*in.« Hann. ©ctpbft' Wen Fauß,' lp,en ^ei Herrn J. Vortrag, K, ge. rotaM iü-Ä Versicherniu: euer-, Blitz u " gegen Bnicb, ist der GeMlsr 3,500,000 -li 1,529,767 13, 920,275 15 709,145,031 - al-Agentur lerlipih tz Nr. 23. iqtige, daß es dm r unb Schwieg^ L 7 W, M ■n von Faulheit dmMen Arbeit c sanften Tod zur j, KreiS War. rbliebenen. u in rbentiw b bie io; , kann L, ö chast/ ^sreiß ttcrteCji^rig 1 fL 12 fr. Mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr. GitßtlitrAnstiger. Erscheint frtßlfrf), mit Au6- nab-* MontagS. Expeditio.. Lanzletberg, Ve S4«. Donnerstag den 22. CcMcr Ämlsicher Theit. fSH. Bekannt m a ei- u n g. In einem Verstecke wurden gefunden: 1 großer gewirkter sehr werthvoller Shawl, 1 weißes gehäkeltes Damen-Halstuch und 1 brauner Shawl mit Franzen, in ein weißes Tuch eingeschlagen. Diese Gegenstände sind offenbar irgendwo gestohlen und einstweilen nur nothdürstig versteckt worden und sollten wahrscheinlich zu gelegener Zeit weiter geschafft werden. Der Eigenthümer wolle sich baldigst melden. Gießen, den 21. October 1874. Großherzogliche Polizei-Verwaltung. Nover. L e h r e r c o n f e r e u z künftigen Donnerstag, den 29. October, Nachniittags präcis 1 Uhr. Lehrerconferen; für die Section Groß-Linden, auf dem Schiffenberg. Groß-Bus eck, den 22. Oct. 1874. Der Vorsitzende: Strack. jlolitischer Theis. sind, während neulich die Abgg. Schaub und Landmann an der Reihe waren. die Bude schließen und unsere Stereoscopen zusammen- Stereoscopenmann unermüdet weiterziehen, können wir „Doch ehe wir packen und als armer nicht umhin, die Blicke noch einmal auf dieses in aller Bescheidenheit Sr. Ercellenz, des Herrn Ministerpräsidenten Hofmann, herrliche Schlußtableau hinzurichten und an Se. (S^ceü. Den Schluß der heftigen Schimpfartikel bildet nachfolgende ultramontane Stylblume: „Als großes und brillantes Schlußtableau haben wir noch die Ehre, den Blicken unserer Leser vorzusühren das lebensgroße Gesammtbild der Kammerhelden aus den Tagen des hessischen Cullurkampses vom 3. bis 8. October! In drohender Schlachtordnung erblicken wir hier im dickten Nebel einer unfreundlichen Herbstlandschaft die großen Worthelden v. Wedekind-Hiltersklingen, Heinzerling, Oncken, Schaub, Landmann, Schröder und in der Mitte der Mainz, 18. October. Nach altdeutschem Brauch hatte jeder Verur- theilte das Recht, drei Tage lang auf seine Richter zu schimpfen. Das iinor CYn.,v.. ii Kaä STDzitm itnh fptnpä 6-fprnä das damalige Ministerium sich mit den genannten beiden Concessionsbewerbern eingelassen, das Ministerium glaubte sich Vorwürfen auszusetzen, wenn es eine anscheinende Gelegenheit, dem dringenden Verlangen nach den Oberhessischen Dahnen abzuhelfen, unbeachtet ließe. Diese beiden Bewerber wußten nicht ohne Geschick sich den Anschein zu geben, als standen bedeutende Geldkräfte hinter ihnen, sie traten mit einem ganzen Gefolge von Leuten auf, darunter ein englischer Bauunternehmer Henderson, von welchem eines der überkommenen Bahnprojecte herrührt, und wirklich gelang es ihnen, von dem Ministerium verbindliche Zusicherungen der Concession zu erlangen. Unter der Hand hatten eben diese Leute nach anderweitigen vergeblichen Versuchen bei den Frankfurter Bankhäusern Geneigtheit gefunden, die Geldbeschaffung für die Oberhessischen Dahnen zu übernehmen; directe Verhandlungen zwischen diesen Häusern und dem Ministerium führten demnächst zu einer befriedigenden Verständigung, das Unternehmen war zur