Oießcmr Anzngtr ^tor Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen srr. '49 Gießen, den 9. Februar 1874. politischer Theis sind angemeldet. Freitag den 27. Februar in welchem der Platz hinter dem jetzigen provisorischen Neichstagsgebände in Vorschlag gebracht wird, mit 130 gegen 120 Stimmen angenommen. Ein Zusatz-Antrag von Duncker, sieben Delegirte zu ernennen / welche mit dem tr<4 ttitrteljähxlg 1 fl. 12 ft. e-ii Bring «lohn. Durch dir bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr. , von 8 Uhr (ui Coueert en Ninge. ib mit neuen Vep ngen. Berlin, 24. Februar. Bei der heutigen Eröffnung des beut)d)en land- wirthschastlichen Congresses begrüßte der Vorsitzende, Abgeordneter p. Benda, unter allgemeiner Acclamation die erstmalig erschienenen acht elsaß-lothringischen ^Vertreter der Landwnrthschasts - Vereine. In Letzterer Namen dankte Mathy ; unter Betonung warmer Sympathie der Landwirthschastskreise der Reichslande jfür die Zugehörigkeit zum Deutschen Reich. Berlin, 25. Februar. Dem heutigen gemeinschaftlichen Diner der ! national-liberalen Partei des Abgeordnetenhauses und deS Reichstages wohnten ; etwa 200 Abgeordnete bei, darunter alle hervorragenden Parteiführer. Forckeu- check toastirte zuerst auf Kaiser Wilhelm unter begeistertem Zuruf der Versammlung, hierauf Bennigsen auf Forckenbeck, Letzterer dankend auf Bennigsen. Her- Andenken in Ehren bewahren. Bamberger, Dernburg, Hehl, Martin, Ducken, v. Rabenau, Schröder, Weicker." Deutsch sand. Darmstadt, 25. Februar. Wie wir hören, ist ein Zusammentritt der zweiten Kammer für die nächste Zeit zum Zweck einer Ergänzungswahl des Finanz-Ausschusses nicht in Aussicht gcuommen, vielmehr werden die Arbeiten dieses Ausschusses einstweilen, wahrscheinlich unter der Geschäftsleitung des zweiten Präsidenten der Kammer, Herrn George, ihren Fortgang nehmen, bis zu dem Zeitpunkte, wann die zweite Kammer bei ihrem nach Schluß des Reichstags erfolgenden Zusammentritt weitere Entschließungen fassen wird. Darmstadt, 25. Februar Heute Abend wird der Reichstags-Abgeord- B eka n n tm n ch u n g. 828) Balthaser Seipps Wittwe und Peter Fink zu Winnerod, haben um die Erlaubniß zur Anlage einer Ziegelhütte auf Flur XI Nr. 1, 26 und 27 der Gemarkung Reiskirchen nachgesucht. Die bezüglichen Pläne liegen 14 Tage lang, vom Tag nach dem Erscheinen dieses Blattes an gerechnet, auf unserem Büreau zur Einsicht offen und sind Einwendungen während dieser Frist, bei Meidung des Ausschlusses, bei uns vorzubringen. Ersidewt täglich, xnit «i* nähme Sonntag- Expedition: ßan j leibtte, Lit. B. Rr. 1 Nc Wirb ton > fch-seht. < M fort- 211 füib tmb e lln^ Mar von •ren Temeindrn uofen Ringe । n ffir einen Laulagen -n der unge öebKigunßtn m die! ;rl Stückrilth, Sonbgasse.____I en Zeugnissen, wird! n flifudit. Alian- Präsidenten und Sachverständigen den Bauplan und den Kostenanschlag fest- Mainz, 25. Januar, Die seiner Zeit berichteten Vorfälle in Oppen-!stellen sollen, wird bei Namensaufruf mit 112 gegen 110 Stimmen genehmigt, heim am 5. Januar d. I. bei der gesetzlichen Einführung der Commnnalschn-iNächste Sitzung Dienstag. nete Dernburg im Saalbau eine Gedächtuißrede auf Metz halten. Seitens vorhebend, daß jetzt die national-liberale Partei wegen ihrer Vedeillung sich der in Berlin anwesenden acht hessischen Abgeordneten ging gestern der Gattin! stets ihrer vollen Verantwortlichkeit bewußt sein müsse. Völk toastirte auf die des Verstorbenen folgendes Telegramm zu: !Presse, die durch Tr. Zabel vertreten war, welcher dankend erwiderte. „Frau August Metz, Darmstadt. Die unterzeichneten Reichstags-Abge-r Berlin, 25. Februar. Sitzung des Reichstages. Auf der Tagesord- ordueten sprechen Ihnen ihr aufrichtiges Beileid über den so rasd) erfolgten!nung steht die Berathuug über das Protokoll der Commission für die Vorbe- Tod Ihres hochgeschätzten Gatten aus. Wie wir einen ausgezeichneten Collegen,!reitungen zur Erbauung eines Reichstagsgebäudes. Von den fünf vorliegenden verliert Hessen in ihm die erprobteste Kraft im parlamentarischen Leben, das ^.Anträgen, betr. die Wahl eines Bauplatzes, wird der Antrag Reichensperger's, Volk aber einen warmen und wahren Freund ächter Freiheit. Wir werden fein'" Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. nische M. ischerei M I "ochs,®! rt a. M. »n und •rren und : Muster sind W in Giessen: W Montag5 cb» | )lgendenS°nn r | lanfferL___— len, oder vielmehr Umwandlung der Confessiousschulen in solche, fanden in Berlin, 26. Februar. Die „Prov.