Gießener Anzeiger in Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Hiessen. Mittwoch heu 38. Februar «87«. witdeTfÄ^rig 1 fl 12 *r. Vrrngcrlohn. Durch tte Vost bezogm vtrrteljahrtg 1 fl. 29 fr. *9'"wd tunom. Erscheint täglich, rAt TuS» nahm« Sonntag«. Expedition: Lanzletberg, Ltt. B. Nr. 1. Ur. «i. ianiMMi £l!£^$vten/< ttterrsde t fcjolg U A. E, fodts Gießen, i^lzoglichm Rcgiemt anerkannt. Amtlich er Th eil. Gießen, am 9. Februar 1874. Betreffend: Frühjahrs-Controlversammluugen pro 1874. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen , an die Grohherzogücheu Bürgermrislkreien. Die nachstehende Bekanntmachung des Großherzoglichen Landwehr - Bezirks - Commando's Gießen wollen Sie in Ihren Gemeinden ortsüblich publi- clren lassen. v. Röder. Großherzogliches Lan'owehr-Bezirks-Commando Gießen. Gießen, den 8. Februar 1874. tmb Gießen, am 13. Februar 1874. Betreffend: Statistik der Bewegung der Bevölkerung pro 1873. an Bekannt m a ch u n g. Darmstadt, den 10. Februar 1874. Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Pabst. Strecker. die Großherzocstichen Bürgermeistereien zu Albach, Allendorf a. d. Lahn, Allendors a. d. Lda., Beuern, Burkhardsfelden, Ettingshausen, Hattenrod, Heuchelheim, Klein-Linden, Münster, Rödgen, Steinbach und Watzenborn. Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Verfügung vom 21. v. Mts. — Anzeigeblatt Nr. 18 vom 22. v. M. v. N ö d e r. Bekanntmach u n g. Die diesjährigen Frühjahrs - Control - Bersammlnngen im Kreise Gießen werden, wie folgt, abgehalten werden: zwar Vormittags 7y2 Uhr für die Infanterie und Vormittags 9 Uhr für die übrigen Waffengattungen in "der Stadt Gießen, dem Do^fe Heuchelheim, und in den dazu gehörigen Mühlen und Höfen. IV. 3« Lieh den 10. März 1874, Nachmittags 1V4 Uhr, am Bahnhof. Hierzu gehören die Orte: Albach, Annerod, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Ettingshausen, Garbenteich, Hattenrod, Hausen, Lich, Münster, Nieder - Bessingen, Ober- Bessingen, Oppenrod, Reiskirchen, Steinbach, Watzenborn mit Steinberg und Winnerod. Es haben aus diesen Ortschaften zur bestimmten Stunde sämmtliche im betreffenden Bezirke wohnenden beurlaubten Militärs aller Waffen des Deutschen Reichs zu erscheine», welche zur Reserve gehören, zur Disposition dc*> Truppentheile beurlaubt oder zur Disposition der Ersatz-Behörden entlassen sind. Die Landwehr-Maunschaflen und Ersatz-Reservisten haben nicht zu erscheinen. Dispensationen können nur in ganz dringenden Fällen eintreten und muffen darauf bezügliche Gesuche bis spätestens den 5. März 1874 ans dem Dienstwege einqenicht werden. Die ohne Entschuldigung fehlenden Mannschaften haben die gesetzliche Strafe zu erwarten. Schließlich wird noch bemerkt, daß die Leute mit dem Militär-Paß und Führungs-Attest versehen, in bürgerlicher Kleidung zu et- beinen haben und vor dem Beginn der Control-Lersammlung Schirme, Stöcke und Pfeifen abznlegen sind. F r a n ck, Major und Bezirks - Commandeur. den 9. März 1874, Nachmickiags V2I Uhr, am Bahnhof. Hierzu gehören die Orte: Allendorf a. d. Lahn, Eberstadt mit Arnsburg, Groß-Linden, Grüningen, Holzheim, Klein-Linden, Lang-Göns, Leihgestern und Ober-Hörgern. 151. Zu Gießen *■- - - der. ?,0. Mffrz 18~:i kn Oswald'.schen Garten den 9. März 1874, Vormittags V2IO Uhr, auf dem Turnplatz. Hierzu gehören bi* Orte: Allendorf a. d. Lumda, Alt-Buseck, Bersrod, Beuern, Daubrmgen, Groß-Buseck, Lollar, Mainzlar, Rödgen, Ruttershausen mit Kirchberg Staufeiwerg, Treis a. d. Lumda, Trohe und Wieseck. lar-Kästen werden zu kaufen gtjut: bst Angabe des ks Preises pr. Äfr b- Blattes abzugebiii nzelne Dame sucht ein: er in der Nabe bß&fc 'rngasse. Näheres bei. Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 16. Decembcr v. I. bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betheiligten, daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: Montag den 2. März d. I. und die folgenden Tage: für diejenigen, welche im Jahre 1854 geboren sind. Donnerstag den 3. März d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche im Jahre 1855 geboren sind. Samstag den 7. März d. I. und folgende Tage: für diejenigen, welche in den Jahren 1856 und 1857 geboren sind. Die Prüfungen beginnen an jedem Tage Morgens 8 Uhr dahier in der alten Kanzlei, Louisenplatz 2. riegel! pha*W che mit irhangstaW" lerzienrngen stH tfen p, Ritsert« Softer, WM-L rahmen w» 8lL1 raphien nW N MM fijr I1'1 if f Ä •rpeb« anes Mädchen auf f 1.56« ndermädchen wnb ir m Kinde gesucht- V 9.____________________________ chlwürmer uft Bon wem? sch! tts.________________ )chwchn ä in A tn d. Bl. Sauffrau gesucht W b. Bltts. rsKstß den, Mund?' off.1’“ ffplWß. M »Ä,.* em oirarbeüen erpv , m Nr-6^' I Und glauben Sie sonst über ein Land hereinbricht, wenn ein Krieg kommt." ' J > L. . ... ... -X3 C- (. A vfr Van-Vfvni fr «1114 TmKci. n ihn nur ernstlich und redlich wollen." Man soll nicht weich werden in derartigen Dillen, aber ich kann doch Bravo.) Ich sage, für die Worte, die ich hier spreche, bin nur ich allein verantwortlich , aber ich übernehme die Verantwortlichkeit für meine Ueberzeugung. Ich glaube, daß das, was der deutsche Gedanke webt und worin er schwebt, Un- thut ver- To- und stade des Bodensee gekommen und habe hier diese Frühlingsworte auch an dieser Skelle an einem Nachmittag verkündet — so heiß wohl wie der gegenwärtige — und habe damals geschlossen: „unser Ziel und Streben muß sein, der deutsche Staat muß werden, das allein ist cs, was uns zum Ziele sichren kann, und wenn die deutsche Nation ihre große Seele in sich selbst zu finden hatte, so muß der deutsche Staat deren Körper werden " Ei, meine Herren und Damen, es sind kurze fünf Jahre her, so hat die Seele des deutschen Volkes ihren Körper gefunden, und wenn ich jetzt hinausgehe zu dem Thore und wieder hineinginge zu dem Thore, wo ich damals hin eingegangen, was sähe ich? hätte man es sich träumen lassen? „Kaiserlich deutsches Postamt!" Und wenn ich damals verkündet hätte, in fünf Jahren wird der Gasthof am See ein kaiserlich deutsches Postamt jein, wenige hätten daran geglaubt. Manche hätten mich verlacht, aber alle hätten es gewünscht und gehofft. (Bravo!) Das ist in Erfüllung gegangen. Darf ich auch heute, heute an dem Konstantinopel, 16. Februar. Naä) officiöser Mittheilung wird die innere und äußere Politik der Pforte durch den stattgehabten Regiernngswed u rigen Vergleich zwischen Wälschthum und Deutschthum zu erkennen vermöchte. Ich wurde rathen, frisch voran zu gehen auf dem Wege, auf dem wir in Deutschland zu gehen haben, auf dem Wege der Entwickelung des deutschen Staates in politischer, in religiöser Freiheit und in Freiheit der Selbstbcstimmung. Ich habe auch Constauzer Neminiscenzen, icb könnte Sie zurückführen in das Jahr 1834, wo ich an jener Stelle noch die Puppe des Huß mit einer Rede des jetzigen Reichstags - Abgeordneten Dr. Völk auf dem 3. Alt- katholiken-Congreffe zu Constanz vom 12. bis 14. September 1873. (Schluß.) Deutschland. Posen, 15. Februar. Nach den Berichten des „Kuryer pozn." pilgern Geistliche und polnische Edelleute täglich nach Ostrowo, um den Erzbischof zu