W B. Gießener Artiger 'Ztnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen Dienstag den 12. October lo. 237 Gießen, den 9. October 1875. entgegen. nnb Lothringen. E 3 30. 2. L 124. GE •tertdlttTltd) 3 Dlert MW ettertnytit^*. D«ch * P»ß S E 5 v ’ H'rtst- lrt v. Rüder mit iw». Msnr»g4. 8an|lichs bewährten em, EomptoilS, * ;ker. Manila» und ebeten, sich wo und wegen Ar besprechen. neister. und Mnter- einften und ^otilischer Thei^ bereits auf § 29 der evangelischen Ktrchenver- gestern erfolgt nach Erledtguna der Formalitäten der Constituirung, der Tröffst zu beantragen: nung, Wahl des Burcaus und Bildung der Ausschüsse. Vor Beendigung der saffung bei 1) 2) hiermit unter Bezugnahme c dem Kirchenvorstand ergebens! zu beantragen: daß diese Vertretung in kürzester Frist und längstens innerhalb 14 Tagen einberufen werden möge, und über nachstehende, für das kirchliche Leben, insbesondere auch für unsere Stadt höchst wichtige und dringliche Fragen zu berathen und ihre desfallsigen Beschlüsse der Landessynode zu versaffungsmäßiger Beschlußsaffung auf dem Reichstagssession werden die Kammern nur noch ein Mal auf kurze Zeit (wahrscheinlich in etwa 4 Wochen) zusammentrelen, um die notwendigen Budgetfragen und einige kleinere Vorlagen von minderem Belang zu erledigen. Die Hauptsession ift nicht vor Schluß der Reichstagsverhandlungen zu erwarten. Die meisten Abgeordneten sind bereits wieder abgereist. Mainz, 8. October. Im gegenwärtigen päpstlichen Jubiläums-Jahre sind die öffentlichen Processionen häufiger, und da es leider Thatsache ist, daß gar mancher Land-Bürgermeister seine Befugnisie in Betreff solcher Veranstaltungen nicht kennt oder nicht anwendet, so gehen auch die nickt hergebrachten Umgänge ddY sich. Bei einem solchen hat es in einem Orte in unserer Nähe wieder Prügel abgesetzt, da die frommen Bittgänger trotz des strömenden Regens einem Manne den Hut vom Kopfe schlugen. Bei der Procession am letzten Rochus-Feste in Bingen hat es auf dem Rockus-Berge bekanntlich noch großartigere Ausschreitungen der frommen Eiferer gegen Fremde abgesetzt. Münster, 8. October. Der Redacteur des „Wests. Merkur", Meyer, ist wegen Beleidigung des Reichskanzlers und Aufforderung zum Ungehorsam gegen die Staatsgesetze zu 15 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. München, 8. Oktober. Tie „Südd. Preffe" erfährt: Ter König bat anläßlich der Oggersheimer Angelegenheit an den Cultus-Minister die Weisung gerichtet, sofort von dem Bischöfe in Speyer eine Rechtfertigung für seine Handlungsweise einzufordern und in dem Falle nicht ausreichender Entschuldigung unverzüglich mit der ganzen Strenge des Gesetzes gegen denselben vorzugeben. München, 8. October. In der heutigen Sitzung des Adreß-Ausschuffes wurde der Jörgffche Entwurf ohne eigentliche Debatte mit den 8 dentalen gegen die 7 liberalen Stimmen angenommen. Vor der Abstimmung interpelline gerichtet : „Die beehren sich Petitionswege vorzulegen. Abänderung der Kirchenverfaffung in der Richtung, daß das Laien- Element in der Dekanats- und der Landessynode unter größerer Berücksichtigung der Seelenzahl stärker vertreten werde, als bisher; Constituirung der evangelischen Stadtgemeinde Darmstadt zu einem Dekanate