Gießener Anzeiger un9 Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen Freitag den 19. Juni srr. 1S9 i i sowie über dir jliebft des Turn. Vorstand 'fer #** polilifcher üQet(. TrutP" Schäferhunde von der Gemeinde oder den Besitzern der Heerde getragen würde. Provinzial-Direktor der Provinzial - Direktion Rheinhessen und Kreisrath des .-liebe"'"' Steuerzahler und auch der Städte mit flottirender Bevölkerung sich gegen die sechsmalige Steuererhebung zu erklären, auch Schaub ist gegen die Borlage; y-*.< 1 fL h. m» M< It'-ti dirrtekjthrtg 1 l n h. tbonnenien), ».s*S etwaigen Zuschuß mit der von der Regierung offerirten Summe bestreiten können. Ter Regierungscommissär und Abg. Welcker erklären sich gegen die Erhöhung, durch welche die Staatskasse allzusehr belastet werde, wogegen Schröder und Greim die Erhöhung der Wittwengehalte befürworten. Tie Regie- ri9e Äa-br>-di' (2982) rstmld. Anzeigers «mpfehle 'L per Glas geHorsami Tina In Kol.i. W - * wenn man den Districtseiunehmern die Kassengeschäfte der Rentämter überweise, daun sei eine Verminderung derselben ohnehin nicht möglich. Am besten würde es sein, wenn in jedem Orte Jemand wäre, der die Steuern erheben könne. Welcker erklärt sich aus Ersparungsgründen für die Vorlage, die sich auch dadurch emvfehle, daß die Communalsteuer in den Zwischenmonaten erhoben werde. Pfannsticl ist für Beibkhaltung der monatlichen Steuerzahlung, ebenso Heidenreich und v. Wedekind (Hiltersklingen), wogegen Ellcnberger glaubt, es sei nicht richtig, daß das ärmere Publikum geschädigt werde, denn die Leute verdienten heut zu Tag so viel Geld, daß sie recht gut ibre Steuer alle zwei Monate bezahlen könnten. Auch List, Wadsack, Ramspeck und Jost sind für zweimonatliche Erhebung, letzterer besonders wegen der Zeitersparnis Nachdem Weicker sich nochmals für den Antrag erklärt und Ministerialdirektor Schleiermacher die Anstände zu berichtigen versucht, Schaub eine dadurch erzielte Er- iparung bestritten und Kuhl als Berichterstatter au£ eigener Erfahrung als Rechner das Gesetz befürwortet hat, wird derselbe mit großer Mehrheit angenommen. Zn der Gesetzesvorlage über Erhöhung der Hundesteuer beantragt Wadsack, dw Schäferhunde von der Steuer-Erhöhung auszunehmen, Pfannstiel hätte gewünscht, daß man auch die Hunde, die zur Bewachung von Hafraithen dienten, ausnehme. Welcker will keine Ausnahmen, da die Entscheidung über die Steuerbefreiung zu schwierig sei. Kuhl bemerkt, daß die Steuer für Mn über J Düsseldorf tauft, trfftjtint täglich, «,r »u* iwbrne ftonnttgft «rpkdMvn: Lanzletd.rv 8it v. 9h. 1 Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich nur st. 12 fr., frei in s Haus geliefert. den Antrag, die Erhöhung des Schulgeldes in Mainz für ungerechtfertigt zu erklären, und wünscht ersterer die Verweisung des Antrags an den gesetzgebenden Ausschuß. Nächste Sitzung morgen den 18. Juni. Darmstadt, 17. Juni. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allcrgnädigst geruht: 1) den Provinzial-Director und Kreisratb, Geheimerath Schmitt zu Mainz, unter Verleihung des Großkreuzes des Philipps-Ordens, die Regierungsrätbe Frölich zu Alsfeld, Fuhr zu Wimpfen, Rautenbusch zu Nidda und Pfannbecker zu Worms, unter Verleihung des Charakters als nasinm in Mainz dahin beantwortet, daß die Regierung über die Rechtsfrage Ermittelungen augeordnet habe. Landmann beantragt, daß Gemeinden für größere landwirthschastliche Anlagen allmählig zurückzuzahlende Tarleihen jif ermäßigtem Zinsfuß aus der Staatskasse gegeben winden. Pfannstiel fragt,' wie es mit seinem Antrag gegen Abgabe von größeren Partien Holz an Hüt- teublsitzer stehe. Er führt einen Fall au, wo durch eiue solche Abgabe sowohl der Staat, als das Publikum beuachtheiligt worden sei. Es folgte darauf die Deraihung des Gesetzes über die Versorgung der Wittwen und Waisen der Volkeschullchrer, welches von dem Referenten Abg. Welcker kurz erörtert wird. Schröder will glich die Schulvcrwalter an dem Versorgiingsinstitut theilnehmen lassen, wenn solche 5 Jahre laug eiue Schulstelle bekleidet hat uud beschließt die Kammer in diesem Sinne. Schaub will einen höheren Wittwengehalt, nämlich nicht 180, sondern 210 p. und demgemäß eine Erhöhung der Beitrage der Lehrer. Mnusterialrath Knorr glaubt, es würdeu dadurch Ungleichheiten cut stehen und bittet, bei der Regierungsvorlage zu bleiben. Welcker führt ans, daß im V erhältlich zu dem Gehalte der Lehrer die Wittwengehalte, die seither viel geringer gewesen seien, entsprechend verbessert worden seien. Matty erklärt sich für die Ansicht Schaub's, letzterer besteht auf seinem Antrag, wogegen Welcker glaubt, cs widerspreche den Interessen der Lehrer, wenn man die Bei-. Illlg «Uhr, hr. Deutschland. Darmstadt, 17. Juni. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer wurde eine Interpellation Dumonl's über Erhöhung des Schulgeldes am Gym- Min. Donnerstag, jonben Bekanntmach ii a g. Sämmtlsche im diesseitigen Bezirk domicilirenden Invaliden aus dem Feldzuge 1870/71, welche nicht in der Controle des Bezirks Commando's stehen, werden hiermit aufgefordert, ihre Ansprüche, die ihnen nach dem Gesetz vom 4. April 1874: „Abänderungen und Zusätze zu dem Pensionsgesetz vom 27. Juni 1871" zustehln, bei dem Bezirksfeldwcbel in Gießen alsbald anznmelden. Großhcrzogliches Bezirks-Commando Gießen. Franck, Major. Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im III. Ouartal 1874 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis l st. 29 fr. incl. Postaufschlags. Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des Blattes bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu tbun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern. Die Redaction. mit Sczel-2chW preisen BeMM lmdenplah. O475 ! Geheimer Regierungsrath, die Kreisassessoren Mcper zu Bensheim und Wilkens zu Nidda, unter Verleihung des Ckarakters als Regiernngsrath mit Wirkung vom 1. Juli l. I. an in den Ruhestand zu versetzen. 2) Mit Wirkung vom gleichen Tage an zu ernennen: den Provinzial- ! Direktor und Kreisrath, Geheimerath Tr. Goldmann zu Darmstadt, zum rungsvorlage wird mit 22 gegen 18 Stimmen und die übrigen Artikel des Gesetzes ohne Debatte einstimmig angenommen. Ein Zusatz des Ausschusses, wonach Wittwenpcnsionen nicht mit Beschlag belegt werden dürfen, wird von Buff, bezüglich seiner Fassung, dahin präcisirt, daß jede Verfügung über die Wittwengehalte verboten wird. Die Kammer nimmt diesen Zusatz einstimmig an. Eine Eingabe des Landeslehrervereins wird vom Abg. Welcker erörtert und von der Kammer als erledigt erklärt. Tie Staatszuschüsse zu der Lehrerwitt- weukasse sollen für die Folge nicht mehr sixirt werden, sondern sich nach dem Bedürfniß richten, für das Jahr 1875 sind etwa 15,000 st vorgesehen. Eine Gesetzesvorlage, welche das Verhältniß der in den Reichsdienft übergctretcnen bessischen Beamten bezüglich der Wittwenkasse regeln soll, wird, weil eine Ord- Kreises Mainz, Dung der Sache durch die Reichsgesetzgebung bevorsteht, zurückgezogen. Die! den Kreisrath Hoffmann zu Neustadt zum Kreikrath des Kreises Alsfeld, Vorlage, wonach die direkten Steuern für die Folge nur alle zwei Monate er- den Kreisrath Dr. Dietzsch zu Grünberg zum Kreisrath des Kreises toben werden sollen, veranlaßt den Abg. Schröder, im Interesse der kleineren Schotten, i£3r Einladung fum Abonnement auf den men : ben Anzeiger, radatfch, f Blatter, f 9W flirt <'•111 träge erhöhe, und wird darauf der auf Erhöhung der Lehrerbeiträge gerichtete. Nachdem der Regicrungscommissär sich gegen jede Ausnahme erklärt, wird das Antrag Schaub's mit 22 gegen 18 Stimmen abgclehnt. Schröder beantragt,!Gesetz nach der Regierungsvorlage angenommen. Dumont und Oechsner stellen die Wittwenpcnsionen auf 340 Mark (198 st.) zu erhöhen; der Betrag könne! ans dcm Ueberschuß, der sich aus vicarirten Stellen ergebe und der in die, Wittwenkasse stieße, gedeckt werden, eventuell würde die Staatskasse einen! den Ministerial-Secretär erster Claffe bei dem Ministerium des Innern. Lotheißen, zum Kreisrath des Kreises Worms; 3) den Charakter als Regierungsrath zu verleihen: dem Kreisassessor Dr. Hoffmann zu Schotten, unter gleichzeitiger Versetzung desselben an das Kreisamt Gießen und dem Kreisassessor Dr- Braden zu Mainz; 4) ferner mit Wirkung vom 1- Juli L I an zu ernennen: den Kreis- affesior Jost zu Schotten zum Krcisaffeffor bei dem Kreisamte Heppenheim, den Kreisaffeffor Gros zu Gießen zum Kreisassessor bei dem Kreisamte Bensheim, den Kreisaffeffor Schönfeld zu Grünberg zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Büdingen und den Ministerin!