Gießener Anzeiger Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen Mittwoch Len 19. August Io. IUI 1W34 politischer Theis. Deutschsank) Darmstadt, 16. August. n. Klee. val:. rller iß»» 1!1 \enx> SZZ wo in Folge des Kammerbeschlusses unsere ohne Berel die Liefers ’on wahrend W ür Hafer, Ha, ic- wifltr. rathswadk li'tis vurteljährig 1 ft 12 fr. u; Bringerlohn. Durch die 4icft bezogen vierteljährig 1 fL 29 fr. die Siege von Weißenburg und von Wörth, von Saarbrücken und Spicheren, in der ja auch tagelang lodernden Königsschlacht von Metz. Wenn wir Jüngeren aber in dankbarem Aufblicke zu Gott mit freudigem Stolze solcher reichen Siegesgaben denken — wie herrlich muß sich dieser gen, we/lhe ten alsbald auch in Bezug auf den Antrag des Abg. HeidenreiG, betr. die Abgabe von Waldstreu aus deu Communalwaldungeu nach dem Gesetze vom 2. Juli 1839 ter Fall ist; der von der zweiten Kammer angenommene Antrag ging hier dahin : die Negierung zu ersuchen, für Aufrechthaltnng der die Waldstreu betreffenden gültigen Gesetze Sorge zu tragen und somit den Gemeinden die Ber- werthung der Streu aus ihren Waldungen in von dem Ortsvorstand zu bestimmenden Loosen und namentlich auch in Flächenloosen zu überlassen. (N. Frkftr. Pr.) Berlin, 15. August. Die Wendung in der Politik der Großmächte gegenüber Spanien hat den Prätendenten Don Carlos zu den verzweifelten Anstrengungen veranlaßt, sich und seine Sache vor Europa weiß zu waschen. Zuerst vernicht er es durch das Medium eines New-Zorker Correspondenten; jetzt hat er em, wie es scheint, an die Mächte selbst gerichtetes Manifest er lassen. Bezüglich des erschossenen Hauptmanns Schmidt wird in demselben erklärt, jeder Fremde, der an einem Bürgerkriege theilnehme, gehe der Rechte verlustig, die ihm sonst durch das internationale Recht gewährt würden, und setze sich sofort Repressalien aus. Dou Carlos behauptet also, daß Schmidt an dem Bürgerkriege als Combattanl theilgeuommen habe. Selbst die Wahrheit dieser Behauptung angenommen, würden die Carlisten nach dem zwischen civilisirten Nationen geltenden Kriegsrecht doch keineswegs befugt gewesen sein, den in ihre Hände gefallenen Kriegsgefangenen zu erschießen. Es ist aber durch die glaubwürdigsten Zeugen, u. A. noch neuerdings durch den Correspondenterr der „Times", ausdrücklich bestätigt worden, daß Schmidt nie und nirgends an den Operationen der spanischen Regierungsarmee thellgenommen hat, und arrch in dem Augenblicke seiner Gefangennahme einen derartigen Anschein nicht Hal erwecken können. Der Prätendent wird sich also wahrscheinlich vergebens be mühen, seinen völkerrechtlichen Deductioneu, außer etwa in jenen Kreisen, denen sein Wort als Evangelium gilt, Geltung zu verschaffen. Die von ihm ausgesprochene Hoffnung, daß die europäischen Mächte in Spanien nicht interveniren würden, wird übrigens jedenfalls in Erfüllung gehen, nur wird unter diese Mächte auch eine gewöhnlich nicht zu denselben gerechnete eingereiht werden müssen, die bisher in der offenbarsten Verletzung völkerrechtlicher Gr -udsätzc eine Intervention thatsächlich ausgeübt hat, für die Zukunft aber hoffentlich daran verhindert werden wird, nämlich der Ultramontanismus. Berlin, 16. August. Zur August-Mitte ist ein schwungvoller ^Artikel des „Militär-Wochenblattes" überschrieben, welchen wir unverkürzt