für Ad. mmen letnen Gelegenhni ?r paffend ÜVNIttb.s >• In ^k;>ehung n liegt. fin Geschäft zu j b- gfMjl. udit in die Lehre * einhardt, neuntifter. ioit tineö hi.sigen , Lchlwg gesucht, i ■ol Ahnung von MiN- ! mit Zubehör, am wgen, wird späte- | l'ge Jahre zu wie- | Seiten- ober Gar- ■ ahnen wäre ange- | :■ 'N Z- 391 besör- lerot-Ägentur von >eidingsselder) ; ine Familie wirb Dienstmädchen ge- zeibiener Egly. dergcsellen, Mn (ofort ch Henser, >lllhKstraße. mrn 11 inzcigcr, ldatfcd, Blatter, Waffe- [ix in Mf,y .gsfelder.) rsM aläbalbgMt absentia Bernie und Zahn >d,cUS 4 EW 4726) -ut sr«** vv kauf'" nnv OLk»e Ä.^lzShrig 1 |L 12 ft. ut'j ^Tisgrclr^z. Dvrch btt f t‘Z surften vtkrlrljLhrttz 1 fl 2V kr Gießener Anzeiger. täglich, «*it 2h* nahm« Sonntags «rpevitivn Ean-letbeiß, 8lt v ÄT. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Freitag c>en 5. Juni Nr. 127 8834. politischer Theil. Er kann nicht zugeben, daß die Regierung Görtz bemerkt, daß die größten Städte des Landes Annahme des Antrags. der im Jahre 1672 allgemein gewährten Gehaltszulage wurde nach erlügen Er- läuterungen, die der Drrcctor des Finanz Ministeriums Schleiermacher über die Sache gab einstimmig der Regierung zur Berücksichtigung empsohlen. Eine Regierungsvorlage, wonach verschiedene Eredite aus der jrüheren Finanzperiode in die sitzige übertragen Werder» sollen, wurde ohne Debatte angenommen; ebenso erhielt der zwischen Hessen uiid Preußen abgeichlossene Vertrag über die Rheilicorrectron zwischen Mainz und Bingen die Genehmigung der Kammer. Der Antrag der Abgg. Goldmanii, Kuchler, Edinger und Heinzerling, bctr. die Aufhebung des Octroi aus Brodsruchr, Mehl, Backwaaren, Kartoffeln, Schlachlvieh, Fleisch und Fleischwaaren, sowie Brennmaterial jeder Art, wird vom Ministerialrat!) Jaup bekämpft und unter Voiführuug statistischen Materials nachzuweisen versucht, daß den Steuerpflichtigen damlr ilichts genützt werde- Tie betroffenen Städte könnten nicht ihre Eommuualumlagen plötzlich so bedeutend erhöhen. Wir stünden vor Einführung der Slädteordnung u>.d solle man nicht unmittelbar vorher durch ein Gesetz die Wirksamkeit der künftigen städtischen Behörden einzchränken. Heinzerling verbreitet sich über die volköivirihickaftlichen und sittlichen Rachtheile des Octrois und schlagt ein Uebergangs-Stadium vor. Küchler führt aus, daß über die Verwerflichkeit einer Besteuerung der notlwendigen Lebensmittel nirgends ein Zweifel bestehe; 'erne Steuer dürfe nicht iiüd) dem Bedürfniß, sondern nach dem Vermögen erhoben werten. Er theilr Berichliungen mit, aus denen hervorgeht, daß die ärmere Elafse durch den Ociroi am härtesten bedrückt werde. Der Ausfall könne gedeckt werden, ohne daß dre Städtebewohner von mäßigem Einkommen dadurch betroffen wurden. Regierungs - Eomnussär Jaup sucht die Berechnungen Küch- ler's als llicht völlig richtig, zu widerlegen. Edinger meint, was theoretisch richtig ist, müsse and) praktisch durchzujühren sein. Der Octroi sei eine verwerfliche Kopfsteuer, sie wirke demoralisireud. Die Städte könnten recht wohl ihre Ausgaben durd) Comtnunalumlagen decken und auch für öffentliche Anstalten die nölhigen Mittel aujbrlngen. Die städtischen Vertretungen würden and) nach den neuesten Gesetzen so zusammengesetzt, daß sie die Interessen der unteren Schichten nicht vertreten, von ihnen sei eine Beseitigung des Octrois nicht zu erwarten. Im Interesse der Gerechtigkeit und der Humanität bitte er um nisje der Stadt Mainz ein, eine Verdoppelung der Umlagen sei galiz undnrch-'weiden könne. Die Lebensmittel würden durd) Aiifhebung deS Octrois nicht einen Besdluß der Kammer ignoriren werde Allerdings seien die großen Städte gegen die Aufhebung, daS könne jedock) nicht maßgebend sein. Den Vorständen der Städte stehe es nicht frei, bewilligte Steuern zu erheben, in dem Interesse der Städte selbst liege es, wenn die Landesbehörde die Aufhebung des Octrois beschließe, da dadurch einer Wahlagitation vorgebeugt werte. Der Stadtvorstand in Gießen habe sick) für Aufhebung erklärt und nur wegen der demnächstigen Veränderung in der Stadtverwaltung einen förmlick)en Beschluß nicht gefaßt. Er führt verschiedene Beispiele an, wie ungewiß der Octroi wirke. Es fei unbillig, Fremde und Arbeiter, die sick) in einer Stadt vorübergehend aushielten, durd) das Octroi zu besteuern. Das Octroi sei in feiner jetzigen Höhe and) ungesetzlich, dasselbe hätte bis 1873 nur für die Straßelibeleiichtung verwendet werden dürfen und iud)t für andere Zwecke, es werde alio jedenfalls zu viel erhoben, da die Kosten der Straßenbeleuchtung viel weniger zu betragen hätten, als das Octroi eiutrage. Er bittet dem Ausschußantrag , der das Octroi direct verurtheilte, beizustimmen, die andern Anträge abzulehnen. Frank will die Selbstverwaltung der Städte nicht gekränkt sehen, das Reick) und das Land sollten mit der Aufhebung der indirekten Steuern erst den Städten vorangehcn. Er glaube der Ersatz des Octrois fcurcb Umlagen werde die ärmeren Claffen am sck)wersten treffen, das Octroi werde all- mälig in unmerklichen Betragen erhoben und von den ärmeren Leuten leichter getragen. Die Coucurrenz sei kein genügendes Regulativ, sie bleibe vielfach aus oder werde durd) die Speculation paralisirt. Büchner bemerkt, daß dieselben Herren die früher für Aufhebung der Salzsteuer gewesen seien, jetzt für Beibehaltung des Octrois seien. gewiß ein Widerjprud). Die Sache sei ein Agitationsmittel für die demuächstigen Wahlen. Schaub will den Termin der Aushebung auf den 1. Januar 1877 