dttAd.V Wmz iti tj '«HO ^Qyt. t Jlrtl 'n tim ÄSitnft® b. U ’mild) t?A w #e,wta jMo£ltrt, (Wnroaartr Joner Hont-schrj-, :*en imb bei i, Preis vi«ir«ljährtg 1 fl. 12 fr. wm Dringerlohn. Durch die iioft bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Oießener Anzeiger. Erscheint tuflHrb, mit AuS- nnbme MontagS. Expedition: Canzletberg. ®*t. B. Nr. 1. Mnzeige- und Mmtsötatt für den Kreis Messen. IV«». sur. Sonntag den 6. September 18V4. ^rp^prei^ vvin 5« btö li* September 187 t, nach eigener Erklärung der Backer: 2 Kilo gemischtes Brod 23 kr. 1 Kilo gemischtes Brod liya fr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 20 kr., zweite Sorte 18 kr. oelcbes grünte Mm bohen Lobk rusche in ein hi,.- mn vorest 5Vj ü derKxp. b. ${, ii Gleiberg, Hfl den 7. SW, nfe ist bestens ® H- Wagner, Wochen kaust othenberger, miveg 193. Mädchen ffir Mi r 25. Ces'l. geich rktstraße D. 39. oonHandschiihn ilen ■ fr Niekau. sorgung des Erkauft Actien, Loosen, kehlt fidi skiiid t a fflain. Md ein anstän: [\tit lochen fiim nimmt bei hohem Änskunit in der politischer Theit. U Ult Hl VlUllUlV 111 lllUJllll *• |V4/niMU^ 11 v VUI I M* v / ' O ; , 1 . v r < • r» CV(X 1 k den ganzen Tag die Straßen. Schon am frühen Morgen zogen Schüler- und prinz begrüßten sich sehr herzlich ,uub fulMii m offenem Wagen nach dem ö o V . ...... ..... , Q. . fcoi bom (T^rort-nr hoä fiVru'htälwtf’ä Olinor. von Wuitder der Tapferkeit vollbrachten, und ihr Alles, ihr Leben Hingaben, aus sich an dem Bankett betheiligte, die städtischen Bahnhof vom Kronprinzen des deulschen Reiches, dem Herzog Eugen von Württemberg, dem Prinzen von Weimar, dem preußischen Gesandten, der Generalität und den städtischen Behörden empfangen. Der König und der Kron- vollständig unvertreten waren. — In unserm Nachbarorte Bornheim machten sich gestern zwei Socialdemokraten das Vergnügen, an den Fenstern ihrer Wohnungen schwarze Trauerfahiien auszuhängen. Daß die Polizei für deren rasche Beseitigung sorgte, versteht sich von selbst. Heilbronn, 4. September. Ein gestern hier eingeganaenes Telegramm des Schiffs-Lieutenants Weibrecht an seinen hier wohnenden Schwager bestätigt, daß die österreichische Nordpol-Expedition glücklich in Norwegen angelangt ist. Absteigequartier des Königs bei dem Director des Gerichtshofes, Huber, von dem sehr zahlreich versammelten Publikum enthusiastisch begrüßt. Um 3 Uhr findet ein von der Stadt gegebenes Banket in dem festlich geschmückten Rath- dem Altar des Vaterlandes. Ueberall werden denselben auch Denkmäler errichtet. Nicht vergessen ist die schwere Bedrängniß, die Frankreich heraufbeschwor, nicht vergessen sind die herrlichen erfochtenen Siege und nicht vergessen die Ströme theuren Blutes, bi? sie gekostet haben. Auch hier liegen viele ber Officiere und Mannschaften seien wohlbehalten. Heilbronn, 4. September. Der König von Württemberg ist mittelst ‘ " . Derselbe wurde am Edlen in geweihter Erde, die hiefür verblutet und ihnen hat München dieses Denkmal geweiht. Der Redner gab nun einen kurzen Ueberblick der Geschichte des Krieges, und hob hiebei insbesondere hervor, daß Napoleon HL, der durch seine Politik seine Ziele nimmer erreichen konnte, der stets gegen Deutschlands Consolidirung gewirkt habe, im Uebermuth und im Glauben an Deutschlands Untreue den Krieg heraufbeschworen habe, ein Glaube, der sich furchtbar gerächt habe. Unser König habe zuerst in deutscher Treue sein königliches Wort gesprochen, und in höchster Begeisterung seien Alldeutschlands Söhne ausgezogen — und Sieg auf Sieg ward gewonnen, Vesten auf Vesten fielen, keines Feindes Fuß entweihte unsere heimathliche Erde. Nach Hnnderttausenden machten wir Gefangene; Provinzen, welche durch Zwietracht und Ohnmacht uns entrissen waren, haben wir wieder errungen, und Paris selbst, die stolze Ca- pitale, fiel in unsere Hände. Wier Jahre seien verflossen, seit König Wilhelm ber Königin Augusta jenes berühmte Telegramm von Napoleon's Ergebung über^ sandt habe. Dem Frevel sei bie Strafe auf dem Fuße gefolgt, unb nach hause statt. München, 2. September. Die Feier bes Tages von Seban begann in unserer Resiben,stabt mit der heute Vormittag erfolgten feierlichen Enthüllung bes Denkmals, welches München ben jm.K.risge gegen Frankreich gefallenen unb auf unserem nördlichen Kirchhofe begrabenen beutschen Kriegern errichten ließ. Die sämmtlichen zur Zeit hier befinblichen Abtheilungen der Garnison und alle Veteranen und Kriegervereine ber Hauptstadt und deren Vorstädte waren mit ihren Fahnen und Musikcorps ansgerückt und auf dem Friedhof um das Denkmal ausgestellt Die Gemeindccollegien und sämmtliche hiesige Gesangvereine begaben sich, die Schulkinder des Bezirkes voran, in feierlichem Zug auf den Friedhof, wo auch der Generaladjutant Sr. Majestät des Königs, General- Lieutenant Frhr. v. Jeetze mit dem Kriegsminister-Stellvertreter General-Lieutenant Graf v. Tattenbach und sämmtlichen zur Zeit hier befindlichen Generalen, Stabs- und Oberofficieren; die Gesandten von Preußen, Württemberg und Sachsen; Staatsminister v. Fäustle und die Minister-Stellvertreter und Staats- räthe v Daxenberger, v. Fischer mit) v. Schubert, die Chefs der Kreisregierung und der Polizeidirection u. s. w. erschienen. Nach dem Vortrag eines Trauer- , Marsches sangen die sämmtlichen Gesangvereine den von Herrn Cavallo compo- nirten Choral: „Heil den Gefallenen." Unser erster Bürgermeister, Herr i Dr. Erhardt, hielt die Weiherede, aus welcher wir die Hauptmomente mittheilen: Es sei eine erhebende Sitte, die Todten zu ehren. Dieselbe wurzle ' im Schmerz über den Verlust der Lieben und im Drang, den Schmerz zu lin- ?