£ ^gesteht un )0° Rkjchsni«! "Ifl. Wnemt* * 56»« . ’,(? um t,jtr l3e" schriftlich« ■5 Setrerbebanf, * tie tienf. ete ^Mtunft en ’Wfriirbanli Ptzendkn : */l. 'MD petfonal, wel* n MillagHuM rtf): Vemel. vtccteLtährr- 1 p. 1Ä K. *• ÖtlAgerl»^». Durch bti V0 »«zöge« »terte(|Hri§ 1 M kr. Gießener Anzeiger. «richeüU täglich, mU lu* nahm« €>onntaf< L^pedMon: ttanjlcibite, Bit B Är. 1. Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Str. 147 Montag hm 29. Juni IM« auf den Derselbe erscheint vom 1. Juli an in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich nur l st. 12 kr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im III. Quartal 1874 zuscnden und den Abonncmentsbetrag durch Quittung erheben lassen. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 29 kr. incl. Postaufschlaqs Dieselben können nur bei der Post ober den Landpostboten abonniren. — a >, ^njctßct" erfreut sich seit seines sechsmaligen Erscheinens per Woche einer stets wachsenden Theilnabme des Pnblikunis und ist die Nedaction bemüht gewesen, allen billigen Anforderungen gerecht zu werden. Die Folge davon war eine Vermehrung der Auflage nm fast 1500 Exemplare, so daß derselbe letzt n, 3500 Exemplaren täglich erscheint. Daß bei einer so großen Auflage des Blattes alle Insertionen die weiteste Verbreitung /LT Js fctmt bte bafur aufgewcndcten Kosten den lohnendsten Erfolg haben, bedarf wohl keiner weiteren Auseinandersetzung. Wir können somit den Apener Anzeiger" getrost dem inserirenden Publikum als dasjenige Blatt empfehlen, in welchem ihre Anzeigen die meiste Beachtung politischer ssheil. schcnteck Thlr. 45. Deutlet) fanö. Endlich dürfte die Herstellung einer Agende mit den Bedürfnissen der ver- Geistlichcn und Gemeinden zu steuern. bet M"°' flogt' i Hckti, in BuKcch. Für alle diese Punkte bedarf es Euerer energischen und besonnenen Mit hülfe, und zwar jetzt schon bei den bevorstehenden Wahlen der Kirchengemeinde- Vertretungen. Die Gemeinde-Vertretung, die Ihr wählen sollt, ist nämlich die ngentliche Repräsentation der Gemeinde; sie hat als solche sowohl die Kirchenverstände, als auch die weltlichen Mitglieder der Decanatssynode zu wählen, aedieatne 11 > inkrefii ffellschast. hen YORK. »Znhalls,mtettsi^dc Voranschläge und kirchlichen Umlagen festzustelleu und andere wichtige r|en, ? 61jrl$ed)te ^er Gemeinde auszuüben. m Gebiete e 2 Aus der Kirchengemeinde-Vertretung gehen alle stufenweise die Kirchenvor- lich gegf siände (Presbyterien), die Decanatssynode und endlich die Landessynode hervor. klingt es Euch daher, eine genügende Zahl von Männern Eueres Ver- 12 fr-; E Nauens jetzt schon in die Kirchengemeinde-Vertretung zu wählen, dann könnt fIall^&Tten ^ähr der weiteren Erfüllung Euerer Wünsche in Bezug auf den ferneren Aus- bß -3i lau fccr Kirchenverfassung und auf die so nothwendige Eintracht aller Kirchen- billig^! gknossen gemifc sein. .. Wribltin denn 'Gemeinde ein Comitö, laßt von demselben Caudidatenlisten ansstellcn und Versammlungen zur Darlegung unserer Grundsätze und der Wichtigkeit der bevorstehenden Wahlen vor den Wählern abhalten, damit ein Jeder in der Stunde der Entscheidung wisse, wem er seine Stimme zu geben habe. Wir bitten dabei eindringlichst, Überall