,en^Men, Preis vierteljährig 1 fl. 12 fr. nm Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit AuS- nähme Di vn4agS. Expedition: Ea uz lei berg, 8it. D. Nr. 1. tt, ifte», 'n Stiften, Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. ma' Wechsel, Mpsehl, l,b * «Mich. Mause. schleifen in elfen frei«. icis 2 Uhr: Hill] e. •fl. iernüt die ergebene Durch gute Arbeit, »erdende Vertroueu t Wohnung befindet )ll 10 0 8. Anzeige, daß ich Mtt erden biölgjt und dorf. Mttnn »i« Mchast. K 'st M GroßheM' , ti9i.et st» dmch , .. srrtCnl eitrigen »*vtx * Boten, nie 4 U- .Men-ME fnL pissT Jahrgang. , .i^4d 9 (fi 9 9 11 9 2 Tb.tw H-<3 30’div. & । pro Ouartnl' r^pierbcn n Stellung Ju sss* bin n,c'|,Lrt!i» Kr- ÄhenberS^. Mo. 8»O. Samstag den 12. Decembcr fl m t (i d) e r Theil. Unterricht im Hufbeschlag 1873 zu Gießen. Der Unterricht tm Hufbeschlag für junge Schmiede pro 1875 an der Grotzh. Veterinäranstalt zu Gießen soll am 8. Januar k. I., deS Vormittag- 9 Uhr, seinen Anfang nehmen und wird 6—8 Wochen dauern. Junge Schmiede aus Oberhessen, welche an demselben Theil nehmen wollen, haben sich zeitig bei unterzeichnetem Präsidium schriftlich anzumelden und dieser Anmeldung Zeugnisse über erworbene Schulkenntnisse, bestandone Lehrzeit und gute- Betragen sowohl, als auch über die Mittel zu ihrem Unterhalt in Gießen anzulegeu. Der Unterricht selbst, über dessen Bedeutung die Nr. 46 und 47 der diesjährigen landw. Zeitschrift eingehend belehren, wird unentgeltlich ertheilt- dagegen haben die Theilnehmer an demselben für ihren Unterhalt selbst zu sorgen. Unbemittelte müssen sich mit etwaigen Unterstützungsgesuchen an die betreffenden landw. Bezirksvereine oder an ihre Gemeinde wenden. Colnhausen bei Lich, den 3. December 1874. I. A. des Präsidenten Der Vicepräsident: Dr. Gros. politischer Theil .vollmächtigten, Staats - Minister v. Campe, ist der Wirkliche Geheime Rath ! Schulz als Bevollmächtigter zum Bundesrath ernannt worden. Berlin, 9. December. Die Verhandlung dauert voraussichtlich vier Tage. Nach dem Schluffe der heutigen Verhandlungen wurde Arnim in Haft genommen. . - . - . . worin die weiter fehlenden Actenstücke aus den Jahren 1872, 1873 und 1874, im Ganzen 86 an der Zahl aufgezählt werden, worunter viele in der Anklage nicht berücksichtigt sind, und zwar sind letztere meist weniger bedeutender Art (Erlasse und Berichte über vermißte Soldaten, Mißhandlungen von Deutschen und Grenzverletzungen seilens des Beamtcnpersonals.) Es folgt die Verlesung der hierüber zwischen Arnim und dem auswärtigen Amte geführten (bereits früher durch die Zeitungen ver- öffentlichen) Correspondenz. Nachdem noch der Antrag des auswärtigen Amtes auf Einleitung der Untersuchung gegen Armm nebst dem Promemona über die noch fehlenden Actenstücke (55 an der Zahl) erwähnt worden, gesteht Arnim auf die Frage des Präsidenten die Richtigkeit der verlesenen Schriftstücke zu, von denen eine Anzahl noch am 3. December von ihm zurückgegeben sei. Seme frühere Angabe, bic Schriftstücke befänden sich im Auslande, sei auf Außer-Preußen, mcht Außer-Deutschland zu beziehen. Er habe die Actenstücke, welche er als Privateigentum ansehe, unter der Bezeichnung „Conflicts-Acten" besonders zusammengelegt. Dieselben erschienen schon wegen des Tones und der Schreibweise als zur Mittheilung an Dritte nicht geeignet, und habe er sie als Privateigenthum angesehen und seit Juni 1874, wo er allgemein alS Reichsfeind bezeichnet wurde, jenseits der preußischen Grenze