Preis vierteljährig 1 fL 12 fr. i«t t Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr. Gießener Anzetzer. Erscheint täglich, mit 3mä- nähme MontagS. Expedition: Canzltlberg, ^t. B. Nr. 1 agen von dem 'n. h. Strauss. Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen. IVo. ÄU«, Dienstag den 1. September 1854 n III11 i cf) e r Th ell. Bekanntmachung Wir bringen zur öffentlichen Kenntniß, daß mit Rücksicht auf die am 2. September stattfindende Sedanfeier der Gießen, den 10. August 1874. Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. Amtstag an diesem Tage ausfällt. Pofitifdjer Theil. reu; sei» Lich, 27. August. Befremden erregt es hier, daß ein suspendirter 3’s Breslau, 29. August. Um den von den Social-Demokraten am 3. Bekanntmachung Großherzoglicher Commission für Post-Angelegenheiten, die Errichtung einer Kaiserlichen Postagentnr zu Urberach betreffend. 4. Bekanntmachung derselben Behörde, die Herstellung einer kaiserlichen Postagentnr zu Mörfelden betreffend. 5 Ertheilung eines Erfindunzspatents. Se. Königl. Hoheit der Groß- herzog haben allergnädigst geruht: am 3. August dem Portefeuille-Fabrikanten Hermann Lehmann zu Offenbach auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent auf die durch Zeichnung, Photographie und Beschreibung näher erläuterte Construction eines Photographiehalters, unter dem ausdrücklichen Borbehaltc jedoch, daß durch das ertheilte Patent Niemand in der Anwendung bereits früher schon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, während der nächsten fünf Jahre für den Umfang des Großherzogthums zu ertheilen. 6. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 27. Juli dem evang. Pfarrer zu Wieseck, Dr. phil. Chri stian Jochem, die evang. Pfarrstelle zu Stockstadt, dem zweiten evang. Pfarrer zu Alsfeld, Carl Müller, die erste evang. Pfarrstelle zu Alsfeld, am 31. Juli dem evang. Pfarrer zu Holzhausen, Johann Neinherz Kromm, die evang. Pfarrstelle zu Bechtheim, dem evang. Pfarramtscandidaten Ludwig Heinrich Bernhard Franz von Gießen die erledigte evang. Pfarrstelle zu Queckboru, am 3. August dem Schullehrer an der zweiten evang. Schulstelle zu Wolfs kehlen, Johannes Hederer, die erledigte erste eoang. Schulstelle daselbst und dem Schulamtsaspiranten Peter Thart ans Marienborn die erledigte dritte kath. Schul stelle zu Fürth zu übertragen; an demselben Tage den von dem Herrn Grafen zu Solms Laubach auf die erledigte evang. Schulstelle zu Gonterskirchen prä- sentirten Schnlamtsaspiranten Johannes Müller von Einharlshansen für diese Stelle zu bestätigen; an demselben Tage den Major i. P. von Bechtold zum Borsteher der Stellvertretungsanstalt und Rechner der Einstandskasse zu ernennen ; am 7. August dem Schulamtsaspiranten Philipp Schröder ans Bensheim die siebente kath. Schnlstelle zu Viernheim und am 11. August dem Schulamtsaspiranten Kellermann aus Dalheim die vierte kath. Schulstelle zu Bingen zu übertragen. 7. Dienstenthebung. 8. Versetzungen in den Ruhestand. 