in Folgen- Erscheint tttglich, mit In*» nähme Montag«. Expedition: Lan-letber«, *t. B. Nr. 1. •ÜcftciTeidj. Wien, 17. August. Justizminister Glaser tadelt in einem morgen offi- ciell zu veröffentlichenden scharfen Erlasse die gerichtliche Praxis und das bureau- kratische Formel-Wesen in Concurs-Angelegenheiten. ^TaiiHreidj. „Auch für die Zukunft darf das Reich auf gute Ernte hoffen." Berlin, 16. August. Wie traurig es gegenwärtig um die Eisenindustrie Rheinlands und Westfalens steht, erhellt aus einer Nachricht aus Hagen, welche sagt: Die sämmtlicheu Eisen- und Stahlwerke Rheinlands mkd Westfalens haben an deu Haudelsministec eine Vorstellung gerichtet, um denselben zu veranlassen, die ihm vom Landtage eröffneten Credite für Eisenbahubauten zetzt theilweise zum Ankäufe vou Schienen rc. zu verwenden. Es wird in dieser Vorstellllug hervorgehoben, daß einerseits die Staatsregierung bei dem gegenwärtigen Stande der Preise, welche weit unter den Productionskosten stehen und genau die Hälfte der vorigjährigen betragen, ein sehr günstiges Geschäft mache, andererseits die bedenklich trübe Lage der Industrie dies erfordere. In ganz detaillirteu Aufstellungen über alle gegenwärtig vorliegenden Aufträge wird nachgeivieseu, daß die Schienenfalzwerke nur noch für 6 Wochen beschäftigt werden können. Einzelne Werke sind nur noch für 2 bis 3 Monate mit Bestellungen versehen, andere reichen dagegen nicht bis zum Schluffe des Monats August aus. Unter diesen Umständen muß jetzt, bei trüben Aussichten und nach schweren Verlusten, die Nothwendigkeit in Erwägung gezogen werden, noch vor dem Herbste mindestens die Hälfte aller Hüttenwerke außer Betrieb zu setzen, wodurch annähernd 26,000 Arbeiter ihre Beschäftigung verlieren würden. Seit dem Bestehen der rheinisch-westfälischen Eisenindustrie hat dieselbe niemals einer so ernsten Situation gegenüber gestanden. Kassel, 17 August. Gestern wurde abermals eine Versammlung der hiesigen Soeial-Demokraten aufgelöst. Creseld, 17. August. Der 15. volkswirthschaftliche Cougreß ist heute Vormittag 10 Uhr eröffnet worden. Zum Präsidenten ist Braun-Wiesbaden, zum ersten Vice-Präsidenten Herbertz-Uerdingeu, zum zweiten Frhr. v. Kudech- Wien gewählt worden. . — Officiösen Blättern zufolge beloben alle Berichte der General-Jnspec- 18. August 1870 erfochten' wurde, in eine so" kurze Spanne Zeit gedrängt; toren an den Kriegsminister die Fortschritte der Truppen aller Waffengattungen, seltener noch ist es, daß eine solche Folge von Einzelsiegen zusammengefaßt ihre Disciplin und gute Führung. wurde in einem großen gewaltigen Abschluß, der die L-umme alles vorausge- — Laut „Liberty" verließ Thiers gestern in sehr angegriffenem Zustande gangenen Glückes zieht und zugleich die Grundlage wird für ein neues Vor- Cauterets. wärtSdringen, neuen Ruhm. — Und doch, die preußische Kriegsgeschichte hat — Am Mittwoch den 19. d. soll im officiellen Blatt ein nach den Er Paris, 16. August. Der „Fran^ais" sagt: England, Deutschland, Belgien und Frankreich haben die spanische Regierung in den nämlichen Ausdrücken anerkanilt. Laut der Madrider „Epoca" erkannten diese Mächte die Regierung Serrano's als thatjächliche Regierung an. Die Anerkennung Rußlands, Oesterreichs und Italiens war am 12. d. noch nicht erfolgt. Mac Mahon verläßt heute Abend Paris. Er