yrril vierteljährig 1 fl. 12 fr. Vringerlohn. Dirrch bit Post bezogen vierteljährig 1 fl- 29 fr. Gießener Anzcigtr. Erscheint täglich, mit Sui- nähme SonntagK Expedition: Lanzletbrro, Lit. V. Rr. 1 Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen. Nr. 2 Samstag den 3. Januar 18WL Brodpreife vom 3. bis 10. Januar 1874, nach eigener Erklärung der Bäcker: 2 Kilo gemischtes Brod 24 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 12 fr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 21 fr., zweite Sorte 17 fr. Deutschland. Darmstadt, 2. Januar. Die „Darmstädter Zeitung" dementirt formell die Mitthcilung aus Petersburg, daß die Seefahrt, welche der Großfürst Alexis Alexaudrowitsch im Frühjahr antreten wird, durch Familien-Mißhellig- feiten veranlaßt sei. Berlin, 31. December. Wie man hört, soll das Verfahren gegen den Erzbischof Ledochowsfi so viel als möglich beschleunigt werden, da die Regierung selbst einsieht, daß dieses Häufen von Geldstrafen nicht dazu beiträgt, dem Volke den Ernst des Kampfes, welcher zwischen der Regierung und der höheren fatholischen Geistlichfeit entbrannt ist, vor Augen zu führen. Immerhin aber dürften doch wohl mehrere Wochen vergehen, bis das Urtheil gesprochen werden fann. Was die Weigerung des Erzbischofs, ein Mandat anzunehmen, anbelangt, so glaubt man hier, daß dies nicht allzu ernstlich gemeint ist und daß der Herr Erzbischof sehr gern ein Mandat annehmen wird, um gleich bei dem Zusammentritt des Reichstages eine Einstellung des gerichtlichen Verfahrens beschließen zu lassen. Berlin, 1. Januar. Das Kronprinzen-Paar und die übrigen Mitglieder des föniglichen Hauses machten heute Mittag dem Kaiser Gratulations- Besuche. Eine große Volksmenge war vor dem Palais versammelt. Nach der Wiederabfahrt der hohen Herrschaften erschien der Kaiser am Fenster und wurde von der Volfsmenge durch Hüteschwenfen enthusiastisch begrüßt. Der Kaiser danfte wiederholt, sich nach allen Seiten verbeugend. Posen, 31. December So eben pfändete der Executions-Jnspector König beim Erzbischof Ledochowsfi wegen der Strafe von 2229 Thalern die letzten gepfändeten Mobiliarbestände; weitere Pfandobjecte sind nicht vorhanden und die noch zu zahlenden Strafen belaufen sich auf 16,000 Thaler, so daß die Verhaftung bevorsteht. Breslau, 1. Januar. Der „Schles. Volkszeitung" zufolge hat der Ober-Präsident von Schlesien den Fürstbischof wegen Nichtbesetzung der Pa- rochie Brodlowitz im Kreise Tarnowitz mit einer Strafe von 200 Thlrn. belegt und demselben zugleich angezeigt, daß durch Verfügung des Cultusministers der Gehalt des Fürstbischofs von 12,000 Thlrn. vom 1. Januar ab so lange gesperrt bleibt, als der Fürstbischof die Parochie nicht nach Maßgabe der Mai-. Gesetze besetzt. Gleiwitz, 23. December. Heute wurde, wie der „Schles. Volkszeitung" telegraphisch gemeldet wird, der Kirchthurm der katholischen Pfarrkirche polizeilich geöffnet, um auf Befehl der königlichen Regierung zu Oppeln beim Be- gräbniß eines Altkatholiken das pfarramtlich verweigerte Trauergeläute auszu- sühren. Excesse sind nicht vorgefallen. Stuttgart, 30. December. Der „Nat.