Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Liessen IVo. 15» Sonntag den 12. Inti 1874 Gießen, am 10. Juli 1874. Betreffend: Tie Einfriedigung der Bergwerksgruben. Busch. instein. lichen Verlauf der Tinge stets nur von dem Metropolitan und den andern ltlllil kaust i11® 11116 gl H'!s. ZustRegli. jerrn ffroiiffe. $3rdf< vierteljährig 1 ft 12 fr. m:t Bringerlohn. Durck die Post bezogen vierteljährig 1 st. 29 fr. Landes-Bischöfen bestellt und bestätigt. 9iur die Bischöfe der römischen Provinz (des Kirchenstaats) wurden von dem Bischof zu Rom, aber nicht von ihm als Papst, sondern als Metropolitan, geweiht. Erst seit Gregors VII. Zetten gelang es den Päpsten, statt jenes Grundsatzes der Väter den neuen pseudo- isidorrschen Satz zur Geltung zu bringen, daß die Bischöfe ihre Berufung vom Papst erhalten, was dann die Betlarmine und andere Jesuiten dahin erklärten, daß die Bischöfe nichts seien als Diener und Werkzeuge des Papstes. i-11 Uhr: r t e Vrodpreife vom 1L bis 17. Juli 1874, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 24 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 12 fr. 2 Kilo Noggenbrod: erste Sorte 21 fr., zweite Sorte 18 fr. ocW |SC(,‘ an die Groschcrzoglichen Bürgermeistrrkien des Kreises. Es ist uns mitgetheilt worden, daß viele Bergwerksgruben gar nicht eingefriedigt, oder doch mir mit einer ganz schwachen Einfriedigung versehen seien. Indem wir Sie auf die Bestimmungen Art 2-4 des Polizeistrafgesetzes und in § 367, Nr. 12 des Deutschen Strafgesetzbuches verweisen, beauftragen wir Sie, da es der Gensd'armcrie nicht möglich ist, diese in den Feldern zerstreut liegenden Gruben aufzusuchen, das Feldschutzpersonal anzuweisen, Ihnen Anzeige über nicht oder schlecht verwahrte Gruben zu erstatten, worauf Sie sodann Polizei-Anzeige aufzunehmen und uns einzusenden haben. v. Röder. i ü t -' ".ilbe116' t»9 S/ Erscheint täglich, mit Aus, nahmt Montags. Expedition: 6 a n j 1 e(b e r g, Llt. D. 31 r. 1. Scudi, die bei Besetzung Roms in die Taschen der republikanischen Franzosen wanderten), wurde in den Coblenzer Artikeln als Mißbrauch bezeichnet und sollte fortan anfhören. Aber wie rein die Absichten, wie ächt patriotisch die Gesinnungen waren, aus denen das Reformbestrcben der vereinigten Erzbischöfe entsprang, das ersieht man aus eben diesen Artikeln. Denn dieselben wollten nicht blos der römischen Curie, sonderii auch dem deutschen Clerus jeden ungerechten Gelderwerb in Zukunft abschneiden. Artikel IX lautet: „Die Ueber- tragung mehrerer Pfründen auf eine Person soll aufhören." Die Er bischöfe gehörten, wie überhaupt fast der ganze höhere Clerus, dem Adel an; gleichwohl unterließen sie nicht, die Abschaffung eines MlßbrauchS zu fordern, der gerade dem katholischen Adel Deutschlands die allergrößten finanziellen und politischen Vortheile einbrachte. Tenn in der Regel wurden Präbenden nur an Edelleute verliehen, und dadurch, daß man jungen Männern von Acel hne in DamM er. itfree 6 Kreuze- _Laale. ___. | Hof. vV*) nicktete ys»unb A Die ^oblenzer^Artrkel vom Jahre 17(>9. künde lautet: „Die Anordnung des Gottesdienstes gebührt den Ordinarien. Am 13. September 1769 traten im Verfolg jener Verhandlungen, welche Diese sollen künftig die Partikular-Andachten, die Bruderschaften, die Prozessio- wir schon geschildert haben, zu Coblenz die Bevollmächtigten der drei Erz "en und Wallfahrten, die Reliquien und Bilder einer genauen Untersuchung bischöfe von Mainz, Trier und Köln zusammen und unterzeichneten in deren unterwerfen und dafür sorgen, daß das Volk in Gemäßheit der Kanones und Namen eine Urkunde, welche in 30 Artikeln die Beschwerden und Forderungen bes Tridentiner Concils mit Gottes Wort genährt, nicht aber mit Erdichtun- des katholischen Deutschlands gegen die römische Curie enthielt. Die Beschwer- stcu, Histörchen, unbeglaubigten Beispielen, lächerlichen Vorgebungen und Sätzen den waren verschiedener Art. Die meisten richteten sich gegen das Geld- zu allerlei abergläubischen Andächteleien verleitet werden." erpresjungsfpstem, welches in Rom geübt wurde. Es gab bei den deutschen Am interessantesten indeß — für uns, Angesichts der heutigen Lage — Kirchen eine große Menge von Pfründen und Benefizien, deren Verleihung die ist derjenige Artikel, der die absolute Gewalt des Papstes über die Bischöfe Curie in Anspruch nahm, zahlreiche Einkünfte und Gefälle der mannigfaltigsten abweist. Er lautet (es ist der zwanzigste des Schriftstücks) : „Der Vasallen- Titel, welche in den päpstlichen Säckel stossen. Man berechnete die Summe, eid der Bischöfe soll aushören. Die Form des Vasalleneids, welche Gregor VII. welche allein die regelmäßige und gesetzliche Handhabung des Kirchcnrcgimeius erfunden, Gregor IX. den Decretalen