>ge ,'bulfe ®srj“nb'« SRifa «- Geh. Ä *’«fm«nn :r; Frau con ^chtsiaih ?■ R°th S n6ra* ? SmmEiiuä CL®I' ®,nt: '"Schwan 'Z°K°nAz '“ ®-«ä3 ©legen. NR*I viertchährig 1 f. 12 ft. mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl- 29 fr. r Erscheint täglich, ztii Aus' nähme Sonntag-. Expedition: Tanzleibera, Lit. V. Nr. 1 Mnzeige- und Wntsötait für den Kreis Hiessen. l. °nu°r 1874 6eforflt Nr 3 Montag den 5. Januar ' S8V«. -SSMBHMBMWMBBBflBMMBMMBHiB IMIll'IMIIIIlliliilllllllWIllll.flroggaeaKM IlliM fl m f f i dj e r $ fj c t L ^Ubt Gje^kn. l d e. leicher dahier, des hiesig und Christine Wilhelmine '.‘ö Ferber, eheliche Tochter, ler aus Bischoffen, kreis ^s, Georg Bmz, ehelichtt hners zu Rockenberg, kreis OßHc^er Unwerfität^ = JRenh ' Friedrich, des verstorbenen iben und Gastwirth dahier, en!• December. Georg Löb, ein Sohn, Karl )en Bahn dahür, Heinrich reih, geboren den 10. Novbr. Ludwig Georg, ein Sohn, irer, Dr. Ferdinand Weifsen- November- lermcister, Karl Stohr, tir. Franz Gerbode, ein Sohn, i, Karl Straub, eine Tochler, lovember. Dibell aus Olbenrode, ein, Ober-Ofleiden, ein Sohn, er. Bürgers und Briestchers, T-, gestorben den 27. Deck Lransund Schneidermeisters, iben den 27. December. jngcn, Kr-'s Grunb-r». '« errchligt « Ob-wi-n. ÜÄÄ- December- ah, und Bahnarbkiter b* rosten. ^brauch bei bencn sie o? £lin|1® M-, 'süKK** mb 3iitK11 'S Schl-sielV windel, . Diabetes/ chwE^Auszug «■»*! chsucht. " anoen: 0^' W-LZ 6> fr., wovon jedoch eine jährliche Abgabe von 150 st. an den allgemeinen Pfarrverbesserungsfond für die evang. Kirche des Großherzogthums zu entrichten ist; die erste kath. Mädchenschulstette zu Heppenheim, im Kreise Heppenheim, mit einem jährlichen Gehalte von 550 st.; dem Kreisrath, dem kath. Stadtpfarrer und dem Gemeinderathe zu Heppenheim steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu; die erste kath. Schulstelle zu Klein-Auheim, im Kreise Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 500 st.; die mit einem Lehrer evang. Confession zu besetzende erste Knabenschulstelle an der Gemeindeschule zu Alzey, im Kreise Alzey, mit einem jährlichen Gehalte von 550 st.; die fünfte evang. Schulstelle zu Bad-Nauheim, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 550 st ; die «echste evang. Schulstelle zu Bad-Nauheim, im Kreise Friedberg, mit einem jährlichen Gehalte von 550 st. 8. Sterbefälle. Gestorben sind: am 14. December der pensionirte Gerichtsvollzieher Ignaz Heiser zu Wöllstein; am 15. Dec. der pensionirte Hofjäger Tobias Goth zu Lorsch; am 16. December der pensionirte Lehrer Franz Joseph Büchner zu Aschbsch; am 17. December der Oberförster Ludwig Haberkorn zu Windhausen. Berlin, 2. Januar. Der am 31. December hier eingetroffene Herzog von Edinburg reist heute nach Petersburg, wohin Lord .iugustus Loftus, der gestern Abend Berlin passirt hat, ihm vorausgereist ist. — Allgemein wird angenommen, daß, Angesichts des Art. 16 des Handelsvertrages von 1862 zwischen dem Zollverein und der Türkei, der Abänderungen nach vierzehn und Tarif-Revision von siebcn zu sieben Jahren zuläßt, die bezügliche Eröffnung der Türkei, die neueren Datums sein soll, nur Ab- Deutfcöfanö. Aus Oberheffen, 2. Januar. Die Wahlbewegung in unserer Provinz fängt mit Herannahen des Wahltages an, etwas