Gießener Anzeiger HkRZ vinteliahrtg 1 fl. 12 kr. tri; Bringerlohn. Durch di« Anzeige- und Mntsölatt für den Kreis Hiessen -er. Montag den 9. Februar lexrract. J. Nicht mit leichtem Herzen, wie jener französische Minister, läßt sich die ein. Er ist ihr Laccamr, \ ippenteige, nubtlfi. iuehL tcoldde» ler-Käse. -pignons, lelatine, ifdiüfnun, roigim, , Zimmt, gognac, mnie. iöökurb. i WltllM Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr. DeutfcöCanö. Darmstadt, 7. Februar. Die vor einiger Zeit mit Bestimmtheit auf getauchte Nachricht, daß die Kirchengesctze in aller Kürze den Ständen vorge- legt werden würden, bestätigt sich nicht. Nicht nur, daß noch Verhandlungen darüber schweben, ob die betreffenden Bestimmungen in ein einziges Gesetz vereinigt oder in Gestalt mehrerer Gesetze vorgelegt werden sollen, sondern es hat sick auch begreiflicher Weise nach den Vorgängen in Preußen die Frage aufgeworfen : ob nicht die einschlägigen Geldstrafen an einzelnen Orten durch andere Strafarten zu ersetzen seien, sowie, ob es nicht zweckmäßig erscheine, die in Preußen in Aussicht stehenden Ergänzungen zu den Kirchengesetzen abzuwarten, um daun eine couforme Gesetzvorlage zu machen. Bi« die'Verhandlungen der Ministerien über diese Punkte geschloffen sind, werden noch Wochen vergehen. — Andererseits verlautet, daß das Gesetz über die Einführung der Civilehe und Civilstandes-Buchführnng in nächster Zeit zur Vorlage an die Kammern kommen werde. Berlin, 5. Februar. Heute früh verschied hier plötzlich der berühmte Germanist, Professor Moriz Haupt, nachdem er gestern noch eine Vorlesung gehalten. Der Verstorbene war am 27. Juli 1808 in Zittau geboren, studirte von 1826 bis lö3O in Leipzig, fuugirte bis zu seiner wegen politischer Thätig- keit ausgesprochenen Amtsentsetzung 1831 als Docent, wurde 1853 als Nachfolger Lachmaun's zum ordentlichen Professor der classischen Literatur in Berlin ernannt und war seit 1861 beständiger Secretär der Akademie der Wissenschaften. ^scheint täglich, MU Bi* nähme Somitags. EMedttion: Lan-leibera. Lit. B. Rr. 1. Kaiser und Papst. In der Vorhalle der St. Marcuskirche in Venedig bezeichnen drei rothe Platten die Stelle, wo nach langen Kämpfen Kaiser Friedrich Barbarossa sich vor dem Papste Alexander als Besiegter zu Boden warf, um ihm den Fuß zu küssen. Da setzte im Taumel des Triumphes der Papst seinen Fuß auf den Nacken des Kaisers, indem er die Worte des Psalmisten anführte: „Auf Löwen und Ottern werde ich gehen und treten auf Löwen und Drachen!" „Nicht vor Dir", sagte der Kaiser, „beuge ich mich, sondern vor Petrus!" „Vor mir und vor Petrus!" antwortete der übermüthige Alexander III. unc wiederholte die angeführten schmähenden Worte. fürstliche Person aus den Nheinlanden mit anderen Gesinnungsgenossen nach Nom, und diejen gelang eS, auf dem Vatiean die deutschen Angelegenbeiten in em anderes Llcht zu rücken. ' Der Kampf war jedoch überhaupt nicht zu vermeiden, seit Pius IX. sich durch das vaucauische Coneil für unfehlbar hatte erklären lassen, freilich nur auf dem Gebiete des Glaubens und der Sitte; aber der SyllabuS zeigt, daß sich dieses Gebiet so ziemlich über Alles erstreckt. Die Unfehlbarkeit wurde nothweudig ja auch über die ganze Vergangenheit, die lange Neihe von Päp- ften erstreckt und so alle ihre Ansprüche und Aussprüche neu bekräftigt. Unsere Beit m die des finstersten Mittelalters, in die Zeiten eines Gregor VII., Jn- iiocenj III. und Bonifacius VIII. zurückzuschrauben, das wird beim doch ein unmögliches Unternehmen sein. Der