Gießener Anzeiger ta ! eh Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen Io. ÄÄI Mittlnoch den 23. September 18J4 die Abonnenten in der ereiNen. liest, welchen die „Germania" ihnen dafür spendet. Merken denn die Herren tauen Mühlen klappern machen? ier. Wen Serben aus wngiesserei uihelm. 111 Giessens Breffl vierteljährig 1 fl. 12 kr Mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. • 'O - ' ” | *”7 * •••■ ö ■VK.VMVHIMV UU| Vit 1VIM||VII UUQUVli , da wird das Unmöglichste geleistet, um den Nimbus der Macht zu retten. Mit welchem Hohn fällt auch stets der ganze wohlgeschulte Chorus über jeden gut gemeinten, aber gegenwärtig so übel angebrachten Versuch milder Anwendung und schonender Auslegung der Gesetze her! Daß manche hohe Beamte immer noch dem Vertrauen leben, durch sanfte Mittel könnten sie'den Gegner •7— |iunv- x-.1t Uivyvii uuw HU4JC1 licyciiuc gelten ein wenig ourcy- 'gehen und z. B. Sybel's „Klerikale Politik im 19. Jabrhnndert" durchblättern, dann werden sie darüber beschwichtigt werden, daß nicht binnen zwei drei Jahren festgegründete und durch Tecennien unter dem Schutze einer arglos vertrauenden Staatsgewalt ausgerichtete, feste Institutionen'des Ultramontanis- mns wie Kartenhäuser zusammenfallen. Wie in sicherer Ruhe, und ohne irgendwie gefährlichen Widerstand nie- derwerfen zu müssen, die Staatsgewalt vorwärts schreitet und wie ihr Gesetz überall die Macht hat, trotz der ohnmächtig knirschenden Abwehr der Gegner, das sollte doch Jedermann erkennen, der einen ungetrübten, ruhigen Blick besitzt. Jeder aber, der es redlich meint, mit dem Wohle des Vaterlandes, muß froh sein, daß der gewaltige Kampf so ruhig fortschreitet. Beherrschte ibn Leidenschaft auf der Seite der Siegenden, dann würden freilich bald Trümmer unser Land bedecken, aber Trümmer und gewaltsame Zuckungen, das ist es nicht, was dem jungen deutschen Reiche wohl thäte- den, daß solcher nächste Woche gedruckt an die Abgeordneten gelangt. Auch die Theatervorlage, über welche Abg. Möllinger berichtet, soll ihre definitive Erledigung finden. Bezug einer Remuneration verbunden sei", abgelehnt und bezw. die Bestimmung des Entwurfs adoptirt hatte, wonach das Ministerium die Betheiliguna soll gestatten können, wenn dasielbe solche mit dem Jnteresie des Dienstes nicht widerstreitend erachtet. Neuerdings hat nun der Gesetzgebungs-Ausschuß die fragliche Angelegenheit einer wiederholten Prüfung nnterworfen und ist dabei ausweislich des von dem Abg. Buff erstatteten weiteren Berichts zu dem Resultat gelangt, der Kammer Beitritt zu dem Beschlüsse der ersten Kammer zu empfehlen. Dem seitherigen Rechtszustand gegenüber liege in dem von der zweiten Kammer bcschloffenen Zusatz eine Härte, nicht blos was die Beamten selbst, sondern auch was die Vereine betreffe, denen die Beamten seither ihre Dienste gewidmet hätten. Außerdem habe die einschlägige gesetzliche Vorschrift des Entwurfs nur eine transitorische Bedeutung, namentlich auch insofern, als z. B- ein nach den Bestimmungen der betr. Gesellschaft ausscheidender Beamter nicht wiedergewählt werden könne _u- s. w. Abgesehen von diesen Gründen, ist übrigens die fragliche Meimmgsdifferenz zwischen beiden Kammern nicht so be-. deutend, um das ganze Gesetz daran scheitern zu lassen. Lrscheint tügltch, m*t «ufr nahmr Montag-. Expedition: Lanzletberg, *t. B. Rr. 1. ch meinen Naini Merordnetkn.U ) eine Wiedern^ ’ und kann, it welche dazu gehn jufüllen. ZE Einladung Mm Abonnement auf den 'Ite «O“' n en. cher rühmlichen Ausnahme grollend oder seufzend fern blieben und Glocken und Kirche verschlossen. Die Katholiken thaten mit — e pur si muove ! Die ultramontanen Kanzel- und Vereins-Redner erbauen ihre Zuhörer sehr gern mit der Macht und Siegesfrage zwischen Staat und Kirche. Wenn die irdischen Beweismittel nicht so recht die Gewißheit des Sieges klar zu stellen vermögen und hinfällig werden, dann kommt immer und immer das Kraftwort hinterdrein als unwiderlegbares Argument. „Und die Pforten der (Neue Frkftr- Pr.) Darmstadt, 21. September. Hierselbst nehmen die Plenarsitzungen (ain 28. d. Mts. ihren Anfang und soll alles Material aufgearbeitet werden. In erster Reihe kommen die Kirchengesetze. Der Ausschuß hielt am Samstag mit dem Ministerium eine sechsstündige und heute eine weitere Sitzung, worauf einer Neiße bebm ebtr durch ein AM ich aber niemals an: er Mitglieder sein Li , bei welchen sich ins verständlich nur auf» >hrers Henn Giftrif daß der Lehrerstand - völlig nnbegrünM.^ v ,, M . K -----u- idnner Gießens, beginnt, welche Verführnng und Terrorismus auf die Massen ausübte aux* Lahnfti» ***** "** ° " 6r. Comtte^ ' & I-I43 t rrtn ^(40 Kaufmann fircbcitppltft)cfccn Streit. nen gu sehen vermeinen. Diesen Eintagspolitikern möchten wir dringend rathen, Das Gebühren der ultramontanen Prefle giebt für die Nichtigkeit der.«ne kurze Zeit, anstatt der Tagesblätter einen Band Geschichte des Mittel- Behauptung, daß der Gegner erfahren muß, „daß der Staat der Stärkere Mers zu lesen, um zu lernen, was damals die römische Macht gewesen und lsi", den sichersten Beweis. Ihre tönendsten Phrasen, ihre raffinirtcste Sophi-jwas sie heute ist; um sich darüber zu belehren, was damals der Klerus für stik, ihre besten Entstellungskünste verschwendet sie stets auf die Maskirung -Machtmittel unbedingt zur Verfügung hatte und wie schwächlich der Staat jedes Streiches des Gegners, der gesessen, und jeder Niederlage, die ihre schm gegenüber stand. Sie mögen auch näher liegende Zeiten ein wenig durch- Sache erlitten hat. Niemals ist sie jesuitischer, als wo es heißt, eine Schlappe .......k ™ *'* ' ' ......* - tu einen Erfolg umzudeuten, eine verlorene Position als eine gewonnene Schlacht zu interpretiren. Und gut, wenn es gilt zu verbergen, daß die bisher ge- tteuen Kampfgenossen schwierig und lässig werden, daß die Macht zu schwinden nv unv mttleiverregenv tst es, wenn rm rercysrreuen rmger uugp- — In Mainz find die Gemeinderaths-Wahlen aus den 9. October ver- i-",- jvtvvyi, als leidenschaftliche Stimmen laut werden, welche immer noch schoben. . (Neue Frkftr. Pr.) ketne, oder zu geringe Erfolge im Kampfe des Staates gegen die Ultramonta- Kiel, 21. September. In