Gießener Anzeiger * 8 Uhr, irf Und $u, Mnzeige- und Mmisölatt für den Kreis Kiessen Wo. TEL«. Dienstag den 10. November 1S94 N fand. lvochandrs: stein. tiüZe Voliiischer KfieiL 2 tr. TMe ein Die Vertreter der be Wien, 7. November. Die französische Tendenz-Nachricht, Oesterreich che Mter, »1 Ebenen' ]! Frankreich. LandtagS'Abgcordneter der Schwurgerichte bei und an den Reichstags- ,'tftltli^rlg 1 ft 13 fr. *i:t Bringer lohn. Durch bie bezogen vierteljährig 1 ff. 29 fr. n unb reellen 8' lÄtenb i filll* Zclejr** Wien, 7. November Der Justizminister legte heute dem Abgeordnetenhause unter dem Beifall des Hauses den Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches vor. Derselbe erklärte hierbei, daß die Grundlage und ein nicht geringer Lheil der Bestimmungen des Entwurfes sich an das deutsche Neichsstrafgesetz- buch anschlöffen, wodurch zunächst der Vortheil erreicht sei, daß die österreichische Gesetzgebung sich dem großen Zuge unmittelbar anschließe, welcher die Strafgesetzgebung Europas seit Beginn des Jahrhunderts in ganz unverkennbarer We;se beherrsche. Selbstverständlich sei der Entwurf nicht eine sklavische Nachahmung, vielmehr hätten die eigenthümlichen politischen Verhältnisse und manche werthvolle criminalistische Traditionen Oesterreichs darin eingehende Berücksichtigung gesunden. Der Minister fugte hinzu, daß auch Arbeiten betreffs Regelung des Polizeistrafrechtes im Gange und sehr weit vorgeschritten seien. Das HauS verwies einen Antrag betreffs gesetzlicher Berechtigung der Freimaurerlogen an den Ausschuß für Vereinswesen und setzte sodann die Special-Debatte über das Actten-Gesetz fort. Wien, 7. November. Der beliebte Dichter Friedrich Kaiser ist gestorben. Deutfdjltmd. AuS dem Großherzogthuur Hessen, 6. November. In Sachen des Widerstandes gegen die Kirchengejetze sind dem Bensheimer Decanat inzwischen noch zwei andere, nämlich die Geistlichen der Decanate Oppenheim (Rheinhessen) unb Ockstadt (Oberheffen), in der Versicherung der Ergebenheit für den Bischof mit Adressen, jedoch m der weniger feierlichen Weise wie jene gefolgt, daß man die Schriftstücke einzeln zustellen ließ. Dieser Theil der cle« ricalen Paraden gegen die neuen Gesetze zeigt bereits die Mattigkeit einer von eigenen Thnlnehmern als haltlos erkannten Sache. Es muß in der That, namentlich dem älteren Theil unserer katholischen Geistlichkeit, welcher in der Zeit vor dem Kettler'schen Eptscopat seine Studien und den praktischen Cursus in der Pastoral vollendete, seltsam erscheinen, wenn jetzt ein solcher Bildungsgang als ein schreiendes Unrecht gegen die Kirche dargestellt werden soll, und die Opferwilligkeit der Familien stützt, welche ihr ihre Stütze anvertrauen." Eine solche Anstalt kann nur der allgemeinen, auch im Schulgesetz festgehallenen Regel der Staatscontrole unterstellt werden und hätte längst darunter gestellt sein sollen. Berlin, 6. November. Die katholisch-theologische Fakultät zu Braunsberg, das königliche Lyceum, wird im jetzigen Winterhalbjahre eine Art von Stillleben führen; sie besitzt nämlich die geringe Zahl von vier Profefforen und — zwei Studenten. Berlin, 7. November. Zur weiteren Beschaffung von bedeckten, leicht zu Militär-Transporten herzurichtenden Güterwagen für die Staatsbahnen wurden abermals Mittel disponibel gestellt. Der Bedarf ist dann zunächst völlig gedeckt. Die weitere Beschaffung von Personenwagen erfolgt 1876. Kassel, 7. November. Die „Freie hessische Zeitung" bringt die