hinzugefügt und darauf die späteren — regelmäßig und gesetzlich im Sinne der Kirche — dem Papste aus dem Papste ungebührlich erweitert haben, soll obgeschafft und die alte, der Würde katholischen Deutschland noch damals einbrachte, auf jährlich sieben- bis acht- des Episkopats und den heiligen Regeln angemessene, wiederhergestellt werten, hunderttausend Thaler unseres Geldes; das war die finanzielle Seite des römi- Denn ein solcher Vasalleneid knechtet die Bischöse über den kanonischen Gehor- schen Primats. Dazu kanien die weit größercn Summeli, die in Form von sam hinaus und ist sogar den Protestanten, nicht ohne Ursache, anstößig." Geschenken, bchuss Bestechung der römischen Hostheologen, Canzlisten iibb son- Man sieht, die drei Erzbischöse stellten sich auf den Boden des alten, stigen Amts- und Würdeiiträger, nach Rom gingen. Indessen so ungeheuer.noch nicht romanisirten Kirchenrechts. Sie hielten sich an den Grundsatz der auch die materielle Einbuße war, welche Deutschland durch duse Geldverschlep-! Kirchenväter, daß die Bischöfe einander gleibercchtigt seien, daß sie sämmtlich pungcn und Steuerzahliingen erlitt, noch schlimmer war der sittliche Schaden,^Theil haben an der ganzen Wesenheit des Bischofsamtes („Episcopalus unus den insbesondere die Vergebung der Präbenden durch den Papst mit sich brachte.>681, cujus in solidum a singulis pars tenetur“) und demnach erkannten sie in Denn di«» von Rom her eingeschobenen Fremdlinge — man nannte sie ür.^m Papste nur einen primus inter pares, der auf mehr nicht als auf gewisse Deutschland „römische Curtisanen" — waren meist Leute ohne alle geistliche Ehren — und Führerrechte Anspruch habe. Wem war es währenddes ganzen Befähigung, ohne deutsche Geburt und Gesinnung, aber oft genug mit italie-Ersten Jahrtausends der christlichen Aera eingefallen, die Bestätigung einer irischen Lastern behaftet. Alles dies und vieles andere, was lediglich den Zweck Dijchofswahl beim römischen Papst einzuholen oder gar dessen Genehmigung hatte, zum Schaden Deutschlands die römische Schatzkammer zu füllen (sie ent-1ff"1 r nothwendig zu halten? Vielmehr wurden die neuen Bischöfe im gewöhn- hielt noch im Jahre 1796 an Silber und Gold im Ganzen vierzig Millionen k'*” '""gs: Was die Erzbischöfe von Mainz, Trier und Köln im Jahre 1769 zu Coblenz vereinbart batten, daran hielten sie fest rmd bekannten es in allem Wesentlichen von Neuem urkundlich im Jahre 1786 ; diesmal im Verein mit dem Erzbischof von Salzburg. Den Anlaß dazu gab ein neuer Uebergriff der Curie, die Bestellung einer Nuntiatur zu München. Nuntien verkürzen das . , .. Ansehen und die Macht der Landes-Bischöfe. Die vier Metropoliten Deutsch- zwei, drei und mehrere solche konferirte, ermöglichte man es ihnen, ohne Kosten lands thaten daher Einspruch, und gingen nun ihrerseits zum Angriff über, für ihre Familie zu studiren, zu reisen, überhaupt sich zu hohen und reich Auf einem Congreß zu Ems erneuerten ihre Bevollmächtigten die Forderungen dotirtcn Stellen auf eine Weise vorzubereiten, wie es Bürgerliche damals nur der Coblenzer Artikel; sie verstärkten dieselben noch. Denn nach diesen Emser sehr selten vermochten. Pnnktationcn vom Jahre 1786 sollte aller Recurs an den päpstlichen Stuhl, Eine andere Reihe von Beschwerden betraf die Mißbräuche, die sich in sollten alle Exemtionen, die nicht vom Kaiser bestätigt wären, gänzlich aufhören, den Kultus eingcschlichen hatten. Allerlei heidnijcher Aberglaube florirte; eigen- ebenso aller Nexus der geistlichen Orden mit ihren zn Rom residirenden Gene- nützige Geistliche, besonders aus dem Mönchsstande, hatten ihn aufgebracht ralen; auch sollte keine päpstliche Bulle, Breve oder Verordnung in Deutschund selbst ihren Bischöfen ziim Trotz von der Curie für Geld Duldung^und land Geltung haben, die nicht von den Landes-Bischöfen approbirt wäre. Daß Bestätigung deffelben erworben. Gewisse Vorgänge in unserer Zeit, die Ltig- auch der Eid. den die Bischöfe bisher dem Papste geleistet, abgeschafft und matisirungen, die Glasscheiben-Wunderbilder, die Heiligeii - Erscheinungen auf dagegen ein anderer. der den bischöflichen Rechten angemessener sei, eingeführt Obstbäiimen, das Wasser zu Lourdes u. a. m., sind Kleinigkeiten im Vergleich werden sollte, versteht sich von selbst. Dies war ja im Grunde der Haupt- zu dem, was noch vor hundert Jahren am Rhein und anderwärts im katho- punkt, auf den es ankam, und er ist es in dem Streit zwischen den deutschen lischen Europa vorkam. Gegen dergleichen legten nun jene deutschen Bischöfe und den römischen Ansprüchen, noch jetzt. energisch Protest ein; die Religion meinten sie, soll der Bildung und Veredelung, Woran scheiterten vor hundert Jahren die Bemühungen jener national- nicht der