die unserer Kirchenverfasiung aufrichtig zugethane- iien, unserer guten Sache befreundeten Geistlichen, wenn sie auch nicht gerade Mitglieder des Protestantcnverems sind, zu diesen Besprechungen und öffentlichen Versanimlungen zuzuzichen; denn nur, wenn Geistliche und Weltliche in selbstloser Hingabe an dieser hochwichtigen Aufgabe einträchtig zusammeuwirken, kann das erwünschte Resultat bei den Wahlen erzielt werden. Thue also Jeder seine Schuldigkeit; denn Jeder hat Theil an der Verantwortlichkeit sowohl, wie an den glücklichen, segensreichen Erfolgen, welche durch unsere gemeinsame Thätigkeit errungen werden! Darmstadt, 26. Juni. Das Stipendium der zur Feier des 25jäh- rigen Regierungs-Jubiläums Sr. König!. Hoheit des Großherzogs gestifteten Jubiläums-Stipendien-Stistung, bei welcher sich in hervorragender Weise fast sämmtliche Gemeinden des Landes betheiligt haben, ist am 17. d. Mts., als am Jahrestage der Stiftung, zunt ersten Mal zur Verthetluug gekommen. Entsprechend der stiftungsgemäßen Bestimmung, wonach aus den entfallenden Capitalzinsen der über ein Vermögen von ntchr als 20,000 fl. verfügenden Stiftung drei junge Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen einer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Bildungs-Anstalt erhalten sollen, hat Se. König!. Hoheit das vorgedachte Stipendium, wie nun mitgetheilt wird, je einem Studircnden aus Mainz, Groß- Gerau und Gießen in der Höhe von je 300 fl. für das Jahr 1874 überwiesen. Damit wir nun in den Stand gefetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen nut Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Eremplare zu liefern. Die Redaction. 5E1" Sfllri , UlVCUl IVU Vie Itu;illU)t ie ^^llung der Geistlichen zu ordnen und zu sichern haben. ersten und Endlich dürfte die Herstellung einer Agende mit bet landÄgen im previ sihiedenen in der Landeskirche vorhandenen Richtungen entsprechenden Parallel- ReMage mitWFormularen das beste Mittel sein, künftigen kirchlichen Zerwürfnissen zwischen »“.ff ----------- lly* Noch immer stehen die Patronats- und Präsentalionsrechte der Ausübung auf die lögllcb,' der wichtigsten kirchlichen Gemeinderechte hindernd entgegen. be ist amtlichcs Or^ Eine weitere, hochwichtige Ausgabe ist zu lösen, indem wir die rechtliche AuS dem Großherzogthum Hessen, Ende Juni. Der Landes- ausschuß der Protestanteuvereine des Großherzogthums hat ein Circular an die evangelischen Gemeinden Hessens gerichtet, in welchem es in Rücksicht auf die in aller Kürze bevorstehenden Wahlen der Kirchcngemeinde-Vertretungen heißt: Noch immer gilt cs, die durch die neue Verfassung garantirte Freiheit einer jeden im Evangelium begründeten Ueberzeugung, sowohl der Gemeinden ---tote der Geistlichen so sicher zu stellen, daß ebenso der Orthodoxe wie der tif Freisinnige jeder Besorgniß vor zukünftiger Bedrückung völlig entsagen kann. Noch immer gilt es, eine Form und Weise zu finden, wie sich die Ge- n meinde bei der Wahl ihrer Geistlichen in entscheidender Weise betheiligen H/1 ” kann. tfulba, 26. Juni. Der Fürstbischof von Breslau, der Bischof von Ermeland und der Vertreter des Bischofs von Kulm, Capitular-Vicar Klingenberg, reisen beute Nacht ab, die übrigen Bischöfe