Gießener Anzeiger \V/ Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen Nr los Montag den 11. Mai politischer Theis. Wieder- W! rn, gericht Langen, Georg Best, in Anerkennung seiner fünfzigjährigen mit Eifer bekommen' 7. Namensveränderung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- e! y 'sehen s ivrrben en. Die Festlichkeit und Treue geleisteten Dienste die goldene Perdicnst - Medaille des Lndewigs- Ordens und am 4. April dem früheren Ortseinnehmer zu Rendel, Ludwig Walter, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen. 6. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens. Se. König!. Hoheit ter Großherzog haben allergnädigst geruht: am 12. April dem Daniel Heim in Offenbach die Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen vier-etlätzrtß 1 JL 11 h. en Durch btt Vvft bezogen vleseljLhri- i fl. n h. aus, Heidboff bk m 8-/2. 73ü6rt blt . Es fteul um, >en, daß eine voll- Nkiner Klankbeit Osteiden zu gestatten, daß dieselben künftig statt des bisherigen den Familiennamen Arnold führen. 8. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 15. April dem Schulamtsaspiranten Philipp Orth aus Pfaffeu-Schwabenheim die kath. Schulstelle zu Groß-Umstadt und am 17. April dem Schlilamtsaspirauten Conrad Bormuth aus Schönberg die zweite evang. Schulstelle zu Hühnlein zu übertragen; am 18. April den Rittmeister a. D., Grafen Ferdinand zu Isenburg - Phllippseich, zum Rittmeister ä la suite der Kavallerie zu ernennen; und am 21. April den Bahnmeister der Bahnmeisterei Langen der Main-Neckar-Eisenbahn, August Dittmar, zum Secretär bei dem Betriebs-Jnspector dieser Eisenbahn und den Kreisbauaufseher-Aspiranten Theodor Petri aus Darmstadt zum Bahnmeister der Bahnmeisterei Langen zu ernennen. 9. Versetzung in den Ruhestand. 10. Abschiedsertheilung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 24. April dem Rittmeister ä la suite der Kavallerie, Frei- herru vou Schauroth, den Abschied als Osftcier ä la suite, auf sein Nach- - suchen, zu ertheilen. löschen, sie glimmen vielmehr unter der Asche fort. Wenn es irgend einer französischen Negierung von den Parteien im Lande gestattet ist, den Zeitpunkt für den Nevanchekrilg zu wählen, dann wird dieser Krieg um so furchtbarer sein, abgesehen davon, wie viele Jahre Deutschland durch den bewaffneten Frieden Elsaß-Lothringen veriheidigt hat. Auf den ersten Blick könnte es scheinen, als ob die bezüglichen Debatten im englischen Hause der Lords einen allarmirenden Charakter trügen. Das Haus sowohl als die Negierung glauben an eine neue Auflage des deutschfranzösischen Krieges. Neu ist dieser Glaube jedenfalls für Niemand, der sich nur einigermaßen mit Politik abgiebt. Die wohlgemeinte Reserve, welche Lord Derby sich selbst auserlegt, mag gerade Vielen allarmirend erscheinen, doch sie war nur durch staatsmännische Courtoisie geboten. Die Discussion im englischen Oberhause wird weder an den deutschen noch an den französischen Rüstungen etwas beschleunigen, noch etwas verzögern. Jedenfalls aber hat die versuchte Thiilnahme des Oberhauses an der auswärtigen Politik wiederum den Peweis giliefert, daß Dlaubücher und Staatsmänner zugeknöpft sind. gen, „aufrichtigen" Blaubuch zu machen, dann hat er eine bittere Täuschung erfahren. Lord Derby kann aus Rücksicht auf andere Negierungen die gewünschte Correspoudenz nicht vorlegen, will aber andere Schriftstücke, die ohne Aus dem englischen Oberhause. Im englischen Hause der Lords ist vor einigen Tagen hohe auswärtige Politik getrieben worden. Lord Nussel verlangte die Vorlegung der diplomatischen Correspondeuz über Verhandlungen der Continentalmächte zur Aufrechterhaltung des europäischen Friedens. Selbstverständlich sind in erster Linie Deutschland und Frankreich als diejenigen Mächte m's Auge gefaßt, von denen am ehesten eine Störung des europäischen Friedens zu befürchten ist. Wir wollen nicht von der Erbfeindschaft der Deutschen und Franzosen, auch nicht von dem Nivalenthum der beiden großen Nationen sprechen, aber Lord Ruffel hat zwei Behauptungen ausgesprochen, welche kaum angezweifelt werden können. In Frankreich gilt die von Deutschland vollzogene Annectirung Elsaß- Lothringens als eine Spoliirung des französischen Gebiets, für welche die Nation Revanche nehmen will. Deutschland dagegen erblickt in der Einverleibung