asiervirt. Angeklagter erklärt, Murray (besten Telegramm an „Daily Telegraph" verlesen wird) nicht zu kennen. Der Vorsitzende bemerkt, daß auf sämmtlichen Erlassen, einer ausgenommen, sich caustische Bemerkungen befinden („Oho!" „Nanu!" „Jnstruirt eure Kosaken bester!"). Arnim bittet, diese Bemerkungen nicht mitzuverlesen. Der Präsident legt einen Prtvatbrief Bismarck's an Arnim vor, der nicht numerirt ist, und eonstatirt auf Ersuchen Arnim's, daß dieser Brief eine reine private Instruction enthalte. Es folgt eine längere Debatte zwischen der Vertheidigung und dem Staatsanwalt über die Verlesung der von Arnim zurückbehaltenen Erlasse und Berichte. Der Staatsanwalt ist für die Verlesung, die Vertheidigung dagegen, weil die auf die von Arnim erstatteten amtlichen Berichte ertheilten Antworten als Privateigenthum anzusehen seien. Der Gerichtshof zieht sich zur Beschlußfastung hierüber zurück. Derselbe beschließt, daß zur Zeit nur die Erlaße, nicht die Bericht« zu verlesen seien. Darauf wird zunächst der Erlaß vom 8. Dec. Deutschland. Darmstadt, 9. December. Schluß des Großherzoglichen Regierungs* blattes Nr. 58 : 5. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädigst geruht: am 13. Novbr. den von dem Herrn Grafen Alfred zu Erbach- Fürstenau auf die evaug. Schulstelle zu Hiltersklingen präsentirten Schulamts- Aspiranten Leonhard Lortz aus Asbach für diese Stelle zu bestätigen; am 18. Novbr. dem Lehrer an der dritten kath. Mädchenschulstelle zu Viernheim, Philipp Seiler, die zweite kath. Knabenschulstelle daselbst zu übertragen ; am 20. Novbr- den Conrad Schneider aus Södel zum Conducteur bei der Mairn Neckar-Eisenbahn zu ernennen; an demselben Tage dem Lehrer an der zweiten evang. Schulstelle zu Stadecken, Jacob Zimmermann, die evaug. Schulstelle zu Bensheim zu übertragen; am 21. Noobr. dem Schullehrer an der zweitem evang. Schulstelle zu Wald-Michelbach, Georg Jacob Schmidt, die evang. Schulstelle zu Langwaden und dem Zeichneulehrer Emil Bender zu Darmstadt die Zeichnenlehrerstelle an der Mittelschule für Knaben daselbst mit den Rechten eines definitiv angestellten Volksschullehrerö zu übertragen; an demselben Berlin, 10. December. (Proceß Arnim.) Nach Eröffnung der Sitzung verliest der Präsident die Correspondenz Arnim's mit dem auswärtigen Amt. Aus diesen Schriftstücken erhellt, daß Fürst Hohenlohe nur auf Aufforderung aus Berlin das Pariser Archiv untersuchte. Arni«, darüber vernommen, weshalb er die fraglichen Actenstücke zurückgehalten, antwortet daß er von dem Momente an, wo ihn die officiösen Blätter als „Reichsfeind" bezeichnet, seine Person und sein Haus nicht mehr sicher gehalten; die betr. Schriftstücke seien von ihm in einen Umschlag gelegt worden, welcher die Aufschrift „Conflicts- Wettm' geführt habe. Aus den erwähnten Gründen habe er auch seine sämmt- Uchen wichtigen Papiere an der preußischen Grenze zurückgelassen. Als Beweis, daß er diese Schriftstücke für sein Pnvat-Eigenthum gehalten, kann angeführt werden, daß dieselben mit kritisch - sarkastischen Bemerkungen Arnim's versehen sind. Auf einem BiSmarck'schen Schreiben befindet sich z. B. die Bemerkung: ,0 Paule, Paule!