lebhafteres Tempo anzunehmen. Im ersten oberhessischen Wahlkreis, der seither das unbestrittene Terrain des Herrn v. Rabenau war, soll sowohl ein ultramontaner, als ein socialistischer Gegenkandidat aufgestellt werden, (?) wenn auch ohne jede Aussicht auf Erfolg. In dem dritten Wahlkreis ist seitens der liberalen Partei ein Aufruf zu Gunsten des Professors Oncken zu Gießen erlassen worden; die orthodoxe Geistlichkeit dagegen wirkt mit größtem Eifer für den Grafen von Solms v. Lanbach. Da Herr Oncken nicht gesonnen sein soll, sich den Wäh-, lern persönlich vorzustellen (?) und Herr Graf Laubach keine besonderen An lagen zum Volksredner hat, wird der Wahlkampf äußerlich kein sehr heftiger werden; bei einigermaßen lebhafter Abstimmung hofft man jedoch Herrn Oncken durchzusetzen. Im zweiten Wahlkreis ist von fortschrittlicher Seite Dr. Schröder aus Worms aufgestellt, von ultramontaner Herr Rechnungsrath Back6 aus Darmstadt. Alle Local- und Kreisblätter sind mit Aufrufen für einen oder den andern der beiden Candidaten angefüllt, derjenige für Herrn Schröder trägt die bekanntesten und besten Namen der Wetterau, während für Backe 17 katholische Geistliche und einige unbekannte Bauern und Handwerker unterzeichnet haben. Herr Backö durchzieht seit einigen Tagen die katholischen Orte des Wahlkreises und hält Versammlungen, in denen er die Vertreibung der Jesuiten — der Besten der Katholiken — bejammert, den Leuten erzählt, die Milliarden seien — statt sie zur Steueraufhebung zu verwenden — in einer Festung aufgespeichert, um sie zu einem neuen Krieg zu verwenden und neue Mordwerkzeuge anzuschaffen. Seit dem Neuen Deutschen Reich seien die Blutsteuern gestiegen, alles sei theurer geworden, die Nahrungsmittel würden verfälscht, die Freiheit sei geknebelt und es gäbe kein Recht mehr im Deutschen Reich. Die Schulen sollten entsittlicht, die Civilehe, die „einem Viehhandel" gleiche; solle eingeführt, die Religion zu Grunde gerichtet und vom Boden vertilgt werden. Bei einer solchen Versammlung hat, wie der „Wett. Bote" berichtet, ein katholischer Geistliche jid) zu der Behauptung verstiegen, daß die katholische Kirche den Schutz des Staates und Gesetze gar nicht brauche. Die protestantischen Orte vermeide Herr Backe, allerdings wurden in dem einzigen, in dem der Versuch, eine ultramontane Versammlung zu halten, gemacht werden sollte, die geeigneten Versammlungslocale verweigert; seine Anhänger fordern aber auch die Mitglieder anderer Confessionen auf, denselben zu wählen, da er für das Rechte und die Freiheit des Volkes und den konfessionellen Frieden (!) eintreten werde. In den nächsten Tagen wird nun auch Herr Dr. Schröder in Vilbel, Butzbach, Friedberg, Altenstadt und Büdingen an Wahl- verfammlnngen theilnehmen und wird es ihm wohl nicht allzuschwer werden, den Verdächtigungen, falschen Versicherungen und nichtswürdigen Lügen der reichsfeindlichen Hetzer die gleisnerische Maske herunterzuziehen. An einen Wahlerfolg denken wohl die ultramontanen Agitatoren selbst nicht; es gilt wohl zumeist darum, eine politische Demonstration zu machen, d. h. zu zeigen, daß eö auch in Oberheffen so und soviel Leute gibt, die blind den Befehlen der Priester gehorchen und Rom und Papst höher stellen, als Kaiser und