Mel. Lung, Friedrich Oetker habe sich in einem Schreiben an die Vertrauensmänner- Versammlung für die Beibehaltung der kurhessischen Gemeinde-Gesetzgebung Landtags-Abgeordneter Wülfert begründete die Statuten. Zum ersten Vorsitzenden des Ausschusses wurde Vecchioni gewählt. Hänle begründete eine Resolution für Beibehaltung Prehvergehen, welche einstimmig angenommen wurde ließen malen er Montag - |(l: diejenigen AM M gekräftigt iule ofyieeta t wird sich in:i ig des seither,- f llas 1 Locali^M Unrats ttrltbtmt tAßlfcf), mtt Au», nob*- Montag-. Genilcibere, «'t. B '5h 1. Paris, 6. November. Wie die „Pattie" versichert, wird die Regierung alle Franzosen gerichtlich verfolgen lassen, welche die von Ton Carlos ihnen erklärt. j verliehenen Orden tragen lasten Siegen, 7. November. Die Ersatzwahl in dem hiesigen Reichstags-; — Aus Nizza, 5. Nov-, wird der „Corresp. Havas" geschrieben: „Es Wahlkreise blieb unentschieden unb kommt es daher zu einer Stichwahl zwischen scheint, als ob unsere Stadt aus der politischen Agitation gar nicht mehr Her- Klein unb Ernst, welche beibe der national-liberalen Partei angehören. Die auskommen sollte. Zuerst hatten wir bie Aufregung mit ben Wahlen, bann Stichwahl finbet'am 21. b. Mts. statt. kam ber Aufenthalt des Herrn Thiers unb jetzt werben von Haus zu HauS Bremen, 7. November. I» ben Docks von Bremerhavon haben Petitionen getragen, bereu Zweck ist, die Beibehaltung des Präfekten, Herrn aestern die Schiffszimmerleute und Tischler wegen Herabsetzung der Tageslöhne Billeneuve-Bargemont zu beanspruchen. Hauptsächlich bewirbt man sich um die bte Arbeit eingestellt. Unterschriften der Ultramontanen." München, 7. November. Eine zahlreich besuchte Versammlung in, Paris, 7. November. Der Minister des Innern hat an die Präfekten der Westendhalle" hat einen „Verein liberaler Reichsfreunde" constitmrt. ein Circular gerichtet, worin er dieselben belehrt, daß die Einberufung der W\U)i ?gimenO//U Abgeordneten Ctauffenbcrg gesandt werden soll. Oesterreich. Wien, 5. November. Die „Presse" meldet: j« ■ J H ■' t ■ 1 M deutendsten österreichischen Montanwerke, darunter die Prager Eisenindustrie- Gesellschaft, überreichten heute den Ministern des Handels, des Ackerbaues und der Finanzen eine Denkschrift über die Nothlage der österreichischen Montanindustrie. In derselben wird die Zunahme der bereits eiugetretenen Vetriebsreductionen unb bas Bevorstehen umfangreicherer Arbeiterentlastungen „ _ constatirt, wenn nicht baldige Abhülfe erfolgt. Die Deputation bat ferner um wenn diejenigen, unter denen gar Mancher (wie z. B- seiner Zeit ter Pfarrer; energische Durchführung der bereits bewilligten Eisenbahnbauten durch den Kamp in dem rheinhessischen Orte Freilauberöheim) sich gegen die despotische, Staat unter Adoption des Staatsbahnbauten - Prmcips. Die Minister ließen Art des neuen Oberhirten erhoben, sich nun dazu hergeben« sollen, einen Zu- sich in gründliche Erörterungen des Gegenstandes ein, und wurden Anknüpsungs- stand zu beschönigen, gegen den sich ihre beffere Erkenmniß seiner Zeit sträubte, punkte für fernere Verhandlungen gewonnen. Zugleich aber haben bte Professoren und Lehrer bes hiesigen bischöflichen Semi- Wien, 7. November. Die französische Tenbenz-Nachricht, Oesterreich nars an die erste Kammer eine Vorstellung gerichtet, in welcher inbirect eine und bie Schweiz verhandelten mit Italien, um eine Erneuerung des ablaufen; Renitenz gegen die Oberaufsicht des Staates über die Serninarien