wird wäbrend^der und öui {Ul c, - taä U«' * l . Schlitten * . Bewußtsein dws ungeheuere Schauspiel dreimal aufzilweisen in diesem Jahrhundert! — Wenige Jahre nur rückwärts von 1870, und es tritt uns jene Reihe glorrei- 3n letzter Zeit sind einige Berichte des cher Siege in den schlesisch-böhmischen Pässen entgegen, die dann der Tag vierten Ausschusses der ersten Kammer im Druck erschienen, deren Inhalt wir von Königgrätz zusammensaßt, wie die Kette einzelner Perlen ein diamantenes kurz referireii. Bezüglich des vielbesprochenen inzwischen aiisgehobenen Gesetzes Schloß. — Und nicht minder mahnt die Betrachtung der Augusttage von 1870 über die Verpflichtung der Gemeinden zur Aufbriliguug der Kosten für das an jene heroische Zeit nach dem Waffenstillstände von 1813. Ja, die Tage zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände hatte die zweite Kammer von Großbeeren, von der Katzbach, von Kulm und Deimewitz, sie fanden in namentlich auch beschlossen, die Regierung zu ersuchen, auf gütliche Festsetzung!der Völkerschlacht von Leipzig ganz ebenso ihren Abschluß, ihre Erfüllung, wie der den Gemeinden aus Grund des erwähnten Gesetzes zur Last fallenden Be- "' p ' L "" " — . _ träge möglichst hiuzuwirken, und ferner die Frage, ob die den Gemeinden zur Last fallenden Beträge definitiv auf die Staalskasse übernommen werden sollen, auU' ‘ AM xS'-- fann »■. durch -5’ p . DirF in Erwägung zu ziehen , und eventuell deu Ständen Vorlage zu machen. In____v. , ... ........ ... ......~ beiden Richtungen beantragt der Ausschuß erster Kammer Beitritt zu Den Be- Segen vor einem Auge entfalten , das die drei Erntezeiten alle selbst'geschaüt; schlüsseu der zweiten Kammer. In gleicher Weise wird Beitritt zum Beschlüsse wie feierlich und groß muß er sich spiegeln in einer Seele, deren Wille und der zweiten Kammer rücksichtlich des bekannten Antrags der Abgg. Dumont Kraft ihm, nächst Gott, am meisten zeitigen und reifen half! — Unser Kaiser und OechSner wegen Errichtung einer höheren Handelsakademie in Mainz be- und Köllig ist nach erfrischenden Sommerreisen, welche diesmal ein frecher Feind fürwortet, dahin gehend: jenen Antrag abzulehnen. In Betreff des Antrags zu störet wagte, gesund und neu gekräftigt in seine Residenz zurückgekehrt: des Abg. Heiiizerlmg auf Erlaß einer Gesindeordiiung hatte die zweite Kam-!Möge er sich in diesen Gedächtnißtagen einer rühm- und glorreichen Erntezeit mer wegen der Erklärung der Regierung: „daß die für die Ausarbeitung eines-des Errungenen ruhig und glücklich erfreue», und.möge er sich, wenn der Herbst bezüglichen Gesetzentwurfs erforderlichen vorbereitenden Anordnungen bereits ge- ihn wieder in die Mitte großer Truppenmassen führt, bei ihrer prüfenden troffen worden seien", beschlossen, den Antrag zur Zeit für erledigt zu erklären. Betrachtung sagen können. Auch hier erklärt sich der Ausschuß erster Kammer conform, wie dies endlich dem wiedergebrn: Abermals sind wir eingetreten in jene Reihe der Gedenktage, welche den August zu einer feierlichen Zeit für Heer und Volk erheben. Vom Tage von Weißenburg bis zu dem von Gravelotte — welch' eine Folge großer Thaten! Welch' eine Wirkung auf die Nation! — In furchtbarem Ernst, in düsterer Reise keine langen Reden halten, aber jede Gelegenheit ergreifen, um das Sep- Größe war der Krieg