stecte!jährlg 1 |L 12 ft. vu Bnngerlohn. Durch btt U>oft bezogen vierteljährig 1 S. 29 ft. «Leint täglich, mit «ui* nak>—- MontagS. 'Lxpebitio. Lanzleibtr« ®it. V Nr. 1 Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. Mei». TVL. Mittwoch den 25. November 0MT1. P o l i l i s ch e r Thell. veutschtank). Berlin, 21. November. Reichstag. (Fortsetzung.) Der Antrag Sonnemann, betr. die Aussetzung des schwebenden Gerichtsverfahrens gegen die Abgg. Reimer und Hasenclever während der Dauer der Session, wird angenommen. Bei der Berathung des Antrags Liebknecht, die Abgg. Bebel, Hasenclever und Most während der Dauer der Session aus der Hast zu beurlauben, bemerkt Windthorst im Laufe der Rede: man müsse den Schein vermeiden, als scheue man eine Discussion mit den Social-Demokraten und suche solche durch Einsperrungen zu vermeiden. Mit Einsperrungen verfahre man jetzt seltsam und erstrecke solche bis in die höchsten Schichten, selbst ein Botschafter sei davor nicht sicher. Fürst Bismarck erwidert: Die Aeußerungen des Vorredners über die jetzt so häufigen Verhaftungen sollten einen Vorwurf gegen einzelne Regierungen oder gegen das Reich enthalten. Redner sei den Beweis, daß die Verhaftungen gesetzwidrig erfolgt seien, schuldig geblieben. Die häufigen Ver- Haftungen seien die Folge der gehäuften Gesetzübertretungen. Die Tendenz der Auflehnung gegen das Gesetz dringe immer stärker in Gesellschafts-Schichten ein, deren erste Aufgabe darin bestehe, die Achtung des Gesetzes zu pflegen, die aber in erster Linie das Beispiel der Gesetzes - Mißachtung gäben. Er gehe auf's Bereitwilligste auf die Discussion solcher Fragen ein. Solche Reden, wie die Windthorst's, könnten aber der Negierung nur nützen. Lasker, jetzt gegen den Antrag, wünscht die streitige Frage bei den Justiz Reform-Gesetzen erledigt zu sehen. Betreffs der erwähnten Verhaftung in den höchsten Gesell- schafts-Kreisen bedauert Lasker, daß es keine öffentliche Voruntersuchung gäbe. Diese würde vor allen dunkeln Gerüchten geschützt haben. Reichensperger erwähnt die Einsperrung der Bischöfe, die Verfolgung von Thaten, welche das Gewlssen dictirt habe. Fürst Bismarck replicirt. Vorredner habe sein subjec- tives Gewissen über das objectiv gegebene Gesetz gestellt, das thäten die Soctal- Temokraten auch, sie hätten eben eine andere Auffassung vom Gewissen, das könne aber nicht maßgebend sein. Sie (zu den Ültramontanen) läugnen die Majestät des Gesetzes und stehen darum mit den Social-Demoktateu auf demselben Standpunkte. Der Antrag Liebknecht wird bei der Abstimmung abgelehnt. Nur Liebknecht und Hasselmann stimmen dafür. Der Antrag Tacza- nowski auf Aufhebung des Verfahrens gegen den Abg. Zietkiswitz während der Dauer der Session wird an die Geschäfts-Commission verwiesen. Die Zusammenstellung über die Verwendung der Kriegskosten-Entschädigung und die Aus- gabe-Ucbersicht für das Retabliffement des Heeres geht an die Budget-Commission. Bei der hierauf fortgesetzten ersten Berathung des Entwurfes über Steuerfreiheit des Reichs-Einkommens wird beschloffen, die zweite Lesung im Plenum vorzu- uehmen. Im Laufe der Debatte bemerkt Fürst Bismarck: Die Berechtigung der Communen zur Erhebung der Steuer sei überhaupt eine Abzweigung aus der Hoheit der Staatssteuer. Wenn der Reichstag nicht principiell auf die Ansichten des Reichskanzlers