Xfrti* » 2 Warf ««w W Pv» tztrnchährltch 1 tUxt M DftnrHg. Gießener Anzeiger. . Dienftaq den 17. August E*75« Zmtflcher Theit. Bekanntmach u n g. M.t Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 15. Juni d. I. bringen wir hiermit weiter zur KenntniMer Dctheilizten, daß tic nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenoinmen weiden: Montag den 20. September d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche im Jahr 1856 geboren sind. Donnerstag den 23. September d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche in den Jahren 1*57 und ls5b geboren sind. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr dahier in der alten Kanzler, Louisenplatz 2. Darmstadt, den 12. August 1875. Großherzogliche Prüfungs-Commission für Einjährig-Freiwillige. von Hessert. v. M a r q u a r d. Gießen, den 16. August 4875. Betreffend: Tas gerichtliche Einschreiten bei eingetretencn Sterbfällen. Das Großherzogliche Stadtgericht Gießen an die Großber^oqlichen Ortsqerichte des Bezirks. Dac) nachstehende Rescript Großhcrzoglichen Ministeriums der Justiz vom 8. v. M. theilen wir Ihnen zur Kenntnißnahme und genauen Nachachtung mit. Bötticher. Zu Nr. I. M. 4796. Darmstadt, am 8. Juli 1875. Betreffend: Wie oben. Das Großherzogliche Ministerium der Justiz an GrosiherzoqlicheS Hofgericht der Provinz Oberbeffen. Mehrfach ist von uns wahrgenommen worden, daß bei eingetretenen Sterbfällen, welche ein gerichtliches Einschreiten erfordern, die gerichtliche Thätig- keit erst sehr verspätet erfolgt, oder ganz unterbleibt, wenn sie nicht von den Angehörigen des Verlebten oder den sonst Detheiligten selbst in Anregung gebracht wird. Der Grund bu)cr Unzuträglichkeiten, welche zu den größten Nachtheiien führen, und die zur Einschreitung berufenen Beamten einer großen Ver- anwortlichkeit äusseren können, scheint unserer Wahrnehmung nach, vorzugsweise darin zu liegen, daß die Sterbfalls-Anzeigen nicht, wie es vorgeschrieben ist, unverweilt und vor der Beerdigung an das zuständige Gericht eingcsendet werden, auch häufig unvollständige und unzuverlässige Angaben über die Familien- und die sonstigen in Betracht kommenden Verhältnisse des Verstorbenen enthalten. Wir sind daher veranlaßt, Ihnen eine strengere Ueberwachung der Thätig- keit der Ihnen untergebenen Stadl- und Landgerichte, sowie der Onsgerichte in dieser Beziehung zu empfehlen. Insbesondere ist darauf zu achten, daß von Seiten der Ortsgerichts-Vorsteher die Instruction für die Onsgerichte §. 25 und 26 in allen vorkommenden Fällen, pünktlich befolgt, daß also namentlich alle Sterbfälle dem Gericht ohne Verzug zur Anzeige gebracht und dabei über die Familien- und Vermögens-Verhältnisie des Verstorbenen nach Maßgabe der Instruction § 25 vollständige und zuverlässige Angaben gemacht werden. Sollte es nöthig sein, hierüber nähere Erkundigungen einzuzichen, so darf dcßhalb die sofortige Einsendung der Sterbsalls-Anzeige an das Gericht nicht aufgehalten werden, es muß dann eine Vervollständigung der Sterbfallsanzcigc Vorbehalten werden, und der Lrtsgerichts-Vorsteher hat in solchen Fällen ohne Verzug die erforderlichen Notizen in zuverlässiger Weise noch einzuziehen, — wobei er nöthigenfalls durch die OrtSgerichts-Mitglieder zu unterstützen ifl, — und unverweilt in einem Nachtragsbericht die bereits abgegebene Anzeige zu ergänzen. In den Fällen, in welchen nach § 26 der Instruction für die Ortsgerichte eine vorläufige Sicherung des Nachlaßes eines Verstorbenen durch Anlegung der Siegel erforderlich ist, haben die Ortsgenchts-Dorsteher die vorläufige Obsignation alsbald vorzunehmen, und das Obsignations-Protokoll mit der Sterbfallsanzeige an das Gericht einzusenden. Tie Gerichte haben streng darüber