hinauSgeschoben wissen da dann eine neue Finanzperiode beginne, die vielleicht eine neue Steuerreform bringe. Auch müsse man Rücksicht auf die großen Städte nehmen, denen man eine Uebergangszeit zugestehen müsse. Die Mitglieder des Ausschusses erklären sick) mit diesem Vorschlag einverstanden. Dernburg glaubt nicht, daß in der Kammer ein Mitglied sei, welches von Motiven geleitet werde, wie sie Herr Büchner unterstelle. Er schließe sich dem Antrag Goldmaun's an, würde sich aber den zu erwartenden Gesetzesentwurf wohl ansehen, um den Städten den Uebergang möglichst zu er- Beseitigung des Octrois vorzugehen. Die Berathung wird darauf wegen vor- «UCUlJlfllUlUL gerückter Zeit auf morgen vertagt. Darmstadt, 2. Juni. (Kammersitzung. Schluß.) Ministerpräsident Darmstadt, 3. Juni. In der heutigen Sitzung der zweiten Kammer Hofmann erklärt, es sei nicht die Absicht, die Beamten von den Genossenjchaf- verlas der Abg. Büchner eine Interpellation über die projectirte Tariferhöhung teil auszujchließen. Letztere könnten zedoch auch dem Erwerb dienen, sie be- für Personen und bestimmte Gattungen von Gütern auf den Eisenbahnen, fchräuklen häufig ihre Geschäfte nicht auf ihre Mitglieder und wenn sie sick) in Schröder und Königer stellen die Anfrage, bis zu welcher Zeit die zugesagte dieser Weise entwickelten, dann könnten sie allerdings unter die Wirkungen des Vorlage der Kirchengesetze zu erwarten sei. ES wurde hierauf die Debatte Gesetzes fallen. Das Amendement, wouack) die Genossenschaften ausgeschlosseiüüber die Aushebung des Octrois fortgesetzt. Goldmann hält die Aufhebung sein sollen, wurde darauf gegen 11 Stimmen abgelehnt. Eine Petilion dcS^sür eine eminent practische Frage. Salzmagazin - Verwalters Wiederhold aus Bad-Rauheim bezüglick) Rachzahlung Anuuhtttr drv äiiuug». Görtz bemerkt, daß die größten Städte des Lautes erleichtern. Büchner erklärt, er habe Riemand verletzen wollen, Herr Dern- ficb gegen Aushebung des Octrois erklärt hätten. Der Anlirag werde feinen,berg habe übrigens kein Recht chn zurechtzuweisen. Dumont hält die Aushe- Erfolg haben, die Regierung könne ihn irlcht auesühreu. Mau möge die Sache!billig des Octrois vom theoretischen Standpunkte zwar für gerechtfertigt, aber den städlizchen Verwaltungen überlassen. Er g»ht besonders auf die Verhält-luur wenn das Octroi durch eine progressive Einkommensteuer sofort ersetzt sührbar. Er sucht die gegen den Octroi erhobenen Einweudungeu zu eiukräften und führt an, daß in Frankruch das Octroi zweimal abgejchaffl, aber zweimal wieder eingeführt worden sei; in Belgien habe man dasselbe zwar aufgehoben, die betioffenen Städte aber aus der Staatskasse entschädigt Schroder findet in der Aufhebung einen Eingriff in die Veiwaltuug einiger Communen. Die Herbeiziehuug deS ganzen Einkommens zur Steuer werde die Aufhtbung mög- lid) machen, so weit seien wir aber uock) nicht. Im Angesicht der neuen Gemeindeordnuug hält er es für nicht an der Zeit, hierüber einen Beschluß zu fassen, von dem wir bcstimmt wissen, daß er doch nicht jo bald ausgeführt werde. Occhsner wird gegen den Antrag stimmen, weil er einen Zwang aus- üben würde, der dem neuen Verwaltungsgesetze widerspreche. Das Octroi müsse fallen, man mnfje daS jedock) der Autonomie der Städteverwaltungen überlassen. Greim hebt hervor, daß Taiiseude von Arbeitern, die um Offenbach wohnen und dort ihren Unterhalt finden, durch den Octroi zu den städtischen Einnahmen beitrugen, was nicht mehr als billig sei. Durch die Aufhebung des Octrois werde eine Entlastung nicht herbeigeführt, da die Preise dadurch nicht niedriger werden würden. Wolle man die Ethik zum obersten Priucip machen, so werde man noch viele andere Tinge beseitigen müssen. Er bittet den Wohlstand des Mittelstandes einer Theorie zu lieb nicht zu schädigen. Welcker spricht sich als Vertreter der Stadt Darmstadt entschieden gegen das Octroi aus. Wir hätte- in unserem Lande schon viele Beschränkungen des Verkehrs fallen lasten, dieselbe Strömung bestehe auch m anderen Staaten, besonders in Preußen, wo man die Schlacht- und Mahlsteuer aufhebe und die Clastensteuer einführe. Die Aufhebung des Octrois könne jedoch nur nach und nach geschehen, indem man mit Brod anfange, dann vielleicht mit Brennmaterial und Fleisch übergehe und beantragt er vom Jahre 1876 an mit stückweiser billiger werden. In Belgien habe man, um die ärmeren Elasten nicht allzusehr zu belasten, die Städte für den Verliist des Octrois aus Staatsmitteln entschädigt. Er sucht die einzelnen gegen daS Octroi vorgebrachten Einwendungen zu widerlegen, behauptet ein Verbot, indirecte Steuern zu erheben, greife in die Autonomie der Städte ein, und widerspreche dem Geist der neuen Vcrwal- tuugsgesetze. . Er macht bcsonders auf die Verhältnisse der Stadt Mainz aufmerksam, die tu großartigen Unternehmungen stehe, und durch den Verlust der Octroi-Einuahmen in eine Krisis gerathen werde, v. Rabenau bemerkt, das in Belgien gemachte Experiment der Staatsentschädigung habe des falschen Prin- cipö halber auf dem flachen Lande den schlimmsten Eindruck gemacht; in Preußen habe man sich vor solchen Maßregeln gehütet und dürfe auch bei uns niemals die Rede davon sein. Küchler hebt nochmals die Ungerechtigkeit des Octrois hervor; das Besteuerungsrecht habe bis jetzt noch der Staat, nicht die Commune. Er widerlegt die einzelnen gegen den Antrag gerichteten Angriffe. Auch die Freizügigkeit, Gewerbefreiheit rc. hätten den größten Widerstand hervorgerufen, die Aufhebiuig des Octrois sei eine ähnliche Frage, mit