■ ww laufen ä™, -~____ß08) Äb?97ein'rmeif‘"- «MEchmrblin.z *11« mittiiti. Cfitrtm chütt ‘M auf mtinm, $ra. 'ibruit om CükiÄhor Julius H,ch. r-Stola iß Der-' Sitte vensclbkn bei Bltts. gegen Bett zu wollen. i«"lt wird „such! in btt Rkstai.ration Busch. UBfl£SBSatt£Sffi3S2äiSe Iz-Liqiieur, theker R. F. Daubitz elfen G.brauch als d)t genug empfohlen ist allein zu haben bei JuliusWallach. nst-'Zeitung, von 1 WvhchEe en imd Artikel. Wir Aurora, Gemälde )las, Schmuäkästchkn on ihren Angehörigen Brouce- unb Rauch' Mait, Ludwig Xi- Mche Fayencen, lte Scheer- und Loch- 1. Hess. M-ä3le9' m Krausse. J fr. )Uvetture z»r M- meiuu-hiM-u°> 7" gjemplat« “nb „fiam, W Irri^ tßb-'b g.to|ia*tt $rr.Ä viert«l;ähri- 1 |L 12 fir. antt Brtngerlohn. Durch btt Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. Oießmer Anzeiger. Erscheint täglich, Mit 81* nähme SonntagS. Spedition: Canzletbera, Lit. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Nr. LV.Freitag den 23. Jamiar , L8V4. Amtlicher £ f) e i L Gießen, am 21. Januar 1874. Betreffend: Die Beiträge der Gemeinden zu der Gelände-Ent chädigung für die Oberhessischen Eisenbahnen. Das Gr»s-!>rr)ügliche Kreis amt Kietzen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Gießen, Garbenteich, Hansen, Watzenborn, Steinbach, Trohe, Alt-Buseck, Groß- Buseck, Oppenrod, Hattenrod, Burkhardsfelden, sowie den Gemarknngsvorstand von Ober-Steinberg. Mit Bezug auf unser Ausschreibcn vom 19. v. Mts. in Nr. 1 des Anzeigers von 1874 sehen wir baldigster Einsendung der vollzogenen Schuld' Urkunden und zwar längstens innerhalb 8 Tagen entgegen. v. Röder. Gießen, am 17. Januar 1874. e „Unterm 29. December v. I. habe ich neuerdings von Ew. Hochwohlgeboren die Aufforderung erhalten, für das Probstei-Beneficium in Dobrzyca, von ihr zu lassen. Ew. Hochwohlgeboren wollen also zu der Ueberzeugung gelangen, daß weder wiederholte Aufforderungen, noch Drohun- Dorrrrerstag den 20. Januar 1874, Vormittags 10 Uhr, wird auf Grund des §. 21 der deutschen Gewerbeordnung und des §. 14 der Großherzoglichen Verordnung vom 1. November le69 eine öffentl iche Sitzung der unterzeichneten Behörde im Regiernngsgebäude dahier stattfinden. OeuMlaiw. Darmstadt, 20. Januar. Bekanntlich Posten, welche für „Denunciations - Gebühren" Ehre, ohne Rücksicht auf die Würde der Volksvertretung die Tribüne des Abgeordnetenhauses zu den schimpflichsten Verleumdungen mißbrauchen und schamlos vov der ganzen gebildeten Welt sich nicht nur als Feinde des Vaterlandes, sondern auch als Feinde der Wahrheit bloßstellen." Und zum Schluffe des Artikels wird die Frage aufgeworfen: „Wer wollte sich nicht Angesichts der tödtlichen Niederlagen, die der Fürst Bimarck dieser Partei immer und immer wieder beibringt, des bekannten Wortes Friedrichs des Großen erinnern: „Sehen Sie, mir solchen Leuten muß ich mich herumschlagen"! Posen, 19. Januar. Wie bekannt, hat der Ober-Präsident den Erzbischof Grafen Ledochowski vor einiger Zeit aufgefordert, die seit Jahren nur von einem Commendar verwaltete Probstei Dobrzyca definitiv zu besetzen und ihm hierzu einen geeigneten Candidaten in Vorschlag zu bringen. Statt dies zu thun und vielleicht einfach den Geistlichen Ruszczynski, den" jetzigen Verwalter der Stelle, als die geeignete Persönlichkeit zu nennen, sendet der Erzbischof dem Ober-Präsidenten folgendes Schreiben: Reichskanzler aufzureizen und seine Stellung allmählich