Verdammung des Volkes dienen. Artikel XXIV der Coblenzer Ur- gesinnten Kirchenfursten? Zum Theil daran, daß die Erzbischöfe und die -~^_^J3377) r-ichhM \ ,^ub- und ttsellag<>r fMl. öle testens. Bestellungen ö Maaß, sowie Statuten, wcr- 11 besorgt. (3350) A» Dreier nm Kirchenpiatz. Bischöfe damals keine ganz gleiche Stellung hatten. Tie römische Curie benutzte sehr geschickt das Sonderinteresse, insbesondere den eiteln Ehrgeiz der. letzteren, um jene mit ihren Reformplänen zu vereinzeln und in Mißccedit zu' bringen. Zum Theil hatte auch der Kaiser Schuld, der sich gegen diese Pläne eher ablehnend als fördernd verhielt. Er mochte wohl den Einfluß auf die geistlichen Reichsstände nicht verlieren, den er besaß, so lange sie, wie bisher, vom Papst abhängig und daher in vielen Fällen genöthigt waren, um in Rom etwas durchzusetzen, sich um kaiserlichen Schutz oder Fürsprache zu bewerben. Jndeß die Hauptursache, warum es damals nicht gelang, das katholische Deutschland aus den Fesseln der Ultramontanen zu befreien, ist ohne Zweifel die dichte geistige Finsterniß gewesen, die aus der Bevölkerung desselben lag. „Unter 1000 katholischen Menschen", heißt es in dem Gutachten eines deutschen katholischen Staatsmannes jener Zeit, „würden kaum 10 einen der päpstlichen Macht und den jetzigen kirchlichen Gewohnheiten entgegengesetzten Schritt genehmigen, alle anderen aber offenbar Ketzerei schreien." Heute steht es in allen diesen Beziehungen weit anders und besser. Die Bischöfe und Erzbischöfe werden nicht mehr durch verschiedene Intereffen getrennt ; Kaiser und Reich sind stark genug und Willens, dem Rationalen wider alles Fremde ziim Siege zu verhelfen; und die große Mehrzahl unserer katholischen Mitbürger, wer zweifelt, daß sie, wenn der deutsche Epijcopat, wie vor einem Jahrhundert erleuchtete Glieder desselben es gethan haben, das vaterländische Interesse, unbeschadet des religiösen, wahren wollten, in treuer Hingebung zu demselben stehen würden! Scutfdjlanö. Berlin, 9. Juli. Schmerzlich bewegt meldet die „Köln. Lolksztg." unter dem 3. d. aus Trier: „Zu der vorgestrigen Musterung für Einjährig Freiwillige hatten sich auch mehrere junge Kleriker zu stellen. Die Diakonen F. B- aus Engers, M- D- aus Rockeskyk und P. F. aus Auel und der Snb- diakoii H. Th. aus Neunkirchen wurden als dienstbrauchbar befunden und angewiesen, am 1. October in die Armee einzutreten. Die drei ersten Herren sollen im nächsten Monate die Priesterweihe empfangen. In nächster Zeit muffen noch etwa zehn Diakonen von hier, welche im Frühjahre bereits die Aushebung mitgetheilt haben, auf der General-Musterung erscheinen, um daselbst endgültig über ihre Militär-Verhältniffe entscheiden zu lassen. (Der Militärdienst wird den jungen Klerikern recht wohl thun. Die Red.) Berlin, 9. Juli. Die Marburger Social-Demokraten Bebel-Liebkuecht'- scher Richtung haben zu dem Coburger Congreß, der am 18. d. statt finden soll, einen Antrag angemeldet, wonach „alle Parteiinitglieder sich als confessionslos betrachten und aus der Landeskirche ansscheiden sollen." Es liegt darin ein Moment, welches zwar auch bisher in der socialdemokratischen Bewegung gelegen hat, bisher aber nicht zur Parteisache gemacht war. Mit der Aufnahme dieses Antrages in das Partei-Programm würde die socialdemokratische Arbeiterpartei also eine ganz neue Seite annehmen. (Bert. Tagebl.) Berlin, 9. Juli. Es erscheint als ein dringliches Bedürfniß, bei Herstellung der neuen Reichs-Postmarken daranf Rücksicht zu nehmen, daß bie Werthzeichen klar und kräftig gedruckt werden, etwa in der Weise, wie auf den neuesten Ai/z-Groschen-Marken Nicht allein der Verkehr mit der Post selbst, sondern auch die immer umfangreicher werdende Benutzung der Marken als Ersatz des kleinen Geldes bedingen die deutliche Unterscheidung der einzelnen Werthe. Dcflerreidj. Ischl, 9. Juli. >Der Deutsche Kaiser kommt hier am 13. Juli Nachmittags 2 Uhr an und reist am 14. Juli Nachmittags 4 Uhr ab. Im Gefolge werden sich befinden Ober-Hofmarschall Graf Pückler, Flügel-Adjutanten Oberst Gras Lehndorff und Major v. Lindeqnist, Leibarzt Dr. v. Lauer, Hofrath Kauzky und ein Secretär. Das Quartier wurde brieflich aus Ems im Hotel „Kaiserin Elisabeth" bestellt. 