9. Concurrenzeröffnungen. Erledigt sind: die evang. Pfarrstelle zu Maar, im Dekanate Lauterbach, mit einem jährlichen Gehalte von 797 fl. 48 fr.; das Präscntationsrecht steht sämmtlichen Riedesel, Freiherrn zu Eisenbach, Erb- inarschalle zu Heffen, zu; die dritte evang. Schulstelle zu Dietzenbach, im Kreise Offenbach, mit einem jährlichen Gehalte von 505 fl.; die zweite evang. Schulstelle zu Mommenheim, im Kreise Oppenheim, mit einem jährlichen Gehalte „Es nützt nichts, jetzt noch zu fragen, ob diese Veränderungen unserer Kirche gegenüber nothwendig waren oder nicht? Die Staatsregierung ist zu denselben genöthigt gewesen, und nunmehr sind sie durch Gesetz vorgeschrieben ; und Gehorsam gegen das Gesetz ist nicht die geringste unter den Pflichten des evangelischen Volkes. Ihr könnt auch diesen Gehorsam willig und ohne Beschwerung Eurer Gewiffen leisten. Es ist mindestens ein großer Jrrthum, wenn man hier und da angenommen hat, daß die neuen Anordnungen darauf ausgiugen, uns die Religion zu nehmen und zu schädigen. Auch die heiligen Handlungen unserer Kirche werden dadurch nicht beeinträchtigt oder gar aufgehoben. Sollte Jemand, wie es vorgekommen sein soll Euch sagen, daß Eure Kinder nicht mehr getauft, Eure Verstorbene nicht mehr kirchlich bestattet, Eure Ehen nicht mehr kirchlich eingesegnet werden dürften, so weiset solches Gerede als unwahr und unbegründet zurück und laßt Euch dadurch nicht irre machen! Die kirchlichen Segnungen werden auch in Zukunft Keinem, der nach denselben für sich oder die Seinen verlangt, entzogen oder auch nur erschwert u. s. w." Berlin, 29. August. Aus Essen geht uns die Nachricht zu, daß auf den Krupp'scken Gußstahlwerken jetzt die Thätizkeit in so hohem Maßstabe entwickelt ist, daß die Fabrikdirection nicht im Stande ist, so viel Arbeitskräfte herbeizuschaffen, als der Betrieb erforderlich macht. Namentlich ist die Schlosserei und Dreherei mit Arbeiten derartig überhäuft, daß sie kaum im Stande sind, auch nur annähernd die dringendsten Arbeiten zu erledigen. So blüht denn wenigstens doch eine Industrie. Berlin,^30. August. Von unserer Münzverwaltung werden jetzt täglich bedeutende Ouantiläten der neuen Reichsmünze in die Provinzen und in die Einzelstaaten an die betr. Negierungskaffen versendet, um dieselben in den Stand zu setzen, die Durchführung des neuen Münzsystems vom 1. Januar 1875 ab nach allen Seiten hin zu ermöglichen. Namentlich sind es die kleineren Münzsorten, die Kupfermünzen besonders, welche hierbei zur Ausgabe gelangen , und es ist anzunehmen, daß bei diesen zunächst mit der Einziehung der älteren Münzen begonnen wird. Ganz besonders sollen aber die Silbergroschen- 'nts-Mußk. ‘Tson 9 kr. (422( mketv Functionen ausübr Der geistliche Renitent scheint in dem Glauben befangen zu sein, daß Dasjenige, was im Erbach'schen verboten, in Oberhcssen erlaubt sei. , M.-Ztg. Berlin, 28. August. Die „Berliner Bürger-Ztg." findet, daß die Provinzial-Corresponden; sich über den . Uriasbrief des Herrn v Ketteler noch zu matt ausdrücke. Die einzig richtige Antwort wäre ein Haftbefehl gegen den Friedensstörer wegen Hoch- und Landesverraths gewesen. Denn wer unter ocrn Schein eines heiligen Amts die Bürger zur Zerreißung des Vaterlandes und zur Auslieferung desselben an den Feind auffordert, verdiene in der That, da^die Gerichte einen kurzen Proceß mit ihm machen. Berlin, 26. August. Die protestantischen Pietisten m d Orthodoxen, welche ihre Geistesverwandtschaft mit den Ultramontanen seit einiger Zeit offen zur Schau tragen, haben bekanntlich eine förmliche Agitation gegen das Civilehegesetz eingeleitet. Der evangelische Oberkirchenrath in Preußen'hat sich hierdurch veranlaßt gesehen, eine Ansprache an die Gemeinden zu richten, in der es u. A. heißt: I. llll ihr- iw:. III ft' t ) ördjaft in Hamburg. ifffM WYORK Sfe, jedes von KAc* .Thlr. 1°°' ß» Von 450 fl. Darmstadt, 29. August. Hoftheater-Director Werther ist seit heute suspendirt. Die Verhandlungen wegen der Pensionirung desselben sind im'^.