' 1 Nforg. 2v»rk ’der ioo, ®aL bittet, $«u»bäw L," w "sälfantic, Hanib,irg“. tiUtttij&ijrlg 1 fl. VX kr. «>? Brtngerlohn. Durch die Avft bezogen vierteljährig 1 fl. 29 ft. Erichsirtt täglich, znit Aas' nähme SonntagS. Expedition: Eanzleibrrg, 8it. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kressen. Nv. is Montag den 19. Jannar idtaWWBMffnflirillB fI» II»I«I I HPIIIIIHIHIII II III lilT. T'Zi ttJ Amtlicher Theis. Neustadt a 1 st. wMand. uerwehr. ier 3'irtle dcs i, find bei fietrn t'ch KKM^Ä iten, \^W M-M ihrkn innigsten^ rrblicbciien. I neben wir ^r;| „irzliche st hier ersolztkNH n Mutter unfef Hellmann- xttVt» *SiÄ ltHeliebie' -Üiu»»111 ’ Cours- " 7eiiun2en'llirei' iarli: OriS|nl,^-8«- SP',e” e Porto 8 e f a n n t in a ch n n g. Betreffend: Das Kreis - Ersatz - Geschäft für 1874. Mit Bezug auf die Bestimmungen der Militär-Ersatz-Instruction für den Norddeutschen Bund fordern wir alle im Jahre 1854 gcbornen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren gcbornen, welche sich noch nicht zu- Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise -'Hießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder in demselben als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschaftsbeamte, Handlnngsdiener, Lehrlinge, Handwerksgesellen,, Lehrbnrsche, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich aufhalten, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle bis zum 1. Februar l. I. bei der Bürgermeisterei ihres gesetzlichen Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei, wenn sie an diesem Orte nicht geboren sind, ihren Geburtsschein und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung concurrirt haben, ihren LoosuugS- und Ge- stellungssckcin vorzulegen. Wir machen zugleich darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, zu gewärtigen haben, daß sie mit einer Strafe bis zu 10 Thaler belegt, von der Theilnahme an der Loosung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung rc. verlustig erklärt werden. Bezüglich derjenigen Militärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend sind, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, am 15. Januar 1874. Großherzogliches Kreis amt Gießen. I. V.: Gros, Kreisastessor. Gefunden. Ein Koffer ist crnswärls gefunden worden. Derselbe ist gelb angestrichcn, hat rothe Streifen, an den Vorderseiten vier weiße Blechrosetten, schwarze Bandeisen, einen blechenen Schieber vorm Schloß und trägt das Zeichen: G. J. N. F. 1. Wer Ansprüche an diesen Koffer zu machen hat, wolle sich bald bei uns melden? Gießen, den 20. Januar 1874. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. y o f i 11 f d) e r Theis. trocknet. Die protestantischen Fürsten konnten dieses nicht länger zusehen. Schon im Jahre 1594 beschwerten sie sich : „daß die Nuntien im Reiche hin und wie- „dcr schleichen, durch Practicken Mißtrauen unter den Ständen verbreiten, sich „einer Jurisdiction anmassen, und andere in Bann zu legen wagten, deme „allem gründlicher und füglicher nicht abzuhelfen, da die Gegenthcile (die catho- „lischen Stände) ihrer löbL Vorfahrer Eifer zu Handhabung des Reichs und „der Reiche stände Freyheit nachzufolgen, der Authorität sich gebrauchten, daraus „dann folgen wird, daß man die päbstlichen Nuntien nicht allein im Reiche zusammen zu tragen und dem Pabste zur Abstellung vorzulegen. Chur Trier und Chur Cölln reichten auch noch