8chlvkiz. Bern, 10. Juli. In Folge Inkrafttretens des schweizerisch-deutschen Auslieferungs-Vertrages durch die am 6. d. in Berlin stattgesundene Auswechselung der Ratifications-Urkunden wurde durch bundesräthltches Kreisschreiben den Cantonen mitgetheilt, daß die Auslieferungs-Verträge mit Baden und Bauern keine Geltung mehr haben. Frankreich. Paris, 9. Juli. In der National-Versammlung wurde heute folgende Botschaft des Präsidenten Mac Mahon durch den Kriegs-Minister Cissey verlesen: „Als Sie durch das Gesetz vom 20. November v. I. die auSfübrende Gewalt aus sieben Jahre in meine Hand legten, wollten Sw, indem Sie das Mandat, welches ich Ihrer Abstimmung verdankte, über jede Bestreitbarkeit erhoben, den Intereffen des Landes die Sicherung verleihen, welche nothwendig war und welche die zweifelhaften Institutionen ihnen zu geben nicht ausreichten. Der Beschluß der Versammlung legte mir große Pflichten auf, für die ich Frankreich verantwortlich bin und denen ich mich zu keiner Stunde entziehen darf. Er übertrug mir zugleich Rechte, deren ich mich stets nur zum Heile des Landes bedienen werde. Tie Macht, mit der Sie mich bekleidet haben, hat eine bestimmte Dauer. Ihr Vertrauen machte sie unwiderruflich. Indem Sie den covstitutionellen Gesetzen voranstellten, haben Sie selbst Ihre Sou- veraiiietät einschränken wollen. Dieser Macht, deren Frist nicht verkürzt werden kann, werde ich mich bedienen, um sie zu verthcidigen mit den Mitteln, welche das Gesetz mir darbietet. Ich werde so der Erwartung und dem Willen der Versammlung entsprechen, welche mich auf sieben Jahre an bie Spitze der Regierung gestellt und damit eine starke, feste und geachtete Macht hat schaffen wollen. Aber das Gesetz vom 20. Nov. muß vervollständigt werden. Die! Versammlung, welche der Macht die nothwendigen Mittel zu geben versprochen bat, kann nicht ihre Verpflichtung zerreißen wollen, an die ich sie mit ihrer Erlaubniß beute in dringlicher Weise mahne und deren schleunige Ausführung ich begehre. Das Land wünscht die Organisation der Staatsgewalt, welche die Ständigkeit der Zustände verbürge. Die vorbehalteiien Fragen müssen gelöst werden Eine neue Frist, welche die Unsicherheit verlängert, würde schwer auf den Geschäften lasten und der Wohlfahrt schädlich sein. Der Patriotisnius der Versammlung wird sich nicht den noch zu erfüllenden Pflichten entziehen. Sie wird dem Lande geben, was sie »hm schuldig ist und was es erwartet. Im Namen der höchsten Interessen beschwöre ich sie, ihr Werk zu vollenden und ohne Zögern die Fragen zu berathen, welche nicht länger in der Schwebe bleiben dürfen. Die Ruhe der Gemüther fordert es, aber in derselben Verantwortlichkeit werden Versammlung und Regierung gemeinschaftlich alle Pflichten erfüllen wollen, welche ihnen werden auserlegt werden. Die gebieterischste Pflicht ist, dem Lande durch fest bestimmte Jrrstltutionen Ruhe, Sicherheit und Zufriedenheit zu geben, deren es bedarf. Ich beauftrage meine Minister, ebne Weilen der Commissioii für die konstitutionellen Gesetze die Punkte zu bezeichnen, auf denen ich hauptsächlich bestehen zu müssen glaube." Nach Lesung der Botschaft erfolgen Beifallsbezeigungen auf der Rechten und im rechten Centrum. Perier beantragt, die Versammlung wolle die Verfassungs-Commission einladen, ihren Bericht bald zu erstatten. Er sagt, er schätze sich glücklich, in diesem Wunsche sich mit Mac Mahon in Uebereinstim- mung zu befinden, und er betont die Notwendigkeit, die Gewalten Mac Ma- hon'S zu stützen auf eine endgültige Regierungsform. Batbie, der Vorsitzende der Verfassungs-Commission, bekämpft.den Antrag als nutzlos und sagt, du Commission werde wahrscheinlich schon am Montag den Bericht vorlesen. Perier zieht hierauf seinen Antrag zurück. Die Botschaft hat ihren Eindruck gemacht. Duval bringt einen Antrag auf Auflösung der Versammlung ein, dem zufolge die Wähler zum 25. Octbr. zusammenberufen werden sollen, um eine neue National-Versammlung zu wählen; die gegenwärtige Versammlung soll dann nach Einberufung der neuen aufgelöst werden. Die Versammlung lehnt die Dringlichkeit des Antrags ab. Herve legt einen Antrag vor: Die Versammlung wird sich nicht trennen, 6cdot sie die Reorganisation der Armee sichergestellt hat. Auch hier wird die Dringlichkeit abgelehnt. Die Versammlung beginnt dann die Verhandlungen über das Uiiterosficiergesetz. Dasselbe wird in erster Lesung angenommen. (ßiigHinh. London, 10. Juli. Das Unterhaus begann auf den Antrag Gurney s die zweite Lesling des Gesetzentwurfes über die Regulirung des Gottesdienstes. Hall beantragte, von Knatshbull und Hughessen nnterstützt, die Verwerfung des auch von Gladstone bekämpften Entwurfes. Gladstone erklärte, daß, falls der Gesetzentwurf die zweite Lesung passircn werde, er einen Antrag gegen die Comite-Berathung stellen werde; derselbe theilte zugleich mit, daß er mehrere Resolutionen gegen den Gesetzentwurf einbringen werde. Nach längerer Dis- arffion wurde die Derathung auf Montag vertagt. Lokal-Notiz. (Ziepen, 11. Juli. Der Schwurgerichtshof dieser Provinz hat in den nachbemerlten Anklagesachen erkannt: Den 6. Juli, gegen Georg Gerbig von Lauterbach, wegen DiebstahlS, Gefängniß von 1 Jahr und 4 Tagen, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 