in Aussicht ben Handels-Vertrages herbeizuführen, wird von competenter Seite entschieden gestellt wird. Die betr. Vorschriften der neuen Gesetze sind aber bie nothwen- bementirt. digsten zu einer grünblichen Besserung der unterwühlten Zustände, unb es ist ganz undenkbar, daß die erste Kammer dem ganzen Schriftstück unb seiner sophistisch-scholastischen Debuctiou irgenb eine Berücksichtigung zu Theil werden lassen sollte, unb bas zu keinem anbern Zwecke, als baß der Staatsaufsicht eine Anstalt entzogen bleibe, welche, wie ihre eigenen Prosefforen sagen, „mit dem Almosen der katholischen Bevölkerung (?) gegründet, sich ausschließlich auf flmIsicher ThetL Bekanntmachung. Im Kreise Gießen sind in der Zeit vom 1. September 1873 bis dahin 1874 in ben einzelnen Gemeinben bte nachstehenb verzeichneten Beträge für bie Laudes-Waisenkasse eingegangeu. Man bringt bies mit herzlichem Danke für bie Geber hierburch zur öffentlichen Keuutniß. Gießen, ben 4. November 1874. Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder. Albach —, Allendorf a. b. Lahn 2 fl. 10 fr., Allendorf a. b. Lumda 2 fl. 30% fr-, Allertshausen 28% fr., Alt-Buseck 1 ff. 58% fr. Annerob 3 fl. 22 fr., Bellersheim 1 fl. 45 fr., Beltershain 1 fl. 36% fr., BerSrob 7% fr., Bettenhausen 1 fl. 35 fr.,' Beuern 18 fr., Birklar 2 fl. 4 fr., Bnrk- harbsfelden 5 fr., Climbach 53 fr., Daubringen 43/4 fr., Dorf-Gill 6 fr., Eberstadt mit Arnsburg ll3/4 fr., Ettingshaiisen 26 fr., Garbenteich 1 ff. 33 fr Geilshausen 3 fl. 37 fr., Gießen 59 fl., Göbelnrod 1 fl. 73/4 fr., Groß-Buseck 3 fl. v fr., Groß-Linben 8 fl. 45 fr., Grünberg 7 fl. 12 fr., Grüningen 8 kr.^ Harbach 511/3 fr., Hattenrod 30 fr-, Hausen 2 fl. 26 fr., Heuchelheim 49 fr., Holzheim 39 fr., Hungen 2 fl. 33% fr., Inheiden 3 fl., Keffelbach 1 fl'. 49% fr., Klein Linden 1 fl. 53 fr., Langd 2 fl. 18 fr., Lang-Göns 1 fl. 51 fr, Langsdorf 49 fr., Lauter —, Leihgestern 1 fl. 3 fr., Lich mit 5>of Albach, Colnhausen und Mühlsachsen 24 fr-, Lindenstruth 47 fr., Lollar 5 fl. 50 fr., Londorf 2 fl. 7 fr., Lumda —, Mainzlar 1 fl. 1 fr., Münster —, Mu cbenheim mit Hof-Güll 31 fr., Nieder-Bessingeu 24 fr., Nounenroth 20% fr, Obbornhofen 11 fr., Ober-Besstngen 30 fr., Ober-Hörgern 3 fl. 30 fr., Odenhansen mit Appenborn 1 fl. 12 fr., Oppenrod —, Queckborn 30 fr., Rabertshausen mit Ringelshausen 1 fl. 10 fr., ReinhardShain 1 fl. 4% fr., Reisfirchen 3 ff. 20 fr., 9tobheim mit Hof Groß 2 fl. 34 fr., Rödgen 50 fr., Röthges 23 fr., Rüddingshausen 1 fl. 21 fr., Ruttershausen mit KirchberV 3 fl. 423/, fr., Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirrberg 41 fr., Stangenrod 12 fr., Staufenberg mit Friedelhausen 2 fl. 30 fr., Steinbach 6 fl. 39' fr., Steiuheim 1 fl. 50 fr., Stockhausen —, Trais-Horloff 3 fl. 4 fr., Treis a. b. Lumda 1 fl. 44 fr., Trohe 1 fl. 6 fr., Utphe 1 fl. 45 fr., Dillinqen 22 fr., Watzenborn mit «Stein' berg 4 fl. 31% fr, Weickartshain 6 fr, Weitershaiu 1 fl. 48 fr-, Wiejeck 5 fl. 50 fr., Winnerod —, zusammen 188 [1/28 fr. Vermischtes. und außerdem die Pflcgeeltmi Nevisions-Näthe der Territorial-Armee lediglich in Anwendung des im Jahre 1872 im Geiste des Friedens votirten Gesetzes geschehen sei, um das zur Aufrechterhaltung des Friedens und der Ordnung nothwendige Reorganisations« .. - — nl,tv gungen eines guten Betriebes entsprechen. < Schweiz. Bern, 7. November. Der Stüuderach hat das Militär-Gesetz zu Ende berathen und bei der Generalabstimmung mit 30 Stimmen angenommen. Ein Mitglied