),000. KlllOf, Wfll ■ Witllt ft. e I Mtm Ober ÜSSBjjitt HW i'ÄSä 0eMt Wo?L —___W J®r Hof. $ Ntautatin arils Tftc ,24^ is Tvnntoo i rnielj ihrig 1 fl. 12 fr. i#i:t ?'ringerlohn. Durch dir i-oft bezogen vierteljährig 1 fi. 29 fr Gießener Anzeiger «s Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. Hi». TSI.Freitag den 11. September toi4. IMMMBBMWnWBbgMBWWMBMWMMBiMRI I \ S'MWWBMgaMMPMiMMMMMBMgBBMBBET: w rriMIMMnMM——■■— uintficher ThetL Bekanntmachung. Nachdem höchsten Orts angeordnet worden, daß bei jedem Untergerichte wöchentlich wenigstens 2 Amtstage abgehalten werden sollen, sind für das hiesige Stadtgericht als Amtstage die Wochentage Dienstag und Mittwoch festgesetzt worden. Es wird dies mit dem Ansügen zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß die neue Einrichtung mit dem 1. October d. I. in's Leben tritt, daß an diesen Amtstagen die Büreaustuiuen Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 5 Uhr währen und daß wahrend dieser Stunden alle Nechtsuchenden mit ihren Anträgen gehört werden. Gleichzeitig wird aber mich darauf aufmerksam gemacht, daß für die Zukunft alle diejenigen Personen, welche an Nichtamtstagen, ohne geladen zu sein, bei Gericht sich cinfinden, mit ihren Gesuchen zurückgewiesen werden, sofern diese keine besondere Eile haben. Gießen, nm 9. September 1874. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. P o (ltlscher T heil. Deutfdjlunö. hat die Negierung den Ständen einen Gesetzesentwurf vorgelegt, nachstehenden Inhalts: niing mit den gesetzlich festgestellten Geldsätzen nach dem Neichsmünzgesetz vor- nen (Sarberobgqyt jilin Vorschein kommen, welche schon der auffälligen Zahlen ivegen, aber auch utiS ml 6 ’WV‘I‘7U" .......' lv7v“ IV5ÖV", wvvt '“‘w y ■ jeber Vrarb Rücksicht auf die Unbequemlichkeit der Anwendung eine Abrundung erheisch rn'1 m 1 M teil. Es trete dies namentlich bei den Geldsätzen derjenigen Abgaben ein, tzNl. die M tTi äJ welche mitt''ls des Stempels erhoben würden; auch bei der Umrechnung der in einer Reihe von gesetzlichen Strafbestimmungen vorkommenden Geldsätze er- gctaucht, welche bei der herannahenden Weinerndte Furcht und Schrecken einjagt. Am 28. August plünderten acht vom Scheitel bis zur Zehe bewaffnete Banditen aus der Straße von Prata Sannita nach Venafro drei Reisende aus, darunter ein Goldschmied, dem sie 2500 Ducaten abnahmen. Diese Bande soll vorzugsweise aus Verbrechern bestehen, die aus dem Bagno von Orbetello entkommen sind. Eine andere Bande von 15 bis 20 Mann ist auf dem Berge von San Venditto zwischen Pescolanclano und Carpinone gesehen worden und raubte am 25. August mehrere Personen aus, die vom Markte in Civitanova kamen. gäben sich Beträge, deren Abrundung der bequemeren Handhabung wegen sehr wünschenswerth sei. In Beziehung auf alle die einzelnen Gesetze, in welchen solche abzurundende Geldsätze vorkämen, besondere Nachtragsgesetze zu erlassen, würde ein zu weitläufiges Verfahren sein, es sei daher das vorliegende Gesetz proponirt, welches bezwecke, für die Regierung, soweit nöthig, die ständische Ermächtigung zu erhalten, bei den Umrechnungen eine mäßige Abrundung ein treten zu lassen. Dieselbe könne sich nach dem Entwürfe nur auf einen Zusatz von höchstens 9 Reichspfennigen (3 Kr.) belaufen, welche aber da, wo schon eine Abrundung auf Pfennigbeträge mit der Endzahl 5 genügend scheine, aus einen Zuschlag von höchstens 4 Pfennigen beschränkt bleiben. Bei geringeren Abgabebeträgen bis zu 3 Kr., wie solche insbesondere in dem Gesetze das Brückengeld 2c. bei Mainz betr., vorkämen, würde eine selbst sehr mäßige Abrundung verhältnißmäßig schon sehr empfindlich sein, und es solle daher nach Absatz 2 des Entwurfs bei Geldsätzen von 3 Kr. und weniger von Zuschlägen zum Zwecke der Abrundung abgesehen werden. Ebenso solle am Ausschläge der directen Steuern in keiner Weise etwas geändert werden. (N. Frkftr. Pr.) Darmstadt, 9. September. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben unter dem 25. v. Mts. Allergnädigst geruht, an Stelle des zum Pro- vinzialdirector der Provinzialdirection Rheinhessen ernannten Großherzoglichen Geheimeraths Dr. Goldmann, den nunmehrigen Provinzialdireckor der Pro- jvinzialdirection Starkenburg, Friedrich Küchler, zum Präsidenten der Central- |(leUc für die Landwirthschaft und der landwirthschaftlichen Vereine und in Verbindung damit zum Präsidenten des landwirthschaftlichen Vereins der Provinz Starkenburg zu ernennen. Atainz, 9. September. Heute Morgen 11 Uhr kam die deutsche Kaiserin mit kleinem Gefolge von Wilhelmsthal (Thüringen) hier an. Unter Fühlung des Geheimerath Deninger verweilte sie eine Stunde lang in der Ausstellung, begleitet vom Gouverneur von Boyen. Die Kaiserin sprach ihre höchste Zufriedenheit über Alles aus. Hierauf nahm sie das Frühstück im Gouvernements-Gebäude ein und reiste nach Baden-Baden weiter. L'-- 12V. Jtafien. Rom, 7. September. Die „Unitä Nazionale" von Neapel klagt über geringe Sicherheit in den Abruzzen. Bei Jsernia ist eine Räuberbande auf- tiM„ England. London, 7. September. Anknüpfend an die Feier des Tages von Sedan und den bekannten Brief des Bischofs von Mainz läßt sich die „Times" über das Gebühren der deutschen Ultramcntanen in sehr bestimmtem Tone vernehmen. „Es hätte kaiim", sagt das leitende Blatt unter Anderem, „eine Desterreich. Prag, 8. September. Kaiser Franz Joseph ist heute Morgen von hier nach Brandeis abgereist, um mit dem dort eingetroffeuen^Könige von Sachsen den Mauövern beizuwohnen. Frankreich. Paris, 7. September. In Caen ist eine Finanz-Unterschlagung entdeckt worden, die für den localen Handel von den traurigsten Folgen (ein kann und die Verhaftung des Direclors des Disconto-Comptoirs nach sich zog. Schon seit mehreren Tagen wurde er in seiner Anstalt genau überwacht, während man sich mit der Untersuchung seiner Bücher beschäftigte. Das Deficit soll ein ungeheures sein. Das Actionscapital von zwei Millionen mit den Reserven, die sich auf ungefähr 800,000 Francs belaufen, sollen ganz verloren sein. smnrf 51050 Nmr * chsmark 880 Ku 'zeichneten Vertret«! nnschbciren Anskvis -- 21 6 Sgr- - tischerseits die Mahnung, die einheitliche vertrauensvolle Festtagsstimmung in ä z- ^e Tage der gemeinsamen Arbeit hinübcrzunehmen und das Bewußtsein tiefer Darmstadt, 9. September. Zur Einführung der Reichsmarkwährung nationaler Uebereinftininning nicht durch Meinungsverschiedenheiten über die 7 ......... .....~c Mittel und Wege stören zu lassen. Auch bei dem weiteren Gange der politi- „Bei der Umrechnung, die zufolge Einführung der Reichsmarkrech- scheu Entwickelung und der davon unzertrennlichen Kämpfe müsse man der Kund- o. < gebungen am Sedan-Tage bewußt bleiben und daraus ein festes gegenseitiges zunehmen ist, können Pfennigbeträge, welche nicht Vielfache ter Zahl zehn find, Vertrauen gründen, wodurch am sichersten auch anscheinend vorhandene Gegen- bis höchstens zu dem nächst höherem Vielfachen von zehn abgerundet werden, (ätze überwunden und die gemeinsamen Aufgaben für das Vaterland erfüllt Aus die in § 1 des Finanzgesetzes vom 30. November 1873 ausgedrückten werden. Geldsatze, sowie auf Geldbeträge von 3 Kr. uud weniger findet die vorsieheude! Meiningen, 9. September. Nach osficieller Mittheilung sind 200 Bestimmung keine Anwendung." Die Motive dazu besagen, es fei jetzt erfor-jHäuser