2 Jahren Den 7. Juli, gegen Wilhelm Schmidt von Nieder-Bessingen, wegen Verbrechen- gqm bie Sittlichkeit, Zuchthaus von 1 Jahr. Denselben, gegen Franz Gräcmann von Nidda, wegen einfachen Diebstahls, Gefäng niß von 14 . Tagen unter Aufrechnung der erlittenen Untersuchungshaft. Den 8. Juli, gegen Philipp vierau von Daubringen, wegen Verbrechens gegen dir Sittlichkeit, Zuchthaus von 1 Jahr 2 Monaten, an welcher die erlittene Lmonatliche Untersuchungshaft in Abzug kommt. Denselben, gegen Joh. Heinrich Roth von Friichborn, wegen schweren und einfache» Diebstahls und Urkundenfälschung, Zuchthaus von 2 Jahren b Monaten, unter Aberkennunz der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 3 Jahren. Den 9. Juli, gegen Heinrich Schäfer von Nieseck, wegen Hausfriedensbruch- und Körperverletzung, Gefangniß von 8 Wochen. Bezüglich der auf Diebstahl gerichteten Anklage wurde der desfallsige Strafantrag Sei tens der Bestohlenen zurückgenommen. Den 1 (T. Juli, 1) gegen Katharina Lipp, Ehefrau des Johannes Lipp von Ltndhrim, wegen angeklagten schweren und einfachen Diebstahl-, in welcber Beziehung von den Geschwornen ein „Nichtschuldig" au-grsproche« wurde, auf Freisprechung; dagegen wurde erkannt: 2) gegen Heinrich Kaiser von da, wegen gleichen Verbrechens, tut Einrahmung der früher wegen falscher Anzeige gegen denselben Q im"®80' $16 r“ 120 6i ’S« «on “'litt nnln Ä "ch? Wnben. 3 ft <4 °bt?' UN' Beerdigte. Mal Gerichtshof weiter von Wellenbergen, m Aönigl'ti Zlllendsrf Im Allgemeiner Anzeiger von »e®e| lm SBeil von W- Person des Ludwig Böcking bestellten^ Montag den 13. d. M, iCurators abgeschlossen werden. 7^ m von Morgens 9 Uhr an, Kurators abgeschlossen werden, sollen die dem Großh. Bürgermeister Vogt! ^."ßen, den 27. Juni 1874^ aebörigen Aecker in der Gemarkung Gießen, I Grobherzogliches Landgericht Gießen, sowie die Erndte auf denselben an Ort und Erdmann. CO Stelle versteigert werden. Bekanntmachung CO 3408) inet 1 mar- 600 Acker am Grüningerpfad, 124 Acker am Gartfeld, 253 Acker auf die Marbur- Carl Daniel. Frankfurt a. M. Denselben. Dem Heizer an der Köln-Gießener-Bahn, Georg Oertel aus Nieder-Wöllstadt, eine Tochter, Elisabeth Wilhelmine Susanna, geboren den 23. Mai. Denselben. Dem Sergeanten im II. Großherzogl. Hess. Jnfant.-Regiment Nr 116, Heinrich Schäfer, eine Tochter, Elisabeth Philippine Christiane Albertine Karoltne Martha, geboren den 9. Juni. Denselben. Dem Bürger zu Hausen und Taglöhner dahier, Johann Georg Schardt, ein Sohn, Adolph Wilhelm Emil Martin, geboren den 4. Juni. Denselben. Dem Bürger zu Dorheim und Steiger auf dem Gießener Braunsteinbergwerke dahier, Johannes Appel, ein Sohn, Jacob Wilhelm Georg, geboren C. A. Klemm, Wwe. Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalesciere bei Erwachsenen und Kindern 50 ihren 4 reis in anderen Mitteln und Speisen. 's den Antrag Gurnett Mg des Gottesdicnslk:. istützt, die Verwerf ione erklärte, daß, einen Anttag gegen h h mit, daß er mehre» . Nach längerer Dü- die Handels- und Verkehrs-Aussichten des Landes fortdauernd ungünstig seien. Die Einnahmen ließen nicht an Ergiebigkeit nach. ^n Folge der über die ledige Elisabeth e Böcking von Allevdorf an der Lumda wegen deren Schwachsinnigkeit angeordneten Curatel können Rechtsgeschäfte mit derselben nur unter Zustimmung des ihr in der gewohnt. London, 11. Juli. Der Ausschuß des Gewerkvereinsverbandes faßte einen Beschluß, welcher die Regierung stark fabelt, weil die von dieser versprochene Amendirung der erimiuellen Bestimmungen in dem Arbeitergesetze nicht eingebracht worden ijt, und die Regierung der Verachtung des Arbeiterstandes bezichtigt. — Der Erzbischof von Canterbury, Präsident des oberen Convocations- hauses, bezeichnete heute den für das untere Hans vorliegenden Antrag Fascr's auf Anknüpfung von Verbindnngen mit den Altkatholiken und auf Prüfung der altkatbolischen Frage als einen volle Erwägung verdienenden gewichtigen Gegenstand. Die katholischen Blätter veröffentlichen einen Anrnf in Betreff der ken- singtoncr katholischen Universität, bezeichnen das Institut als vom Papste angeregt und erhoffen für dasselbe gleich glücklichen Erfolg wie für die Universität Löwen in Belgien. Stuttgart, 11 Juli. Der „Schwäbische Merkur" erfährt aus Heidelberg, daß der Geheimerath Bluntschli, Profeffor Holtzmann und Stadtpfarrer König ihre leitende Stellung im Protestanten-Verein niedergelegt hätten, was die Verlegung der Central-Leitung von Heidelberg an einen anderen Ort 1) das Anfahren von 600 Cbkmtr. Mauersand, 2) die Lieferung von 450.000 Backsteinen, 31 die Lieferung von 1000 Ctr Luftkalk, 4) die zur Fertigung eines Röhrenkanals erforderliche Maurerarbeit, Schlosserarbeit und Cementlieferung. Gießen, den o. Juli 1874. Grobherzogliche Bürg r meist er ei Gießen. Vogt. Getaufte. Den 4. Juli. Dem Schuhmacher August Lang aus Hardt in Nheinbayern, eine Tochter, Marie, geboren den 13. Mai. Den 5. Juli. Dem Maurer Johannes Brück aus Rödgen, ein Sohn, Wilhelm Martin, geboren den 11. Mai. Zunächst wird die Versteigerung der Erndte vorgenommen und alsdann werden die Grundstücke zum Verkauf ausgeboten. Die Verkaufsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht, bemerkt wird aber, daß der Kaufpreis für die Erndte erst Martini d. I. zu bezahlen ist. Der Anfang wird am Hardtweg zunächst der Textor'schen Brauerei gemacht. Gießen, am 7. Juli 1874. In Auftrag: Müller. 