Reich. (Obschon der Artikel, der „Neuen Frkftr. Pr." entnommen verschiedene Un- Schweiz. Bern, 1. Januar. Auf Ansuchen deS Cardinals Antonelli hat die hie üesterreich. Pestl), 2. Januar. „Pesti Naplo" meldet: Das Antthens - Consor- ttum dürfte die Ostbahn-Prioritäten übernehmen. Der Minister-Präsident reist deswegen nach Wien. zu Büdingen und als solcher von seinen zahlreichen Schülern hoch verehrt, jänd-ruvg-n der letztgenannte« Art beabsichtigen kann und vor dem festgesetzten Ein gelstvoller Kenner des classischen Atterthnms, hat er sich ans diesem Ge- Termin nur zur Erleichterung der Unterhandlungen unternommen wird. biete »ameni ich durch se.ne vortreffliche Ueberseb-ing des Sophokles einen Posen, 2. Januar. Di- Meldung der ,,Nat.-Ztg." von der Anwesen- ehrenvollen Ruf erworben. Auch seine vielfachen Verdienste um d,c Sache „»..heil des Erzbischofs Ledochowski in Berlin ist unrichtig; die „Ostd. Ztg." serer evangelischen Kirchenreform deren liberaler, freilich nicht osflciell gewor-!theilt mit, daß der Erzbischof nicht verreist gewesen ist und auch jetzt sich hier dener Verfassungs-Entwurf von ihm herruhrt, sind noch ui frischem Gedächtniß. befindet. ' ’ H <5in ®clebrter »on umfaffendem Wissen und gesinnungsvoller Patriot, war er! Berlin, 2. Januar. Der „Reichs-Anz." macht di- Einberufung des ern sittlich, wie politisch durchaus makelloser Ehrenmann im wahren Sinnes Vundesratbs zum 6 Januar bekannt. des Worts und zugleich im Privatverkehr von höchst jovialem geistreichem Hu-! Wiesbaden/3. Januar. Der freisinnige protestantische Pfarrer mor. ©cm "denken wird von Allen, bte näher kannten, Schulern, Schröder in Freirachdorf, der vom Wiesbadener Consistorium abgesetzt worden Freunden und Angehörigen, mit verdienter Pietät bewahrt werden, und Schrei-,war, ist oom Cultnsminister sreigesprochen und in sein Amt wieder eingesetzt ber dieses gedachte bei der Nachricht von seinem Tode unwillkürlich an jenen worden. B P D°rs des Horaz, den er einst in der Prima zu Büdingen mit so viel Liebe «trafiburg, 3. Januar. Der ehemalige hiesige Maire Lauth hat sich rnterpreiirre. auf Ersuchen mehrerer hiesiger Einwohner zur Annahme einer Candidatur für _ _ Mul‘ls dte bonis flebihs occdit! den Reichstag bereit erklärt. Großherzoglich- Regierungsblatt Nr. 5, München, I. Januar. Di-Hiesigen ultramontanen Blätter haben 9 / ,, r, 3 t Sammlungen zur Bildung eines Wahl-Fonds eröffnet. 1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen, den 11 Ausschlag der directen Steuern und der Beiträge zu den Kosten der Staatsstraßen für das Jahr 1874 betreffend. 2. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Organisation der Haupt steuerämter betreffend. 3. Ordensverleihungen. 4. Namensveränderungen. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- gnädlgst geruht: am 22. März den Oberst ä la suite des ersten Infanterie- Regiments und zweiten Inhaber des zweiten Dragoiier-Regiments, Prinz Hein- dmcrüm. sige französische Gesandtschaft, wie sie dem Bundesrath officiell mitgetheilt hat, Lissabon, 2. Januar. Heute sind die Cortes durch den König eröffnet das Archiv der von dem letzter« aufgehobenen päpstlichen Nunciatur, deren Sitz worden. Die Thronrede erwähnt der freundschaftlichen Beziehungen zu den bekanntlich Luzern