zu wachen, daß die Ortgerichtö Vorsteher diesen, ihren Obliegenheiten in jedem Falle pünktlich nachkommen und Verfehlungen dagegen discipli- narisch zu ahnden. Von den Gerichten aber wird erwartet, daß sie auf die einlangenden Sterbfalls-Anzeigen oder wenn sie, ohne daß eine solche einlangt, in sonstiger Weise zuverlässige Keuntniß von einem Sterbfall erlangt haben, in den Fällen, in welchen zur Sicherung, Feststellung und Vertheilung des Nachlaßes dcS Verstorbenen ein gerichtliches Einschreiten erforderlich ist, das Geeignete sofort anordnen, und die Angelegenheit mit thunlichster Beschleunigung zur Erle- lebigung bringen. Indem wir Sic beauftragen, die Ihnen untergebenen Stadt- unb Landgerichte zur Nachachtung hiervon in Keuntniß zu setzen, erwarten wir, daß auch Ihrer Seits die Befolgung vorstehender Vorschriften insbesondere bei Respicirung der Erbvertheilungs- und Vormundschafts-Tabellen gehörig überwacht werde. — K e m p f f. v. Kreß. politisch Deutschland. AuS dem Großherzogthum Hessen. Der Antrag, welchen der Landtags- und Synodal-Abgeordnete Pfarrer Schaub sowohl bei dem Großh. Oberconsistorium, wie bei dem Präsidium der Landessynode bezüglich der Errichtung einer „deutschen evangelischen Volkskirche" emgereicht, hat (nach einer entsprechenden Motivirung) folgenden Wortlaut: „Tie verehrliede erste ordentliche hessische Landessvnode wolle beschließen, den Antrag mit seinen Motiven den deutschen evangelischen Kirchen-Regierungen, insbesondere dem preußischen Eultusministerium und Oberkirchenrath zur Cognition zu unterbreiten und zwar mit dem Wunsche, daß zur Berathung und Deschlußfaßung über diesen Gegenstand die sog. Eisenacher Kirchenconferenz zusammentreten möge." Unter einer „deutschen evangelischen Volkskircke" versteht Herr Schaub „die Ceutralisation aller deutschen evangelischen Landeskirchen und zwar auf presbyterialen und synodalen Grundlagen mit (Siner deutschen evangelischen Reichssynode und Emer deutschen evangelischen Oberkirchenbebörde an der Spitze." Friedberg, 10. August. Arn 18. d. Mts. findet dahier die Jahres- Versammlung der evangelischen Conferenz für das Großberzogthum Helfen statt, bei welcher Director Dr. Schwabe über die Eheschließung, die Civilehe und die durch die Einführung der letzteren für die evangelische Kirche entstehenden Folgen Thesen stellen wird. Berlin, 13. August. General v. Zastrow, zuletzt Commandeur des 7. Armee - Corps, ist gestern hier gestorben. — Der „Reichs-Änz." ist in be^ Lage, die Mittheilungeu der Blätter über den Inhalt einer kürzlich stattgehab- er Theil. ten Unterredung zwischen dem Staats - Secretär v. Bülow und dem türkischen Botschafter Anstarchi Bey als unrichtig zu bezeichnen. Berlin, 14. August. Der General-Postmeister hat, wie das „Tagbl.^ erfährt, angeordnet, daß der Reihe nach sämmtliche Post-Jnspectoren aus dem ganzen Reiche nach Berlin einberufen werden, um hier einen zweimonatlichen Cursus in der Wissenschaft und Technik der Telegraphie durchzumachen. Vorläufig sind bereits 34 hier angelangt. Offenbar sollen durch diese Maßregel in Zukunft die besonderen Telegraphen-Juspeetoren überflüssig gemacht werden, wodurch die nicht unerheblichen Kosten der Lebrcurse mehr als reichlich wieder eingebracht werden müßen. Berlin, 14. August. Der Kaiser hat für die Nothleidenden der Stadt Kirn aus feiner Schatulle einen Betrag von 3000 Mark bewilligt. Diese Summe ist bereits vom Geh. Hofrath Bork an das Regierungs-Präsidium zu Cobleni übersandt worden. Bonn, 13. August. Der heutigen dritten Unions -Conferenz wohnte der beute angefemmene Erzbischof Lykurgos von Svra, sowie die Profefforen der Theologie an der Universität zu Athen, Damalas und Rhossis, bei. Nachdem Döllinger über die