»tweüjtynf 1 |L 13 k. Briet gtrU^w. Durch bi« D»ft tqvßen viertellLhri- 1 fi. 11 k. GießmerAnMer. Erscheint täglich, *it «u* xa^mt LonntOgE «rpeditton: Canjlelb««., 8tt. « 9h 1 Mzeige- und Wmtsölatt für den Kreis Hiessen. Sir. » 53 Montag öcn 18. Mai 1^4 x politischer Theis. * / V rx Jf \ \ V --*---------------- Die französische Nationalversammlung. Wenn Jemand ein Tagebuch führt, in welches er allabendlich nicht allein seine Erlebnisse, sondern auchZeiu? G^dankew, uMAbsichten einträgt, so ist das löbliche, für die Selbsterkemstniß" niitzehb^ngyide< Arbeit. Der Tagebuchschrei- ber tritt eine lange ^Reise« an und unterlaßt während der Zett die Aufzeichnung gen. Wenn er denn von seiner Reise zurückgekehrt das Blich wieder anfklappt, er wird höchlich erstaunt sein über die mannigfachen Veränderungen, welche in seinem Innern vorgegangen sind; nur muß er versuchen, seine durch die jiing- sten Erlebnisse veränderten Anschauungen zu sichern und mit den früheren m Einklang zu bringen. In sehr ähnlicher Lage bestndet sich eine parlamentarische Corporation, welche durch die täglicheli Sitzungen Tagebuch über ihre Wünsche und Absichten fuhrt; das Parlament geht in die Ferien und findet bei seiner Rückkehr nicht sowohl die allgemeine Lage verändert, sondern befindet sich selbst in einer neuen Stellung zu der alten Lage. Je weniger ein Parlament au Consequcnz hält, desto schwieriger muß ihm die nunmehrige Situation erscheinen, welche sollen nicht alle gehegten Hoffnungen aufgegeben werden — zum energischen Handeln drängt. Am 12. Mai hat die französische Nationalversammlung nach einer Ian geren Ferienpauie ihre Sitzungen wieder aufgenommen. Dieselbe Majorität, welche im September vorigen Jahres das Septennat als letzten Rettungsanker einjetzte, steht heute diesem Septennat mit ganz andern Gefühlen, mir ganz andern Absichten gegenüber, Die dreigeglrederte monarchistische Majorität fürchtet heute, daß durch Aufrechterhaltung des Septennatö die republlkanische Staatsform in Frankreich festen Fuß fassen könnte; sie hält es deshalb jetzt für ihre nothwendigste und vornehmste Aufgabe, die constitntionellcn Gesetze, welche dazu bestimmt sind, das ^Leptennat zu stützen und zu stärken, zu hintertreiben, wenigstens so lange als möglich zu verzögern. Als das Septennat geschaffen wurde, hielten die Monarchisten diese Einrichtung — im Gegensatz zu der jetzigen Anschauung — gerade für ein Schutzmittel gegen die Republik. Wir erinnern hetite daran, daß wir schon damals de>. Monarchisten nicht zutraulen, daß sie es mit den sieben Jahren nicht ehrlich meinten, sie wollten nur Zeit gewinnen, jede Partei für ihren Prätendenten, die Wege zum französischen Throne zu ebnen. Eine aufrichtige Versöhnung zwischen den drei monarchischen Parteien gehört in das Bereich der Unmöglichkeit, aber auch alle Bemühungen, zeitweilig eine Einigung ad hoc, d. h. um gemeinschaftlich einen Prätendenten auf den Thron zu erheben, haben sich als unmöglich erwiesen. Es ist bezeichnend, daß während der letzten Parlaments- Ferien in Frankreich nicht einmal die bereits zur Seeschlange gewordene Fusion der Bourbonen und Orleans ihr Erscheinen möglich gemacht hat. Im Gegentheil, jede Partei operirte auf eigene Faust, wie immer, die legitimistische am ungeschicktesten. Es ist gleichgiltig, ob der Principienmensch von Frohsdorf wirklich in Versailles gewesen ist oder nicht, jedenfalls hat die lange Zeit für wahr gehaltene Behauptung seiner Anwesenheit dortselbst, um einen entscheidenden Coup auszuführen, nicht dazu beigetragen, das Ansehen und auch die Chancen der Partei zu heben. Man muß sich diesem feudalen König mit seinen früheren Jahrhunderten angehörigen Ansichten, mit seiner Principienrciterei, mit den schort erlittenen Fiascos nur denken, um das Lächerliche davon einzusehen, daß man von seiner Anwesenheit einen Hauptcoup erwartet. Auch die beiden anderen Parteien der Monarchisten haben sich nicht zu ihrem Vortheil consolidirt, bei den Bonapartisten besteht zwischeii der männlichen und weiblichen Linie, zwischen dem rothen Prinzen und der zukünftigen Mitregentin Eugenie,^ eine nicht unerhebliche Spannung. Die Prinzen ans dem Hause Orleans sind sich auch noch nicht klar darüber, ob sie den Herzog von Aumale lieber als Königslieutenant, oder den Grafen von Paris lieber als Bürgerkönig sehen möchten. Jedenfalls aber laviren die beiden letztgenannten Parteien geschickter, |ie setzen keine von vornherein verunglückten Hauptcoups in Scene, sie accommodiren sich den Verhältnissen, und namentlich verstehen es die Orleans, bald mit dem rechten, bald mit dem linken Centrum zu liebäugeln, indem sie vorgeben, nur ihrem Vaterland, gleichviel, in welcher Eigen sckaft, dienen zu wollen. Diese drei zerfahrenen Parteien stehen nunmehr dem anscheinend festen Willen eines Mannes gegenüber, welcher das ihm im November vorigen Jahres übertragene Septennat unter allen Umständen aufrecht zu erhalten entschloss, n ist. Die Passirnng der constitutionellen Gesetzesvorlagen, namentlich die Creirung einer zweiten Kammer sollen wesentlich dazu beitragen, den Status quo bis Ende 1880 zu erhalten Das Cabinet des Marschalls Mac Mahon scheint auch nicht ganz einheitlich zu sein, stellt sich aber doch wenigstens, was die erwähnten Gesetze betrifft, vollständig auf den Standpunkt des Marschall- Präsidenten. Es hat während der Ferien der Nationalversammlung auch schon mehrfach von Modificationen im Cabinet zum Vortheil der linken