zu unterhöhlen. Wie ost haben die preußischen Bischöfe den Versuch gemacht, sich zwischen den Kaiser und seinen ersten Rathgeber zu drängen? Welche Mittel find in Bewegung haben die Stände die beiden gesetzt word-n, um den Fürsten Bismarck zu verdächtigen und das Vertrauen im Budget in Ansatz gebracht>sei..es Gebieters zu ihm zu erschüttern? Es gehört zu den schönsten Charakter- wgren, vorerst nicht bewilligt, indem sie zuvor eine völlige Lösung des ZusilM-izü^eu Kuiser Wilhelms, daß er diesen elenden Jntriguen stets mit dem ficht- menhangs zwischen Demmciation und Remuneration durchgeführt wünschten.'lichen Ernste des Monarchen entgegentrar und ihren Anstiftern den Rücken Jetzt hat die Regierung eine Vorlage an die Stände gebracht, durch welche!wandte. Immer', wenn eine recht diabolische Jntrigue in Gang gesetzt war, jene Lösung herbeigeführt werden soll, ohne andererseits das Aufsichtspersonal > konnten sehr bald darauf Eingeweihte in den ultramontanen Organen die mehr in seinen bisherigen Bezügen zu schädigen. Die Dritttheile der erkannten undsoder weniger verblümte Ankündigung lesen, daß die Glücksgöttin nun endlich wirklich eingegangenen polizeilichen Geldstrafen sollen von nun an den betr. den Herrschgelüsten der römischen Hierarchie lächele und den Fürsten Bismarck Kreisämtern zur Verfügung gestellt werden, um dieselben zu Belohnungen an zu Falle bringen werde . . . Jetzt hat die wilde Leidenschaftlichkeit der Parteibesonders pflichttreue Beamte der betr. Kategorien aus der Zahl der im ganzen führer einen solchen Grad erreicht, daß sie ohne Rücksicht auf ihre persönlich Kreise Angestellten zu verwenden. Bezüglich der wegen Entdeckung von Con-'"^— —c ™ **«• - • ~ — - - — traventionen gegen die Gesetze und Verordnungen über Staatsauflagen zu zah- leiiden Remunerationen soll ein besonderer Remunerationsfond für das Steuer- aussichtspersonal in das Budget von 2500 fl. eingestellt werden. Bezüglich der für Entdeckung von Defraudationen indirecter Gemeindeabgaben zu zahlenden Gebühren wird ein den Kreisämtern zur Verfügung zu stellendes Aversnm vorgeschlagen und bezüglich der Feldstrafantheile sollen 14,000 fl. dem Ministerium des Innern für Belohnungen des Feldpolizeipersonals zur Verfügung gestellt werden, woraiif bann die Kreisämter die Remuneration an besonders pflichttreue FUdpolizeibedienstete auszufolgen hätten. Im Ganzen handelt es sich bei der fraglichen Neuerung nicht um eine Aenderung der Budgetposten, — 15,000 Gulden und 14,299 Giilden — an sich, sondern nur um einen anderen Modus der Zuwendung an die betr. Bediensteten. (Neue Frkftr. Pr.) Darmstadt, 22. Januar. Tie zweite Kammer ist auf den 29. d. eitt- berufcn und wird voraussichtlich mehrere Tage versammelt bleiben. In der Zwischenzeit erwartet man eine Gesetz-Vorlage wegen Aufhebung des Gesetzes,-------------„--------o , .... ^ v^u, über Ne Beitrags-Pflicht der Gemeinden zur Beschaffung des Geländes fürlwelches seit dem Jahre 1859 der Geistliche Leo Rusczynski als Commendarius Eisenbahnen. Eine befriedigende Lösung der Frage wegen der Erhöhung bcrpraesentatus verwaltet, einen anderen Geistlichen zu ernennen, den Erwählten VeamtenrBesoldungen steht in Aussicht, nachdem zwischen Finanz-Ausschuß und!namentlich in Vorschlag zu bringen und den Candidaten, nachdem ich Ew. ^^111111 eine Reihe von gemeinschaftlichen Sitzungen stattgefunden hat. Hochwohlgeboren