“ von Arnim's Hand. In geheimer Berathung beschloß hierauf der Gerichtshof, die betr. Schriftstücke vorlesen zu lasten, ausgenommen diejenigen, welche nach den Anträgen der Staatsanwaltschaft oder der Der- theidigung auszunehmen vom Gerichtshöfe beschlossen würde. Arnim sucht zu constatiren, daß ein Schreiben des Feldmarschalls v. Manteuffel aus Maivz an Bismarck die erste Veranlassung gewesen, daß Arnim daS Convolut „Lon- flicts-Acten" angelegt habe. Rechtsanwalt Dockhorn erklärt, Arnim habe, als Herr v. Bülow ihn aufforderte, die betr. Schriftstücke herauszugeben, das Gutachten des hiesigen ordentlichen Professors Lewis eingeholt, welches dahin lautete, daß nicht das auswärtige Amt, sondern das Civilgericht über Eigenthums- Ansprüche zu entscheiden habe. Der Vertheidiger bittet, denselben zeugeneidlich zu vernehmen. Staatsanwalt Testendorf widerspricht diesem Anträge als unerheblich; der Gerichtshof beschließt indeß die Vorladung des Zeugen als i erheblich. Berlin, 10. Dec. (Proceß Arnim.) Die Sitzung wird um 10^ Uhr eröffnet Tage den von dem Herrn Grafen von Schlitz, genannt von Görtz, auf die evang. Schulstelle zu Uetzhausen, im Kreise Lauterbach, präsentirten Schulamts- Aspiranten Carl Heinrich Peter Gomps aus Beltershain, im Kreise Gießen, für diese Stelle zu bestätigen; am 23. Novbr. dem Lehrer an der vierten evaug. Schule zu Wersau, Peter Vetter, die dritte evang. Schulstelle zu Trebur, am 24. Novbr. dem Lehrer an der evang. Schule zu Weinolsheim, Johann Dressel, die erste evang. Schulstelle zu Wald-Uelversheim, dem Lehrer an der evang. Schule zu Lindheim, Adam Adam, die erste evang. Mädchenschulstelle zu Ar- Heilgen und dem Schulamts-Aspiranten Carl Bauer aus Neinheim die zweite evang. Schulstelle zu Ueberau zu übertragen; am 28. Novbr. die in Folge Ablebens des Substituten des landständiichen zweiten Mitglieds der Direction der Staatsschulden-Tilgungskasse an deffen Stelle von der ersten Kammer der Stände vorgenommene Wahl des Oberstudien-Directors i. P., Geheimerath Wilhelm Willich, genannt von Pöllnitz, landesherrlich zu bestätigen. 6. Versetzungen in den Ruhestand. Se. König!. Hoheit der Großherzog': . . , o v haben allerqnädigst geruht: am 3. Novbr. den Kammermusiker Georg Vickel,'unb beginnt mit Dettesung des Berichtes des deutschen Bo^chafters in Paris Fürsten Hohen- unter Anerkennung seiner langjährigen treugeleistete,, Dienste, nm .< N°vbr,^.7 D?-"n' lchU^stch d,'-° LL den Schullehrer an der ersten evang. Schule zu Budesheim, im Kreise Groß-: Amt geführten Correspondenz, betreffend die Rückgabe der fraglichen Aktenstücke, die Armm Gerau, Philipp Bayer, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner mehr schUeßlich durch seinen Sohn dem auswärtigen Amte überreichen ließ, wobei er in einem bei- Uls 50jährigen tieuen Und gewissenhaften Dienstführung in den Ruhestand ji, 2? 3^71874^"^' r».U^atoi, RläD“n ttilb 7. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Horrweiler, im Dekanate Mainz, mit einem jährlichen Gehalte von 1052 fl.; die erste kath. Schulstelle zu Unter-Hambach, im Kreise Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 450 fl.; dem Großh. Kreisrath und dem kath. Pfarrer zu Heppenheim steht das Präsentalionsrecht zu. 8. Sterbefälle. Gestorben sind: am 9. Novbr. der Lehrer an der zweiten evang. Schulstelle zu Nieder - Weisel, im Kreise Friedberg, Georg Frees; am 20. Novbr. der Obcrstlieutenant i. P. Philipp Keil zu Darmstadt; am 22. Novbr. der Jnspector der städtischen Schulen zu Worms, Johs. Menges. Berlin, 9. December. Die „Germania" schreibt in ihrem Leitartikel wörtlich Folgendes: „Als der Reichskanzler anfing, von der Person des h. Vaters zu sprechen, — versagte ihm wiederholt die Stimme, er wurde bleich, ein leises Zittern machte sich in seiner ganzen Haltung