•»«HU, ’telluiij, l, S KroilPrinzen t, »Uilg 1$cl,en Reiche, lla>'k 30.ÖM ark 16,000 10,000 6.000 5,000 4.000 »8,000 »r,oou ä 1,000 cren, Maschinen 0.,i erloosungsbestimn^ ird auf Verlangen jej« »wtSeljdmtg 1 fL 13 h mit ©rtKgnb^w. Durch bi« Poft vtertelfährig 1 fl 3» h. GleßemrAnMger. Grichnnt IrtflHd», mH Nu»» nab«. Sonntags •iPftltioR: 6anjl«ib«Tg eu. ® «t i Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. ßfr. 1O1. Samstag etil 2. Mai 1»34U Amtrief)er TheiL Drodpreife vom 2. bis $)♦ April 1874, nach eigener Erklärung der Gacker: Kilo 2 gemischtes Brod 24 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 12 fr. 2 Kilo Roggenbrod I erste Sorte 21 fr., zweite Sorte 18 fr. Betreffend: Gießen, am 27. April 1874. Die Aufbewahrung, Revision und Prüfung der den Kirchen-, Schul- und Stistungsfonds gehörigen Schuld- und Pfandverschreibungen. Dao u> r o 1} I) r r j u g l i d) t Kreioaml (6 i c (; r n v. Röder. DiOlrdi Deutschland und Polen. itibem Feuer sich für fremde Nationen, für ihre Vorzüge und Fehler, für ihr ^uiep Thlr.) m des Giesse* liiizuleiten und baldigst desfallsige Anträge zu stellen. an die evangelischen Kirchenvorsiäude des Kreises. Großherzogliches 5Tber-Cousistorium hat in Folge ter demselben vorgelcHten Revisionsprotokolle Nachstehendes verfügt: „Da nach der Allerhöchsten Verordi.ung vcm 30. April 1833 die den Kirchen- und geistlichen Stiftimgefouds gehörigen Schuld- und Pfandverschreibungen in einer hierzu besonders eingerichteten doppelt verschließbaren Kiste ausbewahrt werden sollen, fo erscheint es nicht zulässig, daß diese Obligationen in Schubladen oder andern in Äctenschränfen angebrachten Behältern aufbcwahn werden. Insoweit di.ses daher seither nicht der Fall war, ist für die Anschaffung von Deposirenkisten der bezeichneten Art zu sorgen. Em gleiches hat zu geschihen, winn die vorhandenen Depositenkistcn nach ihrer Beschaff.nheit nicht die nöthige Sicherheit bieten. Für größere Kirchensonds empfiehlt sich die Anschaffung feuerfester Kaffeschränfe, welche auch bereits von einzelnen Kirchenvorständeu in Aussicht genommen ist. Für die einzelnen Kircheufonds, welche unter der Verwaltung verschiedener Kirchenvorsiäude stehen, sind in d.c- Regel besondere Depositenkisten anzuschaffen. Die Dcpositenkisten selbst müssen mit ein.m doppelten und zwar verschiedenem Verschlüsse versehen sein und ist von den beiden Schlüsseln ler eine dem Vorsitzenden und der andere dem aussührenden weltlichen Diitgliedc desjenigen Kirchenvorftandes zuzustellen, welchem die Verwaltung des betttffenden Kirchensonds zusteht. Dem Kirchenrechner darf unter feinen Umständeii ein Schlüssel zu der Depofiten- fiste überlassen werden. 9iur alisnahmsweise fann die gemeinschaftliche Aufbewahrung der Wertpapiere verschiedener Kirchensonds in einer Depositenfiste gestattet werden, wenn es sich um unbedeutende Fonds handelt, und beide betreffende Kirchenvorstäude hierzu ihre ausdrückliche Zustimmung geben. 