Einwilligung erhalten, die canonische Investitur zu ertheilen. Berlin, 21. Januar. Die von dem Vorort des nordamerikanischen.Ich habe schon in einem Schreiben vom 18. September v. I. erklärt, wie die Turnverbandes zu Baltimore angeregte Sammlung für die Erziehung der drei Sachen in dieser Beziehung stehen, und zugleich die Gründe angegeben, wegen in Baltimore lebenden Enkel Jahn's hat leider nicht denselben günstigen Fort- welcher ich für jetzt nicht zu einer anderweitigen Besetzung der obigen Pfarrei gang, tote die Collecte zur Sefdjaffnng einer Leibrente für die Wittwe des schreiten kann. Alien im Barte. Tie deutsche Turnerschast beteiligte sich im vorigen Jahre Bei dieser meiner Erklärung muß ich verharren, denn die Grundsätze, an ersterer Sammlung mit nur 10 Dollars 32 Cts. Die Verhältnisse des nach betten ich als katholischer Btschos zu verfahren verpflichtet bin, erlauben nach Amerika nbergesiedelten Sohnes Jahn's sind so drückende, daß die drei mir es nicht, von ihr zu lassen. Ew. Hochwohlgeborett wollen also zu der Kinder nicht eilimal die Schule besuchen können- Ueberzeugung gelangen, daß weder wiederholte Aufforderungen, noch Drohun- Berlin, 19. Januar. Das namentlich in auswärtigen Angelegenheiten gen, noch Verhängung von Strafen mit der Hülfe Gottes im Stand sein wer- stark officlöse Preußische Volksblatt bringt heute Abend einen bemerkenswerthen Den, mich zur Verletzung meiner Hirtenpflickten zu bewegen, so wie auch, daß Artikel über die Freitagssitzung des Hauses der Abgeordneten und das Auftreten ich nie die Hand dazu geben werde, daß der Staat, dem von der Vorsehung des Fürsten Bismarck in derselben. Der Artikel erzählt unter Anderem: -„Es wirklich ein anderer rechtlicher Wirkungskreis angewiesen ist, in die geistlichen ist ein notorisches Factum, daß unmittelbar nach dem Frankfurter Frieden die, und rein kirchlichen Angelegenheiten eindringe. Ultramontanen an sämmtlichen Höfeii Deutschlands (vielleicht mit alleiniger Posen, den 9. Januar 1874. Ausnahme des badischen) alle Minen springen ließen — und sie besitzen deren Der Erzbischof von Gnesen und Posen, äußerst gefährliche —, um die persönliche Stimmung der Fürsten gegen den Mi e eis la ns." Großherzogliche Provinzial-Direction Oberhessen, v. Röder. Es nimmt hier nicht Wunder, wenn katholische und polnische Geistliche das Volk aufhetzen und es gegen die protestantische Regierung aufzubringen suchen; wenn dies aber ein evangelischer Pastor thut, so dürfte es geboten sein, dieser Erscheinung eine besondere Aufmerksamkeit zuzuwendcu. In den Kreisen Adelnau und Schildberg sind politische Gemeinden, welche sich zur evangelichcn Kirche bekennen und als gute Patrioten bekannt sind. Einer ihrer Pastoren, in einem Dorfe, hart an ter schlesischen Grenze, scheut sich nicht, seine Gemeinde aufzuhctzen und ihr vorzurcden, daß cs jetzt, seit Veröffentlichung der Maigesetze, verboten sei, an Gott zu glauben, ja daß es noch schlimmer kommen werde, da man durch Einführung der Civilehe damit umgehe, die Familie zu zerstören und die ganze Weltordnung umzustürzen. Der Mann kann doch unmöglich bei gesunden Sinnen sein. Posen, 20. Januar. Das Material zu dem Proceffe vor dem königlichen Gerichtshöfe für kirchliche Angelegenheilen gegen den Erzbischof Ledo- chowski wird auf gerichtlichem Wege hier gesammelt. Gestern wurde der Ca- uonicus Grandke vernommen, zu morgen sind