*bern; sie wurzelt aber auch im Glauben an ein einstiges Wiedersehen. Wie wir uns gedrungen fühlen, dem Vater, dem Freund, dem Gönner ein ehren- DeutfdjCani). Darmstadt, 4. September. Sicherem Vernehmen nach ist die V o r- Turn er sch aar en mit klingendem Spiel und wehenden Fahnen hinaus in's Freie, ) die Truppen marschirten gleichzeitig hinaus auf das Tempelhofer Feld, wo be- \ reits eine unabsehbare Menschenmenge sich aufgestellt, harte , um dem militari- j scheu Schauspiel beizuwohnen. Gleich nach 10 Uhr erschien hier der Kaiser, 1 gefolgt von einer Suite von 120 Pferden, neben ihm der Kronprinz, die Kron Prinzessin in der Uniform ihres schlesischen Husaren - Regiments und der Prinz von Wales in der Uniform der englischen Horse- Guards (rother Wsffenrock und hohe Bärenmütze.) Die Suite glänzte ganz besonders durch die Menge sremdberrlicher Osficiere. Der Jubel, mit dem der Kaiser und der Kronprinz überall, wo sie erschienen, begrüßt wurden, ist unbeschreiblich. Tie Festparade sand hier in üblicher Weise statt. Um 1 Uhr begann dann im Mittelpunkte der Stadt ein anderes festliches Schauspiel. Auf den Zinnen des Rathhauses in der Königsstraße erschien ein starkes Trompcterchor, welches^ine Stunde lang concertirte; die Straße war nicht gesperrt. Tausend und aber Tausend Menschen standen vor dem Rathhaus und auf der gegenüberliegenden Seite; die Wagen fuhren ungestört, und weithin über das Gewühl des Tages trug ber Schall bie Töne bes Chorals, mit welchem die Trompeter begannen, unb ber „Wacht am Rhein" unb anberer Nationalweisen, welche folgten. Viele Corporationen unb Privatgesellschaften vereinigten sich barauf zu Festmahlen, unb für be» Abenb sieht man überall großartige Veranstaltungen zur Illumination. Die Sonne eines herrlichen Spätsommertages meinte es heute, ganz wie vor vier Jahren, fast zu gut mit ber Feststimmung der Hauptstadt. Allem Anschein nach wird das Wetter ber Illumination günstig bleiben imb ber Tag so glänzeub schließen, wie er begonnen hat. Berlin, 4. September. Die spanischen Gesanbten in Loubon unb Brüssel haben den respectiven Ministern der auswärtigen Angelegenheiten ihre läge der Kirch engesetze an die Stände heute erfolgt. Sie zerfallen in 5 Gesetzentwürfe und betreffen: die rechtliche Stellung der Kirchen- und Religionsgemeinschaften im Staate, den Mißbrauch der geig- lichen Amtsgewalt, die Vorbildung und Anstellnng der Geistlichen, die religiösen Orden und ordensähnlichen Congregationen, sowie das Besteuerungsrecht der Kirchen und Religionsgemeinschaften. (D. Ztg) I < . Berlin, 2. September. Der Sedantag als Nationalfest hat hier fürExtrazuges heute Nachmittag l1/2 Uhr hier eingetroffen. Berlin seine Probe glänzend bestanden. Die Theilnahme war eine allgemeinea—>.«« hon und in Wahrheit großartige Die ganze Stadt bis in ihre fernsten Theile hinein prangte in reichem Flaggenschmuck, und ein festliches Treibeis durchwogte -in Z etZ sooletfonen im z°°l°;^ Garim ka°nn vielen Jahrhunderten sc. Tentsckiand wieder zur ersehnten Einheit gelangt, an der constatirten traurigen Thatsache kaum etwas andern. Wohl waren benDas danken wir nächst Gott unseren deut,chen 8»^°" "«d deren weisen demselben alle Stände vertreten, -uck wurden tüchtige Toaste aus den Ka.ser^rathern den ruhmreichen Heerführern und den, deutscheu H er. »»» hm, m das Vaterland die Armee und den Misten Bismarck ausgebrackt, aber d,e diesem Bode», liegen viele von l'-ne», die ,° muthlg zusammenkampften, nun übZeaende M hrzahl der Festth cknehmer waren - Richtsranksurter! Er-izusammengeb°tt°t! Ihnen soll dieses Denkmal für ewige Zeiten gewidmet se,n. wäbm 1 übrigens doch daß unser »weiter Bürgermeister, Herr Dr. Berg, Wir aber, so schloß der Redner wollen an dem Denkmal am heutigen Tage wahnt sei uorlgens o°^, oas> ii»ier_ , _ , ^Hörden also wenigstens nicht schwören, das Vaterland zu lieben und ihm zu dienen und ihm zedes Opfer, Creb tive überreicht roir uns georungen jnpien, cem ^oaier, vem yicunu, vcm wmu «« Posen, 3. September. Der Weihbischof Jaiiizcwski wird am 15. Sep-jdes Andenken zu weihen, wie viel mehr Dank und Ehrung muß erst das tember persönlich zum Termine hier vor Gericht erscheinen. Derselbe hat auf|Vaterland dm H°ldenfthnm z°llm, diesem beckigste^ Rechts vertheidigt, d,e 8 Tage aus bem Gefäuguiß in Kozmiu Urlaub erhalten. Frankfurt a. M., 3. September. Nach ben bisher in ähnlichen Fällen gemachten Erfahrungen, konnte Niemanb erwarten, unb bat auch Nie- manb erwartet, baß Frankfurt gestern, entgegen seinem hergebrachten, wenig beneibenswerthen Rufe, ben Tag von Seban besonbers festlich begehen werbe. Aber baß ber 2. September so vollstänbig sang- unb klanglos voruber- geheii werbe, wie bies ber Fall gewesen, wolle man beim bsch nicht voraus- seheu. Die Stabt Frankfurt besteht aus etwa 5600 Hausern. Hiervon hatten, abgesehen von ben wenigen Staats- unb stäbtischen Gebäuben, kaum 120 Fahnen aufgezogen, also - ungefähr zwei