3n diesem Falle ist der eine Schlüssel dem gemeinsamen Vorsitzenden und der andere dem ausführenden weltlichen Mitgliede desjenigen Kirchenvorstandes zuzustellen, welcher sich am Aufbewahrungsorte der Depositenfiste befindet. Was die Aufbewahrung der Depositeufisteu betrifft so ist als Regel festzuhalten, daß solche in der Wohnung des Vorsitzenden des Kirchen- Vorstandes siattzufinden har. Ausnahmsweise fann aber, wenn in Filirlortcn, welche von dem Wohnsitze des Pfarrers entfernt liegen, besondere Kirchenvorstäude bestehen, insofern dieses von dem Kirchcuvorstand gewünscht wird und in Bezug aus Sicherheit fein Ausland besteht, zugegeben werden, daß die Depositenfiste in der Wohnung des aussührenden Mitgliedes deS dasigen Kirchenvorstandes aufbewahrt werde. Selbstverständlich hat aber auch in diesem Falle den einen Schlüssel der Vorsitzende, den andern das genannte Kirchenvorstandsmitglied in Verwahrung zu nehmen." Insoweit die vorhandenen Depositenkistcn und bestehenden Einrichtungen Ihrer Fonds diesen Grundsätzen nicht entsprechen, haben Sie das Geeignete cntlid’*'" Beta n n i m a a> u u fl. Zeichnencursus für Lehrer. Der Verein für Verbreitung von Volksbildung wird in den bevorstehenden Pfingstfericn wieder einen Zeichencursus für Lehrer unter der Leitung des Btnn Pros. Kump a veranstalten. Der Cursus wirb am 26. Mai l. I beginnen und 10 Tage dauern. Diejenigen Herren Lehrer, welche an dem Cursus Ttieil zu nehmen beabsichtigen, wollen sich bei Herrn Pros. Kumpa dahier schriftlich anmelden und tabu ihre Wünsche bezüglich etwaiger Subvention zu erkennen geben. Darmstadt, den 24. April 1874. Der Vorstand des Volksbildungsvcreins. 9 stets von gO it Heine 3* * tnliptt*1111"1; , imb*1” Fis ** ulE Preisen Besorg Lindeiipliih. (!<’)’ (Eisenbahn und rclegropkc» Elation. ionfoltifim fa/.niN hinnen fiu oüc »rd dirobi'diin ISaiaxxl'^ AnsidwrÜ^nü bn btn unb ^marct k pbdn, Lyvhilisnsil ,Qien oller Formen ii uabN0*Dnbn(-') und vervollkoiM Br. Marti«)* jU LogikbestellN» gut und^Freud begeisterte. Kaum eine „Nation" hat das mehr erfahren, als bii polnische. Damals war der Polen Enthusiasmus nicht blos im gut demo- Mtischen Lager bei uns zu Hause, sondern selbst in höheren und höchsten tzlhichten und wieder bei dem ganzen kannengießernden Publikum. Jeder brave Untertban machte, wenn er hinter dem Biertische saß, seiner grimmen Wulb äqcii die moscowitischen Barbarenhorden Luft und wollte den Bluthund Pas lmitsch erwürgen. Jeder landstüchtige Pole fand auf deutschem Boden frei: |hen Unterhalt und, was mehr sagt, bewunderndes Mitgefühl; denn jeder gelt für einen polnischen und moralischen Märtyrer. Die Polen, die mtt der Eü'öicheit des Körpers den adeligen und freiheitsdurstenben Sinn, den glüheu- d-ko Patriotismus vereinigten, wurden dem trunkenen Schwärmer zu hellenischen gäben von Marathon. 'Das in mehr als einer Auflage ertönende Firns lo- loiiiac hallte mit tiefem Seufzer durch ganz Deutschland nach, inan weinte dem »dichteten Polen mehr Thräneu, als dem heiligen römischen Reiche deutscher Won, da eS zu den Sotten ging und die apostolische Kaiserkrone m den Stüiib rollte, um für die saubergeschnitzten Krönchen von drei Dutzend Souveräne» Raum zu schaffen. Das deutsche Lied hatte für das deutsche Reich T^rnffdilant) und Polen. hin und wieder auslauchenden Gestalten fahrender Polen beiderlei Geschlechts, r. o \ s v mit mehr als selbllverläna- ächte und imitirte, welche als Abenteurer, Hochstapler oder wie Figuren aus Es gab eine Zett, wo der ®eutf»e Spottgedicht gar seltsam die Ideale unserer Väter illustriren. Die von sich selbst abstrahirende, nur auf Fremdnationales coucentrirte Gefühlsschwärmerei , wie weit liegt sie heute hinter uns I Seitdem die Deutschen gelernt, was sie vermögen, und sich ihr eigenes stattliches Haus wieder eingerrch- tit, ist auch das fast