vorgeladcn: der Regens Bille- wicz, die Caplane Meszynsky und Jachocki. Wegen gesetzwidriger Anstellung zweier Geistlicken hat das Kreisgcricht Termin auf den 24. Februar gegen den Erzbisäwf anberaumt. Oppenheim, 20. Januar. Bürgermeister Ezly erließ aus Veranlassung der Einführung von Communal-Schulen eine warme Ansprache an die Bürgerschaft, namentlich an denjenigen Theil derselben, der mit dieser Einführung nicht zufrieden ist. Egly führt in der Ansprache, die ihren guten Eindruck nicht verfehlen wird — er ist selbst Kaiholik — aus, daß die Veränderung eine , vollkommen gesetzmäßige, eine heilsame, und ihr Zweck ein guter ist, daß die Religion durch die gemeinsamen Schulen in keiner Weise verändert wird, die Lehre und der Gottesdienst für eine jede Confession wie bisher bleibt rc. rc." Braunschweig, 19. Januar. Wie die „Magd. Ztg." von gut unterrichteter Seite hört, schweben zwischen der reichen Erbin Genf und der Brauir- schweigischen Negierung Verhandlungen, welche sich u. A. auf die werthvollen Kunstgegenstände beziehen, die der weil. Herzog Karl dem Braunschweiger Museum entnommen hat, ohne daß demselben alleiniges Verfügungsrecht uber^ dieselben zustand. Die Verhandlungen gehen, so böten wir, einem beide Theile befriedigenden Abschluß entgegen. Insbesondere wird der weltberühmte Onyx höchstwahrscheinlich nach Braunschweig zurückkommen. München,, 22. Januar. Die Neichsrathskammer stimmte heute der Modification zu dem Gesetze über Entlastung der Schwurgerichte bei. ^romit ist hierüber ein Gesammtbeschluß erzielt. Der Antrag Volck's, beim Bundes- rathe auf Erhaltung der Schwurgerichte hinzuwirken, wurde wegen Mangel der Competenz mit 28 gegen 10 Stimmen abgelehnt. Für den Antrag sprach nur Fürst Hohenlohe. Karlsruhe, 21. Januar. Die Abgeordnetenkammer hat nach zweitägigen Verhandlungen das ergänzende Kirchen-Gesetz, betreffend die Nothwen- digkeit der Staatsprüfung zur Uebernahme eines kirchlichen Amtes und Ausübung kirchlicher Functionen, die Schließung der Eonvicte für Knaben und Studirende, den Vollzug sichernde Strafbestimmungen, die Sicherung des Wahlrechts gegen kirchliche Beeinflussungen, die Entziehung des geistlichen Amtes nach zweimaliger Bestrafung durch Entschließung des Staatsministeriums und dreier Richter", mit allen Stimmen gegen die zehn der Ultramontanen an- genomnlen. . Eydtkuhnen, 19. Januar, Mittags 11/3 Uhr. Der Kronprinz des Deutschen Reiches und von Preußen und die Frau Kronprinzessin sind mittels Extrazuges eben hier eingetroffen. Die Bürgerschaft war zahlreich am Äahn- hof versammelt, empfing die höchsten Herrschaften mit lebhaften Hochrufen und mit den Klängen der Nationalhymne und brachte der Frau Kronprinzessin einen Blumenstrans; dar. Der Extrazug fuhr nach mir einviertelstündigem Aufent halte nach Petersburg weiter. StraHburg, 21. Januar. Der Advocat-Anwalt und Bezirks-Ratl SchneeganS wird im „Elsässer Journal" an Stelle des zurückgetrctenen Bergmann als Reichstags-Candidat aufgestellt. Das deutsche Wahl-Comits hat bezüglich der Aufstellung eines Candidaten noch keinen Beschlnß gefaßt, wird sich indeß höchst wahrscheinlich ebenfalls für Schneegans erklären. Oesterreich. Wien, 21. Januar. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurden die bereits telegraphisch signalisirten confessionellen Gesetzentwürfe vorgelegt. Der erste Gesetzentwurf betreffs der Besetzung der Kirchenämter spricht formell die Aushebung des Concordades aus und verpflichtet die Bischöfe zur Anzeige der geschehenen Besetzung von Kirchenämtern, die eventuell inhibirt werden kann, sowie zur Mittheilung ihrer Erlasse an die Staatsbehörde. Ein zweiter Gesetzentwurf betreffs des Rechtsverhältnisses der Klostergenosienschafteu fordert für die Errichtung und Ansiedlung kirchlicher Corporationen, für die Erwerbung von Grundbesitz, sowie für Stiftungen und Legate an dieselben die staatliche Genehmigung. Ein dritter Gesetzentwurf regelt die Beiträge zum Religionsfonds, aus "welchem die Bedürfitiffe des katholischen Cultus bestritten Ein vierter Gesetzentwurf betrifft die Anerkennung der noch nicht anerkannten Religions-Genossenschaften, die erfolgen soll, wenn die betr. Religionslehre und der Gottesdienst nichts Geictzwidriges und sittlich Anstößiges enthalten. Im Abgeordnetenhause wurden von der Regierung ferner eingebracht: das' Contin- gentsgesetz pro 1874, ein Gesetzentwurf, betr. die Aufhebliug der Inseraten steuer, und andere Vorlagen. Die eingetretenen tschechischen Deputirten Mährens leisteten die Angelobung. Xiamens derselben erklärte Prazak, ihr Eintritt in den Reichsrath, deffen legale Grundlage sie nicht anerkennen, sei nur behufs einer endlichen Verständigung erfolgt, könne also, wenn die Aussicht einer Verständigung unerfüllt, bleibe, ihre weiteren politischen Haltung nicht präjndiciren. Der Präsident erklärt die Discussion des Zurechtbestandes der Verfassung und der Legalität des Reichsraths für unzulässig. Kopp beantragt die Niedersetzung eines Ausschuffes für die kirchlichen Gesetzvorlagen. Schweiz. Bern, 22. Januar. Aus Deranlaffung der neueren Unruhen im Jura, die am Abstimmungstage und seither in Saulcy, Conrfaivre und Cernoux stattgefunden, wo in allen drei Gemeinden Bürger in rohester Weise mißhandelt wurden, hat der Regierungsrath heute drei weitere Schützen-Compagnien in den Jura geschickt. «franftreirfj. Paris, 19. Januar. Der Hirtenbrief des Bischofs von Perigueux, wegen deffen Veröffentlichung das Uuwers suspendirt worden ist, begleitet die päpstliche Encyklica vom 21. November und wiederholt die stärksten Stellen derselben. Im Uebrigen aber enthält das Schriftstück die übertriebensten Schilderungen der angeblichen Verfolgung des Papstes und der Kirche und die heftigsten Angriffe gegen Deutschland, Italien, die Schwei; und einige amerikanische Staaten. Es heißt darin unter Anderm: „Zu welchen äußersten Nöthen ist nicht Pms IX. herabgebracht werd n? Wer weiß es nicht? Pius IX. Papst uud Köniz — aber König ohne Souveraiuetät, beraubt seiner Staaten, seiner Hauptstadt, in seine Wohnung verbannt, aus welcher man ihm ein Gefängniß gemacht hat; Papst, aber gehindert in seiner geistlichen Regierung, überhäuft mit allen Bitterkeiten, belastet mit jedem Kummer. Ja, so ist heute Pius IX., o ist es zur unauslöschlichen Schande unseres Jahrhunderts." Und an einer andern Stelle sagt der wahrheitsliebende Bischof: „Feierliche Verträge frech gebrochen, die Autorität der Kirche mit Gewalt unterdrückt, ihr Glaube ver- läugnet, ihre Moral verachtet, ihre Constitution selbst in ihren Grundlagen uingestoßen. Ja, das sind die gehässigen Züge, an welchen Ihr die Handlungen des Cäsarismus erkennen werdet, welcher in verschiedenen Regionen der neuen Welt gewaltthätig herrscht und in unserem alten Europa mit unerhörter Heftigkeit in der