Kaiser von Oesterreich erklärt sofort nach dem 18. Juli 1870 das Concordat von 1855 für aufgehoben, da die Stellung der Bischöfe gegen den jetzt unumschränkten Papst ganz verändert sei. Ueber- haupt wird das Vorgeben Oesterreichs, das sich anschickt, die kirchlichen Verhältnisse in ganz ähnlicher Weise wie Preußen zu ordnen, am meisten dazu beitragen, Vorurtheile und Mißverständnisse zu zerstrcneu. Wir muffen es den Gegner» der Maigesetze einräumen, daß der Staat, d. h. der König und beide Häuser des Landtage«, die Greuzlinie zwischen Staat und Kirche einseitig, d. h. ohiw Zustimmung der Kirche, geordnet haben. Wer alle Umstände in Erwä- g»ng zieht, der wird zur Ueberzeugung kommen, Paß es einen andern gangbaren Weg nicht gibt. Freilich muß man die Möglichkeit einräumen, daß der Staat sein Geletzgebungsreckt zur Beeinträchtiguug der kirchlichen Interessen mißbrauche. Wir glauben aber nicht, daß er es bisher gcthaii habe. Der Staat fordert bei uns nichts für sich, als was früher auch bei uns Rechtens gewesen ist und was in anderen Staaten, katholischen wie protestantischen, noch heutigen Tages Recht und Brauch ist. Die Oesterreicher sind noch nicht befriedigt turch die jetzt von der Regiermig beim Reichsrath eingebrachten kirchlichen Gesetzvorlagen, und doch diese geben den, Staate größere Rechte, als er bis jetzt bei uns in Anspruch genommen hat. Bischof Rudigier 'von Linz sagt zwar, das Concordat gelte noch von A bis Z, aber werden die österreichischen Bischöfe m diesem Sinne handeln? Werden auch sie den österreichischen Gesetzen einen trotzigen Ungehorsam entgegenstellen, oder werden sie sich, was viel wahrscheinlicher ist, fügen? Und werden denn die preußischen Bischöfe fortfahren, sich auf eine ganz besondere Art von Gewissen zu berufen und durch fortgesetzten Ungehorsam den Staat, der Ungesetzlichkeit gar nicht dulden kann, zu immer durchgreifenderen Maßregeln drängen? Erzbischof Ledochowski meint »war in seinem letzten Hirtenbriefe, Gottlosigkeit, Glaiibenslosigkeit und Verkehrtheit hätten die ganze Welt ergriffen, aber bis jetzt scheint uns die Verkehrtheit auf seiner Seite zu sein. (Köln. Ztg.) ft1 N- Rabatt. •er. ÄiT e Auftrage recht Uoni))t liefern zu Mer, der Streit zwischen Kaiser und Papst, der sofort nach Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches sich erneuert hat, auf ähnliche Weise mit der Demüthigung der weltlichen Gewalt unter die Herrschaft des Papstes enden? Wir glauben es nicht. Weder unser Kaiser, noch sein Reichskanzler sehen danach aus, als würden sie sich auf den Nacken treten lassen. Sie haben den Kampf mit der den Gehorsam aufkündeiideu Geistlichkeit mit Entschlossenheit aufgeiiommen, und am Dienstag Morgen ist der Erzbischof von Posen und Guesen, Graf Ledochowski, ücks Gefängniß abgeführt. Die Verhaftung hat viel weniger Aufsehen erregt, als 1837 die Verhaftung des Erzbischofs Droste- Wschcriug von Köln. Der Fall ist auch ein sehr verschiedener. Der Erzbischof Clemens August wurde in die Festung Minden abgeführt, weil er sich hartnäckig weigerte, ein Versprechen zu erfüllen, welches er vor seiner Erhebung auf den erzbischöflichen Stuhl ertheilt hatte. Er führte gewisse Gründe an, weshalb er an die Erfüllung dieses Versprechens, das gegen sein Gewissen gehen würde, sich nicht gebunden erachte, und es tauchten damals viele Streitfragen auf, inwiefern der Staat ohne Urtheil und Recht den Erzbifchof gewaltsam aus seinem Sprengel abzuführen berechtigt sei. Heute liegt die Sache anders und sehr einfach. Niemand