einigem Muth werde sie gelöst werden. Görtz will es den Städten überlassen, ob und wie sie das Octroi aufheben wollen; jedenfalls will er die Sache nicht übereilt haben. Edinger hebt hervor, daß nach der Städteordnung das Ministerium die Entscheidung über die communale Besteuerung habe. Er wendet sich gegen die verschiedenen Gegner der Octroiaufhebung und führt Autoritäten an, welche dieselbe für nothwendig erklären. Dernburg replicirt auf die Aeußerung Büch- ner'S. Greim gesteht seine volkswirtbschaftlicke Unkenutniß zu, wundert sich aber, daß die mit volkswirthschastlichem und statistischem Material ausgerüsteten Antragsteller das Octroi auf Kartoffeln aufgehoben haben wollen, obwohl dieses nirgends bestehe. Er bleibt dabei, daß die Aufhebung des Octrois nicht tie erwarteten Vortheile habe. Der Berichterstatter, Abz. Stüber resumirt diel verschiedenen für die Aufhebung des Octrois angeführten Gründe, widerlegt und berichtigt die Entgegnungen und bittet um Annahme des Ausschußantrages. Letzterer wird mit dem Zusatzanlrag Schaub's, wonach die Regierung aufgefor- dert wird, ein Gesetz vorzulegen, das Cctroi bis zum 1. Januar 1&77 aufzuheben , mit 24 gegen 21 Stimmen angenommen. Nächster Gegenstand der Tagesordnung ist eine Vorlage, wonach die Burgkiserne und der sog F.ld- webelsbau zil Friedberg gegen eine an die Staatskasse zu leistende Entschädigung von 17,000 st mit dem Großh. Fanulieneigethume vereinigt werden sollen. Der Ausschuß beantragt Zlistimmung. Der Abg. Scriba befürwortet die Annahme des Antrags, da das Durggrafnat Friedberg das einzige größere bauliche Besitzthum der Großherzoglichen Familie in der Provinz Qberhesten sei, eine andere Verwendung der anstoßenden Gebäude nicht möglich sei und dem Staat keine große Kosten durch die Unterhaltung dieser Gebäude entstehen würden, v. Rabenau erklärt, es handle sich heute nur um Erwerbung, die er vollkommen für angemessen halte, über die zur Miterhaltung erforderlichen An- sorderungen habe ja die Kammer später zu beschlicßeii. Regierungecommisjär Schlciermacher erklärt sich für Annahme des Antrags; Dernburg wünscht Zurückweisung an den Ausschuß bis man die dem Lande erwachsenden Kosten übersehen könne. Die Kammer beschließt jedoch einstimmig die Annahme des Ausschnßantrags. Abg. Schenk fragt das Ministerium, wie es nut einer Haltestelle bei Desfungen stehe. Ministerialdirector Schleiermacher erklärt, es schwebten darüber noch Verhandlungen, v. Rabenau fragt die Regierung, ob sie sich an der Fulda - Meininger Eisenbahn betheiligen wolle und ersucht den Finanzausschuß um Mittheilung, wie es mit dem Bericht über die Fortführung der Oberhessischen Eiseiibahn von Gelnhausen nach Partenstein stehe. Der Berichterstatter entgegnet, daß er noch keine Auskunft von dem Ministerium erhalten habe. Ministerialdirector Schleiermacher macht einige Mittheilungen über den Stand der Sache, wonach dem Ausschuß demnächst das nöthize Material zur Bearbeitung der Vorlage zugehen werde. Ein Antrag auf Verlängerung der Frist für Einlösung älterer Grundrentenscheine bis Ende lö75 wird ohne Debatte angenommen, ein Antrag Dernburg's auf nachträgliche Auszahlung der Gehaltsaufbesserung für die Zorstwarte für das Jahr 1872 dagegen abgelehnt. Der Antrag des Abg. Dumont auf Aufhebung des Gesetzes über die Mitwirkung der Forensen bei Feststellung des Gemeindevoranschlags, wird von diesem vertheidigt, das Gesetz sei durch und durch unpraktisch und verfehlt und werde besser aufgehoben als revidirt. Abg. Küchler gibt nicht zu, daß genügende Erfahrungen über die Witkuligen des Gesetzes vorliegen, man könne es jedenfalls vorerst einer Revision unterstehen und bann sehen, wie eö sich bewähre. Der Ausschußantrag auf Revision wird darauf mit großer Mehrheit angenommen. Nächste Sitzung Freitag den 5. Juni. Posen, 2. Juni. Der CultuSminister genehmigte die Einführung der deutschen Sprache als Unterrichtssprache in allen Elasten des Gymnasiums Ostrowo und des Marien-Gymiiasiuinö zu Posen, somit sind die letzten polnischen Gymiiasien der Provinz Posen beseitigt. Kassel, 3. Juni. Sämmtliche Anklagen gegen die abgesetzten hessischen Pastoren wegen unbefugter Vornahme von Amtshandlungen sollen, höherer Weisung zufolge, wie man versichert, vorläufig niedergeschlagen werden. Dresden, 4. Juni. Nach dem „DreSd. Jonrn." haben die an dem Tunnelbau bei Eibenstock beschäftigten italienischen Arbeiter gestern Excesse verübt. Aus Schneeberg wurde in Folge dessen Militär requirirt, welches in der Nacht 56 Italiener verhaftete. Erhebliches ist nicht vorgesallen. Augsburg, 4. Juni. Die „Allgemeine Zeitung" meldet: Der vormalige russische Bibliothekar Dr. Pichler wurde gestern in SiegSvorf todt im Bette gesunden. Dcjlerreicö. Wien, 2. Juni. Der Kampf der Curie gegen Rußland lodert in Hellen Flammen. Die Encyclica deS Papstes bat beu Funken in's Pulverfaß geworfen, und daS „Vaterlai.d" zumal fühlt sich berufen, zu den Beurtheiliiugen dieses Aktenstückes durch die Wiener Blätter zil bemerken: „Natürlich stellen sich die versastungstreuen Vertreter der „Civilisation des 19. Jahrhunderts" ohne Scheu auf die Seite Rußlands und nehmen gegen die Mahnung des heil. Vaters jene Politik in Schutz, welche vermittelst der Bayonnctte und der Knute Huuderttauseude von Menschen zum Schisma gewaltsam „bekehrt." Inzwischen hat sich Gortschakoff, wie jüngst aus Darmstadt telegraphisch gemeldet wurde, beeilt, mit gewohnter Hypokrisie die gewaltsamen „Bauern - Bekehrungen" als „Ailsrechterbaltiing der Ordnung" zu