eingehe, so müßten wenigstens im Reichstage die Stenern für jede Einzel-Commune festgestellt werden. Im Interesse des Reichs, für welches, außer zu großen Zwecken, nicht auch noch für kleine Zwecke Steuern erhoben werden sollten, bitte er, den Entwurf, wie er liege, anzu- nehmcn. Nächste Sitzung Dienstag. Berlin, 22. November. Wie hiesige Blätter mittheilen, beruht die gegen den Grasen Arnim abgefaßte Anklageschrift, außer auf dem § 348 des Strafgesetzbuches (betr. die Beiscitschaffung von Aktenstücken), auch auf § 350 deS Strafgesetzbuches wegen Unterschlagung von Sachen, die er ui amtlicher Eigenschaft empfangen oder in Gewahrsam hatte. Das Minimum der in diesem Paragraphen angedrohten Strafe beträgt 3 Monate Gefängniß und ist mit eventuellem Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verknüpft, während für das im § 348 präcisirte Vergehen eine Minimalstrafe von nur 1 Monat festgesetzt ist, ohne daß der Richter auf den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkennen kann. Zn den Gerichtsverhandlungen gegen den Grafen werden auch auswärtige Blätter Correspondenten hierher senden. Aus Paris, London, Köln, Breslau und anderen großen Städten sollen beim Gericht bereits Gesuche eingelaufen sein, welche um Berücksichtigung und Reservirung eines Platzes im Genchtssaal bitten. Ferner wird die „Times" sich die ganze Verhandlung Wort für Wort telegraphiren lassen. Berlin, 23. November. Auf den Antrag des Abg. Schauß beschloß die Bankgesetz-Commission, bei der Negierung anzufragen, ob und in wieweit die Reichs-Negierung geneigt sei, auf die Errichtung einer Reichsbank einzugehen ; von der Entscheidung hierüber macht die Commission die Weiterberalhung des Entwurfs abhängig. Die anwesenden Regierungs-Commiffäre äußerten sich über den Beschluß nicht. Berlin, 23. November. Der seitherige Legationsrath Uebel ist zum deutschen Gesandten in Rio de Janeiro ernannt worden. Berlin, 23. November. Die „National-Zeitnng" erfährt, daß in der gestrigen Sitzung des preußischen Staats-Ministeriums über die Modalitäten für die Umwandlung der preußischen Bank in eine Reichsbank verhandelt worden sei. Oesterreich. Wien, 23. November. Die „Montags-Revue" hört, daß der Handels- Minister dem Abgeordnetenhause Anfang dieser Woche die für die jetzige NeichS- raths-Session zu gewärtigenden Eisenbahn-Vorlagen unterbreiten werde. Bezüglich der Differenzen, betr. die Garantie der Przemysl-Lupkover und der Kaschau-Oderberger Bahn, zwischen dem österreichischen und russischen Minister ist eine Verständigung zweifellos. Die Frage der Nordostbahn und der Unionbank geht, der „Montags-Revue" zufolge, in den nächsten Tagen einer definitiven gütlichen Lösung entgegen. Bei der Beliebtheit des ungarischen Commu- nicationß-Ministers, welcher der Unionbank gegenüber ein anerkennenswerthes Entgegenkommen entwickelt, sei es nicht zweifelhaft, daß das ungarische Parlament seine diesbezüglichen Propositionen annehrncn werde. Für die Actionäre der Unionbank sei die Lösung der Nordostbahn-Frage gleichbedeutend mit der Vertheilung einer Superdividende und der' Bildung 'eines großen allgemeinen Reserve-Fonds. Die Einlösung des Zinsen-CouponS stehe außer Frage. Frankreich. Paris, 22. November. Der Commandant des 8. Armee-Corps, General Ducrot, hat die ihm unterstellten Militär-Commandanten mittelst