^.» ^uu^u vcyvmitn lVuu. ^unz vqvnvci» jvucu vlc Gange. Die oberste Leitung des Theaters ruht nun in den Händen des Ge!stücke zur Einziehung gelangen, bei denen allerdings zum großen Theil gegen- heimerath Breidert. jwärtig ein ideeller Werth vorhanden ist und unter denen viele durch das lange Mainz, 28. August. Herr v. Ketteler ist zu einer großen That ge-,Courfiren im Verkehr mehr als die Hälfte ihres materiellen Werths eingebüßt schritten, er hat dem Festungs-Gouvernement die Erlaubniß verweigert, am'haben. Morgen des 2. September, dem Jahrestag der Schlacht von Sedan, von dem Breslau, 29. August. Um den von den Social-Demokraten am Thurme des Doms Choräle blasen zu lassen. Die übrigen Theile des militä- 31. August, dem Todestage Laffalle's, au dessen Grabe beabsichtigten Kundrischen Programms, die Kanonen-Schüsse am Morgen rc. kann der Bischofgebungen vorzubeugen, hat der Vorstand der hiesigen jüdischen Gemeinde be- Dcutrcfifnnh nicht verbieten, ebensowenig kann er verhindern, daß jetzt der Tag erst recht 9ß A <5 V ru * rx M .. m ,, gestiert wird. Das Verhalten des Bischofs wird ohne Zweifel dieselbe Wir- Darmstadt, 28. Ang. Das Großherzogltche Regterungsblatt Nr. 41 kung üben, wie sein ähnliches im Jahre 1869 bei der Schiller-Feier, die gerade enthalt: ihm zum Trotz damals recht allgemein war. 1. Allerhöchste Verordnung betreffend d,c Organi,at,o,i der Polizeiver-! Friedberg, 28. August. Wie die „Maiu-Ztg." hört, wird Se. Ma- waltuug ui der Haupt- und Residenzstadt Darmstadt. Ijestät der tiaiser am 12. Septcmber das ganze kl. Armee-Corps bei Friedberg r. k 2- ®""te,,’nt,n0t,eUKr ctIcu That. Am 2. Juli d. I. bat Revue passireu lassen. Allerhöchstderselbe wird in Hanau Quartier nehmen, sich der Gardefusilier Wilhelm Kohlmann ans Halle, Königreich Sachsen, von 8td), 27. August. Deser.udru u«Hi c» mer, van em inipenoirier bet l~. Compagnie ersten Groph. Hess. Jnfaiiterie- (Leibgarde-) Regiments Pfarrer aus dem Erbach)cheu m hiesiger Kirche predig, und sonstige kirchliche Nr. 115 bei Gelegenheit der Rettung eines Mannes, welcher im großen Woog .....u----- -s't‘ ■.. r, ... < — - - - 7 beim Baden in Gefahr kam zu ertrinken, durch muthvolles Benehmen ausgezeichnet , was in Anerkennung dieser menschenfreundlichen That hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. schlossen, am 31. August nur kleinen Gruppen den Besuch des Kirchhofs zu gestatten und öffentliche Ansprachen am Grabe zu verbieten. Dortmund, 29. August. Durch Verfügung des Oberberg-Amts wird der Betrieb der bedeutenden Kohlcn-Zeche ..Westfalia" wegen Befürchtung eines Wasser-Unglücks bergpolizeilich vorläufig sistirt. Saarbrücken, 28. August. Abermals ist ein renitenter katholischer Geistlicher, der Caplan von Wiesbach, per Chaise in das hiesige Arresthaus abgeliefert worden. Er wurde auf dem Wege nach einer Wiesbach benachbarten Ortschaft, wo er Messe lesen wollte, verhaftet. Seinen Bitten, nach Wiesbach zurückgebracht zu werden, nm einige Sachen mit sich zu nehmen, wurde nicht entsprochen, da man nicht sicher war, daß die „Liebe" und „Verehrung" der Wiesbacher für ihren gesetzwidrig amtirenden Seelsorger sich nicht ebenso „absonderlich" äußern würde, wie den Namborner und St. Wendeler katholtschen Christen. Der Caplan hat wegen neun Verurtheuungen auf Grund der Maigesetze Strafen zu verbüßen. Straßburg, 29. August. Der