bezeichnen. Die Heuchelei ist wenigstens eine Concejsion, welche das Laster der Tilgend macht." Sdjweij. Veru, 4. Juni. Der Große Rath von St. Gallen beschloß die Anf- hebung des nach dem jesuitischen Erziehungs - System eingerichteten Knabeu- Seminars zu St. Georgen mit 91 gegen 52 Stimmen und erthellte dem Regie- rungorath die Competenz, renitente Pfarrer abzuberufen. /ranäreicO. Paris, 2. Juni. Mit Recht beklagt die Correfp. „Havas" die Eitelkeit der Deputirten, welche die Kammersitzungen mehr zum Voribeil ihrer par- lamentarischeu Parteiverhandlungen, als znm Segen des Landes benutzen und voruigsweise darauf ausgehen, Anzüglichkeiten gegen ihre Gegenpartei und parlamentarische Kunststückcheu auszusinnen. Paris, 2. Juni. In den ultramontanen Kreisen wird wieder für den „Rov" gewirkt. Louis Vcuillot legt heute im „Unwers" gegen alle Parteien und Prätendenten, auch gegen den Capitän Saint Genest im „Figaro", der Mac Mahon gleich Macbeth's Hexen zuruft: „Du wirst König' werden!" eine Lanze für den legitimen König ein. „Das Unmöglich", orakelt Veuillot, „ist der König. Aber was ist oder was wird nicht auf der Stelle noch unmöglicher als der König? Alles, was nicht er ist, und zwar er ist, wie er sein will, braucht nur einen Augenblick anfzulanchen, um sich nicht mehr halten ju können Alles kann einen Tag haben, nur er kann eine Zukunft haben. Jnsttnct der Selbst»rhaltnng wird es uns lehren. Dieter unmögliche Mann beschäftigt beständig seine Nebenbuhler. Er bat keine Partei, keinen Mann, kein Pferd, und seine einzige Waffe ist iciuc Fahne, von der man sagt, sie sei allgemein verhaßt, und damit macht er allen Anderen Angst. Weshalb? Weil er der König ist, weil er das Recht ist, weil er die Ordnung ist, weil er eben deshalb etwas mehr ist, als Alles das, nämlich das legitime Eom- mando ist, das Commando, welches gegründet werden wird. Er rührt sich nicht, er spricht nicht, er widerst, bt jeder Bitte, zu handeln, zu reden Warum reden? er bat Alles gesagt. Warum bandeln? er kann nichts thnn. Er käme, wenn er einen Schwertstreich finden könnte; er kann nicht kommen, um sich in's Loch setzen zu lasten. Seid nur rubig! Er wartet, daß ihr nichts mebr könnt, oder daß eine Bewegung ihm eingeben wird, ihm befieblt, eurem Jammer ein Ende zu machen; dann werdet ihr ibn erscheinen sehen und die Ener- aik des Commandos und den Gehorsam schaffen." Das klingt denn doch wie ein Cavit l ans dem edlen Don Ouixote. Paris, 3. Juni. Einer Meldung der „Azence Havas" aus Rom zu- folge überreichte der französische Botschafter bei der Curie im Vatikan die Arbeit der französisch-deutschen Commission zur Regelung der Diöcesan Grenzen. Es ist sicher zu erwarten, daß die Ätigelegenheit ohne alle Schwierigkeit erledigt wird 3ta(ieit Nom, 4. Juni. Die „Agencia Stefani" meldet: Der Papst litt gestern au großer Appetitlosigkeit. Heute Nacht hatte derselbe wiederholt starke Fieber- Anfälle. Die Aerzte sind beunruhigt. (EiiflCantk London, 2. Juni. Der traurige Untergang des Schiffe! „British Admiral" ist in folgendem Telegramm ans Melbourne gemeldet warben: „British Admiral gänzlich zu Grunde gegangen bei King's Island, Mannschaft und Passagiere, mit Ausnahme von fünf der ersteren und vier der letzteren, sämmtlich iimgekomnien." Das genannte Schiff war am 23. Februar von Liverpool nach Melbourne abgegangen mit 88 Seelen an Bord. Die genannte Insel liegt zwischen Cap Otway (Colonie Victoria) und Cap Grim (Vandie- mensland) und ist wegen ihrer gefährlichen Klippen berüchtigt. — Der russische Botschafter Gras Brunnow hat im Namen seines Kaisers dem Chef der Londoner Polizei, Oberst Henderson, eine prachtvolle goldene Dose mit dem kaiserlichen Namenszuge in Diamanten überreicht als ein Zeichen der Erinnerung des Kaisers an feinen angenehmen Besuch in London. London, 2. Juni. Auf den Prinzen Eduard zu Sachsen Weimar ist, als er seine Wohnung verließ, ein Pistolenschuß abgeseucrt worden. Der Prinz ist nicht getroffen; man glaubt, daß der Thäter wahnsinng ist. Glasgow, 3. Juni. Eine Versammlung von Besitzern schottischer Eisenhütten beschloß, die Hochöfen nicht früher wieder in Betrieb zu setzen, als bis die Arbeiter die Herabsetzung der Löhne acceptirten. — In zwei großen Eisenwerken haben die Arbeiter die Lohnherabsetzung angenommen und die Arbeit wieder begonnen. Spanten. Barcelona, 3. Juni. Der Brigadier Salamanca bat eine 3000 Mann starke Carlisten Abtheilung bei San Vincente in der Provinz Logrono geschlagen und San Vincente besetzt. Santander, 4. Juni. Die Carlisten sind bei Estclla zahlreich concciv trirt und wird dort eine Schlacht erwartet. ' Hendaye, 3. Juni. In San Sebastian sind 3000 Mann Reaiernngs- trnppen ans Bilbao zur Verstärkung elngetroffen. Auf die Nachricht hiervon gaben die Carlisten die Belagerung Hernanis auf und gingen nach Oriamendi zurück, wo sie sich befestigen und den Angriff der Regierungstriippen erwarten. Don Alphons, Bruder deS Don Carlos, hat den Ebro überschritten. Türkei. Konstantinopel, 2. Juni. Der Khedive von Aegvpten soll Schritte gethan haben oder vorbereiten, um Unterhandlungen mit europäischen Regierungen zum Abschluß von Handels-Verträgen einzuleiten. Lokal-9Lotiz. Giestcn, 5. Juni. Zu der Submiision auf (Erbauung der Festhalle zum IX. Mittel« rhein. Turnfest sind viele Offerten eingelaufen. Die Zimmerarbeiten wurden den beiden Suh- mittendcn zugefchlagen. übenjo liefern lämmtliche hicstge Dielenbandlungen die erforderlichen Dielen. Bezüglich der Schreinerarbeit stehl da- iÄlclche in ÄiMchr. Bei vieler