Gießener Anzeiger Linier. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen iitba. Montag den 23. Februar r. ÄS R8VÄ * ü> ihren @emiJ Bekannt mach u « g. nd Ttcrbekaffe B e k a n n t m a ch n 11 g. Uehei'imbung ‘Iler. P a b st. Strecker. - lörbaetU.^n. Durch dir dezoaen viertel',ädrig 1 f[. 29 h. 2) Wenn ein Mann, der das dreißigste Lebensjahr vollendet hat, als Grundbesitzer, Pachter oder Gewerbtreibender, oder als Ernährer einer zahlreichen Familie selbst bei dem Genüsse der gesetzlichen Unterstützung, seinen Hausstand und seine Angehörigen durch die Entfernung dem gänzlichen Verfall und dem Elende Preis geben würde. 3) Wenn in einzelnen dringenden Fällen die Zurückstellung eines Mannes, dessen geeignete Vertretung auf keine Weise zu ermöglichen ist, im Interesse der allgemeinen Landeskultur und der Natioual-Oekonomie für unabweislich nothweudig erachtet wird. Mannschaften, weiche wegen Control Entziehung nachdienen muffen, haben auch in den vorgenannten Fällen keinerlei Anspruch auf Berücksichtigung. Begründete Anträge finden jedoch stets nur Ein Jahr Berücksichtigung und sind eintretenden Falls zu erneuern. Gießen, den 7. Februar 1874. illSen-Srust-M'' S Vertrauen. w Mainz. für diejenigen, welche im Jahre 1854 geboren sind. Donnerstag den 3. März d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche im Jahre 1855 geboren sind. Samstag den 7. März d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche in den Jahren 1856 und 1857 geboren find. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr dahier in der alten Kanzlei, Louisenplatz 2. Darmstadt, den 10. Februar 1874. Großherzogliche Prüfungs Commission für einjährig Freiwillige. täglich, Ai: 9hi6- nahme Sonntags. Expedition: L a uz ltt l> era, 8it B. Rr. 1. Der Civilvorsitzende Großherzoglicher Kreis-Ersatz-Commission Gießen. " I V.: Gros, Kreisasiessor. ar 181»: nfcllcr :uar: en, „ foltrei erde»'’ eferung Mch, L-»dr-th, $t. ii. IV- «■ V« 8*' * itafl •" n Zordel Die Verwendung der französischen Kriegskosten- !ffi,benJi!1^cn crl i>iernid) Gesammtbttrag von 1,4^4,551,274 s * o ,'4.1)11. Es massen lildeß davon noch d'.ejemgen 325,000,000 Frcs oder ^NtfeyaorgUttg. 86,666,666 Thlr. abgesetzt werden, welche an Frankreich für die abgetretenen Von dem Reichskanzleramt ist dem Reichstage eine Denkschrift, betreffend^ Eisenbahnen gemäß $ 6 des ersten Zusatz-Artikels zu dem Vertrage vom e Einnahmen aus fcir französischen Kriegs kosten Entschädigung inib deren Ver- 10. Mai 1871 im Wege der Anrechnung auf die ersten drei halben Milliarden Wmg zugegaugen, welche ii.teressante Aufschlüsse über die Verwendung derber Kriegskosten-Entschädigung überwiesen sind. Es bleibt somit insgesammt ** c . Die Schrift hebt zunächst hervor, daß^ine E'.nuahme von 1,397,884,608 Thlr. Aus diesen Einnahmen find nach Der Rechner Das Kreis - Crsatz Ge chäfr für 1S74, hier die Zurückstellung der Reservisten, Land- Bieber. Wehrleute und Crfatz-Reservisten hinter den ältesten Jahrgang ihrer Klaffe. •ut Nerven- sD,-. 1 ^vhnnna befind™ on 6_7 m *"! rT! ” h- Der Vorstand ?n, zeigt man an, Undecker, die h: - lundschaft über die Ausstande deö schäft zu vereinna^ Für die Sßonminti: L. Labroiß Hofger.-Nv, Ärncrikan^he . von/inh^wÄ vvl 011(1 < M ^"llchödignn g ...... ■ len fl,rl'..liidei|'":- ~ - Diejenigen Reservisten und Wehrleute, welche auf Grund häuslicher oder gewerblicher Verhältnisse eine Zurückstellung hinter den 11111116 Ehesten Jahrgang ihrer Klasse beanspruchen zu können glauben, haben ihre bezüglichen Gesuche alsbald, jedenfalls vor dem 1. März l. 3», bei den Großherzoglichen Bürgermeistereien vorzubringen. ifb SterHaffe Gleiches gilt von den Erfatzrefervisten £. Klaffe, bezw. denjenigen im 3. Concurrenzsahre stehenden Militärpflichtigen, welche beim Ersatz- •flnim «mittag?3 des laufenden Jahres voraussichtlich der Ersatzreserve 1. Klasse zugetheilt werden, indem diesen Personen zufolge hbchsten Orts getroffener neuerer Unoidnungen die Theilnahme an dem für Reservisten und Landwehrleute vorgefd}!icbencn Klasfificationsverfahren gestattet worden ist. Zur Beachtung bei Vorbringung solcher Gesuche wird bemerkt, daß eine Berücksichtigung derselben nur dann zulässig ist: 0 wenn ein Mann als der einzige Ernährer seines arbeitsunfähigen Vaters oder seiner Mutter, mit denen er die nämliche Feuerstelle bewohnt, zu betrachten ist, und ein Knecht oder Geselle nicht gehalten werden kann, auch durch die den Faniilien der Reserven- und Landwehrmannschaften re. zu gewährender Unterstützungen der dauernde Ruin des elterlichen Hausstands bei der Entfernung des Sohnes nicht zu beseitigen ist. 