kann das gute Recht des Staates in Zweifel ziehen. Er leiht seinen weltlichen Arm nur der Vollziehung der gerichtlichen Urtheile. Der Erzbischof Ledochowski ist wegen wiederholten Ungehorsams gegen die Gesetze zu bedeutenden Geldstrafen verurtheilt, und da er sie entweder nicht bezahlen konnte oder nicht bezahlen will, so tritt die Verwandlung der Geldstrafen in Gefängniß ein, wie in einem solchen Falle bei jkdem anderen Verurtheilten. Alle preußischen Staatsbürger sind vor dem Ge- fktze gleich, und die Negierung hatte gar kein Recht, den Erzbischof nicht zu verhaften, den Urtheilsspruch der Gerichte unausgeführt zu lassen. Das hätte 'nur geschehen können, wenn sich der Verurtheilte an die Gnade Sr. Maj. des Königs gewandt hätte. Die Begnadigung würde ohne Zweifel nur dann er- fclgt sein, wenn der Erzbischof versprochen hätte, inskünftige sich den gesetzlichen Vorschriften zu unterwerfen. Das wollen aber die preußischen Bischöfe nicht. Sie wollen verfuchen, ihren Ungehorsam siegreich durchzuführen, wenn auch mit schwerer Schädigung der niederen Geistlichen und der Laien. Sie hoffen, die Verwirrung werde so groß werden, daß die Regierung erschreckt nicht^mehr wagen würde, die Gesetze zu vollziehen. Das wäre das schwerste Unglück für jeden Staat, am meisten für den preußischen, der seinen besten Vorzug in strenger Gesetzlichkeit erblickt. Es sieht auch gar nicht danach aus, als ob die Negierung sich von dem Wege Rechtens werde abschrecken lassen. Bis jetzt ist streng nach dem Gesetze verfahren. Die Regierung ist sogar da- ,lir. .. t011 zurückgekommen, den Erzbischof von Posen in Frankfurt a. d. O. seine eit zur f 0ftan t'f: W verbüßen zu lassen — wobei nur die Absicht zu Grunde lag, dem Prä- r^11 rffaM1 S1 Ch' f Iatcn ein besseres Gefängniß zu gewähren. Er ist nach Ostrowo abgeführt, Elches im Sprengel seines Gerichtes liegt, und so ist ganz ordnungsgemäß ver- n Heidivsött Men. Inzwischen geht der Proceß des Erzbischofs vor dem kirchlichen Ge- ich^lwf seinen gewiesenen Weg und wird ohne Zweifel mit der Absetzung Ks Bisckofs enden. Durch ein merkwürdiges Zusammentreffen aber wird ge- ;tW° 1 N>e jetzt eine ähnliche Maßregel aus Brasilien gemeldet: der den Landesge- rnorifo PCI1 ha^M^en leistende Bischof Olinda ist auf Befehl des ober- "^ll Gerichtshofes verhaftet worden, und zwar gleichfalls ohne daß der öffent- W Friede im Mindesten gestört worden wäre. 1!n(Nicht mit leichtem Herzen, wie jener französische Minister, läßt sich die i>.1 U ^gicrung in diesen weitaus sehenden Kamps mit den Bischöfen ein. Er ist ihr plodK oiifgetrungen worden, so gut wie der französische. Man hat oft darüber ge- “ptitfen, wer den Kampf angefangen habe. Man kennt darüber das Wort des iffre^ Nlichskanzlers; als er ans Frankreich zurückgekehrt sei, habe er gefunden, daß Ultramontanen gegen das Deutsche Reich mobil gemacht hätten. Sie hat- : sich allerdings mit den Welfen in Hannover, mit den Anhängern des ehe Anligen Kurfürsten von Hessen, mit allen Particularisttn und särnmtlicheu 1C: en ®eWe4l861 finden des Reiches verbündet. Preußen stand mit der römischen Curie, gegen ürttf m höchstens durch zu große Nachgiebigkeit gefehlt hatle, noch auf gutem ‘ru lin^ ließ Fürst Bismarck damals in Rom freundschaftliche Vorstellun- SfU machen beim Staatssecretär Cardinal Antonelli. Sie wurden auch freimb; aufgenommen. Der Cardinal versicherte, diese Lage der Dinge sei ihm Berlin, 7. Februar. Nachdem die an Dr. (Simson gesandte Deputation denselben zur Uebernahme des Reichstags-Präsidiums nicht