Gelegenheit wollen wir bemerken, daß der Festwirth dem (Sonnte einen Beitrag von 320 fl. zur Festkassc übermachte. Die übrigen Ausjchüsse arbeiten auch flott und verspricht das Fest eines der schönsten zu werden, das in Gießen je gehalten wurde. —. Vermischtes. Berlin, 29. Mai. Wie durch chemische Untersuchung nachgewtesen ist, befinden sich in der schwarzen Nähseide beinahe lv pEt. Bleioxyd. Man tränkt nämlich in vielen Fabriken Deutschlands, Belgiens, Frankreichs und der Lchweiz die Mb'elde mit Blenalzen, um sie schwerer zu machen. Demnach dürften die Näherinnen darauf allen Grnstes aufmerksam zu machen sein, daß die Gewohnheit, den Faden, bevor sie ihn verwenden, längere Zeit in den Mund zu nehmen, die Gesundheit jedensalls gefährdet Gin fast sicheres Merkmal für daö Lorhandcnirln dieses Stoffes dürfte die schwache Haltbarkeit der Leide sein, denn Bleisalze wirten in längerer Bcrbinoung mit organischen Körpern zerstörend. — Die Tribüne schreibt: Die Beschlagnahme von Geldsendungen, die per Poll an einen Schuldner gelangen, durch einen Gläubiger zeigt sich, wie aus einem uni vorliegenden conereten Falle hcrvorgeht, als illusori'ch und ver pricht dem Gläubiger keinen Grfolg Gin Hamburger Kaufmann rl. legte vor einiger Zerc Arrest beim hiesigen Stadtgericht auf alle an seinen Schuldner B per Post eingehenden Geldienoungen, nachdem die Mobiliar Gxeculion sich bei demselben als fruchtlos erwiesen und nachdem er in Erfahrung gebracht, daß an B., dem Charakter des Geichäite desielben gemäß, häufig von außiihalb Geld endungen größeren und kleineren Umfang» durch Vie Post erfolgten. Trotz aller Vorsichtsmaßregeln, die der Schuldner traf, um seine ausstehenden Forderungen auf anderem Wege emzuziehen, langt« doch vor Kurzem ein mit über hundert Thaler beschwerter Brief unter iriner Abreise an Vas hiesige Hofpostamt. Der elbe wurve zurückgehalten und dem Adreffaten vom Hofpostamt v:e folgende Anzeige gemacht: Zur Aushändigung ver für St« eingegangenen, gerichtlich mit Beichlag belegten Geldsendung steht etn Termin am :c. im Büreau da und da an, zu welchem Sie unter ber Verwarnung hiermit vorgeladen werden, daß irn Falle Ihres Ausbleibens die Sendung als unbestellbar betrachtet und nach ihrem Aufgabeort würde zurückgeianot werden. Der Adressat vträumte den Termin nicht, fand aber daselbst gleichzeitig einen Grecutor vor, worauf er sich weigerte, den zweisiegllgen Vuef in Empfang ju" nehmen und darüber zu quittiten. In Folge dessen ist das Geld al» „unbestellbar- an den Absender tt. in Mainz zurückgegangen. Da dieser als Schuldner des B- das Geld nun seinem berliner Gläubiger auf andere Weise zukommrn läßt, so erzeigt sich das eingeschlagene ür:ecutionS - Verfabren als illusorisch. Mag es de, Schuldnern, die im Loncurse oder tn Unter,uchung sich befinden, anders «ein, in gewöhnlichtn Fällen liefert die Post, trotz gerichtlicher Be'chlagnahme, jeden Brief und jede Geldsendung nur an den Adreffaten aus, und verweigert dieser die Annahme, io vereitelt sich die Beichlagnahme. Die Sendung °11 u! et kan°« cur i° ®'d9 v 6d? r Tienllmäocbfn t;d) ali Kind öttibldt fit ta xtt ®uttn Du önlttdu1 ^tr.onnltn s fl/dtn, die fiste beiten Goi JV evsiierte ei| u unlnsucbe Mont I Msbisi im Landki 2776) Grasso 2 Tonni foö bie di« den Vornan fhrei &b(f iimma oerfti A'thrn, bt droßhtrzvdi im (j Tas biegj lichen Do Itch enden 7« donnerst 1) Morge II,'25 Ditiwi martu von 2 btr e iVTcita 3) yr-rgt fung r . Idbft); Görmin marfun, von 70 iam M Montag ö) Äorge? «äs lnarkvn. aen - «e^brir ‘UllQ i re* ®iii Wen Di ■««e fii 'iX^11,111 gtlmt C°NI- S tüto 8 ■ ben ®«uim giin. rx r.m käme, men- um fi* ’r »ich.« ' rotem C. ‘“lb die fc bei|n doch mie Rom iu. „^k'taii die ^Mrenifn. ®uN«t erles «Httjefe lt starke Ketzer- •ffa //British ikvet morbeii: l^i Maimschch 1 lederen, ■ Februar von Die genannte Trim Mandie- n seines Kaisers htvolle goldene als ein Zeichen onbon. isenÄeimar ist, Den. Der Prinz tzern schottischer eb zu setzen, als in zwei großen en und die Ar- bat eine 3000 Provinz Logrono ahlreich conceib M Miernngs» achrM hmvon nach Oriamendi mppen erwarten, chritten. ten soll Schritte ropäischen Regie- llt jum IX. ®«l= m en bn«<” ®* bu Hf«»"* ™ tiefer M ®etbna W sein. Nnn W j ’üf u» *'totution st* 6l‘i el)tRurjetn e"°”" «£ .»ejialufI! (e etn itkiV’’ 8cl’e, e*“1""' di<>-'7 (,'m«1 e**,"li,f«iw bett «« Jrf"" 11 «" $j, ®'“,u B Frisch bäcker ju Gieße». Sonntaq den 7. Juni. H. NoÜ in der Neustadt, H. Spies in der Wall- u VJ7l | i l l U l i HU*h»iv 5 w / • * * *-* I* 0 «’ • ■ um ihr Tröst zu spenden. Diesem gestand sie in der Deichte, daß da- gefundene Kind ihr uehöre und daß sie c8 umgcbracht habe. Außerdem habe sie sckon früher sechS ihrer Kinder aus der Well geschafft, die man auf dem Dachboden finden würde In Folge der Aufforderung des Pastors wiederholte sie dieses Geständniß der Gerichts Eomrnission gegenüber; man suchte nach und fand in der That sechs Kinder Skelette auf dem Dact'boden verscharrt. Bei der hierauf folgenden Gerichtsverhandlung gestand Alexandra einen weiter.» Fall ein, den sie noch auf dem Gewißen halte; auch hier wurde das Skelett an dem bezeichneten Orte verscharrt aufgefunden, und cs ergab sich also, daß sie im Ganzen acht Kinder umgcbracht habe. Ais Vater dieser Kinder bezeichnete sie den Grundherrn Scdeiberg Ruhig, mit lispelnder, aber fester Stimme gab sie'an, sie habe die Kinder aus der Welt geschafft, weil es ihrer Mädchenehre nicht erträglich war, Mutter zu sein. Sie sagte dies so naiv und mti so vieler