'kWnB-dchmauuteu 5 Milliarden enthält. Die Schrift hebt zunächst hervor, daß^'eiue Emuahme von 1,397,884,608 Thlr. ‘_____ ............... ____7 Wopp^"jn du H Äer die Einnahmen noch die Ausgaben, um welche es sich hier handelt, schon jden ergangenen Gesetzen die Mittel für eine Reihe dem Reiche gemeinsamer m . worden- -Kiiiwärtig so genau feflstchen, daß ein definitiver rechnungsmäßiger Nachweis^Ausgaben vorweg zu entnehmen. Die durch die Gesetze selbst auf bestimmte »sitton 1 Beträge, sowie eine endgültige Deziffeiung der zur Vertheilung gelangen-,Beträge festgesetzten Ausgaben, nämlich: für den Reichs-Jnvalidenfonds, für ßSummen möglich wäre. Die Realtlation der auf die Kriegskosten-Enischä-^die Umgestaltung und Ausrüstung von deutschen Festungen, für Wiederherstellung, !Wg in Zahlung genommenen Werthe ist gegenwärtig noch nicht vollständig Vervollständigung und Ausrüstung der Festungen re. in Elsaß-Lothringen, für nhzeführt, auch hat die Abrechnung mit Frankreich über die fünfte Mtlliarde!die Eisenbahnen in Elsaß - Lothringen, beziehungsweise die Wilhelm-Luxemburg- 'ißbie letzte Zinsenrate noch nicht erfolgen können. Zur speciellen Darle-Eisenbahn, für den Reichskriegsschatz, zum Ersatz der Ausfälle an den Ein- der Einnahmen übergehend, ist zunächst die vertragsmäßige Kriegskosten- nahmen in Folge Abkürzung der Zoll- und Steuercredite, zum Betriebsfonds MAnbLimig anzusetzen nut 5,000,000,000 Fres. Hiezu treten die von^der Reichskasse, für die Marine-Verwaltung und zu eisernem Vorschuffe für die llreich vertragsmäßig gezahlten Zinsen zu 5 pCt. im Gtsammtbetrage von',Verwaltung des Reichsheeres, zu Dotationen für hervorragende Dienste, zu ,191,959 Frcs., so daß sich die Gesammtsumme des gezahlten Capitals auf Beihülfen an die aus Frankretch ausgewiesenen Deutschen, für den Schießplatz ll, 191,959 Frcs. beläuft oder auf 1,413,651,189 Thlr. Der rechnungsmäßige der Artillerie-Prüfungs-Commission, die Kosten des großen Hauptquartiers, so- ,. •rcl||,v"ii sler SI1S;S;^ Kontribution der Stadt Paris beläuft sich auf 53,505,865 Thlr. wie der von der Reichskasse 1870 u. 71 für gemeinsame Zwecke bestrittene '(>lstellt- 11B Frankreich erhobenen Steuern und die nicht für besondere militärische Kostenaufwand und der Mehrbedarf gegen den Friedensetat für die in Elsaß- ' 'csteH6 ‘n huf^‘ ' verwendeten örtlichen Kontributionen nach Abzug der Kosten für die'Lothringen garnisonirenden Truppm bis Ende 1872, endlich die durch das Ge- 111111 cD* A ltund derjenigen Theile Frankreichs, in welchen diese Steuern und Con- ietz vom 8. Juli 1873 für verschiedene Zwecke (Marine, Reichstagsgebäude k.) fr111 nelj{erkt wir.^«livnen aufgekommen sind, betragen nach der gegenwärtigen Rechnunaslage, bewilligten Ausgaben belaiifen sich im Ganzen auf 480,778,029 Thlr. Die- elchß n^öß ouf die neueste Zeit ans Anlaß der Abnahme und Revision der be- jenigen Ausgaben, deren Höhe von dem zur Erreichung des Zwecks erforder- 'nmfol^ende rWlben Speeialrechnung n vielfach alterirt ist und voraussichtlich auch nochUichen Bedarf abhängt, sind wie folgt zu veranschlagen: 1) zum Ersatz von utitqe il Aeudtrungen unterliegen wird, 17,394,220 Thlr. Die in Rede'Kriegsschäden und Kriegsleistungen 37,700,000 Thlr., 2) zur Entschädigung der 0on28la^tnbe5rN; r Kinder und Entmin! Mit Veolgnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. December v I. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten rlach, Landrath. ,Ztztiifiuigen in folgender Weise vorgenommen werden: UebersendungMsr * Montag den 2. März d. I. und die folgenden Tage: deutschen Nhederei 5,600,000 Thlr., 3) für die Kriegsdenkmünzen 300,000 Thlr.,! 4) die Jnvaliden-Pensionen rc. in Folge des Krieges von 1870 n. 71 für die Zeit bis zum Schluffe des Jahres 1872 nach gegenwärtiger Rechnungslage 10,089,774 Thlr., 5) Zuschuß zur Deckung der aus dem Reichs-Jiwalidenfonds zu bestreitenden Jnvalioeiipensionen für die Zeit, während welcher der Invaliden- fonds noch nicht vollständig angelegt ist 5,980,000 Thlr., 6) die nach Art. V des Gesetzes, betreffend die französische Kriegökosten-Entschädigung vom 8. Juli 1872 als gemeinsame Lasten zu behandelnden KriegSausgaben, nämlich: a) für die Armirung und Desarmirung der Festungen 9,847,187 Thlr., b) für das Belageruugsn'.aterial 9,394,821 Thlr., c) bei der Marineverwaltung 9,352,512 Thlr., d) für vorübergehende Einrichtungen zur Küsten-Verteidigung rc. 980,813 Thlr,, e) für Anlegung und Wiederherstellung von Eisenbahnen rc., im Interesse der Kriegsführung 4,791,986 Thlr., f) für die nicht in den Bereich der Feldtclegraphie fallenden Telegraphen-Anlagen und deren Betrieb 202,791 Thlr., g) für die einstweilige Civiloerwaltung in Frankreich, bezw. bis Ende 1871 die Kosten der Verwaltung der Eisenbahnen in Elsaß-Lothnn- gen 3,753,714 