für sich allein, ohne die dermalen mit ihr verbundenen 10 Landgemeinden; 3) Ablehnung der Anträge auf Einführung eines neuen kirchlichen Ehcrechts neben den Reichs- und Staatsgesetzen über die Ehe; 4) Verpflichtung der Geistlichen, einem jeden bürgerlich getrauten Paare die von demselben gewünschte kirchliche Einsegnung ohne Weiterungen Die Wochenmärkte betreffend. Da der Platz vor der Kirche nicht ausreicht, die im Herbst in die Stadt kommenden Fuhren alle aufzunehmen, ist bis auf Weiteres Folgendes angeordnet worden: . . , , . Die mit Kartoffeln, Kraut und Obst beladenen größeren Wagen muffen aus dem Vrandplatze, der Reitbahn unb dem Hofgerichtsgebäude entlang, aufgestellt werden. Gießen, den 9. Oktober 1875. Großherzogliche Polizei-Verwaltung. 9t o v e t. •vmava w ii wii'iww—bbbbwmmmb r , f bestätigte Verbot der Staatsregierung, unb er kann sich der Verantwortung Deui|a)lano. ! für diese Zuwiderhandlung keineswegs dadurch eniziehen, daß er sich privatim Darmstadt, 6 Oktober. Am heutigen Tage haben 38 Mitglieder das für den Staat ganz gleichgültige Versprechen vom Bischof von Speyer der biestaen Kirchengemeinde-Vertretung an den Vorsitzenden des Kirchenvor- geben läßt, dieser wolle die Verantwortung übernehmen. Die Folgen leinet fhnbetf der evangelischen lkircheugemcinde Darmstadt die nachstehende Eingabe eigenmächtigen Handlung wird der Bischof Retteier ganz ebenso wie feder andere ' D Ct/irttafinrAor \ r I fr ft in trnnpn hnnpn Staatsbürger selbst 411 tragen haben. unterzeichneten Mitglieder der hiesigen Kirchengemeinde-Vertretung Darmstadt, 8. Oktober. Die Vertagung des Landtags ist zu gewähren; , 5) Ablehnung der Anträge auf Einführung irgend» einer äußeren Kirchenzucht gegenüber Personen, welche nach Einführung ber obligatorischen Civilehe ihre Ehe nicht kirchlich einsegnen lasten." (Folgen die Unterschriften.) Darmstadt, 6. Oktober. Sehr gespannt ist man hier auf den weite Verlauf der Oggersheimer Angelegenheit. Ein Münchener Telegramm der -estrigen „Darmst. Ztg." sucht vergeblich den Bischof Ketteler als unschuldig binzustellen, indem die ganze Verantwortung den Bisckof Haneberg »on Speyer ansehen zu durs , \ halten. Tiefes logische Raisonnemeul ist Postzeitung", der die liberale Partei beschimpfe und den Adreß - Entwurs als imdAtia Dem^Domdekan Dr. Heinrich von Mainz war die Aller- meisterhaft bezeichne. Fischer fragt an, ob Jörg ter Versager des Artikels fei, ■■ ?Unl «Mr-thnm -incr R^rediat ausdrücklich versaat wor-was Jörg verneint, worauf Fischer den Widerspruch in der gestrigen Erklärung aüch dem Bsikd'of Retteler Jorg'i. 'daß außer ibm (J°?g) b.s zur Verlesung des Adreß- Entwurf- kein ^nfequent r SL 1 - i.kb bcr Köi'.ia liefe eine daraufhin direkt au ihn clencaler Abgeordneter denselben gekannt habe, constatirt. N.