vor Ausgang des siebenzehenten Jahrhunderts ihre Beschwerden gegen die Nuntiatur zu Cölln ein. Im Jahre 1703 kamen die protestantischen Stände schon wieder bey Sr. Kayserlichen Majestät ein, und brachten ihr dringlichstes Ansuchen dahin, daß sie (Sr. Kayserliche „Majestät) allergnädigst geruhen wollen, dero allerhöchst Kayserl. Amt vermög „der Wahlcapitnlation, und verschiedener zu Abstellung deren von dem römischen „Hofe der deutschen Nation von Zeiten zu Zeiten, je von mehrern seculis zu- //gezogmer vieler Grauaminum beschlösse'"« Reichsabschieden dahin kräftigst zu „interponiren und sich mit Churfürsten u..v Ständen des Reichs dahin zu ver- stehen, daß die also genannte Concordata bey so gestellten Sachen, da der Gießen, 19. Januar. >//geziemend und ungerecht, dem Kayser Nuntien, ohne Begnehmigunz und zwar af l ...2 < 2 cn 4, k• c 2 cnr 2 a ! //n1^ Gerichtsbarkeit aufzudringen, welche andere geringere Fürsten von dem P'rx9«" Antrittsrede ans Nr. 11 cicscs Llatteo.) - „römischen Hofe sich nicht aufdringen lassen, und welchen Sie (der Kayser) Auch weltliche Regenten hatten alles von diesen gefährlichen Jtaliänernl „daher nicht offenbarer Geringschätzung nachgesetzt würden." Ans dem Wahl- zu furchten. Äusser dem, daß sie die Rolle heimlicher Ausspäher ihrer Staaten-convente Joseph's I. kam man darin» überein, die Beschwerden wider den spielten, maßten sie sich auch, nebst der geistlichen, die weliliche Gerichtsbarkeit'päbstlichen Stuhl, besonders jene, welche die Jurisdictionsmißbräuche betreffen an, kehrten die weltliche Gerichtsordnung, wie die geistliche, um, machten auf —--------- * c c ~ ------ ~ ~ r diese Art nichts als Unordnungen im Staate. Durch ihre ausgeschriebener/ Dccimationen wurden die Länder ausgesaugt, die Fette der deutschen Erde ver- „nicht, was bisher geschehen, zu foviren unterstehen, sondern vielmehr als Ur- „römische Hof denselben immerhin zuwider handelt, und daran ohnedem nicht „sachcr alles Mißtrauens zwischen Ständen wieder nach Rom abzufcrtizcn be-> „gebunden scyn will, gänzlich aufgehoben werden mögen, mithin die deutsche flissen scyn werde." (Moser im alten Staatsrecht Th. 8. B. 3. Cap. 157.! „Freyheit, gleichwie leibe vorhin gewesen, und in Concilio Basileensi stabiliret, §. 57 und 59. S. 410 und 411.) T,e katholischen Stände sahen auch selbst!,,;» ersetzen." Tie erzherzogl. österreichische Stimme bey der Reichsberathschla- d>e dabiy obwaltende Gefährde ein. Nichtsdestoweniger blieben diese Römerlgung vom Jahre 1706 in Sachen des Reichsstifts Thoren das Edict Kayser auf dem emmahl gebahnten Weege. Doch erwachte nach und nach der alte Joseph's I vom Jahre 1707, wodurch er alle Provocationsn an die Nuntien, deutsche Geist auch b-y d-m cathol,scheu Theile von Deutschland wieder, um als den Gesetzen und Constitutionen des Reichs zuwider verbothen wissen wollte, d,e Rechte seiner Kirche und seines Staates gegen jeden Usurpator zu wahren, das churbrandenburgische Votum in der evangelischen Conferenz vom 19. Zebr. Man fieng an, in den Kayserlichen Wahlcapirnlationen besondere Zusätze gegen: 1709, die kayserlichen Verordnungen vom Jahre 1710 das Visitationsdecret dw Anmassungen und Eingriffe der Nuntien vcstznsctzen, und deutsche Kayser'der Reichsdepntation an das Cammergericht vom Jahre 1713 das ans ganze schwuren dieselbe in Vollstreckung zu bringen. (Behm jüngsten ReichsabschicdelReich