-^rotocollisten bei dem Ministerium des Innern, Rößler, zum Kreisaffeffor bei dem Kreisamte Schotten. Mainz, 17. Juni. In der gestrigen Abend-Sitzung des Katholiken- Vereius wurden die erwarteten Resoluttonen noch nicht zur Debatte gestellt. Als Redner traten u. A. aus Frbr v. Wendt aus Westfalen, der Redacteur der „Germania", Cremer, und Domcapitular Moufang. Letzterer behandelte in eingehender Weise die sociale Frage, zu deren Lösung er als erforderlich be zeichnete: ein Gesetz über die Ausnützung der körperlichen und finanziellen Kräfte des Volkes, Verminderung der Steuerlast, Wiederherstellung der Wuchergesetze, eine alle Claffen umfassende Fürsorge, nicht blos Staatsgarantie für die Unternehmer , Beseitigung der Mängel des Gewerbe-Gesetzes, ein aus christlichen Anforderungen beruhendes Handwerkerrecht, ähnlich dem See- und Handelsrecht, Gewerbe- und Schiedsgerichte und gewerbliche Hülfsanstalten, eine sorgfältigere Pflege des sittlichen, religiösen und Familienlebens, sowie Beschränkung der Frauen- und Kinder-Arbeit. Racke aus Mainz griff die heutige Gesetzgebung an. indem er seine Ausführungen mit Stellen und Werken Bluntschli's und Goines' belegte. Die Sitzung wurde spät Nachts geschlossen, nachdem Bischof v. Ketteler die Anwesenden gesegnet hatte. Mainz, 17. Juni. Die Generalversammlung des Katholiken-Vereins genehmigte per Acclamation eine Reihe von Resolutionen: 1) über die allgemeine Lage der christlichen Gesellschaft: die moderne Civilisation ist mit der Kirche unverträglich; Folge des Kampfes gegen die Kirche ist die Auflösung der socialeii und politischen Ordnung; Heilung ist nur zu erwarten, wenr dem päpstlichen Stuhle die politische Sebstständigkeit und alle traditionellen Rechte wiedergegeben werden; 2) über die Lage des deutschen Vaterlandes: verwirft die Verfassung des deutschen Reiches, perhorrescirt die nationale Partei, das Jcsuitcngesctz rc., den Militarismus, die Entchristlichung und Leitung des öffentlichen Unterrichts durch die Staatsgewalt, die liberale Preffe, die auswärtige Politik des Reiches, namentlich gegenüber dem heil. Stuhle; 3) über die Lage des Arbeiterstandes: erblickt die Ursachen der in der Arbeiter-Bevölkerung vor- handenen Unzufriedenheit in der Verkümmerung des Kleingewerbes, der lieber lastung der Landwirthschaft, der drückenden Fabrik - Verhältnisse und der maßlosen Entwickelung der Geld-Speculation, wofür der moderne Nationalismus und Liberalismus verantwortlich gemacht werden, und gibt die Mittel der Abhülfe an, wie sie von Moufang in der gestrigen Abendsitzung dargelegt wurden; 4) über die Rechte der Kirche: das kirchenpolitische System, welches die „kirchenfeindlichen" Parteien durchzusühren bestrebt sind, steht im Widerspruch mit der Verfassung der katholischen Kirche; das Lehr-, Priester- und Hirten-Amt des Papstes und der Bischöfe kann durch kein Staatsgesetz atlsgehoben oder be- beschränkt werden; 5) über die Gewlssensfreihel: bezeichnet Verpflichtungen, welche den Geboten Gottes, den Anordnungen Jesu Christi und den Vorschris len der Kirche Widerstreiten, als unberechtigte; zollt der Haltung der katholischen Bischöfe und des katholischen Clerus Bewunderung und Verehrung; weist die Staatskirche zurück; kann keinem weltlichen Gerichtshöfe das Recht zuerkennen, Bischöfe ihres Amtes zu entsetzen oder eine Verwaltung vacanter Bisthü- mer anzuordnen; 6) über die Aufgabe des Vereins deutscher Katholiken: derselbe wird ungebrochenen Muthes die natürlichen Rechte der Person, die Rechte der Kirche und des deutschen Volkes vertheidigen und fordert alle Katholiken auf, sich seiner Organisation anzuschließen. Mainz, 17. Juni. In der heutigen zweiten geschloffenen Versammlung deS Katholiken-Vereins reserirte zunächst v. Biegeleben über den Antrag des Grafen Galen betreffs des Vereins-Gebetes zum heiligen Herzen Jesu. Sodann wurde der von Racke gestellte Antrag auf Errichtung eines Unter stützungsfonds für verbannte Geistliche abgelehnt, da es die Ehre der Gemeinden gebiete, dafür zu sorgen. Ein von Wambolt gestellter Antrag, den Schweizer Katholiken die Bewunderung auszudrücken, wurde angenommen. Hieraus wurde zur Neuwahl des Vorstandes geschritten, der frühere Vorstand wiedergewählt, ergänzt durch den Regens Prünner aus Eichstadt, v. Vischering aus Dersfeld und Dr. Virnijch aus Bonn. Haffner ans Mainz wurde zum Rendanten, Dr. Molitor in den Ausschuß für Wissenschaft und Preffe gewählt. Berlin, 17. Juni. Die „Nordd. Allg Ztg." ist von competenter Seite autorisirt, die Meldungen verschiedener Blätter über eine angeliche Verschlechterung der Versandung des Jahve-Busens und des dortigen neuen Kriegs-Hafens als aus Entstellung und Unwahrheit beruhend zu bezeichnen. Sämmtliche Fahrzeuge der Flotte befänden sich wohlerhaltcn im inneren Schwimm-Bassin von Wilhelmshafen oder aus der davor befindlichen Rhede. Der ungehinderten Communication zwischen beiden Ausstellungen habe bisher nichts im Wege gestanden. Die neuesten Peilungen hätten die ausreichendste Fahrtiefe bis zur Nordsee ergeben. Wilhclmshasen habe seit dem Sommer 1870 für die tiefst- gehenden Panzerschiffe den beabsichtigten Zweck vollständig erfüllt. ($m$, 18. Juni. Der König der Niederlande und der Großherzog