bewegen konnte, da Dr. Simson durch Gesundheits-Rücksichten verhindert wird, ist von dessen Präsidentschaft Abstand und Forckenbeck als Präsident in Aussicht genommen. . . . Die Wahl Hohenlohe's zum ersten und Hänel's (fortschrittlich) zum zweiten Sie wurden auch freund-1 Vice-Präsidenten ist wahrscheinlich. bei. Dillge sei ihm Lautenburg, 5. Februar. Die hiesigen Lehrer stehen unter scharfer W tiiserh Mt bekannt gewesen; der päpstliche Stuhl wünsche nicht, daß die Katholiken Contiole. Von Zeit zu Zeit erscheint nämlich der Polizeidiener Rieger in den V V' Kot politische Partei bildeten. Kurz, damals mißbilligte er das Vorgehen Schulklassen und forscht im Auftrage seines Chefs nach, welche Lehrer fehlen •* - *er Ultramontauen auf politischem Gebiete. Indessen reifte eine deutsche welche krank sind 2C. Der Lehrer Lange hat nun an den Magistrat nachstehen — Nachrichten vom La Plata bestätigen, daß der Bürgerkrieg in Entre- Vermischte-. Oesterreich. Preste" ans W cchsel (EnglanD. k. S. 93^/4 be- London 8. 105« , 7 63/< Oberheesen S. l<»3’/< 4 Pr. b'rieose 1143 # |!l|n W. tzsfte I *"i 5. Ctloit I -l!1 Ötloit I 2.3io6tm . iit im i, ahtnbtTn auf ^utexbad). E ^wßh. Rio de Janeiro, 10 Januar. Nachdem auch der Bischof von l§t. Paulo das Breve Quauiquaui dolores veröffentlichst bat, fehlt jetzt keiner der brasilischen Bischöfe mehr in der geschlossenen geistlichen Phalanx, welche sich gegen Gesetz und Obrigkeit des Landes anstehnt. Der oberste Gerichtsdof aber läßt sich durch diese Einmstthigkeit der Gesetzcsverächter nickt abschrecken; er bat seinem Urtheil durck Ansstellnng des Verhaftungsbefehl gegen den Bischof von Olinda Rolae gegeben, und eins der ersten Telegramme, welches Znseraten jeoen jniane, ai* ------- das mm von Parn bis Rio de Janeiro vollendete und am Reujahrstage ein- Stellengesuche, Familiennachrichtm u. f. w. als besonders zuoerlalsig j» ennä ) L * i-jfbov's KÄ? '«n7 — Beim hiesigen katholischen Kasino sind an Gaben für den Papst vom 3. Mai 1873 bis 30. Januar 1874 9800 fl. eingelaufen. — In Kulmbach bat die Stadt - Vertretung die Einführung confessionell gemischter Schulen beschlossen (8r- Ztg ) Ostrowo, 7. Februar. Dem Erzbischof Ledochowsk, ist außer der Selbstbeköstigung das Lichtbrennen und die Lectüre von Zeitungen gestattet und empfängt er den Besuch des Gcsäugniß - Seelsorgers. Uebrigens ist^ derselbe den Bestimmungen der Gefängniß - Instruction vom 27. October 1839 unter- Aclicn, 5°/o öätr. F. öt. E. B. 341 Vk Lombard. Babu 161Lz Ludwighb. Bexbach 183 Maxbahn 119 Bayer. O.^lbahn 1141 Kheiu-Nabobahn-AoU 137 Hess. Ludwigsb.-Aat. 145’ , 30,o 3% gegen 4 Stimmen angenommen. Schweiz. Bern, 6 Februar. Die Berner Negierung hat für die Prüfung der in den Berner Kirchendienst aufzunehmcnden katholischen Geistlichen eine 60111= Mission eingesetzt, bestehend aus dem Oberrichter ^avrot zu Bern und den altkatholiscken Pfarrern zu Olten und TXrnmey zu Prnntrnt. Die noch zu besetzenden jurassischen Pfarrstellen sind nach Vorschrift des neuen Kirchcnge- setzes für die Wiederbesetzung ausgeschrieben. Bern, 7. Februar. Der. Abbö Collct ist, gestützt ans Art. 57 der jetzigen Verfassung, ausgewieseu worden und die Untersuchung über das Schriftstück ans Bar-le-Duc wegen Mangels an Jndicien niedergeschlagen. Frankreich. Holl. H. 10 St. 9 52 54 Ducaten . . 5 30 32 2U Frankcnef. 9 21 —22Hz Engi. Sover. 