bemerklich, er griff mehrere Male zum Glase Wasser und öffnete schließlich einen Theil der Knopfreihe seines Waffenrockes, um einen Stützpunkt für seinen sonst so starken Arm zu finden! Uns befremdet das nicht: Qui mange du Pape, en meurt! Wer vom Papste ißt, der muß sterben!" Es drängt sich dabei Jedem die Frage auf: Kann ein gebildeter Mensch solches Zeug schreiben und selbst daran glauben? Oder will er blos die große Maffe aufhetzen? — An Stelle des verstorbenen Herzoglich Braunschweigischen Bundesbe- 1872 verlesen . betreffend die Unterredung St. Vallie, i mit Manteuffel, wobei Ersterer Aeuße- rungen atnim fe über Frankreich« Zukunft mittbeilte, dir Manteuffel en vlbmarck übermittelte. f)et bezügliche Bericht Manteuffel L wird auf den «ntreg ver Staatsanwaltschaft ebenfalls verlesen Manteuffel fragt unter Änführunz der Arnim'schen «eußerungen an, ob im Derhältniß bti deutsche» Regierung zu Thiers eine «enverung eingetreten sei. Vs folgt btt Verlesung eine« Arnim'chen Berichtes, der die ihm beigelegten «rußerungen nur ,ehr bedingt zugesteht. Der Snaeklagte bedauert bte Verlesung des Manteuffel schen Berichtes, welcher den ersten Stein rum Eonfltct gelegt habe. Darauf werden die Erlaffe vom 23. November und 20. December 1872 über die Parteien Frankreichs und d,e Republik unter Thiers verlesen Der letztgenannte Erlab vom 23 Dec. 1^72 (Lorrigirung -Irnim's wegen der über Tbiers gemachten Äeußeruvgcn), ein Erlaß vom 2 Juni unv an solcher vom 1*. Jun, 1H73 (über «eußcrungen des „Gaulois" und des .Francais ") und ferner Erlasse vom 3. Januar und 11. Januar 1*73 (übe: die Hirtenbriefe der französischen Bischöfe, wobei Arnim s dürftige Berichterstattung über diesen Geaenstand gerügt wird). Es folgt sodann die Verlesung zwere: Berichte «rnim's über bie. Ausübung d.s SesandtschaftLrechts von Seiten der deutschen Mittelstaaten. Ter StaatSan- walt constattrt hierbei, caß Armm In einem Berichte dircct um Verhaltungsbefehle bittet, der hrzüalicbe Schriftn.-ech,el also rein amtlichen EharacterS sei. Darauf gelangt der Erlaß Nr. 33 bom 21. Januar 1873 zur Verlesung. Derselbe enthält eine Zurechtwei,unz Ari.im's wegen eines Bericht s über las deutsche «e,andtschastswcsen; cs wird von ihm em böheres Maß von> Füaian tflt verlangt und ihm vorgcworfkn, daß er von den heimathlichen Dcrhältniffen nicht Vtcj Ktnntniß bäte, die jeoer reicksfrcundliche Wähler haben müsse. Hier schaltet der Angeklagte' ein daß er büß als größte Beleidigung empfinden mußte, da er dadurch impUcite als reichs-1 feinolich hmgestellt werde. Darauf kam der Bericht Arrirm's vom 12. Januar 1873, auf1 toeldnn brr cd n erwähnte Erlaß vom 21 Januar 1873 die Antwort war, zur Verlesung. Wegen oic'es Erlasses richtet Arnim eine Immediateingabe an den Kaiser, welche ebenfalls zur Verlesung gelangte. Vertheidiger Dockhorn beantragt Vorladung des Profeffors Lewis hier als Zeugen, den Arnim wegen der Berechtigung, die fraglichen Actenstücke zurückzubehalten, iunfhid) consultirte und nach deffen Rathe er handelte. Das Gericht beichlietzt, den genannten Zeugen vorzuladkn. Vertheidiger Dockhorn beantragt ferner, die vier Schriftstücke zu verlesen, auf deren Rückgabe das auswärtige Amt erst Anspruch erhob, bann aber fallen ließ. Die Vrr- lesuna ei folgt. Diese Actenstücke betreffen die Abberufung Arnim s von Paris und seine bevor, stehende Ernennung für Konstantinopel. Darauf wurde bte Sitzung bis 3 Uhr vertagt. Posen, 9. December. Dcr mhafnrte Dombecan Dr. Goßkowski