von Sachsen sind heute Vormittag 10 Uhr hier eingetroffen, von den beiden Kaisern Wilhelm und Alexander am Bahnhofe empfangen. Der König der Niederlande wird bereits Nachmittags 2 Uhr von hier wieder abreisen, der Kaiserin Augusta in Coblenz einen Besuch abstatten und dortselbst das Diner einnehmen. Bremen, 17. Juni. Der König von Sachsen wird zum Besuch der Ausstellung Freitag Nachmittag hier erwartet. Frankreich. Paris, 18. Juni. Das linke Centrum fordert durch eine im „Journ. des De'bats" veröffentlichte Erklärung das rechte Centrum abermals zu einem geschloffenen Zusammengehen auf für Errichtung, der Republik als einzig möglicher Regierungsform und macht daffelbe im Falle einer Ablehnung für eine leickt mögliche Wieder-Errichtung des Kaiserreichs verantwortlich. ämeriä(L New - Nork, 18. Juni. Der Präsident der Republik Guatemala hat die Erschießung Gonzales', der den englischen Dice-Consul Magee thätlich miß- handeln ließ, angeorduet. ^okal» Notiz. Gießen, 19. Juni. Gestern dlbend ftexb plötzlich ein Arbeiter aus Wiese ck tn einer Wirtschaft vor dem Neuenwegerthor. Derselbe wurde nach feinem HeirnathSorte beschafft. — — Von dem am Sonntag auf dem Weserbghnhof verunglückten Lieh sind noch nachträglich 4 Stück abgeschlachtet worden. Die armen Thiere waren am Kopfe angebrannl und hatten namentlich die Augen sehr gelitten. --Vergangene Woche verunglückte das städtische Wasierfaß Rc I., indem beim 8«bren das Pferd stolperte, hinfiel und durch das Ausstößen der Scheere auf die Erde dieselbe zerbrach und das gefüllte Faß auf den Knecht und Pferd zu liegen kam. Dem armen Burschen wurden beide Beine gebrochen, während das Pferd ohne Verletzung davon kam. Ro. II. deS Gicßfastes ist bis dato noch nicht fertig und können wir jetzt Staub nach Belieben einalhmen. --Die Erbauung der Fcslhalle zum Turnfeste schreitet rüstig vorwärts und kann man an dem bis jetzt fertig gestellten Gerippe die Größe der Halle beurteilen. Lus dem Fest- platze selbst sollen dem Vernehmen nach noch mehrere Wirtschaften placirt werden und dürfte dies am Ende nicht mehr wir billig sein. ' Vermischtes. Groß'Linden, 18. Juni. Am 17. Juni feierte der Gießener Zweigverein der Gustav-Adolf-Stiftung sein Iahressest zu Groß-Linden. Rach dem einstimmigen Unheil aller Anwesenden war diescS Fest ein höchst gelungenes. Die Gemeinde hatte die Straßen und Häuser mit Ehrenpforten, Guirlanden und Kränzen prächtig geschmückt und man sah es allen Leuten an, daß sie den Tag als einen höheren Festtag gebührendermaßen feiern wollten. Demgemäß war auch die Kirche in allen ihren Räumen mit andächtigen Zuhörern angesüllt, und tiefe vernahmen die Predigt, den Rechenschaftsbericht und die kurzen Verhandlungen ,n lautloser Stille. Besonders groß war die Aufmerksamkeit während der Festpredlgt, welche Professor Dr. Kübel von Herborn über Offenb. Joh. 3, 2 hielt. Allgemein bewunderte man diese nach Inhalt, Form und Vortrag wahrhaft ausgezeichnete Predigt. Richt wenige Zuhörer versicherten dem Einsender, daß sie noch Stunden lang hätten »uhören können, wenn die Predigt so lange gedauert hätte. Den Rechenschaftsbericht verlas GeheimerHofgerichtsrath Zimmermann von Gießen; auch dieser war gelungen, indem er die wichtigsten Thatsachen mittheilte, ohne, wie es so häufig der Fall ist, in allzugroße Ausführlichkeit zu verfallen. AIS Abgeordneter für die Jahresversammlung des HauptvereinS, welche am 7. und 8. Juli zu Oppenbeirn gehalten wird, wurde Pfarrer Strack von Groß-Bujeck erwählt. Die Mittagsprevigt hielt Pfarrvtear Schlosser von Gießen über Röm. 1, 16, gleichfalls in einer Weise, daß die kirchliche Feier dadurch einen würdigen Abschluß erhielt. Die Collecte betrug 46 fl., wovon die Gemeinde GernSheim 10 st., den Rest nach Abzug der Kosten Herbstein erhielt. Bis zum Abend enthielten sich die Groß Lindener der Arbeit. Roch sei bemerkt, daß Einsender dieses auS der Mitte der Gemeinde den Auftrag erhielt, Herrn Prof. Kübel öffentlich zu danken, daß er unsere Bitte erhört und uns durch eine so gediegene Predigt erbaut hat. Trier, 15. Juni. Die „Tr. L.Ztg." erzählt: „In der hiesigen Stadt wird jetzr ein Stahlstich in Visitenkartenformat verkauft, welcher den heiligen Vater in einem Kerker hinter eisernen Gittern vorstellt. Zum Ueberfluß ist an dem Gitter noch ein großes Schloß angebracht, lieber dem Kerker schweben Christus, der eine Dornenkrone für den Unfehlbaren bereit hält, so wie der schlüsielbewaffnete PetruS. Die Ueberschrift ift „Le- parfail imilatcur de Jesus“, die Unterschrift ist: „Mon pere! Que ce calicc s'il esl possible s'tiuigne de moi.