*s*4 vierteljähng 1 fi. 12 kr «ir Brtngerlohn. Durch dir Kost bezogen vierteljährig 1 fl. 29 Ix. Gießener Anzeiger. Erscheint täglich, mit Hut nähme Sonntags. Expedition: Lanzletbrrg, L»t. B- Nr. 1. Anzeige- und Amtsßlatt für den Kreis Kressen. Rv. Mittwoch den 31, Dccembcr ~ g} fl m t f i dj e r Tyelf . B e k n n n t m a ch u n g. „ .. ,‘rc Organisation der Localverwaltung der Brn, twein- und Bierstcuer betreffend «»»>k/LtzL7r.-2':^^ »°d,«.h.B ntw„, z.h„« „ »,,M„ der Branntwein- und der Biersteuer, sowie in der Lvc l^rwa ,na d»k- ü-n t flnb/ £/f^en,t, '* a«9e"’fff«»( '« den Einrichtungen für die Erhebung Hörr. Großherzogliches Ministerium der Finanzen. Schleiermacher. Bekannt m ach un g. Betreffend: Wie oben. MÄMgÄSSKSS Ä«Gtt ......-........ WsM r« tragenen StaÄS” DHr'-tseinn-hmereien werden von den ihnen in Beziehung auf die Branntwein- und die Bi-rsteuer seither über- Darmstadt, den 11. Deceniber 1873. h Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen wird hierdurch zur öffentlichen -keuutnik aebrackt daß ,n Ausführung der Bestimmung unter pos. 1 durch Großherzoglich- Obersteuer ^D.reetion eine neue Organisat °n der^HebestbÄ Ä Ä»tsusT” *■ bk b“®“»>" «'s'6"«- <-d >.*.« sssäW: *** •***• - sä»: 2) Zum Bezirk der Orts-Einnehmerei Grün berg: Ettingshansen, Hattenrod, Mü-'fter 3) Zum Bezirk der Orts-Einnehmerei Butzbach: Ober-Hörgern. . •* «"*- Gießen, am 29. December 1873. 11 0 Großherzogliches Kreisamt Gießen. v. Röder. P o f 111 f d) e r Thei (. Deutsch land. stehende Bekanntmachung erlassen: 1) Sämmtliche unmittelbar bei Maschinen von Zangen, das Comthur- Darmstadt, 28. December. (Maßregeln zum Schutz der Arbeiter in Fabriken.) Man erinnert sich, daß namentlich in der letzteren Zeit mehrfach Arbeiter durch unzureichende Einrichtungen 2c. in den Fabriken verunglückt sind. Mit Bezugnahme auf den §107 ter Gewerbe-Ordnung und mit Genebmigung des Ministeriums des Innern tat deshalb das hiesige Kreisamt zum Schutze . , le zu Darm- an der voihinigen zweiten evang. 7. Ramensveränderungeu. Ertheilung von Erfindungspatenten. 9. Ernennungen in Beziehung auf den Landtag 10. Dienstnachrichten. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben aller- 0.. ~ i*hv>, , den Schullehrer an 1 zweiten Abtheilung der vierten evang. Stadtknabenschule zu Darmstadt 1. Bekaimtmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Aufhebung der -Ltempelpflicht auswärtiger Kalender betreffend. 2. Bekanntmachung desselben Ministeriums, das Octroi-Reglement der Provinzial Hauptstadt Mainz betreffend. 3. Bekanntmachung desselben Ministeriums, die Arzneimitteltaxe für das Großherzogthum Hessen betreffend. der in den gewerblichen EtMiffements 'bei «reifes beschäftigten' Arb-it-r nach- VerwaIt^^cr''ü!um?in^^7Abg^ü Är'Ad"""^ gl"‘"’äCn' b,e ^^anntmachung erlaffen - 1) Sämmtüche unmiitclbor bei Maschinen 5. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums des Innern, die Frei- beschäftigten Arbeiter haben wahrend der Belchafiigung knapp anschließende Klei- herrlich von Wchherische Eleonorenstiftlina betreffend der zu tragen. Die Gewcrbiinternehmer sind verpflichtet, mit allen ihnen z„ 6. Ordensverleihung. Se. Königl. Roheit der Grokberwa baben aller- Gebvte stehenden Mitteln dahu, zu ivilken, daß die Arbeiter dieser Bcstimmnng gnädigst geruht: am 20. August dem Oberstlieutenant und ^Adjutanten Sr Nachkommen; 2) Zwischenmeckanismen der Akbeilsmaschmen, Regulatoren, Re. Großh. Hoheit des Prinzen Karl von Hessen -c ~ ~ «ptoren (Wasserräder, Dampfcyliiider, soweit die Kolbenstangen daraus her- kreuz 2. Klasse des Philipps Ordens zu verleiben. vorstehen oder gehen), die Schwung- und Transmissionsräder und Wellen rc., ™ u ebenso alle Aufzugsöffnungen, sowohl in Fabriken, als in Mühlen, sind mit: soliden Geländern, bezw. mit Kasten, Drahtgittern oder anderen Vorrichtungen zu umgeben und überall auch da Geländer anzubringen, wo bei dem Schmieren- uvv.ll .. U,V4.V4V VV4, ^lv C1 v 4UUVU uucl, ^",-^^inentheilen das Betreten von schmalen Gängen und Treppen erfor-^gnädigst geruht':' ' berlrch ist, neben, bet , über oder unter welchen sich Transmissionen befinden aus Klein-Hausen, im Kreise Heppenheim, die erste kath. Scknlftelle daselbst ru 3) in Fabriken (Arbertsraumen) aller Art sind von dem Willen der Arbeiter übertragen; am 5. December den Rentamtsdiener bei dem Rentamte LamperV unabhängige Luftventtlatoren anzubringen; in denjenigen Arbeitsräumen, in heim, Johann Peter Büdinger, zum Hauptsteueramtsdiener bei dem Hauvt- welchen Staub oder widerliche Gerüche Nicht zu vermeiden sind, haben die Ar-'steueramte Worms und am 8. December die Hvfmusikaspiranten Christian beiter ihre Mahlzeiten in besonderen von den Fabrikbesitzern zu stellenden Ränm-j Plauz und Ludwig Sulzmann zu Hofmusikern zu ernennen; am 11. December lichketten emzunehmen ; 4) Zuwiderhandlungen werden nach § 14« ter Gewerbe-dcn von dem Herrn Grafen zu Solms Rödelheim, auf die evang. Schnlftelle Ordnung nut Geldstrafe blö zu 50 Thaler und im Falle des Unvermögens zu Burg Gräfeurode, im Kreise Vilbel, präseutirten Schulamtsaspirauten Fried- mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. — Man kann dieses Local Reglement uur-rich Vetter aus Burg Gräfenrode für diese Stelle zu bestätigen' am 12. Demi! Freuden begrüßen imb darf die Hoffnung aussprechen, daß man auch an-;cember den Schullehrer an der vierten evang. Stadtmädchensäuil derwärts gleich zweckmäßige Vorkehrungen treffen möge. !stadt, Heinrich Neineck, den Schullehrer i... tw ” ' Darmfiadt, 30. Decbr. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 50 Stadtmädchenfreischule zu Darmstadt, Tobias Voltz enthält: v *•'**•*■•* - ■ ■ - • - Spanien, dem Herrn Fürsten zu Isenburg und Büdingen, auf die evaug. Schulstelle zu Madrid, 30. December. Die amtliche „Gaceta u meldet: Die Be «Ä^ugen, :m Kreise Ebingen, prafenhrteu @d)ilUmt^fpiranten PhrlrppLagerungs-Armee von Cartagena wollte gestern Abend ein directes Feu^ ae^en Bockms aus Oppenheim, rm Kreise Oppenheim, für diese Stelle zu bestätigen, die Forts Caioario und San Julian eröffnen. Die Arbeiten airden Lau' Am 5. December wurde dem Pfarrer Tobias Thalcr zu Mombach die graben »oerden beschiennigt. Letztere sind bereits weit Boram.rft katholische Pfarrstelle zu Sauer-Schwabenheim, im Dekanate Ober-Ingelheim, weilt noch in Sa'ttona und Umgegend »orgernckt. Mor,°»eS übertragen. der Die M!ünchen, 30. December. Il JvüiiftreicÖ. I s f 1 — Die „Prov. Corrcsp." bestätigt, daß im Gesammtbefinden des Kaisers eine bemerkbare Erleichterung eingetreten und die Zuversicht auf einen baldigen völlig günstigen Verlauf des Unwohlseins gesteigert sei. Berlin, 26. December. Die „Germania" veröffentlicht für die bevorstehenden Reichstagswahlen das Wahlmanifeft des Mainzer Vereins der deutschen Katholiken, welches um der frechen Lügenhaftigkeit und verschmitzten Bosheit willen, womit es auf die Dummheit und den Eigennutz der niederen Volksklassen speculirt, erwähnt zu werden verdient. Die in unserem Vaterlande herrschenden Zustände schildert der Aufruf so: „Die Einigkeit im Innern, für die unser Herz schlägt, ist mehr denn je in Frage gestellt, sie ist erstickt in dem Kampfe, welchen eine mächtige Partei gegen ein Drittel deutscher Neichsbürger heraufbeschworen hat. Millionen Katholiken, die sich der treuesten und gewissenhaftesten Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen Pflichten bewußt sind, sehen sich seit langen Monaten den schmählichsten Insulten und Anfeindungen ausgesetzt- sie, die in trüben und schweren Zeiten unerschrocken mit Gut und Blut für Fürst und Vaterland eingestanden sind, müssen es sich gefallen lassen, als entartete Söhne des Vaterlandes, als Verräther und Friedensstörer gebrandinarkr zu werden. Jene dagegen, die noch vor wenigen Jahren die rechtmäßige Autorität bekämpft, die Fahne M Aufruhrs aufgepflanzt, sie genießen heute als „Freunde der Ordnung und des Königthums" hoher Ehren, nachdem der Gang der Ereignisse sie bestimmt hat, ihren Vortheil anderswo zu suchen, als auf den Barrikaden." evangelischen Gemeinde zu Gießen. G o t t e S d i e n st. Neujahrsfest, 1. Januar 1874: Morgens: Pfarrer Landmann. Nachinitlags: Pfarrer Dr. Seel. (Collecte für die Landeswaisenanstalt.) Pfarrgeschäfte für die Woche vom 28. December 1873 bis 3. Januar 1874 besorgt Pfarrer Landmann. c i s l Regierung wird au die Cortes eine Botschaft richten, worin sie chre politische Haltung während der Ferien darlegt und die Nothwendiakeit der Aufrechthaltung der gegenwärtigen Politik betont. , Das Ober - Appellationsgericht hat die Nichtigkeits-Beschwerde des Bischofs von Speyer (Haneberg) betreffs der Beleidigungs-Klage der Martin'fchen Eheleute als unbegründet verworfen und den Beschwerdeführer in die Kosten verurtheilt, sonach die Zuständigkeit des ordentlichen Strafgerichts anerkannt. Am 12. December wurde dem Heinrich Mayer aus Beffungen das Patent als Geometer der ersten Klasse für den Kreis Darmstadt ertheilt. 11. Charakterertheilungen. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben allergnädigst geruht: am 25. November dem Weinhändler Ludwig Albrecht Ebel in Worms den Charakter als „Hoflieferant", am 10. December dem Banquier Heinrich Moritz Wolfskehl zu Frankfurt a. M. und dem Kaufmann Ferdinand Küstner aus Frankfurt a. M., dermalen in Cairo, den Charakter als „Commerzienrath', am 13. December den Inhabern der Firma I. A. Gilka in Berlin, Commerzienrath Karl Josef Aloys Gilka, Theodor Gilka und Hermann Gilka daselbst, den Charakter als „Hoflieferanten" zu verleihen. 12. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die evang. Schulstelle zu Hangen- Wersheim, im Kreise Worms, mit einem jährlichen Gehalt von 400 fl. Berlin, 29. December. Dem „Reichs-Anz." zufolge hat die Besserung in dem Befinden des Kaisers in den letzten Tagen bemerkbare Fortschritte gemacht. — Der Entwurf einer Provinzial-Ordnung für die Provinzen Preußen Brandenburg, Pommern, Schlesien und Sachsen wurde gestern dem Abgeordnete nhause zur Beschlußfassung übersandt. Berlin, 30. December. Der „Prov. - Corresp." zufolge sollen das Reichs-Militärgesetz, das Preßgesetz und einige dringende besondere Vorlagen den Hauptgegenstand der nächsten Reichstags-Session bilden, alles Uebrige, 'namentlich der Reichshaushalts-Etat, der Herbst-Saison des Reichstags Vorbehalten bleiben Parrs, 26. December. Bazaine, der mit dem Schnellzuge gestern von! Tnanon nach Antibes abfuhr, ist von seinem ältesten Sohne, zwei Neffen bic1 Sjfficiere m der Armee sind, und von Oberst Billette begleitet. Die Bedeckung! wird von einem Gendarmerie-Oberst geführt. december. Dem Vernehmen der ..Agence Havas" zufolge ia rvCllt^f Botschafter Graf Arnim bei dem Minister des Aeußern, Her- s v ^azes, Vorstellungen wegen der Hirtenbriefe der Bischöfe von Nimes m - Den 1J_ jL ec em Der. Heinrich Brückmann, Bürger in Grotz - Buseck und Packer an der Mam-Weser-Bahn dahier, alt 56 I. 5 M- 3 T-, gest. den 16. Decbr. „ Deu 22. DeceINb er. Margarethe Heep, geborene Dörr, Ehefrau des Bürger- zu Allendoif a. d. Lahn und BremseS an der Köln-Gießener Bahn dahier, Johanne- Heep, alt 21 I. 1 M. 10 T-, gestorben den 20. December. q denselben Karl Wilhelm Koch, Bürger und Kaufmann dahier, alt 62 I. 8 Ult. / T, gestorben den 20. December. en ielben. Dem Bürger in Heimsheim und Schmiedemeister dahier, Johann Kaspar Hetz, ein Lohn, Peter Ludwig August, geboren den 4. November. . D eniclben. Dem Bürger in Bieber und Schneidmüller dahier, Wilhelm Lchnudt, eine Tochter, Katharine Elisabeth Christiane, geboren den 4. December. \cn , Dem Bürger in Alt - Buscck und Kutscher dahier, Christian Stiehl, eine Tochler, L-uise Emilie Wilhelmine, geboren den 18. 