dem gestern Abend bei dem Festbanket aus- Mit welchem Trotze wurde sogar der Gedanke zurückgewiesen, der im ~ Bewußtsein sicherer Macht und Kraft von reichstreuen Parteien ausging, am XlCUtfu) 1(1110, Tage der nationalen Feier von Sedan allen Parteihader schlummern'zu lasten! Darmstadt, 21. September. (Teilnahme der Beamten an Erwerbs- und em Fest der Macht und Enugkett Deutschlands zu feiern. Sogar Herr Genossenschaften.) Das über den ftaglichen Gegenstand den Ständen vorae- v. Ketteler verlor da den Kopf und entpuppte sich so recht als ! legte Gesetz konnte bis dahin nicht zum Abschluß gelangen, weil die erste Kam- Ein Theil von jener Kraft, smer den von der zweiten Kammer beschlossenen Zusatz, „daß den activen Die stets das Böse will und stets das Gute schafft! Staatsbeamten die Fortdauer des Verhältnistes, in welches dieselben als Mit- Die Frage, welches Ideal im deutschen Volke entscheidend und allgewal- glied des Vorstandes, des Verwaltungsratbes oder des Gründungs-Comil^s tig überwiegt, das des nationalen Kaiserreichs, oder das der römischen Welt- einer Erwerbsgesellschaft bereits vor Erlaß des Gesetzes getreten sind über Herrschaft, ist am 2. September klar beantwortet worden. Die Katholiken den 1. Januar 1876 hinaus zu untersagen sei, sobald die Betheiliguna mit feierten den Festtag in größter Anzahl mit, wenn auch ihre Priester mit man- Bezug einer Remuneration verbunden sei", abqelehnt und bezw. die Bestimmnna durch ihn ist jeder Zweifel für die gläubige Herde abgeschnitten. Er wäre ja ibtböjf „Gotteslästerung!" — Und doch ist wohl selten eine ärgere Blasphemie ge- . " " ' schehen, als gerade durch diesen frevelhaften Mißbrauch einer Bibelftelle. Die Ordnung des Staates, so gut wie die der Kirche ist von Gott; das ist die ^<7Mi«'^Mristliche Lehre unverfälscht. ~ .'c.uWn Welche Stirn gehört also dazu, den einen Theil dieser göttlichen Obrig- fl(r leit als Höllenpfuhl darum hinzustellen, weil er dem Anderen Forderungen 193. ""d Anmaßungen verbietet, welche dem Himmel und dem Christenthum nimmer- wtfyr entsprossen sind. „Mein Reich ist nicht von dieser Welt!" dieses gött- ...11 VI..I ^in.i,.ttit..n ttttc ,cu-vpuitvtge unv ycurc rtuc ivmtit: tsigung, woraus Me Wort ist freilich aus dem ultramontanen Bekenntniß auszemerzt und ge- die Berichterstatter Heinzerling, Schröder, v. Wedekind ihren Bericht so vollen- llllÖ ! Weltliche Macht, weltliche Herrschaft, weltliche Unterdrückung aller fitn Äderen Überzeugungen, das ist das Ziel, nach dem die Verblendeten X'/ <^r6en* / Bedauernd und mitleiderregend ist es, wenn im reichstreuen Lager ängst- •teOU!£<20’1?e sowohl. < ‘ttne, oder zu geringe Erfolge im Kampfe des Staates gegen die Ultramonta- erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für Stadt Gießen viertchahrlich nur l fl. 12 kr., frei ins Haus geliefert. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt and) im IV. Quartal 1874 zusenden und den Abonncmentsbetrag durch Quittung erheben lasten. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 29 kr. incl. Postaufschlaas Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — 9 ’ Damit wir nun in den Stand gesetzt find, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonn.ren wollen, dies fofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Eremplare zu liefern.___________ Die Redaction. V * Hölle sollen sie nicht überwältigen!" , linb Daß dieser prophetische Ausspruch des Herrn auch nicht entfernt paßt 11 Mtilen ®evi4i unb nur mit den Haaren herbeigezogen werden kann, das schadet nichts, denn wng y ßnuferfdimit^ entwaffnen, ist schlechterdings unverständlich, wenn man den höhnenden Dank in^ liest, welchen die „Germania" ihnen dafür spendet. Merken denn die Herren }'t mibenil'M immer uoch nicht, daß Zweifel an der Macht der Regierung und Zweifel an "E'. aixtfa. ihrem consequenten Willen die nährendsten Quellen sind, welche die ultramon- orkonmenM tauen Mühlen klappern machen? gefährden- Frankreich. Paris, 20. September- Der Gouverneur vo» Algerien hat alle Wallfahrten nach Metta verboten, weil im Hedjas die Pest ausgebrochen ist. — Thiers hält sich auf seiner Reise nach Niz,a in Lyon aus, wo man ihm zu Ehreu ein Banket veranstaltet. Paris 20. September. Der osficiose „Moniteur" enthalt folgende Note ■ Wir würden keineswegs darüber erstaunt sein, wenn der Marschall Mac Mahon von seiner Reise den Eindruck mitgebracht hätte, daß die Aufhebung des Belagerungs-Zustandes in mehreren Departements ^woselbst die Reaiernna des Herrn Thiers aufrecht erhielt, keine Unzutraglichkeiten im sich führen würde." Der „Moniteur" müßte sich übrigens erinnern, daß Thiers ohne die Zustimmung der Kammer den Belagerungs-Zustand nicht aufhebcn konnte^ n(uen tzonapartistischen Blatte in Angers, „Le Nouvclliste", ist der Straßenverkauf verweigert worden. gebrachten Toaste hob der Kaiser den Macht-Zuwachs hervor, den die Marine sowohl durch den Bau wie durch den Namen des neuen Schiffes erhalten habe, aedact te dankend des verstorbenen Admirals Prinzen Adalbert, der dre Gedam ken des Königs Friedrich Wilhelm IV. erkannt und ausgesuhrt habe. Der Kaiser trank zuletzt aus das Wohl des Landes, in deffen Gewässern sich das Wachsthum der Marine vollzogen und daö dem Kaffer heute einen so herzlichen Empfang bereitet. Oesterreich. Wien 21 September. Die „Montags-Revue" bespricht die Nachricht des Carlisten-Blattes „Euartel Real", betreffend das angeblich- Schreiben des Cwren, und legt dar, daß die spanische Anerkennungs-Frage mcht die Bedeutung habe, welche die Jonrnalistik ihr beilege. Di-B°iiehung-n der drei nordischen Großmächte seien ans lauge Zeit als feststehender Factor der europäischen Politik zu bctrachteii. Die spanische Frage sei darnach angethan, feder Macht ihre eigene Politik zu ermöglichen, ohne dadurch den europäischen Frieden und dos gute Einvernehmen der drei Vormächte dieses Friedens zu Lokal-Notiz. Gießen, 22. Sept. Soeben ‘/i11 Uhr Abend« konnten wir da« Hauptresultat der beute stattgefundenen Vemcinderathswahlen erfahren, Ij« erhielten die meisten Stimmen: I Wahlbezirk: Meier Hemberger, Adolph Roll, Louis Kauf, Tb. Baist, 6hr. Schoppacb, W. Ferber; tm II. Bezirk: 6 