Thlr. Ferner für die vom 1. Juli 1871 ab erfolgenden, mit dem Kriege im Zusammenhänge stehenden Leistungen, nämlich: h) bei der Postverwaltung 225,000 Thlr., i) bei der Telegraphcnverwaltung 590,000 Thlr.,, k) bei der Verwaltung des Landheeres der Mehrbedarf gegen den Friedensetat in Folge der Occupation französischer Gebietstheile 21,01)0,000 Thlr. (darunter für Bayern nach ungefährem Ueberschlage 3,700,000 Thlr.) 7) Zu weiterem Bedarf für die von der Reichshauptkaffe für gemeinsame Zwecke zu bestreik tende Kosten. Da der Betrag dieser Kosten in § 1 Ziffer 9 des Gesetzes vom 8. Juli 1873 nach Maßgabe der bis zur Berathung des Gesetzes vom 8. Juli 1873 wirklich geleisteten Ausgaben fcstgestellt ist, so wird für die seruerweil entstandenen, bezw. noch entstehenden derartigen Kosten eine Bedarfsumme von etwa 250,000 Thlr. anzusehen sein. Der Gesammtbetrag der von der Einnahme vorweg zu entnehmenden Ausgabefonds berechnet sich hiernach auf 600,836,627 Thlr. Von den oben als Einnahme nachgewiefenen 1,397,884,608 Thaler verbleiben mithin zur Theilung 797,047,981 Thlr. Es wird indes; empfohlen, für mögliche Ausfälle an den berechneten Einnahmen, bezw. für Mehrerforderliisse bei den AllSgaben eine mäßige Reserve zu behalten Die Theilnngssumme wird demnach zu rund 793,000,000 Thlr. angenommen werden können. Hiervon würden genräß des Art. VI des Gesetzes vom 8 Juli 1873 drei Viertheile nach dem, in dem gedachten Art. VI angegebenen Maß- gäbe der militärischen Leistlingen, ein Viertheil dagegen nad) dem für 1871 gültigen Matricularfuße zu vertheilen sein. Von der Theilungsfumme erhalten sodann: 1) Bayern 90,200,411 Thlr., 2) Württemberg 28,500,870 Thlr., 3) der Norddeutsche Bund 530,115,053 Thlr., 4) Baden 20,133,182 Thlr., 5) Hessen 9,333,674 Thlr. und im Laufe der Berechnung sind zur Deckung von Ausgaben ausgeschieden 6,119,000 Thlr. und 108,596,810 Thlr. Deutschland. Berlin, 20. Februar. Acht elsaß - lothringische Abgeordnete haben zur Aufnahme in den stenographischen Bericht über die Reichstags-Sitzung vom 18. Februar die Erklärung eingereicht, daß sie bei der Abstimmung über den Antrag Teutfch, betr. die Volks-Abstimmung in Elsaß-Lotlwingen, sitzen geblieben seien, nicht um mit der Majorität zu stimmen, sondern um sich der Abstimmung zu enthalten und zwar deshalb, weil durch den Schluß der Debatte ihnen dle Erläuterung ihrer Stellung zur Sache, welche durch die beiden zum Wort gelangten Redner nicht genügend dargestellt gewesen, abgeschnitten sei. Die Social-Demokraten und Polen haben gleichfalls eine ihre Abstimmung motivirende Erklärung eingereicht. Berlin, 20. Februar. Der Kaiser von Rußland wird bekanntlich in den ersten Tagen des (russischen) April seine Reise nach England antreten, und ist die Dauer seiner Abwesenheit vorläufig auf vier Wochen bestimmt. Sein Ailfenthalt hier wird, wie man weiter hört, zwei Tage und der Besuch in London acht T.:ge währen. Auch der zu jener Zeit stattfiiidenden Vermählung der Großfürstin Vera, seiner Nichte, am Hofe zu Stuttgart beabsichtigt Kaiser Alexander beizilwohiien. Berlin, 20. Februar. Die Agitation der orthodoxen Geistlichkeit gegen das Civilehe-Gesetz nimmt nachgerade bedenkliche Dimeiisionen an. Dem „schönen Tag von Magdeburg", an dem sich „Kreuzzeitung" und „Germania" gleichzeitig erheben und aufrichtcn, ist jetzt auch in Pommern eine ähnliche Demon stration gefolgt. Die „Kreuzzeitung" veröffentlicht eine ziemliche Reihe geistlicher Namen, welche sich zu der ebenso kurzen als anmaßlichen Erklärung vereinigt haben: „Ein Civilstandsamt, welches verpflichtet, auch bei solchen Eheschließungen mitzuwirken, die wider Gottes Wort sind, werden wir nicht übernehmen, weil wir es nicht können." In Magdeburg hat sich selbst das Cou- sistorium der Verwahrung angeschloffcn; die Magdeburger Versammlung hat überdies nicht nur erklärt, das Standesamt nicht annehmen zu können, sondern sie hat das Kirchenregiment geradezu ersucht, die Uebernahme eines solchen Amtes der evangelischen Geistlichkeit zu untersagen. Bekanntlich unterstützen auch die Commijsionsbeschlüsse des Herrenhauses diese geistlichen Prätensionen, indem sie einen besonderen Paragraphen 3 a einschieben, wonach an andere Personen als Gemeinde- und Bezirksbeamte daS Standesamt nur mit deren Bewilligung übertragen werden kann. Dieser Paragraph hat nun freilick) keine Aussicht, gesetzliche Geltung zu erlangen, und es steht zu hoffen, daß der Zusatz im Plenum des Herrenhauses fällt. Hoffentlich wird auch die oberste Kir- chenbehörde nicht säumen, der orthodoxen Auflehnung die gebührende Zurechtweisung zu ertheilen. Berlin, 20. Februar. Der Reichstag setzte zunächst dle erste Berathung der Novelle zur Gewerbe-Ordnung