9?0Deinber. ,rrf , Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher, Friedrich Schmidt, eine Tochter, Elisabeth Helene Philtppine, geboren den 21. November- ... Denselben. Dem Bürger und Schuhmacher, Martin Simon, eine Tochter, Emilie Sophie Karolme Keopolbi, c, geboien bin 21. November. , . Denselben. Dem Bürger zu Groß-Busick und Biiefträger dahier, Christian Ludwig ^.odt, eine ^.achter, Karoline Konradine, geboren den 7- November. ... .Dey 28. Decembcr. Dem Großh. Professor an hiesiger Universität, vr. Karl Zoppritz, eui «ohn, Rudolf Bernhard Wilhelm, geboren den 17. October. , D '-nlelb en Dem Bürger zu CAerberg und Arbeiter an der Oberbessischen Eisenbahn dahier, Christoph Rinn, ein Sohn. Wilhelm August Karl Emil, geboren den 6. December. Beerdigte. (E i n g e s a n d t.) . _ . ließen. Am ersten Januar findet im Leib'schen Saale die erste Hauber-Soiree des Herrn Oscar Me uni er statt. Nach den Berichten aus größeren Städten, sowie Bade- Orten, können wir uns aus einige genußreiche Abende freuen, die benannter Künstler verschaffen wird. Herr Meumer fuhrt )ctne Experimente ohne Hülfe von Apparaten aus freier Hand aus und nähert sich dteieihalb mehr der Wiljalba Frickel'schcn Schule, die Apparate, die thetlwetse zur Anwendung kommen , find thcils aus Japan und China, bekanntlich dem Heimathlandc der überraschendsten Zauberkünste, und sichern schon diese allein angenehme Ueberraschunqen. m f soll auch durch beinahe beneidenswcrlhe Beredtsamkeit seine Zuschauer in rastloser Auf.ncrkiamkelt erhalten, was man bei Künstlern dieser Art immer vermißt; - außer: bem ziert das Programm des Herrn Meunier noch ein musikalischer Vortrag von BerHalda Meumer auf einem von Ihr selbst erfundenen Instrumente, genannt Euphonium; bei dieser Dame soll Kunst und Natur im größten Maßstabe vereinigt sein. Da nur zwei Vorstellungen stattfinden, wünschen wir dem jungen Künstlerpaare stets ein volles Haus. 8 rich Röder, und den Schullehrer an der zweiten Abtheilung der zweiten evang. und Angers erhoben. In kirchlichen Kreisen berrfckt die A.isi^ nnr ©tabtmäb^ul* Darmstadt, Conrad Wenzel, zu Lehrern an der städti-Bischöfe den durch Circular des Cnltusn.inisters al, sie gchM u pairiot,scheu schen Mittelschule zu Darmstadt zu ernennen; am 15. December den von dem Anforderungen Folge geben und ibre Svracke fo 1 g Herrn Grafen zu Erbach-Fürstenau, auf die zweite evang. Knabenschulstclle zu mäßigen werden 'Yre Sprache, so weit es ihr Gew.ss-n erlaubt, Michelstadt, im Kreise Erbach, präsentirten Schullehrer an der ersten evang. Schule zu Steinbach, im Kreise Erbach, Johann Leonhard Kredel, und der von Straßburg, 27. December. Zum dritten Male neigt sich das Jahr zu Ende, feit Straßburg wieder zu Deutschland gehört, und „och sind die Spuren lange nicht getilgt, welche an das Bombardement von 1870 mit seinen furchtbaren Zerstörungen erinnern. In der Steinstraße hat man mit dem Aufräumen der letzten Trürnmerbaufen begonnen, an deren Stelle sich bereits die Fundamentbauten für neue Wohnhäuser erheben, wogegen am Kellermanu- Staden man bis jetzt an einen Wiederaufbau des Zerstörten „och nicht gegangen ist. Der neue Justizpalast steht fertig da, eine der schönsten Zierden der Stadt, und auch die Präfectur ist im Rohbau so weit gediehen, daß man gegenwärtig mit allen Kräften an dem innern Ausbau arbeitet. Auch an bei neuen Kirche wird fleißig geschafft. Am Münster ist das Dach des Schiffes vollständig fertig und weit leuchtet die rothe Kupferbedachung in das Land hinein, auch die Orgel dient schon seit diesem Sommer ihrem alten Zweck. Die sämmtlichen äußeren Ausschmückungen sind wieder hergestellt, und man hat an- gefanger^, die Beschädiguiigen der Außenseiten auszubessern. Eine Menge der kleinen Säulen, welche die Umfassungen des untern Thurmes zieren, sind ersetzt, ebenso ein großer Tlwil der um das Dack laufenden Brüstung. Auf der Plattform des Thurmes ist indessen noch nichts reparirt, und namentlich ist der Balkon an der nördlichen Thnrmecke, wo während der Belagerung der französische Observationsposten stand, noch der ehemalige Trummerhaüfe; es fehlen sämmr- üche Brüstungen, sowie ein Theil der Fußbodenplatten unb beS umlnufcnbcn Gurtgesimses. Das Museum am Klebcrplatz ist auch noch Ruine; bic kahlen Mauern mit den oben Fensterhöhlcn starren in bic £uft hinein; an ber einen Ecke beginnt man aufzuräumen, um bort das Local für die Hauptwache herzurichten. Jedenfalls wird auch noch im nächsten Jahre für die Touristen'so manche Ruine dastehen, welche an die Schreckenszeit des Bombardements erinnert. Auszug aus den Kirchenliüchem der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. M ö » u I i r t e. DE" 20 D e"m b er. Wilhelm Alexander Trtbus, Kaufmann dahier, des Wilhelm Tribus zu Mühlbach, ehelicher (5ol)n ; Jahreis^ ehelich^Tochter^o^^''' be-' verstorbenen Bürgers und Kaufmanns, Ludwig cin 26- december. Heinnch Emil Noll, Fuforinann und Oekonom bafoter, Wni^r lln,?4U612nann«" ^onrQb Christian Noll, ehelicher Sohn; u. Margarethe -vrbenen Burgers una Ackeunanns zu Rödgen, Kaspar Baltzer IL, v l) v 11U) t < D u) ul« En'n. Konrad Karl August Loth, Bürger und Schneidermeister dahier, Ä ^^-dermeisters, Jovannes Loth, ehelicher Sonn; und Johann.tte KausMeÜch-auf ber M«m-Weser-Bahn. Ja- Getaufte. ... ?