Procent! Ich brauche kaum hervorzuheben, baß bie Börse nicht geschloffen war, bie Geschäfte, wie an jebem anbern Tag betrieben würben, bie Zeitungen ohne Unterbrechung erschienen; kur; Alles seinen gewohnten Gang nahm. Es fehlte eben jebe Initiative von Seiten der stäbtischen Behörben; auch ber Vorstanb bes nationalliberalen „Franksurter Wahlvereins", von bem man wohl ein tatkräftiges Vorgehen erwarten durfte, legte zum Bebauern ber zahlreichen Mitglieber bes Vereins bie Hanbe m ben Schooß. Frankfurt hat sich also am 2. September 1874^ abermals ausgeschlosien von bem Zusammengehen mit ber Bürgerschaft aller größeren beutschen stabte, mit ben Bewohnern ber meisten beutschen Dörfer! Wie anbers steht, um nur ein Beispiel anzuführen, Mainz ba. Denn baß am Abenb bes gestrigen ^.ages ch unjer Leben, weihen, wenn es von Gefahr bedroht ist. Wenn wir alle dies schwören und es treu-einig halten, dann wird das Deutsche Reich ein Reich des Friedens, der Gottesfurcht und der edlen Sitte und unser Wieder- sehen mit den gefallenen deutschen Helden einst ein freudiges sein. Aus ein gegebenes Zeichen fiel nun die Hülle von dem Monument, das im schönsten Sonnenglanze vor uns stand. Die Soldaten präsentirten das Gewehr, die Fahnen wurden gesenkt, und die Musik spielte — eö war ein feierlicher und erhebender Moment, der nicht nur die anwesenden Verwandten der Gefallenen, der alle Anwesenden bis zu Thränen rührte. Der Herr Bürgermeister legte hierauf einen prachtvollen Lorbeerkranz auf das Denkmal nieder, und das gleiche geschah von dem Vorstände der Sängcrvereine, während die Schulmädchen nut Blumen und Bouquets die Stufen des Monuments schmückten. Der königl. Generalcapilän der Leibgarde der Hartjchiere, Generallieutenant Frhr. v. Laroche, trat vor den Bürgermeister, und erklärte, daß er alö der älteste der anwesenden Generale von diesen beauftragt sei, den Gemeindecollegien und der ganzen Stadt München den innigsten Dank auszusprechen für die große Ehre, welche sie durch die Errichtung dieses Denkmals den gefallenen Kriegern erweise. ES freue ihn dazu berufen zu sein, diesen Dank aussprechen zu dürfen. Wenn die gefallenen Helden aus den Himmelshöhen herabsehen könnten aus das, was hier geschehen, sie würden sich himmlisch freuen. Sollten die Bayern je wieder gerufen werden, um unter dem glorreichen Kaiser für die Rechte des Reiches und des Vaterlandes zu kämpfen, sie würden gleich den gefallenen Helden tapfer und bis in den Tod kämpfen. Mit dem von dem Sängerverein vorgetragenen Chor von Beethoven „Ehre Gottes" schloß die so erhebende und ernste Feier. Während derselben hatten die Glocken der protestantischen Kirche geläutet — das Geläute von den katholischen Kirchen aber war zu der Feier versagt worden — es war dies ja durch das Medium des Mainzer Bischofs ohne Zweifel von dort her so besohlen worden, wo man trotz Beten und Fluchen das berühmte „Steinchen" noch immer nicht in's Nollen bringen kann. Daß man übrigens zu einer nationalen Feier die Theilnahme des Glockenge läutes, sowie überhaupt die Theilnahme der katholischen Geistlichen nicht bedars, und dennoch eine sehr erhebende Feier veranstalten kann, das ist heut auf's Neue bewiesen worden, und daS ist auch ein Gewinn, der deS weiteren zu verwertben sein wird. Bremen, 1. September. Die österreichische Polar-Erpedition ist gerettet. Dieselbe langte in Norwegen an. Lieutenant Payer meldet aus Vardoe, 3. September: Land entdeckt 200 Meilen nördlich von Nowaja Semolja. Sachen für mich nach Christiania schicken. Desterretch. Passau, 2. September. Das heutige Pasiauer Tagblatt, das Organ des Bischofs von Pasiau, schreibt zur Sedanfeier, daß dieselbe lediglich ein vaterländisches Volksfest sei. Als solches sei sie über jeden parteilichen Hader erhaben, und wer sich des Tages von Sedan nicht freue, sei kein Freund des Vaterlandes. Frankreich. Paris, 3. September. General Wimpffen hat seit einiger Zeit mit dem Pans eine Polemik begonnen, die damit geendigt, daß Herr General v. Wimpffen Herrn Paul de Caffagnac vor das Civiltribunal wegen Verleumdung citirt. Caffagnac schreibt darüber: Es fehlte uns der Proceß von Sedan. Endlich werden wir ihn haben, endlich werden wir uns von der Schuld frei machen und uns vor Frankreich endgültig rechtfertigen können, vor Frankreich, das schon von vielen wissentlich ausgesprengteil Jrrthümern, von fast allen sorgfältig angesammelten falschen Anschuldigungen zurückgekommen ist! An diesem Tage, letzte Caffagnac schon triumphirend hinzu, werde ich mein eigener Vertheidiger sein und werde, mich vertheidigend, zugleich alle, das Kaiserreich, den Kaiser, die Gerechtigkeit, die Wahrheit vertheidigen. Paris, 4. September. Das „Journal osficiel" meldet die Ernennung des Grasen Chaudordy zum Gesandten in Spanien. Spanien. Madrid, 3. September. 