fort. Lasker sprach in langer Rede gegen das Gesetz, ebenso Müller (Pleß) und Duilcker unter Zurückweisung der gestern von social-demokratischer Seite ausgestellten Behauptungen gegen die Bestrafung des Contractbruches. Hierauf wurde die Debatte geschloffen und die Vorlage an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. Der Gesetzentwurf über die besondere Genehmigung von gewerblichen Anlagen wird in erster und zwei ter Lesung angenommen. Es folgt die erste Lesung des Reichs - Preßgesetzes. Der sächsische Bundescommiffär Held empfiehlt die Vorlage, welche eine freie Bewegung ermögliche, während sie gegen Ausschreitungen Schranken setze, welche die Preß Besteuerung beseitige, die Maßregeln gegen Ueberschreltungeu auf ein geringes Maß beschränke und den von der früheren Reichstags-Commission ausgestellten Grundsätzen sich anschließe. Die Einführung tk-5 Gesetzes für Elsaß-Lorhringen würde erhebliche Gesetzes -Aenderungen voralisgesetzt haben, deshalb sei von der Ausdehnung des Gesetzes auf Elsaß-Lothringen abgesehen. Das Gesetz geht an eine Commission von 14 Mitgliedern, nachdem gegenüber Reichensperger, Gech, Majunke und Ewald durch Fürst Bismarck bic Handhabung der Preß-Verhältnisse in Elsaß-Lothringen, namentlich das Verbot der „Germania", gerechtfertigt worden. Das Herrenhaus vollendete die Berathung des Civilehe- Gesetzes und nahm die noch übrigen Paragraphen in der Fassung der Commissioli an. Ein Zusatz Antrag von Baumstark, die Geistlichen für die ihnen entgehenden Gebühren durch den Staat zu entschädigen, gegen welchen der Cultus- und btr Finanzminister sich aussprechen, wurde gleichfalls angenommen Ein Antrag von Brühl betreffs der Beibehaltung des Tanfzwanges, sowie ein Antrag von Senffl-Pilsach, das Gesetz erst im folgenden Jahre in Kraft treten zu "lasten und für die alten Provinzen ganz auszuschließen, wurde abgelehnt. Ein An- trag von Brühl, die Maigesetze aufzuheben, wurde mit 129 gegen 15 Stimmen verworfen. Die Schluß-Abstimmung über das ganze Gesetz findet in einer Abendsitzung statt Berlin, 20. Februar. Das Herrenhaus nahm in der heutigen Abend- sitzung das Civilehe-Gesetz in der Schluß-Abstimmung mit 89 gezeu 51 Stimmen nach den Beschlüssen der Special-Berathimg an. Desgleichen wurde der Gesetzentwurf über die Berliner Stadt-Bahn angenommen. Berlin, 10. Februar. Der „Reichs Anz." erinnert an Art. 8 de- Münzgesetzes, wonach eine Anßercourssetzung deutscher Landesmünzen erst dann diitrcten kann, wenn solche drei Monate vorher bekannt gemacht und mindestens eine vierwöchentliche Frist zur Einlösung durch die Sraatvkaffeu sestgeje^t ist und weist darauf hin, daß zu den deutschen Münzen, welche nach dem Ein tritt der Reichswährung gesetzlichen Umlauf behalten, auch die braunschweigisch' lüneburgischen Einzwölftel-Thalerstücke mit springeudem Pferde gehören, die mit 25 Reichsmark-Pfennigen tarifirt sind. Posen, 20. Febrnar. Der Erzbischof Ledochowski hat auf eine Anfrage des hiesigen Kreisgerichts erklärt, er wolle zu dem nächsten Termine nicht erscheinen. — Tie „Ostdeutsche Ztg." erfährt, der Gerichtshof für kirchliche Angelegenheiten in Berlin halte das persönliche Erscheinen dcS Erzbischofs ut Berlin für unnöthig, weil die Sachlage auch ohne Vernchmnng des Angells tcn klar liege und in contumaciam erkannt werden könne. Essen, 20. Februar. Die Essener Zeitung hatte berichtet, daß vergangenen Sonnabend Nachmittag in Essen ein katholischer Fabrikarbeiter in Oe zum altkatholischen Gottesdienst benntzte evangelische Marktkirche eingedrmigin war, den anweseitden Küster der altkatholischen Gemeinde mit pöbelhaften Sck)impfworten überhäuft, den Altar beschmutzt und versucht hatte, das Krn- zefix von demselben herabzuwerfen und den Beichtstuhl umzustoßen. — An diese Mittheilungen waren einige Bemerkungen über die eigentlichen moralischen Urheber des in der Gegend von Essen herrschenden religiösen Fanatismus gefnüpr- In Erwiderung hierauf bringt nun die liltramontaue „Ess. Volks-Ztg." nachstehende naive Erklärung: Wir sind in der Lage, zuverlässig mi:rheilen können, daß der katholische Fabrikarbeiter, welcher den Exzeß in der Marktkirche verübt hat, sich in einem total betrunkenen Zustande befand. Nüdesheim. Hier wird demnächst ein altkatholischer Verein gegründet werden. Aus Kurheffen, 18. Februar. Bereits früher wurde berichtet, d.iz der Volksschullehrer Dietz in Marburg in Uebereinstimmung mit mehreren cti * hessischen Collegen sich wiederholt geweigert hatte, die staatliche Alifsicht übir die Ertheilung des Religionsunterrichts in den Schtilen anzuerkennen, und hic » auf auch beharrte, als die Regierung zu Kassel, Abtheilung für Kirchen- un) Schulsacheii, das Schulaussichtsgesetz