Seite des Hauses verlautet, die Thiersisten arbeiten an Revanche für den parlamcntari- jcben ^Lkaatsstreich, dem Thiers zum Opfer gefallen, und die republikanische Linke drängt stürmisch zur Entscheidung. ^^rd nun die Majorität der Nationalversammlung, die uneinigen Monarchisten, den Willen und den Muth haben, die constitutionellen Gesetze, sei es durch einfache Verwerfung, sei cs durch Amendirung, zu beseitigen? Wie wir den Mnth der Majorität, welche nicht die Majorität der Nation ist, schätzen, io werden die Monarchisten in der Natiynalvirsammlung die Tragweite der constitutionellen Gesetze möglichst abzuschwächen suchen. Wie dies überhaupt in Parlamenten jetzt gewöhnlich ist, wird die Compromiß-Politik auch in Versailles eine große uicöc spielen. Die Monarchisten müssen zum bösen Spiel gute Miene macheii. Schluß der letzten Session der Nationalversammlung sdie Verhatmsie nicht dazu angethan waren, eine monarchische Erridte einzuheimscn, so sind sie es heute noch viel weniger, denn die monarchischen Parteien haben !klther im Zersitzungsproccß augenscheinliche Fortschritte gemacht. Auch der Marschall-Präsident durfte einem irgend aiinehmbaren Compromiß nickt abgeneigt sein, denn er ist wohl der Letzte, welcher wirklich an das Evangelium seines Septennats glaubt. Die Lage der Dinge in Frankreich wird in.der Schwebe bleiben, bis ein Impuls von Unten ober von Außen eine Katastrophe und im Gefolge einen Regierungswechsel bedingt. Deutfcfjfanö. Darmstadt, 16. Mai. Der vierte Ausschuß der zweiten Kammer hat über den Antrag der Abgg. Goldmaiin, Küchler, Edinger und Heinzerling auf Vorlage eines Gesetzes Entwurfs, wonach vom 1. Januar 1876 an in keiner Gemeinde des Grvßhcrzoglhums Octroi auf Vrodfrucht, Mehl, Backwaaren, Kartoffeln, Schlachtvieh, Fleisch und Fleffchwaaren. Brennmaterial mehr erhoben werden dürfe, Bericht erstattet. Obgleich die Vertretrmgen der in erster Linie betheiligten Städte Maiiiz, Darmstadt, Offenbach und Gießen sich alle dahin ausgesprochen haben, daß dem Antrag dermalen wenigstens nicht zuzu timmen sein möchte, und die Regierung sich demgemäß nicht in der Lage erklärte, dem Antrag znznstimmen, so geht doch der Beschluß des Ausschusses auf dessen Annahme : der von dem Abg. Stüber erstattete Bericht weist in aus^ ührlicher Begründung die Verwerflichkeit des Octrois, unter Widerlegung der ür principiellc oder auch nur temporäre Beibehaltung desselben vorgebrackte Gründe, nach. Berlin, 15. Mai. Herrenhaus. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung nimmt Fürst Putbns das Wort und protestirt sehr heftig gegen die Aus- führungen Lasker s im Abgeordnetenhanse bei der Debatte über die Berliner Nordbahn. Derselbe hebt hervor, er habe nur der heimischen Provinz aufhel- fen wollen und dieses mit eigenen pekuniären Opfern gethan, er sei bei den Bahn-Unternehmnngcn durchaus vorschriftsmäßig verfahren, selbst Lasker habe widerwillig die richtige Rechnungslegung über das Actienkapital constatirt. Der Fürst äußert: „Lasker hat schon einmal die Tribüne als Deckmantel frecher Lügen gegen mich benutzt." Hier wird der Riedner vom Präsidenten wegen unparlamentarischen Ausdrucks rectificirt, worauf derselbe fortfährt: er sehe das Hauptmotiv der Angriffe Lasker's in persönlicher Rancune. Vor und nach Las- ker'S Reden über derlei Dinge werde an der Börse viel speculirt. Solchen Manipulationen sei Lasker nicht fremd (Widerspruch); er lasse sich wenigstens von seinen Gesinnungs-Genossen mißbrauchen, die ans dem Unglück Anderer Gewinn ziehen, das sei das Verbrechen oder die Mitschuld daran. Hierauf wird der Rechenschafts-Bericht über Consolidirung der Anleihe und der Gesetzentwurf über Eintrag der Grundlasten in den vormals bayerischen Gebiets- theilen in einmaliger Schlußberathung genehmigt. Die Gesetze über Verwaltung erledigter Bisthümer und zur Ergänzung des Mai-Gesetzes über die Vorbildung der Geistlichen wurden in zweiter Verathung unverändert endgültig angenommen Nächste Sitzung morgen, und kommt die Synodal-Ordnung zur Berathuug. Berlin, 15. Mai. Man erwartet morgen die Erwiderung Lasker's auf die ^Rechtfertigung des Grafen Putbus. Lasker hält jeden Satz, den er m der Sißnng vom Dienstag ausgesprochen, aufrecht/ Berlin, 16. Mar. Herrenhaus. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärt Prinz Biron, daß er gegen Lasker's Angriffe anläßlich der Debatte über die Berliner Nordbahn vorgehen werde, sobald cer stenographische Bericht vorliege. Die Rechnungen der Ober-Ncchnungs-Kammer und der Berickt der iLtaatsschuldeii-Verwaltung werden durch einmalige Schlußberathung, die Gesetze über das hannover'sche Höfe-Recht und über die Regelung der Wasserlauf-Abgaben im Regierungsbezirk Wiesbaden in erster Verathung erledigt. Das Kir- ckengerneinde- und Synodal-Ordnungs-Gesetz wird nach längerer General- und Special-Debatte, wobei der Cultusrninister für die Fassung des Abgeordnetenhauses eintritt', in letzterer angenommen. Berlin, 16. Mai. Abgeordnetenhaus Vor Eintritt in die Tagesordnung ergreift der Abg Lasker das Wort zur Widerlegung der von dem Fürsten Putbus im Herrenhause gehaltenen Rede. Lasker behauptet in 16 Punkten die Unrichtigkeit der vom Fürsten Putbus gemachten Anführungen, und sagt dann u. A.: Fürst Putbus habe ihn als Fälscher, Lügner, als einen Mann dargestellt, der dem Strafgesetz verfallen fei. Diese gegen ihn erhobenen persönlichen Beleidigungen wolle er unberührt lassen, da dieselben bereits durch den Präsidenten