Dierv, PH. Lüvekmp, I. Hoch, I. Hanstein, F. Gail, B Körber; nn 111. Bezirk: W. Sckmall, August Noll, R. Sckeel, v. Körber, Ph. Lüdcking, 6. Mai. — Einen ausführlicheren Bericht werden wir nackbrinaen. Tescgrajihische Dejieschen. Berlin, 21. Scpt. Dcr Viccpräsident des Abgeordnetenbauses und Reichstags-Abgeordnete Dr. Friedenthal ist durch königliche Eabinetsordre vom 19. d. M. zum Landwirthschafts Minister ernannt worden. Derselbe wurde gestern in das Staatsministerium cingesübrt und übernahm heute sein Ministerium. Der „Reichs-Anzeiger- puplicirt die Ernennung. Königsberg i. Dr., 21. Sepl. Die Beerdigung eines verstorbenen Altkatholikeu, welche beute stattfinden sollte, mußte unterbleiben, da die Wiltwe desselben gegen die Beisetzung an ungeweihter Stelle, welche der katholische Probst Dinder angeordnet hatte, protestirte. Pcsth, 20 Sept. Der Kaiser empfing Mittags den spanischen Gesandten Del Mayo, nahm deffen Creditive entgegen und zog denselben zur Hoftaiel. Madrid, 20. Sept. Die amtliche . Gaceta" veröffentlicht ein Decret, durch welches neue Bestimmungen über die Organisation der Armee festgesetzt werden, darunter eine solche, durch welche der Sold für die im Felde stehenden Militär-Personen erhöht wird. — Die deutschen Kanonenboote, mit dem in Bayonne residireuden deutschen Conjul an Bord, werden in Bilbao durch un> günstige Witterung zurückgehalten. — Die „Politica" wünscht eine Allianz der auswärtigen Mächte zur Unterstützling Spaniens in seinem Kampfe gegen die f>arl'steu für den Fall, daß Frankreich den Letzteren seine Grenzen nicht völlig verschließen sollte. Ncw-Uork, 21. Sept. Die Regierung hat den in Folge der eng. lischeu Reclamationen durch die anglo - amerikanische Commission festgesetzten Betrag in der Höhe von 2 Millionen gezahlt Vermischtes. fjoffanb. Haag, 21. September. Der König eröffnete heute die Generalstaaten Die Thronrede gedenkt der herzlichen Feier des Jubiläums des Königs, hebt die fr-undschaftlichen Beziehungen zu den ausländischen Mächten, die gunsOge Finanzlage des Reiches und den befriedigenden Ausfall der Erndte hervor. Ein Theil der öffentlichen Arbeiten bedürfe der Sicherstellung, ein anderer Theil der Vorbereitung, die partielle Trockenlegung des Zuyder-Sees sei in Aussicht genommen, die Gesetzbücher des Landes seien revidirt und zur Verathung vorbereitet, Modificalionen in der Unterrichts-Gesetzgebung seien unerläßlich. Die Nachrichten aus Atschin berechtigten zii der Hoffnnng, den Widerstand durch Klugheit und Ausdauer zu brechen. Die Thronrede lobt schließlich die indische Marine und Armee und bezeichnet den Zustand der Colonieeu als durchaus befriedigend. (ßiiyfoni). London, 20. S-pt-mb-r. Dcm „Daily T-l-graph" wird aus Ch-Ims- ford tclcgraphiri, daß auf d-m Sch.ff- N°.r--Dam-, das aug-blich -in- Ladung Kohlen und Maschinen führte, von den Osficier-n der Kustenwach- 4800 Ge- wehre und 500 Kisten Patronen, die für die Carlisten bestimmt waren, aufge fundcu nwrden sind. Man hält das Schiff für -in französisches, obnwhl das Wort „London" früher auf demselben gemalt war. Die Mannschaft hatte feine