wurde, nachdem derselbe auf mehrmalige Aufforderung die Provinz nicht verließ, heute durch polizeiliche Bewachung per Bahn über die Grenze der Provinz Posen geschafft. Breslau, 10. December. Der „Schlesischen Volks-Zeitung" zufolge wurden gestern in Brieg verurtheilt: der Caplan Mende wegen einer unbefug- ten Amtshandlung zu 45, v. Schalscha wegen Anstiftung des Vergehens zu 75 Thlr. Geldbuße. Oesterreich. Wien, 10. December In der gestrigen Abenbsitzung deS Unterhauses erklärte der Unterrichts»Minister gelegentlich der Berathung des UnterrichlS- Etat-, der Kaiser babe daS Ministerium zu den einleitenden Schritten wegen Gründung einer Universität in Czernowitz ermächtigt. Der Minister versprach, eine diesbezügliche Vorlage noch im Lause der Session einzubringen. Junnlircid). Paris, 9. December. Der Ministerrath beschäftigte sich heute mit dem Streite zwischen dem Justiz-Minister und dem Ausschuß für die Wahl Bourgoing's, sowie mit dem Preßgesetz. — Corne, der neue Vorsitzende des linken Centrums (zu stellvertretenden Vorsitzern sind Oberst de Chadois und Bardoux ernannt) ist für das Programm von Casimir Perier, Republik oder Auflösung der Kammer. Die Verschmelzung beider Centren scheint also wenig Aussicht zu haben. Bis jetzt sollen nur 25 Mitglieder vom rechten Centrum mit Audiffret-Pasquier an der Spitze und 15 vom linken Centruin derselben gewonnen sein. Der ofsiciöse „Moniteur" lhut noch das Seinige, um für die Verschmelzung der Centren zu arbeiten, welche von Decazcs gewünscht wird und für die sich auch ein Tbeil dcr Umgebung Mac Mahon'S aussprickt. Der „Moniteur" begrüßt dcsh.Ib auch mit Beifall ein anonymes Schreiben, welches die „Debats" unter Vorbehalt veröffentlichen und worin vorgeschlagcn wird, von oer endgültigen Republik abzusehen, nicht die constitutionellen Gesetze anzunehmen, sondern einen besonderen Entwurf für jeden der Punkte deS constitutionellen Gesammt- Entwurfs vorzulegen. Daß das linke Centrum oder gar die Linke auf ein solches Programm eingehen, ist äußerst zweifelhaft. — „Ünivers" erklärt heute die Angaben des Fürsten Bismarck über jesuitische Jntrigue bei Ausbruch des Krieges für Fabeln; fügt aber klug hinzu, daß wieder Meglia noch der Vatican auf solche Erfindungen antworten würden. Wenn Bismarck Beweise habe, so möge er sie vorzeigen. tenflfanb. London, 9. December. Rcuter's telegraphisches Bureau hat die Nachricht erhalten, daß die heute durch Oberst Tennant zu Noorku in Ostindien angestellte Beobachtung des Durchganges der Venus gelungen ist und hundert Photoaraphieen davon genommen wurden. London, 9. December. Die telescopischcn und micromctrischeu Beobachtungen dcS Vcnusdurchgangcs, welche bei Kairo und Suez vorgencmmen worden sind, und die photographischen Aufnahmen bei Theben sind vom besten Erfolge begleitet gewesen. London, 10. December. Professor Hall telegrapbirt dem ^Neiv-Aork Herald" aus Wladiwostock vom 9. Decbr.: Der Himmel ist bewölkt, die Luft neblig; ich beobachtete den ersten und zweiten Benuscontact und nahm dreizehn Photograpdiren gegen Mitte deS Durchganges aus. Das Wetter war windstill, die Temperatur 34 Grad (Fahrend.), die Apparate arbeiteten gut. Die Expedition ist wohlbehalten. — „Mornmg Post" enthält ein Telegramm ihres carlistischen Correspon- deuten, welcher berichtet, daß Loma am Dienstag mit einer Division einen Ausfall von San Sebastian und einen Angriff auf die Tolosa deckenden Car- listen bei Andoain machte, jedoch zurückgeschlagen