Ueberzeugung, daß sich jeder versucht fühlte, zu glauben, daß sie, um ihre Ehre zu wahren nicht anders handeln konnte, als die Kinder zu erdroffeln. Alexandra Mikaelsdochter machte überhaupt den besten Eindruck auf das Publikum ; der Eorrespondcnt des „Rußky Mir" schildert sie in schwungvollen Worten als ein seltenes Bild vollendeter weiblicher Schönheit; schlank von Körperbau, ohne gerade schwach zu sein, eine Blondine mit reichen, goldglänzenden Haaren, ein Madonnen- gcsicht von tadellosem Ebenmaß, das große dunkelblaue Auue mit einem unvergleichlichen Aufschläge voll Liebreiz, die ganze Erscheinung unwillkürlich Vertrauen erweckend und gleichsam nur dazu erschaffen, um einem Maler als Modell zu einem der schönsten Portraitköpfc zu sitzen. Das Gericht sprach ein strenges Verbiet über Alexandra, es verurteilte sie zu fünsundscchszig- jähnger Festungsstrafe. Der Grundherr Sedcrberg machte im Gegentheile zu dem Opfer seiner Lüste einen durchaus abstoßenden Eindruck auf die Anwesenden. Ruhig saß er vor den Assisen, denn er wußte, daß gegen ihn nicht das zur Herstellung des Schuldbeweises der Theilnahme an dem Verbrechen nöthige Material aufgebracht werden würde. Roch ein zweite« Opfer seiner Nachstellungen war gegen ihn als Belastungszeuge aufgetreten, Eva NümeS, ein junges Mädchen von 16 Jahren, die gleichfalls auf Nummis als Magd diente, wohin sie schon mit 12 Jahren gekommen. Auch sie verfiel bald dem alten Wüstling und höhnte seinen Lüsten bereit« vier Jahre hindurch, wobei sie, wie sie sagt, „Gott schützte", daß es keine Folgen hatte. — Seder- berg wurde von der Mitschuld an dem Verbrechen deS Kindcsmordes losgesprochen, dagegen wegen erwiesenen sträflichen Verhältnisses mit Eva Nümes zu achtundzwanzigtägiger Arreststrafe bei Wasser und Brod verurtheilt. o,,. ,,Y Der Arrest bleibt allerdings daran haften, und nach und die erstaunten Blicke der Mägde fielen auf den Leichnam eines neugeborenen Kinde«, g-ht °l* unbcfltUbat an ben Wenbn g Uff. fflclcbnef b-m cimiiulten »bfenbit tb.nfaUg b,r in einer irdenen Mllchichüsiel lag; baneben befano sich ein blutige« Sudjenmefier. In« e« tann ber Fall eintreten, baß am Iuf8» ' Festnahme te« Selbe» bestellten Gefangmst gebracht, erhanfte »lexanbra bebenkttch, unb e« würbe ber Pastar zu ihr gescheh, nur in Gegenwart einte vom rtquiriricn i Ä__o-__n. ... fi# in hn6 bnÄ n#fiinh#n/* Kind thl °ur 'n W«ne. ™ * ^oann wieder der Absender, also der Schuldner L^des° Schuldners B das Geld z?rückzunchmen, so ist die Pfändung abermals »eieitcli und a - lan??>u ^ nem bei ber Post liegen bleibendem Selbe auf bem Wege ber Intervention. V 8 ® l js, Vas Geld das {einige nicht mehr das des B , der bcnüß auf anderem D-nn nunmehr ist ? j?^j/^orde!ung des B. an 6. mit Arrest belegt war, sondern nur daSientq^Geld das per Post an das hiesige Hofpostamt gelangt war. Wir theilen diesen Fall , miÄiikiioT firh vor Illusionen gegenüber böswilligrn Schuldnern bewahren. mit, damit Gläubigem ^^^a^vo^ schreibt: Am" 20. d M. wwd vor dem lstesigen «ssisenhof ein Proccß über Mord zur Verhandlung kommen, bei dem nicht nur der Mörder, k knmniiiiche Qcu. tn Blinde sein werden und auch der Ermordete war blind. In s Sets Mesfer vor bi? Houbthür, unb al« | G eo r o t________________• Arbeitsversteigeiung zu Lang-Göns. w Montag den 8. Juni, gr ’ Morgens 6 Uhr, sollen auf dem Rathhaus zu Lang-Gons^ nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben werden, als: 1. Dachdeckerarbeit, veranschl. 2. Chaussirarbeit, veranschl zu 3. Steinfahren, Setzen und Steinklopsen, verai.schl. zu 4. Grabenarbeit, veranschl. zu . Gießen, den 5. Juni 1874. I. 21-: Körner, Bezirksbauaufseher. st- fr. 86 24 266 40 562 - 83 20 Heugrss-Versteigerungen im Großherzoglichen Rentamtsbezirke Gießen. Das diesjährige Heugras der Großher-^ »og lichen Domanialwiesen wird in nach-; steh enden Terminen versteigert: Donnerstag den 11. Juni 1. 1) Morgens um 10 Uhr in der Gemarkung Grünberg von 45 Morgen — 11,25 Hectare (bei Frau Baist Wittwe im Taunus daselbst); 2) Nachmittags um 3 Uhr tn den Gemarkungen Queckborn und Harbach von 28 Morgen — 7 Hectare (bei der Sommersmühle); Freitag den 12. Juni l. I., 3) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Lindenstruth von 22 Morgen — 5,50 Hectare (bei den Wiesen selbst); ] 4) Vormittags um 11 Uhr in den Gemarkungen Göbelnrod und Saasen von 70 Morgen = 17,50 Hectare: (am Moorensee); Montag den 13. Juni 1. I., 5) Morgens um 9 Uhr in der Gemar-ii kung Alt Buseck von 22 Morgen — 5,50Hectare (bei Wirth Krämer III. daselbst); 6) Vormittags um 11 Uhr in der Ge-1 markung Staufenberg von 25Mor-^ acn — 6,25 Hectare der Sorauwiese, (bei Eielenwärter Walther in Daubringen); Mittwoch den 17. Juni l. I., 7) Vtorgens um 10 Uhr in der Gemarkung Butzbach von 9 Morgen — 2,25 Hectare (bei Gastwirth A- I o u tz daselbst); Donnerstag den 18. Juni l. I., 8) Morgens um 9 Uhr in der Gemarkung Wieseck von ca 15Z Morgen — 38 Hectare (bei Wirth Dor selb daselbst). In dieser Gemarkung kommt noch das Heugras von folgenden Wiesen, welche von den Erben des Poststallmeisters Kempfs dahier angekauft und nunmehr in Loose eingetheilt worden sind, zur Versteigerung: Morg. Klstr. 1) Wiese die Krummenmorgen. 3 245 2) Wiese daselbst.....1 297 3) Wiese vor den stolzen Morgen 1 257 4) Wiese an der Herrnwiese - 3 354 zusammen: 11 353 2,90 Hectare. 