abgebrannt, in welchen sich nach der Volkszählung von 1871 537 derlich, die in einer Anzahl von Gesetzen und Verordnungen enthaltenen Geld-,Haushaltungen mit 2394 Köpfen befanden. Am nöthigsten sind Wäsche jätze auf Grund der Vorschriften im $ 2 des Art. 14 des Reichsmüuzgesetzes'und Geld, vom 9. Juli v. I. umzurechueu. Hierbei würden zum Theil Pfennigbelräge' schreiendere oder widerwärtigere Kundgebung der Feindschaft des Ultramonta- nismus gegen die nationale Strömung in Deutschland gemacht werden können, und die natürliche Folge war, daß in ganz Deutschland eine begeisterte Entschlossenheit geweckt wurde, die Oberherrschaft der nationalen Jntereffen geltend zu machen und die Anhänglichkeit des ganzen Volkes für die Lache, welche bei Sedan gesiegt hatte, zum Ausdruck zu bringen. Wenn Bischof Ketteler uud seine Gesiuuungsgenosfen diese Sache als den Triumph der freisinnigen Ideen über katholische Grundsätze an ff aff en wollen, so steht ihnen das frei. Daun Berlin, 9. September. Die „Prov.-Corresp." bespricht nochmals die aber trennen sie sich unwiderruflich von dem Herzen, dem Geiste und dem ^Sedan-Feier, reprodncirt mehrere Stellen aus den Festreden des sächsischen Leben Deutschlands. Wenn wir nicht irren, ist Bischof Ketteler derselbe Prä- - BÄultusmiuisters v. Gerber und des Kriegsministers v. Fabrice, weist auf den lat, der vor nicht langer Zeit den Fürsten Bismarck herausforderte, bestimmte eif^gpatriotischeu Geist hin, der mit gleicher Entschiedenheit und Kraft auch in Beweise dafür beizubringeu, daß der katholische^Clerus und die Bischöfe im letzten - ^Mschdeutschland hervorgetreten ist und hebt hervor: „Je größer die Genug-j Kriege Sympathieeu für Frankreich gehegt hätten. Die Anklage von damals thuung über diese Wahrnehmungen ist, desto ernstere Beachtung verdiene patrio-> beruhte ohne Zweifel mehr auf Schlüssen als auf offenen Handlungen, allein Berlin, 9. September. Die Zeitungs-Nachricht, es sei eine Verstär- ^ehrer^kung des in den spanischen Gewässern kreuzenden deutschen Geschwaders be- X -tollt r , wird von unterrichteter Seite als unbegründet erklärt. Bisher ist dk ÄMrüber nichts beschloffen. U, Steintveg 3, ml$e, ließen._______________ in DannM _ itif«! * AlNvt« r.... Mt ihin L’itt nnt 5'“' 1 7 ■ badt'M 1 tto« fl nahm f ■'•«, wo tl" (.eldco *7° % fraakfurl f«>MU lirbc##1 Ikoburg ' jiyere ' firUemb. 1 . । ( < tki 1 ( ( ft r la Ludwb do. de. do. ii TI blinden Zufall ein bebeuttnbtr Spielraum gegeben, ifl auch den Bestrebungen geschloffen aus' tretenden (ßDtcritn Thür und Thor geöffnet, — Alle» jetzt von größerer Bedeutung, wo durch bie erste Wahl die neue Institution in unser (»jeweindelkden kinqksnhrt und eingebürgert werden soll. — Die „Malnzeiiung" berichtet in ihrer Rr 2U2 au» • Darmstadt, 28. Aug. Die üintheilung der Stadt Darmstadt in Wahlbezirke für die Stabtverordnetcnwahl hat zu einer eigenthümlichen Srichcinung Anlaß gegeben Die Bezirke sind gebildet worden, um der Wählerschaft, welche man alb zu zahlreich zu einer wirklichen Verständigung annahm, mehr Beweglichkeit und Actionsfähigkeit zu geben Sine kleine Wadl- körverschaft kann sich selbstständiger bewegen unb ihren wahren Willen leichter zum AuSdruck bringen, als eine große. Das ist der Sinn der neuen Einrichtung. Kein Mensch aber hat daran gedacht, baß mit dieser Wählereintheilung Schranken in unserem Gemeinwesen gezogen werden sollten Ties ist aber dock das Resultat, das vielfach eingetreten zu sein scheint. Es Mo Telegraphische Depeschen. Nauheim, 9. September. Heute Abend 7f/2 Uhr kau. der Deutsche teren gewesen fein. . London, 7. September. Ein Korrespondent der „Times im carusti- ’ schen Lager