in einem amtlichen Erlasse dahin inte* pretirte, daß alle Unterrichtszweige, also auch die Religionslehre, der Dean'- sichtigung durä) den Staat, resp. dessen Organe unterworfen feien Dietz k* stete indessen fortwährenden Widerstand und ließ alle Anordnungen der staa- lichcn Behörden, die sick) namentlich auf die Feststellung des Lehrplanes bezöge., unberücksichtigt. Nachdem schon vor geraumer Zeit feine Amtsfuspension e:» kannt war, hat jetzt das Plenum der königlichen Regierung die definitive Absetzung erkannt. Fulda, 19. Februar. In dieser Nacht wurde im hiesigen Amtsgericht:- gebäude mittelst Einsteigens eingebrochen und die Depositenkaffe ihres Jnhakl-, im Betrage von 10,400 Thalern, entleert. Holtanv. Amsterdam, 20. Februar. Einem Telegramm ans der heute in P' nang erschienenen Zeitung zufolge sind daselbst Gerüchte über lebhafte am 1 • d. Mts. stattgehabte Gefechte zwischen den Atschinesen und den Holländern üc? breitet. Die Letzteren hätten erhebliche Verluste, auch an Officieren, erlitten Der Verlust der Atschinesen war noch unbekannt. Eagsand. London, 21. Februar. Das neue Ministerium ist wie folgt gebildet Erster Lord des Schatzes ist Diöraeli; Lordkanzler Cairns^ Präsident des g* Heimen Rath es der Königin Herzog v. Richmond; Lord-Siegelbewahrer Ma mesbury; Staatssecretär des Aeußern Lord Derby; für Indien Marquis t Salisbury; der Colonien Lord Carnarvon; des Krieges Gathorne-Hardy; dc- Jnnern Croß; Kanzler der Schatzkammer Sir Stafford Northcote; Genera. Postmeister Lord Manners; erster Lord der Admiralität Hunt. Zum Vicr Präsidenten des geheimen Rathes soll Lord Sauton, zum Schatzsccretär Lmit- (confervatives Mitglied für Westminster) ernannt werden. — Ein Telegramm der „Times" aus Sierra-Leone^ meldet von Coast-Castle den 28. Januar: Die Engländer haben Cumassi besetzt und Halles den König der Aschantis und feine Angehörigen gefangen. Alien. Neddo, 19. Februar. Der Vorsitzende des Ministeriums, Samakur^ bat ferne Demission eingericht, welche indeß nicht angenommen ist. Die cffeni'l liche Stimmung ist für den Krieg gegen Korea. Für den Fall, daß dersc stattgefulidcn. Lokal- Notiz. Gief)en cschäftswelt hierauf aufmerksam. BermischteS Amsterdam k. 8. 99% ;7(, Oberhessen 78% 4 Goldsorten fl. kr. Pr. Friedrdor 9 55—56 Pistolen 9 37—39 1864r 160 Aecht kölnisches Wasser Allgemeiner Anzeiger 6“,e'Ä Vkrsteignung von Pappel- stammen und Reisern. letztere von 2% Meter Länge. do. 15 68 Emil LocS. Goldarbeiter. 14,2 29 Buchen Nadel Birken 2 738 730 1700 670 2782 52 126 In Auftrag: Senrmler. steigern. (657) und Kü- Augsburg Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London Lyon Paris Wien ditto ditto Disconte biS 38 Centimeter Durchmesser, bis zu 20 Meter Länge, mit 35,05 Cub- Meter: Buchenstämme mit 1,21 Cub -M. :er; Fichten- und Kiefernstangen mit 67,29 Cub..Meter Inhalt- eine Parthte Bänke für Wirthe sonstige Gegenstände, Haus- und chengeräthe vttsteigert werden- Maxbahn 119% Bayer. Ostbahn 112 Rhein-Nahebahn-Act. — Hess. Ludwigsb.-Act. 144 3°/o 3% 3% 5% 5% 8. 100 S 104% S. 105% welche nach dem(■ tie öraun^chweizii Pferde gehören, hier Holzversteigerung in der Fürstlichen Oberförsterei Lich. 75 0) Montag den 2. März soll in ki Dtstricten Langbekg und Häuserberg rchi)«rzeichneteS Holz versteigert werden: )wöki hat auf eine i m nächsten Termine i Gkrichrshos für M einen deS Erzbischvß ernchmnng des Lngek. nne. ite berichtet, daß vei. er Fabrikarbeiter in i Marklkirche eingebmr emembe mit pöbeii." versucht hatte, baÜ umznstohen. - An V zcntlichen moraliscben i Öfen Fanatismus gekni e Jff. »W1- jiiDtrläffy en tzzO \\\W' * befand. acholischer Verein ss Durchmesser und 2,4 bis 15 Mtr. Länge, zusammen 89,28 Cub.-Mtr. haltend, Fichten-Stangen 17,77 Cub.-Mtr., Raummtr. Eichen-Schcidholz, „ Eichen- und Nadcl-Prügel- 3020 Wellen Buchen- und Nadel-Reisholz, 1 Eichen-Stamm 0,98 Cub-Mtr., 1 Buchen-Stamm 1,27 Cub-Mtr., und 2008 Fichten-Stangen 21,55 Cub -Meter haltend, sodann Dienstag den 3. März d. I., in den Dkstricten Schabenberg und Mark: 102 Eichen-Stämme von 24 bis 62 Ctmtr. ;n0efl* Jersteigerungen. Mobiliar-Versteigerung. Dienstag den 3. März, Nachmittags 2 Uhr, — Ein mysteriöser Vorfall wird einer wiener Zeitung aus Brody berichtet: „Am 9. Februar reisten von Lemberg nach Podwoloczvska zwei Engländer und ein Russe, Namens Michael Majcralowicz, in einem Coupe erster Classe. In Krasne stiegen die Engländer aus und reisten weiter. Später entdeckte man dort den Majeralowicz lobt. Auf der Brust der Leicbe fand man 50,000 Rubel in Assignaten und einige Napoleonsd or. Man erinnerte sich hierauf der Engländer, die mit ihm gereist waren, und veranlaßte auf telegraphischem Wege ihre Actien. 