-Ztg." wird geschrieben: „Es sollen Verhandlungen mit Berlin schweben, um einige Aenderungen an der Militär-Convention herbeizuführen. Was den König an dem jetzigen Verhältnisse vor Allem unangenehm berühren soll, ist, daß der commandirende General an der Spitze seiner Truppen nicht den stammeseigenthümlichen zweireihigen, sondern den preußischen einreihigen Waffenrock trägt. Eine Beruhigung der Gemüther wird also erst eintreten, wenn der Kaiser den hieher comman- dirten preußischen Officieren gestattet, den doppelreihigen Waffenrock zu tragen. Gibt Preußen in diesem Punkt nach, so zweifle ich nicht, daß der König bereit sein wird, in vielen andern Dingen Concessionen zu machen, die man hier weniger.ernst nimmt, die aber in Berlin für wichtiger gehalten werden dürften, als der Schnitt des Waffenrockes." Schweiz. . Genf, 2. Januar. Bei der gestrigen Besitz-Ergreifung der Kirchen Seitens der Altkatholiken fanden in der Vorstadt Carouge Ruhestörungen statt. Ultramontanen haben unter Leitung eines Herrn Deprange ein Comite eingesetzt, welches wahrscheinlich mit Schritten bei der Bundcsbehörde beauftragt ist. Der Maire von Carouge soll demissionirt haben. Frankreich. Paris, 31. December. Der „Courier du Havre" meldet, Fürst Bismarck bestehe auf Ernenuung Dr. Bamberg'^ zum Consul in Havre. — Mac Mahon hat heute Chigi empfangen, der ihm seine Ernennung zum Cardinal ankündigte. — Der Phare de Dunlerque ist wegen falschen Nachrichten über die Beziehungen Frankreichs zum Auslande unterdrückt worden. Paris, 31. December. Kirchliche Händel, in denen die Negierung jedoch eine gar klägliche Nolle spielt, bezeichnen auch in Frankreich den Schluß dcs Jahres. Die Orenoque-Frage, die bei der Interpellation des Generals du Temple unfehlbar zn lebhaften Scenen führen wird, sodann die Vortritts- Frage, die der Erzbischof von Paris aufgeworfen, vor Allem aber die Frage, ob der Cultusmin'ster blos ein Rundschreiben für die Herren v. Arnim, Nigra und Kern verfaßt und es den Bischöfen nicht ossiciell, vielleicht gar nicht mit- getheilt hat, wie „Univers" behauptet, beschäftigt die Blätter. Man verlangt eine Erklärung im „Journal officiell." Gegenüber den Anschuldigungen der ultramontanen Presse, die republikanischen Blätter vertheidigten die Politik des Fürsten Bismarck, wenn sie gegen die Hirtenbriefe der französischen Bischöfe Maßregeln forderten, antwortete Siecle: „Wir vertheidigeu jetzt die französische Politik aller Zeiten und aller Regierungen, tye Politik, welche die der Monarchie selbst jedesmal war, sowie die französische Monarchie von Patrioten und Staatsmännern geleitet wurde. Schreibt sich denn die Anwendung der weltliche - Gerichte, deren Erinnerung man dieser Tage wachgerusen, nicht von einem großen canonisirten König her, der unter den Heiligen unseres Kalenders eine Stelle einnimmt? So verändert sich Alles mit der Zeit! Unsere Monarchisten, unsere vorgeblichen Conservativeu sind diejenigen, die jetzt bei polU tischen, socialen und religiösen Fragen es nicht über sich bringen können, nicht an den Grundlagen unseres öffentlichen Rechts zu rütteln." Paris, 1. Januar. Der Neujahrsempfang durch den Präsidenten der Republik verlief ohne besonderen Zwischenfall. Der Präsident hielt keine besondere Ansprache. — Die -„Agence Havas" dementirt die Nachricht von der Abberufung des Kriegsschiffes „Orenoque" von Civitavecchia. Weder bezüglich des Schiffes noch betreffs der dem Commandanten von der vorigen Regierung gegebenen Instructionen sei eine Aenderung beabsichtigt. Paris, 31. December. 