und bischöflichen Stellvertreter morgen. Dem Bischof von Paderborn ist angeblich die Redaction des zu erlassenden Hirtenbriefes übertragen. Die sonstigen Beschlüsse werden noch geheim gehalten. ^ulda, 27. Juni. Wie man hört, wurde von den hier versammelt gewesenen Bischöfen bcschloffen, die nächste Conferenz im Herbst dahier ab- . . • 'zuhalten. - ui»,, Wohlan denn, evangelische Männer in Stadt nnd Land, die Ihr uns! Aus Westfalen, 24. Juni. Kürzlich kam vor dem Kreisaerichre zu »tut 31-3* jniher Euer Vertrauen geschenkt habt, und überhaupt Ihr Alle, denen die ge-jHöxter der Hirtenbrief des Bischofs von Paderborn zur Verhandlung. Die pide Entwickelung der evangelischen Landeskirche am Herzen liegt, nicht Euch Geistlichen, welche denselben verlesen hatten wurden zu 8 Tagen Festungshaft wrzuschreiben, was Ihr thun, oder gar, wen Ihr wählen sollt, wenden wircherurtheilt, dem Bischof wurde eine zweimonatliche Festungshaft zudecretirt. - ” an Euch. Ihr habt ja m den letzten Jahren Gelegenheit genug gehabt, München, 26. J,i,ii. In der heutigen Abend-Sitzung der Abzeord- ideraktcrfeste Männer in Eueren Gemeinden kennen zu lernen, Männer, denen neten-Kammer waren sämmtliche Minister, mit Ausnahme des beurlaubten 4 F «ach in dieser Angelegenheit Euer volles Vertrauen schenken könnt. Zum Justizministers, zum Zeichen seiner Solidarität anwesend. Nach langer heftiger «|tCU ®inle a(lc unbescholtenen, fünflindzwanzigjährigen evangelischen Ehr, Debatte, in welcher Cnltusminister v. Lutz lediglich sachliche Gründe für die jP" F "n Lande berufen, ihr kirchliches Wahlrecht ausznüben. Wir bitten Euch, Bewilligung der angegriffenenen Etats-Titel hcrvorhebt, werden die drei ersten pließe Keiner sich von der Wahl aus! Kommt Alle, Alle, um Euerer Pflicht der durch den Mißtrauens-Antrag Freitags gefährdeten Positionen angenommen. M Heile der Kirche zu genügen! Wählt evangelisch gesinnte Männer, welche Die erste mit 77 gegen 76 Stimmen, die zweite ohne namentliche Abstimmung Merbrüchlich an der evangelisch protestantischen Gemeindekirche sesthalten und die dritte mit 79 gegen 74 Stimmen. Morgen wird die Berathung des Wei entschlossen sind, mit uns zusammen an der glücklichen Lösung der oben Cultus Etats fortgesetzt- gebeuteten weiteren Aufgaben zu arbeiten. Tretet zusammen, bildet in jeder» Kisfingen, 27. Juni. Graf Herbert v- Bismarck, ältester Sohn des russischen Deputation zur Beglückwünschung des Kaisers von Oesterreich Ml aus d a o llOtn Tal oxrinsängmn juyic , er sei brieflich aufgefordert worden, Rom zu verlassen, weil seine Person nicht sicher sei; er sei geblieben und »erde bleiben, so lange Gott und die Umstände es erlauben. Lokal-Notiz. Glesien, 29. Juni. ®et dem gestrigen Prei-lurnen im Turnverein zu Wieieck »uttn verschiedene Preise von Turnern au- Gießen erkämpft. öl erhielt den ersten Preis Äar: Köhler von hier, den zweiten Friedr. Kreiling von Wieieck und den dritten Wüst v?» hier. Dal Fest verlief in gemüthlicher Weise und amüsirten sich alle TheUnehmer recht lehr. Vermischtes. Köln, 21. Juni. Bekanntlich setzt der Geist, besonders bei solchen Menschen, die ti ihren Beschäftigungen große öncrgie entwickeln, auch dann noch vielfach seine Thärizkeit fc:t