5% östr. F. St. E. B. 340 Lombard. Bahn 166 Ludwigsh. Bexbaoh 182 Versteigerung. Dienstag, den 24. Februar, Nachmittags 1 Uhr, lasse ich in dem Laden meines verstorbenen Vaters Sonnenstraße B. 83 Schreibmaterialien, Leder-Waaren, Glas- kästen, Glasschränke und sonstige Gegenstände meistbietend gegen Baarzahlung ver- 1 GlaSschrank, 1 Glasschrank auf eine Komode, Komoden in Nußbaumund Eichenholz, Consolschränkchen, Was.chkomode, ovale und runde Tische, Eophas und Stühle, einthürigc Kleiderschränke, Küchenschrank, Nachttisch, Bettladen mit und ohne Sprungfeder- Einlagen, Schreibkomode, Spiegel, 1 Badebüttchen von Zink, Wanduhren, " Är"- Bn dem gestern -lb.nds in der hiesigen Jesuitenkirche statt- Aetht .^un^cnen außerordentlichen Gottesdienste entstand in Folge eines blinden Feuerlärms V0N Jean 9Rdtid Fdrittd. dr. Gedränge, in welchem vier Personen getödtet und ungefähr zwanzig lebensgefährlich' Meine Niederlage davon in der Expedition deS Gießener Anzeigers empfehle ich rttdcfrt wur'drn. Der Feuerlärm soll nach einer Version durch die Ohnmacht einer Frau, ach zu 8 fl. per Dutzend, 4 fl per halbes Dutzend und 45 kr. per Glas gehorsamst idiier andern absichtlich durch Strolche veranlaßt worden sein. Johann Maria Farina in Köln. k. k k. Ferner: Kiefern - und Fichtenftämme 25 13,4 4 3 Nstm.n k. S. 93% k. 6. 105% k. 8. 105 k. 8. 118% k. 8. - k. 8. 93% k. 8. 105% m. 8. 1057a 1. 8. 105% °/o Zusammenkunft Morgens 10 Uhr auf dem Mühlweg im Langberg am Mühlsächser Feld. Lich, am 20. Februar 1874. Wimmen auer, Forstrath. üher wurde berichte Innung mit me^rereii (• ie fia-lilich- 8#' eit anzu-ckn« btieiluug f“1 i-hen ÄdigionMie, ta* tewrjen s« i, jfciwbnnnjenMi“ « tes Lkhrpl-mS b-!' [eint amt**, egtongbi«*1111' , im Prioritäten« östr. Stsb.-Prior. 62% östr 8. Lombard 49% Livomeser 33% Toscaner 53 7r Elisabeth.-Prior. 891 4 ^Mlaen t in dem Tornister nach Papieren, durch welche die Person des Todten festgcstellt würde und findet die Legitimationspapiere des verheiratheten „Moblot". Sie werden nach seiner Heimaths- gemeinde geschickt und der „Moblot" wird als tobt in die Civilftandsrcgister eingetragen. Seine junge Frau ist sehr betrübt, aber sie betrauert ihn kein züchtig Jahr, sondern sie visirt, weil in Kriegszcitcn eine alleinstehende Frau übel daran ist, sofort nach einem neuen Schatze. Sie hcirathet alsbald und auch der Kindersegen blieb ihrer Ehe nicht aus. Vor einigen Monaten wurde der todtgeglaubre „Moblot" begnadigt und als er, nach Hause zurückgekehrt, gerade zur Mittagszeit anlangt, findet er seine Frau mit einem anderen am Tische sitzen, um das berühmte Huhn Heinrich IV. zu verspeisen; außerdem zwei hübsche Kinder, das eine in der Wiege, das andere auf dem Arme deS HauSmädchens, welche ihn zu seinem Schrecken an die .lange Abwesenheit von der Heimath erinnern. Der Schluß der Geschichte hat nur für die ! Rcchtsgelehrten Interesse. Der „Moblot" klagte und in Folge gerichtlicher Entscheidung mußte die Frau zu dem früheren Manne zurückrehren, während über das Schicksal der Kinder die Entscheidung noch aussteht. t tt" Holl ft. 10 St. 9 52—54 Dueaten . . 5 30—32 20 Frankens. 9 21%—22% Engi. Sover. 11 49 — 51 Russ. Imper. 9 36—39 Dollar in Geld 2 25—26 i-orb;6X, »7°, Freitag den 27. d. M., sollen auf der Staatsstraße von Gießen gegen Reiskirchen 47 Schwarzpappelstämme von vorzüglicher Qualität, 5 bis 10 Mtr. Lange und 30 bis 59 Centmtr. Durchmesser, zusammen 61,69 Cub -Mtr. haltend und 55 Haufen Reiser versteigert werden. Anfang Morgens 10 Uhr bei Abthei- lungsnummer 31 in der Nähe der Gänsen- bürg. Die Concurrenten haben auf Verlangen einen zahlungsfähigen Bürgen zu stellen, oder sich in sonstiger glaubhafter Weise zu legttimiren. Gießen, den 23 Februar 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: [749] S ch a cker, Kreisbauausseher. Holzverstetgerung. Montag den 2. März d. I., kommen im Staufenberger Gemeindewald, Districten Schwalbengraben und Strackeloh nachverzeichnete Holzfortimente zur Versteigerung : 166,2 Raummtr. Buchen-^cheidholz, 66 „ Buchen-Prügelholz, 43 „ Buchen-Stockholz, 26 , Radel-Prügelholz. auch erfolgen." Aus Bayern, 13. Februar. Dor den Schranken des Münchener Bezirksgerichts er- ffbhn die'er Tage als Angeklagttr ein Hochstapler Namens Helmold t. Derselbe hatte ich, fälschlich alS Dr ined' und Chirurg gerirenv, auf dem „nicht mehr ungewöhnlichen Wege" drr Zeitungsannonce eine Verlobte gesucht und auch gefunden. Die heirathslustige Dame glaubte dni'Vorspiegelungen des Schwindlers-, der sich als der Sprößling einer altadeligen Familie in, Preußen ausgab und nur wegen momentaner Geldverlegenheit, die ihn verhindere, standesgemäße aufjmtrcten, seinen Titel zur Zeit abgelegt habe. Da der