verloren gegangene nationale Selbstgefühl zurückgekehrt und in die berechtigte Herrschaft über unser Dichten und Trachten restituirt. Es ist die bekannte Geschichte vom aufgewachten Michel, der den Schlaf abgeschüttelt und das klare Urtheil wieder gefunden. Vor diesem aber können die Forderungen, welche die Polen an unser Mitgefühl und an unsere — Politik stellen, nimmer bestehen. Polen hat, soweit es für seine Träume auf uns angewiesen ist, nichts von Preußen oder vom neuen Deutschen Reiche zu hoffen. Es war daher ein geradezu unnützer Schritt, welchen die polnische Fruction gethan, als fter im eben auseinander gegangenen deutschen Reichstage noch dicht vor Th erschlich den Antrag einbrachle, daß „die den ehemaligen polnischen Vandestheilen Se^ tens des preußischen Staates und dessen Monarchen gesetzlich und tbatschlich zuerkaunten und auf Grund internationaler Verträge zustehenden Rechte hinsichtlich der Nationalität, insbesondere der Sprache, „aufrecht erhalten und die tania' m.hr als den alten Sana vom jivffhämer. aber für den Heldenmuth benjelben widerjprechenden Erlasse aufgehoben werden." S L rnnfc. ffnfi in ZnhMt melobieen. Bei der thalkräftiaen Erbitterung, welche tm Parlamente gerade -ur Zeit " Die Töne sind heute ausgeklungen und nur dunkel erinnern daran die! gegen die rcichsseindlichen Parteien vorherrscht, wird der Antrag der Polen letzten Nachrichten aus Bagdad so gut es geht. Deulschsanü. und der schlechte Zustand der Türkei. Konstantinopel, 30. April. Der Frage entstehen kann: „Welche der beiden Nationalitäten, welche der beiden Sprachen soll herrschen?" Die Antwort dictiren das nationale Selbstgefühl und eine durch die Wiener Fehler belehrte verständige Politik. Sie lautet: Die deutsche Nation, die deutsche Sprache soll herrschen. Hierin ist die Regierung mit allen Parteien, die polnische Fraktion selber und die Römlinge ausgenommen, völlig einig und daran mit Erfolg rütteln zu können, ist eitel Träumerei. Die dem Deutschen Reiche einverleibten polnischen Laudestheile sind viel sicherer, als Nordschleswig für Dänemark, sind für Polen unwiederbringlich verloren. Wir attestiren damit keineswegs das Todeszeugniß für Polen überhaupt ; selbst in dem russischen „Weichsel-Gouvernement", dem ehemaligen Königreiche Polen, glimmt noch ein Funke, der vielleicht unter der Gunst außerordentlicher Umstände zur Flamme ausschlagen kann, welche die russischen Elemente vertreibt, und in Oesterreich, dem auserkorenen Tummelplätze für den ruhelosen Streit aller Nationen und Natiönchen, behauptet und befestigt ja das polnische Element seine Herrschaft über Galizien. Wenn daraus einmal em neues Polen erstände, so wäre das eine Staatenbildung, welche dem Deutschen Reiche sogar erwünscht sein dürste. Aber innerhalb unserer Grenzen führen wir selber das Scepler. jamerifca. New-Nork, 27. April. Die Regierung hat den Befehl ertheilt, die durch die Ueberschwemmung des untern Mississippi mittellos gewordene Bevöl« kerung mit den nötbigen Lebensmitteln zu versehen. — Ein Telegramm von den Antillen, aus Kingston, 25. April datirt, meldet, daß ernste Unruhen in Hayti ausgebrochen sind; der Pöbel steckte mehrere Gebäude au und 30 Häuser sind in Flammen aufgegangen. Washington, 30 April. Die Unions-Regierung bot unlängst ihre Vermittlung zur Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zwischen Mexico und Frankreich an. Mexico