wenn der Körper in den Armen des neudelebenden und stärkenden Schlummergotres rubt. Die 4 bewahrheitete sich dieser Tage an einem jungen sehr fleißigen und strebsamen' Beamten von hi-r. der in einem unserer Nachbarorte stationirt ist. Derselbe hatte Nachtdienst, war aber durch vorhergegangene Anstrengungen in seinem Logis in tiefen Schlaf gesunken und dadurch nicht zn bestimmten Zeit auf seinem Posten erschienen. Gegen 2 Uhr des Nachts wurde sein Haulwir h plötzlich aus dem Bette geschellt, öin College del jungen Mannes stand vor der Hausthür uck bat, man möge ihm Vesten Bekleidungsstücke geben. Derselbe sei vor einer Stunde in bloßen Hemde zum Dienste angclreten. Der Tr,eb zu seiner Beschäftigung halte den jungen Kari zum Nachtwandler gemacht. — Das schnellste Avancement. Frage: Wer avancirl am schnellsten? Antwor:: Die Frauen. Kaum ist die Werbung vorbei, so werden sie schon Gefreite und bald nachht haben sie schon bas Kommando l — Drei Reisende sitzen in einem Coup« der Ostdahn Dal Gespräch kommt aif die Schnelligkeit der Beförderung auf Englischen und Amerikanischen Bahnen und namentli- über letztere ist des Rühmens kein Ende und manche Ungeheuerlichkeit blieb den Mitreisender Seitens der „Bleigereisten" nicht erspart. „Das ist noch gar nichts, meine Herren", ruft ril mitreisender Berliner, das haben wir bei uns ganz eben so schön. Neulich fabre ich mit den Iaqvzug von Berlin nach Hannover. Ich batte mich etwas verspätet, springe hier in Berti auf dem Lehrter Bahnhofe in den ersten besten Wagen und geralhe zufällig ins Damen Soup Der In'pector bemerkt vas, erhebt einen Höllenlärm und will mich au- dem Wagen beraub ziehen. Ich, wüthend, drehe mich herum, hole mit der Hand aus — der Zug gebt ab — u tz der Inspector in Lehrt, kriegt eine Ohrfeige, daß er sich dreimal um sich selbst berumdrek.'. Sie können sich denken, welche Mühe «ch hatte, dem guten Manne bas Versehen klar zu machen^ — (Brautleute in A merika.) Um die Leichtfertigkeit der amerikanischen öfc* sckließungen zu karrikiren, erzählt eine New-Jorker Zeitung, daß unmittelbar nach der Trauung eine Braut währens der Fahrt zum Hockzeitsicbmause ihren Bräutigam selig lächelnd gefrajs habe: ..Sag' mal, wie beißt Du doch gleich?" Die Herrschaften batten sich nämlich an ten* selben Morgen kennen gelernt und bei den Vorbereitungen zum Hochzeltsschmaus« nicht 3't gehabt, sich mit unnützen Fragen aufzuhalten. Darmstadt, 25. Juni. Dir sind in der Lage die vorläufige Mitrhellung machen ji können, daß die Angelegenheit des dahier zu errichtenden Landes Denkmals nunmehr in rin er« 'chkidende- Stadium geritten m. Die cnenrlicke Ausstellung der in Felge des 6cr Ausschreibens eingelangtcn und noch täglich einlangenden Modelle wirb wahrscheinlich t< Tage lana vom 5. —1H. Juli d. I. in den Räumen del Saalbau's startfinden, und di« bn- fallsige Bekanntmachung in Kürze zu erwarten sein. (Die Ausstellung wird durch eine beiordere Lvmmlision, unter dem Vorsitz des Herrn Profesior Rud. Hofmann geleitet.) Hieran wird fto am 19. und 20 Juli die Begutachtung der Preisrichter und d,e Beschlußfaflung des Central 6 c m 11 c s anschließen. 