großen Veränderungen, welche durch das vaticanische Concil im Verhältnisse der übrigen Kirchen zur römischen herbeigeführt seien, berichtet hatte, fand die Tiscussion über die Frage vom Ausgang des heiligen Geistes statt, an welcher sich von deutscher Seite namentlich der Bischof Reinsens und von den morgenländischen Mitgliedern die Profefforen Damalas, Rhossis, Oßenin und Fanyschew beteiligten. Nach Schluß der Debatte con- statirte Döllinger, daß man ja drewiertel einig sei. Auf seinen Antrag wurde Herzegowiner teil Echtffbruch des btdfiham» Vrest. Paffagiere uub Mann» d>cn Packetboot- „iPeoiie'* bet öoiiauet unweit djaft sind gerettet und nach Brest gegangen hpiimrii. nete Knapp (Fortschritt-Partei) ist gestern in seinem HeirnathS »Orte Dauborn gestorben. Mannheim, 14. August. Der Großherzog und der Erb Großberzog treffen heute Abend 9 Uhr in Begleitung der Minister und höheren Cffkiere hier ein und werden morgen früh von einer Deputation des Stadtraths und der Handelskammer begrüßt. Stach einem Festzuge und einer Wasierfahrt, zu der die Gesellschaften fünfzehn Dampfschiffe gestellt haben, findet die Uebergabe der Anstalten statt, darauf folg: ein Banket, Theater»Vorstellung, Feuerwerk auf dem Rhein und bengalische Beleuchtung der Brücke. Oesterreich. Wien, 13. August. Die „Polit. Eorresp." meldet aus Konstantinopel, daß der österreichisch ungarische Geschäftsträger Baron Herben gestern mit dem Großvezier Effad Pascha und dem Minister des Aeußeren Aarifi eine längere Besprechung gehabt hat. Derselbe gab bei dieser Veranlassung wiederholt be- ruhige,ide Erklärungen über die Haltung Oesterreichs ab das den Aufstand in der Herzegowina alS eine interne Angelegenheit der Pforte betrachte Zu den Mittheilungen der Journale über die bevorstehende Ausschiffung von türkischen Truppen in der dalmatinischen Enklave fllef bemerkt die „Polit. Eorresp.", daß einem betr. Ansuchen der Pforte, wenn dasselbe an das Ministerium des Aeußeren ui Wien gelangen werde, im Einklänge mit früheren Prücedenzfälleu entsprochen werden würde. Die „Presse" meldet, daß der österreichisch > unga. rische Botschafter Graf Zichy heute nach Konstantinopel abreijen werbe. Wien, 13. August. Graf Andrassy wird heute Abend auf seinen Landsitz Terebes zurückkehren. — Rach Meldungen aus Ragusa ziehen viele Aufständische gegen Nivsinje, wo der Hauptkampf erwartet wird. Wien, 14. August. In maßgebenden Kreisen »ft nichts davon bekannt, beschloffen, durch die Eommission eine Formel entwerfen zu lassen, welche die London, 13. August. Heute wurde die Parlaments Session d ch eine gemeinsame Ueberzeugung der Versam elfen zum Ausdruck bringt. Die Eom- Eommission im Warnen der Königin geschloffen. Die Thronrede bebt tu freu N Mission besteht auS zwei Alikatholiken, zwei Orientalen und zwei Anglo Ameri» schuft!,chen Verhältnisse zu der, auswärtigen Mächten hervor „nd spuchi die. kanern und wird morgen Rachmittag das Elaborat vorlegen. Heute Nachmittag Hoffnung und das VerNauen auf die Aufrechthaltung de- europäischen ,^r;e »nS wird die zweite englische Eonferenz stattfinden. aut. Der Besuch de- Sultans von Zanzrbar habe den Abschluß eines Eraä". Staffel, 14. August Der heute Abend geschloffene Handwerkertag wählte zunge-Venrag- berbe.gefühn, durch welchen ter Sklavenhandel in Oft Afrika zum nächsten Versammlungsort Mainz. Vorgejchlagen waren noch München, vollständig unterdrückt werde. Wegen der Ermordung Margarv's sei eine U«. Köln, Hamburg, Flensburg. tersuchrrng eingelertet und werte kerne Mube gespart, die Bestrafung der schul' Posen, 14. August. Wie dem ultramontanen .Kurver Pozn.