Elsaß-Lothringens nur eine Zurückeroberung gestohlenen Gebietes, daß unter allen Umständen — also auch mit Waffengew alt — behauptet wer den muß. Der Keim zu einer neuen Auflage des deutsch-französischen Krieges ist zweifellos vorhanden. Wie wird England sich verhalten, wenn die Befürchtung einer Störung des europäischen Friedens wirklich einmal recht nahe liegt! Das ist der langen Rede kurzer Sinn, mit welcher Lord Russe! dem Leiter der auswärtigen Politik Englands, dem Lord Derby, diplomatische Ent- hüllnngen ablocken wollte. Der interpellireude Lord gestaltet sich zugleich, der Diplomatie einige Dircction zu geben; der Einfluß Englands im europäischen Rathe ist so groß, daß es in seiner Macht steht, den europäischen Frieden aufrecht zu erhalten und deshalb hofft Lord Ruffel, daß die englische Regierung alle verfügbaren Mittel zur Erhaltung des Friedes anwendeil wird. Was den für die Großmacht Englands in Anspruch genommenen europäischen Einfluß betrifft, so werden wohl nur Wenige unbedingt auf Seiten Lord Russel'S stehen. Die auswärtige Politik Englands hat seit der Vernich tung des Londoner Protokolls, betreffend die Elbherzogthümer, leine besondere Erfolge auszuweisen, man würde der Wahrheit viel näher kommen, wenn man von einer Reihe Niederlagen spricht. Es liegt auch Grund vor, weshalb das gegenwärtige Tory-Cabinet sich eines größerem Einflusses erfreuen sollte, als frühere Tory- und Whig-Cabinette. In verzeihlicher Weise überschätzt der edle Lord den europäischen Einfluß der Regierung Ihrer Majestät. Damit soll natürlich nicht gesagt sein, daß die Stimme Old Englands im Vereine mit anderen gewichtigen Stimmen nicht in's Gewicht fiele. In Bezug auf Erhaltung des europäischen Friedens gilt vorzugsweise das „Einigkeit macht stark." Wenn Lord Russe! mit seinem Antrag auf Vorlegung der bezüglichen diplomatischen Correspondeuz auf Erfolg gerechnet, wenn er gehofft hat, durch dieselben den Leiter der auswärtigen Politik Großbitanniens zu einem lebcndi- «rjchemt täglich, gilt nahm« Sonntags tpebitioR: G a nx SU. v. 1h. 1. schichte [2374 chmM. ch in Serkenrode untet’m 4;/2. 73: wgenbach ist V?.on esseruna begriyen. mzen Mg Mer f In Mettingen be- ha?? Jeh|C’ Diuilchlauü. Darmstadt, 6. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 24 enthält: 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, die Uebergangsabgabe von Bier betreffend. 2. Bekanntmachung Großherzoglichen Ober - Consistoriums, die Ergebnisse der Verwalrung der allgemeinen geistlichen Wittwenkasse vom Jahr 1872 betreffend. 3. Bekanntmachung Großherzoglicher Brandversicherungs-Commission, die Aufbringung des Bedürfnisses der Großherzoglichen Landes-Brandversicherungs- Anstalt für 1873 betreffend. 4. Bekanntmachung Großherzoglichen Kreisamts Mainz, die Umlagen für die Stadt Mainz pro 1874 betreffend. 5. Ordensverleihungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 13. März dem Ortseinnehmer zu Groß-Gerau, Heinrich Koch, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste", am 27. März dem Schullehrer an der zweiten evang. Schule zu Bechtheim, Christoph Goll, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünfzigjährige treue Dienste", am 1. April dem Kanzlei-Juspector bei der Ober-Bau Direktion, Johannes Nicolaus Töpfer, in Rücksicht auf seine fünfzigjährigen mit Eifer und Treue geleisteten Dienste das Ritterkreuz 2. Classe des Philipps Ordeus, an demselben Tage den Polizeisoldaten bei der Polizei- Verwaltung der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt, Christian Arheilger und । Conrad Formhals, das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für fünf- Unbequemlichkeit dem Hause mitgetheilt werden können, demselben gern zugehen zigjährige treue Dienste", am 2. April dem Landgerichtsdiencr bei dem Landlassen. Diese Erklärung Lord Derby's ist gewiß correct und sowohl gegen ^,inApn >" fpinpr fimhmMhrmpn mit fäifpr auswärtigen Regierungen, als auch gegen das Oberhaus verbindlich. Wir! können an dieser Stelle nicht Unterlasten, darauf hinzuweisen, auf wie schwachen! Füßen selbst in England, dem Lande des ausgebildeten Parlamentarismus, die! Controle der gesetzgebenden Factoren auf die auswärtige Politik der Regierung" steht. Die Antwort ist bezeichnend genug: Was Ihr wissen wollt, könnt Ihr! nicht erfahren, dagegen steht Euch bte Leclüre anderer Schriftstücke frei. Die ganze Antwort Lord Derby's trägt die Signatur, daß der Leiter der auswärtigen Politik zugeknöpft sein muß. Es ist schwierig, meint der Lord, der ihm von Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland verliehenen großen golde- in allgemeinen Ausdrücken und Wendungen einen so wichtigen Gegenstand zu neu Ordensmedaille am St. Annenbande zu ertheilen. erörtern, allein seine Stellung erfordert, daß er nur in allgemeinen Ausdrücken 7. Namensveränderung. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller-- unter großer Reserve Antwort geben kann. Das ist wenigstens ehrlich, vielleicht gnädigst gernht: am 31. März der Margarethe und Luise Rothermel von Ober- hätte er noch hinzufügen können: Wundert Euch nicht, wenn Ihr nach meiner Rede ebenso klug seid als vorher. Die Machtfrage Englands bleibt in der Erwiderung Lord Derby's fast unerörtert. Natürlich wird England bei drohender Kriegsgefahr Alles anfbie- ten, um den Ausbruch des Krieges noch zu verhindern — doch darf England in keinen Streit verwickelt werden. Es ist das dieselbe politische Richtung, welcher England seit zehn Jahren, gleichviel unter welcher Regierung, immer treu geblieben ist. Im Uebrigen glaubt Lord Derby nicht an einen nahe bevorstehenden Revanchekrieg zwischen Deutschland und Frankreich, er hält es aber für unehrenhaft, zu läugnen, daß in den gegenwärtige.i Erscheinungen einiger Grund, zu Mißverständen und Besorgniffen gefunden werden kann. Je länger aber überhaupt Feindseligkeiten ausbleiben, desto geringer wird die Gefahr, denn im Laufe der Zeit muffen sich die Leidenschaften mehr und mehr abkühlen. Im Allgemeinen kann jeder calmirende Politiker diese von Lord Derby unter Reserve gegebenen Erklärungen auch unter Reserve unterschreiben, nur möchten wir gerade in Anbetracht der Beziehungen Deutschlands zu Frankreich uns dagegen erklären, daß ein längerer Aufschub die Kriegsgefahr überhaupt vermindert ; die chauvinistischen Leidenschaften in Frankreich werden sobald nicht er- itn ggrgtn 1t 15 Hl. in t! IVncMr- I 8» "Inter 4$* 11. Eoncurrenzeröffnungen. Erledigt sind : die evang. Pfarrstelle zu Wöllstein mit einem jährlichen Gebalt von 1510 fl. 7 fr.; die evang. Pfarrstelle zu Biebelnheim mit einem jährlichen Gehalt von 1101 fl. 16 fr.; die evang. Pfarrstelle zu Queckborn mit einem Gehalt von 889 fl. 4 fr. jährlich; die evang Schulstelle zu Sichenhausen mir einem jährlichen Gehalt von 400 fl.; die evang. Schulstelle zu Maffenheim mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl. Berlin, 8. Mai. In hiesigen Regierungsfreisen bricht sich mehr und mehr die Ueberzeugung Bahn, daß die weltlichen Gewalten Deutschlands in Gemeinschaft den Uebergriffen der Infallibilisten entgcgenlreten und als geschloffene Phalanx dem UltramontaniSmus sich entgegenwerfen muffen. Man hält es bei der offen ausgesprochenen Prätension der Curie, daß, wo immer ein Kirchengesetz mit einem Staatsgesetz im Widerspruch steht, das letztere zu weichen habe, für ein eitles Beginnen, sich auch nur mit der Idee eines Versuches zu beschäftigeit, die Hierarchie zum Einlenfen zu einer Uebereiufunst über «inen modus vivendi, über das prafnsche gegenseitige Verhalten zu bewegen. Die Geschichte zeigt allerdings, daß, je lebhafter und hastiger die Angriffe wurden, denen das Oberhaupt der Kirche ausgesetzt war, um so unbedingter der Episcopat, überhaupt der ganze Clerus sich dem Primat der römischen Kirche unterordnete. Diese Erscheinung hat darin ihren Grund, daß der Ka- tholicismus, soweit er sich durch seine berufenen Organe ausspricht, mehr und mehr ultramontan geworden ist. Die Kirche betrachtet sich als im Kriegszustände befindlich, und unter der Fahne ist Subordination die erste Pflicht Ob die mit diesem straffen Zusammenziehen der hierarchischen Organisation nothwendig verbundene Steigerung der firchlichen Ansprüche dem wahren Interesse der Kirche entspricht, darum fümmert man sich wenig. Mit Recht hält man es deshalb für um so nothwendiger, mit dem Aufgebot aller Kräfte des Deutschen Reiches und mit der größten Entschiedenheit dem ultramontanen Treiben zu steuern. Berlin, 8. Mai. Das Abgeordnetenhaus nahm zunächst das Zwangs- enteignungs-Gejetz in definitiver Schlußabftimmung an und setzte sodann die zweite Berathung des