herangetreten an unser Volk; gefaßt und entschlossen tennium zu betonen und darznthun, daß es für Handel und Gewerbe alle war es ihm entgegengegangen nun entlud sich das Gewitter Schlag auf Bürgschaften der Ordnung und Stetigkeit gewähre. Die osficiöse „Preffe" Schlag; Blitz auf Blitz traf den Feind, und nach der gewaltigen Königsschlacht:schreibt: Mac Mahon wird im September und October Mittel-, Süd- und von Meg athmete Deutschland hoch auf; was nun auch noch kommen mochte^Ostfrankreich besuchen, r 2 \ ‘ ~ ~ ' '7 rr ° d der letzte zu 20jährigem Kerker onuribetlt. (LcleguipuUdjc Dcpe|a)cn. Paderborn, 12. August, lieber ta« grau;aine Martyrium de« Bischofs von Padcr , dorn macht da« Wests. Volksbl. folgende Meldung: „Es ist dem hochwürdigsten Herrn viichof x5crltlt, 17. Aug. Der Polizei-Präsident publicirt die uuterm 5. Aug.;die Benutzung feiner eigenen Möbel in feiner Gefängnißzelle gestattet worden; biefelben wurden ' ' ' ' " ~ am 6. d. Morgen« dahin geschafft. Eben so ist dem hoben Gefangenen Selbstbeköstigung — au« feiner eigenen Küche — bewilligt worden." • Lck 5 «ir brinf /-.nnintfe, bc der •ji 1 S ral'f ' ' £(r dirccst in» fnunt von । tn OtalieiL 9^ptn, 15. August. Alle Gefahren der in der Ramagna zum Ausbruch gekonimeneil interuationaleu Bewegung scheinen vollkommen beigelegt zu fei». Die Aufständischen sitzen entweder in sicherem Gewahrsam oder treiben sich zerstreut un Gebirge umher und jilchen still wieder nach Hause zu kommen, ohne von Carabinieri bemerkt zu werden. Nichts desto weniger legt die Regierung nicht ruhig die Hände in den Schooß, sondern ist uiiermüdlich bestrebt, die Urheber und Mitschtildigen des Putsches ausfindig zu machen, zur Verantwortung zu ziehen und alle revolutionären Vereine auszulösen. In einem Hause vor der Stadt Ravenna wurden gestern mehrere triften mit Waffen und Munition ge funden, welche an einen wohlbekannten Internationalen abgeschickt worden waren, der bereits gefänglich eingezogen ist. Die Polizei verhaftete in Folge dieser Entdeckung noch mehrere Mitglieder der Internationalen. Die einstwei len in den Gefängnissen von Bologna untergebrachten Internationalen sollen in der Festung Castelsranco übergeführt werden. Die Bologneser Blätter veröffentlichen einen von Marco Aurelio Saffi ans dem Castell von Spoleto an ein Parlamentsmitglied gerichteten Brief, worin er in seinem und feiner Mitgefangenen Namen die Erklärung abg bt (ähnlich wie vor ihm Federico Campanella) daß kein Mitglied der Internationalen der Versammlung in der Villa Nusfi bei Rimini beigewohnt habe, daß es den Republikanern überhaupt gar nicht in den Sinn gekommen sei, einer Partei Vorschläge zu machen oder solche von ihr anzunehmen, von der sie durch eine tiefe, uuausfüllbare stluft getrennt seien und die sie jeder einzeln und alle zusammen stets auf das Entschiedenste bekämpft hätten. Mailand, 16. Aug. Der „Perseveranza" zufolge hätte Bazaine an den Kronprinzen Humbert ein Schreiben gerichtet des Inhalts, daß er sich diesem auf der Durchreise hätte vorstellen sollen, daß er aber nach erlangter J5rei= heit sehnlichst gewünscht habe, vorerst seine Söhne zu sehen. Petersburg, 15. August. Da di- kolostal-N F-uersbrünste in, kö- Fr.