- mitge- digen herbe,infübren. Die Thronrede erwähnt d.,s zunehmende Gedeiht der the.lt nut. wurde dem Erzb.jckoi LedochowSki gerichtlich eröffnet, daß die ein» - ' ' " ...... - - beeiden der jährige Gefängnißstrafe, zu welcher ihn das KreiSgerlcht in Gnesen verurtheilt bat. erlassen fei, so daß seine Freilaffuug nach Beendigung der zweijährigen Haft, am 3. Februar 1876, erfolgen werde. Wiesbaden, 13. August. Der Reichstags und Landtag- -Abgeord- Eolomal-Besitzungen. zählt dre in der letzten Letsion angenommenen Gesetze auf und beglückwünscht das Parlament zu dem Resultat feiner Arbeiten. London, 14 August. Di, „T.mes- bespricht die Vorgänge m der Herzegowina und erklärt. England könne ferne Schritte thun. obwohl England mit den Ebriften in der Herzegowina svmpathisire, sei doch der Frieden Eu. ropas ungleich wichtiger, als das Schicksal der x - ^ondon, 14 August. .Llovd" melden 1 * August General Zovellar ist von Sanabuja nach PonS marschirt. Dorregarav und ^avaUt haben vergebens versucht, ihre Streitkräfte zu vereinigen; der Letztere wurte von den Regierungstruppen zum Rückzüge nach San Ouirce, zwischen Vich und Ripoll, gezwungen. Martinez Eampos steht im Begriffe, seine Batterien in eurer Entfernung von 600 M. von der öüabefle von Seo d'Urgel aufzupflanzen. Die bei Montferrer errichtete,. vat> ter,en sind »n lebhafter Thätigkeit. — Aus der Provinz Alana wird gemeldet, daß die Division Maldonado von Vitoria aus in östlicher Richtung vormar» schirt ist und zuerst den südlich von der Landstraße und der Eiienbabn gelege. nen Ort Alegria, sodann auch die öifenbabnfiahon Salvatierra besetzt bat. welchen auch General Ouesada vor einigen Wochen einen flüchtigen Besuch acmadir batte. 'S)? abrib, 12 August. Das amtliche Blatt v»röffentl,cht ein Decret, welches die Aushebung von 100 000 Spaniern, welche das 19. Lebensjahr vollendet haben, für den Januar anordnet, ferner ein Decret, welches die Ausgabe neuer Titel der 3procentigen ccnfohtuten inneren Schuld bi- zum Belaufe von 1500 Millionen Pesetas verfügt. Mabrib, 14 August. Die Flotte setzt das Bombardement der an rer cantabrischen Küste gelegenen carlistischen Häfen fort. Türkei. daß der Fürst von Montenegro, wie von verschiedenen Blättern gemeldet wird, hier eintreffen werde Wien, 14. August. Die Pforte betrachtete die dalmatinischen Ge wäffer, welche den Zugang zu ihrer Enclave Kiek bilden, marc aperlum und in Wien, wo dieselbe alS man* cla usum gelten, nickt um Erlaubniß nach suchen, Truppen dort ausschiffen zu dürfe,,- Oesterreid) begab sich schließlich jeden Einsprüche- gegen eine Truppen Ausschiffung, der Pforte also feine freund' nachbarliche Gesinnung bestätigend. Wien, 14 August. Die Convention über den Markenfchutz mit der deutschen Regierung ist abgefchlosien. — Wie die „Presse" meldet, hat die Regierung die Statuten der Actiengefell'chaft der Sigl'schen Mafchtnensabrik genehmigt. Die constituirende General-Versammlung findet nächste Wocke statt. Wicv, 14 August. Die „Polit. Eorresp." meldet: Gestern und vor» gestern fanden heftige Kämpfe bei Jasen statt. Der Ausgang ist noch unbe- kaniit. Von Trebinje ist Kanonendonner vernehmbar. Agram, 13. Augast. Durch kaiserliche Entschließung ist der kroatische Landtag auf den 23. d. Mts. emberufe,i worden. Iklflieit Brussel, 14. August. Der deutsche Gesandte, Graf Perponcher, hat heute dem König sein Abberufungsjchreiben überreicht. Zranhrcid). Pariö, 13. August. Heute Morgen war Ministerrath im (Sloföe. DaS gestrige Diner bei Mac Mahon war sehr glänzend- Der Großfürst Konstantin blieb biS 1 Uhr Nachts und begab sich des alb nicht zum Feste des Heine»Präfekten, wie er versprochen Heute machte der Großfürst in Gesell» schäft seiner Gemahlin Besuche und geht m s Theater. Seine Abreise ist jetzt aus Dienstag festgesetzt — DaS Fest, welches Duval zu Ehren