ergangene kayserl. Commissionsdecret vom Jabre 1719, der kayserl. Be- vom Jahre 1654 belchlossen die Stände einmüthig, daß den Nuntien ihr un- fehl an den cöllmschen Nuntiatur-Administrator "die kavserl. Erklärung wegen zulässiges Verfahren im Reiche, und gegen dessen Glieder und Untcrthancn mit dem unruhigen Nuntius Oddi am römischen jrofe voni Jahre 1736, die drin Ernst verbothen, und fürders nicht mehr gestattet, und da denn dagegen'gende Erinnerung der Nuntiatureingriff- bel/d-nn Wahlgeschäfte 1741, das Ewas attentirt, oder gehandelt würde, keine Kraft haben, sondern wieder chnrfnrstiiche Collegialschrciben an So Kayserl. Majestät bey Gelegenheit der kasjllrt und aiifgchobcn scyn soll.) Ter Kayser Leopold I. machte noch muthi-; Graf-Styrumischen Streitsache vom Jahre 1764, die Erkenntnisse des kayserl. gere Fortschritte und wollte keinen Nuntius aunehmen, ohne daß man seine Reichscammergerichtes von den Jahren 1768 uno 1769 gegen die Nuntien, die Einwilligung dazu gcfodert hätte. (Es ist merkwürdig, was er dcsbalb an! 1769 Bon Cen tre„ geistlichen Herrn Churfürsten gegen die römische Curie an seinen Minister am römischen Hofe den Cardinal Medicis schrieb: „Es scheine, des Kaysers Majestät gebrachten Beschwerden sind offene Neichsfacta, welche „heißt es unter andern, der römische Hof habe ein wahres Vergnügen, eineinns den Beweiß liefern, daß Deutschland nach und nach ans dem Schlummer „Uubild über die andere wider ihn zu begehen; wenn man die ältere Veyspieleizn erwachen anfängt, in den es römische Sclaverey und Unterdrückung gczan- „zu Rath ziehe, so sehe daraus zu ermessen, daß die römische Kayser die —-bcrt hatte. (Ich würde die Grenzen einer kurzen academischen Schrift über- „ohne ihre "inwillignug — abgeschickten Nuntien zuweilen zwar aus einer über-1schreiten, wenn ich mich weitläufiger bcy diesen Factis aufhalten wollte. Die „spannten Ehrfurcht gegen die Päbste, oder ans andern Absichten nachgesehen,,Aufhebung des Jesuiten-Ordens, dieser Grundsäiile der päbstllchcn geistlichen „und angenommen, oder auch sehr oft verworfen haben. Es sey wirklich un- Monarchie, war auch eine merkwürdige Epoche für Deutschlands Kirchenfrey Die Febronische Grundsätze kamen nun auf die canonischen Lehrstühle der catholischen Universitäten. Auf denselben wurden nach diesen Grundsätzen Nälhe der Bischöffe und Fürsten gebildet, und so wurde das Febronische System endlich gar das System der Cabinetter. (Fortsetzung folgt.) Deutschland. Darmstadt, 15. Januar. Eine Zusammenstellung der amtlich verkündigten Resultate der Reichstagswahlen ergibt überall eine bedeutende Majorität der liberalen Partei. Nur in Mainz kommt es zu einer Nachwahl. Die libe ralen Kandidaten haben wie folgt gesiegt. Wahlbezirk Gießen: v- Rabenau 6993 Stimmen gegen Liebknecht (Soc.-Dem.) 151, Moufang 25; Friedberg: Schröder 11,946 gegen Backe (ultram.) 2074; Alsfeld: Oncken 8143 gegen Graf Solms-Laubach 136t ; Darmstadt: Weicker 8799 gegen Most (Soc.-Dem.) 1224, v. Wambolt (ultram.) 356; Offenbach: Dernburg 11,233 gegen Racke (ultram.) 47b2, S.ürtz (Soc.-Dem.) 4126; Bensheim: Martin 13,014 gegen Graf Otting (ultram.) 3896; Worms: Heyl 11,104 gegen v. Dael (ultram.) 5432 ; Bmgen: Bamberger 12,743 gegen Almann (ultram.) 4676; Mainz: Görz 7365 gegen Moufang (ultram.) 6114, Jacoby (Soc.