eines in Dijon angeschlagenen Gencralbefehls angewiesen, Maßregeln zu treffen, um öffentlichen Kundgebungen gelegentlich der bevorstehenden Municipal - Wahlen vorzubevgen. — Die Kaiserin von Rußland wird dem Vernehmen nach einen Winter- aufrnthalt in Cannes nehmen. — Von den gestern in allen Communen Frankreichs stattgehabten Muni- cipal-Wahlen ist erst daS Resultat aus einzelnen Städten bekannt, in welchen Republikaner gewählt wurden. Paris, 22. November. Die Kaiserin von Rußland und der russische Thronfolger treffen übermorgen um 1 Uhr in Calais ein, von wo ein Eisen- bahnzug mit kaiserlich russischen Wagen sie nach Paris bringen wird. Fürst Orlow, der russische Botschafter, und Oberst d'Abzac, Adjutant Mac Mahon's, werden die Kaiserin in Calais erwarten. Auf dem Ouai ist ein besonderer geschützter Gang angelegt, durch welchen die Kaiserin, deren Gesundheitszustand nicht ganz befriedigend ist, sich zur Eisenbahn begeben wird. Die Kaiserin geht nach Mentone (andere Quellen nennen Nizza und Cannes), wo sie den Winter zubringen wird. — Die „Agence Havas" behauptet, es sei nicht an dem, daß die Minister Tailhand und Cumont, sowie der Unter-Staatssecretär im Unterrichts- Ministerium Desjardins und der Museums-Director Chevreuil ihre Entlassungsgesuche eingereicht hätten. Tie Sache verhält sich indessen so, daß die Herren ihre Entlassung allerdings verlangen, das Gesuch aber auf ausdrücklichen Wunsch Mac Mahon's, der noch alle Veränderungen des Cabinets zu vermeiden sucht, zurückgenommen haben. — Tie Teputirten Laroche-Foucauld-Bissaccia, Ernoul, Labouillerie und Lucien Brun sollen nach Frohsdorf berufen werden, da Graf Chambord auf dem Punkte steht, ein neues Manifest zu erlaffen. — Die „Frame" theilt mit, daß über 2000 Damen von Marseille gelegentlich des Namenstages der Kaiserin Eugenie eine Adresse unterzeichnet haben, die nach Chiselhurst geschickt wurde. Ebenso ließen die Damen von Amiens einen Riesen-Veilchsnstranß an die Kaiserin abgehen. Paris, 23. November. Die Wahlen zu den Municipal-Rüthen sind in den Städten meistens in republikanischem, auf dem Lande im Allgemeinen in conservativem Sinne ausgefallen. England. London, 23. November. Die Kaiserin von Rußland wird morgen in Calais vom Fürsten Orloff und dem Obersten d'Abzac empfangen werdon. Die Königin Victoria besuchte heute die Kaiserin. London, 23. November. An Stelle Sir Charles Murray's, der den diplomatischen Dienst verläßt, ist Lord Litton zum Gesandten in Lissabon ernannt worden. London, 22. November. Der spanische Gesandte hat seine Vorstellungen ^betreffs der Waffenlieferung an die Carlisten wiederholt. Das Schiff Notre-Tame des Fourrieres rüstet sich soeben zur dritten Fahrt nach Spanien mit Kriegs-Material. — Der junge Prinz von Edinburgh heißt Albert Alexander Alfred Ernst Wilhelm. Die Taufe geschieht im Boudoir der Zarin. Spanten. MadVid, 20. November. Mehrere Bataillone von den Truppen, welche Kaserna nach Gnipuzcoa gebracht hatte, sind am 17. d. in Santander einge- ftroffen; seitdem scheint der Sturm der Verschiffung ein unbedingtes Veto entgegengesetzt zu haben, und der größere Theil der Armee bleibt vorläufig ge- (Sm großer Uebelstand war es überdies daß die Fenster der Schlafräume nach Auch die Stadt Oyarzun (st von Laserna's Truppen besetzt. dadurch der vielverbreiteten Annahme, daß fast alle Officiere dem Prätendenten Telegraphisch».' Depeschen. Hande! und Verkehr. war, der m kurzer Zett Alle«, was an eingerührren und fertigen Waaren vorhanden war, ergriff , sodann durch die Decke brach, die In der darüber liegenden (frage aufgeipeicherlen Vor» räthe erfaßte und endlich nach dem Treopenfiur gelangkr ; von dler aus iheilten sich die Flammen jämmilrchen Thüren und Fenstern deS Stockwerkes mit und fanden außerdem in dem von fetti» !