-Corresp." skizzirt den Inhalt des der gestrigen Sitzung des hiesigen Bezirksgerichts ein bezeichnendes Nachspiel, jüngsten bischöflichen Sendschreibens und sagt: Die Bischöfe umgehen hierbei Vor den Schranken standen sechs Männer und eine Frau von da, welche bei leinen früher klar erkannten und bezeichneten Punkt, den sie jetzt nicht mehr den Widersetzlichkeiten vor den Cchul-Localen sid) hauptsächlid) hervortbatcu^anssprechen dürfen. Nicht der Ehrgeiz und die Herrschsucht des einzelnen und neben ihnen der dortige katholische Pfarrer Sickinger. Die Ersteren waren'.Bischofs, sondern die Herrsucht der römischen Curie und die unbedingte Unterdes Auflaufs angeklagt und wurden zu Gefängnißstrafen von 5 bis 8 Tagen Ordnung aller Bischöfe unter die unfehlbaren Gebote Roms tragen die Schuld und Geldbußen von 15 und 10 Thlrn. verurtheilt. Gegen den Letzteren ist-an der Zerrüttung zwischen Staat und Kirche. Erinnernd an die bei der Ab- die Anklage uad) dem sog. Kanzel-Paragraphen (130 a) und dem § 131 des!haltung des vatieanischen Coneils von den deutschen Bischöfen selbst verkündeten Strafgesetzbuches, auf Verbreitlmg entstellter und erdichteter Thatsachen zum Gefahren, an die flehentlichen Birten derselben an den Papst, von dem un- Zwccke der Verächtlid machnng obrigkeitlicher Anordnungen, begangen in einer-heilvollen Regiment des Concils abzustehen, und an ihre theilweise vorzeitig Predigt am 4. Januar, gerichtet. Tie Zeugen - Aussagen waren erschöpfend, erfolgte Abreise von Rem hebt der Artikel hervor, wie es durch das Zeugniß Tas Gericht vertagte das Urtheil auf 14 Tage, nachdem die Staatsbehörde der Bischöfe, als diese in ihrer katholischen Ueberzengung noch frei waren, fest- auf eine Festungs- oder Gefängnißstrafe von 6 Wochen angetragen hatte. Es stehe, daß die jetzigen Gefahren für die Kirche und eine mögliche Zerrüttung ist dies der erste Fall eines Vergehens gegen den § 130 a in Hessen. jin vielen Gemeinden einzig und allein durch die römisch-bischöflichen Gewissen Berlin, 24. Februar. Der fünfte Congreß deutscher Landwirthe wurde unter der Herrschaft Roms herbeigeführt sind. Dasselbe Blatt erblickt den heute Vormittag in Arnim's Hütel durck) den Abgeordneten v. Benda eröffnet., Grund, weshalb Bischof Räß so unerwartet rasck) der Franzosen - Partei die Dieser wurde zum ersten Vorsitzenden, v. Wedell-Vehlingsdorf zum zweiten, Gemeinschaft gekündigt habe, darin, daß das Jntereffe und die Taktik^ der Dr. Herth (Heidelberg) zum dritten Vorsitzenden gewählt; etwa 600 Dele- Centrumspartei für ihn absolut entscheidend wurde. Für die deutsche Sache girte aller Theile Nord- und Süddeutschlands, auch aus Elsaß-Lothringen, im Rtichslande sei vor Allem wichtig, daß die große Mehrheit der Vertreter dtffelben schon jetzt anerkennten und bekundeten, daß eine erfolgreiche Tbätig- lechner: eber. Metz , oe? Wen Simmern, iu öttmietben unb rimbergerstrave. 1 15-16 Jahren Wiq bei ^es & Daubt. :tef sucht haiar Euler. ?EDIS< ür O'e’’en M n Meüaitd Jclb vi pachten fit । nmilfifnar Blitz uckt Nb elm Euler^I Ebel. . Februar 1874: Nr. 5 des Reichsgesetzblattes, auSgegeben den 19. Februar 1874, enthält: (Nr. 986) Verordnung, betreffend die Ergänzung der Klassisication der Neichsbeamten nach Maßgabe des Tarifs zu dem Gesetze vom 30. Juni 1873 über die Bewilligung von Wohnungsgelderzuschüssen. Vom 3. Februar 1874. (Nr. 987). Verordnung, betreffend die Ausführung des Gesetzes vom 1. Juni 1870, über die Abgaben von der Flößerei. Vom 13. Februar 1874. (Nr. 988). Bekanntmachung, betreffend die Ernennung eines Bevollmächtigten zum Bundesrathe. Vom 31. Januar 1874. Nr. 6 des Neichsgesetzblattes, ansqeqebeu den 21. Februar 1874, enthält: (Nr. 9'9). Gesetz, betreffend die Feststellung eines Nachtrags zum Haushaltsetat des Deutschen Reichs für das Jahr 1874. Gießen, den 25. Februar 1874. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Gesunde»^ G e g e «>. st a n d e: Ein Portemonnaie mit 40 fr., ein Spaten , ein kleines Filzhütchen, ein wollener Kinderhandschuh, ein kleines weißes Taschentuch, weiß gestickt, ein Paar weiße Manschetten, eine goldene Broche mit eingelegtem weißen Stem, eine Schachtel mit einer Haube (vor längerer Zeit bei Gaslwirth Arnold stehen geblieben.) Die Eigenthümer werden aufgefordert, sich binnen 3 Wochen bei uns zu melden, widrigenfalls diese Gegenstände auf Verlangen an die Finder zurückgeg.ben oder später zu Gunsten der Armenkasse werden versteigert, werden. Zugelaufen: Ein junger Wachtelhund (Männchen) weiß und gelb, ein Naupinscker von silbergrauer Farbe, ein Pinschcrhund, langhaarig schwarz. Gießen, den 26. Februar 1874. Großherzoglich^ Polizei - Verwaltung der Provinzial - Hauptstadt Gießen. Nover. fett nur auf dem Boden der Thatsachen und ihrer Anerkennung auSübbar sei. Das Blatt bestätigt, daß der Kaiser seine altgewohnte Lebensweise in jeder Beziehung wieder aufaenommen hat und wie in früherer Weise an den Hof- sestlichkeiten Theil nimmt. — Der Besuch des Kronprinzen von Dänemark am hiesigen Hof bezeichnet das Blatt als ein neues Zeuzniß der zwischen Dänemark und Deutschland bestehenden freundschaftlichen Beziehungen. Berlin, 26. Februar. Der beliebte Schriftsteller Hesekiel ist heute gestorben. Posen, 24. Februar. Bei seiner Vernehmung am 16. d. in Ostrowo erklärte der Erzbischof, daß er sich freiwillig nicht zum Termin