43,823 Conscnbirte sind bereits eingeschrieben. Die Befreiungen von dem Militärdienst haben 37 Millionen Reale em- gebracht Madrid, 4. September. Das Cabinet Zabala hat seine Demission gegeben und ist daS neue Ministerium wie folgt zusammengesetzt: Sagafta Ministerpräsident und JilnereS, Ulloa Aeußeres, Colmenareö Justiz, Serrano Bedovao Krieg, Camacho Finanzen, Arias Marine, Navarro Rodrigo Handel und Romero Ortiz Colonien. Perpignan, 3. September. Die Carlisten haben dre Belagerung von Puycerda aufgegeben und sind durch das Pyrenäenthal von Dalp abgezogen. Vor Puycerda sind keine carlistischen Abtherlnngen mehr sichtbar. Die Thore von Puycerda sind geöffnet, viele Ernwohner sind in Bourg- Madame ein getroffen. England. London, 2. September. Die conservative „Hour" (ein cngl. Blatt) constatirt nut Befriedigung, daß schließlich doch das entschloffene Vorgehen der deutschen Regierung wie sich ain? manchen Anzeichen ergebe, die richtige Wir- kung auf die verblendeten Katholiken zu üben beginne. Namentlich daß sich im Posell'schen unter der Geistlichkeit eine den Uliramontaneii entgegenstrebende Partei bilde, scheint der „Hour" ebenso wichtig, als wünicheuswerth Eine gleiche Strömling findet sie an der Beibringung vieler Geistlichen an der Sedan- Feier, trotz der Bemühungen des Brschoss von Mainz. ,2BcmT, heißt es am Schluffe, „Bischof v. Ketteler lllcht länger die tiefe Kluft verbergen kann, welche ihn vom nationalen Leben trennt, so ist cs nicht zu verwundern, wenn sich bereits im römischen Lager Zeichen von Meuterei kund gaben, und die Geistlichkeit sich weigert, ihm in seinem kühnen Treiben zu folgen." Schmede». Christiania, 4. September. Eine heute hier eingelangte Nachricht meldet die Ankilust der österreichischen Nordpol-Expedition in Vardoe. Das Schiff „Tegetthof ist zu Grunde gegangen. Die Mitglieder der Expedition wurden nach langen Schlittenreisen von russischen Schiffen aufgefunden. , Zlineuifia. _ New-Aork, 3. September. Tie republikanische Coilvention in Ohio hat sich für das republikanische Programm alisgesprochen, welches den Frei- handel und die Wiederaufnahme der Baarzahlungen befürwortet. New-Aork, 4. Sept. Die Opfer der Mißhandlungen in Consbatta (Louisiana) sind sämmtlich Weiße. Man schuldigt die Beamten an, die Neger aufgehetzt zu haben Der Gouverneur von Louisiana setzt eine Beloh- nunz für die Entdeckung der Anstifter aus und erklärt, dieselben gehörten einem geheimeil Bunde von Weißen an, der sich zum Sturz der Staats« beamten verschworen habe. Der General-StaatSanwalt in Washington hat zur Untcrdrückang ähnlicher Ruhestörungen für den Nothsall die Verwendung von Truppen angeordnet. Lokal-Notiz. Gießen, 5. September. Der außerordentliche Professor für Mathematik, l)r. Paul Gorvan, hat eine Berufung nack Erlangen angenommen. Cercgiapfjifcfje Depc|"djcn. Posen, 4. September. Die Polizei-Direction eröffnete heute der Vorsteherin des hiesigen Carmeliterinnen-Klosters, daß alle ausländischen Carme« litcrinnen binnen dreitägiger Frist das Land zn verlaffen hätten. Die Vorsteherin wendete den RecurS an den Minister ein und erhielt in Folge deffen einen Aufschub bewilligt. TVien, 4. September. Zufolge von Telegrammen dsr Nordpolfahrer Weyprecht und Eayer aus Vardoe vom 3. war das Schiff im Herbste 1873 un Packeise eingeschloffen, sodann nordwärts getrieben. 1873 wurde ein aus gedehntes Gebirgsland, 200 Meilen von Nowaja Semlja entdeckt. Im October daselbst festgetrieben und überwintert, wurde 79 Grad 61 Minuten nördlicher Breite und 59 Grad östlicher Länge das Land biS über den 82. Grad hinaus erforscht. Die Hauptausdehnung des Landes erstreckt sich nach Norden und Westen. Im Mai 1874 wurde das unhaltbare Schiff verlassen und nach einer 96tägigen Reise zu Schlitten und Bootfahrt der russische Sckoouer „Grensalnnd" bei Nowaja Semlja getroffen. Das Mitglied der Expedition, Krisch, ist an der Tuberculose gestorben, die anderen sind gesund. Es ist die Genehmigung des Kaisers erbeten worden, das entdeckte Land Franz-Josephs- Land zu nennen. Santander, 4. September. Die Kriegsschiffe „Albatroß" und „Nautilus" haben bu Rhede von Bilbao wieder verlassen. Die Carlisten haben in der Nähe von Bilbao Vertheidigungen errichtet. Dle Bergwerks-Arbeiten sind eingestellt und die Bergarbeiter eutlaffen. V e r m i s cd t e S. London, 1. September. Das stille Southend an der kenttsckcn Küste erlebte am Sams« tag das dort sehr seltene Schauspiel ernstlicher Straßcnkämpfe. Etwa 60 biS 70 Arbeiter, die sich einen Festtag gönnen wollten und daher von London einen Ausflug nach dem genannten Badeorte unternommen hatten, hielt« in ihrem trunkenen Zustande dteKrümer de-Orts für ve» pflichtet, für otc Ehre deS Besuchs auch ein« LheU der Kosten zu tragen. Demaemäß schwelgten sic in dem Genüsse von Austern, ohne an das Zahlen au denken Als oct Kramer, . von den freundlichen Absichten seiner Kunden wußte, Bezahlung fnrderte. dielten sie diese Forderung für so impertinent, daß sie ihren Unwillen darüber nicht anders Ausdruck geben zu können glaubten, als indem sic eine furchtbare Tracht Prügel auSthrilten Nicht zufrieden damit, daß der arme Mensch jetzt ärztliche Hilfe bedurfte, nahmen sie noch ein Faß Austern mit sich. DaS war den Fischern des Ortö zu viel und sie machten Front gegen die Londoner Gäste. (58 kam zu nicht unblutigen Kämpfen, denen die vier Ortspolizisten trotz aller Anstrengung nicht gewachsen waren, Truppen, wurden aus dem benachbarten Sckoebunmess requirtrt, die durch einen Heftigen Regen mußten und daher in keiner liebenswürdigen Laune waren. Glücklicher Weise hatte der Regen die hitzigen Gcmüther etwas abgekühlt und es bedurfte ktineS Einschreitens. Die Rädelsführer wurden selbstverständlich verhaftet, — Komplette