lnii/M liefet (j ß f’ I-He» roit 6en.te au6n>örtigen #6. Drbia. *m Hrbjq. ' öi'big, !fK C; "ntCt M,: “"«• s tontcrt, Hess. Jnf.-Rtz. viertrljährig 1 fL 12 fr. «i! Vrtngerlohn. Durch die Post bezogen vtertel^ährig 1 ft 29 k. Gießener Aiyeiger. Erscheint täglich, E Ausnahme SormtagS. Expedition: Lanzletbera, 8ü. B. Nr. 1. Anzeige- und Amtsblatt für den Areis Liessen. Nr. 13, Freitag den 16. Januar Z8-Ä. Amtlicher Theie Betreffend: Die Versorgung der Militärpersonen durch Uebertragung von Civilstellen. Gießen, am 14. Januar 1874. Das KrvHitzkrzigliche Kreisem! Gießen an die Großherzoqlichen Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme derjenigen zu Staufenberg. Wir erinnern Sie an die Erledigung unserer Auflage vom 8. December 1873 — Nr. 293 des Anzeigeblattes vom 15. December 1873 — binnen 10 Tagen. v. Röder. m Krausse. ! fr. Md Lied an den Europa, Potpourri nbi) n. 21. (205) autzbmschen sucht L- Keil, Niuaibäiim. für Am. e ^as Zuschneiöcn imb Taminkleidmi erlernen Ltzlich eintreten bei iahe Rothenberger, Lindenplatz.__________ nra'imtn non Bildern In te Minen, sowie in leforflt jil billigen Preisen [, P. Ritsert^ goher, Wallthor 156. igcpapicr kauft lenberfler, Neuenweg 1^-^ solider, fahrkundiger sogleich ei»treten bei )örr, am Marktplatz. ) k m e r k u n g e n. , Om Äijsionsfest. Äf^lt6tebta* Polizeiliche Bekanntmachung. Sliif dem zwischen dem Hallse des Herrn Lehrers Jung und der Wieseck angelegten neuen Wege darf von nun an kein Schutt mehr abaeladen werden bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe. Gießen, den 14. Januar 1873. Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen. Nover. politischer T h e i l. selben abzuhelfen. (Fortsetzung folgt.) Deulfcöfanh. Gietzen, 15. Januar (Fortsetzung der Antrittsrede aus Nr. 11 dieses Blattes.) mehrerer Pfründen, ertheilte Ablässe für diejenigen, welche Geld nach Nom zu vorgeblichen frommen Anstalten schickten, machte die Mönche mit unerhörten Privilegien, Exemtionen rc. gegen allen Gerichtszwang ihrer Ordinarien sicher. So wurden göttliche und menschliche Gesetze äusser Acht gelassen, um nur das Privatinteresse zu befördern. War es demnach ein Wunder, wenn Deutschland, das so oft vergeblich um eine Reformation am Haupt und Gliedern gefleht hatte, endlich dieses Unfuges müde wurde und ein grosser Theil desselben sich von dem Gehorsame des Pabstes frey machte. Die grosse Revolution in Neligionssachen im sech- zehendeu Jahrhunderte, wie es Schmidt (s. Geschichte der Deutschen. Ulmer Ausgabe IV. Band S. 616) behauptet, würde wahrscheinlich nicht erfolgt seyn, wenn mau demjenigen Winke, den die Constanzer und Basler Concilien in verschiedenen Stücken gegeben, gefolgt, auf demjenigen, was sie augeordnet, fortgebaut und in dem nähmlichen Maaße der Reformation fortgeschritten wäre. Allein Rom fand dieses für seinen Zustand nicht zuträglich, mußte es aber auch mit seinem empfindlichen Schaden erfahren, daß es nun zum ersteumahle von seiner Politick verlassen war. Die schönsten Provinzen Germaniens rissen das päbstliche Schild ab, formten sich eine eigene kirchliche Regierungsform, flam unabhängig vom römischen Hofe, schlossen vcste Bündnisse, ihre neue Freyheit strenge zu behaupten, selbe sogar mit ihrem Blute zu versiegeln. Dieser einmahl rege gewordene Reformationsgeist 'breitete sich auch in die benachbarten Reiche aus. Eugland, Schweden, Dänemark, Helvetien und Belgien sagten dem Pabste den Gehorsam auf und liessen sich von den neuen Reformatoren das Evangelium"predigen. So verlohr die römische Curie auf einmahl tausende der reichhaltigsten Quellen seiner Einkünfte, ihr Reich wurde ausserordentlich geschmälert, ihr Ansehen fiel ganz. Noch blieb zwar ein grosser Theil der Deutschen unter dem alten Gehorsame. Man ließ es von dieser Seite mit blossen Klagen und Einreichung hundertfältiger Beschwerden bewenden, und so mißlich die Lage für Nom war, that es doch nichts, um den- p. ... - flv . ----------- ----- "**ö**r Ov™v.ö v.—.v.yv.....uP»v. Darmstadt, 14. Januar. Der vor Kurzem im „Frkftr. Journ." ent- Cmt|)air6, die Nuntien siengen von neuem an, allen Unfug in Deutschland zu'haltenen Nachricht, daß in dem Ministerium der Justiz ein Gesetz über die litick dasselbe zu entkräften suchten, hatte noch Männer an seinem Ruder, die alis Urvatters Herrmanns Blute entsprossen, mit ihm Redlichkeit, Treue, Be» ständigkeit, Entschlossenheit und die diese nothwendig begleitenden Tugenden geerbt hatten, gegen Privatvortheile blind waren, nur das allgemeine Beste der deutschen Kirche und das in dasselbe verwebte Wohl des deutschen Staats- cörpers vor Augen hatten, nichts unternahmen, wodurch dasselbe nicht erzielt werden könnte. Allein ihre Zahl war zu geringe, als daß sie gegen die größere siegen