Ahnung von der Beschaffenheit dcr Ladung und verließ, sobald sie vo» der Entdeckung Kenntniß erhielt, das Schiff. gtafien. Turin, 10. Sept. Der König empfing heute den Fürsten von Ser bien in privatem Empfange. - Die Minister Minghetti und Visconte Veuosta sind hier eingetroffen Suanifn. — Bon der Insel Rügen berichtet die N. Stett. Ztg. über eme reckt sinnige Sedan. Festfeier. In dem Kirchdorfc Zirkow am Schmachter See, war zum Schauplatz de« Sedan- cstes der vor dem Orte gelegene hohe Mühlenberg erwählt, vor dem ein mit Buicknerl um. fränjter Rasenplatz liegt. Bei bengalischer Beleuchtung und unter dem Abfeucrn von Böllern und Flintenschüssen wurde die Erstürmung der Spichrrer Höhen von mehr al« vierzig Knaben vurch Erklimmen der 120 Fuß hohen Sandwand dargeftcllt. In der Mitte der dunkeln -cant wand zeigte sich sodann da« lebende Bild: Napoleon III unserem Kaiser seinen Degen über reichend; hierauf: Kaiser Wilhelm im Paradeanzug zu Pferde und für den Zuruf fc.e Publikum« durch militäriscken Gruß dankend. Von der jubelnden Menge aber wurde mit endlosem Gelächter bas letzte Bild ausgenommen: bei bengalischer Beleuchtung — kraucht Rap» hum — im Busch herum. — Zu einem Pfandleiher in Berlin, der zu gleicher Zeit Geld auf Wechsel, natürlich gegen hohe Zinsen, ausleiht, kam dieser Tage, wie der „Börsen Courier" erzählt, ein Studio,uo, dem der Wecksel zu früh ausgegangen war, und bat um ein Darlehen. Da der Pkandltlbrr ihn al« sicher kannte, trug er kein Bedenken, ihm 50 Thlr auf 3 Monate vorzustrecken, wofür der Musensohn 80 Tblr. schreiben mußte. Als dies geschehen war, theilte der edle Mana jenem mit daß er an baarem Velde nur 4 Thlr. besitze und der Studiosu« sich gefallen Ussti müßte den Rest in - Kindersärqen — anzunebmen. Indessen wollte er ihm für dieselbe, qiftcfr 'einen Käufer in der Person eine« im Hause wohnenden HandelSmaime« nackweisen. Der Studio wurde durck die Dreistigkeit diese« Ansinnen« so consternirt, daß er nicht» zu er widern wußte, sondern sich ruhig die 4 Thlr. in die Hand stecken und sich zu dem dttreffendm ^Ktndersarakäufer" führen ließ Derselbe bot sofort al« dieser Maare sehr bedürftig 15 Thlr. füT C(e Partie und endlich 20 Tblr., welche« Gebot der Studio annabm Er batte scm-t für 80 Tblr. 24 Tblr. erhalten und wird erst nach 3 Monaten empfinden, in welche« Unglück ,w t Literatur überhaupt beleuchtet und an bttiell'en Fritz R.iUtt» -inacrückt. Dcr republikanische General Garc-ira - Reina ist abg-s-ßt worden, unb «Keulung noebroeift. Alle brtt Abtbellungen daben eu - »<' -ä » über den mit Villah g.^bterr Karrchf, in dem er geichiagen ^ch aber ist w.ebenm einen wabrhettswidrtgen Bertcht erstattet yatle. ______-- 'Versteigerungen. Lckst-Vcrstcigerung lfeinster Sorten) Donnerstag den 24. Sept d. I., Nachmittags 3 Uhr, iu (Nleiberg bet Heinrich Wagner, zum schwai zcnWallfisch. Trc s a. Voa-, den 20 Sept. 1874 (^roßdeizogl Bürgetmcisterei TreiS a./Lda I. A.: L Hahn, BezirkSdauanfseher. Tricbvicrtel Nrrpacktunft. Biontag den 28. d M 2 von Rachmitta-o 2 l'hr an, uerd-n de UnivrsttätS-Triebvtcrtcl an Cvt unb Stelle unter den alsdann bekannt gemacht werbtnben Bedingungen öffentlich veipachtet- II 3298) h Hpt'thlen yrima H 1635) ^niinrohl^ ;132)) < .