^ch Erledigung des da- Predigen uich ges 1 unbeantwortet Wenn nun der Bischof Ketteler, Zwischenfalles erklärt Stauffcnbcrg Namens der Ausschuß-Minorität, daß die- ; Z keine Antwort Tuch eine Antworr ist, nichts- selb, den ersten P-sius des «dreß-Entwurss mit den Veileids-Aeußerungen über welcher doch rrrstß- hantelte er absichtlick gegen das ihm bekannte, die Todesfälle in der königlichen Fanulie von Herzen aecevtire, ten übrigen bmr°Kö>Üg"nicht mifgehobene,' sonder» durch die Nicktbeaniworrung der Anfrage Inhalt aber bestimmt ablehnen müsse und d,e bezüglichen Au-fuhrunzen für die Plenar-Debatte sich Vorbehalte. Namen- de- Ministerium- erklärte Pfretzschner gegenüber den Angriffen, welche der in vielleicht nie dagewesenem Tone gehal. tene Tep ver Adresse zum Au-druck bringe, und gegenüber den einleitenden Bemerkungen Jörg'- in der gestr qen AuSschußfitznnz, daß da- Ministerium in- soweit solidarrsch sei, als alle Mitglieder für prrncipielle Acre einstehen und sich gegenseitig decken. Au- der durch die liberale Parte« erfolgten Wahl des Iustizminifters in den Landtag gehe nicht hervor, daß Fäustle ober da- Mrnf steruim der national-liberalen Partei angeböre, im Gegentherl müffe Redner erklären, daß kein Mitglied de- Ministeriums einer der zur Zeit bestebenden geschloffenen politischen Parteien angehöre; die Folgerungen ISrg's au- der Wahl Fäuftle'S seien also hinfällig. Auf die übrigen Angriffe der Adreffe be- halte sich der Minister die Antwort für die öffentlichen Verhandlungen vor. Der Beginn der Plmar - Debatte findet wahrscheinlich nächsten Mittwoch den 13. d. MtS. statt. Mibttctren, 9. October. Der Adreß«Entwurf an die Brone lautet: „Indem die neugewählte Stammet der Abgeordneten dem Throne naht, um ihre Huldigungen darzubringen. liegt ihr vor Allem die traurige Pflicht ob, Sw. Majestät den Ausdruck des tiefsten Beileid- mit den schmerzlichen Verlusten darzubtlngen, die das königliche Haus in kurzer Frist Schlag auf Schlag erlitten hat. In guten wie in schlimmen Tagen mit dem Lande innig verwach« sen, haben he Hingeschiedenen sich ein dankbare- Andenken begründet, das nie erlöschen wird. Das bayerische Volk hat den Augenblick ersehnt, wo es seinen Vertretern wieder vergönnt sei, ihre Bitten und Anliegen unmittelbar zu den Füßen des Throne- niederzulegen. In jeder Bedrängmß erwartet diese- Volk Hülfe und Rettung nur von seinem König und Herrn. Heute aber richtet es mehr al- je bittende Blicke auf Ew. Majestät, denn mehr al- je fühlt sich daö bayerische Volk bedrängt durch die friedlose Lage der Gegenwart und geängstigt durch drohende Gefahren einer ungewissen Zukunft. Daher sind im ganzen Lande die jüngsten Landtag-»Neuwahlen als ein Moment von entscheidender Wichtigkeit betrachtet; aber die gegenwärtige Regierung wollte nicht, daß der Hülssruf des bayerischen Volkes an Ew. Majestät gelange. Mit allen er- findbaren Mitteln gegen den Geist und den unbefangen interpretirten Buchstaben de- Gesetzes hat sie da- Zustandekommen einer Abgeordnetenkammer zu Verbindern gesucht, wie solche bei unparteiischem Wahlvollzug sich ergeben haben würde. Die Reuwahlen sind auf Grund einer Wahlkreis - Eustheilung vorge nommen, bei welcher nicht das Recht und die Gerechtigkeit die Hand geführt, sondern die Absicht, die wahre Meinung und Gesinnung der großen Mehrheit des bayerischen Volkes zu unterdrücken, desjenigen Volkes, welche- unter allen Umständen seine Treue und Anhänglichkeit bewährt hat. Wie das Beispiel der obersten Behörde durch untergeordnete Organe bei der Anordnung der Unvib len nachgeahmt worden, davon werden die Wahl Prüfungen ein getreues Bild ergeben. Wenn das