nicht besuchen kann, aber eine weitere Ausbildung ernstlich erstrebt, erklärt er die Anmeldungsfrtft für das Wintersemester nut dem 22. d. M. als abgelaufcn, für das seither so reichlich geschenkte Vertrauen dankend. Lindenplad, im Hanse des Herrn Rothenberger. NB. Ich verweise noch ausdrücklich auf die bekannte Solidität und Fein- I heit aller meiner Artikeln und bitte dieselben nicht mit sogen. Kaufwaaren zu verwechseln. D (Ä.) 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