Ertheilung der Concession, zur Emission der Actien reif, keine Zeit war zu verlieren. Da machten die schon fast in Vergessenheit zu- rrückgeschobenen Herren Nehse und Brebeck-geltend, daß nicht die Frankfurter Häuser, sondern sie selbst zur Concessionsüberuahme berechtigt seien. Auf dringende Vorstellungen aus Frankfurt wollte zwar ein geharnischtes Rescript des Ministeriums den Herren Nehse und Brebeck aufgeben, ihre Concessions- Rechte abzutreten; aber diese ließen sich nicht schrecken; sie erklärten sich zwar zu der verlangten Abtretung bereit, doch nur gegen Entschädigung für Aufwand, ann Geld, Zeit und Mühe und für entgehenden Gewinn. So drohte die schon „ ,, , , , ........ jsür gesichert angesehene Unternehmung sich in unabsehbare Weiterungen aufzu-^mehr lange — und lassen Sie Recht Recht fein! Denn das ist die edelste llösen; und unter diesen Umständen wurde vom Ministerium aus den Frank-und schönste Aufgabe eines Ministers, für das bedrohte Recht einzutreten und Concessionäre der Bahn abgeleitet werden mag. Sonst beruht jedoch die Wuth gegen „Gründer" darauf, daß sie aus dem Unternehmen Gewinn gezogen haben sollen; hier wird ihnen zum Vorworf gemacht, daß sie für das Unternehmen ein Opfer gebracht haben! Freilich wohl haben Nehse und Brebeck ihren Gründerlohn empfangen und das wahrlich nicht zum Vergnügender Bankhäuser, welche die Beschaffung des Actiencapitals übernahmen. Wie kam die Sache? Gedrängt von verschiedenen Seiten und nicht am Wenigsten gerade von der Parthei, welcher die heutigen Angreifer angehören, hatte 1867/68 Deutschland. t Aus Oberheffen, 21. October. II. ' Es kann nicht unsere Absicht sein, mit Blättern, die in leidenschaftlicher Heftigkeit über den Protest des Verwaltungsrathes herfallen, in eine contradictorische Abhandlung aller einzelnen Jlicriminationen einzutreten. Die Erfindungen, thatsächlichen Entstellungen und Mißdeutungen dieser Blätter sind zu zahlreich, zu gesucht, zu boshaft, als daß es sich verlohnte, sie einzeln zu beleuchten. Halten wir uns daher an einige Hauptpunkte, die von den Gegnern selbst besonders betont werden! Wir begegnen da vor Allem der Redensart: Die Entstehungsgeschichte der Ober- hessischen Eisenbahnen sei eines der dunkelsten Blätter des deutschen Gründer- thums. Für diese Verdächtigung, welcher der Verwaltungsrath die Erklärung gegenüberstellt, daß in allen Punkten offen und rückhaltslos verfahren worden, ganzen Aufstellung als die eigentlichen Träger und Svmbole des gegenwärtig in der zweiten Kammer entschieden vorherrschenden Agri-Culturgeistes, die beiden „großen Schweiger und Schlachtendenker" George von Büdesheim und Hembes von Ober-Olm! Und mit diesem herrlichen Schlachtgemälde schließen wir unsere Stereoscopenbude unter den heiteren Klängen des Narrhallamarsches Nr. 11 und halten uns auch für fernere Zeiten bestens empfohlen!" Zuletzt guckt der Jesuit hervor und richtet folgende Locktöne an den Ministerpräsidenten: die Frage zu richten: Jmponiren Ihnen diese Leute, Herr Minister? Uns imponiren sie gar nicht, und dem Lande imponiren sie auch nicht, und selbst ihrer eigenen Partei imponiren sie nicht! Und wir glauben, daß diese Leute auch Euerer Excellenz minder „imposant" erscheinen würden, wenn nicht der große „diplomatische" Licht- und Zauberapparat in iber Wilhelmstraße zu Berlin auf das klare Auge Euerer Excellenz einen fast ! unwiderstehlichen und unserer Anschauung nach nicht günstigen Einfluß ausüben