des Herrenhauses gerügt seien. Die angeführten Paragraphen deö Strafgesetzbuches seien allerdings ein thatfächlichev Moment in der Rede des Fürsten Putbus Gegen Beleidigungen und Verleumdungen gebe es Strafen, doch untersuche der Richter den Thaibestand. Möge das Haus entscheiden! Fürst Putbus beschuldige ihn persönlicher Rancüne, dagegen müsie er erkaren, daß ihm der Fürst völlig unbekannt sei. Er beschuldige ihn ferner der Börsen Speculation. (Lärm; Ruse: Pfui!) Der Feldmarschall Gras Roon habe einst, wie ein Ehrenmann thue, nach eingezogenen Erkundigungen ähnliche Ver dachtsäußcrungen zurückgenommen. Er frage, ob er sich solcher Dinge schuldig machen konnte? (Rein ! Rein!) Er hoffe, auch das Land werde mir Nein! antworten. Wer aus Anderer Unglück Vortheil ziehe, sei ein Verbrecher. Darin stimme er dem Fürsten zu. Solche Verbrecher geißle er vor dem Lande- Er, Redner, sei der Gegenstand vielsacher Verleumdung und Verdächtigung während der Tätigkeit der Uutersuchungs - Commission gewesen. Er habe nie darauf geantwortet und leine Mitlheiluug über die Thätigkeit der Commission gemacht. „Wenn man uns diese Dinge aufdrängt, dann muffen wir darüber reden" Karlsruhe, 15. Mai- Durch den Mailänder Fund der ächten Gebeine des heiligen Gervasius und des nicht minder heiligen Protasius kommt das interessante Altbrcisach, bezw. dessen Einwohner in nicht geringe Verlegen heit. Denn dort befinden sich die Gebeine beider seit vielen Jahrhunderten, wie die Sage wissen will, als ein Geschenk des Kaisers Friedrich Barbarossa an das Breisacher Münster aus der Mailänder Beute. Hiernach scheint man s. Z. in der berühmten lombardischen Stadt Doubletten auf Lager gehabt zu haben. ScCuien. Brüssel, 16. Mai. Fröre warf in der Kammer Malou vor, dessen Vertheidigung beruhe auf falscher Berechnung und sei auf fanatische Ziffern begründet. Er behauptet, die Regierung stehe am Rande des Deficit-AbgrundcS, erklärt das Cabinet selbst für bankerott und ruft demsclbeii zu: „Ihr habt dem Lande gegenüber in Betreff Eurer Verpflichtungen Bankerott gemacht." Brüssel, 16. Mai. Man meldet auS Versailles, daß die MtnisterkrisiS leicht in eine RcgierungSkrisis umschlagen könne. Mac Mahon habe wiederholt erklärt, lieber zurückzutrcten, als die lächerliche Rolle zu spielen, welche ihm die Rechte aufoclroyiren wolle. England. Loudon, 16. Mai. Der Kaiser von Rußland besuchte heute den Herzog von Cambridge, den Marquis os Lorne, den Herzog v. Teck, sowie den Prinzen v. WaleS, und empfing den seit einigen Tagen hier anwesenden Grasen von Paris. Die Ziisammeiikunst hatte den herzlichsten, wärmsten Charakter Der Graf von Paris besuchte später den Prinzeii v. Wales, welcher den Be such sofort erwiderte. — Die „Times"' meldet: Kaiser Alexander, die Glückwünsche der Botschafter bei deren gestrigem Empfange beantwortend, habe erklärt : die Politik Rußlands sei darauf gerichtet, den Frieden aus dem Continent aufrecht zu erhalten, er hoffe, die Negierungen der europäischen Hauptmächte^ würden ihre Anstrengungen vereinigen, um dieses Resultat zu erzielen. — Der Kaiser von Rußland hat gestern einem Balle bei der Herzogin von Sutherland beigcwohnt; derselbe verlieh den Prinzessinnen Christian, Louise und Beatrice den Katharinenorden. London, 16. Mai. Die „Times", die gestrige Aeußerung des Kaisers Alexander über Rußlands Friedenspolitik besprechend, meint: Diese erneute FriedcnSvcrsicherung müsse für die Politik der Continentalmächtc von den segensreichsten Folgen sein. Rußland wolle entschieden die Erhaltung des Friedens und scheine zil dem Ende mit den sog. Neutral - Mächten sich vereinigen und separate Allianz Aiiträge jeder zu Aggressivplänen geneigten Macht zurückwcisen zu wollen. Für Deutschland und Frankreich würde es ein sehr erfreuliches Ereigniß sein, wenn die llcberzeugtiug gewonnen würde, daß ein neuer Krieg auf Jahre hinaus unmöglich sei. Die „Times" hebt den ausschließlich defensiven Charakter der deutschen Kriegsvorbereitungen hervor; die deutschen Staatsmänner und Strategen wollten wohl Gewonnenes behaupten und vertheldigen, aber nicht neue Eroberungen machen. Der beste den Franzosen zu leistende Dienst bestehe darin, de,i Franzosen die Ucberzeugung aufzudringen, daß ihnen Selbstbeherrschung und Ergebung Noth thue. In dieser Hinsicht werde die Aenßerung des Kaisers von günstiger Wirkung sein. Windsor, 15. Mai. Der Kaiser von Rußland besuchte gestern in Begleitung dcS Großfürsten AlexiS das Grab des Prinzen Albert in der Sct.- Georgs Capelle, später mit der Königin die Meiereien, Nachmittags mit der Königin und den Mitgliedern der königl Familie Virginia -Waters. Abends sand in Windsor-Castle Gala Banket statt, wozu 140 Einladungen ergangen waren. Der Kaiser begibt sich heute nach London, woselbst er bei dem Prinzen v. Wales dimrt. Spanien. Madrid, 15. Mai Die Regierung hat eine öffentliche Kundgebung erlaffeu, in welcher sie u. A. sagt: Sie werde dem Lande den wahrhaftigen Zustand der Finanzen vorlegen; sie werde sich solcher Mittel enthalten, welche den Bedürfnissen des Augenblickes genügen, aber auch den künftigen Ruin her- vorbringen würden. Die Minister erwarten mit Ungeduld den Augenblick, wo die moralische und materielle Ordnung gesichert sein wird, und das Land, frei befragt. sich über seine Geschicke wird auSsprechen könne. Bilbao, 15. Mai. General Concha hat seinen Vormarsch angetreten und will zunächst die Defileen zwischen Biscava und dem Thal von Amezqueta besetzen. Viele