Schwei; und in Deutschland. Da, besonders in diesen beiden Ländern wird das apostolische Schreiben Euch zeigen, wie die Bischöfe aller Freiheit in ihrem Amte beraubt, vor die Gerichte geschleppt, mit Verurtheilungen belegt, mit Gefängniß bedroht oder unerbittlich ins Exil gejagt werden; es wird Euch zeigen, wie die Priester ihrer Pfarreien entsetzt und in Armuth gestürzt werden, die Gläubigen gehindert in der Ausübung ihrer religiösen Pflichten und durch Drohungen oder Verführung zum Schisma getrieben werden. Und alles das in der Ausübung angeblicher Gesetze, welche auf Befehl der moder- nen Cäsareu erlassen worden sind." Wenn dieser Hirtenbrief des Bischofs von Perigueux allerdings nicht viel Anderes enthält, als was auch audcre französische Bischöfe in jüngster Zeit pnblicirt haben, so übertrifft er sie doch an Heftigkeit des Ausdrucks. Paris, 20. Januar. Die Verfügung Ladmirault's gegen das Univers lautet: „Der General-Gouverneur von Paris, nach Ansicht des Ministerrathes, in Erwägung, daß fcife Nummer des Univers vom 19., sei es durch feine Artikel, sei es durch die von ihm veröffentlichten Documente derart ist, daß diplomatische Verwicklungen durch sie Hervorgernfen werden können, verfügt kraft der Gewalten, die ihm der Belagerungszustand verleiht: Artikel 1. Die Veröffentlichung und der Verkauf des Uuwers sind von heute ab für zwei Monate untersagt." Veuillot ist gestern zu Broglie berufen worden, der ihm sein tiefes Bedauern über die Nothwendigkeit der gegen ihn genommenen Maßregel ausdrückte. Versailles, 20. Januar. Nationalversammlung. Der Minister des Aeußern, Herzog v. Decazes, ergreift das Wort, um die Vertagung der Interpellation du Templers zu verlangen. „Nichts rechtfertigt", erklärt derselbe, „die in den letzten Tagen hervorgerusene Erregung. Keine Meinungsverschiedenheit ist zu Tage getreten, um unsere guten Beziehungen mit Italien zu stören. Unsere Politik besteht in diesen zwei Punkten: den heiligen Vater mit einem pietätvollen Nespect und einer sympathischen und kindlichen Sorgfalt für seine geistliche Autorität und Unabhängigkeit zu umgeben unb mit Italien aufrichtige Beziehungen guter Eintracht und Freundschaft zu unterhalten. Wenn wir uns mit moralischen Interessen beschäftigen, so wird unser politisches Verhalten zu anderen Mächten doch von keinem anderen Gedanken geleitet, als diesem: Wir wollen den Frieden, weil wir ihn für die Große und Wohlfahrt Frankreichs nothwendig erachten und weil wir der Aiisicht sind, daß er von Allen verlangt wird. Wir werden ohne Unterlaß bestrebt sein, allen Conflicten und Mißverständnissen vorzubeugen und die Aufregungen zu unterdrücken, woher sie auch kommen mögen. Die Würde Frankreichs konnte nur durch eine abenteuerliche Politik gefährdet werden, welche uns zu einer Schwäche oder zu einer Thorheit führen würde. Fraiikrcich ist stark genug, um immer weise zu sein." Decazes kann nur diese Erklärung geben, die er übrigens mit Zustimmung des Präsidenten der Republik macht; er hofft, daß sie genügen werden, von unfrilchtbareii Debatten abzuhalten, welche die Sicherheit stören fömiten. Er kann nichts weiter hinzufügen und .verlangt die Vertagilng der Interpellation. Du Temple hält die Interpellation aufrecht und verlangt zu sprechen. Die Versammlung votirt sodann die Vorfrage über die Interpellation. 