Declarations-Gesetzes zu dem Malgesetz über Vorbildung und Anstellung der Geistlichen fort. Der Cultusminister erflärte im Einver- ständniß mit den von dem Abg. Wekrenpfennig beantragten Zusatzartifeln, wonach die Besetzung erledigter geistlicher Stellen eventuell durch den Patron oder die Gemeinden erfolgen soll, die Regierung würde, falls die von Weh renpsennig beantragten Zusatzartifel abgelehnt werden sollten, eine ähnliche Vorlage einbringen. Sybel erflärt sich für den Zusatzartifel, schildert das Treiben der ultramontanen Fanatifer in Bonn und im Saarbrücker Kreise zur Vethörung der Volfsmaffcn, und fordert die Mitglieder des Centrums auf, die Fanatisirten vor Ausschreitungen zu bewahren, widrigenfalls Die Verantwortung dafür ihnen zufalle. Derselbe Redner führt an, in Bonn hätten die Ultramontanen bei dem letzten Wahlfampfe verbreitet, Fürst Bismarck wolle selbst Papst werden, und noch schlimmer wie Bismarck seien die Liberalen Bonns, sie wollten, daß der Papst nach Deutschland geschleppt, ihm der Bauch aufge schlitzt und die Eingeweide herausgerissen würden; am 15. Mai sollten die katholischen Kirchen zugeschloffen und die Katholifen eingesperrt werden. Im Vermischtes. — Cin düsteres Familiendrama hat sich dieser Tage in Neuscköneseld bei Leipzig ab* gespielt. Lin dort wohnendes, in Unfrieden lebendes Ehepaar war in Streit gerathen und der Mann batte sich hierbei so weit hinreißen laßen, seine Frau ie gröblichster Wehe zu mißhandeln und am Halse zu würgen. Auf da« entstanden, Geräusch bin eilte die in der Küche belästigte achtzehnjährige Tochter herbe, und bemüdte sich, ihren Tater von der mißhandelten Mutter bin* wegzuziehen Ein Schlag ins (Besicht war die Antwort, die sie vom Vater erhielt, der hierauf auf« Reue über die gequälte Frau herfiel. Da versetzte die Tochter mit einem Hackemesser, welche- |tt zufällig aus der Küche mir in die Stube genommen, ihrem Vater mehrere Hiebe über den Kopf, io baß er zusammenbrach. Das Mädchen stellte sich später freiwill,, dem Gericht. Der Later ist glücklicher Weise nicht lebensgefährlich verwundet. Hunt losen (Oldenburg), 19. April- Em sehr trauriger Unglücksfall ereignete sich nach Mittheilung der O. Z. am Freitag den 17. d. in der benachbarten Gemeinde Sroßkneten. Abend« */, nach 10 Uhr, alS die Bewohner im ersten tiefen Schlafe liegen, gerälh da« einsam stehende Haus bes Reubauers und Schlesiers Hellbusch m Flammen unv die ganze Familie, bestehend aus fünf Personen, Later, Mutter und drei Kindern, wird ein Raub derselben. Ein Landmann aus Großkneten, der auf dem Heimwege be.iriffen, sieht das emiam stehende Hau- brennen, eilt hin, schlägt die Fenster ein und ruft in die Stube hinein, die tndeß längst rem Feuer ergriffen ist-, keine Antwort mehr, nur das Gerassel der Flammen ist laut genug ver* nehmbar, keine menschliche Stimme ist zu hören. Den Umständen nach zu schließen, sind sämmt* liche Personen, bevor die Flamme sie erreichte, erstickt Rur daS 14jährige Mädchen, welches am heutigen Tage confirmirt werken sollte, bat wohl in einem halbbewußteu Zustande noch ihre Füße in die vor dem Bette stehenden Holzschuhe gesteckt, ist aber dann wieder bewußtlos auf ihr Lager zurückgesunken. St. Avold (Lothr), 27. April. Verflossene Nacht geschah auf der vabn von Homburg nach St. Avold em sehr bedauerliches Unglück. In der Nähe der Neu: Mühle war ein Trupp Arbeiter mit Bahnarbeiten beschäftigt; um dem herankommenden saarbrücker Train aus* zuweichen, begaben sich die Arbeiter auf das andere Schienengeleise; im selben Augenblicke aber brauste der metzer Zug heran und überfuhr di« Arbeiter, die, wie es scheint, ihre Aufmerksamkeit nur auf den saarbrücker Zug gerichtet hatten. Zwei blieben auf der Stelle tobt; zwei sind mehr oder minder schwer verwundet. Die Verunglückten sind Familienväter aus der Umgegend. (Eaarg. Z.) Neuß, 3. Mai Auf dem in der Nähe gelegenen Reuschenberger Hofe bat diesen Morgen ein Kneckt eine ebenfalls dort in Dienst stehende Magd au« Unvorsichtigkeit erschoßen. ES ist die alte, schon hundert Mal dagewesene Geschichte. Der Knecht nimmt da« mit starkem Schrot geladene Gewehr des Verwalter«, welche« in einem Gange an der Wand hing, her» unter, legt dasselbe in Scherz auf da« Mädchen an, welches die Treppe hinaufging, und drückt, im Glauben die Flinte sei nicht geladen, ab. Die