Bewohner von Bilbao verlassen die Stadt. Don Carlos steht mit dem Gros seiner Armee in Zornoja. Amerika. New-Nork, 15. Mai. Grant hat eine Proklamation erlaffen, in welcher er Baxter als Gouverneur von Arcansas anerkennt und die dortigen bewaffneten Parteigänger auffordert, sich zu zerstreuen. Brooke ist indeß, wie gemeldet wird, entschloffen, den Kamps fortzusetzen. ?tew-Uork, 16. Mai. In Gojhen (Maffachusetts) sind drei Waffer- Reservoirs zersprungen und durch die Waffermaffen drei Ortschaften fast voll, ständig zerstört. Die Häuser mit ihren Bewohnern, Maschinen, Geräthen wurden zahlreich fortgeschwemmt. Die Zahl der getöbteten Personen beträgt 60. Der angerichtete Schaden ist noch nicht ermittelt. Vermischte-. — MN der dritten Immatrikulation in Heidelberg sind bil jetzt über 400 neu ein» getroffene Studirenve zu verzeichnen. (iÄ dürfte sich danach btt sckUetzitche Gesammtzabl auf etwa 900 beziffern. Der juristischen Facultät gehört der größte Theil der Inscribirken an; der theologischen nur 4, eine auffallende und bedenkliche tfr^tinung. btt zu rtner gründlichen (St- sorschung der Ur'ache ruft. Bet der ersten Immatrikulation in Freiburg am b. bl. wurden 5H neue akademische Bürger tnscrtbirt, ein für ein Sommerjemester ungewöhnlich hoher Zugang und namentlich ein erfreuliche! Zeichen für den Fortgang der neuen Hebung der Universität durch dal Ueberwiegen der Nichtbadenser; unter den 58 sind nur 5 Badenser, 4b au! andern deutschen Staaten, 3 Schweizer, 2 Amerikaner. Dabei ist kein Theologe, 7 Juristen, 32 Me» diciner ic. Berlin, 8. Mai. Wie selbst ein Säugling schon mit den EchicksalSmächttn im Kampf kommen kann, beweist folgenoer interessante Fall. Herr H., Pächter der KarlShallen in der Karlbstraße, engagirte für sein neugeborncs Kind eine Amme. Als dieselbe kaum acht Tage in seinem Hause war, erschien ein Schutzmann, welcher mit einem Berhaftsbefehl gegen die Amme ausgerüstet war. Das Stadtgericht in Königsberg hatte sie wegen eines Vergehen» zu einem Tage Gcfängniß verurtheilt, welcher Strafe die Amme bis zu dem gedachten Tage aus dem Wege zu gehen verstanden hatte. Herr H , in seiner Angst, daß seinem schwächlichen Kinde die Ernährerin genommen werden solle, begiebl sich sofort zum Polizeilieutenanl, der dir Mißlichkeit der Lage erkennt und dem bedrängten Vater anrath, bei dem Gerichtshöfe wegen Inhibirung des Verhaftsbefehls vorstellig zu werden. Dies geschieht, aber der Bescheid lautet auf ^Verhaftung." Noch einmal wird unter Einsendung eines ärztlichen Atteste» reclam»rt, welche! dahin lautet, daß ein Nahrungswechiel bei dem schwachen Kinde absolut nicht eintretrn dürfe. Der hierauf eingehende Bescheid verfügt, eS sei zu gestatten, daß die Amme den Säugling mit in das Gefängniß nehme. Der Vater, entrüstet, daß sein noch nicht getauftes Kind nach der HauSvogtei gebracht werden soll, begiebl sich wiederum zu dem erwähnten Polizeilieutenant, der ihm räth, d^m Gerichtshöfe zu melden, daß der Säugling nicht der Amine, sondern einem anständigen berliner Bürger gehöre. Auch dieser Versuch wurde gemacht, aber wieder vergeblich. Die Amme soll und muß nach der hierauf eingetroffenen Verfügung des königsberger Stadt, gertcht! ihre Strafe in nächster Zeit absitzen, wiewohl H für die Verhaftung zur rechten Zeit unter Stellung einer Caution bürgen wollte. Herr H. hat sich bereits an eine andere Instanz gewandt, und wir werden, sagt die Tribüne, der wir diese Mittheilung entnehmen, zur Zeit das Resultat diese! originellen RechtSfakles mittheilen. Innsbruck, 13. Mat. Am letzten Sonntag hat ein Francilcaner Pater in der inns- brucker Hofkirche gepredigt und Folgendes zum Besten gegeben. „Meine lieben Christen! Ihr wundert euch, baß e! jetzt im schönen Monat Mai so kalt ist; aber ich frage euch, woher kommt diese Kälte und der damit verbundene schädliche Einfluß auf die Feldfrüchte' Daher, weil die Menschen auch kalt sind gegen den lieben Gott und ablassen vom Gebete." Für Reisende, welche sich bereits nach Tyrol verlaufen, empfiehlt es sich somit, schon im Bahncoupv durch ein in brünstiges Gebet auf die Temperatur Verhältnisse günstig einzuwirken; zugleich wird d,e Mit- nähme eine- soliden Stadt- und Lanbpelzcs für solche Frühlingsfahrt nicht überflüssig sein. Uebrigen! klagen alle tyrolrr Berichte über Sturmwind, Regen und Gebirgsschnee , selbst in Meran zeigte das Thermometer am 9. Mai bloß 4- 5° Reaumur. Auch auf dem Todlacher selbe und im Pusterthale sieht eS ganz winterlich aus. BreSlau, 12. Mai. Nachstehender, von einigen Studenten unterzeichneter Aufruf an ihre breslauer (Kommilitonen ist am schwarzen Brett der Universität angeschlagen: In den Tagen vom 26. biS 29. Mai d. I., also in der Zeit unserer Pfingstferien, tagt in Breslau die 21. allgemeine deutsche Lehrer-Veriammlung. In Anbetracht der großen Schwierigkeiten, welche für die gastliche Unterbringung der 2500 Gäste erwächst, richten wir an diejenigen unserer Kommilitonen, welche während der Ferien verreistn, die Bitte, dem Ortsausschüsse für bit Lehrer-Versammlung ihre Stuben während jener Tage zur Verfügung zu stellen. (Natürlich muß eine Verständigung nut den Wirthsleuten vorausgehen.) Damit folget Ihr theils dem Beispiele der leipziger und anderer Kommilitonin, theils gebt Ihr den breslauer Bürgern so -'wie den Studenten anderer Universitäten ein löbliches Beispiel, wenn Ihr den Theilnehmern an einer für die Nationalbildung so wichtigen Versammlung in dieser Weist