“ Das Bild ist hervorgegangen auS der Druckerei von Aubery in Paris und in unserer Expedition anzusehen." sAuch der Köln. Ztg. ist ein Exemplar eingesandt worden. Das Schloß trägt die KönigSkrvne und das italienische Wappenkreuz.j — Ein Blatt in Chicago erzählt: Einer jener Advoeaten, die es sich zur Aufgabe machen, die Zeugen der Gegenpartei durch impertinente Querfragen zu verwirren und zu mar» lern, wurde von dem „Negerminstrel" Clark gut abgeführt. Der Advocat fragte ihn. „Sie sind ein Negerminstrel, nicht wahr?" — „Ja wohl." — „Ist das nicht ein etwas anrüchiges Gewerbe?" — „Möglicher Weise! Aber cS ist so viel besser alS daS meines Vaters, daß ich ordentlich stolz darauf bin, mich so verbessert zu haben." — ,.WaS war denn Ihres Vaters Beruf?" — „Er war Advocat.' sagte Clark mir so betrübter Miene, daß das ganze Publikum in lautes Gelächter auöbrach. Es ist wohl nicht nöthig, hinzuzufügen, daß der Advocat an dem Tage keine weiteren Zeugen quälte. — Von einem heirathslustigen Schullehrer wurde die Redaction der Berl. Dürger-Ztg. dieser Tage mit einem Anträge überrascht, der seiner naiven Dreistigkeit wegen veröffentlicht werden verdient. Der Herr Dorfpräeeptor schreibt: „Seltsam mag mein Gesuch ericheinen, vielleicht nicht unintereffanr (meine persönliche Vorstellung weiter unten) Seit einem halben Jahre bin ich im Besitze einer auskömmlichen Stelle, mit einer prächtigen Wohnung, habe aber keine Frau, habe auch keine Hoffnung, unter den Mädchen hiesiger Gegend eine passende Wahl zu finden. DaS beanspruchte Vermögen finde ich wohl, aber uniere Landmädchen sind gar reich an Fleisch und arm an Geist. (Wie ungalant!) Vertrauensvoll wende ich mich an tie Rcdaetion der Berliner Bürger Zeitung, welche sich ja den großen Ruf als Helferin in der Roth allseitig erworben hat, mit folgendem Vorschläge: Ich liefere Ihnen zehn Gedichte, welche ins- gelammt hundert Strophen umfassen, und stelle es Ihnen frei, zu jedem Gedicht Motto oder Thema selbst zu stellen, aber nur in deutscher Sprache. Sie dagegen verschaffen mir eine sittliche, gebildete junge Dame zur Frau, welche ein Vermögen von 2000 Tblr. besitzt. Für jedes Tausend, was dieselbe mehr hat, erhalten Sw fünf Gedichte. Je schöner die für mich Erwählte, je lieblicher die Gedichte, was ja natürlich ist. Weitere Mittheilung. Ganz fremd bin ich Ihnen nicht mehr, halte ja Ihre Zeitung, auch erhielten Sie vor etwa zwei Mcnatc» ein Gedicht von mir: „Aus dem Kvffhäuser." Heiße —, bin Lehrer in--, bin 31 Jahre alt, mittelgroß, habe einen kräftigen Körpcr, feste Gesundheit und bin wohlgestaltet. Mein Gehalt von 275 Thlr. reicht hier für zwei Personen aus, — wenn aber später Familie kommt, schwerlich, daher will ich etwas Vermögen mit heirathen, damit ich nickt brauche halbe Portionm zu effen. — — — Nicht wahr, Sie nehmen vorstehenden Vorschlag an; denn cs kann Jbnm ja nicht schwer werden, wenn Sie Ihre Zweige nach allen Richtungen der Windrose ausstreckea. Auch mir wird es viel Vergnügen machen, mem Versprechen zu erfüllen, welche- in vier bis secks Wocken Zeit geschieht, wenn mir kein Unfall begegnet. Nebenstehendes Gedicht ist em Erstlingsversuch auf dem politischen Gefilde; denn ich wollte mich auch hier versuchen. Ist für Poesie ein sehr dürrer Baden. Bitte, nicht so scharf zu kritisiren. auch ist es heute erst geschrieben. Bitte um Discretion. Antwort im Briefkasten. Nicht auf die lange Bank schieben * In einer Nachschrift giebt der Einsender seiner „Zukünftigen" die beruhigende Versicherung, daß sie Feldarbeiten nicht zu verrichten haben wird, weil Landwirthschaft nickt vorhanden ist. Ohae die Antwort auf die lange Bank zu schieben, fügt die ,,Berl. Bürger-Ztg." hinzu, müsien tri dem Herrn Lehrer sagen, daß wir die verlangte Frau selbstverständlich nicht vorräthig haben urb auch nicht wissen, wo wir eine solche für ihn hernehmen sollten. DaS erwähnte Probeaecichs führt den Titel „Der weise Alte"; wir meinen nun, der Verfasser würde bester gethan habei^ einen solchen um Rath zu fragen, als ibn zu besingen. — Vom Schill schen Corps der letzten einer, einer der wenig übrig gebliebenen Freiheitskämpfer aus den Jahren 1M3 bis 1815, der pensionirte Hegemeister Gelck aus Stolp, hat mit seiner Frau nach Berlin, um feine Kinder, einen Schwager und eine Schwägerin, noch ein« mal zu {eben und dem Könige wo möglich Dank zu sagen für ein Gnatzengeickenk zu seiner goldenen Hochzeit und eine persönliche Zulage. Die beiden alten Leute warteten bei der Parade am 29. Mai in der Nähe des Scklofies auf den Kaiser, denn man hatte dem alten Veteranen gesagt, derselbe fäbe einen alten