ganze Schrotlavung dringt der Unglücklichen in die Brust, welche in wenig Augenblicken eine Leiche war, so daß der von dem verzweifelten Knechte von hier berbeigebolte Arzt nur den Tod constatiren konnte. — In unserer Nachbargemeinde Rosellen steht schon seit Mittwoch ein etwa 10 Morgen große- torfbaltige- Gemeinde« grundstück in Brand. Bei der großen Trockenheit ist es bi« jetzt nicht gelungen, da- Feuer, welches an dem Torf und dem dürren, den Boden bedeckenden Schilf reiche Nahrung ßndet, eilizuschränken, viel weniger eß zu löschen. Die allgemeine Vermuthung geht dahin, daß da« Feuer durch böswillige Brandstiftung entstanden ist Borghorst (Wests ), 1. Mai. Am Dienstag, 1 Uhr Mittag«, wurde unser Dorf durch Feuerlärm in Schrecken versetzt. Es war Feuer ausgebrochen in der Nähe des Krankenhauses und griff so schnell um sich, daß bald vier kleine Wohnungen in Flammen standen. Trotz schneller Hülfe waren die Häuser rettung-lo- verloren, auch konnte nur Weniges darau« ge« rettet werden, die beiden anderen, unter diesen da« neue Armenbau-, wurden nach mühsamer Anstrengung gerettet. Eine Scene zu Anfang de- Brandes war herzzerreißend. Au- einem brennenden Häuschen schrie ein krankes Mädchen, daß dem Tode nahe war, mit letzter Kraft um Hülfe. Man eilt hinein und findet die Kranke verzweiflungsvoll in dem Bette, worauf schon Flämmchen züngelten. Ohne ihr schützende Kleidung anlegen zu können, muß sie heraus« getragen werden. Ein Dienstmädchen aber, von Mitleid gerührt, reißt sich einen Unterrock vom Leibe und umhüllt damit die arme Kranke, die dann zum Krankenhause geschafft wird. Kreise Saarbrücken werde prophezeiht, Anfangs Juni stehe ein Krieg bevor, die Franzosen färnen zur Rettung der heiligen Kirche. Rach längerer Debatte wurden die Zusatzartifel Wehrenpfennig's angenommen, die Anträge Cnny's betreffs der Succursal - Pfarreien, gegen welche sich der Cultusminister erflärte, zurückgezogen. Morgen findet die dritte Berathung deö Gesetzes über Derwal- tung erledigter Bisthümer und des Declarations - Gesetzes zu den Mai- Gesetzen statt. Berlin, 9. Mai. Abgeordnetenhaus. Dritte Berathung des Gesetz- Entwurfs Über die Verwaltung erledigter Bisthümer. Rach langer General- Debatte, in welcher Reichensperger, Wierzbinsfy, Respondef, Baudri und Windthorst gegen, Bethnsy-Huc, Hänel und Aegidi für Die Gesetzvorlage sprechen , wird ein Antrag Windthorst's abgelehnt, wonach das Gesetz erst nochmals an die Commission zur Berichterstattung darüber zurückgewiesen werden sollte, welche Aenderungen der preußischen Verfaffung der Annahme des Gesetzes vorausgehen müssen. Hieraus werden die einzelnen Paragraphen des Gesetzes ohne Debatte angenommen, sodann das ganze Gesetz mit 257 gegen 95 Stirn men genehmigt. Das Haus nahm im Fortgänge der Sitzung in Dritter Berathung die Gesetzvorlage wegen Declaration resp. Ergänzung des Gesetzes über die Vorbildung und Anstellung Der Geistlichen unverändert nach dem Bc- schluffe der zweiten Lesung an. Stuttgart, 8. Mai. Die Trauung Des Herzogs Eugen von Württemberg und Der Großfürstin Vera hat heute Mittag im föniglichen Schlöffe in Anwesenheit des Kaisers von Rußland und der andern hohen Festgäste stattgefunden. München, 6. Mai. Auf Betreiben Der Gläubiger der Adele Spitzeder ist gegen den früheren Redacteur des „Volfsboten", Karl Zander, eine Klage ans Rückzahlung eines von Der Spitzeder erhaltenen Darlehens von 12,000 fl. rc. bei dem fönigl. Bezirfsgerichte dahier eingereicht worden; da Zander abwesend ist (er weilt in Der Schweiz), so wird die Klagestellung durch Den Staatsanwalt am Bezirfsgerichte öffentlich ausgeschrieben. tfuinfireirij. Paris, 8. Mai. Der „Soir" versichert, Der Herzog von Brogliel habe sich Dafür ausgesprochen, Daß Der Gesetz-Entwurf, betr. die BilDnng einer ersten Kammer, einer dringlichen Behandlung unterworfen werde. Paris, 9. Mai. Der „Agence Havas" wird gemeldet, Die Carlisten seien mit starfer Streitmacht in die Rähe Bilbaos zun'ickgefebrt und hätten die Straße nach Galacomo besetzt. General Concha habe Den Vormarsch eingestellt, um die Armee zu verproviantiren. Spanien. ---- — ............ .... :■.....