gegenwärtige Ministerium das Vertrauen des Landes zu besitzen gemeint hat, bann wäre es nicht auf Auskunft-Mittel verfallen, die selbst der Erfolg nicht zu beschönigen vermöchte. Nachdem aber der Versuch nicht einmal von dem gewünschten Erfolge begleitet war, hatte die neugewählte Kammer wohl erwarten dürfen, daß daS Ministerium durch seinen Rücktritt ihr die unliebe Nothwendiqkeit ersparte, mit einer Beschwerde Ew. Majestät zu be- Helligen. Das Land bedarf und ersehnt den Frieden und vertrauensvolles Zu- sammeiiwirkeu der Regierung und seiner Vertreter. Den hingeschwundenen Frieden wird aber weder eine Partei-Regierung, noch eine Regierung zu bieten vermögen, welche eine Seite deS Hause- gegen die andere verwendet, ohne jemals eine aufrichtige Unterstützung von einer ober der anderen Seite gewinnen zu können. Das Land ruft nach einer bayerischen Regierung, die sich, Recht und Gerechtigkeit zum alleinigen Leitstern nehmend, weder scheut noch sich zn scheuen Ursache bat, an Stelle eines erkünstelten Gleichgewichtes durch allseitig freie Wahlen beu wahren Ausdruck der Meinung und Gesinnung des bayerischen Volkes zu setzen. Nur eine solche Regierung wird, von der Volks-Vertretung nicht nur nicht behindert, sondern eifrig unterstützt, die erlahmende Regierung-' tbätigkeit neu beleben können. Nur eine solche Regierung wird auch im Höch- sten Kollegium des Reiches jenes Ansehen genießen, daß ihr reichsverfaffungs. mäßig gestattet und daS auch unumgänglich notdwendig ist, wenn nicht wie bisher em Stück nach dem andern von der bayerischen Krone, dem Lande und den Landesrechten dahinfallen sollen, in einem Interesse, das sehr weit entfernt ist, daS allgemeine deutsche zu sein. Jrn Geiste iimoanoelbarer Treue gegen Qiv. Majestät und opferwilliger Hingebung an daS bayerische Vaterland bringen wir diese Vorstellung an den Königsthron und bitten Sw. Majestät, aber» mal- das erhabene .Königswort vernehmen lasten zu wollen: „Ich will Frieden haben mit meinem Volke." Oesterreich. B>iett, *• October. Den Wiener Blättern telegraphirt man aus Prag. 7. Ocioder „Der von Prag um 7 Uhr früh abgeaangene Personenzug der böbiiiischcu Westbahn entgleiste bei Beraun und stürzte über die Böschung hinab. Näheres ist noch nicht eingelangt. In Folge einer telegraphischen Anzeige aus Beraun ging ein Hülfszug ans Prag auf die Unglücksstätte ab." Sin anderes Telegramm lautet: „Prag, 7. October: Nach einem an die Betriebsdirection der böhmischen Westbahn gelangten Telegramme sind bei Tekin eine Maschine und zwei Hu'telwageu ringlest, wobei der Heizer und der Maschinenführe» verwundet wurden; die Passagiere blieben unverletzt " Leiliim. Luxemburg, K October. Die Nachricht des Amsterdamer „öourant* von der beabsichtigten Abtretung der Luxemburger Krone an den Prinzen Heinrich lind besten Dejcer.denten entbehrt der Begründung. Frankreich. Puris, 9. October Der Militär - Attache bei der hiesigen deutschen Botschaft. Major v. Bülow, Flügel - Adjutant des Deutschen Kaisers, begab sich gestern nach Baden-Baden. Der Polizei Präfekt Leon Renault ist, wie es he-ßk, von der Regie» rung beauftragt worben, über die Umtriebe der Bonaparttsten in ganz Frankreich eine Untersuchung anznstellen. — Laut „Moniteur" ist die Unterzeichnung des neuen französisch»italienischen HandesveNrages noch nicht erfolgt, steht aber nabe bevor ; es würden nur einige Zollsätze erhöbt, da- handel-einheitliche Princip bleibt aber aufrecht. — Heute hielten der Srzblschof und die Bischöfe, welche zu der Panier Universität ihre Zustimmung gegeben haben, ihre zweite Sitzung. In der gestrigen wurde em Breve des Papstes über die Eonstitutron der katholischen Universitäten voraetragen. Heute wurde der R-ctor gewählt, der nach den Statuten em Geistlicher fein rn.ß Die Eröffnung der Vorlesungen soll am 5. December stattfinden. ntadriL Rom, 8. October. Der Papst bar heute den General Agar Pascha, einen Abgejaudten des Schahs von Persien. v.i feierlicher Audienz empfangen.' Dieser überreichte em eigen ändiges Schreiben fernes Gebieters und theilte gleichzeitig mH. daß derselbe die Geschenke des Papste- gern entzegengeuomme-, und seinen Behörden anempfohlen habe, den Katholiken in Persien die freie Ausübung ihrer Religzon zu gestatten. Serßicit (Lettinje, 8. October Die Insurgenten von Vagnami mid Sabine griffen die Türken bei Ljubinje an, schlugen dieselben und erbeuteten viele Pferde. Die Insurgenten befinden sich jetzt in einer verschanzten Stellung auf dem Povowofclde. Belgrad, 8. October. Wie angeblich verlautet, hätte der letzte gestern gemeldete diplomatische Schritt der Großmächte den Zweck gehabt, Serbien ,neuerlich von jeder herausfordernden Haltung abzumahnen. 'Nelsgrad, 9. October. Die verlautet, ist da- neue Eabinet iu folgender Weise gebildet: Kaljeoics Inneres und Präsidium. Pavlovitsch Aeußerss, Prof. Boskovilsch SiiltuS, Prof. Narkovitsch Justiz, Major Sdravkovitsch Bauten, Oberst Nikolitsch Krieg, Iankooitsch Finanzen. Belgrad, 9. October. Die Hochzeit der Fürstin Milan ist auf einige Tage verschoben worden, weil der von dem Kaiser von Rußland abgeschickte Specialvertreter für den morgenden Tag nicht eint reffen kann. Lokal, Ä o t i Gießen, 11. Oct. Wie wir seiner Zett berichtet baden, wird der llljährige Jo. Hannes Schneider aus Fauerbach a. H wegen einr» Eindruchdtedstahls i n Betrage von 20.0UO st. seitens des großberzoalichen Landgerichts Butzbach steckbrieflich -»eriolat Dieser Johannes Schneider soll am verstossenen ettaci von Oblau nab Breslau gefahren sein und sich während der Fahrt für einen Ornder in Ewil ausgcgcden haben. Man vermuthet ionach wodl nicht ohne l«rund, datz der «esuchte sich ge.ienwLetig in Br e-lau oder wenigstens doch noch m der Provinz Schlesien aushSIt Vermiscdtes. WormS, 5. Oct- Die .Wormser Zeitung' meldet: Wie wir erfahren, wurde dieser Tage ein hiesiger Schuhmacher, welcher sich schon längere Zeit dem Zrunf< und dem Müssiggänge derart dinuab, datz feine Familie, um mcht dem grötztm tflente prei-gegeben zu sein, auS der Stadtkiffe unterstützt werden mußte, durch sie Wenframeiie in da-, Ärbeit»lmus zu Dieburg gebracht, wo »eridbe nun ein ganz S I,hr flHejen- heit bat, an die Arbeit, vor her er sich seither so iebr sch ut , wieder zu »ewödien tfe ist dies der erste derartige Fall, der hier oorgekomm.m ist u,d stebt n ht. daß ihm noch mehrere solcher nachiolgen «m herar:i4c4 Verfahren w rd da- wirksamste Mittel fern, den