stellen werde, und verweigerte die Unterschrift, da er die Competenz des Gerichts nicht anerkenne. Heute ist definitiv beschloßen worden, im Ostrower Gerichtsgesäng- Nisse für den Erzbischof eine Betcapelle herzurichten; außerdem hat Jeder Zutritt mit vorheriger Meldung beim KreisgerichtS-Director. CmS, 24. Februar. Nach rheinischen Blättern wird der Kaiser Wilhelm in diesem Sommer abermals das Bad Ems besuchen. Leipzig, 24. Februar. In den studentischen Kreisen erregt die am 19. d. erfolgte Verhaftung eines Studireudeu mit hochadeligem Namen großes Aufsehen. Es soll sich derselbe bei einer Versammlung einer argen Beleidigung des deutschen Kaisers schuldig gemacht haben. Aus der Vorderpfalz, 24. Februar. Das dritte pfälzische Bun- desschießen wird bekanntlich in Neustadt a. d. H. abgehalteu. Gestern war nun dort die Commission, bestehend aus den Herren Fabricius von Frankfurt, Dr. Mittermeyer von Heidelberg, Krell von Wiesbaden, Constantin Morsch und Julius Kcafft von Neustadt, zur Berathung der Schießorduunz versammelt, hat diese Ordnung endgültig sestgestellt und zugleich bestimmt, daß das Bim desschießen in der Zeit vom 21. bis 27. Juni abgehalteu werden soll. Die Stadt und die hiesige Schützengesellschast trifft bereits ihre Vorbereitungen zum würdigen Empfang der Gäste, die einer herzlichen Aufnahme und der besten Gastfreundschaft gewiß sein dürfen. Straßburg, 25. Februar. Das „Elsässer Jouru." fordert die heim- gekehrten elsaß-lothringischen Abgeordneten auf, mit Rücksicht auf die vertretenen gemeinsamen Interessen in den Reichstag wieder einzutreten. In demselben Blatte erklärt Prof. Vluntschli: Wenn Teutsch in der Reichstagösitzunz vom 18. Februar ihn richtig und vollständig citirt hätte, würde sich Jedermann überzeugt haben, daß die fragliche Stelle keine Bestätigung, sondern eine unzweideutig Widerlegung der Teutsch'schen Behauptungen enthalte. Er protestire daher gegen die mißbräuchliche Anführung seines Namens. Oesterreich. Wien, 26. Februar. Das „Vaterland" veröffentlicht einen Aufruf an die conservative Partei behufs Sammlungen zur Unterstützung und Pflege verwundeter Carlisten. Frankreich. Paris, 24. Februar. Der Marine-Minister hat an die Seepräfekten und andere höhere Beamte eine Verfügung betreffs Maßregeln gerichtet, welche gegen Osficiere und Beamte zu ergreifen seien, die am 10. März nach Chisel- hurst gehen wollen. — Gestern fand bei dem italienischen Gesandten Nigra ein Diner statt, welchem Broglie, Decazes und Noailles (der neue französische Gesandte in Italien) beiwohnten. «kjolllmd. Amsterdam, 26. Februar. Der kürzlich gewählte Erzbischof der altbischöflichen Utrechter katholischen Kirche, Cornelius Diependahl, hat gutem Vernehmen nach die Wahl abgelehnt. (EngCanb. London, 23. Februar. Der „Hour" zufolge hat Gladstone vor seiner Amtsniederlegung in einem Briefe an Sir Bärtle Ferre sich nach der Anzahl der von Livingstone hinterlassenen Kinder erkundigt, um sie der Königin für den Genuß einer Pension zu empfehlen. Loudon, 25. Februar. Die japanesische Gesandtschaft veröffentlicht ein Telegramm aus Nangasaki, wonach 3000 Mann japauesischer Truppen auf dem Schauplatz der Unruhen eintrafen. Den Unruhen ist .aut der Mitthei- lung der Gesandtschaft eine erhebliche Bedeutung nicht zuzuschreiben. Mau hofft übrigens auf eine recht baldige und vollständige Wiederherstellung der Ordnung. London, 26. Februar. Nach einer der Admiralität zugegangenen nicht- officiellen Mittheilung hat am 31. Januar der Acroomboo zwischen den Engländern und den Aschantis eine zwölsstüudige Schlacht stattgeftmden, worin beide Theile große V erluste erlitten hätten; mehrere englische Osficiere seien verwundet General Wolseley stehe 15 englische Meilen von Cumassi und verlange Verstärkung, alle Truppen seien daher ausgeschifft. Die Regierung ist noch ohne biiecte Depesche Wolseley's. Nach einer in Lissabon eiugelangten Meldung eines Special Correspoudeuten wurden die Engländer von den Aschantis überrumpelt und verloren 190 Tobte und Verwundete. Man befürchte, daß die Truppen abgeschnttteu würden. flmciifta. New - Uork, 22. Februar. Die New-Aorker Zeitungen vom 12. d. enthalten eine aus Cheyenne vom 11. Februar batirte Depesche, welche einen neuen indianischen Aufstand in Wvoming meldet. Zehn Meilen vom Fort La- ranüe wurden ein Lieutenant und ein Corpora! von 40 bis 50 Indianern um Jingt und getödtet. Die Leichen waren, als man sie fand, von Kugeln und Pfeilen arg zugerichtet, aber nicht verstümmelt. Zwei Compagnien sind, unter Xcfcbl des Capitans Egan und des Lieutenants Altison, zur Verfolgung der Indialikr ausgerückt. Oberst Bullock erzählte bei seiner Ankunft auf Fort Fet- tennau, daß er unterwegs eine große Anzahl Indianer den Sealptanz hat auf ftlbren gesehen. Die Sioux sollen in allen Richtungen morden und plündern. Eine Kavallerie Abiheilung ist unter Capitän Wessels zum Schutz der Potter Station au der Union Pacificbahn