3423) Ein scböuer, brauner Jagdhund, langhaarig, ist zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. n o p u l i r t e. Dem 5. Juli. Karl Albert Ludwig Schönherr, Eiienbahnarbsiter dahier, des verstorbenen Bürgers und Arbeiters zu Salzwedel, Karl Traugott Schönherr, ehelicher Sohn; und Louise Henriette Elise Katharine Löber, des Bürgers und Schneidermeisters, Johann Daniel Löber, eheliche Tochter. § Montag den 10. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Georg Vogt gehörigen Grundstücke: Flur-Nr. OKlftr. straße, und in allen Städten bei guten Apothekern, Droguen-, Specerei- und Delicatessen- bändlern. In Gießen bei Müller * Schwager. Jeilgebotenes. Erste neue Holl. Vollhäringe liefert prompt und nach Marktpreis billigst in Tönncken von 25—50 Stück In Blechbüchsen von V- Pfund 18 Sgr., 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr., 2 Pfund 1 Thlr. 27 Sgr., 5 Pfund 4 Thlr. 20 Sgr., 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr., 24 Pfund 18 Thlr. — Revalesciere Biscuiten: Büchsen ä 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr., — Revalesciere Cbocolatee für 12 Tassen 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen zu Folge haben werde Paris, 11. Juli. Die Mittheilungen mehrerer Zeitungen über Ein- schreiten der Gerichte gegen hervorragende Mitglieder des bonapartistischen Een- tralcomite's werden durch die „Gazette des Tribunau^ als übertrieben und ungenau bezeichnet. - MBrüffel, 10. Juli. Der „Jndöpendance" zufolge ist tni Zuchthaufe gn Vilvorde eine Meuterei ausgebrochen. Ein Bataillon Infanterie ist zur Dienstag den 14. l M., co Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhanse verstei gert werden: *ri«25."5 eWling "fl?Lr ”* oufgelcü A»tt-g« ei. Hernien, bevor ß, '« »to die Dmziit- MMlmgen über bi! nommen. SftcSJ ij hat in btn nachbtmnllk n DiebM, ©efängnip ot mf die Dauer von 2 Wer gen, wegen Bnbrechens g,g° jnfachm Diebstahls, Eefän; iaft. । »egen SßerbreM -egen di ' erlittene 2monMe Unif> 1 tqen schweren und einfache Monaten, unter WnniM g äen hauSiriäensiruchs uni 8i«> Dichch«, ' Mich«,' «»’S*1“ äetite^en», ” 5 Ä» ®*!“ 1. $(7 “t. YRlti eßj* eg»?* rte i“ Widmen, "9« auf b,r * ft Er (aqt (, LM Paris, 10. Juli. Die Botschaft ist überall angeschlagen, erregt jedoch nur gerillte Aufsehen. Unter den Deputaten machte sie im Ganzen keinen ßuibrurf. Die äußerste Rechte ist bestürzt. Die Republikaner sind ungehalten. Rechte und rechtes Centrnm finden sie zu stramm, machen aber gute Miene zum bösen Spiel. Die Blätter treten sehr zurückhaltend auf und wagen wahrscheinlich nicht, sie offen zu tadeln. Ein Theil der republikanischen Blätter sucht darzuthun, daß nur die Annahme des Antrags Perier's oder die Auslösung der National-Versammlung möglich fei und meint, der Marschall wünsche f.lber ebenfalls die Annahme des Antrags Pener's. Mac Mahon scheint einfach die Organisation seines Septenniums zu wollen. lUbrigens befürwortet Minister Fourtou heute im coustitutionellen Ausschuß keineswegs den Perier'- schen Antrag, sondern verlangt 1) eine obere zur Hälfte von der Executivge- walt ernannte Kammer, 2) die Wahl der Deputirten zur Kammer nach Arrondissements-Abstimmungen und unter dem Regime des kürzlich votirten Gemeinde- Wahlgesetzes, 3) Auflösungsrecht für das Staatsoberhaupt. Die Majorität { des Ausschusses soll mit den Regierungs-Anträgen einverstanden fein. — Bien Public" sagt, der Conflict zwischen Kammer und Marschall fei ' ausgebrochen. Derselbe wolle nicht die Republik, sondern seine persönliche . Gewalt organisiren. Er legt das Gesetz vom 20. November anders aus, als die Kammer und wolle nur seine Meinung zur Geltung bringen. 