9) Nachmittags um 3 Uhr in der Gemarkung Gießen von ca. 142 Morgen — 35,50 Hectare der Weid-, Burg-, Ochsen- und Weidenftrauch- Wiese (im Gasthause zum Pfau daselbst); Freitag den 19. Juni l. I., 10) Morgens um 9 Uhr in den Gemarkungen Leihgestern, Schiffenberg und Watzenborn von 96 Morgen — 24 Hectare (im Gemeindehause zu Watzenborn). Die Großherzoglichen Wiesenwärter sind angewiesen, den Steigliebhabern auf Verlangen die Wiesenloose vor der Versteigerung zu zeigen. Kirschen-Lersteigerung. § Montag den 8. Juni l. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in hiesiger Gemarkung von etwa 1000—1200 Ktrschbäumen, in der Obstanlage Steinchen und Gcorqenwäldchen, die darauf befindlichen Kirschen, welche für Gießen, den 1. Juni 1874. Großherzogliches Rentamt Gießen. L n n ck e r. (2743) diese Erndte in bedeutender Quantität vorhanden sind, an Ort und Stelle versteigert werden. Bemerkt wird, daß^die Kirschen aus verschiedenen feineren Sorten bestehen, namentlich Maikirschen, Napoleonskirschen, Tafelkirschen, Herzkirschen rc. und in der Anlage ein Wobnhäuschcn mit Küche-An- i I i bau vorhanden ist, worin eine Familie während der Erndte vollständige Unterkunft haben kann. Was die Veikehrs Verbäl'nisse anlangt, so liegt Himbach an der Ortenberg-Ha- nauer Staatsstraße und etwa eine Stunde von der Eisinbahn-Station Stockheim entfernt. Gegen genügende Bürgschaft wird den Steigerern entsprechender Kredit gewährt. Himbach, am 2. Juni 1874. Großherzogiiche Bürgermeisterei Himbach. ________Mohn. _____ Die Vergebung von Weg- Bruderwinter nachverzeichnetes Holz öffentlich versteigert werden, als: 33,3 Rmtr. Nadel-Prügel und Stockholz, 1020 Wellen Nadel-Reisholz. 265 Nadel-Stämme von 15 bis 48 Cmtr. Durchmesser und 4 bis 21,2 Mtr. Länge mit 132,70 6bmtr. 97 Nadel L>tangen mit 15,52 Cubmtr. Die Zusammenkunft ist an der Strangs- wiese. Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. Deccmber 1874 gestattet. Gießen, am 2. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt. bauai beit in den Gießener Waldungen. § Dienstag den 9. Juni 1874, £3 von Vormittags 9 Uhr an, werden auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden Der« Aeilgebotenes. Loose 1. Anfuhr von Steinen, veranschlagt zu...... 255 — 2. Aufsetzen von Steinen, veranschlagt zu.....21 — 3. Handarbeiten von Steinen, veranschlagt zu .... 433 10 Gießen, den 4. Juni 1874. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _________Vogt-_________ ß Arbeitsvcrstelgermlg zu Leihgestern. Montag den 8. Juni, Vormittags um 10 Uhr, sollen auf dem Ratbhaus zu Leihgestern nachstehende Bauarbeiten durch öffentliche Versteigerung in Accord gegeben weiden, als: 1. Maurerarbeit, veranschlagt zu 60 st. 2. Pflasterarbeit, „ „ 307 „ 3. Steinbrechen, Fahren und Auf- setzen derselben, veranschl. zu 49 „ 4. Steinschlagen, vercu-schlagt zu 48 „ Gießen, den 4- Juni 1874. I A : Körner, ___________Bezirksbauaufseher.___________ | Arbeitsversteigerung zu Groß-Linden. Montag den 8. Juni, Nackdttags um 3 Uhr, soll auf dem Rathhaus zu Groß-Linden nachstehende Bauarbeit in Accord gegeben werden, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu 16 fl. Gießen, den 4. Juni 1874. I- A. : Körner, Bezirksbauaufseher. Holzverstcigerung im Gießener Stadtwalde. i2 Montag ben 8. Juni 1874, von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalde, Forstwartei Fernewald, District Strangswiese und zur Bremer Ausstellung ä 1 Thlr., ; „ Wetterauer „ ä 36 fr., find in der Exped. d. Bltts. zu haben.___________________ Tafelrosinen, Tafelmandeln, Tafelfeigen, Orangen, Ital Hafelnüffe, (1306) empfiehlt Emil Fischbach. | Aepfelwein bei__________G. Jung, Kaplansgasse. 2770 Gute Kartoffeln verkauft Frau Wittwe Möhl, Neuenweg. Bechte Neapottt. Maccaroni, (kiergemüsenudeln, Türkifche und Bamberger Zwetschen, Apfelspalten, Brünetten, ReineclaudS, Birnen, 1305) empfiehlt Emil Fischbach. i Sel) leisen in seidenem Bande und allen möglichen Farben , mit melallmen Abzeichen für Krieger-, Sänger- und Tumer-Vererne in Collection von mehreren Hundert Mustern liefert schon von l12 Sgr. das Stuck an Iv. Meyer. Wiesbaden, (3605) Filiale der Bonner Fahnenfabrik. 3729) Eine Henne mit 9 jungen Küchlein ist ru verkaufen bei 5 PH Sch mall, Mühlgasse. § Aepfelwein vorzügliche Qualität im „Frankfurter Hof" ______________(Fr. Fränk el.) Königs-Reisstärke. Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken ber Wäsche, empfiehlt (2134) Emil Fischbach. Bade- und Schwimmanstalt, voll Itübsamen eröffnet. 2610) Indem ich hiermit das verehrliche Publikum zum Abonnement einlade, bemerke ich, daß der Schwimmunterricht für Mädchen fortgesetzt wird und bitte um baldige Anmeldungen, damit die Unterrichtszeit festgesetzt werden kann. Der Schwimmunterricht für Erwachsene und Knaben wie früher, und können auch Kinder, welche noch nicht schwimmen lernen sollen, unter meiner Aufsicht baden, sowie solchen, die bereits schwimmen können und sich darin weiter auöbilden irolbn , Gelegenheit dazu geboten werden kann. Der Bade-, bezrehungsweise Schwimmplatz, ist durchaus gefahrlos und für jedes Alter paffend eingerichtet. Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend ffnd an Wochentagen Bormittags von 10 bis 12 und Nachmittags von 4 bis 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen nur Bormittags von 7 bis 12 Uhr. In diesen Stunden wird gute und strenge Aufsicht geführt, so daß die verehelichen Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. Nähere Bedingungen sind in der Anstalt zu erfahren, wo auch die Abonuementsliste zur gefälligen Einzeichnung off n liegt. L. Chr Rübsamcn. 