===. Landwlrthen von grownem Werth. (Dresch Maschinen). Eine der wichtigsten Erfindung für Landwirthe ist eine neue Dresch-Maschine, welche durch 2 Leute betrieben, in einer Stunde soviel dreschen soll, als 3 Drescher in einem ganzen Tag. Alle Getretdegattunaen soll sie gleich gut ausdreschen, daß nicht ein Körnchen im Stroh bleibt, aber auch fein« beschädigt wird. Der Anschaffungspreis fei nur: Thlr 60—66, franco jeder Bahnstation. In den meisten Provinzen Deutschland- sollen diese Maschinen zu Tausenden verbreitet fein, aber auch in hiesiger Gegend sollen schon mehrere fein. Die ssirma Ph. Mayfarth & Co in Frankurt a. M wird als beste Bezugsquelle geschildert Bestellungen können daselbst briefflid) gemacht werden. [2127] Üörsennacbricbhn. 9. Mai 1874 Actlen. 5% öetr. F. tit. E. R. 333*/, WechNel. PretiAS. 41 o Oblig. — Frankf. 3*/,° v Oblig. 91*/e Nase. Z'/,« q Obi. 93 Kurhf*ee. 4° 0 „ Gr. Ham. 5u o Obi. — , 4*0 „ 993 . . 31 „ - Bayer. 5° 0 „ — „ 41 i° 0 1jährige 10P/e „ i° 0 1jährige 9?3,'b Worte mb. 4*/juo Obi. 101 Baden 4' 2*> u ObL e. E. L. 101 Oeeterr. Silberrente 66' n „ Papierrente 62*/s Spanier, neueet. 3° n 19 Amerik. Ronde IH^Ir IO23 , I - , . 18H5r 101 „ , 1R87r 102 A dir 11. Franks Bank 147*/, Frankf. Vereint«-Ka-«»« 84* 4 [farmst. Bankact. 373 Rheinische Hyp.-Bank — Wien Bank*rti*n 1019 Oeet. Crrditact. 224'/, Galizien Lombard. Bahn 145’ , Ludwigwh. Bexbach IhO Maxbahn 119» Bayer. Oelbahn 110' 4 Rhein-Nahebahn-Aot. — He.«,. Lndwigeb.-Aet. 132i/< Uberheaaen „ 77'/. ■•rlorltHteii. 3U o öetr. Sieb. Prior. 62*/, 3° 0 öetr e. Lombard 49',, 3°'o Livomeeer 353>, 5" 0 Toscaner 58*/, 5° o Elisabeth.-Prior. 90'/. du. II. Emin*. — Aule heiiNlooNe, Darmstädter fl. 50Leoee 223 . 25 , - Kurh. 40 Thlr. Lo.»ee 73*/, Naeeau 25 fl. — Braunschweiger 22* , 3° 0 Oldenburg, a 4OThlr. 39’/ 4° 0 bayr. Pram.-Anl. — 4U y badische I>oee 1124 , Badische fl. .35 l^uee 69^/, Oeatr. fl. 250 ▼. 1854 95 I858r Prioritätalo-xe 187 lH60r lx>oee 98* , lM64r . 159 Ametei'iam k. 8 994/, Augsburg k S. 100 Berlin k. 8. 104'/, Bremen k. 8. 105«/. Brü»*el k 8. 94'/, Hamburg k. 8. 105*/, l^eipzig k. 8. 105 London k. 8. 118« 4 Lyon k. 8. — Pari» k. 8. 94* 4 Wien k. 8. 105* , ditto m. 3. 104% ditto 1. 8. 1041/, Dbconto 4 % <*old*ortcii. fl kr. Pr. Friedrdor — — Pistolen 9 37—39 Holl. fl. 10 Sl 9 45 47 Docaten . . 5 30 -33 20 Franken.t. 9 24*„ — 25*/, Engi. Sover. 11 51 53 Rush. Im per. 9 40 — 42 Dollar In Geld 1 25 - 26 Zur gcfl. Btuchlung. Madrid, 8. Mai. Auf eine Ansprache Becerra's erwiderte Serrano, baß er die Versöbnung der Parteien wolle, er verlange nur_ eine Frist von ackn Tagen, um über Die beste Lösung Der obschwebenDen Differenzen mit sich ju Ratbe zu geben. Für Das neu zu bilDenDe Cabinet (leben Zabala, Topete und Castelar im Vordergründe. — Bilbao ist vollständig verproviantirt. Gc- rudttweise verlautet, Daß Der Carlistenfübrer Velasco Durch feine Soldaten er» mprDet worden ist. Einer der beiden Carlistenführer, Cucala, ist an Den Wunden, die er in Dem ihm neulich gelieferten Gefechte erhalten, gestorben. Portotarife der Kaiser!. Poft mit An gäbe fämmtlicher im Umkreis von 10 geographischen Meilen um Gießen belegenen Postan- ftalten sind in der Erpcd. d. Bl. ü 6 fr. pr. Stück zu haben. *%• jb ®ltine an «and, »V, nut n< ew Serqebu di NaLsikhende a tunMftalt v ollen auf dem E »erden: Viaurerarbeil w citmntrorbtit Ltlosserarvrii Ölflkiarbtü fidifjbinbtTQrbti tlorinichlägt i vorn 13 i. sM ioM i oi bi» jum 16., i ^er ad)/ Wersen, ■•enttloffen und m mifion für die gW uninBez otrftbtn fti •Bur Tröfinuna am auf “ eamffa d . -Uormf " un'^rem ofciduii b,t »en 9. j ,ul h®or!"ih ’cbrm ötm hiesi °°n W C Solt °mieige Ä’ben 9 9 tarnen -tsondttt fifWJ iorfttm3® flfndimtilt- L 19. l. f'' a\ li" 1 J „ । eßen, M ■ Hroßbestogl'Le Ji____- iDtfai Die Peffone t-aubüd) ift d's woibtn und nt au» Lsubach in Hungen A aus , in taubad) W Jtr b'igentbüi mit wer firumtrttn aus । uh Äkin-Cinbe: bafldbt dei Jo plsten Gntriditur d's Eichener 1 nehmen JUtr.borf o ('( skroph Mgem <240'1 jl Fl gemeiner Anzeiger Die Delicatessen - Handlung (2395) e o r n i soll in Hungen Bahnhof 5 J. A. Busch Söhne V (2134) Emil Fischbach. erlaubt sich hiermit '2380) Georg Röber, am Kreuz. I Confirmanden Hemden empfiehlt Au g. Haubacb. Weißbinderarbeit 2394) Ein grauer NniformSpaletot Näheres bei Holzapfel. 1. Fangmann (2088) //. Hess, Lit. A. 64. Herren-W äsclie TViiill , JUlVie unv VIUVUHUI, eiiuytrii: UHU u. Weinbrunucn, Manschetten-Knöpfe, Glace-, Wildleder- u. Sommer-Hand- «cywalyeimer, b r.»Vi» ,, Carlsbader Salz, Emser Pastillen, künstl. Soda- und Selterswasser. 