saubere Vogel auch von zwei Onkeln § im Mlter von 86 und 8s Jahren sprach, die er beerben würde, sah sich die Verlobte gerne1, veranlaßt, ihrem Bräutigam Darlehen zu bewilligen. Während der Verlobungszeit war der! Llhavindler auch mit einem Regensburger Heiratsvermittler in Verbindung, der bereits ein' Mk chen mit bedeutender Mitgift ausfindig gemacht hatte. Die Lösung dieses erst im Entstehen brzriffenen Bundes wurde durch die Verhaftung des Schwindlers veranlaßt. Helmoldt hatte • aud) in Zeitungen Theilhaber zu einem Geschäfte gesucht, das 1000 Proeent abwirft und wozu einige 100 Gulden erforderlich seien. Den sich in Folge dieses Inserates Anmelbenden stellte er fiel) als Erfinder eines neuen Uhröls vor, indem er für Überlassung des Reeepts 100 Guld. tirldjigte. Durch die Gerichtsverhandlung ergab stch, daß Helmoldt aus Halle (Preußen) getüritg, seines Zeichens ein Tischler sei, später niedere Chirurgie getrieben und sich in C l.f' üls Zahnarzt niedergelassen hatte, woselbst er nach langjähriger Thätigkeit wegen Schwindelet au^gewiejen. Durch Erk-nntniß oes Münchener Bezirksgerichts wurde der Angeklagte zu zwei- jibriger Gefängnißstrafe verurtheilt. Wiesbaden, 20. Februar. Hr. Prof. Dr. Bock, der in weiten Kreisen durch seine Milär-mediciniscken Aufsätze in der „Gartenlaube" bekannt, und seit einiger Zeit dahier seinen Aufenthalt genommen, verschied gestern Abend in einem Alter von 64 Jahren. Frankfurts Die „Fr. Ztg." bringt folgendes nette Jagdstückchen. Eine Anzahl Mksurter Jäger, höchst renornmirt durch ihre Sicherheit im Schüsse, begab sich vorige Woche tuf die Saujagd nach dem Spessart. Nicht weniger als 6 Stück kamen an, die Schüsse! fragten, keine fiel und zwei Sauen waren darüber so erstaunt, daß sie vor einem gewaltigen Zager grunzend und glotzend stehen blieben. Dieser war, obgleich noch beide Läufe geladen ; »areri, darob so verdattert, daß er schrie: Helft! Schießt doch! Die Sauen hatten Mitleid '^rhwtigmU, E 51 en Widjeit würbe t- mwt an An. 8 b «esnMzen ech !Illt gemacht und mir holz, 68 Raummtr. Eichen- und Nadel-Stock- holz, 6300 Wellen Buchen-, Eichen- und Nadel- Reisholz Die Zusammenkunft und der Anfang ist an jedem Tage Morgens 9 Uhr, und zwar am ersten Tage im Disttict Scvwalbengraben, am zweiten Tage im Schwabenberg, wo das Eichen-Bauholz gegen %li Uhr zur Versteigerung kommt. Staufenberg, den 21. Februar 1874. Großherzogl. Bürgermeisterei Staufenberg. (752) Vogel. 30 Centner gutes Heu hat zu verkaufen E. Bernhard, Schullehrer zu (746) Muschenheim bei Lich. nicht beschlvflen wird, befürchtet man den Ausbruch eines Bürgerkrieges. Laut — Dem „Journal des Debüts^ entnehmen wir folgende amüsante Geschichte, Meldung au- Naugasak. habe» im Disttict Fugen bereit- ernstliche Unruhen ! gerufen und macht den Feldzug gegen die Deutschen mit. In einem Gefecht, in welwem bie Franzosen Reißaus nehmen, läuft auch unser „Moblot" davon und erleichtert sich den Rückzug I durch daS Wegwerfen seines Tornisters. Er macht den Feldzug bis zum November des JahreS ■ 1870 mit, wo seine Thaten durch die Kriegsgefangenschaft, in welche er geräth, ein Ende GiesttN, 22. Februar. Wir entnehmen der „Franks. Zeitung" Folgendes: Der für.;nehmen. Als Kriegsgefangener bekömmt er gleich vielen anderen eine deutsche Festung zum eie Einlösung der pr e uß. Fr iedri chsd'ors von der Regierung festgesetzte Termin geht mit unfreiwilligen Wohnort angewiesen. Er benahm sich dort ungezogen, verstieß gegen die DiSciplin oem 31. Marz a. c. zu Ende. Vis dahin erfolgt fcic Einlösung ä Thlr. 5% — 9 fl. 55 kl.;und ließ sich zuletzt ein graves Vergehen gegen die Subordination zu Schulden kommen, so In Süddeutichland und ganz besonders hier in Frankfurt, hat sich vor langen Jahren unoi daß er von dem betreffenden Kriegsgericht zu fünfjährigem Kerker verurtheilt wurde. Seiner durch Einflüsse von Geldwechslern bei dem Publikum der Mißbrauch eingeschlichen, diese Münze» Gattin schrieb er, weil er wie viele Soldaten der großen Ration, deS Schreibens unkundig war, zu fl. 10, also fast 1 pEt. über den gesetzlichen Werth anzunehmen und auszugeben. Ein großer.während seines ganzen Aufenthalts in Deutschland nicht ein einziges Mal. Unterdessen war in Tbeil des Publikums ist sogar Der Meinung, daß diese Goldstücke eigentlich 10-.st.