antwortete jetzt, es werde die Vermittlung annedmen, wenn Frankreich einen directen diesbezüglichen Wunsch werde kundgegeben haben. — Nachrichten aus Havanna zufolge legte Marschall Concha den Ein« wohnern eine zehnprocentige Einkommensteuer auf und vrdneze an. daß bis zum Monat Juli ein Viertel, von da ab die Hälfte aller Eingangszölle in Gold gezahlt werde. Lokal-Notiz. Kiesten, 2. Mai. Gestern Abend gegen 8 Ubr trieb der Wind 2 Waggon. der Main» Weser Bahn qcgen den eben einfahrenden Zug »er Köln-Gießener-Bahn mit jolcher Gewalt an, daß beide Waggon- vollständig zertrümmert wurden. Passagiere de< einfahrenden Zug- er» hielten verschiedene Contusionen. — — Dem Vernehmen nach soll der Winneröder Hof gestern Nachmittag total abg» brennt sein. Der Schaden beläuft sich auf circa ' « Million Gulden. tzvanien. Madrid, 30. April. Die „Gaceta" enthält ein Telegramm Serrtno'S von gestern früh halb 12 Uhr, welchem zufolge die Artillerie ihr Feuer wieder eröffnet hatte. Die Carlisten antworteten nur schwach. Eine Division war unter Montellauo vorgegangen, während die Division Martinez, Campos und Palaicos Befehl zur Fortsetzung ihrer Bewegungen erwarteten. Ja Folge schlechten Wetters ist die Verbindung mit Santander unterbrochen. Eine Colonne von 900 Mann schlug in der Provinz Tarragona eine Äbtheilung von 2000 Carlisteu. In den Thälern von Pola und Aznar wurden die Carlisten-Banden gleichfalls geschlagen. Madrid, 30. April. Ein Telegramm Serrano's von heute Nach» mittag meldet: Die Operationen dauern fort. Das Feuer der Carlisten ist .chwach- nicht dadurch begünstigt, daß man die Unterstützung von sechsunddreißig Mit- ^Weisungen in Bezug auf ihre amtliche Thätigkeit ertheilt. In dem Circular gliedern des Centrums zu gewinnen für gut fand. Tiefe Empfehlung allein ^wird bittere Klage geführt über die gänzliche Unthätigkeit der Beamten, die würde schon genügen, ihn im Hause zu Fall zu bringen. weder Acten noch Rechnungen führen, alle amtlichen Angelegenheiten verfcklep- Aber, von diesem nebensächlichen Umstande ganz abgesehen, erscheint auch pen, die Steuern ungesetzlich und willkürlich erheben und unregelmäßig abführen die beigefügte Begründung staatsrechtlich gar nicht stichhaltig. Die Erklärun- und um die Gefangenen in den Bergwerken sich nicht flimmern. Auch die gen früherer absoluter regierender Monarchen binden überall nicht für die Ewig- gänzliche Vernachlässigung des Straßenbaues feit, am wenigsten ein nachfolgendes constitutionelles Regime. Die internatio- Landstraßen werden bitter getadelt, nalen Verträge ferner betreffs der polnischen Landestheile Preußens, insbesondere die Wiener Congreßacte, haben feine Bedeutung mehr, seitdem das Groß- herzogthum Posen mit der gesammten preußischen Monarchie einen integrirenden _ Bestandteil des neuen Deutschen Reiches bildet und dieses Letztere als solches vcm 27. April zufolge ist zwar der Tigris im Fallen, es herrschen jedoch'seit» die allgemeine internationale Auerfennung gefunden hat. Dem ungezogenen jdem neue Besorgnisse wegen der Telegrapben-Störung und der Hungersnoth in Beschlüsse des Frankfurter Parlaments von 1848 endlich kann gar keine mate-^Kleinasien, welche schauderhast ist. Tie Regierung und Privatpersonen helfen, riefle, sondern nur eine historische Bedeutung üinbidrt werden Kein Staatsrechtslehrer wird leicht zu einem anderen Schluffe kommen. Läge iudeffen die Sache