^'^December. .Dem Bürger zu Allendorf a. d. Lahn und Bremser an der Köln-G.e„euer Bahn dahier, Johannes Heep, ein Sohn, Ludwig Heinrich, geboren den 3. December. December. Dem Schreiner aus Lauterbach, Werner Struth, eine mochtet, Julwne Lomse, geboren den 1. December g-b°r-n^-n'l3.N°°cm^" Unb ®är,nev' N°ll, cin Sohn. Rudolf, ilMc D enselb cn. Denl Bürger zu Rcichkrtsachsen, preußischen Kreises Eschwege, -2: ^ dahier, Johann Jacob Schmidt, eine Tochter, Anna Margarethe Sophie Fne?erike, geboren den 13 November. ^ >>t?bnsesb en. Dem Fuhrmann dahter, Karl Jughard, euie Tochter, Johannette Karolmc Matfollde Sophic, geboten den 1. December. Denselb en. Dem zL-chuhmacher dabier, Hermann Schelper, eine Tochter, Emilie Franzrska Katharme, geboren den 9. November. . ^lben. Dem Bürger zu Bonhausen, Kreis Büdingen, und Büreaudiener an der Oberhesftschen Elsenbahn dahter, Ludwig Lott, eine Tochter, Katharine Henriette, geboren den 3- November. . . Denfelben. Dem Bürger und Schreineuneister, Jacob Wacker, eine Tochter, Emifte, geboren den 13. November. o . December. Dem Bürger ,n Groß - Buseck und Taglöhner dahier, Ludw'g Schmidt, eine Tochter, Kathaiine Maiie, geboten den 9 December ,, Den sei v en. Dem Biuger unb Metzgermeister, Johannes Klein, eine Tochter, Wilhelmine Theodore, gebot■ n den 24. November. b eu. Dim Bmget in Jvtzenbach und Schuhmacher dahier, Leonhard Bickel, eint Tochter. Jakobine Marie Katharine » ( „selb en. Dem Bürger und Schreiner, Jakob Lehrmttnd, ein Sohn, Georg Karl, gcboicn den 27. October. (' tO j Haupt-Depot: \ (5085) Creme *5 de Flur Nr. 84/220 lediglich mit diesem an verhandelt werden. Lick, den 17. November 1873. ' Großherzoglichcs Landgericht Lich. Acker hinter dem Steinbrunnen, auf den Stumpfenweg, Acker auf der Hohlciche, zur Backsteinfabrikation Die bei der Freiherrlich von Rabenau' scheu Ziegelei dahier vorkommmde meter zerschlagener Basaltsteine auf die Straße von Gießen gegen Klein-Linden wenigünehmend versteigert werden. Gießen, den 29. Decemver 1873. Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. In Vertretung: Sch acker, Kreisbauaufseher. Moussiirende Rhein weine, ,'.8 48 Maraschino, Kirsch wasser, Hamburger Bitter, d’ABisyeßSlie. Londorf, am 2. Januar 1874. Der Bauverwalter: Lony's Bierkeller. Am Neujahrstage: Musik- und Gesangsconcert von der Familie Niest aus Böhmen Anfang 4 und 8 Uhr. — Ent,6? 6 und 9 fr. Am Sylvesterabend in der Nestauration Gerhard. Rum de Jamaica, Arrac de Goa, Arrae de Batavia, Num-Punsch Essenz, Arrac „ „ Ananas- „ ,, Burgunder-Punsch- Essenz, Notywein- ,, ,, Himbeer- „ „ Maiwein- „ „ in 71 und V2 Flaschen. Cognac, achten in 3 Sorten. verkaufe meine vorräthigen Winter-Scknhe zu herabgesetzten 1 A. Docter am Kirchenplatz. Weine: Champagner in 5 Sorten, Mousseux, Malaga, Tokayer, Rothen und weißen Borveanx rn Sorten, Rothen Oberingelheimer, Rüdesheimer, Niersteiner, Dürbheimer, Wachenheimer, Bodenheimer, Cafe Ebel. Am Neujahrstage: # Bairisches Bockbier Die vorzüglichen Chocoladen aus der Fabrik von /ran? StaUiverck, Hoflieferant, Köln, Hochstraße 9, bemäbren ihren gesicherten und in steter Zunahme begriffenen Weltruf durch bic Rötung aus feiner, purer Cacao und Zucker, ohne iedwede fernere Beimischung. - yiprfniifeftefien in (Rieften bei % A Busch Söhne, C- W. Dietz, Louis F roh n- bjäuser, Chr- Krämer am Bahnhof, E- Lind, Conditor, Dr. A Mettenheimer, Apotheker, Robert Sattler, Conditor.__ Cafe Ebel. 5837) Für die bevorstehenden Festtage bringe id> meinen Weinverkauf über die Straße hiermit in empfehlende Erinnerung und erlanbe mir auf folgende Sorten als besonders empfehlenswerth aufmerksam IDaiibilz-Liqiiciir i Apotheker R. F. Daubiy in Berlin, 3 die demselben täglich zugehen und nn Z Comptoir, Charlottenstr. 19, zur Ansicht 1872. Iliischentlials Fleischextract. Montag den 12 Januar 1874, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Rathhaus die zum Nachlaß des Friedrich Schwaab gehörigen Immobilien und zwar die Besitzung auf dem Seltersberg, eingetherlt iii die Hosrnithe und 8 Bauplätze, jeder von ungefähr 200 OKlftr. Flächeugehalt, deren *' ~ oKlftr. aus der Fabrik des Herrn Jacob Goeß in Nürnberg bei Geb r. A d a m t lin Ritter. geeignet, . Kenlrocitcnmal meiftbidcnb ”crfte'6 Neckte Nürnberger | Bei annehmbaren Geboten findet keine, weitere Versteigerung statt. Gießen, den 29. December 18/3- Groß^erzogliches Ortsgericht Gießen. ... .... Wortmann(53^1) (5936) „Anerkennung »nd t WiederbestelJung!“ ß sind die untrüglichsten Beweise für die > l Vor trefflichkcit eines Hausmittels- Dies g bestätigt sich durch die vielen Aner- | h kennungssckreiben an den Erfinder des , s rühmlichst bekannten Weißwein: , , . - _ Tischwein (per Liter) fl -36 Ingelheimer iper Liter) fl. - Forster (dito) fl.— 48 Ofener (pr Ongin.-Flasche) fl. - Dürkheim. Fenerb. (dito) fl. I- Aßmannshauser (dito) fl- Forst.Traminer (Org.-FI.)fl. t-!St. Julien (dtto) fl. Scharzhofsberger (dito) fl. 112 Chateau Lahtte (dito) fl. t Rauenth.Nonnenb.(dto)fl 2» W. Mosler. i 2812) Das Annoncen - Büreau von Rudolph Mosse, vertreten durch D ^eidinaSfclder, Wallkhorstraße 96 in Gießen, ist für die Beförderung m>n ! Enseratetr jeden Inhalts, als Empfehlungsanzeigen, Kam - und Verkausgesuchr, ' Steilen-.-eiuche, Familiennachrichten u. s. w. als besonders zuverlässig zu empfehlen. Icügebüteues. 5921) Rum, Arrac, Cognac, sowie Punsch - Essenz in verschiedenen Sorten, empfiehlt G g- Wilh. W ei d ig. 1 Bekanntmachuug. 10 Die noch rückständigen Realschulgelder, sowie die Stadtswul- gelder pro IV. Quartal 1873, können in den ersten 8 Tagen an den Zahltagen Dienstages, Donnerstag's und Samstag's noch ohne Kosten zur hiesigen Stadt lasse bezahlt werden. Gießen, den 30. Dec. 1873. Der Stadtrentmeister: Enders. für das Ja r 1874 soll unter oortheil-i Gesundere Vekanntmachunaen. haften Bedingungen in Accord ße0ebenj -ULiumiiH ", a werden. Hierauf Reflectrrende wollen ihre II f f 0 t b C 1* U II (l. «Forderungen pro will längstens bis zum tttÄlÄwsa.