war, in Aufbewahrung genommen. Dieser Freundschafts- auswärtigen Mächten, constatirt die im Innern herrschende Ruhe und die fort- dienst der französischen Regierung hätte an und für sich nichts Auffallendes; schreitende Entwickelung des Landes, und spricht die Hoffnung auf die Her- daß aber der heil. Stuhl das Archiv überhaupt in der Schweiz läßt, deutet stellung des Budget-Gleichgewichts aus. Die Thronrede hebt besonders das auf seine Absicht, die diplomatischen Beziehungen mit dem Bundesrathe bald, freundschaftliche Verhältniß zu den Regierungen von Großbritannien und des wieder anzuknüpfen, in welcher Richtung sich die Vermittlung des Grafen Chau-I Deutschen Reiches hervor. dordy, des neuen französischen Gesandten, dessen Ankunft dem Bundesrathe jetzt' bestimmt auf den 2. Januar angesagt ist, zu Gunsten Roms zunächst bemerkbar machen dürfte. — Der Bundesrath beauftragte in seiner Sitzung vom 29. December das eidgenössische Justiz- und Polizei Departement mit Prüfung der Frage, ob nicht die Cantone, in denen die Verdingung von Kindern als Dienstboten nach Ungarn und Rußland vorkommt, zu gesetzgeberischen Maßregeln gegen solchen Kinderschacher zu veranlassen seien. — Der russische Gesandte, Fürst Gortschakow, hat drei Monate Urlaub erhalten. Während seiner Abwesenheit besorgt Herr Glinka als Geschäftsträger die laufenden Angelegenheiten. Bern, 3. Januar. Der Regierungsrath von Bern beschloß auf den Antrag der Kirchen-Direction die sofortige Aufhebung des Klosters der Ursulinerinnen in Pruntrut. New - ?)ptf, 2. Januar. Die Vermehrung der Staatsschuld im Dc- cember beziffert sich auf 8,453,000 Dollars. Im Schatze sind vorhanden 91,479,000 Dollars Gold und 4,278,000 Dollars Papier. New-Aork, 2. Januar. Ein feierliches Decret der Republik Ecuador weiht diesen Freistaat „dem heiligsten Herzen Jesu", bestimmt einen Tag im Jahre als Feiertag zu Ehren des Herzens und verfügt, daß in allen Kirchen des Landes dieses hochwichtige Ereigniß durch eine goldene Inschrift verewigt werde. Ein anderes Decret wirft dem Papste eine jährliche Rente, 10 pCt. aus dem Zehent, aus und weist die Staatskaffe an, dem „Gefangenen im Vatican" ohne Säumen 10,000 Pesos als Geschenk zu übermitteln. Eine solche Muster-Republik läßt sich der Syllabus gern gefallen. /raakreich. flften. Paris, 3. Januar. Der „Temps" hat eine Privat - Depesche aus Madrid erhalten, welcher zufolge sich die Cortes mit einer Majorität von 120 Stimmen gegen die Negierung Castelar's ausgesprochen und Castelar seine De- misston gegeben habe. Bayonne, 2. Januar. General Moriones hat Santona verlassen und marschirt auf Bilbao. Die Carlisten haben die Häfen von Castrelia besetzt. Ein Zusammenstoß beider Armeen scheint bevorzustehen. Penang, 31. December. Die Expedition zur Züchtigung des Nadja Peclir hat die Dörfer des Gebietes zerstört und Gefangene gemacht. Die Es- cadre kehrt heute zurück und geht morgen nach Atschin ab. Auf Seiten der Holländer sind zwei Todte und neun Verwundete, darunter ein Officier, verloren. Vermischtes. atafieiL Neapel, 3. Januar. Ans dem Innern des Vesuvs ist dumpfes Grollen vernehmbar. Der Astronom Palmieri meldet aus seinem dortigen Observatorium, er halte einen bedeutenden Ausbruch des Vesuvs für nahe bevorstehend. Spanten. Madrid, 