60 Galeeren - Sträflinge, die in Cayenne für Deutschland optirt haben, sind in Toulon ausgeschifft worden und werden diese Woche den preußischen Behörden übergeben werden. Versailles, 31. December. In der National-Versammlung legt der Kriegsminister einen Antrag vor, die Prinzen von Orleans, welche bis jetzt nur auf einen provisorischen Titel in der Armee zugelassen sind, auf einen desinitiven zugelassen. — Auf verschiedene Artikel werden neue Auflagen angenommen. — Ricard verlangt, eine Interpellation stellen zu dürfen in Betreff der Behauptung der Presse in denjenigen Departements, welche dem Belagerungszustände unterworfen sind. England. London, 30. December. Das indische Amt veröffentlicht heute die letzte Depesche Lord Northbrook's vom 26. d. aus (Mcutta über die Hungers- noth in Bengalen. Leider ist ihr Inhalt um nichts weniger düster als die früheren Nachrichten über das langsam, aber sicher heranschreitende Unglück. Der Refrain der Berichte über die einzelnen Districte besagt fast regelmäßig, daß Erndteaussichten im Frühling noch immer vom Winterregen abhängig wären, oder der Ertrag der Wintererndte hier und da derselbe sei, d. h. hinter den Bedürfnissen meilenweit zurückbleibe. Wie weit des Vicekönigs Getreidean- käufe gediehen, ist bis jetzt noch unbekannt. Daß dieselben aber mit Macht betrieben oder wenigstens deren Möglichkeit gesichert ist, darf man aus der That- sache des ungehindert fortdauernden Getreide-Exports schließen. Oder sollte wohl Lord Northbrook die Existenz von Millionen auf die trügerische Karte eines national - öconomischen Grundsatzes stellen und hoffen, daß der Bedarf mit der Zeit die exportirte Nahrung wieder auf die indischen Märkte zurückwerfen werde? Das Wagestück wäre außerordentlich, und im Falle es gelänge, ein Triumph der Wissenschaft; in allen Fällen aber von einer ziemlichen Gewissenlosigkeit nicht freizusprechen. „Reißexporte flott" besagt ein Telegramm aus (Mcutta. Daneben soll in Tirhoot und Chumparun, nach einer Angabe der „Bombay Gazette", der Preis des Reißes schon die Hungersnothhöhe erreicht haben. Das verbrauchte Bild vom Tantalus kommt unwillkürlich in den ^Sinn und die Feder. Lord Northbrook hat die Zemindars nochmals um ihre Meinung befragt; sie ging dahin, daß 60 Millionen Menschen an viermonat- lichem Nahrungsmangel leiden dürften. Eine einzige Tonne Reiß kann nur zehn Hindus während sieben Monaten erhalten; es müßte also der zu beschaffende Vorrath auf beiläufig zwei Millionen Tonnen zu beziffern sein. Be^ kanntlich halten viele indische Staatsmänner das Hebel überhaupt für unabwendbar, wenn sie natürlich auch einstweilen diese Ansicht im Busen bergen. In England jedoch ist man weniger schicksalsergeben, und daher wimmeln die Zeitungen von vielen gutgemeinten Vorschlägen, die sich auf dem Papiere höchst praktisch ausnehmen. Ihre Ausführbarkeit aber scheitert immer an dem Mangel an Trairsportmitteln. — Bei den geringfügigen Erfolgen, welche die Engländer bis jetzt an der Goldküste errungen, klingt es etwas komisch, wenn die „Times" nunmehr Felsing, Fabrikant Bender, Frau Schreiner Volp. kümmerte, heitere Stunden verschafft es sicherlich Jedem. K, Die Neue Börserizeitung hat unter den Privatcapitalisten in ganz Deutschland die größte Verbreitung gefunden, weil