6s ist ferner in Aussicht genommen, die Ausstellung ur> Prämitrung der Entwürfe durch ein großes Gartensest mit Eonrert und Feuerwerk in den Fürsten Bismarck, ist hier angekommen und im Hotel de Russie" abgestiegen,,! sagte er um für den Reichskanzler Wohnung zu bestellen. Oesterreich. Wien, 27. Juni. Der Großfürst Constantin Nikolajewitsch ist mit Georg Bo ijIur'Är. C % 4115 mtiftbuttnb Guhm, b Großherz Spantert Madrid, 26. Juni. 10,000 Carlisten unter Don Alphons sind bei Chelva (Provinz Valencia) von 5000 Republikanern geschlagen worden. Zwischen dem General Concha und dem Carlisten-Chef Dorr?garay ist ein Vertraz wegen Wieder-Cröffnung der nach Frankreich führenden Eisenbahn geschlosien. Madrid, 27. Juni. Gestern b.ir die Armee des Wcncr ■ eine Umgehungs-Bewegung vollzogen und sich dabei der Ortschaften Villatuerta. Laca, Loeraz, Ailloz bei Estella bemächtigt. Die Einnahme von Estella selbst lvird für morgen erwartet. eingegangen sind, ist das Gerücht, wonach der in Hietzing verweilende Herzog von Braunschweig in Folge eines Schlaganfalls gestorben wäre, als durchaus unbegründet zu bezeichnen. Der Herzog befindet sich vielmehr vollkommen wohl. Triest, 26. Juni. Einer amtlichen Meldung zufolge ist in Merdi, im Gebiet Benghasi (Tripolis) die Pest mit Beulen ausgebrochen. Die See-Behörden in Triest und Fiume haben sofort Contumaz - Maßregeln gegen alle Provenienzen aus Tripolis und Tunis angeordnet. kchmeij. Bern, 26. Juni. Der Nationalrath und der Ständerath haben nach längerem Wahlkampfe Lausanne zum Sitz des Dunbesgerichts gewählt. fran&retcö. Paris, 26. Juni. Die Budget-Commission hat mit 14 gegen 8 Stimmen die Entwürfe des Finanzministers Magne betreffs der neuen Steuern abgelehnt. lieber die Reduktion der jährlich an die Bank von Frankreich zu zahlenden Amortisationssumme von 200 aus 150 Millionen hat die Commission noch keinen Beschluß gefaßt. — In den Bureaux des Journals „Ordre" und anderer bonapartistischer Blätter haben heute Haussuchungen stattgefunden, ebenso in dem Bureau des legitimistischen Correjpondeuteu Saint Cheron. — Die „Agence Havas" dementirt das Gerücht, wonach die preußische Regierung gegen die Ausführung der zur Befestigung von Belfort projectirten Bauten Einspruch erhoben hätte. Paris, 26. Juni. Das „Sivcle" bringt eine Liste der ehemaligen kaiserlichen Beamten, welche seit dem 24. Mai 1873 angestellt ober befördert sind; es sind allein 40 Präfekten darunter, also nahezu die Hälfte aller vorhandenen. Paris, 26. Juni. Die Regierung hat die Propaganda mit den Pho- tographieen des Prinzen von Chiselhurst verboten. Rouher und andere Depu- tirteii wandten sich an den Minister Fourtou, damit er sein Verbot aufhebe, derselbe ging aber nicht daraus ein, weil er behauptete, daß es zu großen Scandal erregen würde. Die Vertheilung der Photographieen wird, wenn wohl auch mit etwas mehr Vorsicht, doch fortgesetzt. Die bonapartistische Propaganda mit Broschüren, der man bis jetzt noch nicht entgegengetreten ist, überschwemmt das ganze Land mit Machwerken, die voll von Lügen und Verleumdungen sind. Eine dieser Flugschriften, mit Bildern versehen, erzählt die Großthaten des kaiserlichen Prinzen. Seine Geburt, seine Taufe, die Rückkehr Don den Truppen aus Italien, wo Napoleon III seinen Sohn auf sein Pferd setzt, dann