für die Bewohner des Großherzogthums staatsrechtlich günstiger, so wäre das doch nur ein formaler Gewinn. Denn, wie ihnen selbst die Macht, so fehlt den aiißerdeutschen Staaten jedenfalls der Wille, den Bestand und die Pflege der polnischen Nationalität von Preußen, beziehentlich vom Deutschen Reiche zu erkämpfen. Unter allen Umständen blieben also die Wünsche der Polen auf den guten Willen der Berliner Negierung angewiesen. Dieser existirt aber in der beredeten Beziehung nicht und darf nicht existi- ren. Denn in den vergangenen Jahrzehnten, wo nach dem eigenen Eingeständnisse der Antragsteller die Rechte der polnischen Nationalität, namentlich hinsichtlich der Sprache, thatsächlich aus's Sorgsamste rcspcctirt wurden, ist die deutsche Bevölkerung Posens durch Einwanderung wie durch eine ohne irgend welche Gewaltmaßregel vollzogene Germanisirung polnischer Elemente so sehr angewachsen, daß sie eine der polnischen Nationolität untergeordnete Stellung nicht mehr einzunehmen vermag. Die Situation ist jetzt die, daß nur die Fulda, 29. April. Nachdem heute Vormittag die amtliche Mittheilung hierher gelangt war, daß der seiner Zeit vom Erzbischof Ledochowski wegen der Unterzeichnung der bekannten „Staatskatholiken - Adresse" mit dem großen Kirchenbanne bedrohte Priester und Seminarlehrer Schröter zu Posen mit dem Directorium des hiesigen Schullehrer-Seminars betraut worden sei, wurde eine unbeschreibliche Erbitterung im ultramontanen Lager dadurch hervorgerufen. Am Grabe des heiligen Bonifacius soll ein Altkatholik, ein mit der Excommu- nication bedrohter Priester, diejenige Stelle bekleiden, welche seither nur von den ultramonsten der ultramontanen Cleriker ausgefüllt worden war! Die infallibelsten geistlichen Lehrer der Anstalt sollen sich nun einem altkatboiischen Direktor unterordnen I Das greift an's innerste Mark des Lebens. Allgemein prophezeit man die demnächstige vollständige Auflösung des ganzen Seminars und Verschmelzung deffelben mit demjenigen von Montabaur. Der vernünftige vorurtheilslose Theil der hiesigen Bevölkerung begrüßt dagegen mit Freuden einen Akt der Regierung, welcher dem alten Unwesen ein Ende macht und die seitherige jesuitische Lehrerdreffur dadurch beseitigt, daß sie einen tüchtigen Pädagogen mit der Leitung einer solchen wichtigen Anstalt betraut. /rnnheeid). Paris, 29. April. Der osficiöse „Fraiu^ais" schreibt: „Die Thronrede Kaiser Wilhelms entspricht völlig den Erwartungen derjenigen, welche die Aufrechterhaltung des Friedens erhoffen. Man ersieht daraus, in welchem Widerspruche die officiellen Erklärungen des deutschen Souverains mit der unbedachtsamen und heftigen Sprache gewisser deutscher Blätter stehen." Pari-, 30. April. Eine Depesche von carlistischer Seite meldet: General Concha drang in Mumecas ein, wurde indeß drei Lieues vor Balmaseda durch die Carlisten aufgehalten. Paris, 1. Mai. Der Nizzaer Deputirte Piccon hat seine Demission gegeben. «fiolTaiiD. Amsterdam, 28. April. Das letzte Telegramm van Swieten's hat überrascht. Wie es möglich ist, daß sich 1500 Schritte vom Kraton, also in unmittelbarer Räbe deffelben, noch eine inländische Befestigung befinden konnte, vor der die Holländer zweimal zurückgewiesen wurden, ist unbegreiflich; und daß dieselbe bisher unbekannt geblieben war, gibt gewiß keine günstige Idee von den genommenen Vorsichtsmaßregeln. Dlußlanö. Petersburg, 28. April. Großes