sprechen und sich von ihm den Segen ertheilen zu lasten; sie erhalten aber keinen Zutritt zu demselben, weil er den Empfang von Besuchen im Bureau des Gefängniß Inspektors, wo er ihm nach der Haus-Ordnung allein gestattet ist, abgelehnt hat. Nur der mit der Seelsorge der Gefangenen betraute Decan Fabisch darf den Erzbischof zu jeder Zeit in seiner Zelle besuchen, aber auch mir in Gegenwart des Gefängniß-Jnspectors. Der erzbischöfliche Caplan Mes czynski ist erst zweimal zu seinem gefangenen Principal zugelassen worden und durfte ihn ebenfalls nur in Gegenwart des Gefängniß-Jnspectors sprechen. Brieg, 12. Februar. Das hiesige Kreisgericht verurtheilte den Pfarrer Pavelt aus Carlsmarkt „wegen Beschimpfung der christlichen altkatholischen Kirche" und wegen Ucbertretung des sog. Kanzel-Paragraphen zu zwei Mona teil Gefängniß. ganz entgegengesetzt ist der Abhängigkeit, dem Servilismus, so ganz entgegengesetzt ist dem, was seit Jahrhunderten in Rom gesponnen worden ist, daß ich!«...........- — ................ -7,;- ~ meinerseits eine Versöhnung nicht abzusehen vermag und daß ich in einer der- keine Acnderung erfahren, ebensowenig jvirb die finanzielle MWo artigen Versöhnung — ich möchte sagen, Gott verhüte sie — nur einen trau- Pascha's davon berührt. 8chweiz. Bern, 16. Februar. Mittags. Soeben erfolgt der Austausch der Ratifications - Urkunden zu dem Staats-Vertrag über den Anschluß der Gott- hardbahn an die oberitalienischen Eisenbahnen. (England. London, 17. Februar. Das Ministerium hat gestern beschlossen, seine Demission zu geben. Gladstone hat sich heute nach Windsor begeben, um der Königin das Demissions-Gesuch zu unterbreiten. Die Königin wird Disraeli mit der Neubildung des Cabinets beauftragen. Rußland. Petersburg, 16. Februar. Der russische Gesandte in Wien, Geh- Rath v. Novikoff, und der österreichische Gesandte in Petersburg, Baron v. Langenau, sind zum Range von Botschaftern ernannt worden. Der Czor leidet an einem leichten Bronchialkatarrh, weshalb das Programm für die zu Ehren des Kaisers Franz Joseph stattfindenden Festlichkeiten geändert werden mußte. — Bei dem gestrigen Gala-Diner brachte der C;ar einen Toast aus den Kaiser Franz Joseph aiis, hinzusügend, daß die beiderseitige Freundschaft mit dem Kaiser Wilhelm und der Königin Victoria die beste Garantie des europäischen Friedens sei. Es hat nun Jemand bemerkt: „warum nicht?" Darauf sagte er: „gr*> aen Sie den Reichskanzler nicht, warum er den Krieg nicht will. Weil er den Tage, an dem wir eine wohl größere denkwürdige Handlung abschließen, vielleicht sagen: „wohin ich glaube, daß es kommen wird?" Nach mächtigem Streben, nach Läuterung des Geistes von Innen heraus, nach mächtiger Ergreifung dessen, was den inneren Menschen erfüllt, nicht nur in politischer, sondern in religiöser Beziehung, wird sich auch erfüllen, was wir alle wünschen. Es wird sich auch erfüllen: „daß nicht nur in staatlicher, sondern auch in kirchlicher Beziehung Frühling in Deutschland werden wird, daß auch der Frühlings- friede über Deutschland herabkommen wird, wenn die Geister und Gemüther nicht umhin, manchen daran zu erinnern; Ist Niemand von Ihnen an einem schönen Sonnabende Abends in der Gegend von Lindau gewesen? Da ist ein prächtiges Geläute, die Glocken klingen harmonisch zusammen und es ist erhebend, sie durch die Abendstille hinklmgen zu hören. Wer es nicht weiß, der .meint, das seien lauter gleichgestimmte Glocken. Sie sind es auch, aber es sind doch katholische und protestantische Glocken! Man merkt es ihnen nicht an 1 (Beifall ) Sie schallen gleich hinaus und so, glaube ich, werden wir im deutschen Reiche unsere Gemüther auch dahin stimmen müffen, daß sie heilig und fromm in den stillen Abendhimmel hinausklingen, die katholischen und pro- testautischen und weffen Sinnes sie iinqjer sein mögcji, gleiche Harmonie und »'gleichen Frieden verkündend, und man merkt es ihnen nicht an, „daß sie verschiedene Ansichten haben." (Langdauernder Beifall.) ist die Gesinnung des Reichskanzlers im Jahre 1868 gewesen. Ich habe nicht i allein der Unterredung zugehört, sondern es waren deren gar viele. Und später, warum ist der Krieg geworden? Man wird doch wahr- i haftia nicht sagen, daß wir ihn hervorg^rufen haben? Wir haben uns■ in dem Kriege vettheidigt und wir werden uns in dem Kriege wieder vertheM' gen, und wenn die gejammte heilige Allianz, und wenn Papst und Heinrich V. und die weiße Fahne und Alles wieder über uns Deutsche hereinbrechen sollte. Ich sage dies, obwohl es streng genommen, nicht zum Gegenstände unserer Betrachtung gehört, um wiederholt den jetzigen Anschauungen, den jetzigen Ausstreuuiigen in Frankreich gegenüber eine gewisse Remedur und eine gewisse Rectification eintreten zu lassen. Sie werden mir diese Abschweifung im Hinblick auf den Zweck, den ich damit verbunden habe, gewiß verzeihen. Ich komme mit kurzen Worten auf mein Thema zurück und sage hier Folgendes. Ich glaube, daß unsere Bewegung, der wir uns recht.lebhaft an- nehmen wollen, wachsen wird nicht blos im Jntereffe des religiösen, sondern auch des politischen Wesens in Deutschland. Wir haben so lange am deutschen Reiche gearbeitet, es ist schließlich ge worden, wir müssen mm von Innen heraus auch an der religiösen Eriienecung arbeiten und wir werden uns jetzt alle mögliche Mühr geben müssen, and) überall die Herzen neu zu beleben. Haben wir im wohlverstandenen Interne die Regierungeii für uns, so haben wir noch einen andern Alliirten, den uns Gott auch gegeben hat, und das sind unsere Gegner selbst. (Bravo!) Glaube man ja nicht, daß der Mensch Alles durch eigene Klugheit thun kann. Vieles, was der Mensch will, gelingt ihm durch die Ungeschicklichkeit seiner Gegner selbst. Es hat Zeiten gegeben, wo man glaubte, daß nufere Sache weder in religiöser noch in politischer Beziehung vorwärts wolle. Es ging nicht mehr. Was kam bann ? Dann hat irgend ein Pfarrer, irgend ein Bijchof und am Ende der Generalbischof selbst eine Dummheit gemacht, und es ist die Sache wieder gegangen. (Bravo!) Fragen Sie sich, meine Herren, ganz einfach, was haben wir nicht in dieser Beziehung gerade alles der Hülse unserer Gegner zu verdanken? Die noblen Herren jagen: „ja, das wollen wir? wir wollen durchaus nicht dem deutschen Reiche an den Leib", und ein Intimus von ihnen verkündet: „allerdings ist das deutsche Reich unser größter Feind." Auf der anderen Seite sagen wir: „Ihr seid unsere Feinde, ihr wollt in unserem Lande Unruhe am stiften in religiösem Jntereffe." Das läugnen sie. Nun thut uns der Bischof von Regensburg die Gefälligkeit und sagt: ,,iä) bin der Erste, der die Throne uhiflürjt." Das ist ja vortrefflich, man könnte es nicht bester sich wünschen. Wir sagen: „was wollt ihr denn? eure ganze römiscbe Klerisei und Alles, was damit zusammenhängt, und was dort gegen uns ist, ist eine große Verschwörung gegen das deutsche Reich, das ihr zertrümmern wollt." „Bei Gott, nein", sagen sie, „das ist die größte Verleumdung, die es gibt." Am andern Tage kommt die Zeitung heraus und berick)tet: „Der Papst hat gesagt, es brauche nur ein kleines Steinchen vom Berge