11 47—49 Kuss. Impcr. V 10 — 42 Lollar in Gold 2 24',i --25* ? , Februar. Es heißt, daß Gladstone seine Demission reits gegeben habe. — Von den 484 bis jetzt bekannt gewordenen Wahlen kommen 255 auf die conservativen, 229 auf die Ubcralen Candidaten. Die Confervativen haben nunmehr 71, die Liberalen 27 ^itze gewonnen. fand ein Gegenmeeting der Katholiken unter dem Vorsitze des Herzogs v. Norfolk statt, worauf Nesolntionen' mit dem Ausdrucke der Sympathie für die Katholiken Deutschlands beschlossen wurden. S*riorhäteiL östr. Stab. Prior. 61 ’ iistr e. Lombard 49" , IJvorneser 32' g Toacaner 51^ Elisabeth.-i'rior. 89* t II. EmisB. — Pari-, 5. Februar. Der Neffe des gewaltigen Danton wurde heute Nackt in Paris halb erfroren als unterstandslos cingebracht. Es ist dieS ein ^jähriger Greis, der dem Hungertode nahe war. , — Die spanischen Gefangenen werden noch diese Woche in Marseille erwartet, um auf dem benachbarten Schlosse Jf iutcruirt zu werden. Der Cnltnsminister Fourton hat den Saal des Conservatoriums^ der Musik zur Verfügung Mermillod's für ein Concert zu Gunsten katholischer Schüler in Genf gestellt. — Der gestern zum Maire von Versailles ernannte Hnnebelle und seine beiden Adjuncten haben bereits heute ihre Entlassung eingereicht, weil sie der Entrüstung über die Absetzung Ramcau's nicht Trotz bieten wollen. — Das officielle Blatt bringt unterm 4. d. wieder die Ernennung ~ Adjuncten. Unter den abgesetzten Maires ist auch Maire von Bordeaux, ein gemäßigter Ncpubltkaner. Prenss. 4l,zv g Oblig. — Frankf. 3V3° o Oblig. 91 Nase. 3- ?'o Obi. 92 ansehen und demgemäß verfahren." München, 5. Februar. Mit süßiaurer Miene belpricht die ultramontane Prelle die erste Ernennung eines Israeliten zu einem richterlichen Beamten in Bayern, nämlich des Bezirksgerichts-Accessisten Berlin in Fürth zum Assessor des Stadtgerichts Nürnberg. Dir „Katholischc i(clkofieunb Köln, 2. Februar. Ein starkes Pröbchen ans der ultramontanen Winkelxresie des „Wenn Leute, die das ganze Jahr hindurch mit 2iusnayme oes zconigs-^ I s $icben.j^ing giebt ein im Regierungsbezirke Aachen erscheinendes Blatt, deffen „unwandelbares in keine Kirche gehen, die mit Darwin und Häckel an die Abstammung von q^^amm" „bie er giften nlanbcn i» Bcamten und Richtern taugen, warum nicht auch Juden?" valksthümlich- nennt 11 _ , Z 1 « für SUnnfl- nnm uns einaefanbt wurd Ireiiaa S,! an den ä^harb in . SL li-k. n't^9 in e"f«. i««Ä i6t,t h'!'ig ft X*** d!i Ä »unwandklbttij -katholisch M *2». »* ^*“'1 1*.* -»e unjere b eb("; * bltetitg ’tjMtrn auch au8 y. tttjon, deren tzcki^ :t tjaben/ vor ha F 'hrcm und unsere Wen «ne unbcgranz« Mäßigen Lnndes- Webtt, den Kaiser "dir von ihm unfern "haten ist ein ewig», ceußen nie andere Rche und Lurch regelrechte! euchelt, haben leit uni 1 stets war un’er Lahe eines deutschen uh in ftanzösischesBlatts, allein mit dem Aom ■ Die einen behaupte, h ins Ohr zu Hsten, m iliath ein unverbno- Lölkes nach den höhao heimeraths ein unge^ti stiche Auge zu umßra, winkel seiner Betracht tmenschen zu nützen, snr rsprießliche Resultate ft berechtigt. Der Km i wurde ein Gehciami, nn über die Berechtiz^i; sinder mit ernster Jta, wie wohlibätiz seine b, je soziale Leben seien, $ an den Supplikanten i?.. .j and) zu diesent!" beimräthliche Äntwen Itwti Lebens arlottenburg am W en sein, welche beiW lnfang bis zu önde w chchte, zu entkonnnen w j vereinigen- Gehwj verhältnismäßig Rj} Zchillianer an die M [ jen ßommanbiienta n® allf d-m MWfi d hoch h-t d» W len »ic eil ** w*1 BÄ« >ral-Lieutenant. sei 1 ,3? k. S.■" fc.s.» ni. ö> Sc isterdaDQ gsburg rlin *to?n jö-el icbufS p7‘g }doD on ris ien ditto iSiäSfl (i .FrieJr^Vrf »tüle« • ' 9 52 .11. rl. 10 8 5 30 ,, All icBter; ' q -H Fr»»k'",'ii dH igl. 3”X’ S ,0"tf i !