das Fest der Arbeiterkinder, welches der kaiserliche Priiiz im Tuile- rieengarten gibt, die Erneniiung des jungen Helden zum Corporal, seine erste Communion, seine Betheiligung an der Ausstellung von 1867, wo er seinem Vater ein Medaillon überreicht, seine Heldenthaten im letzten Kriege — er blickt in G-sellschaft des junge» Conneau mit großer Rührung auf'eine zerplatzende Bombe — der Tod seines Vaters, vor dessen Bette er niederfällt, um das Vater-Unser in lateinischer Sprache herzusagen, der Leichenwagen seines Vaters, dem er in tiefer Trauer folgt, seine Studien in Woolwich, bei welcher Gelegenheit er zu Pferde erscheint, und schließlich die Huldigungen, die er in Chiselhurst am 15. August 1873 entgegenuahm, alles das muß herhalten. Die übrigen Broschüren sind eben so albern, aber die Bonapartistcn kennen ihre Bauern und wissen, was sie ihnen zu bieten haben. Obgleich die Existenz einer Anzahl von bonapartistischen Comitös und Verbindungen constatirt ist, hat auch noch nicht eine einzige Verhaftung stattgefuuden, während die Gesäugmsse schon längst überfüllt sein würden, wenn sich die Republikaner nur den hundertsten Theil von dem hätten zu Schulden kommen lassen, was die Anhänger des Sohnes der Spanierin gewagt haben. OtaCieit Nom, 23. Juni. Gestern Nachmittag politisch-clericale Demonstration, zum ersten Male seit vier Jahren in größerem Umfange. Um den Hergang zu verstehen, muß man sich gegenwärtig halten, daß die Wohnung des Papstes im Vatican aus den Petersplatz hinausgeht uno daß die betreffenden Fenster von dem Obelisken oder von der links stehenden Fontaine aus gesehen werden können Die Fremden, welche Rom besucht haben, werden sich deffen erinnern; denn selten passirt Jemand zum ersten Male den Platz, ohne sich die Wohnzimmer des Papstes zeigen zu lasten. Schwerlich aber wird es je einem Fremden gelungen sein, die weiße Gestalt von Pio Nono am Fenster zu er- blicken. Anders gestern. In dem Augenblick, als das zum Andenken an die achtundzwaiizigste Jahresfeier seiner Thronbesteigung veranstaltete Tedeum im Dom von St. Peter zu Ende ging, wurde der Papst an einem offenen Fenster des zweiten Stockwerkes bemerkt, nebenan eine Anzahl von schwarzen Gestalten ans seiner Begleitung. Die Menge, darauf ausmerksam gemacht, drängte sich von der großen Freitreppe gegen den Obelisken hin, und wie ans Einem Munde riefen Tausende unter Tücher- und Hntschwenken : Viva Pio Nono! Die weiße Gestalt, welche mittlerweile das offene Fenster verlaffen hatte, erschien wieder an einem andern, aber geschloffenen, derselben Reihe. Das war das Signal zu noch lauterem Rufen: Viva Pio Nono ! auch Viva il Papa-Re! Auf diesen letzteren Rus hm schritten die wenigen Sicherheits Garden, welche anwesend SSW« ‘ ‘ Darj n? j“ 6t , cZrt fr®nnl W 1^73 1 ‘Vbtrf s,ma w dnl an8* ®oii* 'fehlten ", Karlen. $ei 1 und die Soü2 •«M-a Ä W°h> Al d»S ®olt ’n $*'■ Liittkij *> M bt Ach,, 7-ls i. lt6N lIanM rechnen p llle Politik jv.. 'llb,,M’ EnglM m ©i t äu|, ■N tntltyfa WM von Eii- *l von einer beaf hielt gestern dm orsttz sührte. ee h aus die Wieber en und zu diejeu 'd der Antrag an Wnissen loejazer i, ju welchem Znd egt werden sollen lestlaudischen katdo und UnterjKipU.