enthielt sich der Stimmabgabe. Cnglanb. London, 6. November. Der „Pall Mall Gazette" wird aus Berlin telegraphirt, daß die Beziehungen zwischen Rußland und Spanien sich durch aus günstig gestaltet hätten und an eine baldige Anerkennung der Madrider Negierung auch durch den Czaren zu glauben sei. Die Frage ist neuerdings in Petersburg in Anregung gebracht worden und Fürst Gortschakow beschäftige sich mit ihr. London, 7. November. Ein Correspondent der „Post" telegraphirt heute aus St. Jean de Luz: Die spanischen Regierungs-Truppen griffen heute die carlistische Stadt Orduna in großer Zahl an. Die Carlisten suchten den republikanischen Zuzug von Bilbao zu hindern. — Montag erschien ein Werk Gladstvne's über die vaticanischen Decrete und deren Beziehung auf bürgerliche Uuterthancnpflicht. Neustadt O.-S„ 7. Oct. (hn Ereigniß, über dem augenblicklich noch Dunkel lugt, bat (tote der Obcrsckks. Anz. sckreibt) die Bevölkerung in große Aufregung verseil. A.n ra- gangencn Montag Abend wurde in einer Sandgrube, welche an der nach'Reiste führenden Pbauf |fc belegen ist, der Leichnam eincS etwa 9—10 Jahre alten Mädchens vorgcfunden, besten Hals von einer starken Hattfschnur umschlungen und desicn übriger Oberkörper völlig mit £ait über- ,diüttct war. Angestellte Recherchen ergaben, daß das offenbar gewaltsam getödtetc Hint, tei» wcrsiiche Tbat zutraue. Ueber das Kind erfährt man, daß es dem Kutscker Badclt ven de» Sohne des v. I. mit dem Bedeuten übergeben worden ist, er solle es nack Neustadt imtnebmai und seinem Vater übergeben. Heute Moegen nun ,ft der des Mordes verdächtige r I. nach tem Leichenbause, wo das erwürgte Kind sich befindet, unter dem Andranqe einer unaebeueren Eingesandt. R. in Gltment t ®afffT findet bei ibren Concerten die 12-' J?9 S^cn , den ungetheiltesten Beifall seitens der Besucher. SS wäre'ckdr zu wünschen, wenn sich die Gesellschaft dazu verstehen würde, noch einige Ceneerte hier iu a( unt sind wir fest überzeugt, den Besuchern einen genußreichen Abend versprechen zu Dochum, 25 Oct. In der letzten Woche mackte ein Hochstapler in dem juaendlicke. Alter ven 13 Jahren unsere Stadt unsicher. Nackdem er sich in dem ersten biesiren v, ^rNrt und sich in ein paar Tagen durch höchst gewandte Manieren und das Bor-schünen c ichastlicher Beziehungen zu den angesehensten Persönlichkeiten der Stadt in den Ruf cinh? v r !"O0^nc^annc6 ^bracht hatte, erschwindelte er e.n Pferd und einen Wagen, sowie em -w US Reitpferd gegen faule Wechsel, nahm in verschiedenen Geschäften Kleidung^ und sonlliae Gegenstände aus Crcdit und entlehnte auch von seinem Logisgebcr 36 Thlr. Nach so Mi« m b;m talentvollen Jüngling jedenfalls noch weit größere Erfolge, aber durchT« Streich des allerunbegreiflichsten Uebcrmuthes demaskirte er sich selbst. In einem Bierloeal tut. !ltn<\^?0?Cnro6nn cn}cm c^amcn Phalbürger für einen katholischen Geistlichen gehalten, versuchte er auch diele Rolle mit Grazie zu spielen, eassirte rasch von jenem Bürger 5 Tblr für an in im $au VcgtiffHKÖ Kloster ein, und liest sich von tbmauf 7 t^hoUlche Pastorat fuhren, um dort em standesgemäßes Unterkommen au finden- Der dorr ’n toqenbe Kaplan, von dem Sporenklirren befremdet, erkannte alsbald in dem Pseudo-Lonsrater einen Jndustrieritter und am nächsten Tage machte der mitleidlose Arm der Polircigewalt den weiteren communMch« Studien des jungen Herrn ein jähes Gnde. Derselbe stammt aus Guben, ist der Sohn eines Flestchhackcrs und bat in letzterer