konnte. Aeneas Sylvius drang mit seinen Jntriguen durch. Es entstand der Wiener Vergleich, sonst das Aschaffenburger Concordat genannt Deutschlands Kirche ward wieder für Rom zinsbar, nur einige Basler Decrete foölcn für sie noch wirksam bleiben; aber auch diese suchte man ihr in der Folge zu entreissen. (Siehe meine Abhandlung: lieber die Fundamentalgesetze her deutsch-catholischen Kirche im Verhältnisse zum römischen Stuhle. Ein Nachtrag zur Spittlerischeu Geschichte. Frankfurt uud Leipzig bey Tobias Goebhardt 1791. gr. 8.) So vorteilhaft nun dieser Wiener Vergleich für Nom war, so sah man doch bald ein , wie wenig es ihm Ernst war, denselben zu halten. Es wollte nur Zeit gewinnen, um alles auf die alte Heerstraffe zurückzuführen. Aeneas, der nun auf der politischen Schaubühne sogar, als Pabst unter dem Nahmen Puts II., erscheint, der zuvor den Vergleich, zum größten Nachtheile der deutschen Kircheufreyheit, geschlossen hatte, von dem man, nach den Regeln der Rechtschaffenheit, die genaueste Beobachtung des neuen Concordates erwarten mußte, ließ nun seine wahren Gesinnungen blicken, zeigte offenbar, wie falsch er zeither mit Deutschland gehandelt hatte, machte die offenbarsten Eingriffe in die Rechte, welche man der deutschen Nation durch den kaum eingegangenen Vergleich gewährt hatte, betrug sich so, als wenn er gar nicht an die Concordaten gebunden wäre. Aeneas, der Urheber und Stifter dieser neuen Vergleichspuncte, zu deren Annahme die deutschen Fürsten nur durch List gebracht werden konnten, war ' alfo auch der Erste, der sie nicht hielt. Die meisten der folgenden Päbfte traten in seine Fußstapfen. Deutschland, dem geschworue Treue immer heilig war, hielt genau, was es versprochen hatte; war aber auch nur einmahl ein schein für das Gegeutheil da, so schrien die Römer laut über Eingriffe in ihre durch die Concordaten erworbene Rechte, indeß Deutschland Jene, die man W täglidj römischer Seits wagte, geduldig ertragen mußte. Die römischen treiben. Sie machten die Vettelmönche zu ihren Gehilfen, und die heiligen Caubneu wurden mit Füssen getreten, oder höchstens nur in denjenigen Puncten <_ n r Ci r r t t !gehalten, welche den römischen Maximen günstig waren; Religion, Gottes- Deutschlands erste Gesandtschaft beym Pabste Eugen handelte nach deut- dienst, Sittenlehre wurden nach der abergläubischen Askese dieser Männer ge- Icheu Grundsätzen und zeigte den ganzen Adel deutscher Gradheit, Aufrichtig- formt, das Volk mit erdichteten Wundern getäuscht," dem Aberglaubeu Altäre kett und Beständigkeit. Die zweyte Gesandtschaft ward schon nach italiänischen Errichtet So mußte alles in Ignoranz, Sittenlosigkeit und audächtelnde Manieren geleitet, man schloß Frieden nut Rom, beugte sich wieder unter dem Schwärmerei) dahinsinken, damit Rom freye Hände in "Ausübung neuer Usnr- ®5?rfam, legte sich von neuem die Ketteri-ax. Eugen versprach zwar Kationen behielt. So konnte schon Pius II. deu ersten deutschen Erzbischof de'u Deutschen durch feierliche Bullen sehr vieles; bedung sich aber gleich einen.'und Churfürsten, den biedern Diether von Maynz absetzen, weil er zu deutsch Ersatz au3, Den tl)m bie Deutschen für die gemachten Aufopferungen leisten'war, als daß er sich etwas von seiner Würde vergeben mochte: So regierte Uuter des falschen Aeneas Leitung wurde dieser Ersatz zwischen demlRom wieder alle Wahlen tu Deutschland und suchte von neuem Deutschlands ^^cicolaus und Friederich in einem besondern Vergleiche zu Wieu sojBischöffe mit Excommunicationeu zu schrecken, wenn sie ihre Rechte wahren reichlich bestimmt, daß die kaum erruugeue Kirchenfreyheit fast gänzlich wiederkwollten: So konnte Rom sich zum allgemeinen Richterstuhle erheben, und die verlohren giciig. Die durch römisches Gold bestochenen maynzer Räthe hatten«Bischöffe mußten sroh seyn, wenn sie Über ihre eigene Untergebene noch, als chon ihren Herrn zur pabstlicheu Parthey gebracht, dieser warb andere Mit-iluckces delegaü apostolici, richten durften. Um sich gegen den niedern Clerus filrsten des Reichs, und da emmahl der erste Churfürst mit einem grossen An-jund das Volk gefällig zu machen, dispensirte die römische Curie in allem, auch hange für deu Pabst gewonnen war, so traten endlich die meisten Fürsten dann, wenn man keine Ursache beybringen konnte, nahm alle Appellationen an, Er;aber nie alle. Deutschland, so sehr auch Interesse, Falschheit und Po-gestattete den durch so viele Concilien und Kirchengesetze verdammten Besitz Einführung der obligatorischen Civilehe und der Civilstands - Buchführung auch in den rechtsrheinischen Provinzen vorbereitet werde, kann die weitere Note; Beigefügt werden, daß die betr. Vorlage schon in der Kürze der zweiten Kammer zur Berathung vorgelegt werden wird und im Wesentlichen