Zusage. In einer Stadt wurde zu einem Abonnement auf vier Bälle etngeladen. Ein reicher Mann bemerkte in der Liste. „Ich komme auf allen vieren." Der Nächstfolgende: „Ick komme wahrscheinlich auf alle vier, jedenfalls aber auf zweien." — Eine Amerikanerin bat brieflich den Fürsten Bismarck um eine Haarlocke. Er sandte sofort der überseeischen Schönen den Brief zurück mit der eigenhändigen Randbemerkung: Platterdings unmöglich! — (Beichte einer Elsässerin.) Da« Pariser „XIX. Swele" macht seinem Preußenhaffe in folgender Anekdote Luft: Eine Elsäfferin beichtet: „Hochwürdiger Pater! ich habe eine schwere Sünde begangen." — „Run?" fragt der Beichtvatar. - „Wein, ick wage es nickt, die Sache i|t zu schrecklichl" — „Rede dennochl" — „Run — ick habe einen Preußen gehet» rathet." „Tann, meine Tochter, behalte ihn! Das ist die Buße, die ick Dir aufgebe." — (Dienstboten - Ultimatum.) Berliner Blätter berichten: Die Frau eines in der Wilhelmsstraße wohnenden Äaithnanne erhielt dieser Tage tuick Dt«stmann Ervreß folgenden neuen Dienstboten Befehl in Form eines Briefes, der wörtlich lautet: „Madame L.! Wir zeigen Sie hierdurch an, daß wir nickt mehr länger mit Ihre Beköstigung zufrieden sein. (Sine anständige Herrschaft legt doch was Anständiges in den Topp, und das wollen Sie doch sein. Sollten Si dcßhalb keine andere Kost geben, dann ziehen wir hiermit am 15. kommenden Monats." Unterzeichnet ist der originelle Brief von den beiden herrschaftlichen Dienstmädchen und conirastgnirt von tcn Liebhabern, bt.de Hautboisten eines ..gimrnts. (Madame ,st doch nun unterrichtet, wer bei ihr bisher gratis mitgespeist hak, und sie wird sich gewiß be« mbH«, in Zukunft (m besseres Menu zu geben!) Die wiener „Tagespreffe", welche mit Vorliebe militärische Mittheilungen cultivrrt, bringt in einer ihrer letzten Nummern Folgendes: Auf dem Exercierplatze nächst Klagenfutt war die ganze Garnison vor einem höheren General ausgerückt Derselbe blieb vor einer Eompagnic des Regiments Marvleic stehen und „musterte" mit dem gewohnten scharfen Felkherrnblick „Tritt vor!" sagte endlich der General zu einem Infanteristen. „Hast Du Den Tornister vorschriftsmäßig gepackt?" „Sehr wohl, Excellenz!" — „Run, so lege ihn ab und zeige mir einmal die Kothbürste." — Der Soldat, der den Tornister vor sich auf den Boden gelegt hatte, Leite eine Bürste hervor und zeigt selbe dem General. — „Gut, jetzt die Glanzbürste." — „Hier, Ercellenz.'" — „Gut, jetzt die Putzbürste." — „Hier, Ereellenz!" — Se. Ercellenz war sehr befriedigt über das reglernentSrnäßige Tornisterpacken des Infanteristen, al6 dieser sich nochmals, zum vierten Male, niederbeugt und eine vierte Bürste aus dem Tornister langt, die er dem General hinreicht. „Was ist Denn das?" meinte Se. Excellenz, welcher von einer vierten Dürste nichts bekannt war, ziemlich verblüfft. „Das ist eine — Reservebürste, Ercellenz." Dem Hauptmann des biedern Kärnthners und den übrigen näherftehenden Officieren begannen die Haare zu Berge zu stehen, denn sie batten wohl bemerkt, daß der enb letzltche Memck mit der unbefangensten Miene von der Welt stets eine und dieselbe Bürste zum Vorschein gebracht und sich überdies noch mit der Reservebürste einer Ercellenz gegenüber einen Scherz erlaubt bette. Allein nicht genug daran, unser Freund producirte gleich darauf dreimal hintereinander em halbes Handtuch alS Fußlappen, Handtuck und — Reservebandtuch. Eine spätere Uiuersuckung ergab, daß der unerschöpflicke Tornister nichts enthielt als eine Bürste, ein ! halbes Handtuch, Knopfgabel, Spiegel und Schmierbüchse. Der lustige Kärnthner, der schon alb „Gemeiner" einen General geschlagen hatte, erstieg die erste Stufe zum Feldherrn, indem er in wenigen Tagen, als von Sr. Ercellenz belobt, zum wirklichen k. k Gefreiten aeancirte. — Da die von Sir Henrv Tbomyson angeregte Leichenverbrennungsfrage noch immer mit löblichem Elser besprochen wird, dürfte die Schllderung einer indischen Leickenverbrennung nicht unzeitgemäß jein Es war die Leiche des Herrn Narvan Daffodeo, Mitgliedes des gesetzgebenden Rathes zu Bombay, die vor einiger Zeit feierlich auf dem Lrcmatjonsplatze zu Sona- t,t( »erbt««”1 L ömsturz £ter Ei« »u * & T# ^r-irttD IP I« f*u” AM, hSü»? ««t,m. n| i«d)6 3°^ trrtfltt (OM» g(J aut ttm lntncr.it, tit utgitnHw ieWr‘ • . tdebnam zu - üui kbma''<6,fn .urscht unb al einer, tit ^e Intiri S-M- nr-nz-lolen « Itwibrtn < »cüiz lebt unb r:ab kt; >m Ärt liegen. P> bcchsiti 6t ■ «rzOTtete ihm ia mich anfan Enbaibung mit ,n t«n ©äiili - Man lietenfübrer ein 2?'n itintfl Bt gnittfiqug f)tr e tjiT achtend E:-j, we die e inntm eigen i rr.au bieiell tot ttm taufen - 3" 8nU: „Die .tknol“ wer .smzchen', leck in"!»." Die »nckm ßch «in i •’ifhinnt trnl - Hi f *i «chenet Hont btß mtnommtn •"“ nschiniene 1:1 aVo atmr ttlü nn»is^i r«’»gnet, ivtlchi rtcht allein in r ewfallel am Ri diesem Ho deS M «amtlich eine ! KTfnt für tj( deS H. 5 Ternelii ab- Geschirr m\ thb.“ heibell ^ennei , 4 «fdm zu *5ni* «tant h»tte fllio '"bst be kl"et Uf 7:- «it 'ine ^n,n gf ffaSttu •V-1 (hl; Ll »ihm 6i«tt ej, "«?,l $r. L?ctf des 3J li i?1“ trägt ***** all "Men ch.? Ä" es { .......