Zeit verschiedene Stellungen als Schreiber und Unterbeamter bet der Bergisch-Märkischen Eisenbahn bekleidet. fW flta l . « ” Die „Tribüne" berichtet au6 Berlin, 27. Oct.: „Ein alter, hier in Berlin belann ter Rentier Hatte von einem feiner Schuldner, einem ehemaligen Dfficicr, eine nickt unbedeutende Summe zu fordern, welche, wie daS Datum deS darüber lautenden WeckselS zeigte längst iai., - war. --La Datier nicht zu seinem Gelde im Guten kommen konnte und fick'nickt der Müt« unterziehen wollte selbst einen Proecß anzustrengen, so wandte er sich an einen Eintreiber ca hm auch versprach, die Angelegenheit zu rcguliren. Am Freitag Bormitlag begab sich der Herr Gläubiger mit den betreffenden Schulddocumenten, unter welchen sich auch dem Rentiei .wir- Hhpotheken-Instrumente befanden, zu dem in der Iüdenstraße wohnenden Agenten. Als er terf anlangte, vermißte er zu seinem Schrecken seine sämmtlichen Papiere; er mußte dieselben au» dem Wege von seinn Wohnung nach der Iüdenstraße verloren haben, wenn n ncfclbcn nicht tn sc'nn Wohnung batte liegen lasten. Zu Hause wieder angelaugt, sane « Paris, 7. November. Nachrichten aus Hendaye zufolge scheinen die von La Rochefoucauld, veröffentlicht eine Erklärung, worin er in Abred- Regierungs-Truppen in Verbindung mit der Besatzung von Jrun die Belagerer mit dem Grafen Arnim vor dem 24. Mai 1873 Beiprechunaen aebaht auf französisches Gebiet werfen zu wollen. General Pourcet ist durch neuellu daben. 8 09 Instructionen angewiesen worden, die Verletzung französischen Gebiets zu verhindern. — Bei den neuen Schicßversuchen zeigte sich der Rückprall des Martini- Hewig-Gewehrö als für bie Schützen so beschäbigenb, daß die Weiterverthei- lung fraglich geworden ist. London, 7. November. Der „Daily Telegraph" spricht die Ansicht aus, der internationale Katholiken-Congreß werde nicht zu Stande kommen. — Dem Vernehmen nach wird der englische Agent bei dem päpstlichen Stuhle, Gervoise, Rom am Montage verlassrn und sich nach Lissabon begeben. — D'.e „Times" meldet aus Washington: Nach dem jetzt vollständig vorliegenden Resultat der Wahlen beträgt die republikanische Majorität im Senat 7, statt wie bisher 25 Stimmen. Im Nepräsentantenhanse verfügt die Opposition, be« stehend aus Independenten, Demokraten und liberalen Republikanern, über 70 Spanien. ________ ...... ..ihuu vun Hiiviuiiyc tim i unyrurunm . biDVf(x'brft 940>~tb'tn lmbIU26'n Jnf * in bj. andere Welt ervcdirt iDampfer der concurrtrenden Limen hat der „Klopstock bet 375 Fuß engl. Lange, 40 do. Brette, .Monsieur de France" nennt - in die andere weu expevm. 32 Maum 7 M 4 Zoll do. SparrdeckS- und 7 Fuß 7 Zoll do. Zwischendecks-Höhe, __ Aus Würzburg werden noch nachträglich ganz Intereffante^ Details zum Kullmonn- I-jßoO Tons wirklichen Gehalt und 3000 effektive Pferdekraft. Die Einrichtungen der Kajüten .. u._ ' Welt hinauSschickt Die tüchtige Leistung deS Wolff'schen Bureau s wurde noch weit über bden durch die Monstre«Berichterstattung der „Kölnischen Zeitung." Am Abend deS zweiten Taaes batte der Vertreter der letzteren 160 Blätter mit 40-50,000 Worten ervedirt, und eS blieb für den folgenden Morgen immer noch ein stattlicher Nachtrag übrig fahrend f0 bie Teutfdie Preffe arbeitete, waren auch die Vertreter der fremdländischen Journale nicht müßig. I New Norker Zeitungen nahmen das Kabel in Anspruch und die „TimeS" erhielt allein am crsiien Tage f>000 Worte zutelegrapbirt. In Würzburg ging sogar die Sage, ein Reporter