-db-ig. (IBrttnaun 3nbuRri<. ÄuüMung) Sn.Uch trat b„ ta« „etemmn, nigreich Polen auf eine wohlorganisirte Mordbrennerbande zurückzusühren jind,.wtlchcr fo vielt Vorbereitungen und ganz gewiß auch viele Sorgen gekostet hatte, denn die so Hat die russische Regierung gegen die THeilneHmer derselben die strengsten «o-*»—— Maßregeln ergriffen. In lämmtlichen Städten sind Plakate angeklebt worden mit der Bekanntmachung, daß jeder Brai,dsiifter, welcher in flagranti ertappt erst« ©etterauer Jnduftrie Ausstellung ist ein Unternehmen der ichwersten «it gewesen'. Dir Eröffnung «er «uhstcllung geiefcab heute, am 16 August, um 11 Uhr, in einfacher 23ftie Krrisrakh und Stadtvoiuand waren eingelabcn und erschienen, um der °) in Bonn- ten, Borhangstangen mit und ohne Verzierungen fertigt zu billigen Preisen Je Pe Ritsert, Vergolder, Wallthor 156. Das Einrahmen von Bildern und Photographien wird prompt und billigst ausqeführt. 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Ocsterreichischen Verband, bestandene Tarif,------------7 vom 1 September 1872 mit dem 1. t M. 4039] Erwartete Eitronen sind angc- außer Kraft und von diesem Tage an ein ommen. Gg Wil h W ei d i g.kb neuer Tarif an dessen Stelle tritt Der birecte Verkehr zwischen Gießen einerund Fürth und Augsburg andererseits kommt von obigem Tage an in Wegfall. Gießen, im August 1874. D i e Dir e c tio w erVCH zur'jAkmahme von mindestens ein Maas täg z nnoc werden noch angenommen. 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Henkel Wntwe gehört«\ gen Mobilien, bestehend in Möbeln, Belt-i unb Weißzeug, Haus- und Küchengeräthe meistbietend versteigert werden. — 4002) Einen Schuhmachergesellen sucht Fritz Euler. 4045) Ein braves Dienstmädchen daß Liebe zu Kindern hat sucht A. Menges, Neue Bäue B. 79. NB. Bestellungen auf Crlanger Bier erbitte mir, um prompt bedienen zu können, 3 Tage vorher, weil ich dasselbe bei ganzen Waggonladungen mit Eisverpackung erhalte. /lascheiibier-NieÜersage bei Coiirtld JVeidigSeltersweg vis ä vis dem „Prinz Carl", woselbst auch Bestellungen abgegeben werden weiß oder aelb, für............. Dutzend gute Bleistifte „ „ Federhalter Stück tl Gros) gute Stahlfedern für Schulen . . • Stangen fein roth Siegcll ck (1 Zollpfuno) in Carton Schablonen-Kastrn zum Zeichnen der Wäsche, enthaltend das ganze Alphabet, Zahlen, Languetten, Farbe, Napf und Pinsel................ u s. w- u. s. w- u s. w. I Ferner * domicilirt in: - Basel, ' Berlin, • Bern, Biel, 11 Breslau |' Chemnitz. |! 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I frtrf vlirktl x ■ SlWtck c c Geschäftseröirfiim^. —j- 3985) Einem verehrten Publikum von Gießen und Umgebung die ergebene Anzeige, daß ich mein Geschäft als 11 errett Mehlet*tn ach er eröffnet habe, und bitte bei vorkommendem Bedarf um geneigten Zuspruch. Ich werde stets bemüht sein, das mir geschenkt werdende Vertrauen durch gute Waare und solide Arbeit zu rechtfertigen. Hochachtungsvoll M. Weiner. NB. Meine fertigen completen Anzüge, sowie auch nach Maaß verfertigte, zu den billigsten Preisen. ÄuKkunft, KostenvorftiiMchlRKe und Zeitlingncataloice auf V erlangen grätig und franco. .......—...................... ... ...