**'*•• i, !*•••*»• (»hhhiiiuimi viiHiiNiui qicuvc muuit, verschalst man sich selbst viele fröhliche Stunden; spielt ein solche« Werk einen schönen Walzer oder eine Opernarie, so fühlt derjenige in vorgerückten Jahren neueS Reben, er schwelgt in der Erinnerung an Liedes- freud und Liebcslust; ist man noch jung , so belebt es die Hoffnung; es tröstet den unglücklich Liebenden, es klagt, es lacht, eS hofft mit ihm, erheitert den Kranken, ,st schliehltch drr einzige, sprechende, treue Freund sich an zu ammengctnüplieir Handtüchern hinabzulassen, dice Rettungsjeil war jedoch um circa sieben Meter zu kurz, auS Lieser Höhe fiel er deshalb auf das Pflaster und zog sich hierdurch eine schwere Verletzung des Rückgrats zu. Drei Frauenspersonen, die im Begriff waren aus dem Fenster zu springen, konnten durch Zurufe der Feuerwehr kaum bewogen werden, von ihrem verzweifelten Vorhaben abzustehen. Dem das Haus von außcn mit einer Hakenleiter ersteigenden Oberfeuermann Wendelburg gelang rS jedoch noch im letzten Moment, diese drei Mädchen zurückzuhalten und sie nach dem Abdämpfen des Zimmers und der Treppe unversehrt herunlcrzuführcn, wodurch der beherzte Beamte zum Rcttcr dreier Menschenleben geworden ist. Der aufopfernden Thatigkcit der Feuerwehr, welche mit drei Spritzen arbeitete, ist cs überhaupt zu dankin, baß das Fcuer auf das eine Quergebäude beschränkt blieb. Dresden, 8. Nov. Vorgestern Abend 7 Uhr wurde m der Siemens schen Fabrik der Leichnam einer jungen 23jährigen Frau, der (Sattln eines süddeutschen Arztes, aus teren bei Lebzeiten geäußerten Wunsch mittelst Feuer bestattet. TheilS zum Behuf wiffen'chastlicher Beobachtungen, thetls um sich von der Zweckmäßigkeit der Einrichtungen zu überzeugen, hatte sich mit Zustimmung der Leidtragenden ein kleiner Kreis dresdener (belehrten, Mcbiciner und städtischer Beamten eingefundcn, der in ernster, theilweise in gewisser banger Stimmung über das völlig Ungewohnte, sonst aber in ungetheilter Aufmerksamkeit d»n Vorgängen folgte. Da, wo noch wenige Stunden zuvor die Industrie in den Siemens'scheu Werken ihr voll.S Recht behauptete — bekanntlich ist der Dersuchsapparat nur interimistisch von Siemens in seiner Fabrik errichtet worden — war durch Blumenschmuck eine Art von Todtcnballe geschaffen worden, inmitten deren der Sarg der jungen Verstorbeneu mit ihren im Tove noch lieblichen Vermischtes. Leihgestern, 21. Nov Nachdem ain^ 28 August d. I. die Wahl von 9 Gemeindevorständen im wirklichen Sinn« des wahren Fortschritts auSgeführt, wurde erst beute die Wabl des Bürgermeisters vorgencmmen und erhielt der seitberige Bürgermeister I. Heß XVI. 151 Stimmen, während fein Gegenkandidat, trotz aller vorheriger Agitationen nur mit 15 St. auS der Wahlurne hervorging. Demselben rvurbe dann am Abend eine Ovation dargebrachl, ausgeführt von dem Kriegervereine, den beiden Gesangvereinen und dem größten