gastfrtunblich entgegen kommt. Schriftliche Anerbietungen (am besten durch Postkarte) nimmt der Schriftführer des WohnungSausschusscS, Lehrer Rosteutscher (Vorwerksstraße 14) jederzeit dankend entgegen." — Die in Valparaiso (Chile) erscheinenden Deutschen Nachrichten vom 15. März schreiben: „Von einem Augenzeugen wird unS mitgetheilt, daß die Jesuiten in Puerto Monti kürzlich ein beredtes Zeugniß dafür abgelegt baden, wie aufmerk'am sie der Entwicklung der Dinge in Deutschland folgen. Zur Ausschmückung ihrer neuen Kirche haben sie nämlich ein Gemälde anfertigen laffen, das Fegfeuer darstellend, und in demselben braten und schmoren keine Geringeren alS — Kaiser Wilhelm, Fürst Bismarck und Cultus Minister Falk Die Flammen sind mit besonderer Sorgfalt recht blutig roth gemalt — es muß den gottgefälligen Herren eine wahre Wollust fein, in ihrer Phantasie sich die Qualen der ver ... - Ketzer auszumalen. Der Verübet der Sudelei ist kein Jesuit, wenigstens keiner im Talar, und ein Deutscher; wir wollen unser Blatt aber nickt mit feinen Namen beschmutzen. ES muß den Vorkämpfern im Kirchen- kämpfe eine Genugthuung sein, von dem schwarzen Gelichter an allen Wellenden tödtlich gehaßt zu werden." Paris, 12. Mai. Gestern Abend um 5 Uhr brach im Faubourg Saint Antoine in der zwischen der Straße Crozatier und Liteaux und den Paffagen Brulon und Driancourl gelegenen Häuserniaffe Feuer au! und nahm, da der in der Mitte gelegene Holzhof in Brand gcrieth, sofort furchtbare Verhältnisie an. Erst gegen 11 Uhr Nacht! konnte man des Feuers Herr werden. Außer dem Holzhof brannten 10 Häuser ab, die meisten! von Arbeiterfamilien bewohnt waren, die heute — c! find ihrer angeblich 150 — obdachlos sind und ihr ganzes Hab und Gut verloren haben. Mehrere Personen, darunter einige Kinder, sollen im Feuer um« gekommen sein. Mehrere Feuerwehrmänner und Agenten so wie einige andere Personen erhielten schwere oder leichte Verletzungen. Ein Mann wurde von einer Lommode. die man aus einem Fenster geworfen hatte, getödtet. Der Schrecken, der im ganzen Faubourg herrschte, war furchtbar Die Häuser sind dort größtentheils aus Holz, und man befürchtete eine Zeit lang, daß ein großer Theil der Raub der Flammen werden würde. Die Bewohner der m der Nähe der Brandstätte lagernden Häuser räumten ihre Wohnungen, wobei aber viel zu Grunde ging, da man Alles zu den Fenstern hinauswarf. Die Diebe benutzten natürlich die Gelegenheit. Ungefähr 20 wurden auf der That ertappt. Da! Volk war so wüthend über sie, daß es der Polizei nur mit Mühe gelang, sie vor dem Feuertode zu teilen. (Eingesandt.) Man las schon vor Wochen in den Zeitungen von den gedrückten Liebvreijen und gab sich deßhalb schon manche Hausfrau der Hoffnung hin, auch das Flei'ch nun enliprechend billiger kaufen zu können. Wie berechtigt eine solche Hoffnung war, erqiebt sich daraus, daß ein hiesiger Metzger dem Einsender dieses versicherte, er könne das Fleisch 4 bis 6 kr per Pfund billiger verkaufen und würde dieses thun, wenn die übrigen Fleischer auch eine Pteisreduclion eintreten ließen Leider sckeint aber nun gerade diesen Das unbekannt zu sein, was jeder Andere weiß, nämlich daß man bei billigem Einkauf auch billig verkaufen kann, und hätte Einsender dieses seinen Zweck erreicht, wenn den Betreffenden ein Licht hierüber aufging, und sie dadurch, daß sie eine angemessene Ermäßigung der Fleischpreise eintreten lasten, die Schuld von sich abweisen, debufs Erzielung eine! außergewöhnlichen großen Nutzens dem minder gut siluirtcm Publikum aufzuerlegen, den so nölhigen Fleischgenuß einzuschränken oder gar sich ganz zu versagen. 322) DaS Annoncen» Büreau von Rudolph Masse, vertreten durch B. Heidingsfelder, Wallihorstrahe 96 in Giehen, ist für die Beförderung von Inseraten jeden Inhalts, als EmpfehlungSan;eigen, Kauf- und Berkaufgesuche, Stellengesuche, Familiennachrichten u- s. w- alS besonders zuverlässig zu empfehlen. 16. Ä Ni* 3 V J • ' 3'r M* 1 * io o ij; Wärteob. fUd«4,/l;0°b . iwterr- Silber Papier Spanier, neo«t Kinetik. Boni" prtnkf B»nk 1 Rink!'. Verein?- I uralt. Bankaol llhfiniichi Hyp. Wien B*nh'’tier Oet. Crcditact. ! Galixien - — —-- N Versteigern i $ Freitag * Born soll aus dim Hits Nealschulnkuba otranid)lafllt Zi Berben Mnungtn, ff foibbrtingunQtn k bei unitrtm Sl Btrbtn. WtBm, am V HMniogllchk Wrbeita ^onnnftafl . n Vormit I Men zur (nbaui I »achstihmbi Aua I neistnii össtnllich I den, alg: Hteinhautrarbtil zu . . Wourrrarbeit, », J jimmtrarbeit, Dachonktrarbeik Z^eintrarbrit, Aaltralbkit, -Sdfebinberarbtit ^Jtnflkrarbtii, ' ‘ Burgmnc Gragye «•i J0,flu’i4en r ?*b| hnbtn'^ de em^tg^.'chen I 10 fallt h 3. Huf T^Vmbi kr. unö von; 18fn?iltlö04 “n sm ZzD Str, lnMf toie ^iWchr- * M L eNoi tvur- ßfhdgt 60. 400 neu ein, ?wintzabl auf b,.rlen an; der pichen Er. bJ8' ^rden Zugang JJ Umvnsttät "aus andern *, 32 Mr-. ^en im Kampf Phallen in der m a^ Lage in e9en die Amme ^ns zu einem Tage aus dem lchen Kinde die dir Mßlichkeit ltn ^nhibirung iul{t auf. ,Ln- tli v-eicheS da- Mtitti dürfe, n Säugling mit ö Kind nach der eiiieutenant, der ndern einem an- neder vergeblich, igsberger Stadl- zur rechten Zeit i andere Instanz en, jur Zeit bas ter in der inns- Wsten! Ihr ), woher kommt Daher, weil die Keifende, welche e durch ein in- ) wird die Mit- überflüfsig sein, fchnee; felbst in dem Tobiacher- neter Aufruf an ^agen: Zn den in Breslau die liierten, welche iejenigen unserer sicbusse für die len. (Natürlich thrilS dem autx Bürgern f° Theilnehmern an eundlich entgegen- Schriftführer w rd entgegen." i vom 1ö. März in Puerto Monti : öntwicklung der n sie nämlich nb schmoren keine f Die Flammen iBijen ««««'“' „Jiunwlm- D asm i«1 ttn tiMli* Saint e man deS V-u n Jrbeiterfam'llt" k« i» Ü'L 'S Ä* te einr o '.