herabzurollen und es werde dem Kolosse des deutschen Reiches seine Ferse zerschlagen, d. h. ihn umwerfen." Was wollen Sie denn mehr! Wir jagen weiter: „Ihr seid Leute, welche uicht einmal mehr Sinn dafür haben, daß die deutsche Nation mit dem Blute ihrer Söhne die Freiheit, die Sicherheit gegen Frankreich erkauft hat." „Bei Gott", sagen sie, „nein, das ist nicht wahr, wir sind Alle froh, ja, wir jubeln über diese Siege." Und am andern Tage verkündet uns ein Pfarrer, „daß es ihm nicht recht sei, daß diejenigen, welche den französischen Krieg mitgemacht haben, nock) ihre Medaillen tragen, weil es eine Schande gewesen fei, an dem Kriege Th eil genommen zu haben. (Bewegung und Bravo.) Wir sagen: „Ihr haltet die Siege über die Franzosen für euer glück", und sie sagen uns: „ei, was seid ihr für schlechte Menschen, was ihr uns Alles an, was nicht wahr ist!" und siehe da, am andern Tage kündet ein Pfarrer von der Kanzel herab: „der Tag von Sedan ist der destag der Kirche." Hören Sie, meine Herren, bad muß man anhören man darf nicht einmal bei Vermeidung strafrechtlicher Einschreituug einen solchen Schurken bei den Ohren nehmen. (Bravo! Bravo!) Wohlan denn, wir wissen, woran wir mit ihnen sind, ick) sage und wiederhole, „nicht mit Allen", beim sobald sie einmal wissen, wohin die Ziele gehen, so werden gar viele die inneren galten ihres Herzens aufthun und werden wissen, wohin sie als Söhne der deutschen Nation zu stehen haben. Aber viele sind in dem Fahrwaffer begriffen und ich behaupte es und kann bei Gott keinen Gedanken, der in den Dingen mir am Herzen liegt, und von dem id) vollständig überzeugt bin, zurückbalieu. Id) habe vor dem Kriege — es war im Juni "1870, bevor das Concil sich abgespielt hatte — einmal Gelegenheit gehabt, über diese Frage mich zu äußern und ich habe jenes Mal — Niemand hier ist für diese meine Aeußeruug verantwortlich, ich bemerke das ausdrücklich — persönlich gesagt: „In Deutschland wird kein Heil, ehe wir nicht sind los von Rom." Id) habe jeuesmal gesagt, in Deutschland wird kein Heil, und der germanische freie und treue Gedanke und unsere nationale Entwickelung kann nicht zur Vollkommenheit gedeihen, ehe nicht das römische Cnrial- Gift aus den Adern des deutschen Körpers ausgeschieden ist. (Anhaltendes Kriea aesehen hat weil er weiß, welches Elend, welche Wunden und was alles Dominikanerkutte geseh höher. Handelsgesellschaft war zu 1183/, gesucht. Silberrente etwas nachgebend. Russen von 1873 beliebt. Prioritäten anziehend. Loose still. Wechsel unverändert. Holzversteigerung. 679) Im Stadtwald zu Lich, Districten Langenbuchen, Schweinstallsheege und Eichwald kommen nachverzeichnete Holzsortimente zur Versteigerung: I. Bau- und Werkholz. Mittwoch den 25. Februar d. I.: 120 Eichenstämme von 15 bis 34 Centmtr. Durchmesser und 3 bis 10 Mtr. Länge 20 Fichtenstämme von 15 bis 25 Centmtr. Vermischtes, Rügenwalde (Pommern), 10. Februar. Heute Nacht um 11Uhr erhob sich hier plötzlich ein Orkan, wie er seit Menschengedenken bei uns nicht gehaust hat. Die Post von Karwitz, welche die Strecke bis hi eh er in fünf Viertelstunden zurücklegen soll, brauchte 4>/2 tzlunde und wurde eine halbe Stunde vor Rügenwalde vom Sturme umgeworfen. Die Ostsee hat die Dünen durchbrochen und großen, noch nicht zu berechnenden Schaden angerichtet. Von dem Gesellschaftshause auf der Münde ist der Pavillon und die Kegelbahn total fortgeriffen. Ain Haupthause ist die Hinterwand eingeschlagen und schwimmen die Möbel im Park. Dos Wasser steht in demselben etwa 5 Fuß hoch. Viele Einwohner mußten