8 10 Lacbsforellen, Bückinge zum Rohns» Dorf durch 8 lfiankenhauses standen. Trotz igetz daraus gt nach mühsamer ib. Aus einem ntt letzter Kraft Bette, worauf muß sie herauS« i Untenock vom wird. aus „ in Laubach Nachstehende dungSanstalt sollen auf dem werden: Maurerarbeit Schreinerarbeit Schlosserarbeit Glaferarbeit 5 Borstwische, 150 Haarbesen, 25 Lchrubber, 4 Säneböcke, 12 Stühle mit Brettsitz, 4 Pufttlsche, 600 Schemel ohne Lehne, 80 Waschtische. im Sudmissionswege verdungen werden. Kaiserliches Post-Amt Lochm ann arbeiten. an der hiesigen Entbtn- clisel« k. 8. 993/4 k s. 100 k. 8. 104’/i k. S. 105*/. k. S. 94V* k. 8. 105'/- k. S. 105 k. 8. 11®'* k. 8. - k S. 94* 4 k 8. 105V8 m. 8. 104% I 8. 1043/i Spater einlaufende Offerten finden keine Berücksichtigung. Besondere Bekanntmachungen. Die Holzverfteigerung in der Ober- försterei Schiffenberg vom 7 l. M ist genehmigt. Die Abiuhrscheine können vom 19. l. M. an bei Grobherzoglichem Rentamt <"ißen erhoben werden; Uederlieferung des Holzes, forui- erster Abfuhrtag Freitag den 22 l. M- G'eßen, den 9. Mai 1874. Grobherzogliche Oberförsterei Schiffenberg liche Reparaturen mit aller Sorgfalt und Präcission besorgt. Niederlage des ächten Ltebtg'S- FlcischextractS von der Fray - Bentos - Compagnie in Südamerika. vujwuiyiiiun, Selterser (Nassau), Wildunger. August Wiener^ Hauptagent für das Großherzogthum Hessen. Bekanntmack n n g. Die Personenpost zwischen Hungen und Raubach ist b's Hungen Bahnhof ausgedehnt worben und nimmt folgenden Gang : aus Laubach um 4 Uhr 25 Min früh, bestens zu Emmenthaler und Rahmkäse in Stanniol, Kräuter- und Limburger, sowie Parmesankäse. Jeilgebotenes. Geräucherten Rheinlachs, 2337) Ein noch sehr gut erhaltener Sprunghcrd ist billig abzugeben. F Kreuder, im Löwen. Kaffee in Mocca, Mcnado, Pcrlceylon, Ceylon, Java und Guayra, sowie frisch gebrannten. wirthe ist eine soviel dreschen l sie gleich gut »rschädigt wird, ation. i ju Tausenden in. Die Firma uele [2127J Zur Entgegennahme von Offerten ist ein Termin auf Samstag den 16. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Geschäftszimmer der unterzeichneten Verwaltung — Grünberger Chaussee — anberaumt, woselbst auch die Lieferungsbedinuungen einzusehen sind. Gießen, den 7. Mat 1874 [2340 Grobherzogliche Garnison-Verwaltung. als: weiße und bunte Hemden, Kragen, Manschetten, Chemisetten, sowie Shlipse und Cravatten, Kragen- und Theelager von der englischen Theecompagnie in Souchong, Congou, Pecco, Pccco mit Blüthen, Haysan und Imperial, in V<, 1/4 und Packung. Vanille. vorzunehmende Arbeiten Submissionswege vergeben veranschl. zu 142 fl. 30 fr Bekanntmachung. Die Lieferung verschiedener Kasernen- Utensilien, als: schuhe, Hosenträger, Socken, Unterhosen u. -Jacken, wollene Hemden, empfiehlt in reicher Auswahl ju billigen Preisen. ß //. Uübsamen, Caviar, Genueser Sardellen, Holländische Dollhäringe, russische Sardinen, Sardine* a l’liulle, Mixed- PtckleS, Trüffeln, Oliven, Capern und Champignons. 117 151 524 507 Mineralwasser-Handlung von 54 30 34 21 Zur gefl. Beachtung! Uhren, Uhrkettcn, Goldwaarcn, Eingemachte Früchte, Ananaserdbeeren, Stachelbeeren, Reineclauden, Pfirsiche, Nüsse, Aprikosen, Kirschen. 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Die Platinanstrichmaffe (auf Holz, Eisen, Stein rc.) legt die feuchtesten Wände trocken und ist ein unbedingtes Schutzmittel gegen Säuren und Dämpfe, gegen Holzwurm, Schwamm, Steinfraß, Rost rc. Sie steigert sich mit der Zeit bis zur Härte des Stahls und ist die Witterung, die Temperatur und das Waffer auf dieselbe einflußlos, wetzhalb ihre Dauerhaftigkeit eine enorm lange ist. Als Häuser-Anstrich ist sie daher ganz besonders zu empfehlen, umsomehr sie billiger als Oelfarbenanstrich ist und diesen auch noch durch ihren stets behaltenen schönen Glanz bei Weitem übertrifft und kann sie in jedem Co^orit geliefert werden. Masse angestrichen, können mit Soda O llfjVWVtlf und Seife gereinigt werden, wodurch sogar der Glanz des Anstrichs noch erhöht und seine jahrelange Haltbarkeit nicht beeinträchtigt wird. Das Platinoleum ist ein Ersatz für Wachstuch, Linoleum rc. und zu Fußboden-, Wand- und Dachbekleidungen sehr brauchbar. Obgleich bedeutend