Theil der London, 23. Nov. Die Taufe des Sohnes des Herzogs von Edinbnrg fand dellte im Buckingham Palaste mit großem Gepränge statt. Es waren die Königin, die Kaiserin von Rußland, der Prinz und die Prinzessin von Wales und die anderen Mitglieder der königlichen Familie anwesend. Der Prinz erhielt die Namen Albert Alexander Alfred Ernst Wilbelm- Vor der Ceremonie empfing die Köiiigin den rnssischen Botschafter (Arafen Scbnwaloff, deii französischen Botschafter Marquis Jarnac und den spanischen Vertreter Comvn bebufs lleberreickung seiner Ereditive. 9?ewl)ork, 23. Nov. Eours- und alldere Nachrichten aus dem Süden fehlen wegen Störung des Telcgraphen-Deiriebcs in Folge eines Sturmes. Alfonso zugethan seien, Abbruch gelhan wird. Madrid, 21. November. In der Nähe von Hernani sind zwei Zei- tungs-Eorrespondenten gefangen genommen worden und nach Andoain geführt worden. Der neue carlistischc General Egana, welcher an Stelle des angeblichen Verräthers Ceballos in Guipuzcoa commandirt, setzte sie sofort in Freiheit. In Andoain stehen zwei, m Tolosa fünf Bataillone Carlisten Messina, 22. November. Bei einem Sturme an der calabrischen Küste ist ein italienisches Schiff sainmt Mannschaft zu Grunde gegangen; ein ameri kantfcheS Schiff verlor den Capitau und zwei Matrosen, das österreichische Kriegsschiff Saida scheiterte und verlor einen Mann. Jiußfanö. (Rundscbau auf den Getreide-, Oel- und Spiritus Handel. Mannbeimer Marktbericht. Berliner Viehmarkt. Londoner Viehmarkt.) — MiSc/llen. — Sprccbsaal. — Briefkasten. Sprechsaal. Das Bankgesetz vor dem Reichstag. — Die Staatsrennpreise und ihre Einwirkung auf die Pferdezucht. - Aufbewahrung des Fleisches. 11. - Die Haustbiere im Herzen von Afrika II. (Mit Abbildungen ) — Die ..Made" im Kom Von Prof 6. Taschenberg. — Landwirthschaftliche Rothrufc. — Hauswirtbschaft. — Neuwahl des Vorsitzenden vom AuS'ckusse deS Longresses deutscher Landwirtbe. — Wochenschau. — Sitzungen des preußischen Landes OeconSmieSollegii. — Eorreipondenzen. - AuS dem RechtSaebiet. — Versammlungen — AuS dem VeremSleben. — Literatur Petersburg, 22. November. Das Budget pro 1875 schließt, zuverlässigen Mittheilunger? zufolge, mit einem bedeutenderen Ueberschuß ab, als erwartet worden war, und wird die günstige Finanzlage constatiren. — Der ArbeitSmiuister hat gegenwärtig sein besonderes Augenmerk auf die Eisenbahnen und Eisenwerke des Südens gerichtet und persönlich eine Jnspection vorgenommen. Das Zustandekommen der Don-Netz-Bahnen wird sicher erwartet. — Die Mittheilungen auswärtiger Zeitungeu über eine angeblich entdeckte Ver schwörung erregen hier Verwunderung. Niemandem, bis in die höchsten Schichten der Gesellschaft, ist etwas bekannt, was solchen Nachrichten zu Grunde liegen könnte. Nirgends verlautete etwas von Verhaftungen aus politischen Gründen. — Die Widersetzlichkeiten der Zöglinge der medicinisckeu Akademie haben aufgehört. Aus dem technologischen Institut wurden zwanzig Scdüler! von dem Unterrichte ausgeschloffen und das erforderliche Verhältniß hergestellt.' gen Substanzen aetränfttn Bohlenbelcg Der massiven Treppe reiche Nahrung — In Der zweiten rbtzräume unD Schlafzimmer Des weiblichen Dienst» und '7 ,, . v . ,, r , ä- «fr>w- ( Geschäftspersonals, während eine Treppe höher die Schlaf und Wohnräume Des männlichen einen Theil ihrer früheren Stellungen eingenommen, Nicht aber «Lau Marcial, onale lugtn; in den beiden Stockwelken waren zusammen 23 Personen uniergedracht, denen von welcher Höhe aus Elio und Dou Carlos das Bombarvement von Iruu die emporstclgenve Hitze und der immer dichter werdende Qualm Die Rettung über die Treppe leiteten wo aber setzt die Regierungstruppen Verthetdigungswerke anlezen.!abschnitten. Em großer Ucbelstaad war es überdies daß die Fenster Der Schlafräume nach , v ~. u. /-s 1 v .