in der Nacht aus ihren Wohnungen fliehen. Die Chaussee von der Stadt nach der Münde war durch umgeriffene Bäume gesperrt. Die Mitglieder des Gesangvereins, welche zu einer Coneertprobe in dem Locale vor dem Münderthore versammelt waren und eben den Heimweg antreten wollten, konnten erst gegen 4 Uhr Morgens das Loeal verlaßen, weil der Sturm die sich Hinauswagenden gegen bk Zäune und Häuser schleuderte. Goldsorten, fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57»/2—58»/2 Lokal-Notiz. Beschlüsse des Gemeinderaths aus der Sitzung vom 29. Januar 1874. Anwesend waren: der Großherzogl. Beigeordnete Felsing, die Gemeinderathsmitglieder Diery, Felsing, Gail, Hanstein, Heß, Hornberger, Keller, Körber, Lüdeking, Nagel, Noll, Pietsch, Ricker, Wallenfels und Wenzel. Länge und 21 bis 79 Cmtr. Durchmesser mit 132,44 Cub.-Mtr. 4 Nadel-Stangen mit 0,31 Cub.-Mtr. , Dce Zusammenkunft ist an dem Tempel ici Phtlosophenwald. 8. 99% 8. 100 8 1047/8 8. 105% R.-Mtr. 22 ßcäen und noch nicht zurückerhalten haben, wollen sich innerhalb drei Tagen melden. Gießen, den 18. Februar 1874. «Hroßherzogliches Ortsgericht Gießen. b'>82) Semmler. von Vormittags 9 Uhr an, fett in dem Gießener Sradwalde, District Lombard. Bahn 165» Ludwigsh. Bexbach 181 */2 Maxbahn 119 */8 Bayer. Ostbahn 112 Rhein-Nahebahn-Aot. — Hess. Ludwigsb.-Aot. 1453, »'S’S**! » Ä« I scheit ] -k° Holl. fl. 10 St. 9 52—54 DBeaten . . 5 30—32 20 Frankenat. 9 21 i/z—22i/l Engi. Sover. 11 49 — 41 Russ. Imper. 9 40—42 Dollar in Geld 2 241/z—251/r Action. Frankf. Bank 1461/2 Frankf. Vereins-Kasse 811/2 Darmst. Bankact. 387 Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1024 Oest. Creditact. 249'/, iGalizien — „simyer w* * , um ben ErjM fitif sie erholt« » on B-stchnl im »”'■ Drbnung alle«" E fanytttn betraute sie besuchen, «6« . ;bi!chöslich°C^ innefafieii ivorden - 1 Aufbrechen, Planiren, Chaussiren, Pflastern , Steinfahren, Steinsetzen, Sandfahren vor dem Oberthor, veranschlagt zu 700 fl. 2. Chaussiren des Wegs an der Psingstge- meinde, veranschlagt zu 224 fl. Allendorf den 17. Februar 1874. Großh. Bürgerin. Allendorf a. d. Lumda. I. A. (681) L. Hahn, Bezirksbauaufseher. 3% 3% 3O/o 50/g 50/0 Arbeitsversteigerung. Samstag den 21. d. Mts., Vormittags 1t Uhr, !sollen auf dem Rathhause zu Allendorf ia. d. Lumda nachverzeichnete Arbeiten öffentlich wenigftnehmmd in Ackord gegeben werden: ...nUlCUC I Mülhausen, 8. Februar. Die elsäffer Wahlen, so erzählt die Karlsruher ^eituna I baden dem Zeichner auf einer hiesigen Fabrik Stoff zu einem heitern Bilde geliefert. Der Ku.nstler zeichne«e unfern Deputaten Häffely als französischen Tambourmajor an der Spitze von ' Bischöfen und Pfarrern, wie er in Berlin vor dem Abgeordnetenhause anlanqt. Häffely klopft mit feinem großen Stock an der Thür des Hauses, worauf Bismarck erscheint und mit einer pZiene, als wollte er die Tbür sofort wieder zuschlagen, unfern Abgeordneten fragt: „Wer seid ihr? — „Ich bin der Häffely von Mülhausen, Gottverdammt," — sagt der Angeredete, — --und die Andern Da sind meine Collegen." — Bismarck: „Was wollt ihr hier? " — Häffely: „Das Elsäßly wollen wir wieder heraus, Gottverdammt l" — Das sehr gut gezeichnete Bild ist nur in wenigen Exemplaren verbreitet. Man fand ein Exemplar an der Mairie anqetlebt und einige andere wieoer in den Bierhäusern zur Schau herumgeboten. Es konnte nicht anders fein, der Witz der Eliäffer mußte sich an ihrem eigenen Werke wetzen. Im Dolksmunde cireuliren bereits auch verschiedene Gespräche zwischen unseren Deputaten Winterer und Häffely, welche 