habe Telegraphenamt 6000 Gulden für seine Berichte deponirt. Auf jeden Fall wird richtig sein, -ch der Telegraph dem FiSkuS das reichlich wieder einbrachte, was^der^Proceß^gckostet^h^ Lfirunb des von ihm zurückgelussenen Testamentes ist die Firma auf die von demsel- ff beu bestellte Trustice, bestehend auS dem Großderzoglichen Hofgerichtö - Advocaten lÄarl Dornseiff zu Gießen, dem Jam es Lawson Hill von Edinburgh und der ZMltwe des'Ebenezar Wough Fer- Inie, Margareth Ellis, geborene D u n l 0 p , übergssgangen, welche Trustice das Geschäft unter der seitherigen Firma ff. W. Fe r nie weiter betreibt, aber nicht | befugt ist, die Firma zu vertreten und zu verpflichten. Sie Hut dem seitherigen Pro- (uriften Peter Wilson zu Gießen fernere ' procura crtheilt und ist dieser bis aut * Weiteres allein berechtigt, die Firma zu te 3. Stahl und Eiscnwaaren, |4. Kölner Leim (sind Muster einzusenden), 5. Seilerwaaren, 1;. Dielen und Latten, 7. Holzkohlen in verschiedenen Sorten. 8. Fensterglas, 9. Eichenholzdauben für Küserwaaren, in. Spiritus, 11. Soda (calcinirte), 12. Papier und sonstige Schreibmaterialien (Muster sind emzusenden), 13. Reiserbese» (Muster sind cknzusenden), 14. ausgeschnittenes Leder zu Fußbekleidungen, AttndSleder, Schafleder und Weberschürzfelle. Die Lieferungsbedingungen sind täglich von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 6 Uhr Nachmittags bei der unterzeichneten Tirection einzusihen und müssen die Submissionen bis zum obigen Termin in den vor dem Directionsbureau aufgehängten Submissionskasten verschlossen eingelegt sein, wozu noch bemerkt wird, daß die Angebote auf Mark und Pfennige zu lauten haben. Marienschloß, den 7 Stovember 1874. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction. _____________S c r t b a. ______________ Verkauf von Waffen. Dienstag den 17. d. M, A Vormittags 10 Uhr, werden in der Gendarmerie-Caserne zu Gießen Percussions-Doppel- und einläusige Gewehre mit Bojonnet und Infanterie-Säbel mit Scheiden in größerer Anzahl gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigert. Die Waffen befinden sich durchschnittlich in gutem Zustand. Gießen, den 9. Nov. 1874. Groß herzogliches Gendarmerie-Divisions- Commando Oberhesien. ______Supp, Major_________ Verkauf junger Birnbäume. 5456) Aus dem Forstgarten der Gemeinde Villingen werden junge kräftige Birnbaumstämme, die mit den besten Sorten veredelt, dos Stück zu 28 fr., abgegeben. Hierauf Reflectirende wollen sich an den Forstwart Klein dabier wenden. Villingen, den 4. Nov- 1874. Grobherzogliche Bürgermeisterei Villingen. Zimmer umt ber >^1 1 hatte in Ihren V\t PaM. M nlW batte, j^veh au^HMiu jr, am Mag m Ihnen ,^aß Sie mir ned > bann meinen grajtn. twbw Sic ieam'. S« verbrannte tt bit noch Tunitt W 1 versetzt. « iic führenden W ftndcn, dessen p 1'8 '"'t Mete M ,cbt und unweit» ecitS daselds- auch qebundcn, ubn '• , tiqt er dem g'- cheute, emc S Baccli von »s'dt ■**£»** ‘.’S*. »• »Ä* u crbli^ flf et Jn’war । st , das n Cd n- u Literarisches. (Sorgenlose Stunden im Kreise beliebter Erzähler. HerauSgezeben von F. W. Hackländer. Verlag von A. Kröncr in Stuttgart.) Unter der Fluth der in Deutschland auftauchenden belletristischen Unternehmungen zeichnen sich „Sorgenlose Stunden" vortheilhaft auS: sowohl der Name des Herausgeber-, als die befirenemmirte Verlagßhandlung bürgen für hübsche Ausstattung und trefflichen Inhalt. Die nun in das zweite Jahr ihreS Bestandes tretende Unterhaltungsbibliothek