“»■■'S L/2ü ü Obi. 101'/. Baden 4'/?.o ObL e. E. L. 101 Oeeterr. Silberrente 667 6 „ Papierreute 62«/s Spanier, neuert. 3% 19 Amerik. Bond.-* 1881 r 102' < „ „ 1882r 993/9 , . 1885r 101 n n 1887r 102'/, Ludwigfih. Bexbach 179'/, Max bahn 119$ Bayer. Ostbahn 110 4 Rhein-Nahebahn-A ot. — Hess. Ludwigsb.-Aol. 1331 /< Oberhessen „ 771 4 Berlin Bremen Brüssel Hamburg Leipzig London k. 8. 1U4Vb k. 8. 105« c k. 8. 945/8 k. 8. 105'/, k. 8. 105 k. 8. 1183/4 Prioritäten. 3°/5 östr. Stab. Prior. 62'/, 3u,q östr s. Lombard 49' , 3U o Livorneser 35' g 5°/q Toscaner 58'/, 5O/o Elisabeth.-Prior. 9O'/(, do. II. Emiss. — Lyon k. 0. — Paris k. 8. 94« 4 Wien k. 8. 1O5'/ö ditto m. 8. 105 ditto 1. 8. 105 Disuonto 4 °/o Goldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor — — Pistolen 9 37—39 Holl. fl. 10 St. 9 45—47 Ducaten . . 5 32—34 20 Frankens. 9 24'/,—25'/, AnlehenslooMc. Darmstädter fl. 50Loose 222'/h n n 25 n - Kurh. 40 Thlr. Loose 73'/| Nassau 25 fl. 45'/, Braunschweiger 22' , 30 0 Oldenburg, ä 4OThlr. 3974 4°/0 bayr. Präm.-Anl. 114 40/0 badische Loose — 3adische fl. 35 Loose 7O'/4 Destr. fl. 250 v. 1854 95 1 I858r Prioritätsloose 187 860r Loose 98' , 1864r „ 159«/, Action. Frankf. Bank 147 /6 Franks. Vereinfi-Kashe 84 l'armot. Bankaot. 372 Rheinische Hyp.-Bank — Wien ßankactien 1019 Oest. Creditact. 224'/, Galizien — Lngl. öover. Kuss. Im per. Dollar in Gele 11 50—52 9 40-42 2 25«/,—26'/, Zur gcfl. Brachtung. Portotarife der Kaiser!. Poft mit Angabe sammtlicker im Umkreis von 10 geographischen Meilen um Gießen belegenen Postanstalten sind in der Erped. d. Ll. ä 6 kr. pr. Stück zu haben. Landwirthen von grossem Werth. (Dresch Maschinen). Eine der wichtigsten Erfindung für Landwirthe ist eine neue Dresch-Maschine, welche durch 2 Leute betrieben, in einer Stunde soviel dreschen Drescher in einem ganzen Tag. Alle Getreidegattungen soll sie gleich gut ausdreschen, daß nicht ein Körnchen im Sttoh bleibt, aber auch keins beschädigt wird. Der Anschaffungspreis sei nur: Thlr. 60-66, franco jeder Bahnstation. In den menten Provinzen Deutschlands sollen diese Maschinen zu Tausenden verbreitet sein, aber auch in hiesiger Gegend sollen schon mehrere sem Die Firma £hf; ^ayfart^ & Co. in Frankfurt a. M. wird als beste Bezugsquelle geschildert. Bestellungen können daselbst brieflich gemacht werden. [2127] Wer eine Annonce hier oder auswärts veröffentlichen und Zeit resp. Geld sparen will, der beauftrage damit die Annonccn-Expedition vou ■!<«<*<• osfeie* 4* Vogler in Frankfurt a. deren ausschließliche s Geschäft es ist. Anzeigen in alle Zeitungen der Welt billigst zu vermitteln. Allgemeiner anjeiger. Versteigerungen. Versteigerung von Bauarbeit. oo Freitag den 22. l. M, A Vormittags 10 Uhr, soll auf dem hiesigen Rathhause die für den Realschulneubau erforderliche, zu 15210 sl. veranschlagte Zimmerarbeit versteigert werden. Zeichnungen, Kostenvoranschlag und Ak- kordbedingungen können schon Tags vorher bei unserem Stadtbaumeister eingesehen werden. Gießen, am 18. Mai 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Die zur J. A. Busch Söhne zu Burkhardsfelden, den 13. Mai 1874. erlaubt sich hiermit n Fortschritts-Medaille, Wiener Welt-Ausstellung 1873. Zahlreiche frühere Präiniirungeu und Auszeichnungen. Waizenmehl Nr. 1, !• n 2, Citronat, Orangeat, Corinthen, Rosinen, Citronen, Apfelsinen, fein gest. Zimmet, „ „ Raffinade Bremer Ausstellung ä 1 Thlr., Wcttcrauer „ ä 36 kr., Marburg-Kirchhainer Lager in Bordeauxweinen, Mouffcux nud achtem Champagner, Madeira und altem Malaga, direct bezogen, Sherry, Portwein und Tokayer, verschiedenen Sorten Rheinweinen. Niederlage des ächten Liebig'S-FleischextractS von der Fray - Bentos - Compagnie in Südamerika. bestens zu Emmenthaler und Rahmkäse in Stanniol, Kräuter- und Limburger, sowie Parmesankäse. Arbeitöversteigerung. Donnerstag den 21. Mai I. I., Vormittags 11 Uhr, sollen zur Erbauung eines Schulhauses nachstehende Bauarbeiten auf hies. Bürgermeisterei öffentlich in Akkord gegeben werden, als: zuhaltende Versteigerung aus und wird dafür ein anderer Termin anberaumt. Gießen, den 14. Mai 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: (2442) Schäcker, Kreisbauaufseher. zu....... Maurerarbeit, veranschl. Zimmerarbeit, „ Dachdeckerarbeit, „ Schreinerarbeit, „ Glaserarbeit, „ Schlosserarbeit, „ Weißbinderarbeit, „ Spenglerarbeit, „ Caviar, Genueser Sardellen, Holländische Dollhäringe, russische Sardinen, Sardine* a l’liuile, Mixed- Pickles , Trüffeln, Oliven, Capern und Champignons. 