-i c..; »a ! einem zweiten kleinen Hofe gingen, Der an den drei anderen Setten durch Die hohen Giebel- - -- - y l (~ « £in. , , . wände der Nachbarhäuier cinaeichloffen ist, so daß Die Hilferufe Der m LebenSaefadr 'chwedenden — Die „Correspoudencia veröffentlicht verschiedene Schriftstücke, laut ^tronen ungehört verbauten. In inner ToDeSangst suchte em Tbetl des Per onale sich durch deren eine große Anzahl Officiere aller Grade sich für die republikanische tu Fenster auf Das Dach eines kleinen SisjchuppenS zu retten, bei dem kühnen Sprunge zogen Staatsform erklärt haben. Eö hat diese Kundgebung in sofern Bedeutung, als sich cie Leute jedoch erhebliche Verletzungen zu. Vier Personen versuchten dagegen auf ca6 ’ ' - " —' 1 ■ Dach zu kommen, um von da durch ein Fenster in der G edelwanD auf ein Rachvargrundstück zu gelangen. Beim Oeffnen der mit Dem Treppenflur in Verdmvung stebenden Dachluke Drängten sich aber durch Den cntltanocnen Luftzug Rauch und Hitze mit solcher Vehemenz empor, Daß die Lier crsticklen und später in Der Nähe Der Oeffnung von Der Feuerwehr als Leich.n aufgefunDen wurden. (Lin Gehilfe, der einen verzweifelten Sprung aus Dem Fenster gewagt, erlitt einen Schaoelbruch und verstarb bald Darauf in Den Armen eines ArzteS, ein anderer Gebilfe suchte zwungeuer Weise in Guipuzcoa, wie schwer es auch in dem ausgesogenen Lande wird, die Verpflegung derselben zu besorgen. Der Kriegs-MiNister Serrano- Bedoya ist am 17. d. in Santander angekommeu, was doch die Vermuthung nahe legt, daß die Operationen nicht länger zum Stillstand gebracht werden gen Substanzen aeträntten Bohlenbelcg Der m foflen, als di- W.,.«ung °s g-bi-t-t. -in der Gr°n,° haben di- 6arhft,n «XhSalT. ÄÄh Zügen stand. Rach kurzer, ernster unD würdiger Ansprache, die von Siemens selbst gehalken wurde, weil Die Geistlichkeit die Begleitung abgelebnt hatte, schloß sich hinter dem Sarge Die eiserne Oeffnung des Gewölbes. Der bis zur höchsten Potenz erlitzte Luftstrom trat em und umgab, wie sich durch Den Schieber beobachten ließ, mit schwach röthltch schimmernden, Deutlich vibrirenden Flammenwellen Den zarten Körper Der Verschiedenen Von einer Flammo, welche flackert, rußt, qualmt , feine Rede, eben so wenig von einem schwellenden und aufilaggendcn Feuer: es ist kaum etwaS anderes, a!6 ein in seiner Zeitdauer außerordentlich beschlcunigter (LCICßl -Ut’pCJUJt'IL AuStrocknungsproeeß, der, nachdem Das hygroskopisch und chemisch gebundene Wasser verflüchtigt Berlin, 23. Nov., Abende. Der Buudesrath genehmigte in heutiger,isi. die Körpertheile erst bis zur Roth-, Dann bis zur Weißgluth erhitzt und dann zu Asche ver- pmfHni.ni.