« oder deren Rechtsnachfolger werden aufge.j fordert, binnen drei Monaten — vom ersten Erscheinen dieser Aufforderung in den _ Blättern angerechnet — Rechtszu- XCVfCllltltlCnCr ständigkeiten bei der von ihrem Vater und) 8 1 ,' o Bruder vorgenommenen Immobilien - Ver-j Bülaltstelttl'. Äußerung entweder inSelbstperlon oberj ^26) Montag den 5. Januar 1874, durch gehörig Bevollmächtigte zu wahren,Morgens 10 Uhr, als sonst ein Curator für ste bsstellt und Bramm'schen Wiithslokale da- chrer Stelle werde D0U civca 250 Cubik- Neujahrs - Gratiilationen. Wir erlauben uns am Jahresschluß unser» v-r-hrlicheu Mitbürgern und Ärcunden den alten Borschlag in Erinnerung zu bringen, statt der üblichen^ ^vatnl uionen am Neuf^hrstaqe die Kleinkinderschule nut einer Gabe von 24 kr. ^L n imd die Namen der Geber, die in dieser Weise ihre Wünsche aus. gesprochen, im Anzeiger zu veröffentlichen. Wir sind gerne bereit, diese Gaben in Einp anq zu nehmen und wünschen, daß diese Gratulattonen recht zahlreich und für die wohlthätige Anstalt unserer Stadt recht ergiebig seien. Gießen, den 27. Deeember 1873. - ~— Dr Geist, Gmnnalsialdirector; H ab er körn, Regierungsrath; Dr. Hesse, Geh. Kircheurath; Landmann, Pfarrer; Lyncker, Rentamtmann; v. Nöder, Provinzialdirector; I)r. S e e l, Pfarrer; Dr. Simon, Prälat; Vogt, Bürgermeister. ■ 5911) E!n tüchtiger Kai,cher aus gleich. 5916) Ein Mädchen wild aus Anwba gesucht bei I. Pitzer, Hintergasse. Januar gesucht. VanilEe, Mokka, Rose, Thce? „ tany, Parfait d’amour, Anisctte de BBordeaui, ß ausliegen. H *) Zu haben bei 8(5937) Julius Wallach. - 5930) Rum, Arrac, Eognac, Arrac- und Rum-Punsch-Essenz, verschiedene feine Liqueure, Madeira, Sherry, Portwein empfiehlt , Emil Fischbach. Wien. Wenzel’s Garten. Ain Aeujalirstage W4: Großes Miliiär-Loncert, ausgeführt vom ganze» Musik-Corps des 2. Großherzogl. Hessisch. Infanterie-Regiments Nr. 116, unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Krausse. Anfang 5'|2 Nhv. — Ende IO Uhr. ___________________________Entree 18 kr. a Person. Im grossen Saale des Cafe Leib. Donnerstag den 1 Januar 1874: (5944 Geister - und Gespenster-Theater. MT* Große Vorstellung W aus dem Gebiete der Chinesischen und Indischen Zauberei, Der „rheinische Trauben - Brust - Honia Abr. Hest @ine der bedeutendsten deutschen Aunoncen-Ex- Gebr (5935) im Ritter. Das ran tf u rt a. M. von der Die Spedition. Gesucht. Chr. Horeyseck Nedacllon. Tn-ucf rind Vertag Der Nrühl'schrn Unu.^, Druckerei f F Cl,r. Vietfcb) in Gießen. schuhe in großer Auswahl empfiehlt 137. Jahrgang. Abbildungen in Stahlsrich bildet u. mit dem Namens- Cotillon - Orden, Neujahrs - Gratulationen V Wurmes, Wallthorstraße. ßJäger'schen Buchhandlung, sonie von dem Verfasser, Hobestraße, L Leipzig, zu beziehen. Preis 2 fl. 24 fr. <4 Vor den Nachahmungen und Aus- Zügen meines Buchs, — kleinenSu- K d clschrifte.n, die unter den Titeln Jugendfreund, Selbsterbaltung und ähnlichen (— denen man schon an ihrem Aeusiercn ansieht, daß nichts zu ihnen-ist —) in den Zeitungen marktschreierisch angekündigt werden, — wird wohlmeinend gewarnt. Daher achte man darauf, die echte Ausgabe, die Original-Ausgabe von Laurentius zu bekommen, welche einen Octao-Band ti von 232 Seiten mit 60 anatom. Ma inirte Häringe l974) empfiehlt Emil Fischbach. Kernnichte Unzeigeu. 5939) Einem verehrlichcn Publikum die ergebene Anzeige, daß ich von jetzt an wieder in der Stadt wohne. Bestellungen jkönnen bei den Herren Abraham Stein u. Kröcker, sowie bei Witlwe Weidig auf der Bach abgegeben weiden- Emil Schimpf. Fuhrmann. ter. Gescl?«fts-cuten, welche an bega gener Lage ein offenes Geschäft betreiben, wird der Vorzug ge- •^iban'.t zgeben. Offerten mit Angabe der Referenten beliebe man sh&. <3. R. poste restante Frankfurt a. M jit senden. _______________________________ (5925 ~ „ dargestellt durch Professor Meunier. u e nem General-Programm kommen nur die neuesten und liroßarttgsten Künste, welche in solcher Vollendung hier noch nicht gezeigt wurden, zur Ausführung, unter andern Der rothe Teufel und seine unheimliche Gesellschaft, 9W,a ... „ t , sowie Auftreten der berühmten Concertissm Berhalda Meunier. fr ( ynfi,np,XH:nnn^lKeiu,n — Während den Pausen Conccrt vom Concertmeister Herrn d. Brandenstein. — Preise der Plätze: Paterre 36 kr., Gallerik 1B kr. - Cosseneioffoung 6 Uhr, Anmng 7 Uhr. - Billette sind im B.raus zu haben im Cafe Bei6, sowie im HStel Prinz Carl. Cs finden nur 2 Vorstellungen statt. — Sonntag letzte Vorstellung. Professor der Magie. München, den 1. Januar 1374. 59>5) Wilhelm Waller Anzeige für Damen. vntag den 5. Januar beginnt wieder # ßrustkatarrh und MtistenleUfleai * das angenehmste und sicherste Mittel dagegen. dem. Depot des Herrn L. Hartwagner in Passau bezogene ."MÄ m^ü',^^?"^"^rust.Honigs aus der W. H Z i ck en h e i m er'schen „Fabrik m M ainz, hat nitch von einem hartnäckrgen Brustkatarrh und Hüften „nach vorgeschnebencm Gebrauche vollständig befreit. J Schönberg bei Pocking (Niederbayern) 24. September 1873. empfiehlt (5909) ,5571) Die Rückzahlung von Einer Million Gulden 5 % Darmstädter Obrigatiouen vom 1. October 1868 betreff.nd. Die Beträge des vorbaiamUen Anlehens können von hentt an schon bei dem Unterzeichneten ni Empfang genommen werden, mit dem Bemerke??, daß die Verzinsung am 31. Decbr. d. I. aufhört. Briefliche Anzeigen werden ebenfalls berücksichtigt. Hungen, 1. December 1873. 