-Dem.) 1348, Oechsner (Dem.) 1217. Im Ganzen sind es 128,575 Stimmende gewesen. Es wurden an Stimmen abgegeben: in Gießen rc. 7194, in Friedberg 14,031, in Alsfeld 2C. 9680, in Darmstadt 2C. 10,482, in Offenbach 2c. 20,141, in Bensheim 2C. 16,940, in Worms 2C. 16,557, in Bingen 2C. 17,452, in Mainz 16,098. Nach der Größe der Stimmenzahl folgen sich die Wahlkreise, wie nachsteht: Offenbach, Bingen, Bensheim, Worms, Mainz, Friedberg, Darmstadt. Alsfeld, Gießen. Die Gesammtzahl der liberalen Stimmen beträgt 91,340 der ultramontanen 27,527, der social - demokratischen 4126, der demokratischen 1217. Darmstadt, 15. Januar. Das Großherzogliche Regierrmgsblatt Nr. 1 enthält: 1. Allerhöchstes Edict, die Mitglieder des Staatsraths für das Jahr 1874 betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Großherzoglichen Hauses und des Aeußern, Abänderungen des Post-Reglements vom 30. Novem ber 1871 betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den Verkehr zwischen dem Großherzogthnm Hessen und bcu angrenzenden Vereinsstaaten mit steuerpflichtigen Gegenständen betreffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post-Angelegenheiten, die Einrichtung einer Postagentnr zu Bessungen betreffend. 5. Übersicht der im Jahre 1873 in den Irrenanstalten des Großherzog- thums verpflegten Kranken. Im Großherzoglichen Landes-Hospital war die Gesammtsumme der Pfleglinge in 1873 221 Männer, 207 Frauen, Summa 428, der Bestand der Pfleglinge am Schluffe des Jahres 1873: 186 Männer, 165 Frauen, Snmma 351. In der Großherzoglichen Landes-Irrenanstalt war die Gesammtsumme in 1873 : 188 Männer, 183 Frauen, Summa 371, der Bestand am Schlüsse 1873: Männer 109, Frauen 132, Summa 241. 6. Abwesenheitserklärung. 7. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 23. December 1873 dem Schulamtsaspiranten Johannes Vetter aus Dromersheim, die kath. Schulstelle zu Sulzheim, am 27. December dem Schullehrer an der evang. Schulstelle zu Lehnheim, Heinrich Ludwig Nikolaus, die evang. Schulstelle zu Bermuthshain zu übertragen und den von dem Herrn Fürsten zu Asenburg und Büdingen auf die evang. Schulstelle zu Stadm präsentirten Schnlamtsaspiranten Heinrich Jäger aus Staden für diese Stelle zu bestätigen; am 27. December die schnlamtsaspiranten Konrad Jnng aus Offenthal, Heinrich Flath aus Hassenroth. Philipp Bender aus Klein- Karben, Heinrich Bausch aus Klein-Umstadt, zu Lehrern an der höheren Töchterschule zu Offenbach, die Schulamtsaspirantinnen Barbara Scriba aus Dublin und Emilie Dieffenbach aus Friedberg zu Lehrerinnen an der höheren Töchterschule zu Offenbach zu ernennen; am 30. December den Schulamtsaspiranten Heinrich Metzler aus Langstadt, im Kreise Dieburg, die Gemeindeschulstelle zu Nieder-Erlenbach, im Kreise Vilbel, am 31. December dem Schnlamtsaspiran- ten Valentin Wagner aus Kettenheim die dritte evang. Schulstelle zu Groß Vuseck zu übertragen. 8. Charaktererthcilungen. 9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die erste evang. Schulstelle zu Jugenheim, im Kreise Bingen, mit einem jährlichen Gehalt von 450 fl.; die zweite kath. Schulstelle zu'Rockenberg, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Vöckelsbach , im Kreise Lindenfels, nut einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Götzen, im Kreise Schotten, mit einem jährlichen Gehalt voll 400 fl.; die zweite evang. Schulstelle zu Walldorf, im Kreise Groß Gerau, mit einem jähr lichen Gehalt von 400 st. Ber lin, 