würde! Allein, Herr Minister , machen Sie sich los von diesen Berliner Dissolving views, lassen Sie die Wilhelmstraße Wilhelmstraße sein — denn die autokratische und „kulturkämpferische" Herrlichkeit dort dauert doch nicht daß jede wesentliche Disposition mit Wissen und Genehmigung der Gr. Regie- Iheilte das Recht, drei Tage lang auf seine Richter zu schimpfen. Das rung getroffen worden sei, bringt der Altkläger keinen Beleg bei, er macht nur „Mainzer Journ.", das Sprachrohr des Bischofs von Mainz und seines Klerus, zwei hingeworfene Bemerkungen über einen „Gründerlohn" der Herren Nehse bedient sich dieses Rechts in auskömmlicher Weise gegen die Abgeordneten der und Brebeck und über Prämien, die für billigere Erlangung des Baues be- zweiten Kammer, welche gelegentlich der Discussion der Kirchengesetze sich die zahlt worden seien. Auf wen und auf was diese letztere Angabe abzielen soll, Freiheit nahmen, das ultramontane Treiben im Großherzogthmn zu keunzeich- ist uns ganz unbekannt und unverständlich, da wir dergleichen nie gehört habenden und zu vernrtheilen. und aus den unbestimmten Worten der Aeußeruug keine Erklärung zu schöpfen! Z" den Bestgehaßten gehört ohne Zweifel Schröder in Worms, welchem vermögen. Was aber den „Gründerlohn" der Herren Nehse und Brebeck^üi ^einer der letzten Nummern des genannten Blattes mehrere Spalten gewidmet betrifft, so ist dabei nur verwunderlich, wie daraus ein Vorwurf gegen die fiirter Häusern, die keiner Zwischenhändler bedurft hätten, dringend empsohlell, diese Letztereil abzufinden. Das Unternehmen selbst schien damals noch lucrativ genug, um das empfohlene Opfer zil bringen, und cs wurde gebracht. Klage man doch das damalige Ministerium an, weil es sich mit unfundirten Bewerbern eingelaffen! Wo aber liegt ein Grund, wegen ihres Opfers diejenigen anzuklagen, die ungerne genug sich dazu gezwungen gesehen haben?_______ Darmstadt, 20. October. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 16. d. Mts. geruht, der durch die Stadtverordneten zu Worms erfolgten Wahl des Notars und Ergänzungsrichters bei dem Friedensgerichte Pfeddersheim, Friedrich Heimburg, zum Bürgermeister der Kreisstadt Worms, die Bestätigung zu ertheilen. das Recht zu schützen und zu vertheidigen! Nicht um Gnade bitten wir, Herr Minister, sondern — um unser gutes Recht!" Freck und brutal gegen die Vertreter des Landes, kriechend und schmeichelnd gegen den Minister: das ist die Taktik der Jesuiten in Hessen. In Bayern verfahren sie umgekehrt. Nach ihrem bekannten Wahlspruch heiligt ja das Mittel den Zweck. (N. Frkftr. Pr.) Mainz, 20. October. Bei der heutigen Wahl des Bürgermeisters wurde Bürgermeister Wallau mit 23 gegen 13 Stimmen der Ultramontanen gewählt. Berlin, 18. October. Zuverlässiger Nachricht zufolge ist eine große Anzahl preußischer, vorzugsweise den rheinisch-westfälischen Hüttenbezirken an- gehörender Arbeiter, welche im vorigen Jahre mit ihren Familien auf die ihnen von Agenten englischer Geschäftshäuser gemachten Anerbietungen die Heimath verlassen und in Wales Arbeit genommen haben, dort in die traurigste Lage gerathen, weil die bezüglich der Arbeitsleistung und des Lohnes gemachten Versprechungen nicht erfüllt worden sind. Da Grund zu der Annahme vorhanden ist, daß auch in diesem Jahre in der Nheinprovinz Anwerbungen solcher Arbeiter für die Hüttenwerke in Wales vor sich gehen werden, so sollen die bethei ligten Arbeiterkreise warnend daraus hingewiesen