„m a>or (1 tl. •*!(T l® -L näb« (ibr Meint , 8 fl- per Mein tin unb ll piffl, Fl Ripshn Ban teuunbi n%6/i neu ;u allen 4430) tu neue ßrii tifflittffatn iiiud) cutt «iseutn IV Wir fi'ir Pompf •Stabten bt 4537 • ganz neu 4309 Rips, ! {'"lies r°fkst< dhvne graih Dr. Köhler Wme., (Sartfelb. bei kung, in Lich. '4510] Ei»il Fischbach A D oct er- 4492) Strickwolle ifj Erscheint wöchentlich. 4450) 2 Sammete von 12 24 empfiehlt 3298) Rahmkäs, I. A. Dusch Söhne. Handarbeiten, gegen 2000 Abbildungen enthaltend. Beilagen mit etwa 200 Schnittmustern für alle Gegenstände der Toilette und etwa 400 Nusterzeichnungen für Weissstickerei, Soutache etc. Grosse colorirte Modenkupfer. 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Da der PfaM" ite vorjufhtien, vefri theilte der ekle ito >suS fid} gefallen er ihm für diM lsmanneS N* daß er nichts zu ev h W wWl ihr ib iblt. n 6t hatte somit fir r in welches Unglüä n («in M» '>« Mortn, Wffiitt» ’e btt k«lh»,G ,en Mfynfc toiijelien jn erlicht ein Dicni T A«- schg-sy ,m ^lde stehens 'l'ote, mit dem n Bilbao durch 1$, ht eine Allianz da Kampfe gegen die lenzen nicht väh iii Folge der enz. r fl** *•*<#* sSK» >lliß js, annte öW berWbV, M lud) °ber W jun Saale eine ? Registrator-aM«-, ÄSS/ auseinander »er s° fortfahren 2 ----Mcm reich assortirtes ^aqer in : I,ainaS ;u Kleic-ern, Hcim rcn und Unterröcken, la. Gesuildheitsilauell ;u Unter-- jatfen FlockE>iqil<^S von Den billigsten bis zu den feinsten, Biiisharchenteai zu Unterhosen, extra la. 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Georg Dörner, Metzger, Neustadt. 4635) Doppelte und einfache Tuffstein- Kaminrohre bei Emil T tstör. 4432)) Ein Haus mit Garten vor der Stadt/worin früher eine Wirthschaft m,t gutem Erfolg betrieben wurde soll zu benv felbeit Hwecr wieder verpachtet werden. Bemerkt wild, daß neben den Wirlhschastslvcali- läien noch ein bcträchtllcher Miethwerlb dem Pachter zu Statten kommt. Rcflcc anten erhalten nähere Auskunft bei Chr. Vix, am dteuenwegerthor. (Yothaer Cervelatwurst, Prima Schwoizcrkäs, „ Limburgerkäs, vermischte Anzeigen. 4642) Die Schäferei-Gesellschaft zu Garbenteich sucht gegen guten Lohn zwei tüchtige Schäfer. Schwarz, __________________________Dirigent._______ 4652) Dreitausend Centner Aepsel werden zu kaufen gesucht von I- B litz. 4445) Zwei ineinandergebende schöne Zimmer, die für einen ledigen Beamten ober Kaufmann passen, und welche im Fall auch einzeln abgegeben werden, vermiethet unmöblirt oder möblirt Eugen Kaufsmann _________________________Alicenstraße.________ 4582) Das seither von Frau Dr. Witt- ltnger und Frau Franz bewohnte Logis ist zu vermiethen und den 1. October zu be- ziehen. Ang. 9t oll. J. C\ Wedekind, Nordhaufen. Ä1862 gegründet; 4 erste Preise, 3 Diplome. Reelle Preise, das größte Lager. 