^ , Alphons [int hä gen worden jti= iray ist finta^l abahii geschlojka. Generals ßonip fyajten Wuineni von Wella selbfl i'in P M-rck »en en ersten Preii §-'<> den britun Wüst -eilnehmer recht . olchen Menschen, tlki- ch seine Thätijl'^-- Mlgotres ruht, y men ©wollen wn q )ienst. I und bntam «yj , wurde sein vor dec ■in« ®‘* "£ atte den Jun9er $*9f L 'N IN machen' der < cet Trau§ 'v«iM,®« **g* iTm 8* „al;*11* tollt) bel^ J ■ «eit6(1 1 füf -|«I e'i1'* - " Arabl^' . einer neueren, einfachen aber hockst yesckmackvollen Lornposition gedenken, ver- der den Aehren lassen. aber auch keines zerschlagen und nebenbei alle Getreidegaltungen gleich gut ausdreschcn- Schon über Fünfzehn Tausend Stück dieser Dreschmaschinen sollen in Betrieb sein, ein gutes Zeugniß für deren Güte. Der Anschaffungspreis sei nur Thlr. 60 bis 66 franco Bahnfracht. Bestellungen können brieflich bei obiger Firma gemacht werden oder deren Agenten. Die im Verlage von Dr. O. van Muyden in Berlin erscheinende Muster- und Mode- zeitung ,, Victoria" beginnt mit dem 1. Juli wiederum ein neues Quartal. Die un- vorliegenden Nummern bestätigen auf's Neue, daß dies Journal ein unentbehrliches Organ für die Damenwelt geworden sein dürfte, denn e- bringt außer trefflich colorirten Modebildern, unzähligen Schnittmustern von großer Klarheit in ihren »nqaben und höchst geschmackvoll gezeichneten Abbildungen aus dem Gebiete der weiblichen Trachten und Handarbeiten auch einen reich ausgestatteten und sorgfältig gewählten belletristischen Anhang, zu welchem die namhaftesten Schriftsteller beitragen. Wir können das Journal ganz besonders der Damenwelt empfehlen, gestützt auf eigene sorgfältige Prüfung und auf die Aussprüche competenter Frauen. ______________________(Hamburger Nachrichten.) wtlcbtl der Leichnam Lhristr gehüllt war, und da- Sckweißtuck, da- im Grabe auf seinem'war wohl mit Recht in allen Stücken ein höchst gelungenes zu nennen. Die künstlerischen Gesichte gelegen haben soll. Ferner Knochen von dm heiligen Tornelius, Cyprian und Anderen.Leistungen der Frl. Hucke, von denen wir namentlich der Arie a. d. Oper „Die sieben Raben" mehr Auch ein paar Socken be« heiligen Simplicius sollen in der dortigen Pfarrkirche nach von Rheinberger, eine, neueren, einfachen aber hockst geschmackvollen Lornposition gedenken, ver- aufbewahrt sein jedoch nur besonders gläubigen Personen gezeigt werden. „Kranke, welcke mit Dienen alle Anerkennung, die Pagen-Arie a. d. Hugenotten ließ in Lolloratur und Vortrag ntcht- den Reliquien berührt zu werden wünscken, müffen sich — so heißt es in der betreffenden zu wünschen übrig und durck die Gnaden Arie auS Robert, welche den Schluß de- Concerte- Bekanntmachung — mit einem Zeugniß ihres Pfarrer» versehen." Seltsam, daß die wunder, bildete, erntete die jugendliche Künstlerin einen stürmischen Beifall. Wir gratuliren dieser thätiae Kraft jener schönen Sacken sich nur an Personen offmbarcn kann, über deren tadellose zweiten Lucka. Gläubigkeit auck ocr gerlngstr Seelsorger. Zweifel nickt mehr bestebt. Ein Wunder an einem Was das Orckester anbetrifft, können wir uns nur höchst lobenswerth über daffelbe Ungläubigen würde doch dem ultramontanen Himmels-Actiengesckäfte ungleich förderlicher