2. Januar. Cortes-Sitzung. Castelar verliest eine Botschaft, in welcher er den Bürgerkrieg mit den Insurgenten in Cartagena und mit den Carlisten berührt, zu dessen Bekämpfung eine zeitweilige Suspension der Volksfreiheiten, Entfaltung aller politischen Kräfte in der nationalen, nicht von einer Partei begründeten Republik, und Einberufung neuer Reserven, sowie die Bildung einer nationalen Miliz erforderlich sei. Die Kosten der Kriegführung während der Unterbrechung der Session beziffert die Botschaft auf 400 Millionen Realen. Die Botschaft erwähnt^dann als dringend nothwendige Reformen den obligatorischen unentgeltlichen Schulunterricht und Aufhebung jeder Art von Sclaverei in den spanischen Colonien, verheißt die Vorlegung der auf die „Virgiuius"-Angelegenheit bezüglichen Documente, constatirt den Fortschritt der Befestigung dec Ordnung und schließt mit einem Aufruf an alle liberalen Parteien zur Begründung einer progressiven Republik auf der breitesten Grundlage. Madrid, 3. Januar. Das Ministerium Castelar ist in zwei Cortes- Voten unterlegen. Der General -Capitän von Madrid, Pavia, hat die Ver- sammlung aufgelöst und den Cortes-Palast besetzt. Es heißt, das bisherige Ministerium werde die Geschäfte einstweilen noch weiterführen. Portugal Lissabon, 1. Januar. Nach einem Telegramm aus Honkong vom gestrigen Tage hat die portugiesische Regierung den Kulihandel in Macao verboten , eine Maßregel, für welche ihr der Dank der civilisirten Länder gebührt. Der Menschenschacher, wie er in Macao getrieben wurde, war ein Schandfleck sowohl für die Handelshäuser, welche sich mit ihm beschäftigten, wie für di. Behörden, welche ihn duldeten. In Macao selbst und den angrenzenden chinesischen Bezirken hat sich nun freilich von weiten der durchkreuzten Interessen ein Schrei der Entrüstung erhoben, da das Verbot jener Abart von Sclaven handel eine große Anzahl Portugiesen und Chinesen gewinnbringender Beschäftigung beraubt. _________________________________ Mülhausen, 24 December. Wie schlimm die Sachen in New-Dork und überhaupt in Amerika gegenwärtig für die Ausgewanderten stehen, zeigt ein Brief vom 6. December, den ein Mülhauser von New-Aork aus an seinen Vater geschrieben und wovon uns Einsicht zu : nehmen erlaubt wurde. Nach diesem Brief befinden sich augenblicklich in New-Aork über . 100,000 Arbeiter ohne irgendwelchen Verdienst, und dieses Schicksal theilen fast alle ausgewan- derten Elsässer. Die Stadt hat sich veranlaßt gesehen, Suppen- und Gemüsekochanstalten auf .allgemeine Kosten zu errichten, um die hungernden Menschen zu speisen. Da auch große Bank- ! Häuser ihre Zahlungen eingestellt haben, können auch vermögliche Leute häufig nicht zu ihrem ■ (Selbe kommen, wodurch die Calamttät auch auf die wohlhabenden Classen drückt. Die meisten .. 