-. bpn hi DAtTii abcieickrloüenen internationalen Vollvertraa ' ^bt. Sinneseindrücke, welche irgendwie verletzen könnten, waren weder durch den Geruch Sitzung einstimmig Uh tll -öeril avgescylo,jenen ^^nenra9? noch Durch Das Gehör wahrzunehmen. Dem Auge der Lcictragenden sind die Vorgänge, weil ferner den Gesetzentwurf über einen aiißeroidetitlicheii Geldbedarf von Gewölbe geschlossen ist, entzogen, ein Einblick Durch Den Schieber, wonach die Verbrennung Millionen Mark für die Marine und die Telegraphen-Verwaltung, endlich das zu reguliren ist, bot eben io wenig etwas Verletzendes , abgerechnet die UNS ganz ungewohnte ßk’ieh weaen Aufnahme einer Anleihe von 13 Millionen Mark für Elsaß-: Erscheinung, einen menschlichen Körper unter Weißglutl» allmählich schwinden zu sehen. Rach A 0 12 ’ 1 j 1 Stunde 1s Minuten war Der Proeeß, Dem Die Wcichtheile, vor allen Dingen Leber unD VOtgruiaen ' Lunge, am längsten widerstanden hatten, beendigt und gestern wurden wiederum mit entsprechen- r 23. Nov. Das Schwurgericht verhaiidelte heute gegen den Feierlichkeit die geringen Aickenübcrreste aufgesammelt und einer Urne übergeben. 23jährigen Kellner Leopold Freud aus Luki in Ungarn, der in der Nacht vom! Kyritz, 20. Nov. Der St. Ztg. schreibt man: Ein bedauerlich" llnglückSsall ereignete 2 auf den 3. November zwischen Kojcstein nnd Chropin in einem Eisenbahn-!sich in unserer Stadt am Montag Abend nach Beendigung der von I W. MvcrS' arnerikani- (t'a bpn Hofononiiv Besiner Katlcker ermordet und beraubt bat 6htu5 gegebenen Vorstellung. Die zu demselben gehörigen acht ENphanten sollten nach Coupö zweiter Clajse den ^eeonomii Fitzer Ziar,a)er tunciLCi uno ocrauor Nuppin tranSportirt werden, und eS waren diese, zu dem Zweck gegenseitig mit Ketten gekoppelt, Der Angeklagte, welcher der That gcstaiidtg ist, wurde zum ^ode durch dcu auf die Straße geführt worden. Um sich sein Pf,rd zu holen, batte Der Führer auf einige Straug vcrurtheilt. iZeit die Elephanten verlassen, und diesen Augenblick benutzte der Bürgermeister FerDinand Reu' sVDU| 23 Nov. Heute wlirde die Kammer eröffnet. In der! mann, um an die Elephantkn hiranzutreten und einem Der jungen Thicre einen Schlag zu rcr« uTmha Htn.idrft für die der Anbänalickckeit aele-Hetzen. Kaum war Dies geschehen, so erfaßte Der große Eicpbant een Neumann mit Dem Rüssel Thronrede dankt der König zunächst fnr cie beweise ver VtHyangliairelt gile- ^ tuatf ibn fo bcftip Jur yrDe, Daß Der Tod auf Der Stelle erfolgte. Neuman bat Übrigens gentlich seines 25jährigen Regiernngsjubilänms , spricht sodann die Hoffnung^ schon am Mittage Desselben Tages versucht, Die Elephantcn zu reizen, war aber von Dem Wächter aus, die neue Legislatur werde eifrig das Werk der Neorganisation des Staates gewarnt unD schließlich auch aus Der Reitbahn entfernt worcen fürder., und kündigt die Vorlage eines neuen Strafgesetzes an, ferner eines! , $aJmbutseTe ?°Jlüa2lpl!’d’i£ A°/iQVa' 6op‘tän 5öaTfnb®» von Der Linie der w üb-r Hand-»g-s-llschast°u unt -ine- -.deren »nr'Krd.rung der öfsen.-!»^^—"a' - .^.d»um -m- lichen Sicherheit in einigen Provinzen. Der König bespricht mit Interesse drei -.......