ardeit-sädigea Individuen, welche wegen ihrer Lü>:rl chke't oder Arbeitsscheu der fo sehr in Anspruch genommenen nLdtischeo flnnenoeraultana sortwährend zur Last fallen, die UnterstützungSwohnsitzgeoanken au» dem Kav'e zu vertreiben. — (Ein Souffleur in Aengsten.) In dem Städtchen H., welchez sih. wie die meisten umliegenden Ortschaften, auch eine» Liebhadertheaters erfreut, tollten am or stossenen Sonntage nach überstandenen Sommerserien die Mukendallen zum ersten Male wieder geöffnet werden und zwar mit Holdein's ,S»ang nach dem Hisenhammer* Da» Hau- ist gut besetzt. Alles wartet auf den Anfang. Das Klingelznchen ertint, der Vorhang soll in die Höhe gehen, da vermißt man den Souff! ur; man ruft nach -am, endlich erscheint er schweißtriefend. Mit einer kurzen Entschuldigung für fein Zuspäf kommen öffnet er die Kl >ppe und verschwindet tn der Unterwelt; * ump> geht der Vorhang doch, der «ras von Savern tritt auf. um seinen Monolog zu begi.nen, einen Augenblick tiefe Stille — da ertönt plötzlich aus der tiefe ein gräßliches Geheul und Geschrei, dessen Bedeutung den Zuichruern im nächsten Augenblick dad rch klar wird, daß her Souffleurkasten in’« Publikum hineinfliegt und fein Ink »sie mit blutende u. zerkratztem iAesicht, sich mit einer mächtigen Kitze derumdalgend. Aller Augen sihtdar wird. Das Tdier hatte sich den mit einem Polsterkisien versehenen «eichen Sitz des Souffleurs zu seiner Niederkunst auserfeden und ferne Jungen da geworfen unb war der unglückliche, nichtsahnende Ohrenbläser in bi« Kuftennest bmeiaicraibea. D e Schwerter de« tapferen Saoern. sowie der übrigen Itblen befreiten ihren unterirdischen Helfer jedoch dnlo aus feiner verzweifelten Laze und machten der drolligen Scene So em Eure. — Im .111 V proponirt die Lonfeciwnsdame Paula Erbswurst dem Finanz- Minister Camphausen folgende zeitge näße Sieuerr.foim. .Warum macht er den Staat also nicht weit einfacher gin, anders/ Er nimmt kurz und gut das ganze Vermögen und gibt semecseits dem VÜrger die Steuern, statt ungekeb't?!" — Als militärische (siunosität hebt die N Fr. Pr aus dem tÄra, Kdeoeubüller chen Reglement vom .Vahie 1751 folgende Stelle aus: .W.nn em Ofstcier von fvneui Odern mit expressen und positiven Worten injurirst, m l dem Stock. Oh i.igen od r anoers in da4 cu gestm YM, Serbien *el ju folgende! Wtti, Pros. ^t!ch bauten 1 W auf einige nb abgeschikste -NSjährige >. >hls im 'öetraflt 'rieslich ’nedolat. >a- ÄreSlau ge- tsgcgrhen babnt i gegenwärtig in • erfahren, würbe dem Tranke unb l gröhten Elende b bie Otnbamerit 3 Jahr gelegen: er zu gewöhnen, lebt in Aujii-t, wirb das wirf« jrer Lüberlichkeit Irmenoerwiltnni l benl Kopie jii ches fit wie bie sollten am oe zum ersten 'M iammet*. Das -ichen ertönt, ber m rüst nach ibm. für sein ZuiM- & tempo geht btr u begi'Nen, einen jcheS Geheul unb ab.ireb klar mir?, ’e mit Wutenbei. er Augen iiit« Zeichen be-■ iworsen unb mir eingeratben. iren unttrfrbifört rolligen Scene io «6 Km 8'"5 mjt« Kn StQ“ g-tzl $«*<« ”cil<(“ jk »’M Ä» MniArä tu ent commin»"1; J'd,ichter. Landg-Assessor. Aetigebotenes. 