Bezirks-Tag des Unter-Elsaß hat seine Arbeiten beendet und zum Schluß den Wunsch ausgesprochen, daß dem Neuchs- lande eine gewisse Autonomie gewährt werde, namentlich eine besondere Verfassung und ein Provinzial-Landtag. Dieser Antrag wurde von allen Mitgliedern unterstützt. Der Bezirks-Präsident legte gegen den Antrag Verwah rung mit dem Bemerken ein, daß derselbe die Compctenz des Bezirks-Tags überschreite. München, 29. August. Der König von Bayern ist gestern Abend 7i/4 Uhr aus der Station Pasing eingetroffen und hat sich von da nach Berg begeben. Uesieneich. Wien, 29. August. Die „Preffe" will in der Lage sein, eine Analyse der Note zu geben, womit Rußland die Anerkennung der Negierung Serrano's abgelehnt hat. Die vom 19. August datirte Note führe aus, daß Rußland sich nicht entschließen könne, eine Negierung anzuerkennen, welche im eigenen Lande nicht anerkannt sei, keinerlei legale Autorität besitze und selbst von ihren Freunden nur als eine vorübergehende Diktatur betrachtet werde. Rußland perhorresctre jegliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten Spaniens, begünstige weder die eine noch die andere Partei und werde deshalb mit jeder spanischen Negierung in osficiellen Verkehr treten, welche auf irgend einer Rechtsbasis im Lande beruhe, irgend eine legale Autorität besitze und Dauer verheiße. Wien, 29. August. Gutem Vernehmen nach scheitert die Absicht der cisleithanischen Negierung, die Getreide-Zölle aufzuheben, an dem Widerspruch des ungarischen Ministeriums. Frankreich. Paris, 29. August. In den clerical-legitimistischen Kreisen hat das Schreiben des Bischofs von Mainz, welcher die Sedansfeier verbietet, großen Jubel erregt. Man will daraus ersehen, daß man mit Bestimmtheit auf die deutschen Katholiken zählen kann. Der Vroglie'sche Franyais bemerkt indessen zu den Auslassungen des Mainzer Bischoss, der, wenn er französischer Prälat wäre und eine solche Sprache zu führen wagte, selbst in der Bretagne gesteinigt worden wäre: „Wir haben mehrere Male darauf aufmerksam gemacht, daß die der Kirche sehr ergebenen deutschen Katholiken zugleich sehr patriotisch seien. Es würde daher eine Illusion sein zu glauben, daß die Einheit des Glaubens ein politisches Band zwischen dem katholischen Frankreich und den Katholiken Deutschlands sein werde. Zu glauben, daß der Bries des Bischofs von Mainz durch Frankreichs günstige Gesinnungen inspirirt sei, würde eine naive Leichtgläubigkeit sein, welche uns dem deutschen Spott Preis geben könnte; wahr ist jedoch, daß die unterdrückende Politik des Herrn v. Bismarck in Deutschland nirgends bewunderungswürdigere Gegner findet, als in den Reihen des Episcopats und der Katholiken, und der Brief des Bischofs von Mainz ist deßhalb eine bedeutende Thatsache." Die Eselsohreu läßt der Frankens aber doch durchschauen, indem er über die republikanische Presse los- zreht, weil sie dem Bisckwf von Mainz nicht zujauchz-, und ihr vorwirst, daß sie die Negierungen von Berlin und Madrid, welche die wenigst liberalen von Europa habe, billige, wenn die eine über die Ultramontanen, die andere über die Carlisten herfalle. Paris, 29. August. Zwischen dem General von Wimpfen und Herrn Paul de Caffagnac schwebt schon seit einiger Zeit eine heftige Zeitungspolemik über die Rolle, welche der Erstere am Tage von Seden gespielt hat. Jetzt har der General gegen den Redacteur des „Pays" einen Vcrläumdungsproceß angestrengt und so wird diese