Aussehen hat im russischen Publikum ein in die Oeffentlickkeit gedrungenes Dokument erregt, welches den traurigen Zustand der Verwaltung in Ostsibirien in den grellsten Farben schildert. Es ist dies ein Circular, welches der General-Gouverneur des genannten Landes nach seiner Rückkehr von seiner Jnspectionsreise an die Gouverneure der, ihm untergebenen Provinzen erlassen hat und worin er ihnen die strengsten! Äircbliche Anzeige der evangelischen Gemeinde zu Gießen. (9 o t t e 6 b ( e n ft. Sonntag den 3. Mai. Morgens: Pfarrer Landmann Nachmittags: Pfarrvikar Schlosser. Die Pfarrgeschäfte für die Woche vom 3. big 9. Mai besorgt Pfarrer Landmann. Auszug sus drn Kirchenbüchern der Stabt Gießen. Evangelische Gemeinde. Ä o t> u I i v t e. Den 25. Avril. Johann Karl Rahn, Bürger und Privatlehrer dahier, ein Wittwer; und Wild-Imine Luise Koch, des verstorbenen Bürgers und Schneidermeisters in Beilin, (Christian Georg Martin Koch, ehelich ledige Tochter Den 28. April. Philipp Gustav Brunet, Fabrikant dahier, ein Wittwer und Philippine Friedericke Lisette Emilie Dietz, des Burgers und Kaufmanns Werndard Dietz, ehelich ledige Tochter. Denselben. Johann August Moritz Christian Frech, Bürger und Heilaebtlfr dahier, ein Wittwer; und Auguste Friedericke Hillgardt, gcb Reibstein, dcS verstorbenen Bürgers und Mechanikus. Wilhelm (Smil Karl Hillgardt, Wittwe. Getaufte. Den 26. April. Ein unehelicher Sohn von auswärts, August Emil, ged den 22. April. Denselben. Ein unehelicher Sohn, Richard Arthur Oskar, geb der L März. Den 30. April. Dem Kaufmann Georg Volk, ein Sohn, Eonrad, geb der 27. März. Denselben. Dem Postschaffner Heinrich Frohme, eine Tochter, Anna Karo- line Johanne Marie, ged. den 13. April. Beerdigte. Den 25. April Ein todtgeborener Sohn des Bahnwärters an der Eöla- Gießener Babn, Heini ich Zahrt, aus Berirod, aeboren den 24 Avril. » Den 27. April LouiS Jean Baotist Armand Heysacker, Hauptmann ut^ Eompagniechef im 2- Grohberzogl. Hess. Infanterie-Regiment Nr 116, alt 31 J 3 M. 7 T-, geft. den 25. Avril. Denselben. Peter Becker L, Musketier im 2 Grofcherzogl. Heft Jnsantne- Regiment Nr 116, alt 22 I. 11 M- 15 T, geft. den 18. April. Den 29. April- Johanne« Heinrich Röder, Bürger in Laubach und Bäcker dahier, alt 28 I. 6 T-, geft. den 28. April. Denselben. Johannes Giar, des Bürgers zu Ober-Roßbach und Weichen' steflers an der Oberhessischen Bahn dahier, Johann Peter Giar, ehelicher Sohn, all 25 T-, gelt, den 28 April. Temperatur m Vietzen, Äprd 1874: niederste.................— 2,3* R. mittlere.................-f- 8.04 , Mittel früherer Jahre ............+ 6,69 „ höchste .................4" 20,3 ■ Niederschlag: an 6 Tagen........... 0,61 Par. Zoü, „ im Mittel früherer Jahre an 12 Tagen: . . 1,50 , . Die DegktationS-Sntwickelllng war am 27. um 7 Tage beschleunigt im Vergleiche j mittleren Entwickelungßstufe um diese Zeit. PI Pie Ö I prjWtfM I I ton unb die \ r:t;it werte ' Zilbmisst' 'akidewisch |6 eubmiiiu 10 U di briwobnti Gikhc IIP») Mari ja * Wilm grdmennärfl sollen d 1 den dl! 2 . den Monte \ 3 aufFa m werden. Aibeii i« c Dienst Nachmi! Mm auf btm ■jHtbtnbt fBa dtm'lkigening v di: ■ 1. Plauirarbr I IB. Maurnart chiehm, den j Iff M] 1 tonntrfta tzoüen m btn Diftrid Xeufeh 57 Kmm 9 , 4 , 10 , 5 , &20 Sfflrf 450 300 " 30 Eichen- met Cut 34 Nadel- Met , a Cul 1 suchen 2 Eichen: 4 Md: Änn d-s «aiburger M J Rmnni 13 050 EtSck 