wurde. __ Die britische Regierung nahm die Einladung dcr Bereinigten Staaten an, zu der 1^76 stattfindenedn Centenar- Ausstellung eine Commission zu beglaubigen und sandte gestern die Zusage nach Washington ab. London, U). December. Die Beobachtung des Borübergang^s der Venus ging in Kalkutta außerordentlich gut von statten. Der Eintritt in die Sonnenscheibe begann um 7 Uhr 56 Min, um 10 Uhr 5 Min. erreichte die Venus die Mitte und um 12 Uhr 13 Min. erfolgte der Austritt. Befriede geilte Beobachtungen waren zu Madras in Folge des bedeckten Himmels saft unmöglich. Die erste äußere Berührung fiel für Kurrackce auf 6 Uhr 10 Min. 26 Sekunden. Der erste innere Contacr sand statt um 6 Uhr 47 Min., als die Sonne ungefähr um ein Vier- oder Fünffaches ihres Durchmessers über dem Horizonte stand. Der zweite innere Contact ereignete sich g'gcn 10 Uhr 35 Min. B i der letzten äußeren Berübrung um 11 Uhr 3 Min. trat die Venus aut der Sonnenscheibe heraus, nicht weit von dem am höchsten über dem Horizont stehenden Punkte ihrer Bahn. -flcQijplcn. Alexandria, 9. December Die Beobachtungen des Bc^uSdurchgangeS durch tu englische Expedition glückten sehr gut. Es wurten fünfzig Ptzotv. graphieen ausgenommen. JlllßflUlh. Petersburg, 10. December. Die auf Rußland bezüglichen Aeußerun- gen des Fürsten Bismarck m der Reichstags - Sitzung vom 4. Decbr. finden große Beachtung und machen in allen Kreisen den b.sten Eindruck. — Der Ka.ser und Prinz Albrecht von Preußen sind gestern Abend von der Jagd in Lissino zurückgekehrt — Die geschloffenen Lehrcourie am Berg-Institut sind wieder eröffnet. Amerika. New-Uork, 9. December. Die Herald Expedition in Rangasaki beobachtete den zweiten Contact mit Erfolg. Der erste und dritte Contact war durch Wolken verhüllt. Sechszig gute Photographieen wurden gemacht. New-Nork, 9. December. Die Neger haben heute unerwarteter Weise einen Angriff auf die Vorstadt von Vicksbnrg und auf da- Fort Hill gemacht und rückten gegen die Stadt selbst los. Der Gouverneur hat einen Aufruf an die Bürger veröffentlicht. (flfiCIL Jassy, 9 December. Das Ende des Venusdurchganges ist hier durch Weiß und Oppolzer mit gutem Erfolg beobachtet. Beim Anfang war starker Nebel. fluflnifieiL Melbourne, 9. December. Alle Phasen des Dorüberganges der Benns wurden erfolgreich beobachtet. In Adelaide und HobartStown gelang dies nur theilweilse. _________________________________ Lokal-Notiz. Gießen, 11. Dec. Die Frist zur Einlösung der Zweigulbrnstücke bei ben damit beauftragten Lassen läuft mit dem 31. d M. ab. Möge sick feder durcb rcchtzrUigen Umtausch vor Nachtheil bewahren, denn vom 1 Januar 1875 ab haben diese Münzen nur nock ihren Lilßerwerth, etwa 1 fi. 53 kr._____________________ KeCeyrai)l)ild)f Dcpefcfji’ii. Berlin, 10. Dec. (Pr oceß Arnim. Fortsetzung) Nach Wiederaufnahme der Sitzung um 3 Uhr geht die Verhandlung auf die dritte Rubrik der vermißten Schriftstücke, 11 Erlaffe und 12 Berichte umfassend, über. Der Bertheidiger hat 5 zurückgegeben, welche Arnim in der Schublade seines Arbeitstisches gefunden haben will. Den auf die Stellung der „Kreuzzeitung" zur Neaierung bezüglichen Erlaß will Arnim dem Dotschaftsrath Grafen Linden aus Stuttgart eingehändigt haben, über den Verbleib der übrigen behauptet er keine Auskunft geben zu können. Der Vorsitzende verliest em Promemoria des auswärtigen Amtes über verschiedene Arnim ertheilte Urlaube. Arnim gibt die Daten des Promemoria's als richtig zu, räumt ein, daß er allein