werden. Berlin, 19. October. Während mehrere englische Blätter die spanische Note einer flrittf unterziessen, soll die französische Regierung, wie aus mehrfachen Anzeichen zu schließen, gute Miene zu der Angelegenheit machen und dahin wirken wollen, daß dieselbe sich nicht weiter verwickle. Jene zum Theil gegnerische Sprache der Londoner Presse findet darin ihre Erklärung, daß man in London, wenigstens in der Zeitungswelt, eine in der Vorbereitling begriffene auswärtige Intervention fürchtet und diese Richtung nicht ermuthigen möchte. Es bedarf nicht der Wiederholung, daß diese Besorgniß überflüssig ist. Inzwischen soll die englische Negierung in Paris zur Nachgiebigkeit geratben haben, ersichtlich im Interesse des Friedens und weil Frankreich bei dem Verharren auf dem bisherigen Wege bald alle Welt gegen sich haben würde. Daher auch wohl auch die Symptome des Einlenkens, wie sie von Paris aus bemerkbar werden. Man will übrigens wissen, daß die spanische Note ursprünglich noch ungleich schroffer gefaßt war und alsdann bei mehr ruhiger Erwägung im Ton gemildert wurde. Berlin, 19. October. Der Bischof von Münster ist in Untersuchung gezogen, weil er bei der Firmung in der gänzlich ultramontan gesinnten Stadt Nheinberg eine Rede gehalten, in der er von dem „modernen Heidenthum" sprach, welchem nach Ansicht des „unfehlbaren" Nedners „Schismatiker, Häre liker, Freimaurer, Altkatholiken, Protestanten und sonstige Abtrünnige von der heiligen römischen Mutterkirche" verfallen seien. Für diese Schmähung anderer vom Staate anerkannter Gesellschaften und Confessionen wird der Herr Bischof der gerechten Strafe nicht entgehen. — Vom Kreisgericht in Esten ist dieser Tage der Wirth P. aus Stoppenberg in Folge der Aeußerung in Gegenwart von Polizelbeamtcn, er gäbe 25 Flaschen Champagner, wenn die Kugel Kullmann's den Fürsten Bismarck getödtet hätte, in 100 Thaler Geldbuße bezw. 2 Monaten Gefängniß verur- theilt worden. Berlin, 20. October. Das Herrenhaus-Mitglied Kronsyndicus Professor Homeyer ist heute, der Director des städtischen Büreaus der Stadt Berlin, Professor Dr. Schwabe, gestern Abend gestorben. Berlin, 20. October. Dem Vernehmen nach wird morgen der Untersuchungsrichter in der Arnim'schen Sache, Stadtgerichtsrath Pescatore, mit einem 'Protokollführer nach Paris abreisen, um behufs Beschleunigung des Protestes die Vernehmung des Pariser Botschafts-Personals zu bewirken. Berlin, 20. October. Der Kaiser ist heute Morgen 81/2 Uhr wohlbehalten hier cingetroffen und vom Prinzen Georg und dem Minister des Innern auf dem Bahnhofe empfangen worden. Der Kronprinz, der ihm entgegengereist war, traf mit dem Kaiser ein. /cantirridj. Paris, 19. October. Die osficiöse „Preste" meldet, der Präfekt der Seealpen werde zur Verfügung gestellt und der Maire von Nizza abgesetzt, da das Auftreten dieser Beiden während der letzten Wahlen ein wahrer Scandal gewesen sei; die Versetzung des Präfekten Nadaillac sei aber durch das spanische Memorandum für lange Zeit unmöglich gemacht. Die französische Negierung habe durch Abberufung des Orünoque bewiesen, daß sie gerechtfertigte Bemerkungen anzuhören und begründete Beschwerden sich zu ersparen verstehe; aber Nadaillac verdiene keine der ihm auf der andereu Seite der Berge gemachten Vorwürfe. — Heute hat in ganz Frankreich die Session der Gcneralrärhe begonnen. Eine republikanische Versammlung stellte Gustav Levasseur als Candidateu im Departement der Oise auf; der' in