die Promptheit nnb Parteilosigkeit, mit der sie den Abonnenten auf ihre Anfragen in der Zeitung und auch brieflich Rath crtheilt, Viele vor Schaden bewahrt und Vielen großen Gewinn gebracht hat. Sie ist unter allen Börsenblättern Berlins bic größte und billigste, kostet nur 1 Thlr. 20 Sgr. vierteljährlich und ertbcilt ihre Rathschlagc bereitwillig und unentgeltlich. Auch besorgt sie ihren Abonnenten Ankauf und Verkauf von Börsenpapieren vortheilhaft und billig. (Eingesandt.) Gießen, 2. Januar. Herr Meunicr eröffnete am 1. Januar sein im Leib'schen Saale errichtetes, geschmackvolles Zaubcrtheater. Was wir über die stattgefundcne Vorstellung zu sagen haben, vermag das an gleicher Stelle über Herrn Meunier bereits andererseits geäußerte Lob wohl nicht zu übertreffen. Deshalb beschränken wir uns auf wenige Bemerkungen. So weisen wir zunächst darauf hin, daß man die an dergleichen Künstlern gewohnte Behendigkeit und Schlagfertigkeit bei Genanntem in vollem Maße findet. Seine Experimente mit Nobleffe und Leichtigkeit vorführend, als bedürfe es zu ihrer Ausführung fast keines Aufwandes an Geschick, Mühe und Geduld, weiß der Prestidigttateur auch durch lebens- und witzvollen Vortrag, durch beinahe bcneidenSwerthe Beredtsamkcit seine Zuschauer in rastloser Aufmerksamkeit zu erhalten und aus einer Ueberraschung in die andere zu versetzen. Gleich als huschten geheime Geisterchen und neckische Kobolde an ihm vorbei, so fühlt sich der Beschauer bald zum Staunen, bald zum herzlichen Lachen angeregt, und für manchen läge wahrhaftig der in unserer Zeit abgcthane Glaube an Zauberei sehr nahe, wenn der „Meister" nicht selbst mit Offenheit versicherte und mit natürlicher Anmuth faßlich darlegte, daß eben alles Täuschung, und Geschwindigkeit keine Hexerei sei. Dann gedenken wir noch der Vorträge von Fräulein Berhalda, die ihrem Euphonium (dem aus vielen Gläsern bestehenden Instrumente) ganz liebliche Klänge in bekannten Weisen abzulocken und sich reichen Beifall zu erringen weiß, um uns schließlich den Wunsch zu gestatten, die noch folgende Vorstellung (am Sonntag) im Zaubcrtheater von einem größeren Publikum besetzt zu sehen. Ein paar unbe- auf Kumassie mit aller Energie fortgesetzt werden. Spanien Madrid, 31. December. Don Carlos ist mit den navarrestschen Bataillonen und einem Theile der alavesischen am 28. d vor Zumarraga und Vergara in der Richtung von Bilbao vorgerückt. Die Vertheidiaungsfähigkeit und die Verproviantirnng von Portngalcte und Fort Desierto, die von den Carlisten bedroht sind, gelten für gesichert. Die Carlisten haben 50 Kanonenschüsse gegen Portugalete abgefeuert und lenkten gestern ihr Artilleriefeuer gegen das Fort Desierto. Die Vorposten der Carlisten stehen in Sicht von Castro Oe Urdiales, bis wohin Moriones vorgerückt ist. — Gestern fand ein heftiger Brand in Cartagena statt, der mit einer Explosion endigte. Man glaubt, eine Fregatte sei verbrannt. — Eine Versammlung von Generalen hat gestern über die militärische Lage im Norden beralhen. Serrano verlangte die Rückberufung des Generals Moriones. Madrid, 31. December. Die Junta für die öffentliche Schuld hat sich in einem Erlaß für die Zulassung der Deponirung der am 31. December fällig werdenden Coupons bei der Subscription auf die neue Anleihe ausgesprochen. Madrid, 1. Januar. Die