des Geogra» phischen Eongreffeü gab, fiel nicht sehr glänzend anS; kaum 250 Gäste waren erschienen. Die Linke des Pariser GemeinderatbS fehlte; dafür war freilich die Rechte dieser Körperschaft anwesend. — General Faidderbe, während des Krieges Eommandant der französischen Nord Armee, »ft gefährlich erkrankt. — Mac Mahon's ältester Lohn, der feine Ltudien in St. Evr beendet hat, tritt als Unterlieutenant in ein Infanterie-Regiment ein. — Heute Nacht verwüstete ein Gewitter nut Hagelfchlag Pontolfe und Umgegend auf 10 Stunden un Umkreise. Hagelkörner fielen, die, wie behauptet wird, 350 Gramm wogen; mehrere Personen wurden getödtet, andere schwer verwundet; der Sckaden ist sehr groß. Pari^, 14. August. Die Nachricht der Londoner .Pall Mall Gazette^, daß auf den Rath Deutschlands das Madrider Eabinet die Gestattung des Konstantinopel, 13. August. Der englische Botschafter hat beim Sultan eine einstündige Audienz gehabt, in welcher die Frage der türkische» Finanzen, die Rechtspflege, die Aufhebung der Sklaverei und die Angelegen» heilen der Herzegowina befprod>en wurden 5tonstantinopel, 14. August. Officiell wird mitgetheilt, daß die Pforte heute Seitens der Fürsten von Serbien und Montenegro die formelle Veisickerulig erhalten hat. die beiden Fürsten beabsichtigten gegenüber dem Her zegowiner Aufstande die Aufrechterhaltung strikter Neutralität. — Weitere 60U Dalmatiner sind am Mittwoch in die Herzegowina emgerückt. Nagusa, 11. August. Der gestrige Ausfall der türkischen Truppen aus Irebtnje verfolgte hauptsächlich den Zweck, einer Proviant Eoloiuie Eingang zu verschaffen. In Folge eines MißverftändniffeS ging die Lolonne von Ra. gusa nicht ab, weshalb der Ausfall feinen Zweck verfehlte. Die Aufständischen, welche den Angriff der Türkei» auf das Kloster Duze zurückschlugen, ver» loren 40 Mann. Deffen ungeachtet behielten sie ihre Stellungen mne. 9laaufa, 1 1 fsta : I der Herzegowina über die Er» eiflniRe auf tem Kriegsschauplatz vorn 4. bis zum 8. August liegen ans flavifchen^ dfo parteiischen Duellen noch folgende Telegramme vor: Metkovic. 4. August, ^ie Türken begehen fortgesetzt die schrecklichsten Barbareien; darüber empört, lamm ein sich Aufständische tn großer Zahl bei Bestaiuce. Ein Zusammenstoß ist nicht fern ; es fehlt an Waffen und Munition. — Urgorac, 5. August. Die Türken von Jjubuölv haben die Ehrrsten ans Hun (bei Mostar) renne* ben. Eine Menge gamil en fliehen zu uns. Die Ehristen sind bewaffnet und rüsten sich zum Widerstande, jn der Nacht zündeten die Türken zwei Häuser "i Prodej an. Die Ehnften von Grabovac, hie bewaffnet find, verschanze» fick. — Siagno. 6 August Gestern griffen 162 Türken das Dorf turntet, zwei Stunden von Ltolaz an. Nach heftigem Kampfe wurden sie von 12 Christ n uirückgeschlagen. Sie verloren zwei, wir einen Totten. — Metkovrc, 6. August. Die Behörden wollen die Waffen nicht zurückgeben Seht Euch vor; in Denovac scharfer Kampf (Egijplrn. Tllerandria, 13. August. Wie verlautet, sind 4000 Mann ägyptischer Truppen neuerdings m Suez eingeschifft worden, um den Einfall der Abessinier obzmvehren. Pfandbriefe der Ityriniliijrii i)ij- pnthelikn-BanIr ui Mannheim. Durchmarsches spanischer Truppen durch französisches Gebiet verlangt habe, ist zum Jahre 1838 angehörte. Wie verträgt sich die Verherrlichung deS Frei maurerö O'Eonnell durch katholische Prälaten mit den sonstigen dentalen An» griffen auf die Freimaurer? D'e^' / , und 4 o Pfandbriefe zerfallen in Stücke von cÄ 3000, dl 1300, rft 600, 4 300 und r/Z 100 Vcm 1 Oktober 1876 an werden die Pfandbriefe innerhalb 36 Jahren durch Verloosung amortifirt; sie sind mit halbjährlichen, am 1. April rind 1. Oktober zahlbaren Zins Eoupons vergehen Die Pfandbriefe sind