4106) Solicylsäure empfiehlt kJ. MÜ'Ner, Mauöburg. Ä. Bram m. (5186 Strafe (5254 aus Ruppertenrod 635 12»" 4407) Band», Faden- unb Slernnndeln, aus Ulrichstein in Ulrichstein Der Kaiserliche Ober-Post -Dircctor. Keemrethungen. Turnverein (4974 aus aus aus in in in i 5305) In bester Lage der Stadt ist ein möblirte« Zimmer an einen ruhigen Herrn izu vermiethen. Nähere« bei der Exp. d Bl. 10" Vorm. 12° Borin. 830 N. 925 Äb. aus Mücke aus Ruppertenrod Bonn, in Mücke Vorm. in Ruppertenrod 5104) Ein mödli.tcs Zimmer rml Cabinct vermiethen. Neuen'iäuen B- 100. 1150 Vorm. 123" Bonn. 915 Ab. 10" Ab. Ruppertenrod Mücke Ruppertenrod 625 Vorm. 75 Vorm. 135 Nachm. B5 Nachm. Ruppertenrod Mücke Ruppertenrod 4844) Ein Utimöblirte« Zimmer mit Eabinet zu vermiethen. Zu erfragen bei der Exped. d. Bitt«. Morgens 7—12, Mittags 2—6 Uhr geschehen. Die Herren Bürgermeister werden erfudbf, biefez aus ortsübliche Weise bekannt machen zu lasten. Gießen, den 10. October 1875. Der Rechner der Spar- und Leihkaffe. 4405) Marinirte neue holl. Vollhäringe unb Sardellen empfiehlt L. Mülle r. vormal« E- Herme« Gießen, den 7. October 1675. Der Stadt-Rentmeister: Enders. Local-Reglement. Wer unbefugter Weise die Eingerinnschleutze öffnet oder schließt, verfällt in eine ; bis zu Dreißig Mark. 1" Nachm. in Ulrichstein II. Post. B e k a n n t in a ch u n g. Betreff: Da« Schließen der Eingerinnschleuße. Da« nachstehende von Großherroglichem Ministerium de« Innern durch Verfügung oom 24. o. Mt? zu Nr. M. d. Z. 14550 genehmigte Local-Reglement wird hiermit zur Nachachtung bekannt gemacht. Gießen, am 2. October 1875. Großherzogllche Bürgermeisterei Gießen. Bekanntmachung. Das 1. und 2. Ziel der städtischen Communalsteucr pro 1875 kann an ■v ■ ■ • , , , 5311) Ein Stübchen mit Bett zu Verden nächsten 3 Zahltagen Samstag, Dienstag und Donnerstag noch miethen. P Ruckstubi, Neuenweg. ohne Kosten zur hiesigen Stadtkasje bezahlt werden. Die verehrlichen Mitglieder des hiesigen Zweig Hülfsvereins für die . 4673) Der dritte Stock meine« Haufe« Krankenpflege und die Unterstützung der Soldaten im Felde werden zu der ist im Ganzen oder^getrennt zu vermiethen Donnerstag den 14. O-lob-r U I, Abends 6 Uhr m dem ®af<5 8eib (®n- ttnb am *' b^b-n. gang vom jpof) ftattfindcuden Generalversammlung hiermit ergebenst emgelaben. Gegenstand der Verhandlung wird sein 1. Rechenschaftsbericht für die Periode 1872—1874 incl. 2. Neuwahl des Vorstandes. Gießen, den 9. Octtber 1875. Namens des Eomit6s. v. 9i ö d c r. I. P o st. aus Ulrichstein 520 Vorm. in Ruppertenrod 5298) Von Dienstag den 12. d. M. beginnt das Turnen Der Turnwart. Die Umrechnung kann an jedem Wochentag von I 5278) Ein braves Mädchen zu Kindern 'gesucht gegen guten Lohn. 5316) Ein tüchtiger Fuhrmann, im Lesen und Schreiben bewandert, sucht daukrnde Stelle. Wo? sagt die Exped- d. Bl11«. 5276) Eine gute Amme auf sofort gesucht. Wo? beten an: Professor L- Wundram, Le pzig, der Exped. d.'Bltt«. ___I 3115) Pfeiler- und ovale Spiegel in feder Größe, Bilder-,Hoffnung^geb^en', aeheilt°z^ w'/rdE 3952) Ein geräumiges Familicnlogis ist Rahmen, glatt und verziert, Photographre - Rahmen, geschmackvoll sich von meiner bewährten Heilmethode zu vermiethen und per 1. November zu be- verziert, fertigt zu sehr billigen Preisen .