gestrige Feuersbrunst in Cartagena hat an Bord der Fregatte „Tetuan" stattgefunden, welche gesunken ist. Literarisches. Die ^Gartenlaube" wird dem Vernehmen nach für den Jahrgang 1K71 ein sehr reichhaltiges Programm aufstcllcn. An Erzählungen werden eine Novität von E. Marlitt, „Die zweite Frau," eine desgleichen von E. Werner, „Gesprengte Fesseln," und Novellen von Alfred Meißner und Leviug Schücking u. A. in Aussicht gestellt. Daneben sind unterhaltende und belehrende Artikel, thellweise mit Illustrationen, zu erwarten, unter Anderen: Eine Weihe. Von Herm. Allmers. - Bürger und Molly. Nach handschriftlichen Quellen. Von A. Strodtmann. Mit Abbildungen. — Auf dem Oybin- Ein Gedenkblatt Andreas Oppermann. Mit Abbildung. — Göthe. Von Johannes Scberr. — Fortsetzung. — Elsässer Lebens- und Sittenbilder. Von August Jaeger. Mit Illustrationen von Theodor Pixis. — Zur Abstammungslehre. Von Prof. Bock. Dritter Artikel. Mit Abbildungen. — Photographische Abenteuer in den Eisregionen. Von Heinrich Noe. Mit Illustrationen von G. Sundblad — Die Großmutter Deutschlands. Von Georg Horn. — Wir können mithin annehmen, daß der kommende Jahrgang der „Gartenlaube" ein ganz besonders interessanter werden wird. Lokal-Notiz. Gießen, 2. Januar. Die Sitzungen des Schwurgerichts in der Provinz Oberhessen vom 1. Quartal d. I. werden Montag den 5. Januar, Vormittags 9 Uhr, ihren Anfang nehmen und während derselben, namentlich in der ersten Woche folgende Anklagesachen zur Verhandlung bezw- Aburtheilung kommen. Montag den 5. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Margaretha Köhler von Freiensteinau, wegen Urkundenfälschung; Vertheidiger: Großherzogl. Hofger.-Advocat Hirschhorn. Denselben, Nachmittags 2'/r Uhr, a) gegen Peter Gold von Stockheim und b) gegen Johannes Loos von Ober-Nosbach, beide wegen Diebstahls und Hehlerei; Verthd.: Großh Hofger.-Adv. Thorwart und Großh. Hofger.-Adv. Dr. Rosenberg II Dienstag und Mittwoch, den 6. und 7. Januar, Vormittags 9 Uhr, a) gegen Jonas Stern und b) gegen Samuel Stern, beide von Fauerbach vor der Höhe, wegen Urkundenfälschung und Meineid; Verlhd.: Großh. Hofger.-Adv. Dr. Reatz und Großh. Hofger.-Adv Dr. Schwarz Donnerstag den 8. Januar, Vormittags 9 Uhr, gegen Caroline Böswald von Ulfa, wegen Diebstahls; Verthd.: Großh. Hofger.-Adv. Barst. Denselben, Nachmittags 2‘ 2 Uhr, gegen Johannes Groth von Burkhardsfelden, wegen Verbrechens gegen die Sittlichkeit; Verthd.: Großh. Hofger.-Adv. Dr. Schwarz Freitag und Samstag, den 9. und 10. Januar, Vormittags 9 Uhr, a) gegen Konrad Ludwig Schmidt nd b) gegen Elisabetha Petermann, beide von Nidda, wegen Unterschlagung und Urkundenfälschung; Verth.: Großh. Hofger.-Adv. Dr. Ditt- mar und Großh. Hofger.-Adv. Kraft. Samstag den 10. Januar, Nachmittags 2'/r Uhr, gegen Christian Fritz von Schwickartshausen, wegen Diebstahls; Verthd.: Großh. Hofger.-Adv. Labroisse. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren. Evangelische Gemeinde. -ropulirte. Den 28. December. Karl Martin Schürz, Bleicher dahier, des hiesigen Bürgers und Bleichers, Ludwig Schürz, ehelicher Sohn; und Christine Wilhelmine Ferber, des verstorbenen Bürgers und Wirths, Emil Ludwig Ferber, eheliche Tochter. Denselben. Friedrich Blnz, Fabrikarbeiter dahier aus Bischoffen, Kreis Biedenkopf, des dasigen Ortsbürgers und Schneidermeisters, Georg Binz, ehelicher Sohn; und Anna Marie Müller, des Bürgers und Taglöhners zu Rockenberg, Kreis Friedberg, eheliche Tochter. Den 30. December.' Adam Schmidt, Großherzoglicher Universitäts - Rentamtmann dahier, eir Wittwer; und Elise Schmidt, geborene Friedrich, des verstorbenen eoang. Pfarrers in Hungen, Jean Schmidt, Wittwe.' Getaufte. Den 28. December. Dem Bürger in Groß-Linden und Gastwirth dahier, Johann Karl Schmandt, eine Tochter, Karoline, geboren den 1- December. Denselben. Dem Bürger und Schneidermeister, Georg Löb, ein Sohn, Karl Philipp Martin, geboren den 29. October. Denselben. Dem Schaffner an der Oberhessischen Bahn dahier, Heinrich Debus aus Steinbach, eine Tochter, Karoline Marie Elisabeth, geboren den 10. Novbr. Denselben. Dem Bürger und Schneidermeister, Ludwig Georg, ein Sohn, Karl, geboren den 20. November. Denselben. Dem Großherzoglichen Gymnasiallehrer, Dr. Ferdinand Weiffenbach, eine Tochter, Karoline Marie Louise, geboren den 14 November. Den 29 December. Dem Bürger und Schlossermeister, Karl Stohr, em Sohn, Julius Karl, geboren den 30. October. Denselben. Dem Bürger und Photographen, Ftanz Gerbode, ein Sohn, Franz Karl Ludwig Emil, geboren den 22. November. Den 31. December. Dem Bürger u. Kaufmann, Karl Straub, eine Tochter, Johanna Katharine Wilhelmine Louise, geboren den 28. November. 1 8 7 ZI. Den 1. Januar. Dem Bahnalbeiter Johann Dibell aus Olbenrode, eine Tochter, Katharine, geboren den 28. November. Denselben. Dem Arbeiter, Lorenz Goß aus Ober-Ofleiden, ein Sohn, Ludwig Martin Peter Eberhard, geboren den 14. December. Beerdigte. Den 29. December. Helene Henriette Franz, des Bürgers und Briefträgers, Ludwig Franz dahier, edeiiche Tochter, alt 36 I. 2 M. 16 £., gestorben den 27. Decbr. Denselben Wilhelmine Löb, geb. Bender, des Bürgers und Schneidermeifteis, Georg Löb dahier, Ehefrau, alt 25 I. 7 M. 22 T , gestorben den 27. December. Den 30 December. Adam Geist aus Flensungen, Kreis Grünbcrg, alt 47 I., gestorben den 28. December. Denselben. Dietrich Heinrich Hahn, heimathsberechtigt in Oberirsen, Kreis Altenkirchen und Holzhändler dahier, alt 60 I. 11 M. 15 T., gestorben den 28. Dechr. Den 31. December. Ein todrgeboremr Sohn des Gemüsehändlers Heinrich Anton Sommerlad aus Ober-Roßbach, geboren den 30. December. 18 7 4. Den 2. Januar. Philipp Loth, Bürger in Trohe und Bahnarbeiter dahier, alt 32 I. 9 M. 7 T, gestorben den 31. December 1873. oer evangelischen Gemeinde z u Gießen. Gottesdienst. Am 4. Januar 1874: Morgens: Pfarrvikar Schlosser. Nachmittags: Pfarrer Landmann. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 4. bis 11. Januar 1874 besorgt Pfarrvikar Schlosser. schon überlegt, was mit dem Landstriche auzufangen sei, wenn England gesiegt. I Gastwirth Sandner, Major Supp, Regiermigs-Secretär a. D. Distrlctselnnehmn «■«"-> •"»-w •» *■,» selbst überlasten — Bnght s Meinung — oder die Aschantis in das britische Moocat Dornseiff, Pfarrvikar Schlosser, Gerichtsaccessist Wahl, Buchhändler Ricker, Protectorat einschließen solle. Jedenfalls aber müffe einstweilen der Marsch Professor Dr. Baltzer, Professor Dr. Köllner, Stadtrechner-Gehülfe Döring, Kaufmann - - — - ~ ' Pistor, Bürgermeister Vogt, Bürgermeisterei-Gehülfe Köhler, Geh. Hofgenchtsrath Wortmann, Bankbeamte Wortmann, Tabaksfabrikant Schirmer, Frau von Heimbrachts, Pfarrer Landmann, Gemeinderath Heß, Zahnarzt Koch, Geh. Rath Prof. Dr. Birnr I bäum, Director Mohn, Buchhändler Rotb, Tabaksfabrikant Emmclius, Mechamkus Liebrich, Kaufmann Kraatz, Rentner L- Bücking, Weinhändler Schwan, Stallmeister Balser, Oberinspector Engisch, Reg.