tm GroßberzogtHum Baden für die Anlegung von Mündelgeldern zugelaffen. eine bo-Haftc Erfindung. — Das Eonfell d'Assiftance Publigue bat beschloffen. gegen den Willen deS Geineniderath- von Pan- der katholischen Universität 120 Betten abjutreteik — General (Sabrera ist mit seinem Generalftab tn Toulouse angekommen tfiiflfanö. Bonbon, 12. August Die Ultramontanen, welche fick mit wüsten Demonstrationen au der Dubliner O'Eonnell»Feier beiherllgteii. scheinen nicht Die Zahlung der Zinsen und der verlovften Pfandbriefe erfolgt bet alLn _ , VertriebsfteUen. insbesondere tn Mannkeim, Heidelberg, (5arls» g«ru»i ,u babtn. daß ter tri|dx »flitotcr ‘ »tittr iJ™ d'i. ih !rfUnb. KIW* bit, ."Mi ™ «ne u„, ®'bfiben bn Weiten. in bet ,w°bl 6nflla„b 1 Stieben gu, d» btafiiiam, ,e u°d Mnnn. Wome Tmgonj Kolonne von 9b* Die Äuffärb irüikfchlugen,6(I* zen inne, uina über dir ir? len aus llavifir tkovic, 4. Auß'ük darüber empör! •in Ziifaminenslof qorac, 5. August Mßar) vertut ab bewaffnet uul den zwei sind, ver^^ is Dorf Bur'^ **Sr‘ eben 6h Lieferung. Mittwoch den 25. d M, Vormittags 10 Uhr, werden dahier 33 Fuder Roggenstroh, unter Den vor Anfang der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, zur Lieferung öffentlich versteigert- (4282'. Marienschloß, den 12. August 1875 Großherzogliche Landeszuchthaus Direktion _____________ Scriba___ Aepfelmost (4290i Conrad Vogt Hi. in Lich empfiehlt zu Kerabgcsetzten Preisen: Hand-Dreschmaschinen mit den neuesten Berbefferungeu unv Messinglagern, tycfliniiblcn von k>en einfachsten bis zu den feinsten Für Jagdfreunde offeriren wir bei herannaheuder Saison: Ücfaucbcur/ unv Lancafter-Patronen-«tzülsen, Filzpfropfen und Eulots, Schrote in alleü Nummern, Feinstes Jagd- und Scheiben - Pulver von Cramer dc Buchholz, Pulverflaschen und Schrotbeutel, Zündhütchen und Zündhütchen-2etzer, Würgmaschinen, )0 M°mi M , ben Ems-" tc i|f" "liachtlustige wollen ihre Offerten mit der Aufschrift „Verpachtung der Sleftauration aus dem Bahnbofe Treysa" versiegelt bis jurn Montag den 13. September 1875 bieder cuifeubcn, an welchem Tage, Morgens 10 Uhr, dieselben im Beisein ter etwa erschienenen Submittenten eröffnet werden. Später eingehende Offerten bleiben unberücksichtigt. Mel, den 3. August 1875 . m . 142*3 Könialichc Dircction der MainWeser-Dabn. Deffentliche Aufforderung. .Mitteldeutscher (Sffeubahn Nach dem Ableben des Großherzoglichen 4^el'dUNd. " " " i Vom 15. Augusi d. I. ab tritt Nachtrag u W00 ""S je eNf ß/rl» Äepfelmoft i4265 werden. Mk. Pfg. 1) Maurerarbeit, oeranschl zu 494 42 2) Schlosscrarbeit, „ „ 6007 79 Gießen, den 16. August 1875 (4293 Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bram m- zeichneten Gerichte zum Behüte der Anordnung einer Euralel ein Schuldschein bei hiesigen Spar und r!eihkasse übergeben, nach welchem der genannte Anwalt für den Karl Luich von Gtcßcn nnteinr 10. Januar 1855 den Betrag von 500 ft btt her gedachten Kasse verzinslich angelegt bat Nach den stuttgehablen Ermittlungen soll brr gedachte Itarl Busch der am 4. März 1803 geborene und auf den Namen Karl Balthaser gelauste Sohn des Ikonrad Balthaser Busch und dessen Ehefrau Marie Elisa bet ha geborenen Tasche sein und mit Rücksicht daraus, daß dieser mit unbekanntem Aufenthaltsorte abwesend, hat Johann H e i n r i ch B n s ch (eigentlich Heinrich Balthaser Busch) von hier, itach dem oorgclegten Stammbaum der einzig noch lebende Sohn des Johann Philipp Busch, eines Bruders des Konrad B a l t h a s e r B u s ch, als der angeblich nächste Blutsver wandte des genannten Ra 11 Busch darauf angetragen, den Letzteren für verschollen zu erklären und ihm als dem nächsten gesetzlichen Erden dessen hier verwaltetes Vermögen zu überweisen. Es wird