— — 3883) Hiermit die Anzeige, daß wir Herrn Wilh. Balser in Gießen eine Fabrik-Niederlage in: weißem Tafelglas übergeben und denselben in den Stand gesetzt haben, zu unseren Fabrikpreisen franco Gießen zu verkaufen. Gleichfalls unterhält derselbe eine Niederlage unserer sämmtlichen Sorten Maschen in la. Qualität zu den billigsten Preisen Schmi<1 Ihorn & Hahne, Glashnttenbesitzer in Friedrichsthal bei Saarbrücken. Bezugnehmend auf vorstehende Anzeige halte ich mich den Herrn Consu- menten bei Bedarf bestens empfohlen. Willi. Balser. 4022) Die Wirtschaft auf meinem Felsenkeller ist vom 18. bis 24. August geschlossen. ttallh. JLenz. Dem verehrten Publikum von hier und auswärts zeige ich hiermit ergebenst an, daß ich von Mittwoch den 19. d. M. an, in meinem erkauften Hause, die bisher von Herrn L. Formhals geführte Restauration zur „Bavaria" übernehme und unter dem Namen Gaxlhaitfi zur „Stadt Ca/tnel“ eröffnen werde. Durch pünktliche und aufmerksame Bedienung hoffe ich die Zufriedenheit meiner Gaste zu erlangen. Gießen, den 17. August 1874. 4056) Achtungsvoll •Jean H eber. Nachdem mir die königl. Intendantur zu Cassel die Lieferung für Fourage und Bivouaks-Bedürfnisse der 22. Division wahrend des Herbstmanövers übertragen hat, bin ich Käufer für Hafer, Heu, Stroh, sowie Tannen-Scheidholz, und ersuche Diejenigen, welche erwähnte Gegenstände abzugeben haben, mir ihre Offerten alsbald zugehen zu lassen. 4V« unkündbare Pfandbriefe der Rheinisch en Hypothkken-Bank pi Mannheim. Nack Erlass d,s Grossh. Badischen Ministeriums des Grossh. Hauses der Justiz und des Auswärtigen d. d. 1. August 1872, G.-Bl Nr. XXXII. S. 308, sind die Pfandbriefe für die Anlegung von Mün. deiqeldern aeetoneL Die Pfandbriefe können von der Bank und ihren Detriebsstellen bezogen werden. Die Pfandbriefe zerfallen in Stücke von Thlr. 1000, Thlr. 500, Tdlr. 200, Thlr. 100. Sie sind bis zum 1. Octobcr 1876 unkündbar. Vom 1. Qctober 1876 an werden die Pfandbriefe innerhalb 36 Jahren durch Ver- loosung amortistrt. Die Pfandbriefe sind mit halbjährlichen am 1- April und 1 October zahlbaren Zins-Conpons versehen. Die Zahlung der Zinsen und der verloosten Pfandbriefe erfolgt bei allen Vertricbestellen, insbesondere aber in 9)?(iiinbctui, Earköruhe, Freiburg t. B., Constanz, Frankfurt a. M , Stuttgart und Basel (zum Tagescourse der Gulden ) Zur Vertriebsstelle haben wir die Gewerbe-Bank in Gießen ernannt. [3361 Kheinische ■Byp<»lheken-Bank. Anis Tür ihr Herren Bürgermeister. Stimmzettel zu den Gemeindcrathswahlen find vorratdia bet SS Kleo Gießen, den 9. August 1874. fl. Kats. 91 ii f r n f. (Genehmigt von dem Herrn Kreisdirector von Frevberg.) Sin Notlstand der grauenhaftesten Art legt und die Pflicht auf, jetzt die Hülfe wettern Kreise anzurufcn. Vergangenen März ist in der Obersirsterei Alberschweiler, deutsck Lotbringen, mittens den Vogesen, einer der bravsten und tüchtigsten Waldarbeiter, der 26jährige Elsass«! Raimond Dirion, mitten heraus aus seiner frischen vollen Tbatigkeit gerissen und auf ein tinfoird furchtbares Siech- und Todtenbett geworfen. Als der Unglückliche einen scbwerbeladenrn Heiz- schlitten über eine stark abschüssige Stelle der Schlittenbahn fübren wollte, glitt er oiir err Schlitten fuhr über ibn weg, zerquetschte ibm beide Beine, zerbrach das Rückgrat und L14 auf ibm sieben, bis nach Verlauf einer halben Stunde Hülfe kam, der Schlitten entfernt urb der arme Mensch in seine Hütte getragen werden konnte. Bei vollem Dewufitsein liegt er 'tit 5 Monaten dort, in der vbern Körperhälfte ganz gesund, in