3fafien. Rom, 16. Januar. Die Eingabe der schweizer Bischöfe an den Bundesrath gegen die Aufhebung der Nunciatur wird wahrscheinlich in Bern in den Papierkorb wandern, wenn auch freilich die Voce della Veritü dem Schriftstücke Die Ehre der vollen Veröffentlichung anthut. Es muß ein absonderlicher Kauz sein, der die Eingabe redigirt hat, denn er stellt an die Spitze zwei Stellen von heidnischen Schriftstellern, um zu beweisen, daß „der rom sehe Staat sich seines goldenen Zeitalters erfreute, so lange er Gerechtigkeit, Glaube und Religion gegen Freund und Feind aufrecht erhielt," und daß die Mitglieder des Senats ihren Ehrennamen als Väter des Vaterlandes nur eben so lange verdienten. Sollte es für einen bischöflichen Verfasser so unumgänglich nothig gewesen feilt, sich bis zu Valerius Maximus und zu Gellius zu versteigen, um diese unbestreitbaren Wahrheiten ins Licht zu stellen? - In der „Voce" vom 16. und 17. d. wird ein Schreiben Mermillod's veröffentlicht, welches die in Carouge, Chöne und Laney erfolgten Pfarrwahlen für ungültig erklärt und gegen die drei Gewählten die größere Excommunication ausspricht. Das Schriftstück ist datirt „aus unserem Exile, 29. December 1873." Slimüfii Madrid, 20. Januar. Die Carlisten haben zwei Angriffe auf die fefte« M *®in ateutee Jiätn II«1 111 bt' tunt« wären. * ttiii htmtcn W Wx satzung, nach Erlisten von et London, ifr tie sechM Standard, I Dem M al! d tijdjen Farbe auch oder Lamamora's verschieden sie den fall parlainentarisl gegen den Reichst über die Form do zu grob, zu gereiz biger, höflicher, alleinige Geschichte zu macken, daß ] bei ihren Gegnern berne rheekcssel zu die alleinige Quell 'M Genüge, daß manches grobe W messen kann. Gin lichkeit. In dieser der Regel weniger um politische Ta: Streitigkeiten Hai keit lange nid)t a denn and), baß ; Laildesderratbe ™ uns geradezu u lichkeit zeigten. , -Gent!« A Sumte Mi,» Ä« unb s Sorban,8 Ötforbert, r 1 * Ä btl bidüna in?c5 erfi ^»ntreh?815« talls ^.Mast, iän&irf fe 2rQ!oriÖ1' f9fri4ts 6 ber W|t ■4 ato s'SV lor. " bie ^iinblunjen ■n Ji^ionen der neuen * mit unerhörter He - lte i» di-im b-idm rcic die $iid)öfe aller pt, mit Smiitiitilungen gejagt werten; eg rtt und in Arm,Nh ge= >h«r religiösen Wichten getrieben werben. Unb auj Beseh! der mober- nbrief des Bischosö von vns auch andere srauzö- ^rtrisft er sie doch an ilt's gegen das Univers sicht der Mmsterrathes, , sei es durch (eine Ar- nte derart ist, daß diplo- önnen, verfügt traft der Artikel 1. Die Lernte ab für zwei Monate der ihm fein tiefes Be- inum Ma ßregel aus» * 6teli Kirche und die u Ä" w in ?! Sü'atm.L i ein Gefa'ngniß ’n hmtk Pinj ix -E" u„b, Ech- B--trSze Z E, ihr Glanbe »er- Ul ihren 873." auf 61 ;g. Der Minister des . dte fertigt", ertlärt derselbe, .. Seine Meinuiigsverschie- ebungen mit Jwlien zu | ; der. heiligen Later nut '• d kindlichen Sorgfalt für mgckn und mit Stobt« so >m,erhalte«. 8m lrd unftr poltG-s $«• i, Gedanken geleitet . «I« jt Gröhe und W°hll-hrt , 2 smd. baj er * Jt fein, alle» 6onM“ a unterdrücken, ** I ' te nur durch mie abeu- oder J« I mn immer Einkäufe und durch fortwährend neue Zufuhren, ist es mir niöglich, meine schon so bekannt billige» Preise abermals 274) Am verflossenen Samstag wurde bei der Stiftungsfeier der Feuerwehr ein Aermischte Anzeigen. Ein Kinder-Stola ist verloren worden. Bitte denselben bei der Erped. d. Bltts. gegen Belohnung abgeben zu wollen. 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