*te Das "gen 1 "E.vr.P^ die Freunde des Verstorbenen zündeten sodann das Sandelholz an. r , /v. r ___ QJßrlAiit Den 30. Seitdem v:ele Aerzte un dHospitäler die Wirkung der delicaten Revalesctere du Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, oß" und „Nai» rlisten haben ir. ks-Arbeiten fmt „Revalescierc Du Barry von London.“ _____Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Asthma' Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hä mor- Bcerdigte. August. Karl Lang, Bürger und Buchsührer dahier, alt 53 I. den 28. August. auf die Anatomie zur Section zu schaffen. So 11 M, gestorben — -- - ~ ........... Denselben. Justus Muller aus Alt-Buseck, alt 19 I., gestorben den Auszug aus bcn Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Zr o v u l t r t e. heute der Vor. ^Hen Caruic- m. Die Vor« Mion in *•tag 7'" »n. bie V"11 Selob ®cn S°h°ri,« b« Staat«, W bat jut i erlebte am Sainr- 0 bis 70 Miln, ach dem genanntem des Orts für w ngemäß schivchitn ra'mer, der nichts en sie diese For, geben zn Unnen rieben bamlt, M ixn mit snd. Düs >r We. Es küir mg nicht giwachik° ie durch einen bei1 Mer Weise W Einschreitens. ent aus vier B allen vieren." Der S'.x feinem «I id!? Dir aufgebe. (tjflU eines m ne nächst B ejn(! Ibc scharst» S^L Dunsten. ab unt so legt,'" Aodt» 3‘tä" s}e$ Ä* w'elb.cJber flenj 0e0 nur btei^ .leid) taia1UL öi«* «ti-in b« t* Idrntft jndem sl'6' gegossen, Die yeuen stammen imiugcn emp Leichnam zu einem Häuflein Asche verbrannt. — Aus Moskau wird der „Ruff. Welt" berichtet: überraschten Flamme und Rauch einen Schläfer, der durch den Trubel um sich herum nicht aus acwacht und allein in dem brennenden Hause zurückgeblieben war. Plötzlich erinnerte man fich und Bremst?- an deiner die Feuerwehrleute stürzten sich nochmals in die Flammen und trugen den anscheinend Johann, geboren bereits Erstickten hinaus. Einige der Anwesenden sprachen sich dafür aus, daß man den Be- stnnungslosen vor allen Dingen In das Poltzeihaus bringen solle, um ihm medicinischen Beistand »u gewähren. Der locale Pristaw aber sprach sich dagegen aus, erklärte den Verunglückten für völlig tobt und gab den Befehl, den Leichnam c»f di- » M». ßj geschah es ; im anatomischen Theater wurde der Körper auf den Sictionstisch gelegt und »lieb d°m Ln Nünlnin's.ln« Ä bin Än 31. August Wilhelm Gaquoin Bürger zu Darms.ab, und Rentner UL> ilÄbm?« fr«'» T ’rlÄm 3« w nn-iomisch- Th.-tt-r bist Du «eraihen," dahier, alt 69 I. 7 W. 3 T, gestorben ben 2? August. ihmfaltbTütia ein belbtTunfen.r Wächter, der sich q-rude dort aufijielt. „So wird Denselben. Johannette Hennette Elrsabeth Bergmann, geborene Noll, @6e= m°n mich an^un en 7?erschneid°n.17^,7'der skeb-n vom Tode Erwachte. La« Entsetzen, in stau des Bürg-ts und Schreinermetsters Karl Bergmann, alt 31 I. 6 M. 17 T, Lerbinduna mit dem was er eben überstanden hatte, überwältigten ihn, er sank zurück, ehe er gestorben den 30. August. von dem Wächter eine beruhigende Antwort erhallen konnte, und war dieses Mai wirklich todt. Den 3. September Eleonore Ft eher de« Rectors an der Realschule zu °°"d'"7^7Lei^mburg a. d!-., 26. August t ßenie ^n.i.t^ to.,Tb, ter SHin Wlabbad>, Dr. Karl F.scher, eheliche Tochter, al, 10 M., gestorben den Rottenführer einer zwischen hier und Cabel mit Schwell-nlegen bes-üäftigten Arbeitertruppe ein i- WPtcmoer._________________ _________________ ^vrdpolsahrn i. l Herbste 1873! wurde ein ans, . ti 3m October nuten nördlich« [■ Grad hinaus 8 ach Norden uub | lassen und nach* We Schoonn | der Expedilm, I nd. Es ist tit 1 zranz-Josephs- j aen. x.ae neinqe neuer, weifte mun zu Vuu|r,. Den 30. August. Emil Ludwig Heinrich Elsenbeimer, Mechanikus dahier, anaexünoet hatte. wurde vorn in einem eisernen des Bürgers zu Frankfurt a. M. und Schlossers, Peter Elsenheimer, ehelicher Sohn; 0 . . . r . . K , *K .R Ctii'ir a rrfi 111 fSnnthfr A fl h .O link ... tiiv.i vtiirb " errorecyen Ikion ivuyiuiu uu vwwuiihvhu/uii, -u* tiunu^uiic, Avinagerung, Heidelberg Arn 21. August sah man gegen Abend mehrere Arbeiter eifrig beschäf', Rheumatismus. Gicht, Bleichsucht. — Auszug aus 80,000 Eertificaten über Genesungen, «iot die Brenner der Gaslaternen in her Sophienstraße und auf der Anlage abzuschrauben unb|b,e aller Medicin widerstanden. durchwandere zu ersetzen. Nach Einbruch der Dunkelheit zeigte sich, um was es sich bei diesem ^crtificat Nr. 73,877. 589 Wrenerthorgasse, Ofen lmtäu?ck °-b°nd I batte denn die sämmtlichen Laternen entzündeten sich pl-tzlich von selbst.^ , 28. Februar 1^72. i' JrL9 oIio feiCT eine iener Vorrichtungen angebracht, durch welche das Anzünden von dem Seit 26 Tagen habe ich die Gottgefandte Revalescierc allein genossen. Diese „n;T selbst besorgt wird. Wie die Heidelberger Ztg. auf eingezogene Erkundigung Über das göttliche Gabe der Natur bat bei nur, 'N meiner verzweifelten Lage, Wunder gewirkt, Weien defer unaewobnten Erscheinung erfahren hat, hatte man hier den ersten öffentlichen weebalb ich keinen Anstand nehme, dieses Heilnahrungsmtttel die zweite Offenbarung Lrfnrfi mit eine/Erfinduna vor sich. Die Constructionen des kleinen, auf jeder Laterne leicht für feie leidende Menschheit zu nennen. Diese köstliche Revalescierc hat mich von mei- «nbrinabaren Avvaratcs beruht auf rein mechanischen Principien. Der gegen Abend zu ver- n(m ^hr gefährlichen Lungen- und Luftröhren-Katarrh, von Kopfschwindel und Brust- allein ist es, welcher die metallische