Compiegne proclamirte Candidat Roustelle wird zurücktrcten. Der republikanische Candidat im Drüme-Departement ist Madier de Montjau, einer der beim Staatsstreich proscribirten Volksvertreter; im „Nord" ist Parse ausgestellt. — Der Prinz von WaleS wird am Mittwoch und Donnerstag der Gast des Herzogs von Aumale in Chantilly sein, wo an diesen Tagen zwei Jagden stattfinden. tielflieiL Brüssel, 20. October. Eine Ordre des Königs tbeilt Belgien in uv ei; Haupt-MMtärbezirke. Ter erstere umfaßt die Provinzen Antwerpen, Dstflan dern und Weststandern, der zweite Brabant, Hennegail, Limbiirg und Luxemburg. Jeden Bezirk commandirt ein General-Lieutenant. Jede Provinz zerfällt iii Militär-Districte. OhiliciL Rom, 17. October. Die Ouästur hat ein scharfes Auge aus das Kloster der spanischen Trinitarier in der Via Condotti, weil es durch seine Lage im Mittelpunkte der Stadt dem geselligen Verkehr aller Parteien sich am leick- testen darbietet. Die Ouästur Agenten hatten jüngst Gelegenheit, manche Besucher des Klosters sich in der entlegenen Via Marforio verlieren zu sehen, was, vor zwei Tagen die Entdeckung einer aus gebornen Römern bestehendcu Car-, listengesellschast zur Folge batte? Die Polizei verhaftete 12 Personen, von denen einige schon bei einer carlistischen Bande gedient batten und nun hier als Werbeagenten für Don Carlos thätig waren- Die meisten trugen im Augenblicke der Verhaftung carlistische Uniformen, einige sogar Wassen. Mehrere intereffante Papiere wurden mitgenommen. Bei dem ehemaligen päpstlichen Militär-Intendanten G. Monari, dem jetzigen Vice-Präsidenten einer Abkhei- lung der Gesellschaft für die katholischen Interessen, der mit den Verhafteten in Verbindung zu stehen scheint, wurde eine Haussuchung abgehalten, die einige anscheinend wichtige Papiere zu Tage förderte. — Wie es heißt, werden die Kaiserinnen von Rußland und Oesterreich ihren Winteraufenthalt in Sorrent bei Neapel nehmen. Spanien. Madrid, 17. October. Der russische (osficiöse) Gesandte ist hier eingetroffen. — Bei Amposta ist eine Compagnie Carlisten gefangen gekommen worden. Dem Vernehmen nach weigern sich die Carlisten von Navarra und Biscaya, in die Provinz Leon cinzurücken; sie wollen nur in ihren Bergen kämpfen. — Das Befinden des greisen Espartero ist Bedenken erregend. — Aus der catalonischen Armee sind drei Divisionen gebildet worden. Die erste besteht aus den Brigaden der Generale Estevan und Macias und der Brigade des Ampurdan und wird von Estevan commandirt; die zweite aus den Brigaden Arraando und Salamanca unter dem Befehle des Generals Weyler; die dritte aus den Brigaden Araoz und Saenz de Tejada unter dem Befehle des Generals Montenegro. Der Brigadier Estevan ist aus Granollers in Vich angckommen. Madrid, 19. October. Die Carlisten erschoffen mehrere Officiere wegen Unbotmäßigkeit. Don Alfonso hat die Absicht, den Ebro zu überschreiten, ausgegcben. Die Carlisten wurden bei dem Versuche, in Liria cinzudrin gen, zurückgeschlagen. Madrid, 20 October. Nachrichten der Regierung zufolge überfiel der Negierungs-General Daban die aus 800 Mann Infanterie und 200 Reitern bestehende Abtheilung des Carlisten - Chefs Lozano nach deren Einmarsch im Dorfe Vogarra und nahm nach längerem Kampfe 200 Mann, darunter 15 Osficiere, gefangen. dmerifia. Vlontevideo, 18. October. Die Jnsurgenten-Chess Arredordo, Rivas und Borges slichen Bedingungen mit Mitre, der sich Buenos Avres nähert. Mehrere Kriegsschiffe sind zu