2649) Hierdurch die ergebene Anzeige, daß wir dem Herrn Julius Wallach in Gießen eine Agentur sür den Berkaus der rühmlichst bekannten natürlichen Mineralwasser Hermmmslwrner Sprudel, Hermaunsborner Stahlwasser, | übergeben haben. Hermannsborn, bei Driburg. __________Die Brunnettverwaltunn (Sme Parthie leinene Strümpfe, per Paar 30 ft., Damen- Kragen von 3 kr. m fangend, Herren-Kragen von 9 fr. au, Cattun-Blousen, Cattun-Schürzen, leinene Handschuhe und sonstige Artikel zu sehr billigen Preisen. SS. Landauer, (2771) am Kreuz. Tie rühmlichst bekannten St oliwerck'schen Brust-Bonbons aus der Fabrik von Franz Stollwerck, Hoflieferant, Köln, Hochstraße 9, auf fast all.n Industrie AttSsttllunaen bereits prämiert, so wie auf jüngster Wiener 1873 durch die Fortschritts-Medaille ausgezeichnet, finden nicht minder Seit.ns der (Konsumenten die ihnen gebührende, stets wachsende Anerkennung als vorzügliches Hausmittel gegen Husten, Heiserkeit, '^rustund Halsdeschwerdcn. 5n ^riginal-Packeten ä 4 Sg käuflich in Gießen bei 3- A Busch Söhne, Vouiö Frohnhauser, (Christ Krämer a. Babnhos, (?. Lind, ©ntr., Nobert Sattler, Obtr.; in Allcudorf a. d. Lda. bei (5 L Harb, Apolb.; in Friedberg Lei Will, Fertsch; ui Hungen bei A. Buch; in Lich bei H (5 Bingemann; in Nauheim bei Ph 3°c Weiß. [1288] Fußvodcn-Ansttich. Fußbodenlack, sofort trocknend, Leinölstccattf, zum Einölen, Cclfiirbe, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, sowie alle >onuigrn Ingredienzien zum An- streichen und Wichsen der Futzböd. n empfiehlt (1304)___________Emil Fischbach. 2164) Icu veifnive SeuffertS Archiv, befiel,end in 28 Bänden mit Inhalts.Verzeichnissen Hungen, im Juni 1874. _____Pilger. ' 27 3] 120,000 gut gebrannte Backsteine sind billig zu vci kaufen. Näheres bei 3 Blitz____________________________ 2748, Em Treppengeländer 78 Stäbe Gußeisen billig zu verkaufen. 3- Rothenberger, Lindenplatz. Kermiethungen 2746) Neuenbäuen Vit. B SS,3 ist der mittlere Stock, bestehend aus 7 Zim in ein mit .»Zubedör zu vermietben und den 1. Juli beziehbar.__ 2483) Im neuerbauten rai scheu Haute an der Grünbergerstraße sind der unterste und zweite Stock zu vermiethcn und sofort zu beiiehcn______________________ 1993) Ein mobUrteS Zimmer zu ver- miekben. Mäusburg 9.__________________ 2699) Das von 4'errn Hoiger- Adv. Steinberger seither bewohnte Logis A. 121 Asterweg kann anderweit verm.e del und mit dem 1. Sept. I. I. bezogen ne) den. vermischte Anzeigen. 2752] Ein braves Kindermädchen wird auf fpfortmen Eintritt geiuchl. Neuen- bäuen Nr. 86. | 2751) <^in braves Dienst Mädchen tucht gegen hohen ! Vobn Carl Berg. 2747) Ein gut beleumundeter Arbeiter, der soioi t emtreten kann, gesucht. 9täheres K'anzlciberg B. 68, ebener Erde. 2733) Für eine kleine Familie wird gegen guten Lob« ein Tienstmädchen gesucht. Näheres bei Polizeidiener Egli). 2381) Einen Jungen sucht in die Vcbre F. Weinhardt, Schreinermeister. 2767) In der Näbe des Lindenplatzes wird eine Schauer oder sonst ein größerer Raum, der sich zu einem Magazin eignet, zu m-etben gesucht. Offerten abzugeben bei der Exped- b. Bl 2772) Für Dienstmädchen sind noch sehr gute Stellen zu besetzen. Auskunft citbcilt Frau Dienstmann Müller, Löwengasse. 2761) 2000 ft. sind gegen gerichtliche Sicherheit in hiesiger Stadt auszuleihen. Bei wem ? sagt die Exped. d. Bl. ß Für F-uhrhnlter. 3um Eiscnsteinsabren von (Snibe Eleo noie nach (ließen werden von jetzt ob auch fremde Fuhrleute zugelassen. 2768) Nr. 163 bat die goldene Uhr gewonnen. Bärrn, Polizeidiener. Lcbfiisvrrsiclimings- et Eispariiiss-Biink in Mullgarl. Per sicher ungsstond pr. Enke Mai 1874, 23050 Personen mit Rm 86,12",400. Bcrs-Summe Eingelaufene Anträge von Icnuar-Mai 1421 . . . . „ „ 6,7 9 620 gegen 1250 Anträge mit Rm 5,2*4,000 ini gleichen Zeitraum d s vorigen Jahres. Dividenden Veitbeilung vom 1. Juli ab 37 Procent der Piämie D>e bis jetzt eingetretene mäßige Sterblichkeit läßt für das Jahr 1874 wieder einen günstigen Abschluß ermatten. Wer im Monat Juni noch beitritt, Kat Antheil an dem in diesem Jahr sich ergebenden Ucberschuffe. 12763] Die Agenten: JE. Gail in (Hi sien. GUrtier, K'eioomlS Aetuar in Vauterbach Einladung Zu dem am 11. Inin d. I. zu Kirchhain statlsindendcn land- wiithschaftl. Kreißfrst, veibunb n mit Diedprämtirnng, Berloosnng und Verauctionirung von 10 Sluck Original-Simmenthaler und einigen Shoilhorn-Zuchlbullen und Kaidiniun wird bttrinu inunbiitbil eingeladen. (2707) Der lsudwirthschtisU. UereinMarburg-Kirchhain. Wghmmgs-Aiytige. Meine Wotumng beffr del sich jetzt an der ?choor zwischen Wallihor und Neustädter Thor (Ga• treib) im Hause deS Herrn! C. Bogel, parterre. Adolph Felchner, (2696) Univerfitäts-Musikdiirctor. Durch meinen Wegzug aus dem früher (S b c V scheu (Harten kann von heute an bei mir nicht mehr gebleicht werden. ^•iir das mir geschenkte Bertrauen bestens dankend, zeichne Achtungsvoll Theodor Stauten ft!rauch. (Hiesten, den 1. Juni 187'1. | Badcnburg. Sonntag den 7. Juni: Aoncert, auSgeführt von einer b. rühmten Musikkapelle. Cntr^e (» Kreuzer. Bemerkt wird noch, daß auch ein Kahn stets zur Der fügung siebt! _________ Todesanzeige. Allen Teilnehmenden die traurige Mittheilung, daß linier lieber Eorpßbruder Friedrich Westernacher, sind, jur., heule sD?orflen 5*/2 Ubr, am Typhus gestorben ifi. Gießen, den 5. Juni 1874. Corps Hasfia. 3 « : Heulser. Rrdaction, Druck und Veilag der Brühl^che llniv^Drucknei lFr. Cbr. Pietsch) in Hieben. rti’»*1 frf W t I rrr. 5 findenden Ei 2 v 2 Gu zick der unfäbi^eij fto- T< MfriSdi ^rum ju r. ®ie d"g-g. S* ® ( «'«ib fi9 M-n j """ben “nlfrtr ß bis in