2 Juni „XIX. Siöcle" spricht von einem parlamentarischen Staatsstreich und das Lonapartistische „Pays", das Mac Mahon's Auftreten übrigens billigt, meint,' er habe einen kleinen, ganz kleinen Staatsstreich ausgeführt. Mrsteigerungen. Stammholzversteigerung. I. Bau- und Werkholz. Montag den 20. Juli, von Vormittags 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald der Stadt vich, Districten Rothebusch, Kronau, Eichwald, Zappenau, Mönchkopf rc. r circa 120 Eichen-, Bau- und Werkholzstämme von 15 bis 58 Emir- ^>urch- meffer und 15 bis 16 Meter Lange- wobei sich Stämme über 1,43 Festmtr, befinden 3 Fichten- und 1 Buchenstamm, meistbietend versteigert werden. Zusammenkunft und Anfang ist am Hattenröder Vicinalweg im Eichwald um 9 Uhr Morgens. II. Brenn- und Nutzholz: ferner: 8 Rmtr. Buchen- Scheid- und Prügelholz und 38 Rmtr. Eichen- Scheid- und Prügelholz. Anfang wie oben. Lich den 3. Juli 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Lich. I h r i n g. i^reiht- 5 k.«i D" •Ä8 4O/2O4a 4,/25 er habe einen kleinen, ganz kleinen ^taat^ircia) ansgesuyrr. i Den 4. Juli Marie Launspach, des Bürgers zu Burkhardsfelden und Dienst- London, 10. Juli. Die Arbeitseinstellung in den Eisenbergwerken dahier, Hemrich Launspach, eheliche Tochter, alt 1 M. 15 T-, gestorben den Schottlands ist beendet. Die Arbeiter haben die Bedingungen der Arbeitgeber, Den 5. Juli. Georgine Dauber, eheliche Tochter des verstorbenen Bürgers angenommen. — Das deutsche kronpriuzliche Paar Hal heute Nachmittag und Actuariatsgehülfen Lonis Dauber, alt 27 I. 1 M 17 T., gestorben den 4. Juli. Mjudfor verlassen und in London dem Balle beim Prinzen von Wales an- Den 8 Juli. Marie Fey, geborene Götz, Ehefrau des Jakob Fey aus Lich, _ttzmotor vertanen uno in umuvu ö Gärtners in Wetzlar, gegenwärtig auf der Lahnhütte dahier, alt 39 JIM. 14 T-, gestorben den 6- Juli. gsM xL'rSS ft#*** * Den 10. Juli. Catharine Buseck aus Braunfels, alt 42 I., gestorben den 8- Juli. 'Alle» Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medici» und ohne Kosten. ..Revalesciere Du Dam von London.“ Die vorzügliche Heilnahrung Revalesciere du Barry bewährt sich bei allen Krankheiten, die der Medicin widerstehen: nämlich Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Diarrhöen, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Fieber, Schwindel, Blutaufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholi, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — Auszug aus 80,000 Certificaten Über Genesungen, die aller Medicin getrotzt: Certificat Nr. 73,621. Wien, 1. Februar 1871. Unendliche Dankbarkeit gegen Sie veranlaßt mich, Ihnen diese Zeilen zu schreiben. Ich war seit vier Wochen von einem furchtbaren Asthma geplagt; Niemand konnte mir Erleichterung verschossen, bis ich auf den Ratb eines Freundes Ihre ausgezeichnete Revalesciere nahm, die mich von dem liebel gründlich befreite. Felix Baron v. Clarow. Certificat Nr. 63,713. Paris, 11. April 1866. Mein Herr! Meine Tochter, die außerordentlich leidend war, konnte weder verdauen, noch schlafen; sie war von Schlaflosigkeit, Schwäche und nervöser Aufregung überwältigt. Sie befindet sich ganz wohl durch die Revalesciere, die sie ganz hergestellt hat, mit gutem Appetit, guter Verdauung, beruhigten Nerven, erfrischendem Schlaf und festem Fleisch, nebst einer Fröhlichkeit, der sie längst fremd war H. de Montlouis. Certificat Nr. 79,810. Düsseldorf, 9. November 1872. Meine Tochter litt seit mehreren Jahren periodisch an sehr heftigen Kopfschmerzen und Erbrechen. Nach kurzem Gebrauch Ihrer Revalesciere ließen beide liebel nach und erfreut sich meine Tochter seitdem einer ganz beneidenswerthen Gesundheit- Bei einer anderen Dame, die an gänzlicher Appetitlosigkeit litt, reichten einige Pakete Revalesciere hin, um sie in den Stand zu setzen, alle Speisen zu genießen und zu verdauen. Ich kann daher diese köstliche Nahrung mit bestem Gewissen empfehlen. g erstraße, meistbietend versteigert werden. Gießen, den 27. Juni 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. I. A. • ___________Müller.___________ Montag den 13. b. M. nach beendigter Erndte-Versteigerung des Herrn Bürgermeister Balth. Vogt soll die Korn-Erndre von 2 Morgen der Selterspförter Schäferei-Gesellschaft gehörend am fogenannten Hasenköppel öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 10. Juli 1874. 3383] D e r Vorstand. Unterdrückung dorthin abgegangen. London, 10. Juli. Sitzung des Unterhauses. Auf eine Anfrage des Mitgliedes Whalley erklärte der Unterstaats-Secretär im Departement des Ans- wärtigen: Der Sclavenhandel an der Ostküste Afrikas fei fast vollständig unterdrückt gewesen, habe aber hinsichtlich der aus dem Norden von Zanzibar und dem Innern des Landes gelieferten Eingebornen wieder zugenommen. Er habe auch geglaubt, daß der Sclavenhandel in Abessynien und Aegypten fort- dauere- Der Khedive von Aegypten habe in Folge diesbezüglicher Vorstellungen den betreffenden Pascha abgesetzt und angeordnet, daß das irgend Mögliche znr Unterdrückung des Sclavenhandels geschehe. Childers bringt die Finanzlage des Landes zur Sprache. Der Kanzler der Schatzkammer erklärt, es fliege keinerlei Nothwendigkeit i>-r Modificatwn desBudgets vor. Der * 27 @gt„ 12l, Tassen 4 Thlr. 20 Sgr,'288 Taffen S TM 15 Sgr.,'57b Taffm Wirkliche Ueberschuß werde voraussichtlich den Voranschlag uverst g , yl 18 Thlr. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Cornp. ir> Berlin, 178Friedrichs- Prima empfiehlt (?nttl Fischbach Alsfeld, Juli. E (fl. B ü cf t n fl. am Kirchenplatz Lchlnckensaud (3420) CO 8th V R ranldiirler Hof. ä la carte zu jede, A r i e b r i d) W illstru mpf. werden. Shirtings, Mulls, Gardinen, Taschentüchern, von den (Sonccrl, (H48J 1 HriiMllcldende heilt Dr Jtchha' \» 1), His-nbeihen-Struwe 1. erhalten bei A. Pol». i: Mai klvl 'k- (3313) 34m i (hn härter , der tußkidj den Emil Fischbach empfiehlt Das Bürgermeister-Amt Wetzlar. 3114) 3320) EinHaus mit Hofraum und Hin terbauS, 1 steinerne ttripre. 1 Trog, 4 Bie nenftöcfe mit Bienen, einioe Centn er Kartoffeln und 1 Hohn mif Hübnern sind zu rerfaufen. Näheres bei der Exp. d. Bl. jMuar 181 *t iichl Qi Wildschweine do t besser geraihen als feiner Heimath Waldeck Ach Tu mein lieber Christian Was willst Tu noch in (fließen. Zieh' Tu nur Teinen Jagdrock an Die wilde Sau zu 'chießen, Und hast Tu ba»u fein (flewehr. So mmbe Tid' an die Sper — ber- FriinkrL ) (VJ Uhr) per Cout illittaqstird) 24 fr. ^Kepnurnlioii Tageszeit. Es ist jnbtm li^tn irir S Antti Anzkig J Dar iüßen ein Mtinberaths rtnnnfl, dtffei Ncingebaltono Weine und Aepfelweln. Frankfurter Export-Iller. Gedeckte ^spstatt-Kegesbahn- billigsten bis zu Indem wir frtt? ’lfTt' t : Snngk teS ^ze vermischte Anzeigen. 3412] Ein Unternehmer, zum Pflaster- fteinbauen gesucht. Meldungen bittet man bei Eonrad Atzbach neben der Actien« brauerei abzugeben Schwei;er-Käfe Holländer- ,, Rahm- ,, Sonnenschirme und En-toiis-cas, sowie Herren Para ols, empfiehlt in großer Auswahl da«, diesige .Rrorfe taus gesucht. Nähere Auskunft ertlnilt Montag den 13. Juli, Nachmittags 2 Ubr, Maaren Versteigerung bei Kaufmann Frech, wo auch Lampen und Uhren Vorkommen. '.Ein * 2 Morgen großer frisch gedüngter । warten, nicht weil von der projeftirten : Straße am Nahrungsberg, ist tbeilnngs- halber mit Erndte und Häuschen für nur 350 fl. zu verkaufen. Näheres bei I Blitz. wieder vorrätbig. Main-Weser Hütte bei Lollar. find, l rchig ist ei ^'ivohner, ••3 angehölte! 91 enc Matjes - Häringe! find eincielroffen bei I. A Busch Söhne. 3406] Unsinn lieb n Freunde Heinrich B .. . . r .ieldwebil. gratuliren wir zu seinem heutigen Namenstage und ein dreifach donn.rndes Hock .' daß der gante Marktplatz wackelt. B. G. K. 8. Dagegen soll solche Mittwoch den 22. d. M., Abends 6 Uhh abgehalten werden, und zwar in Wenzel s Garten, eventuell im Elubsaal. Das Nähere wird bis zum 21. d. M. zur Keuntniß der vcrehrlichen Mitglm dern des Gesellschafts-Pereins gebracht werden. dtN besten Sotten um geneigten Zuspruch bitten, zeichnen Hochachtungsvoll G. Ilolberg* und Je Hiirnianii 3415] fairen- und Haferstroh ver- kauft 2( t» o ii it Z i m m «r m a n in Loilai Hierdurch die ergebene Anzeige, daß ich mein seit langen Jahren am hiesigen Platze geführtes Kurzwaarengeschaft meinem Sohne und Schwiegersöhne überglben habe. Für das mir geschenkte Vertrauen bellen Dank sagend, hoffe ich, daß Sie Ihre Zuneigung auch auf meine Söhne übel tragen werden. Gießen, den 12. Juli 1874. Hochachtungsvoll Ferdin i l(I". Weit and ®*8e ^orm .... Durch b »'J'n nut da ober n ” iie t P»-Er Jc'R bej t der je ' heMt r S'* ?.-"-bürg' E* «» * I Sohrcincr gesucht von Hau back, Kaplansgasse. 3303) .»zwei aid) drei gute Arbeite können gegen toben Lohn Arbeit erbaltro in der Ziegelei von (fl eb rüber Stbomber. Annoncen für den K ladderadatsck, Fliegende Blatter, Berliner Tageblatt, (24,000 Abonnenten), sowie alle nberen Zeikunaen Teut'cL- lands und des Auslandes befördert täglich prompt und zu billigsten Preisen Rudolf Mvffc. Frankfurt n. HI. 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Hierzu eine Beilage 3417) Em möbtiites Zimmer ist 311 per mieiethen bei Bäcker Kuhn auf dem Kreuz 3267) Eine schöne Parterre-Wohnung, bestehend aus 5 Zimn-ern, 2 Kammern und sonstigem Zubehör, ist in der Nähe des Seltersberges zu vermieden. Näheres bei der Exp. d. BI-_____________________________ 3337) Zwei Famlsinlogis sind zu vcr- miethen und sofort zu beziehen. ____________K- Haas, Walltborsiraße. 3234) Zu vermiethen: Ter untere Stock in meinem Haufe A 166, Marburger Straße sogleich und Nebengebäude auf 1. Oktober _________________Christian (fl. Eckel 3236) Eine größere Wohnung im mittleren Stock nebst allem Zubehör am 1. October beziehbar, alsbal-- 311 oermiethen. Gießen, den 2. Juli 187 i. _________________________(fl. C b r S p r u cf. 3328) Wetzsteingosse Nr 33 ist eine Schlafstelle zu haben.