den Jiisurgentcn übergegaiigen. Sarmiento befehligt die Vertheidiguugs Truppen der Hauptstadt. Sennor Diego Alvero ist zum bevollmächtigten Gesandten der argentinischen Republik in London und Rom ernannt. Buenos^-Ayres hat an Montevideo die Aufforderung gerichtet, die Ausfuhr von Waffen, Munition und allen Truppen Aushebungen zu verhiiidern. Lokale Notiz. Beschlüsse des Gemeinderaths aus der Sitzung vom 8. October 1874. Anwesend waren: der Großhcrzogl. Beigeordnete Felsing, die Gemeinderathsmitglicter Bücking, Dtery, (Sali, Hansteln, Hornberger, Keller, Körber, Lüdeking, Noll, Silbereisen, Wallenfels und Wenzel. Dem Kaufmann Emil Fischbach wurde auf fein deSfallsigeS Gcsuck gestattet, vor seinem im Bau begriffenen Hause am Seitersweg ein Kellerloch in daß Trottoir anzulegen, wenn er die Anlage nach Angabe des Stadtbaumeisters aussührt, für diese Begünstigung jährlich 1 I fr. Zins an die Stadtkaffe entrichtet und einen Revers abgiebt, worin er sich verpflichtet, das Kellerloch wieder zu entfernen, wenn dies von der Stadt geforcert werden sollte. Der auf Grund dieser Bedingungen durch re. Fischbach abgegebene Revers kam heute zur Vorlage uno wurde genehmigt. Ein Gesuch deS L. Löwenstein dahier um die Erlaubntß ntr Errichtung eineS Berkauf- standcs für Wurst an Markttagen wurde dem Dauaussckuß zur Aeußerung überwiesen. Die schon früher beschlossene Erböhung des Schulgeldes für die höhere Mädchenschule soll nicht wie früber bestimmt vom 1. Juli sondern vom 1. October d I an in Wirksamkeit treten, weil die höhere Genebmtgung hierzu erst am 30. Juli c. erfolgt ist Maurermeister Balthasar Strauch Hal um unentgeldliche Ueberlaffung von Kies aus der städtischen Grube am Lutberberg zu dem Zwecke nachgesucht, um tamil den Weg noch seinem neu erbauten Haute aufzufüllen. Da diesen Weg auch die dort gelegenen Grundbesitzer benutzen, so wurde auf das Gesuch, alS im allgemeinen Interesse liegend, willfähriger Beschluß gefaßt. Das Gesuch der Actiengesellichaft Labnbütte um Herstellung des WegS nach ibrem Hüttenwerk wurde dem Dauausjchuß zur Prüfung und Antragstellung überwiesen. Ein mit Heinrich Steller in Annerod abgeschlossener Handaccv'd über die Pflasterung eines Stücks Trottoir in der Gartenstraße pro O Meter zu 1 fl. 15 fr. erhielt die Zupunmun.- des Gemeinderatbs. Auf Grund einer von Großberzogl. Bürgermeisterei voraelegten Berechnung, nach welcber die Stadt durch Benutzung der städtischen Wiese links Nr Grünberqerstraße als Wetdenpflanlu«.' seither nickt unbedeutenden Nackthetl erlitten bat, beschließt der Gemetnderath, die Frngebu«.^ fraglichen Geländes au8 dem Waldverbande zu beantragen Die Erbauung von Stallungen zur Unterbringung von Bieh an Markttagen wurde als dringlich erkannt und besckloffen, diesen Gegenstand dem Dauausickuß zu weiterer Antragstellung mit der Befugniß zu überweisen, bei seinen Arbeiten Sachverständige zuzuzieben. Bei dem am 30. April c. staltgebabtcn Waldbrande ist ausgearbeitetes Holz verbrann: welches erst einige Tage vorder versteigert worden und noch nicht abgefahren sein konnte, weil die Steigerer nock nickt im Besitze der Abfuhrsckeinc teuren; auf Antrag wurden daber die Steigbeträqe mit zusammen 30 fl. 20 fr. zur ausgüblicken Verrechnung genehmigt. Gießen, 21. Oct. Wir crbielten Folgendes zuqesandt: Die im gestrigen Anzeiger gesckehene Ankündigung der stattbabenden Jubeltrauung der Heinemann Hermann'schen Eheleute findet auf den Wunsch der Jubtlare nickt