darum der Hart Busch aha> fiai l Balthaser Busch, oder dessen et- waige Leibeserben hiermit ausgcsordert, sich so gewiß binnen drei Monaten von heute an bei dem unterzeichneten Gerichte zur Empsangnahme seines hier verwalteten Vermögens zu melden, als sonsten derselbe sur verschollen erklärt uno diesttz Vermögen demjenigen überwiesen wird, der sich als gesetz- l'cher Erbe legitimitt. Hosgerichts-Adoocaten l)e. E n g e l b a ch von l. 3 ):4wrtion zu Mnfni, Dir VI. K ' Untt TI General»« Tan tcfoimtcH, lebr*<- fu#<< Der persönliche Schutz Äet|6< lro Velotte. Abends 1 2S Uhr: Versammlung im Bereinslocale Zur Empfangnahme von Geldsendungen »ft die (^rped. d Blattetz gern bereit. *2tepfel kauft zu bobmPreisen l^mil Schwall, Nichtmitglieder erhalten Lutritt. (Eintrittspreis für Mitglieder und Nichtmitglieder Pf. >ft Bramm. Zackelzug durch die Stadt zum Banguet Leib'fchen Saale 7*bfnbe s 1 8on"tta9( 5ora"««8< zahlreiche fein; die Anmeldungen zur Theilnahme muffen darum spätestens 8 Tage vor dem Feste geschehen. Auswärtige oder einer hiesigen Schule nicht angehörige Kinder sind an der Theilnabme nicht ausgeschlossen, sie sind aber ebenfalls 8 Tage vorher bei einem Eomitömitgliede schriftlich anzumelden. Mädchen unter 8 Jahren nehmen am Festzug nicht Theil, werden aber mit einer kleinen Gabe bedacht. Für die Musik und andere zur würdigen Einrichtung der Feier und zur Vermehrung der Spielpreise nöthigen Ausgaben wird an den Zugängen zum Festplatz von den nicht zum Zuge gehörenden Festtheilnehmern ein Eintrittsgeld von mindestens 20 Pfg. erhoben. Weitere Veröffentlichungen erfolgen demnächst. A Ibach, Lehrer. Bai st, Stadtverordneter Eurfchmann, Lehrer. Fel fing, Lehrer. Ferber, Stadtverordneter. Franz, Lehrer. H a n st e tn, Stadtverordneter. Jung, Lehrer OttenS, Fabrikant. Rübs am en, Turnlehrer. Dr. Stern, Director Uhl, Photograph. Vigelrus. Schullnspector. jhißcnöldt am 2 ^cplrmlur. Im vorigen Jahr mußte aus Rücksichten auf zufällige äußere Schwierig feiten — insbesondere auf das nur wenige Wochen vorher^ hier abgehaltene Vorher: Die fd)one OJnhitbca. Cptretlc in 1 Act von Poly Henry. Musik von Franz von SuppS. Regie: Herr Ludwig. In Vorbereitung: Gute Rächt Hänschen. — Tre Mönche. - Flotte Bursche. — Mannschaft an Bert und Kanonenfutter. Fr. Müller 11 Wallthorstraßc Nr. 145. MS 2»- 1875^ 6 t« 5? p h Üw^^n Kafirnörfnung 6*, llbi Anfang 7* . Uhr Nach jedem Akte stnden 2 (*entert» nummern statt | läget- und Tutzenddilleitz iür rdervra Platze, sowie Vlllet» zum ersten Platze faü bei Herrn Emil Wenzel, bei Hirrn Art »cur Gerhardt und tm ibeaterburctf Wenzel'* (Porten, 1 Ireppe doch, p ermäßigten Preisen zu haben ttasienpreiie: Reservtner Platz l Merk ,1 Piotr Pf. Die Herren Militär» vom Feldwebel * ! wän» zahlen 90 Pfennige B" ungünstiger Witterung sinke die Vorstellung zedeSmal im Saale statt. Lccpold Puschel, ? ' veraniworrtttd« Wtcaatcn n. saze^da. — ‘4?rud ur.c tjnla« t bei smittcln, Wein, femer Möbel und Lodenwaaren aller Art weggeschwemw.t oder durch Wasser und Schlamm bis zur Unbrauchbarkeit rernichtet. Vaudeville - Theater in Wiegen. (.Wenzcl's Garten.) Heute, Dienstag, den 17. August 1875 (T»dflfpül des Fräulein Johanna Urnarl. Neu! Zuin erften Male: Nett! Die Juiulhii höcliiniif'ii. Localposie in 1 Act von Malz. Regie: Herr Ludwig. 