3860; So eben ist erschienen die 33. Ausl, des weltbekannten, lehrreichen . Buchs a l>er persönliche Schutz U von LaurcntiuS. In Umschlag oer !' siegelt. Tausendfach bewährteHilfe und Heilung (20jährige Erfahrung!) von Sehwtiehe- Zuständen des m ä n nl. G esch lecht s, Ner v en leid en rc., den folgen heimlicher Gewohnheiten und anderer Gxccsse. — Durch jede Buchhandlung, in F Iäger' sch, 5918) Einig-; tüchtige Eiaarren - und c' Wickel mack er si den Beschäftigung. Näheres bei Th.-Ro^offi Wallthor , Montag . Der Unterzeichnete wünscht für einen1 ttn Zuschneiden und Änferti- Hausbau Mauersteine zu bez ehen unb Damenkleidern. Damen, welche erbittet sich hierfür bemal. Offerten nehmen wollen, wollen sich gefälligst ^59l°j * I Haustein. stempel des Verfassers versiegelt ist. Nota bene. — Von meinem Buche liegen bereits 4 Uebersitzungen in fremden Sprachen vor (der dänischen, s ch w e d i sch e n, russischen und italienischen), welche gleichfalls durch den Buchhandel zu beziehen sind- L. i bis dahin melden. 15894) A. Rothenbe,raer Lindenvlatz. Cin Mädchen, - roeldie? Kochen kann und Hausarbei Allen meiiun Fceulldeu und Bekannten ein donuecudes Hoch! 5950) Sotten Splitt (UM neuen Jahre! mild roeId)er das föhhdifte und 2 ^bet Hausmitt.l seit einer Reihe von Jahren gegen alle mendet Athmungsorgane mit stets sicherem Erfolge onge- wendet wird, rst wie seither stets zu haben in Gießen bei I. A- Busch Söhne . 5943) Arrac- und Rum°Punsch-Essenz, peditioncn ucht für den hiesigen Platz eine»Bertre- achten Arrac, ' ~ * " - ■ „ Num de Jamaica, empfehlen zu den biUigsteu Preisen zu m-ethen gesucht. Näheres zu erfragen im neuerbauten Jung'schen Hause, Neucn- wegerTboi, mittlerer Stock. besuchen will wünscht in einer braven Familie Ausnahme. GrsaUwe Anmeldungen nehmen ' | Ü940) Zeitungspapier f'uft : Bierbrauer A nd^ W^d ig^ bis^rum 4* Meyer Rothenberger, N uenweg 193. Januar 1874 entgegen. 9 b § 3Um 4 Darmstädter Tagt)lall I (Frag- und Allzeigcdlatt) --------------1 zugleich _______________ Amtliches Organ für Stadt und Kreis Darmstadt ist von allen in Darmstadt und Umgebung erscheinenden Blättern rote das alte(tejo auch das gelesenste in allen Kreisen der Gesellschaft. Es ist gleichzeittg das Organ für die amtlichen Bekanntmachungen des Großberroal. Kreisaints und eignet es sich durch seine Verbreitung zu Inseraten jeder Art welchen es durch seinen großen Leserkreis den besten Erfolg sichert. Unterhaltung wird durch spannende Novellen von anerkannt tüchtigen Schriftstellern ae- botcn, wie auch len localen Nachrichten eine ganz besondre Sorgfalt gewidmet wird. Annoncen werden von der Expedition, sowie von allen soliden Annoncen-Bureaus entgegengenommen. Abonncmentspreis durch die Post bezogen 59 fr. pr. Quartal. dEiethungen. 5932) Möblirtes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen. Neue Baue 85.___________ 4746) Zu vermiethen: Der untere Stock in meinem Hause A. 166, Marburger Lti aße ________________Christian G. E ckel. 5469) Das seither von Fräule n Strobel bewohnte Logis Kanzleiberg B. 66 ist ander- weit zu vennieihen. 5946) Ein Arbeiter kann eine Schlaf stelle finden bei Wittwe Glock in bir Vöwengasse. ! Neujahr 1874 an eft-^bi^^ L ^n gründlich versteht, wird gegen hohen Lohn Lxlra-Rkilage zu Ni. 304 Sks Jjictiencr flnaeincrs. Die Auswanderung nach Brasilien. Mittheilungen aus der Schrift- Mahnruf gegen die Auswanderung nach Brasilien von Sch-Ntke. Unfere Regierung hat die vorliegende Schrift an die Großh. Kreisämter geschickt mit dem Wunsche, daß der Inhalt derselben weiter verbreitet werden möge. Warum? Der brasilianische Colonisationsminister erklärte 1858 in der Kammersitzung, „daß cs der Regierung gelungen sei, 40 deutsche Zeitungen für ihr System zu gewinnen." Er fügte hinzu daß diese Sicherung der Presse allerdings 40,000 Thaler koste, daß aber die günstigen Erfolge auch gewiß seien Auch stellte die brasilianische Regierung Auswandernngsagcnten in Deutschland an, um deutsche Arbeiter für die dortiaen Colonien zii fangen. So ist es denn auch gelungen, eine nicht ganz geringe Anzahl unserer Landsleute zu verleiten, großentheils blindlings ihrem Verderben entgegen zu gehen. Nur einige Beispiele statt vieler. Vor einigen fahren wnrden 99 Preußen für Rechnung eines Majors Magalhaeus auf Parceria-Contracte, d. h. daß ihnen Land zur Bebauung auf Halbpacht übergeben werden sollte, nach Bahia geschickt, und die Contracte bei ihrer Ankunft auf eenen berüchtigten Sclavenhändler nmgeschriebe», welcher von der Regierung 40,000 Thlr. als Vorschuß für seine Colonisations-Bestrebungen -.halten hatte. Di- „Einwanderer" wurden dann nach dem Fieberflusse das Coutas gebrachr, wo häufige Kumgersnoth herrscht. Auch diesmal mußten die Leute sehr bald auf halbe Rationen gesetzt werden. Die Regierung, benachrichrigt von diesem Elende, verzögerte die Hülfe wieder um vier Mouate. Das Journal de Bahia be- richtet'nun weiter: „Man sagt, die Regierung will die Leute nach dem Süden schicken und ihnen dort Land auf Kredit geben. Aber, was kann den Menschen in ihrer Lage eine solche Aussicht helfen, da sie nichts zu hoffen haben und schon bedeckt sind mit Krankheiten? Die Leute sind dem Wahnsinne nahe. Der Gedanke des Verbrechens äußert sich bereits bei mehreren Familienvätern, nie, indem sie laut protestirc.i gegen den scandalösen Mißbrauch, der mit ihnen Getrieben worden ist, geradezu aussprechen, daß, wenn nicht schnell Hülfe geschafft wird, sie ihre Kinder mord en werden, damit sie nicht länger gefoltert würden, uuv dann Selbstmord begehen w o l l e^n« sjjovcm6er 1872 kamen 504 Deutsche in Victoria (Provinz Espirito Santo) an; sie fanden nicht eine Parzelle der Kolonie vermessen, wie ihnen versprochen war. Es müssen, sagt ein Zeitlingsartikel aus- jener Zeit, no* 4 5 Monate vergehen, ehe sie am eigene» Heerd sitzen können, und während dieser Zeit können sie verhungern." Die eben daselbst im Juli 1872 augekommenen Einwanderer lagen noch in Lagern, . aber auf dem Lehmboden des Empfanqschuppens auf Sauta Leopoldina, weil sie ihre Colonie noch nicht hatte» in Besitz nehme« können, und weil sie selbst den ihnen versprochenen ersten Waldschlag machen sollten. Von den erwähnten 504 Kolonisten wurden endlich im Januar 1873 einige nach ihrer Colonie gebracht. „Uuter Thränen haben sie ihre Reise angetreten," sagt eine deutsche Korrespondenz aus Victoria, „kenn sie wußten ja, daß sie auf der Colonie kein Unterkommen finden wurden. Erklärte doch kürzlich selbst ein brasilianischer Deputirter, daß überall, wo die Regierung colonifire, Alles schlecht werde, am Ende- zu Gruiide ginge, daß ihre Colonisten dreimal mehr kosteten, als andere, und daß das ganze Landsystem'wie die angeblichen Vermessungen ein bloßer Betrug seien.