in der Svnagoge statt. — — In ecr Stadt grassiren eben in erschreckender Weise die Masern unter den Krn dern. In der Kleinkindersckule sowie in den unteren Klaffen der städt. Schulen fehlen sozusaqe die Hälfte der Scküler. Zu verwundern ist nur, daß die Schulen nicht gänzlich grsckloffer sind, da dock die Möglichkeit sehr nahe liegt, daß in den meisten Fällen die lÜnder daselbst an gesteckt wurden. -J-. ...... - ... ■ ■ ' ■ '---r -------- Telegraphische Depeschen. Bayonne, 20. Oct. Das Gerücht, welckem zufolge die spanischer Republikaner mehrere Engländer und unter denselben den Correspondenten dei „Newyork Times" erschoffen hätten, entbehrt jeden Grundes. London, 21. Oct. Die Kohlengruben-Besitzer in Northumberlan^ haben beschloffen, die Entscheidung wegen der von ihnen beabsichtigten Lohn Herabsetzung von 20 pCt einem Schiedsgericht ankeimzugeben. Königsberg, 20. Oct. Das ostpreußische Tribunal bat das Erkennt niß der ersten Instanz gegen den Dlschof von Ermland, Tr. Kremenz. wegen drei ungesetzlicher Anstellungen von Geistlichen bestätigt, die Total-Strassumm aber von 650 auf 600 Tbaler herabgesetzt. Braunschweig, 20. Oct. In dem seit einigen Tagen verhandelten Proceffe gegen Brandes und die Wittwe Krebs, wegen Giftmordes, wurden beide Angeschuldigte zum Tode verurtheilt. Allgemeiner Anzeiger it ** nicht die Absicht diesen Herren vorgreifen zu wollen. Aber von geehrter Körperschaft wird uns wohl zugestanden werden, daß die Presse das Recht hat, sich darüber auszusprechen, ganz besonders , wenn sie die öffentliche Meinung vertritt, und diese muß von Jedem gehört werden. Nachdem wir unsere Gedanken über diesen hochwichtigen Punkt mitgethcilt haben, können wir fest versichern, daß uns dabei kein anderes Jntcrcffe leitete, als das reine Jntereffe unserer Vaterstadt, und daß wir dabei nur deren Wohl im Auge hatten. Mrere Ossm, rbro zu übeG. l'l ftria einjubrir, Md 200 Leiter eren Einmarsch lr ^nn, darunter I- und wenn die Seele krank ist, verfällt auch gar bald der Leib bedenklichem Siechthum. Es ist gewiß darum diese Wahl der erste, bedeutende und folgenreiche Sckriit, den die neuen Stadtverordneten zu tbun baden, ein Schritt, der, wie gewiß all« Bürger von Herzen wünschen, ihnen gelingen möge. DaS Amt eines Bürgermeisters in einer Provinzialhaupb und Universitätsstadt ist gewiß ein schönes, aber auch ein schweres. Der erste Vertreter unserer Stadt hat nach der neuen Städteordnung einen großen und herrlichen Wirkungskreis vor sich; er kann sich den Segen einer Generation erwerben, aber ist auch gar manchen Unbilden ausgesetzt, denn eS gehört zu den Unmöglichkeiten, den Beifall Aller zu erreichen, darum kann nur ein Mann an unsere Spitze treten, bei dem Humanität mit der nöthigen Energie vereinigt ist; ein Mann, der durch strengen Rechlliäckcitssinn ebensogut nach oben, wie nach unten zu imponiren versteht, ein selbstständiger Mann. Kaum zu erwähnen bedarf man es wohl, daß er von untadelhaftem Ruf sein, die allgemeine Achtung seiner Mitbürger und die nöthizen Kenntnisse besitzen muß. Obschon nun nach der neuen Städteordnung mit wenigen Ausnahmen jeder Bürger, der das Recht hat, sich bei der Stabtverordnetenwahl zu beteiligen, von den Stadtverordneten zum Bürgermeister gewählt werden kann, so ist man doch auch hier allgemein der Ansicht, daß ein Rechtskundiger am Besten sich zu dieser Stelle eignen würde, und wir glauben gewiß der öffentlichen Meinung Rechnung zu tragen, wenn wir in