4UMj itm giotzeies. ireunclicte» Familien lofli» im ersten Stocke, mit oerichließbarem (ionibor tn der stähe de» Bahnhof» zu vermiethen und per 1. September beziehbar, auf Per langen auch ttroae tiuber und kann redenbei rin Stück Gatten cegebrn werden Näheres bei der tkreek>. b- Blits__________ 4-öl) (hn schönes mcblirtej Zimmer vermiedet Eugen X a u 11 m a n n, Alicrnftratze. Auch das benachbaue Dorf Hahnenbach ist febr schwer Heimgesnchi Ä , v s n » r . « ,, • mi . Hier sind zwar die meisten Häuser durch höhere Lage vor Zerstörung ar Lehrer-EoUegteii und aus * weiteren Herren aus Cer Zahl unserer Mitbürger worden. Gleichwohl ist auch dort eine ganze Familie, Vater, Mutter, zusammengesetzte Comilv mit der Vorbereitung und Leitung des festes be Großmutter und 2 Kinder, lammt ihrem Hause in den Finthen begraben — auftragt worden. , t . . Rettung war Notz ihns Jammergeschreies unmöglich. — Mehrere entere (frt JOiit tiefer vorläufigen Runbflcbung erlaubt sich das unrerzeichnete Conmö bälltf flllb fdnV(r beschädigt, d.e Kirche m ihren Fundamenten zerwühlt, 2 Ge an die geehrten Aeltern und an alle Freui.de der Jugend und dir Fflege eines meintebrücfen zerstört und große Flächen des frnchibarftcn Diesen- und G« frischen nationalen Sinnes die warme Bitte nm n ohln olleude Unterstützung niüfe VanteO sind zum Steinmcer verödet. feiner Aufgabe durch Beiträge an Geld oder solchen Gcgenständcii zu richten, ^aö eigene Ibatfraft vermag werten wir einsetzen, um mit Gottes Hülfe welche zu Preiscii uud Festgaben für die Jugend sich eignen; zur Empfangnahme lln6 ülld lin|fTfT s);elb htrauSzuarb.itei.. Ab.r unsere Kräfte allein sind z° sind die Uiiterzeichiieten bereit. . .. _r ,..., . , schwach. Zu groß und zu allgemein ist ringe um unS der Jammer und t*i Die Betheillguiig unserer Schuljugend wird voraiissichtlich eine sehr - - D D ** itnlllH* N »re felgn jrtriUfitrr CMet« ul gif*lr*tH*n Crrtf« - tut* |<»< uRf. e i (r Jreekeert *. • , ew »<: >4|tr f*n - < »" Ke C r 1 e 1 1» r. L, -tz«chr-»«^rvn< »e trrt« 4 *ert I!«i«4 rte >e»elir . Sa!. 4*1 Altff t »<■. ut »wr*ee« mchl •<- * 4 241»» <*m vaurmabdirn oorr Frau ge 'uchi 'Küderes bei der (^rped. d. Bltt». 4012) e^elragent Kleider, Ltirtel. Zei luna^papier rc. 'cwie D.unten, Antiauitaicn Louis Rothenberger, Auch das Vied in den Ställen — Pferde, Rindvieh, Schweine, Ziege, t,/,, . , . ... cv i iv -q. — ist in großer Zahl verunglückt, Brücken und Wege sind zerstört, die^ ganze Thkilnahmk bkwabrle, unserer Stadt e,genchiin>Ii-dc Bereimgung beider geste Thalstni, Wiescii und «ecker mit Geröll übersLet. 4248) Cfrin freundliches, mSblirles Zimmer mit Xflbind außerhalb der Stadt ,u on- miethen und gleich zu beziehen. Wo f sag' hu t^rorb. b öltte. »rcunoiidjc Familienkvoh nungen, jede 4 Zimmer mit Zubehör, gleich sind |d veruuethen bi • Z Bli tz "Aermiethungeu. 4285) Ein Mansardenzimmer einfach rnöbtirt, hat zu oermiethen _______Ohr. Wailfniel, am Mark! Tjiniluer zu oer miekben._______________ttbr. H or eys eck ÖU.>2) Ein geräumiges ^amitlenlogiv ist zu vermiethen unb per l November zu bc^ ziehen von L Text or, ________rormftäbtfr Hau». 1 Stieae doch 4u6>) fett per von yern Mr. o yrl moll bewohnte Vogt» ist zusammen odei getrennt zu vermiethen. Cbr Noll. ___________________Neuenweg 193._____ 4281) 2—3 Mädchen, weiche Kleiber machen können, finden dauernde Peichärtigung bei Friedrich Pt ünch, WoUthorstrasie 42"^» Zwei cd:r etbergeiellen nnden baueinde Peichäftigunu bei Schneidermeister P? etzger tn Lich. 4291) Ein lüchtiier Kellner wirb zu fo« sforngeni EinlriN ge'ucht in der Restauration E. Voh, Kirchenplatz /1I/15) Der obere Stock--—--- meines neuerbauten Hau- ^)eiIHlfd)lc ^{TljCldlCll. fee, bcftcbciib aus s 3im- ,i289) Non brüte an niern Unb allen »cqncm: fonn k gekeltert heble,ten, itt ivgleicb oder w ö n " auch für spater ,u vermie x„dwig Herbert. . g » w « < 4287) Weißvinderaeiellen und handlanger VY in t l I t CI) UOCh» 'gesucht l'ouig Pein II , l'ubroigftrnpe tcintublcn in bester Qualität von 25 (Str. an an'S HauS geliefert, zu ten billigsten Preisen bei 3810) (?nrl Demuth, Neuenweg B. 183. ”7177?) ^oniicinchirine, und Herren