schreibt, daß alle Carlisten, mit denen er in Berührung gekom j men, weder Absolutisten noch fanatische Katholiken, und auch keine so unbedingte Anhänger ihres Königs wären, als man annehmen könnte. Dann heißt es । weiter: „Wer echte, unnachgiebige Carlisten sehen will, sollte sie unter den französischen Legitimisten und Ultramontanen suchen. Meiner Ansicht nach ist augenblicklich fast feder Franzose ein Carlist, in soweit er nämlich ein Gegner , Bismarck's ist. Die Weigerung des Kaisers von Rußland in Gemeinschaft mit den übrigen Mächten die Regierung Serrano's anzuerkennen, hat die Hoffnungen der Franzoseii übermäßig gesteigert und sie träumen schon jetzt von einer russischen Allianz, mit deren Hülfe Rache für Sedan genommen werden könnte. Dis diese Combination aber eintreten kann und da sie sonst nichts zu thun haben, so glauben sie ihre Jntereffen dadurch am besten zu fördern, daß sie für die Sache Don Carlos' eintreten. Sollte er jemals den Thron in Madrid besteigen, so würde ihrer Meinung nach nichts leichter sein, als den Papst dazu zu bewegen, aus seiner Gefangenschaft im Vatican zil entfliehen um vor Victor Emanuel und Bismarck in Toledo oder Sevilla bei den Bourbonen Schutz zu suchen. Mit einem Papste, der ihre Fahnen segnete, würden Spanien und Frankreich, möge letzteres Monarchie oder Republik sein oder unter dem Septennat stehen, sich an die Spitze aller Ultramontanen auf Erden stellen und bedürften dann wohl kaum noch der Hülfe Rußlands, da sie sich aus die Mitwirkung der katholischen Untertanen sämmtlicher europäischer Staaten, selbst auf die der 14 Millionen deutscher Katholiken, welche der eiserne Reichskanzler verfolge und unterdrücke, deren Priester er mit Geld- und Ge fängnißstrafen überhäufe und deren Bischöfe er von ihren Sitzen vertreibe, i)cr Ali. Ludwb. (I do. do. loche Nord do. Mu Ätz» '®Qra byensche Hypo iulifurleT ' do. 1 do. < iViiLi-he Hypo do < lerrruehe Oslbe krpKh-Närki?c nen Antheil am nationalen Leben haben können. 'erichterstatter der „Pall Mall Gazette" in Santander erzählt Muesten Briefe Einiges über die Thätigkeit des neuen deutschen Konsuls in Bayonne, Herrn Lindau („des Fürsten Bismarck Censor in Bayonne", wie er genannt werde), den er als den rechten Mann am rechten Orte bezeich net. Wie aus seinen Angaben hervorgeht, hat Herr Lindau nicht nur die Grenze gründlich inspicirt, sondern auch von Spekulanten, welche unter Dorwissen der französischen Regierung Magazine für die Carlisten errichtet haben, Kriegsvorrähe aller Art gekauft, Depots für Artlllertepferde emgefehen und von französischen concessionirten Verkäufern carlistische Postmarken erstanden Eine der bittersten Pillen soll die Unterredung des Consuls mit dem Marquis de Radaillac, dem legitirnistischen Präsekten der Daffes-Pyrenöes, für den letz- icigcn sich schon bie Anfänge eines Bez»rkSpatrivtiSmuS, brr genau an der Üde anfängt, wo bit Beztrksetntheilung bie Gränze gezogen hat unb an bei entgegengesetzten öde aufhört, man dort vielfach alS bas "nothwcndige Grforderniß eines Stabtverorbneten nennen, baß er in dem betref» senden Stabtbezirk auch wohne. Eine Intcreffenvertretung sinbet im Gemeindecolleg nicht statt; wer irgend ein Interesse in der Stadtverordnetenversammlung bevorzugen wollte, würbe gegen Elb unb Pflicht handeln. Unsere Stabt ist auch keineswegs so groß, daß nicht jeder gemein- sinnige Bürger sich mit allen einschlagenbcn Dcrhältniffcn vertraut machen könnte. Sollte es wirküch vorwiegender Grundsatz werden, die Männer, welche zur städtischen Vertretung berufen werden sollen, nach ihrem Logiö und nicht nach ihrer vorzugsweisen Befähigung auozmuchen, so könnte das