Vorrichtung in Function bringt und j.,klcmmung befreit d'e ai:en Medicmen Jahre lang getrotzt. Diese Wundergabe der bnb irrh bie önt'ünbuna des bann ausströmenden Ga'ks veranlaßt Wird gegen Mitternacht Natui verdient sonach das höchste Lob und kann der leidenden Menschheit bestens ander Gasdruck um eine aewisie Größe herabgesetzt, so erlöschen bestimmte, dazu auSgewahlte g^athen werden. Florian Köller, Wammen während der Rest erst gegen Morgen in Folge -iner abermaligen Rebuetion des Gas- K. K. Militarverwalter in Pension. Drucks cinaebt Die Lösung dieses Problems der gleichzeitigen Selbstentzündung der Gasflammen —— ----- einer Stadt wird schon lange auf verschiedenen Wegen angestrebt ; wer sich, naher dafür Nahrhafter als Fletsch, erspart die Revalesc^re bei Erwachsenen und Kindern interessut findet derartige Vorrichtungen mannigfacher Art in Dmglers Polytechnischem Journa 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen. beschr eben; doch setzte^sich ibm allgemeinen Einführung immer die -u große Eompl.cirthe.t In Blechbüchsen von V. Pfund 18 Sgr 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr., 2 Pfund entaeq n, in Fehler, welcher bei der neuen Erfindung vermieden zu sein scheint. 1 Thlr. 27 Sgr. o Pfund 4 Thlr. 20 Sgr 12 Pfund 9 Thlr. 15 Sgr., 24 Pfund 9 9 - c>n Paris wird gegenwärtig eine Spottmünze eolportut und belackt, über welche 18 - Revalescierc Biscuilen - Büchsen a 1 Thlr. 5 Sgr. und 1 Thlr. 27 Sgr. - her N Tr Vr ein französischer Eorresondent schreibt: Es handelt sich um e.n silbernes Rcvaie8ci6re Chocolatee für 12 Tasten 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sgr., 48 Tassen Künf-Francsstück, in der gewöhnlichen Form und Größe geprägt, welches auf der Vorderseite , Thlr. 27 Sgr., 120 Tassen 4 Thlr. 20 Sgr-, 288 Tassen 9 Thlr. 15 Sgr-, 576 Tas- den Kops des Marschall-Präsidenten und ringsum im Kreise die Inschrift: „Mac Mahon I. - fen 18 Thlr. - Zu beziehen durch Barry du Barry L Eomp. in Berlin W., 178 SeDtennat“ träat Unter dem Porirait, an der Stelle, wo gewöhnlich der Name des Graveurs ^ikdrichsstraße, und m allen Städten bei vielen guten Apothekern, Droguen- °b!r Münrmeisters steht ist „Napoleon f.“ zu lesen. Die Rückseite dieser Medaille enthalt eine Specerei- und Delicatessenhändlern. In Gießen bei Müller & Schwager. äW: ”—-— ' —-—■—- Fflhrs Kssrt q»r acfl RkMiuna ÄS "S ÄS® ö t r sv ft ’ f or »u3 w. ante« m« dn.m Portotarife der Kaiser!. Poft nut 9!^ !G°tt schützt°Fr-n!r-ickI °ng.irach?"ist'"würd'- rllf-lb- Inschrift mit Aüäad-run^-in.r Wart.z ^gfee fäliuntl$d)Ct im Umkreis von 10 geo- — Das Hamburger Prftdampsschiff ,,Thuringia", Capitän^M^er^, von ^ graphischen Meilen um Gießen belegenen Postan^ S^^»e^^^1C,l'"'@ei7CtQf^7VLn^ 6m6=n oH.« .nU fttA slNd M bei* d^b. t>. Bl. & 6 ff. pk. ' -Da« Hamburger Postdampfschiff „Hammonia", Eapitan Voß -vonobiger Un e, \ 1 , , r r welches am 19. August von Hamburg via Havre abging, ist nach einer schnellen glücklichen Reise W ßflvCtt. bon 10 Tagen 16 Stunden wohlbehalten in New-Aork angekommen. U ' bore verbrannt wurde. Herr Warsodeo war der Führer der Hmdugemeinde, und sein vuro) den Einsturz eines HauseS verursachter Tod wurde telegraphisch nach Europa gemeldet. Nachdem der Lrtche, von der die weiße Decke nur den unteren Theil des GesichteS entblößt ließ, im Hause die üblichen Ehren erwiesen worden waren, bewegte sich der Zug um sieben Uhr Abends i nach dem obenerwähnten Platze, den Herr Wasodeo bei Lebzeiten auf das freigiebigste bcccrirt batte. Die Bahre, welche aus zwei mit Querhölzern verbundenen Bambusstöcken bestand und! mit einem kostbaren weißen Shawl bedeckt war, wurde von dem ältesten Bruder und ten drei! vertrautesten Freunden des Veistorbenen getragen. Das heilige Feuer, welches man zu Hause,, unter Beobachtung der üblichen Geremonlen, angezündet hatte, wurde vorn in einem eisernen u« ö« -• '■''7""'' ’’ ^uv», Äefäfie von des Tobten ältestem Sohne getragen" unb hinter bet Bahre folgten Hinbus aus und Elisabeth Benner, des Bürgers zu Homberg a. d. O- und Brunnensuhrcrs zu allen Kasten unb auch Europäer. Als man an Ort unb Stelle ankam, stellte man die Bahre Frankfurt a. M-, Daniel Benner, eheliche Tochter. nieder, während Der Scheiterhaufen errichtet wurde. Mit kurzen Elscnstangen wurden sechs Getaufte. Löcker in die Erde gebohrt und vier bis fünf Fuß hohe Holzstangen hincingeftecft. Auf diese . „ t _ etwa sechs Fuß auseinander stehenden Stangen wurden Holzkloben gelegt und Sandelholz dar- Den 30. August. Dem Bürger zu Wilshausen und Bremser an der Main- über so daß ein förmliches Bett bergestellt war. Während dieses geschah, wurden Sandelholz- Weser-Bahn dahier, Jacob Wagner, eine Tochter, Marie Henriette, geboren den fackeln von dem Sohne des Verstorbenen sorgfältig an dem geweihten Feuer angezündet. Gebete 10. August. Lurben gesprochen die bis auf die Lenben entblößte Leiche auf den Scheiterhaufen gebracht, Denselben. Dem Burger und Eorsettensabrikanten, Gustav Patz, eine unb sechs Zoll bis zwei Fuß große Hosistücke auf den Körper gelegt. Um den Scheiterhaufen Tochter, Elisabeth Frreßerike Theodore, geboren den 1 August. forenate fobann Der trauernde Sohn Weihwasser aus einem Erzgefäße, ergriff ein brennendes Denselben Dem Bürger zu Rodenhausen, preußischen