'in den letzten Jahren ausgewanderten Elsässer und namentlich die Mülhauser bereuen bitter, ihr Land verlassen zu haben, und würden in Masse zurückkehren, wenn ihnen die Mittel dazu nicyt mangelten. Der Brief führt die Namen vieler Mülhauser an, deren Elend als herzzerreißend . geschildert wird. Bromberg, 25. December. Ein auswärtiger Gutsbesitzer behandelte in einem hiesigen kleineren Kleidergeschäfte kürzlich einen Livröerock für seinen Bedienten. Als Käufer und Verkäufer Handels eins waren, bezahlte der Gutsbesitzer den Hänvler in Papiergeld, welches er aus der Seitentasche seines Nockes zog. Nach einigen Stunden erschien er aber wieder, sich eilends bei dem Händler erkundigend, ob er in seinem Laden etwa einen 500-Thalerschein, den er hier verloren hätte, gefunden habe. Der Händler verneinte dies unter den lebhaftesten Betheuerungen. Man suchte an der Stelle, wo der Rock behandelt worden war, und stehe da, da lag zum Theil in Schmutz getreten jener 500-Thalerschein. Wer war vergnügter und froher als der Besitzer! Vor Freude überreichte er dem jüdischen Händler — eine Cigarre! (Eingesandt.) Gießen, 5. Januar. Sonntag fand im Leib'schen Saale die zweite Zauber-Soir6e des Herrn Oscar Meunier bei ausverkauftem Hause statt. Was wir über die Vorstellung berichten können, ist nur Lobenswerthes. Herr Meunier zeigte neue Experimente mit größter Eleganz und Sicherheit, und können wir uns nur allem bisher gehörtem Lobe anschließen. Da mehrere Aufforderungen von Seiten des Publikums ergangen, noch eine Vorstellung zu geben, so findet Dienstag den 6. eine Benefiz-Vorstellung für i bie beliebte Euphoniums-Concertistin Berthalda Meunier statt. Wir hoffen, daß genannte Dame guten Zuspruch haben wird. Es ist ein seltener Genuß, dieses Instrument von einer Dame spielen zu hören, und mit welcher Fertigkeit es ausgeführt wird. Außerdem ist Frl. Berthalda Meunier eine liebliche Erscheinung, und legte bei derselben eine beinahe mädchenhafte Schüchternheit an den Tag, zeigte sich auch immer bereitwillig, zu wiederholten Malen zu spielen, und können wir zu ihrem Benefiz nur gewählte Sachen für das schwierige Instrument hören. Zum Schluß machen wir noch Kunst- und Musikfreunde ganz besonders auf die Benefiz-Vorstellung aufmerksam. Frachtbriefe für die Mam-Weser-Bahn (neues Formular) , Cöln - Mindener und Oberhessische Eisenbahn, sowie fämmtliche zollamtlichen Formulare, sind zu haben bei Wilhelm Klee am Markt. nriflememer flnjftfler. Besondere Bekanntmachungen. Bberhessische Eisenbahnen. 25) Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntntß, daß mit dem 1. k. Mts. zu den Tarifen für den Hannover - Bayerisch- Oesterreichischen Verband neue Dienstbefehle in Kraft getreten sind. Durch dieselben werden verschiedene Tarifnachträge eingeführt, welche durch die Aufhebung der bisherigen Rcichsmeile als Entfernungsmaaß veranlaßt wurden und können bei unseren sämmtlichen Güterexpeditionen eingesehen werden. Gießen, im December 1873. Die Direktion. Bekauntmachu ug. 65) Im Firmen - Register des unterzeichneten Gerichts sind folgende Einträge vollzogen worden: 1) am 9. v. M: Die Firma: „Heinrich Groos" zu Lang-Göns ist erloschen; 2) a m 10. v. M.: Desgleichen die Firma: „Bnsch Söhne, Nehmeyer & Jughardt" zu Gießen; 3) am 11. v. M-: Desgleichen die Firma: „Ehr. Schmal!" daselbst; 4) Eodem die Firma: „Bernhard Beyfuß" daselbst; 5) Eodem desgleichen die Firma: „L. Keßler" daselbst; 6) am 16. v. M.: Desgleichen die Firma: „Balth. Spruck" daselbst; 7) am 24. v. M.: Desgleichen die Firma: „Salomon Heichelheim" daselbst; 8) am 29. v. M.: Desgleichen die Firma: „H. I. Köhler" daselbst; 9) am 30. v. M.: Desgleichen die Firma: „Christian Scharmann" daselbst; 10) am 31. v- M.: Desgleichen die Firma: „L. F. Handwerk" daselbst; 11) Eodem desgleichen die Firma: „Müller & Habenicht" daselbst; 12) unterm Heutigen: Ludwig Köhler, i Hermann Jacob Köhler u. ) zu Gießen Joseph Köhler ) betreiben daselbst seit 1. l. M. »für gemeinschaftliche Rechnung unter der Firma: „Gebr. Köhler" eine Holzhandlung mit Holzschneiderei. Jeder der drei Geschäftstheilhaber ist befugt, die Gesellschaft zu vertreten und die Firma zu zeichnen. Gießen, den 2. Januar 1874. Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Bötticher. Versteigerungen. 63) Mittwoch den 7. Januar d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen in dem Nebenbaue des Hrn. T h. W o d e in den Neuenbäuen die zu dem Nachlaß des Dienstmanns Neidel dahier gehörigen Mobilien, bestehend in Sophas, Tischen, Stühlen, Schränken, Kommoden, Bettladen, jBettwerk, Weißzeug, Herren- und Frauenkleidern, ein Ofen, Haus- u. Küchengeräthe aller Art meistbietend versteigert werden. Gießen, den 5. Januar 1874. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Jughardt. S emmler. 62) Dienstag den 13. Januar d. I., von Nachmittags 1 Uhr an, wird mit der Versteigerung der zurückgesetzten Eisenwaaren in der früher Win- decker'schen Oelmühle in der Kaplansgafse der Anfang gemacht und sollen Werkzeuge aller Art, Schlösser, Feilen, Nieten, Schrauben, Schaaren, Sensen, Strohmesser, Schippen, Spaten u. alle möglichen Klein- eisenwaaren versteigert werden. Bis zum Tage der Versteigerung findet noch ein Verkauf aus der Hand statt. Gießen, den 5. Januar 1874. In Auftrag: S e m m l e r. Cafe Leih 67 an Kr.ü. Heute Ranz neues Programm. Carl Deines. Zu I hi der unterteilt Herreuzugstiefei Kreiling Wtiw. am Kreuz. Vermischte Anzeigen. Capitalausleihung Das Auflage 4100. Troß-B fl Die Expedition. e 5r- Offerten krkheilt Das Nähere Rcichersand C. 94. r. Cbr Pietsch) (n Gießen. f l b i r u 9 st f L 3i E b e' Diejenit ßmetion vom 2( 152. 153. 154 i v Außerdi Bei Ni' Zur gcfl. Bcachlung. Portotarife der Kaiser!. Post mit An gäbe fämmtlicher im Umkreis von 10 geo: graphischen Meilen um Gießen belegenen Postan ftalten. sind in der Erped. d. Bl. ä 6 kr. pr Stuck zu haben. Tie Bc bis zum 1. Kbr Mil bei Ausnahi Hiebet verliehen disponibel gebliel In letzte theiligte Militär; Gesuche ^Mission zu ri Darmstc d e e d n vin neh Te soc fid ein ort Sc ler lag we du bei D an die th ha W tei M Fc M ste fä' Ri gl ti ri> ka Pi in de dc d. d. C v< b re D w d b blnnen 3 bis 4 Stunden vollstän V^rrafctüf^ «ötrneHflClCe |btg schmerz- und gefahrlos; ebenso sichel )5049) empfiehlt Emil Fischbach, j beseitigt auch Bleichsucht und Flechten ---------------------- funk zwar brieflich Voigt, Arzt zu Crov- penstedt sPreußen). II. 01. (29) 7) Amerikanisches Schweineschmalz >. empfiehlt Gg. Wilh. Weidig. j1 in*1 *|. «rH«* 1 st- ** Vermiethungen. _,^O) Ein Laden mit W'hnung bis April 1871 zu oermiethen. 