historische Frage vor die Gerichte gelangen. — Die von Frankreich nach Neu < Caledonien geschickten Commiffrre, welche die mit der Flucht Nochefort's verknüpften Umstände zu untersuchen hatten, haben, wie die „Indäp. belge" meldet, ihre Aufgabe beendet. In ihrem Berichte sprechen sic die Ansicht aus, daß alle Teportirte der Sicherheit wegen nach der Isle des Pins zu schaffen wären. Paris, 29. August. Marschall Mac Mahon empfing heute den Fürsten Hovenlohe, welcher ihm den Dank des Königs von Bayern für das dem Könige von den französischen Behörden bewiesene Eentgcgenkommen anssprach. Fürst Hohenlohe reist heute Abend ab. Paris, 29. August. Das „Iourn. officiel' veröffentlicht die Ernennung des Grasen Jarnac zum französischen Botschafter in London. Paris, 29. August. Dem „Moniteur" zufolge verletzten die Carlisten wiederholt die französische Grenze; als darauf das französische 25. Bataillon mobil gemacht wurde, berichtigten die Carlisten unverzüglich ihre Stellung und zogen sich hinter die Grenze zurück- Paris, 29. August. Nachrichten, die aus carlistischer Quelle fließen, melden, daß Tristanu die zum Entsätze von Puycerda anrückenden Regierungs- Truppen zurückgcworfen habe. JkCflien. Brüssel, 29. August. Die internationale Conferenz hat gestern ihre Sitzungen geschloffen. Die Delegirten haben mit Ausnahme der englischen und türkischen Bevollmächtigten das Protokoll unterzeichnet. Letztere haben sich die eventuelle spätere Unterzeichnung vorbehalten. 8chmeiz. Bern, 28. August. Die liberalen Katholiken St. Gallens verlangen anläßlich der St. Gallener Versaffungs - Revision die Aushebung sämmtlicher Klöster des Cantons. Bern,, 29. August. Die osficielle Erklärung der Vereinigten Staaten, an dem internationalen Post-Congreß theilnehmen zu wollen, ist nunmehr eingetroffen. Spanien. Madrid, 27. August. Wie der Wiener „Preffe" aus Madrid geschrieben wird, hat die deutsche Regierung bei der Mittheilung der Anerkennung den Wunsch ausgesprochen, es möchte mit den Cabinetswechseln etwas sparsamer gehalten werden. Das deutsche Memorandum, welches die Anerkennung den übrigen,Großmächten empfahl, wird dem Blatt als ein sehr bedeutendes Aktenstück bezeichnet. Madrid, 28. August. Nach amtlichen Meldungen haben die Carlisten Calahorra und dessen Umgebung wieder verlassen. Saballs ließ wiederum 87 Zollbeamte bei Vallsogna erschießen. Die Gerüchte von einer bevorstehenden Minifferkrisis werden Seitens der Regierung als unbegründet bezeichnet. Santander, 28. August. Die deutschen Kriegsschiffe „Albatroß" und „Nautilus" gehen am 29. d Mts. in See, um an der biscayischen Küste und vor Bilbao zu kreuzen. Perpignan, 29. August. Puycerda hat während der Nacht Zufuhr an Munition erhalten. Der bisherige Verlust der Carlisten vor Puycerda wird auf 600 Mann angegeben, der in vier Divisionen sormirte Nest erwartet Verstärkungen. Berichtigung. In Nr. 201 b. Bltts. lese man Seite 3 erste Spalte Zeile 37 von oben „ffch'itiniinn“ statt B eiest i^u na Lokal-Notiz. (Hießen, 31. August. Wir machen unsere Leser auf das beule Abend in Wenzel- Garten staitfindcnde 2. Concert der Strauß Langenbach'schen Gapelle aufmerksam. Die Leistungen der Capelle sind brillant und bei Dem billigen Entree möge Niemand versäumen, sich diesen Kunstgenuß zu verschaffen. Soeben erschienen: Illustrirtcr Hessicber ÄolkSkalender für 1875: Preis 12 kr. Große Stahlstichprämie dazu: „Der Frühling", Preis ebenfalls 12 kr. Dieter Kalender