-Stücke seien, deren Schicksale eine merkwürdige Wendung eingetreten. Der weggeworfene Tornister ihres Jeder intelligente Waarenhändler weiß, daß er weder feine Wechsel damit bezahlen kann, noch! Mannes war von einem anderen, der einen solchen nothwendig hatte, aufgelesen worden, aber auch bei großen Häusern oder Fabrikanten damit durchkommt. Er ist genöthigt, sein Gold beim! bald darauf wurde der neue Inhaber des Tornisters in einem Gefechte erschoßen. Man sucht Geldwechsler mit erheblichem Verlust zu verwechseln und man muß sich wirklich wundern, daß l" :rL*~ —x c m f c “ ~ sonst intelligente Hanoelsstand Frankfurts icit Deecnnicn zu einem solchen Mißbrauch die Hand bietet. Bei der bevorstehenden Einführung der Markwährung ist die beste Gelegenheit zu einer Radikalkur in dieser Richtung gegeben und wir hoffen, daß der HandelSstand ohne främer hafte Aengstlichkeit diesen Moment benutzt Vorerst handelt es sich um die preuß. Friedr ichs- o’ ort. Diese häufen sich an unserm Platze bereits maffenhaft an, denn in dem alten Preußen btgreift man ganz wohl, wie es viel vortheilhaster ist, solche Goldstücke zu 9 fl. 57 kr. (jetziger hVsiger Geldeours) nach Frankfurt zu werfen, als sie an den Regierungskassen abzuliefern. Naturgemäß werden sich dieselben im nächsten Monat noch mehr hier ansammeln, wenn nicht dir Geldwechsler und der Waarenhändler,' letzterer durch Verweigerung der Annahme, die Ersteren durch Herabsetzung des Eourses größeren Verlusten vorzubeugen. Nach dem 31. März sind aber di5e Goldmünzen nur noch zum Metallwerth (ca. 9 fl. 40 kr.) anzubringen, denn gesetzliches Zahlungsmittel sind sie von da an nicht mehr. Mögen diese Zeilen dazu beitragen, den Handelsstand zeitig zu gemeinsamen Maßregeln zu veranlassen. Wir machen insbesondere aud) unsere chk liiDtn im Saale deS PromcnadenhauseS n UIWf . (ilii? toiliici nachbenannte sehr gut erhaltene an Ossaer ' | gflobd: ' bet Atuz- ■"'ommen Ej„»( ; '°>7 ™ Sl’trM /W Sin 1 iS ,flfScn 15 Ste do. II. Emiss. — Aiilelicnsloose. Darmstädter ft. 50Loose 215V» n n 25 , - Kurh 40 Thlr. Louse 71% Nassau 25 fl. — Braunschweiger 225 „ 3° o Oldenburg. ä40Thlr. 38% 4°/o bayr. Präm.-Anl. 115% 4% badische Loose 114% Badische fl. 35 Loose 71% Oestr. fl. 250 v. 1854 93% 1858r Prioritätsloose 193 1860r Loose 96 */j — (Gelungene Ausrede). Ein Arbeiter in Berlin war dabei ertappt worden, ole er ein paar Gänse gestohlen hatte, leugnete die That auch nicht, er wollte sie aber auch nicht • ~ ■ , . „ - « _ - _■ oui böier Absicht ausqeführt haben. „Nun was wollten Sie denn mit den Gänsen? Wollten Verhaftung, welcheauck) in P^ll'oloezyska Statt fand. Der mysteriöse Vorfall ist in so fern Sii dieselben verzehren oder verkaufen?" Der Jnquisit erwiderte: „eine derartige Absicht habe aufgeklart, als festgestellt ist, das ein Verbrechen vorliegt."_________________________________ ihm Ferne gelegen, er sei überhaupt stets cm ehrlicher Mann gewesen. Aber er habe eine sehr Löse Frau, welche ihm das Leben zur Hölle mache, und von dieser wolle er unter allen Um-- flauten geschieden sein. Da nun kein Scheidungsgrund vorliege, so habe er geglaubt, feine Frau klu'oe, falls er wegen Diebstahls eingczogen würde, die Scheidung beantragen und diese dann ÜörseiHiacbrichiin. 21. Februar 1874. Preuss. 4%° o Oblig. — Frankf. 3%°/o Oblig. OO3^ Nass. 3V2°/o Obi. 93% Kurhess. 4% n 99% Or. Hess. 5*% Obi. — n „ 4°/o „ 100 n n 3%°/0 « 97 Bayer. 50/0 „ — n 4%ü/ü 1jährige 102 „ 40 0 1jährige — Würtemb. 4 V2% Obi. 101% Baden 4%0/0 ObL e. E. L. 101 % Oesterr. Silberrente 67 n Papierrente 63'/6 Spanier, neuest. 3% 18'/, A.merik. Bonds I881r 103% ■ w „ 1883r 98% , n 1885r 102% „ r 1887r 102% Actieiie Frankf. Bank 147 Frankf. Vereins-Kasse 87% barmst. Bankact. 389% Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1023 Oest. Creditact. 252' 2 Galizien — Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn (neues For sa'mmtliche zollamtlichen Formulare, sind ;>i haben bei Vilbelm Kle! am Markt. Milch I. Rvloff am Wallt hör (684) 65 v. Meibo m. (757J 713) Oin Mädchen qeiucbt in 2it. *21. 56. 10 3 (569) anerkannt. (613) M von glückl. (ÄeheiUen au en- cd biihnh.iu and technische Chemie. Vorbercitungss. 1 ule tugh-ich zum Elnjahrig«Eroiir|H. * hhamen. I'eimion. 0* an Ülo Zeitungen derWelt G »L. ÖA UBK ä § Mehlwürmer werden cmgekauft. Von wem? sagt die Exped. d. Blattes. Ein Mädchen, welches bürgerlich kochen kann, wird zu miethcn gesucht von rr / i rr. . r. , <• w U 11*5 Uillt JlUlllylLUJv11 nuu;|:cytnu uv . Eentmtr. TurchMkster und 6 bis 8^ „ichnete Hölzer öffentlich meistbietend ver i von Mtr. Lange, 'v- • 1 7 Stück Hackklötze von 90 Centmtr. Durchmesser und 0,2 Mtr. Länge, Aiüivni'Cii-Expeditton Th. Oietricb & (’o >Naummtr Nutzholz iKammholz) Schert. Gr-»rherzogl- Bürgermeisterei Mvschenheim.-^nüppel, Stöcke, Reiser; Werchholz: 8 (753) Becker. jRmtr. Scheit, Knüppel, Neiser. Eine Wohnuno r on 3 bis 4 Zimmern sucht eine stille Hinte Familie, womöglich in Mitte der Stadt. Näheres bei her Exv- d. Bl[745] 370) Ein HanSbursche wird gesrtcht. Näheres bei her Erpcd. d. 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