unmöglich von gutem Erfolg sein. 2Öir warnen wiederholt davor, durch dir Art des Gebrauches des Wahlrechtes Schranken zwischen der Bürgerschaft zu zicken, Sonder inleressen und Bezirkscoterieen zu schaffen! Tas wäre tein guter Beginn städtischer Selbstverwaltung! Darum keine sechs Bezirkskrähwinkel aus der Stadl gemacht, sondern sie in ihrem ganzen Capital von Befähigung und Gcmeinsinn zusammengehaltcn Unb weiter basselbc Blatt Nr. 2Ö4 auS: Darmstadt, 31. August. Die Aufregung in den einzelnen Bezirken wegen der Stadt- vcrordnetenwahlen wächst zusehends. Die seltsamsten Anstrengungen werden tbeils gebeim, tbeils öffentlich gemacht, um bie localsten Jntereffen, Straßen- und Gaffen-Palriotiemus zur Bei' trctung zu bringen. Nur diese Abirrung vermag es dazu zu bringen, daß hartgesottene, in der Wolle gefärbte Reactionäre, wahre Vollbtut-Dalwigkianer, welche dem öffentlichen Leben seither kühl den Rücken gedreht, welche verächtlich mit echt Dalwigk'schem Hochmuth auf die Bierbavk und Volksversammlungen heruntergeschaut und Alles drangcsetzt haben, der Dalwigk scheu Herrschaft zu dienen, nun als Eandidaten zur Stadtverordnetenwahl auftauchen und sich von Local- und Straßen • Patrioten vorschieben lassen Diese Abirrung wird traurige Früchte »ringen; sie rechtfertigt bie nackte Intereffenvertretung und der Geldbeutel wird zum ent- chetdcnden Factor bei der Gemeinderathswahl. Wir beklagen diese Verkehrtheit, wir warnen vor dieser Verirrung, unb bitten unsere Mitbürger, von solch' geradezu gesetzwidrigem Treiben abzuliffenl Wir entnehmen diese Zusammenstellung der „Offenbacher Zeitung" vom 8. b. M , wclcbc daran die Frage knüpft: „Was wirb Offenbach thun? . — Wirb eö, seine ganze politi'che Vergangenheit verleugnenb, kleinlichen Winkel« unb Bezirksintcrcffen ben Weg in die Stadt« Vertretung bahnen, ober bem Geist der Allgemeinheit und den Jntereffen der Gcsammtheit zum Siege verhelfen, indem es sich für die Liste erklärt, welche der „Verein zum Schutz des Ver» sammlungsrechtes" seinen Mitbürgern vorschlägt? vüm auf der r»st Erdaus mfldflat wei ^htn, am üroßherjogli - Montag - „ von 9 tZl Pachter j Jj Behende 11 Räumen v r(r- ommlid) i , .^iammmku ' Etui,de au cNtnberg, Äekt Ä unitQ6 S»« w” ,?'kßen, den MvN! Iw £°htn Veu Un in die fr and aeaeben welche ziemlich'genommen, und sie unwillkürllch zur Betreibung euer KirchtbnrmS-Politik verleitet, deren Auf, F-D- !treten um so verderblicher wirken wirb, je weniger ba Smn für bat achte Geme.nbeleden bet rwCT ,s>ursi 'Reichskanzler jemals behauptet v 'uns entwickelt, je geringer bic Einsicht in die Bedeutung und die Schwere der nun über r hervorgetreten am Jahrestage des deutschenpommenen Pflichten noch ist. Ganz abgesehen davon, daß bei dem angegebenen Modus dem r als den einer Sache zu bezeichnen, mit welcher jiftren dürsten. Er will in den Siegern von Sedan unter solchen Umständen darf er sich kaum beklagen, nimmt und wenn ganz Deutschland erklärt, daß er Kronprinz auf dem hiesigen Bahnhof an, unter Musik und Begrüßung durch den Stadtvorstand empfangen. Er hielt seinen Einzug unter Glockengeläutc jassen könnten Man 'maq^ über dergleichen Voraussetzungen denken wie man durch die Ehrenpforte und die festlich geschmückte und erleuchtete Stadt nach will- ihre momentane Wirkung ist jedenfalls die, den französtfchen Behörden dem Cnrhanfe, wo er Wohnung nimmt. Ans der Terrasse vor dem Carhause mannigfache Schwierigkeiten in den Weg zu legen, da dieselben dadurch veran- unter Anwesenheit vieler fremder Curgaste und Fremder war Abends großer laßt werden, in ihrem Verhalten den spanischen Carlistcn gegenüber, zwischen Fackelzng, Gesang und Militärmusik. t>cr «urckt vor dem Mißsalle» Di-Nnarck^, salls sie da in der Bewachung der 2L.