4657) Fabrik: von Mühlsteinen, französischen, belgischen und deutschen feinsten Gesteins und zu allen Zwecken; von Mühlpicken, Messerpicken, von Brücken-Waagen, Sackkarren, Steinkrahnen. Engros-ißcrtrkb des Rohgesteins aus den feinsten südfranzösischen Brücken. Mühlsteine aus 1 Stück und massiv; Zapfenlagersteine. Schleifsteine aller Größen aus eigenen Brüchen. Lager in Hamburg und Prag. Prima Seiden-Gaze ev. fertig 'genäht: Anerkannte Vorzüge der Mühlsteinfabrik: Keinerlei Accordarbett und bestangepaßte feinste feurigste Gesteins-Sorten. Tie Redactiou des „Hexterextex. 4624) Die Expedition der Cffcnbadjcr geihing. mit 6 Kreuzer, Reklamen mt Ausnahme des Sonntags erschc- alle Postanstaltcn deS deutscher Vierteljahr (ohne Bestellgebühr) x. R((bmingtn Statuten zi Unsere auswärtigen Abonnenten, sowie dicjcniaen, ivciiyc uur unter zaia avonniren wollen, ersuchen wir, dies sofort bei bei näcksten Postanstalt zu tbun. ^.ssenbach a. M, im September 1874. Kindergarten. 4647) Den geehrten Aeltern mache ich hiermit die Mittheilung, daß der Unterricht in meiner Kleinkinderschule am 1. October wieder beginnt. Derselbe wird von da an im System der Ktndergärtneret, worin meine Tochter Ausbildung genossen hat, ertheilt.Dr. Di ehm 's Wittwe. 18 Kreuzer per Zeile berechnet. Abonnements auf den täglich mit nenden „Neuen Mainzer Anzeiger" nehmen Reiches an, und es beträgt der Preis per 54 Kreuzer. angeno: 5nn Minisj »nitntt de ^folgen. T'at ju: 8ruig «" tn «tetzen. Die Expedition des „Neuen Mainzer Anzeiger. Große Emmerausgasse 26 in Mainz. . 8. tzhak u Ä*. wclcke aus unftr «hmh < - 4612) Unterzeichneter beehrt sich, einem flehrten Publicum hiermit anzuzeigen, - PostanÄlt " nCU datz er von Großh. Kreisamt Gießen die Erlaubniß zum Aus- und Ankleiden mannt _ |iyc Leichen erhalten hat und empfiehlt sich zur Besorgung dieses Gesckäfts hiermit bestens. Ax Rudolf* Snnger. kkthxil, 0 Bestellungen bitte bei Ebr. Wagner, Löwengasse 117, abzugeben Der „Hextercxtex Humoristiscb-satirifches Volks^Lct,cr;-Blatt, erscheint vom 1. October d. I. ab wie bisher wöchentlich für den billigen Preis nur 3 4 Reichsmark zz 7\ Sur. m.a .... u „ r. _n. r.. , , . m ‘ 9. vir Sv ? dieselben rk Kießener sonst nilj Der Reue Mainzer Anzeiger tritt mit dem 1. Oktober seinen zweiten Jahrgang an. In der kurzen Zeit seines Bestehens hat das Blatt in Mainz wie in der näheren und weiteren Umgebung unserer Stadt bereits einen großen Leser« kreis gewonnen. Dar Mr weiten ta religiös ! faitTungtoi | Mantlun tonn ter ! ^internen -2>C Me'Kai eigen« Job des ^hltnzeich ^leihen. 3. ! ^sührun v 4- 5 * ^rrich, .5.; ^agentu p 6. m Aibling , Sen Rk I-D 3883) Hiermit die Anzeige, daß wir Herrn Wilh. Balser in Gießen eine Fabrik-Niederlage in: weißem Tafelglas übergeben und ^denselben in den Stand gesetzt haben, zu unseren Fabrikpreisen! franco Gießen zu verkaufen. Gleichfalls unterhält derselbe eine Niederlage unserer sämmtlichen Sorten Flaschen in la. Dualität zu den billigsten Preisen. Schmidtborn 4’ Mahne, Glashüttenbesitzer in Friedrichsthal bei Saarbrücken. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige halte ich mich den Herrn Consu- menten bei Bedarf bestens empfohlen. «.> , --- I..........X/*“ w22,‘ VIC19 Df nur 3|4 Reichsmark zz