*) , , Von einer schon bestehenden Colonie heißt es Seite 37: Rach zwanzigfahngem Bestände und bei emer Bevölkerung von circa 4000 Seelen prvducirt die Colonie B l u m e n a n nichts Nennenswertbes für den Export außer -mi- aen Hunderttausend Cigarren und einigen hundert Dutzend Brettern, während sie ihre Lebensmittel, Kleidungsstücke, getrocknetes Fleisch, Zucker, Kaffee, kaufen muß. D.e widerspenstige» klimat>,che» Verhältnisse vereinigen sich mit den wilden Bewohnern des Urwaldes, um diese Schöpfung und ihren Zweck zu ersticken, während gerade sie so oft dazu haben dienen müssen, das Colonisations-Genie des Hamburger Coloniiations-Pereuis von 1848 und des Herrn Blu- menau zu verherrlichen. Rachden. erst im Jahre 1869 ein ganzes Jahr andauernde Regengüsse dre Ernten ast gänzlich zerstörten, Ueberschwemmungen im vorigen Jahre ganze Cultnren vernichteten und Viele in den Finthen ihren Tod fanden, wiederholten sich die Einfälle der Indianer auf Blumenau seit 10 Jahren fast ohne längere Unt-rbr-chimg und find auch im vorigen Jahr- wieder viermal vorgekommen, so daß sich die brafiliamsche Regierung erst kürzlich veranlaßt gesehen hat, eine Sendung Flinten und Munition zur Vertheilung an die Colonisten zu beschaffen. Dreimal bei den Ueberfällen des vorige» Jahres waren die Opfer pommersche Landl-ute (welchen dort d,e unschätzbare Ehre zu Theil wird, als äußerster Vorposten gegen die Indianer vorgeschoben zu werden), das vierte Mal der Colomst jtnet in gtio Benedicto, wobei die ganze übrige Familie ermordet, ein zweijähriges Kind aber mitgeschleppt wurde, ^»ähnlicher Weise wie Blumenau schleppt auch Dona Franziska sein sieches Dasein an den Subventionskrucken der Regie- runa bin Die Colonie laborirt zunächst an den Schwierigkeiten des Terrains, welches die Provinz Santa Katharina überhaupt charaktcrisirt, so daß das Urtheil eines dort lebenden Deutschen nur zu wahr ist: „Die Co °n,e» von Santa Katharina sind nicht lebensfähig und das um so weniger als wegen des Mangels guter Häfen und Wege, sowie jeglicher Anlage zu r Bin n-n sch-fffahrt uud wegen nichtBeste- hens einer h l u ter l i eg en d - n Bevölkerung kein Aufschwung durch Handel und Industrie zu """Was'nun aber Th er-sop ° l is, ebenfalls in Santa Katharina, anbetrifft, so liegen di- Ansiedelungen dieser Colonie in enqcn Felsenthäleru, welche mit wenigen Ausnahmen geringe Flächen zum Anbau, überhaupt aber gar keine iiir Anwendung des Pflnges darbieten. Nur beharrliche Anstrengungen können den Colonisten ihr Leben erhalten, denn nach Art des Deutschen hängen sie an ihrem einmal erbauten Hause. Die am schlechtesten placntcn Colonisten durften schwerlich j- im Stande sein, ihre Schulden an die Regierung zu bezahlen. Die Schicksale dieser Colonie lassen sich *) S. 30, 31 des Schriftchens. am besten durch die beiden Thatsachen kennzeichnen, daß die Colonisten durch den Verkauf ihrer Producte nicht die Zehrkosten decken können, welche ihnen die Reise nach der Verkaufsstelle verursacht, und daß jetzt nach acht Jahren vergeblicher Arbeit die Uebersiedelung nach dem Capiuara-Flusse projectirt wird. Aehnlich und noch schlimmer sieht es in anderen Colonien aus (worüber das Schriftchen S. 39 u. s. berichtet.) Der schweizerische General-Cousul in Rio de Janeiro berichtet schon 1857, daß die von den bezahlten Agenten und den brasilianischen Gesandten und Consuln zur Auswanderung Veranlaßten statt den versprochenen Herrlichkeiten ein Loos fänden, welches er offen und frei mit dem Namen einer schändlichen Leibeigenschaft zu brandmarken keinen An stand nehme. Auch der englische Cousul in Pernambuco meldet in einem dem Parlamente übergebenen Berichte: „Die vielen bon deutschen Einwanderern wider Brasilien erhobenen Klagen sind, wie ich glaube, nur zu wohl begründet, da der Colonist die Ueberlassung von Land mir unter erschwerten und lästigen Bedingungen erlangen kann." Mit Recht sagt Roscher („Colonien, Colonialpolitik und Auswanderung").' „daß eine deutsche Auswanderung nur nach Ländern gedeihen könnte, welche durch Klima uud Boden für den Ackerbau nach deutscher Weise gut geeignet wäreli, wo die Deutschen in ansehnlicher Masse zusammenwohnen könnten und die übrige Bevölkerting an politischer Ausbildung und Nationalgefühl nicht nachstände." Von diesen physischen und socialen Bedingungen sindet der Auswanderer in Brasilien nichts. JS. 5. Durchschnittlich kann wegen der allzu großen Hitze unser Getreide nicht gebaut werden. Die Deutschen müssen sich an eine ganz andere Lebensweise gewöhnen, ganze Distrikte können wegen der gebirgigen Lage kaum oder gar nicht mit dem Pfluge bearbeitet werden, selbst die einheimischen Produkte, Kaffee, Zucker, Taback u s. w. gedeihen nicht überall, meistens in vielen Gegenden nur in schlechter Qualität. Nur die Provinz Rio Grande da Sul ist einigermaßen für den deutschen Colonisten geeignet. Während das Land