sich an das im preußischen Abgeordnctenhause berathene Gesetz gleichen Beireffs anschließt. Die Regierung hat dem Gesetzgebungs-Ausschuß der zweiten Kammer hierauf bezügliche Mittheilungen gemacht. Berlin, 14. Januar. Die Erzählungen, welche über die Papstwahlbulle in der „Germania" veröffentlicht wurden, erweisen sich als erlogen. An der Aechtheit des unlängst veröffentlichten Textes ist nicht mehr zu zweifeln. Berlin, 15. Januar. Von den 383 Reichstags-Wahlen sind bisher ca. 360 Resultate officiell bekannt. Davon kommen nach annähernder Schätzung auf die national-liberale Partei 130, auf das Centrum 83, auf die Fortschrittspartei 35, auf die deutsche Reichspartei 30, auf die Conjervativen 17, die liberale Reichspartei 8, die Polen 11, die Social-Demokraten 6, die wärt- tembergische Volkspartei 1, die Dänen 1, die Partikularsten 2. Engere Wahlen sind in 36 Wahlbezirken erforderlich. Posen, 14. Januar. Da der Erzbischof heute in dem anberanmten Termine nicht erschienen ist, wird sofort ein zweiter anberaumt und derselbe zwangsweise geholt werden. Der Bruder des Erzbischofs, Graf Ledochowski aus Mähren, ist heute früh hier eingetroffen. Augsburg, 15. Januar. Ein Telegramm der „Augsb. Allg. Ztg," aus Rom vom gestrigen Tage meldet, daß der Cardinal Antonelli in Folge eines heftigen Gichtanfalls lebensgefährlich erkrankt sei und die Sterbesacra- mente empfangen habe. Im Vatican herrsche große Beunruhigung. jOt’lkiTcidj. Wien, 15. Januar. Das „Telegrapheu - Correspondenz - Büreau" meldet: Gegenüber den Nachrichten von gemeinsamen Schritten der katholischen Mächte bei der Curie wegen der neuen, die Papstwahl betr. Bulle können wir bekräftigen, daß das Wiener Cabinet bereits vor längerer Zett im Vatican gegen jede Aenderung der bisher gültigen Constitution über die Papstwahl die eindringlichsten Vorstellungen gemacht und im Quirinal aus die Unerläßlichkeil der vollsten Unabhängigkeit eines eventuellen Conclaves hingewiesen hat. Schweiz. Bern, 14. Januar. Der Große Rath hat mit 156 gegen 5 Stimmen die von der jurassischen Negierung getroffenen militärischen Maßregeln genehmigt und mit 143 gegen 7 Stimmen Vollmacht zu weiteren Maßnahmen ertheilt. dYanRreid). Paris, 14. Januar. In Luneville wurden drei Kaufleute verhaftet, die „während des Krieges im Einverständnisse mit dem Feinde gewesen sein sollen." — In Orleans soll dieses Jahr das Fest der Jungfrau mit ganz außerordentlichem Glanze begangen werden. — In Toulouse werden großartige Vorbereitungen für den 600jährigen Todestag des heil. Thomas von Aquino gemacht, dessen Körper in der dortigen Basilika ruht. Paris, 15. Januar. Es wird versichert, daß die „Numancia und die auf ihr mitentwichenen Sträflinge aus Cartagena noch heute den spanischen Behörden ausgeliefert, die anderen Flüchtlinge aber in Algerien internirc werden würden. JiilfteiL Rom, 14. Januar. Die „Voce della Verita" sagt über die Publica tiou des vaticanischen Actenstückcs in der „Köln. Ztg." : Das geheim geh al tene Actenstück könnten Agenten des Reichskanzlers sich wohl angeeignet haben. Der Papst werde wesentliche Acndcrungen betreffs der Papstwahl schwerlich vorgenommen haben, wenn er auch in Nebenpunklen zeitgemäße Modisicationen eingeführt hätte. Wesentlich für die legitime Papstwahl wäre nichts weiter, als die Zwei-Dritlel-Mehrheit der Cardinalsstimmen. Spanien Madrid, 14. Januar. General Dominguez ist mit seinem Stabe hente in Cartagena eingerückt. Ein Thett der Belagerungs-Truppen ist bereits gegen die Carlisten nach den Provinzen Valencia und Arragonien abmarschirt. Oran, 13. Januar. Die Mannschaft der Fregatte „Numancia" und die Flüchtlinge haben sich in Mers el Kebir ausgeschifft nird den französischen Behörden ergeben. Unter ihnen befinden sich Contreras, Salvez, die Junta von Cartagena und andere hervorragende Persönlichkeiten. Oran, 14. Januar. Die Insurgenten-Fregatte „Numancia" ist'den französischen Behörden übergeben worden und führt jetzt die französische Flagge. Eine spanische Fregatte, gefolgt von einer französischen, ist im hiesigen Hafen angekommen. Cartagena, 14. Januar. Die Uebergabe der Stadt erfolgte ohne Blutvergießen. Die spanische Flottille hat den Jnsnrgenten-Dampfer „Darro" mit vielen Flüchtlingen genommen. Vermischtes. — Ein Methodist in Nord-Carolina ist zu zwei Wochen Gefängniß verurteilt worden, weil er beim Singen den Taet nicht cinhaltcn kann. Aus der Klage geht hervor, daß der unmusikalische Methodist eine souveräne Verachtung gegen Die Orgelbegleitung an den Tag legt; er besteht nämlich darauf, die Humnen nach einer von ihm selbst componirten Melodie zu singen, jo daß, wenn die übrige Gemeinde bereits am Ende eines Verses angelangt ist, seine Stimme allein noch gehört wird. Dadurch kani cs oft zu den stürmischsten ©eenen während deS Gottesdienstes und die Gemeinde trug deßhalb auf Bestrafung des Störenfrieds und Erlassung eines Einhaltsbefehls (Injunetion) an, wodurch dem frommen Manne verboten werde, am Sonntag in der Kirche zu fingen. In seiner Vertheldigungsrede führte der Verklagte an, daß er c8 als seine religiöse Pflicht betrachte, die vorschriftsmäßigen Hvmnen unverkürzt zu singen, und wenn seine Stimme nicht besonders melodiös sei, so sei Lies die Schuld des Schöpfers und nicht seine eigene. Der Richter war jedoch anderer Ansicht und erkannte, wir oben erwähnt, dem frommen Manne eine vierzehntägige Gefängnißstrafe zu und bewilligte den Einhaltsbefehl. — Ein „Professor" in Maine (Der. Staaten) bat ein großes Gemälde: „Durchgang der Israeliten durch daö Rothe Meer," ausgestellt, zu dessen Empfehlung er die Notiz beigefügt hat, daß die Bildnisse der einzelnen Juden birret nach der Natur photographirt worden seien. Rom. Die Seene spielt hier im versammelten Provinzialrathe. Ein Mitglied des RatheS erhebt sich und interpellirt den Vorstand über die Ausräucherung des BahnhofeS und der Post. Er spricht über alle möglichen Dinge, und dann ruft er plötzlich aus: „Ich bin um so eher berechtigt, mich gegen die Aufrechterhaltung dieser schädlichen Maßregel zu erheben, da sie ohne Verstand angewendet wird. Während beispielsweise die Briefe aus Neapel an zwei oder drei Stellen durchlöchert werden, bleiben die aus derselben Stadt einlangenden telegraphischen Depeschen intact." (Lärm, Unterbrechung, Heiterkeit.) „Lachen Sie nicht, meine Herren," erwiderte der Redner, mit Heftigkeit auf seine Rocktasche klopfend, „ich habe hier den Beweis, daß das, was ich anstrebe, richtig ist, und ich vermag meine Unterbrecher augenblicklich davon zu überzeugen ..." — Wenn man zerstreut ist.) Von einer durch die Zerstreutheit eines Ministers neulich hervorgerufenen heiteren Seene an einer Hoftafel wird Folgendes erzählt: An der Tafel saß einer der Minister, der Familienvater ist, zwischen zweien seiner Eollegen, welche sich dem Joch der Ehe niemals gebeugt haben, ohne darum der schöneren Hälfte des Menschengeschlechts Feindschaft ge-ckworen zu haben. Beim Desiert ergriff der verheirathete Minister eine der zierlichen Papierdüten, um sie für seine Kinder zu füllen. Dienstfertig steuerten seine beiden Nachbarn dazu bei. „Vergeffen Sie ja die Kinder nicht — mein lieber Minister!" rief der Fürst über die Tafel herüber, — „wie viele haben Sie?" Bevor der Gefragte antworten konnte, sagte sein Nachbar, der die Frage gehört und in einer augenblicklichen Zerstreuung glaubte, sie eite den Bonbons: — „Es sind nur fünf, Majestät, — zwei sind von mir — und drei von meinem Collegen von den Finanzen!" Diese schnelle und erschöpfende Auskunft erregte natürlich zunächst großes Erstaunen und dann lebhafte Heiterkeit. Rheidt (im Siegkreise), 8. Januar. Dem durch die Judenbegräbniß Geschichte bekannten Vicar Hadeler hier ist am 31. Deeember 1873 durch das Bürgermeister-Amt schriftlich milge- theilt worden, daß ihm gemäß Verfügung der königl. Regierung der Religions-Unterricht in der Schule untersagt sei Darüber entstand große Aufregung in dem Lager der Ultramontanen. Man versammelte sich am Sonntag Abend zahlreich im Wirthsloeale der Ultramontanen, und der miterschienene Viear sprach seinen wärmsten Dank der versammelten Menge aus. Endlich gehen 1U14 Uhr Abends wurde das Haus des Pfarrers Hillebrand, weil er Ruhe und Frieden und keine politischen Demonstrationen in seiner Gemeinde haben will, mit zahlreichen Ziegelsteinen begrüßt, auch mit Steinen durch das Fenster seines Schlafzimmers geworfen, die Scheiben zertrümmernd. Ist das nun katholisch? Ist das Religion? Darauf folgte vorgestern am Dreikönigsfeste wieder große Versammlung und die Vieare von Bergheim und Hersel traten mit dem Viear Hadeler als Redner auf und wurden mit einem stürmischen Lebehoch begrüßt. Welch großen Eifer doch die Vieare auf dem Lande für die schrecklich verfolgte Kirche bekunden? Opfert dafür, ihr armen Landbewohner, reichliche Gaben den Viearen, welche so oft und so viel klagen, daß sie mit ihrem Dicarie-Einkommen nicht zeit- und standesgemäß leben können. Hagen, 5. Januar. Herr Friedrich Harkort veröffentlicht in der Hag. Ztg. eine Brutalitätsstatistik für den Monat Deeember und knüpft daran folgende Bemerkung: „Fast ausnahmsweise fallen die groben Verbrechen auf die untern Elassen, ein Zeugniß, daß der Staat die Volksbildung vernachlässigt. Mit dem steigenden Verdienst wächst die Zügellosigkeit und Brutalität als Folge der Volleren Junge Leute bilden die Mehrzahl der Urbelthäter. Die Polizei ist zu schwach, schlecht organisirt, ohne gehörige Vollmacht. Daö Strafgesetzbuch zu milde in Betreff der Körperverletzungen durch