hat sich bewährt und in der Gunst deS Publikum- bereits eine bedeutende Stellung errungen Jedes der mit geschmackvollen Illustrationen geschmückten Hefte enthält eine abgeschloffcne Erzählung, waS dem Leser die Langeweile des auf die Fortsetzung Harrens erspart. Wir brauchen nur unter den Mitarbeitern Graf Baudissin, Ernst Eckstein, K. Frenzel, I. ©reffe, Hackländer, Hoefer , Nemmersdorf, Paöqu6 , M. v. Schlaegel, Hans Wachenhusen zu nennen, um eine anregende Lectüre zu garantiren. Die neue Folge eröffnet mit einer Hof» und Tbeatergeschicbte Hackländer's „Komödien im Zwischenakt", worauf Wachen- husen'S „Diamantenkönig" und Eckstein's „Maria la Brusca" u s. w. folgen. Neben gediegenem Werthe empfiehlt sich das neue Unternehmen durch große Billigkeit (4 Sgr. das Heft). (M. Neueste Nachr.) Landwirthschaftliches. (Drcsch'Masck)tttett) verbreiten sich jetzt in so rapider Weise, daß fast in jeder mittleren und kleineren Wirhschaft eine solche anzutreffen ist. Als besonder- gut constniirt und solid gebaut werden die Dreschmaschinen der weltberühmten Firma PH. Mayfarth S» Go. in Frankfurt a. M. geschildert, deren Dresch- Maschinen in mehr als Fünfzehn Taufend Exemplaren verbreitet sein sollen. Schon für Thlr. 60 soll eine komplette Dreschmaschine zu haben sein, die alle Fruchtgattungen gleich gut und rein ausdresche und fein Körnchen zerschlage. Die Zusendung geschieht franco. Man wende sich brieflich dabin oder an deren Agenten. Peljwaarcn-Llitter von H. Rübfamen, Mäuoburg D. Nr. 9, ist wieder auf das Neueste und Reichhaltigste affortirt und empfieblt sich einem geehrten Publikum bestens. Neue und alte Sachen werden nach Wunsch angefertigt resp. nmgeändert, sowie alle ins Kürschnerfach einschlagcnde Artikel stets prompt und billig bergestellt.(5259 loaen worden: Der leither-gc Inhaber der Firma „(£ I W. Fernie^ zu Gießen, EbenezarWough I fferfnie von London, ist gestorben. Auf •2 Mittwoch Pen 18. Nov. d. J., Vormittags 10 Uhr, werden dahier für 1875 im Submisstonö- W zur Lieferung vergeben: 1. Blaues und graues Leinengarn Nr. 20, 2. gebleichtes Leinengarn Nr. 20 lfind Muster emzusenden), Am Mittwoch den 18. Nov- er., Vormittags 11 Uhr, iDnb hier ein ausrangiiter 6sitziger- Perso- «nen'Postwagen in öffentlicher Auction zum Licrkauf gestellt Die Verkaufsbedmgun- (5336 empfiehlt Emil Fisch bach. Ang. Ilaiibach. 71 71 r 5339) Emil Fischbach. Familie von 2 Personen r> T> ■■■■■■ ■■ __—______________ jruurmann, nie Gebackene Fische - 15 Sperrsitze werden extra mit 2 Mark für die 5 Winterconcer le be- bei L. Noll, u l v erm ü b l e rechnet. tocfbrCTpurS. Holländische fL 10-Ltücke. 9 49-51 :ucatrn . 20 Francö-Slücke 30-31 30-31 56-58 47—49 im deur 7) 7> 7) 7) 71 7) 71 3 4 5 11 . 13 9' « Mark. c) d) e) Pistolen, Doppelte Pistolen . 6 9 Vermischte Anzeigen. 5484) Schlofsergefellen, tüchtige, finden dauernde Beschäftigung bei ______________ Gg. Bö lck n er. Katharina Pflaumen, Bamberger Zwetschen, Brunellen, 5393) @in .sküferbursche wird gesucht Wo? sagt die Exp. d. Bl- 5365) Eine feine Lebensversicherung sucht j einen Vertreter für Gtehen und Umgegend. Jetziges Incasso schon circa 2000 fl. Offerten erbitte unter Chiffre C S an die Erv d- eittg. 5127) Lumpen und Knochen kauft Louis Rothenberger, Neuenweg 193. Englische SouvereignS Russische Imperiales Dollars in (Holb Mozart — Haydn — Spohr — Schumann Schubert - Weber — 71 Beethoven 71 Schumann — Mendelssohn — 5481) Für einen tüchtigen fleißigen Kaufmann, nicht zu jung, ist eine selbst- -"r mit gutem Einkommen zu besetzen. Schriftliche Offerten bitte man in der Exp. d. Bl- niederzulegen. 