°L ’>'■ .II"-'"" k.S.* k S Ei k 8. W5% k. 8. M k.8. E' k S. k. S.« f (A nn e i n c r Unzc > qer. Karl M- die G- C- M. die Acker- Firma: Rothe Bordeauxweine: [550] Wortman n. — 45 14 u Aechter französischer Cognac: in der Fürstlichen Ob erförsterei B k a n n t m a ch u n g. er t n u i in u u/ u > - *5» 552) Abfuhr des der 554) In den Dislricten Schwarzwald, w°l°cs Locher Ch^usfte fa®jefct Mublberg uni) ffübunter soll nachverz-ich- taglt* erfolgen. -neles Holz versteigert werden: Gießen, am 7. Februar 1874. j 1. Montag den 16. Februar: 1 Chau Petit Champagne 2 42 1. Montag den 16. Februar: 23 A 55 3 Mir ächt wenn die Etiquctte eines jeden Topfes den 63 in blaue r Farbe trägt. Namenszug Wckleigeruugen. 416) Emil Fischbach. >zu verkaufen bei Neuen wea 193. am Lindenplatz (HO) M9] W 0 rtmann Aerntielhungen. eine KernuMe Wnzeigen. i 542) Da mein Ladengeschäft beendigt, em'.ustnden. u Firma: Firma: „August 2 12 2 30 1) 2) 3) 2 9 2 30 2 54 3 6 3 6 3 20 3 48 den den den den den den den den den Elsbeerprügelholz und Eichenprügelhglz von 212 Serons Sauternes 1 1 1 1 3 9 15 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 2 1 12 1 16 ff ff ff ff w ff am 20. v. Schreiber", am 21. v. Windecker", eodem oie Vincent Beychevelle Giscours Nauzan Lasitte — 48 — 52 — 56 1 27 1 48 2 3 3 24 15 16 17 18 20 21 25 1 5 28 Neish. Mellen. 1800 1520 5580 Panillac Camenlac 1868r Besondere Bekanntmachungen. B e k a n n t m a ch u n q. Prüaelh. N.-Mir. 72,1 53 Cognac Vieux „ bois Scheitb. R-Mtr. St. ff 336 Fichtenstangen mit 15,46 Cubikmeter, 13 Raummeter Eiäien-Werkscheitholz, „ Estephe 1869v Chan Duplessis 1869r 1874 wie folgt abgehalten: den 16. Februar Vieh markt, den 23. März Vieh- und Krämermarkt, W l V p v 11/ u»4l • • O , Grotzherzopliche Bürgerineifterer Gießen. , Vogt- 10 Meter Länge, m't 28,74 Cbkmtr-, geringere Eichenstämme mit 16,18 Cubikmeter, Hainbuchenstamm mit 0,62 Cbkmtr. Maßholderstämme mit 0,62 Cbkmtr., -^ichtensLämme von 15 bis 44 Centi- meter Durchmesser bis zu 14 Meter Länge mit 165,96 Cubikmeter, Eichenstangen mit 3,98 Cubikmeter, | „ Blanche !Dry Verzenay (herb) Die im Landkalender und anderen Kalendern aufgeführten hiesigen Märkte fallen dagegen weg. Lauterbach, den 19. Januar 1874. Großh. Bürgermeisterei Lauterbach. L i st. Slockh. R.-Mtr. 98,3 70 9 Geschäfte bis zum 1. März d. I. in meiner, St^phansmark Wohnung 1 Stiege hoch an mich abgeben Th'ilhaber-Gefuch. 546) Ein hiesiges Fabrikgeschäft sucht einen stillen Theilhaber mit einer Einlage von 3—4000 Gulden. Das Capital rentert macht werdenden Bedingungen meistbietend versteigert werden. . Niederwalgern, am 7. Februar 1874. Der Gesellschastsoorsteher: Conrad Ruth. 125-30 % Schriftliche Offerten unter W. A. 288 nimmt die Annoncen - General- Agentur v. RudolfMosse, B. Heidings- Preiscourante der Originalpreise in Fässern in V4, V2 und Vi ^Lhoft ab Bordeaux genommen werden vierteljährig von uns ausgegeben und liegen bet uns zur Einsicht jeder Zeit offen. Vier Goldene Medaillen — Paris 1867 (2), Havre 1868, Moskau 1872. Drei Elirendiplome — Amsterdam 1869, Paris 1872, WIEN 1875. Das Diplom „Hora Concours“ Lyon 1872. In Körben ab Reims stellen sich Preise billiger. 1 2 328 § Feinstes Schweineschmalz empfiehlt Emil Fischbach. 