Schtll'schen Jäger gern und würde ihn nack beendeter Parade wobl anhören. Zitternd vor innerer Aufregung und Freude, den Köniz zu sehen, brach der alte Mann zusammen, all der Ruf ertönte: Hurrah, der Kaiser! Er wurde in eines der Schloß- portale gebrockt, und mehrere Umstehende nahmen sich des Ohnmächtigen theilnebmend an, indem sie kaltes Woster, Rothwein und Eau de Cologne herbeibrachten. Rackdem er sich wieder erholt batte, wurde er vermittelst Droschke in die Wobnung seines SohneS, eines Beamten an der Ostbahn, gebrackt. wo er am 9. d. sanft entschlafen ist. Er ist 84 Jahre alt geworden und hinterläßt eine greise Wittwe, die nun mit der unverheiratheten Tochter, welche ihre Eltern nach Berlin begleitet, ohne Gatten nack Pommern zurückreisen mußte. Hildesheim, 13. Juni. Unter den vielen Kunstschätzen, welche unsere alte Stadt birgt, nimmt der im Dom befindliche große Kronleuchter bekanntlich eine der ersten Stellen ein. Begonnen wurde diese ausgezeichnete Arbeit von dem berühmten Bischof Bernward (j 1022), vollendet von seinem vierten Nachfolger, dem Bischof Hezilo (j 1079) und als Darstellung te® Ä0))fc öngtbtanm 1 «men Burjchei. > N°. n. bä einathmrn ?b ^nn "■ N bim Reffe ' toeti)tn M dürfte !et Bmeiguextin btt mmigen Urthtil aller ? blf ®Men unt ]b man sah d aUec >"n wollten. Dem- angesüllt, und bieft Zungen in lautloser wüchtProfesjor tat« man diese nach ' Zuhörer verfichtrttn dir Predigt jo lang! Zimmermann ton "heilte, ohne, wie ei Abgeordneter für dir enheim gehalten wird, jfamicar Sch lasser it Feier dadurch cinti tbt Gernsheim 10 fl, hielten sich die Oro^ tte der Gemeinde den Bitte erhört und uni [en Stadt wird jexr r in einem Kerker itter noch ein grohei I enkrone für den Um ; srift ist: „Le parfail | esl possible s'eloigne Paris und in uniem isandt worden. Dos , e8 sich zur Aufgabe | erwtrren unv zu mar- ! >t fragte ibn: »Sie : ein etwas anrüdngii nes Waleri, daß ich : denn Ihres 2>Mä das ganze PuMm oah der Adovrat av der Brrl. Arger-Ziz wegen verösientlicht z» atin Gesuch ehernen Seit einem hawer ; n Boi* ! ,«d eint H »>* ■ä?P- \'(X jZßinbroie flU^rc JJ 1 r welches in vier m S8«nt it tret t8." i« “Ä*” ifÄtf'’ ‘L SBetetan» te dem al«» rf>r.*ö :ein. eÄ Beamte" eine® eluor8tn * ,«*" -l( 6'.« und W ar(qemeiner fl n $ e t g e r. sie aber noch einen auS mehreren Alkaloiden zusammengesetzten Bitterstoff, der den Thieren die Körner nicht nur unangenehm macht, sondern auch bei anhaltendem, wenn auch nur mäßigem Genuffe mancherlei KrankhertSerscheinungen im Gefolge hat. Zur Entbitterung der Lupinen hat man nun besonders die Anwendung von verdünnter (l%igeT) Salz- oder Schwefelsäure Fütterung von Lupinen. Schon seit längerer Zeit erfreuen sich die Lupinenkörner der ganz besonderen Aufmerksamkeit der Viehhalter. Der außerordentlich^ Protemreichthum (Gingesandt.) Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, wird uns die König!. Bayerische Hofopernsängerin Fräulein Louise Hucke aus München im Verein mit unserer Regiments-Capelle in nächster Zeit einen genußreichen Abend verschaffen. Nicht allein daß Fräulein Hucke als Liebling des Münchener Publikums gilt, sondern auch in Wien, Augsburg und Karlsruhe sehr vortheithaft gastirt hat, machen wir ein hiesiges kunstliebendes Publikum auf Den uns bevorstehenden Genuß aufmerksam. Frischbäcker zu Gieße n. Sonntag den 21. Juni. H. Rinklage in der Neustadt, E. Noll in der Löwengasse, C. Weidig am Lindenplatz. empfohlen. Bei 3mal 24stündiger Extraktion und nachherigem Auswaschen werden nun allerdings die Bitterstoffe entfernt, aber damit auch gleichzeitig ea. 15% der festen Substanz, worunter sich Vs deS GesammtproteingehalteS befindet; außerdem bleibt gewöhnlich auch bei item fleißigsten Auswaschen noch etwas Säure zurück, die bei den Thieren häufig Durchfall veranlaßt und bei längerer Wirkung der Verdauungsthätigkeit derselben in hohem Grade beeinträchtigt. Weit bester hat sich scharfes Dörren bewährt, das da, wo eine geeignete Einrichtung vorhanden ist, auch vielfach jetzt in Anwendung kommt. Einfacher und überall anwendbar ist aber die Extraktion mit kaltem Master; 24stündiges Einquellen genügt zur Entbitterung voll- kammen, wonach die Körner unbedenklich in geeigneter Mischung mit anderem Futter verwendet werden können. Noch vortheilhafter hat man es gefunden, anstatt die Lupinen mit kaltem Wasser zu übergießen, dieselben mit heißem Wasser anzubrühen und so dann 24 Stunden stehen zu lassen. So behandelte Lupinen verfütterte man an Pferde und zwar indem man die Rationen pro Kopf und Tag allmältg von Vg Metze auf 2/3 Metzen steigerte, ohne daß man bei zwei monatlicher Verwendung irgend welche nachtheiligen Folgen beobachtet hätte. LandwirthschaftlicheS (Mitgetheilt von der höheren landwirthschaftlichen Lehranstalt in Worms.) otrrhnHinn he« Auffressen« der Ferkel durch die Mutterschweine. Nicht fdten daß jttng- Schw'nt kurst Z.tt nuch d-r ötburt »on d.r Mutter °u - ftnn wrrbpn öl fehlt nun freilich nicht an Mitteln, die zur Vermeidung dieses Uebel- iS biOB m Bor/cht!