Mais, Weizen, Roggen, Gerste, Oelfrüchte, Baumwolle, Hanf, Melonen und Ananas hervorbringt, ist es der Cultur von Kaffee und Zucker nicht günstig und bietet son it feinen Boden für die Sclavenwirthschaft, weshalb es den Europäer von der Concurrenz der Sclavenarbeit befreit. Die Provinz besitzt noch eine Menge wohl gelegener Staatöläudereieu, Kohlen uud Erz- reichthum uud ein weithin schiffbares Flußnetz, auf welchem bereits eine Flotille von etwa 30 Dampsbooten den Transport der Produkte vermittelt. Vor allen Dingen aber erwartet dort den Auswanderer eine compacte Masse von circa 60,000 Deutschen, die durch ihre Menge einen bcmerkenswerthen Druck auf die socialen Uebelstände des Landes auszuüben vermögen und schon jetzt durch ihre Tüchtigkeit eine Achtung gebietende Stellung in jener Provinz einnehmen. (S- 12 u. 13.) Doch ist auch von der Auswanderung in diese Provinz abzurathen. Da die weiter noch zu ermähnenden staatlichen und socialen Verhältnisse auch hier noch immer vorhanden sind und da namentlich zu fürchten ist, daß die Colo- nisten in andere Gegenden geschleppt werden. Am meisten haben diejenigen Einwanderer zu fürchten, welche aus sogenannte Halbpachtcontractc eingehen. Wir lesen S. 21: „Brasilien hatte, wie alle übrigen Länder, nachdem die Einfuhr der Neger aufgehört hatte, eine rasche Abnahme der Sclaven erfahren, wozu noch kommt, daß in der Zeit von 1820 bis 1850 jährlich von einer Anzahl von durchschnittlich 70,000 eingfführten Sclaven jedes Jahr gewiß 30 bis 40,000 starben. Die verwegene Annahme der Pflanzer, daß die aussterbenden Sclavenkräfte in den Zucker- und Kaffeeplantagen durch deutsche Ackerbauer zu ersetzen sein müßten, ließ die Werbungen auf Halbpacht-Contracte erfinden, welche ein hervorragender Jurist sehr richtig als die „Rechtsquelle der modernen Sclaverei" bezeichnete. Von Plantagen- Besitzern, die gewohnt sind, den Neger nur mit der Peitsche zu behandeln, fehlt jeder Maßstab für die Menschenwürde uud Menscheurechte eines freien Arbeiters.- Mit Gewährung der Uebersahrtskosten, des momentanen Unterhalts und der angeblichen Ueberweisung von Land zu einem billigen Preise wird der Colonist unter diplomatischer und consularischer Mitwirkung hinübergelockt. Er erhält eine Anzahl von Kaffeebäumen zur Pflege und Ernte zugewiesen und zuweilen auch eine kleine Fläche Landes zum Anbau der nöthigeu Lebensmittel; beides jedoch nicht als Eigenthum, sondern nur um die Hälfte des Ertrags seiner Arbeit davon zu erhalten. Die sämmtlichen Auslagen zu erstatten, wird ihm außerdem der oritte Theil des Reinertrags gleich zurück gehalten und wenn die Schuld nicht in vier Jahren bezahlt ist, muß er sic sehr hoch verzinsen. Er darf den Herrn nicht vor Bezahlung der Schuld verlassen, und selbst wenn er endlich Alles bezahlt hat, muß er 6 Monate vorher kündigen, wenn er nicht wie ein Leibeigener zurückgeschleppt werden will. Es ist aus das Verlassen der Pflanzung eine^ Strafe von circa 50 Thlr. gesetzt, wodurch der Colonist meistens auf immerdar gebunden bleibt. 22: „Nach einer Denkschrift des Herrn von Tschudi an den brasilianischen Minister des Auswärtigen befanden sich viele Schweizer-Colonistcn am Ende ihres Reiseziels nrtt einer Schuldenlast von 1400 Thlr. belastet. Oft betrugen die Kosten für den Transport einer einzigen Familie von Rio de Janeiro nach der Colonie 500 Thlr., während die betreffenden Contracte den Colonisten berechtigten, eine vollkommen kostenlose Uebersiedelung vom Landungsplätze aus zu verlangen. Dazu muß noch manche Familie bedeutende Gebühren an den Commissionär bezahlen, mitunter 75 Thlr. Per Familie. Ein einziges Handelshaus rühmt sich im Senat, in einem Jahre 4000 Deutsche in der Hand ge habt zu haben. Nun berechne man seinen Gewinn und man wird es erklärlich finden, warum diese sauberen Herren alle Mittel und Wege versuchen, Colonisten herbeizulocken. Die von den Agenten verheißenen Vergünstigungen sind nie oder selten ehrlich gemeint. Alle Einrichtungen, die der Colonist trifft, kosten Geld, und so muß er immer neue Schulden machen, und da er dieselben abbezahlen oder sie verzinsen muß, der gesetzliche Zinsfuß aber 10 Proceni be- trägt, so vermag er nie frei zu werden, obgleich ihm die Hälfte des Ertrags contractmäßig zusteht. Der Colonist bleibt wegen der Unmöglichkeit, alle seine notbwendigen Ein- und Verkäufe selbst zu besorgen oder auch nur zu con- trolliren, stets ganz in den Händen seines Arbeitgebers, dem er in jeder Beziehung verbunden ist, so lauge er seine Schuld nicht abzutragen vermag, was im günstigsten Falle erst in Jahrzeheuten geschieht, vielleicht auch nie! Als Beispiel wird ein Kaffee pflückender Parceria-Colonist, d. h. ein solcher, der um die halbe Ernte arbeitete, angeführt. Er hieß Philipp Bernyard; es waren ihm 1700 Kaffeebäume fünf Mal im Jahre umzuroden und zu bepflücken übergeben, aber er durfte sich nicht davon entfernen. Als er es dennoch einmal that, sperrte man ihn sofort ins Gefängniß und nahm ihm zur Strafe seinen ganzen elenden Erwerb dieser zwei Jahre, ungefähr 200 Thlr. Der arme Mann veröffentlichte fein Schmal in einer Zeitung und fügte hinzu: „Alle Deutschen in diesen Colonien müssen in ewigem Zwangsdienste hier bleiben, bis sie sterben. Wer dort drüben arbeitet, ist doch wenigstens sein eigener Herr und seine Kinder sind doch nicht für die Schulden der (Eltern haftbar wie h ie r." Der Gewinn der saueren Arbeit stießt nickt dem Colonisten, sondern dem Landbesitzer zu. So hatte ein einziger Herr dieser Art im Jahre 1860 von 380 Kolonisten einen reinen Gewinn von 75,000 Thlr. Der bekannte Reisende Gerstacker erzählt von ganzen Trupps hohläugiger, abgemagerter Parceria-Deutschen, denen er begegnete, als sie nach 10 - LOjähriger widerrechtlichen Parc