den Schlüffel zu dem Archiv gehabt und die secretirten Actenstücke selbst in seinem Zimmer ausbewahrt habe. Eine Uebergabe des Archivs an den Grafen Wesdehlen bei dem Verlaffen des Botschafterpostens jedoch habe nicht stattgefunden. Es folgt nun die Zeugen-Bernehmung ad Passus drei der Anklage. Der Botschafls - Rath Wesdehlen deponirt über den Usus der geschäftlichen Behandlung der Eingänge und AuSgänge deS Botschafts-Archivs, versichert, den Bestand deS Archivs an Arnim nach Ablauf seiner (Weßdchlen's) Vertretung vollständig übergeben zu haben. Zeuge entsinnt sich, daß Arnim ihm im vergangenen Winter gesagt habe, daß er einen Erlaß dem Archive nicht übergeben werbe, weil derselbe rein persönliche Angelegenheiten brtreffe. Zeuge bestätigt die MaugUbastigkeit der Localitäten der Pariser Botschaft; den Archivschlüffel habe er und Holstein öfter gehabt, um Papiere herauszuiiehmen. Auf Befragen der Dcrtheidigung erklärt WeSdeblen: Erlaß 33 fei während der Abwesenheit Armin's eingegangen, von ihm u'cht journalisirt worden, weil er dem Grafen Arnim bic geschäftliche Behandlung des Erlaffes habe überlaffen wollen. Zeuge Hammersdörser deponirt, das Eintragungen immer stoßweise, alle 3—4 Wochen nnd stets durch ihn (Zeugen) ersolat seien. Die Eintragungen seien theilweise später geschehen, aber nicht nach der Abberufung des Grasen, gibt jedoch auf Befragen auch diese Möglichkeit für einige Ein- traglingen zu Die Möglichkeit, daß noch einige Actenstücke verlegt sein können, sei nicht ausgcschloffen; auch sei der Angeklagte sehr kurzsichtig und habe oft Piecen verlegt. Zeuge Höhne deponirt nichts Wesentliches Beim Schluß der Sitzung constatirt der Staatsanwalt, daß nach der gestrigen geheimen Sitzung ein ausführlicher Bericht mit dem Wortlaut der Ausführungen des Dertyeidigers Dockhorn, anschkinend nach deffen Concept, in die „Voisische Zntung" gelangt sei, was weder durch ben Gerichtshof noch burch ihn veranlaßt sei. Er behalte sich weitere Schritte vor. Frisch däcker jii G , rften. Sonntag den 13. December H. Noll in der Neustadt, H. Spieß In der Wallthorstraße, L Kämmerer auf dem Seltertzweg. i Sandmann. Morgens: Nachmittags: Landmann. ar Schlosser Die Pfarrgeschäfte für die Woche dis 19. December besorgt Gottesdienst i 13. 5) e c e in b t U"f8'9 Photo. ®ec6t- Ü'iben * 7 Der ,b"N in ^"g°I«!i teob- ■ SoiUntt na, gmadjt. Barteln 2ßeijt :t Hil! gemacht einen Aufruf P hier durch tott stacker >ges der Venus gelang dies nur icte bei ben damit Zeitigen Umtausch n nur nock ihren Nach Wieder- ie dritte Rubrik nd, über. Der lade seines Ar- Freuzzeitung" > Grasen Linden irigen behauptet •in PronMwria e. flrnini dast n allein WW selbst des AM erpostens jedoä) 1 lZernehmung ad j dehlen deponirt I d Ausgänge des g iim nach Ablaus I i. Zeuge entsinnt I r einen Erlaß dein ß : Angelegenheiten 1 itcji der Pariser I > »** Allgemeiner Anzeiger. Ver- TECHN1CUM FRANKENBERG i. S. die Aeitgebotenes. in Das Einsehen von von u. Rürschner, An- und Verkauf an Zu 5988) Feinstes und geben empfiehlt Emil Fischbach. W- J. Buch Reparaturen werden billig und prompt ausaefuhrt. (.5311 Große Rosinen, (5618 empfiehlt <5 m i! Fischbach. vermischte Anzeigen. Extrafeines Birneii-Gelee empfiehlt nur solches zu denselben in der Mühle ab. Pelzbesatz Mäntel *nb Jäckchen. Blüthenmehl, Weizenmehl Rr. I, Prämiirt in Wien. 5982) Meerfchaumwaaren rc. bei Carl Straub. Goräuch. LachS, Neunaugen, Geräuch. 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