16. Januar. Abgeordnetenhaus. (Schluß.) Das Abgeordnetenhaus nahm im weiteren Fortgänge der Sitzung das Civilehe-Gesetz bis § 23 mit unwesentlichen Abänderungen an. Nächste Sitzung Montag. Berlin, 16. Januar Die „Post" veröffentlicht einen Brief des Feld- marschalls Grafen Noon d. d. Sorrent, den 9. d., worin derselbe bezüglich des von der „Germania" neuerdings besprochenen Briefes des Fürsten Bismarck an Roon anläßlich deffen Dienstrücklritts sagt: Ich fühle mich gedrungen, zu erklären, nicht nur, daß der dem Briese angedicktete Inhalt das gerade Gegentheil von Wahrheit ist, sondern auch, daß der eigenhändige freundschaftliche Bries des Fürsten, den ich etwa ächt Tage nach meiner Dienstentbindnng erhielt, von mir überhaupt mit Niemanden, am wenigsten aber in der wahrheitswidrigen Weise besprochen worden ist, die zu solchen Tendenzlügen und albernen Auslegungen hätten Anlaß geben können, wie solche von der „Germania" gemacht worden sind. Ber lin, 16. Januar. Die „Nordd. Allg. Ztg." bespricht das Ver- hältniß Deutschlands zu Frankreich. Sie hält dasselbe für abhängig davon, wie die französische Regierung sich zum Ultramontanismus stellt. Wenn sich Frankreich seine Unabhängigkeit von der Priesterpartei behatlptet, so wird der Friede mit Deutschland an Aussicht gewinnen; derselbe verliert an Aussicht nur dadurch, daß die französische Politik weltlichen Zwecken des Papstthums sich dienstbar macht. Eine Divergenz rein französischer und deutscher politischer Jntereffen sei nicht vorhanden. Köln, 18. Januar. Der „Köln. Ztg." wird aus Wien vom 17. Januar telegraphirt: Gegenüber der Befürchtung einer Beschränkung der Freiheit des nächsten Conclaves dnrch die päpstliche Bulle wird aus Rom authentisch gemeldet, daß die italienische Regierung eine Circularnote an die Großmächte gerichtet hat, worin die Uncrläßlichkeit ausgesprochen wird, zur Wahrung dieser Freiheit in Rom die Bürgschaft zu übernehmen, daß das Con- clave und sämmtliche Theilnehmer desselben als exterritorial betrachtet werden sollen. Fulda, 17. Januar. Dechant Kreißler in Fritzlar hat in einem Schreiben an die Negierung erklärt, daß ihm seine priesterlichen Pflichten die eventuell gefordert werdende Ableistung des neuen Homagial - Eids verbieten müßten. Frankfurt, 17. Januar Der Wahlkampf zwischen L. Sonnemann und Dr. Lasker ist beendet. Sonnemann hat gesiegt; er erhielt von 12,875 abgegebenen Stimmen 7194, Lasker 5681. Bei der ersten Wahl am 10. Januar wurden 12,109 Stimmen abgegeben und es waren auf Sonnemann 5016, auf Lasker 4353 gefallen. Karlsruhe, 15. Januar. Abgeordnetenkammer. Ein Jnitiativ-Antrag, betr. die Rechtsverhältnisse der Katholiken, wurde eingebracht. — Das Gesammt-Resultat der Reichstagswahlen in Baden ist 12 National-Liberale und 2 Ultramontane. Oesterreich. Wien, 14. Januar. Der Kaiser ist heute Morgen um sechs Uhr mit der Staatsbahn von Ofen in Wien angekommen. Morgen wird der Kaiser die feierliche Barett - Ertheilung an Cardinal Tarnoczy vornehmen und dann zum Besuche der Erzherzogin Gisela nach München reisen, nm am Montag nach Wien zurückzukehren, an welchem Tage um 11 Uhr allgemeine Audienzen ertheilt werden. — Wie der „Presse" aus Rom telegraphirt wird, soll demnächst im Va- tican zur Seligsprechung Ludwig's XVI. geschritten werden. Frankreich. Paris, 15. Januar. Paris erwartet in größter Spannung das Resultat der Abstimmung der Nationalversammlung. Aus