Messer und Waffen, Ucbeifall und tödtliche Folgen. Trunkenheit verdient, laut dem jüngsten französischen Gesetz, Strafe und darf kein Entichuldigungs- grund sein. Die Controle über die Führung der Arbeiter dem Lohnherrn gegenüber fehlt, der Contraetbruch über Nacht ist die Tagesordnung. Im Jnteresie der Arbeiter und Ordnung setze man der Ueberzahl der mehrtägigen Feste und dem blauen Montag Schranken. Für die Jugend von 14 bis 18 Jahren sind obligatorische Fortbildungsschulen dringendes Vedürfniß. Diebstähle führten wir nicht an, allein auffallend ist die Menge der Beraubungen von Mitarbeitern, Schlafgenossen und Wirthen; der Dieb verschwindet anderwärts in der Masse ohne Controle! Wir schließen die Aufzeichnungen mit diesem Quartal, da hinlängliche Belege dafür geliefert sind, daß etwas faul im Staate, und vertrauen, daß die Presie und Volksvertretung auf geeignete Abhülfe dringen werden!" Bei der jetzigen oft rauhen und ungesunden Witterung wo Erkältungen an der Tagesordnung sind, machen wir vornehmlich sorgsame Mütter darauf aufmerksam, wie leicht bei Kindern aus einem anfänglich unbedeutenden Hüsteln der qualvolle Keuchhusten oder die gefährliche Bräune entstehen kann und wie wichtig es ist, gegen diese und ähnliche Erkältungsleiden oder zur Vorbeugung derselben, stetes ein gutes Mittel bei der Hand zu haben. Wir glauben deßhalb auf ein Präparat Hinweisen zu müssen, dessen außerordentliche Nützlichkeit als Schutz- und Hausmittel sich auf das Eklatanteste herausgchellt hat. Es ist dies der in der W. H. Zicken hei mersch en Fabrik in Mainz bereitete rheinische Traube n br usthonig - ein aus Weintrauben-Eztract, feinstem Rohrzucker und Krär.-rerdceoet zusammengesetzter, höchst angenehm schmeckender Saft. — Auch von medieinischer Seite wird der genannte Traubcn- brustbonig immer mehr anerkannt und verordnet und von namhaften Autoritäten als ein ganz vorzügliches, jeder Familie unentbehrliches Hausmittel empfohlen. Am besten dürfte für den hohen Werth desselben die große Anzahl Atteste von glaubwürdigen Personen aller Stände gelten, sowie daß die größten und vornehmsten Apotheken und Handlungen denselben führen. Man beachte dieserhalb die Annonce in diesem Blatte. (E i n g e s a n d t.) Therese Hennes, die kleine 12jährige Pianistin, welche vor 3 Jahren schon in Frankfurt, Darmstadt, Cöln k. mit so vielem Beifalle conccrtirt hat. und jetzt vor Kurzem auch in Leipzig und Weimar mit gleichem Erfolge ausgetreten ist, wird Donnerstag den 22. d. M. im Saale des „Cafv Leib" als ertgeberin hier auf treten, lieber die Leistungen des kleinen Mädchens haben sich die casten Zeitungen Deutschlands in so anerkennender Weise ausgesprochen, daß wir uns verpflichtet halten, das 'musikalische Publikum und namentlich die ganze klavierspielende Jugend auf den bevorstehenden Musikabend aufmerksam zu machen. Zur gcfl. Beachtung. Portotarife der Kaiser!. Post mit Angabe sämmtlicher im Umkreis von 10 geographischen Meilen um Gießen belegenen Postan- stalten sind in der Erped. d. Bl. ä 6 fr. pr. Stück zn haben. FrischbüLkr s u Gießen. Sonntag den 18. Januar. Ernst Wallenfels in der Wallthorstraße, Friedrich Zülch Wittwe auf dem Seltersweg und Heinrich Rinklage in der Reustadt. Börse nberichte. D. Frankfurt a. M., 15 Januar. Die Börse eröffnete in recht fester Haltung und schien für Sreditaetien wieder die Position von vorgestern behaupten zu wollen. Allein die matten Berliner Eourse, welche im Laufe des Geschäfts einliefen, hoben die günstige Wirkung rer anfänglichen Deckungskäufe wieder auf und es trat sueeessive eine Abschwächung der Tendenz ein. Die Llguidation wickelte sich ohne Schwierigkeiten ab. Geld war flüsiig und stellten sich Prolonaationszinien auf circa 4 4 o 0. Für Credikaetien zeigte sich Stückcmangel. Staatsbahn bedingen einen kleinen Report. Nach Meldungen von Berlin ist die dortige Börse vorzugsweise durch' die zum Tbeil starken Rückgänge am preußischen Bahnenmarkte verstimmt. Eredltaetien bewegten sich zwischen 250—51 und I914- Staatöbahnaetien waren ziemlich matt und gingen von 34'3-2 bis 348. Lombarden schloffen 169. In österr. Bahnen ging wenig um. Alföld und Siebenbürger matter, Elisabeth höher. Prioritäten anziehend. Banken blieben unbelebt. SDcfterr. Nationalbank 4 fl. höher. Anlagefonds fest. Neue 6 " gjgc Ungarische Schatzanweisungen wurden lebhaft zu 87* 4 gebandelt, Neueste Russen zu 92' im Verkehr. Von Looseffecten Ungarloofc, IrGUeT und lö64cr höher. Ereoitloose und Bayerische Loose nachgebend. Von Wechseln Wien angeboten. H k ganuat 3>X obL K*3- 5o 01 . " ’ 3'/20 0 1 ' 4Ü o 1-iäbrl 5«Krr. Silbe«® P&pierre Spanier, neM Xme/iL Konto Frank/- Bank W Frank/ Vereins-K- DxrfflSt. Bankact. Khfinbqhe HyP-'* Wien Bankaktien Jtit. Creditact. 