billiger wie alle anderen Fabrikate dieser Art, übertrifft es dieselben an Haltbarkeit und Eleganz. Proben, Prospecte, Preiscourants, Gebrauchsanweisungen, Atteste rc. liegen zur gefälligen Ansicht bei mir offen und stehen auf Wunsch zu Diensten. Bei Herrn Jean Boeck, Seltersweg C. Nr. 193 habe ich die alleinige Niederlage für Gießen und Umgegend errichtet, woselbst auch jede nähere Auskunft bereitwilligst ertheilt wird, sowie Muster zur Ansicht offen liegen. Darmstadt, im Mai 1874. EMIL FISCHBACH empfiehlt nachverzeichnete Sorten in stets frischer Füllung: Apollinarisbrunnen, Carlsdab-rMuhl-^ Schloßbrunncn, Emfer Kessel- und Kränchenbrunnen, Fachtnger, AriedrichShaller Bitterwasser, Homburger Elisabethenbrunnen, Kissinger Rakoczy, Ludwtgsbrunnen, Gefundene Gegenstände. Der Cigenthümer, welcher nackwetst, ein Besteck mit wertbvollen chirurgischen Instrumenten auf der Straße von Gießen nach Klein-Linden verloren zu haben kann dasselbe bei Johannes Volk X. dahier, gegen Entrichtung der Einrückungsgebühr des Gießener Anzeigers, in Empfang nehmen Allendors a./Lahn, am 7. Mai 1874. Grokh. Bürgermeisteret Allendorf a. Lahn. (2400)Volk. Aerjtetgerungen. Vergebunq von Bau- essen, in frischer Sendung, empfehlen ______I A. Bnsch Söhue. Königs-Reisstärke. Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche, empfiehlt Gieß.n, den 9. Mai 1874. und Mütze, für Polizeidiener geeignet, Grobherzogliches Kr.isbauamt Gießen. !5”^9 3U ve'kaufen Ebenso eine wohler- Holzapfel. baltene Staats-Uniform. p*«.—» --- g-----SiX l M.,------~ n Vormittags 9 Uhr, ; 2401) D. 79 steht eine nußbaumlackirte soll aus dem hiesigen Rathhause das An- Komode zu verkaufen. fahren von 600 Cubikmetern Mauersteine wiederholt versteigert werden. ÖL 'SDOvUlDUnCI Dietzen, den 9. Mai 1874. bon I Zeise in Marburg. BeiAbnahme Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen, von 25 Stück zu Fabrikpreisen. __________________0 c'2_______________;___________(Emil Dörr, am Marktplatz. Damen-, Herren- und Änabenhüte, aarnirt und unqarnirt, in sämmtlichen Geflechten empfiehlt sehr billiq 1> Kid!, Gicsien und Dillenburg. 2100/ 4 Erkcrthüren mit Glasscheiben sind billig zu verkaufen. Carl Berg. Borsdorfer Apfelwein in bekannter Gute empfehlen _____I A. Busch Söhne. Herren , Damen und 5rinderhüte, sowie Gartcnhüte, das neueste von Bouquets, Federn und einzelne Blumen empfiehlt zu billigen Preisen M I tur ächt wenn die Etiquetle eines jeden Topfes den in blauer Farbe trägt Namenszug Wiederverkäufer erhalten (2266 BlattcS. 9f*b: HANDLUNG IN Wir sm' Kindcrinclil cclaudca, Man bittet solchen geR »rft« unb unter Internationale Bremen 1SU Deutschen Reiches und von Preussen Deutschen Reiches und von Preussen. Grosse I erfoostttifj Bctreffent VVerlhe von ca. 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Wir macken die Großberzoqlichen Dürgermeis beibsicktigen, aus besagte Bekanntmachung mit dem Anfügen aufmerksam, Gesuche bis längstens 24. d. M an uns abgegeben sein müssen. Gießen, den 8. Mai 1874. zu C?brcn der 25jä'briflen Nogierunsz Sr. Äönifllicbcii .»obeit Ludwig III. Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen. Pogt. Trüffeln, (C(j(imptgnons, Agar Agar, Gelatine, Tlllelmrindeln, Tuiclrofinen, Tafelfeigen, ilal. Haselaus». 56ocofodf, Sacoigno, Vanille, Thee, Zimmt, Tlrrac, Fdum, Kognac, MALAGA, MADEIRA, Sherry, Portwein. j Da die 1™n Dienstzeit vchherziiglichen ftd) jhneg d Loose ä 3 Reichsmark (I Thlr.) sind zu beziehen durch die Kxpedlilon des GIchi ner Anzeigers. Wlederverkäufer erhalten Rabatt. Vier Goldene Hednillen — Paris 1K67 (2), Havre 1868, Moskau 1872. Urei Ehrend iplonie — Amsterdam 1869, Paris 1872, WIEN 1875. Da» Diplom „Horst Concours11 Lyon 1872. ca. 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Schitfenbcrg entlaufen. |k""n Haden. 5 Cine Lchrlingsstellc in einen! __..... — -rr. 10t Engros-Lager bei den Correspondenten der Gesellschaft: Herren G. B. Apel in Schweinfurt, Ang. Bennert in Köln, C’. Hrieger A* C’O. in Coblenz u. B. Merck in Darmstadt. In Giessen zu haben bei den Herren: J. A. BiihcIi Sohne, L. Kalkhof, Emil FlHChbarh, Apoth Dr. Lauhlnger, Apoth Dr. Mettenheimer. tin2e3ffioDn®nügnbtb?fhl;®{>raau6 TBimman Belohnung an die Wü-l.wn wel und Cabinet re. zu veimiethen. ■i * "■ «•< - hu Äi"1* In dar (Ätcr. 3i tm Yir.-; " kinkn ; - ';?