8ur Genüge zeigen, daß man selbst in französischen Kreisen keine großen Hoffnungen auf die Wirksamkeit unserer Deputaten setzt. Seilte bett ff hiistlich»' graben p * eute, heute an fcm lung aWeßeu, t •" Nach mächtW 1 / nach mächtiger h yt nur in polWn ivas wir alle müusitt sondern auch in kiic aß auch der Frichlitz Jeister und Gemüh Qis 9 n * ■OQ) bin an die (L N^orte auch ün wie btt L' 6 Streben ninh m ln8. i»« Ziele üLi Haiti ®enn 4 i-tzt ht»G >ch batnale fr . „sich« «‘e, iu fünf Ich,, 1 M wenige hätti- ' hätten es gewiuH Dienstag den 24. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll auf dem hiesigen Nathhause ein Loos! Straßcnauffüllung von 700 Kubikmeter: versteigert werden, wozu bereits geförderter Grund am Bahndamm in der Stephans- mark zu entnehmen ist. Gießen den 18. Februar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ■ HolzverstAenmg toben,;»' nn Gießener Stadtwalde. gW i»11 IHörsennaebrlchten. 17. Februar 1874. Preuss. 41 /2°, 0 Oblig. 103 Prankf. 31 /^/q Oblig. 90 2 Nass. 31/2% Obi. 94 Karhess. 4v,0 „ 99’/# Gr. Hess. 5°/0 Obi. — n „ 4^/0 „ 993/4 » n 3V1% n 97 Bayer. 50,. 0 n — n 41,-0 o 1jährige 101:1/4 „ 4° 0 1jährige 973/4 Würtemb. 4t/2% Obi. 101V» Baden 4V2°/o 0bl. e. E. L. 101 /^ Oesterr. Silberrente 663/4 n Papierrente 62‘/6 Spanier, neuest. 3% 177/6 Amerik. Bonds 1881r 102 7/ö „ „ 1882r 99'A „ n 1885r 102 „ n 1887r 1027/8 do. II. Emiss. — Aiilehensloose. Darmstädter fl. 50Loose 21?Vg n n 25 „ 60 Kurh. 40 Thlr. Loose — Nassau 25 fl. — Braunschweiger 221/# 3°/0 Oldenburg. k4()Thlr. 38s z 40/o bayr. Präm.-Anl. H51/2 4% badische Loose 1147/h Badische fl. 35 Loose 71 l, Oestr. fl. 250 v. 1854 931/4 Nachmittags 2 Uhr, 1 soll in der Wohnung des Schlossers! Heinrich Daniel Noll sämmtliches! -oomiurugv 11 uyr, Schlosserwerkzeug und Hausgeräthe meist- werden auf dem Zimmerplatz der Lahnhütte bietend versteigert werden. eine Quantität Zimmersväne versteigert. Gießen, am 12. Februar 1874. Lahnhütte, den 17. Februar 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. ! I. A.: W 0 rtmann. Jughard. i(678) Keller, Platzmeister. «efonlwM^imtiiia^miglä^ÄÄÄWSS l" Tiili”61 14 28 -72 2010 ”• Bau- Werk- und Nutzholz. z : : b0 Ekchen-Stämme von 2,4 bis 10 Mtr. beste ®flrn Länge und 18 bis 79 Zentimeter Durch- fclC Messer mit 25,54 Cub.-Mtr. Priori täten» östr. Stsb.-Prior. 621.2 östr s. Lombard 497/g Livorneser 325/s Toscaner 513/4 Elisabeth.-Prior. 891,4 Der Verkauf der billigen Schreibmaterialien wird noch bis Donnerstag den 19. d M. fortgesetzt, dann aber unwiderrnflich gcschloffcn. ' Im Laden des Herrn Mayer Schul,traßc. fj«nW xfi9 W 1 I 6 Holzversteigcrung. 2206 st.a Buchen Neisholz. Setre (684) District ßU! Türkische Zwetschenlatwerge, Hopps. 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Busch Söhne. und RfthmM Darr lktklion ijt Holzversteiqeimiq. Montag, den 23. d. M. von Vormittags 10 Uhr an, soll im Albacher Gemeindewald District Rotherden nochverzeichmtes Holz öffentlich versteig rt werden: 1000 Wellen Buchen-Reisholz erster Durchforstung. 875 Wellen Nidel-Neisbolz. 2 Nmtr. Nadel Stockhol;. 2 Kicferr-Baustämmevon 27bis ^Zentimeter Durchmesser 9 bis 12 Meter Seefische. Frische Cabliauen empfingen I. A. Busch Söhne. Stand Ende 1873. Versichert 42532 Personen mit ........ Davon 1873 neu eingetretcn 3230 Personen mit • • Nadel-Stockhoh, Buchen-Reisholz, Eichen Neisholz, ErlenNeisholz, Um allen weiteren Anfragen der geehrten Eltern meiner Schülerinnen vorzubeugen, benachrichtige ich dieselben hiermit, daß td> die Sckule der Frau Dr. Weiffcnbach unter keinerlei Umständen übernehmen 4vcrde. Gießen, den 18. Februar 1874. Fichten-Baustämme von 15bis 22 Cen- tinuter Durchmesser 7 bis 12 Meter Länge. F'chtcn-Stangen von 4 bis 14 Eenti- meter Durchmesser von 4 bis 11 Mtr 669) Ein braves Mädchen auf gleich gesucht in Lit- A- 56. Vormiltags. 2. Mittwoch den 23. Februar 1874 in ben Districten Katzengeheg, Sickler- geheg und Dictzlnkohl: vermischte Anzeigen. Amerikanische Glanz-Wascherei von Mrlchkunden Mctall-Ankauf bei für tätlich frische reine Milch , tioui^Är6 von einem Hofgute sucht Länge. Die Zusammenkunft ist in der Notherden am Albacher und Oppcnröder Vicinalweg. Albach am 16. Februar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Albach. (661) Balser. Jeilgetiotenes. Milch !von einem Hofgut täglich !frisch und sehr gut, wird von -heute an abgegeben bei 874 „ Buchen meisyorz. Zusammenkunft am Eingang in derAm- pel^von Nüddingshausen aus präcrs 10 Uhr 98 336 92 Gegrünbet 1827. Eröffnet am 1. Januar 1829. Den in Butzbach wöchentlich 3mal erscheinenden, in ganz Oberheffen unb ben angrenzenden Bezirken sehr verbreiteten „äßcttcraiicr Boten" emfehlen wir dem Publikum und den Behörden zu Anzeigen im Allgemm» insbesonbere zu , Host- und Arbkits-DerlttlgermMN. Die Petitzeile berechnen wir mit 4 fr. Expedition des „Wetterauer Boten/' Frankfürt a M. 413) RÄraiScet und HaiB- sclivHen für Herren und Damen, sowie BSermiBBCBiideii^ werden wie neu hergeslellt. Muster sind bei d 'r Annahmestelle in Giessen: fiS, HL rcijsaafiBrsic M ä u s b u r g 9, einzusehen Bemerkt wird noch, dass Sendungen, welche Moni a g s einov- liefer! \\ erd<*n. am f-'igenden S o n n t a zur Ablieferung1 gelangen. Zur gcfl. Beachtung. Portotnrife der Kaiserl. Post mit 2b nabe fümmtlicher im Umkreis von 10 gc-- graphischen Meilen um Gießen belcgenen Postail- stalten sind in der Erped. d. Bl. ä 6 fr. VA UntcrzeiLneter hat sich dabier alsArst spccicll für Nerven- (Rückenmarks und Gehirn-)Krankhcitcn (Krämpfe- Lähmungen, Ncr- venfchmerzen re.), sowie für Kchlkopfleidcn (Halsletden) nictcr- gelassen. Meine Wohnung b>findet sich vorerst im Hanse von I. A. Busch Söhne auf dem Kreuz, Eingang neben Goldarbeitcr Koos. Bestellungen in Abwesenheit beliebe man unten im Hause abzugcben oder auf der Tafel an der Thür zu notircn. Sprechstunden 11 —12i/2 Ubr unb Abenbs von 6—7 Uhr. — Unentgeltliche Behanblung von Kranken obenbezeichneter Art Morgens 9-10 Uhr. Gießen, am 16. Februar 1874. (676) Dr. Spanier. Kcsselbach, am 16. Februar 1874. „ , Freiherrlich von Nabenau'sche Oberförstern Rabenau. > JieineS Bielefelder, Crvas- u. Hansmacher-Leinen, Sdirtinst, Handtücher, Tifchtücher und Servietten, fertige Hemden, Brustemsätze, Taschentücher 2c. 2c. g Wichtig für Ohmilcidcudk! Die Kwilkraft beä von Dr. I. Robinsoa in London erfundenen Gebör-Oels gegen unangcborene Taubheit, Schwerhörigkeit, rheumatische schmerzen und Sausen, Ohreiiauslauf k. bezeugen in schriftlichen Urtheilen ärztliche Auioritätcn und Geheilte. ™ . 3,, beziehen durch die Handlung von I. Arer, soest in Westfale». cWtan' «Mit $r 8« bii 34 Raummtr Nadel Schettholz, Nadel-Prügelholz, 548 „ Nadel-Neisholz. Zusammenkunft bei Nr. 1 im Ka'tzengehea 9 Uhr Morgens. Bei Schnee- oder Ncgenwctter unterbleibt die Versteige- Cafe Leib. Donnerstag den 19. Februar: 6. u. letztes Absnncments-Lsncert, auSgeführt vom Musifeorps des II. Großh. Hess. Inf. - Ostq. Nr. 116, unter Leitung seines Capellmeisters Herrn Krausse. Anfang V28 Uhr. Entree 18 fr. « W( . 2) Dlii I1 iäidt 1 ' "mb ti, , '«San 2 Md Wien, ‘Groß «nlauj B* t °"'ch-ibt?i 6)