25 Galizien — Oeffenil 212) Zum Nackl 1872 zu Darmltii bti Bürgers uiib Ü Sari Jordan, isi deren Enkä, F boitii am 25. Jc LmMliosührei's s (Ntn, aß Erb Derselbe iit nach und sein btrmali !mt Aus Mr< da'ytr Kachln gefordert, binntn , vom Zflße bt’5 e Ladung in dm M über Antretung ode d-.ierirten Erdschast süllö Verzicht ans und fein Erblüeil, curatorischer-Lewü Bichls befindet, werden würde. Darmstadt, den Hessisches ( 5- d. St.-3 -Weyland Stadtg.-Assessc Me öchrcheiger, St« L bm ,„n . °°° Tom SS 8$MM 365 * . ’S&yÄi "Ät q. t.6en- «Ni 12. c ^^^°gliche 21 L Dollar n dein ;‘S#< f1"« «feit linw aus da , ft.e,nStnbtn m" itoet L'sb* Querten sein, in! ®er Met Ä" I* w ^eriheinrZ " ton,lft/ •x-saj (e ff n !J ulten montanen, und •Wen Menge aus. tzMick “ « Mc u„b S °E- ®i rahlreichk» A„ch mtlä.8Mcn, di-SchL “ “« hniil traten jumpen 8^4 U». 'n, welche so oft und jo viel «gemäß leben können. ,n ber Hag- Ztg. eine Bru- nde Bemerkung: „Fastaus- nn Zcugniß, daß der Staat WM die Zügellosigkeit und Ml der Utbelihater. Sie. awt- Das Skasgesetzbuck zu llcbnfall und tödtliehe Folgen, und darf kein Entjebulligungs- iobnhcrrn gegenüber fehlt, bei r Arbeiter und Ordnung setze g Eebranken. Für die Jugend ngendes Bedürsniß. DiebjM igen von Mitarbeitern, Stlaf- c Masse ohne Controle! Wir e Belege dafür geliefert sind, Bolksvertretung aus geeignete Witterung wo Erkältungen lütter daraus ausmerksam, wie er qualvolle Keuchhusten oder 1 tiefe und ähnliche Erkältung!' »ei bei' Hand zu Haden. Wr ^ßerordentliche Nüjilichkeit als hat. Es ist dies der in der Traude'adrusi^n'ie" icoct zusammengesetzter, höchst j N)ird der genannte 2raubim asten Autoritäten als ein ganz ,n. Ain besten dürfte für den rtn Personen aller Stände M Zungen denselben führen. Man r-vÄ?q rC Donnerstag den . Lrbie Leistungen des klme« Brender Weise ausgeiprocben, . TÄ***" zu machen- 1 •' „«»»Ä zu weilen- <*' I I Borsennachrichtrn. 15. Januar 1874 Preuss. 41/2° o Oblig. — Frankf. 3‘/2% Oblig. 89‘/2 Nase. 3i/z0,g Obi. 921 4 Kurhese. 4°,° „ 97^,4 Gr. Hess. 5% Obi. — n „ 4°,o n ~ n n 3‘/2°/0 n 97 Bayer. 5°,0 n — „ 4'-.0/o 1 jährige — „ 40 o 1 jährige 97 Wiirtemb. 41/2°'o Obi. 101 Baden 4V2O/o ObL e. E. L. 10ÜJ/e Gestern Silberrente 657 b „ Papierrente 61 j & Spanier, neuest. 3:l/o 16 Amerik. Bonds 1881r 102 , n 1882r 98 n 1885r 1OO7/8 „ 1887r 101 Vs ActieiiR«, Frankf. Bank 147 Frankf. Vereins-Kasse 90Vz Darmst. Bankact. 39372 Rheinisqhe Hyp.-Bank — Wien Bankactien 1040 Oest. Creditaet. 250'.2 Galizien — ACUCII. 5u,q östr. F. St. E. B. 348*/2 Lombard. Bahn 169 Ludwigsh. Bexbach 1823/4 Max bahn — Bayer. Ostbahn 115 Rhein-Nahebahn-A.ct. 30* 2 Hess. Ludwigsb.-Act. 148 Oberhessen „ 77 Wechsel. Amsterdam k. S. 993/g Augsburg k. 8. 100 Berlin k. 8 1047/t< Bremen k. 8. 105% Brüssel k. 8. 93',2 Hamburg k. S. 105l/tj Leipzig k. 8. 105 London k. 8. 118 Lyon k. 8. — Paris k. 8. 935/h Wien k. 8. 103Vs ditto m. S. 103 ditto 1. 8. 103 Disconto 4 °/0 Prioritäten. 3°/0 östr. Stsb. Prior. 613/^ 3°/o östr s. Lombard 49d/i 3% Livorneser 32 5% Toscaner — 5% Elisabeth.-Prior. 93 do. II. Emiss. — (nohisarteu. fl. kr. Pr. Friedrdor 9 57J/2—581/2 Pistolen . 9 41—43 Holl. fl. 10 St. 9 52—54 Ducaten . . 5 32--34 20 Frankenst. 9 20 V2—21V2 Engi. Sover. 11 48—50 Kuss. Imper. 9 42—44 Dollar in Gold 2 24^—25^ AiikCinensioose* Darmstädter fl. 50Loose — n • n 25 „ 60 Kurh. 40 Thlr. Loose 69^2 Nassau 25 fl. Braunschweiger 223/4 3°/q Oldenburg, ä 40Thlr. 37;1 4 4u,q bayr. Pram.-Anl. 1153/} 4% badische Loose — Badische fl. 35 Loose 68 Oestr. fl. 250 v. 1854 92'/- 1858r Prioritätsloose 185 1860r Loose 94 1864r n 147 Die Annoncen - Expedition von Th. Dietrich $ Co. in Cassel übernimmt die prompteste und billigste Besorgung von Annoncen in sämmtliche Zeitungen des In - und Auslandes. 3044) Durch Verfügung Großherzogl. Ministeriums des Innern vom 6. Mai a. c. sind die Pfandbriefe des unierzeichneien Boden- credit-Jnstituts nunmehr auch zur Anlegung von Gemeinde-, Kirchen- und Sirftungscapitalien im Großherzogihum Hessen zugelassen. Wir beehren uns bekannt zu geben, daß wir für die Provinz Oberhefsen die: Agentur der Bank für Süddeniscliland in Giessen mit dem Verkauf unserer 4*/2 und 4 %igen Pfandbriefe beauftragt haben. München, im Juni 1873. Süddeutsche Bodenereditbank. Frachtbriefe für die Main-Weser-Bahn (neues Formular), Cölu - Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie sämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee am Markt. Allgemeiner Anzeiger. 3) Mittwoch den 14. Januar, Morgens V2IO Uhr, zu Reiskirchen in dem Guntrum'schen Wirthslocale für die Straße von Gießen über Reiskirchen gegen Lindenstruth; Oeffentliche Ladung. 