sein, jau-sprecken und wurdm die Ouvertüren zu Athalia und Maritana, sowie da« Präludium von Darmstadt 23. Juni. Zum Zweck der Aufstellung einer internationalen landwirth-’ ®adj und Nocturno a. d. Sommernachtstraum, unter der sickeren und umsichtigen Leitung schaftlichen Statistik,'deren Bearbeitung auf den internationalen statistischen Congresien in Haag 'eines Directors, sehr gut ausgeführt. Herrn Kapellmeister Krausse gebührt aller Dank für und zu St. Petersburg von Seilen FrankreickS übernommen worden ist, werden demnächst in den un« bereiteten Genuß und wäre ihm ein Wirkungskreis zu wünschen, wo seine künstlerischen allen Gemeinden des Großherzogtbums umfassende Erhebungen erfolgen, welche sich auf dakl Bestrebungen bester anerkannt würden. Jahr 1873 zu beziehen haben und folgende Gegenstände begreifen: 1) bas im Laufe dcS._ ...----- — ----- ------ ' Jahres gemästete Vieh nach Gattung und Gewicht; 2) den durchschnittlichen Ertrag verschle-, Ijaiidwirtlinchitftliclie». denn thieriscker Erzeugnisse, wie Milch, Eier, Wachs, Honig und Wolle; 3) die Verhaltmff^ (Dresch Maschinen.) Großer Fortschritt auf landmirthschaftlichcm Gebiete ist der Bodcnbewirthschaftung und zwar «) »erhaltniß von E'genthurn und Pacht d) Vettde, ung^.^ Dresch Maschine der rühmlichst bekannten Firma Ph. Hayfarth * Co. des Grundeigenthums, c) Wiesen und Weiden incl. Gemeinde-Wiesen, ll) Art^der Bew,r a. M., welche durch 2 Leute betrieben, in einer Stunde soviel schaftung des Ackerfeldes (Fclbsnstem); 4) Hrt unbibrd*en soll, als 3 Drescher in einem ganzen Tag. — Nicht ein Körnchen soll sie in landwtrthichaftlichen Maschinen und Gerathe, von der Dampf-Dreschmaschme bis zum gewöhn-. 5 .. - - - - • - ~ . ,c lichsten Pfluge herab und 5) Angaben über den durchschnittlich verwendeten Dünger. Diese Ermittelungen werden zugleich zur Ansammlung in vielfacher Beziehung für die besonderen Interessen der inländtsckcn Landwirthsckaft sehr nützlichen Materials dienen und ist den Groy- herzoglichen Bürgermeistereien, welchen sie aufgetragen sind, die größte Sorgfalt und Aufmerksamkeit dabei empfohlen worden. . . . - Das Hamburger Postdampfschiff „Silesia" Eapitan Hebich, von der Linie der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien - Gesellschaft, trat am 24. Juni wiederum eine Reise via Hövre nach New-Fork an. . — Da- Hamburger Postbampfschiff „Vommerania", Eapitan Schwemen, von Linie der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft, welches am 10. Juni von Hamburg via Hävre abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise von 10 Tagen 1 Stunde wohlbehalten in New-Pock anackommen. _____ Musikalisches. DaS am Freitag den 26. b. M. stattgesundcne Concert der König!. Bayerischen Hof Opernsängerin Fräulein Louise Hucke und der Kapelle des 2. Großh. Hess. Jnf.-Reg. Nr^l6^ affaemeiner flmetfl6r. & en Ieügeöotenes. Soeben erschien bei Fl. Kupferbcrg in Mainz und ist durch alle liefert billigst (H. 32842.) 26>3) Julius Wallach. stets großes Lager, Versteigerungen. Montag den 10. August, 3177) Ein großer 2thürger Kleiderschrank und sonstige Möbel zu verkaufen bei Heinemann Hermann. _______A. fiat8eher in Leipzig. 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