28 d-'< 2f fc'j [1400] tagS H O Uhr, in unserem Geschäftslocal anberaumt, welchem die Interessen- iterbrochen. Markt Anzeige von heute M t btt Erlisten ii| [2133 Montag nach Matthaustag), Carlsbader Salz, Emser Pastillen, künstl. Soda- und Selterswasser. ll Concha ben j N «. ns? L er Eingangs;^, [2199] 57 Rmmtr al besorgt (1895) aM W I. Kley, Seltersweg. [2254] 34 lliwli-lsiiiiiieii und Probezeit. (2234) rts, 28 1 (2174) '(1627) Traubengelee $r. Pfd. 12 kr. empfiehlt (2195) Ehr. |2244] 1 2 2 SÖoflfloni btt fc mit foldjtr Atwali v finfärtnbtn $iig8 o Mcbmiitag total aty Bourgeois, Buchbinder. 15 „ 650 Stück 30 , hur §ohn, H Rübsamen Mäusburg. e Gießen. Fußboden-Anstrich Fußbodenlack, sofort trocknend, Lcinölsiccatif, zum Einölen, Holzversteiqeiunq. Donnerstag, den 7. 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Ein lücktigcr [2173 Elfenbein-Graveur findet dauernde Beschäftigung. Reisekosten werden vergütet. «sr. Lldag in Bonn a./NH.^ Für e.n hiesiges En-gros-@eid)äft wird ein Lehrling gesucht. Schriftliche Offerten beliebe man unter 8. 100 bei der Expedition dieses Blattes abzuaeben.______________________[2181] Mädchen, welche demnächst die Schule verlassen, finden schon jetzt stundenweise Beschäftigung. [84*] Flechten kranke und Hrnwtleideiide heilt i)r Jvchheim in D a r in s t * cha,t'gung bei . Der 1. Stock meines Hauses, bestehend 1 / (-— ----------- ‘—— auS einem geräumigen zu jedem Geschätts-j 2214) Emen guten Atbettet tuckt betlieb sich eignenden Laden ■ aud) ald Th. Sckne.der, Sckuhmacver. Comptoir verwendbar), 2 Stuben, Küche, Keller u. s w, loroic der 2. Stock, bestehend aus 3 Stuben, 2 ftabinehn, Küche, Keller rc. sind im Ganzen oder auch getrennt zu ver- miethen und bis 1 August reziehbar. Zu vermiethen: Der untere Stock in ( menem Hauie A. 166, Marburger Strotze. 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Bl-_________________________ 2238) Zn meinem Vorderhause ist der mittlere Stock, bestehend aus 3 Stuben, 3 Cabineten, Küche, verschlossenem Korridor, Keller, Holzstall und Mitgebrauchder Bleiche und ein Stück Land zu oermiethen- ________Georg Herbert Wittwe. ”5247) Der mittleie Stock mit einem Theil des Gartens im Major Gräss'schen Hause in der Universitütsstratze ist zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Nähere Auskunft ertheilt M. Pilger, Neuenbäuen, B- ^1- 2246) Einen Lehrling sucht ______________F. StrotScbrcinermeifter. Ein Schreiner kann Arbeit erhalten, und ein Jimge in die Lehre treten [1471]Adolph Hoß 2228) Einen Tapezterlehrlmg und einen Hausburschen sucht _________________Wilbelm Neiber. 2230) Ein Lehrling kann unter günstigen Bedingungen eintreten bei ______Conrad Best, Schreinern erster. 2229) Einen Lehrling (am liebsten von hier) sucht unter günstigen Bedingungen L ouis P t m v er II-, Schmrdermciiter tigung bei Z A. üoclcr. Ern inödUrtes Zimmer zu vermiclhen. [2249]____________Gastwirth Prell. Ein mob.irtes Zimmer mir Eabrmr, |o- gl'ich beziehbar, zu oermirthen bei [225'2]___________ (V-br ilt ian Frech. Ein möi-hrtt8 Zimmer ist zu vermiethen und gleich zu beziehen. I. La gsdorf, wohnhaft bei Herrn IUtzi; [2245] Asterweg, Sckoor im Garten. 2219) Am Seltersberg E- 37 ist ein Logis im ersten Stock von 8 Piecen mit allem Zubshür, sowie Blumen- und Grab garten, auf Verlangen auch Stallung, zu vermiethen und 15. Juli zu beziehen. wriebr. Jfreuber. 22.0) In der Aiic