enthält Portraits von Minister Hofmann, Abgeordneter Karl Ioh. Hoffmann f, Abgeordneter Metz f, Commerzienrath Schott j- und viele Andere, und ist durch seine interes« santen Aufsätze über das Großherzogthum Hessen von dem größten Jntercffe für Jedermann. Verlag von Ferdinand Lange in Darmstadt. *** Von Der Universität zu Athen schreibt uns der berühmte dortige Professor I)r. Länderer: „Daß ich Dr. Ludwig Tiedemann'S Pen-tsao-2RitteI*j für einen mir sehr befreundeten jungen Mann in Athen, der durch die bösen Folgen geheimer Jugendsünden völlig geschwächt war, mit dein besten Erfolg gebraucht, bestätige ich durch diese Zeilen. Ebenfalls bestät'ge ich, daß sowohl daS Elixir, wie auch der Balsam in keiner Weise schädlich wirkende Ingredienzen enthalten, wndern nur solche, welche stärkend und für den Organismus heilbringend wirken und tpieche dcmgrmäßtz mein uii» partheiisches Urtheil dahin aus, daß diese Mittel als die vorzüglichsten aller mir bisher bekannten Präparate dieser Gattung zu empfe len sind. Dr. Landcrcr, Professor an der König!. Universität zu Athen, Ritter hoher Orden. *) Vergl. Jnseratenthcil d. heut. Zeit. D Red. Vermischtes. — Obcrhessische Eisenbahnen. Auf eine an ihn gerichtete Anfrage bezüglich ter Garantie-Verhältniffe der Oberhejstjchen Eisenbahnen hat der Verwaltungsrath der Oberheisiscd. Eisenbahnen folgende Antwort ertheilt: „In Erwiderung Ihres gefälligen Schreibens vom 30. v. M. ermangeln wir nicht Ihnen anbei einen Abdruck der Bedingungen der Großherzoglich Hessischen Coneession für die Oberhessischen Eisenbahnen ergebenst zu Überienden. - Diese Gon« eession ist diejenige Urkunde, durch welche die zu Gunsten unserer Gesellschaft bewilligte Staatgarantie ausgesprochen und näher bestimmt ist und wir ertauben uns insbesondere auf Den hier entscheidenden Text des § 15 binzuweisen, welcher lautet: „„Die Grohherzogliche Negierung bewilligt der Oberhessischen Eisenbahn-Gesellschaft behufs deS Baue- und des Betrieb- der im Eingänge genannten Dahnen die Garantie des Staates für einen jährlichen Reinertrag von 3> 2 Proe. deS in jenen Unternehmungen anzulegenden und im Marimalbetrage auf 2^,400,050 Gulden Süddeutscher Währung festgesetzten Actien-Capitals dergestalt, daß unter keinen Umständen eine Vermehrung veS vom Staate garantirten Zinsenbctrag- von 991,001 . st. stau finden darf unter folgenden, näheren Dedmgungen ... 3. So oft in einem Betriebsjahr der s Reinertrag der betriebenen Bahnen oder vahnstrecken, welcher sich nach Abzug der Verwaltung-, Unterhaltung? und Betriebskosten, sowie der nach den Statuten den Reserve uno Erneuerung- fondS zufließendcn Beträge von dem Brutto Ertrage er.ucbt , tie Höhe von 3* , Proe Des Antage-CapitatS ober deS betreffenden TheileS desselben nicht erreicht, wird die Großlur^ogliche Staatsregicrung die zu einer Verzinsung in dieser Höhe erforderlichen Zuschüsse aus Staatsmitteln leisten taffen."" — Sie wollen hieraus qefl. entnehmen, datz nicht eine Pauschalsumme versprochen, sondern eine direkte und unbedingte Garantie wie sie Durch den Text der lenen unter Mituntcrschrift de- Großherzogi. Regierung* Eomimssars beurkundet ist, übernommen worden ist. Auch bat eine Vermehrung des garantirten Zinjenbetrages nicht stattgefunden, indem das, durch feste mit Genehmigung der Regierung und reip. der Landstänoe abvchloffene Vertrage gemäß $ 15, Pos. 1, Abi. 2 und 3, auf Den Ge-ammtbetrag von 28,100,050 (3ulbokh.M> la Orte werden b ,^üblicher \ ld V"i| i« "(£ortfiaBBd-€-emenl« Wiederholt sehen wir uns veranlaßt, die verehilichen Consumenten unseres Fabrikates darauf zu achten, daß unsere Tonnen und Säcke sämmtlich mit Etiquettcn unserer Firma versehen sind Das durch Cn cular vom ncrg. Jahre festgesetzte Gewicht von Brutto 460 Zoll- pfund — ca. 400 Pfd per englisch Tonne oder desgl. Netto pro 3 Stück halten wir streng ein, während von einzeln Fabriken jetzt Tonnen von nur 360 Pfd. englisch, d. i. mit einem Mindergewicht von zehn Prozent in den Handel gebracht werden. Amöneburg bei Biebrich und Mannheim, August 1874. Portlnnil-Cenient-Falirik. Hcrren-Wäsclse, als: weiße und bunte Hemden, Kragen, Manscbetten, Chemisetten, sowie Shlipse und Cravatten, Kragen- und Manschetten-Knöpfe, Glace-, Wildleder- u. Sommer-Hand- sckuhe, Hosenträger, Socken, Unterhosen u.-Jacken, wollene Hemden, empfiehlt in reicher Auswahl zu billigen Preisen. s ff. liiibsamen. Versteigerungen. Die Versteigerung desGrum- metgraseS bei der Stadt Gießen- Montag den 7. u Dienstag den 8. Septbr., jedesmal von Vormittags 9 tlbr an, foj das Grummetgras von den städtischen Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden und zwar: Montag den 7. September 1874 von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, im Wiesecklhal und Heegstrauch; Dienstag den 8. September 18 4 von den Ochsenwiesen, den Wiesen tm vor deren und Hinteren Stolzcnmorgen, der Lopfeneck, im Altenlisch und Fernewald. Die Zusammenkunft findet am ersten Tage bei dem Neustädterthor, und am zweilen Tage in den Ochsenwiesen, auf dem Nödaer Vicinalwcge statt. Die Großh.Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersuchl, dies in ihren Ge° In ortsüblicher Weise bekannt machen zu ^Gießen, am 28. August 1874. Großhcrzogliche Bürgermeisterei Grcßen. Vogt.__ Donnerstag dcu 8. September, Vormittags um 10 Uhr, soll das Grummetgras von den Gräflich Solms-Laubach'schen Stockwresen m der Gemarkung Lick öffentlich versteigert werden- Zusammenkunft bei der Stockbrucke. An demselben Tage, Nachmittags um 3 Uhr, soll das Grummetgras von ewigen Gräflichen Wiesen in der Gemarkung Trais- Münzenberg versteigert werden- Zusammenkunft bei Trais-Münzenberg. Arnsburg, am 30. August 1874. Gräfliche Rentei Arnsburg. 4262)_____ Stumpf _____ 4265) Aus dem Schwan!)of bei Niarburg werden umzugshalber Donnerstag den 10. September, Vormittags 9 Uhr anfangend, circa 50 Stück Jungvieh öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung ver- 4082) Der seither von Herrn Hofger. . „ , , Adv. l)r. Dittmar bewohnte 2. 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Solo für Cornet-ä-Piston, vorgetragen von Herrn Hoch 12. Le reveil du Lion, Capriccio von B o n t s k y. SMBT" Podittm im Anfang 5 Uhr. <*ntr6 30 fr. a Person Billots r. Piet;^ in ©u£en. e) b) c) d) f) Bäuerischer, Aeademischer, Harmonie, Bürgcrgesellschaft, Sängerkranz, 8. Turnverein, 9. Bürgerschaft, 10. Stenographenverein, 11. Kaufmännischer Verein, 12. Feuerwehr, 13. Reiter. 2. Feuerwebr, 3. Musik, 4. Stadtvorstand, Provinzialdirection, 1870 und 1871. 5. Schuljugend und Lehrer, (>. Gesangvereine: 3821) An- und Verkauf von getragenen Ä Libern, Stiefeln und sonstigen gebrauchten Gegenständen bei Todes Anzeige. 4263) Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, Louis Rothenberger Neuenweg 193. Diejenigen Herren, welche bei dem Turnfeste mit geritten haben, werden zu einer Besprechung auf heute Abend ^0 Uhr rm Caf