212) 3um Nachlaß der am 10. September 1872 zu Darmstadt verstorbenen Wittwe des Bürgers und Schlossermeisters daselbst, Karl Jordan, Louise, geb. Kley er, ist deren EnLl, Friedrich Schenck, geboren am 25. Januar 1849, Sohn des Locomotiosuhrers Friedrich Schenck zu Gießen, als Erbe gesetzlich mitberufen. Derselbe ist nach Amerika ausgewandert und sein dermaliger Aufenthaltsort unbekannt. Auf Antrag der Interessenten wird daher gedachter Friedrich Schenck auf gefordert, binnen drei Monaten, vom Tage des ersten Erscheinens dieser Ladung in den Blättern an gerechnet, sich über Antretuna ober Ausschlagung der ihm beferirten Erbschaft, zu erklären, widrigenfalls Verzicht auf sein Erbrecht unterstellt und sein Erbtheil, welches sich dermalen in curatorischer Verwaltung des unterzeichneten Gerichts befindet , den Miterben überlassen werden würde. 4) Freitag den 16. Januar, Nachmittags V2I Uhr, zu Lang - Göns in dem Gasthaus zum grünen Baum für die Straße von Klein- Linden bis Butzbach und von Pohl - Göns bis zur Landesgrenze gegen Niedercleen; 5) Montag den 19. Januar, Morgens V210 Uhr, zu Lich in dem Gasthaus zum Engel für die Straße von Gießen über Lich gegen Langsdorf und vom Hessenbrücker Hammer über Lich bis zu dem Hof Gill. Die refp. Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, diese Versteigerungen im Interesse ihrer Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 7. Januar 1874. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Schocker, Kreisbauaufseher. r 1 r Ifür die Straße von Gießen Über Lollar besondere Bekanntmachung bis zur Landesgrenze; i 3) Mittwoch den 14 Januar, Darmstadt, den 6. Januar 1874. Großh. Hessisches Stadtgericht Darmstadt. I. V. d. St.-R.: Weyland, Vogel, Stadtg.-Assessor. Stadtg.-Assessor. Aersteigerungen. Holzversteigerung im Gießener Siadiwalde. A Montag den 19. Januar 1874, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, District Fuchsbau, nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 128 Rmtr. Nadel - Scheitholz, 895 „ „ Prügelholz, 365 „ „ Stockholz, 14650 Wellen Nadel - Neisholz. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Chaussee an der fünften Schneiße. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Juli 1874 gestattet. Gießen, am 12. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vog t. Versteigerung von Straßenarbeiten. 115) Das Brechen, die Beifuhr, das Auffetzen und das Zerschlagen der zur Unterhaltung der Staatsstraßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1874 erforderlichen Steine soll an nachbenannten Tagen und Orten wenigstnchmend versteigert werden und zwar: 1) Montag den 12. Januar, Morgens 10 Uhr, zu Gießen in dem B r a mm'schen Wirthslocal für die Straße oonGießen gegenKletn.Linden' „ „ „ , „ Rodheim, „ „ „ „ „ „ Steinbach u. „„„„„„ Reiskirchen; 2) Dienstag den 13. Januar, borgens V2IO Uhr, zu Lollar in dem Gasthaus jur Krone Holzverkauf 209) Donnerstag den 22. d. M. soll in dem Forstschutz-Bczirk Mark des Frei- herrlich von Schwertzell'schen Forstreviers Willingshausen nach aufgesührtes Gehölz in den Districten: Markstrauch, Abthg. a u. I),' Markhute und Klünzersrain meistbietend öffentlich verkausr werden: 35 Eich en-Ab schnitte von 2 bis 8 Mir. Länge u. 50 bis 130 Ctimtr. mittlerem Durchmesser, 11 Rmtr. Eichen-Werkholz, 54 Buchen - Ab- x schnitte von 4 bis 16 Mir. Länge und 30 bis 60 Ctmtr. Durchmesser, 11 Aspen- und Birken-Abschnitte von 6 bis 20 Mir. Länge u. 20 bis 30. Ctmtr. Durchmesser, 9 Eschen-Ab- schnitte von 4 bis 9 Mtr. Länge u.f 20 bis35Ctmtr.Durchmesser, 3U!men-i ,Abschnitte von 4 bis 10 Mtr. Länge' und 24 bis 33 Ctmtr. Durchmesser, 2 Acacien-Abschnitte von 12 bis 16 Mtr. Länge u. 30 bis 31 Ctmtr. Durchmesser, 12 Lerchen- u. Weimuths- kiefern-Abschnitte von 13 bis 19 Mtr. Länge u. 24 dis 36 Ctmtr. Durchmesser, 10 Lerchen von Sparren- ftärf e, 300bergt Stangen, G erüstreitel- und Leiterbaumsftärke, 35 Buchen - und Eichen-Deichseln, 200 Rmtr. Buche n-S cheit, 56 dergl. Astprügel, 66 dergl. Stammprügel, 500 dergl. Zopfreis u. 22 Rmtr. Eichen-Stammprügel. Das gesammte H-ckz lagert eine halbe Stunde von der Main-Weser-Bahnstation Neustadt entfernt, ist fämmtlich von guter Qualität u. befinden sich namentlich unter den Eichen Abschnitten werthvolle Stämme. Zusammenkunft um 9 Uhr früh an Ort und Stelle, Markstrauch Abthlg. a, da, wo der Neustädter Weg an das Willingshäufer Feld stößt; wo bei günstiger Witterung der Verkauf, mit dem Brennholz beginnend, bei ungünstiger dagegen, beim Gastmirth Herrn Haase zu Willingshausen abgehalten wird. Willingshausen, 12. Januar 1874. Die Freiherrlich v. Schwertzell'sche Forst-Revierverwaltung. H ü ck e r. zu geben. Summa circa 3496 Etr. Spregelrinde, öffentlich meistbietend verkauft werden. , Das König!. Landrathsamt zu Wetzlar, sowie die Herren Oberförster, find bereit, Kauflustigen über die Lohquantitäten der einzelnen Schläge die erforderliche Auskunft Versteigerung Eichenrinde im Kreise Wetzlar. Am Mittwoch den 4. März er., Wetzlar, Krofdorf, den 14 Januar 1874. Der Königliche Landralh: Der Königliche Oberförster: (gez.) vonHelldorff. (gez.) von Meibom. von 214) Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Schützengarten zu Wetzlar ans den diesjährigen Lohschlägen und zwar: aus dem Stoppelberg der König!. Oberförsterei Krofdorf circa 400 Ctr Spiegelrinde, „ den Gemeinde - Oberförstereien Wetzlar I „ 1068 „ „ „ „ „ „ Wetzlar II „ 455 „ „ :: : Braunfels . „ 1573 „ 179) Dienstag den 20. l. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Nathhause versteigert werden: Steinbrecherlohn, veranschl. zu 180 fl. St ein fuhr lohn, „ „ 456 „ Kie ssuhrlohn, „ „ 36 „ Chaussirarbeit, „ „ 400 „ Gießen, den 12. Januar 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. Holzversteiqerung. Mittwoch den 21. u. Donnerstag den 22. Januar l. I., jedesmal von Vormittags 9 Uhr anfangend, sollen in dem Ettingshäuser Ge. eindewald, Districten: Gabrielszimmerplatz, Riedstein und Hardt 44 Eichen-Stämme von 15 bis 30 Centimtr. Durchmesser und 4 bis 11 Mtr. Länge, 425 Fichten - Baustämme von 15 bis 30 Centimtr. Durchmesser und 12 bis 22 Mtr. Länge, 967 Fichten-Stangen vvn 5 bis 15 Centimtr. Durchmesser u. 6 bis 18 Mtr. Länge 200 Kiefern-Stämme von 10 bis 45 Centimtr. Durchmesser und 8 bis 14 Mtr. Länge, versteigert werden. Bemerkt wird, daß am ersten Tage die Fichten- und Eichenstämme, am zweiten Tage die Kiefernstämme und Fichtenstangen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist jedesmal am Gabrielszimmerplatz - Ettingshausen, den 12. Januar 1874. Großh. Bürgermeisterei Ettingshausen. (194) Sommer. Stammholzversteigerung. Freitag den 23. Januar l. I., Vormittags 10 Uhr anfangend, sollen im Cleeberger Gemeinde-Moorswald 80 Eichen-Baustämme verschiedener Größe versteigert werden. (215) Cleeberg, den 14. Januar 1874. Viehmann, Bürgermeister. Jeilgeöotenes. Eisenerz y kann in beliebigen Quantitäten geliefert I • werden. Auch stehen Eisensteinzechcn | zum Verkaufe. Näheres sub J. »O | A durch die Aunoncen-Expedition von j 3 Rudolf Glosse in Nürnberg. (5) 3 Capitalauslcihung. 127) In der Gemeinde - Kasse zu Oppenrod liegen 1200 Gulden gegen hypothekarische Sicherheit zum Ausleihen bereit. Oppenrod, den 8. Januar 1874. Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. Petri. 190) Täglich frische Milch bei Philipp Schwan in der Neustadt. Feinste gestoßene und gesiebte Naffinadc, Große süße Mandeln, Citronat und Orangeat, Feinsten gestoßenen Zimmt, Neue große und kleine Rosinen, Citvonen und Anissaamen, sowie alle Ingredienzien zur fernen Backerei, „i, Frische Milch Bachgasse, Herrr Messerfchmied Schwan gegenüber. Im Schuh- und Stiefellager von A. »oder am Kirchcnplatz werden sowohl Reparaturen besorgt, als auch jede Bestellung nach Maaß ausgeführt. Gute Waare, billige aber feste Preise, streng reelle Bedienung. y Freiwillige städtische Feuerwehr. Stiftungsfeier am 17. Januar, Abends 8 Uhr, im Saale des Promenadehauscs. Karten ä 9 fr., auch für Nichtmitglieder, sind bei Herrn E. Gail, Mäusbura, zu haben. C183) Ins Saale des Cafe Leib. Donnerstag; den 22. Januar 1874, 6 */2 Uhr Abends: Mser-Linie. CQ Schiller Herder Ilanpt-Deptit: (220) M. Andreae, Frankfurt a/M. Glace-Handschuhe zu 30 und 36 Kreuzer, sowie zwei knöpfige zu 48 Kreuzer, empfiehlt H. Heß, co A. 64. Als vorzüglich prämiirt mit ersten Preisen Moskau Wien 1872. 18731 Freitag den 16. Januar: 2. Abonnement, j. Onccrt, ausgesührt vorn Musikcorps des II. Großh. Hesi. Jus. - Reg. Nr. 116, unter Leitung seines Capellmeisters Herrn Krausse. Anfang Vr8 Uhr. Cntroe 18 fr. Zur Aufführung kommen: Pilger, Chor und Lied an den Abendstern aus dem Tannhäuser. Reise durch Europa, Potpourri von Conradi. Traumbilder. Fantasie von Lumby n. A. (205) sowie der von der Gesellschaft für das Großberzogthum Hesse.) angestellte General-Agent W Westenburger, Tbeiltmber der Firma Carl Racke L Co in Mainz, Carmeltterstr. 8. Ferner Ed. Humann in Mainz, Carmeliterplotz 8, General - Agent von Gustav Böhme L Co. in Hamburg, in Butzbach Gg Hölzer, |m Ltch Philipp Zimmer, in Darmstadt Leopold Schünemann, 'in Gieren E. W. Dietz, Haupt-Agent,. Haupt-Agent v- Weselmann L C- in Hamburg. | Louis Knorr & Co. in Hamburg. General-Agenten in' New-Z)ork: Hmtuth, iVacfto«! 4* Äufine, 113 Briefe adrcssire man „Adler-Linie, Hamburg", Telegramme »TranS- atlantic, Hamburg." Deutsche Lransatt. Dampsschisssahrts-G hllschast in Hamburg. V°n Hamburg.-.ch Newyork werden direct, ohne Zwischenhäfen anzulaufen, cxpedirt eisernen deutschen 3660 Tons großen und 3000 cffcctirc Pferdekr starken deutschen Schrauben-Dampfschifse: Goethe am 22 Ianr. ; Goethe am S. März. L,e**ing am 16 HpriL 5 ,;