« qtbruch. »otben sind, -lbtr I-.dtr hatten durchaus nicht alle den «wbnlcht-n 6tfo 8. UutcT tenienigen, die sich am besten bewahrt haben, dursen wahi dieientgen werden. d>e darin bestehen, daß di. jungen Thi-re ganj oder sttllenw.ts. mtt einer Substanz Sgr. das Stück an ■j. Heyer* Wiesbaden, (3605) Filiale der Bonner Fahncnfabrik. Illnstrirte Frauen-Zritong. Ausg. der Tloch iiHfh mit Unterhaltungnblatt. (icsaninil-Auflage allein in DeuUchland 1 HO,000. Cililadniig zum Abomiement auf die (Landeszeitnng) für das dritte üuartal 1874. Z Arbeitsverfteigerung. Montag den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen zu Bersrod nachoerzeichnete Arbeiten im Bürgermeistereilokal öffentlich wenigst- 3004) Ein Mädchen jur täglichen Beschäftigung an der Nähmaschine, wird gesucht. Bon wem? sagt die Erp. d. Bl. -12 124 Bebandlung anerkannt reell. Amerikanisches Geld, sowie find stets zu haben. Annoncen finben die weiteste Verbreitung. Jn Preis, hier in Darmstadt und Bcffuugcn, beträgt trotz er- böbter >Latz-, Druck und Papierpreise nach wie vor nur 1 st. 29 fr. Darmstadt, im Juni 1874 1. Weißbindcrarbeit im Schulhause, veranschlagt zu . . 2. Maurerarbeit an der Orts- stratze, veranschlagt zu. . 3. Ehoussirarbeit an der Ortsstraße, veranschlagt zu 4. Steinfohren und Steinklopfen an den Wegen, veranschlagt zu . . . . 5- Ferner soll das Steinliefern, Steinklopfen, sowie die Grabenarbeilen an den Wegen in der Gemarkung Winnerod nach er voistebm- den Versteigerung öffentlich wenigstnehmend hierselbst in Akkord gegeben werden. Voranschlag..... Ke rmleth ungen. 2993) Eine Scheuer mit Stallung im M ö b l 'scken Garten zu vermiethrn und alSdald zu beziehen. Friedr. Kreuder. Freiw. ItdMifdjc Feuerwehr. i 'Zantmluiifl nm Bnhnlivf ;uin 2lbqang und) Wctzlnr! stachmittags 4,1.5. 3019) l>er Vorstand. Abonnements-Einladung. Die Neue Frankfurter Presse erfreut sich einer fortwährenden Zunahme ihres Leserkreises und gehört heute zu deu verbreitetsten politiscben Blättern Mittel- und Süddeutjchlands. Ihre politische Richtung ist bekannt. Sie vertritt mit Entschiedenheit die nationalen Interessen. In dem großen Culturkampfe der Gegenwart ficht sie ebenso in vorderster Linie wie in dem Streite gegen die Feinde der freiheilllchcn Entwicklung unseres inneren Staatslebens. x Die Redactiou ist nnausgesetzt bemüht, die Ansprüche, welche die Leser heute^an ein Blatt ersten Ranges stellen dürfen, zu befriedigen. Besondere Sorgfalt wird den Jnteresien des Handels und des Geldmarktes gewidmet. Ein vollständiger Verloosungsanzeiger und ein täglich separat gedrucktes Coursblatt ergänzen die reichhaltige „Börsenhalle." Das Unterhaltungsblatt „Museum" ist in Familie und Haus ein hochwillkommener Gast. Inserate sind bei der großen Verbreitung des Blattes von ganz besonderer Wirkung. JDer Abonnementspreis per Vierteljahr beträgt: in Frankfurt a. M-, den Staaten des deutschen Reiches (incL Elsaß-Lotbringen), sowie Oesterreich und Luxemburg Thlr. 2. 2*/2 Sgr. — fl. 3. 39 fr. Neu hinzutretenden auswärtigen Abonnenten senden wir die bis Ende Juni erscheinenden Nummern nach gefälliger Aufgabe ihrer Atresie unter Kreuzband franco. Franffurt a. M.. im Juni 1874. Expedition der Neuen frankfurter Presse. Kleine Ausgabe. Pro V'mrtal 25 Sgr. Jährlich : 21 Nummern mit Moden und Bersrod, den 18. Juni 1874. Großhcrzo^liche Bürprrmeisterei Bersrod. I. A.: L. Hahn, Bezirksbauaufseher. Fränkel«) (Vai Uhr) per Couv Handarbeiten, gegen 2000 Abbildungen enthaltend. Beilagen mit etwa 200 Schniltmunlrrn für alle Gegenstände der Toilette und etwa 400 MiKterzcichnungen für W eis? Stickerei, Soutache etc. Groese culorirte .Modenkupfer. Illnstrirte Unterhaltungs-Nummern. „Rundscha u" werden sämmtliche Ereignisse auf dem Gebiete des Staates wie der Kirche und der Schule, in evangelisch-conservatwem Sinne einer gründlichen und allgemein verstand! chen Besprechung unterzogen : Auch tie neusten politischen Nachrichten bringt er, so schnell wie möglich, in einer Sprache, die bei edler Haltung auch dem gemeinen Manu verständlich ist. Die freundliche Aufnahme, — die er nicht allein im Großh. Hessen, son- dern besonders auch in Elsaß-Lothringen, Hesicn