66) Eine pcrfectc Köchin (evang.) gegen hohen Lohn nach Auswärts gesucht- Näheres Um den vielseitigen Wünschen, welche an mich ergangen sind von ©er ten hochgeehrten Publikums noch eine Extra-Vorstellung geben zu wollen, )o fühle ich mich veranlaßt denselben nachzukommen und zeige hiermit ergebens! an, daß morgen, Dienstag den 6. Januar unwiderruflich die letzte, und zwar Benefiz-Vorstellung für die Euphoniums-Coneertistin Bcrthalda Meunier stattfinden wird, und erlaube mir hiermit ein hochgeehrtes Publikum zu Gießen zu recht zahlreichem Besuche einzuladen. I Oscar jTMeunier. mit Doppelsohlen, fein und dauerhaft, 1 ä Paar 3 Thlr., versendet gegen Nachnahme oder Franko Einsendung des Betrages (7416) G. Traugut in Fulda. (5385) M3 M 2lnj«igcrO ! (ii jcht iioii f« zur allgemeinen Gießen, Zur erfolgreichen Verbreitung non Anzeigen in Eberbeffen, n amentlid) unter ber wohlhabenden Bevölkerung der Wetterau Fann das m Friedberg wöchentlich dreimal erscheinende Blatt # WB Werben* 4566) Zu oermiethen ein geräumiger Laden tn Lit. B. 21. sichere Hilfe für Männer! Zni Nervensystem Zerrüttete und Ge- schwächte finden Trost und Nettung durch daS Buch: Ur Retaii’s SelbBtbewahrung." Mit 27 Abbildungen. Pr. 1 fl. 45 kr. Bisheriger Absatz: 74 Auflagen oder 225,000 (sremplare! 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Dieselbe istamtlichcsOraa» für die ^^^imachungell der Behörden des Kreises und wird, wie seither in möglichst i obre uver Weise die wichtigsten politischen Nachrichten schnellstens ihren Lesen vörfüb m . Insbesondere wird sie auch fortdauernd die Verhandlungen bet er en unÄten b"' Landstande sowie ferner das Wichtrnste ausden Verhandlu! gen im preüßi- U/u Meo dneteu- und Herrenhause, im Bundesrathe und im Reichstage mittheilen, des engeren und weiteren Vaterlandes, sowie den localen Angelesen- 1nhC unb Umflegenb, wird sie besondere Beachtung widmen, und bie0(s'oiivfe um^Äe?^lgC1^.ar'Crf5la■:^wie Wechsel- und Geldcourse rasch und vollständig 'Nitthetlen, auch täglich einen Börsenbericht bringen. voujianoig Das Unteryaltungsblatt ?.nbJmr-«ä6reJl.b Original - Erzählungen und Novellen, gediegene Autläde ^Otl^pbrfchkN, historischen und naturwissenschaftlichen Inhalts i-itereff mt? Mlsc-llcn und die Theater-Anzeige der Frankfurter Bühne ImB- “ ' " fInteresse hat an all' den wichtigen Vorgängen auf dem Gebiete des nnHH- Idjen, religiösen und socialen Lebens und nicht geneigt ist, täglich größere Äitnno n »der einseitige Partei - Organe zu lesen, dem bittet die Offenbacher Zeitung a^en bdisn? Cnn«™rrf 'n ?° "ständigen Ersatz. 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Es ist gleichzeitig das Organ für die amtlichen Bekanntmachungen des Großherzogl und eignet es fid) durch seine Verbreitung zu Inseraten jeder Art welchen es durch seinen großen Leserkreis den besten Erfolg sichert. Unterhaltung wird durch spannende Novellen von anerkannt tüchtigen Schriftstellern ae- Boten «ne auch den localen Nachrichten eine gan besondre Sorgfalt a - rotbmet wirb. Annoncen werben von bet Expebition, sowie voi, allen solidm Abonnementspreis burch bie Post bezogen 59 kr. pr. Quartal. Brannkohle», _____________________________ wieder in allen Sorten vorräthig und $ein geflehte Raffinade, Ci- (“T'J±r. Zeit gegen Baarzahlnng »'«>;* "™.«'«■ 6.ÄIKÄÄK:..,« Ceylon-Ztmmk, sowie feinstes Heffenbrücker Hammer. Blnthenmebl empfehlen '(26) Die Verwaltung. Die Expedition des Oberhessischen 21 nreiger H. i mQ?lt!e^1 ^^llaen Fabnk-Gcschäfte. —----------9 ö___ 1 Anträge befördert die Expcd. d. Bl. ^baction, Drl.ck und Verlag der Brühl'schen Univ.-Druckerei sF Glas. 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