überzeugt zu haben C'"' ziehen von L. Textor, j jp jg{i(sert. Vergold.r, Walllhor 156. Darmstadter Haus, 1 Stiege hoa> ** * -E • ----? ° - - 513t) Im unteren Stock de« Petr i'schen Hause«, zunächst de« W enz el'schen Garten«, ein schöne« möblirte« Zimmer zu vermiethen. 5176) In ben Stollme r'fchen Häusern, LudwigSvlah, ist eine Manfarden»Wohnung zu vermiethen. 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Mts. werden die täglich einmaligen Personenposten zwischen Deidesheimer Grünberg Bhf. und Ruppertenrod und zwischen Ruppertenrod und Ulrichstein Riersteiuer E'! aufgehoben; dagegen wird von demselben Zeitpunkte ab eine täglich zweimalige Geisenheimer Personenpost zwischen der Eisenbahnhaltestelle Mücke und Ulrichstein übex * 93 Ruppertenrod eingerichtet werden. • 2. Die neuen Personenposten werden folgenden Gang erhalten: E 56 zu ver miet heu. ____ 5295) Für einen reinlichen Arbeiter Logis bei________Christian Frech 5284) Zu vermiethen unö sofort zu de ziehen zwei ineinandergehende unmoblirte Zimmer, auf Wunsch auch ein dreifenstriger Saal- Neue Anlage E. 26, II. Stock 5282) Am RiegUfad E. Nr. 11 ist ein unmöblirte« Zimmer billig zu vermiethen 5270) Der mittlere Stock meines Hause« zu vermiethen. B altb- (Strauch- 5260) MöblirteS Zimmer mit Eabinet zu vermiethen im Hinterhaus des Herrn Dr. T a f ch e, Seltersweg. 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Bltt«. 5310) Ein Haui^0.in ru^^ufen. :Umrechnung der Gulden- in Markwährung noch nicht erfolgt ist, haben die Gläubiger der Sparkaffe-Der- waltung im Laufe dieses Monats unfehlbar vor;ulegen, weil die Umrechnung in den Winter-Monaten durch § im Frankfurter Hof. 5312) Für einen jungen Mann wird bet einer anständigen Familie ein möbliNeS Zimmer, nebst vollständiger Kost, am liebsten tn der Nähe vor dem Neuenwegerthor oder Grünbergerstraße, auf Anfang November zu miethen gesucht. Gest. Offerten bittet man in der Exped. b. Bltt«. abzugebrn. 5301) Ein braver Zunge ober ein Ge- hülfe kann sogleich bei mir eintreten PH. Drey ling, Barbier, Grünberg. 2 iX”w inäkÄX‘rb«ä®aVÄ di- größere Geschäftslast nicht möglich ist 5313) Tat Eintreffen der neuesten Modellbüte ergeben- Mittwoch, den 13., und Donnerstag, la. Detober: 5259) Kirchknplad, 5306) ) Kinil Wenzel (Äird)fi f Girlien V Oflobrr. Anfragen franco und gratis zugesendet. Fabrik landwirthschaftl. Maschinen und Eisengießerei. 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Mkx »il baitrn) iu beteitrgen. zeigt affen das be»‘ , rdM in 75 y»tf»rMf»rAfnnef, Oeeterreich und die MeAireis, befördern 'Annoncen In alle Zeitungen, in Fachzeitschriften, Cours» und Netsedücher, Kalender und sonst Publicationsorgane zu den von diesen tarifirten Preism, nimmt Offerten auf Annonce» entgegen und befördert solche ohne Berechnung einer Gebühr, ertheilt Rath über Zeitungen und Insertionsocrhältniste, Losten» Voranschläge, Zeitungsoerzeichniste gratis und franco. 5218i Zum Lagern von Nobtadak wird ein «ellerraum pro 1 Januar 1H76 zu miethen gesucht Röberes bei der ffpp b vl 4012) Getragene Kleider. 3fidel, Zci- tunasvapier rc ; 'owie Münzen. Antiauitäten ffluft Louis Rothenberger, ...Neuenweg *93 Zum Schluh: Zum ersten Male: Ons erste lliltagsessen. Lust piel in 1 Act von Görlitz. 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