ausgerückt, wo die Indianer arge Plünderungen verübt haben. Der Agent Frank Appleton ist ebenfalls von den Minne- conyon Sioux erschoffen worden. Es ist nach Truppen telegraphirt worden und die größte Aufregung herrscht, da ein allgemeiner Aufstand befürchtet wird. Vermischtes. Bonn, 21. Februar. Seit einigen Tagen zog ein Inserat in der Reichszeitung die Aufmerksamkeit auf sich, in welchem ein ohne Namen versehenes „Gomite“ zu einer sogenannten Katholiken-Periammlung auf Mittwoch Abend, den 1**. Febr , im großen Saale des „Marien» bilvchenS", Iosephstraye, einluv, um der „drohenden Beeinträchtigung unerhörter Art mit Nachdruck entgegenzuireten." Es handelte sich dabei, wie wohl bekannt, um die Ausübung des den Altkatholiken zustehenden sonnenklaren Rechtes auf Mitbenutzung der Kirchhofcavelle. Ueber die Versammlung berichtete die B. Z.: „Unter dem Präsidium eines bekannten Haupteifcrerö wurde die Sitzung eröffnet, worauf man sich nicht entblödete, die Anwesenden unter dem stets wieder- holten Refrain: „An die Gewehre Leute! An die Gewehre!" zu haranguiren und eine Fluth von Schmähungen gegen die Altkatholiken, ihren Gottesdienst und namentlich auch »brcn Bischof und ihre Geistlichen auSzustoßcn, wobei sich der im Abgeordnctenhause als großer Schweiger bekannte Herr Fransten auszctchnete. Der Gottesdienst der Altkatholiken in der Schloßcapclle werde noch durch die gebotene Musik und die „Triller der Primadonnen- über Master gehalten. Es stinke dort furchtbar nach Knoblauch. Dann ging es über den „Strumpfwirker ReinkenS" her, der sich katholischer Bischof nenne (allgemeiner Jubel); über die Vergangenheit der anderen altkatholischen Geistlichen wolle man den Mantel christlicher Liebe decken. (Abermaliger Jubel.) Ein Protest gegen die Benutzung der Kirchhofscapell; durch die Altkatholiken wurde beschlosten. Des Pudels Kern war aber die Parole, daß am Samstag Morgen, wo die Gedäcktnißfeier für den verstorbenen Profestor Hilgers Statt finden sollte, zu früher Stunde die Kirchhofs- capelle durch eine große Zahl gutgesinnter Katholiken fest zu besetzen sei, so daß die Altkatholiken nicht hinein könnten." So weit wir die Gesinnungsart unserer hiesigen Bevölkerung kennen, setzte die B. Z. hinzu, glauben wir zwar auch nicht im entferntesten daran, daß solche Hetzereien irgendwie verfangen könnten. Und wirklich bat heute Morgen die von gewisser Seite angeregte Störung dieses Gottesdienstes in keiner Weise Statt gefunden und bewahrheitete sich voll» kommerx unsere ausgesprochene Vermuthung. — Die Exevition der Bonner Zeitung hat nun von Herrn Heinr. Fransten, „Reichs- und Landtags-Abgeordneter", ein Schreiben erhalten, in welchem er gegen die Wahrhaftigkeit des Berichtes über die Versammlung im „Marienbildchen" protestirt. Mit Recht sagt die Bonner Ztg.: „Man kennt ja die Dementis dieser Herren: was wir berichtet haben, ist natürlich Alles nicht wahr. Wir bitten Herrn Fransten, uns statt jeder solchen Behelligung einfach durch vollständige Mittheilung besten, was er und seine Genosten gesagt, Lügen zu strafen; wir werden dann auch unseren Zeugen bas Wort gönnen." — In einem Postscriptum theilt Herr Fransten der B. Z. mit, daß er zwingender Familien» Verhältnisse wegen 10 bis 14 Tage lang nicht an seinem Platze in Berlin sein könne. Wir haben, fügt dieselbe hinzu, nichts dagegen einzuwcnden. Kleinenbroich, Kr. Gladbach, 20. Februar. In vergangener Nacht ist auf dem in der Nähe gelegenen Steprather Hofe ein ungemein frecher Raub verübt worden. Zwisch«n 12 und 1 Uhr Nachts stiegen sechs Kerle mit geschwärzten Gesichtern, denen später noch zwei folgten, welche inzwischen wahrscheinlich Wache gestanden, mittels einer Leiter in das in der ersten Etage befindliche Schlafzimnier der Hofbesitzerin, Wittwc G-, ein- Unter Bedrohungen mit Pistolen und Mestern zwangen sie die Frau, aus dem Bette aufzustehen, Kisten und Kasten aufzuschlicßen und ihnen daS Geld und Werthsachen auszuliefern. Damit nicht genug, mußte die Frau den Dieben auch noch auf das Schlafzimmer deS SohneS leuchten, welchen sie ebenfalls durch Drohungen zwangen, keinen Lärm zu inachen, während sie dort ebenfalls aufräumten. Durch die Haustbür, zu deren Oeffnung sic die Frau selbst mit heruntergenommen, eniferntrn sic sich dann mit ihrem Raube. Ein Theil der mitgenommenen Leinwand fand sich heute Morgen im Felde hinter einem Fruchtbarmen wieder. Die gestohlene Geldsumme rst nicht unbedeutend, da gerade in den letzten Wochen auf dem Hofe viel Frucht ausgedroschen und verkauft worden war. Dortmund, 20. Februar. Die „Estener Zeitung" meldet von hier folgende „Mester, Affaire": „In einem hiesigen sehr besuchten Restaurations-Locale saßen eine Anzahl Carnevals« Freunde (junge Kaufleute) in heiterster Laune beisammen; zu ihnen gesellte sich bald em Fremder. Scherze flogen hin und her, bis endlich der Fremde sich durch eine Anspielung vcr» letzt fühlte. Auf die beruhigende Äeußcrung hin, daß man sich in der Carnevalszeil schon etwas müßte gefallen lasten, griff er ohne weitere Entgegnung in die Tasche, zog ein Dolch» mester (doppelt geschliffen) heraus, machte es unbemerkt unter dem Tische auf und war gerade im Begriff, gegen den nächsten Nachbar davon Gebrauch zu machen, als der Kaufmann H. et wahrnahm. Ein Schlag mit einem Bierseidel auf die Hand des Stechlustigen ließ diesem das Mester entfallen, und nun übten die Anwesenden an dem Raufbolde eine gründliche Lynch» Justiz, die damit endete, daß man ihn auf die Straße in die Gosse warf. Leider gelang et dem Strolche, hier zu entkommen, und konnte er bis heute noch nicht dingfest gemacht werden.' Das Dolchmester, haarscharf geschliffen und eins der gefährlichsten Sorte, hat er zurückzelasten. So schlimm — und es ist dies bedauerlich zu sagen — steht es gegenwärtig bei uns um die Sicherheit des Lebens. Die strengste Handhabung des Gesetzes kann da nur Abhülfe schaffen " — Die englische Militärverwaltung hat vic nach der Goldküste geschickten Truppen außer anderen für diesen Krieg eigens angefertigten Bekleidung-- und Ausrüstungs Gegenständen auch mit Hängematten ausgestattet, damit die Soldaten beim Mangel an Stroh over sonstigem Lagermaterial Lagerstellen haben. Diese Hängematten sind von starkem Bindfaden neuartig gefertigt, ganz leicht und äußerst solide gearbeitet. Jeder Soldat trägt dieselben in efaM kleinen, aus Wachsleinwand angcfertigten und zum Umhängen eingerichteten Tasche Du Befestigung an Bäumen und anderen geeigneten Gegenständen geschieht mittels zweier Hake^ welche eingefd)raubt werden können. Da dieselben wegen ihres leichten Transports sich auj für unseren Feldgebrauch eignen dürften, hat eine Fabrik in Birmingham solche durch bei preußischen Militärbevollmächtigten der diesseitigen Militärverwaltung empfohlen und werde, jetzt in verschiedenen LerwaltungSzweigen damit Versuche angestellt. Man glaubt, daß fit namentlich für den Feld-Sanitätsdienst von großem Nutzen sein werden. Literarisches. * Die DerlagShandlung von Franz Lipperheide in Berlin kündigt soeben eirt neue, vermehrte Ausgabe der Gedichte von Hoffmann von FallerSleben. welche zum Besten des Hinterbliebenen des Dichters, seines einzige, Sohnes, erscheinen soll, mit folgenden beherzigenswerthen Worten an: „Ein halb Jahrhundert hindurch hat Hoffmann von Fallersleben, ein fahrende Sänger in des Wortes schönster Bedeutung, dem deutschen Volke gesungen von Frsthling, Lietr und Wein, gelungen für Freiheit, Recht und Vaterland. Seine Lieder sind durchwebt von tie^ inniger, sinniger Poesie, ungekünstelt und dock) kunstreich, fern jeder krankhaften Empfindele^ aber von gesunder Empfindung, schlicht und recht wie sein Leben, bald zart wie sein Lieber, bald herb und derb wie sein Haß gegen Unrecht und Gewaltthat. Ueberall, wo deutsche Herzen schlagen, haben diese Lieder Eingang gefunden und fw? zum großen Theile echte Volksweisen geworden. Sie begleiten den Wanderer über Land un: Meer, den Krieger in die Schlacht, den Musensohn zu heiterem Gelage. Die Lieder Hoff^ mann's von Fallersleben tönen wieder von den Lippen der Liebenden; mit seinen Weiser wiegt die Mutter ihren Liebling in Schlaf und begrüßt der Kinder Sang den Lebensmorgen.— Die letzte Auflage der Gedichte Hoffmann's von Fallersleben ist seit einigr Zeit vergriffen; nur eine Auswahl ist noch im Handel vorräthig, und als eine dringende Pklich erscheint deshalb gegenüber dem Andenken des Verstorbenen die baldige Veröffentlichung eine neuen, vermehrten AuSgabe seiner Gedichte, die er selbst schon vorbereitet, und die jetzt vor Freundeshand vollständig geordnet wird. Möchte nun an derselben sich nicht aufs Neue das Wort unseres DichterS bewahrheitev. das auf die früheren Auflagen auch seiner Gedichte anwendbar ist: „So ist's mit Gedichten immer gewesen, Und macht man davon auch viel Geschrei: Was Tausende singen oder lesen, Das kaufen am Ende noch nicht zwei!" — Der ganze Reinertrag dieser neuen, im Verlage der obengenannten VerlagShandlunr erscheinenden Ausgabe soll dem Hinterbliebenen des DichterS, seinem einzigen Sohne zu Gun kommen, der vor Kurzem auf der Düsseldorfer Maler - Aeademie seine künstlerischen Studier begonnen hat. Der Preis der gehefteten Ausgabe ist auf 1 Tblr. 10 Sgr., der elegant gebundener auf 1 Tblr. 20 Sgr. sestgestellt worden, während die frühere, weniger umfangreiche Ausgabt 2 Thlr. kostete. Bestellungen werden schon jetzt in allen Buchhandlungen angenommen." S--I- d,?L7" örter »ri i vfcavrlle u,?bJn ZD £ n und tme foUtb fä ,'ten ®W 7'EüL (S'V" “it«« (äbermalign ^.n “ i>" ®‘W*ni6 dn = u"e=?i« M» 1’i.Mlthtftta ®e»olf'rung finneK .7 «11« Seite angeregte »»Mtitete sich dju ® 8*«9 * *>’ tihhtn, ii 1 lm »Marienbildchkn' : NE dies« $erien: " Trachn. un8 statt - was er und jtint'j das Wort gönnen." - Zwingender Familien-. * üin sein könne. Wir, Nacht ist auf dem ml bt worden. Zwischic - denen spätn noch znei ;■ r Leiter in das in bei • Unter Bedrobunzic £en, Aisten und Aast» •' t nicht genug, mußte') ten, weichen sir ebt.v - ebenfalls aufräumtex I: genommen, entfernten A vand fand sich Heike!, elbsumme ist nicht u> f ausgedroschen und w- hier folgende „Mester- eine Anzahl CarnerA' . gesellte sich bald em -ch eine Anspielung r::- bcr Carnevalszeit fcfi« zog ,e auf und war gnade * tot Kaufmann §■ H luftigen liest diesem bei . eine gründliche Lych i- vars. 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Creditaot. 254’/2 Galizien — Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn (neues Formular), Cölu - Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtliche» Formulare, sind zu haben Prioritäten. Östr. Stsb.-Prior. 625/h östr s. Lombard 497, Livorneser 333/^ Toscaner — Elisabeth.-Prior. 92’ 4 II. Emiss. — k. 8 104% k. 8. 1051 , k. 8. 935/s k. 8. 1051 b k. 8. 105 k. 8. U8S/b k. 8. — k. 8. 93’/8 k. 8. 105’ 4 m. 8. 105’ 4 I. 8. 105'4 °/o Actien» 5% östr. F. St. E. B. 3351/3 Lombard. Bahn 1641/, Ludwigs!). Bexbach 1813/fl Maxbahn 1193 6 Bayer. Üstbahn 11114 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigeb.-Aot. 137’, Frischdäcker ) u Gießen. Sonntag den 1. März Karl Wallenfels an der Wettergasse, Emil Noll in der Löwengasse und Louis Keil in den Neuenbäuen. Pr. Friedrdor 9 54*/2—55’ , Pistolen . . 9 36—38 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 30—32 20 Franken^. 9 21’/,—22’/, Engi. Sover. 11 49—51 Kuss. Imper. 9 38—40 Dollar in Geld 2 25 — 26 Preuss. 4‘/2o 0 Oblig. — Frankf. 3’/2°/0 Oblig. 90 Nass. 3’/2°/0 Obi. — Kurhess. 4U 0 „ 99’/b Gr. Hess. 5U u Obi. — " , 40,0 » 1001/, n n 3’ 20/0 n 97 Bayer. üO/o „ — n 4'4" v 1jährige 101’/2 n 40 0 1jährige 97% Würtemb. 4’,20 g Qbl. 1013/g Baden 4’/2°/0 ObL e. E. L. 100J4 Oesterr. Silberrente 66’ 2 3°o 3% 3° 0 5% 50/0 do. Börsenberichte. D. Frankfurt a. M., 26. Februar. Die Börse verkehrte heute in ziemlich schwankender Haltung und unter wenig belebtem Geschäft, mit Ausnahme von Creditactien, welche in Folge von Dcckungskaufen der hiesigen Contreminc gesucht waren. Es ging heute wieder das schon öfter aufgetauchte Gerücht um, die Crcdilanstatt werde eine Superdividende von ca. 4 fl. zahlen Creditactien hoben sich von 253 bis 254’. 4, wichen jevoch nach Notiz auf niedrigere Berliner Course auf 253 zurück. Staatsbahnactien zeigten geringes Animo und bewegten sick zwischen 3351,?—36 u. 34. Lombarden waren ebenfalls gcschäftslos und schlossen 1643/4. Die Ultimoliquivation verlief unter ganz normalen Verhältnissen. Von österr. Bahnen wurden Galizier bei reger Nachfrage zu 244’4 gehandelt. Buschtiehradcr waren zu 128 offerirt. Deutsche Staatsfonds fest. Bayerische anziehend und beliebt.1 Silberrcnte etwas niedriger. 50/(,ige Ungarische Staatsanleihe zu 692/4 gesucht, 60 oigc Ungarische Schatzanweisungen zu 88i/, gefragt. Wiener Communalanlcihe war zu 92 gesucht. Spanier eine Kleinigkeit niedriger. Von Prioritäten wurden Elbthal, Mährische Grenzbahn und 5o/oigc Staatsbahn besser bezahlt. Banken blieben leblos. Bankverein matter, Handelsgesellschaft fand gute Käufer zu 120 «4. Looseeffecten still. Freiburger und Ncuchateler am Markte. Von amerikanischen Werthen Central-Pacific weichend. Wechsel still. Aiileheiisloose. Darmstädter fl. 50Loose 217 n n ^3 n Kurli. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — Braunschweiger 22’ 2 30 g Oldenburg. a40Thlr. 38'/4 4°/'o bayr. Präm.-Aul. — 4o/o badische Loose 114*/, Badische fl. 35 Loose 114 >4 Oestr. fl. 250 v. 1854 93»/4 j 1858r Prioritätsloose 192’ . . 1860r Loose 963/^ Allgemeiner Anzeiger. Frische Schellfische bei 3. A- Busch Söhne. Geräucherte Lachsforellen (5590) empfiehlt Emil Fischb ach. JSIarmor-Wärmsteine sind wieder angekommen bei Wilhelm Balser, (110) am Lindenplatz. Seefische. Frische Cabliauen empfingen I. A. Busch Söhne. 1920 Wellen Vuchen-Reisholz, Besondere Bekanntmachungen. ver- 11,6 102 111,6 68 6300 Die 1 185 20 Kehr. 839) M0) [824] Müller. in oll das 147 Weich- 8250 27 371 Emil Fischbach. weg nach Niedercleen am Walde. im 18 1714 1387 Buchen Nadel Birken 14,2 29 30 6 46 6 160 13 23 186 35 30 Nadel-Stämme bis 37 Centmtr. Mtr. Länge, Nadel-Stangen mit 69,6 Cub.-Mtr. Durchmesser und 12 mit 4,1 Cub.-Mtr. Gießen, den 27. Februar 1874. Großherzogliches Ortsqericht Gießen. Versteigerungen. Holzversteigerung Gießener Stadtwalde. 1080 300 12 B. 125 Eichen-, Buchen-, Nadel- und Erlen- Stämme und Wellen. 730 1700 670 I. E. d. V.: Zug Hard. letztere von 2V2 Meter Länge. Ferner: 68 Kiefern- und Fichtenstämme Ein Fasselochs. Donnerstag den 12. März l I Morgens 10 Uhr, soll in hiesiger Gemeinde ein zu schwer für hiesiges Vieh gewordener Fasselochs 2’/2 Jahre alt, noch diensttauglich, reiner ferner Rothschäck, versteigert werden. Birklar- den 24. Februar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Birklar. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September 1874 gestattet. ; Gießen, den 17. Februar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ! (790) Vogt. „ Eichen-Reisholz, „ Nadel-Neisholz, Lästc Allerlei-Holz. Bau- Werk- und Nutzholz. Eichen-Stämme von 14 bis 37 Centi- meter Durchmesser und 3 bis 10 Mtr. Länge mit 23,80 Cub.-Mtr. Eichen-Stangen mit 1,42 Cub.-Mtr. Staufenberg, den 21. Februar 1874. Großherzogl. Bürgermeisterei Staufenberg. (752) Vog el. Donnerstag den 5 März 1874, Nachmittags 2 Uhr, ollen auf hiesigem Rathhaus die zu dem Nachlaß des Heinrich Noltt gehörigen Immobilien öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: 1182 52 126 Bekanntmachung. 832) Die Ausloosung der Haupt- und Ergänzungs-Geschwornen für das Schwurgericht der Provinz Oberhessen vom zweiten Quartal 1874 soll Donnerstag den 5. März l. I., Vormittags 11 Uhr, in öffentlicher Sitzung Großherzoglichen Hofgerichts in dem Hofgerichtsgebäude vorgenommen werden. Gießen, den 25. Februar 1874. Der Präsident Großherzoglichen Hofgerichts der Provinz Oberhessen: Dr. Buff. vdt. Bergsträßer. Flur Nr. V847. 1/848 33,234 291a- 1 Eine trächtige Rappcnstute, mittlerer Größe, zu verkaufen bei [770] Emil Dörr, am Marktplatz. 2 3 128 16 67 37 Bekanntmachung. Die auf Samstag den 28. d. M, in die Freiherrlich von Milchling'- sche Vkitgebrauchswaldung Dberseilbach anberaumte Eichen - Stammhol; - Versteigerung findet nicht statt. Tre>s a./L., am 26. Febr. 1874. Dienstag den 3. März d. I., in den Districten Schabenberg und Mark: Buchen-Stamm mit 1,19 Cub.-Mtr. bis 71 Centmtr. Durchmesser und 3 Mtr. Länge, Districten Köpfeln, Altenberg und Dorn- sodann berg nachverz ichnetes Holz öffentlich steigert werden als: Stück Nadel-Stangen. Die Zusammenkunft ist auf dem Vicinal- 25 13,4 4 3 Holzverfteigerung dem Lang-Gönser Gemeindewald. DÄlftr. j Hofraithe in der Lindengaffe- 294 ) 294 Acker am Nahrungsberg. Montag den 2. März 1874, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Sradwalde, District Hangelstein, nachoerzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: A. Brennholz. Eichen-Stämme von 24 bis 62 Ctmtr. Durchmesser und 2,4 bis 15 Mtr. Länge, zusammen 89,28 Cub.-Mtr haltend, Fichtcn-Stangen 17,77 Cub.-Mtr., Raummtr. Eichen-Scheidholz, „ Eichen-und Nadel-Prügel- Holz, Raummtr. Eichen- und Nadel-Stock- hoiz, We llen Buchen-, Eichen- und Nadel- Reksholz. Nmtr. Buchen-Scheitholz, ., Eichen Scheitholz, „ Buchen-Prügelholz, „ Eichen-Prügelholz, , Buchen-Stockholz, „ Eichen-Slockholz, Jeil'geöotenes. Leguniinose, s anerkannte Hartenstein'sche Leguminosen- (Kraftsuppen-) Mehl in seinen vier verschiedenen Mischungen ist in G t e ß e n zu haben bei den Herren I. A. Busch Söhne. Daselbst sind auch ärztliche Gutachten über dasselbe mit den Resultaten btr chemischen und mikroskopischen Analysen einzusehcn rcsp. zu beziehen. Dienstag den 3. März d. I., Vormittags um 9 Uhr, in dem Gemeindewald Wehrholz, Di- trict Schwarzesteinkaut, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden: Rmtr. Buchen-Scheidholz, Eichen-Scheidholz, Ellen-Scheidholz. Buchen-Prügelholz, Eichen-Prügelholz, Buchen-, Eichen- und Stockholz. Wellen Buchen-, Eichen-, Nadel- und Weich-Neisholz, Zusammenkunft und der Anfang ist an jedem Tage Morgens 9 Uhr, und zwar am ersten Tage im District Schwalbengraben, am zweiten Tage im Schwabenberg, wo das Eichen-Bauholz gegen VaH Uhr zur Versteigerung kommt- Schheith. Prügelh. Stockh.^Reish. Raummeter. Nadel-Stangen „ 7,10 Fichten-Stangen „ 7,08 Lang-Göns, den 26. Februar 1874. j q*^ 2o 1R71 Großherzogl. Bürgermeisterei Lang-Göns. L b J874' 836]__________Weil._____________i Wimmen auer, Donnerstag den 5. März 1874, ------------------------------ M-n di- bemi F?/zversteigerung. Conrad Vogt III. Erben gehörigen'. Montag den 2. Marz d. I., Immobilien nochmals und zwar zum drit-r^V^ nn Staufenberger Gemeindewald, ten und letztenmal öffentlich an den Meist-Schwalbengraben und Strackeloh bietenden versteigert werden. jnachverzelchnete Holzsortimente zur Verstei- Gießen, den 27. Februar 1874. , Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ; Raummtr. Buchen-Scheidholz, I. E. d. V. * ' 06 „ Buchen-Prügelholz, [841] Iughard. Z " ^uchen-Stockholz, ------------------—------------------» Radel-Prugelholz, iHOil 3020 Wellen Buchen- und Nadel-Reisholz, tyvijv^meiqcrung. S 1 Eichen-Stamm 0,98 Cub.-Mtr. Donnerstag den5. und Freitag den 6.März,! 1 Buchen-Stamm 1,27 Cub.-Mtr., und . „ l.edesmal von Morgens 9 Uhr an, <2008 Fichten-Stangen 21,55 Cub.-Meter soll tm Anncröder Gemeindewald in ben - haltend, bis 14 Centmtr. Durchmesser und 10 Mtr. Länge, Die Zusammenkunft ist am ersten Tage auf der Grünbergerftraße am Pfarrweg, am zweiten Tage im Altenberg. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis zum 1. August d. I. gestattet. Annerod, den 25. Februar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Annerod. 820] Engelhardt. Holzverfteigerung in der Fürstlichen Qberförsterei Lich. 750) Dienstag den 3. Marr soll in den Districten Langberg und Hauserberg nachverzeichnetes Holz versteigert werden: Marktanzeige. 581) Von Großh. Ministerium des Innern ist der hiesigen Gemeinde gestattet worden im laufenden Jahre folgende Märkte abzuhalten: 1) den 31. März, 2) „ 11. Mai, 3) „ 24. August, 4) „ 12. October, jedesmal Vieh- und Krämermarkt. Indem wir dieses hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen, bemerken wir noch, daß der Marktplatz geräumig und ganz nahe am Bahnhofe gelegen ist, und daß am 1. Maiktage eine Verloosung von Vieh und landwirthschaftlichen Geräthschaften statt- sindet. Nieder-Gemünden, am 10. Februar 1874. Großh. Bürgermeisterei Nieder-Gemünden. B ü n d i n g. 44,6 Rmtr. Buchen-Scheidholz, 44 " Eichen-Scheidholz, Buchen-Prügelholz, Eichen-Prügelholz, Nadel-Prügelholz, Buchen-Stockholz, Eichen-Stockholz, „ Nadel-Stockholz, "... ■ . . " m 680 Wellen Buchen Reisholz, Die Zusammenkunft .st auf dem W-g- 680 „ Eichen-Rc.sholz nach Daubrmgen in der Nahe des Stern-,9400 „ Nadel-Reishol,, bruchs. ... _____ 96 Eichen-Stämme mit 42,66 Cub.-Mtr. bis 91 Centmtr. Durchmesser und 11 Mtr. Länge, .......von 15: bis 38 Zentimeter Durchmesser, bis . . CTri. . . , , t x t zu 20 Meter Länge, mit 35,05 Cub.- lunge Windspiele (Hunde) sind Meter: j Billiß abzugeben. Sllhoserstraße 206 3 Tr. 2 Buchenstämme mit 1,21 Cub.-Meter;!^ bei Günth er in Wetzlar. 788 Fichten-und Kiefernstangen mit 67,29 y, A . 77 / Inhalt gClll tC§ Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem ~ ---’ - - - Mühlweg im Langberg am Mühlsächser __ Feld. ( — Wenzel’s Garten. Sonntag den 1 März 786) wozu [834 des Herrn Flick tt r ö lf. Restlunntioll Lindcnhos fsi' J 1 Mn-cheu von der Großkcrzoglichen Regierung die baS Putzgeschäft erlernen wollen, kön- 5 < nen eintreten bet * ) anerkannt. (701) Geschwister Meier. Redaktion, Druck und Verlag der Vrübl'lchen Uno -Druckere» (Fr. T iet td) tr Gießen. (Sin Mädchen mit guten > ui, 03 des Glockenvirtuosen Ringe. Programm reichhaltig und mit neuen Ver Einige tract arbeitende Sclilosser, einen tüci'tigen Lclimied, einen Schreiner nnd ‘einen Burschen von 16—17 Jahren zum Heiden, sucht ' [835] Georg Ncnzel. 2m lUnvprn findet ein ,weiier Haus, bursche sofort Stelle. r4-l werden Dienstmädchen für sehr gute Stel len. xJ?äbert8 bei Frau Dienstmann Mül Ier, Löwengasse. [838] Preiscourante der Originalpreise in Fässern in >/r, V2 und Vi Oxhoft ab Bordeaux genommen werden vierteljährig von uns ausgegeben und liegen bei uns zur Einsicht jeder Zeit offen. 2$erfprcn. Eine flori n-ue tu ze Nollwagenschrot leiter i:f vrr c 4 Wochen auf dem Wege von de Güte:icruppeu der Deutz Gießener Badn bis umi 'eche dtbor verloren worden und wird der Minder gebeten, solche 5 Spiegel» Pfeiler-, Sopha- Ao\ ale Spiegel, (Sonfoltifcfcc mit Marmor- plattcn, Vorbangstan^cn mit und ohne Verzierungen fertigt zu Stotternde behandelt mit Erfolg Sprachst A. E. Gerdts Gißcu, 812) In ein hiesiaes ssabrtkgeschäft kann Cftcrn ein nut guten Schulzeugnissen Die Annoncen Expedition von T!i. Uietrich 4* Co 'N Onfscl übernimmt die prompteste und billigste Besorgung von Annoncen in sammtliche Zeitungen ; be§ An - und Auslandes ______________. Sonntag ben 1. Marz 1874, Nachmittags 4 Uhr: General-Versammlung der LeichrnKalsk-Gesrllschaft im Sa.ile deö Hrn. Brnmm in der Neustadt, die Mitglieder höflichst eingeladen werden. Tagesordnung: I) Abhör der Rechnung für 1873, 2) ErgänznngSwahl des Borstand s. Großes Coneert ausaeführt v°»i ganzen Musik-Earps des 2. Großhcrzogl. Hessisch. Jufgiiterie-RcgimeniS Sir. Illi unter LeUung des Kapellmeisters Herrn Krausfe. Podium im Saale. Anfang S'l, llbr — Ende IO Uhr Entree 12 fr. ä Person iiiioiicen in MÜiiinitiiciie hiesige und auswärtige Zeitungen, Cours- büchcretc. besorgt in Orlffinulprei- Heti und ohne Porto - und Spesen - Berechnung die Anuoncen-Expcdition von Th. I idricli d* Co., CiisHf-l, untere Königsstrasse 54. Ein junges Mädchen aus guter Familie, im Klc dennachcn und f-tnenn Handarbeiten et fahren , sucht ui Cftern eine Stelle »egen lot nung de Oer Epp d SU !otrfe6et1tr junger Mann als Ledrlinn ein- ab cbtii »u oU,n [8>.) treten. Näheres bei der Exped. d Bltts- Hiermit zur gefälligen btachricht, daß ich meinen Ausverkauf noch bis Sonntag den 8. März forthalte. M« Marx aus Wetzlar. § Zu gleicher Zeit bemerke ich, daß Sonntag den 1. März Familienverhältnisse halber das Geschäft ge- Ficilag den 27. Febr., von 8 Uhr an , Cuphonifches (Sottccrf Aecstt kölnisches Wasser von Jean Maria Farina. Meine Niederlage davon in der Expedition des Gtetzener Anzeigers empfehle i<- ru 8 fl. per Dutzend, i rl per halbes Dutzend und 45 tv. per Eslatz gehorsav s. Johann Maria Farina in Köln. hin braver Junge wirb für leichte Ar-, - ; "7 “ Z7T beit ?,c anf e i.eifen n Lohn in ein biesi- - Ich suche ein Dienstmädchen, (rintrui gcs Fahr fge'cbäft gemcht. 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