2630 946 252 751 288 238 280 44 43 fr. 8 „ 30 „ 33 „ 2o „ 59 , 26 „ U n 50 Jeilgebotenes. Loose empfehlen. Levante- und Zamoica- Badeschwämme, Stearinkerzen. (499 Die vorzüglichen Choeoladen aus der Fabrik von Franz St ult merck, HoMeftrant^ Pöln^ Hochstraße 9, bewähren ihren gesicherten und in steter Zunahme begriffenen Weltruf durch die Bereitung aus feiner Cacao und Zucker, ohne jedwede fernere Beimischung. — Verkaufsstellen in Gießen bei I. A. Busch Söhne, C. W- Dietz, Louis Frohnhäuser, Ehr. Krämer am Bahnhof: Allendorf bei Apotheker C- L. Harb; Friedberg bei Wilhelm Fertsch, Hofapotheke Wittwe Sturmfels; Lich bei H. C. Bingmann. (2102) Steinhauerarbeit (Sandstein), veranschlagt 476 fl. Französische Liqueure, Holländischen Genever, Absynth, feinstes Ktrsch- waffer, Rum de Jamaica, Arrac und Cognac, Hamburger Magenbitter, AnanaS-, Portwein-. Burgunder-, Rum- u. Arrac-Punsch- effenze, vom Hause des Herrn J oh. Adam Röder in Düsseldorf und Cöln. Eingemachte Früchte, Ananaserdbeeren, Stachelbeeren, Reineclauden, Pfirsiche, Russe, Aprikosen, Kirschen. Birnen und Pflaumen, Zwetschen, Traubengelce, gedörrtes Obst in Brüncllen, Türkische und Bamberger Zwetschen, Kirschen und geschälte Aepsel. AechtenMaccaronis, Eierg müse- und Eierrinaelnudeln, feinste KönigSreiS- stärke, Tafclmandeln, Gelatine und Tafelrosinen, Würfelzucker und feinst gestoßene Raffinade. der Feinste Göttinger Mettwurst, Gflromitrt Gothaer Cervelatwurst und . . - - t ° Schinken fernstes entöltes Cacaopulver in Büchsen, geräucherter Speck und Schweine- Uk b sckmalr Brust- und AlthcbonbonS, Blockchocolade, per Pfd. 28 kr. Dclicatcsscn - Handlung Tbeelager Kaffee von der englischen Theecompagnie in Mocca, Menado, Perlceylon, in Souchong, Congou, Pccco, Ceylon, Java und La Guayra, Pecco mit Blüthen, Haysan und sowie frisch gebrannten. Imperial, in «A, und Vs Packung. Vanille. Freitag den 22. Mai, Anfang Morgens 8'/- Uhr, bei dem Zörb'schen Hause. । Sollte an einem dieser Tage Regenwetter' eintreten, so fällt die an diesem Tage ab, > «5* XjllfCy Großh Bürgermeisterei Burkhardsfelden. I. A : (2440) K. S ch ö n.________________ Grasversteigerung. Die diesjährigen Grasnutzungen von der Gräben und Böschungen nachbenannten Straßen sollen in den dabei bemerkten Terminen an Ort und Stelle meistbietend verpachtet werden und zwar: 2. Auf der Straße von Gießen bis Lang- Göns und von Klein-Lindeugegen Wetzlar: Dienstag der 19. Mai, Anfang Morgens 8 Uhr, auf dem Seltersberg bei dem von Ra- benau'schen Hose gegen Klein- und Groß- Linden, Morgens 10 Uhr, jenseits Groß-Linden gegen Lang-Göns. 3. Auf der Straße von Lang-Göns bis Butzbach und von Pohl-Göns gegen Wetzlar : Mittwoch den 20. Mai, Anfang Nachmittags 12«/, Uhr, jenseits Lang-Göns gegen Kirch-Göns und Pohl-Göns, um l1: Uhr, von Pohl-Göns gegen Wetzlar, um 2 Uhr, jenseits Pohl-Göns gegen Butzbach. 4. Auf der Straße von Gießen gegen' ??odheim: Donnerstag den 21. Mai, Anfang Morgens 9 Uhr, jenseits der Lahnbrücke an der Ziegelei. 5. Auf der Straße von Gießen gegen Grünberg: und geben wir solches zu denselben Preisen, wie in der Mühle, ab. Aechte Reapoltt. Maccaroni, Eiergemüsenudeln, Türkische und Bamberger Zwetschen, Apselspalten, Brünellen, ReincclaudS, Birnen, 1305) empfiehlt Emil Fischbach. 2100) 4 Erkerthüren mit Glasscheiben sind billig zu verkaufen. Carl Berg. Ausstellung ä 36 kr. find in der Exped. d. Bltts. zu Huben. Pfiasterstein-Verkauf. 60 Cubmtr. Pflastersteine erste und zweite Sorte sind sofort billig zu verkaufen. Anfragen wolle man unter Chiffre J. K. 100 an die Expedition dieses Mattes gelangen lassen. [2437] Fußboden-Anstrilh. Außbodcnlack, sofort trocknend, Letnölsiccatif, zum Einölen, Oelfarbe, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle sonstigen Ingredienzien zum Anstreichen und Wichsen der Fußböden empfiehlt (4081)___________Emil Fischbach. Aus dec Kunstmühle der Herren Franz Peppler & Co empfehlen wir in bester Qualität: Feinstes Blütbennrehl, dermlelhMgen. eine im e € 8 ritt Für ft. (1405* 2489] Danksagung 3 zur und Geräucherten AhernlacHs, , Lachsforellen, y Büctin^ezumNoh- effen, tn frischer Sendung, empsehltn Z. A. Busch Sohue. Das grüne Thor. Roman von Ernst Wichert ^Fortsetzung ) — Im Hanauer Land des Unter.lfass.S Mit Abbildung: Deutsches VolSlied im Elsaß. — Der Kai list, n- kiieg in Spanien. Von Herwarlh von Bik- tenseld. Mit einer UebersichtSkarte. — Deutsche Katserstätten. Von Oscar Schwebet. (Schluß » XII Die späteren Habs burger. Mit OriginaUeichnung non Karl Sprosse: Grabmal Kaiser Maximilian'S tr Innsbruck — Iugenderinnerungen Von einem süddeutschen Freunde des Daheim II Buch. Die Knaben,.-tt- i Fortsetzung) — Am Familientische: Presse und Schauspie- MissionSfest zuWaldgirmes am dritten Pfingsttage^^ ZaAi) eruie uiuuc Peuou rouo zum Wecktragen gesucht bei Bäcker Faß, vormr!lS Will). Löbcr. 2454) Ein Goldstückchen ist gesunden worden. Zu erfragen Lit B- 4l im dritten Mein Ausverkauf im Laden des Herrn 3. Ro: denberger Lwdenplatz, dauert nach wie vor nut d,n billiqften Preisen fort (2054)Ferdinand ffofberg. einer Lungenenlznndnng crleqen ist. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 5 Uhr statt. Ludwig fang. Willjcim fang. A. Ricker, Agent der Feuerversicheruugsbauk f. D in Gotha. Todesanzeige. 8 Verwandten und Freunden zeigen wir, statt besonderer Ansage, in tiefster Trauer an, daß gestern Nachmittag um 4 V4 Uhr unser guter Vater Aecht kotiiisct)es LLasser von Jean Maria Farina. Meine Riederloge davon tn oct Expedition des Gießener Anzeigers cnpfebk t(t zu 8 st. per Dutzend, 4 fL per halbes Dutzend und 45 tr. per Glas gehörstmu. Johann Maria Fartna in Köln. bestimmt werden. — Hierzu sind die vercbrlichen Abonnenten ans Dienstag den 19. Mai, Nachmittags 5 Ubr, in das Versammlungslokal des Clubvorstandes, im 3. Stock des Gesclljchasts- hauses, ergebenst eingeladen. Bemerkt wird, daß die aus je 10 numerirten Plätzen bestehenden einzelnen Sitzreihen den Wünschen der Mitglieder möglichst zusammengesetzt werden. Tie bezüglichen Mittheilungen, welche noch Berücksichtigung finden sollen, bittet man spätestens bis zum Mittage des 19. Mai zu machen