-N, 9. September. Cardinal Schwarzenberg iprach al« Führer Greine lick zu nachlässig »eigen, und der Besorgniß vor der Unpopularität bei einer Deputation von der herrschende» Kirchcnversolgung und cmpsahl bie torem eiaencn Volke, falls sic die Bewegungen der Carlistcn zu scharf bcschrän- Kirche dem Schuhe des Kaisers. Der Kaiser entgegnete, daß, wen» Verhält ken bin und Ker »ü schwanken." »issc ihn bisher gehindert hätten, der Kirche solchen Schuh zu erweisen, wie kr», hin und her zu ,a,wanren. , * Wünscht, so habe er immerhin Vieles verhmdert, was die Kirche bpaiuen. mehr geschädigt hätte, als was ihr bisher Nachtheiliges zngesügt worden sei. Madrid, 9. September. Der General Lopez Pinto hat eine Car Ueberdies versprach er, die Kirche zu schützen, so viel feine Kräfte gestatten, listen Abtheiluna bei Mora in der Provinz Temel nach einem zehnstündigen Berlin, 9. September. Die „Prov. - Corresp." tbe.lt bie bekannten blutigen Kampfe vollständig geschlagen Die Stadt und das in der Nähe ge- Thatsachen über den Angriff der Carlisten auf den Albatros und die Gr legene Schloß wurden nach heftiger Vertheidigung Seitens der Carlisten durch widerung des Fuiers mit und fügt hinzu: Der Zwischenfall durfte damit die Truppen erstürmt. Die Verluste der Carlisten an Tobten unb Verwun erledigt sein. beten sind sehr beträchtlich. Bonn, 9. September. Im hiesigen Centrallocale bes BorromäuS- Vereins fanb eine polizeiliche Haussuchung statt. Viele compromittirenbe SuJIUCuCll. Schriftstücke würben mit Beschlag belegt. Stockholm, 9. September. Der König von Schweben ließ ben Kaiserslautern, 9. September. Nach Inspicirung bes Divisions- Theilnehmer an ber österreichischen Nordpol-Expebition, Lieutenant Payer, Manövers kehrte der Kronprinz des deutschen Reiches nach Homburg zurück, durch den österreichischen Consiil in Christiania telegraphisch einlaben, Stock von wo er um bald 12 Uhr nach Nauheim abreiste. Seiner Abreise wohutea Holm au besuchen. Tausende von Menschen bei, welche bie „Wacht am Rbem" fangen. Tromsö, 8. September. Die Mitglieber ber österreichischen Norbpol- BrandeiS, 9. September. Der König von Sachsen ist hier eingc- Erpebition finb heute hier angekommen. troffen. Gras Andraffy wohnte ben Manövern bei. Die Stimmung bet —.............—Bevölkerung, namentlich ter von Prag, ist eine sehr versöhnliche, ^.rotz ter Stuhtverorbttetenmahl. frühen Stnnbe ber Abreise bes Königs waren Tausenbe versammelt, auch SDU neue 6ommunal6.fe6,.bun8, indem sie unserer städiifchen Verwaltung eine größere hatten zahlreiche Häuser illuminirt. Di. Ortschaften der Umzegend sind zahl. Selbstständigkeit und Unabbäng.gkett -«währt, .geht offenbar von drr Voraussetzung aus, daß reich geschmückt- . . ... in einer Stadt von der Größe und der Bedeutung GteßenS die Intelligenz hmrerckend vertreten Lissabon, 9. September. Der König empfängt morgen ben spanisch» fei, um den neuen Freiheiten den richtigen Gebrauch zu sichern. Wa« jedoch bisher von der (ac$ LL^'un^t« rS'X «t ' London. 9. September. Laut ein.r h--« R-chmittag °.r°ff.ntlicht.d geiegenhciten, die eine liberale Regierung und Volksvertretung vertrauensvoll in ihre Handc Mittheilnng der Cable Compagnie ist bie telegraphische Verbinbung mit JctWi qcleat hat, würdig und gervachsen zeigen, so muß sie vor allen Dingen bei bin demnächstiaen wilder hergestellt. Stadverordnetenwahlen den Brwe,» liefern, daß ihr der Sinn für dir Gemeinsamkeit aller ——, ____________ städtischen Jntereffen nicht durch die Smflüsterungen des ILHrgeizcv einzelner Persönlichkntcn B e r M i s (t) t e S. oder durch die