diesem Blatte auf einen Mann aus diesem Stande aufmerksam machen, n-eichet in jeder Beziehung würdig ist, der erste Bürger unserer Stadt zu sein. Es ist dies Herr Asiesior Bramm von hier, denn derselbe bietet das von uns oben Gewünschte im ganzen Maße. Wir können mit gutem Gewissen behaupten, daß er der Mann ist, der vom Scheitel bis zur Ferse sich qualificirt, die Stellung eines Bürgermeisters unserer Stadt einzu- neh men, ehrenvoll unsere Gemeinde zu verwalten und zu vertreten. Seine ganze Vergangenheit bürgt uns dafür. Es ist nicht zu fürchten, daß wir der Schmeichelei beschuldigt werden, denn dieses Urtheil ist kein individuelles, sondern das der Allgemeinheit, das Jedermann unterschreiben wird. Der Bürgermeister wird auf zwölf Jahre gewählt, und da Herr Bramm bis jetzt erst 44 Jahre zählt, so besitzt derselbe nach menschlichen Berechnungen nach dieser Zett noch volle Manneskraft, und die Stadt hat nicht nötig, denselben mit der Hälfte des Gehaltes zu pen- fioniien. Dieser Punkt ist gewiß auch zu bedenken und zu beachten, denn sonst könnte das Bürgermeisteramt für eine Stadt, in welcher die Städteordnung zur Geltung gekommen ist, ein sehr theueres werden. Wir kennen nämlich eine Stadt, in welcher, da man bei der Wahl in Beziehung auf das Alter etwas unvorsichtig war, drei pensionirte Bürgermeister leben. Allerdings hat Herr Bramm eine Stellung aufzugeben, die ihm manches Angenehmere bietet; daher nm Bewilligung zur gerichtlichen Verfolgung des Abgeordneten Schöffel nach wegen des Vergehens der Aufwiegelung und der Ehrenbeleidigung, begangen j2_______________________________________________________________________ Frielendorfer Brujiiettes in Wagenladungen und kleineren Parthieen billigst. Bei Bestellungen durch die Post bitte um gefl. Angabe der Wohnung. Aufträge von 15 Ctnr. an, werden franco vorö Haus ausgeführt Allein zu haben bei | August Sc Messing er* Jü | Aus erster Goldene u. filbernc (Tflfcfjenuljreii, Regulateure und Pen d ulen. Reisewecker, Musikwerke und Spieldosen, ^SämmtlicheReparaturen werden gewissenhaft ausgesührt. bezogen! Goldene Medaillons, Hinge, Brochen und Boutons, goldene, silberne,Talmi- und Double- U h r k e t t e n. Größte Auswahl und neuerdings ermäßigte Preise. Reelle Garantie für ge diegene Waare. 17 A. llocter! Ä. llocter! Solide Waaren! einkaufen kann. 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fl.fr. <3 a fl- kr. auf-; ßef. । - s» fl. kr. (Ulf: ßef. । o fl. fr. auf: l i ßef- Dtrr.j fl.'kr. ■pö - nv I ,l Dcrtj fl. kr. auf. ' ßef. i inert fl. fr. ftlfr-k1 ___ —* M. M. M- M- M- M. M. M. M- M- M. M- M. M- M. M- M. M Gießen — - - 15 Alsfeld ' 17. — 32 12'25 — 51 9 18 8 15i — — — — 49 6 — — 4J 10 — — _ __ _ — — 1 36 — — '— Grünberg 17. 589’ 12 40 — 1011 9 23 —! 201; S15 — — — — — 125 6 23 — 13J 12 10 11 10- _ _ — - — 3 1 45 — --x Lauterbach 17. — 33’ 12 41 — 46 j 9 9 49J 9 12 — — — — 108’ 6 4d _ 11* 11 8 _ 12- _ — - _ _ 137* 1 29 — — —' Mainz 16. — 23 12 50| — 8 - -- - - s Normalgewicht ver Malter: Warten 200, Rpm ISO Gerste 160, Svel, und Haier 120, Erbsen, Linsen, Wicken 220, Kartoffeln 200, Mebl 140 Pmnd. atedacnon, Druck uno tierlaq der »ttrühl |(tim Untv.-Druderet (gr. 4 hr. Ptettch) tn Öte|nu enÄ""* El frN fti 1 1 ( Vo7 «auch die 5 6 Wang M 'Oteßherzoj 'rrltenttm iiictl imme 'W erst ;ä(T k.$ ^damatio :t uicht ii L 3 ^mmunj Eichung U "nzuhalte« f Ds den ben i kttächM ^kntliche t(rn im । ^Ni ft«.. r*8 'chöne Jfts A* Ztt 8,1 ßiit btt ‘Weh