dem St. Lazare-Elsenbahn- hof erwarten Tausende von Personen die Versailler Nachrichten. Die Polizei ist dort stark vertreten. In Versailles ist ebenfalls eine ungeheure Menge und die Kammertribünen sind gänzlich überfüllt. Das diplomatische Corps, darunter Graf Arnim, ist vollständig anwesend, die Deputirten säst vollständig versammelt, därunter Gambetta und der Herzog Larochcsoucould-Bisaccia. Ersterer traf heute aus Nizza ein, Letzterer aus London. Thiers hatte ebenfalls sich eingefunden. In Versailles hatten die Behörden große Vorsichtsmaßregeln ergriffen. Bereits gestern wurden zwei Regimenter zur Verstärkung der dortigen Garnison von Paris berufen. Paris, 15. Januar. Die ersten Urtheile der französischen Presse über das, was vom Ausfall der deutschen Reichstagswahlen bekannt ist, fangen an, sich zu zeigen. Die „Presse" schreibt erfreut: „Von Bayern kann man schon sagen, daß das Resultat daselbst der deutschen Einheit wenig günstig ist. Hinaus mit den Preußen! das ist", wie das „Vaterland" sagt, „der Ruf „der bayerischen Nation" 2C. Das „Vaterland" ist allerdings die richtige Quelle für ein officiöses Blatt. SptUUCIL Oran, 16. Januar. Die französische Panzer-Fregatte „Savoie" hat in Mers cl Kedir Station genommen. Das Transportschiff „Ardeche", welches Morgens zur Ucberführung der Flüchtlinge nach dem Fort Arzew, nicht, wie gemeldet, nach Algier, abgesegelt war, ist nach Mers el Kedir zurückgekehrt und hat Contreras und seinen Generalschef Ferrey zurückgebracht, die im Nesi- denzschlosse des Divisions-Generals von Oran internirt werden sollen. Der Sohn Galvez', Constanrini, welcher schwer verwundet ist, hat im Militärhospital ztt Oran Aufnahme gefunden. Galvez wird im Fort Saint Gregoire internirt. Die „Numancia" wird morgen an den Admiral Chicarro ausgelie- fcrt, falls nicht ein Gegettbefehl eintrifft. Die Galeeren-Sträflinge werden an die spanische Regierung ausgelicfert werden. Lokal-Notiz. Gießen, 19. Januar. In dem dnrch den Gcmetnderath für das Jahr 1874 bcrathcnen und abgeschlossenen Voranschlag der Stadt Gießen berechnet sich die Gesammtsumme der Einnahmen und Ausgaben auf 380197 fi. 1 fr. Dieselben vertheilen sich in die einzelnen Rubriken und zwar: A. Einnahme. Rubr. 1. Ucberschuß aus der 1872er Rechnung: - fl- h- baar 29601 fl. 15«/< kr. Ausstände ........ 690 fi. 353/4 kr. 30291 51 „ 2. Micthc von Gebäuden und Miethwerth der Bcsoldungswohnungen 1255 — „ 3. Pacht von verliehenen ®ütcm............ 2949 35 „ 4. Erlös für Gras, Obst, Sand und Lehm 5972 9 „ 5. Ertrag des Waldes und zwar: für Nebennutzungen 1270 »1. - kr. 51748 25 7. Einnahme von der in 7 Abtheilungen verpachteten Jagv in der Gemarkung Gießen ............ 078 8. Von den Schäfereien für Ausübung des Wcidrechts in der Gemarkung ............ - 300 — 9. Ständige Entschädigung auS Großherzogl. Hauptstaatskassc für verlorenen WeinaeciS und für Treppen und Platzzinsen . 2107 39 10. Muthmaßlicher Erlös für Baumaterial......... 100 — 11. Zinsen von ausgeliehcncn Kapitalien 3277 — 15. Einzugsgelder................. 300 16. Feuer eimcrgeld 100 — 17. Entschädigung aus Großherzogl. Hauptstaatskasie für entzogenes Pstasicrgeld......... *100 — 18. Standgeld von den Jahrmärkten 1400 — 19. Abgabe für den Gebrauch der städtischen Laftwaage 1065 — 21. Octroi (Bruttoeinnahme).......... 32425 — Zu übertragen .... 134369 39 ? be* ^utscherD!'^ ^en vorn 17. 