Gereiztbelt nniflntr Quartirre, welche sich durch die seitherige städtische Ber o .. waltuna binttT andere zurvckqesetzt glauben, «bbandcn gekommen ist. Nur wenn ein reger, vor Wetzlar, 8. September. Gestern wurde ber Aßlar die Leiche em^ Sol < urtbeilsfreier einzig und allein dem Gemeinwohl ergebener Bürgersrnn die Wahlen beherrscht, Heff. Infanterie. Regiment Rr. 81 gelandet, der beim Waffe,holen in d.e D.ll gefallen url wird Gießen der traurige Ruhm erspart bleiben, die einzrge Stadt im Großberzogthum zu ertrunken war. leiLt ereignen, daß Persönlichkeiten, die bei einer kinbeit- Vorwürfen. . . lirtJCIl Wahl durch das Vertrauen ihrer Mitbürger eine größere Anzahl von Stimmen auf sichs — (ütne Warnung an unsere Hausfrauen.) Eine Berliner Dame vor vereinigen würden, m Icinrm Wablbtzirkt dnrckdringtn. Außerdem wird durch diese Zer- Wochen damit beschäftigt, Fett in einer Pfanne auSzubraten. Bekanntlich °ei die tbcilung der großen Masse der Wähler der so nothweudige Zujammklidang mit dem Ganzen Procedur siedende Tropfen in Menge nach allen Seiten und eS empstehU sich, das we,i^ L i t e r a r i s ch e S. (Finnland lOblig. Thlr. ä 105 100P Obligationen . .14 Schweden 3*/z 97i/,G VgG s. Genfer Staatsobi, Nordamer. do. Baden ILivorn. Lit. I, D u. 1 Toscanische Central Böhmische West Elisabeth I. Emission <*el/2P‘/4G 95' zG 89 g 743/4P 873 ,bG 51bG 51bG 98',,b Regenschirme, Moir^schürzen und Lackhüte in großer Auswahl, empfiehlt billigst ‘mit Milchgloken empfiehlt billigst s eje jy. f, Sonn enstrasse. ß Fangmann, am Kirchenplatz. 99G 993/4P5/8G 973/4P' 8G 98‘/hP98G 1063 Bayerische Hypolhekenb. Frankfurter do. do. do. Khciaischc do Doppelte Pistolen .... Pistolen ....... 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W. „ Unionbank fl. 210 Rhein. Credithank fl. 350 Süddeutsche Bank fl 250 Cöln-Mind.St. L.A.Thlr.200 Montag den 14. I. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem hiesigen Rathbause mehrere Erdauffüllung und Pflostcrarbeit Obst-Versteigerung. Montag den 14. Septbr. I. I-, von Vormittags 9 Uhr an, laßt Pachter Lynker zu Scbiffenberg die ihm zustehende Obsternte, des ehend m a. 300 Bäumen vorzüglicher Aepfel und Birnen öffentlich meistbietend versteigern. Zusammenkunft und Anfang zur bestimmten Stunde aus dem Schiffenberg selbst Schiffenberg, am 10. Septbr. 1874. In Auftrag: Grotzherzogliche Bürgermeisterei Hausen. D c_ vertilgt sofort Wanzen nut Brut. 5 Sgr. Garantie. Niederlage bet Carl Hoffmann. Pfalz. Ludwb. (Bexbach) do. do. Pfälzische Nord . . - do. Max . ._____ 4>/2 96J/eP 1>/2 98i/2G 4,/2 - 3 177/gl8 4,/z - 4i/2 983/bb 4 Bayerische Bergisch-Märkische VII. . Hess. Ludwb Thlr. ä 105 fl. 30015 . .15 ILivorn. Lit. C, D u. D 2 Fr.|3 [38 74P‘/bG !623/8Pi/4G Versteigerung. Montag den 14. d. 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Besonders wichtig ist daß die gegenseitige Reductton der Mark und Franken sowohl nach dem gebräuchlichen Der- hältniß von 100 Centimes — 80 Markpfennigen, als auch nach dem reellen Wcrthver« hältnisse (100 Cent — 81 Pfennigen) durchgeführt ist. Die erstgenannten Tabellen eignen sich vorzugsweise für den Gebrauch der Casicn- und Rcchnungsbeamten, Bankiers re., ber „Universal-Münzumrechner" für das große Publikum überhaupt. Die Ausstattung ist sehr 5»' «eine M ' aber 1« ./'" scheint. (?i tue ti; *l- man fein 'n Dem betreffs "'chl statt ®tthrtunfi ierufit] "SUNg auszusuchn, davor, buch bi Wen, Sonin: beginn sliWn eniait, sonbnn jii Polizei wegen vorläufig untergebracht. Das Sind hat anscheinend eine Verletzung deS JHücfen* marks davongctragcn. Der Schurke wurde vorgestern Nachmittag verhaftet. (M. Z.) 4 — 4 95V4b 4' 5 69i/4Pi/bG 4 Vs 66’/2P‘/4G 5 76VzG 4Vz 1O3'/4P23' S Bekanntmachung. ^Die Aepfel und Birnen von den Bäumen auf der Anlage vor dem Frtedhof und am Berge bei der Schule tn der Neustadt, sollen Freitag den 11. September d. I., Nachmittaas 2 Uhr, versteigert werden und wird der Anfang am Berge bei der Schule |in der Neustadt ^Gichen, den 9 Septbr. 