bei dem Porstaist smitglitde ■> r. W. Dickt, Marburgerstraße Nr. t79. Allen, welche unfern unvergeßlichen Vater, Großvater Urgroßvater Andreas Grab TiinifesMussclniss. Versammlung Montag den 18. d. M., Abends Uhr, auf dem ,,Lahnstein". Tagesordnung- Vergebung der Festwirthschast resp. Wahl des Festwirthes. § Der engere Ausschuß Wahcim •e Die soeben erschienene Nr- 33 A enthält: Z Schutt kann an meiner Baustelle abgeladen werden Ü. Kauf. Akaileniisdier Concerlverein. Für die Vereinsconcerte des Sommcrabounements, deren erstes Wiil)ltl)r. Lehmann. Freitag den 22. Mai findet im Gasthaus »zur ftrone' in Groß-Buseck ein Ball für Israeliten Statt, wozu ergebest einladet (2196) Fr. Gengnagt Donnerstag den 21. Mai, Abends 8 Ubr, Clubsaale statthaben wird, soll die Aufeinanderfolge der Sperrsitz- reihen, wie gewöhnlich, durch öffentliche LZerloosuug 11er in China. Zu Bestellungen empfehlen sich: | die Ferder'sckc Univ-Buchhandlung, E H e i n c in ann, I. :ll icker. | Docter in ibsentia der Philosophie, dledicin, Chemie und Zahnheilkunde wird mit Discrelion in honoris causa vermittelt. — Adresse: „Medicus“. 4G kö- ■ilK**tr**Ne in Jer*ey, Knic- IriiiI. (IIJI726) 11,600 fl. können zusammen oder auch getrennt gegen doppelte hypothekarische Sicherheit und gegen 5% Zinsen auSgelie hen werden. Näheres zu erfragen bei der Euratel über die Söhne d.S öerbbten Carl Spruck, Großherzoglichcm Hoferichis-Advocaten Ur. N o s e n b e r g U. dahier.['^449 letzten Ruhestätte begleitet haben, unfirn herzlichsten, innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Herr en-Wäsche, als: weiße und bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie Lhlipse und Cravatten, Äragen- und Manschetten-knöpfe, OZlace-, Wildleder- u. Sommer-Kand- schuhe, Hosenträger, Socken, Unterhosen u.-Jacken, wollene Hemden, empsiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. « !!• Itubsamen. Menschenfreunde, die geneigt sind, ihr Scherflein zur Linderung der Hungersnoth,_ die unter den Israeliten in Palästina herrscht, beizutragen, sind gebeten, sie gütigst mir, zur Uebermittelung dorthin, zukommen zu lasten. Muiucr l)r. Sem. Z4öu) liuie innr tfuy mnae neue Bad- bütle billig zu verkaufen. Näheres bei der Exp d. Bl_______________ ~ 2434) 4—5 Wagen guten Kuhmist verkauft Karl Steinberger, Löwengasse. 2482) Eine Familienwohi'.ung von drei Zimmern mit allein Zuhehör iil an Pille Familie zu vermlethcn und im Juni Feiikrvkrsichkiinigsbiiiik für Dkiitschläiid m Gotha. Nach dem NechuungSabschluste der Bank für 1873 beträgt die Ersparniß für das vergangene Jahr 77 Procent der eingezahlten Prämien. Jeder Banktheilnehmer in h iesiger Agentur empfängt diesen Autheil nebst einem Exemplar des Abschluffes vom Unterzeichneten, bei dem auch die ausführlichen Nachweisungen zum Nechnnugsabschluste zu jedes Versicherten Einsicht offen liegen. Denjenigen, welche beabsichtigen, dieser gegenseitigen Feuerversicherungs- Gesellschaft beizntreten, giebt der Unterzeichnete bereitwilligst desfallsige Auskunft und vermittelt die Versicherung. Gießen, den 18. Mat 1874. MmiMe Anzeigen. Ein bravcS Mädchen wird für HauSar beit bald tn Dienst gemchl. Näheres bei Der Erv b. Bl. fl 536 ^nitn ocprunei Ue^ittng |ud)i 2381) tiinen Jungen sucht in die Lehre F. W e i n h a r d t, _____________________S ch r c i n c r m e i st e r. Em Jlinbcimäbdjcn roiib von einer Be^ amtenfamilie gegen hohen Lohn sogleich ge sucht. Näheres in ber Exped. d. Bl [2479 247«] Erwachs.ne Mädchen können Unterricht in Handarbeiten Erhalten. Näheres Marktstraße Nr. 39, 3. Stock-________ 24;7] In der Kiicheukasse zu Lang Göns liegen llt*U fl- gegen doppelte hypo thekansche Sicherönt im Ganzen wie auch getrennt zum Ausleihen bereit. A. Henrich. zu beziehen. Karoline Hartmann, _______________________Asteiweg._________ 2487) Wilhelmsiiratze 187 ist ein Fami- lieulogis, bestehend aus 5 Zimmern mit allem Zubehör zu vcrmie'hm.___________ 2488) Lei zweue ^stoct unieies neu erbauten Wohnhauses 6 Zimmer rc. enthaltend ist per Mille Juli zu venmethen. ztauss m ann & Eomp ____________________AUcenuraße._______ 2483] Im neuerbaut^n Grai'icheu Hau|e an der Grünbergeriuaße sind der unlerpe und zweite Stock zu vermietheu und 1. Juni zu beziehen.___ 2213) Am Settersberg E. 37 i|t ein Logis im ersten Stock von 8 Piecen mit allem Zubehhör, sowie Blumen unv Grab garten, auf Verlangen auch Stallung, zu vermielhen und am 15. Juli zu beziehen ___________________Fri e d r Kr eu d er. 199.)) Em mooliucv Zimmer zu oei mielhen Mäusburg 9._________________ jn unserem Bordetyause find,2 inmialldergeheude mobiltte Zim mer zu vrrmielheu uno im September zu beziehen. I. A. Busch Söhn e. 24b4) Ein kleines inöbliileS Zimmer ist zu vermietheu.^ ')teuenweg B. 19t. Redoctron. Druck und iveriag dn Ärüdtnv« Unir».Druckerei tFr. Ehr. Pielscv) tn Aietzen fcri WH® ,il -lr. 11» Vttrrsfr^ Es wird h' dir tikdjährige oi Gietze, Aus Hes lltlchs d.s Mi! Piiblicllion in t riochlit ober von I »Llaais Ä'iz." er ! zu vrrösjrEen. I Preußens und - | zister-Einträge I unt Draunslhwk Weise. - Due Men unter tim 1 von Men, u>o I 'liebt zi/ta'W sei, . dem inispkchend a ^armsta! Äammn kurz nad I lrags Budget un W Reide von bif Äursckußbetil p(m znm i hum eine ganz termahgen Vanbt Berlin, ^lbui-g die Ge'e babn Halle-Notdl ^'"'bAeinel unb Üril"4 des Stac Tie 3 4-‘|inae mit Alt! ^"knhanse abge' ®TflWaften diiter w Stzung. verschoben. ' SfWtni |[ -»& y. Schluß 'ä^lt 6h,C 8« cn w,^'kn, i; .ft H te,r SIS