-Rath Haberkorn, Milprediger Lips, Steuerrath Schuster, Techniker O- Bergen, Fabrikant Jughardt, Prälat Simon, Beigeordneter Allen Kranken Kraft und Gesundheit ohne Medicin und ohne Kosten. „Revalesciere Du Barry von London.“ Seitdem Seine Heiligkeit der Pabst durch den Gebrauch der delicaten Kerala eiere du Barry glücklich wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirkung derselben anerkannt, wird Niemand mehr die Kraft dieser köstlichen Heilnahrung bezweifeln, und fuhren ät die folgenden Krankheiten an, bei denen sie sich ohne M- wendung von Medicin und ohne Kosten tnwähr : Magen-, Nerven-, Brust- Lungen-, Leber-, -rufen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberculose, Schwindsucht, Astmna, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosir- keit, Schwache Hämorrhoiden, Wasserf.cht, Fieber, Schwindel, Blutaufsteiaen Ohrcil. brau,en, Uebelkeit .mb Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, M- lancholic, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht- — Auszug aus 80M Certiftcaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden: Ccrtificat Nr. 75 877. 589 Wienerthorgasse, Ofen. .. m , r ., . , 28. Februar 1872. ^0 26 -agen habe ich die Gottgesandte Revalesciere allein genossen. Diese 60"llche Gabe der Natur hat bei mir, m meiner verzweifelten Lage. Wunder gewirkt, weshalb ich keinen instand nu-mc, dieses Heilnahrungsmittel die zweite Offenbarung für dre leidende Menschheit zu neunen. Diese köstliche Revalesciere hat mich von einen sehr gefährlichen Lungen- und Luftröhren-Katarrh, von Kopfschwindel und Bruslbe- klemmung befreit, die allen Medlcinen Jahre lang getrotzt. Diese Wundergabe brr Natur verdient sonach das höchste Lob und kann der leidenden Menschheit be tens an= gerathen werden. Florian Köller, K- K. Mrlitärverwalter in Pension. Mil ihr?nbte Revalesciere bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in linderen Mitteln und Sneijen. !TßIr 27n^% Sgr., 1 Pfund 1 Thlr. 5 Sgr., 2 Pfund t. Th - ^„vVipt^ R . ?^Psund 9 Thlr. 15 Sgr , 24 Pfund 18 f AnT^hnM bCh 1'.NeujaHrs-Wün sche haben die Kleinkinder- Revaiescifcre ChocolatL in PMoe/sü?^ Tassen^l8 Us n schule dahier beschenkt die Herren: Hofgerichts-Präsident Buff, Rittmeister 48 Tasten 1 Thlr 97 o;,, -ion P, J^Ir. o SflT» ö- D- Frbr. Victor von Rabenau, Professor Dr. Glaser dahier, P^ ofessor Dr (^lafer 576 Tastei' 18 19 Dassen 9 Thlr- 15 Sgl-, aus Wetzlar, Hofgerichts-Ad-ocat Wolf Hofgerichtsrath Buff, Oberst Krnus Hof- 48 Tasten 1 Tblr 27 2 12r ^sten 18 Sgr., 24 Tassen 1 Thlr. 5 Sg> gerichtsrath Pfannmüllcr, Apotheker Dr. Ad?Mettenheimer, Professor Dr Sein 'Frbr Berlin 178 L»bHd3äFf?n6» be3,l,ci)C1L^d) ^ntry du Barry & Comp ”««> »ASS; Bettehnd: Mit Bez 27. Februar i865 nifje der Maimsch der aiigesührten V rücksichtlich ih uachßeheudeii Erla Wir Benii 1) Di. spri letzt legi: 2) Hir leid 3) Bez 4) Die zure 3m Uebri treffende Bekauntm Abdruck. Betreffend: Wie: Unter M. 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