13b di- richtige dueUe L^deche". welche- Jrt »je», mcht, « el Stete zm'iE chebrnKdieM^ *«"*&• ■äftgSÜS* SS-*- (t h- 30291 51 1255 7 2949 3j 5972 9 100 - Ucbertrag . . Uebertrag . . Rubr. 22. 28. 300 2409 // 3500 st. von Frau Hofgerichtsrath v. Krug zu Nidda und Hofgcrichtsraty Karl v. Krug zu Nidda für die Daher Vermögensüberschuß 1020464 39 Das Vermögen besteht: 42. fi 42000 fi. - kr. h) - kr. 29000 st. - kr. 12240 ft 79641 15 ft - kr- m) 58600 35000 — Summe des Vermögens 1590040 52'/^ fi. 37 kr. 15684 178000 fi. — kr. Wechsel V IHoss. Ludwigsb.-Act. 148i/2 Ob erliessen 77 ft Pistolen 9 41—43 n k 30 ii: 147 1864r ii Wilhelm Klee am Markt. bei 156590 42 v tt tf u 2000 — 178000 — ti n 15154 347 30 33 12 42 24 30 n ii 675 710 13533 282 10 39 6625 300 1354 2420 4500 300 553 83 500 210 — 48000 — in in in in in in in 3125 5715 145800 1000000 8709 73/4 16300 — 13Vs 16 114. 115. 116. 117. 119. 121. 122. 124. 19912 27656 182940 65242 Börsennachrichten. 17. Januar 1874. Betriebskapital......... Reservefonds Zurückzuzahlende Kapitalien Auszuleihende Kapitalien Ankauf von Grundstücken Für den äußeren Bewurf des Kirchthurms Maxbaun — Bayer. Ostbahn 115 Rhein-Nahebahn-Act. 61. 62. 63. 64. 65. 66. 67. 68. 71. 71 1668 3925 920 5558 M 1) 393 20 1490 — 1200 — 200 — 36524 46i/4 Prioritäleih östr. Stsb.-Prior. 61:7< östr s. Lombard 49 bei der Rodenhausischen Wiese, Acker auf der Leisehaid, > Wikfe daselbst, Wiese am Heegstrauch 1 bei der Schwaibach'schen, Wiese, Wiese daselbst, Acker im Altenfeld, links auf den Weg, Acker, die mittelste Ge» wann am Wieieckerweg, 38j 190 291 292 293 294 40/72 252 410 45/32 u. 33 4 Ul ",172 172a Polacca, E-dur, Op. 72 a) Schlummerlied, Es-dur b) Tarantelle, As-dur, Op. 85 a) Impromplu-Valse, B-dur. Op. 94 . . . b) Valse, Des-dur, No. 6 aus Op. 64 . . Etüde, Fis-dur, Op. ,6 t....... Conccrt-Elude, Es-dur, Op. 7 ^iejtnigei frucüon vom 1 152. 153.154 uni Trüffeln, Champignons, Agar Agar, ftelaläne, Lutclrnundeln, (todrofiiun, Tafelfeigen, ilal. Baselnüsse. / (Ifiocofnile, Taeoigna, Vanille, Thee, Zimmt, ZLrrac, Kum, K0gnac, malaga, Madeira, Sherry, Portwein. Mit Bez»! Mtigeii, sowie di ottr ihrer Sejreiim hmidhtn als Stnt qeiiütn, Lehrbursche rolle bis zum 1. sie an diesem Orte MuuzsMn vorz» Wir machi 10 Thalcr belegt, r Bezüglich melbiingcn verpslich Tie Aotz mchen zu lassen. Gießen, a Eine Stube m t Cabincl ohne Möbel ist an einen ledigen Herrn, alsbald zu vcr- miethev, zu erfragen in der Expedition d. Blattes. (267) der zwölfjährigen Pianistin Theeese Heimes Zur gefl. Beachtung. Portotarife der Kaiser!. Post mit Angabe fämintlid)er im Umkreis von 10 geographischen Meilen um Gießen belegenen Postanstalten sind in der Erped. d. Bl. ä 6 fr. pr. Stück zu haben. 3Z/22/3 Hofraithe in der Wetzsteinsgasse, Hofraithe bei der Kirche, Acker am Wismarerweg an der Lahn, Acker am Krofdorferweg bei der Brücke, Acker auf den Fluth- graben, jenseits des Graswegs, Acker auf den kleinen u. großen Grasweg, Acker auf der Hohlciche, Donnerstag den 22. Januar 1874, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhaus die den Erben des Conrad Vogt HL gehörigen Immobilien öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden: p r 0 g r a m m. Praeludium und Allegro, D-moll . . . Rondo, Es-dur, Op. 11 ..... Lieder ohne Worte No 16 A-dur. No. 12 Fis-moll (Venetianisches Gondellied.) Caprice aus Op. 16, E-moll Frische Schellfische