5 - 9 Unterhosen, Unterjacken und wollene Hemden empfiehlt l Ltadt Cassel. Mittagstiich oon 16—24 kr. empfiehlt Jean W eher. Marinirte Häringe empfiehlt Unter Leitung des Herrn Musikdirectors Felchn«'«' nnd Zuziehung auswärtiger Instrumentalkräfte werden folgende erke zur /Vufiuhrung kommen: Lahrer hinkender Bote, Hess. Hausfreund, Gustav Adolphskalendcr, Landkalender, Deutscher 'XeichSbote, 5432) bd Wilhelm Klee. Geschäfts Eröffnung. Hiermit die ergeben. 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Bezüglich der Klnzelvorträge wird die Direction, wie früher bemüht sein, durch Vorführung fremder namhafter Künstler die Vereins Concerte so interessant, als es eben in den Verhältnissen liegt, auszustatten So darf im ersten Concerte, welches Monnerstag den 1». Äov., Abends « Uhr stattfindet, die freundliche Mitwirkung der Kraulern Amalie Kling ’as Bad Schwalbach einer Concert- und Oratorien-Sängerin von anerkanntem Rufe, voraussichtlich erwartet werden. Hiermiethungen. 5487) Ein möblirtes Zimmer zu oer- mietben bei__H. Kühn. 5486) Zwei Familienwohnungen und eine Schlafstelle für einen Arbeiter zu ocr miethen. Neichensand (s. 130._________ 5479) Ein kleines möblirtes Zimmer ist zu vermietben bet G. Busch Wwe., Kreuz. 5478) Zwei möblirte Zimmer sind zu vcrmietheu in der „Stadt Mainz."_______ 5477) Eine große Stube, mit oder ohne Möbel ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen Zu erfragen Kauzleiberg B- 67. Zwei ineinandergehende möblirteZimmer zu vermiethen bei I. A. Busch Söhne. 5298) In dem früher Plantschen Hause an der Mäusburg ist «tn FamiltzenlogiS pr. Decbr. beziehbar, zu vermiethen. __Ehr. Wallenfels. 5285) Eine Familtcnwohnun^ bestehend aus neun Zimmern r». s. w, kann entweder so, oder in zwei kleiner« Wohnungen geteilt, auf den 1. December vermicthet werden ______________ Dr. Weber 3935] Ein Familienlogis auf den Sel» tersberg, Lit- E. 34, ist anderweit zu vermietben. Gothaer Schinken, täglich frisch abgekocht, empfehlen ____I. A. Busch Söhne. 4965) Einige gespielte, güt erhaltene Flügel- und Tafelklavicre sind billig zu verkaufen. H- N u d a l p h 'sche Musikhandlung. Wnndknkender in 8°, dcsgl. in 4 , sowie (tzcschäftSkalcn- dcr mit breiten Zwischenräumen bei 433) Wilhelm Klee. Als außerordentliche Mitglieder können sich diejenigen Damen und Herren betheihgen, welche keine selbstständige Lebensstellung einnehmen, kur solche liegt eine Subscriptionslis...... der Kicker sehen Buchhandlung offen, wo gegen Entrichtung des Abonnements-Betrag, von 4 Mark für die fünf Concerte des Wintersemesters auch die Eintrills- FalleCn2 Mark8 ~ Spcrrsilzc be,ril8'“ ''xtra auch in diesem Auf zahlreiche Theilnahme hofft l Ilie Direction des akademischen ConcerMereins. ^eröffnete und halte ich mich unter Zusichcrui g einer prompten und reellen Bedienung besten- empfohlen. Hochachtrnd Hermann Hals. zr,. , . o m , Schulstraße neben dem Telegraphen Amt. G i e tz e n, den 8. November 1874. n — Symphonie Nr. 7 A-dur. » Nr. 2 G-moll. » Nr. 12 B-dur. 71 C-moll. 1 - Nr. 4 D-moll. 71 Jubel-Ouverture. H-mol Lj » zu Euryanthe. 1 - » L sonore A h «d * *.i Sri (A1 / ( VeT r die @tci Suttbati Jnbfibfi Lberöe 3 B zur Weide Difinben gi Darr Statut Eiaast bi d'njdbcn in Echor Küchen kem w diesem Z« Eder tmt ftjti ftimmungtn tz ti« lu4übun, dennsrnd, fc ’ileiHw verl. ■-'te&nng tn ;•? 8rfl