~ Organisirilng der Armee »ind Marine, kündigt Neorganisirungs-Gesetzentwürse! Neuer ^Lptelwerke. für mehrere Steuern an ilNd betont die ^O^hsv endig leit, blos die dringlichen SobalD man Spielwerke in Den Zeitungen angefünDigt sieht, Denkt man unwillkürlich an Ausgaben zu machen und wcaßnahmen znr BestreitllNg derselben zu treffen; auf jDie Schweiz und an Heller in Bern und weiß, daß Weihnachten hcrannaht; es scheint fast, solche Weise werde das Gleichgeivicht des Budgets erreicht und die edle Opfer-, al« ob Herr Heller feine Ruhe hätte bi« er in jedem Hause eine« seiner Werke weiß williakeit des Volkes erleichtert. Der Köllig betont die guten Beziehungen zu deni £ ®uf ®‘cne,T Weltausstellung erregten seine in einem besondem, reizenden Pavillon E <11) -1, x m > auföLerin btschienen, m rmpkeblen Er kostet nur 12 fr. und enthält sehr wohl gelroff^ne Ponraiis unseres ersten Miniüers Hofmann, der verstorbenen Abgeordneten Metz, Karl Ioh. Hoffmann und viele Andere. Im Text bringt er interessante Mittbeilungeu über die hessische Induslrie. über die Erdbeben m (»roß-Gcrau und Neichenbach, icköne Erzählungen, eine Münz:, Maaß- und Gewich'S:Tabelle und sonst noch vieles Unterboltendes und Belehrendes. Gm lehr schöner grober Prämienstahlstich dazu kostet auch nur 12 fr. und ist der Kalender, sowie die Prämie durch alle Buchhandlungen ,u beziehen. Allgemeiner Snzerger Besondere Bekanntmachungen.' Regenschirme F. Schneider, Schmnmacher, Selkersweq. Engelliard’e Die Pana bewährt sich als ein oorzüg- j Bienenhonig, Preisen Perlteigerungen. Holzversteigerunq iln Gießener Stadtwalde. Montag den 30. 9kovnnber 1874, Der erste Beigeordnete: F e l s i n 6- waltnng ottentlto) meinvieienv gi haare Zahlung verstört werden. Gießen, den 23. November 1874. Haupt Magazins-Verwaltung G ü n t h. e r zusüßen Geschmack aus. Preis per Schachtel 24 Kreuzer. genommen werden. Gießen, den 24. November 1874. 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Mittagstisch Val Uhr. 4960) Louis Kuhlmann. schen Hause am -tahrungsberg ist zu^oer- « AorMkll UMaeälldert. mietben und sogleich zu beziehen; auch ist stell yvtuirn uu . bofelbft ein möblirteS Zimmer zu oer- Muster liegen zur ÄNstcht bereit. Rockern, 12. Sept 1874 Herrn Georg Fischei in Oberlahnstein Von einem Bekannten ist mir der £raubfn-ynilU)innn*) von W. H. Zickenheimer in Mam; gegen meinen Husten mit Heiserkeit empfohlen worden, bitte daher (folgt Best.) iöeil ft ein , Bürgernnnter. 5329) Nochern, 21. Sept- 1874. Da ich auf den Gebrauch des mir gesandten Trauben. BrusthonigS mich besser befinde, so ersuche Sie (Bestell ) ei Ist ein, Bürgermeister. ♦) Verkaufsstelle in '/„ ' 4 unb V5. Flaschen in Gietzen bei I. A- Busch Sohne " 5645) "(sine Parthie^ackfäffer zu Verkaufen bei___W il h Balser. 5721F Mehrere kleine Wohnhäuier im Preise von 20»>0 st- an, in verschiedener Lage der Stadt, sind zu verkaufen durch * ________________I- Blitz- g Wiui|die Wallnüsst crnpfiehlt________Gg Wilh- Weidig. 5717) Ein junger Leonberger Hund billig m v.rk -men bei K i e g e l in Vieh. Fracht und Mehlpreife in verstossener Woche von nachbenannten Orten und KlAchtmarkten Rrndjhnärftc. Nov. Gietzen —. Alsfeld 21 Gründe, g Lauterdack Mainz 20. *zÖai;( 'N. Storr 1. Gerftc. Spei r Hafer. Grbsen. Linsen. Wicken. Kartoffeln. . c • Aut dem Mir Auf demlMit Mi.- Äüf dem Mit Mit. Ruf dem Mit.- Aut dem iL; Auf bem c. d es, Markt vreis Markt Ivreis 1 Markt preis Markt preis Markt preiS Mark: urets Markt preis Markt preis Markt preis 6 - 1 aup ges- 0 st. fr. auf »es 0 st.,kr. aus gef. Q nuf s c. fr- auf Ui' 3 fL fr. auf üef. verk fL fr. auf? l nef. verk fL fr. auf: gef- verk fL fr. auf. gcf- verk. st. fr. st. st ft. 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