bei 3. A < ufeb Söhne. gm StiitSe des (afe Leib. Donnerstag den 22. Januar 1874, 6V2 Uhr Abends: a) b) a) 176) Tas Cinrahmen von Bildern in Feinste gestoßene und gesiebte Raffinade ächt vergoldete Rahmen, sowie in Große süße Mandeln, ' Gold leist en, besorgt zu billigen Preisen Citronat uno Orangeat, •£. I®, SIHserl« Feinsten gestoß'N.n Zimmt, Vergolder, Wallthor 1o6. Neue große und kleine Rosinen, Citronen und AnrSsaamen, sowie alle Ingredienzien zur seinen Bäckerei, empfiehlt (5527) Emil Fischbach. N n** 1 sl. 29 k. 16/90 18/69 73/11 74 74a,21 w/37 u. 38 27/19 U. 20 VÜ 10 Eintrittspreis für den Saal 1 fl., Schüler „ die Gallerie 36 kr. WlShelm Slaiser, Figuren-, Porzellan-, Glas- u. Crystall-Waarcn-Handlung, Lindcnplatz Lit. A. Nr. ,142, Lnss-Schwemmsttin- und Kaminrohrfabrtk. 271) Rechts - und linksrbcinifch. Neuwied. IPIi. Clles. (C 51 RedacU«>n, Druck und Verlaq der Drühl'schen Univ.-Druckerei (Fr. 6br. Pietsch) m Gießen. 43) Flechtenkranke und Brust leidende Gießen, den 19. Januar 1874. Großherzogliches Ortsgerichl Gießen. 272) Wortmann. Jughard. Eingemachte Fruchte, als: Annunas, Pürliche, Busse, Reineclaude?., Erllk'ceren, 3ofiaiinisGccreii, HIMBEEREN, nfhiCGoraH, Aepfel, Dirnen, Mirabellen. Caviar, Satdiues ä l’huile, russ. SardiaiT. SardeHen, Ifitennner en Bosen, Cervelatwurst. Türlusche 'pfTnmnen, Bamberger Zwetschen, BrtinelleM, lilrNchen, ApfeHpalten, **» Lechte Keap. Waccaroni, Vermicellis, Supponteige, «lifrßcmiifc- 4 ik'urluppennndcln. Pftnienn ehl. 227) „Ein wahrer Familienschatz. Es ist ganz unbegreiflich, wie eine solche Menge unterhaltend belehrenden Stoffes — in spannenden Romanen rc., einem äußerst intereffanten Feuilleton und prachtvollen Illustrationen, von denen die Mehrzahl eine ganze Seite einnimmt — um solchen „Spottpreis auf den Markt gebracht werden kann. Man wird den Lehrern, wo sie dieses Blatt empfehlen, gewiß dankbar sein." " So schreibt die „Bayerische Lehrcrzeitung" über die im Verlage von Eduard Hallberger in Stuttgart neu erscheinende „Illultrtrte Volkszeitung, aus welche zum Preise von nur 3 Sgr. oder 12 fr. rh. pro Heft bei jeder Buchhandlung, jedem Postamt, jedem Journal-Expedienten odcr Buchbinder abonnirt werden kann. in GIESSE V “'n 'Me treiben. ‘!,t iie k« W,'e n'ne « !**&* M* «8 Wasser- und Weinflaschen^ . Ordinäres Steingut. — Gartenfiguren und Gartenvasen. — Zimmerfiguren in Gyps-, Stearin- und Biscuit-Mafie. Anfertigung von Tlrürschildern und Grabplatten. Schnelle und billige Besorgung von Bilder- u. Photographie-Einrahmungen. Flur Nr. DÄIftr. I/Ibii 23 empfiehlt in reichhaltiger, schöner Auswah Butter- und Käseflützen Isilgebotenes. Veilchenhouqiietts in jeder Größe bei (59) Carl Deines. Niing nicht statt Mittung erfolgt i , Tie Berel * 8,lm !• Sebnifl Äit bei s ?tb" vnlchn Regelt Husten, Heiserkeit.» Katarrh, Versckleimung, Brustleiden, Kinderhusten rc. ist der rheinische Traubcn-Brust- Honig aus Main» nicht allein das beste, angenehmste sicherste und billigste Kausmittct zur Beseitigung, sondern auch für Gesunde das vorzüglichste Dorbcußunßemittcl. Alle vorurtheilsfreien Herren Aerzte und Apotheker erke men die Vorzüglichkeit des Trauben-Brust-Honigs an, sowie solche auch durch eine große Anzahl Älteste genesener Personen aller Stände bestätigt wird. Verkaussst.lle dieses segensreichen Saftes in Gießen, bei I. A. 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