1874. Grotzherzogliche Bürgermeisterei Gtetzen. V o g t.__ Goldene Medaille. Bremen 18/4. Bewirkt laut Urtheil der Maschmen- Prüfungs-Section der Universität Halle a. 8. Erleichterte Zugthätigkeit der Last- Bl pferde um ca. 20 Procent. Schonung der Lastpferde und Geschirre um ca. 33 Procent. Fel4 ich a!6 nb empjchl die , wem Vtthält- m emchii, wie , was die Allhe ehigt werde» sei. Oe gestatten- 4t die bdanntt" ros" und die sali dürfte W des W* . coinpromittirendr lfl des «#S , Homburg H Abreise e Stimmt ‘ ihvliche. J Pateiit-Pstrdi-schoner. 4343] ---------- -- »Oy ! igrömier s Patent-Brenner Rheinische St. w 250 4 do. Lit. 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Als sie sich der Wuth de« Barbaren entzogen hatte, nahm d eser ras ndüa im Bett schlafende Kind, hob c8 an beiden Aermchen tn btc Hohe und stampfte es dann mll aller Macht auf den Boden, so daß beide Beinchen knickten. D°r°uf was der xL'-.irr .s «mä « SS; S’Z «T*.. JSCigg —- « """ » September 1ST4 . Aiileheiia-LooMe. Anleheiig-Loone« Preuss. Prämien-Anleihe Thlr. 100 3‘/2 129i/2G Koln-Minden Prämien 100 3‘/2 1065/bPi/aG Bayerische Prämien-Loose n 100 4 120/4G Badische Pramien-Loose 100 4 1193/4bG Badische Loose fl. 35 — 72 t/2b Braunschweiger Thlr. 20 — 24\8bG Gross. Hess. Loose fl. 50 — 245bG do. . . fl. 25 — — Kurhessische .... Thlr. 40 — 76P757/8G Nassauer...... fl. 25 —. 49P483/4G Meinn. Pram.-Pfandbriefe Thlr. 100 4 102VtibG Meinninger Loose . . . fl. 7 — 9*/&b Oldenburger . . . . Thlr. 40 3 421/4Pt/bG Oesterreicher von 1839 fl. 250 — — do. „ 1854 fl. 250 4 108bG do. „ 1860 fl. 500 5 109Vtb do. „ 1864 fl. 100 — — do. „ 1858 Cred.fl. 100 — 205b Ungarische Staats-Loose fl. 100 — 104i/2Pi/4G Finnländische . . . . Thlr. 10 — 12i/4P i/8fl Schwedische .... n 10 — 16________ Cons. Obligationen 4'/2 — Gr. Hessen Obligationen . . do. 4 72 1 100P n Luxemb. do. 3'/2 903/hbG n do. 4 99V P AG Oesterr. do. 3>/2 94P do. 1 993/4G Ungarn do. 4 99 ‘AG Belgien do. 1 jährig 4'/r 1013/4b Italien do. do. 4 94b n do. 5 1O5‘/,P 5G p do. 4*/2 — Russland do. 4 98‘/4G n do. • - 5 — n do. -z • 1' 2 —— n do. 1 98t 4G__ Finnland 5 — 5 104‘/4b 4'r 1OO3/8P‘/CG A',t 100 V8b 4 — 5 — 4'/r — 4 945'&P'AG 4Vr 10074^56g l4V= IOOVrG Verwaltungsgesetze 4412) In der Unterzeichneten ist vor- räthig : Kreis- und Provinzialordnung. Schulgesetz, Städte-Ordnung, Landgemeinde- Ordnung, Anleitung zur Wahl in Stadt- und Landgemeinden je 7 fr. Ferbe r'fche Buchh. in Gietzen. 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Ein Familienlogis, bestehend aus sechs großen Zimmern, Cabinet und allen Bequemlichkeiten sammt GartenvergnÜpen ist zu vermiethen nnd 1. October zu beziehen. Näheres bei der Erp, d. Bl.__ 4215) Ein Familienlogis und ein Laden zu vermiethen bei Christian Frech 4427) Ein Familienlogis, mitten in der Stadt, vom 5—8 Zimmern ist zu vermie then und per 1. Januar 1875 zu beziehen _________________Näheres bei I Blitz. 4407) Ein kleines möblirtes Mansarden zimmer zu vermiethen. Neuenbäuen B. 99. 4406) In einem neuer bauten Hause vordem Neumwegerthor ist ein schön möblirtes Zimmer zu vermiethen. Näheres beiJ. Blitz. 4357) Eine Bäckerei zu verpachten. Näheres bei der Exp. d Bl______________ 4356) Zwei freundliche kleine Parterrc- logis sind zu vermiethen.______F. 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