Kreises Marburg, Stück aus Dein hiiliaen Feuer und legte es an das Holzgerüste. Dieses war indessen nur eine und Kutscher dahier, Johann Jacob Lather, eine Tochter, Johanne Marie Katharine, Crremonk Die Verwandt-n wurden fortgeführt, größere Holzkloben auf den Haufen gelegt und geboren den 31. Juli. ___ . bie Freunde des Verstorbenen zünveten sodann das Sandelholz an. Eoeusmißöl wurde darüber Denselben Dem Burger und Schlolseimeister, Ehristian Roll, ein Sohn, fei« fefnen Flammen schlugen empor und nach Verlauf von drei Stunden war der ,Ferdinand Friedrich, geboien den 1 August. jegoffen , bie ^euen^»lammen Den 1. September. Dem Bürger und Mühlenbesiher, Ferdinand Burk, „In dem PressncnSki-Stadttheil ein Sohn, Emil, geboren den 30. Juli. - • - " - ■ Den 2. September. Dem Burger zu Lohne, preußischen Kreises Fritzlar, der Main-Weser-Bahn dahier, Martin Itter, ein Sohn, Adam den 8. August. Personenzuq heranbrauste, daß quer über dem vahngeleise eine Schwelle lag. Sein Lebe» - < ae inaer achtend als die Gefahr, welche dem Zuge drohte, eilte der beherzte Mann zu der = m m , tYV1 rr Stelle wo die Schwelle lag, und.bemühte sich mit aller Kraft, dieselbe zu entfernen - leider 322) Pürecw von Nu do lph Mo sie, vertreten durch B iu seinem eigenen Verderben. Das Vorderrad der Locomotive erfaßte die Schwelle und Heidingsfelder, Wallthorftraße 96 in Gießen, ist für die Beförderung von chleuderte dieselbe dem Rottenführer so unglücklich gegen den Kopf, daß er bald darauf verstarb. Inseraten reden Inhalts, als Empfehlungsanzeigey, Kauf- und Berkaufgesuch,, Ehre dem tapferen Manne! Stellengesuche, Familiennachrichten u. s. w- als besonders zuverlässig zu empfehlen. - In der Preffe macht nachstehende Auslassung des „Bayerischen Vaterland" die ---------------- Runde: „Die zwei preußischen Nußschalen, Sr. MajestätKanonboote"^'01»'«" uno rAinlwirthsehaftliehe*. werben in ben ®®“n"bnQ " ,g e«d-e bn earljMkcken Trnppen (Dresch.Mascbtncn.) @6 (».einen fi* die tienen Tresch.Mosckinen der Firma: MM »&nÄÄ -u b°b.n, denn die : -"K'b-Et wer^n kennte oachener Heilig.humüfakrt sag. der D. Merkur: Unter Dkcr Tauend und Fünf HundortHand-Dreschmaschlnen und ei»-und zwetpfcrdig- SSSÄSsiSfc- - — 1755 erschienenen Broschüre wird darüber gesagt: „Wie dann sich hier auch finbrt aum bTÜten1 . ■ ■■ ... ■ ■ "?.> .-ku'hh; i-. ...... «i1" '»nen Kranken 111'>>ft und Gefnndbeit otzne SÄÄÄ’ä Medicin NN» ohne Kosten so ctnfallet am 14. Septernbris, unb der ganzen Oetav, sonsten auch täglich da« Jahr hindurch > aut diesem Horn das gesegnete Wasser trinken, auch wohl mitnehmen, nicht ohne Würkung der, figentlich^einÄaue^be'g »oqel^!'genannt^'©rdf Hef, welche dieser Vogel zur schuldigen Dank- Barry anerkannt, wird Niemand mehr die Kraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln «rfp für bie Wobltbat der Erledigung von der fallenden Seuche lso selbiger durch das und führen wir die folgenden Krankbetten an, bet denen sie sich ohne Anwendung von (St des ß Gornclii . und von ihm gemachte Ereutz-Zeichen erhalten hat) zu den Füßen des Medicin und ohne Kosten bewahrt: Magen-, Nerven-, Brust- Lungen-, Leber-, Drüsen-, S Eomelii ab- und niedergeleget, welche Klaue fortan der H. Cornelius zu seinem ordentlichen Schleimhaut-, ' rar“ '** “** ........ ......... ......" " ffrinfaefÄltt gebraucht woher dann auch kommt, daß dieser Heil. Papst noch in diesen unseren Husten, Unveroauncyreu, -orinvviunu, ^(ywawe, ^)a morgen rn der Klaue eines Vogel Greif, so gleichsam die Gestalt eines Hornes hat, abge- rhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaufstetgen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Zeiten mit per Miaue ein« B s-ifest mäbrend der Sckwanaer ckaft, Diabetes . Melancholie, Epik «richt Obe sride iflrr Kro lirü mit MU <0 burd) d)f Hl -uropa's ivtldik w sorc'tütr ilbrcfft' ttNvfikhlt K Stil Sainiui 4344] Affgemeiner Anzeiger. |£> Port lanil-Ccmeiit Deifkerhofl* L Söhne. 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Ter Bürgermeister: __________________R u t b.__________________ Gru mm etgrasversteigerung. 4283) Das diesjährige Grummetgras der Freiherrlich von Rabenau'schen Wiesen und Gärten soll Donnerstag den 10. September l. I in Abtheilungen an Ort und Stelle versteigert werden: a) Morgens nm 10 Uhr von 15 Morgen in der Gemarkung Alt-Buscck und b) Mittags um 12 Uhr von 2>/r Morgen in der Gemarkung Trohe. Rabenau, am 31 August 1874. Der Rentmeister: __________Schmidt__________ Holzversteigcrung in der Oberförsterci Schiffcnbcrg. Freitag den 11 L M., Vormittags 10 Uhr, soll in dem Domanialwald-District Franzenwald, Abtheilttng Rehloch, nachverzeichnetes £oli versteigert werden: 42 Rmtr. Gichen-Scheitholz, 5 „ „ Prügelholz, 4 „ Radel-Stockholz, 7150 Wellen Eichen-Reisholz, 230 „ Nadelbolz „ 430 StückEichen-Stangen von 4—6 Cmtr. Durchm, 2—4 Meter Länge mit — 3,14 F> stmeter zu Gerüststangen, Baum-Pfählen und Stützen u dergl. geeignet. Zusammenkunft präcis 10 Uhr in dem Holzschlag. Gießen, den 3. 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TheiL 9. Ouvertüre z. Oper „Die diebische Elster“ von Rossini. 10. Lied ohne Worte von Mendelssohn. Rtda'lion, Druck und 9:erleg der szrüvt cten Univ^Druckerei (Fr. C l r. Pietsch) in Gietzen. v. Smzttl- 1 ff- 1 tumi'ii wic c mfen, daß