der untern vollständig eine Leile, deren zunebmcnde Verwesung die umgebenden Räume perpcstet. Langsaoi fault ibm das ab und fällt in Stücken auf das Lager. Rach ärztlichem Urtbeil ist eine Amputation erfolglos und em Transport in ein Hou t^I unmöglich. Er ist rettungslos verloren und weiß es. Wett ab von anderen Wohnungen, m dem tiefen Waldthale fliegt er einsam da, sah die letzten Ersparnisse längst schwinden und erblickt die bittere Rctb der Seinen, die nur sein baldiger Tod verringern kann. Er möchte so gw sterben und et. kann nicht sterben. „Nie", so schreibt ein Besucher in den letzten Tagen, „werden sich die Eindrücke verwischen lasten, welche leb aus dieser armen Vogesenlütte mUgrncmirei babe. Denken Eie sich nur diesen Anblick Im Krankenzimmer sieben zwei dürftige Bellen, in dem einen liegt der angefaulte, noch geistig frische Mann, und vor demselben kniet dir ro3. aufgericbene junge Frau, und während in dem andern Bett zwei kleine Kinder schreien, wl vom 69 Jahre alten Schwiegervater beruhigt werden, gebt die robe Schwiegermutter i- Zimmer auf, und ab und fragt den Arzt laut: „„stirbt er denn noch nicht? och, wennjn doch ein Stück Vieh wäre, dann konnte man ihn doch todt schlagen' " Noch einige Monate also kann dieser fürchterliche Zustand andauern. Die Eingeborersr bringen keine Hülfe, weil der Verunalückte meist im Dienste der Deutschen Forstvrrwaltung ischäftigt war und desbalb als Prulsirn verabscheut wtrv; von der Forftvlrw-altung kann mcksl geschebrn, weil baS Unglück im Privotdienste stattaefunden bat. Es ist eine Ebrenpflickt Gr dte Deutschen, birr einzugreifen. Helfen Sie dock Alle, Alle denen dieser Ausruf in die Häot« kommt, dem Unglücklichen in seinen bangen Stunden und bringen Sie durch Ihre Gaben Trsß und Beruhigung m diese entsetzliche Einsamkeit. (Sig.) Eickhoff, Oberförster. — Fran cke, Director, • Müller, Oberförster. — Ott, Kreis-Assessor. Zu LirbeSgaben in Empfang zu nekmen ist gerne bereit Die Cxped. d. (Siegener Anzeigers. Frucht- und iöteblprcife tu verflossener Woche von nachbenannten Orten und Frnchtmärkten. NormalgewiLt ver Malter. Waiien 2l Gerste 1< ei 120, Erbsen, Linsen, Wicken 880, Kartoffeln MX), 1' ehl 140 'Jfunb Frucktmirttc. Aug. Waizen. Korn. Gerste. Spelz. Hafer. «Erbsen. Linsen. Wicken. Jtartofftln. Weist- mehl. ulvboto| Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dein Markt Mil. preis Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit. preie Auf dem Markt Mit. preie Auf dem Markt Mit. preis Auf dem Markt Mit Auf dem Mark! MU- auf-, gef. I auf; ge - ’S fl.^kr. 2 a a | -j.ua fl. fr. auf- ßtf- ' 1 ! » fl. fr. auf: gef. verk. t 1_ 1 aus- gef. verk. 5 kl. a ® D -jnv JL fr auf. gef- | verk fr fl h Stehen __ M. M- M. —--- M. M M. M. HL M. — M. M. - — M. M — — M M. M - — — Alsfeld 15. ■ — 13} 1130 — 72 9 30 — 8 — - —> —’ i 8 20 —' — — — — — — r* G c ü n b c r; 15. — 143} 14 io — 14h’ 9 4s 17j 8 *20 — — — I 39 j 7 4 — — — — — — 12- — , — — 17; 3,20 _ — Lauterback' 15. — — - - — 50, 11 H- —- 1 ’i s 45 — -— — 6 DD — — — — i — — — — — — 3 30 — — •• Main, — — i\5 16 15 — 24 11 22 —- 1 R 11| 15 — — ------------- ! ------------ - - — — — — — — — — _ —— — -— — 5 — - — — n. T' r»if urb 91 rrlefl b*r W t 6 ( fH iw Äießen d «!"hklt UNd Kll bin(Mle. 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