12 20 23 23 27 5 12 22 die Preisrourailt von Champagner- und Bordeaux-Weinen der J. Aw Busch Söhne, Gießen, Vertreter der vereinigten Weingutsbesitzer in Bordeaux und des Hauses Herrn Gustavs Gibert in Reims, Champagne. bitte ich Zahlungen aus meinem seitherigen^ 451) Auf meinem Grundstück in der - "— *•- * 1 ,v • - Stephansmark, anstoßend an die Garren !der Herren Ltadtgerichts-Actuar Funk und Legrer Jung, kann Schutt abgeladen iwerden. I. Haustein. Islandiscli-Moos-Pasta gegen Husten &* Heiserkeit. 5894) Die Pasta bewährt sich als ein vorzüglich linderndes Mittel bei katarrhalischen Affectionen und chronischen Brustleiden. — Die Zusammensetzung der Pasta ist der Art, daß' auch bei häufigem Genuffe derselben der Magen nicht gesäuert wird. — Das Präparat zeichnet sich vor ähnlichen, zu gleichem Zwecke gebräuchlichen Mitteln, durch einen angenehmen nicht zu allzusüßen Geschmack aus. — Preis per Schachtel 71/2 Sgr. Pastiilen-Fabrik der Rosen-Apotheke in Frankfurt a/M. (F. 1559.) ____In (Niesten in den Apotheken. ! 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M-: Albert Berger zu Gießen hat am 15. November 3873 die Handlung des Georg Schäfer von da mit allen Actinen und Passiven übernommen und setzt dieselbe für seine eigne Rechnung unter der Firma: „Georg Schäfers Nachfolger" fort- Gießen, den 5 Februar 1874. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher- 27. April Viehmarkt, 1. Juni Viehmurkr, 2. Juni Krämermarkt, 6. Juli Viehmarkt, 3. August Vieh- und Krämermarkt, j 14. September Viehmarkt, | 5. October Viehmarkt, 6. October Krämermarkt, 2. November Viehmarkt. 1 3 — 18 1 27 — 25 548) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts wurden folgende Firmen I. gelöscht: Verkauf. 551) Freitag den 20. Februar d. I, von Morgens 9 Uhr an, sollen im Brachter - Gesellschaftswald, Etunde von der Eisenbahn-Station Fron- hauien entfernt, 129 Eichen - Bau - und Derkholz - Stämme, wobei sich einige zu Müblwellen eignend befinden, von 6 bis 40 Fuß Länge und 12 bis 29 Zoll mittl. Durchmesser — 8351 Cub.-Fuß enthaltend, unter den an Ort und Stelle bekannt ge- Emillion 1868t Christoly „ Mo ulis „ Wcisic DocÄcäurwtine: pr. Flasche, fl. fr. Thlr. Sgr. Hvlzversteigerunq. Donnerstag den 12. b. M. von Morgens 9 Uhr an, sollen im hiesigen Gemeindewalde, District Oehleberg: 6250 Wellen Nadel-Rcisholz (Durchforstung), 1600 Nadel-Stangen >Bohnestangen) versteigert werden. Groß-Buseck, am 7. Februar 1874. Großherzogl. Bürgermeisterei Groß-Bnseck. [553] Wagner. Holzverftt'iqemng zu wollen. I. Köhler, L-eltersweg. Freitag dcu 13. Februar 1874, Bormittags 10 Uhr, sollen an den Stallungen des Christian Wighard HI. zu Gießen 7 Pferde und 13 Stück Rindvieh öffentlich meistbietend gegen Kaarzahluug versteigert werden. Gießen, den 7. Fchruar 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Eine große Partie leere Kisten 401) Altertümliche Möbel, sowie Münzen, ~ ...... Porzellan rc. rc., kauft Louis Rothenberger, Versteigerung. 555) Mittwoch den 18 l M-, von Vormittags 10 Uhr an, sollen auf dem Gräflich Solms-Laubachischen Hofgute zu Utphe bei Hungen diejenigen Inventarstücke einer öffentlichen meistbietenden Versteigerung unter alsdann bekannt zu niadbcnben Bedingungen ausgesetzt werden, welche von dem antrelenden Herrn Pachter des Gutes nicht übernommen zu werden brauchen, als: Schlitten, Malz- quetscho, Mähmaschine und sonstige Maschinen und Gerätbe, wie Pflüge und Säe- maschinen, dann Geschirre, Fässer, Bütten u. s. w. Laubach, am 7. Februar 1874. Gräfliche Rentkammer. Weber. Freitag den 20. Februar 1874, Vormittags 9 Uhr, sollen an den Stallungen des Christian Jughard HI. zu Gießen eine große Partie Wagen und Oeconomie-Geräthe öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert werden Gießen, den 7. Februar 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. zu haben sind und gebe ich noch jedem Abnehmer bei Ankauf von Ito Gulden — 30 kr. Rabatt Alexander Mayer Großer Ausverkauf Rr. 3« -S' M. MARX ADS WETZLAR Gießen, i Kinderkämme, 6 fr Neihfaden, per Dutzend 18 kr. 2 kr. u Einnähkordel, per Dutzend 5 fr. Karlenfaden, per Dutzend 6 Stiefelnesteln, „ 4 fr. von 4 bis 12 fr. 24 und 36 fr. Pariser Nähseide, per Loth 30 und 36 fr. 6 Stück u für Wolle 2 fr. dito n Fingerhüte, per Stück 1 fr. ci IS. [M8 TECHNICÜM FRANKENBEHG. 557 durch die Dircction des Technicuni. Redaetton, Druck und Verlag der Brühl'schm Univ -Druckerei 5Fr. 6 6 t. Bietsch) ht Gießen. 18 54 36 4 25 5 5 100 6 25 Kirlsbader Stecknadeln 2 und 3 fr. Sbawlsnadeln 1 fr polirte Haarnadeln 1 fr. pramiirt auf -er Wirncr Wrltansßcllung. N ii ii ti ti Terneauwolle, per Loth 6 fr. Strickwolle, das Pfd. von fl. 1. 42 bis 3 ff. Halbwolle, das Viertel-Pfd. 18 fr. Strickbaumwolle, das Pfd. von 40 fr. bis 1 fl. 12 fr. Brofspools, 40 Jards, per Dutzend 14 fr. englische Stopfnadeln 1 fr. Stifte 1 fr. 6 Stück Sicherheitsnadeln 1 fr. äcbt engl. Nahnadeln 3 fr. 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Professor Ettling Wwe. im Hause des Herrn Kupferschmied Vogt ans dem Marktplätze. Hafen und Ocseu, 12 Dutzend, schwarz, 3 fr. Doppel-Pique, per Elle 16 fr. Shirtiug, per Elle von 6 bis 9 fr. Vorhangstoff, per Elle von 7 bis 24 fr. Aechtes Hausteinen, per Elle von 12 bis 24 fr. Barchent, per Elle 16 fr. Gedrucktes, per Elle 11 fr. Piquedecken, per Stück 2 fl. 36 fr. Fildöcosse-Handschuhe das Paar 12 fr. Kleiderlützen, per Stück 14 fr. Unterhosen, per Stück 36 fr. Der Ausverkauf fängt Sonntag den 8. an und dauert 3 Wochen. M. M an aus IVetadar ® Coupon. Z nommen. M. Marx < aus Wetzlar. S Elsasserfaden, „ Adlerseife, „ Glycerinseife, „ Theelöffel, „ ■gimme feilt 11111 <3 I , fr , 0 bet । äni | »., t llibtrl H '8? 9" c Cm Tmeu 3. Tetz 1 T'-- . 5' Uebti Pmn9 bet St?» ' Des • P-ra LJ- ®i("i „ ihmii) a.‘; ß"btt «Hb ihb(»'' firn Uv* AB ei einem Einkaufs ^von 10 fl. wird die ^ser Coupon als Ra-A ^batt für 15 Kreuzers 8 in Zahlung äuge- 2' nommen. in 3Ranufac(ur= und Ziurzwaaren Von Dem angezeigten großen Ausverkauf von Mannfactur- und Kurzwaaren, was kein Anderer int Stande wäre, zu begegnen, erkläre ich dem verehrten Pnbliknm, daß sammtliche im Preis-Courant bezeichnete Maaren bei den meisten hiesigen Kaufleute» sowohl wie auch bei mir zu gleichen Preisen „ 24 fr. Stück 10 fr. fr. fr. fr. fr. Zrleiderknöpfe, „ Zu gleicher Zeit empfehle ich Herren- und Damen-Manschetten, Kragen, Unterhosen, Jacken, seidene, leinene und baumwollene Taschentücher, Halstücher, Hosenträger, Manschettcnknöpfe, Leinen- und Bauwollenband, Sammt- und Seiden - Bänder, Stickereien un» Weißwaaren und noch tausende in dieses Fach cinschlagende Artikel, welche man nicht so genau angeben kann. Das Verkaufslocal befindet fich wie oben bemerkt, bei Herrn Kupferschmied Vogt auf dem Marktplatze. Das Vcrkaufslocal ist von Morgens 8V2 bis Abends 7 Uhr geöffnet. M. Marx v.us Wetzlar. 2 Ich zeige dem hohen Adel und Publikum der hiesigen Stadt und Umgegend hiermit an, daß ich zum crstenmale hier einen dreiwöchentlichen Ausverkauf mit meinem bekannten großen Manufactur- und Kurzwaarcngeschäft abhalte und gebe die Versicherung, daß Keiner im Stande ist, mir nach zu verkaufen, welches mein untenstehender Preis-Courant ausweist und bitte daher um recht zahlreichen Zuspruch. Preis - Courant zu unbedingt festen Preisen.