Nasiau, Westfalen, Sachsen, Hannover, Pommern, Mecklenburg, Baden und in andren Eggenden des Reiches gefunden hat, setzt den deutschen Volksfreund in den Stand in dem „Vermischten" Mittheilnngen zu bringen, die selbst größeren Zeitungen abgeben. Aus diesem Grunde ist er auch zu Aufnahme von Annoncen sehr geeignet. Zugleich ist der deutsche Volkefreund die billigste Zeitung. Das Abonnement beträgt bei allen Postanstalten des deutsch.n Reichs pro Quartal nur 39 Kreuzer! oder 1 Mark 12 Pf. Annoncen für den (Giessener Anzeiger, Kladderadatsch, Fliegende Blätter, Berliner Tageblatt, <24,000 Abonnenten), sowie alle onberer Zeiiuncen Deutschlands und des Auslandes befördert täglich prompt und zu Hlliflflen Preisen Rudolf Mvssc, Der Deutsche Volksfreund, des deutschen Volksvereins, erscheint seit 5 Jahren 2mal wöchentlich. Für Auswanderer. 176.3) Die Haupt-Agentur von & D. D Markt in Gießen expedirt jtbe Woche und Güter mit den vorzüglichsten Dampf- und S egel- Bremen und Hamburg nach Amerika und Australien. Preise 2090) Der Unterzeichnete fertigt Schritten in außergerichtlichen und Gnadensachen Ernst Euler, Bürgermeisteigehilse 2974) Zum (rinnöben von Eorsetlichließen erhalten Ardeiteriitnen datternde Beschäf» tigung im Hause. .Noch S» Patz. Grosso Ausgabe. Pro Quartal 1 Thlr. *2> 2 Sgr. Jährlich äusser Obiger.»: noch 36 grosse colorirtc Modenkupfer, darunter 12 Blatter mit etwa 150 historischen und Volks- Trachten. Abonnements werden jcdericit angenommen in GieNMI'11 hei der f'frftfr' sehen l’niv.-Bu< Handlung ; wo der Bezug durch eine Buchhandlung oder Poslanslalt [’nbequemlwh- keiten haben sollte, erbietet sich die Verlags* Expedition in Berlin, WP< tsdnmeretr. Ä, zur di reden Ichern ndung. Eine Probe-iS um- mer nebst L'i bcr.-icht der Prviabedingungen für die verschiedenen Länder liefert die Expedition auf frankirtc» Verlangen gratis und franco. , 2747) Ein gut beleumundeter Arbeiter, her sofort cinireten kann, flesucht. Näheres ffanOrtbtrfl B. 68, ebener Erde. 3003) Etn schwarzer Neufundländer, auf den Name- .Barrv" hörend, ist entlaufen. Dem Wiederbringer eine gute Belohnung. Ast er weg 104. 2996) Ein braves Tllnstmädchen wird bei hohem L'obn sofort zu mtethen gesucht. Bei wem? faflt die Erp d. Bl 2986) Schretnerflesellen flesucht von R. Bergmann ß Heugruö-Verfteigerltng bei der Stadt Gießen. Montag den 22. und Dienstag den 23. Juni j 1874, jedesmal von Morgens 9 Uhr an, • soll das Heugras von den städtischen Wiesen versteigert werden und zwar: Montag den 22. Juni von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenweger Thor, am Fürstenbrunnen, im Wteucklhal und Heegslrattch. # . Dienstag den 23. Jnni ' von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vor-, deren und hinteren Stolzenmorgen und am, Altentisch Die Zusammenkunft ist am ersten Tage am Ncitstädtcr Thor und am zweiten Tage in ben Ochsenwiesen. Die Herren Bürgermeifier der umliegew den Orte werden et sucht, dies in den betreffenden Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, am 15. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Iellgedoleues. 3018 Ein kräftiges Wagenpferd, 6 Jahre alt, steht zu verkaufen. Näheres bei L Kauf.__ 3010) Heu und Stroh hat zu verkaufen Heinrich e i b ma nn in Lauter. । Leere Kisten verkauft A. Docker. nm iold ßezogen. Pensionen dki Bksol dran tragt, <0. Tienj ^cOenbun Wad gebill 24 gegen gegrnnbn Dnsas gelehnt, iich tie fx das 3a6r ^chen G< des Jb VaHb< «orins fj Ntntw Eltern ^de ebet Die .. Da, ^etznatj^ h , den । ^Ni den »4 Nfmtu Hb (o Ls •,*n ft’"»1 SÄ? h«; (2134) CO 2995) Um hiesiges, ganz bei Holzkohlen dargestelltes Stabeisen Jedermann kenntlich zu machen, wird dasselbe von heute ab nur noch mit dem Stempel ,,(*• B« Hirzenhain^ abgegeben. Hirzenhainerhütte, 15. Juni IS7Z4. <*<*br» KuderuÄ» Die „L»efsischen Volksblatter" sind die verbreitetste Zct- . tumj im Großherzogtbum, sie sind unabhängig nach allen Seiten, wahrhaft ' l^Frtlllif^irter Hof< unb entschieden liberal, fern von Zelvtismus nach der einen oder andern 1 Seite bin. SermilchtL Anzeigen. | Glaser ober Schreiner finben gegen loh en Pohn oder Accord Ar- beit bei ___________ H. Keck. 294S) Eine kinderlose Familie sucht auf Johanni ein Dienstmädchen, welches im Kochen unb in Hünsarbeiten ei fahren, sowie mit guten Zeugnissen versehen ist. Näheres bei der Exped. b. Bl. Tuss-Schllicmmstcinc- 5 und Kaminrohrfabrik Rechts und linksrheinisch. _Neuwied. Ph. GicS.__(C. 513). Reue Matjes Häringe sind einqetroffen bei _________I. A. B u sch Söhne. Königs Neisstarke. Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt